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2.4 Whose Land? – A Critical Perspective on the “Canadian Dream” in:

Martin Kuester, Natascha Vonderschmitt (Ed.)

Teaching Canadian Ecologies, page 75 - 102

Ein Schulprojekt des Marburger Zentrums für Kanada-Studien

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4226-7, ISBN online: 978-3-8288-7175-5, https://doi.org/10.5771/9783828871755-75

Series: Marburger Schriften zur Lehrerbildung, vol. 13

Tectum, Baden-Baden
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75 2.4 Whose Land? – A Critical Perspective on the “Canadian Dream” 12.-13.Klasse (Q3) Dauer: zwei thematische Einheiten: 1. 2,5 Doppelstunden, 2. 4,5 Doppelstunden Von Jessika Jesse 2.4.1 Einführung Im Rahmen des „Interdisziplinären Email Projektes“ (Kapitel 3.5) habe ich die Gruppe betreut, die sich mit “Natives und Canadian Ecologies“ befasste. Da der Aspekt des Lebens der “Natives” in Kanada unter dem allumfassenden Thema der Problematik der Ölförderung jedoch ein wenig unterging, möchte ich im Folgenden einen weiteren Unterrichtsentwurf entwickeln, der sich der indigenen Bevölkerung und ihrer Kritik am Canadian Dream widmet. Schwerpunkt soll dabei die Betrachtung der “Idle No More“-Bewegung darstellen, welche sich 2012 in Reaktion auf die Verabschiedung unterschiedlichster Gesetzesentwürfe bildete, welche die Rechte der indigenen Bevölkerung einschränkten11. Exemplarisch kann diesbezüglich die Bill C-45 betrachtet werden12. In dem Gesetzesentwurf plante die Harper- Regierung zur langfristigen Sicherung des kanadischen Wohlstandes die Aufhebung des gesetzlichen Schutzes der Wälder und Wasserwege vor der kommerziellen Nutzung. 2.4.2 Einführung in die thematische Materie The Canadian Dream: Kanada ist weltweit als Land unendlicher Weiten und wunderschöner Natur bekannt. Die vielen Seen und Flüsse, die Berge und Wälder bieten sich für unterschiedlichste Arten von Aktivitäten der Entspannung sowie des Extremsports an, und Städte wie Montreal, Toronto oder Vancouver beeindrucken durch ihr internationales Flair sowie ihre Kunstszene. 11 Nähere Informationen zu der Bewegung gibt es auf der Website www.idlenomore.ca 12 Eine gute inhaltliche Übersicht über den Gesetzesentwurf Bill- C45 bietet der Aufsatz “Bill C-45: Jobs and Growth Act, Implications for Canada’s North – Office of Dennis Bevington, Member of Parliament for the Western Arctic (March 2013)”: http://www.dennisbevington.ca/pdfs/en/2013/Bill_C-45_Final_Report_English.pdf. 76 Anders als für den “American Dream”13 gibt es keine eindeutige Definition des „kanadischen Traumes“. Schlagworte, die einen möglichen kanadischen Traum ausmachen und in unterschiedlichen Internetforen oder Artikeln zum diesem Thema auftauchen, sind die unberührte Natur, die konstitutionell verankerte Förderung kultureller Vielfalt, gute Arbeitsmöglichkeiten, das Wohlfahrtssystem und mit all diesem verbunden der Traum, sich in Frieden ein eigenes nettes Heim aufbauen und sich selbst verwirklichen zu können14. Kulturell weist Kanada ansonsten viele Gemeinsamkeiten mit den USA auf. Multiculturalism: Kanada ist eines der beliebtesten Migrationsländer. Als für Migranten ansprechend gilt dabei das gute Schulsystem, die in der Bevölkerung vertretene Toleranz gegenüber Neuankömmlingen, das gute Rechts- und Bankensystem und das relativ gute Gesundheitssystem15. Als von der Migration abhaltende Faktoren können das extreme Wetter und das wenig ausgebaute öffentliche Verkehrsnetz genannt werden. Um mit den unterschiedlichen kulturellen Prägungen der Einwanderer zurecht zu kommen, verfolgen alle kanadischen Provinzen bis auf Quebec16 das gesetzlich festgelegte Konzept des Multikulturalismus. Multikulturalismus ist in der zeitgenössischen politischen Philosophie ein Theorieansatz, der versucht einen Umgang mit kultureller und religiöser Vielfalt zu finden. Real politisch stellt er Handlungsimplikationen für die Kulturpolitik eines Staates dar17. 13 Die Metapher “American Dream” wurde 1931 durch James Truslow Adam geprägt. Auf der Website www.investopedia.com wird er folgendermaßen definiert: “The belief that anyone, regardless of where they were born or what class they were born into, can attain their own version of success in a society where upward mobility is possible for everyone. The American dream is achieved through sacrifice, risk-taking and hard work, not by chance. Both native-born Americans and American immigrants pursue and can achieve the American dream. In contrast to other political and economic systems, such as communist dictatorships, America’s free-enterprise system makes possible the circumstances that allow individuals to go beyond meeting their basic needs to achieve self-actualization and personal fulfillment.” 14 Einen kleinen Einblick in die Vielfältigkeit kanadischer Träume gibt es unter anderem auf der Website http://www.dreamresearch.ca/articles.php?articleID=15. 15 Eine Auflistung von Gründen für die Migration nach Kanada findet sich unteranderem auf der Website http://www.immigrationpoint.ca/why_canada.htm. 16 Quebec verfolgt stattdessen das Konzept des Interkulturalismus. Diese zeichnet sich durch die seinen Dialog zwischen den Kulturen unter einer offensichtlichen Hauptkultur (in diesem Fall der französischen) aus. Weitere Information gibt es diesbezüglich auch in dem Aufsatz “A Clarification of Terms: Canadian Multiculturalism and Quebec Interculturalism” von Miriam Chiasson: http://canadianicon.org/wp-content/uploads/ 2014/03/TMODPart1-Clarification.pdf. 17 Für eine ausführlichere Definition siehe auch: http://plato.stanford.edu/entries/multi culturalism/ 77 Die im Konzept des Multikulturalismus enthaltene Metapher des Mosaiks18 bildet einen Kontrast zu der in den USA vertretenen Metapher des Melting Pots, welche von einer Angleichung der Kulturen und einer daraus resultierenden gemeinsamen Kultur ausgeht. Multikulturalismus fordert die Bevölkerung sowie die Gesetzgebung auf, gegenseitiges Verständnis, Respekt, Toleranz und Gleichberechtigung unterschiedlicher Kulturen zu gewährleisten (vgl. Stanford Encyclopedia of Philosophy). Auf Grund seiner kolonialen Historie verfolgt Kanada neben dem Konzept des Multikulturalismus das des Bilingualismus. In den siebziger Jahren hat sich die kanadische Regierung verpflichtet, alle offiziellen Dokumente in Französisch und Englisch zu Verfügung zu stellen. Kritik: Oberflächlich betrachtet scheint Multikulturalismus in Kanada sehr gut zu funktionieren. Es gibt jedoch auch Kritiker des Konzepts. So gibt es zum einen die Beschwerde, dass die Kulturen eben doch nicht ganz gleichberechtigt nebeneinanderstehen, sondern dass es eine angelsächsische Dominanz gibt19. Diese Kritik kommt vor allem von französisch-kanadischer Seite, obwohl Kanada durch die Politik des Bilingualismus versucht alle öffentlichen Dokumente zumindest zweisprachig Französisch und Englisch zu halten. Weitere Kritik erfolgt von indigener Seite. Manche indigenen Kritiker sprechen von einem so genannten kolonialen Multikulturalismus, welcher die Lebensweisen der indigenen Bevölkerung ignoriert und sie allenfalls zu einer Ethnie von vielen macht, anstatt sie, wie in existierenden Verträgen mit dem englischen Königshaus festgelegt, als eigene Nation zu betrachten20. 2012 bildete sich die Protestbewegung “Idle No More“21, die sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung einsetzt. Dabei geht es neben der politischen Anerkennung vor allem um das Einhalten von Landrechten22. Idle No More: Auf der Website der Bewegung heißt es: “Idle No More calls on all people to join in a peaceful revolution, to honour Indigenous sovereignty, and to protect the land and water.” Idle No More ist eine Protestbewegung, die im Dezember 2012 von vier Frauen gegründet wurde. Es handelt sich um eine Basisbewegung, der indigenen Bevölkerung in Kanada sowie ihren Unterstützern. Zu der indigenen Bevölkerung 18 Eine künstlerische Unsetzung der Metapher kreiert zur Zeit der Künstler Tim Van Horm: http://canadianmosaic.ca/. 19 Siehe diesbezüglich: http://www.thecanadianencyclopedia.ca/en/article/multicult uralism/ 20 Einen kritischen Blick auf das Konzept des Multiculturalismus wagt das Essay “Aboriginal Peoples and Multicultural reform in Canada: Prospects for A new binational society“ von David B. MacDonald: https://ejournals.library.ualberta.ca/index.php/CJS/article/down load/17224/16266. 21 Eine sehr gute Übersicht über die Bewegung gibt auch der Artikel “IN BRIEF: Idle No More“ vom Ontario Justice Education Network (ojen). http://ojen.ca/sites/ojen.ca/ files/resources/IB_INM.pdf. 22 Nähere Informationen zu der Protestbewegung finden sich unter: www.idlenomore.ca. 78 zählen sich die First Nations, die Métis und die Inuit. Sie machen laut dem Zensus 2011 4.3% der Gesamtbevölkerung aus23. Zum Protest wurden vor allem Flash Mobs mit indigenen Tänzen an öffentlichen Plätzen und Blockaden von Bahnverbindungen genutzt. Die Bewegung bildete sich in Reaktion auf gesetzliche Vorstöße gegen die Treaty Rights durch den konservativen Premierminister Stephen Harper in seinen Bemühungen zur Förderung wirtschaftlicher Entwicklung. Explizit ging es dabei um die Sammelgesetzesvorlage Bill C-45, die auch als Jobs and Growth Act bezeichnet wird. Teil der Gesetzesvorlage ist eine Veränderung des Navigable Water Protection Act aus dem Jahr 1882, welcher vor jedem Bauvorhaben in und um ein befahrbares Gewässer eine öffentliche Konsultation sowie ein umfangreiches Genehmigungsverfahren vorsieht. Bill C-45 zielt darauf, diesen Prozess auf eine grob umrissene Liste bestimmter Wasserwege festgelegt durch den Transportminister zu begrenzen. Hintergrund ist, dass Flüsse zum jetzigen Zeitpunkt für Unternehmen auf Grund ihrer Omnipräsenz ein großes Hindernis für den Bau von zum Beispiel Pipelines darstellen. Insbesondere geht es dabei um den Bau der Pipeline (Enbridge Northern Gateway Project), welche die Athabasca Tar Sands mit dem Pazifischen Ozean verbinden und so den Verkauf unverarbeiteten Bitumens nach China ermöglichen würde. Von der indigenen Protestbewegung wird kritisiert, dass ein Großteil der durch das Gesetz ungeschützten Wasserwege sich auf dem traditionellen Gebiet der First Nations befindet. Umweltschützer betonen, dass durch den Ausbau von Pipelines in diesen Gebieten wichtige Waldökosysteme in der Gefahr stehen durch giftige Abfallprodukte zerstört zu werden. Siedlungen in den Tar Sands Abbaugebieten haben bereits jetzt mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Es besteht der Vorwurf, dass die föderale Regierung tendenziell gegen die Interessen der indigenen Bevölkerung handelt und die bestehenden Verträge (Treaties) mit der Königin von England relativ willkürlich einhält oder missachtet. Als Hauptziel formulierte die Bewegung am 10. Januar 2013 daher eine größere Souveränität der indigenen Bevölkerung bezüglich des Schutzes der Wasserwege, der Luft, des Landes sowie der weiteren Schöpfung, basierend auf indigenem Wissen. Implementiert werden soll dies durch (A) neue Leitungsstrukturen, (B) Training im Umgang mit den neuen Medien, (C) die bessere Vernetzung von Experten und öffentlichen Personen, (D) die Festlegung legislativer Abschnitte von “Turtle Island” sowie durch (E) regemäßige Treffen der Vertreter der First Nations, der kanadischen Regierung sowie der Industrie24. Neben dem Protest gegen den Ge- 23 Ausführlichere Daten finden sich unter auf der Website “Statistics Canada - Aboriginal Peoples in Canada: First Nations People, Métis and Inuit”: https://www12.statcan.gc.ca/ nhs-enm/2011/as-sa/99-011-x/99-011-x2011001-eng.cfm. 24 Diese Auflistung wurde dem englischsprachigen Artikel “Idle No More” auf Wikipedia entnommen: https://en.wikipedia.org/wiki/Idle_No_More. 79 setzesentwurf C-45, entwickelten sich die Proteste aus lange angestauter Frustration über das nicht Zustandekommen unterschiedlicher Gesetzesentwürfe der letzten 20 Jahre, die der indigenen Bevölkerung zum Beispiel eine größere Selbstbestimmung oder indigenen Frauen gleiche Erbrechte in den Reservaten zugesprochen hätten (vgl. Wikipedia). Treaties: Bei den Treaties handelt es sich um elf Verträge, die zwischen 1871 und 1921 zwischen den Königen des Vereinten Königreichs und zahlreichen indigenen Stämmen festgelegt wurden. Die Verträge dienten dazu das Land „rechtmäßig“ von den Stämmen zu erwerben. Als Gegenleistung wurden Geldzahlungen, Nahrungsmittel und Hilfeleistungen angeboten sowie Jagdrechte Fischfang und Fallenstellerei auf dem aufgegebenen Land zugesichert. Auf Grund der Dezimierung der Büffelherden, die eine wichtige Lebensgrundlage für unterschiedliche indigene Gruppen darstellten, entwickelte sich jedoch bald eine Anhängigkeit in Bezug auf Lebensmittellieferungen, welche bald als Druckmittel verwendet wurden, um Stämme zum Einlenken zu bewegen25. Auch wenn die Treaties der indigenen Bevölkerung viele Rechte zusprechen, wurden die Vereinbarungen in der Vergangenheit (auch in der jüngeren26) von der kanadischen Regierung konsequent missachtet und die Stämme in ihrer Souveränität beschnitten. Als Beispiel hierfür können die Einrichtung von Residential Schools sowie die Benachteiligung von Frauen im Erbrecht27 genannt werden. Die konsequente Zurückdrängung und Missachtung der indigenen Lebensweise hat über die letzten zwei Jahrhunderte heute massiven Identitätsverluste, erhöhte Arbeitslosigkeit, Armut und Alkoholismus innerhalb der indigenen Bevölkerung Kanadas zur Folge. Idle No More ist die aktuelle indigene Bewegung, die sich für die Einhaltung der Treaty Rights einsetzt. Durch diese Zielsetzung stellt die Bewegung Gleichzeitig den Canadian Dream sowie das damit verbundene Konzept des Multikulturalismus für ALLE Bewohner „Kanadas“ in Frage. Aktuelle politische Situation: Eine erste Entschuldigung bei der indigenen Bevölkerung für das Unrecht der letzten zwei Jahrhunderte erfolgte 2008 durch die 25 Die Übersicht über die Treaties orientiert sich an Wikipedia https://en.wikipedia.org/wiki/Numbered_Treaties/ und einem Artikel der kanadischen Regierung http://www.aadnc-aandc.gc.ca/eng/1100100032291/1100100032292. 26 Bzgl. aktueller Verletzungen der Treaty Rights siehe: http://www.oktlaw.com/wpcontent/uploads/2013/01/treaty.pdf. 27 Die Benachteiligung von indigenen Frauen kam durch geschlechtlich bedingte Unterschiede im Prozess der Verleihung der kanadischen Staatsbürgerschaft bzw. der Vollwertigen Anerkennung als „Indianer“ zustande. Weitere Informationen finden sich diesbezüglich auch unter dem Schlüsselwort “Enfranchisement” auf der Website: http://indigenousfoundations.arts.ubc.ca/home/government-policy/the-indianact/enfranchisement.html. 80 Harper-Regierung. Die Entschuldigung wurde auf Grund der zugleich verabschiedeten einschneidenden Gesetze sehr kontrovers diskutiert. Im September 2015 gab es schließlich einen Regierungswechsel, bei dem die Harper-Regierung durch die liberale Partei unter Premierminister Justin Trudeau abgelöst wurde. Trudeau leitete einen radikalen Wandel in der Beziehung der kanadischen Regierung und den First Nations ein. Es ist ihm ein großes Anliegen sich mit gegenseitigem Respekt zu begegnen (nation-to-nation relationship), dazu gehören z.B., die Aufarbeitung indigener Rechte, die Erhöhung des Budgets für Bildung und Wirtschaft und die Aufarbeitung des Verschwindens und der Morde an über tausend indigenen Frauen in den letzten Jahrzehnten. Diese Investitionen sollen Hand in Hand mit den zuständigen indigenen Vertretern durchgeführt werden28. Auf Grund der Jahrzehnte langen Missachtungen der indigenen Rechte, die sich auf unterschiedlichen Ebenen der kanadischen Gesellschaft widerspiegelt, ist abzuwarten welche Versprechen Trudeau letztendlich umsetzen kann. Konservative Kritiker weisen darauf hin, dass Trudeau die Spitze eines Eisbergs anrührt, dessen Aufarbeitung enorme finanzielle Ausgaben mit sich ziehen wird. Die erhöhten Ausgaben bei einer zu gleich schrumpfenden Wirtschaftsleistung auf Grund der weltweiten Senkung des Erdölpreises führen zu großem Kopfschütteln bei den politisch Konservativen. 2.4.3 Ziel- und Kompetenzformulierungen Inhaltliches Ziel der Unterrichtsreihe ist es das Ideal des Canadian Dream aus einer indigenen Perspektive kritisch zu hinterfragen. Richtungsweisend soll dabei der Frage “Whose Land?” nachgegangen werden. Dabei sollen die SuS einen Einblick in die aktuelle politische Lage der indigenen Bevölkerung in Kanada erhalten und in der Lage sein, diese mit der migrationsfreundlichen Politik der kanadischen Regierung in Beziehung zu setzen. Die Betrachtung unterschiedlicher Sichtweisen auf den kanadischen Traum, soll dabei vor allem auf die Förderung der interkulturellen Kompetenz ausgerichtet sein. Interkulturelle Kompetenz stellt neben der Sprach- und Lernkompetenz ein wichtiges Ziel des Englischunterrichts dar. Die im Bereich der Pädagogik veröffentlichte Literatur wohl am häufigsten verwendete Definition bezeichnet interkulturelle Kompetenz auch als „Bündel von Fähigkeiten“ (Leenen, Groß, Grosch 114), welches in kulturellen Überschneidungssituationen von Nutzen ist, bzw. als die Befähigung, in fremdkultureller Umgebung oder mit Angehörigen einer anderen Kultur, als der eigenen angemessen und erfolgreich handeln zu können (vgl. ebd.). Nach einem von Fischer (2013) für die Soziale Arbeit entwickelten Modell, welches 28 Für nähere Informationen siehe auch “Trudeau at First Nations Assembly”: http://www.cbc.ca/news/politics/justin-trudeau-afn-indigenous-aboriginal-people- 1.3354747 81 sich meines Erachtens jedoch auch auf die Schule übertragen lässt, setzt sich Interkulturelle Kompetenz im Kern aus der Ich-Ebene, der Wir-Ebene und der Sach- Ebene zusammen. Abb. 1: Interkulturelle Kompetenz Online finden Sie auf ILIAS eine ausführliche Darstellung der Kompetenzen sowie Ausführungen zum Modell der Interkulturellen Kompetenz nach Fischer. Ziel der Unterrichtsreihe: SuS lernen die aktuelle kanadische Politik und Außenwirkung in Bezug auf die Themen Ökologie, Ökonomie und Aboriginal People multiperspektivisch und kritisch zu betrachten und dabei zukunftsweisende Ideen für die Umsetzung eines “Canadian Dreams” zu entwickeln. 2.4.4 Didaktische Überlegungen Die Unterrichtsreihe ist auf Grund ihrer Thematik und der Verwendung von anspruchsvollem Film- und Textmaterial am besten in einem Leistungskurs in der Q3 (13.1) durchzuführen. Inhaltlich kann sie aufbauend zum „Interdisziplinären E-Mail-Projekt“ (E-Phase/11) durchgeführt werden oder auch auf die Beschäftigung mit dem “American Dream” in der Q1. Außerdem greift die Reihe Aspekte der Q2 auf, da sich die Treaties direkt auf Kanadas Vergangenheit als Kolonie beziehen. Durch ihren Gegenwartsbezug schlägt sie dabei gleichzeitig vorbereitend eine Brücke zur Q4 mit dem Oberthema “The Global Challenge”. Eine ausführliche didatische Analyse nach Klafki und curriculare Begründung ist online einsehbar unter: https://ilias.online.uni-marburg.de/ 2.4.5 Methodische Überlegungen Die Unterrichtsreihe setzt sich aus zwei größeren Phasen zusammen. Die ersten zwei Doppelstunden und der Anfang der dritten beschäftigen sich mit der Selbstdarstellung Kanadas und dem damit verbundenen kanadischen Traum Exploring the Canadian Dream. 82 In der zweiten Phase geht es um die Kritik an diesem Traum und dem realen Umgang mit möglichen Missständen A Critical Perspective on the Canadian Dream. Die von den SuS erstellten Produkte (Arbeitsblätter, Aufsätze, Reflektionen etc.) werden in Portfolios gesammelt und zur Bewertung abschließend eingesammelt.Tabellarischer Unterrichtsverlauf E xp lorin g th e C an ad ian D ream Stu n d e U n terrich tsp h ase U n terrich tsverlau f K om p eten zen Sozialform M ed iu m Z eit 1.D S E instieg Im puls zur Ü berleitung in die A rbeitsphase A rbeitsphase H ausaufgabe Brainstorm ing und E ntw icklung eines Tafelbildes W hat do you know about Canada? Besprechung der U nterrichtseinheit: E rw artungen, Produkte, sonstige Fragen M arkierung von Schlüsselw örtern: z.B. W ildlife, N ature, Sports, Indigeneous People, M ulticuturalism K opieren der M indm ap durch die SuS W S II: E rstellung von D inA 4 Fotokollagen zu bestim m ten Schlüsselw örtern aus der M indm ap W S III: E rstellung eines K anada - Steckbriefs Fertigstellung der Produkte. Collagen in Farbe ausgedruckt m itbringen (jew eils D inA 4) A nalysekom petenz M ethodenkom petenz M ethodenkom petenz A nalysekom petenz Plenum Plenum Plenum E inzelarbeit Tafel Tafel Com puter 15 M in. 20 M in. 55 M in. 83 Stunde Unterrichtsphase Unterrichtsverlauf Kompetenzen Sozialform Zeit 2. DS Ergebnissicherung I Fakultative Ergänzung Ergebnissicherung II Impuls Erarbeitungsphase Hausaufgabe Vorstellung eines Steckbriefes + Ergänzungen Falls Smart Board und Stick/CD des Marshall McLuhan Salons vorhanden, bietet es sich an, sich jetzt mit den SuS interaktiv auf „Entdeckungsreise“ zu begeben Ausstellung der Collagen (Betrachtung im thematisch sortierten Gallery Walk), Ergänzung von WS I Zeigen der YouTube Video Clips: Dave and Chris Hadfield –“In Canada” “Canada Shared by Canadians - Keep Exploring” Mündl. Frage: Welches Bild von Kanada wird gezeichnet? Würdest du nach Canada auswandern und wenn ja warum oder wenn nein warum nicht? (Think-Pair-Share Methode) WS IV: Reflexion (1 Seite) zu der Frage: “Why would(n’t) you immigrate to Canada?” Verweis auf Mindmap, Collagen, Songs und Internetquellen! Verweis auf Textform Analysekompetenz Analysekompetenz Urteilskompetenz Plenum Plenum Partnerarbeit Plenum Plenum T-P- S 15 Min. (15 Min.) 20 Min. 10 Min. 15 Min. Restliche Zeit Ergebnissicherung Vortragen der in der Hausaufgabe vorbereitete Reflexionen Ergänzung der Mindmap WS I Abstimmung per Handzeichen (wer würde nach Kanada auswandern?) Urteilskompetenz 30 Min. 84 A Critical Perspective on the Canadian Dream Stunde Unterrichtsphase Unterrichtsverlauf Kompetenzen Sozialform Zeit 3. DS Impuls Erarbeitungsphase Hausaufgabe Anwerfen eines Bildes des Idle No More Movements Beschreiben, Deuten Sammeln von vorhandenem Wissen über die Indigene Bevölkerung Kanadas sammeln und offene Fragen notieren (noch nicht beantwortet!). Film: Idle No More (Official Trailer) Für besseres Verständnis 2x gucken! Besprechen der Frage: Was ist Idle No More? (WS V: Arbeitsblatt!) Verteilung von Minivorträgen (mit Handout): Indigenous Population (Klärung wer Métis, First Nations, Inuit sind) Residential Schools Colonial Multiculturalism (Text: David B. MacDonald “Aboriginal Peoples And Multicultural Reform in Canada: Prospects for a new binational society”) Oka-Crisis YouTube Film: “Idle No More (Documentary)” schauen + Arbeitsblatt ergänzen Analysekompetenz Plenum Plenum 20 Min. 30 Min. 10 Min. 4. DS Einstieg Wiederholung der letzten Stunde und Ergänzungen zum Arbeitsblatt besprechen Vortrag über die Zusammensetzung der indigene Bevölkerung Kanadas + Nachfragen Einreichen zweier Textes zum Hintergrund der Bewegung in dem es um die Treaties und exemplarisch den Navigable Waters Protection Act der Bill C-45 geht (WS VI: Arbeitsblatt) Gemeinsam werden die wichtigsten Punkte herausgearbeitet und an der Tafel gesammelt. Minivortrag über Residential Schools Sprachbewusstsein Interkulturellekompetenz Analysekompetenz Sprachlernkompetenz Plenum Plenum Partnerarbeit 20 Min. 15 Min. 40 Min. 15 Min. 85 Stun de Unterrichtsphase Unterrichtsverlauf Kompetenzen Sozialform Zeit 5. DS Erarbeitungsphase Ergebnissicherung Vertiefung und Anwendung Hausaufgabe Fakultativ Film “WE WILL BE FREE - Aboriginal Peoples in Canada (full movie)” zum besseren Verständnis der Situation der indigenen Bevölkerung schauen. Vorher: Austeilen von Arbeitsblatt (WS VII) zum besseren Verständnis Besprechung (Kreisform) und Ergänzung des Arbeitsblattes Die SuS sollen versuchen sich in die Natives hineinzuversetzen. Was für Strategien würden sie entwickeln, wenn ihnen ähnliches Wiederfahren würde? Damals und Heute: Medien/ Gewalt/Etc. WS VIII: One-page Summary of Indigenous Situation Auseinandersetzung mit dem Text “Colonial Multiculturalism” von David B. MacDonald Analysekompetenz Sprachbewusstsein Handlungskompetenz Interkulturelle Kompetenz Plenum Plenum 60 Min. 15 Min. 15 Min. 6. DS Impuls Ergebnissicherung Erarbeitungsphase Vortrag über den Text: Colonial Multiculturalism, Reflexion über den Vortrag und Fragen Kurzvortrag über die Oka-Crisis Diskussion über die Frage: After learning so much about the Indiginous situation and the Idle No More movement, how do you view The Canadian Dream now? Besprechen wie man eine politische Rede analysiert Analyse einer politischen Rede: “Current Political Implications: Speech by Justin Trudeau” (Video + Text) Inhaltliche Beantwortung der Fragen: What does Trudeau mean by new relationship? Which promises does he make? + possible challenges he might face WS VIII: Verschriftlichung des Besprochenen WS I: Ergänzung der in der bereits erstellten Mindmap Sprachbewusstsein Interkulturellekompetenz Urteilskompetenz Methodenkompetenz Analysekompetenz Sprachbewusstsein Plenum Plenum Plenum 20 Min. 5 Min. 15 Min. 10 Min. 40 Min. 86 Eine kurze Übersicht über die möglichen Produkte finden Sie im Anhang, und eine ausführliche Darstellung des Unterrichtsverlaufs mit methodischer Analyse können Sie online auf ILIAS einsehen. Stunde Unterrichtsphase Unterrichtsverlauf Kompetenzen Sozialform Zeit 7. DS Vertiefung und Anwendung Fakultativ Anwerfen des Bildes auf der Titelseite: Beschreiben und in Hinblick auf den kanadischen Traum analysieren! Reflexion der Unterrichtseinheit WS X: Persönliche Verschriftlichung der Bildanalyse WS XI: Reflexion der Unterrichtseinheit Hinweis auf Abgabe der Portfolios zur Bewertung Kekse – Canadian Marple Syrup Cookies. Interkulturelle Kompetenz Urteilskompetenz Methodenkompetenz Plenum Plenum Einzelarbeit 30 Min. 20 Min. 40 Min. 8. DS Fakultativ Im Anschluss an die Unterrichtsreihe würde es sich anbieten mit den SuS eine Kurzgeschichte “Borders” von Thomas King zu lesen und diese mit dem nun vorhandenen Hintergrundwissen zu analysieren 87 2.4.6 Material und Lösungsschlüssel Erste Doppelstunde Material: Anmerkungen: Aufgabenstellung WS I Mindmap: Tafel/ Whiteboard/Smartboard + Kreide/Stift Die Mindmap bietet eine gute Möglichkeit, Vorwissen abzufragen und zu aktivieren und kann je nach dem was die SuS schon zu Kanada wissen sehr unterschiedlich ausfallen. Der Begriff Indians (sofern genannt) kann zunächst einmal unreflektiert aufgenommen werden. Spätestens bei dem Minivortrag über die “Indigeneous Population” (DS4) sollte jedoch eine kritische Betrachtung erfolgen. Brainstorming: What comes into your mind, when thinking about Canada? Unterrichtseinheit Info: Erwartungshorizont, Übersicht über die Produkte Ein Erwartungshorizont ist in diesem Unterrichtskonzept nicht enthalten. Bewertete Aspekte könnten z.B. Inhalt/Sprache/Ästhetik sein. Es bietet sich an SuS die Methode des Portfolios kurz vorzustellen und Ihnen mitzuteilen, welche Textsorten sie erwarten. Für eine Übersicht der Produkte und der Textsorten s. Anhang. WS II Fotokollagen: Computer mit Internet/Zeitschriften/Fotos Bei denen in der Lösung verwendeten Fotos handelt es sich um private Aufnahmen. Solange die von den SuS erstellten Collagen nicht veröffentlicht werden, sollte es kein Problem sein, Fotomaterial aus Zeitschriften und Internet zu verwenden. Auf Grund der benötigten Menge an Fotos bietet es sich meines Erachtens an Fotos aus dem Internet zu verwenden, mit denen dann eine DIN A4 Seite auf Word graphisch gestaltet werden kann. Create a DinA4 collage to one of the keywords in the mind map. 88 Zweite Doppelstunde Material: Anmerkungen: Aufgabenstellung WS III Kanada Steckbrief: Computer mit Internet / Lexika Die Erstellung des Kanada Steckbriefs ermöglicht differenziertes Arbeiten und kann je nachdem, wie schnell die SuS sind, auch bereits in der Stunde begonnen werden. Kurze Übersichten zu Kanada finden sich in vielfältiger Ausführung im Internet Stichworte: “Canada Country Profile”, “Canada Country Report”, “Canada facts” https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/ca.html http://www.countryreports.org/country/Canada.htm http://www.factslides.com/s-Canada Um den SuS bei der Bearbeitung der Aufgabe zu helfen, sollte im Plenum über aufzuführende Kategorien gesprochen werden. Create a onepage overview with the most important facts about Canada. Interaktive Kanada- Karte Laptop, Smartboard, Internet, USB – Stick des McLuhan Salon Die CD oder der Stick mit der Interaktiven Karte Kanadas kann bei dem McLuhan Saloon der kanadischen Botschaft in Berlin angefragt werden: www.mcluhan-salon.de Discover the interactive Canada map! Video Clips Laptop, Internet, Smartboard Die Clips dienen der allgemeinen Erweiterung des Wissens über Kanada und der stereotypen Außendarstellung. Sie müssen daher nicht tiefergehend analysiert werden “Dave and Chris Hadfield - In Canada”: https://www.youtube.com/watch?v=zuVsHt3rBnc “Canada Shared by Canadians - Keep Exploring”: https://www.youtube.com/watch?v= cotGh4Lu29M Which stereotypical Canadian characteristics are communicated? WS IV: Argumentation Das zur Reflexion benötigte Wissen kann aus der Mindmap, den Fotocollagen, zuvor geschauten Videoclips und Internetquellen „Stichwort: Pro and Cons Canada Immigration“ entnommen werden. Write a onepage argumentation: “Why would(n’t) you immigrate to Canada?” 89 Dritte Doppelstunde Material: Anmerkungen: Aufgabenstellung Fotos vom Idle No More Movement Laptop, Beamer/Overhead, Folie Abb. 4 und 5, s. Seite 105 Die Fotos sollen nicht gleichzeitig, sondern nacheinander beschrieben und gedeutet werden. Zusätzlich zu der Beschreibung und Deutung Bilder können die SuS Fragen entwickeln, die sich bei der Betrachtung stellen. Describe and analyze the picture. Filme Laptop, Beamer, Internet Idle No More (Official Trailer): LXS7NDN: “Idle No More Documentary (Official Trailer)”. 22.1.2013. youtube.de 30.3.2017. https://www.youtube. com/watch?v=1YgK1 FwD_Oo Hausaufgabe: Idle No More (Documentary): LXS7NDN: “Idle No More (Documentary)”. 19.4.2013. youtube.de. 30.3.2017. https://www.youtube. com/watch?v=WyuU U4VohDM Zum besseren Verständnis ist es sinnvoll den Trailer 2x anzuschauen. WS V: Arbeitsblatt zum Clip und zur Documentary Kopierte Arbeitsblätter (WS V) Der Clip vermittelt nur einen ersten Eindruck über Idle No More. Vertiefte Informationen werden in der Dokumentation, die die SuS zu Hause gucken sollen vermittelt. Answer the questions on the worksheet. Minivorträge Alle Materialien sind im Internet verfügbar. 90 Vierte Doppelstunde Material: Anmerkungen: Aufgabenstellung Texte zu Treaty Rights und Bill C45 Kopien, Wörterbücher “IN BRIEF: Idle No More” von der OJEN zu finden unter: http://ojen.ca/sites/ojen.ca/files/resources/IB_INM.pdf und im Anhang. BILL C-45 – “JOBS AND GROWTH ACT, 2012” - PART 4: Division 18 http://www.fin.gc.ca/ pub/c45/4-eng.asp und im Anhang. Die SuS sollen sich anhand verschiedener Texte ihr Hintergrundwissen zu “Idle No More” vertiefen. Dieser Text gibt noch einmal eine gute Zusammenfassung von Idle No More und bietet au- ßerdem eine sehr gute einführende Übersicht über die Problematik die zwischen den Treaty Rights und bestimmten Abschnitten der Bill C- 45 besteht. Die in dem Text bereits vorgeschlagenen Diskussionsfragen sollen weggelassen werden. Bei diesem Text handelt es sich um die tatsächliche Gesetzesvorlage zur Änderungen des Navigable Waters Protection Act. Die SuS sollen untersuchen, wie die Regierung die Gesetzesänderung begründet und welche Verbesserungen sie sich davon verspricht. Read the texts and mark unknown words. WS VI: Arbeitsblatt Kopien Answer the questions on the work sheet. 91 Fünfte und sechste Doppelstunde Material: Anmerkungen: Film Laptop, Beamer/ Smartboard Film: Downsideupfilm. “WE WILL BE FREE – Aboriginal Peoples in Canada (full movie)”. 10.5.2014. youtube.de 14.5.2017. https://www.youtube.com/watch?v=OXT2J Xe8mnA Es bietet sich an, den SuS den Titel des Filmes zu nennen, damit sie ihn gegebenfalls nochmal anschauen können. Ein weiterer sehr guter Film ist: 16x9onglobal (Global News): “FULL STORY: Failing Canada’s First Nations Children”. 5.3.2016. youtube.de. 2.4.2017. https://www.youtube.com/watch?v=xhEh- D7IRQc WS VII: Arbeitsblatt Kopien Das Arbeitsblatt soll den SuS helfen den Film besser zu verstehen. Die Fragen sollten vor dem Film einmal mit den SuS besprochen werden. Text David B. MacDonald: “Aboriginal Peoples And Multicultural Reform in Canada: Prospects for a new binational society”. Bei dem 18-seitigen Text handelt es sich um eine indigene Kritik am Gegenwärtigen Multikulturalismus Konzept Kanadas. Es werden die Schwachstellen des “Colonial Multiculturalism” aufgezeigt und einem „snykretischem Multiculturalismus“ entgegengearbeitet, welcher Migranten nicht nur in die westliche Kultur integriert, sondern basierend auf der “nation-to-nation relationship” ebenso in die indigene. Da der Text relativ lang ist wäre es gut, diesen Text differenziert an sehr starke SuS als Vortrag zu verteilen. Film Beamer, Laptop CBC-Clip: Mas, Susana/CBC News: “Trudeau lays out plan for new relationship with indigenous people”. 8.12.2015. cbc.ca. 14.5.2017. http://www.cbc.ca/news/politics/justin-trudeau-afn-indigenous-aboriginal-people- 1.3354747 Für ein besseres Verständnis, sollte der Clip zweimal geschaut werden. Einmal vorher ohne Text und dann nach dem Lesen des Textes noch einmal. Fragen: What does Trudeau mean by new relationship? And which words does he use to express his means? Which promises does he make? Analyze the speech1: Read the speech, mark unknown words, try to answer the questions given WS IX: Text Verschriftlichte Rede (Justin Trudeau, Speech to the Assembly of First Nations Special Chiefs Assembly. Gatineau, Québec. 8.12.2015. Lecture. http://www.pm.gc.ca/eng/no de/40159 Methodenleitfaden Leitfaden für Analyse politischer Rede s. Anhang Um den SuS eine Hilfestellung zu geben ist es sinnvoll den Leitfaden gemeinsam durchzugehen und auf die Rede anzuwenden. 92 Siebte Doppelstunde M aterial: A n m erku n gen : A u fgab en stellu n g M öglich e L ösu n g: W S X : B ild W eiterfü h ru n g Beam er, Laptop, Bild in Farbe (siehe ILIA S), K opien vom U m riss K anadas D ie A nalyse des Bildes soll zur inhaltlichen Z usam m enfassung der U nterrichtseinheit dienen. N ach der A nalyse des D argestellten w äre es auch w ichtig zu besprechen, w elche A spekte das Bild auslässt und w ie sie gegebenenfalls ergänzt w erden könnten. D escribe and analyze the picture. W hich aspects do you think are m issing in order to express your view on the Canadian D ream ? D raw your ow n version (sum m ary) of the Canadian D ream . A nalyse: A uf der einen Seite stehen die bunten Punkte für die A ußendarstellung und Selbstw ahrnehm ung K anadas als tolerantes Land kultureller V ielfalt und w underschöner N atur. Fehlende A spekte: A uf der anderen Seite könnten die Punkte jedoch auch für die kolonialistischen Z üge der kanadischen Politik stehen: das Z urückdrängen der indigenen Bevölkerung durch M issachtung von m it der englischen K rone gem achten V ereinbarungen. D ie Punkte sehen doch sehr friedlich aus, vielleicht könnten die Farben aggressiver sein und die Punkte sich von Süden nach N orden ausdünnen, aber so, dass es aussieht als ob sie sich langsam ausbreiten w ürden. A uch ist der englisch-französischkanadische K onflikt nicht m it aufgenom m en. W S X I: R eflexion Skizze der Fünf-Finger-M ethode, siehe Bildverzeichnis (S. 106) E rfahrungsgem äß finden die SuS die M ethode (besonders die Bedeutung des M ittelfingers) sehr am üsant. H ow did you like the project? U se the five-finger-m ethod to reflect upon the question. 93 2.4.7 Anhang Online finden Sie auf ILIAS eine Liste mit weiteren Links mit Infirmationen zum „Methoden-Kit“ dieses Unterrichtsszenarios und die verwendeten Bilder. 2.4.7.1 Übersicht Produkte (teilweise mit Beispielergebnissen) WS I: Mindmap WS II: Collage WS III: Canada Facts Sheet WS IV: Immigration to Canada (Argumentation) WS V: Idle No More (Worksheet) WS VI: Treaty Rights and Bill C-45 (Worksheet) WS VII: Movie WE WILL BE FREE (Worksheet) WS VIII: Indigenous Situation (Summary) WS IX: Trudeau’s First Nation Speech (Political Speech) WS X: Picture (Picture Analysis) WS XI: Reflection about Teaching Concept WS I: Mindmap Canada sports nature animals Indians symbols culture canoeing snow lakes mountains elk seal hunt French English maple 94 WS III: Facts about Canada 2.4.7.2 Texte zu Treaty Rights and Bill C-45 WS V: Arbeitsblatt (Idle No More) Idle No More What is Idle No More? Idle no more is a grassroots movement against laws like Bill C-45 limiting indigenous rights. Translated into German it means “Sei nicht länger untätig” Who is involved in Idle No More? It is a protest movement by the indigenous population of Canada they have support from people all over the world. How are opposing voices describing Idle No More? They call it non-sense. Questions: E.g.: What do I have to do with their issues? Facts about Canada Capital: Ottawa Foundation: 1. Juli 1867 Head of State: Queen Elisabeth Current Prime Minister: Justin Trudeau Official Language: English and French Population (2011): 33.476.688 Size: 9.984.670 km² 9.093.507 km² Land more than half of the territory is covered by forest 891.163km² freshwater Canada has 10 provinces and 3 territories Famous people from Canada: Céline Dion, Avril Lavigne, Drake, Justin Bieber, Shania Twain, Ryan Gosling, Ryan Reynolds, Jim Carry National Sports: Ice Hockey, Lacrosse Idle No More What is Idle No More? _______________________________ _______________________________ Who is involved in Idle No More? _______________________________ _______________________________ How are opposing voices describing Idle No More? _______________________________ _______________________________ Questions: ____________________________ 95 IN BRIEF: Idle No More Idle No More is a grassroots political movement focused on Indigenous rights and environmental protection. It began as a relatively small group in Canada, but quickly became international in scale largely due to rapid proliferation through the use of social media such as Facebook and Twitter. Since December 2012, the movement has attracted a great deal of attention in the Canadian mainstream media, through rallies, protests, teach-ins and direct political action such as flash mobs and round dances around the country. While its quick spread to other parts of the world has meant that the specific political goals of all those who identify themselves as part of the Idle No More movement are highly diverse, its beginnings in Canada are quite straightforward. In October 2012, the Conservative government led by Prime Minister Stephen Harper introduced Bill C-45, the ‘Jobs and Growth Act, 2012’. This legislation has raised the concerns of many Canadian environmental and Aboriginal rights activists, but Idle No More owes its identity to the efforts of four women from Saskatchewan: Jessica Gordon, Sheelah McLean, Sylvia McAdam and Nina Wilson. These four organized a small event in Saskatoon held on November 10, 2012, and used Facebook to publicize it. The slogan they used to promote the event was “Idle No More”. Similar political actions followed in other parts of the country as the movement grew exponentially, supported by the use of the “#idlenomore” hash tag on Twitter and other social media and the widely-publicized hunger strike by Chief Theresa Spence of the Attiwapiskat First Nation. December 10, 2012, marked a national Day of Action with related political activities around the country. The specific goals of all of these activities were as diverse as the groups staging them, and while Chief Spence’s hunger strike concluded on January 24, 2013, the momentum gathered and issues central to the movement remain at the forefront of current events in Canada. Bill C-45 is an omnibus bill, which means that it changes legislation in a large number of areas at once. Background – Aboriginal People and Canadian Law Both British and Canadian law have long recognized the inherent rights of Indigenous people to the land they occupied for generations prior to contact with Europeans. In fact, the 1763 Royal Proclamation by King George III of England explicitly confirms the existence of these rights through the notion of Aboriginal Title, and decrees that only the Crown can negotiate land purchases with First Nations. The idea that Indigenous people have an inherent legal right to ancestral lands is expressed in the common-law doctrine, Aboriginal Title. 96 This was the beginning of a unique legal relationship between the Canadian government and First Nations. Canadian courts, including the Supreme Court of Canada (in, for example, R v Guerin [1984] and R v Sparrow [1990]), have held this to mean both that this relationship and the welfare of First Nations must be a foremost concern when determining whether legislation that infringes upon their rights is justified. The rights that are guaranteed in these agreements have been recognized and affirmed under Section 35 of the Canadian Constitution as binding commitments that must be upheld, with the understanding that they were made on the honour of the Crown. Treaty Rights: Treaties are legal agreements between nations that govern activities and attempt to settle disputes by setting out rights and responsibilities between parties. Treaties are in force throughout the world today, just as they were between many European nations and among the many Indigenous groups living in North America prior to European colonization. In Canada, treaties between the Crown and Indigenous peoples usually refer to agreements between these parties in which the latter shared some of their interest in their ancestral territory with the former, in return for payments, promises or other forms of remuneration from the Crown. When settlers colonized Canada, they did so by entering into legal agreements with the various societies that had lived here for millennia. If these treaties did not exist, non-Indigenous settlements and people would be illegal occupants of Canada. In that sense, many have argued that in Canada, we are all treaty people. Most of the land that comprises Canada has been negotiated in this way, and in some areas where there are no treaties, treaties are under development. Historically however, the government has tended to view treaties as closed-ended transactions in which rights to land were given up completely and traditional rights (such as hunting and fishing) were strictly limited outside of reservations. Conversely, the Indigenous interpretation has emphasized that treaties are foundations for sacred agreements and relationships in which respect for one another, and the land shared, is paramount. While the Crown’s view has dominated popular ideas about treaty rights, it is important to remember that most treaties were negotiated orally but were recorded in writing by representatives of the Crown from the Crown’s perspective. These are the records that remain today – not the oral records of what was actually said, or what actually came to pass from the perspectives of the various First Nations who were parties to the decisions. In recognition of this historical bias, the Supreme Court of Canada has held that when disputes are ambiguous, they should be resolved in favour of First Nations’ interests (see R v Sioui [1990]), and that lawmakers should interpret treaty agreements not strictly in the highly legalistic language in which they were recorded, but also according to the way they would have been understood by Indigenous people at the time. This is a binding legal principle. 97 Legal Objectives In the broadest sense, many people who support Idle No More do so because they feel that governments have largely ignored the legal promises to Aboriginal Canadians that are outlined above. One major objection of Idle No More activists is that Bill C-45 forces changes to treaty agreements without consulting First Nations. The doctrine of a “duty to consult” is another binding legal principle that governs the way legislation affecting treaty rights can be made (see for example R v Adams [1996] and Delgamuukw v British Colombia [1997]). The terms of the agreements cannot legally be changed without seeking input and consultation of those who will be affected by it. In this view, it harms the honour of the Crown to change the terms of the agreement unilaterally, and is illegal to do so without adequate prior consultation. Three specific changes that have drawn the criticism of the Idle No More movement are the Bill’s revisions to the Indian Act, the Navigable Waters Protection Act and the Environmental Assessment Act. The Indian Act: This is the fundamental legislation that governs relationships between the federal government and First Nations. This includes rules for how a First Nation will decide whether to allow the government to lease its land. Idle No More argues that Bill C-45 allows this decision to be made at meetings in which a majority of those in attendance vote to do so, rather than a majority of eligible voters in the whole community. Furthermore, under the new legislation, the Minister of Aboriginal Affairs can choose to ignore a negative vote by a band council. This raises a serious question as to whether the “duty to consult” will be sufficiently met under the new process, and the change itself was made without consultation. The Navigation Protection Act: Formerly known as the Navigable Waters Protection Act, this legislation sets out rules about when major industrial projects have to prove that their construction and operation will not damage navigable waterways. Bill C- 45 removes this protection for over 99% of Canada’s lakes and rivers. This change was made without consultation. The Environmental Assessment Act: This legislation sets out the level of research into possible environmental damage that must be done before a project can be approved. Idle No More argues that under Bill C-45, much less assessment is required and fewer projects require assessment before approval. This change was also made without consultation. Ontario Justice Education Network – Réseau ontarien d’´déducation juridique. “In Brief: Idle No More.” n.d. Web. Accessed 29 August 2017, http://ojen.ca/sites/ ojen.ca/files/resources/IB_INM.pdf Bill C-45: DIVISION 18 - Navigable Waters Protection Act The Navigable Waters Protection Act is one of Canada’s most antiquated pieces of legislation, dating from 1882 at a time when our waterways were Canada’s primary 98 transportation routes. The Act’s main purpose was then, and is still, to facilitate trade and commerce by balancing the efficient movement of maritime traffic with the need to construct works (e.g., bridges) that might obstruct navigation, in order to encourage economic development. Over time however, the scope and application of the Act has significantly expanded due to many factors such as amendments, judicial decisions and changes in operational practices of mariners. The Act applies to all waters in Canada that can float a canoe including ditches, brooks, streams and fields temporarily flooded in spring. Now, even a temporary creek created by spring run-off that dries up within a month or two would trigger review under the Act. The volume of applications for approval is so large that there are inevitable backlogs. These backlogs are delaying essential infrastructure projects by months and even years. The most recent amendments to the Act were passed in 2009, and introduced the implementation of the Minor Works and Waters (NWPA) Order. The Order enables low risk works, such as foot bridges across streams and culverts in ditches, to be pre-approved under the Act. In line with the Government of Canada’s commitment to streamlining the regulatory process and encouraging long-term economic growth and job creation, the proposed amendments to the Act not only usher in a risk-based approach to the regulation of works and obstruction and build on the 2009 amendments, but seize the opportunity to create a modern, robust, and flexible legislative scheme that is effectively responsive to the needs of Canada in the future. Ultimately, re-focusing the scope and application of the legislation to better balance the efficient movement of marine traffic with the need to construct works, such as bridges, wharfs and transmission lines. The proposed amendments to the Act will: Clearly define the major waterways upon which regulatory approval is required prior to the placement or construction of a work and rely on the common law to protect navigation in non-listed waterways Expand the minor works first introduced in 2009, allowing even more low risk works (such as docks and boathouses) to be pre-approved because they pose very little impact on safe navigation; Provide for proponents of works in unlisted waters to “opt in” and to benefit from the additional certainty provided by the regulatory regime applied to listed waters; Change the name to the Navigation Protection Act to reflect the Act’s historic intent. The list of major waterways is focused. Those placed on the list support busy commercial or recreational activity, are accessible by ports and marinas, and are often 99 close to heavily populated areas. Nautical charts compiled by the Canadian Hydrographic Services, reliance on historical data from the Navigable Waters Protection Program as well as Statistics Canada numbers related to freight movement on Canadian waterways were used to compile the list. Under our common law tradition, courts have consistently protected navigation in Canada’s waterways, and they will continue to do so in both listed and unlisted waters. Canadian waters will continue to be protected by Transport Canada’s marine safety laws, the Fisheries Act, the Canadian Environmental Assessment Act, 2012 and various provincial statutes. Department of Finance Canada: “Archived - BILL C-45 - "JOBS AND GROWTH ACT, 2012" - PART 4”. 23.3.2010. http:// www.fin.gc.ca/pub/c45/4-eng.asp. 20.8.2017.) 2.4.7.3 WS VI: Arbeitsblatt (Treaty Rights and Bill C-45) How do the government’s and the indigenous interpretations of the treaties differ? “The government has tended to view treaties as closed-ended transactions in which rights to land were given up completely and traditional rights (such as hunting and fishing) were strictly limited outside the reservations. Conversely, the Indigenous population has emphasized the treaties as foundations for sacred agreements and relationships in which respect for one another, and the land shared, is paramount”. How were the treaties recorded? Treaties were negotiated orally but were recorded in writing by representatives of the Crown from the Crown’s perspective (written documents by chiefs contain totally different content). Why do Idle No More activists oppose Bill C-45? Bill C-45 forces changes to treaty agreements without consulting First Nations. It therefore harms the honour of the crown. The changes affect the Indian Act, the Navigable Water Protection Act and the Environmental Assessment Act. Text 2: How does the Canadian government justify the changes in the Navigable Waters Protection Act? Economic efficiency (allows to build “foot bridges” and “culverts”), unnecessary protection of “ditches, brooks, streams and fields temporarily flooded in spring”, the act will continue to protect the major water ways. 100 WS VII: Arbeitsblatt (Movie WE WILL BE FREE) The Treaties and Bill C-45 Text 1: What are Treaties, when were they established, by whom and why? How do the government’s and the indigenous interpretations of the treaties differ? How were the treaties recorded? Why do Idle No More activists oppose Bill C-45? Text 2: How does the Canadian government justify the changes in the Navigable Waters Protection Act? Answer sheet Text 1: What are Treaties, when were they established, by whom and why? Treaty Rights are legal agreements between nations that set out rights and responsibilities. The treaties between the indigenous people and the settlers where established in 1763 by King Georg III of England to decree that only the Crown can purchase land from the First Nations. WE WILL BE FREE – Aboriginal Peoples in Canada How does the movie start? It starts with a story that teaches people to act responsibly. At the same time nature pictures are shown. Storytelling is very important in the indigenous culture as well as nature. The second scene shows Winnipeg and an alcoholic native (contrast!). How are the aboriginal people presented? In the movie the people are presented as very heterogeneous group. Some look very western and have a Canadian accent. Others have a strong accent a look more “stereotypical”. What are the problems indigenous people are facing today? Many indigenous people feel as if they are at the bottom of society. They face death, murder, crime, missing people, drugs, broken families, gangs, racism, alcohol, abuse and prostitution to a much higher percentage than people of a different heritage. 101 2.4.8 Literatur- und Quellenverzeichnis Adorno, Theodor Wiesengrund. „Erziehung nach Ausschwitz (1966)“. Erziehung zur Mündigkeit. Frankfurt: Suhrkamp, 1971. 92-109. Fischer, Veronika. „Interkulturelle Kompetenz – ein neues Anforderungsprofil für die Pädagogische Profession.“ Interkulturelle Kompetenz: Fortbildung, Transfer, Organisationsentwicklung. Ed. Veonika Fischer, Monika Springer und Ioanna Zacharaki. Schwalbach am Taunus: Debus Pädagogik, 2013. 33- 47.Gomolla, Mechtild, und Frank Olaf Radtke. Institutionelle Diskriminierung: Die Herstellung ethnischer Differenz in der Schule. 3. Aufl. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, 2009. Leenen, Wolf Rainer, Andreas Groß und Harald Grosch. „Interkulturelle Kompetenz in der Sozialen Arbeit.“ Interkulturelle Kompetenz und Pädagogische Professionalität. Ed. G. Auernheimer. 4. Aufl. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2008. 101-123. Scheunpflug, Annette, und Nikolaus Schröck. Globales Lernen. Einführung in eine pädagogische Konzeption zur entwicklungsbezogenen Bildung. Stuttgart: Brot für die Welt, 1999. Trudeau, Justin. Speech to the Assembly of First Nations Special Chiefs Assembly. Gatineau, Québec. 8.12.2015. Lecture. Web. http:// www.pm.gc.ca/eng/ node/40159 How have those problems developed? Many of the problems are due to the Canadian government’s aims to “civilize” the Natives. For generations children have been sent to residential schools (more then half of the treaty population), where they were not allowed to perform their culture or speak their language. This led to the loss of culture and the destruction of families (00:25 min). In the movie some people call the treatment a form of genocide (disconnection of mother earth and identity). Which strategies are shown to handle the problems named? They try to pass on and restore lost knowledge about life in cultural centres (e.g., Urban Circle training centre). Such centres run by indigenous people offer academic support, foster traditions and offer therapy to talk, e.g., about abuse. Which hopes for the future are mentioned? Hopes are that more and more young people are trained to walk as good ambassadors, learn to find a place in society, to be respected and to be seen as normal people and not as savages. 102 2.4.8.1 Bildverzeichnis Abb. 1 Interkulturelle Kompetenz: eig. Darstellung (J. Jesse) Abb. 2 Kanada Mindmap: eig. Darstellung (J. Jesse) Abb. 3 Nature Collage: eig. Fotographie (J. Jesse) Abb. 4 Idle No More (I): Caron, Michelle. “Idle No More 2013 b.” en.wikimedia.org. 11.1.2013. Digital image. 24.2.2017. https://en.wikipedia .org/wiki/Idle_No_More#/media/File:Idle_No_More_2013_b.jpg. Abb. 5 Idle No More (II): r.a. paterson. “Idlenomore_victoria.” commons.wikimedia.org. 2.1.2013. Digital image. 24.2.2017. https://commons. wikimedia.org/wiki/File:Idlenomore_victoria.jpg. Abb. 6 Fünf-Finger-Methode: „Feedback-Hand.“ Landesmedienzentrum Baden- Würtemberg. n.d. 13.3.2017. https://www.lmz-bw.de/feedback-hand.html

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References

Zusammenfassung

Das Marburger Zentrum für Kanada-Studien hat sich in den letzten Jahren unter anderem darauf spezialisiert, die Zusammenarbeit mit Schulen zu verstärken und die Aufbereitung kanadistischer Themen für den Schulunterricht zu unterstützen. Im Rahmen einer Ringvorlesung zu „kanadischen Ökologien“, die auch von Lehrern und Lehrerinnen rege besucht wurde, entstand die Idee, einige dieser ökologischen Themen für den Schulunterricht in den Fächern Englisch und Französisch aufzubereiten. In einem durch universitäre Mittel unterstützten Projekt erarbeiteten motivierte Marburger Lehramtsstudierende Unterrichtsmodelle, die sie dann mit Unterstützung von Lehrerinnen und Lehrern an verschiedenen Schulen in die Praxis umsetzten. Einige dieser Modelle für den Englischunterricht stellt das Herausgeberteam in diesem Band vor und hofft, dass sie auch für andere Schulen anregend und ermutigend wirken.