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Leitfaden in:

Katharina Kaineder

Interkulturelles Zusammenleben afghanischer und österreichischer Familien, page 97 - 101

"Es war genial, aber es war ein Wahnsinn"

1. Edition 2019, ISBN print: 978-3-8288-4328-8, ISBN online: 978-3-8288-7272-1, https://doi.org/10.5771/9783828872721-97

Series: Anwendungsorientierte Religionswissenschaft, vol. 15

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Leitfaden Leitfrage/Erzählaufforderung Check: Wurde das erwähnt? Konkrete Fragen: an passender Stelle stellen Aufrechterhaltung- und Steue rungsfragen Teil 1: die Situation Könnt ihr mir ein wenig über euch selbst erzählen? Und über die Familie aus Afghanistan? Und wie es dazu kam, dass ihr heute in dieser Konstellation zu sammenlebt? - Beruf - Familiensituation - Umfeld - Bildungsstatus - Fluchtgeschichte - Momentane Situation - Motivation Flüchtlinge aufzunehmen Wann habt ihr entschieden Flüchtlinge aufzunehmen und wie kam es dazu? Wann habt ihr von der Flucht geschichte erfahren? Wie weit habt ihr euch damit auseinan dergesetzt? Inwieweit wirkt sich das auf das Zusammenle ben aus? Und weiter? Und dann? Wie ging es weiter? Teil 2a: internes Zusammenleben Wie gestaltet sich das Zusam menleben? [Wie wirken sich die verschiedenen Lebensbereiche auf das Zusammenleben aus?] - Bildung (Kindergar ten, Schule, Deutsch kurse) - Arbeit - Haushalt/Arbeiten rund ums Haus, Woh nung, Garten,... - Mobilität - Nahrungsmittel/ Essen - Gesundheit/ Gesund heitsversorgung Bei den verschiedenen Lebens bereichen oder aber auch bei Schwierigkeiten und Unter schieden: Wie wirkt sich das auf das Zu sammenleben aus? Wenn sie Kinder haben: Wie empfinden die Kinder die Situ ation? Könnt ihr zum Bereich der Bil dung/ Mobilität/... noch etwas sagen? Wie war das so mit der Spra che/ der Kommunikation/... ? Was heißt das für eure Familie? Teil 2b: internes Zusammenleben Welche Schwierigkeiten habt ihr erfahren? Und welche Berei cherungen? Sprache/ Kommunika tion Finanzielles Kinder/ Kindererzie hung Teil 3: externes Zusammenleben Wie war die Wahrnehmung von außen? Mit welchen Dingen wurdet ihr im Dorf konfron tiert? Vernetzung mit ande ren Familien Unterstützung/ Hilfe Unverständnis/ Recht fertigung Begegnungen mit Dorfbewohnerinnen Urteile von außen Motivation/ Motiva tion halten Teil 4: zeitliche Dimension - Kommunikation Was würdet ihr sagen hat sich “ Umgang miteinander seither verändert? Gibt's den Versuch die Schwie rigkeiten aufzuklären? Was be deutet das für eure Familie? Wo zeigen sich keine Schwie rigkeiten, wo man sie eigentlich erwartet hätte? Könnt ihr dazu noch etwas sa gen? Wie war das so mit den Nach barn/...? Und dann? Hat es mit anderen Familien, die in der gleichen Situation sind eine Vernetzung gegeben? Seid ihr auf Unverständnis ge stoßen? Oder gab es eine breite Unterstützung? Inwieweit? Was würdet ihr euch wünschen? - Wahrnehmung von außen Was würdet ihr euch vom Staat/ der Gesellschaft wünschen? Was vermisst ihr?

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Zusammenfassung

Das Werk beleuchtet unterschiedliche Aspekte des Zusammenlebens von afghanischen und österreichischen Familien nach der Flüchtlingskrise 2015 und geht der Frage nach, wie sich dieses Zusammenleben gestaltet hat und mit welchen Fragen und Herausforderungen die Familien konfrontiert waren. Die Grundlage der Datengewinnung sind qualitative Interviews mit Eltern von österreichischen Familien, die afghanische Familien bei sich zuhause in einem Dorf in Oberösterreich aufgenommen haben.

Im theoretischen Teil wird zu Beginn auf die Asylpolitik in Österreich eingegangen. Anschließend folgen empirische Erkenntnisse sowohl über die aktuelle Asylpolitik und die Situation im Dorf, als auch über das Zusammenleben der afghanischen und österreichischen Familien unter den Gesichtspunkten Kommunikation, Arbeit und Bildung, Gender, Religion und Glaube. Ziel ist es, die Erfahrungen und Alltagssituationen der Menschen kennenzulernen und herauszufinden, wo relevante Fragestellungen, Herausforderungen und Lernchancen liegen.