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Marcel Stefan Endrich

Die Anerkennung eines Konzerninteresses im europäischen Gesellschaftsrecht, page I - XX

1. Edition 2020, ISBN print: 978-3-8288-4475-9, ISBN online: 978-3-8288-7506-7, https://doi.org/10.5771/9783828875067-I

Series: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Rechtswissenschaften, vol. 130

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag Reihe Rechtswissenschaft Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag Reihe Rechtswissenschaft Band 130 Marcel Stefan Endrich Die Anerkennung eines Konzerninteresses im europäischen Gesellschaftsrecht Tectum Verlag Marcel Stefan Endrich Die Anerkennung eines Konzerninteresses im europäischen Gesellschaftsrecht Zugl. Diss. Philipps-Universität Marburg, 2020 Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag, Reihe: Rechtswissenschaft; Bd. 130 © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2020 E-Book: 978-3-8288-7506-7 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Werk unter der ISBN 978-3-8288-4475-9 im Tectum Verlag erschienen.) Alle Rechte vorbehalten Informationen zum Verlagsprogramm finden Sie unter www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. Bibliographic information published by the Deutsche Nationalbibliothek The Deutsche Nationalbibliothek lists this publication in the Deutsche Nationalbibliografie; detailed bibliographic data are available online at http://dnb.ddb.de. Meinen Eltern Vorwort Diese Arbeit wurde von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Philipps-Universität zu Marburg im Februar 2020 als Dissertation angenommen. Rechtsprechung und Literatur sind auf dem Stand Juni 2019, soweit möglich sind aktuellere Veröffentlichungen berücksichtigt. Besonders danke ich meinem Doktorvater, Herrn Professor Dr. Markus Roth, der die Auseinandersetzung mit der Thematik angeregt und mich bei der Erstellung der Arbeit zuverlässig unterstützt und beraten hat. Weiterhin möchte ich Herrn Professor Dr. Johannes Wertenbruch, für die rasche Erstellung des Zweitgutachtens danken. Weiter danke ich herzlich den besonderen Personen aus meinem engsten persönlichen Umfeld, die mich auf vielfältige Weise, auch beim Korrekturlesen des Manuskripts, unterstützt haben. Dies gilt insbesondere für meine liebe Schwester Nadine Rossa. Besonderer Dank gebührt Herrn Dr. Benedict Heil, der bei vielen gemeinsamen Aufenthalten im juristischen Seminar stets für einen offenen Gedankenaustausch bereitstand. Großen Anteil am Gelingen der Arbeit hat meine wundervolle Freundin Nina Raab, die mich immer wieder ermutigt und unterstützt hat. Für all dies bin ich ihr sehr dankbar. Schließlich danke ich meinen Eltern Bettina und Gerhard Endrich, die meinen Werdegang mit großem Interesse begleiten und mir ihre vorbehaltlose Unterstützung in allen Lebenslagen zuteilwerden lassen. Sie haben mir alles ermöglicht. Ihnen ist diese Arbeit gewidmet. Frankfurt am Main, im April 2020 Marcel Stefan Endrich IX Inhaltsübersicht § 1 Einleitung ......................................................................... 1 I. Problemstellung................................................................. 1 II. Gang der Untersuchung .................................................... 4 Teil 1: Grundlagen der Einflussnahme auf eine abhängige Gesellschaft ..................................................................... 7 § 2 Interessenkonflikte in Konzernsachverhalten ............... 7 I. Motivation und Grundlagen der Konzernbildung ................ 7 II. Prinzipal-Agenten Konflikt zwischen Gesellschafter und Gläubiger ......................................................................... 10 III. Lösungsansätze des Konflikts ......................................... 15 IV. Prinzipal - Agenten Modell für Konflikte in Konzernsachverhalten ..................................................... 21 V. Grenzen des Prinzipal - Agenten Modells ........................ 22 VI. Zusammenfassung .......................................................... 23 § 3 Grenzen der Einflussnahme im deutschen Recht....... 25 I. Regelungsvorschläge und deutsches Gesellschaftsrecht ........................................................................................ 25 II. Allgemeine Grenzen der Einflussnahme .......................... 26 III. Vertragskonzern nach den §§ 291 ff. AktG ...................... 45 IV. Faktischer Aktiengesellschaftskonzern ............................ 55 V. Faktischer GmbH-Konzern .............................................. 69 Teil 2: Das Konzerninteresse ............................................... 83 § 4 Der Begriff des Konzerninteresses .............................. 83 I. Sprachliche Verwendung ................................................. 83 II. Anerkennung des Konzerninteresses im AktG 1937 ....... 84 III. Abgrenzung vom Unternehmensinteresse ....................... 85 IV. Konzerninteresse und Interesse des Gesellschafters ...... 88 V. Zwischenergebnis ......................................................... 100 X § 5 Der Rozenblum-Ansatz ............................................... 103 I. Grundsätze der Rechtsprechung ................................... 103 II. Voraussetzungen des Ansatzes .................................... 104 III. Exkurs: BGH-Rechtsprechung zur Untreue ................... 106 IV. Zwischenergebnis ......................................................... 109 Teil 3: Das Regelungsprojekt zur Anerkennung eines Konzerninteresses ...................................................... 111 § 6 Die Regelungsvorschläge .......................................... 111 I. Hintergrund ................................................................... 111 II. Abstrakte Regelungsvorschläge .................................... 112 III. Der Vorschlag des EMCA ............................................. 122 § 7 Bewertung der Modelle ............................................... 153 I. Verhältnis von Möglichkeit der Einflussnahme und Gläubigerschutz ............................................................ 153 II. Vergleich des Schutzniveaus der Regelungsmodelle im Hinblick auf Gläubigerschutz in der abhängigen Gesellschaft .................................................................. 154 § 8 Eigener Lösungsansatz zum Schutz der Geschäftsleiter in der abhängigen Gesellschaft: Anwendung der Regeln zur unternehmerischen Entscheidung innerhalb des EMCA Ansatzes .......... 173 I. Unsicherheiten für Geschäftsleiter nach dem EMCA Modell ...................................................................................... 173 II. Die Business Judgement Rule für unternehmerische Entscheidungen ............................................................ 175 III. Anerkennung von Konzerninteressen über die business judgement rule .............................................................. 180 IV. Verschränkung des Rozenblum Ansatzes mit der Business Judgement Rule ............................................................ 182 V. Auswirkungen auf beteiligte Interessenträger ................ 188 VI. Zusammenfassung des Lösungsansatzes .................... 191 XI § 9 Ausblick: Vorteile einer europaweiten Anerkennung des Konzerninteresses ............................................... 193 § 10 Zusammenfassung in Thesenform ............................ 195 Literaturverzeichnis ........................................................... 201 XIII Inhaltsverzeichnis § 1 Einleitung ......................................................................... 1 I. Problemstellung................................................................. 1 II. Gang der Untersuchung .................................................... 4 Teil 1: Grundlagen der Einflussnahme auf eine abhängige Gesellschaft ..................................................................... 7 § 2 Interessenkonflikte in Konzernsachverhalten ............... 7 I. Motivation und Grundlagen der Konzernbildung ................ 7 1) Beschränkte Haftung und Rechtspersönlichkeit einer Gesellschaft ................................................... 7 2) Vorteile der Konzernbildung ................................... 9 II. Prinzipal-Agenten Konflikt zwischen Gesellschafter und Gläubiger ......................................................................... 10 1) Prinzipal-Agenten Modell ...................................... 11 2) Konflikt zwischen Gesellschafter und Gläubiger ... 12 3) Besondere Konstellation des Konflikts - Konzernsachverhalte ............................................ 13 III. Lösungsansätze des Konflikts ......................................... 15 1) Vertragliche Lösung .............................................. 15 2) Lösungsstrategien des Gesetzgebers ................... 16 a) Ex ante – Strategien ...................................... 16 b) Ex post – Strategien ...................................... 18 c) Klassifikation der Strategien .......................... 20 IV. Prinzipal - Agenten Modell für Konflikte in Konzernsachverhalten ..................................................... 21 V. Grenzen des Prinzipal - Agenten Modells ........................ 22 VI. Zusammenfassung .......................................................... 23 § 3 Grenzen der Einflussnahme im deutschen Recht....... 25 I. Regelungsvorschläge und deutsches Gesellschaftsrecht ........................................................................................ 25 XIV II. Allgemeine Grenzen der Einflussnahme ......................... 26 1) Kapitalaufbringung ............................................... 26 a) Prinzip des Mindestkapitals ........................... 27 b) Prinzip der realen Kapitalaufbringung ............ 28 2) Kapitalerhaltung ................................................... 30 a) Kapitalerhaltung in der GmbH ....................... 31 i. Tatbestand des § 30 GmbHG ................ 31 ii. Ausnahmen ............................................ 32 iii. Erstattungsanspruch als Rechtsfolge ..... 33 b) Kapitalerhaltung in der AG ............................ 34 i. Vermögensbindung durch Verbot der Einlagenrückgewähr ............................... 35 ii. Ausnahmen ............................................ 35 iii. Rechtsfolgen bei Verstoß ....................... 37 3) Durchbrechung der Haftungsbeschränkung ......... 38 a) Haftung aus allgemeinen Prinzipien .............. 38 b) Echte Durchgriffshaftung ............................... 39 c) Existenzvernichtung ...................................... 40 4) Schutz durch Insolvenzverschleppungshaftung .... 41 a) Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrags ... 41 b) Zivilrechtliche Konsequenzen eines Verstoßes ...................................................................... 43 5) Zwischenergebnis zu den allgemeinen Grenzen .. 45 III. Vertragskonzern nach den §§ 291 ff. AktG ...................... 45 1) Zustandekommen und Beendigung ...................... 46 2) Weisungsrecht der herrschenden Gesellschaft nach § 308 AktG ........................................................... 47 a) Inhalt ............................................................. 48 b) Grenzen ........................................................ 49 3) Verlustausgleich und Sicherheitsleistung ............. 50 a) Anspruch aus § 302 AktG.............................. 51 XV b) Schutz der Gläubiger durch § 303 AktG ........ 53 4) GmbH – Vertragskonzern ..................................... 54 5) Zwischenergebnis für Vertragskonzerne ............... 55 IV. Faktischer Aktiengesellschaftskonzern ............................ 55 1) Einflussnahme durch „Veranlassung“ ................... 56 2) Regelung des § 311 AktG ..................................... 58 a) Regelungsanliegen ........................................ 58 b) Prüfungssystematik ....................................... 59 i. Nachteilige Maßnahme .......................... 59 ii. Abhängigkeitsfolge ................................. 59 iii. Nachteilsfeststellung .............................. 60 c) Art und Weise der Ausgleichsgewährung ...... 62 3) Haftung nach § 317 AktG ..................................... 63 4) Publizität der §§ 312 – 316 AktG .......................... 66 a) Abhängigkeitsbericht ..................................... 66 b) Prüfungspflichten ........................................... 67 5) Zwischenergebnis für faktische AG-Konzerne ...... 68 V. Faktischer GmbH-Konzern .............................................. 69 1) Treuepflicht der Gesellschafter ............................. 70 2) Existenzvernichtender Eingriff .............................. 71 a) Rechtsprechung zum „qualifiziert faktischen Konzern“ ........................................................ 72 i. Grundlegende Richtung durch Autokran und Tiefbau ............................................ 72 ii. Verschärfung durch Video und TBB ....... 75 b) Abkehr von einer Durchgriffshaftung hin zur Haftung wegen Existenzvernichtung .............. 77 i. Urteil des BGH in Sachen Bremer Vulkan ............................................................... 77 ii. Weitere Konkretisierungen und die Trihotel Entscheidung ......................................... 79 XVI 3) Zwischenergebnis für faktische GmbH-Konzerne ............................................................................. 82 Teil 2: Das Konzerninteresse ............................................... 83 § 4 Der Begriff des Konzerninteresses .............................. 83 I. Sprachliche Verwendung ................................................ 83 II. Anerkennung des Konzerninteresses im AktG 1937 ....... 84 III. Abgrenzung vom Unternehmensinteresse ...................... 85 IV. Konzerninteresse und Interesse des Gesellschafters ...... 88 1) Betriebswirtschaftliche Definition eines Konzerns ............................................................................. 88 2) Rechtswissenschaftliche Definitionsansätze zum Begriff Konzerninteresse ...................................... 89 a) Überblick der Definitionsansätze ................... 89 b) Einordnung der Definitionsansätze ................ 91 3) Differenzierbarkeit des Konzerninteresses vom Interesse der herrschenden Gesellschaft ............. 92 a) Argumente gegen die Unterscheidbarkeit ...... 93 b) Überprüfung durch praktisches Beispiel ........ 95 4) Schutzwürdigkeit eines Konzerninteresses in Form eines „Verbundsinteresse“ .................................... 97 5) Auswirkungen im Hinblick auf die „Anerkennung eines Konzerninteresses“ ..................................... 99 V. Zwischenergebnis ......................................................... 100 § 5 Der Rozenblum-Ansatz ............................................... 103 I. Grundsätze der Rechtsprechung ................................... 103 II. Voraussetzungen des Ansatzes .................................... 104 1) Vorliegen eines Konzerns ................................... 104 2) Nachteilsausgleich ............................................. 105 3) Keine finanzielle Überforderung ......................... 105 III. Exkurs: BGH-Rechtsprechung zur Untreue ................... 106 1) Berücksichtigung von Konzernkonstellationen .... 106 XVII 2) Ausnahme bei ausreichender Besicherung ........ 107 3) Grenzen der Gesellschaftereinflussnahme ......... 108 4) Schlussfolgerung ................................................ 108 IV. Zwischenergebnis ......................................................... 109 Teil 3: Das Regelungsprojekt zur Anerkennung eines Konzerninteresses ...................................................... 111 § 6 Die Regelungsvorschläge ........................................... 111 I. Hintergrund ................................................................... 111 II. Abstrakte Regelungsvorschläge .................................... 112 1) Vorschlag des Forum Europeum ........................ 112 a) Reguläre Tochtergesellschaften .................. 113 b) Servicegesellschaften .................................. 114 c) Einordnung des Vorschlags ......................... 115 2) Vorschlag der ICLEG .......................................... 118 a) Option 1 ....................................................... 118 b) Option 2 ....................................................... 118 c) Option 3 ....................................................... 119 d) Einordnung des Vorschlags ......................... 120 i. Ansatzrichtung ..................................... 120 ii. Die Optionen im Einzelnen ................... 121 III. Der Vorschlag des EMCA .............................................. 122 1) Leitungsmacht der Muttergesellschaft ................ 123 2) Anerkennung des Konzerninteresses ................. 124 a) Die Regelung Ziff. 15.16 EMCA ................... 124 b) Der Begriff Konzerninteresse ....................... 125 i. Keine Probleme durch Unbestimmtheit laut EMCA ................................................... 126 ii. Tatsächliche Probleme durch Unbestimmtheit .................................... 126 XVIII c) Die Modifizierung eines Rozenblum-Merkmals .................................................................... 127 i. Prüfungsmerkmale der Rechtsprechung ............................................................. 128 ii. Anpassungen des EMCA ..................... 130 d) Gruppenpolitik ............................................. 131 e) Nachteilsausgleich ...................................... 131 i. Anforderungen an die Informationsbeschaffung ...................... 132 ii. Bewertung der Vor- und Nachteile ....... 133 f) Merkmal Existenzgefährdung ...................... 135 g) Kein Nachteilsausgleich bei hundertprozentigen Tochtergesellschaften ................................. 136 h) Umgang mit Zweifelsfällen .......................... 137 i. Bedingungslose Folgepflicht ................ 138 ii. Recht zu Widersprechen ...................... 139 iii. Lösungsansatz des EMCA ................... 141 3) Haftung der Muttergesellschaft ........................... 142 a) Verantwortlichkeit für die Zeit ab Kriseneintritt .................................................................... 143 i. Das wrongful-trading Konzept .............. 144 ii. Kenntnis der Muttergesellschaft als Anspruchsvoraussetzung ..................... 145 b) Verantwortlichkeit für die Zeit vor der Krise .................................................................... 147 i. Enge Auslegung ................................... 148 ii. Weite Auslegung .................................. 148 iii. Stellungnahme ..................................... 149 § 7 Bewertung der Modelle ............................................... 153 I. Verhältnis von Möglichkeit der Einflussnahme und Gläubigerschutz ............................................................ 153 XIX II. Vergleich des Schutzniveaus der Regelungsmodelle im Hinblick auf Gläubigerschutz in der abhängigen Gesellschaft .................................................................. 154 1) Übersicht über die Regelungsmodelle ................ 154 a) Regelungsvorschläge zur Anerkennung des Konzerninteresses ....................................... 154 b) Die Möglichkeiten der Einflussnahme nach deutschem Recht ........................................ 157 c) Unterscheidung zwischen dauerhafter und bloß zeitlicher Entnahme von Ressourcen .......... 159 d) Einordnung von Vertragskonzernen ............ 160 2) Modelle mit zeitlich gestreckter Entnahme .......... 161 a) Unterschiedlicher Anwendungsbereich von Forum Europeum und EMCA ...................... 161 b) Unterschiedliches Schutzniveau von Rozenblum-Ansatz und dem Nachteilsausgleich des § 311 AktG ............................................ 162 i. Anwendungsbereich der Einflussnahmemöglichkeit .................... 162 ii. Anforderungen an den Nachteilsausgleich ............................................................. 163 c) Rechtsfolgen bei Verstoß gegen den Nachteilsausgleich ...................................... 164 i. Schäden nach Eintritt des „Krisenzeitpunktes“ ............................... 164 ii. Vor der Krise entstandene Schäden ..... 166 3) Modelle mit dauerhafter Entnahme ..................... 167 a) Beschränkung auf Tochtergesellschaften im Alleinbesitz .................................................. 167 b) Dauerhafte Entnahme auch bei abhängiger AG .................................................................... 168 c) Kleine Unterschiede zwischen den Reglungsvorschlägen und dem faktischen GmbH-Konzern ........................................... 168 4) Ergebnisse des Vergleichs ................................. 170 XX § 8 Eigener Lösungsansatz zum Schutz der Geschäftsleiter in der abhängigen Gesellschaft: Anwendung der Regeln zur unternehmerischen Entscheidung innerhalb des EMCA Ansatzes .......... 173 I. Unsicherheiten für Geschäftsleiter nach dem EMCA Modell ...................................................................................... 173 II. Die Business Judgement Rule für unternehmerische Entscheidungen ............................................................ 175 1) Wohl der Gesellschaft ........................................ 176 2) Informationsgrundlage ........................................ 177 3) Unverantwortlichkeit ........................................... 177 4) Interessenkonflikte ............................................. 178 5) Legalitätspflicht ................................................... 179 6) Dogmatische Einordnung ................................... 180 III. Anerkennung von Konzerninteressen über die business judgement rule .............................................................. 180 IV. Verschränkung des Rozenblum Ansatzes mit der Business Judgement Rule ............................................................ 182 1) Funktionsweise der Verschränkung .................... 183 2) Modifikation der Merkmale.................................. 184 V. Auswirkungen auf beteiligte Interessenträger ................ 188 1) Gläubiger der abhängigen Gesellschaft .............. 188 2) Herrschende Gesellschaft .................................. 190 3) Geschäftsleiter der abhängigen Gesellschaft ..... 190 VI. Zusammenfassung des Lösungsansatzes .................... 191 § 9 Ausblick: Vorteile einer europaweiten Anerkennung des Konzerninteresses ............................................... 193 § 10 Zusammenfassung in Thesenform ............................ 195 Literaturverzeichnis ........................................................... 201

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Abstract

There are no regulations in the European single market that lay down the mechanisms for group governance. For this reason, the academic discussion in the field of group law is increasingly focusing on the concept of group interest. The aim is to facilitate cross-border group management through a harmonised regulatory regime. The study evaluates the current legal situation and the proposed regulations. In the process, obstacles for a transformation into national law are identified. In addition, it is shown what effect the proposals would have on the level of protection granted to creditors. The insights gained are taken into account in a novel regulatory concept for the recognition of group interest.

Zusammenfassung

Im europäischen Binnenraum fehlen Regelungen, welche Konzernleitungsmechanismen statuieren. Aus diesem Grund konzentriert sich die wissenschaftliche Diskussion im Konzernrecht zunehmend auf den Begriff des Konzerninteresses. Avisiert ist die Erleichterung der grenzüberschreitenden Konzernleitung durch ein einheitliches Regelungsregime. In der Untersuchung werden die gegenwärtige Rechtslage sowie die unterbreiteten Regelungsvorschläge ausgewertet. Dabei werden Hürden einer Transformation in nationales Recht aufgezeigt. Daneben wird gezeigt, welche Auswirkung die Vorschläge auf das den Gläubigern gewährte Schutzniveau hätten. Die Erkenntnisse werden in einem neuartigen Regelungskonzept zur Anerkennung des Konzerninteresses berücksichtigt.