Content

4 Abschluss und Ausblick: Sängerkrieg – ein Narrativ, das bleibt in:

Sebastian Brinks

Positionsbestimmungen im Streit, page 139 - 146

Autor- und Literaturreflexionen im mittelhochdeutschen "Wartburgkrieg" und in E.T.A. Hoffmanns "Der Kampf der Sänger"

1. Edition 2020, ISBN print: 978-3-8288-4446-9, ISBN online: 978-3-8288-7463-3, https://doi.org/10.5771/9783828874633-139

Series: Literatur und Medien, vol. 10

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Abschluss und Ausblick: Sängerkrieg – ein Narrativ, das bleibt Der Titel der vorliegenden Arbeit war gleichzeitig auch ihre These und hat das Vorgehen bestimmt: Der inszenierte Streit zwischen Dichterfiguren eignet sich in besonderer Weise, um Vorstellungen von Literatur und Autorschaft bzw. dem ‚richtigen‘ Autorendasein zu reflektieren, der Streit wird zum Mittel der Positionsbestimmung. Mehr noch als diese These stand aber im Mittelpunkt meiner Arbeit der Versuch, einen neuen Zugang zu einer bislang weitgehend vernachlässigten bzw. nur geringschätzig betrachteten Erzählung Hoffmanns, dem Kampf der Sänger, zu finden. Gelesen werde sollte dieser Text vor dem Hintergrund seines Prä- oder Hypotexts, dem mittelhochdeutschen Wartburgkrieg. Eine solche intertextuell orientierte Lektüre erfordert allerdings diverse theoretische Überlegungen, die ich im Folgenden noch einmal kurz umreißen möchte. Zunächst muss auf die grundsätzliche Andersartigkeit der beiden Primärtexte hingewiesen werden, die sich nicht nur aus der diachronen Perspektive ergibt. Erst durch die Herausstellung der narrativen Qualität des Wartburgkriegs im Anschluss an Wenzels Annahme einer Gattung des „narrativen Sang-spruch[s]“728 erscheint es gerechtfertigt, Methoden der Figurenanalyse sowie der Erzähltheorie überhaupt auf den Wartburgkrieg anzuwenden. Dass eine derartig orientierte Lektüre helfen kann, zu plausiblen Ergebnissen zu kommen, hat der erste Teil dieser Arbeit gezeigt. Der Wartburgkrieg konnte so als vor allem poetologisch interessierter Text dargestellt werden, was die meisten Interpret_innen in ihre Argumentationen aufnehmen.729 Allein Hallmann steht dieser Inter- 4 728 Wenzel: Textkohärenz und Erzählprinzip, S. 324. 729 Darunter Hübner (vgl. Hübner: Lobblumen, S. 251), Kellner und Strohschneider (vgl. Kellner/Strohschneider: Wartburgkriege. Eine Projektbeschreibung, S. 178) 139 pretation zumindest in Teilen kritisch gegenüber.730 Aus meiner Sicht sind die Positionen, die von den einzelnen Figuren (insbesondere Wolfram und Klingsor) besetzt werden, aber zu eindeutig axiologischer Natur und der textbestimmende Agon zwischen diesen Figuren zu eindeutig, um Hallmanns Skepsis zu teilen. Die beiden Dichtungsbzw. Kunstkonzeptionen, zwischen denen im Wartburgkrieg entschieden wird, sind verkürzt als die ‚Kunst des Laien‘ und als die des ‚meisterpfaffen‘ zu benennen, die jeweils durch eine Figur im Text vertreten werden und immer wieder gegeneinander antreten. Mit dem letztendlich klaren Sieg Wolframs führt der Text eine Lösung herbei, die auch eine Positionierung in der zugrundeliegenden Frage nach dem ‚richtigen‘ Wesen der Dichtkunst beinhaltet. Gleichzeitig zeigt die ständige, über mehrere Jahrzehnte (wenn nicht sogar Jahrhunderte) betriebene Erweiterung des Textfeldes, dass die Bewertung der verschiedenen Dichtungskonzepte trotz ihrer scheinbaren Eindeutigkeit interessant blieb – mit dem bemerkenswerten Befund, dass der zunächst dominante Antagonismus (insbesondere zwischen Klingsor und Wolfram) in späteren Textschichten immer weiter in den Hintergrund rückte.731 Der Modus des Streits bildet dabei gleich auf mehreren Ebenen ein, wenn nicht das bestimmende Element des Textes. Zunächst bildet er die thematische Mitte, der Text besteht ausschließlich aus dem Streit zwischen den Dichterfiguren, mit jeweils wechselnden Sprecherrollen. Auf diese Weise wird er auch zum kohärenzstiftenden Mittel. Denn nur durch den Streit sind die einzelnen Strophen bzw. auch die größeren (konstruierten) Sinneinheiten wie Rätselspiel und Fürstenlob miteinander verknüpft. Dass schon den zeitgenössischen Leser_innen diese Art der Verknüpfung nicht zwingend ausreichte bzw. sie von ihnen als lückenhaft wahrgenommen wurde, zeigen die Einschübe in C, die sehr an Erzählerkommentare erinnern. Sie tragen maßgeblich zur Kohärenz des Textes bei und rechtfertigen die Einschätzung des Wartburgkriegs als narrativ, wenn auch auf die zahlreichen Lücken und Brüoder Wachinger (vgl. Wachinger: Sangspruchdichtung und frühe Meisterliedkunst in der Literaturgeschichte, S. 23). 730 Vgl. Hallmann: Studien zum mittelhochdeutschen ‚Wartburgkrieg‘, S. 108. 731 Vgl. Kellner/Strohschneider: Wartburgkriege. Eine Projektbeschreibung, S. 178. 4 Abschluss und Ausblick: Sängerkrieg – ein Narrativ, das bleibt 140 che des disparaten Textfelds immer wieder aufmerksam gemacht werden muss. Die hier noch einmal zusammengefassten Ergebnisse dienten als Grundlage einer intertextuell orientierten Analyse des Kampfes der Sänger im zweiten Teil der Arbeit. Meiner These zufolge ist es plausibel, auch den Kampf der Sänger als poetologischen Streit zu lesen, in dem verschiedene Dichtungskonzeptionen gegeneinander in Position gebracht werden, ohne dass der Text eine so klare Wertung vornimmt, wie das größtenteils für den Wartburgkrieg angenommen wird. Dass trotz dieser Unterschiede wesentliche Aspekte des mittelhochdeutschen Textes in Hoffmanns Text nachgewiesen werden können, soll im Folgenden noch einmal reflektiert werden. Einher mit der Annahme, dass auch der Kampf der Sänger ein poetologischer Text sei, ging die Vermutung, dass er als Teil eines größeren Feldes der zeitgenössischen Literatur- und Autorreflexion lesbar sei – ganz so, wie auch der Wartburgkrieg verschiedene Aspekte einer zeitgenössischen Diskussion aufgreift. Durch die Skizzierung verschiedener ‚romantischer‘ Positionen konnte dieses Gebiet umrissen und erste Anknüpfungspunkte deutlich gemacht werden. Dabei zeigte sich auch schon die wohl größte Schwierigkeit der Arbeit, die sie gleichzeitig maßgeblich prägt: Die Differenzen zwischen der Literatur des 12. und 13. Jahrhunderts sowie des ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhunderts blieben jederzeit evident, was sich allein in Modus und Umfang der jeweiligen Selbstreflexion widerspiegelte. Trotz aller Bestrebungen, eine Kontinuität vom Wartburgkrieg bis zum Kampf der Sänger erkennbar zu machen, mussten diese Differenzen permanent reflektiert werden. Daher war es auch im zweiten Teil der Arbeit unabdingbar, genauer auf die Methoden der Analyse und Interpretation einzugehen, wobei ich wiederum das Ziel verfolgt habe, die Nähe zum Text schon in der Darstellung der Zugriffe zu wahren. An einigen Stellen war eine detailliertere Einführung aber dennoch notwendig, um auf die bereits erwähnten Differenzen zwischen den Texten aufmerksam zu machen, sowie auf Fallstricke, die sich aus dem gewaltigen zeitlichen Abstand und damit einhergehend den unterschiedlichen Gattungszugehörigkeiten ergeben. Auf diese Weise sollte einerseits ein Bewusstsein für eventuell auftretende Probleme in der Vergleichbarkeit hingewiesen, 4 Abschluss und Ausblick: Sängerkrieg – ein Narrativ, das bleibt 141 gleichzeitig aber auch ein Bewusstsein für die Fruchtbarkeit einer solchen Lesart geschaffen werden. So ist die Gesamtkomposition des Kampfs der Sänger zwar vordergründig einem konsekutiv-kausalen Erzählen verpflichtet, indem die Eifersucht Heinrichs zum motivierenden Moment der Handlung gemacht wird. Gleichzeitig ist in der prinzipiellen Opposition von Heinrich/Klingsohr/Nasias und Wolfframb aber jener Konflikt wiederzufinden, der sich insbesondere für das Rätselspiel als prägend und kohärenzstiftend erwiesen hat. Gerade Textstellen, die nicht kausal erklärbar sind – zum Beispiel die scheinbar unbegründete Aggression Klingsohrs – lassen sich unter Rückgriff auf das Erzählprinzip des Streits aus dem Wartburgkrieg erklären. In der Analyse verschränken sich somit Erkenntnisse sowohl aus der älteren als auch aus der neueren Literaturwissenschaft. Eng mit der Frage nach der Erzählsituation ist auch die nach der Figurenkonzeption verbunden, die bislang ebenfalls vor allem negativ bewertet wurde.732 Die zunächst scheinbar wenig überzeugenden Figuren Klingsohrs und Wolfframbs können hier als Verkörperungen einer bestimmten Auffassung von Dichtung, weniger aber als psychologisch nachvollziehbare Charaktere verstanden werden. In diesem Aspekt war die Berücksichtigung von Erkenntnissen aus dem ersten Teil der Arbeit ebenso von großem Wert, denn im Wartburgkrieg ist diese axiologische Gestaltung der Figuren schon auf den ersten Blick evident. Auf diese Weise bietet der Ansatz, mediävistische und neuere Perspektiven miteinander in den Dialog zu bringen, auch mit Blick auf die Figurengestaltung eine Perspektive, die zumindest eine mögliche Erklärung für die nicht zu bestreitenden Eigenheiten des Hoffmann’schen Textes bietet. Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt der Verwandtschaft der beiden Texte ist ihre nachzuvollziehende und auch nachvollziehbare Verortung in einem Diskussionsfeld, das ihre jeweiligen Kontexte entscheidend geprägt hat. Für den Wartburgkrieg konnte nachgewiesen werden, dass er als Teil einer poetologischen Diskussion lesbar ist, indem beispielsweise Elemente der etablierten Wolfram-Figur aufgegriffen und neu besetzt werden oder die Frage nach der meisterschaft des 732 Vgl. Liebrand: Aporie des Kunstmythos, S. 153. 4 Abschluss und Ausblick: Sängerkrieg – ein Narrativ, das bleibt 142 Sängers neu gestellt wird. Für den Kampf der Sänger lässt sich eine ähnliche Positionierung erkennen, die eine im Vergleich sehr viel ambivalentere Haltung des Textes sichtbar macht. Immer wieder umspielt er romantische Topoi und Gedankenfiguren, um sie dann aber gezielt zu unterlaufen. Das Mittelalter der Erzählung ist ein vielfach mittelbares, noch dazu in fast karikierender Weise überspitzt dargestellt, die bei Novalis herausragende Dichterfigur, Heinrich von Ofterdingen, scheitert jämmerlich – und die Dichtung aus dem literarischen Genie heraus, die Wolfframb verkörpert, gründet sich eben doch auf Literatur und die Lektüre fremder Texte. Somit kann der Kampf der Sänger keineswegs auf seinen Bezug zum Prätext und dessen Reflexionen reduziert werden. Stattdessen nutzt Hoffmanns Erzählung die Potentiale des Dichterstreits in eindrucksvoller Weise. Subtil werden die scheinbar verschiedenen Dichtungskonzeptionen immer näher aneinandergerückt, indem Wolfframbs Werdegang auf das eigene Lesen, die eigene literarische Kompetenz zurückgeführt werden oder Klingsohr nicht etwa verachtet, sondern hofiert und bewundert wird. Hier ambiguisiert der Text Hoffmanns die Eindeutigkeit des Wartburgkriegs und besetzt dessen Zuschreibungen neu. Wiederum war es hier vor allem die genaue Lektüre exemplarischer Passagen, die diese Ambivalenzen aufgedeckt hat. Vor dem Hintergrund der rezipierten Forschung zum Werk Hoffmanns liegt es im Bereich des Möglichen, ja sogar des Wahrscheinlichen, dass der Text ganz bewusst die angesprochenen Ironisierungen und Brüche inszeniert, die ihn dann wiederum als Beitrag zu einer Diskussion um Literatur- und Kunstverständnis auszeichnen. Auch wenn sich die Interpretation des Beitrags zu dieser Diskussion im Kampf der Sänger ganz wesentlich von der im Wartburgkrieg unterscheidet, kommt dem Wartburgkrieg in diesem Aspekt doch tragende Bedeutung für die Lektüre des Kampfs der Sänger zu. Denn erst sein poetologisches Potential hat eine solche Lesart auch für den Text Hoffmanns nahegelegt. Dass die jeweiligen Texte andere Methoden und Zugänge erfordern, versteht sich wiederum von selbst. Trotzdem bleibt die zentrale Erkenntnis, dass eine Arbeit, die sich für eine Überwindung der traditionellen Trennung zwischen mediävistischer und neuerer Literaturwissenschaft einsetzt, neue Blickwinkel auf vermeintlich vollständig erforschte Texte bieten kann. Diese ‚Kluft‘ 4 Abschluss und Ausblick: Sängerkrieg – ein Narrativ, das bleibt 143 zwischen Mittelalter und Neuzeit, von der einige Autor_innen sprechen,733 überwinden literarische Texte, indem sie mittelalterliche Erzähl-, Figuren- und Strukturmuster re-aktualisieren, wie es hier exemplarisch gezeigt wurde. Eine genauere und umfangreichere Betrachtung solcher Strategien sollte aber Gegenstand einer eigenen Arbeit sein. In den Fokus rücken hierbei insbesondere solche Texte, die sich an einen Prätext binden bzw. darauf zurückführen lassen. Gemeint ist damit also nicht, dass lediglich die Diegese mittelalterlich ist, sondern auch der Stoff (bzw. die Erzählung selbst). Hier bietet die Rezeptionsgeschichte des Wartburgkriegs zahlreiche weitere Möglichkeiten zur Untersuchung des individuellen Umgangs mit dem mittelalterlichen Prätext. Die vorliegende Arbeit konnte dabei nur einen sehr kleinen Ausschnitt beleuchten. Tatsächlich ist die Rezeptionsgeschichte des Wartburgkriegs sehr viel breiter und vielfältiger. Über Chroniken, wie die von Hoffmann mutmaßlich verwendete Johann Wagenseils, reicht sie bis in das Werk Richard Wagners oder die bildende Kunst hinein.734 Eine weitere Verfolgung des Narrativs um die konkurrierenden, fast spiegelbildlich angelegten Dichter-Figuren, die einander in „agonalen Konstellation[en]“735, jeweils verschiedene Konzepte von Dichtung verkörpernd, gegenüberstehen, drängt sich hier förmlich auf. Wie weit sich die Erzählung dabei von ihrem Ursprung entfernen kann, zeigt die wohl als postmodern zu bezeichnende Bearbeitung von Franz Hodjak.736 Sein Klingsor ist nicht mehr der mächtige, zwielichtige, aber überhebliche Magier, der vermutlich auf die Figur des Parzival zurückgeht. Stattdessen ist er eine dubiose Figur, die auf die Frage, welchen Beruf sie habe, antwortet: „Eigentlich keinen. Ich habe Tote gewaschen, […], mal war ich Glöckner“ (Sängerstreit, 11) und schließlich „gab [er] dem Schicksal einen Genickschuß, und [er] begann Pferde zu stehlen, nicht weil [er] Pferde brauchte“ (ebd.). Die „Klampfe“ 733 Vgl. dazu: Batts: Doppelte Fremdheit? Moderne Übersetzungen eines mittelalterlichen Textes, 653. 734 Einen guten Überblick über wesentliche Rezeptionsstufen bietet hier Wachinger (vgl. Wachinger: Der Sängerstreit auf der Wartburg). 735 Liebrand: Aporie des Kunstmythos, S. 153. 736 Hodjak: Der Sängerstreit. Im Folgenden im Text zitiert mit ‚Sängerstreit‘ und Seitenzahl. 4 Abschluss und Ausblick: Sängerkrieg – ein Narrativ, das bleibt 144 (ebd.), der Weg zur Dichtung, ist nicht mehr sein höchstes Ziel, sondern nur noch sein letzter Ausweg. Das Verhältnis zu den Prätexten wäre für den Sängerstreit neu zu bestimmen, ebenso seine Rezeption des Mittelalters, die sich auf fundamentale Weise etwa von der Hoffmanns unterscheidet. Und doch ist der Figur des Landgrafen – bei Hodjak natürlich nicht gutmütiger Mäzen, sondern alternder Despot – entschieden zu widersprechen, wenn er ausruft: „[D]er Sängerstreit ist eine endgültige, schon längst vergangene Sache, jetzt geht es um andere Dinge“ (ebd., 10). Der Sängerstreit bleibt das Medium der Positionsbestimmungen der Literatur und ihrer Protagonisten. 4 Abschluss und Ausblick: Sängerkrieg – ein Narrativ, das bleibt 145

Chapter Preview

References

Zusammenfassung

Der Kampf der Sänger ist eine der Erzählungen E.T.A. Hoffmanns, die in der Forschung bislang vor allem negativ aufgenommen worden ist. Dass sich der Text, der den berühmten Dichterwettstreit auf der Wartburg zum Thema macht, auch ganz anders lesen lässt, zeigt diese Arbeit. Vor dem Hintergrund des mittelhochdeutschen Wartburgkriegs werden sowohl die Figuren als auch die Handlungskonzeption einer genauen Analyse unterzogen – mit dem bemerkenswerten Ergebnis, dass sich viele der auf den ersten Blick als Schwächen zu bezeichnenden Eigenheiten des Hoffmann’schen Textes nachvollziehbar auf den mittelalterlichen Prätext zurückführen lassen können. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen detaillierte Textanalysen, die sich verschiedener Methoden bedienen, ohne eine strikte Trennung zwischen ‚Älterer‘ und ‚Neuerer‘ Literaturwissenschaft zu verfolgen. Die Arbeit plädiert so dafür, auch mediävistische Überlegungen in die Neuere Literaturwissenschaft zu integrieren.