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Anhang in:

Florian Beißwanger

Hintergrundgespräche, page 161 - 168

Konsensuales Geheimnis-Management im Mediensystem des digitalen Zeitalters

1. Edition 2019, ISBN print: 978-3-8288-4378-3, ISBN online: 978-3-8288-7362-9, https://doi.org/10.5771/9783828873629-161

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Anhang 161 Ablaufmodell qualitative Inhaltsanalyse, eigene Darstellung. Angelehnt an Mayring, Inhaltsanalyse, S. 93 und Gläser/ Laudel, Experteninterviews, S. 203. Abbildung 1: Anhang 162 Anhang 163 Modell der Selbst- und Fremdinszenierung durch Politiker und Journalisten aus Hoffmann, Inszenierung, S. 91. Abbildung 2: Anhang 164 Status von politischen Hintergrundgesprächen, Elert/ Raue, Politik. Basiswissen, S. 133. Abbildung 3: Anhang 165 Zusammenspiel zwischen Opposition und Politikjournalisten, Elter/ Raue, Politik. Basiswissen, S. 59. Abbildung 4: Anhang 166 Allgemeiner Leitfaden für die Experten-Interviews – Konrad Adenauer sagte einst, dass das Hintergrundgespräch das wichtigste Instrument modernster Staatsführung sei, würde das auch Angela Merkel heute so sagen? Anmerkung: es wurde u.a. auch nach anderen Kanzlern gefragt an der Stelle „Angela Merkel“ – Wenn ja, warum? / Wenn nicht, warum? – Wie nutzt Sie (Merkel bzw. andere Kanzler) das Hinter-grundgespräch? – Welche Funktion haben Hintergrundgespräche für Journalisten / Politiker? – Was für Hintergrundgespräche gibt es? – (Können Sie den Unterschied zwischen unter zwei und unter drei erklären?) – Was fanden Sie besser die Gespräche unter vier Augen oder in gro- ßer Runde? Warum? – Wie bereiten sich Journalisten / Politische Akteure auf Hintergrundgespräche vor? – An Journalist: Gibt es eine Art Vorgespräch zwischen den Journalisten, was im Hintergrundgespräch gefragt bzw. thematisiert wird und wer welche Fragen stellt? – Besteht nicht die Gefahr, dass Journalisten von Politiker instrumentalisiert, manipuliert werden? – Gibt es von der journalistischen Seite eine Art Drehbuch? – Geht es in Hintergrundgesprächen immer ehrlich zu? – Welche Strategien haben Sie in Hintergrundgesprächen angewandt? – Welche Strategien gibt es generell? – Wie wird/kann die Regel unter drei von einem Journalisten strategisch am besten umgangen werden? – Wird der Politiker für seine Informationen belohnt, wenn eine Sache unter zwei ihnen gibt, dann schreibe ich über dich einen wohlwollenden Artikel? – Nur an Journalisten: Haben Sie mit ihren Kollegen über Inhalte aus vertraulichen Hintergrundgesprächen gesprochen? Allgemeiner Leitfaden für die Experten-Interviews 167 – Wie geht man journalistisch mit Informationen um, über die Sie nicht schreiben dürfen, aber dennoch versucht man das Beste aus einem Artikel herauszuholen? – Welche Rolle spielt die Atmosphäre in Hintergrundgesprächen? – Welcher Ort und welche Zeit eignen sich am besten für Hintergrundgespräche? – Hat sich die Bedeutung von Hintergrundgesprächen verändert? – Wenn ja, inwiefern? / Wenn nein, warum nicht? – Wie sieht die Zukunft des Hintergrundgesprächs aus? – Wie lässt sich am besten Vertrauen zu einem Journalisten/ Politiker aufbauen? – Warum wird in Hintergrundgesprächen so viel gelästert? – Wie baue ich am besten Vertrauen auf? – Wie wahre ich am besten die Distanz zu einem Politiker? – Was hat sich im Vergleich zu Bonn in Berlin bezüglich der politischen und medialen Arbeit verändert? – Was war das Besondere an Jürgen Leinemann als Journalist? Anhang 168

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Zusammenfassung

Hintergrundgespräche sind längst ein fester Bestandteil der politisch-medialen Arbeit. Der informelle Charakter ermöglicht Politikern und Journalisten unter Ausschluss der Öffentlichkeit sich gegenseitig Hintergrundinformationen mitzuteilen. Das Hintergrundgespräch unterliegt klaren Regeln, an die sich alle Teilnehmer halten müssen. Doch weil es im Verborgenen und nicht in der Öffentlichkeit stattfindet, steht es in der Kritik. Der Vorwurf: Politik und Medien stecken unter einer Decke.

Gerade in Zeiten der Vertrauenskrise in Politik und Medien, der damit einhergehenden Forderung der Öffentlichkeit nach mehr politischer Transparenz und Partizipation sowie der digitalen Beteiligungsmöglichkeiten des Internets, die es jedem einzelnen ermöglichen, eine weitreichende Debatte zu initiieren, stellt sich einmal mehr die Frage nach der Relevanz von Hintergrundgesprächen.

In diesem Buch werden die Strategien und Methoden der Akteure des Hintergrundgesprächs aufgezeigt, die Geschichte der Hintergrundkreise erzählt und wie die deutschen Kanzler das Instrument Hintergrundgespräch nutzten. Abschließend wird beschrieben, welche Zäsur Angela Merkel in der Anwendung als Bundeskanzlerin darstellt. Zugleich wird der Bedeutung im Mediensystem des digitalen Zeitalters nachgegangen.