Nachweise in:

Rüdiger Görner

Europa wagen!, page 177 - 180

Aufzeichnungen, Interventionen und Bekenntnisse

1. Edition 2020, ISBN print: 978-3-8288-4431-5, ISBN online: 978-3-8288-7444-2, https://doi.org/10.5771/9783828874442-177

Tectum, Baden-Baden
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177 Nachweise Anstelle einer Hinführung: Europa, ein Gedicht – aus Anlass der „Reisen durch die junge Lyrik Europas“ (2019)“ von Federico Italiano und Jan Wagner (unveröffentlicht) Präambel-Stücke: Europäische Bruchzonen oder: Dissonante Einstimmungen (erscheint parallel in Susanne Dobesch (Hrsg.), Mein Europa. Böhlau Verlag Wien/Köln 2019) Europa – eine Idee, ein Recht, eine Pflicht? Notizen auf dem Weg zu einer europäischen Bildungsgesellschaft (unveröffentlicht) Brachte uns ‚Bologna‘ Europa näher? – Neue bildungspolitische Herausforderungen (unveröffentlichtes, überarbeitetes Referat, gehalten auf der Internationalen Konferenz der Konrad-Adenauer-Stiftung „Brücken bauen in Europa – Literatur, Werte und europäische Identität“. Tallinn 18. Mai 2011) 178 Was ist der europäische Hochschulraum? (Überarbeitetes Impulsreferat, gehalten auf einer hochschulpolitischen Tagung in der Villa Vigoni/Comer See am 4. April 2011) Das Europäische in Schillers Lyrik Vortrag auf der internationalen Tagung „Schillers Europa“ in Schloß Herrenhausen Hannover am 23. Oktober 2014. In: R. G., Wortspuren ins Offene. Lyrische Selbstbestimmungen. Heidelberg 2016, S. 23–36 sowie in: Peter-André Alt und Marcel Lepper unter Mitarbeit von Catherine Marten (Hrsg.), Schillers Europa. Berlin/Boston 2017, S. 44–57. Überlegungen zum ‚guten Europäer‘ namens Friedrich Nietzsche (unveröffentlicht. Abendvortrag, gehalten auf der Tagung „Europa im Umbruch. Europa in Literatur und Film der Gegenwart an der Ludwig Maximilians-Universität München und der Carl Friedrich von Siemens Stiftung am 13. Dezember 2018. Gekürzte Fassung in der Reihe „Die Aula“ des SWR Baden-Baden, ausgestrahlt am 28. April 2019) „Böhmen am Meer“ und „Dover im Harz“. Über eine paradoxe Kulturtopographie in Europa (Für den Druck überarbeitete, erweiterte Fassung eines Vortrags, den der Verfasser am 14. März 2013 vor der Deutsch- Britischen Gesellschaft zu Oldenburg gehalten hat. Erstveröffentlicht in: Comparatio 7 (2015) 2., S. 335–342) 179 Den Kontinent neu buchstabieren lernen. Europa-Diskurse bei Karl-Markus Gauß, Hans Magnus Enzensberger und Jürgen Habermas (In: Werner Michler / Klemens Renoldner / Norbert Christian Wolf (Eds.), Von der Produktivkraft des Eigensinns. Die Literaturen des Karl-Markus Gauß. Otto Müller Verlag. Salzburg 2017, S. 169–182) Belfaster Notizen zu Europa (Erstveröffentlichung in: Die Welt v. 10. Oktober 2019) Grenzen als europäische Erfahrung (Erstfassung in: Zeitschrift für interkulturelle Germanistik 7 (2016) Heft 1, S. 183–191) Europa wagen (unveröffentlicht)

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Abstract

The very title of this book (“Dare being European!”) signals the engagement with Europe as an imperative. Its three larger sections reflect this engagement in some of its educational, historical and present-day dimensions. In these reflections, interventions and essays there is a strong emphasis on the actual intellectual substance of discourses on Europe with explicit references to the rather surprisingly poetic rendering of European concerns.

The implication of the texts is an appeal, namely to take up current and future discourses on Europe more pro-actively and to counteract constructively tendencies that undermine the project of European integration, such as renewed nationalism, ill-conceived and outdated conceptions of sovereignty. We need to entertain a different understanding of ‘defending Europe’, which does not primarily mean to secure the borders of the European Union but to defend Europe from within, including its cultural values, and reform and enhance its democratic structures.

Zusammenfassung

Europa wagen! signalisiert den bleibenden Wagnis-Charakter des europäischen Projekts. In drei größeren Abschnitten reflektieren diese Aufzeichnungen, Interventionen und Reden seine bildungspolitischen, ideen­geschichtlichen und gegenwartsbezogenen Dimensionen. Auch wenn ihre jeweilige Tragweite nur angedeutet werden kann, bieten diese Texte doch einige Wesenskerne in der Entwicklung der diversen Europa-Diskurse. Eigens betont Europa wagen! die poetische Form dieser Diskurse und leitet deswegen diese Überlegungen mit einem Blick auf eine Anthologie ein, die so ungewöhnlich ist wie das Gesamtprojekt ‚Europa‘ selbst. Der Titel besteht aus einem Imperativ. Aus ihm leitet sich die in den drei Hauptabschnitten thematisierte Forderung ab, die Diskurse über Europa offensiv zu führen, an der weiteren Ausgestaltung des europäischen Projekts mitzuarbeiten – gerade weil Entwicklungen wie der Brexit, verschärfte Nationalismen und veraltete Vorstellungen von Souveränität dieses Projekt neu herausfordern, ja zu unterminieren drohen. Das ‚wehrhafte Europa‘ meint nicht in erster Linie die Sicherung der Außengrenzen der Union, sondern die Auseinandersetzung mit den Gegnern der europäischen Integration innerhalb der europäischen Kulturgemeinschaft und den Ausbau ihrer demokratischen Strukturen.