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Alicia Jablonski

Paramente – Wirkung und Bedeutung in der römisch-katholischen Liturgie, page I - X

Eine kulturanthropologische Untersuchung des Libori-Ornats Edith Ostendorfs

1. Edition 2020, ISBN print: 978-3-8288-4391-2, ISBN online: 978-3-8288-7377-3, https://doi.org/10.5771/9783828873773-I

Series: KONTEXT Kunst - Vermittlung - Kulturelle Bildung, vol. 25

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
A lic ia J ab lo ns ki Pa ra m en te – W irk un g un d Be de ut un g Tectum Alicia Jablonski Paramente – Wirkung und Bedeutung in der römisch-katholischen Liturgie Eine kulturanthropologische Untersuchung des Libori-Ornats Edith Ostendorfs Band 25K Kunst · Vermittlung Kulturelle Bildung ontext KONTEXT Kunst Vermittlung Kulturelle Bildung KONTEXT Kunst – Vermittlung – Kulturelle Bildung Band 25 Paramente – Wirkung und Bedeutung in der römisch-katholischen Liturgie Eine kulturanthropologische Untersuchung des Libori-Ornats Edith Ostendorfs von Alicia Jablonski Tectum Verlag Alicia Jablonski Paramente – Wirkung und Bedeutung in der römisch-katholischen Liturgie Eine kulturanthropologische Untersuchung des Libori-Ornats Edith Ostendorfs KONTEXT Kunst – Vermittlung – Kulturelle Bildung. Band 25 ePDF: 978-3-8288-7377-3 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Werk unter der ISBN 978-3-8288-4391-2 im Tectum Verlag erschienen:) ISSN: 1868-6060 Umschlaggestaltung: Tectum Verlag, unter Verwendung eines Ausschnitts aus Abb. 11 – Jablonski, Alicia: Detailaufnahme des Chormantels. Fotografie. Paderborn: Diözesanmuseum. 2018 © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2020 Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. V Vorwort Mit diesem eindrucksvollen Beitrag erschließt Alicia Jablonski eine reiche Facette der Stadt- und Kulturgeschichte Paderborns. Durch ihre textile Forschung zur kulturanthropologischen Wirkung und Bedeutung von Paramenten in der christlichen Liturgie legt die Verfasserin neue Zugänge vor, die am Beispiel des kostbaren Libori-Ornates der Textilkünstlerin Edith Ostendorf bemerkenswerte Erkenntnisse zur Kunst und Festtagskultur um das traditionsreiche Paderborner Liborifest aufzeigen. Das neuntägige Fest wird jeweils Ende Juli in Paderborn, seit dem Jahre 836 zu Ehren des Stadtpatrons, dem Heiligen Liborius aus Le Mans gefeiert. Es besitzt bis in die Gegenwart durch die prachtvolle Entfaltung seiner religiösen Kultur, mit seinen Zeremonien und seinem Liedgut eine eigene Prägung und immense Strahlkraft. Durch die hoch differenzierte Untersuchung der kunstvollen Gestaltung und Ausschmückung des Chormantels von Ostendorf, der vom Zelebranten während der Feierlichkeiten im Paderborner Dom und den folgenden Prozessionen getragen wurde, öffnen sich spirituelle wie auch volkskundliche Aspekte zur Geschichte des Festes. An der interdisziplinären Vorgehensweise dieser Forschung wird zugleich in besonderer Weise deutlich, dass ein systematischer Materieller-Kultur-Diskurs Wege aufzeigen kann, die sich folgend mit der Dimension eines immateriellen Kulturerbes verbinden. So entfaltet sich hier durch die Texte und Bilder ein dichtes Tableau, dass eine erweiterte Sichtweise und ein Verständnis der Stadt und der Region erschließt. Die Lektüre dieses Werkes kann das Erleben und Mitfeiern des Liborifestes und die Würdigung seiner Traditionen wie seiner religiösen Inszenierung in besonderer Weise vertiefen. Juni 2019 Prof. Dr. Jutta Ströter-Bender VII Grußwort Im Kreis der Paderborner Kunstschaffenden des 20. Jahrhunderts nimmt die Textilkünstlerin Edith Ostendorf (1911–1985) eine herausragende Stellung ein. Über fünf Jahrzehnte hinweg widmete sie ihre künstlerische Arbeit vorrangig der kirchlichen Paramentik und schuf damit ein umfangreiches Werk, das die christliche Gewandkunst der Moderne entscheidend mitgeprägt hat. Ihr Umgang mit dem textilen Material zeugt von außerordentlichem Einfühlungsvermögen in die stofflichen Strukturen und Qualitäten und ist unmittelbar verbunden mit einer beeindruckenden technischen Versiertheit. Tief verwurzelt im christlichen Glauben breitete Edith Ostendorf in ihren Stickereien und Applikationen die Welt der christlichen Ikonografie in vielfachen Variationen aus. Dabei bildete für sie vor allem die Kombination von Text und Bild – wie sie in ihrem Studium in Münster und Köln grundgelegt worden war – ein wesentliches Merkmal ihres eigenen künstlerischen Stils. 1989 widmete das Erzbischöfliche Diözesanmuseum dem Schaffen Edith Ostendorfs eine erste umfangreiche Ausstellung, der 2000 eine kunsthistorische Dissertation mit Werkverzeichnis folgte. Wurden dabei jeweils im Wesentlichen Aspekte kunsthistorischer Herangehensweise angesprochen, geht die hier vorliegende Arbeit weit darüber hinaus und rückt neue Perspektiven der Forschung in den Vordergrund. Am Beispiel des im Weltkriegsjahr 1941 angefertigten Chormantels aus dem vielteiligen Libori-Ornat für den Hohen Dom zu Paderborn werden wissenschaftliche Methoden der sog. Textilen Forschung angewandt. Diese jüngere Forschungsrichtung widmet sich dem Untersuchungsgegenstand aus unterschiedlichen Richtungen. Sie umkreist zunächst das eine Parament in seinem aufgefundenen Zustand, beobachtet und dokumentiert es, klopft es auf Basis von technologischen Fragestellungen VIII Grußwort ab, um es schließlich in seiner Funktion, seiner Wirkung und seinem Kontext „im Leben“ zu betrachten. Mit dieser Studie zu einem ausgewählten Gegenstand aus der reichhaltigen Sammlung des Diözesanmuseums wird auch gewissermaßen ein Stück Neuland beschritten. Die hier gelungene Zusammenarbeit von Universität und Museum lässt erhoffen, dass sich ein fruchtbringendes Miteinander der beiden Institutionen durch weitere Untersuchungen vergleichbarer Art auch in Zukunft weiter befördern ließe. Ursula Pütz Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Domschatzkammer Paderborn IX Inhalt Vorwort V Grußwort VII 1. Einleitung der Fragestellung 1 1.2 Das Parament 3 2. Textile Forschung – Definition, kulturelle Bedeutung und Relevanz 7 2.1 Die Methode der Textilen Forschung 9 3. Textile Forschung am Chormantel 13 3.1 Observation 13 3.2 Reflection 20 3.3 Interpretation 25 3.4 Abbildungen des Ornats 28 4. Der Libori-Kult in Paderborn 41 4.1 Liturgie des Libori-Triduums 46 4.2 Die fotografische Dokumentation des Chormantels 50 4.3 Die visuelle Wirkung des Paraments 51 4.4 Abbildungen der Liturgie 53 X Inhalt 5. Wie viel der kulturellen Wirkung und Bedeutung geht vom Parament selber aus, wie viel wird durch das Interieur und Exterieur suggeriert? 61 5.1 Vergleich der Libori-Ornate Edith Ostendorfs und Christof Cremers 63 5.2 Ausgewählte Abbildungen des Cremer-Ornats 66 5.3 Finale Untersuchung der kulturanthropologischen Wirkung und Bedeutung von Paramenten in der römisch-katholischen Liturgie 69 6. Dank 71 7. Quellenverzeichnis 73 8. Abbildungsverzeichnis 77

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Abstract

Originating from the fields of anthropology and art history, research on the physically tangible object is gaining more importance as a direct carrier of meaning of material culture. Textile studies belongs to this interdisciplinary field. It is the basis of this examination with the aim of working out the impact of paraments in Christian liturgy. In how far do the textile objects complement, support or suggest the cultic effect of liturgy? In the context of cultural anthropology, which impact and meaning emanate from a textile object, and is it to be understood as an autonomous object of material culture? A cope of the libri regalia by textile artist Edith Ostendorf serves as a generic textile.

Alicia Jablonski studied Art and Communication of Art as well as Fashion-Textile-Design Studies at the University of Paderborn, Germany. This work is her thesis for which she received a grant of the city of Paderborn.

Zusammenfassung

Ursprünglich in der Anthropologie und Kunstgeschichte beheimatet, erlangt die Forschung am physisch greifbaren Objekt zunehmend Gewicht als direkter Bedeutungsträger materieller Kultur. Zu diesem interdisziplinären Feld gehört auch die Textile Forschung. Sie bildet die Grundlage dieser Studie zur Herausarbeitung der Wirkung von Paramenten in der römisch-katholischen Liturgie. Inwieweit ergänzen, unterstützen oder suggerieren die textilen Objekte die kultische Wirkung der Liturgie? Welche kulturanthropologische Wirkung und Bedeutung gehen allein von dem textilen Objekt aus, und ist es als autonomes Objekt der materiellen Kultur zu verstehen? Als exemplarisches Textil dient ein Chormantel des Libori-Ornats der Textilkünstlerin Edith Ostendorf.

Alicia Jablonski studierte Kunst und Kunstvermittlung und Mode-Textil-Design-Studien an der Universität Paderborn. Diese Arbeit ist ihre Abschlussarbeit, für die sie das Kreisstipendium der Stadt Paderborn erhielt.