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1 Einführung in:

Verena Pöppelbaum

Forschungen zur regionalen Kunst und ihre Umsetzung im Unterricht der Primarstufe, page 13 - 14

Auf den Spuren der Künstler Pater Wolfram Plotzke und Fritz Leisse

1. Edition 2019, ISBN print: 978-3-8288-4360-8, ISBN online: 978-3-8288-7315-5, https://doi.org/10.5771/9783828873155-13

Series: KONTEXT Kunst - Vermittlung - Kulturelle Bildung, vol. 22

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
13 1 Einführung Im Vergleich zu den ‚großen‚ Namen der Kunstgeschichte, wie etwa Michelangelo, Monet, Picasso und Caspar David Friedich nehmen sich die Namen regionaler Künstler nur gering, fast schon unbedeutend aus. Nur selten gelangen sie zu überregionalem Interesse, selbst wenn die Menschen des Umfeldes des betreffenden Künstlers seine Werke schätzen und sie und die damit verbundenen Erinnerungen in Ehren halten. Diese Arbeit soll dazu beitragen den Blick im Bereich der Kunst und ihrer Didaktik nicht nur in die Ferne schweifen zu lassen, sondern sich mit der regionalen Kunst auseinander zu setzen. Hierfür teilt sich die Arbeit in zwei große Bereiche auf. Der erste Teilbereich beschäftigt sich mit den beiden regionalen Künstlern Fritz Leisse und Pater Wolfram Plotzke. Neben der Biografie beschäftigt sich dieser Teil außerdem auch mit ihrer Ausbildung und den von ihnen geschaffenen Kunstwerken. Genauer eingegangen wird auf die Werke, die bis heute in der Mastholter Pfarrkirche St. Jakobus d. Ä. zu sehen sind, teilweise aber auch während der Renovierungen verloren gingen. Dies bietet sich an, da die Kirchenmalerei für beide Künstler einen Schwerpunkt in ihrer Arbeit bildet und ihr Wirken in diesem Bereich gut zu belegen ist. Daher wird zunächst auf die Historie der Kirche, wie auch auf deren Innenausstattung eingegangen. Grundlegend ist hier die Forschung zum Museumskoffer „Auf den Spuren von Fritz Leisse“, welcher im Rahmen eines Seminars an der Universität Paderborn im Wintersemester 11/12 entstanden ist, wie auch die Staatsexamensarbeit „Spurensuche zu den Künstlern Fritz Leisse und Pater Plotzke“ aus dem Jahr 2015. Zu erwähnen ist jedoch, dass die Forschungen in diesem Bereich weiter andauern. Der zweite Teilbereich befasst sich mit den didaktischen Perspektiven dieser Forschung. Angelehnt an Constanze Kirchner und Helga Kämpf-Jansen sollen didaktische Möglichkeiten diskutiert und Anregungen für den Schulalltag gegeben werden. Hier sollen exemplarisch drei unterschiedliche Bereiche vorgestellt und diskutiert werden: 1. Der Museumskoffer im Kunstunterricht 2. Schülerinnen und Schüler als Forscherinnen und Forscher 3. Schülerinnen und Schüler philosophieren im Kunstunterricht Diese Bereiche und die hierzu vorgestellten Methoden und Ideen sollen als Anregung für Lehrerinnen und Lehrer in ihrer Unterrichtsplanung dienen und so dazu beitragen, die ‚Heimatkunde‚ wieder stärker ins Blickfeld heutiger Lehrer und natürlich auch Schülerinnen und Schüler zu rücken.

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Zusammenfassung

Am Beispiel der beiden Künstler Pater Wolfram Plotzke und Fritz Leisse stellt Verena Pöppelbaum den Wert der regionalen Kunst wie auch die Bedeutung für den Unterricht heraus. Neben einer generellen Übersicht auf ihr Leben und Schaffen liegt der Schwerpunkt auf der Ortschaft Mastholte, genauer auf der St. Jakobus-Kirche. Welche Intentionen verfolgen die beiden Künstler, die mit ihren Werken bis heute das Erscheinungsbild der Kirche prägten? Welche Erinnerungen haben die Zeit überdauert? Was geschah mit heute verlorenen Werken? Neben diesem kunstwissenschaftlichen Zugang werden mit besonderem Blick auf den Kunstunterricht der Grundschule verschiedene Konzepte und Unterrichtsbeispiele vorgestellt und kritisch betrachtet.