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5 Diskussion in:

Reinhard Fischer

Mit Werten wirtschaften, page 117 - 124

Praxismodell Gemeinwohlökonomie

1. Edition 2019, ISBN print: 978-3-8288-4310-3, ISBN online: 978-3-8288-7246-2, https://doi.org/10.5771/9783828872462-117

Series: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Wirtschaftswissenschaften, vol. 89

Tectum, Baden-Baden
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Diskussion Unternehmenswerte Es ist naheliegend, dass die von der GWÖ propagierten Werte sich in ähnlicher oder gleicher Form in den Unternehmen der GWÖ widerspiegeln. Es gäbe ja auch sonst wenig Anreiz, der GWÖ beizutreten, da staatlicherseits gewährte monetäre Vorteile keine Rolle spielen. Insofern kann von einer Werte- und Interessengemeinschaft die Rede sein. Gleichgesinnte schließen sich zusammen, um ihre Auffassung eines Wirtschaftswesens, das sich in seiner Zwecksetzung von den klassischen Wirtschaftsunternehmen unterscheidet, klar zum Ausdruck zu bringen und eine Nische zu bilden. In dieser Nische können manche Unternehmen gut gedeihen, wenngleich deutlich wird, dass es einer intrinsischen Motivation meist der Unternehmensgründer bedarf, um sich einer gemeinwohlorientierten Firmenphilosophie zu verschreiben. Die Vertreter der GWÖ bzw. die Gemeinwohlökonomiebewegung als solche lässt sich wohl am treffendsten dem Ulrich’schen Entwurf einer Unternehmensethik (vgl. Kap. 2.4.4) zuordnen. Der zweistufige Ansatz einer Individualethik im Geschäftsleben und einer republikanischen Unternehmensethik im Sinne eines ordoliberalen Engagements für Ziele des Gemeinwohls anstelle des Einzelwohls stimmt mit den Zielen der GWÖ weitgehend überein. Die GWÖ würde wohl taxfrei das Ulrich’sche Postulat unterschreiben, wonach die Bürgerfreiheit höher zu bewerten sei denn die Freiheit des Marktes oder der Administration. Die Erstellung der Gemeinwohlbilanz übt in diesem Sinne einen deutlichen Bewusstwerdungsprozess auf der Basis der expliziten Werte, denen sich das Unternehmen verpflichtet weiß, aus. Letztlich geht es um die mittelbare Bewusstwerdung der Fragen, die die Gemeinwohlbilanz stellt. Dies wird von einigen Unternehmensvertretern als positiv empfunden. Sie finden, dass die Kriterien der Gemeinwohlbilanz die richtigen Fragen stellen, und meinen, dass die Breitenwirkung der 5 5.1 117 GWÖ langsam an Gewicht gewinnen wird und die Bewusstwerdung zentraler Fragen, die die Gesellschaft betreffen, verstärkt in den Vordergrund tritt. Der Beweggrund für das unternehmerische Tun ist es, einen positiven Mehrwert durch das jeweilige Wirtschaften zu erzielen. Einen positiven Mehrwert für die Kunden durch die Produkte, aber auch für die Gesellschaft, weil die Unternehmen gute Arbeitgeber sind, weil sie sich engagieren und einen Mehrwert für die Umwelt schaffen. Weil die Unternehmen eben so wirtschaften, dass sie der Umwelt keinen Schaden zufügen und im besten Fall, dass sie erhalten bleibt und zwar in der gesamten Lieferkette. Der Nachweis, dass durch explizit nachhaltige Unternehmenswerte ein Wirtschaften im Sinne der Triple-Bottom-Line möglich ist, wurde durch die angefragten Unternehmen hinlänglich bewiesen. Dass die GWÖ nicht als der einzig zukunftsweisende Pfad gesehen wird, wurde jedoch ebenso deutlich. Letztlich bedeutet der Beitritt zur GWÖ einen Gewinn für beide Seiten. Die Unternehmen der GWÖ profitieren von einer gesteigerten Reputation am Markt, was gleichlautend auch für die GWÖ selbst gilt. Jedes Unternehmen, welches die GWÖ unterstützt, stärkt deren Anliegen im Sinne der republikanischen Unternehmensethik nach Ulrich. Zu fragen bleibt indes, ob die Bestrebungen einer verstärkt (immateriell) wertgebundenen Unternehmensphilosophie, aus der Nische herauszutreten und Breitenwirkung zu erlangen, auf mittlere Sicht Früchte tragen kann. Derzeit scheint es eher wahrscheinlich, dass die GWÖ ihr Nischendasein beibehält, da ihre Attraktivität gerade darin begründet zu sein scheint, das Andersgeartete, den Gegenentwurf darzustellen. Sollten sich sehr viele Unternehmen zur GWÖ bekennen, so käme – wie zu vermuten ist – der gegenwärtige Vorteil einer gesteigerten Marktreputation sukzessive zum Erliegen. Dies würde sich wohl aus heutiger Sicht nur dann ändern, wenn zu den immateriellen Aspekten weitere handfeste Vorteile im Ordnungsrecht, wie z.B. Steuererleichterungen, zum Tragen kämen. 5 Diskussion 118 Die Gemeinwohlökonomie in den Unternehmen In jenen Unternehmen, welche schon seit vielen Jahren – teilweise seit Unternehmensgründung – Werte vertraten, welche jenen der GWÖ nahestehen, ist die GWÖ/GWB auch ein Mittel zum Ausdruck der bereits gesetzten Maßnahmen. Diese Unternehmen bewerten die GWB in höherem Ausmaß als Kommunikationsmittel, um über Maßnahmen den Stakeholdern zu berichten. Doch auch diese Unternehmen gaben an, aus der GWB Vorteile für die Ermittlung von BCfS zu generieren. Wie in Kapitel 4.4.2 bereits dargelegt, unterscheiden sich die Unternehmen hinsichtlich der Ursache ihres Beitritts zur Gemeinwohlökonomie danach, ob sich das Unternehmen bereits in der Vergangenheit auf dem Pfad der Gemeinwohlorientierung befunden hatte und sich aufgrund einer hohen Wertekongruenz für die Erstellung einer Gemeinwohlbilanz entschied oder ob die Gemeinwohlökonomie als „Geburtshelfer“ und Ideengeber für ein eben gegründetes Unternehmen fungierte. Als gemeinsame Klammer fungiert jedoch in beiden Fällen die weitgehende Übereinstimmung mit den Werten der GWÖ, wenngleich unter dem Strich immer auch die Frage nach den kommerziellen Vorteilen dieser Form der Werteorientierung gestellt wird. Wenn auch der Begriff des Gemeinwohls nicht abschließend definiert ist (s. Kap. 2.1.1), und Christian Felber in seinen Publikationen ebenfalls darauf verweist, dass er der demokratischen Willensbildung hinsichtlich dessen, was das Gemeinwohl denn nun sei, höchste Priorität einräumt, so lassen die Aussagen der Unternehmen, die sich einer solchen Begrifflichkeit verpflichtet sehen, doch folgende grundlegenden Schlüsse zu: – Gemeinwohl lässt über den Tellerrand des eigenen Unternehmens hinausdenken (Stakeholderorientierung anstelle von Shareholderorientierung, vgl. Kap. 2.1.1) – Es „denkt“ nicht nur in der Ich-Form, sondern erkennt ein „Wir“ oder „Ihr“ (individuelles Wohl tritt hinter jenes der Gemeinschaft zurück, vgl. Kap. 2.3.2) – Es umfasst jedenfalls die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit im Sinne der Triple-Bottom-Line (der Triple Win Gedanke ist handlungsleitend, vgl. Kap. 2.6.2) 5.2 5.2 Die Gemeinwohlökonomie in den Unternehmen 119 – Es umfasst eine (meist Selbst-)Verpflichtung über die reine Profitmaximierung hinaus (normative und instrumentelle Motivationssphäre, vgl. Kap. 2.6.3) – Es bedarf darüber hinaus jedoch auch einer mentalen und emotionalen Verankerung, welche Transformation als gesellschaftliche Notwendigkeit anerkennt (Wirtschaften mit dem Menschen und der Natur, nicht gegen Mensch und Natur, vgl. Kap. 2.4.2) – Es kann als Versuch gewertet werden, die Wirtschaft der Gesellschaft wiedereinzubetten (nicht der Mensch lebt für die Wirtschaft, sondern die Wirtschaft dient dem guten Leben des Menschen, vgl. Kap.2.3.5) – Gemeinwohl ist Teil eines nachhaltigen, zukunftsfähigen Narrativs, welches sich die Gesellschaft über sich selbst erzählt (Zukunft schaffen anstelle von Zukunftsvergessenheit, vgl. Kap 1.1). Business Cases for Sustainability in Unternehmen Der Zweck eines Unternehmens ist es nicht, Gewinne oder eine Wertsteigerung zu erzielen. Diese monetären Größen sind lediglich Resultate und gegebenenfalls auch Maßstäbe eines erfolgreichen Handelns. Unternehmen existieren in erster Linie, um dem Kunden und der Gesellschaft einen Nutzen zu stiften. Je besser der Nutzen erfüllt wird, desto höher kann der Preis der Produkte sein. Desto eher ist das Unternehmen in der Lage, die für eine langfristige Existenzsicherung erforderlichen Gewinne zu erzielen (Colsman, 2016, 26). Auch dieses Credo findet sich bei den interviewten Gemeinwohlunternehmen – in unterschiedlich starker Ausprägung – wieder. Der Treiber „Umsatz- und Margensteigerung“ wurde von drei der sieben Unternehmen positiv beantwortet. Aber gerade der von allen befragten Unternehmen genannte Treiber für BCfS, die Marktreputation der Unternehmen, passt sehr gut in die oben getätigte Aussage. Steigt die Reputation, weil die Kunden einen gesteigerten Nutzen für sich aus den Produkten des jeweiligen Unternehmens erkennen, so kann möglicherweise eine erhöhte Zahlungsbereitschaft der Kunden abgeleitet werden. 5.3 5 Diskussion 120 Bei Vaude sind viele Systeme (EMAS, Fair Wair Foundation) etabliert, welche Anlass für die Erstellung von BCfS sein können. Die Ideen entstehen durch die Zusammenarbeit mit verschiedensten Institutionen. Insofern ist die Abfrage des Innovationsprozesses in dieser Arbeit zumindest nicht abschließend durchgeführt. Es lässt sich vermuten, dass Innovationen auf eine Vielzahl von Entstehungspfaden zurückzuführen sind. Die Zahl der involvierten Institutionen scheint hier eine nicht unerhebliche Rolle zu spielen, da sie als Inkubatoren für neue Ideen fungieren können. Die Zurückführung auf die GWB als alleiniges Instrument ist nicht zielführend. Hinsichtlich Innovation kann die GWB ein Instrument sein, wenn sie systematisch, z.B. als Unternehmensentwicklungstool, genutzt wird. Es empfiehlt sich indes, nicht nur auf die GWB als Treiber für Innovation zu setzen, sondern den Prozess breiter aufzusetzen. Manche Unternehmen nutzen die GWB explizit als Tool für Unternehmensentwicklung. Polarstern etwa meint, dass dies sowohl auf sich entwickelnde Unternehmen zutrifft als auch auf Start-Ups, wo viele Unwägbarkeiten auf die Unternehmensgründung warten. Gerade bei letzteren kann die Befassung mit der Matrix dazu führen, zu erkennen, wo andere Unternehmen einen Dienstleistungsbedarf haben. Das kann also zu Geschäftsmodellen führen, die man ohne die Beschäftigung mit der Matrix nicht gefunden hätte. Und wenn die Gemeinwohlnische weiter wachsen sollte, können Ansätze, z.B. Dienstleistungen gefunden werden, die gerade für Gemeinwohlunternehmen einen Mehrwert bieten. Ein ökonomischer Selbstläufer ist die Gemeinwohlökonomie hingegen nicht. Das eingangs vermutete verstärkte Attrahierungspotenzial im ökonomischen Sinn für noch nicht der Gemeinwohlwirtschaft zugehörige Unternehmen kann der Autor aus den Unternehmensbefragungen nicht ableiten. Eine aufgrund des ökonomischen Potenzials der GWÖ entstehende selbstverstärkende Aufwärtsspirale ist nicht feststellbar. Eher zutreffend ist die Möglichkeit zur Distinktion von Gemeinwohlunternehmen gegenüber Wettbewerbern, die nicht oder weniger nachhaltig am Markt auftreten. 5.3 Business Cases for Sustainability in Unternehmen 121 Hier nun ist die eingangs gestellte Forschungsfrage zu beantworten. Die Frage lautete: Inwieweit lässt sich die einer ethischen Werten verpflichtete Gemeinwohlbilanz als Grundlage für die systematische Erarbeitung von Business Cases for Sustainability heranziehen? Eine eindeutige Antwort lässt sich nicht geben. Zwar beantworten die meisten der untersuchten Unternehmen die Frage nach den unternehmensintern wie auch -extern gelebten Werten eindeutig im Sinne der Gemeinwohlökonomie (vgl. Kap. 4.1). Die Erstellung der Gemeinwohlbilanz ist Ausdruck der gelebten und nach außen dokumentierten Zugehörigkeit des Unternehmens zu den Zielen und Werten der Gemeinwohlökonomie. Insofern basiert die Erstellung der GWB tatsächlich auf den im jeweiligen Unternehmen etablierten Werten. Felbers Ausführungen zur Gemeinwohlökonomie lassen überdies vermuten, dass er als wichtigster Proponent des Vereines auch die Wertedebatte im Sinne eines „Enlivenment“, einer holistischen Weltsicht (vgl. Kap. 2.4.2) teilt. Inwieweit die interviewten Unternehmen sich der Sichtweise eines neuen Verständnisses von „Welt“ anschließen können, bleibt Spekulation. Dass bestimmte humanistische Werte eine bedeutende Rolle in den Unternehmen spielen, belegen die Interviews. Der Prozess der Erstellung von BCfS wird von einigen Unternehmen jedoch nicht ausdrücklich und unzweideutig auf die Tatsache des Umstandes, der Gemeinwohlökonomie zugehörig zu sein und eine Gemeinwohlbilanz zu erstellen, zurückgeführt. Oftmals erntete der Autor eine gewisse Ratlosigkeit der Interviewten auf die Frage, ob aus der Erstellung der GWB auch BCfS abgeleitet werden können. Hier spielt wieder die generelle Dynamik des Beitritts zur GWÖ eine nicht unbedeutende Rolle. Unternehmen, die bereits viele Jahrzehnte am Markt etabliert sind, antworteten meist, dass die GWÖ ihren Anteil bei der Erarbeitung von BCfS habe, jedoch eine Vielzahl von Ursachen angeführt werden müssten, die zu den konkreten BCfS führten. Die langjährig etablierten Unternehmensprozesse und der Prozess der Erstellung der GWB durchdringen einander, sind miteinander verflochten, eine eindeutige Ursache-Wirkungsbeziehung somit schwer feststellbar. Letztlich legte sich dennoch jedes Unternehmen auf bestimmte BCfS 5 Diskussion 122 fest, welche durch den Prozess der GWB-Erstellung zumindest mitverursacht wurden. Anders jene Unternehmen, welche die GWÖ als Ausgangspunkt ihrer Geschäftsgründung verwendeten. Hier wurde darauf hingewiesen, die GWB systematisch zur Erstellung von BCfS zu verwenden. In diesen Fällen konnte festgestellt werden, dass eine verstärkte Kausalität zwischen GWÖ/GWB und der systematischen Erarbeitung von BCfS besteht. In der abschließenden Bewertung neigt der Autor zu der Ansicht, dass diese Unternehmen einen etwas höheren Anteil der normativen Motivationssphäre aufweisen, während Unternehmen mit längerer Marktpräsenz eher der instrumentellen Motivationssphäre zuzuordnen sind. Die Forschungsfrage lässt sich somit dadurch beantworten, dass es möglich und gelebte Praxis ist, durch die Erstellung der werteorientierten Gemeinwohlbilanz systematisch BCfS zu generieren. Die Genese der Zugehörigkeit zur GWÖ scheint indes insofern eine Rolle zu spielen, dass der Prozess der Bearbeitung der in der GWB gestellten Fragen von jenen Unternehmen mit einem bewussteren Fokus auf die Erarbeitung von BCfS durchgeführt wird, welche die GWÖ bereits bei ihrer Gründung als integrierten Bestandteil ihrer Unternehmensphilosophie betrachteten und die ihre Wertvorstellungen an jenen der GWÖ ausrichteten. Aufgrund der vermuteten Zusammenhänge zwischen Gemeinwohlökonomie und der Erarbeitung von Business Cases for Sustainability könnte in Anlehnung an Binswangers (vgl. Kap. 2.3.3) Wachstumsspirale eine Gemeinwohlspirale erwachsen, in der das Gemeinwohl durch wirtschaftlichen Erfolg der gemeinwohlorientierten Unternehmen immer weiter genährt werden könnte. Die Gemeinwohlspirale wäre demgegenüber jedoch nicht auf die externe Zufuhr von Naturressourcen und Kapital angewiesen, sondern – wie vermutet werden darf – auf gesetzliche Rahmenbedingungen, welche immaterielle Güter, diesfalls Individual-, Unternehmens- und Gesellschaftsethik wachsen ließe. Die Spielanordnung für eine Gemeinwohlspirale müsste jedoch entscheidend geändert werden und in Richtung einer Einbettung der Wirtschaft in die Gesellschaft transformiert werden (vgl. Kap. 2.3.4). Die Spielanordnung müsste beispielsweise den Finanzkapitalismus zähmen und für Rahmenbedingungen sorgen, um Kooperation syste- 5.3 Business Cases for Sustainability in Unternehmen 123 matisch zu begünstigen und Trittbrettfahrertum oder egoistische Maximierung von Einzelinteressen wirkungsvoll zu unterbinden (vgl. Kap. 2.4.3 und 2.4.4). Ein geeignetes Narrativ, um diesen gesellschaftlichen Übergang zu bewerkstelligen, muss indes noch geschaffen werden (vgl. Kap. 1). Möge die Idee der Gemeinwohlökonomie – wie immer man im Detail zu ihr steht – einen Mosaikstein auf dem Weg zur Schaffung dieses Narrativs beitragen. 5 Diskussion 124

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References

Zusammenfassung

Viele Menschen spüren es aufgrund ihrer täglichen Erfahrungen in ihrem Arbeitsumfeld: die krisenhaften Erscheinungen rund um den Globus verlangen ein anderes, neues Wirtschaften. Die gegenwärtige neoliberal verfasste Wirtschaftsordnung gelangt an ihr natürliches Ende. Eine gesellschaftliche Transformation steht an ihrem Beginn. Sie könnte zu einer Reanimation der durch die ökonomische Mainstreamlehre höchst effizient entsorgten Seele führen und den wirtschaftenden Menschen wieder in den Mittelpunkt des Geschehens rücken.

Das Buch beschreibt einerseits die in einem jahrtausendealten Rationalitätskalkül begründeten krisenhaften Erscheinungen der Gegenwart. Andererseits werden Lösungsmöglichkeiten vorgestellt, welche sich durch einen transformierten Ansatz auszeichnen. Im Mittelpunkt steht nicht mehr der Finanzgewinn um jeden Preis, sondern ein Wirtschaften, das dem Leben(digen) dient. Dieser Ansatz wird anhand der Gemeinwohlökonomie exemplarisch in der Praxis untersucht.