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Wolfgang Hummes

Brauchen wir Gott im Grundgesetz?, page I - VIII

Plädoyer für eine religionsbefreite Verfassung

1. Edition 2020, ISBN print: 978-3-8288-4514-5, ISBN online: 978-3-8288-7554-8, https://doi.org/10.5771/9783828875548-I

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Wolfgang Hummes Brauchen wir Gott im Grundgesetz? Wolfgang Hummes Brauchen wir Gott im Grundgesetz? Plädoyer für eine religionsbefreite Verfassung Tectum Verlag Wolfgang Hummes Brauchen wir Gott im Grundgesetz? Plädoyer für eine religionsbefreite Verfassung © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2020 ISBN 978-3-8288-4514-5 ePDF 978-3-8288-7554-8 Druck und Bindung: Docupoint, Barleben Printed in Germany Alle Rechte vorbehalten Informationen zum Verlagsprogramm finden Sie unter www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. Inhaltsverzeichnis Der Gottesbezug in der Präambel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .A. 1 Religion und Kirche in der Verfassung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .B. 15 Was ist Religion?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .I. 15 Die Privilegierung der Glaubens- und Bekenntnisfreiheit im System der Freiheitsgrundrechte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . II. 19 Der Inhalt des Staatskirchenrechts. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .III. 24 Die Entwicklung der Religionsfreiheit zum Verfassungselement . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . C. 31 Friedensschlüsse als Wegbereiter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .I. 31 Die Religionsfreiheit als Idee der Aufklärung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .II. 35 Religionsfreiheit – ausgerechnet in Preußen! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .III. 41 Ständestaat versus Französische Revolution . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .IV. 43 Deutschlands erste Verfassungen in den Einzelstaaten . . . . . . . . . . . . .V. 47 Die Paulskirchenverfassung (Frankfurter Verfassung von 1849). . . . .VI. 50 Der „Kulturkampf“ in Preußen unter Otto von Bismarck . . . . . . . . . . . .VII. 54 Glaube und Religion in der Weimarer Reichsverfassung . . . . . . . . . . . .VIII. 55 Das Verhältnis von Staat und Kirche. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1. 56 Aspekte der individuellen Glaubens- und Bekenntnisfreiheit . .2. 58 Die Kirchen im Nationalsozialismus. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .IX. 59 V Das Bonner Grundgesetz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .D. 63 Die Voraussetzungen des Neuanfangs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .I. 63 Religion und Kirchen zwischen Krieg und neuer Verfassung . . . . . . . .II. 65 Ausgangslage der Kirchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1. 65 Der Einfluss der Kirchen auf die gesellschaftliche Neuordnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2. 66 Die Beratungen im Parlamentarischen Rat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3. 69 Der Standort der Kirchen in der Nachkriegsgesellschaft . . . . . . . . . .E. 73 Das staatstheoretische Modell der Stellung und der Aufgaben der Kirchen im säkularen Staat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . I. 73 „Gemeinsame Angelegenheiten und Aufgaben“ von Staat und Kirche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . II. 78 Sonn- und Feiertagsruhe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1. 79 Religion und Schule . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2. 82 Die theologischen Fakultäten in staatlicher Trägerschaft. . . . . . .3. 90 Gottesdienst und Seelsorge in der Bundeswehr . . . . . . . . . . . . . . .4. 99 Religionsneutralität oder bloße Gleichbehandlung in der staatlichen Aufgabenerfüllung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5. 103 Religionsgemeinschaften als Körperschaften des öffentlichen Rechts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6. 109 Die Erhebung von Kirchensteuern. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7. 113 Das Konfliktpotential der Religionsfreiheit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .F. 117 Gegenwärtige Situationsbeschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .I. 117 Die „Entkirchlichung“ unserer Gesellschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1. 117 Die „Störung“ des Religionsfriedens durch den Islam . . . . . . . . . .2. 123 Inhalt und Grenzen der Glaubens- und Bekenntnisfreiheit des Art. 4 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . II. 126 Formaler Schutzgehalt des Art. 4 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1. 126 Inhaltsverzeichnis VI Individuelle Religionsfreiheit im Wertesystem christlichabendländischer Kultur. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2. 128 Das „Schächten“ und die Fehlsteuerung der Verfassung . . . . . . .3. 131 Die negative Glaubens- und Bekenntnisfreiheit im Spannungsverhältnis zur positiven Religionsfreiheit. . . . . . . . . . . 4. 136 Kundgabe und Außenwirkung des eigenen Glaubens. . . . . . . . . .5. 141 Missbrauch des Glaubens und der Religion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6. 145 Der Humanismus als Religionsalternative . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7. 147 Der Schutz der individuellen Religionsfreiheit in Europa . . . . . . .8. 150 Die Zukunft des Religionspluralismus – Fazit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .G. 153 Die Ursachen des schwindenden Einflusses des Christentums in der aufgeklärten Gesellschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . I. 153 Das Ende des Religionsmonopolismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .II. 159 Fazit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .III. 163 Literatur/Anmerkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 167 Inhaltsverzeichnis VII

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Abstract

The sustained and partly dramatic loss of acceptance of the Christian Churches in society does not match their exceptional position, founded in the Basic Law of Germany, in managing allegedly common tasks alongside the state. From religious education to military chaplaincy, numerous privileges from a time of Christian religious monopoly survive.

Against this backdrop, the pluralism of faith in our society today has enormous potential for conflict. Potential participation in these tasks awakens legitimate desires, especially among Islamic religious associations who refer to the principle of equality. The answer of the secular state can only be the renunciation of any common ground with religions and Churches.

Zusammenfassung

Der anhaltende und teils dramatische Akzeptanzverlust der christlichen Kirchen in der Gesellschaft passt nicht zu ihrer grundgesetzlich begründeten Sonderstellung bei der Bewältigung angeblich gemeinsamer Aufgaben mit dem Staat. Vom Religionsunterricht bis zur Militärseelsorge überleben zahlreiche Privilegien aus der Zeit des christlichen Religionsmonopols.

Der Glaubenspluralismus unserer heutigen Gesellschaft hat vor diesem Hintergrund enormes Konfliktpotenzial. Die Aufgabenbeteiligung weckt besonders bei den islamischen Religionsvereinen berechtigte Begehrlichkeiten unter Hinweis auf das Gleichheitsgebot. Die Antwort des säkularen Staates kann nur der Verzicht auf jede Gemeinsamkeit mit Religionen und Kirchen sein.