Content

Anhang 1: Angrenzende Themen – Burnout, Boreout, Arbeitssucht und Mobbing in:

Anna Seifert

Personalbindung als Führungsaufgabe, page 141 - 152

Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der Inneren Kündigung

1. Edition 2020, ISBN print: 978-3-8288-4519-0, ISBN online: 978-3-8288-7561-6, https://doi.org/10.5771/9783828875616-141

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Anhang 1: Angrenzende Themen – Burnout, Boreout, Arbeitssucht und Mobbing Burnouts Boreouts Arbeitssucht Mobbing Abgrenzung zu Burnout Burnout „Energieverschleiß, eine Erschöpfung aufgrund von Überforderungen, die von innen oder von außen – durch Familie, Arbeit, Freunde, Wertsysteme oder die Gesellschaft – kommen kann und einer Person Energie, Bewältigungsmechanismen und innere Kraft raubt“ „psychische und physische Zusammenbruch“ „Bewältigungs- bzw. Abwehrstrategie im Zuge von chronisch als unbewältigbar erlebten Anforderungen“ Faktoren die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme von Gesundheitsdiensten führen: Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung „kulturspezifisches Phänomen“ „im Wesentlichen eine neue Bezeichnung für das altbekannte Zustandsbild der Erschöpfungsdepression“ „normale menschliche Reaktion auf belastende Lebenssituationen dar“ Maslach Burnout Inventory Burnout Rechner „sich als intensiv International Classification of Diseases Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders Leidende empfinden (können), gleichzeitig jedoch nicht als psychisch krank“ „rein äußerliche“ „Anspruch auf Entschädigung“ „entsteht in Überforderungssituationen, in denen zusätzlich Enttäuschung, Überdruss und Sättigung erlebt werden“ „grundsätzliches Infragestellen der eigenen Leistungsfähigkeit und eine zunehmende Distanzierung von den eigenen Ansprüchen mündet“ „totalen Erschöpfung“ „fließende Übergänge“ Burnout und chronischem beruflichen Stress Ratgeber Depression Chronische Depression Innere Kündigung durch Boreout Boreout Diagnose Boreout „einen Zustand des unendlich gelangweilten Seins“ „Kombination aus Langeweile, Unterforderung und Desinteresse, gepaart mit Verhaltensstrategien, um das Nichtarbeiten zu vertuschen und beschäftigt zu wirken“ Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen mit vorwiegend depressiver Symptomatik „die Tätigkeit an sich, sondern die reine Präsentationsfähigkeit dessen was man tut „die Situation verlassen und etwas Vielfältigeres tun“ „Flow Erlebnis des Nichtstuns“. „Es gibt keine Überraschungen mehr.“ „im goldenen Käfig“ „Man kann weder das hier und jetzt genießen, noch an dem Ort sein, den man sich im Geist vorstellt.“ „Die Zeit dehnt sich, sie ist leer und lastet auf uns.“ „Nur der Betroffene selbst kann am Entstehen von Boreout schuld sein.“ Person-Job- Mismatch Monotonie „spezifische Beanspruchungsfolge“ „die sich als Zustand herabgesetzter psychophysischer Aktiviertheit manifestiert“ sind „a) länger andauernde, unvermeidbare Reizarmut, b) sich häufig wiederholende, gleichartige und einförmige Aufgaben, ohne dass c) dabei die Aufmerksamkeit abgewendet oder auf etwas anderes gelenkt werden kann“ „Schmerzensgeld“ „Faul zu werden ist eine Anforderung des Zustands, um ihn zu überstehen“ Abgrenzung zum Workaholic – Endpunkte von Mitarbeitercharakteren Workaholic „die aus eigenem Antrieb lange und hart arbeiten, die fast immer mehr arbeiten, als es die jeweiligen Stellenbeschreibungen und die Erwartungen von Mitarbeitern und Vorgesetzten erfordern“ nicht näher bezeichnete abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle Mobbing als Spezialfall Mobbing „eine über Monate regelmäßig stattfindende, systematische und absichtsvolle Schikane“

Chapter Preview

References

Abstract

Social professions constantly show the highest labor requirements in Germany. Simultaneously the level of “inner resignation” constantly rises. Insufficient leadership, unnecessary hierarchies, lack of transparency, loss of communal unity and a growing culture of mistrust lay the groundwork for organizational pathologies such as “inner resignation”. This directly affects the commitment and motivation of employees as well as absenteeism, turnover and the public image of the company. Today, staff retention is the biggest challenge for the company’s survival. What can companies, their leaders as well as those affected do in order to avoid “inner resignation“ and preserve motivation, commitment and satisfaction at work?

Zusammenfassung

Soziale Berufe stehen branchenübergreifend ganz oben auf der Liste der Sektoren mit höchstem Arbeitskräftebedarf. Gleichzeitig ist der Grad der Mitarbeiterbindung konstant niedrig. Führungsdefizite, unnötige Hierarchien, mangelnde Transparenz, fehlendes Wir-Gefühl und eine Kultur des Misstrauens bereiten den Boden für bislang wenig beachtete Organisationspathologien wie der Inneren Kündigung. Dies wirkt sich direkt auf Engagement, Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeitenden sowie auf Fehlzeiten, Fluktuation und Außenwirkung des Unternehmens aus. Um das Bestehen eines Unternehmens zu sichern, stellen der Erhalt der Leistungsbereitschaft und die Bindung von gutem Personal heute die größte Herausforderung dar. Wie können Führungskräfte den Umgang mit der Inneren Kündigung im Unternehmen und bei den einzelnen Mitarbeitenden positiv beeinflussen? Was muss auf Unternehmensebene passieren? Und wie können Betroffene selbst aktiv werden, um einer Inneren Kündigung entgegenzuwirken?