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Barbara Bowert

Das Krankenhaus "zwischen" Funktionssystemen und Organisation, page I - XXXIV

Eine systemtheorietische Analyse über die Wirkung bzw. Nicht-Wirkung gesellschaftlicher Erwartungen auf die Strukturen von Krankenhäusern

1. Edition 2020, ISBN print: 978-3-8288-4439-1, ISBN online: 978-3-8288-7456-5, https://doi.org/10.5771/9783828874565-I

Series: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Sozialwissenschaften, vol. 94

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Te ct um Ba rb ar a Bo w er t D as K ra nk en ha us „ zw is ch en “ Fu nk tio ns sy st em en u nd O rg an is at io n Wissenschaftliche Beiträge Sozialwissenschaften | 94 Barbara Bowert Das Krankenhaus „zwischen“ Funktionssystemen und Organisation Eine systemtheoretische Analyse über die Wirkung bzw. Nicht-Wirkung gesellschaftlicher Erwartungen auf die Strukturen von Krankenhäusern Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag Reihe Sozialwissenschaften Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag Reihe Sozialwissenschaften Band 94 Barbara Bowert Das Krankenhaus „zwischen“ Funktionssystemen und Organisation Eine systemtheoretische Analyse über die Wirkung bzw. Nicht-Wirkung gesellschaftlicher Erwartungen auf die Strukturen von Krankenhäusern Tectum Verlag Barbara Bowert Das Krankenhaus „zwischen” Funktionssystemen und Organisation Eine systemtheoretische Analyse über die Wirkung bzw. Nicht-Wirkung gesellschaftlicher Erwartungen auf die Strukturen von Krankenhäusern Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag, Reihe: Sozialwissenschaften; Bd. 94 © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2020 ePDF 978-3-8288-7456-5 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Werk unter der ISBN 978-3-8288-4439-1 im Tectum Verlag erschienen.) ISSN 1861-8049 Alle Rechte vorbehalten Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. Dieses Buch ist aus einer (Inaugural-)Dissertation des Doktorgrades der Pflegewissenschaft (Dr. rer. cur.) hervorgegangen, die im Dezember 2018 im Rahmen eines Promotionsverfahrens im Fach Pflegewissenschaft an der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der Philosophisch- Theologischen Hochschule Vallendar eingereicht und angenommen worden ist. Die Disputation fand am 07.11.2019 statt. Das zugehörige ausführliche Literaturreview zu diesem Werk wurde online auf dem Hochschulschriftenserver KiDokS (https://kidoks.bsz-bw.de) veröffentlicht. Wie Recht hat Dirk Baecker, wenn er sagt, „… dass die Systemtheorie in ihren besten Momenten ebenso Wissenschaft ist wie Magie, ebenso sehr Lehre wie Forschung und ebenso sehr Dogma wie Kunst.“* * Baecker, Dirk: Einleitung. In: Baecker, Dirk (Hrsg.): Schlüsselwerke der Systemtheorie. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Aufl., Wiesbaden, 2005, S. 7–16, S. 15. Dieses Zitat ist dem Buch als Motto vorangestellt. Danksagung VII Danksagung Bei meinem Promotionsprojekt und der intensiven Auseinandersetzung mit der Systemtheorie von Niklas Luhmann haben mich meine Familie, Freundinnen und Freunde sowie Kolleginnen und Kollegen unterstützt und viel Verständnis für Irrungen und Wirrungen gezeigt, die bei solch einem Vorhaben zu Tage treten können. Mein besonderer Dank gilt meinem Doktorvater Herrn Professor Doktor Marcus Siebolds, der diese Arbeit mit vielen zielführenden Tipps und Hinweisen begleitet und bereichert hat und sich zudem bereit erklärt hat, mein Dissertationsvorhaben von seinem Freund und Kollegen Herrn Professor Doktor Heribert W. Gärtner weiter zu betreuen, nachdem dieser überraschend im Januar 2017 verstarb. Ebenfalls danken möchte ich meinem Zweitgutachter Herrn Professor Doktor Manfred Borutta, der mir auch hilfreich zur Seite stand und mich motivierte, nicht aufzugeben und das Vorhaben zu Ende zu führen. Dieses Werk habe ich in Gedenken an Herrn Professor Doktor Heribert W. Gärtner verfasst, der mir zutraute und mich überzeugte, mich nach meinem Masterstudium weiterhin auf wissenschaftlichem Niveau mit Themen auseinanderzusetzen und unter seiner Leitung dieses anspruchsvolle Projekt in Angriff zu nehmen. Köln, Dezember 2018 Barbara Bowert Vorbemerkung / Allgemeine Hinweise IX Vorbemerkung / Allgemeine Hinweise Die vorliegende Dissertation ist im Promotionsprogramm der Philosophisch Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) im Fachbereich Pflegewissenschaft entstanden. Die Arbeit gliedert sich in zwei Teile. Teil I enthält die Darlegung des wissenschaftlichen Vorgehens und das Ergebnis zum Thema „Das Krankenhaus ‚zwischen‘ Funktionssystemen und Organisation. Eine systemtheoretische Analyse über die Wirkung bzw. Nicht-Wirkung gesellschaftlicher Erwartungen auf die Strukturen von Krankenhäusern“, die zugehörigen Anhänge und die verwendete Literatur. Teil II enthält das systematische Literaturreview, wobei Teil I und Teil II jeweils über eine eigene Gliederung verfügen. Bei den folgenden Ausführungen wird stets mit dem Begriff Systemtheorie auf Luhmanns Ausführungen Bezug genommen. Meines Erachtens ist es bei der Analyse von Luhmanns Systemtheorie nicht notwendig, sich mit der Gender-Frage bzw. der (sprachlichen) Gleichstellung der Geschlechter auseinanderzusetzen. Sollten doch entsprechende Textpassagen vorhanden sein, gilt Folgendes: Zur angenehmeren Lesbarkeit wurde bei möglichen Bezeichnungen in weiblicher und männlicher Form nur die männliche gewählt, was selbstverständlich keine Diskriminierung des weiblichen Geschlechts darstellt. Luhmann hat sich auch hierzu in einer Fußnote in seinem Werk „Die Wissenschaft der Gesellschaft“ Anfang der 1990er Jahre geäußert: „Niemand sagt bisher ‚der/die‘ Beobachter/in. Aber das wird kommen, wenn man sich nicht rasch eines Besseren besinnt!“1 Luhmann lebte und verfasste seine Werke im 20. Jahrhundert. Werden in der Arbeit die 60er, 70er, 80er und 90er Jahre erwähnt, bezieht sich die nachfolgende Aussage grundsätzlich auf dieses Jahrhundert. Die- 1 Luhmann, Niklas: Die Wissenschaft der Gesellschaft. 3. Aufl., Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1998, S. 14 Vorbemerkung / Allgemeine Hinweise X ser Hinweis gilt für Jahreszahlen, bei denen auf die Ergänzung „19..“ verzichtet wurde. Hervorhebungen innerhalb von wörtlichen Zitaten wurden stets übernommen, sofern es sich nicht um kursive oder fettgedruckte Hervorhebungen oder unterstrichene Textstellen handelt. Zusammenfassung XI Zusammenfassung Hintergrund Auf die Krankenbehandlung wirken viele, hochgradig unterschiedliche Einflüsse und Ansprüche ein, wie z. B. aus Wirtschaft, Recht, Politik und Wissenschaft, und damit auch auf die Institutionen, in denen Krankenbehandlung stattfindet. Insbesondere rechtliche Vorgaben und Regelungen werden von außen mit der Erwartung an die Organisation Krankenhaus herangetragen, dass diese stets Berücksichtigung finden bzw. vollständig und dauerhaft umgesetzt werden. Dabei ist zu beachten, dass das Gesundheitswesen einen festen Platz im gesundheitspolitischen und öffentlichen Diskurs einnimmt2 und es sich um eine „[…] ‚eigene Welt‘ handelt, eine ‚Welt‘, die anderen Regeln folgt als andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens.“3 Daher ist es lohnenswert, das Krankenhaus innerhalb einer modernen funktional differenzierten Gesellschaft genauer zu betrachten und die Fragestellung zu bearbeiten, ob und wie Strukturen im Krankenhaus in Folge von Anforderungen der Gesellschaft entstehen. Ziel Es scheint Wirkungen in einem Krankenhaus zu geben, die in welcher Weise auch immer durch ein Funktionssystem ausgelöst werden (könnten). Zu beobachten ist, dass bei diesen Wirkungen eine hohe Diversität zu verzeichnen ist. So stellt sich die Frage, wie die Wirkung bzw. auch Nicht-Wirkung gesellschaftlicher Erwartungen auf die Strukturen von Krankenhäusern ist. Aufgrund der Komplexität und der Besonderheiten der verschiedenen Bereiche der Gesellschaft, aber auch der hervorgehobenen Relevanz, beschränkt sich die Fragestellung auf rechtliche Vorgaben und Regelungen. Die neu erworbenen Erkenntnisse finden im Anschluss exemplarisch Anwendung auf das 2 vgl. Vogd, Werner: Medizinsystem und Gesundheitswissenschaften – Rekonstruktion einer schwierigen Beziehung. In: Soziale Systeme 11 (2005), Heft 2, S. 236–270, S. 237 3 Bauch, Jost: Medizinsoziologie. Oldenburg Wissenschaftsverlag GmbH, München; Wien; Oldenburg, 2000, S. 15 Zusammenfassung XII seit Herbst 2017 neu einzuführende Entlassmanagement im Krankenhaus. Methoden und Inhalte Die theoretische Grundlage dieser wissenschaftlichen Auseinandersetzung bildet die mit dem Namen Niklas Luhmann verbundene Theorie sozialer Systeme. Zunächst wurde ein Verfahren erarbeitet, wie eine systematische Literaturrecherche im Bereich der Soziologie standardisiert durchgeführt und dokumentiert werden kann, da für diesen Wissenschaftsbereich bislang keine verallgemeinerbaren Strategien für die Literaturrecherche zu finden sind. Ziel ist es, die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Vorgehensweise sicherzustellen. Dabei wurde Bezug auf die bereits vorhandenen und bewährten Instrumente PRISMA-Standard und CERQual-Ansatz genommen. Die von diesen Instrumenten abgeleitete Methode fand Anwendung bei den Literaturrecherchen für die verschiedenen Themenbereiche. Im Anschluss erfolgte zunächst eine systematische Auseinandersetzung mit der soziologischen Systemtheorie von Niklas Luhmann, um das Forschungsinteresse bzw. die Arbeitshypothese unter Berücksichtigung des theoretischen Hintergrundes bearbeiten zu können und Grundbegriffe wie z. B. Funktionssystem, Organisation, Sytem/Umwelt- und System-zu-System-Beziehungen in all ihren Facetten zu erfassen. Die Begrifflichkeiten wurden in Anlehnung an die Methode der rationalen Rekonstruktion analysiert und der chronologische Entwicklungsverlauf verfolgt. Diese Rekonstruktionen und Analysen dienen der Schärfung und Präzisierung der Begrifflichkeiten und ggf. auch der Darstellung von Widersprüchlichkeiten bzw. der Ableitung von Fragestellungen. Im Kapitel „Interpretationen des Verhältnisses von Funktions- und Organisationssystemen“ wurde die vorhandene Literatur anderer systemisch orientierter Autoren, die sich intensiv mit Luhmanns Systemtheorie auseinandergesetzt haben, gesichtet, um zu erforschen, wie Zusammenfassung XIII diese die Beziehung von Funktionssystemen und Organisationen beschreiben. In diesen Arbeiten wurde teils auch Kritik an Luhmanns Systemtheorie deutlich. Um sich speziell mit dem Gesundheitswesen beschäftigen zu können, wurde – nach den allgemein gehaltenen Ausführungen – Bezug auf das (Funktions-)System zur Gesundheit/Krankheit (bei Luhmann Medizinsystem/System der Krankenbehandlung) genommen. Auch hier wurden die Abhandlungen von Luhmann und Werke anderer Autoren, die sich ebenfalls im systemtheoretischen Sinne mit diesem Thema beschäftigt haben, gesichtet und dahingehend überprüft, ob die verschiedenen Ausführungen Konsequenzen für die weitere Bearbeitung der Fragestellung haben und um eigene weiterführende Gedanken entwickeln zu können. Im Anschluss einer weiteren Literaturrecherche wurden die Erkenntnisse auf die Organisation Krankenhaus angewendet, um dem Ziel dieser Arbeit näher zu kommen. Hierfür wurde die Methode der funktionalen Analyse genutzt. Ergebnisse Bei den Recherchen und Analysen zur Erfassung des aktuellen Stands der Forschung zu Funktionssystemen, Organisationen und deren Beziehungen haben sich viele Fragestellungen ergeben, die nicht eindeutig beantwortet werden konnten. Somit konnten die Ergebnisse nicht wie geplant systematisch auf das Thema Krankenhaus als Organisation und das Zusammenspiel mit den Funktionssystemen, insbesondere mit dem Rechtssystem, übertragen werden. Die Beantwortung der Forschungsfrage ist somit erschwert bzw. nahezu unmöglich. Allgemein konnte nicht abschließend geklärt werden, ob Organisationen außerhalb oder innerhalb von Funktionssystemen operieren, ob es sich bei der Operationsweise von Organisationen um Entscheidungen oder Kommunikation von Entscheidungen handelt, ob Organisationen mit anderen Systemen, insbesondere Organisationen, kommunizieren können, was mit Ebenen der Systembildung oder Ebenendifferenzie- Zusammenfassung XIV rung gemeint ist, was strukturelle Kopplung genau bedeutet, was operative Kopplungen sind und was Mehrsystemzugehörigkeit bedeutet. Speziell für das Gesundheitswesen ergaben sich die ungeklärten Fragestellungen, ob das System der Krankenbehandlung ein Funktionssystem oder ein Subsystem des Funktionssystems Gesundheit ist, was der binäre Code des Systems der Krankenbehandlung ist und ob das System der Krankenbehandlung über ein symbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium verfügt. Nicht neu ist die Erkenntnis, dass die Thematik mit dem Begriff der strukturellen Kopplung und der Einflussnahme nur durch Selbstirritation des Systems bearbeitet bzw. beantwortet werden kann. Dies würde zumindest erklären, wieso z. B. gesetzliche Änderungen oder Neuerungen in der Finanzierung von Krankenhausleistungen in Krankenhäusern unterschiedlich wahrgenommen und umgesetzt werden. Eine Rolle spielt auch die Entscheidungsprämisse der Person in Organisationen, die sich sehr an den vorherigen Begriff der Grenzstellen aus den 1960er Jahren von Luhmanns Theorie nähert. Je nach Funktion und Position beobachten diese die Umwelt und filtern Informationen, die für die Organisation und deren Überleben relevant erscheinen. Eine Leistung von Organisationen besteht im Einsatz des so genannten Als-ob-Modus, um Anforderungen der Funktionssysteme auf Distanz zu halten und somit noch funktionsfähig zu sein und das Überleben der Organisation zu sichern. Schlussfolgerung Mit der Entwicklung und Anwendung einer Vorgehensweise für eine systematische Literaturrecherche in der Soziologie, die Bezug auf bereits vorhandene und bewährte Instrumente nimmt, können die entsprechenden Anforderungen an eine wissenschaftliche Arbeit erfüllt werden. Die verschiedenen Recherchen wurden standardisiert durchgeführt und dokumentiert, um die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Vorgehensweise sicherzustellen. Zusammenfassung XV Grundsätzlich war angedacht, das Thema bzw. den Begriff der strukturellen Kopplung bezogen auf Funktionssysteme und Organisationen näher zu beleuchten, ggf. sogar zu klären. Die Idee war, durch eine systematische Recherche, Fleiß und gesunden Menschenverstand das Thema zu bearbeiten und auf die spezielle Organisation Krankenhaus zu beziehen. Je weiter aber die Annäherung an die Fragestellung gedieh, desto mehr Fragen wurden aufgeworfen, ohne konkrete Antworten finden zu können. Allerdings konnte durch die Darstellung des aktuellen Stands der Theorieentwicklung nachgewiesen werden, dass das Verhältnis von Organisations- und Funktionssystemen in der Theorie sozialer Systeme ungeklärt ist. Die Ergebnisse könnten zur weiteren systematischen Theorieentwicklung beitragen, ohne einen nachträglichen Vorwurf an Luhmanns Theorieentwicklung zu richten. Grundsätzlich sollte dabei Luhmanns Ziel nicht aus den Augen verloren werden, „[…] Begriffe bereitzustellen, die in der Lage sind, Daten zu sortieren, die in der sozialen Wirklichkeit der Gesellschaft erhoben werden können. […] Zielsetzung ist so oder so eine Modellierung, die als wissenschaftlich angeleitete und reflektierte Reduktion der Komplexität der Gesellschaft einen Beitrag zur Kontrolle dieser Komplexität leistet.“4 4 Baecker, Dirk: Kommunikation und Handlung (3. Kapitel). In: Horster, Detlef (Hrsg.): Niklas Luhmann. Soziale Systeme. Akademie Verlag, Deutschland, 2013, S. 37–47, S. 38 Abstract XVII Abstract Background There are many very different influences and demands on the treatment of patients, for example from business, law, politics and science, meaning that the institutions where the treatment takes place are also influenced. In particular, legal requirements and regulations are brought from the outside into the organization hospital with the expectation that they are always taken into account and implemented completely and permanently. It should be noted that the healthcare system has a firm place in health care policy and public discourse5 being a world of its own, a world that follows different rules than other areas of social life.6 Therefore, it is worthwhile to look more closely at the hospital within a modern functionally differentiated society and to work on the question of whether and how structures arise in the hospital as a result of society’s demands. Objective There seem to be effects in a hospital that (could) be triggered in whatever way by a functional system. It can be observed that these effects show a high degree of diversity. This raises the question regarding the impact or non-impact of societal expectations on the structures of hospitals. Due to the complexity and the special characteristics of the various areas of society, but also the highlighted relevance, the question is limited to legal requirements and regulations. The newly acquired findings will then be applied to the discharge management in the hospital, which has been newly introduced since autumn 2017. 5 cf. Vogd, Werner: Medizinsystem und Gesundheitswissenschaften – Rekonstruktion einer schwierigen Beziehung. In: Soziale Systeme 11 (2005), Heft 2, S. 236–270, S. 237 6 cf. Bauch, Jost: Medizinsoziologie. Oldenburg Wissenschaftsverlag GmbH, München; Wien; Oldenburg, 2000, S. 15 Abstract XVIII Methods and Contents The theoretical basis of this scientific debate is the Theory of Social Systems, which is associated with the name Niklas Luhmann. First of all, a method was developed for standardizing and documenting a systematic literature search in the field of sociology, since there are no standards for this field of science with the aim of ensuring traceability and transparency of the procedure. Thereby, the existing and proven tools PRISMA standard and CERQual approach were used as a basis. The method derived from these instruments has been used in literature research for the various subject areas. Subsequently, a systematic examination of the sociological System Theory of Niklas Luhmann was performed, in order to be able to work on the research interest and the working hypothesis, taking into account the theoretical background, and to explain basic concepts such as functional system, organization, system/environment and systemto-system relationships in all its facets. The terminology was analyzed on the basis of the method of rational investigation. In addition, the chronological course of development was verified. These investigations and analyzes are used to state and clarify the terms and definitions precisely and possibly also to highlight contradictions or to derive questions. In chapter “Interpretations of the Relationship of Functional and Organizational Systems”, the existing literature of other systemically oriented authors who have studied Luhmann’s system theory intensively has been reviewed and analyzed in order to explore how they describe the relationship between functional systems and organizations. In these works, Luhmann’s System Theory was criticized in some extent. After general topics, the (functional) system of health/disease (at Luhmann Medical System/System of Medical Treatment) was referenced. This was done in order to be able to deal specifically with the health service. The scientific papers by Luhmann and works by other Abstract XIX authors, who also dealt with this subject in a system-theoretical sense, were examined, checked and analyzed for consequences of the different statements on the further processing of the research question and the development of own continuative thoughts. After further literature research, the findings were then applied to the organization hospital in order to get closer to the goal of this work. For this purpose, the method of functional analysis was used. Results The research and analysis to capture the current state of research on functional systems, organizations and their relationships revealed many issues that could not be answered clearly. Hence, the results could not be systematically transferred to the hospital as an organization and the interaction with the functional systems, in particular the legal system, as planned. Therewith, answering the research question is difficult or almost impossible. In general, it could not be clarified finally whether organizations operate outside or within functional systems, whether the mode of operation of organizations are decisions or communication of decisions, whether organizations are able to communicate with other systems, in particular organizations, what is meant by levels of system formation or level differentiation, what structural coupling means exactly, what operative coupling is and what multisystem affiliation means. Specifically for the health sector, there are unanswered questions as to whether the system of medical treatment is a functional system or a subsystem of the functional system health, what is the binary code of the system of medical treatment and if the system of medical treatment uses a symbolically generalized communication medium. The finding that the topic can be handled or answered with the concept of structural coupling and influencing only by self-irritation of the system is not new. This would at least explain why for example Abstract XX legal changes or changes in the financing of hospital services are perceived and implemented differently in hospitals. The decision-making premise of the person in organizations plays also a role which is very similar to Luhmann’s theory of the previous concept of boundary points from the 1960s. Depending on their function and position, the person monitors the environment and filters information that seems relevant to the organization and its survival. One accomplishment of organizations is the use of the so-called as-if mode to keep functional system requirements at bay and thus to remain functional and to ensure the survival of the organization. Conclusions By developing and applying a methodology for a systematic literature research in sociology with reference to already existing and proven instruments, the corresponding requirements for scientific work can be met. The various analyses have been standardized and documented to ensure the traceability and transparency of the approach. In principle, the topic or rather the term of structural coupling in relation to functional systems and organizations should be analyzed or even clarified. The idea was to work on the topic through systematic research, diligence and common sense and to refer to the special organization “hospital”. The closer the approach to the question grew, the more questions raised without finding precise answers. However, by presenting the current state of theory development it was possible to prove that the relationship of organizational and functional systems in the theory of social systems is unexplained. The results could contribute to the further systematic development of the theory without reproaching Luhmann’s theory development subsequently. In general, Luhmann’s goal of providing terms capable of sorting data that can be collected in the social reality of society should not be lost out of sight. One way or another, the objective is a model- Abstract XXI ing that contributes the control of this complexity as a scientifically directed and reflected reduction of the complexity of the society.7 7 cf. Baecker, Dirk: Kommunikation und Handlung (3. Kapitel). In: Horster, Detlef (Hrsg.): Niklas Luhmann. Soziale Systeme. Akademie Verlag, Deutschland, 2013, S. 37–47, S. 38 Inhaltsverzeichnis XXIII Inhaltsverzeichnis Danksagung ...................................................................... VII Vorbemerkung / Allgemeine Hinweise ............................ IX Zusammenfassung ............................................................ XI Abstract ......................................................................... XVII 1 Einleitung ...................................................................... 1 2 Forschungsinteresse bzw. Arbeitshypothese ............... 5 3 Theoretischer Hintergrund .......................................... 7 3.1 Niklas Luhmann: Theorie sozialer Systeme ...............11 3.2 Forschungsansatz ........................................................14 3.3 Erkenntnisse ................................................................16 4 Aufbau der Arbeit ....................................................... 19 5 Entwicklung eines Standards für die Literaturrecherche in der Soziologie ......................... 25 5.1 Denkstil und Denkstilkollektive nach Ludwik Fleck ...............................................................26 5.2 PRISMA-Standard ......................................................29 5.3 Anpassung des PRISMA-Standards an wissenschaftliche Theoriearbeiten ..............................33 5.4 Beurteilung vorausgewählter Literatur auf Eignung ........................................................................41 5.5 Handrecherche .............................................................49 Inhaltsverzeichnis XXIV 6 Rekonstruktion von Begrifflichkeiten bei Luhmann ..................................................................... 51 6.1 Methode der rationalen Rekonstruktion ................... 52 6.1.1 Entwicklung von Kriterien für die Rekonstruktion........ 55 6.1.1.1 1960er Jahre – System/Umwelt-Differenz .... 57 6.1.1.2 1970er Jahre .................................................. 60 6.1.1.3 1980er Jahre – Autopoietische Wende .......... 61 6.1.1.4 1990er Jahre – Einführung des Beobachters .. 64 6.1.2 Kriterien / Formale Logik für die Analyse .................... 66 6.2 Methodendarlegung der systematischen Literaturrecherche ..................................................... 68 6.2.1 Datenbanken ................................................................. 69 6.2.1.1 Online Public Access Catalogue (OPAC) der Katholischen Hochschule NRW .................... 70 6.2.1.2 SOWIPORT .................................................. 70 6.2.1.3 Deutsche Nationalbibliothek ......................... 72 6.2.2 Suchbegriffe ................................................................. 73 6.2.3 Ein- und Ausschlusskriterien ........................................ 73 6.2.4 Darstellung der Ergebnisse ........................................... 74 6.2.5 Ergebnisse der systematischen Literaturrecherche ........ 75 6.2.5.1 Rechercheeinstieg ......................................... 75 6.2.5.2 SOWIPORT .................................................. 80 6.2.5.3 Deutsche Nationalbibliothek ......................... 83 6.2.5.4 Handrecherche .............................................. 86 6.2.5.5 Zusammenfassung der Ergebnisse der Literaturrecherche ......................................... 88 6.3 1960er Jahre – System/Umwelt-Differenz ................. 89 6.3.1 Soziale Systeme (Theorie) ............................................ 90 6.3.1.1 Soziales System ............................................ 92 6.3.1.2 Innen/Außen-Differenz ................................. 96 6.3.1.3 Welt .............................................................. 97 6.3.1.4 Handlung ...................................................... 99 6.3.1.5 Offenheit ..................................................... 100 6.3.1.6 Struktur / Generalisierung von Verhaltenserwartungen ............................... 102 Inhaltsverzeichnis XXV 6.3.1.7 Sinn ............................................................. 105 6.3.1.8 Systemdifferenzierung ................................. 107 6.3.1.9 Reflexion / Selbst-Thematisierung ............... 110 6.3.1.10 Rationalität .................................................. 111 6.3.1.11 Ebenen der Systembildung ........................... 113 6.3.2 Theorie der Gesellschaft .............................................. 116 6.3.2.1 Gesellschaft ................................................. 116 6.3.2.2 Funktionale Differenzierung / Funktionssystem .......................................... 120 6.3.2.3 Symbolisch generalisierte Kommunikationsmedien .............................. 122 6.3.2.4 Binäre Codes ............................................... 126 6.3.2.5 Neben-Codes ............................................... 127 6.3.2.6 Selbst-Thematisierungen des Gesellschaftssystems ................................... 128 6.3.3 Organisationen (Theorie) ............................................. 130 6.3.3.1 Organisation ................................................ 131 6.3.3.2 Entscheidung ............................................... 137 6.3.3.3 Mitgliedschaft .............................................. 142 6.3.3.4 Struktur / Generalisierung von Verhaltenserwartungen ................................ 147 6.3.3.5 Entscheidungsprämisse ................................ 149 6.3.4 System/Umwelt- und System-zu-System- Beziehungen ................................................................ 151 6.3.4.1 Interpenetration ............................................ 153 6.3.4.2 Funktionssystem und Funktionssystem ........ 156 6.3.4.3 Gesellschaft / Funktionssystem und Organisationen ............................................. 158 6.3.4.4 Organisation und Organisation..................... 161 6.4 1980er Jahre – Autopoietische Wende ..................... 162 6.4.1 Soziale Systeme (Theorie) ........................................... 163 6.4.1.1 Soziales System ........................................... 164 6.4.1.2 Umwelt ........................................................ 168 6.4.1.3 System/Umwelt-Differenz ........................... 169 6.4.1.4 Welt ............................................................. 170 6.4.1.5 Kommunikation ........................................... 171 Inhaltsverzeichnis XXVI 6.4.1.6 Autopoiesis ................................................. 174 6.4.1.7 Operative Geschlossenheit .......................... 177 6.4.1.8 Strukturen ................................................... 179 6.4.1.9 Medium / Form ........................................... 181 6.4.1.10 Sinn ............................................................ 181 6.4.1.11 Systemdifferenzierung ................................ 185 6.4.1.12 Beobachtung ............................................... 187 6.4.1.13 Selbstbeschreibung ..................................... 190 6.4.1.14 Rationalität ................................................. 192 6.4.1.15 Ebenen der Systembildung .......................... 195 6.4.2 Theorie der Gesellschaft ............................................. 196 6.4.2.1 Gesellschaft ................................................ 196 6.4.2.2 Funktionale Differenzierung / Funktionssystem ......................................... 201 6.4.2.3 Symbolisch generalisierte Kommunikationsmedien ............................. 207 6.4.2.4 Binäre Codierung ........................................ 209 6.4.2.5 Codierung / Programmierung ...................... 213 6.4.2.6 Zweitcodierung ........................................... 215 6.4.2.7 Reflexionstheorie ........................................ 216 6.4.3 Organisationen (Theorie) ............................................ 217 6.4.3.1 Organisation................................................ 218 6.4.3.2 Entscheidung .............................................. 222 6.4.3.3 Mitgliedschaft ............................................. 227 6.4.3.4 Strukturen ................................................... 229 6.4.3.5 Entscheidungsprämissen ............................. 231 6.4.4 System/Umwelt- und System-zu-System- Beziehungen ............................................................... 232 6.4.4.1 Irritation / Resonanz / Information .............. 235 6.4.4.2 Interpenetration ........................................... 237 6.4.4.3 Funktionssystem und Funktionssystem ....... 241 6.4.4.4 Funktionssystem und Organisation ............. 245 6.4.4.5 Organisation und Organisation .................... 248 6.5 1990er Jahre – Einführung des Beobachters........... 249 6.5.1 Soziale Systeme (Theorie) .......................................... 251 6.5.1.1 Soziales System .......................................... 251 Inhaltsverzeichnis XXVII 6.5.1.2 Umwelt ........................................................ 255 6.5.1.3 System/Umwelt-Differenz ........................... 256 6.5.1.4 Welt ............................................................. 258 6.5.1.5 Kommunikation ........................................... 260 6.5.1.6 Autopoiesis .................................................. 263 6.5.1.7 Operative Geschlossenheit ........................... 266 6.5.1.8 Strukturen .................................................... 269 6.5.1.9 Medium und Form ....................................... 272 6.5.1.10 Sinn ............................................................. 275 6.5.1.11 Systemdifferenzierung ................................. 278 6.5.1.12 Beobachtung ................................................ 280 6.5.1.13 Selbstbeschreibung ...................................... 288 6.5.1.14 Rationalität .................................................. 292 6.5.1.15 Ebenen der Systembildung ........................... 293 6.5.2 Theorie der Gesellschaft .............................................. 294 6.5.2.1 Gesellschaft ................................................. 295 6.5.2.2 Funktionale Differenzierung / Funktionssystem .......................................... 300 6.5.2.3 Symbolisch generalisierte Kommunikationsmedien .............................. 307 6.5.2.4 Binäre Codierung ......................................... 314 6.5.2.5 Codierung / Programmierung ....................... 319 6.5.2.6 Zweitcodierung ............................................ 321 6.5.2.7 Reflexionstheorie ......................................... 324 6.5.3 Organisationen (Theorie) ............................................. 325 6.5.3.1 Organisation ................................................ 326 6.5.3.2 Entscheidung ............................................... 332 6.5.3.3 Mitgliedschaft .............................................. 338 6.5.3.4 Entscheidungsprämissen .............................. 340 6.5.4 System/Umwelt- und System-zu-System- Beziehungen ................................................................ 348 6.5.4.1 Irritation / Resonanz / Information ............... 350 6.5.4.2 Interpenetration ............................................ 355 6.5.4.3 Strukturelle Kopplung .................................. 358 6.5.4.4 Operative Kopplung ..................................... 367 6.5.4.5 Funktionssystem und Funktionssystem ........ 369 Inhaltsverzeichnis XXVIII 6.5.4.6 Strukturelle Kopplung über Organisation .... 374 6.5.4.7 Funktionssystem und Organisation ............. 376 6.5.4.8 Organisation und Organisation .................... 386 6.6 Synthese / Gegenüberstellung der Kriterien ........... 387 6.6.1 Soziale Systeme (Theorie) .......................................... 388 6.6.1.1 Soziales System .......................................... 388 6.6.1.2 Umwelt ....................................................... 391 6.6.1.3 System/Umwelt-Differenz .......................... 392 6.6.1.4 Basaler Prozess ........................................... 394 6.6.1.5 Autopoiesis ................................................. 396 6.6.1.6 Offenheit / Operative Geschlossenheit ........ 397 6.6.1.7 Strukturen ................................................... 399 6.6.1.8 Sinn ............................................................ 401 6.6.1.9 Beobachtung ............................................... 403 6.6.1.10 Reflexion / Selbstbeschreibung ................... 405 6.6.1.11 Rationalität ................................................. 406 6.6.1.12 Ebenen der Systembildung .......................... 408 6.6.2 Theorie der Gesellschaft ............................................. 412 6.6.2.1 Gesellschaft ................................................ 412 6.6.2.2 Funktionale Differenzierung / Funktionssystem ......................................... 416 6.6.2.3 Symbolisch generalisierte Kommunikationsmedien ............................. 420 6.6.2.4 Binäre Codierung ........................................ 422 6.6.2.5 Codierung / Programmierung ...................... 426 6.6.2.6 Neben-Codes / Zweitcodierung ................... 428 6.6.2.7 Reflexionstheorie ........................................ 430 6.6.3 Organisationen (Theorie) ............................................ 432 6.6.3.1 Organisation................................................ 433 6.6.3.2 Entscheidung .............................................. 439 6.6.3.3 Mitgliedschaft ............................................. 444 6.6.3.4 Strukturen ................................................... 446 6.6.3.5 Entscheidungsprämissen / Entscheidungsprogramme ........................... 447 6.6.4 System/Umwelt- und System-zu-System- Beziehungen ............................................................... 449 Inhaltsverzeichnis XXIX 6.6.4.1 Irritation / Resonanz / Information ............... 450 6.6.4.2 Interpenetration ............................................ 452 6.6.4.3 Strukturelle Kopplung .................................. 456 6.6.4.4 Operative Kopplung ..................................... 467 6.6.4.5 Funktionssystem und Funktionssystem ........ 469 6.6.4.6 Strukturelle Kopplung über Organisation ..... 471 6.6.4.7 Funktionssystem und Organisationen ........... 472 6.6.4.8 Organisation und Organisation..................... 476 7 Interpretationen des Verhältnisses von Funktionsund Organisationssystemen ..................................... 477 7.1 Methodendarlegung der systematischen Literaturrecherche .................................................... 479 7.1.1 Datenbanken ................................................................ 480 7.1.1.1 SOWIPORT ................................................. 481 7.1.1.2 Deutsche Nationalbibliothek ........................ 483 7.1.1.3 Library of Congress ..................................... 484 7.1.2 Suchbegriffe ................................................................ 485 7.1.3 Ein- und Ausschlusskriterien ....................................... 486 7.1.4 Darstellung der Ergebnisse .......................................... 486 7.1.5 Ergebnisse der systematischen Literaturrecherche ....... 487 7.1.5.1 Rechercheeinstieg ........................................ 487 7.1.5.2 SOWIPORT ................................................. 489 7.1.5.3 Deutsche Nationalbibliothek ........................ 492 7.1.5.4 Library of Congress ..................................... 493 7.1.5.5 Handrecherche ............................................. 496 7.1.6 Zusammenfassung der Ergebnisse der Literaturrecherche........................................................ 497 7.2 Verortung / Zuordnung von Organisationen ........... 499 7.2.1 Organisationen bilden sich außerhalb von Funktionssystemen ...................................................... 499 7.2.1.1 Kneer (2001) ................................................ 500 7.2.1.2 Nassehi (2002 / 2004) .................................. 504 7.2.1.3 Schmidt (2005) ............................................ 507 7.2.1.4 Lieckweg und Wehrsig (2001) ..................... 510 Inhaltsverzeichnis XXX 7.2.1.5 Tacke (2001) ............................................... 514 7.2.1.6 Bora (2001 / 2003) ...................................... 517 7.2.1.7 Bode und Brose (2001) ............................... 520 7.2.1.8 Guggenheim (2007) .................................... 522 7.2.1.9 Tratschin (2007) .......................................... 525 7.2.2 Organisationen bilden sich innerhalb der Funktionssysteme ....................................................... 528 7.2.2.1 Schimank (2001 / 2003) .............................. 528 7.2.2.2 Türk (1995) ................................................. 530 7.2.3 Organisationen lassen sich nicht eindeutig verorten .... 531 7.2.3.1 Beetz (2003) ............................................... 531 7.2.3.2 Kieserling (2005) ........................................ 533 7.2.4 Resümee zur Verortung / Zuordnung von Organisationen ............................................................ 534 7.2.5 Lösungsansätze bzw. Problemvermeidungsstrategien . 538 7.2.5.1 Betrachtung der empirischen Verhältnisse (Vogd) ........................................................ 539 7.2.5.2 Zuordnungsthese auf Beobachtungsebene (Tratschin) .................................................. 541 7.2.5.3 Soziale Formen (Karafillidis) ...................... 543 7.3 Kritische Reflexion des Begriffs der strukturellen Kopplung ................................................................... 559 7.4 System-zu-System-Beziehung von Organisationen und Funktionssystemen ............................................ 577 7.4.1 Funktionen / Leistungen von Organisationen für die Operationsweise der Funktionssysteme ...................... 580 7.4.2 Strukturelle Kopplung über Organisation .................... 592 7.4.3 Externe Kommunikationsfähigkeit von Organisationen ............................................................ 594 7.4.4 Mehrsystemzugehörigkeit ........................................... 600 7.4.5 Steuerung/Regulierung/Einflussnahme ....................... 602 7.4.5.1 Regulierung / Responsivität (Bora) ............. 605 7.4.5.2 Indirekte Kontextsteuerung (Bendel) .......... 607 7.4.5.3 Dezentrale Kontextsteuerung (Willke) ........ 609 Inhaltsverzeichnis XXXI 7.4.5.4 Intervention (Baecker) ................................. 613 7.4.5.5 Thema .......................................................... 614 8 Das (Funktions-)System zur Gesundheit / Krankheit .................................................................. 617 8.1 Methodendarlegung der systematischen Literaturrecherche .................................................... 618 8.1.1 Datenbanken ................................................................ 619 8.1.1.1 SOWIPORT ................................................. 620 8.1.1.2 Deutsche Nationalbibliothek ........................ 622 8.1.1.3 Library of Congress ..................................... 622 8.1.2 Suchbegriffe ................................................................ 623 8.1.3 Ein- und Ausschlusskriterien ....................................... 624 8.1.4 Darstellung der Ergebnisse .......................................... 625 8.1.5 Ergebnisse der systematischen Literaturrecherche ....... 625 8.1.5.1 Rechercheeinstieg ........................................ 626 8.1.5.2 SOWIPORT ................................................. 628 8.1.5.3 Deutsche Nationalbibliothek ........................ 630 8.1.5.4 Library of Congress ..................................... 631 8.1.5.5 Handrecherche ............................................. 633 8.1.6 Zusammenfassung der Ergebnisse der Literaturrecherche........................................................ 633 8.2 Luhmann: Das Funktionssystem der Krankenbehandlung .................................................. 635 8.2.1 Gesundheit und Krankheit ........................................... 637 8.2.2 Krankheitsbild / Diagnose ........................................... 639 8.2.3 System der Krankenbehandlung .................................. 639 8.2.4 Binäre Codierung......................................................... 641 8.2.5 Zweitcodierung ............................................................ 642 8.2.6 Symbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium .. 643 8.2.7 Reflexionstheorie ......................................................... 644 8.3 Weitere Autoren: System der Krankenbehandlung / des Gesundheitssystems ............................................. 645 8.3.1 Gesundheit und Krankheit ........................................... 645 8.3.2 Symptom / Befund / Diagnose ..................................... 654 Inhaltsverzeichnis XXXII 8.3.3 System der Krankenbehandlung / Gesundheitssystem 658 8.3.4 Binäre Codierung ........................................................ 664 8.3.5 Symbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium . 674 8.3.6 Reflexionstheorie ........................................................ 678 8.4 Zusammenfassung .................................................... 680 9 Forschungsfrage ........................................................ 683 10 Wirkung bzw. Nicht-Wirkung gesellschaftlicher Erwartungen auf die Strukturen von Krankenhäusern ....................................................... 685 10.1 Methode der funktionalen Analyse .......................... 688 10.2 Methodendarlegung der systematischen Literaturrecherche ................................................... 695 10.2.1 Datenbanken ............................................................... 696 10.2.1.1 SOWIPORT ................................................ 696 10.2.1.2 Deutsche Nationalbibliothek ....................... 698 10.2.1.3 Library of Congress .................................... 699 10.2.2 Suchbegriffe ............................................................... 700 10.2.3 Ein- und Ausschlusskriterien ...................................... 700 10.2.4 Darstellung der Ergebnisse ......................................... 701 10.2.5 Ergebnisse der systematischen Literaturrecherche ...... 702 10.2.5.1 Rechercheeinstieg ....................................... 702 10.2.5.2 SOWIPORT ................................................ 704 10.2.5.3 Deutsche Nationalbibliothek ....................... 706 10.2.5.4 Library of Congress .................................... 707 10.2.5.5 Handrecherche ............................................ 708 10.2.6 Zusammenfassung der Ergebnisse der Literaturrecherche ....................................................... 709 10.3 Wissenswertes und Vorüberlegungen ...................... 710 10.3.1 Das (Funktions-)System der Gesundheit/Krankheit .... 710 10.3.1.1 Eigendynamik des (Funktions-)Systems ..... 715 10.3.1.2 Strukturelle Kopplungen mit anderen Funktionssystemen ...................................... 723 Inhaltsverzeichnis XXXIII 10.3.1.3 Gesundheit in Bezug auf Überlebensmöglichkeiten............................. 724 10.3.2 Krankenhaus ................................................................ 725 10.3.2.1 Zahlen / Daten / Fakten ................................ 726 10.3.2.2 Krankenhaus als Organisation ...................... 727 10.3.2.3 Organisation und Interaktion in der Krankenbehandlung ..................................... 729 10.3.2.4 Profession .................................................... 730 10.3.3 Krankenhaus und Funktionssysteme ............................ 732 10.3.3.1 Wissenschaft ................................................ 738 10.3.3.2 Wirtschaft .................................................... 740 10.3.3.3 Politik .......................................................... 744 10.3.3.4 Recht ........................................................... 748 10.3.3.5 Erziehung und Ausbildung........................... 749 10.3.3.6 Religion ....................................................... 749 10.3.3.7 Strukturelle Kopplung über Organisation ..... 751 10.3.4 Umgang des Krankenhauses mit Anforderungen der Funktionssysteme ........................................................ 753 10.3.4.1 Strukturelle Kopplungen des Krankenhauses ............................................. 754 10.3.4.2 Grenzstellen und Personen ........................... 756 10.3.4.3 Als-ob-Modus .............................................. 759 10.4 Umgang des Krankenhauses mit rechtlichen Anforderungen am Beispiel des Entlassmanagements ................................................. 763 10.4.1 Entlassmanagement im Krankenhaus ........................... 764 10.4.2 Umgang des Krankenhauses mit dem Entlassmanagement ..................................................... 767 11 Methodenreichweitendiskussion .............................. 775 11.1 Systematische Literaturrecherche ............................ 775 11.2 Rationale Rekonstruktion ......................................... 781 11.3 Funktionale Analyse .................................................. 784 Inhaltsverzeichnis XXXIV 12 Qualitätssicherung .................................................... 787 12.1 Allgemeine Kriterien ................................................ 789 12.1.1 Gliederung und Aufbau .............................................. 789 12.1.2 Inhaltliche Kriterien / Regeln wissenschaftlichen Arbeitens .................................................................... 790 12.1.3 Formale Aspekte ......................................................... 792 12.1.4 Eigenständigkeit ......................................................... 794 12.1.5 Zusammenfassung ...................................................... 794 12.2 Spezielle Kriterien für Theoriearbeiten................... 794 12.2.1 Recherche nach Gütekriterien ..................................... 795 12.2.2 Anwendung der Gütekriterien ..................................... 798 12.2.3 Zusammenfassung ...................................................... 800 12.3 Anwendung des adaptieren CERQual-Ansatzes ..... 802 12.4 Anwendung der adaptierten PRISMA-Checkliste .. 804 12.5 Vermeidung von Plagiatsvorwürfen ........................ 810 13 Schlusswort ................................................................ 815 14 Literatur .................................................................... 821 Anhang ............................................................................. 847 Anhang 1: Gegenüberstellung der (Schlüssel-)Begriffe in den verschiedenen Entwicklungsphasen von Niklas Luhmann ....................................................... 848 Anhang 2: Gegenüberstellung der Architekturbausteine und Merkmale in den verschiedenen Entwicklungsphasen von Niklas Luhmann ............. 887 Anhang 3: Übersicht zum (Funktions-)System zur Gesundheit / Krankheit ............................................ 914

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References

Abstract

At first, there is a systematic examination of Niklas Luhmann's sociological systems theory in order to comprehend the essential fundamental terms in all their facets. Building on this, the hospital is inspected more closely within a modern, functionally differentiated society, and it is analysed whether and how structures in such organisations arise as a result of society's requirements. It is based on the fact that the healthcare system has a firm place in the health policy and public discourse, but follows different rules than other areas of social life. Health is an undisputed good – possibly even the highest good in society – and is therefore outside of all ideological controversy. Numerous and highly different influences affect the institutions in which medical treatment takes place, such as from business, law, politics and science.

Zusammenfassung

Zunächst erfolgt eine systematische Auseinandersetzung mit der soziologischen Systemtheorie von Niklas Luhmann, um die wesentlichen Grundbegriffe in all ihren Facetten zu erfassen. Darauf aufbauend wird das Krankenhaus innerhalb einer modernen, funktional differenzierten Gesellschaft genauer betrachtet, und es wird analysiert, ob und wie Strukturen in derartigen Organisationen in Folge von Anforderungen der Gesellschaft entstehen. Zugrunde gelegt wird, dass das Gesundheitswesen einen festen Platz im gesundheitspolitischen und öffentlichen Diskurs einnimmt, jedoch anderen Regeln folgt als andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Denn Gesundheit ist ein unumstrittenes Gut – möglicherweise sogar das höchste Gut in der Gesellschaft – und steht somit außerhalb aller ideologischen Kontroversen. Dabei wirken viele, hochgradig unterschiedliche Einflüsse auf die Institutionen ein, in denen Krankenbehandlung stattfindet, wie z. B. aus Wirtschaft, Recht, Politik und Wissenschaft.