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Marvin Grabs, Klaus-Henning Hoffmann, 1 Einleitung in:

Thomas Batz (Ed.)

Zentrale Herausforderungen des Bildungsmarketings, page 28 - 29

Resultate einer Studie der DHBW Heilbronn und der Universität Stettin

1. Edition 2019, ISBN print: 978-3-8288-4329-5, ISBN online: 978-3-8288-7273-8, https://doi.org/10.5771/9783828872738-28

Tectum, Baden-Baden
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1 Einleitung M arvin Grabs & K laus-H enning H offm ann 1.1 Problemstellung Aufgrund des Organisationsgestaltungskonzepts Industrie 4.0 und der generellen Digitalisierung benötigen alle Organisationen (Unterneh men, Behörden, soziale Einrichtungen) immer mehr hochqualifizierte Mitarbeiter. Die Anzahl an spezialisierten Studiengängen nimmt stetig zu und somit auch die Zahl an Hochschulen, Universitäten und priva ten Hochschulen, die diesen Bedarf decken wollen. Die Hochschulen stehen dementsprechend im Wettbewerb, um Studenten für sich zu ge winnen. Sie müssen auf sich aufmerksam machen, um als attraktive Hochschule wahrgenommen zu werden und sich mitunter gegen be kannte, große und renommierte Hochschulen durchzusetzen. Hochschulmarketing ist hierbei von wichtiger Bedeutung, um sich von ande ren Hochschulen abzuheben. Vergleichbar mit einem USP aus dem Produktmarketing muss die Einzigartigkeit der Hochschule zur Gel tung kommen. Das Hochschulmarketing der Universität Stettin über zeugt bisher zu wenig potenzielle Studierende. Daher hat die Universität Stettin einen Rückgang von Studierenden zu verzeichnen. Bisher hat sie jedoch keine Gegenmaßnahmen ergriffen, um dem Rückgang entge genzuwirken. 28 1.2 Zielsetzung Ziel der Arbeit ist es, die Beweggründe der aktuellen Studenten zu erfas sen, weshalb sie sich für ein Studium an der Universität Stettin entschie den haben. Des Weiteren werden die aktuellen Bildungsmarketingmaß nahmen sowie die Merkmale des polnischen Arbeitsmarktes und Bil dungsmarktes im Vergleich zum deutschen erfasst. Aus diesen Erkennt nissen sollen Maßnahmen für ein erfolgreiches Bildungsmarketing ab geleitet und konzipiert werden. Daraus entstehen Handlungsempfehlun gen, um mehr Studenten für die Universität Stettin zu begeistern und gewinnen. 1.3 Vorgehensweise Die Arbeit gliedert sich in eine externe und interne Analyse mit daraus resultierenden Handlungsempfehlungen für zukünftige Marketingmaß nahmen. Die externe Analyse beginnt mit der Auseinandersetzung mit dem Bildungsmarketing. Es werden Begriffsdefinitionen erläutert und allgemeine Informationen zum Begriff Bildungsmarketing gegeben. An schließend wird das Hochschulmarketing bezüglich des Social-Media- Auftritts bewertet, um Verbesserungspotenziale aufzuzeigen. Im zweiten Schritt werden das Schulsystem und der Arbeitsmarkt von Deutschland und Polen beleuchtet. Dabei sollen eventuelle Unterschiede oder Paral lelen aufgezeigt werden. Abschließend werden die externen Faktoren analysiert und systematisch geordnet, um die Chancen und Risiken des Umfeldes der Universität aufzuzeigen. Im Rahmen der internen Analyse wird ein Fragebogen konzipiert, um die aktuellen Beweggründe der Stu denten zu erfassen, weshalb sie sich für die Universität Stettin entschie den haben. Dieser wird anschließend ausgewertet und interpretiert, um ein speziell auf die Zielgruppe ausgerichtetes Bildungsmarketingkon zept zu entwerfen. Hier werden die Handlungsempfehlungen gezielt Anregungen für mobile Websites, Social Media, Messebesuche, Hochschulevents und Alumni Management liefern. 29

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Zusammenfassung

Von Dezember 2018 bis März 2019 führten Studierende des Studienschwerpunkts Human Resources der DHBW Heilbronn in enger Zusammenarbeit mit der Universität Stettin ein gemeinsames Projekt durch. Auslöser für dieses Projekt waren teils deutlich zurückgehende Studierendenzahlen an der Universität Stettin, trotz der dort vorhandenen hervorragenden Rahmenbedingungen und des ausgezeichneten Lehrpersonals – ein Umstand, der an verschiedenen polnischen Universitäten aktuell zu verzeichnen ist.

Die Studierenden stellten sich nun die Frage, welche Ursachen für diese kritische Entwicklung verantwortlich sind und welche Maßnahmen geeignet sein könnten, um mit zielgerichtetem Bildungsmarketing zu einer positiven Entwicklung beitragen zu können. In diesem Buch werden die Ergebnisse und Erkenntnisse aus der studentischen Studie vorgestellt.