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Autorenporträt in:

Peter Heinze

Bundeswehr beeindruckt Deutschlands Osten, page 486 - 486

Ein Journalist erlebte die Armee der Einheit

1. Edition 2019, ISBN print: 978-3-8288-4410-0, ISBN online: 978-3-8288-7411-4, https://doi.org/10.5771/9783828874114-486

Tectum, Baden-Baden
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486 Heinze: Bundeswehr beeindruckt Deutschlands Osten Autorenporträt Peter Heinze, 1941 im thüringischen Arnstadt geboren, lernte Fleischer und erwarb 1961 an der Leipziger Sporthochschule DHfK das Abitur. Danach Volontariat in der Bezirksredaktion Leipzig der staatlichen Nachrichtenagentur ADN und Journalistik-Studium an der Universität der Messestadt. Von 1966–1992 arbeitete er als Redakteur in der Berliner ADN-Zentrale. Seine Fachgebiete: Sport, Politik, darunter 1971–1973 Korrespondent in Ägypten, sowie Militär. Dem 18-Monate-Wehrdienst nach dem Studium folgten Übungen als Reservist. Unvergessen für ihn die friedliche Revolution im Osten und die deutsche Wiedervereinigung. Nach der Berichterstattung über die NVA widmete er sich seit dem Tag der Deutschen Einheit besonders der Bundeswehr im Beitrittsgebiet. Tenor seiner Berichte über die Armee der Einheit: Aus Gegnern wurden Kameraden. In die Kasernen mit Wehrmachts- und NVA-Vergangenheit zog ein neuer Geist ein. Die Bundeswehr wurde ein Vorreiter der inneren deutschen Einheit. Mit dem Ende des Kalten Krieges verfolgte der ostdeutsche Journalist, Mitglied der Bundespressekonferenz e.V., den Abzug russischer Truppen als größte Militärbewegung im Nachkriegseuropa und die internationale Abrüstung unter der Devise „Vertrauen gegen Vertrauen“ mit Deutschland als „Weltmeister“. Überraschungsangriffe und breit angelegte Offensiven wurden so gebannt. Dann befasste er sich mit dem schwierigen Aufbau Ost in Wirtschaft, Wissenschaft, Umwelt und auf weiteren Gebieten. Seine Beiträge für Zeitungen in OST und WEST zeigen, wie sich hier mit Hilfe der alten Bundesländer überall der Aufschwung vollzogen hat. Auch wenn beim Vereinigungsprozess nicht alles erfolgreich verlief, im Osten noch viel Nachholbedarf politisch, wirtschaftlich, menschlich besteht. Und bei all den ernsten, auch humorvollen Erlebnissen erhält der Leser interessante Einblicke in den ostdeutschen Journalismus – gestern und heute. Nach 20 Jahren deutscher Einheit 2010 erschien sein Buch „Bundeswehr ‚erobert‘ Deutschlands Osten – Ein ostdeutscher Reporter im Einsatz“. 2013 veröffentlichte er „Berliner Militärgeschichten – Über Alliierte, NVA und Bundeswehr aus dem Kalten Krieg und danach“ und 2016 „Aufschwung statt Milliardengrab – Viel Neues von Rostock bis Suhl“. Alle Titel fanden ein positives Echo bei den Lesern. 2018 publizierte er den Buchtitel „Arafat-Interview auf eigene Faust – Ein ostdeutscher Journalist an Brennpunkten und Schauplätzen“ mit vielen Erinnerungen aus seinem Berufsleben. Diese Bücher über die deutsche Zeitgeschichte stehen in den Regalen nationaler und internationaler Bibliotheken wie Library of Congress, New York Public Library, National Library of Australia, University of Toronto Libraries oder British Library. Die Bundeswehr empfahl ihren Soldaten im Internet unter „Buchtipps zur Geschichte“ seinen Erstling zum 20. Jahrestag der gesamtdeutschen Streitkräfte.

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Abstract

With the end of the GDR and Germany's unification three decades ago the National People's Army also stopped being a force. A part of their soldiers now served under the banner of their former opponent. On the "Retreat" from the Cold War between East and West mastered the Bundeswehr this human and military mission: the army of unity became

to the army of all Germans. Never before has the military peacefully achieved so much!

The accession area became a pilot for the new army structure. A smaller air force secured the airspace. For the German Seenation went the course change towards "unlimited horizon". In the Bundeswehr were Scharnhorst visions, whose tomb on the Invalidenfriedhof in Berlin again shines in the old glory, reality – army as alive part of a state, soldier service an honor service. The new armed forces took Europe's commitment to peace and democracy, too international

responsibility for peacekeeping operations. and conflict resolution.

Zusammenfassung

Mit dem Ende der DDR und Deutschlands Wiedervereinigung vor drei Jahrzehnten hörte auch die Nationale Volksarmee auf, eine Streitmacht zu sein. Ein Teil ihrer Soldaten diente nun unter der Fahne des einstigen Gegners. Auf dem „Rückzug“ vom Kalten Krieg zwischen Ost und West meisterte die Bundeswehr diese menschliche und militärische Mission mit Bravour: Die Armee der Einheit wurde zur Armee aller Deutschen. Nie zuvor hat Militär friedlich so viel erreicht. Das Beitrittsgebiet bekam Pilotcharakter für die neue Heeresstruktur. Eine kleinere Luftwaffe sicherte den Luftraum mit Air Policing und Flugabwehr. Trotz Schlankheitskur ging der Kurswechsel für die deutsche Seenation mit dem Welthandel in Richtung „unbegrenzter Horizont“. In der Bundeswehr wurden Scharnhorst-Visionen, dessen Grabmal auf dem Berliner Invalidenfriedhof wieder in altem Glanz erstrahlt, Realität: Armee als lebendiger Teil eines Staates, Soldatendienst ein Ehrendienst. Peter Heinze widmete sich seit dem Tag der Deutschen Einheit besonders der Bundeswehr im Beitrittsgebiet. Mit dem Ende des Kalten Krieges verfolgte der ostdeutsche Journalist den Abzug russischer Truppen als größte Militärbewegung im Nachkriegseuropa und die internationale Abrüstung unter der Devise „Vertrauen gegen Vertrauen“. Der vorliegende Band versammelt seine Erfahrungen und Erkenntnisse der letzten 30 Jahre und bietet so einen ebenso fundierten wie persönlichen Überblick über die Wiedervereinigung in der nun gesamtdeutschen Armee.