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Jo Harper

Polens Streit um die Erinnerung, page I - XII

Essays zur Illiberalität

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4231-1, ISBN online: 978-3-8288-7184-7, https://doi.org/10.5771/9783828871847-I

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Jo Harper Polens Streit um die Erinnerung Jo Harper Polens Streit um die Erinnerung Essays zur Illiberalität Tectum Verlag Jo Harper Polens Streit um die Erinnerung. Essays zur Illiberalität © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2018 Deutsche Erstausgabe E-PDF: 978-3-8288-7184-7 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Werk unter der ISBN 978-3-8288-4231-1 im Tectum Verlag erschienen.) Umschlagabbildung: © East News, Warsaw Alle Rechte vorbehalten Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. Vorwort Zum besseren Verständnis der Schlüsselrolle von „Geschichte“ im öffentlichen Leben und in der Politik Polens soll dieser Band mit Essays und Interviews sowohl dem informierten als auch dem nicht-spezialisierten Leser einen Überblick verschaffen über die aktuelle polnische Politik mit Einblicken in die jüngste Vergangenheit und in historische Zusammenhänge. Er ist als Ergänzung zur Literatur über Polen und Mittel- und Osteuropa gedacht, darunter Sibelan Forrester, Magdalena J. Zaborowska und Elena Gapovas (Hg.) Over the Wall/After the Fall: Post-Communist Cultures Through the East-West Gaze, und David I. Kertzers Politics and Symbols: The Italian Communist Party and the Fall of Communism1. Unter anderem geht es darum, wie mit Geschichte Politik gemacht wird. Dabei beziehe ich mich auf Robert Blobaum: Antisemitism and its Opponents in Modern Poland, George Sanford: Katyn and the Soviet Massacre of 1940: Truth, Justice and Memory sowie auf Piotr M. Majewskis, Polish Historiography on World War II in Poland after 1989.2 Zur Rolle des Nationalismus beziehe ich mich auf Peter Tokarskis Aufsatz, Political and Socio-economic Normalisation: An Opportunity for the Dismantlement of Romanticised Nationalism in Poland, in Nationalism in the Nation States, Band 2 des Werkes Nationalism in Late and 1 Sibelan Forrester, Magdalena J. Zaborowska, and Elena Gapova, (Hr.) Over the Wall/ After the Fall: Post-Communist Cultures Through the East-West Gaze (Bloomington: Indiana University Press, 2004); David I. Kertzer, Politics and Symbols: The Italian Communist Party and the Fall of Communism (New Haven: Yale University Press, 1996). 2 Robert Blobaum, Antisemitism and its Opponents in Modern Poland (Ithaca: Cornell University Press, 2005); George Sanford, Katyn and the Soviet Massacre of 1940: Truth, Justice and Memory (London: Routledge, 2005); Piotr M. Majewski, Polish Historiography on World War II in Poland after 1989 (Warschau: Universität Warschau, 2005). V Post-Communist Europe, und auf Brian Porters: When Nationalism Began to Hafte: Imagining Modern Politics in Nineteenth-Century Poland.3 Alle Beiträge können als eigenständige Artikel zu einem bestimmten Gesichtspunkt aus einem größeren Problemkreis gelesen werden, mit gelegentlichen Überschneidungen, doch unterschiedlichen Ansätzen und Methoden. Sie sollen Aspekte eines, anscheinend umfassenderen, Veränderungsprozesses beleuchten, der seit der Finanzkrise 2008 in Europa und vor allem in den zentralen und östlichen Teilen des Kontinents stattfindet. Das Buch richtet sich an ein breiteres Publikum, soll einige komplexe wissenschaftliche Ideen für den Laien nachvollziehbar machen und Wissenschaftlern die Vorteile von Echtzeit-Reportagen und empirischen, interdisziplinären Ansätzen nahebringen. Es ist ein Versuch, Antworten auf die Fragen zu finden, warum und wie die PiS wieder an die Macht kam und warum sie agiert, wie sie agiert, seit sie an der Macht ist. Dem üblichen journalistischen Ansatz mangelt es meist an Tiefe und die Politikwissenschaft vernachlässigt häufig interdisziplinäre (vor allem soziologische und anthropologische) sowie empirische und journalistische Perspektiven. 3 Peter Tokarski, “Political and Socio-economic Normalisation: An Opportunity for the Dismantlement of Romanticised Nationalism in Poland,” in Nationalism in the Nation States, Band 2 des Werkes Nationalism in Late and Post-Communist Europe, Egbert Jahn (Hr.) (Baden-Baden: Nomos, 2009) und Brian Porter, When Nationalism Began to Hate: Imagining Modern Politics in Nineteenth-Century Poland (Oxford: Oxford University Press, 2002). Vorwort VI Danksagung Nicht nur den Autoren dieser Aufsatzsammlung schulde ich Dank, sondern auch zahlreichen anderen Menschen. Besonders danke ich meiner Frau Ola und unseren drei Kindern Henry, Max und Oliver für ihre Unterstützung und Liebe bei der Arbeit an diesem Buche. Ein Dankeschön auch an Olas Eltern, Witold and Barbara Wałęsa. Auch denen, deren Beiträge nicht aufgenommen werden konnten, gilt mein Dank, nämlich Anna Borys-Karwacka und Matthew Day, dem Warschau-Korrespondenten des Daily Telegraph, und John Harper. Vor der Veröffentlichung ging das Manuskript durch verschiedene Hände, und ich danke allen für Ihre Hilfe, auch John Stavrellis von der Universität Bonn, der wie Mike Lunan freundlicherweise beim Korrekturlesen geholfen hat. Und meinen Kollegen von der Deutschen Welle in Bonn danke ich für die vielen aufschlussreichen und nützlichen Kommentare sowie die technische Unterstützung. Ich danke zudem Ralf Jaeger und Tamara Willmann in Berlin, Phoenix Hanzo in Bonn und BTCS Best Translation & Conference Service Sp. Z o. o. in Warschau für die Übersetzung aus dem Englischen. VII Inhaltsverzeichnis Jo Harper Illiberal, Aliberal oder Anti-liberal? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Einführung 1 Abhandlungen über die PiS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Teil I 27 Jo Harper Von Bolek ganz zu schweigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Kapitel 1 29 Andrzej Rychard PiS: Das Ende des Anfangs? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Kapitel 2 45 David Ost Autoritäre Kräfte in Polen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Kapitel 3 63 Brian Porter-Szűcs Der Triumph des nationalen Kommunismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Kapitel 4 75 Artur Lipiński und Agnieszka Stępińska Rechter Populismus in Polen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Kapitel 5 93 Nicholas Richardson Krise? Welche Krise? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Kapitel 6 111 Jan Muś Aussenpolitik im Zeitalter Kaczyńskis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Kapitel 7 119 IX Die Geschichtspolitik der PiS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .TEIL II 133 Joanna Średnicka Die neue Romantik. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Kapitel 8 135 Jan Darasz Geschichte als Instrument . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Kapitel 9 149 Ewa Stańczyk Die polnische Erinnerungskultur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Kapitel 10 183 Dariusz Czaja Polens Theater des Todes. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Kapitel 11 195 Die Normalitäts-Politik der PiS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Teil III 209 Urszula Chowaniec Das Streben nach der „normalen“ Familie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Kapitel 12 211 Tomasz Basiuk LGBTQ und das polnische Patriarchat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Kapitel 13 227 Remi Adekoya Ein Neustart der Identität. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Kapitel 14 235 Jo Harper Fazit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 247 Interviews . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Teil IV 263 Jan Gross Geschichte wie wir sie gerne hätten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 264 Neal Ascherson 966 und die Folgen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 270 Mikołaj Kunicki Nichts ist so beständig wie Veränderung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 281 Inhaltsverzeichnis X Mateusz Kijowski Geschichte wiederholt sich. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 285 Pawel Ukielski Wer den Krieg versteht, versteht Polen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 290 Neal Pease Die Verteidiger des Glaubens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 293 Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 299 Zeitachse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Anhang I: 300 Glossar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Anahng II: 310 Liste der Autoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 318 Inhaltsverzeichnis XI

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Zusammenfassung

Damit ein besseres Verständnis von geschichtswissenschaftlichen Zusammenhängen im öffentlichen Leben und in der aktuellen Politik Polens möglich wird, verschafft dieser Band mit Essays und Interviews sowohl dem informierten als auch dem nicht-spezialisierten Leser einen Überblick zur aktuellen polnischen Politik mit Einblicken in die jüngste Vergangenheit sowie in historische Zusammenhänge. Die Beiträge beleuchten Aspekte eines, anscheinend umfassenderen, Veränderungsprozesses, der seit der Finanzkrise 2008 in Europa und vor allem in den zentralen und östlichen Teilen des Kontinents stattfindet. Das Buch stellt einige komplexe wissenschaftliche Ideen für den Laien nachvollziehbar dar und bringt Wissenschaftlern die Vorteile von Echtzeit-Reportagen, empirischen und interdisziplinären Ansätzen nahe. Es ist ein Versuch, Antworten auf die Fragen zu finden, warum und wie die Prawo i Sprawiedliwość (PiS) wieder an die Macht kam und wie sie agiert, seit sie an der Macht ist.