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Felix Pachlatko

Die letzten fünf gedruckten Werke von Johann Sebastian Bach, page I - XIV

Innere und übergreifende Strukturen

1. Edition 2019, ISBN print: 978-3-8288-4416-2, ISBN online: 978-3-8288-7422-0, https://doi.org/10.5771/9783828874220-I

Tectum, Baden-Baden
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Felix Pachlatko Die letzten fünf gedruckten Werke von Johann Sebastian Bach Für Caren Felix Pachlatko Die letzten fünf gedruckten Werke von Johann Sebastian Bach Innere und übergreifende Strukturen Tectum Verlag Felix Pachlatko Die letzten fünf gedruckten Werke von Johann Sebastian Bach Innere und übergreifende Strukturen © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellscha , Baden-Baden 2019 E-Book: 978-3-8288-7422-0 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Werk unter der ISBN 978-3-8288-4416-2 im Tectum Verlag erschienen.) Umschlagabbildung: Titelblatt der „Canonischen Veränderungen über Vom Himmel hoch“ von Johann Sebastian Bach Alle Rechte vorbehalten Informationen zum Verlagsprogramm nden Sie unter www.tectum-verlag.de Bibliogra sche Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliogra e; detaillierte bibliogra sche Angaben sind im Internet über http://dnb.ddb.de abru ar. Bibliographic information published by the Deutsche Nationalbibliothek e Deutsche Nationalbibliothek lists this publication in the Deutsche Nationalbibliogra e; detailed bibliographic data are available online at http://dnb.ddb.de. INHALTSVERZEICHNIS ABKÜRZUNGEN XI VORWORT XIII EINLEITUNG 1 TEIL I GRUNDLAGEN DES METHODISCHEN VORGEHENS UND 9 EXEMPLARISCHE ANWENDUNGEN I.1. Einleitung 11 I.2. Der Goldene Schnitt (sectio aurea, s.a.) 12 I.2.1. Der Goldene Schnitt in der Fantasie g-Moll BWV 542 14 I.3. Die Zahl Pi ( ) 16 I.3.1. Die Kreisumfang-, -flächen- und Kugelvolumenberechnungen in BWV 547 17 I.4. Das Magische Quadrat 19 I.4.1. Das Magische Taktsummenquadrat im Orgel=Büchlein von J.S. Bach 21 I.5. Gematrie 22 I.5.1. Die Buchstaben-Valores von J.S. Bachs Namen 25 I.6. Goldener Schnitt, Zahl Pi, Magisches Quadrat und Gematrie in der darstellenden Kunst am Beispiel von Albrecht Dürers Melencolia § I 26 I.6.1. Der Goldene Schnitt im Blatt Melencolia § I 28 I.6.2. Das Magische Quadrat im Blatt Melencolia § I 29 I.6.3. Zahlenallegorie im Blatt Melencolia § I 31 I.6.4. Die Zahl Pi im Blatt Melencolia § I 34 I.6.5. Das Anagramm im Blatt Melencolia § I 35 I.7. Beispiele zahlenallegorischer Anwendungen in Werken von J.S. Bach 37 I.7.1. Canon BWV 1078, Faber-Canon 38 I.7.2. Canon BWV 1075, Telemann-Canon 47 I.7.3. Canon BWV 1077, Fulde-Canon 54 V I.8. Beispiele zahlenallegorischer Anwendungen in Mizlers Musikalischer Bibliothek 60 I.8.1. Die Preisschriften von Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann 60 TEIL II DIE LETZTEN FÜNF GEDRUCKTEN WERKE EINE ÜBERSICHT 71 II.1. Einleitung 73 II.2. Canon triplex (Ct) 74 II.3. Musicalisches Opfer (MO) 74 II.4. Einige canonische Verænderungen über das Weynacht-Lied: Vom Himmel hoch, da komm ich her (CV) 75 II.5. Sechs Chorale (Schübler-Choräle) (SCh) 76 II.6. Die Kunst der Fuge (KF) 76 II.7. Ungeklärte Fragen 77 TEIL III DIE LETZTEN FÜNF GEDRUCKTEN WERKE ALS EINZELWERKE 79 III.1. Canon triplex 81 III.2. Musicalisches Opfer 88 III.2.1. Der Goldene Schnitt im Musicalischen Opfer 99 III.2.2. Die Widmung des Musicalischen Opfers 106 III.3. Einige canonische Verænderungen über das Weynacht-Lied: Vom Himmel hoch da komm ich her 111 III.3.1. Die Beziehung von Musik und Text 112 III.3.1.1. Variatio 1. In Canone all'Ottava. Strophe 2 116 III.3.1.2. Variatio 2. Alio Modo in Canone alla Quinta. Strophe 3 120 III.3.1.3. Variatio 3. Canone alla Settima, Cantabile. Strophe 4 122 III.3.1.4. Variatio 4. Per augment. in Canone all'ottava. Strophe 5 128 III.3.1.5. Variatio 5. L'altra Sorte del'Canone all'rovercio 132 III.3.1.5.1. Alla Sesta. Strophen 6 und 7 132 III.3.1.5.2. Alla Terza. Strophen 8 und 9 137 III.3.1.5.3. Alla Seconda. Strophen 10 und 11 139 VI III.3.1.5.4. Alla Nona. Strophen 12 und 13 143 III.3.1.5.5. Diminutio. Strophe 14 150 III.3.1.5.6. Alla Stretta. Strophe 15 156 III.3.1.6. Der Canon triplex als Vertonung der ersten Strophe 159 III.3.2. Die Goldenen Schnitte in den Canonischen Verænderungen 168 III.3.3. Die Widmung der Canonischen Verænderungen 176 III.3.4. Freimaurerische und andere Anspielungen 177 III.4. Sechs Chorale (Schübler-Choräle) 182 III.4.1. Der Goldene Schnitt in den Sechs Choralen 184 III.4.2. Die Widmung der Sechs Chorale 187 III.5. Die Kunst der Fuge 187 III.5.1. Der Goldene Schnitt in der Kunst der Fuge 206 III.5.2. Die letzten ungedruckten Takte und Noten der Fuga a 3 Soggetti 212 III.5.3. Die Widmung der Kunst der Fuge 218 III.5.4. Ein Kugelvolumen als Vermächtnis? 220 TEIL IV DIE LETZTEN FÜNF GEDRUCKTEN WERKE ALS KORPUS 223 IV.1. Das Magische Quadrat 225 IV.1.1. Die Voraussetzungen für das Magische Quadrat 225 IV.1.2. Canon triplex 227 IV.1.3. Musicalisches Opfer 228 IV.1.4. Einige canonische Verænderungen über das Weynacht-Lied: Vom Himmel hoch da komm ich her 229 IV.1.5. Sechs Chorale (Schübler-Choräle) 230 IV.1.6. Die Kunst der Fuge 231 IV.1.7. Das Magische Quadrat der letzten fünf gedruckten Werke 240 IV.2. Der Goldene Schnitt in den letzten fünf gedruckten Werken 242 IV.2.1. Die Goldenen Schnitte in den Einzelwerken 242 IV.2.1.1. Die Voraussetzungen für die Goldenen Schnitte 242 IV.2.1.2. Canon triplex 244 IV.2.1.3. Musicalisches Opfer 244 IV.2.1.4. Einige canonische Verænderungen über das Weynacht-Lied: Vom Himmel hoch da komm ich her und Canon triplex 246 IV.2.1.5. Sechs Chorale (Schübler-Choräle) 248 VII IV.2.1.6. Die Kunst der Fuge 248 IV.2.2. Der Goldene Schnitt innerhalb der letzten fünf Drucke 249 IV.3. Gematrische Besonderheiten in der Gesamtstruktur 254 IV.3.1. Anspielungen im Gesamtkorpus 255 TEIL V DIE TITELBLÄTTER 259 V.1. Einleitung 261 V.2. Canon triplex 262 V.3. Musicalisches Opfer 263 V.4. Einige canonische Verænderungen über das Weynacht-Lied: Vom Himmel hoch da komm ich her 267 V.5. Sechs Chorale (Schübler-Choräle) 270 V.6. Die Kunst der Fuge 273 V.7. Die Summe der Titelblätter 278 V.8. Auswertung 279 TEIL VI FOLGERUNGEN 281 VI.1. Canon triplex 283 VI.2. Musicalisches Opfer 285 VI.3. Einige canonische Verænderungen über das Weynacht-Lied: Vom Himmel hoch da komm ich her 287 VI.4. Sechs Chorale (Schübler-Choräle) 288 VI.5. Die Kunst der Fuge 289 Teil VII J.S. BACH UND DIE MUSIKALISCHE WISSENSCHAFT Einige Anmerkungen und Nachwort 297 Teil VIII APPENDICES 303 VIII.1. Strukturübersicht der letzten fünf Drucke 304 VIII VIII.2. Zahlen und ihre möglichen symbolischen Bedeutungen 312 VIII.3. Zahlenalphabete 329 BIBLIOGRAPHIE 331 IX ABKÜRZUNGEN a.a.O. am angegebenen Ort ABA Alte Bach-Ausgabe Anh. Anhang Aufl. Auflage Bd./Bde. Band/Bände BJb Bach-Jahrbuch BWV Bach-Werke-Verzeichnis bzw. Beziehungsweise c.ch. Cabbala chronologica Cp. Contrapunctus c.s. Cabbala simplicissima c.t. Cabbala trigonalis Ct Canon triplex CUP Cambridge Univerity Press CV Canonische Verænderungen über Vom Himmel hoch ... Diss. Dissertation DVM Deutscher Verlag für Musik Einl. Einleitung etc. et cetera f./ff. folgende Seite/n Fn. Fußnote gem. gemäß G.S./s.a. Goldener Schnitt/sectio aurea H. Heft Hrsg. Herausgeber HWV Händel-Werke-Verzeichnis Jg. Jahrgang Jhdt. Jahrhundert KF Die Kunst der Fuge LOH Leipziger-Originalhandschrift m. E. meines Erachtens Mf Die Musikforschung (Zeitschrift) MO Musicalisches Opfer XI MuK Musik und Kirche (Zeitschrift) m. W. meines Wissens NBA Neue Bach-Ausgabe O=B Orgel=Büchlein OD Originaldruck OUP Oxford University Press P Primzahlnummer (meist hochgestellt: Pxy) PL (ML/MPL) Patrologia Latina (Migne Latinus/Migne Patrologia Latina) p.p. perge perge (fahre fort, fahre fort!) S. Seite s.a./G.S. sectio aurea/Goldener Schnitt SCh Sechs Chorale TVNM Tijdschrift van de Koninklijke Vereniging voor Nederlandse Muziekgeschiedenis UB Universitätsbibliothek übers. übersetzt unveränd. unverändert u.s.f. und so fort u.s.w. und so weiter v. a. vor allem vgl. vergleiche WTC Das wohltemperierte Klavier z. B. zum Beispiel XII VORWORT Die Seele ist ein vernünftiges Wesen, welches sich nach der harmonischen Zahl beweget.1 Die Voraussetzung für die vorliegende Arbeit bildet meine Beschäftigung mit J.S. Bachs Orgel=Büchlein und der Leipziger-Originalhandschrift. Beide Werkzyklen scheinen auf den ersten Blick unvollendet zu sein. Doch führen deutliche Hinweise auf beabsichtigte Ordnungsstrukturen zu einem anderen Schluss. In meiner Arbeit über das Orgel=Büchlein konnte ich arithmetische Metastrukturen wie Goldene Schnitte und Magische Figuren nachweisen, die teilweise zwingend vor Kompositionsbeginn konstruiert und festgelegt worden sein müssen. Die Schlussfolgerung konnte deshalb nur sein, dass Bach diesen Zyklus nicht nur als abgeschlossen betrachtete, sondern ihn in dieser Form geplant hatte.2 Die Leipziger-Originalhandschrift ist bisher weder in ihrer überlieferten Form dahingehend untersucht noch entsprechend ediert worden. Auch ein Digitalisat der gesamten Handschrift gibt es nicht. Noch immer werden die Triosonaten und die Choräle nur getrennt untersucht und ediert, und auch die Canonischen Verænderungen scheinen nach Ansicht der meisten Editoren nicht dazu zu gehören.3 So bleibt die Frage offen, ob die gesamte Handschrift übergreifende Strukturen haben könnte, die möglicherwei se Auskunft bezüglich der Torsohaftigkeit der Sammlung geben würden. Die Veröffentlichung einer Studie darüber steht noch aus. Meine Nachforschungen auf diesem Gebiet haben zunächst zu der vorliegenden Arbeit über die letzten fünf gedruckten Werke J.S. Bachs geführt, die in den letzten drei Lebensjahren Bachs gedruckt bzw. zum Druck vorbereitet worden sind.4 Es gibt auf den ersten Blick wenig Veranlassung, eine nähere Verbindung dieser Werke zueinander zu vermuten. Sie wurden bei verschiedenen Stechern, Druckern und Verlegern hergestellt und publiziert. Dennoch bil - 1 . Hrsg. F. J. Weber. 7. durchgesehene Auflage. Paderborn: Schöningh 2002. Siehe bezüglich Plato auch Mizler II/4, S. 66. 2 Siehe Pachlatko. 3 Siehe die jüngste Ausgabe der Choräle durch J.-C. Zehnder bei Breitkopf. 4 Die Kunst der Fuge erschien posthum, vermutlich 1751. XIII den auch diese fünf Werke eine, wenn auch versteckte, Einheit. Diese Ein heit aufzuzeigen, ist Gegenstand dieser Studie. Es geht um folgende Werke: Canon triplex (Ct) Musicalisches Opfer (MO) Einige canonische Verænderungen über das Weynacht-Lied: Vom Himmel hoch da komm ich her (CV) Sechs Chorale (Schübler-Choräle) (SCh) Die Kunst der Fuge (KF) Diese Arbeit hätte niemals entstehen und publiziert werden können, wenn nicht zahlreiche Personen daran mitgewirkt hätten. Ihnen allen sei herzlich ge dankt. An erster Stelle stehen hier Konrad Klek (Erlangen), der die Arbeit inhaltlich lektorierte und mir wertvolle Hinweise gab, und meine liebe Frau Caren Algner, die nicht nur in Diskussion und stilistischem Lektorat einen unschätzbaren Beitrag leistete, sondern auch meine nicht seltene geistige Abwe senheit gelassen ertrug. Auch meinem Freund Rudolf Scheidegger (Basel) bin ich für genaues Lesen und gezielte Nachfragen dankbar. Ein herzlicher Dank geht auch an Eleonore Asmuth und Thomas Wasmer vom Tectum Verlag für ihre Unterstützung des Projekts. Uesslingen im Herbst 2019. XIV

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Zusammenfassung

Johann Sebastian Bach bereitete in seinen letzten drei Lebensjahren fünf Werke zum Druck vor: „Canon triplex“, „Musicalisches Opfer“, „Canonische Veränderungen über ‚Vom Himmel hoch, da komm ich her‘“, „Sechs Choräle“ und „Die Kunst der Fuge“ (posthum erschienen). Auf den ersten Blick gibt es wenig Veranlassung, eine nähere Verbindung dieser Werke miteinander zu vermuten. Sie wurden bei verschiedenen Stechern, Druckern und Verlegern hergestellt und publiziert. Dennoch bilden diese fünf Werke eine Einheit, wenn auch eine verborgene.

Felix Pachlatko gelingt in der vorliegenden Studie der Nachweis versteckter innerer und übergreifender arithmetischer Strukturen wie Magischer Quadrate, äußerst genauer Goldener Schnitte sowie Kreis- und Kugelberechnungen, die darauf schließen lassen, dass die Gestalt aller dieser Werke – dies gilt besonders auch für „Die Kunst der Fuge“ – Bachs letztem kompositorischen Willen entspricht.