4 Integrationsprozesse der Aneignung und Enteignung in:

Kevin-Rick Doß

Bürgerliche Freiheit und repressive Totalität, page 239 - 326

Zur Sozialpsychologie des Klassenbewusstseins

1. Edition 2020, ISBN print: 978-3-8288-4470-4, ISBN online: 978-3-8288-7500-5, https://doi.org/10.5771/9783828875005-239

Tectum, Baden-Baden
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4 Integrationsprozesse der Aneignung und Enteignung „Der Proletarier zahlt mit dem, was er tut für das, was er ist.“ Walter Benjamin 4.1 Von Krisen und dem Bewusstsein von Krisen165 tendenzielle Fall der Profitrate gesellschaftlich gesellschaftliche Sachen Arbeitsgeber Arbeitsnehmer Lohn Desintegration von Krisenerfahrungen Entschärfung von Arbeitsplatzrisiken krino Übergang von arbeitsmarkt- zu arbeitskraftbezogenen Risiken und Gefährdungen gesamten cui bono cui bono’ allgemeiner politischer Aktion legislativen Einmischung traditionellen Lebensstandard physische Grenze psychischen wo es nicht durch die Gesellschaft zur Rücksicht gezwungen wird relative verschlechtert in der Breite materiell nicht mehr Normalverdiener finanzialisierter Wohnungsvermieter rent gabs unter den Wert der Arbeit[-skraft] traditionellen Lebensstandard Wert der Arbeit[-skraft] Minimalgrenze Notwendigkeit 4.2 Negative Integration: Angst, Wut und die Vermittlung des Ressentiments Erwartung permanenten Reorganisation ständigen Unruhe quer durch alle Branchen und Betriebe Identischen Form Transponierung einer Angst Bildungsphilister Struktur der Sozietät Wertvergleichen Klassen emanzipative repressive Ausbeutung im kapitalistischen Fortschritt und neue Gesellschaft Wille gleich Volks wille ihre Bruch Wesen Sein Projektion andersartige[n] Einstellung bei der Werterfassung Arbeit qualitäten jeder Niedrigsten mit dem Kapital keinen Ethos des Industrialismus Ressentiment wie schuldigen Betäubung von Schmerz durch Affekt Ressentiment Ressentiments Ressentiment Ressentiment warum denn nun Kritik der Politischen Ökonomie erzeugt gesellschaftlichen Zentrum kollektiven Paranoia Antisemiten-Liga Unsere Aussichten Dialektik der Aufklärung 4.3 (Un-)Recht, Staat und Produktionsverhältnisse Inbegriff notwendigen freier kapitalistische Wie sie zu Eigentümern dieser Waren geworden sind Manifest Formell Schein täuschender Schein außerhalb materielle Prozesse Arbeit von Menschen Verkehrung der Menschenrechte ermöglicht sanktioniert Reduzierbarkeit von Freiheit und Menschenwürde soziale Gewalt Verhältnis, in dem die Arbeit zum Eigentum steht Verhältnis Verhältnis irrtümliche Dilemma Sache Subjekt Sache Subjekt Subjekts fetischisierte Realität materiellen formalen unmittelbar kann durch fremdem Eigentum gleiche Exploitationsbedingungen auf alle Lohnarbeiter auszudehnen vor dem Kapital sind alle Menschen gleich Integrations Rückverwandlung von Mehrwert in Kapital Thesen zur marxistischen Rechtstheorie produktionsvermittelten Austausch Surplusprodukts Nicht alle Waren, auch nicht der durch Verträge vermittelte Warenverkehr, sondern ausschließlich die Ware Arbeitskraft ist deshalb Bezugspunkt der Ableitung und der Erklärung des Rechts Besitz Fähigkeit Produktionsmittel in Gang zu setzen Verwendungszwecke zu bestimmen Produkte zu verfügen Inhalt geschichtlichen Formbestimmtheit Lohnarbeiter Produktionsmitteln Nichtarbeitenden einer doppelten Beziehung Besitz wirkliche Aneignung was er sehr klar vom juristischen Eigentum unterscheidet Es bezeichnet die Fähigkeit des direkten Produzenten, die Produktionsmittel in den Prozeß der Reproduktion zu bringen wie wodurch fremdes Eigentum fremde Arbeit Willens potentiell Konsum Reproduction Sachen Werthe Capital Möglichkeit Surpluswerth fremdes Eigenthum ihres verhärtetes Unverständnis Anschaubarkeit Sehen beobachtet Anschaubarkeit Esse-est-percipi fremden und objektiv ideologisch Maßstäbe emanzipaideologische tiv ideologisch Forderung Glauben der gesamten Arbeiterklasse (...) vor allem als staatliches Gewaltmonopol als außerökonomisches Gewaltverhältnis. verdinglichen und zu einem Instrument machen, um den Gegner bekämpfen zu können. Er entwickelt nicht Lebensverhältnisse, sondern Kampftätigkeit, die sich am Gegner orientiert“ existieren raubt erzwingt diese auf alles Eigenthum Aneignung Schöpfung 4.4 Rückblickender Ausblick: Politische Digressionen „Mehr als einmal vergibt die Gesellschaft dem Verbrecher. Dem Träumer vergibt sie niemals.“ Oscar Wilde „Was hilft mir, daß ich weiß, was ich weiß, wenn ich nicht weiß, was ich machen soll?“ Thomas Brasch Rechtsgewalt bezieht ihren Sinn aus der Gründung von Bedingungen, die sie eines Tages überflüssig machen Große Weigerung begriffslose Praxis Vorrang des Objekts Übergangsmaßregeln“ Manifest bleibt defizitär Anstrengung des Begriffs DeutscheWohnenEnteignen Organisierte Geschichte emanzipatorisch falsche wahrer individuelle Aktion Kritische Manifests unmittelbar Nebelland Kritik der Frage Manifest der Kommunistischen Partei Manifest Manifest Manifest Übermaße des Reichtums nicht reich genug ist Kritischer Theorie rebellische Verhältnis Unmittelbarkeit jener Anstrengung des Begriffs notorische Verbrechen Unrecht schlechthin völlige Verlust völlige Wiedergewinnung des Menschen Kritischer Theorie Klassentheorie theoretische kürzere Wege außerweltliche r menschlichen eben nicht ab ein- Praxis als Flaschenpost Verringerung Neubestimmung der Bedürfnisse repressiven Wer heute von Arbeitern spricht, spricht nicht mehr vom Proletariat Arbeiterbewusstsein Basis Ausgangspunkt Grundlage des Klassenbewusstseins an aus emanzipatorische r Klassenpolitik populäre Projekte Klasse sich nur selten als politischer Mobilisierungsbegriff Gehirn Menschen Gehirn Bürgschaft Verstelltheit Vorlesung über Negative Dialektik will trifft sich die Begriffskritik Adornos mit der praktischen von Marx relativen Mehrwert positive[n] Resultat associirten gesellschaftlichen Individuums“ Kairos selbständige associirten, gesellschaftlichen Individuums Abschaffung der Klassen Bewußtsein prozessuales Noch-Nicht Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln reflexive Spontaneität

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Abstract

This study addresses the questions of why the contradictions and crises in our middle-class capitalist society have not led to it being questioned on a lasting, emancipatory level, and why even in the 21st century reactions to that society have assumed reactionary forms which are severely eroding democracy and disrupting society. By examining these relations both socially and psychologically, the study puts our society’s promise of enabling individuals to live free and self-determined lives to the test and, in the tradition of class theory, endeavours to identify and define a revolutionary subject which could initiate social change.

Zusammenfassung

Warum die Widersprüche und Krisen der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft nicht zu einer nachhaltigen emanzipatorischen Infragestellung derselben geführt haben und Reaktionen darauf stattdessen auch im 21. Jahrhundert wieder reaktionäre Formen annehmen, die zu fatalen demokratischen Erosionen und sozialen Erschütterungen führen: Mit dieser Ausgangslage beschäftigt sich dieses Werk. Indem der Autor diesen Zusammenhängen soziologisch wie sozialpsychologisch nachspürt, stellt er das Versprechen unserer Gesellschaft auf Freiheit und Selbstbestimmung des Einzelnen auf den Prüfstand und versucht in der Tradition der Klassentheorie ein Revolutionäres Subjekt auszumachen, das soziale Veränderungsprozesse einleiten könnte.