Content

Zeittafel in:

Wolf H. Birkenbihl

Maximilian I., page 143 - 150

Kaiser zwischen Traum und Wirklichkeit

1. Edition 2019, ISBN print: 978-3-8288-4301-1, ISBN online: 978-3-8288-7216-5, https://doi.org/10.5771/9783828872165-143

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Zeittafel 1459 Geburt Maximilians am 22. März in Wiener Neustadt als Sohn Kaiser Friedrichs III. (1415–1493) und dessen Gemahlin Eleonore von Portugal. 1473 Verhandlungen zwischen Kaiser Friedrich III. und Herzog Karl dem Kühnen von Burgund über die Heirat Maximilians mit Maria von Burgund. 1477 Tod Karls des Kühnen in der Schlacht von Nancy gegen die Eidgenossen am 5. Januar. Hochzeit Marias mit Maximilian in Gent am 19. August. Beginn des Burgundischen Erbfolgekrieges. 1478 Geburt Erzherzog Philipps, des einzigen legitimen Sohnes Maximilians, am 22. Juni in Brügge. 1479 Sieg Maximilians bei Guinegate gegen ein französisches Heer am 22. Juni. 1480 Geburt Erzherzogin Margarethes am 10. Januar in Brüssel. 1482 Tod Marias von Burgund am 27. März in Brügge nach einem Reitunfall. Friede von Arras zwischen Maximilian und Ludwig XI. von Frankreich am 23. Dezember. 1484 Aufstand der Städte Gent und Brügge gegen Maximilian, von Frankreich unterstützt. 143 1485 König Matthias Corvinus von Ungarn besetzt am 1. Juni Wien und Teile der Steiermark, Kärntens und Krains. Unterwerfung von Brügge und Gent durch Maximilian in den Monaten Juni und Juli. Abschluss des Friedens von Gent am 21. Juni. Anerkennung Maximilians als Regent und Vormund seines Sohnes Philipp. 1486 Wahl und Krönung Maximilians zum römisch-deutschen König in Frankfurt am Main und Aachen am 16. Februar bzw. 9. April. Rückkehr Maximilians nach Burgund. Fortgang des Krieges in Flandern, Holland und dem Artois. 1488 Gefangenschaft Maximilians in Brügge vom 1. Februar bis 16. Mai. 1489 Rückkehr Maximilians ins Reich im März; Fortführung des Krieges in Burgund durch Herzog Albrecht von Sachsen. 1490 Erzherzog Sigmund von Tirol tritt am 16. März Tirol und die Vorlande an seinen Neffen Maximilian ab. Innsbruck wird Maximilians wichtigste Residenz. Im August erobert Maximilian Wien und Wiener Neustadt von den Ungarn zurück. Prokuratorische Heirat Maximilians mit Anne de Bretagne am 6. Dezember in Rennes. 1491 Preßburger Friede zwischen Maximilian und König Wladislaw II. in Hinblick auf eine habsburgische Erbfolge in Ungarn und Böhmen am 7. November. Karl VIII. von Frankreich heiratet am 6. Dezember Anne de Bretagne (sog. „bretonischer Brautraub“) und gibt Maximilians Tochter Margarethe frei. 1493 Friede von Senlis zwischen Maximilian und Karl VIII. am 23. Mai. Teilung Burgunds. Tod Kaiser Friedrichs III. in Linz am 19. August. Prokuratorische Heirat Maximilians mit Bianca Maria Sforza in Mailand am 20. November. Zeittafel 144 1494 Vermählung Maximilians mit Bianca Maria Sforza in Innsbruck und Hall am 16. März. 1495 Vorvertrag zur spanischen Doppelhochzeit in Antwerpen am 20. Januar. Heilige Liga zwischen Maximilian, dem Papst, den spanischen Königreichen, Mailand und Venedig am 31. März. Wormser Reichstagsabschied am 7. August: Reichsgesetze über Ewigen Landfrieden, Kammergerichtsordnung, Gemeinen Pfennig und Reichsregiment. Hauptvertrag zur spanischen Doppelhochzeit in Mecheln am 5. November. 1496/97 Reichstag in Lindau vom 21. August 1496 bis 8. Februar 1497. Erheblicher ständischer Widerstand gegen die Italienpolitik Maximilians. 1497 Reichstag in Worms vom 24. April bis 23. August. Proteste der Eidgenossen gegen das Kammergericht. Italienfeldzug Maximilians zwischen August und Dezember. 1497/98 Einrichtung von Hofrat, Hofkammer und Hofkanzlei in Innsbruck im Laufe des Winters. 1499 Schweizer- und Schwabenkrieg zwischen Januar und September. Eroberung Mailands durch Frankreich am 17. September. Vertreibung von Herzog Ludovico Sforza aus Mailand. Am 22. September Friede von Basel mit den Eidgenossen, die ihre Selbständigkeit behaupten. 1500 Geburt Karls (V.), des künftigen Gesamterben der habsburgischen und spanischen Territorien, am 24. Februar in Gent. Reichstag in Augsburg vom 10. April bis 10. September: Die Reichsstände lehnen eine Hilfe für Mailand gegen Frankreich ab. Entmachtung Maximilians im Reich. Errichtung eines Reichsregiments in Nürnberg. Zeittafel 145 1501 Vorfriede mit Frankreich in Trient am 13. Oktober: Plan einer Verheiratung Karls (V.) mit Claudia von Frankreich, König Ludwig XII. wird die Belehnung mit dem Herzogtum Mailand in Aussicht gestellt. 1502 Bruch mit Frankreich aufgrund der Unterstützung der spanischen Neapelpolitik durch Maximilian im März. 1503 Geburt Ferdinands (I.), des Bruders von Karl (V.) am 10. März in Alcalá de Henares. Papst Julius II. gewinnt Maximilian gegen Venedig und verspricht ihm die Kaiserkrönung in Rom. 1503/04 Bayerisch-pfälzischer Erbfolgekrieg: die bayerischen Territorien im Unterinntall (Rattenberg, Kufstein und Kitzbühel) gehen an Tirol. 1504 Friedens- und Freundschaftsvertrag in Blois zwischen Maximilian, Herzog Philipp dem Schönen von Burgund und Ludwig XII. von Frankreich am 22. September. 1505 Ratifikation des Friedensvertrages von Hagenau zwischen Maximilian und Ludwig XII. am 4. April. Reichstag in Köln vom 14. Juni bis 1. August: Bewilligung einer Kriegshilfe gegen Ungarn durch die Reichsstände. 1506 Maximilian schließt in Wiener Neustadt mit König Wladislaw II. von Böhmen und Ungarn am 20. März einen Doppelheirats- und Erbvertrag. Tod Philipps des Schönen in Burgos am 25. September. Das Erbrecht geht auf dessen Sohn Karl (V.) über. 1507 Reichstag in Konstanz vom 30. April bis 26. Juli: Die Reichsstände bewilligen eine Hilfe für Maximilians Italienfeldzug. Zeittafel 146 1508 Aufmarsch der Reichstruppen an der Veroneser Klause und gegen Friaul im Februar. Maximilian nimmt im Dom zu Trient am 4. Februar den Titel eines Erwählten Römischen Kaisers an. Niederlage der kaiserlichen Truppen am 2. März im Cadore. Venedig erobert Görz, Triest, Istrien und Fiume. Heilige Liga von Cambrai zwischen Papst Julius II., Maximilian, Frankreich und den spanischen Königreichen am 10. Dezember. 1509 Französischer Sieg bei Agnadello am 14. Mai gegen Venedig, das Verona und Padua räumt. Belehnung Ludwigs XII. mit Mailand durch Maximilian I. am 14. Juni. Venedig erobert am 17. Juli Padua zurück. Erfolglose Belagerung Paduas durch französische und kaiserliche Truppen zwischen August und Oktober. 1510 Reichstag in Augsburg vom 2. März bis 22. Mai: Die Reichsstände gewähren eine Hilfe für den Krieg in Italien. Tod von Bianca Maria Sforza, der Gemahlin Maximilians, am 31. Dezember in Innsbruck. 1511 Eroberung von Friaul durch kaiserliche Truppen im September und Oktober. Neue Heilige Liga zwischen Papst Julius II., den spanischen Königreichen und Venedig. Maximilian bleibt zunächst noch mit Frankreich verbündet. Venedig erobert im November Friaul zurück. 1512 In den Monaten Januar bis Juli Kämpfe der Neuen Heiligen Liga in Italien. Waffenstillstand zwischen Maximilian und Venedig am 1. April. Maximilian wendet sich endgültig von Ludwig XII. ab und tritt am 19. Juni der Liga bei. Frankreich muss sich aus Italien zurückziehen, die Medici erhalten Florenz, die Sforza Mailand zurück. Friedensverhandlungen Maximilians mit Venedig, die scheitern. Bündnis Maximilians mit Papst Julius II. gegen Venedig und Frankreich am 19. November. Zeittafel 147 1513 Abschluss eines gegen Maximilian gerichteten Friedensund Bündnisvertrages zwischen Venedig und Frankreich am 23. März. Liga von Mecheln zwischen Julius II., Maximilian, Ferdinand von Aragón und Heinrich VIII. von England gegen Frankreich am 5. April. Angriff Frankreichs auf Mailand sowie Venedigs auf Verona zwischen Mai und Juli. Die Eidgenossen besiegen am 6. Juni Frankreich bei Novara. Höhepunkt der eidgenössischen Erfolge in Italien zu Lasten Frankreichs. Venedig belagert im Juli und August vergeblich Verona und Padua. Sieg des Kaisers und der spanischen Königreiche gegen Venedig bei Vicenza am 7. Oktober. Ludwig XII. verbündet sich am 23. Oktober mit Venedig. 1514 Waffenstillstand zwischen Maximilian und Venedig sowie den Spanischen Königreichen und Frankreich am 4. bzw. 13. März. 1515 Prokuratorische Besiegelung eines Doppelheiratsprojektes zwischen Habsburgern und Jagiellonen in Wien am 22. Juli. König Franz I. von Frankreich schlägt am 13./14. September im Rahmen seines Italienfeldzuges die Eidgenossen bei Marignano und erobert Mailand sowie die Lombardei. 1516 Brescia wird von Venedig am 23. Mai erobert. Friedensvertrag von Noyon am 13. August zwischen Karl (V.) und Franz I. 1517 Waffenstillstand Maximilians mit Venedig am 15. Januar. Zeittafel 148 1518 Generallandtag der österreichischen Erbländer zwischen Januar und Mai in Innsbruck: Beschwerden und Reformvorschläge der Stände. Reichstag in Augsburg vom 7. Juli bis 14. Oktober: Verhandlungen Maximilians mit den Reichsständen bezüglich der Wahl seines Enkels Karl zum römisch-deutschen König. Letzte Reise Maximilians von Augsburg über Innsbruck nach Wels zwischen September und Dezember. 1519 Tod Maximilians in Wels am 12. Januar. Beisetzung Maximilians in der St. Georgskirche in Wiener Neustadt am 3. Februar. Zeittafel 149

Chapter Preview

References

Zusammenfassung

Maximilian I., der zweite Habsburger auf dem deutschen Kaiserthron, als Nachfolger seines Vaters Friedrich III. 1459 in Wiener Neustadt geboren, 1486 in Frankfurt am Main zum römisch-deutschen König gewählt und in Aachen gekrönt, seit 1493 Alleinherrscher im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, 1508 zum „Erwählten Römischen Kaiser“ proklamiert – dieser Maximilian ist mit Sicherheit eine der faszinierendsten Gestalten an der Wende zur Neuzeit.

Er war Ritter und moderner Herrscher zugleich, Krieger und Visionär. Er schätzte Turniere und war stolz auf seine konkurrenzlose Artillerie, mit der er Städte und Länder eroberte. Sein politisches Streben war von Anfang an klar auf Expansion ausgelegt, sowohl mit kriegerischen Mitteln als auch durch vorausschauende Heiratspolitik.