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2.3 Tourism and Ecology in Northern Canada – The Yukon in:

Martin Kuester, Natascha Vonderschmitt (Ed.)

Teaching Canadian Ecologies, page 63 - 74

Ein Schulprojekt des Marburger Zentrums für Kanada-Studien

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4226-7, ISBN online: 978-3-8288-7175-5, https://doi.org/10.5771/9783828871755-63

Series: Marburger Schriften zur Lehrerbildung, vol. 13

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
63 2.3 Tourism and Ecology in Northern Canada – The Yukon 11.-13. Klasse (Niveau B1/B2) Dauer: 90/180 Minuten Von Kirsten Cordes An Idea of How to Fit the Yukon -Larger Than Life- into the Normalsized Classroom of English as a Foreign Language 2.3.1 Einführung in die thematische Materie Kanada ist ein Land, das vor allem aufgrund seiner unendlichen Weite und Schönheit der Natur den Ruf hat, ein einzigartiges Ziel für Touristen zu sein. Im Vordergrund stehen dabei vor allem die Regionen an der Atlantik- sowie Pazifikküste und die Rocky Mountains in der Provinz Alberta. Wesentlich seltener wird im Zusammenhang mit Tourismus vom Norden Kanadas geredet. Anders als der amerikanische Staat Alaska sind die kanadischen Territorien Nunavut, Yukon und die Nordwest-Territorien eher wenig bekannt. Wie in dem Vortrag von Professor Bernhard Metz, gehalten am 24. Mai 2016 im Rahmen der Ringvorlesung “Canadian Ecologies“ des Marburger Zentrums für Kanada-Studien deutlich wurde, zeichnen auch diese sich durch eine hohe geographische Vielfalt aus und sind deshalb für die Tourismusbranche attraktiv. Die Vielfalt der Natur reicht von Gletschern über Gebirge bis hin zu Tundra-Landschaft. Des Weiteren ist der sogenannte Permafrost oder auch Dauerfrost von Bedeutung, welcher den andauernden Zustand von Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes im Boden bezeichnet. Er ist ein Grund dafür, dass die Erschließung der Gegend für Tourismus oberhalb der sich ständig wandelnden sogenannten Permafrost Grenze teilweise unmöglich oder höchst kostenaufwendig ist. So ist beispielsweise das sogenannte Bodenfließen, das Abrutschen der Oberfläche des Bodens auf gefrorenem Boden, eine mögliche Folge des Dauerfrostes, welche die Instandhaltung der vorhandenen Infrastruktur erheblich erschwert. Nordkanada, und vor allem die Arktis, ist ohnehin ein sehr empfindliches Ökosystem, was sowohl für Schädigung durch den Tourismus als auch durch den Klimawandel sehr anfällig ist. Des Weiteren konserviert die dauerhafte Eisschicht Gase, deren Freisetzung durch das Schmelzen des Eises durch die globale Erwärmung radikal zur weiteren Erwärmung der Erdoberfläche beitragen würde. Die Frage der Sinnhaftigkeit des globalen Tourismus sowie insbesondere des Tourismus in einem derart sensiblen Ökosystem ist demzufolge nicht zu umgehen, ebenso wie das Einhalten bestimmter Regeln wie Umweltschutz oder Einbezug der einheimischen Bevölkerung in lokale Projekte für die Nachhaltigkeit der Tourismusbranche unverzichtbar sind. 64 In den genannten, sehr gering bevölkerten Territorien des Nordens Kanadas gibt es aufgrund der zunehmend globalen Entwicklung des Fremdenverkehrs heute mehr Touristen als Einwohner. Hierbei ist auch die Provinz Québec als Region zu vermerken, in der der Tourismus stetig wächst. Im Rahmen dieser Veröffentlichung wird ebenfalls ein Unterrichtsentwurf zu Tourismus im Norden Québecs publiziert, entworfen von Aline Girard und Ann-Katrin Wagner. Allerdings handelt es sich hierbei um eine für den Französischunterricht konzipierte Gegenüberstellung von Tourismus auf konventionelle und alternative Art. Im Yukon beträgt die Zahl von etwa 400.000 Besuchern im Jahr das Achtfache der Einwohnerzahl. Die Zahl der Touristen steigt von Jahr zu Jahr. Dadurch zeigt sich, dass auch heute noch der von Jack London beschriebene Ruf der Wildnis präsent ist. Damals wie heute steht der Norden Kanadas vor allem für unerschlossene und unberechenbare Weite und Wildnis, der für die Tourismusbranche eine Herausforderung, für den individuellen Touristen vor allem einen großen Reiz darstellt. Regionen, um die es sich handelt: Nunavut Yukon Northwest-Territories Besonderheiten der Region: Permafrost (Dauerfrost) Erschließung und Instandhaltung der Infrastruktur schwierig Sehr empfindliches Ökosystem Große Vielfalt der Landschaft (Flora und Fauna) Sehr geringe Bevölkerungsdichte Mehr Touristen pro Jahr als Einwohner Literatur zum thematischen Überblick: Viele der dargestellten Informationen sind den Inhalten der Vorlesung “Tourism and Ecology- Tourismus im sensiblen Ökosystem Nord-Kanada“ von Prof. Dr. Bernhard Metz im Rahmen der Ringvorlesung an der Philipps-Universität entnommen.10 Um einen Überblick über die Thematik des Permafrostes und das Ökosystem Nordkanadas zu erhalten, bietet sich außerdem folgende Quelle in der Canadian Encyclopedia an: Harris, S. A. “Permafrost.” The Canadian Encyclopedia. 2010. Web. Sep. 2016. http://www.thecanadianencyclopedia.ca/en/article/permafrost/ 10 Bernhard Metz. „Tourismus im sensiblen Ökosystem Nord-Kanadas.“ Ringvorlesung „Canadian Ecologies – Écologies Canadiennes – Kanadische Ökologien,“ Marburger Zentrum für Kanada-Studien. Philipps-Universität Marburg. 24.5.2016. Vortrag. 65 Des Weiteren zeigen die folgenden PowerPoint-Präsentationen die Komplexität des Phänomens Permafrost auf. Unter anderem werden die Herausforderungen für nördlich lebende Gemeinden und die Infrastruktur sowie die Folgen des Klimawandels thematisiert. Beide entstammen einer Reihe von Vorlesungen, die das Thema Permafrost in Bezug auf den Klimawandel porträtieren: Murchison, Paul. “A Bumpy Road: Highways and Thawing Permafrost.” Permafrost Lectures from Adapting to a Warmer Earth: A Climate Change Lecture Series, Sept. - Oct, 2012. Web. Sep. 2016. http://ygsftp.gov.yk.ca/YukonPermafrost- Network/MacBride%20Lecture%20Series%202012%20Paul%20Murchison.pdf Calmels, Fabrice. “O Permafrost, where art thou?” Permafrost Lectures from Adapting to a Warmer Earth: A Climate Change Lecture Series, Sept. - Oct, 2012. Web. Sep. 2016. http://ygsftp.gov.yk.ca/YukonPermafrostNetwork/ MacBride%20Lecture%20Series%202012%20Fabrice%20Calmels.pdf Folgende Internetseiten präsentieren NGOs, welche sich mit der Problematik des Tourismus in Bezug auf Nachhaltigkeit befassen. Letztere thematisiert konkret die Region Antarktis. “International Centre for Responsible Tourism Canada.” icrtcanada.ca. Web. 4.3.2017. “International Association Antarctica Tour Operations.” iaato.org/home. Web. 4.3.2017. Auch das Umweltbundesamt sowie der WWF haben Artikel zum nachhaltigen Tourismus in der Antarktis veröffentlicht: „Touristinnen und Touristen in der Antarktis.“ Umweltbundesamt. 2013. Web. Sep. 2016. https://www.umweltbundesamt.de/themen/nachhaltigkeitstrategien-internationales/antarktis/menschen-in-derantarktis/touristinnen-touristen-in-der-antarktis „Die zehn Grundsätze des Arktis-Tourismus.“ WWF International Arctic Programme. Web. Sep. 2016. http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Die_zehn_Grundsaetze_des_Arktik_Tourismus _01.pdf 2.3.2 Didaktische Überlegungen Eine didaktische Analyse, orientiert an den didaktischen Grundfragen von Klafki, und die curriculare Einbettung und Begründung finden Sie online auf der ILIAS- Website. 2.3.3 Erforderliche Voraussetzungen der Lerngruppe Es folgt ein kurzer Überblick über die Kompetenzen, welche die Schülerinnen und Schüler mitbringen sollten, um diese Unterrichtseinheit bewältigen zu können. 66 Für die Unterrichtseinheit ist es nicht erforderlich, die Thematik Kanada im Voraus im Unterricht behandelt zu haben. Der Arbeitsauftrag ist am sinnhaftesten, wenn so wenig Vorwissen wie möglich vorhanden ist. Da es in der präsentierten Unterrichtsstunde von großer Wichtigkeit ist, einen schlüssigen zusammenhängenden Text zu verfassen, wäre es von großem Vorteil, wenn die Schülerinnen und Schüler Übung im Verfassen von Texten haben. Die Bewältigung der Aufgabe erfordert einen relativ hohen Grad an Leseverständnis sowie Text- und Medienkompetenz, da eine Vielzahl von Texten schnell erschlossen und ihre Kernaussage erfasst werden müssen. Um die zusammengefassten Informationen weiterhin verarbeiten und einen Blogeintrag verfassen zu können, ist eine grundlegende funktionale kommunikative Kompetenz erforderlich. 2.3.4 Methodische Überlegungen 2.3.4.1 Unterrichtsverlauf Im Folgenden werde ich den geplanten Verlauf der Stunde erklären und dabei die Sinnhaftigkeit der gewählten Methoden und Vorgehensweisen in Bezug auf die angestrebten Stunden- und Phasenziele erläutern. Die geplante Doppelstunde ist in vier Phasen eingeteilt, angeordnet gemäß dem methodischen Prinzip, Bekanntes vor Unbekanntem zu vermitteln. Im knappen Überblick bestehen die verschiedenen Phasen aus: 1. Einstieg: Blitzlicht und eine Think-Pair-Share Phase zum Thema Reisen 2. Erarbeitung: kurzes Brainstorming zu dem neuen Thema Yukon, was anschließend 3. in einer freien Recherchephase fundiert/angereichert wird 4. Erarbeitung/Sicherung: Verfassen eines Blogeintrages 5. Sicherung: abschließendes Vergleichen der Ergebnisse In der Einführungsphase I wird nach einer kurzen Begrüßung das Thema Reisen vorgestellt. Dies geschieht, indem die Schülerinnen und Schüler zuerst in einer schnellen Blitzlichtrunde äußern, wohin und auf welche Art und Weise sie selber reisen würden, würden sie nach ihrem Schulabschluss eine Reise ihrer Wahl gewinnen. Dieser Schritt dient vor allem zur Aktivierung und Einführung des Stundenthemas, kann aber auch im späteren Stundenverlauf wieder aufgegriffen werden. Anschließend, in der Einführungsphase II sollen sich die Schülerinnen und Schüler etwas tiefgründiger mit der Thematik des Reisens beschäftigen und sich zu folgenden zwei Fragen ihre persönlichen Antworten überlegen, die das Reisen thematisieren und zum Austausch anregen: “What is good/the best thing about traveling?” und “What is bad/the worst thing about traveling?” Für die Arbeit mit den Fragen ist die Marktplatzmethode geeignet, denn sie ermöglicht das Sammeln individueller 67 Überlegungen und einen anschließenden Austausch mit verschiedenen Mitschülern, bevor Ideen mit dem Plenum geteilt werden. Durch die Bewegung im Raum und die Musik wird außerdem das Unterrichtsklima aufgelockert. Nach dem Austausch mit verschiedenen Mitschülern sollen dann im Plenum an der Tafel unter den entsprechenden Überschriften (siehe oben) einige wesentliche Punkte festgehalten werden. Dies ist der dritte Schritt der gewählten Think-Pair-Share Methode, die zum Einstieg in den Unterricht dienen soll und weiterführend das Herstellen eines persönlichen Bezugs und die Förderung des Freien Sprechens zum Ziel hat. Durch das Dokumentieren auf diese Art und Weise können die Ergebnisse dieser Anfangsphase später wieder aufgegriffen werden und der Lernzuwachs wird zusätzlich an der Tafel festgehalten. Die Erarbeitungsphase ist eine Recherchephase, in welcher den Schülerinnen und Schülern Freiraum gelassen wird, um sich Informationen zum Thema Yukon anzueignen mit dem Ziel, im Anschluss einen kurzen Blogeintrag verfassen zu können. Um die Phase einzuführen wird zu Beginn der Arbeitsauftrag – einen kurzen Blogeintrag zu der Region Yukon zu verfassen – gegeben, sodass den Schülerinnen und Schülern von Anfang an die Sinnhaftigkeit ihrer Recherche ersichtlich wird. Dies kann in Form des folgenden Szenarios geschehen: siehe Kapitel 2.3.6. Der Arbeitsauftrag sollte gemeinsam gelesen und Vokabelfragen geklärt werden. Weiterhin kann der Klasse als Beleg und zur Inspiration ein entsprechender professioneller Reiseblog gezeigt werden, etwa (http://thebesttravelplaces.com). Daraufhin wird in einem kurzen Brainstorming das bereits vorhandene Vorwissen der Lerngruppe zum neuen Thema Yukon zusammengeführt, um alle Schülerinnen und Schüler auf den gleichen Wissensstand zum Thema zu bringen. Des Weiteren sollte die Lehrperson die Schülerinnen und Schüler über die grundlegenden Regeln zum Schreiben eines Blogeintrags informieren, diesen Aspekt allerdings so gestalten, dass den Schülerinnen und Schülern trotz allem genügend Freiraum gelassen wird, um kreativ zu werden. Der Arbeitsauftrag für diese Phase ist relativ frei gestaltet, da das Ziel sein soll, dass Schülerinnen und Schüler verschiedene Vor- und Nachteile über eine potentielle Reise in den Yukon darstellen, ihre Schwerpunkte jedoch selber setzen. Daher könnten grundlegende Vorgaben zum Schreiben eines Blogeintrags sein, dass es eine Einleitung, einen Hauptteil und eine Konklusion geben muss. Ansonsten sind die Schülerinnen und Schüler sehr frei in der Gestaltung ihres Blogeintrags, solange sie sich an den zuvor präsentierten Arbeitsauftrag halten (sowohl Vor- als auch Nachteile aufzeigen, maximal 500 Wörter schreiben). Write a blog entry! What do you think is important to make a good blog entry? Write an introduction, a main part, and a conclusion and stick to the task given (show potential and challenges/difficulties of travel in the Yukon, don’t write more than 500 words). 68 Um den Schülerinnen und Schülern das Suchen von Informationen zu erleichtern, ist es sinnvoll, einen Recherche-Leitfaden mit möglichen Aspekten vorzuschlagen, zu denen sie sich Informationen beschaffen können, die später im Blogeintrag verarbeitet werden können. Dieser Schritt ist wichtig, da, wie bereits erwähnt, die Schülerinnen und Schüler geringes Vorwissen mitbringen und in der Regel nicht in der Internetrecherche geübt sind. Für die Recherche ist ein breites Spektrum an Material zu wählen, um eine weitestgehend eigenständige Recherche durchführen zu lassen. Indem die Schülerinnen und Schüler sich aus einer Auswahl von verschiedenen Quellen aus dem Internet Informationen beschaffen und so Inspirationen auf eine Art und Weise erhalten, die sie aus ihrem Alltag kennen, wird das Thema möglich zugänglich dargestellt. Internetseiten wie Instagram und Wikipedia sind für Schülerinnen und Schüler eine ebenso legitime Quelle für Informationen wie auch die offizielle Seite der Regierung des Yukon, um ein Beispiel zu nennen. Da eventuell eine begrenzte Zahl an Computern vorhanden ist, ist es wahrscheinlich, dass von der Lehrkraft eine didaktische Reduktion vorgenommen werden muss, die darin besteht, gewählte Materialien (Artikel, Texte) im Voraus auszudrucken. In einer Tabelle (siehe unten) ist ersichtlich, welche der vorgeschlagenen Materialien aus dem Internet ebenso gedruckt ausgelegt werden können. In jedem Falle sollte die didaktische Reduktion so durchgeführt werden, dass eine Aneignung unterschiedlicher Argumente zur Erarbeitung des Themas möglich ist. Die breite Auswahl des Materials ist von großer Wichtigkeit, da das Thema Yukon ein neues Gebiet für die Schülerinnen und Schüler darstellt und allen die gleichen Möglichkeiten gegeben wird, sich zu informieren und inspirieren zu lassen. Es ist möglich, der Lerngruppe vor der Unterrichtsstunde den Auftrag zu geben, Laptops mitzubringen. In diesem Fall könnte jeder Schüler und jede Schülerin zusätzlich zu dem vorgeschlagenen Material eine sehr individuelle Suche nach Informationen vornehmen, es könnte allerdings nicht verhindert werden, dass Schülerinnen und Schüler auf eigene Faust Quellen aufrufen, die ausschließlich auf Deutsch verfasst sind. Eine Möglichkeit, dies zu lösen, wäre, die Lerngruppe nur These could be aspects to find out about concerning the Yukon: General information How to get there Possible dangers Yukon’s nature and its particularities (Permafrost) Reasons for going there How to behave 69 ein paar wenige Laptops mitbringen zu lassen, die dann in gemeinsam für die Recherche genutzt werden können. Allerdings wäre die Arbeit mit dem Computer auch mit Hinblick auf die Sicherung (das Schreiben eines Blogeintrages) durchaus sinnhaft. Es bleibt der Lehrperson überlassen, im Voraus abzuwägen, inwiefern die kollektive Arbeit mit dem Computer zweckdienlich ist. Die Recherchephase fördert neben der Selbsttätigkeit der Schülerinnen und Schüler vor allem das Leseverstehen, aber auch das Hörverstehen der Lerngruppe, da sie den Arbeitsauftrag ausschließlich mit Hilfe des vorliegenden, vorwiegend schriftlichen Materiales bearbeiten müssen. Die Lehrperson sollte zusätzlich dafür sorgen, dass Wörterbücher im Klassenraum vorhanden sind, um Verständnisproblemen beim Erschließen der Materialien vorzubeugen. Beim Erstellen des Blogeintrages wird überwiegend das kohärente, zielgerichtete Schreiben geübt. Da der Arbeitsauftrag sehr offen gestaltet ist, handelt es sich außerdem um eine sehr kreative Aufgabe. Dadurch, dass der Arbeitsauftrag das aktive Benutzen verschiedener Medien erfordert, ist die geplante Doppelstunde außerdem so verfasst, dass die Medienkompetenz der Lerngruppe erheblich gefördert wird. Beim Verfassen eines Blogposts werden die neu erlangten Informationen auf individuelle Weise in schriftlicher Form festgehalten, weshalb es sich hier um eine Form der Sicherung handelt. Als zusätzliche Sicherung ist am Ende der Stunde ein Zusammentragen erster Ergebnisse geplant. In Kleingruppen lesen sich die Schülerinnen und Schüler vor, was sie bisher erarbeitet haben, sodass sie im Anschluss gegenseitig konstruktive Kritik unter Betrachtung der vorgegebenen Kriterien aus- üben können. Hierbei können auch Probleme bei der Recherche oder beim Verfassen des Textes thematisiert werden. Die Lehrperson sollte bei Bedarf zur Hilfestellung bereit sein. Die Verbesserungsvorschläge, die in dieser Phase genannt werden, können als Hilfe zur Komplettierung der Blogeinträge als Hausaufgabe dienen. 2.3.4.2 Sicherung Als Zusammenführung der erarbeiteten Ergebnisse kann auf einer dieser Internetseite ein Blog erstellt werden, auf dem die Ergebnisse unter Zustimmung der Schülerinnen und Schüler veröffentlicht werden. Geeignete Seiten für Anfangsblogger wären etwa: Wix.com: http://de.wix.com/start/blog-erstellen Weebly.com: https://www.weebly.com/de Wordpress.com: https://de.wordpress.com/ 70 2.3.4.3 Tabellarischer Unterrichtsverlauf P h ase U n terrich tsverlau f Z iel d er P h ase Sozialform M ed ien Z eit E instieg I Begrüßung der Schüler Blitzlicht: W hat if… (W ohin und auf w elche A rt und W eise w ürden sie reisen, w enn sie nach ihrem Schulabschluss eine Reise ihrer W ahl gew innen?) E inführung in das Them a Reisen durch H erstellen eines persönlichen Bezugs A ktivierung der SuS Plenum Rolle des Lehrers: M oderator 5 Min. E instieg II M arktplatzm ethode (Think-Pair-Share) zu verschiedenen Fragen: “W hat is good/the best thing about travelling?” und “W hat is bad/the worst thing about travelling?” Z usam m entragen der E rgebnisse an der Tafel Ü berlegungen w erden angestellt zu Pros und Contras des Reisens, w orauf später Bezug genom m en w erden kann Förderungn des freien Sprechens H erstellen eines angenehm en U nterrichtsklim as In K leingruppen/ Partner durch H erum laufen und Treffen im Raum und dann Besprechung im Plenum Rolle des Lehrers: M oderator, Beobachter M usik (z.B. CD und CD Player) Tafel zur Begleitung zur „M arktplatzm ethode“ 15 M in. E rarbeitung I A rbeitsauftrag austeilen (siehe M aterial, Szenario) gem einsam lesen, V okabelfragen Beispiel für Blogeintrag zeigen Brainstorm ing: Y ukon Im puls, Schreibanlass V orw issen und V orstellungen zum Y ukon abfragen und sam m eln, gleiches V orw issen erreichen Plenum E inzelarbeit Rolle des Lehrers: M oderator Internet Reiseblog: (http://thebesttravelplaces.com ) Tafel Beam er und Laptop A rbeitsauftrag 5 Min. 71 P h as e U n te rr ic h ts ve rl au f Z ie l d er P h as e So zi al fo rm M ed ie n Z ei t E ra rb eit un g II E rlä ut er n de r K rit er ien fü r e in en B lo ge in tra g un d de r R ec he rc he -L ei tfä de n In di vi du el le R ec he rc he Fö rd er un g de r S elb st tä tig ke it A us ein an de rs et zu ng m it sp ez ifi sc he m R ei se zi el , A bw ie ge n vo n V or - u nd N ac ht ei le n Fö rd er un g de s L es ev er st eh en s u nd R ec he rc he ko m pe te nz E in ze lar be it Ro lle d es L eh re rs : Be ob ac ht er u nd Be ra te r Re ch er ch e- L ei tfa de n (s ie he M at er ial ) Ta fe l W ör te rb üc he r M at er ial ien z u Y uk on W ei te re L ap to ps 20 M in . Pa us e 5 M in . E ra rb eit un g II I Si ch er un g I E ve nt ue ll w ei te rf üh re nd e Re ch er ch e V er fa ss en d er B lo ge in trä ge Fö rd er un g de r S elb st tä tig ke it Fö rd er un g de r S ch re ib ko m pe te nz Fö rd er un g kr ea tiv en D en ke ns u nd S ch re ib en s E in ze lar be it Ro lle d es L eh re rs : Be ob ac ht er u nd A ss ist en t Re ch er ch e- L ei tfa de n Ta fe l W ör te rb üc he r M at er ial ien z u Y uk on W ei te re L ap to ps 30 - 35 M in . Si ch er un g II V or le se n de r B lo ge in trä ge o de r A us st el lu ng / G ale rie ga ng A us üb un g ko ns tru kt iv er K rit ik in K lei ng ru pp en ev tl. O nl in es te lle n de r E in trä ge a uf In te rn et se ite n (s ie he A nh an g) Fö rd er un g de s H ör ve rs te he ns /L es ev er st eh en s Fö rd er un g de r S oz ial ko m pe te nz G ru pp en ar be it Ro lle d es L eh re rs : Be ob ac ht er , M ode ra to r 10 - 15 M in . 72 2.3.5 Arbeitsaufträge und Materialien 2.3.5.1 Einstiegsphase Kurze Blitzlichtrunde zu folgender Frage: Marktplatzmethode Die Schülerinnen und Schüler sollen sich zu folgenden Fragen zunächst in Einzelarbeit, später im Austausch mit der Gruppe äußern: Für diese Phase ist außerdem ein Lied auszuwählen, welches die Stimmung im Klassenraum auflockert und idealerweise die Thematik des Reisens behandelt. Ein Beispiel hierfür könnte etwa das Lied Travel Far von Lonely Majesty sein. Dieses ist auf der Interneseite YouTube zugänglich. WHAT WOULD YOU DO IF after finishing school you won a ticket to take you anywhere you want for free and you… can spend as much time as you want? can decide who to go with? are completely free to choose what to do? What is good/the best thing about travelling? What is bad/the worst thing about travelling? 73 2.3.6 Erarbeitungsphase – Individuelle Recherche Dieser Arbeitsauftrag sollte nach Möglichkeit mit dem Beamer an die Wand gestrahlt werden. Als Beispiel für einen professional travel blog kann exemplarisch die website http://thebesttravelplaces.com/ verwendet werden. Für die individuelle Recherche sollte eine Vielzahl an Materialien und Medien- Hinweise bereitgestellt werden, damit in dieser Phase einer virtuellen Recherche im Internet möglich ist. Online auf der ILIAS-Website finden Sie eine Liste mit Materialien und den entsprechenden Internetlinks, die verschiedene Informationen über das Territorium enthalten, wobei nicht nur Texte, sondern auch Videos, Grafiken u.a. mediale Formen berücksichtigt werden. 2.3.7 Literatur- und Quellenverzeichnis Calmels, Fabrice. “O Permafrost, where art thou?” Permafrost Lectures from Adapting to a Warmer Earth: A Climate Change Lecture Series. Sep. - Oct, 2012. Web. Gelesen 29.8.2017. http://ygsftp.gov.yk.ca/YukonPermafrost Nework/MacBride%20Lecture%20Series%202012%20Fabrice%20 Calmels.pdf Harris, Stuart A. “Permafrost.” The Canadian Encyclopedia. 10.8.2015. Web. Gelesen 29.8.2017. http://www.thecanadianencyclopedia.ca/en/article /permafrost/ International Centre for Responsible Tourism Canada. http://icrtcanada.ca/ Web. 2017. International Association Antarctica Tour Operations. http://iaato.org/home. Web. 2017. Imagine: After school you really want to travel the world! But you don’t know how. You have heard from a friend that you could do it by travelling and writing about it, creating blog entries for a professional travel blog. People would pay you to travel (and write)! You send you application and your CV and after a week you receive the following answer: Dear Mr./Mrs. ______________ We have thankfully received your application. Your CV was very convincing, however in order to employ you we would like some proof of your writing abilities. Therefore, your task is to compose a short blog entry about the Yukon. Show the potential of the area for tourism, but also why people might not want to travel there (or should not). Try to consider a wide range of possible arguments. The blog entry should not be longer than 500 words. All the best and king regards, Mrs. XXX 74 Martin, Richard. Yukon Border Sign.jpg. Digital image. Commons.wikimedia.org. n.p., 26 June 2008. Web. 31.5.2017. https://commons.wikimedia.org/wiki/File: Yukon_border_sign.jpg#/media/File:Entering_the_Yukon_Territory _of_Canada.jpg. Metz, Bernhard. „Tourismus im sensiblen Ökosystem Nord-Kanadas.“ Ringvorlesung „Canadian Ecologies - Écologies Canadiennes - Kanadische Ökologien“. Marburger Zentrum für Kanada-Studien. Philipps-Universität Marburg. 24.5.2016. Vortrag. Murchison, Paul. “A Bumpy Road: Highways and Thawing Permafrost.” Permafrost Lectures from Adapting to a Warmer Earth: A Climate Change Lecture Series. Sep. - Oct, 2012. Web. Sep. 2016. http://ygsftp.gov.yk.ca/YukonPermafrostNetwork/MacBride%20Lecture %20Series%202012%20 Paul%20Murchison.pdf Umweltbundesamt. „Touristinnen und Touristen in der Antarktis.“ 2013. Web. Sep. 2016. https://www.umweltbundesamt.de/themen/nachhaltigkeitstrategien-internationales/antarktis/menschen-in-derantarktis/touristinnen-touristen-in-der-antarktis WWF International Arctic Programme. „Die zehn Grundsätze des Arktis- Tourismus.“ Web. Sep. 2016. http://d2ouvy59p0dg6k.cloudfront.net /downloads/10principlesforarctictourism(german).pdf

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Zusammenfassung

Das Marburger Zentrum für Kanada-Studien hat sich in den letzten Jahren unter anderem darauf spezialisiert, die Zusammenarbeit mit Schulen zu verstärken und die Aufbereitung kanadistischer Themen für den Schulunterricht zu unterstützen. Im Rahmen einer Ringvorlesung zu „kanadischen Ökologien“, die auch von Lehrern und Lehrerinnen rege besucht wurde, entstand die Idee, einige dieser ökologischen Themen für den Schulunterricht in den Fächern Englisch und Französisch aufzubereiten. In einem durch universitäre Mittel unterstützten Projekt erarbeiteten motivierte Marburger Lehramtsstudierende Unterrichtsmodelle, die sie dann mit Unterstützung von Lehrerinnen und Lehrern an verschiedenen Schulen in die Praxis umsetzten. Einige dieser Modelle für den Englischunterricht stellt das Herausgeberteam in diesem Band vor und hofft, dass sie auch für andere Schulen anregend und ermutigend wirken.