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Siegfried Schumann

Bewusstsein unabhängig vom Gehirn, page 253 - 260

Eine Literatursichtung mit Blick auf Willensfreiheit und einen möglichen Paradigmenwechsel

1. Edition 2020, ISBN print: 978-3-8288-4426-1, ISBN online: 978-3-8288-7436-7, https://doi.org/10.5771/9783828874367-253

Series: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Philosophie, vol. 38

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
253 Literatur Alexander, Eben (2013). Blick in die Ewigkeit. Die faszinierende Nah toder fah rung eines Neurochirurgen. München, Ansata Verlag. (Die amerikanische Originalausgabe erschien 2012 unter dem Titel »Proof of Heaven« bei Simon & Schuster, Inc., New York, USA.) Alexander, Eben; [mit Ptolemy Tomkins] (2015). Vermessung der Ewigkeit. 7 fundamentale Erkenntnisse über das Leben nach dem Tod. München, Ansata Verlag. Athappilly, Geena K.; Greyson, Bruce; Stevenson, Ian (2006). Do prevailing societal models influence reports of near-death experiences? A comparison of accounts reported before and after 1975. Journal of Nervous and Mental Disease 194 (3), S. 218–233. Blackmore, Susan (2012). Gespräche über Bewusstsein Frankfurt am Main, Suhrkamp Verlag. (Die englische Originalausgabe erschien 2005 unter dem Titel »Conversations on Consciousness. Interviews with twenty minds« bei Oxford University Press.) Damásio, António (2013). Selbst ist der Mensch. 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Teleportation und weitere Mysterien der Quantenphysik. (6. Aufl.) München: Wilhelm Goldmann Verlag.

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Zusammenfassung

Täglich treffen wir bewusste Entscheidungen und sind dabei über weite Strecken frei, die eine oder andere Wahl zu treffen. Wirklich? Die Selbstverständlichkeit dieser Alltagserfahrung ist wissenschaftlich höchst umstritten. Häufig wird behauptet, im Gehirn autonom ablaufende neuronale Prozesse steuerten unser Verhalten. Erst danach, als Folge hiervon, entstünde unser „Bewusstsein“. Ein „freier Wille“ im oben genannten Sinne sei damit nur eine (liebgewonnene) Illusion! Wer stattdessen postuliert, dass wir die Fähigkeit besitzen, frei auf Handlungsprozesse einzuwirken, läuft Gefahr, sich über einen solchen „unabhängigen“ Eingriff in materielle Prozesse in Widerspruch zu grundlegenden naturwissenschaftlichen Annahmen zu begeben! Die vorliegende Literatursichtung präsentiert publizierte Argumente dafür, dass (als Voraussetzung für „Willensfreiheit“) Bewusstsein unabhängig vom Gehirn auftreten könne.