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Nikola Stumpf

Vom Ladenkino zur Eigenproduktion, page I - X

Kommunale Kinogeschichte in Zeiten des Wirtschaftswunders am Beispiel der Lichtspielhäuser Watzenborn-Steinbergs (1945-1964)

1. Edition 2019, ISBN print: 978-3-8288-4276-2, ISBN online: 978-3-8288-7215-8, https://doi.org/10.5771/9783828872158-I

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Nikola Stumpf Vom Ladenkino zur Eigenproduktion Nikola Stumpf Vom Ladenkino zur Eigenproduktion Kommunale Kinogeschichte in Zeiten des Wirtschaftswunders am Beispiel der Lichtspielhäuser Watzenborn-Steinbergs (1945–1964) Tectum Verlag Nikola Stumpf Vom Ladenkino zur Eigenproduktion Kommunale Kinogeschichte in Zeiten des Wirtschaftswunders am Beispiel der Lichtspielhäuser Watzenborn-Steinbergs (1945–1964) © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2019 E-Book 978-3-8288-7215-8 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Werk unter der ISBN 978-3-8288-4276-2 im Tectum Verlag erschienen.) Umschlagabbildungen: © Regina Vogt/Privatarchiv © Stadtarchiv Pohlheim (IX, Konv. 32, Fasz. 12) Alle Rechte vorbehalten Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. Für Marlon und Bastian. In der Hoffnung, dass auch ihr einmal schöne Erinnerungen mit dem Kino verbindet. Danksagung Ohne die liebevoll geschilderten Erinnerungen der Zeitzeugen, wäre dieses Buch in dieser Form nie zustande gekommen. Viele Lücken wären heute nicht geschlossen und viele Tatsachen hätten auf reinen Vermutungen basiert. Durch die individuellen Erfahrungen und Gefühle konnte auch der Geist der Zeit in die Beschreibungen miteinfließen und geht damit nicht verloren. Mein Dank gilt daher zunächst den Menschen, die ihre lebhaft geschilderten Erfahrungen vertrauensvoll mit mir geteilt haben: Walter Damasky, Günther Dickel mit dem Jahrgangstreff 1946/47, Otto Fischer, Waltraut Fischer, Gerda Häuser, Reinhold Häuser, Werner Häuser, Marie Hirz, Hildegard Reitschmidt, Gisela Richter, Margit Rustler, Dieter Schäfer, Ursula Schäfer, Marlene Schmidt, Erhard Seel, Hannelore Seel, Kurt Seel, Bettina Seipp, Roland Seipp, Inge Schaffer, Reimund Stumpf, Ulrike Stumpf und Leni Weimer. Ebenso möchte ich Willi R. Linhard danken, der Fotografien seines verstorbenen Bruders Hans-Dieter Spangenberg zur Verfügung stellte. Regina Vogt gebührt an dieser Stelle ein ganz großes Dankschön. Sie begrüßte mich mit einer herzlichen Wärme in ihrem Haus. Wir verbrachten einen wundervollen Nachmittag zwischen Erinnerungen, alten Fotos sowie Dokumenten ihrer Schwiegereltern und ihres Mannes Bernhard. Einen ganz besonderen Dank möchte ich Herrn Erhard Eller vom Stadtarchiv Hungen für seinen unermüdlichen Einsatz aussprechen. Durch ihn erhielt ich wichtige Informationen sowie den Kontakt zur Familie Vogt. Auch Sebastian Richter, der das Rohexemplar zigfach lesen musste, gebührt an dieser Stelle ein besonderes Dankeschön. Darüber hinaus gilt mein Dank Sabine Raßner, M.A. vom Kreisarchiv Gießen. VII Last, but not least: Claudia Börner, die in der Frühstückspause ein geschicktes Händchen beim Durchblättern der Gemeinde-Nachrichten bewies. Danksagung VIII Inhaltsverzeichnis „Oma erzähl mal was von Früher“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .I. 1 Behind the Scenes – Filmgeschichte diesseits und jenseits des Großen Teichs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . II. 9 Kleine Filmgeschichte von den Anfängen bis in die 1960er Jahre . . . . . . . . . . . . . . .1. 9 Als die Bilder laufen lernten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1.1 9 Vom Wanderkino zum „Weltfilm“: Filmgeschichte von 1900–1960 in Kürze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.2 11 Wie der Filmverleih das deutsche Kino in die Krise stürzte . . . . . . . . . . . . . . . . .1.3 15 „Wir sahen Fuzzy!“ – ein kleiner Ausflug in die Genrevielfalt der 1950er und 1960er Jahre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2. 17 Der Western . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.1 17 Der Heimatfilm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.2 22 Weitere Filmgenres der 1950er und 1960er Jahre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.3 24 Die Kinogeschichte Watzenborn-Steinbergs von 1945 bis 1955 . . . . . . . . . . . . . .III. 27 Von der Privatvorstellung zum Ladenkino: Die Vorläufer des Rex- Filmtheaters . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3. 27 „Die Amis kommen!“ – Wie die bewegten Bilder Watzenborn-Steinberg erreichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3.1 27 Das Mysterium der AWO-Lichtspielvorführungen (1946–1954). . . . . . . . . . . .3.2 29 „Wir gingen in die Kruhn “ – Filmtheater im Gasthaus „Zur Krone“ (1949–1954) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3.3 39 IX „Juchuuu! Wir bekommen ein Kino!“ – Das Rex-Filmtheater in Watzenborn-Steinberg (1954–1964) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . IV. 51 Wilhelm Vogt, Kinobesitzer (1915–1978) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4. 51 Das Rex-Filmtheater von der Planung bis zur Premiere (1954–1955) . . . . . . . . . . .5. 56 „Wollen Sie nun den Bauplatz, oder nicht?!“ – Der steinige Weg bis zum ersten Spatenstich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.1 56 Vom Grundstein zur Premiere in drei Wochen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.2 64 Ein Tag im Rex-Filmtheater aus Sicht des Wilhelm Vogt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6. 69 Rechnungen, Rechnungen, Rechnungen! Nichts als Rechnungen! . . . . . . . . . . . . . .7. 83 That’s All Folks! Das Ende des Rex-Filmtheaters . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8. 102 Exkurs: Wir drehen einen Heimatfilm! (1958). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9. 106 Resümee . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .V. 113 Anhang I: Verzeichnis der Filmvorführungen im Rex-Filmtheater . . . . . . . . . . . . . . . . 117 Anhang II: Fragebogen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 183 Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 187 Abbildungsverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 191 Inhaltsverzeichnis X

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Zusammenfassung

Die kommunale Kinogeschichte ist ein vielseitiger Forschungsgegenstand. Er reicht von den Wanderlichtspielen zu Beginn des 20. Jahrhunderts über die Ladenkinos, die oftmals in Gaststätten untergebracht waren, bis zum Kino-Boom der 1950er und 1960er Jahre, im Zuge dessen selbst in kleinen Dörfern Filmtheater eröffneten.

Dieses Buch gewährt einen Einblick in die kommunale Kinogeschichte des ländlichen Raums. Im Fokus stehen hierbei die Wirtschaftswunderjahre. Mit Hilfe von Zeitzeugenberichten und Quellen kommunaler und privater Archive wird die Geschichte der Lichtspielhäuser paradigmatisch an dem Ort Watzenborn-Steinberg (Mittelhessen) nachvollzogen.

Der erste Teil des Buches verschafft zunächst einen allgemeinen Überblick über Filmgeschichte und Filmgattungen. Danach treten sozio-historische Hintergründe in den Fokus. Anhand des Werdegangs des Filmtheaterbetreibers Wilhelm Vogt wird der stetige Prozess vom provisorischen Ladenkino bis zum Bau eines modernen Filmtheaters mit allen technischen Raffinessen nachgezeichnet. Die Erfahrungsberichte der ortsansässigen Bevölkerung eröffnen einen ungeahnten Blickwinkel auf die herausragende Bedeutung eines Lichtspielhauses auf dem Dorf zu dieser Zeit. Wie veränderte das Filmtheater die Lebenswirklichkeit der Landbevölkerung? Welche Erinnerungen verbinden die Menschen mit ihrem Kino vor Ort? Haben sich in den letzten 70 Jahren die Gründe für einen Kinobesuch grundlegend gewandelt? Diese und weitere Fragen werden in diesem Buch beantwortet.