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Siegfried Schumann

Bewusstsein unabhängig vom Gehirn, page 1 - 16

Eine Literatursichtung mit Blick auf Willensfreiheit und einen möglichen Paradigmenwechsel

1. Edition 2020, ISBN print: 978-3-8288-4426-1, ISBN online: 978-3-8288-7436-7, https://doi.org/10.5771/9783828874367-1

Series: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Philosophie, vol. 38

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag Reihe Philosophie Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag Reihe Philosophie Band 38 Siegfried Schumann Bewusstsein unabhängig vom Gehirn Eine Literatursichtung mit Blick auf Willensfreiheit und einen möglichen Paradigmenwechsel Tectum Verlag Siegfried Schumann Bewusstsein unabhängig vom Gehirn. Eine Literatursichtung mit Blick auf Willensfreiheit und einen möglichen Paradigmenwechsel © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2020 ePDF 978-3-8288-7436-7 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Werk unter der ISBN 978-3-8288-4426-1 im Tectum Verlag erschienen.) Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag, Reihe: Philosophie; Bd. 38 ISSN 1861-6844 Abbildungen: Cover: shutterstock.com © agsandrew, Rückseite: © Siegfried Schumann Alle Rechte vorbehalten Informationen zum Verlagsprogramm finden Sie unter www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. 5 Vorwort Ausgangspunkt Sind wir bei unseren als „willentlich“ empfundenen Entscheidungen wirklich frei, die eine oder auch die andere Wahl zu treffen? Oder sind in unseren Augen bewusst getroffene Entscheidungen von außen betrachtet lediglich ein „Nebenprodukt“ neuronaler Prozesse im Gehirn – was Willensfreiheit in engeren Sinne ausschließt? Ist Willensfreiheit damit eine Illusion? Die Frage ist für unser alltägliches Denken und Handeln von fundamentaler Bedeutung, was das Bild auf der Umschlagrückseite illustrieren soll. Hierzu mehr am Ende des Buches. Im Bereich der Wissenschaft wird sie kontrovers und teilweise sehr heftig diskutiert. Sie beschäftigt nicht nur die Philosophie. Zum Beispiel kommt ihr auch im Rahmen der (human-)wissenschaftlichen Forschung ein zentraler Stellenwert zu. Dies war für mich persönlich Anlass und Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit dem Thema – ungeachtet seiner Relevanz für viele andere Lebens- und Forschungsbereiche. Wie man die Frage beantwortet, hat erhebliche Konsequenzen – unter anderem auch dafür, wie Forschung sinnvollerweise durchzuführen ist und wie Forschungsergebnisse zu interpretieren sind. Im Bereich der empirischen Sozialforschung beispielsweise hat das quantitative Forschungsparadigma einen herausragenden Stellenwert. In ihm stellt die Annahme eines „freien Willens“ allerdings insofern ein Problem dar, als sie nach dessen Grundannahmen (einer „Einheitswissenschaft“) kaum zu rechtfertigen ist. Auf der anderen Seite wird die Vorstellung eines „freien Willens“ dennoch in aller Regel akzeptiert, wohl, da eine Ablehnung eklatant unserem Alltagsverständnis widersprechen würde. Spätestens die Forscherinnen und Forscher selbst werden sich 6 Schumann: Bewusstsein unabhängig vom Gehirn? kaum einen „freien Willen“ absprechen1 – womit auch den von ihnen untersuchten Personen ein solcher schwerlich abzusprechen sein dürfte. Im qualitativen Paradigma2 dagegen stellt „Willensfreiheit“ schlichtweg eine Grundannahme dar, welche allerdings aus Sicht des quantitativen Paradigmas insbesondere mit dem Verursachungsproblem (hierzu im Weiteren mehr) konfrontiert ist und entsprechend kritisiert wird.3 Die hier angesprochene Diskussion um die Annahme eines „freien Willens“ bezieht sich auf einen „starken“ Begriff von Willensfreiheit, welchen der Biologe und Hirnforscher Gerhard Roth folgendermaßen charakterisiert: 1. Ich als bewusst denkendes und agierendes Wesen bin Träger meines Willens und Verursacher meiner Handlungen. 2. Ich könnte unter identischen sonstigen Bedingungen auch anders handeln beziehungsweise hätte ich im Rückblick auch anders handeln können, wenn ich nur wollte beziehungsweise gewollt hätte, also sozusagen allein kraft meines immateriellen Willens […] (Roth 2009a, S. 10, Hervorhebungen im Original). In diesem Sinne wird der Begriff „freier Wille“ im vorliegenden Buch verwendet. Dabei ist anzumerken, dass die Möglichkeit der Ausübung eines so definierten „freien Willens“ gegebenenfalls auf bestimmte Bereiche menschlichen Denkens und Handelns beschränkt sein wird – allerdings auf solche, die aus humanwissenschaftlicher Sicht von besonderem Interesse sind. Die Annahme, subliminale Wahrnehmung (wie etwa bei unterschwelligen Werbebotschaften) wäre durch einen „freien Willen“ zu beeinflussen, dürfte kaum jemand vertreten – wohl aber die An- 1 Susan Blackmore (2012, S. 19) bestätigt dies mit Blick auf zahlreiche Interviews, welche sie mit hervorragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zum Thema führte. 2 Ausführlich dargestellt ist der Gegensatz zwischen dem quantitativen und dem qualitativen Forschungsparadigma in Schumann (2018), eine knappe Zusammenfassung findet sich in Schumann (2019, S. 257–262). 3 Näheres zu dieser kurzen Skizze zum Thema „Willensfreiheit“ im Rahmen der humanwissenschaftlichen Forschung ist in Schumann (2018, S. 71–92) ausgeführt. Zum unterschiedlichen Stellenwert von „Willensfreiheit“ im quantitativen bzw. qualitativen Forschungsparadigma vgl. dort S. 89–91. 7 Vorwort nahme, dies träfe auf durchdachte Entscheidungen nach langwierigen Abwägungsprozessen zu. Nimmt man Willensfreiheit im oben genannten Sinne als gegeben an, folgt als Konsequenz, dass es „im Naturgeschehen Kausallücken gibt, in die hinein der immaterielle Wille steuernd eingreift“ (Roth 2009a, S. 10). Der Neurophysiologe Wolf Singer (2015, S. 12) bringt es auf den Punkt: Wir erfahren uns als freie mentale Wesen, aber die naturwissenschaftliche Sicht lässt keinen Raum für ein mentales Agens wie den freien Willen, das dann auf unerklärliche Weise mit den Nervenzellen wechselwirken müsste, um sich in Taten zu verwandeln – womit das bereits erwähnte Verursachungsproblem angesprochen ist. Der Philosoph David Chalmers formuliert in einem Gespräch mit Susan Blackmore die grundlegende Frage zum Verursachungsproblem knapp: „Wie kann der Geist auf die physikalische Welt wirken?“ (Blackmore 2012, S. 63). Zur Diskrepanz zwischen der in seinem Zitat geschilderten Position und unserem Selbstverständnis bemerkt Singer: […] für Entscheidungen, die auf der bewussten Abwägung von Variablen beruhen und die wir als gewollt empfinden, fordert unsere Intuition anderes. Wir neigen dazu, eine von neuronalen Prozessen unabhängige Instanz anzunehmen, die neuronalen Abläufen vorgängig ist: eine Instanz, die sich Sinnessignale und Speicherinhalte bewusstmachen kann, daraus Schlüsse zieht, eine Option als gewollt identifiziert und diese dann in Handlung umsetzt. Diese Sichtweise artikuliert sich in zwei Positionen. Eine, die dualistische, postuliert für die wollende Ich-Instanz einen immateriellen Dirigenten, der das neuronale Substrat nur nutzt, um sich über die Welt zu informieren und seine Entscheidung in Handlungen zu verwandeln. Diese Position ist mit dem Verursachungsproblem konfrontiert und mit bekannten Naturgesetzen unvereinbar. Sie hat den Status unwiderlegbarer Überzeugungen. Die andere geht zwar davon aus, dass auch die sogenannten »freien Entscheidungen« vom Gehirn selbst getroffen werden, dass die zugrundeliegenden Prozesse sich aber aus nicht näher spezifizierten Gründen über den neuronalen Determinismus erheben können. Aus neurobiologischer Sicht ist auch diese Lesart unbefriedigend. […] Dies folgt aus der zwingenden Erkenntnis, dass neuronale Vorgänge in der Großhirnrinde nach immer glei- 8 Schumann: Bewusstsein unabhängig vom Gehirn? chen Prinzipien ablaufen und dass sowohl bewusste als auch unbewusste Entscheidungen auf Prozessen in dieser Struktur beruhen. Wenn dem aber so ist, warum räumen wir den bewussten Entscheidungen einen anderen Status ein als den unwillkürlichen […] (Singer 2013, S. 57–58; Hervorhebungen: Sch.). Problemstellung Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit der im vorstehenden Singer- Zitat erstgenannten, dualistischen Position und geht der Frage nach, ob (und wenn ja welche) Argumente für die Annahme einer solchen dualistischen Position zu finden seien. Hierzu zwei Vorbemerkungen: Zum einen ist sicherlich zutreffend, dass die dualistische Position „mit dem Verursachungsproblem konfrontiert und mit bekannten Naturgesetzen unvereinbar [ist]“ (Singer 2013, S. 57; Hervorhebung: Sch.). Das entscheidende Wort scheint hier „bekannt“ zu sein, denn die aus Sicht der klassischen Physik zunächst selbstverständliche Einschätzung relativiert sich mit Blick auf die Quantenphysik. Nach den Ergebnissen der Quantenphysik ist die Sichtweise der klassischen Physik als „empirisch falsch“ zu betrachten (auch wenn sie sich über weite Strecken als äußerst nützlich/viabel erweist). Eine Alternative in Form einer dem „gesunden Menschenverstand“ zugänglichen, allgemein akzeptierten Interpretation der experimentell bestens bestätigten Ergebnisse der Quantenphysik ist allerdings derzeit nicht bekannt.4 Der international renommierte Physiker Anton Zeilinger schreibt mit Blick hierauf einleitend in einem seiner Bücher über Quantenphysik: Die zweite Absicht […] ist es, Ihnen zu zeigen, wie viele Fragen noch offen sind. Noch wichtiger als die Änderungen durch neue Technologie werden wahrscheinlich die auf der Quantenphysik beruhenden Änderungen unserer Weltanschauung sein – Änderungen, von denen wir gegenwärtig nur eine grobe Ahnung haben. Diese Vermutung liegt deshalb nahe, weil die 4 Das Kapitel: „Zusammenbruch des materialistisch-deterministischen Weltbildes“ in Schumann (2018, S. 49–70) befasst sich ausführlicher mit dieser Thematik. Alexander Wendt (2015) setzt sich aus sozialwissenschaftlicher Perspektive mit den Implikationen der Ergebnisse der Quantenphysik auseinander. 9 Vorwort Quantenphysik bereits fast ein Jahrhundert alt ist und dennoch bis heute keine einheitliche, zufriedenstellende Interpretation gefunden wurde – wahrscheinlich deshalb, weil die Änderungen weit radikaler sein müssen, als vielen lieb ist (Zeilinger 2007, S. 8). Auch der zweite im Singer-Zitat angesprochene Einwand, die dualistische Position habe den „Status unwiderlegbarer Überzeugungen“ (Singer 2013, S. 57), ist zu hinterfragen. Das Argument der empirischen Forschung, es müsse Falsifizierbarkeit gegeben sein, gilt für Kausalhypothesen. Bei der im Folgenden dargestellten Diskussion zum Thema „Dualismus“ im genannten Sinne werden jedoch Existenzaussagen einer Prüfung unterzogen. Bei Existenzaussagen genügt ein einziger „akzeptierter“ Fall zur Verifikation. Die betreffenden Existenzaussagen können mit anderen Worten empirisch geprüft werden! Widerlegt werden kann eine Existenzaussage nicht, wohl aber verifiziert – vorausgesetzt, man akzeptiert die „Beweisführung“. Nach dem oben Gesagten erscheint es nicht abwegig, die erwähnte dualistische Position einer empirischen Prüfung zu unterziehen. Dies stellt das Hauptanliegen des vorliegenden Buches dar. Eine zentrale Frage ist dabei, ob Bewusstsein5 notwendigerweise und in allen Fällen ein Produkt neuronaler Prozesse darstelle oder ob dies in bestimmten Fällen nachweislich nicht der Fall sei. Letzteres könnte auf einen „immateriellen Dirigenten“ im Sinne Singers (2013, S. 57) hinweisen – zumindest stellt es eine Grundvoraussetzung dafür dar, dass ein solcher im Falle einer freien Willensentscheidung „das neuronale Substrat […] nutzt, um sich über die Welt zu informieren und seine Entscheidung in Handlungen zu verwandeln“ (Singer 2013, S. 57).6 5 (Nominal) definiert als: „die bewusste Wahrnehmung von uns selbst und unserer Umgebung“ (Myers 2014, S. 90). 6 Wie dies vonstattengehen kann, ist eine gesonderte Forschungsfrage, welche gegebenenfalls anschließend zu untersuchen wäre. Sie beträfe dann insbesondere das weiter oben angesprochene Verursachungsproblem. 10 Schumann: Bewusstsein unabhängig vom Gehirn? Zu prüfende Hypothesen (Existenzaussagen) Im vorliegenden Buch werden zwei Hypothesen (in Form von Exis tenzaus sa gen) einer empirischen Prüfung unterzogen: H 1: Es gibt Fälle, in denen Bewusstsein auftritt, obwohl das Gehirn inaktiv ist (und daher nicht in der Lage, Bewusstsein zu erzeugen). H 2: Es gibt Fälle, in denen Personen über Wissen verfügen, das sie nicht durch Gehirnaktivitäten erlangt haben können. Der Vorschlag zur Prüfung der genannten Hypothesen stammt aus einer 2017 in dem Buch „Jenseits des Selbst“ veröffentlichten Diskussion zwischen Wolf Singer und Matthieu Ricard. Diese Diskussion ist – was zentrale Fragen zum Thema „Bewusstsein“ betrifft – einleitend in Kapitel 1 dargestellt. Durchgeführt wird die Prüfung (bis auf einen kurzen, aus methodischer Sicht wichtigen Exkurs in Kapitel 3) wie in der Diskussion zwischen Singer und Ricard empfohlen. Akzeptiert man anhand der in den nachfolgenden Kapiteln berichteten Belege eine der beiden Existenzaussagen (oder beide) als „bestätigt“, stützt dies die oben geschilderte dualistische Position. Es läge dann in der Tat nahe, „eine von neuronalen Prozessen unabhängige Instanz“ im Sinne des obigen Zitats von Singer (2013, S. 57; Hervorhebung: Sch.) anzunehmen. Das vorliegende Buch bietet eine Zusammenstellung von Informationen, die als Grundlage für die Beurteilung dieser Frage oder zumindest als Ausgangspunkt für weitere Recherchen und Diskussionen dienen können. 11 Inhaltsverzeichnis Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Ausgangspunkt. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Problemstellung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Zu prüfende Hypothesen (Existenzaussagen). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 1 Einleitung: Wolf Singer diskutiert mit Matthieu Ricard über „Bewusstsein“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17 Bewusstsein als Produkt neuronaler Prozesse? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Konsequenzen in puncto „Willensfreiheit“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .21 Rätselhafte Erfahrungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 Zielsetzung und Literaturgrundlage des Buches . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .31 2 Bewusstsein bei inaktivem Gehirn? Nahtoderfahrung (NTE) . . . . . . . 41 Anmerkungen zur Prüfung von Hypothese H 1. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41 Mögliche Belege für die Inaktivität des Gehirns . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42 Mögliche Einzelfall-Belege für „Bewusstsein“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 Mögliche fallübergreifende Belege für „Bewusstsein“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47 Zum weiteren Vorgehen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48 2.1 Ein Neurochirurg denkt um: Eben Alexander berichtet über seine Erfahrung . . 53 Vorbemerkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53 Überblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55 Bericht über „klare Erfahrung“ bei einer NTE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58 Zur Person/Umdenken. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60 Bericht über zwei zusätzliche Validierungshinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62 12 Schumann: Bewusstsein unabhängig vom Gehirn? 2.2 Ein angehender Mediziner denkt um: Raymond Moody berichtet (retrospektiv) über Nahtoderfahrungen Anderer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 Vorbemerkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 Allgemeine Informationen zur Person. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66 Zur Person/Umdenken. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 Moodys Haltung zu Berichten und Zeugenaussagen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69 Datenbasis der Untersuchung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .71 Zur Validität der geschilderten Inhalte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72 Zur „Funktionsfähigkeit“ des Gehirns in Todesnähe. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74 Zur Validierung: NTE-Inhalte und Eigenschaften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75 Bemerkungen Moodys zur Validierung der Berichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 Fazit und praktische Relevanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82 2.3 Ein Kardiologe denkt um: Die prospektive Studie Pim van Lommels in den Niederlanden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84 Vorbemerkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84 Zur Person/Umdenken. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87 Ziel, Anlage und Durchführung der Studie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88 Zeitliche Konstanz der Berichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90 Zur Validierung: Außerkörperliche Wahrnehmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92 Zur Validierung: Inhalte der Nahtoderfahrungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102 Ausschluss alternativer Erklärungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107 Veränderungsprozesse aufgrund der NTE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .110 NTE bei Kindern: Inhalte und „Begegnungen“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113 Phantasien, Einbildung und Betrug? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .116 Ein Fazit Pim van Lommels . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .118 2.4 Eine (später promovierte) Krankenschwester denkt um: Penny Sartori führt eine prospektive Studie in Großbritannien durch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .119 Vorbemerkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .119 NTE-Berichte und ihre kulturelle Prägung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .122 Zur Person/Umdenken. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .123 13 Inhaltsverzeichnis Ziel, Anlage und Durchführung der Studie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .124 Außerkörperliche Erfahrungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .127 Ausschluss alternativer Erklärungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .133 Zur Validierung: NTE-Klarheit und Langlebigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .135 Zur Validierung: Zurückhaltung beim Erzählen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 138 Zur Validierung: gravierende Veränderungen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .139 Zur Validierung: harter Kern von NTE-Elementen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140 Zur Validierung: NTE unbeschreibbar. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .141 Das Fazit Penny Sartoris. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .143 2.5 Ein Intensivmediziner denkt um: Sam Parnia initiiert eine prospektive Studie in Europa und den USA. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 144 Vorbemerkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 144 Der Fall Tiralosi/Forschungsinteresse Parnias . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 148 Zur Person/Umdenken. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 150 Angaben zur Studie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .152 Ärzte berichten über Auftreten von „Bewusstsein“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 162 Weitere Validierungshinweise I . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 165 Ausschluss alternativer Erklärungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 169 Weitere Validierungshinweise II . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 170 Das Fazit Sam Parnias . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .172 2.6 NTE: Definition(en), Häufigkeit und Inhalte (soweit zur Prüfung von Hypothese H 1 relevant) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .175 Definition(en) und Verwandtes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .175 Häufigkeit von NTE und NTE-Berichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 182 Inhalte von NTE: Übersicht – Teil I . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 188 Ähnliche Inhalte bei van Lommel und Hampe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .193 Ähnlich häufige NTE-Elemente in zwei Studien. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 195 Inhalte von NTE: Übersicht – Teil II. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .197 Anmerkungen zur Prüfung von Hypothese H 1. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 201 14 Schumann: Bewusstsein unabhängig vom Gehirn? 2.7 Umdenken der Autorinnen und Autoren in Richtung: „ Dualismus“. . . . . . . . . . . 204 Zum Begriff: „Dualismus“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 204 Ansichten über die Entstehung von „Bewusstsein“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 208 Bewusstsein als Produkt der Gehirnaktivität? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .212 3 Bewusstsein bei geschädigtem Gehirn? Die Recherchen Michael Nahms zur terminalen Luzidität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .217 Zum Begriff: „terminale Luzidität“. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .217 Prüfung von Hypothese H 1: Vier relevante Punkte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 220 Mögliche Belege zu den Punkten 1 bis 4 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 222 Informationen zur Arbeit Nahms . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 223 In Nahms Arbeit aufgeführte Berichte. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 225 Zur Validität der aufgeführten Berichte. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 227 Auch Nahm befasst sich mit „Dualismus“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 228 Vorschläge für weitere Forschungsarbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .231 4 Wissenserwerb ohne Gehirnaktivität? Jim B. Tucker untersucht Erinnerungen an frühere Leben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .233 Weshalb dieses Kapitel? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 233 Allgemeine Informationen zur Person. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 234 Prüfung von Hypothese H 2 bei Individuen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 235 Fallübergreifende Prüfung von Hypothese H 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 237 Berichte von Kindern über „frühere Leben“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 237 Tuckers Kontakt mit Ian Stevenson . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 238 Schlüsse bezüglich Gehirn und Geist: Dualismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 239 Quantenphysik und dualistische Position . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 240 Bestätigung für Hypothese H 2 nach Tucker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 242 Statistik zur Prüfung von Hypothese H 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 243 Das Fazit Jim B. Tuckers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 244 15 Inhaltsverzeichnis 5 Zusammenfassung der Argumentation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 245 Mein persönliches Fazit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 248 Umschlagbild: Was geschieht hier? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 250 Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .253

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