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Nachwort in:

Jan Stollmeier

Ausmalbücher für Erwachsene, page 275 - 276

Die eigene Grenzsetzung und die Rückgewinnung von Raum in einer beschleunigten Gesellschaft

1. Edition 2019, ISBN print: 978-3-8288-4272-4, ISBN online: 978-3-8288-7229-5, https://doi.org/10.5771/9783828872295-275

Series: KONTEXT Kunst - Vermittlung - Kulturelle Bildung, vol. 21

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
275 Nachwort Ganz herzlich bedanke ich mich bei Frau Prof. Dr. Jutta Ströter-Bender. Sie hat mich nicht nur durch mein Studium begleitet, sondern mich auch auf das spannende Themenfeld Aus‑ malbilder aufmerksam gemacht und auf diese Weise mein Dissertationsvorhaben initiiert und über die Jahre wohlwollend unterstützt. Frau Prof. Dr. Iris Kolhoff-Kahl danke ich herzlich für die vorbehaltlose Übernahme des Zweitgutachtens. Die vorliegende Arbeit wäre ohne die Interviews nicht zustande gekommen. Daher bedanke ich mich recht herzlich bei den Befragten für die freundlichen und persönlichen Gespräche, die Zeichnungen und Bilder, die sie mir zur Verfügung gestellt haben und für das mir entgegengebrachte Vertrauen. Frau Dr. Andrea Gloger danke ich von Herzen für die vielen Gespräche, Diskussionen, ermutigenden Worte und die überaus hilfreichen und konstruktiven Korrekturen, die für mein Forschungsvorhaben wegweisend waren. Mareike Renerig bin ich aufrichtig dankbar für die jahrelange Unterstützung im sowohl künstlerischen als auch didaktischen Bereich sowie für die zahlreichen Hinweise für meine Forschungsarbeit. Theresa Fortströer danke ich herzlich, weil sie mir die richtigen Hinweise zur richtigen Zeit gab, um meine soziologische Sichtweise zu erweitern. Frau Dr. Susanne Fuß danke ich für die schnelle und professionelle Erstellung der Interviewtranskriptionen. Herzlich danken möchte ich auch Dagmar Dörscheln, Mathias Neuwald und Marc Stollmeier für das zeitintensive Korrekturlesen und die hilfreiche Textkritik. Meiner Kunstkollegin Juliane Barrabas sei gedankt für die künstlerischen Einblicke zu Claude Monet. Ein großer Dank gilt meiner besten Freundin Sandra Schömer, die mein Dissertationsvorhaben stets geduldig und zuversichtlich begleitet hat. Zum Schluss danke ich meiner Familie, insbesondere meinen Eltern Ingrid und Willi, die mir den Alltag unendlich erleichtert haben und mir immer das Gefühl geben, alles erreichen zu können. Hövelhof im August 2019 Jan Stollmeier

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Zusammenfassung

Jan Stollmeier geht der Frage nach der Sinnhaftigkeit von Ausmalbüchern für Erwachsene nach und untersucht den seit einigen Jahren andauernden Trend, der im kunstwissenschaftlichen Bereich bisher keine Beachtung fand. Der Autor weist in seiner qualitativ-empirisch angelegten Arbeit nach, dass Ausmalbilder auf dem geschichtsträchtigen Formenrepertoire der Ornamentik beruhen und in der Lage sind, vielfältige ästhetische Erfahrungen zu initiieren und sowohl simple als auch komplexe Malstrategien hervorzubringen. Die Untersuchung beruht auf einem interdisziplinären Forschungsansatz und greift kunstwissenschaftliche, soziologische und philosophische Aspekte auf, um anhand biografischer Fallrekonstruktionen Ausmaltypen herauszuarbeiten, die die Grundlage für eine abschließende Theorie bilden. Ausmalen ist demnach ein Trend der heutigen Zeit, weil es für die Ausmalenden eine probate Möglichkeit darstellt, zur Ruhe zu kommen und sich vom Alltag zu erholen. Er setzt sich aufgrund veränderter Lebensbedingungen durch, die mit einem Raumverlust und einer sozialen wie gesellschaftlichen Beschleunigung einhergehen, die es unabdingbar machen, eigene Orte und eigene Räume der Entschleunigung zu inszenieren. Die Arbeit widmet sich ebenso der Frage, wie sinnvoll Ausmalbilder im schulischen Kontext sind, und zeigt Möglichkeiten auf, Ausmalen gewinnbringend und unter Berücksichtigung von Lehrplänen, Achtsamkeit und exekutiver Funktionen im Kunstunterricht einzusetzen. „Mit seiner Untersuchung zu Ausmalbüchern von Erwachsenen legt Jan Stollmeier für das Fach Kunstpädagogik ein Grundlagenwerk vor, an dessen zentralen Thesen und Positionen in der Theoriebildung zu diesem Sujet zukünftige Diskurse in diesem Bereich nicht vorbeikommen können.“ Jutta Ströter-Bender