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Anhang mit Abbildungsnachweis und Text zu Fotos in:

Peter Heinze

Bundeswehr beeindruckt Deutschlands Osten, page 475 - 485

Ein Journalist erlebte die Armee der Einheit

1. Edition 2019, ISBN print: 978-3-8288-4410-0, ISBN online: 978-3-8288-7411-4, https://doi.org/10.5771/9783828874114-475

Tectum, Baden-Baden
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475 Anhang mit Abbildungsnachweis und Text zu Fotos Titelbild: Tag der offenen Tür 2011 im Bundesverteidigungsministerium/Heinze Rückseite: Kranzniederlegung für General Scharnhorst auf dem Berliner Invalidenfriedhof/Heinze Seiten: 54 Jan Heinze 55 Jan Heinze 56 Jan Heinze 67 BArch, Bild 183-1987-ß325-416/Oberst 67 BArch, Bild 183-1987-0325-403/Franke 71 BArch, Bild 183-1988-9216-030/Schindler 71 BArch, Bild 183-1988-0216-028/Zimmermann 78 Märkische Volksstimme/Michael Hübner 111 Bundeswehr/IV. Korps 125 Bundeswehr/IV. Korps 148 BMVg/Armee der Einheit 150 Bundesregierung/B 145 Bild-00190612 177 Bundeswehr/Luftwaffe 182 Sheila E. Widnall 199 Bundeswehr/Luftwaffe 208 Bundesmarine/Wolfgang Henze 213 MTS-Parow/Kubsch 221 Gedenkstätte Deutscher Widerstand 226 Sanitätsdienst/Thilo Pulpanek 243 Bundeswehr/Luftwaffe 248 Bundeswehr/Zivny 257 Bundeswehr/Romahn 274 Sigmund Jähn 284 Heer 292 Bundeswehr/IV. Korps 310 Bundeswehr/Jonas Weber 311 Bundeswehr/Christian Vierfuß 311 Bundeswehr/Christian Vierfuß 316 OSH/Bundeswehr/Ulke 316 OSH/Bundeswehr/Schoene 319 MHM Bundeswehr/Nick Hufton 320 MHM Bundeswehr/Meier 337 Bundeswehr/Sanitätsakademie/Langer 338 BMVg/Uwe Grauwinkel 339 Bundeswehr/Nico Engler 341 AIK/W.-H. Schmidt 359 Bundeswehr/IV. Korps 365 Foto Lösche 368 Märkische Allgemeine/Christel Köster 411 Bundeswehr/Rott 412 Bundeswehr/Zins 413 Bundeswehr/Bienert 413 Bundeswehr/Prudhomme 416 Bundeswehr/Sanitätsdienst/PIZ/Pissareck 422 Bundesregierung/Jürgen Gebhardt 423 Bundeswehr/IV. Korps 476 Heinze: Bundeswehr beeindruckt Deutschlands Osten Archiv Heinze: 117, 143, 146, 153, 163, 179, 187, 190, 236, 239, 241, 272, 301, 302, 334, 386, 387, 388, 396, 397, 398, 404, 405, 429, 433, 434, 439, 447 54 Hörer der Militärakademie eröffnen NVA-Militärparade Truppenluftabwehr mit Fla-Raketen-Komplex Krug Schützenpanzer BMP-1 55 Soldaten von Wachbataillon am Rande der Parade Teilnehmer einer Unteroffiziersschule: Vorwärts immer, rückwärts nimmer! 56 52-mm-Selbstfahrhaubitzen 253 M 100-mm-Panzerabwehrkanone T 12 mit Mehrzwecktransportmittel MT-LB Tatra 813 als Geschoßwerfer RM 70 mit 40 Rohren und 40 Rohren zum Nachladen Verteidigungsminister in einem PKW Horch zur Begrü- ßung der Truppen 67 DDR-Journalisten bei „Raketschiki“ SS-12-Rakete auf Transportfahrzeug 71 Begrüßung der Manöverbeobachter Einweisung der internationalen Militärs Russischer General erläutert Manövervorhaben Beobachter aus Österreich und der Schweiz 73 Lachen in Potsdam 78 Soldatenrevolte „Wir sind auch Menschen“ in Beelitz 111 Festakt für Armee der Einheit Wachablösung am 2. Oktober 1990 – alte Uniformen gehen, neue kommen 117 Der Befehlshaber und sein Pressesprecher 125 Gelöbnis in Bad Salzungen 143 Befehlshaber Ost im Gespräch mit Infanteristen in Drögeheide 146 Pressevertreter interessiert sich für die Ausbildung einer Panzerbesatzung Motorwechsel im freien Gelände – mehr als „kleine Durchsicht“ 148 Deichverteidigung im Oderbruch 149 Tiernamen für Gefechtsfahrzeuge der Heimatschutzbrigade „Brandenburg“ 150 Bundeskanzler Kohl und Ministerpräsident Seite 1995 im Heeres-Standort Eggesin 153 Tag der Bundeswehr 2018 auf dem Erfurter Domplatz 163 Soldaten Meyer (Ost und West) dienten im Panzeraufklärungsbataillon Beelitz 177 Ein Großaufgebot von Journalisten zum Truppenbesuch bei der Luftwaffe Ost 179 MiG-29 der Bundeswehr mit Kommodore Oberst Manfred Menge 182 US-Ministerin Widnall flog in „Roter Rita“ 187 Appell der Flugabwehrraketengruppe 31 in Sanitz/Prangendorf Rühe im Gespräch mit Einwohnern 190 Tiefflugvermessungsanlage auf der ILA 191 Der Einsatzleiter prüft die Sensorträger 199 Luftwaffen-Trainingszentrum Königsbrück mit Humanzentrifuge 208 Bundesmarine ist nun in Warnemünde zu Hause 213 Marinetechnikschule im Stralsunder Ortsteil Parow 221 Innenhof vom Bendlerblock, wo am 20. Juli 1944 Hitler- Gegner erschossen wurden 226 Das Bundeswehrkrankenhaus Berlin 235 Tag der offenen Tür im Bundesverteidigungsministerium Minister de Maiziére am Stand des Reservistenverbandes Vorführungen des Wachbataillons Artillerieabteilung präsentiert ihre Geschütze 239 Salutzug des Wachbataillons stellt sich vor 241 Luftwaffenmuseum Berlin-Gatow erhält per Hubschrauber CH-53 eine T 6 Die T 6 mit 9-Zylinder-Sternmotor war eines der ersten Schulflugzeuge 244 Der Autor beim Probesitzen in einem Erdkampfflugzeug auf der ILA 248 Oberstleutnant Bernd Zivny mit Berliner Luftwaffenmusikkorps 255 Wehrverwaltung VII mit Modernisierung der Kasernen 257 Berliner Bundeswehrzentrum Oberspree 272 MiG-21-Denkmal im Air Base Preschen 274 Kosmonaut Jähn – ein Nestor der deutschen Raumfahrt 284 Tarnen und Täuschen mit NVA-Erfahrungen 292 Todesstreifen an der DDR-Grenze 294 DDR-Sondermarke als „Pappchinese“ gefragt 477 Abbildungsnachweis 295 Blücher-Orden in Gold 299 Würdigung für Henning von Tresckow 300 Aus der Chronik des IV. Korps 301 Bundesverteidigungsministerium ehrte General von Scharnhorst 302 Das Grabmal hatte Karl Friedrich Schinkel geschaffen 303 Bundeswehr-Soldat am Grabmal 305 DDR-Sondermarke und Sonderdruck zum 200. Geburtstag von Clausewitz Erstausgabe „Vom Kriege“ im ostdeutschen Militärverlag 309 Aufstand des Gewissens 310 Merkel und Kramp-Karrenbauer beim Gelöbnis 2019 im Bendlerblock 311 Bundeskanzlerin und Generalinspekteur ehren militärischen Widerstand von 1944 316 Offiziersschule des Heeres wieder in Dresden 319 Militärhistorisches Museum der Bundeswehr mit neuem Antlitz 320 Sächsisches Armeemuseum Armeemuseum der DDR „Faule Magd“ heute Geschütz lange vor der Restaurierung 334 Tagung „Auf dem Weg zur Wiedervereinigung“ 2010 in Potsdam 337 Generalarzt Dr. Franke empfängt eine Delegation usbekischer Streitkräfte Kommandeurin der Sanitätsakademie am Schreibtisch 338 Bundesverteidigungsministerin ernennt Gawellek zum Generalmajor 339 Gawellek wird General Flugbetrieb Heer 341 Luftbild von der AIK in Strausberg 359 Evangelischer Seelsorger im Gespräch mit Offizieren 365 Das Schwarzburger Militär und seine Geschichte 368 Die „Langen Kerls“ aus Potsdam 386 Rühe und Kinkel beobachten die Zerstörung der letzten DDR-Panzer 387 Mit Schneidbrenner wird T-72 zerlegt 388 Feuerwehrleute erproben einen demilitarisierten Leopard 396 Absolventen verabschieden sich von der Führungsakademie 404 Eine AWACS E-3A auf dem Nato-Flugplatz Geilenkirchen Ostdeutsche Journalisten vor dem Mitflug Internationale Besatzung in Aktion 405 Bundeswehr-Hauptfeldwebel Eugen Tölle in AWACS 408 Feldpost aus Somalia 411 Indienststellung Deutsch-Französischer Brigade mit den Ministern Stoltenberg und Chevement 412 Verteidigungsminister Rühe, Léotard und Delcroix bei Indienststellung Eurokorps 1993 413 Großübung „Feldberg“ 2013 der Deutsch-Französischen Brigade in Sachsen Deutsch-Französische Brigade bei Militärparade 2013 in Paris 416 Rettungszentrum des Sanitätsdienstes 422 Russische Truppen am 31. August 1994 am Ehrenmal in Berlin-Treptow 423 Deutsches Abschiedslied der WGT-Soldaten 429 Sowjetische Filmschaffende besuchen NVA-Panzersoldaten 433 Befehlshaber der Luftwaffen Kuebart und Woltschenko beim Abschlussappell 434 Appell des deutsch-russischen Luftwaffenkontrollkommandos 437 Bundeswehr und WGT im Konzert 439 Einblick in russisches Museum Wünsdorf 440 DDR-Presseexkursion zur Gruppe der sowjetischen Streitkräfte 447 Schottisches Regiment erhält Fahnenband des Bundesministers 478 Heinze: Bundeswehr beeindruckt Deutschlands Osten Informationen zur Eingliederung von NVA-Soldaten Am 3. Oktober 1990 übernahm der Bundesminister der Verteidigung die Verantwortung für 22 676 Offiziere 1 075 Offizieranwärter 394 Sanitätsoffiziere 85 Sanitätsoffizieranwärter 22 579 Unteroffiziere 2 170 Unteroffizieranwärter 1 049 Mannschaften (SaZ) 38 769 Grundwehrdienstleistende 88 797 noch im Dienst befindliche Angehörige der ehemaligen NVA Auf die etwa 39 000 Grundwehrdienstleistenden fanden die Bestimmungen des Soldatengesetzes und des Wehrpflichtgesetzes unmittelbar Anwendung: der in der ehemaligen NVA geleistete Wehrdienst rechnete voll auf den Grundwehrdienst in der Bundeswehr an. Auf der Grundlage der soldatenrechtlichen Bestimmungen des Einigungsvertrages traten die rund 51 000 Zeit- und Berufssoldaten in Abhängigkeit der Entscheidung des BMVg, welche Einheiten und Dienststellen aufgelöst oder in die Bundeswehr überführt werden sollten, in den Wartestand oder sie wurden weiterverwendet. Etwa 1 000 Soldaten traten in den Wartestand. Sie leisteten keinen Dienst, trugen keine Uniform, hatten keine militärischen Dienstgrade und erhielten ein Wartegeld. Der Wartestand war auf sechs Monate (bei über 50-Jährigen auf neun Monate) begrenzt. Rund 59 000 Zeit- und Berufssoldaten der NVA wurden in einem Status besonderer Art zunächst weiterverwendet. Ihnen wurden vorläufige Dienstgrade der Bundeswehr verliehen, die sich an der bisherigen Laufbahn und an der bisher geleisteten Dienstzeit orientierten. Soldaten im Wartestand und weiter verwendete Soldaten konnten sich für die Übernahme als Soldat auf Zeit der Bundeswehr für zunächst zwei Jahre bewerben. Die in diesem Verfahren übernommenen Soldaten erhielten endgültige Dienstgrade der Bundeswehr auf der Grundlage der Dienstgradüberleitungsverordnung vom 29. Oktober 1990. Generale und Admirale sowie die sogenannten Polit-Offiziere der NVA wurden bis auf folgende Ausnahmen nicht übernommen. Ein Generalarzt der NVA als Oberstarzt sowie fünf ehemalige Generale wurden als zivile Berater mit befristeten Arbeitsverträgen übernommen. 479 Informationen zur Eingliederung von NVA-Soldaten Anzahl der Anträge und tatsächlichen Übernahmen in die Bundeswehr am 3.10.1990 vorhanden Bewerbung als Soldat auf Zeit 2 Jahre Übernahme als Soldat auf Zeit 2 Jahre Langfristige Übernahme als Berufssoldat oder Soldat auf Zeit Offiziere einschließlich Offizieranwärter und Sanitätsoffiziere 24 230 11 700 6 000 3 027 Mannschaften 1 049 1 000 800 207 Ende 1998 waren noch etwa 9 300 Soldaten der Bundeswehr mit Vordienstzeiten in der NVA im Dienst. Nach erfolgter Übernahme als Soldat auf Zeit oder als Berufssoldaten wurden auf Grund von Hinweisen des Beauftragten für die Unterlagen des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit auf eine Tätigkeit für den Staatssicherheitsdienst der DDR oder auf verschwiegene Kontakte dorthin 550 Offiziere und 1 012 Unteroffiziere wegen Einstellungsbetrugs entlassen. (Quelle: Bundeswehr/Internet) Die Bundeswehr übernahm außerdem: 2 337 Kampfpanzer rund 100 000 Pkw und Lkw 2 245 Artilleriegeschütze rund 3 000 Kräder 5 980 gepanzerte Gefechtsfahrzeuge 1,2 Millionen Handfeuerwaffen 479 Flugzeuge und Angriffshubschrauber rund 300 000 Tonnen Munition 71 Kriegsschiffe Zum materiellen „Erbe“ gehörten auch 2 280 militärische Liegenschaften aller Art in 900 Standorten: Kasernen, Truppenunterkünfte, Depots, Übungsplätze, Übungsanlagen, Untertageanlagen, Häfen, Flugplätze. Drei Viertel von diesen Liegenschaften wurden für die Bundeswehr nicht mehr benötigt. Zudem übernahm die Bundesrepublik mit der Vereinigung rund 64 000 Dienstwohnungen der NVA in das allgemeine Grundvermögen. 15 Jahre nach der Wiedervereinigung ist die Armee der Einheit von der Ostsee bis zum Elbsandsteingebirge an 195 Standorten mit 45 000 Soldaten und Soldatinnen sowie etwa 17 000 zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vertreten. Mehr als 600 000 junge Männer und Frauen aus den neuen Ländern haben bisher ihren Dienst in den Streitkräften geleistet. 18 000 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften aus der NVA fanden als Soldaten auf Zeit für zunächst zwei Jahre eine neue militärische Heimat in der Bundeswehr. Etwa 11 000 von ihnen wurden danach als Berufssoldaten oder Zeitsoldaten übernommen. 480 Heinze: Bundeswehr beeindruckt Deutschlands Osten Daten zum Abzug der Westgruppe russischer Truppen Zählkategorie Ausgangsbestand 01.01.1991 Abzug 1991/92 Abzug 1993 Abzug 1994 Präsenz 01.07.1994 Personal Soldaten 338 800 211 360 95 160 29 070 3 210 Zivile + Familienangehörige 207 400 118 140 53 120 34 020 2 120 Summe 546 200 329 500 148 280 63 090 5 330 Bewaffnung Kampfpanzer 4 209 2 971 826 397 15 gepanzerte Kampffahrzeuge 8 208 3 895 2 940 1 279 94 Artilleriesysteme 3 682 2 548 856 267 11 Flugzeuge 691 319 241 116 15 Hubschrauber 683 479 263 129 12 Munition (t) 677 000 511 400 68 990 15 590 - (Quelle: Bundeswehr Informations- und Pressestelle Berlin, 14/7/1991) Stationierungsplan 1991 für Berlin und neue Bundesländer Die Bundeswehr hatte bis zur Wiedervereinigung im Westen Deutschlands 688 Standorte. 213 Standorte werden aufgelöst. In den neuen Bundesländern wird es 142 Standorte geben. Die Bundeswehr verlegt 18 bedeutende zentrale Führungs- und Ausbildungseinrichtungen in die neuen Bundesländer. Berlin • Verteidigungsbezirkskommando/ Stand ort kom mandant Berlin • Jägerbataillon • Freiwilligenannahmestelle • Bundeswehrkrankenhaus • Zentrales Institut des Sanitätsdienstes mit insgesamt 1 852 Soldaten Mecklenburg-Vorpommern • Wehrbereichskommando VIII in Neubrandenburg • Heimatschutzbrigade in Stern-Buchholz • Jagdgeschwader in Laage • Marinekommando und Marineamt in Rostock • Technische Schule der Marine in Stralsund 481 Stationierungsplan 1991 für Berlin und neue Bundesländer • Schnellbootflottille in Warnemünde • Luftwaffenversorgungsregiment in Trollenhagen mit insgesamt 19 400 Soldaten an 4 Standorten Brandenburg • Heereskommando Ost und Außenstelle des Heeres in Geltow • 5. Luftwaffendivision in Strausberg-Eggersdorf • Luftwaffenausbildungsverband in Holzdorf • Außenstelle Zentrum Innere Führung in Strausberg • Akademie für Information und Kommunikation in Strausberg • Sozialwissenschaftliches Institut in Strausberg • Logistikschule in Niederlehme • Big Band in Potsdam • Militärgeschichtliches Forschungsamt in Potsdam mit insgesamt 17 270 Soldaten an 38 Standorten Sachsen-Anhalt • Nachschubregiment in Burg • Heimatschutzbrigade in Halle • Flugabwehrregiment in Hohenmölzen • Heeresunteroffiziersschule in Delitzsch mit insgesamt 8 056 Soldaten in 19 Standorten Sachsen • Wehrbereichskommando VII in Leipzig • Bundeswehrkrankenhaus in Leipzig • Militärhistorisches Museum in Dresden • Offiziersschule des Heeres in Dresden • Heimatschutzbrigade in Dresden • Instandsetzungsregiment in Weißenfels • Jägerregiment in Schneeberg mit insgesamt 5 360 Soldaten in 23 Standorten Thüringen • Heimatschutzbrigade in Erfurt • Transportverband in Erfurt • Pionierbrigade in Gera mit insgesamt 6 950 Soldaten in 16 Standorten 482 Heinze: Bundeswehr beeindruckt Deutschlands Osten Übernahmeprotokoll des NVA-Artillerieregiments 4 02.10.1990 Eintreffen des Übernahmekommandos unter Führung des Kdr PzArtBatl 295 OTL Kunz im Standort ERFURT beim ArtRgt 4 (Henne-Kaserne) 04.10. Appell zur Übernahme bzw. Um-Unterstellung von Artillerietruppenteilen/ Einheiten der ehemaligen NVA durch die Bundeswehr. Dem ArtRgt 4 wird das RakArtBtl 4 sowie das Restpersonal des bereits aufgelösten Raketenbataillons der 4. MotSchtzDiv unterstellt. OTL Bielstein behält das Kommando. 30.11. Kommandoübergabe von OTL Bielstein an den Führer des UstgKdo OTL Kunz. OTL Bielstein scheidet aus der Bundeswehr aus. 03.12. Die Arbeitsglieder in den Führungsgrundgebieten des ArtReg 4 sind eingenommen. Arbeitsschwerpunkte bilden: — die weitere Erfassung und Konzentration und Vorauswahl des art. Führungspersonals der ehemaligen MotSchtzDiv beim ArtRgt 4, — die Absteuerung von Munition, Material u. Gerät, — die Ausbildung des verfügbaren Personals zur Sicherstellung des Wachdienstes bzw. zur Bedienung des abzusteuernden Gerätes, — die Führerausbildung in West-Verbänden 12.12. Informationsbesuch des Generals Artillerie BG Klewin bei ArtRgt 4. 31.12. Entlassung von ca. 50 Prozent des noch vorhandenen Führerpersonals (Offz, Uffz m.P.) der ehemaligen NVA. 04.02.1991 Beginn der Aufstellung des PzArtBtl 395. 01.04. Die ersten, zum personellen Aufbau der 3. Bttr bestimmten Rekruten werden in Verbände der alten Bundesländer einberufen und beginnen die Grundausbildung. In deren Verlauf werden durch die Vorgesetzten der 3. Batterie vor Ort erste Kontakte geknüpft und die Versetzung in den Standort ERFURT vorbereitet. Abschluss der Aufstellung und Einnahme der Grundgliederung durch das PzArtBtl 395 und die Fahrschulgruppe 535/Erfurt 2. Umzug des Bataillons aus der Henne-Kaserne in die Steiger-Kaserne. Das PzArtBtl 395 wird Wirtschaftstruppenteil in der Steiger-Kaserne. 30.04. Abschluss der Übernahme ehemaliger Soldaten der NVA. Im PzArtBatl 395 setzen 28 Offiziere, 37 Unteroffiziere m.P., 15 Unteroffiziere o.P. ihren Dienst als SaZ 2 und insgesamt 18 Soldaten den Dienst als „Weiterverwender“ fort. 483 Übernahmeprotokoll des NVA-Artillerieregiments 4 09.06. Die Fahrschulgruppe Erfurt 2 beendet die Truppenschulung auf NVA-Gerät und nimmt den Ausbildungsbetrieb Fahrschule/Rad Klasse B und BCE auf. 18.06. Truppenbesuch von allen Fraktionen des Bundestags beim PzArtBtl 395. 24.06. Nachdem das Bataillon die Aufnahmebereitschaft für Großgeräte gemeldet hatte und am 18.06.1991 die für die Ausbildung im E/L Zug bestimmten vier Feldhaubitzen 105 mm übernommen wurden, werden am 24.06.1991 die ersten fünf Panzer-Haubitzen M 109 aufgenommen. In der Folge läuft weiteres Großgerät aus dem aufzulösenden PzArtBatl 155 Lahnstein zu. 26.06. Die Grundsanierung des ersten Unterkunftsgebäudes 002 der Steiger-Kaserne – Unterkunft der 3./7./NschKp 701 – beginnt. In der Folge wird im Juli mit dem Geb 005 und im August mit dem Geb 004 die Sanierung fortgesetzt. 01.07. Die 3. Batterie nimmt die in Verbänden der alten Bundesländer grundausgebildeten Rekruten auf und beginnt mit der Spezialgrundausbildung. Damit beginnt die Truppenausbildung in den schießenden Batterien des Bataillons zunächst noch mit Unterstützung von Führern aus West-Verbänden. 10.07. Der General der Artillerie BG Klewin besucht zum zweiten Mal den Verband und überzeugt sich vom Stand der Aufstellung PzArtBtl 395. 01.10. Die ersten Rekruten werden zum Bataillon einberufen. Die 2. Batterie beginnt ebenfalls noch mit Unterstützungspersonal die allgemeine Grundausbildung. 15.10. Die Sanierung des Gebäudes 002 ist beendet. Damit erhält die 3./7./NschBatl 701 als erste Einheit der Steiger-Kaserne Unterkünfte mit dem Bw-Standard. 04.12. Die erste „Barbara“ wird im Bataillon durchgeführt. Die Feier wird zum echten Erfolg und trägt zur Integration der Soldaten bei. 06.01.1992 Die ersten 12 Unteroffiziersanwärter treffen im E/L Zug der 3. Batterie ein. Zum Lehrgangsende im Mai werden acht von ihnen das Lehrgangsziel erreichen. 02.02. Die 2. Batterie und der Unteroffizierslehrgang der 3. Batterie verlegen zum ersten Artillerieschießen auf den TrÜbPl Nochten. 03.02. Eine Delegation der Streitkräfte der GUS/Garnison Weimar weilt auf Einladung der HschBrig 39 in Erfurt und besucht auch das PzArtBtl 395. Informationen über die sicherheitspolitische Lage in Europa sowie über Auftrag und das Leben in den Streitkräften werden ausgetauscht. 484 Heinze: Bundeswehr beeindruckt Deutschlands Osten 04.02. Der Inspekteur des Heeres, GL Schönbohm, besucht das PzArtBtl 395 und wird über Aufbau des Bataillons, die Personalsituation und die Infrastruktur unterrichtet. 22.04. Offiziere des Bataillons nehmen an der Planübung der HSchBrig 39 teil. 30.04. Im Bataillon wird eine Infrastrukturbesprechung durchgeführt. Aufgrund der Auswirkungen der Problematik Trinkwasserschutzzone II auf alle Baumaßnahmen in der Henne-Kaserne wird die Erstellung eines Gutachtens vorgeschlagen, welches die Fortsetzung der Bauarbeiten zum Erliegen bringt. 14.05. Der 1. Batterie wird das Gebäude 005 übergeben. Damit beziehen die ersten Soldaten des Bataillons Unterkünfte, die dem Bw-Standard entsprechen. 22.05. In Anwesenheit des Ratspräsidenten des Rates der Stadt Erfurt, Herrn Kindervater, wird neben dem feierlichen Gelöbnis der Rekruten des Bataillons auch der Appell anlässlich der Aufstellung des PzArtBtl 395 durchgeführt. 04.06. Die in der Bundesrepublik Deutschland akkreditierten Militärattaches besuchen mit Thüringen eines der neuen Bundesländer. Dabei werden sie in Vorträgen durch den Befehlshaber Div/WBK VII, GM Richter, und den Kommandeur des PzArtBtl 396, Oberstleutnant Kunz, auch über den Aufbau der Bundeswehr Ost, einschließlich der Integration der Soldaten der ehemaligen NVA, unterrichtet. 27.06. Soldaten des PzArtBtl 395 beteiligen sich am großen Festumzug anlässlich der 1250-Jahrfeier ihrer Garnisonsstadt ERFURT. 03.07. Der Leiter der Fahrschulgruppe 535, Leutnant Doddermusch, erhält urkundlich die Fahrschulgenehmigung für die Fahrschule Erfurt. 21.07. Der Inspekteur des Heeres, GL Hansen, besucht die HSchBrig 37 und stattet auch dem PzArtBtl 395 einen Kurzbesuch ab. Fragen der internationalen Sicherheit und der Streitkräfteentwicklung in Deutschland stehen im Mittelpunkt eines Vortrages im Brigadekdo. 24.08. Die ersten drei SaZ 2 aus der ehemaligen NVA erhalten die Vorankündigung der Übernahme zum Berufssoldaten. 08.09. 2. Batterie verlegt auf den TrÜbPl BAUMHOLDER und nimmt teil am Vorführungsschießen für den Generalstabs-Lehrgang. Im direkten Vergleich mit Artilleriebatterien aus alten Bundesländern und Einheiten der US-Armee wird deutlich, dass das Leistungsvermögen der Soldaten aus dem eigenen Verband den Verbänden mit „längeren Traditionen“ in nichts nachsteht. 485 Übernahmeprotokoll des NVA-Artillerieregiments 4 05.11. Wegen der Streichung der Eisenbahntransporte führt die 3. Batterie mit dem Unteroffizierslehrgang ein Schulgefechtsschießen unter Nutzung des Großgerätes des PzArtBtl 395 in WILDFLECKEN durch. 07.12. Das PzArtBtl 395 wird zum ersten Mal durch den Inspizienten Oberst Bestehorn als Vertreter des Generals Artillerie aufgesucht.

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References

Abstract

With the end of the GDR and Germany's unification three decades ago the National People's Army also stopped being a force. A part of their soldiers now served under the banner of their former opponent. On the "Retreat" from the Cold War between East and West mastered the Bundeswehr this human and military mission: the army of unity became

to the army of all Germans. Never before has the military peacefully achieved so much!

The accession area became a pilot for the new army structure. A smaller air force secured the airspace. For the German Seenation went the course change towards "unlimited horizon". In the Bundeswehr were Scharnhorst visions, whose tomb on the Invalidenfriedhof in Berlin again shines in the old glory, reality – army as alive part of a state, soldier service an honor service. The new armed forces took Europe's commitment to peace and democracy, too international

responsibility for peacekeeping operations. and conflict resolution.

Zusammenfassung

Mit dem Ende der DDR und Deutschlands Wiedervereinigung vor drei Jahrzehnten hörte auch die Nationale Volksarmee auf, eine Streitmacht zu sein. Ein Teil ihrer Soldaten diente nun unter der Fahne des einstigen Gegners. Auf dem „Rückzug“ vom Kalten Krieg zwischen Ost und West meisterte die Bundeswehr diese menschliche und militärische Mission mit Bravour: Die Armee der Einheit wurde zur Armee aller Deutschen. Nie zuvor hat Militär friedlich so viel erreicht. Das Beitrittsgebiet bekam Pilotcharakter für die neue Heeresstruktur. Eine kleinere Luftwaffe sicherte den Luftraum mit Air Policing und Flugabwehr. Trotz Schlankheitskur ging der Kurswechsel für die deutsche Seenation mit dem Welthandel in Richtung „unbegrenzter Horizont“. In der Bundeswehr wurden Scharnhorst-Visionen, dessen Grabmal auf dem Berliner Invalidenfriedhof wieder in altem Glanz erstrahlt, Realität: Armee als lebendiger Teil eines Staates, Soldatendienst ein Ehrendienst. Peter Heinze widmete sich seit dem Tag der Deutschen Einheit besonders der Bundeswehr im Beitrittsgebiet. Mit dem Ende des Kalten Krieges verfolgte der ostdeutsche Journalist den Abzug russischer Truppen als größte Militärbewegung im Nachkriegseuropa und die internationale Abrüstung unter der Devise „Vertrauen gegen Vertrauen“. Der vorliegende Band versammelt seine Erfahrungen und Erkenntnisse der letzten 30 Jahre und bietet so einen ebenso fundierten wie persönlichen Überblick über die Wiedervereinigung in der nun gesamtdeutschen Armee.