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Yvonne Wegner

Pflegeexperten, page I - XX

Ein Konzept zur Implementierung hochschulisch ausgebildeter Pflegekräften in der Pflegepraxis

1. Edition 2019, ISBN print: 978-3-8288-4335-6, ISBN online: 978-3-8288-7283-7, https://doi.org/10.5771/9783828872837-I

Series: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Soziale Arbeit, vol. 2

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag Reihe Soziale Arbeit Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag Reihe Soziale Arbeit Band 2 Yvonne Wegner Pflegeexperten Ein Konzept zur Implementierung hochschulisch ausgebildeter Pflegekräfte in der Pflegepraxis Tectum Verlag Yvonne Wegner Pflegeexperten Ein Konzept zur Implementierung hochschulisch ausgebildeter Pflegekräfte in der Pflegepraxis Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag Reihe: Soziale Arbeit; Bd. 2 © Tectum Verlag – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2019 ePDF: 978-3-8288-7283-7 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Werk unter der ISBN 978-3-8288-4335-6 im Tectum Verlag erschienen.) ISSN: 2629-2211 Umschlagabbildung: Pflegeexperten im Gesundheitszentrum Glantal © Patric Dressel Photographie, Meisenheim Alle Rechte vorbehalten Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. „Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muß auch tun.“ Johann Wolfgang von Goethe VI Vorwort Dr. Gerald Gaß Wie kann die Versorgungsqualität für die Patienten im Krankenhaus gesteigert werden und wie gelingt es, die Attraktivität des Pflegeberufes zu steigern und damit mehr junge Menschen für die Pflege zu begeistern? Auf diese Fragen liefert die vorliegende Arbeit wichtige Antworten. Schon lange sind sich Experten einig, dass die internationalen Erfahrungen mit akademisch ausgebildeten Pflegekräften auch für das deutsche Gesundheitswesen genutzt werden sollten. Angesichts des jetzt auch politisch formulierten Paradigmenwechsel für mehr Pflege und für mehr Verantwortung der Pflege ist die Zeit reif, diese Erkenntnisse auch in der Praxis umzusetzen. Während in der Vergangenheit die Gebiete „Pädagogik“ und „Management“ bevorzugte Einsatzfelder akademisch ausgebildete Pflegekräfte waren, drängen diese Experten jetzt auch in die klinische Versorgung. Dies ist ein bedeutender Schritt, um den Pflegeberuf attraktiver zu machen, da er für einen Teil der Pflegekräfte Entwicklungen ermöglicht, die ihnen in der Vergangenheit nicht offen standen. Die Übernahme von spezialisierten Versorgungsaufgaben an der Schnittstelle von Medizin und Pflege trägt darüber hinaus dazu bei, die Versorgungsqualität der Patientinnen und Patienten zu verbessern. Noch immer fehlen erfolgreiche und umsetzungsreife Praxisbeispiele in den deutschen Krankenhäusern. Das in dieser Arbeit beschriebene Projekt zum Einsatz akademisch qualifizierter Pflegekräfte im Gesundheitszentrum Glantal kann deshalb als wegweisend bezeichnet werden. Dr. Gerald Gaß Geschäftsführer Landeskrankenhaus (AöR) Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft VII Vorwort Professor Dr. Olaf Scupin Es gibt Vorworte zu einem Werk die überflüssig erscheinen. Bei der vorliegenden Veröffentlichung wäre es angenehm, wenn sich ein Vorwort erübrigen würde. Nicht so sehr weil der Inhalt ein hinführendes Wort nicht verdient hätte, sondern eher weil der innovative Ansatz des hier vorliegenden Handlungskonzeptes für akademisch qualifizierte Pflegenden als längst etabliert angesehen werden sollte. Die Autorin befasst sich mit der Entwicklung und Erprobung eines Konzeptes zur Etablierung von hochschulisch qualifiziertem Pflegepersonal als Pflegeexperten. In der vorliegenden Schrift werden unter Pflegeexperten stets diejenigen Pflegenden verstanden, die sich täglich in der direkten PatientInnenversorgung bewähren müssen. Zwangsläufig besteht zwischen der vorliegenden Konzeptentwicklung und der schwierigen Akademisierungsphase der Pflegeberufe in der Bundesrepublik Deutschland ein Zusammenhang. Eine basisakademische professionelle Pflege mit einem berufsqualifizierenden Abschluss ist beileibe welt- und europaweit nichts Neues. Als Teilergebnis der „Münchener Deklaration“ wurden u. a. die Beitrittskriterien für das Gesundheitswesen eines Staates, welcher Mitglied der Europäischen Union (EU) werden möchte, festgelegt. Einer der EU-Beitrittskriterien ist ein berufsqualifizierender Abschluss für Pflegekräfte auf Hochschulniveau. Konsequent zu Ende gedacht, wäre die Bundesrepublik Deutschland zur Zeit nicht EU-beitrittsfähig. Es ist schon erstaunlich, dass gerade die bundesdeutsche Pflege angeblich keine basisakademisch qualifizierte Pflege benötigt. Gelten doch gerade die skandinavischen und angloamerikanischen Länder als Vorbild für ein gutes Pflegesystem mit einem gesellschaftlich nachgewiesenen relevanten Output. In diesen Ländern besteht eine hochschulisch qualifizierte Pflegeprofession zum Teil seit den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Ebenso ist die internationale Studienlage über die Auswirkungen hochschulisch qualifizierter Pflegender eindeutig und wirkt sich auf viele gesundheitsspezifische Untersuchungsparameter positiv aus. In Deutschland ist die hochschulische Qualifizierung von Pflegenden für die direkte Pati- VIII entInnenversorgung politisch ausdrücklich gewollt. Diese primärqualifizierenden Studiengänge werden inzwischen flächendeckend angeboten. Mit der Verabschiedung des Pflegeberufereformgesetzes (PflBRefG) im Jahre 2018 wurde die hochschulische Ausbildung explizit festgeschrieben. Der Wissenschaftsrat der Bundesregierung empfahl schon 2012 den Einsatz von 10-20% hochschulisch qualifizierten Pflegenden in der Praxis. Trotz dieser politisch beabsichtigten Akademisierung müssen diese Kolleginnen und Kollegen in der Pflegepraxis fast täglich ihre „Existenz“ rechtfertigen und begründen. Dies nicht nur gegenüber anderen Gesundheitsfachberufen als der beruflichen Pflege, vorrangig in den Kliniken, sondern zu allererst innerhalb der eigenen Berufsgruppe. Inzwischen ist erkennbar, dass das Pflegemanagement in den Gesundheitseinrichtungen nicht oder nur ungenügend auf die Integration dieser Berufs- und Funktionsgruppe vorbereitet ist. Dies kann zum Einen daran liegen, dass die Hochschulabsolventen in der Praxis gar nicht benötigt werden, oder zum Zweiten der Großteil der Pflegedienstleitungen selbst nicht hochschulisch qualifiziert sind und die Hochschulabsolventen als „Gefahr“ für ihre eigene Funktion gesehen werden? Diese Situation kann bei einem Scheitern der Etablierung der akademischen Pflege für die Praxis in den Gesundheitseinrichtungen bedeuten, dass diese vielleicht einmalige historische Chance, verspätet oder gar nicht mehr erfolgt. Andere Berufsgruppen, oder gar die Gesellschaft, werden sich nicht für eine Basisakademisierung der Pflegeberufe einsetzen. Verhindern kann die Akademisierung also nur die Berufsgruppe der Pflege selbst, vorrangig durch die Konzeptlosigkeit des Pflegemanagements. Vor diesem Hintergrund ist es nicht nur mutig, sondern innovativ ein Konzept für die Etablierung von Hochschulabsolventen der Pflege aus der Perspektive des Pflegemanagements zu entwickeln. Hervorzuheben ist die Argumentation für dieses Konzept vor dem Hintergrund eines Unternehmensinteresses. Die Akademisierung der Pflege ist ja kein Selbstzweck, sondern muss stets auch den Nutzen für die Gesellschaft aufzeigen bzw. belegen können. IX Es ist nicht hoch genug einzuschätzen, dass sich die Autorin des Themenkomplexes angenommen hat. Dafür sollte der jungen Wissenschaftlerin gedankt werden. Das tue ich hiermit gern. Professor Dr. Olaf Scupin X Vorwort Ingolf Drube Woran liegt es, dass es in Deutschland zu einem extremen Fachkräftemangel im Bereich der Pflege gekommen ist? Gibt es schon heute Möglichkeiten, die umgesetzt werden können, um die Situation zu verbessern? Wenn es alternative Lösungsansätze gibt, wie könnten diese aussehen, welchen Erfolg haben sie und gibt es Lösungsansätze für Regionen, die abseits großer Ballungszentren liegen? Diese Fragen stellte sich 2016 die Pflegedirektion des Gesundheitszentrums Glantal. Es wurde ein umfassender Change-Prozess mit dem Ziel eingeleitet, zukünftig den pflegerischen Fachkräften jeder Qualifikationsstufe eine berufliche Perspektive zu bietet. Schon heute soll damit in einer ländlichen Region dem Fachkräftemangel begegnet werden. Gerade für Kliniken in ländlichen Regionen ist der Fachkräftemangel ein besonders großes Problem, das innovative und effiziente Personalkonzepte erfordert. Seit Jahren haben sich verschiedene Pflegestudiengänge entwickelt, um die erweiterte Pflegepraxis zu etablieren. Es lässt sich bisher kein klares Profil akademisch ausgebildeter Pflegefachkräfte erkennen. Für die Gesundheitseinrichtungen ist es damit schwer, sich auf die Absolventen einzustellen. Im gesamten Bundesgebiet fehlt es an zuvor definierten, klaren beruflichen Perspektiven. Mit der beauftragten, vorliegenden Arbeit sollte im ersten Schritt ein Konzept zum Einsatz von akademisch ausgebildetem Pflegepersonal wissenschaftlich aufgearbeitet werden, um im zweiten Schritt einen nachhaltigen Einsatz akademisch ausgebildeter Pflegekräfte zu ermöglichen. In dieser Arbeit ist es gelungen, die entsprechenden Aufgabengebiete und Zuständigkeiten aller Kompetenzstufen der Pflege zu fixieren und an die vorhandenen Qualifikationsniveaus anzupassen. Die bis dato bestehende Theorie-Praxis- Lücke kann durch eine enge Verzahnung mit der akademischen Qualifizierung geschlossen werden. Die akademisch ausgebildeten Pflegekräfte werden so mit dem größtmöglichen Nutzen in die Pflegepraxis eingebunden. XI Das vorliegende Konzept, zum Einsatz akademisch qualifizierter Pflegekräfte im Gesundheitszentrum Glantal, stellt eine wegweisende Umsetzungsmöglichkeit dar. Schon 2019 konnte hierdurch die Akademisierungsquote in der Einrichtung signifikant erhöht und ein wesentlicher Beitrag zur Entwicklung der Pflege geleistet werden. Hiervon profitiert vorrangig die Versorgungsqualität der Patienten. Die vorliegende Arbeit ist auch ein Baustein zur Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufes. Die Umsetzung der Inhalte aus dieser Schrift führt schon heute zu einer gesteigerten öffentlichen Wahrnehmung des „Meisenheimer Konzeptes“, weit über die Landesgrenzen hinaus. Ingolf Drube Pflegedirektor Gesundheitszentrum Glantal XII Abstract Durch die veränderten Rahmenbedingungen und die höheren Anforderungen erlangt die erweiterte Pflegepraxis auch in Deutschland immer mehr an Zuspruch. Seit Jahren werden im tertiären Bildungsbereich Pflegekräfte für die klinische Pflege ausgebildet, diese jedoch nur vereinzelt und oft nicht gezielt in die Pflegepraxis integriert. In der vorliegenden Arbeit wird geprüft, welche Kompetenzen diese Absolventen mitbringen, welche Handlungsfelder und Aufgabenbereiche empfohlen werden und welche Wege andere Länder eingeschlagen haben. Anhand dieser Ergebnisse werden Empfehlungen ausgesprochen und aufgezeigt, welche Entwicklungsmöglichkeiten im Besonderen Advanced Nursing Practice im Gesundheitszentrum Glantal hat. Hierzu gehören neben der Praxisentwicklung auch die Aufgabenneuverteilung innerhalb der Professionen sowie die eigenverantwortliche, transsektorale Versorgung durch die Pflege. Aufgrund der Rahmenbedingungen im deutschen Gesundheitssystem lassen sich eine Substitution und Allokation von Aufgaben und die Umsetzung einer erweiterten, transsektoralen pflegerischen Versorgung auf Grundlage von Substitution und Allokation derzeit nur in Modellvorhaben erproben und werden als anschlie- ßendes Projekt angeraten. Im Rahmen dieser Arbeit wird das Konzept zur Implementierung hochschulisch ausgebildeter Pflegekräfte im Gesundheitszentrum Glantal entwickelt. Dieses umfasst neben den Arbeitsdefinitionen für die neu zu implementierenden Pflegeexperten auf Bachelor- und Masterniveau auch die Rollenbeschreibungen und das Kompetenzprofil, das die Integration der akademischen Pflegenden im gesamtpflegerischen Team abbildet. Des Weiteren wird der Frage nachgegangen, wo die Pflegeexperten im Unternehmen verortet sind und mit welchen Methoden sie die Praxisentwicklung forcieren. Schlüsselwörter: Advanced Nursing Practice, evidenzbasierte Pflegepraxis, Praxisentwicklung, akademische Pflege, erweiterte Pflegepraxis, Pflegeexperte XIII Due to changing general conditions and higher demand, extended nursing practice is becoming more and more popular in Germany. For years, nurses have been trained in the tertiary education sector for clinical care, but this has only been isolated and often not specifically integrated into nursing practice. The present study examines the competences these graduates bring with them, the fields of activity and areas of responsibility recommended, and the ways in which other countries have proceeded. Based on these results, recommendations are made and development possibilities in Advanced Nursing Practice in the Glantal Health Center are highlighted. In addition to practical development, this also includes redistribution of tasks within the professions as well as selfresponsible, transsectoral care through nursing. Due to the basic conditions in the German healthcare system, substitution and allocation of tasks and the implementation of extended, transsectoral nursing care based on substitution and allocation are currently only tested in model projects and are recommended as a subsequent project. Within the scope of this work, the concept for the implementation of highly trained nurses at Glantal Health Center is being developed. In addition to the work definitions for the newly implemented nursing experts at bachelor's and master's level, this also includes the role descriptions and the competency profile, which represents the integration of academic nurses in the overall management team. Furthermore, the question of where the nursing experts are located in the company and which methods they use is asked. Keywords: Advanced Nursing Practice, Evidenced Based Nursing, Practice Development XV Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung .......................................................... 1 2 Ausgangslage im Gesundheitszentrum Glantal .. 5 2.1 Struktur des Pflegedienstes .............................................. 5 2.2 Problemstellung ............................................................... 6 2.3 Strategische Entscheidungen der Pflegedirektion ........... 8 3 Methodik .......................................................... 11 4 Akademisierung der Pflegepraxis – status quo 17 4.1 Kompetenzen akademisch ausgebildeter Pflegekräfte ... 17 4.1.1 Bachelor-Ebene ................................................... 18 4.1.2 Master-Ebene ....................................................... 19 4.1.3 Gegenüberstellung und Diskussion ..................... 20 4.2 Empfehlungen zum Einsatz akademischer Pflegekräfte. 21 4.2.1 Handlungsfelder und Aufgabenbereiche von Absolventen mit Bachelorabschluss .................... 22 4.2.2 Handlungsfelder und Aufgabenbereiche von Absolventen mit Masterabschluss ....................... 24 4.2.3 Gegenüberstellung und Diskussion ..................... 25 4.3 Praxismodelle zum Einsatz akademischen Pflegepersonals .............................................................. 26 4.3.1 Umsetzung in Deutschland ................................. 27 4.3.2 Blick über den Tellerrand – Entwicklungen im internationalen Raum ......................................... 30 4.3.3 Gegenüberstellung und Diskussion ..................... 34 4.4 Zwischenfazit im Kontext des Gesundheitszentrums Glantal ............................................................................ 38 5 Evidenzbasierte Pflege im Gesundheitszentrum Glantal ............................................................ 43 5.1 Schlüsselrolle Pflegeexperten ......................................... 43 5.1.1 Definition Pflegeexperten .................................... 43 5.1.2 Definition Pflegeexperte APN ............................. 44 XVI 5.1.3 Rollenbeschreibung nach dem CANMEDS- Framework .......................................................... 45 5.2 Die Pflegeexperten im Pflegeteam – das Kompetenzprofil der Pflegepraxis ............................ 51 Kompetenzstufe 1: Unterstützungskraft ........................ 53 Kompetenzstufe 3: Gesundheits- und Krankenpflege ... 56 Kompetenzstufe 4: Pflegespezialist ................................ 58 Kompetenzstufe 5: Stationsleitung / Pflegeexperte ....... 59 Kompetenzstufe 6: Pflegeexperte APN .......................... 62 5.3 Praxisentwicklung durch Theorie-Praxis-Verzahnung .. 64 5.3.1 Pflegeexpertenkommission ................................. 64 5.3.2 Leitungsteams: Pflegeexperten und Stationsleitungen als Führungsteam................... 65 5.3.3 Spezialistenteams ................................................ 66 5.3.4 Praxisupdates Pflege ........................................... 69 6 Implementierung – Stolpersteinen und Widerständen vorbeugen.................................. 71 6.1 Widerstände im Change Prozess ..................................... 71 6.2 Die Netzwerkstruktur im Pflegedienst – Herausforderung Rollenidentifikation der Pflegeexperten .................................................................73 7 Methodenkritik ............................................... 77 8 Resümee und Ausblick ..................................... 79 Literaturverzeichnis .............................................. 83 XVII Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Schematische Darstellung der Pflegedirektion (bis Juni 2016) ................................................................................................... 6 Abbildung 2: Modell der gegenwärtigen und künftigen Kompetenzverlagerungen im Umfeld der Profession Pflege ........... 8 Abbildung 3: Schematische Darstellung der Pflegedirektion (ab Juli 2016) .................................................................................. 10 Abbildung 4: Revised ICN Competency Framework ................................. 15 Abbildung 5: ANP Entwicklung in den Niederlanden .............................. 33 Abbildung 6: ICN-Merkmale nach einer Advanced Practice Nurse ........ 37 Abbildung 7: CANMEDS Modell, adaptiert auf die Pflege ....................... 45 Abbildung 8: Grafik zum Kompetenzprofil der Pflegepraxis im Gesundheitszentrum Glantal ........................................................... 52 Abbildung 9: Kommunikationsstrukturen ................................................ 65 Abbildung 10: Praxisentwicklung mit Spezialistenteams......................... 68 Abbildung 11: Netzwerkstruktur Pflegedienst ........................................... 74 XVIII Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Gegenüberstellung der Kompetenzen von Bachelor- und Masterabsolventen ........................................................................... 20 Tabelle 2: Gegenüberstellung der Rollen nach dem CANMEDS- Framework und ANP ....................................................................... 46 XIX Abkürzungsverzeichnis ANP: Advanced Nursing Practice APN: Advanced Practice Nurse CNS: Clinical Nurse Specialist DBFK: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe DQR: Deutscher Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen NP: Nurse Practitioner ICN: International Council of Nursing IMC: Intermediate Care Stv. Leitung: Stellvertretende Leitung VPU: Verband der PflegedirektorInnen der Unikliniken

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Zusammenfassung

Durch die veränderten Rahmenbedingungen und die höheren Anforderungen erlangt die erweiterte Pflegepraxis auch in Deutschland immer mehr Zuspruch. Seit Jahren werden im tertiären Bildungsbereich Pflegekräfte für die klinische Pflege ausgebildet, diese jedoch nur vereinzelt und oft nicht gezielt in die Pflegepraxis integriert.

In der vorliegenden Arbeit wird geprüft, welche Kompetenzen Absolventen mitbringen, welche Handlungsfelder und Aufgabenbereiche empfohlen werden und welche Wege andere Länder eingeschlagen haben. Im Anschluss wird ein Konzept zur Implementierung von Pflegeexperten auf Bachelor- und Masterniveau vorgestellt. Dieses umfasst Arbeitsdefinitionen, Rollenbeschreibungen und das Kompetenzprofil, welches die Integration der akademischen Pflegenden im pflegerischen Team abbildet. Des Weiteren wird aufgezeigt, wo die Pflegeexperten im Unternehmen verortet sind, mit welchen Methoden sie die Praxisentwicklung forcieren und welche Stolpersteine bei der Implementierung existieren.