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Russland wird Großmacht. Peter I., Karl XII. und der Große Nordische Krieg in:

Joachim-Friedrich Kapp

Die Gründung der Moderne, page 31 - 40

Die Welt im 18. Jahrhundert

1. Edition 2020, ISBN print: 978-3-8288-4484-1, ISBN online: 978-3-8288-7517-3, https://doi.org/10.5771/9783828875173-31

Series: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Geschichtswissenschaft, vol. 46

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Russland wird Großmacht. Peter I., Karl XII. und der Große Nordische Krieg Moskau wurde das „dritte Rom“ genannt, nachdem Konstantinopel 1453 von den Osmanen überrannt worden war. Russland übernahm das Erbe des byzantinischen Reiches und vertrat nun, wie man es in Moskau sah, allein die reine Lehre des Christentums. Der Zar war Herrscher „von Gottes Gnaden“, und dies ließ Iwan IV. (1530–1584) seinen Gegner, den polnisch-litauischen König Stephan Báthory, wissen: er habe seine Macht von Gott erhalten, der Wahlkönig dagegen sei abhängig vom Willen und den Launen der Menschen. (Neumann-Hoditz) Es war aber auch eine Botschaft an den Westen insgesamt und dessen Auffassung von Freiheit, die doch nur zeigte, dass dieser den rechten Glauben verloren habe. War dies nur ein Vorwand, um die Freiheit der Menschen einzuschränken? Darin unterschied sich das orthodoxe Russland nicht von den anderen katholischen Ländern Europas. Im protestantischen England dagegen war es gelungen, den Geist der Religion mit dem Geist der Freiheit zu vereinen. Als die Romanows zu Beginn des siebzehnten Jahrhunderts die Herrschaft übernahmen, veränderten sie Russland von Grund auf. War Russland bislang auf sich bezogen, nach außen abgeschlossen und skeptisch gegenüber dem Westen, den man in Russland als durchtrieben ansah und von dem man eine Gefahr für seinen Glauben fürchtete, so lud schon Michail Fjodorowitsch, der erste Zar der Romanow-Linie, westliche Handwerker und Künstler nach Moskau ein, und Zar Peter, sein Enkel, öffnete sein Land für den Handel, baute eine Flotte auf, reformierte und modernisierte das Heer. Peter, 1672 geboren, wurde 1682 zum Zaren ernannt. Jedoch übernahm seine Halbschwester Sofia Alexejewna zunächst die Regentschaft, die sie durch einen Staatsstreich festigen wollte, was aber misslang. Mit seinen Regimentern und der Unterstützung der Kirche konn- 31 te Peter den Aufstand niederschlagen, Sofia wurde in ein Kloster verbannt (1689). Zar Peter brauchte nicht auf die Landkarte zu sehen, um sich sein machtpolitisches Ziel vor Augen zu führen, denn seit dem 16. Jahrhundert hatten seine Vorfahren ihre Aufgabe darin gesehen, sich Zugang zur Ostsee zu verschaffen. Nur so würde es möglich sein, eine Rolle im Welthandel zu spielen. Dass auch die Herrschaft über das Schwarze Meer und darüber der Zugang zum Mittelmeer gelingen müsste, darum würde er sich später kümmern. Und wenn nicht er selbst, dann seine Nachfahren. Zar Peter hatte erkannt, dass Russland nur dann im Wettbewerb mit den westlichen Ländern bestehen könnte, wenn es nach dessen Regeln spielte: Innovation, Handel, eine starke Armee und Schifffahrt. Zunächst also die Ostsee. Hier musste Schwedens Macht gebrochen werden. Aber Schweden war eine Großmacht und seit dem berühmten Gustav Adolf eine gefürchtete Land- und Seemacht mit durchdringender militärischer Schlagkraft. Auch dem jungen König Karl XII. ging der Ruf eines mutigen und sehr talentierten Heerführers voraus. Aber Zar Peter hatte die Demütigung nicht vergessen: Russlands Scheitern im Russisch-Schwedischen Krieg von 1656–1658, als es versuchte, das Baltikum, Ingermanland, Riga und die Festungen an der Newa für sich zu gewinnen. (Opitz, S. 103) Im Großen Nordischen Krieg, den er gemeinsam mit Polen gegen Schweden anzettelte, eroberte Peter schließlich diese Regionen und damit den Zugang zur Ostsee. Demonstrativ nach Westen orientiert, gründete er St. Petersburg als neue Hauptstadt und dort auch eine Akademie der Wissenschaften und die Kunstkammer, das erste staatliche Museum in Russland. Peter I. führte große Reformen durch, die alle Gebiete der Gesellschaft betrafen: Verwaltung, Wirtschaft, Militär, Schulbildung und Kirche. Dies blieb nicht ohne eine Gegenbewegung. Konservative Kräfte, die sich gegen diese Reformen wandten, verbündeten sich mit den Strelizen, einer privilegierten Berufsarmee, die aus der Palastgarde entstanden war, um sich gegen Zar Peter zu erheben (Strelizenaufstände), denn sie fürchteten, ihre Sonderstellung und Privilegien zu verlieren. Da er die Kirche hinter der Opposition der Strelizen vermutete, entmachtete er sie und unterstellte sie dem Staat. Gegen die Strelizen und die Opposition von Repräsentanten der alten Ordnung, die sich gegen Peters Reformen und seine Öffnung zum Westen wandten, musste sich Russland wird Großmacht 32 der Zar mehrmals durchsetzten. Er verfolgte und vernichtete sie schließlich mit größter Härte und Grausamkeit. Auch seinen Sohn Alexej, dem vorgeworfen wurde, sich gegen ihn gewandt zu haben und der zunächst vor ihm ins Ausland geflohen war, ließ er nach dessen Rückkehr umbringen. Mit der „Großen Gesandtschaft“ bereiste Peter, um genauere Kenntnisse über den Westen zu erwerben, in den Jahren 1697 und 1698 Westeuropa und absolvierte in dieser Zeit inkognito auch eine viermonatige Zimmermannslehre auf einer Werft in Holland. Er hatte sich seit der Jugend für den Schiffsbau begeistert und wollte nun Erfahrungen sammeln, die ihm bei dem Aufbau einer eigenen Flotte hilfreich sein sollten. Der Bischof von Salisbury, dem Peter in England begegnet war, urteilte über ihn: „Er ist ein Mann von sehr hitzigem Temperament, der sich leicht ereifert, brutal in seiner Leidenschaft. Dieses sein natürliches Ungestüm steigert er noch durch starken Alkoholkonsum; andererseits gibt er sich große Mühe, gegen diese Neigung anzukämpfen. An Fähigkeiten mangelt es ihm nicht, und er hat mehr Kenntnisse, als man es angesichts seiner Erziehung hätte erwarten können, denn diese war sehr mittelmäßig. An Urteilskraft fehlt es ihm aber, und seine labile Natur macht sich zu oft und zu offenkundig bemerkbar. Für Handwerkliches hat er eine Vorliebe, seiner natürlichen Veranlagung nach scheint er eher zum Schiffszimmermann bestimmt zu sein als zu einem Fürsten von Format. Mit Schiffen hat er sich auch hauptsächlich beschäftigt. (…) Nachdem ich ihn oft gesehen und viel mit ihm gesprochen hatte, blieb mir nichts übrig, als die Unerforschlichkeit der göttlichen Vorsehung zu bewundern, die einem so ungestümen Menschen unumschränkte Gewalt über einen so großen Teil der Welt verliehen hatte.“ Karl Marx sah in Peters Drang zum Meer und nach Westen das Ziel, die Grenzen des russischen Reichs aggressiv nach Europa auszudehnen: „Russland braucht Wasser, diese Worte sind auf der Titelseite seines Lebens eingraviert. Für ein System örtlich begrenzter Ausdehnung hätte Land genügt, für ein System weltweiter Aggression war Wasser unerlässlich geworden. (…) Eine bedeutende Tatsache wird oft übergangen: der Gewaltakt, mit dem er die Hauptstadt seines Reiches vom Herzen des Landes an die äußerste Küstengrenze verlegte und so seinem Reiche bewusst ein exzentrisches Zentrum gab. Von Anbeginn stellte St. Petersburg für die Europäer eine Russland wird Großmacht 33 Herausforderung und für die Russen einen Ansporn zu weiteren Eroberungen dar.“ Karl XII. übernahm 1697 im Alter von fünfzehn Jahren von seinem Vater einen gut organisierten absolutistisch geführten Staat, der nach dem dreißigjährigen Krieg zu einer europäischen Großmacht aufgestiegen war. Karl, der über ein reformiertes, starkes Militär verfügte, herrschte nicht nur über Schweden, Mittelnorwegen und Finnland, sein Reich erstreckte sich über Estland, Livland, Karelien, Ingermanland, Wismar, die Insel Rügen, einen Teil von Pommern, dazu das Herzogtum Bremen (ohne die Stadt) und Verden. Schweden beherrschte alles Land, das den östlichsten Ausläufer der Ostsee umgab und schnitt Russland vor allem mit Ingermanland, Narva und den baltischen Ländern vom Zugang zum Meer ab. (Abb. 2) Der Kampf um die Vormachtstellung und die Herrschaft über die Ostsee hatte immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen geführt, denn Russland, Polen, Preußen und Dänemark forderten ebenfalls einen zollfreien Zugang zum Meer. Russland musste zu diesem Zweck Ingermanland (ein historisches Gebiet in der Gegend des heutigen St. Petersburg) erobern und es Schweden entreißen. Seit 1554 waren fünfzehn sog. Nordische Kriege zwischen wechselnden Parteien geführt worden, der nun folgende Große Nordische Krieg führte Schweden in ein Desaster, Russland zum Erfolg. Als Sachsen-Polen das schwedische Livland angriffen und versuchten, Riga einzunehmen, sah König Friedrich IV. von Dänemark- Norwegen einen günstigen Moment gekommen, den Herzog von Holstein, Karls XII. Schwager, zu bedrängen. Schleswig und Holstein waren seit langem ein Zankapfel zwischen Dänemark und Schweden. Karl kam dem Herzog zu Hilfe. Polen-Sachsen, Brandenburg, Wolfenbüttel und Hessen-Kassel unterstützten Dänemark-Norwegen, Hannover und Celle dagegen standen zu Schweden. Flotten aus England und Holland erschienen in der Ostsee, denn beide Länder hatten kein Interesse an einer Stärkung dänischer Macht auf dem Kontinent. Karl aber marschierte nicht in Holstein ein, sondern wandte sich gegen Kopenhagen, eroberte die Stadt und siegte, woraufhin sich Dänemark- Norwegen nach dem Separatfrieden von Traventhal aus der Allianz gegen Schweden zurückzogen. Polen-Sachsen, das zunächst noch (er- Russland wird Großmacht 34 folglos) Riga angegriffen hatte, bezog die Winterquartiere. Der russische Zar, der soeben den Russisch-Türkischen Krieg beendet hatte, rückte nun mit 100 000 Mann nach Schweden vor, Karl aber gewann im November 1700 die Schlacht bei Narva. Anstatt die stark geschwächte russische Armee zu verfolgen, um ihr weitere Niederlagen beizubringen, wandte sich der König gegen Polen, mit dem Ziel, August II. abzusetzen und durch das Einsetzen eines Getreuen Einfluss über Polen zu gewinnen. In der nun folgenden, berühmt gewordenen Schlacht an der Düna bei Riga wurde die polnische Armee im Juli 1701 vernichtend geschlagen. Die Kämpfe gegen Polen, die Karl XII. mit unverminderter Entschlossenheit fortführte, zogen sich bis 1706 hin, als August der Starke mit dem Friedensschluss von Altranstädt auf den polnischen Thron verzichten musste (Stanislaus I. Leszczyński war bereits 1704 zum König von Polen gewählt worden). Karls Ambitionen in Polen, die ihn ganz absorbierten, erlaubten Zar Peter, sich mit einem gestärkten Heer auf die Eroberung von Gebieten zu konzentrieren, die ihm den erwünschten Zugang zur Ostsee eröffnen sollten. Nach der Einnahme Livlands besetzte der Zar 1702 Nöteborg, wodurch er nun den Ladogasee, die Newa, den finnischen Meerbusen und Ingermanland kontrollierte. Bald nachdem er auch Nyenschanz an der Mündung der Newa erobert hatte (1703), ging der Zar daran, Sankt Petersburg zu erbauen, die Stadt, die er 1711 zur russischen Hauptstadt erklärte. Russland wird Großmacht 35 Der Große Nordische Krieg, IngermanlandAbb. 2: Russland wird Großmacht 36 Karl XII. wandte sich nach seinen Aktionen in Polen wieder mit aller Kraft gegen Zar Peter, um die inzwischen in russischer Hand liegenden Ostseeprovinzen zurückzuerobern und mit seinem Heer bis nach Moskau vorzurücken. Russland aber vermied eine direkte große Auseinandersetzung mit den Schweden. Peter I. zog sich immer weiter zurück und brachte so die schwedische Armee in zunehmende Versorgungsschwierigkeiten. Karl XII. brach seinen Marsch nach Moskau ab, zog in die Ukraine und erhoffte die baldige Ankunft eines großen Versorgungszuges. Dieser jedoch wurde von den Russen aufgegriffen und vernichtet. In jener Zeit war das Deutsche Reich von Südosten (durch das Osmanische Reich) wie von Westen (durch Frankreich im Spanischen Erbfolgekrieg) schwer bedrängt. Wien und London legten alles daran, Karl XII. im Osten Europas zu halten. Marlborough suchte den schwedischen König zu direkten Gesprächen auf, auch Joseph I. war zu Zugeständnissen bereit und erlaubte den Protestanten in Polen die Errichtung der sog. Gnadenkirchen. Karl XII. durfte nicht Partei im Erbfolgekrieg werden, das war das gemeinsame Ziel. Schweden und Frankreich waren seit dem Dreißigjährigen Krieg befreundete Nationen. Hätten sich die damals noch erfolgreichen Heere der beiden Länder verbunden – die Schweden waren bereits über die Oder, die Franzosen über die Donau vorgedrungen – das Kaiserreich wäre in großer Gefahr gewesen. Aber, auch wenn dies jemals Pläne gewesen wären, hätten sie nicht dauerhaft zum Erfolg geführt, denn Schweden und Frankreich blieben nicht siegreich. Frankreich stand plötzlich durch Siege des Prinzen Eugen und Marlboroughs am Rande des Abgrunds. Auch Karl XII. verließ das Glück. Die Schlacht bei Poltawa brachte Schweden 1709 eine verheerende Niederlage. Karl XII. entkam in die Türkei, wo er zwar ehrenvoll, jedoch wie ein Gefangener behandelt wurde. Dies hinderte ihn nicht daran, Pläne zu schmieden, wie er das Osmanische Reich überzeugen könnte, gegen seine Feinde zu ziehen und Russland niederzuringen. Aber seine Macht über Polen war verloren. Der Zar hatte Gebiete im Osten Polens übernommen und sich auf diese Weise dauerhaften Einfluss in dem Land gesichert, der von Karl XII. zum König erhobene Leszczyński wurde ab- und August der Starke (1709) erneut als König eingesetzt. Preußen, das nach dem Ende des Russland wird Großmacht 37 Spanischen Erbfolgekriegs seine Neutralität aufgab, sah die Gelegenheit gekommen, Schwedisch-Pommern für sich zu sichern und trat jetzt mit Hannover der Allianz aus Russland, Dänemark und Sachsen bei. Diese große Allianz konnte schließlich die Oberhand über die schwedischen Besitzungen in Norddeutschland gewinnen. Tatsächlich kam es zu dem von Karl XII. gewünschten Krieg zwischen Russland und dem Osmanischen Reich, bei dem dieses den Gegner am Pruth (1710) einschloss und ohne Schwierigkeit hätte aushungern und vernichten können. Der Großwesir jedoch verzichtete auf den Sieg, ließ Zar Peter abziehen und antwortete Karl XII., als dieser ihm schwere Vorwürfe wegen seiner Nachgiebigkeit machte: „Unser Gesetz schreibt uns vor, dem Feind Frieden zu gewähren, wenn er um Erbarmen fleht.“ Karl verließ die Türkei – nicht auf eigenen Wunsch, sondern von den Osmanen nachdrücklich aufgefordert – und versuchte, über den Gewinn von Rügen, Usedom, Stralsund und Wolgast erneut Fuß zu fassen. Dann zog er weiter nach Schweden und – vollkommen unerwartet – gegen das dänische Norwegen, wo er von einer feindlichen Kugel tödlich getroffen wurde. Mit seinem Tod endete die schwedische Linie des Hauses Wittelsbach. Ulrika Eleonore, Karls Schwester, übernahm die Regierung, verzichtete aber zugunsten ihres Gemahls Friedrich von Hessen-Kassel auf die Krone. (Tab. 5, S. 74) Der Nordische Krieg wurde schließlich 1721 mit dem Frieden von Stockholm, Frederiksborg und Nystad beendet. (Tab. 6, S. 81) Schweden erhielt zwar das zwischenzeitlich von Russland eroberte Finnland zurück, verlor aber seine Besitzungen im Baltikum und in Deutschland, bis auf Wismar und Vorpommern nördlich der Peene, und damit seinen Großmachtstatus. Hannover erhielt die Herzogtümer Bremen- Verden, Preußen gewann Stettin, die Inseln Usedom und Wollin, sowie Vorpommern bis zur Peene. Russland wurde europäische Großmacht und gewann durch Landzuwachs im Baltikum, Ingermanland und Karelien direkten Zugang zum Meer. Es gelang dem Zaren jedoch nicht, sich die Kontrolle über die Ostsee und die Flussmündungen zu sichern, denn solche Interessen stießen auf den Widerstand Englands, das seine Rechte und Einfluss in der Ostsee erhalten wissen wollte. (Kunisch, S. 149) England wurde durch die Niederlande und Frankreich darin unterstützt, eine Russland wird Großmacht 38 Dominanz Russlands im Ostseehandel zu verhindern. Man kann diese gemeinsame Interessenswahrung durchaus als einen Teil der 1717 durch die Engländer ins Leben gerufene Allianz mit Holland und Frankreich ansehen, auch wenn diese sich zunächst gegen Spanien und dessen Interessen in Italien richtete. Dazu später mehr. Die Allianz sorgte sich um das Mächtegleichgewicht in Europa. Am Ende des Spanischen Erbfolgekriegs musste Spanien zur Einhaltung der Utrechter Vereinbarungen gezwungen, am Ende des Nordischen Kriegs Russlands Ostsee-Ambitionen eingehegt werden. Aber Russland war als Sieger aus dem Nordischen Krieg hervorgegangen. Russland wird Großmacht 39

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References

Abstract

The 18th century marked the beginning of an age of innovation that continues to this day. At first glance, conflicts between old and the emergence of new powers as well as the beginning of a completely new, industrialized economy seem to be defining for this era. But preceding these, there were fundamental upheavals in art, culture, science and philosophy. It was this new way of thinking and feeling that enabled the emergence of modernity in the first place.

“Die Gründung der Moderne” therefore not only offers a comprehensive overview of an underestimated century, its events and effects on all the powers of an already interconnected world. Rather, Joachim-Friedrich Kapp brings an entire epoch and its outstanding minds to new life.

Zusammenfassung

Das 18. Jahrhundert markiert den Beginn eines bis heute andauernden Zeitalters der Innovation. Vordergründig scheinen Konflikte alter und das Entstehen neuer Mächte sowie das Aufkeimen einer neuen, industrialisierten Ökonomie prägend für diese Epoche zu sein. Dahinter aber stehen fundamentale Umwälzungen in Kunst, Kultur, Naturwissenschaft und Philosophie. Diese neue Art zu denken und zu fühlen ist es, die die Entstehung der Moderne überhaupt erst ermöglicht.

„Die Gründung der Moderne“ bietet daher nicht nur einen umfassenden Überblick über ein unterschätztes Jahrhundert, seine Ereignisse und Auswirkungen auf alle Mächte einer bereits vernetzten Welt. Vielmehr wird hier eine ganze Epoche samt ihrer herausragenden Köpfe zu neuem Leben erweckt.