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1 Einleitung in:

Larissa Eikermann

Die Externsteine in der Kunstvermittlung, page 15 - 20

Eine Studie zur regionalen Kulturerbebildung

1. Edition 2019, ISBN print: 978-3-8288-4261-8, ISBN online: 978-3-8288-7274-5, https://doi.org/10.5771/9783828872745-15

Series: KONTEXT Kunst - Vermittlung - Kulturelle Bildung, vol. 20

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
1 Einleitung Die Sandsteinformation der Externsteine gilt heute als eines der bedeutendsten Natur- und Kulturdenkmäler Deutschlands und wird jährlich von über einer halben Millionen Menschen aus dem In- und Ausland besucht. Einen Anziehungspunkt für Besucher*innen bildeten die Externsteine schon im Mittelalter, als mit der Kölnischen Straße – eine Abzweigung des Westfälischen Hellwegs – eine wichtige Fernhandelsverbindung an den Externsteinen vorbeiführte.1 Ab dem 17. Jahrhundert weckten die Felsen das Interesse der Grafen zur Lippe. Zwischen 1652 und 1666 errichtete der Graf Hermann Adolph zur Lippe dort repräsentative barocke Anbauten, die allerdings schon bald wieder verfielen, deren architektonische Gestalt aber durch die einsetzende künstlerische Darstellung der Externsteine überliefert ist. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das Gelände an den Externsteinen von Fürstin Pauline zur Lippe schließlich touristisch erschlossen und das Umfeld neugestaltet. Die Gastronomie wurde weiter ausgebaut und eine Hotellerie errichtet, der Stauteich angelegt, die landschaftliche Umgebung gestaltet und der einstige Fernweg als Straßenbahnlinie Paderborn-Detmold zwischen die Felsen verlegt. Schon vor der touristischen Erschließung, den damit verbundenen Besucherströmen und der bildlichen Dokumentation der Umgestaltungen an den Externsteinen ab dem 17. Jahrhundert erregte diese Felsformation die Aufmerksamkeit der Bevölkerung. Im Fokus der Forschungen und Rezeptionen stand dabei seit jeher die Frage nach der ursprünglichen Funktion und künstlerischen Ausarbeitung der Felsenanlage, insbesondere des Kreuzabnahmereliefs, des Grottensystems, des Arkosolgrabs und der Höhenkammer. Seit dem 16. Jahrhundert entwickelten sich dazu Theorien und Anschauungen, die durch Wissenschaftler*innen, Hobbyforscher*innen, Interessengruppen und weitere Gruppierungen Verbreitung fanden. Seit der völkischen und nationalsozialistischen Vereinnahmung steht vor allem die Annahme, die Externsteine seien eine germanische Kultstätte, im Mittelpunkt des Interesses. Seit 1945 gelten die Externsteine daher als Synonym für ideologisierte Wissenschaft unter dem Druck diktatorischer Machthaber.2 Die weitere vorherrschende Annahme ist, dass die Anlagen an den Externsteinen eine Nachbildung des Heiligen Grabes in Jerusalem darstellen sollen. Diese beiden divergierenden Ansichten bilden die zwei wesentlichen Theorien zur Deutung der Externsteine – wobei eine Fülle weiterer Annahmen kursiert. Grund für die Entwicklung dieser mannigfachen, teils haltlosen Spekulationen ist die spärliche und diffizile mittelalterliche Quellenlage sowie die Ausgrabungsergebnisse, die keine weitreichenden Aufschlüsse über die Situation an den Externsteinen vor dem 11. Jahrhundert geben. Diese prekäre Sachlage führt zu Spannungen zwischen unterschiedlichsten Gruppierungen und lässt die Externsteine zur Projektionsfläche vielfältiger Vorstellungen werden. So gehen die Spekulationen bis in die heutige Zeit weiter und kreieren einen Mythos „Externsteine“, der weit über die Region hinauswirkt. 1 Linde 2018 a, S. 44. 2 Halle 2002, S. 37. 15 16 Die enorme Bedeutung, die die Externsteine seit nunmehr über 450 Jahren – die erste literarische Kenntnisnahme stammt von 1564 – in und für die Region, die umliegende Umgebung, aber auch national und international haben, wie die Besucherzahlen zeigen3, verdeutlichen das große öffentliche Interesse für diesen Ort als kulturelles Erbe und Identifikationsfigur. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bemühte man sich die äußerlichen Zeichen der nationalsozialistischen Vereinnahmung, die „germanische Landschaft“, so schnell wie möglich abzubauen und das vorherige landschaftliche Bild wiederherzustellen und so „die Kontinuität des belasteten Ortes damit optisch in Teilen“ zu brechen.4 Es setzten schnell wieder touristische Angebote ein und von den zuständigen Institutionen wurden Maßnahmen zur Erhaltung und Pflege wie auch Vermittlung ergriffen – wie zuletzt die Errichtung des Infozentrums 2011 mit einzelnen Informationstafeln zur Geschichte der Externsteine. „Indem Menschen Kultur- und Naturerbe erhalten und pflegen, konstruieren sie sich eine Identität. Sie nutzen das Erbe als Zugang zu ihrer Geschichte und zugleich als Grundlage für Zukunftsentwürfe. In der Auseinandersetzung mit kulturellem Erbe finden Gruppen und Gesellschaften Antworten auf die Einflüsse und Probleme, die im Verlauf der Geschichte an sie herangetragen werden.“5 Dieses Verständnis, das sich auch im Umgang mit den Externsteinen zeigt, ist die Grundlage für das Weltkulturerbeprogramm der UNESCO und soll allen Menschen weltweit die Möglichkeit für „zukunftsweisende Interpretationen und Projektionen“ geben.6 Übertragen auf das kulturelle Erbe und exemplarisch auf die Externsteine als bedeutendes regionales Kulturerbe heißt das, die Rezeptionsgeschichte der Externsteine objektiv aufzuarbeiten und für die Vermittlung aufzubereiten, um eine Identität für zukünftige Generationen zu produzieren.7 Dieses Ziel liegt der Arbeit inne und soll die Perspektive dieses Ortes um neue Vermittlungskonzepte erweitern, den Fokus der Wahrnehmung wegführen von der ideologisch belasteten Geschichte und damit einen exemplarischen Beitrag zur kulturellen Bildung für regionale, ländliche Kulturerbestätten liefern. Gleichzeitig soll eine neue kunstwissenschaftliche wie kunstdidaktische Sichtweise auf diesen Ort gegeben werden - etwas, was in der bisherigen Vermittlung der Externsteine noch nicht geschehen ist - und helfen, ihn als partizipatives und kulturelles Erbe mit einem „außergewöhnlichen universellen Wert“8 für alle Menschen zu verstehen. Diese Intention bekommt im europäischen Kulturerbejahr 2018 besondere Relevanz, lautet das Motto doch „Sharing Heritage“ und möchte dazu auffordern, das kulturelle Erbe Europas sichtbar zu machen und andere daran teilhaben zu lassen. Es geht um Fragen wie „Wo 3 http://www.lz.de/lippe/kreis_lippe/21550849_Mehr-Besucher-am-Hermannsdenkmal-und-den-Externsteinen.html (Letzter Zugriff: 03.06.2019). 4 Halle 2009, S. 198. Siehe auch Halle 2018. 5 Epstein 2006, S. 38. 6 Ebd. 7 Vgl. Ebd. 8 Der „außergewöhnliche universelle Wert“ oder „Outstanding Universal Value“ ist für die UNESCO neben den übergreifenden Kriterien der Einzigartigkeit, Authentizität und Integrität das entscheidende Merkmal für die Vergabe des Weltkulturerbe-Titels, siehe https://www.unesco.de/kultur-und-natur/welterbe/welterbe-werden (Letzter Zugriff: 04.06.2019) sowie Kapitel 3.1.1 und 3.1.3. 17 erkennen wir das europäische Erbe in unseren Städten, Dörfern und Kulturlandschaften wieder?“, „Was verbindet uns?“, „Was wollen wir verändern?“, „Was können wir lernen?“, „Was entdecken wir neu und überrascht uns?“9 Demnach soll eine Perspektiverweiterung auf die Kulturerbestätten durch die daran teilnehmenden Projekte entstehen, die einerseits die Bewahrung umfassen, aber ebenso neue Blicke auf die Geschichte ermöglichen sollen. Die Externsteine könnten im Sinne dieser Studie unter dem Leitthema „Erinnern und Aufbruch“ behandelt werden, sollen die Erfahrungen aus der Vergangenheit – ob negativ oder positiv – doch dazu hinleiten, diese als Raum für neue Erfahrungen zu sehen, die auf den historischen Schichten aufbauen und einen Weg zu einem friedlichen, kooperativen Miteinander öffnen können.10 Die völkische Einflussnahme auf die Interpretation der Externsteine wie auch die belastende nationalsozialistische Zeit in ihrer Geschichte werden in dieser Studie bewusst nur als Exkurs behandelt.11 Es handelt sich zwar um einen enormen historischen Einschnitt, der aber die Forschung und die Offenheit für neue, innovative Sichtweisen zum Teil blockiert hat. Der Fokus soll daher wieder auf andere Begebenheiten in der Rezeptionsgeschichte gelegt werden, um dazu mit kunstdidaktischen Konzepten künstlerische Zugänge zu ermöglichen und als Basis für eine Kulturerbebildung vorzubereiten. Die Konzepte sollen als Ausgangspunkte für eine Projektarbeit an verschiedenen Bildungsinstitutionen verstanden werden, die je nach Intention, Funktion und Zielgruppe weiter ausgearbeitet werden können. In dieser Studie werden Impulse für eine Kunstvermittlung zu verschiedenen historischen Bereichen gegeben; vollständige Projekte können aber nur gezielt erarbeitet und als Ausblick in dieser Arbeit behandelt werden. Damit soll das Desiderat in der bisherigen Vermittlungsarbeit an den Externsteinen geschlossen werden, was bisher keine Lehrmaterialien für Bildungsinstitutionen – seien es Schulen, Volkshochschulen, Universitäten oder weitere kulturelle Bildungseinrichtungen – vorsieht. Die Arbeit ist als Studie in der regionalen Kulturerbebildung angelegt, die sich an die Richtlinien der UNESCO-Welterbekonvention anlehnt bzw. sich davon abgrenzt, und möchte exemplarisch anhand der Externsteine Konzepte für die Kunstvermittlung aufzeigen, die auf jedwede Kulturerbestätte übertragbar sind. Das soll auch der Aufbau der Arbeit widerspiegeln. In einem einführenden Grundlagenkapitel (Kapitel 2) sollen die Externsteine zunächst inhaltlich vorgestellt und ihre Charakteristika herausgearbeitet werden, die zu ihrem kulturellen Wert beitragen. Dazu wird ihre geographische Lage beschrieben, die teilweise für die späteren Deutungsversuche ausschlaggebend war, sowie ihre Entstehungsgeschichte und Namensgebung erläutert. Außerdem soll eine Beschreibung der prägnanten, künstlich geschaffenen Bereiche der Felsengruppe ihren außergewöhnlichen und teils einzigartigen Charakter als Kulturerbe zeigen. Diese Beschreibung trägt auch zu einer besseren Verortung der bildlichen Darstellungen und schriftlichen Zeugnisse bei, die im daran anschließenden Kapitel zur 9 https://sharingheritage.de/kulturerbejahr/ (Letzter Zugriff: 03.06.2019). 10 https://sharingheritage.de/leitthemen/europa-erinnern-und-aufbruch/ (Letzter Zugriff: 03.06.2019). 11 Verwiesen werden kann an dieser Stelle auf den erst 2018 erschienenen Tagungsband „Die Externsteine. Zwischen wissenschaftlicher Forschung und völkischer Deutung“ von Larissa Eikermann, Stefanie Haupt, Roland Linde und Michael Zelle, der sich wissenschaftlich fundiert mit den Geschehnissen dieser Zeit auseinandersetzt. 18 Quellen- und Forschungslage erläutert werden. Dieses Kapitel intendiert, einen Überblick zur Überlieferungsgeschichte der Externsteine von den Anfängen bis in das 19. Jahrhundert zu geben und wird gegliedert in die Quellen- und Rezeptionsgeschichte. Die Kenntnisse über die Quellenlage dienen der Nachvollziehbarkeit für die Deutungen, die sich mit dem Beginn der Rezeptionsgeschichte entwickelten, bis 1824 manifestierten und bis heute halten. Daran anschließend folgt der Exkurs zur völkischen und nationalsozialistischen Instrumentalisierung der Externsteine von ca. 1890 bis 1945. Als weitere Basis für die Projektkonzepte werden Forschungsmethodik und Zielsetzung des Vermittlungsansatzes der regionalen Kulturerbebildung dezidiert erläutert (Kapitel 3). In einem ersten Teil wird der Forschungsansatz der regionalen Kulturerbebildung hinsichtlich seines Ursprungs und seiner Anknüpfung an die Weltkulturerbebildung dargelegt, schließlich definiert und seine Bedeutung für eine regionale Kunstvermittlung an den Externsteinen erörtert. Damit sollen die oft nicht wahrgenommene Bedeutung und der Bildungsauftrag, der mit solch einem – wenn auch inoffiziellen – Status verbunden ist, herausgestellt werden. Die Vorstellung der Projektarbeit als pädagogische Methodik dient dazu, einen Anwendungsrahmen für die Vermittlungskonzepte zu geben. Diese Studie möchte keine fertigen Unterrichtsreihen entwerfen oder normierte Vorgaben für die Vermittlung machen, sondern mittels der Konzepte aus der Kunst Impulse oder Anknüpfungsmöglichkeiten für Projekte geben. Ein Diskurs über die Projektarbeit ist daher notwendig und soll zeigen, dass es sich dabei um eine ideale, offene Lernform für alle Zielgruppen handelt. Anschließend wird die Auswahl und der Aufbau der Projektkonzepte mit Blick auf die Medium- und Materialwahl begründet. Die Seminare, aus denen die Ansätze für die Konzepte stammen und aus denen Beispiele der künstlerischen Umsetzung entnommen werden, werden kurz vorgestellt. Nach der grundlegenden inhaltlichen und methodischen Einführung folgen die drei Hauptkapitel (Kapitel 4, 5 und 6) zu den entwickelten Projektkonzepten der Lost Places, der Mail Art und des Konzepts von A bis Z. Der Aufbau der Kapitel ist dabei stets gleich angelegt und soll – wie eingangs erwähnt – die Übertragbarkeit dieser Konzepte zeigen und die Anknüpfung erleichtern: Thema – Kontextualisierung – Vermittlung mit exemplarischen künstlerischen Zugängen. Eine eingehende Erläuterung der Konzepte erfolgt in dieser Einleitung nicht, da – wie erwähnt – ein eigenes Kapitel dafür angelegt ist. Vorab kann jedoch gesagt werden, dass sich die Konzepte auf traditionellen Formen der Vermittlung mittels der Malerei berufen und als solche ein Gegengewicht zur fortschreitenden digitalen Vermittlung darstellen sollen. In Zeiten, in denen sich die Wirklichkeit in mediale Scheinwelten verflüchtigt, sind ästhetische Erfahrungen umso wichtiger, fördern sie doch das visuelle Differenzierungsvermögen und müssen daher gleichberechtigt neben der abstrahierenden Wissensvermittlung stehen, wie Petra Kathke schon 2001 erkennt.12 Die Intention für diese Art der konventionellen Vermittlung stammt aus Erfahrungen in der universitären Lehre, bei der ein zunehmendes Maß an fehlender 12 Kathke 2001, S. 201. 19 Imagination und Wahrnehmung, Probleme in der Konzentration und Aufmerksamkeit sowie der Selbstreflexion festgestellt werden können. Die Konzepte sollen in ihrer Konventionalität eine Anbindung an die Lebenswirklichkeit der Zielgruppen erleichtern, eine reflektierte Selbsterfahrung ermöglichen und dadurch wieder hinführen zu einem strukturierten eigenständigen Denken in der Bildung. Gleichzeitig sollen damit eine Sensibilisierung und ein Plädoyer für die Bedeutung von Primärerfahrungen hinsichtlich Raum- und Zeiterfahrung, Kommunikation und Visualisierung erfolgen. Denn primäre Erfahrungen, wie durch den Einsatz von vielfältigsten Materialien in der Kunstvermittlung, lösen Reize aus, die wiederum zu Reaktionen führen und die Phantasie anregen. „Interaktionen von Mensch und Material bilden das Fundament der Wahrnehmung“, hält Petra Kathke folgerichtig fest.13 Weiterhin sagt sie, dass sich das Kind – demnach auch Erwachsene – nur im Wechselspiel von Ich und Welt seiner gestaltenden Kreativität bewusst wird.14 Das Interesse an der sichtbaren Welt, wie kulturellen Orten, muss somit wieder geweckt werden, damit eine selbstreflektierte Wahrnehmung stattfinden kann. Abschließend werden in einer Schlussbetrachtung die Vermittlungspotentiale der in der Studie dargelegten Konzepte im Rahmen der regionalen Kulturerbebildung zusammengefasst sowie die Vorgehensweise kritisch reflektiert. Ausblickend sollen Forschungs- und Vermittlungsperspektiven in Aussicht gestellt werden. 13 Kathke 2001, S. 197. Eine Weiterführung dieser Thematik erfolgt in Kapitel 3.3.2 zu den Medien und Materialien der Projektkonzepte. 14 Ebd.

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References

Zusammenfassung

Regionale Kulturerbestätten bedürfen einer Vermittlung, welche die Identifikation der Menschen, die Wahrnehmung und kulturelle Teilhabe sowie das gesellschaftliche Verantwortungsbewusstsein stärkt und fördert. Kulturerbebildung soll als Teil einer umfassenden Bildung verstanden werden. Dazu müssen die kulturellen Wertigkeiten, die sich durch in der Vergangenheit zugeschriebene Bedeutungen und Praktiken entwickelt haben, reflektiert, hinterfragt und weiterentwickelt werden.

Die Externsteine, eine Sandsteinformation im Teutoburger Wald bei Horn Bad-Meinberg, stellen im Sinne der kulturwissenschaftlichen Forschung eine solche regionale Kulturerbestätte dar. An diesem Ort, der seit dem 16. Jahrhundert das öffentliche Interesse weckt, verdichten sich Wertvorstellungen, Traditionen, Geschichten(n) und Identitäten zu einer komplexen und kontroversen Rezeptionsgeschichte. Die Initiierung von zukunftsweisenden Vermittlungsprojekten mit unmittelbarem Bezug zur Geschichte soll dazu beitragen, alte Sichtweisen aufzubrechen und neue Betrachtungsweisen über die Kunstdidaktik zu schaffen.

Larissa Eikermann entwickelt dazu in dieser Arbeit drei kunstdidaktische Konzepte – Lost Places, Mail Art und A bis Z –, die einen exemplarischen Beitrag im Sinne der Übertragbarkeit auf andere Kulturerbestätten zur kulturellen Bildung darstellen sollen. Die traditionellen Konzepte aus der Kunstvermittlung, qualitativ erprobt in der universitären Lehramtsausbildung, bieten das entsprechende Potential, indem unmittelbare ästhetische Erfahrungen gewonnen werden können, die kognitive, materielle und reflexive Prozesse aktivieren. Damit kompensieren sie zudem durch die digitale Vermittlung regressive Fähigkeiten.

Diese Studie möchte einen methodischen Rahmen für die Initiierung von Vermittlungsprojekten an den Externsteinen bieten und damit dem Desiderat an Lehr- und Bildungsmaterialien für diese Stätte entgegenwirken.