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Sabrina Steller

Ärztliche Suizidbeihilfe und aktive Sterbehilfe unter besonderer Berücksichtigung des § 217 StGB, page i - 10

1. Edition 2019, ISBN print: 978-3-8288-4244-1, ISBN online: 978-3-8288-7213-4, https://doi.org/10.5771/9783828872134-i

Series: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Rechtswissenschaften, vol. 120

Tectum, Baden-Baden
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Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag Reihe Rechtswissenschaften Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag Reihe Rechtswissenschaften Band 120 Sabrina Steller Ärztliche Suizidbeihilfe und aktive Sterbehilfe unter besonderer Berücksichtigung des § 217 StGB Tectum Verlag Sabrina Steller Ärztliche Suizidbeihilfe und aktive Sterbehilfe unter besonderer Berücksichtigung des § 217 StGB Zugl. Diss. Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, 2018 Wissenscha)liche Beiträge aus dem Tectum Verlag, Reihe: Rechtswissenscha)en; Bd. 120 © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2019 E-Book: 978-3-8288-7213-4 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Werk unter der ISBN 978-3-8288-4244-1 im Tectum Verlag erschienen.) Alle Rechte vorbehalten Informationen zum Verlagsprogramm finden Sie unter www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. Bibliographic information published by the Deutsche Nationalbibliothek The Deutsche Nationalbibliothek lists this publication in the Deutsche Nationalbibliografie; detailed bibliographic data are available online at http://dnb.ddb.de. Für meinen viel zu früh verstorbenen Vater Danksagung Der Gedanke, eine Arbeit zur Sterbehilfe zu schreiben, entstand nach dem Tod meines Vaters nach dem Vollbild einer Krebserkrankung. Die Abfassung der Arbeit hat mir sehr geholfen, den viel zu früh eingetretenen Verlust zu verarbeiten und wurde damit zu einer Herzensangelegenheit. Mein herzlichster Dank gilt daher meinem Doktorvater, Herrn Prof. Dr. Andreas Hoyer, der mir diese Möglichkeit erst eröffnet hat. Dies, seine engagierte und stets herzliche Art sowie seine stetige Unterstützung während der langen Dauer der Anfertigung der Arbeit, weiß ich sehr zu schätzen. Dank schulde ich ebenfalls Herrn Prof. Dr. Manfred Heinrich für die zügige Erstellung des Zweitgutachtens sowie dem Verlag für die Unterstützung auf dem Weg zur Publikation. Tiefen Dank möchte ich ferner meiner Familie und meinen Schwiegereltern aussprechen, die mir sehr viele freie Stunden für die Erstellung der Arbeit durch die Übernahme der Betreuung meiner beiden Kinder verschafft haben. Meinem Mann, der mich über die Anfertigung dieser umfangreichen Arbeit hinaus fortwährend unterstützt hat, möchte ich besonders danken. Sabrina Steller im Februar 2019 1 1. Kapitel: Erörterung der relevanten Begriffsbestimmungen der Sterbehilfe im Strafrecht ...................................................................... 11 A. Einleitung ................................................................................................... 11 B. Einführung in die Thematik Sterbehilfe ..................................................... 13 I. Allgemeines zur Sterbehilfe ................................................................ 13 II. Terminologische Abgrenzungen ........................................................ 15 .......................................................... 15 a) Terminologische Bedeutung des Begriffes Sterbehilfe .............. 15 ........ 16 2. Aktive direkte Sterbehilfe ............................................................... 18 3. Aktive indirekte Sterbehilfe ............................................................ 19 a) Allgemeine medizinische Aspekte .............................................. 20 b) Rechtliche Problematik der aktiven indirekten Sterbehilfe ........ 22 .......... 24 a) Zur Terminologie ........................................................................ 24 b) Die strafrechtliche Rechtfertigung des Behandlungsabbruches . 26 C. Definition des Sterbens und des Sterbevorganges ..................................... 30 D. Sterbebegleitung ......................................................................................... 31 E. Das Ende des Menschenlebens ................................................................... 32 2. Kapitel: Die rechtliche Problematik der aktiven direkten Sterbehilfe .................................................................................. 34 A. Die dogmatische Positionierung der ärztlichen aktiven Sterbehilfe .......... 34 I. Einleitung ............................................................................................. 34 II. Kurze schematische Skizzierung des Tatbestandes ........................... 35 1. Tatbestandliche Voraussetzungen des § 216 Abs. 1 ....................... 38 2. Vorsatz, Rechtswidrigkeit und Schuld ............................................ 41 3. Zwischenergebnis ............................................................................ 42 III. Rechtliche Aspekte der aktiven Sterbehilfe in der Legalisierungsdebatte ........................................................................ 43 2 1. Argumente zur Abgrenzung vom Behandlungsabbruch ................. 44 2. Argumente gegen eine Legalisierung der aktiven Sterbehilfe ........ 45 3. Argumente für eine Legalisierung der aktiven Sterbehilfe ............. 48 B. Stellungnahme ........................................................................................... 52 3. Kapitel: Die Beurteilung des ärztlich assistierten Suizides .................. 55 A. Die Beurteilung der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung gem. § 217 StGB ....................................................................................... 55 I. Einleitung ............................................................................................. 55 II. Allgemeines zur Selbsttötung ............................................................. 56 III. Zwischenergebnis .............................................................................. 57 B. Die ärztliche Suizidassistenz ein Fall der Beihilfe zur Selbsttötung ...... 58 I. Einleitung ............................................................................................. 58 II. Der Suizid sowie die Beihilfe zum Suizid ......................................... 58 1. Das Prinzip der Eigenverantwortlichkeit ........................................ 59 2. Die inhaltlichen Kriterien der Eigenverantwortlichkeit.................. 61 III. Abgrenzung der Teilnahme an der Selbsttötung vom Behandlungsabbruch ....................................................................... 62 IV. Abgrenzung zwischen Selbsttötung und Fremdtötung ..................... 62 V. Abgrenzung von strafloser Beihilfe zur strafbaren Tötung auf Verlangen .......................................................................................... 63 C. Rechtslage de lege lata seit dem 10.12.2015 ............................................. 64 I. Kurze entwicklungsgeschichtliche Darstellung zu § 217 .................... 64 1. Einleitung ........................................................................................ 64 2. Gesetzesantrag dreier Bundesländer aus dem Jahr 2006 ................ 65 3. Gesetzantrag des Bundesrates vom 04.07.08 .................................. 65 4. Gesetzesantrag für die Strafbarkeit der Werbung ........................... 66 5. Gesetzesvorschlag vom 22.10.2012 ................................................ 66 6. Die vier Gesetzentwürfe der 18. Wahlperiode ................................ 68 a) Gesetzentwurf von Brand, Griese, Vogler et.al. ......................... 68 b) Gesetzentwurf von Künast, Sitte et.al. ........................................ 73 3 c) Gesetzentwurf Hintze, Reimann, Lauterbach et. al. ................... 74 d) Gesetzentwurf Sensburg, Dörflinger, Beyer et. al. ..................... 75 e) Ergebnis der Abstimmungen im Gesetzgebungsverfahren......... 75 II. Ergebnis ............................................................................................. 76 4. Kapitel: Die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung gem. § 217 eine kritische Auseinandersetzung ................................................... 78 A. Teil 1: Der Streit um den Schutzzweck der Norm ..................................... 78 I. Allgemeines zur neuen Strafvorschrift ................................................ 78 II. Die Problematik des Rechtsgüterschutzes ......................................... 81 1. Strafgrund des § 217 StGB ............................................................. 82 a) Definition Rechtsgut ................................................................... 83 b) Zwischenergebnis ....................................................................... 87 2. Rechtsgut bzw. Rechtsgüter des § 217 ........................................... 87 3. Schutzzweck der Norm des § 217 ................................................... 88 a) Legitimer Schutzzweck der Strafbewehrung .............................. 88 b) Zwischenergebnis ....................................................................... 91 c) Kritik am fehlenden Schutzzweck .............................................. 91 d) Zustimmung zum legitimen Schutzzweck der Neuregelung ...... 98 4. Stellungnahme ............................................................................... 100 III. Gesamtergebnis ............................................................................... 102 B. Teil 2: Die Auslegung des § 217 StGB .................................................... 103 I. Interpretation einer Norm .................................................................. 103 1. Einleitung ...................................................................................... 103 Verhaltensinkriminierung des § 217 im Sinne des Art. 103 Abs. 2 GG ....................................................... 104 a) Einführung in die Thematik ...................................................... 104 b) Einheit der Rechtsordnung oder Relativität der Rechtsbegriffe? .......................................................................... 105 aa) Einleitung ............................................................................ 105 4 bb) Kongruenz oder Inkongruenz der legislativ verwendeten Begriffe ................................................................................ 106 c) Die verfassungsgemäße Auslegung des Gesetzes ................... 109 d) Das Gesetzlichkeitsprinzip des Art. 103 Abs. 2 GG 111 aa) Allgemeines zum Bestimmtheitsgrundsatz ......................... 111 bb) Die Problematik der Bestimmtheit bei § 217 ..................... 112 cc) Ergebnis und Ausblick ........................................................ 121 II. Interpretation des Tatbestandes des § 217 ....................................... 121 1. Einleitung ...................................................................................... 121 2. Die verschiedenen Methoden der Auslegung ............................... 123 3. Bestimmtheit der einzelnen Merkmale des § 217 Abs. 1 ............. 126 .................................................................... 126 b) Die Tathandlungsvarianten des § 217 Abs. 1 ........................... 128 nach dem legislativen Verständnis ...................................... 128 bb) Verständnis der Tatbestandsmerkmale des Gewährens und Verschaffens im Sinne des § 180 Abs. 1...................... 130 cc) Verständnis der Tatbestandsmerkmale des Gewährens und Verschaffens im Sinne des § 217 Abs. 1...................... 138 ........................................................................ 151 ........................................... 156 4. Ergebnis zu den Tathandlungsvarianten ....................................... 160 5. Eigene Auslegungsbemühungen ................................................... 160 6. Die Geschäftsmäßigkeit des Handelns .......................................... 163 a) Allgemeines zur Geschäftsmäßigkeit ....................................... 163 b) Der konventionelle Sprachsinn der Geschäftsmäßigkeit .......... 164 c) Die legislative Begriffsbestimmung der Geschäftsmäßigkeit...165 d) Legislativ angeordneter Rekurs auf die Definitionen des TKG und PostG ................................................................... 165 aa) Die Geschäftsmäßigkeit im Telekommunikations- und Postwesen ............................................................................ 166 5 bb) Die Geschäftsmäßigkeit im Tatbestandskontext des § 206 Abs. 1 ......................................................................... 168 cc) Der Begriff der Geschäftsmäßigkeit im Tatbestandskontext des § 217 Abs. 1 .................................. 173 7. Weitere Ansichten ohne Konkretisierung der Geschäftsmäßigkeit ....................................................................... 197 a) Ablehnende Haltungen .............................................................. 198 b) Ansicht von Jox /Borasio .......................................................... 200 c) Ansicht von Rissing van Saan ................................................ 200 d) Die Stellungnahme des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages ............................................................................... 201 e) Professorale Stellungnahme ...................................................... 201 8. Ergebnis, eigener Interpretationsansatz und Vorschlag eines neuen Tatbestandes des § 217 ....................................................... 202 a) Verletzung des Bestimmtheitsgrundsatzes bei § 217 ............... 202 b) Bewertung des eigenen Tatbestandes ....................................... 211 9. Grundrechtsorientierte Auslegung ................................................ 213 III. Zusammenfassendes Ergebnis .................................................... 223 C. Teil 3: Der ärztlich assistierte Suizid Strafbarkeit nach dem BtMG .... 225 I. Allgemeines ....................................................................................... 225 1. Strafbarkeit des Arztes nach § 29 Abs. 1 Nr. 6 lit. a / b; Nr. 6a iVm § 13 Abs. 1 BtMG ...................................................... 227 2. Strafbarkeit gem. § 30 Abs. 1 BtMG ............................................ 228 3. Verwaltungsrechtliche Maßnahmen bei Verstößen gegen das BtMG ............................................................................ 229 II. Strafbarkeit des Suizidhilfe leistenden Arztes ................................. 230 5. Kapitel: Eine medizinethische Betrachtung der aktiven Sterbehilfe und der ärztlichen Suizidassistenz ..................... 233 A. Legitimation oder Unwerturteil von Sterbehilfehandlungen durch die Medizinethik?.......................................................................... 233 I. Allgemeines zur Medizinethik ........................................................... 233 6 1. Hippokratischer Eid ...................................................................... 234 2. Die vier medizinethischen Prinzipien ........................................... 235 a) Prinzip der Gerechtigkeit .......................................................... 236 b) Prinzip der Fürsorge .................................................................. 236 c) Prinzip des Nicht Schadens .................................................... 236 d) Prinzip der Autonomie .............................................................. 236 e) Ärztlicher Paternalismus ........................................................... 237 f) Narrative Medizinethik .............................................................. 238 g) Zwischenergebnis ..................................................................... 238 II. Ethische Fragen am Lebensende im Hinblick auf die aktive Sterbehilfe und die ärztliche Suizidassistenz .................................. 238 1. Ethische Aspekte der aktiven Sterbehilfe ..................................... 239 a) Ethische Argumente für die aktive Sterbehilfe ......................... 239 aa) Autonomieargument ............................................................ 240 bb) Unterschiedliche Autonomiekonzeptionen ......................... 240 cc) Autonomie als Alleinrechtfertigungsmöglichkeit ............... 240 dd) Qualifizierung des Verlangens............................................ 240 ................................................................ 241 b) Ethische Argumente gegen die aktive Sterbehilfe .................... 243 aa) Töten als in sich schlechte Handlung .................................. 243 bb) Soziale Folgen der aktiven Sterbehilfe ............................... 244 cc) Autonomie des Arztes ......................................................... 244 dd) Unwerturteil über aktive Sterbehilfe .................................. 245 ee) Geschichtliche Vorbelastung durch die Euthanasiepraktiken ............................................................ 245 ff) slippery slope oder das Argument der schiefen Ebene ..... 245 gg) Unverfügbarkeit des Lebens /Lebenspflicht ....................... 246 2. Ethische Aspekte des ärztlich assistierten Suizides ...................... 247 3. Zwischenergebnis .......................................................................... 250 a) Zusammenfassung ..................................................................... 250 b) Möglichkeit zur Regelung der informed consent .................. 257 7 aa) Urteilsfähigkeit (Kompetenz) ............................................ 257 bb) Verstehen (Aufgeklärtheit) ............................................... 258 cc) Freiwilligkeit ..................................................................... 258 dd) Wohlüberlegtheit (Authentizität) ...................................... 259 c) Resümee und Ausblick .............................................................. 259 4. Der Arzt als Sterbehelfer? ............................................................. 262 a) Der Standpunkt der Deutschen Ärzteschaft .............................. 262 b) Die Rolle des Arztes aus moralphilosophischer Sicht .............. 265 c) Stellungnahme ........................................................................... 267 5. Chancen der Palliativmedizin am Lebensende ............................. 272 6. Gespräch mit einem Lehrstuhlinhaber für Medizinethik .............. 273 a) Gesprächsskizzierung nach Gedächtnisprotokoll ..................... 273 b) Ergebnis des Gespräches .......................................................... 275 7. Gespräch mit einem palliativmedizinisch tätigen Arzt ................. 276 a) Gesprächsskizzierung ................................................................ 276 b) Weitere Aspekte ........................................................................ 280 B. Abschließende Stellungnahme ................................................................. 281 C. Aktuelle Rechtsprechung ......................................................................... 284 I. Urteil des BVerwG, Az.: - 3 C 19.15 - vom 02. März 2017 zur rechtlichen Beurteilung der Selbsttötung .................................... 284 1. Entscheidungsinhalt ...................................................................... 284 2. Kommentar des Deutschen Ethikrates zur Entscheidung des BVerwG vom 02.03.17 ................................................................. 288 3. Stellungnahme ............................................................................... 290 II. Die Entscheidung des OLG Hamburg vom 08.06.2016 .................. 292 1. Sachverhalt .................................................................................... 292 2. Eingruppierung des Beschlusses in den Kontext der aktuellen Sterbehilfediskussion .................................................................... 294 a) Rechtliches Prüfungsergebnis des Senates ............................... 294 b) Stellungnahme ........................................................................... 295 3. Ergebnis ......................................................................................... 298 8 D. Ausblick de lege ferenda .......................................................................... 299 4. Kapitel: Empirische Erhebung zur aktiven Sterbehilfe und zur ärztlichen Suizidassistenz ....................................................... 301 A. Bericht über die eigene Umfrage ............................................................. 301 I. Einleitung ........................................................................................... 301 II. Ziel der Befragung ............................................................................ 302 III. Methodik, Erläuterung der Vorgehensweise .................................. 303 1. Zielgruppe 1 .................................................................................. 303 2. Zielgruppe 2 .................................................................................. 304 B. Ergebnisse der Befragung ........................................................................ 305 1. Allgemeines ................................................................................... 305 a) Der Fragebogen ......................................................................... 305 b) Zwischenfazit ............................................................................ 305 2. Erläuterung zur Darstellung der Ergebnisse ................................. 306 3. Die Ergebnisse der befragten Ärztinnen und Ärzte ...................... 307 4. Die Ergebnisse der Erhebung der zur aktiven direkten Sterbehilfe befragten Patientinnen und Patienten ......................... 323 5. Zusammenfassung und Gesamtbetrachtung der Studienergebnisse .................................................................... 342 5. Kapitel: Darstellung der Rechtslage in den Niederlanden ................ 345 A. Einleitung ................................................................................................. 345 I. Die gesetzliche Regelung in den Niederlanden ................................. 346 1. Kurzer entstehungsgeschichtlicher Abriss .................................... 347 2. Aktuelle Gesetzeslage ................................................................... 353 a) Das niederländische Sterbehilfegesetz ...................................... 355 b) Die Tötung auf Verlangen ........................................................ 356 aa) Art: 293 Abs. 1 WvSr , Tötung auf Verlangen ................... 356 bb) Art: 293 Abs.2 WvSr: ......................................................... 356 9 c) Die Beihilfe zum Suizid ............................................................ 356 aa) Art. 294 Abs. 1 WvSr ........................................................ 356 bb) Art. 294 Abs. 2 WvSr ....................................................... 357 d) Das niederländische Sterbehilfegesetz im Einzelnen ............... 357 aa) Gliederung ......................................................................... 357 bb) Die Sorgfaltskriterien des Sterbehilfegesetzes ................. 360 II. Euthanasiefälle in Zahlen ................................................................. 364 1. Allgemeines ................................................................................... 364 2. Zahlen und Fakten (2002 bis 2016) .............................................. 365 a) Übersicht zu der Anzahl an Sterbehilfefällen in den Niederlanden verschiedener Jahre ............................................. 366 b) Arten der zu Grunde liegenden Erkrankungen ......................... 369 B. Fazit .......................................................................................................... 370 Kapitel 8.: Schlussbetrachtung .................................................................. 372 Kapitel 9.: Anhang ...................................................................................... 375 I. Fragebogen für Ärzte und Ärztinnen in Schleswig Holstein ......... 375 II. Fragebogen für Patientinnen und Patienten ..................................... 377 Kapitel 10.: Literaturverzeichnis .............................................................. 380 10 Eines Morgens wachst du nicht mehr auf. Die Vögel singen, wie sie gestern sangen. Nichts ändert diesen neuen Tagesablauf. Nur du bist fortgegangen. Du bist nun frei und unsere Tränen wünschen dir Glück. Johann Wolfgang von Goethe

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Zusammenfassung

Kaum eine juristische Thematik beschäftigt die Menschen so sehr wie die ärztliche Sterbehilfe. Sie interessengerecht gesetzlich zu regeln ist daher fortwährend ein gesamtgesellschaftliches Bestreben. Dabei sollte das Gesetz zum einen das pluralistische Meinungsbild der Gesellschaft widerspiegeln, zum anderen die verfassungsrechtlichen Grundsätze wie den Bestimmtheitsgrundsatz wahren. Dieser legislativen Herausforderung hat sich der Gesetzgeber im Jahr 2015 gestellt, indem er ein neues Gesetz, die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung gemäß § 217 StGB, beschlossen hat.

Sabrina Steller hat sich eingehend mit den verfassungsrechtlichen Anforderungen an die Bestimmtheit eines Gesetzes auseinandergesetzt und diese in Bezug auf § 217 StGB untersucht. Im Zuge dessen ist ein abändernder Vorschlag zur Neufassung des Tatbestandes des § 217 Abs. 1 StGB entstanden. Eine empirische Erhebung zur Thematik unter Ärzten und Patienten, ein Blick auf die Medizinethik der Sterbehilfe sowie das niederländische Sterbehilfegesetz schließen die Thematik ab.