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Rüdiger Görner

Europa wagen!, page I - VIII

Aufzeichnungen, Interventionen und Bekenntnisse

1. Edition 2020, ISBN print: 978-3-8288-4431-5, ISBN online: 978-3-8288-7444-2, https://doi.org/10.5771/9783828874442-I

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Te ct um Te ct um Rü di ge r G ör ne r Eu ro pa w ag en ! Rüdiger Görner Europa wagen! Aufzeichnungen, Interventionen und Bekenntnisse Rüdiger Görner Europa wagen! Rüdiger Görner Europa wagen! Aufzeichnungen, Interventionen und Bekenntnisse Tectum Verlag Rüdiger Görner Europa wagen! Aufzeichnungen, Interventionen und Bekenntnisse © Tectum Verlag – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2020 ePDF: 978-3-8288-7444-2 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Werk unter der ISBN: 978-3-8288-4431-5 im Tectum Verlag erschienen.) Umschlag: Tectum Verlag, unter Verwendung des Bildes #418030186 von AB Visual Arts | www.shutterstock.com Alle Rechte vorbehalten Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliographfische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. Europa kann sich nicht in bloßer Selbsterhaltung, sondern nur in einer großen Gefahr oder in einer großen Aufgabe finden. Herbert Lüthy, Schweizer Historiker im Jahre 1957 In: Nach dem Untergang des Abendlandes (Köln 1964), S. 377 VII Inhalt Anstelle einer Hinführung: Europa, ein Gedicht – aus Anlass der „Reisen durch die junge Lyrik Europas“ (2019) von Federico Italiano und Jan Wagner 1 Präambel-Stücke: Europäische Bruchzonen oder: Dissonante Einstimmungen 7 I 21 Europa – eine Idee, ein Recht, eine Pflicht? Notizen auf dem Weg zu einer europäischen Bildungsgesellschaft 23 Brachte uns ‚Bologna‘ Europa näher? – Neue bildungspolitische Herausforderungen 33 Was ist der europäische Hochschulraum? 40 II 49 Das Europäische in Schillers Lyrik 51 Überlegungen zum ‚guten Europäer‘ namens Friedrich Nietzsche 71 „Böhmen am Meer“ und „Dover im Harz“ Über eine paradoxe Kulturtopographie in Europa 92 VIII Den Kontinent neu buchstabieren lernen Europa-Diskurse bei Karl-Markus Gauß, Hans Magnus Enzensberger und Jürgen Habermas 109 III 133 Wider den faschistoiden Zeitungeist – in Europa und anderswo 135 Belfaster Notizen zu Europa 143 Grenzen als europäische Erfahrung 150 Europa wagen 165 Nachweise 177

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Abstract

The very title of this book (“Dare being European!”) signals the engagement with Europe as an imperative. Its three larger sections reflect this engagement in some of its educational, historical and present-day dimensions. In these reflections, interventions and essays there is a strong emphasis on the actual intellectual substance of discourses on Europe with explicit references to the rather surprisingly poetic rendering of European concerns.

The implication of the texts is an appeal, namely to take up current and future discourses on Europe more pro-actively and to counteract constructively tendencies that undermine the project of European integration, such as renewed nationalism, ill-conceived and outdated conceptions of sovereignty. We need to entertain a different understanding of ‘defending Europe’, which does not primarily mean to secure the borders of the European Union but to defend Europe from within, including its cultural values, and reform and enhance its democratic structures.

Zusammenfassung

Europa wagen! signalisiert den bleibenden Wagnis-Charakter des europäischen Projekts. In drei größeren Abschnitten reflektieren diese Aufzeichnungen, Interventionen und Reden seine bildungspolitischen, ideen­geschichtlichen und gegenwartsbezogenen Dimensionen. Auch wenn ihre jeweilige Tragweite nur angedeutet werden kann, bieten diese Texte doch einige Wesenskerne in der Entwicklung der diversen Europa-Diskurse. Eigens betont Europa wagen! die poetische Form dieser Diskurse und leitet deswegen diese Überlegungen mit einem Blick auf eine Anthologie ein, die so ungewöhnlich ist wie das Gesamtprojekt ‚Europa‘ selbst. Der Titel besteht aus einem Imperativ. Aus ihm leitet sich die in den drei Hauptabschnitten thematisierte Forderung ab, die Diskurse über Europa offensiv zu führen, an der weiteren Ausgestaltung des europäischen Projekts mitzuarbeiten – gerade weil Entwicklungen wie der Brexit, verschärfte Nationalismen und veraltete Vorstellungen von Souveränität dieses Projekt neu herausfordern, ja zu unterminieren drohen. Das ‚wehrhafte Europa‘ meint nicht in erster Linie die Sicherung der Außengrenzen der Union, sondern die Auseinandersetzung mit den Gegnern der europäischen Integration innerhalb der europäischen Kulturgemeinschaft und den Ausbau ihrer demokratischen Strukturen.