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Jan Kerkmann

Dike und Physis, page I - VI

Philosophische Studien zu einer Schlüsselkonstellation bei Heidegger, Nietzsche und Heraklit

1. Edition 2019, ISBN print: 978-3-8288-4420-9, ISBN online: 978-3-8288-7425-1, https://doi.org/10.5771/9783828874251-I

Series: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Philosophie, vol. 37

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag Reihe Philosophie Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag Reihe Philosophie Band 37 Jan Kerkmann Δίκη und Φύσις Philosophische Studien zu einer Schlüsselkonstellation bei Heidegger, Nietzsche und Heraklit Mit einem Ausblick auf Marc Aurel Tectum Verlag Jan Kerkmann Δίκη und Φύσις. Philosophische Studien zu einer Schlüsselkonstellation bei Heidegger, Nietzsche und Heraklit. Mit einem Ausblick auf Marc Aurel Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag, Reihe: Philosophie; Bd. 37 © Tectum Verlag – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2019 ePDF 978-3-8288-7425-1 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Werk unter der ISBN 978-3-8288-4420-9 im Tectum Verlag erschienen.) ISSN 1861-6844 Umschlaggestaltung: Tectum Verlag Alle Rechte vorbehalten Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. Inhaltsverzeichnis Einleitung und Problemaufriss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 Heideggers Würdigung Heraklits als Antagonist der Willensmetaphysik und der Status der Gerechtigkeit in den Nietzsche-Vorlesungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1. 15 Exposition der Textauswahl und der Kernthesen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1.1. 15 Heideggers Auslegung der Gerechtigkeit als ‚Grundzug der Wahrheit‘ der letzten Metaphysik . . . . . .1.2. 17 δίκη als ‚wesenmäßige Fügung alles Seienden‘ in Heideggers Nietzsche-Vorlesung Der Wille zur Macht als Kunst (1936/37) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.3. 31 Die φύσις als Spannungseinheit von Entbergung und Verbergung: Heideggers Erörterung der Heraklit-Fragmente 16 und 123 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.4. 33 Heideggers Kritik an den Heraklit-Interpretationen Hegels und Nietzsches . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1.5. 52 Die Subordination der δίκη unter das Sein in Heideggers Aufsatz Der Spruch des Anaximander (1946) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2. 71 Heideggers Reflexionen zur Übersetzbarkeit des Spruches . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.1. 71 Die ‚Eschatologie des Seins‘ als Leitmotiv in Heideggers Auseinandersetzung mit Anaximander (1946) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.2. 77 Heideggers Zurückweisung einer pessimistischen Konnotation des Spruches und die vorläufige Charakterisierung der ἀδικία (‚Un-fuge‘) als Existenzmodus des Seienden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.3. 83 Die ambivalente Verbindung zwischen der ‚Sucht des Beharrens‘ und der wechselseitigen Rücksichtnahme innerhalb des Anwesenden im Ganzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.4. 94 Exkurs I : Der Unfug als „Bestehen auf der Umrissenheit gegen die Umrißlosigkeit“ in Heideggers Anaximander-Interpretation von 1932 (GA 35) und der Nexus von φύσις und Zeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.5. 99 Die Bedeutung der τίσις im Anaximander-Aufsatz von 1946 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.6. 129 τὸ χρεών als „das frühe Wort des Seins“ und die Zugehörigkeit des Fuges zum ‚Wesen des Anwesens‘ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.7. 132 Exkurs II : Das ἄπειρον als „Verwehrung der Grenze“ und der Verfügungscharakter der ἀρχή in Heideggers Grundbegriffe-Vorlesung von 1941 (GA 51) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.8. 137 Heideggers Gegenüberstellung von Anaximander und Nietzsche und die aushändigendeinräumende Instanz τὸ χρεών . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.9. 157 V Die kosmische Δίκη in Nietzsches Frühwerk Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3. 167 Anaximanders metaphysische Ausgangsproblematik und Heraklits Aufhellung der Dialektik von Einem und Vielem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3.1. 167 Nietzsches Synthese des Streits mit der ewigen Gerechtigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.2. 179 Die Kosmodicee des Weltspiels und die Hybris des Werdens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.3. 186 Eigenständige Interpretation des Motivs der Δίκη in ausgewählten Heraklit-Fragmenten . .4. 201 Einführung und Leitthesen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4.1. 201 Der λόγος und die Natur der Gegensätze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4.2. 204 Überlegungen zur Gemeinsamkeit der Δίκη mit dem Streit und dem Feuer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4.3. 207 Das Fragment 28 als wichtigstes Dokument der heraklitischen Gerechtigkeitsauffassung . . . . . . . . . . .4.4. 215 Die Gerechtigkeit und das menschliche Gesetz (Δίκη und νόμος) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4.5. 222 Allnatur, menschliche Vernunft und Gerechtigkeit in der stoischen Philosophie Marc Aurels . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5. 225 Einleitende Bemerkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.1. 225 Die Disziplinierung des Handlungsantriebs und der Determinismus der Allnatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.2. 226 Die Problematik der Faktizität des Bösen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.3. 233 Der ewige Zyklus und die menschliche Vergänglichkeit: Marc Aurels Philosophie der Erhabenheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.4. 241 Zur Gesamtbeurteilung der Weltsicht Marc Aurels: Pessimismus oder Liebe zum Schicksal? . . . . . . . . .5.5. 247 Schluss und Zusammenfassung des Gedankenganges . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6. 257 Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 299 Inhaltsverzeichnis VI

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Schlagworte

Kosmos, Hybris, Stoizismus, Natur, Begriffsgeschichte, Gerechtigkeit

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Zusammenfassung

Die Monographie widmet sich dem Verhältnis zwischen den Kernbegriffen der Δίκη (Dike) und der Φύσις (Physis) innerhalb der vorsokratischen Philosophie und thematisiert ihre fortwirkende Strahlkraft in der Epoche des postidealistischen Denkens. Dabei gewährt die Arbeit einen Einblick in die variantenreichen Pfade der Rezeption Anaximanders und Heraklits bei Marc Aurel, Friedrich Nietzsche und Martin Heidegger.

Es wird gezeigt, dass Heraklit einen innigen Verbund zwischen der Selbstoffenbarungsweise der φύσις und jener bindenden Gesetzmäßigkeit der Gegensätze inauguriert, die er aus dem Wesensbezirk der kosmischen Gerechtigkeit erschließt. Die von Heraklit gedachte Einheit zwischen dem Weltspiel und der Gerechtigkeit fungiert als Distinktionskriterium, auf dessen Basis die spezifischen Hierarchiegewichtungen zwischen Δίκη und φύσις im Denken Marc Aurels, Nietzsches und Heideggers herausgearbeitet werden. Insgesamt soll die These plausibilisiert werden, dass die ausgewählten Philosophen auf die vorsokratischen Konzeptionen der Δίκη zurückgreifen, um der Problematik der Legitimität des Werdens adäquat begegnen zu können.

Schlagworte

Kosmos, Hybris, Stoizismus, Natur, Begriffsgeschichte, Gerechtigkeit