Content

6. Dank in:

Barbara Leven

Wahre Sammler, page 291 - 292

Die Praxis einer Leidenschaft vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Nationalsozialismus

1. Edition 2020, ISBN print: 978-3-8288-4355-4, ISBN online: 978-3-8288-7308-7, https://doi.org/10.5771/9783828873087-291

Series: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Kunstgeschichte, vol. 14

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
291 6. Dank Ein Praktikum in der Graphischen Sammlung des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg ermöglichte mir 2005 nicht nur erstmals Einblick in die Museumsarbeit, sondern auch in die stille Wunderwelt musealer Sammlungsdepots, in denen es vielfach Unerwartetes, oft noch Unerforschtes, kleine und größere Schätze zu entdecken gibt. Frau Dr. Yasmin Doosry öffnete mir damals ebendort die Augen auch für Objekte der Kultur- und Alltagsgeschichte. Sie ermutigte mich, in meiner Magisterarbeit ein Graphikkonvolut des Sammlers Anton Maximilian Pachinger zu behandeln, wodurch meine Neugierde hinsichtlich seiner Sammlungspraxis und des Sammelns seiner Zeit und damit nicht zuletzt die vorliegende Untersuchung angeregt wurden. Auch die Idee, das Spektrum der Studie um den Sammler Eduard Fuchs zu erweitern, verdanke ich Frau Dr. Doosry, die mich mit ihrer Herangehensweise und Arbeit als Wissenschaftlerin und Kuratorin nachhaltig beeindruckt hat und der ich für ihre Förderung auch im weiteren Berufsleben aufs herzlichste danke. Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um die überarbeitete Fassung meiner Dissertation, die im WS 2016/17 unter dem Titel „Vom wahren Sammeln: Privatsammler zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Über die kulturelle Praxis einer Leidenschaft“ von der Philosophischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen als Dissertation angenommen wurde. Ganz besonderer Dank gebührt meiner Betreuerin Frau Prof. Dr. Barbara Lange, die mich seit meiner Studienzeit in Leipzig maßgeblich geprägt und gefördert hat. Sie betreute schon meine Magisterarbeit sehr umsichtig und half schließlich, das Dissertationsprojekt inhaltlich weiterzuentwickeln. Sie begleitete mich kontinuierlich, konstruktiv und sehr geduldig, auch in schwierigen Arbeitsphasen. Herrn Prof. Dr. Thomas Thiemeyer bin ich sehr dankbar für seine Bereitschaft, meine Arbeit als Zweitgutachter zu bewerten. Großer Dank gilt den Museen, Archiven, Institutionen und deren Mitarbeitern sowie allen anderen Personen, die Akten- und Bildmaterial bereitstellten, Hilfestellung bei weiterführenden Recherchen leisteten und im wissenschaftlichen Austausch 292 Dank wichtige Informationen mit mir teilten. Für die berufliche Unterstützung und ihr stetiges Interesse am Fortgang der Arbeit danke ich Frau Dr. Anette Michels, Kustodin der Graphischen Sammlung am Kunsthistorischen Institut und des Gemäldebesitzes der Universität Tübingen. Für die Durchführung der Publikation gilt mein Dank den Mitarbeitern des Tectum Verlags, insbesondere Herrn Thomas Wasmer sowie Frau Tamara Kuhn, die das Layout engagiert und mit großer Sorgfalt gestaltet hat. Herzlicher Dank gebührt meinen Freunden und Kollegen, insbesondere Frau Barbara Hellfritsch, Herrn Philipp Freytag, Frau Dr. Maaike van Rijn, Frau Susann Schlemmer, Frau Rita Barth, Frau Regina Rüdebusch, Frau Dr. Anja Kregeloh und Frau Dr. Barbara Rök, die sich unermüdlich für intensive Gespräche und mehrfach auch für Korrekturarbeiten zur Verfügung gestellt haben. Meinem 2015 verstorbenen Großvater Sebastian Stigler, der an meinem Studium und dem Beginn der Promotion mit Wohlwollen und Interesse Anteil nahm, widme ich diese Arbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt meiner Mutter Maria Wuttke, die mir immer Mut gemacht hat, meinen Weg zu gehen, und die mir dabei beständig den Rücken gestärkt hat. Der größte Dank gebührt meinem Mann Markus Leven, der immer an mich geglaubt und mir voller Vertrauen und Liebe uneingeschränkt zur Seite gestanden hat. Nürnberg, im Januar 2020 Barbara Leven

Chapter Preview

References

Abstract

Private collecting was a popular pastime at the beginning of the 20th century. Among them, private collectors with a passion for the unconventional made a strong contribution. They often collected without regard for established orders of knowledge and taste and thus distinguished themselves from the traditional preservation of cultural artefacts. Philosopher Walter Benjamin described this type of collector as the real, "true collectors" (“Wahre Sammler”). With folklorist Anton Maximilian Pachinger (1864–1938) and Marxist cultural scientist Eduard Fuchs (1870–1940), this study examines two representatives of this type. It not only locates the collectors and their collections in terms of cultural history, but also reveals their potential as cultural innovators, who still open exciting perspectives on their times today.

Zusammenfassung

Privates Sammeln war zu Beginn des 20. Jahrhunderts populäres Vergnügen. Verstärkt taten sich dabei auch Privatsammler hervor, die sich durch ihre Leidenschaft für das Unkonventionelle auszeichneten. Sie sammelten häufig ohne Rücksicht auf etablierte Ordnungen von Wissen und Geschmack und grenzten sich so von der traditionellen Bewahrung von Kulturgut ab. Der Philosoph Walter Benjamin bezeichnete diesen Sammlertypus als den eigentlichen, den „wahren Sammler“. Mit dem Volkskundler Anton Maximilian Pachinger (1864–1938) und dem marxistischen Kulturwissenschaftler Eduard Fuchs (1870–1940) untersucht diese Studie zwei Vertreter dieses Typus. Sie verortet die Sammler und ihre Kollektionen nicht nur kulturgeschichtlich, sondern offenbart zudem ihr Potenzial als kulturelle Neuerer, die auch heute hoch spannende Perspektiven auf ihre Zeit eröffnen.