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Anhang in:

Alexander Philipp Hutzel

Homo Festivus, page 95 - 169

Das Summer Breeze Open Air und seine Besucher

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4232-8, ISBN online: 978-3-8288-7148-9, https://doi.org/10.5771/9783828871489-95

Series: Tectum - Masterarbeiten

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Anhang Anhang 1: Geländeplan Summer Breeze 2013 I Anhang Anhang 1: Geländeplan Summer Breeze 2013 95 Kopiert aus: http://www.summer-breeze.de/de/dateien/specials/downloads/gelaen deplan/sb-2013_gelaende_d.pdf Anhang 2: Fragebogen Nr. 1: ‚Tagesablauf‘ 2011 I Anhang Anhang 1: Geländeplan Summer Breeze 2013 ../Bilder/A1.pdf Kopiert aus: http://www.summer-bre z . e/de/dateien/specials/downloads/gelaendeplan/sb- 2013_gelaende_d.pdf Anhang 2: Fragebogen Nr.1: ‚Tagesablauf‘ 2011 Anhang 96 Anhang 3: Fragebogen Nr. 2: ‚Tagesablauf‘ 2011 II Anhang 97 Anhang 4: Fragebogen Nr. 1: ‚Am Wichtigsten‘ 2011 II Anhang 5: Fragebogen Nr.2: ‚Am Wichtigsten‘ 2011 Anhang 98 Anhang 5: Fragebogen Nr. 2: ‚Am Wichtigsten‘ 2011 II Anhang 99 Anhang 5: Versuch eines Feldtagebuchs 2011 II Anhang 6: ‚Merkwürdige Personen‘ 2011 Anhang 100 Anhang 6: ‚Merkwürdige Personen‘ 2011 II Anhang 7: Fragebogen Nr.1 2012 Anhang 101 Anhang 7: Fragebogen Nr. 1 2012 II Anhang 102 Anhang 8: Fragebogen Nr. 2 2012 II Anhang 8: Fragebogen Nr.2 2012 Anhang 103 Anhang 9: Fragebogen Nr. 3 2012 II Anhang 104 Anhang 10: Fragebogen Nr. 4 2012 II Anhang 10: Fragebogen Nr.4 2012 Anhang 105 Anhang 11: Fragebogen Nr. 5 2012 II Anhang 11: Fragebogen Nr.5 2012 Anhang 106 Anhang 12: Fragebogen Nr. 6 2012 II Anhang 11: Fragebogen Nr.5 2012 ../Bilder/A11.pdf Anhang 12: Fragebogen Nr.6 2012 Anhang 107 Anhang 13: Weiterer Versuch eines Feldtagebuchs III Anhang 13: Weiterer Versuch eines Feldtagebuchs Anhang 108 Anhang 14: Interviewleitfaden III Anhang 109 Anhang 15: Facebook Screenshot Nr. 1 II Anhang 11: Fragebogen Nr.5 2012 ../Bilder/A11.pdf Anhang 12: Fragebogen Nr.6 2012 ../Bilder/A12.pdf Anhang 13: Weiterer Versuch eines Feldtagebuchs ../Bilder/A13.pdf Anhang 14: Interviewleitfaden ../Bilder/A14.pdf Anhang 15: Facebook Screenshot Nr. 1 Anhang 110 Anhang 16: Facebook Screenshot Nr. 2 III Anhang 111 Anhang 17: Screenshot Q-Set mit Anzahl Teilnehmer III Anhang 112 Transkriptionsregeln Es existiert eine Vielfalt an Transkriptionsregeln. Je nach Untersuchungsinteresse werden entsprechende Regeln herangezogen. Wie bereits erwähnt, ist für die Auswertung der vorliegenden Untersuchung der Inhalt der Interviews von Bedeutung, aus diesem Grund erfolgte die Transkription nach folgenden Regeln: • Namen von Personen (auch Ortsnamen) werden angegeben. Dies ist durch das Einverständnis der Personen, welches jeweils auf den Transkriptionen vermerkt wurde möglich. • Die befragten Personen sind im Text durch ein „B1“, „B2“ etc. gekennzeichnet und die Wortwiedergabe wurde kursiv gestaltet. Den Interviewer zeichnet ein „I“ aus. • Die Interviews werden wörtlich transkribiert, Versprecher oder Lautäußerungen werden nur aufgenommen, wenn sie dem Gesprochenen eine Bedeutung beimessen. • Der Text wird nach Standartorthographie verschriftet und es wird keine literarische Umschrift verwendet (z.B. „hast du“ statt „haste“). • Der Sprachstil wird lediglich oberflächlich verbessert, da die Informationen auch ohne grundlegende Veränderung deutlich werden. • Zwischenfragen werden mit in den Text aufgenommen, um den Interviewverlauf deutlich zu machen. • Unterbrechungen werden, wenn nötig, in Klammern erwähnt. Anhang 113 Anhang 18: Transkription Nr. 1: Besucherinterview 1 Namen: David (B1) und Manuel (B2) Datum: 18.08.2011, 9:51 Uhr Dauer: 15:19 I: Wie lang ist eure Fahrt ihr zum Breeze? 1 B1: Drei Stunden plus Stau. 2 I: Dieses Jahr besser als letztes Jahr, oder? 3 B1: Ja bei uns auch. 4 I: Seit wann seid ihr da? 5 B1: Gestern. 6 B2: Ich bin heute gekommen. 7 I: Was ist euer Hauptessen? 8 B1: Steak, Dosenwurst, Bier (lacht) 9 I: Hauptgetränk Bier ? 10 B1: Ja definitiv. 11 I: Wart ihr schon auf den Pissoirs? 12 B1: Nöö mehr Zaun. 13 I: Aber Toiletten für 1 € ist echt gut finde ich. Hygiene, wie sieht das bei euch aus? 14 B1: Hab meine Zahnbürste vergessen, ansonsten nicht viel. 15 I: Zum wievielten Mal seid ihr aufm Breeze? 16 B2: Letztes Jahr schon. 17 B1: Vor 2 Jahren auch. 18 I: Welche Bands schaut ihr euch an? 19 B1: ‚In Extremo‘ heut Abend… 20 Anhang 114 2 I: Bei dir ? 21 B2: Ist nicht so meine Musik, bin mehr wegen dem Zelten hier. 22 I: Wie ist dein Eindruck bisher? 23 B2: Ja ist interessant. 24 I: Was genau ? 25 B2: Das Saufgelage, Leute die rumrennen und Interviews führen (lacht). 26 I: Bändchen…ich habe 3. Letztes Jahr die Hand verstaucht und musste alle wegschneiden. Das 27 war richtig Scheisse für mich. Wäre das bei dir auch so? 28 B1: Ja musste ich auch wegen der Ausbildung. Drehmaschinen und so. Zopf mit den langen 29 Haaren. Aber naja, muss halt sein. 30 I: Kennt ihr den Festivalinder? Ich hab den schon bei Rock am Ring Southside und hier gesehen. 31 Der hat beide Arme voll mit Bändchen, so wie Wolle Petry. Meint ihr, das ist so ein bisschen 32 Statussymbol? So auf die Art: schau her, wie viel Erfahrung ich hab und wie viele Festivals ich 33 besucht habe. 34 B1: Ja ist halt cool, man erkennt gleich, wer die gleiche Mukke hört. 35 I: Habt ihr Mädels dabei? 36 B1: Ne, einer ist mit der Freundin da, die campt aber wo anders. 37 I: Meine Kumpels und ich haben uns gestern überlegt, dass circa sechs Typen auf zwei Frauen 38 kommen. Würdet ihr dem zustimmen? 39 B1: Joa, würde ich schon sagen. Hoher Männeranteil. 40 I: Du bist ja deinem Äußeren nach kein richtiger ‚Metaler‘. Kann man das so stehen lassen? Was 41 hörst du sonst so? 42 B2: Dance. Also mehr so die Elektro Richtung. 43 I: Dir sieht man es schon eher an. Lange Haare, Bandshirt, ¾ Hose, Boots. So rennen die meisten 44 Leute hier rum. Bist du schon mal Vorurteilen begegnet? Z.B ihr Metaler seid doch alle besoffene 45 Satanisten. 46 B1: Ja … ‚Zeckenzüchter‘, wegen den langen Haaren. Und dass ich mal zum Frisör gehen soll. 47 I: Sind lange Haare wichtig? 48 Anhang 115 3 B1: Ne, eigentlich nicht, aber ich hab sie mal wachsen lassen. Früher hatte ich keine langen Haare. 49 I: Ahja, wie alt seid ihr beiden eigentlich? 50 B1: 20 51 B2: 21 52 I: Okay ich bin 25. Und wie lange hörst du schon Metal? 53 B1: Hmmm Rammstein war mein erstes Album, ‚Mutter‘ war mein erstes Album. Früher eher so 54 was Punkiges. Sonst eher Hardcore wie Hatebreed, SOIA, Madball. 55 I: Hatebreed spielen doch nach Sodom oder? 56 B1: Ja man, ‚AUSGEBOMBT‘!! 57 I: Hahaha ja man! Waren die Bands wichtiger als die Gaudi aufm Zeltplatz für die Entscheidung? 58 B1: Naja ich hab halt gesehen dass sechs Bands kommen die mich interessieren, von daher war 59 das schon okay. Ich bin aber zu faul die ganze Zeit von hier zum Festivalgelände und wieder zurück 60 zu laufen. 61 I: OK merk dir das mal, ich hab da später noch zwei Zettel die ihr Ausfüllen könnt. Bei dir ist es ja 62 relativ klar, du bist eher hier wegen der Fete aufm Zeltplatz, oder? 63 B2: Ja schon 64 I: Trägst du viel schwarz? 65 B1: Geht eigentlich, aber die meisten Shirts sind schon schwarz. 66 I: Hast du dir vor dem Festival überlegt, was du dir anziehst? 67 B1: Ja ne, hab einfach die obersten genommen und gut wars. 68 I: Okay, ich hab mir da schon Gedanken gemacht. Gerade dieses Shirt liebe ich weil aufm rücken 69 steht ‚hell yeah, you fucking suck‘. Haha aber schwarz hat keine spezielle Bedeutung für dich? 70 B1: Nicht wirklich. 71 B2: Also ganze ehrlich ich hab zuhause auch schwarze Shirts, die hab ich eingepackt, damit 72 B1: Ja so Punker wurden letztes Jahr mit blöden Kommentaren angemacht. 73 4 I: Alles klar, ihr seid übrigens die Ersten, mit denen ich rede. Hab mir gedacht, ich gehe einfach 74 mal zu der Baden Flagge, dann treff‘ ich auf Leute aus der Heimat. Da drüben sind ja noch 75 Württemberger und Bayernflaggen. 76 B1: Ja da vorne sind auch noch ein paar Baden Flaggen. 77 (Gespräch wird unterbrochen von betrunkenen Frauen, welche einen Hammer suchen) 78 Anhang 116 Anhang Nr. 19: Transkription Nr. 2: Besucherinterview IV Name: Julia (B1) und Linda (B2) Datum: 18.08.2011, 10:50 Uhr Dauer: 29:47 I: Ok ok ok wie lang seid ihr schon da? 1 B1: Seit gestern 2 I: Wie lange gefahren? 3 B1: 7 ½ Stunden 4 I: Aus? 5 B1: Wolfsburg da in der Nähe.. irgendwo in der Walachei 6 I: Respekt. Standet ihr lange im Stau? 7 B1: Naja da mussten von der Autobahn natürlich alle runter. Deswegen sind wir 3 Stunden länger 8 gefahren als geplant. 9 I: Okay, welche Bands schaut ihr euch heute an? 10 B1: Kverlertak! 11 I: Ja die schau ich mir auch an, Death ‚n‘ roll und so… wenn ihr einen Tipp wollt, schaut euch heut 12 Abend Decapitated an…technischer Death Metal! Sehr geil 13 B1: Wääähhh ne lass mal. 14 I: Was so eine Band wie Kverlertak entscheidend für euern besuch hier? 15 B1: Hmm ne wir hatten eigentlich ein anderes Festival im Auge, das näher bei uns liegt. Aber da 16 hatte sie (zeigt auf Linda) Ferien und dann haben wir gedacht, gehen wir hier her. 17 I: Also eher ein logistisches ding und weniger die Bands? 18 B1: Ja klar aber natürlich auch die Bands. Ich fahre ja nicht 500 km und sehe mir dann keine Bands 19 an. Also In Extremo, JBO, Hammerfall, Sonic Syndicate zum Beispiel 20 B2: Turisas, As I lay dying, Hatebreed 21 I: Seid ihr nur zu zweit? 22 B1: Jupp 23 B2: Ja 24 I: Habt ihr schon Leute kennengelernt? 25 B1: Ja so nen Typen von da drüben, der war aber ziemlich betrunken. 26 Anhang 117 V B2: Ja Alkohol der große Connecter… 27 I: Das bringt mich zu meiner nächsten Frage: die Meisten hier sind erstmal Männer, von den 28 wenigen der Frauen sind wiederum 90 % vergeben. 29 B1: Ja 30 B2: Ja glaube ich auch 31 I: Was wir, also ich und meine Kumpels, uns auch noch überlegt haben: auf 6 Männer kommen 32 circa 2 Frauen 33 B1: Ja und wenn die hier sind, dann auch mit ihrem Partner 34 I: Könnte der Partner der Grund sein, hier her zu kommen? 35 B1: Ja, denke ich auch. 36 I: Bekommt man hier als Frau eine andere Aufmerksamkeit? 37 B1: Ja vorhin hat uns einer angequatscht ob wir ficken wollen. Weils ja so geil ist. Hat er uns beiden 38 gesagt. 39 I: Das ist schon krass. Man erlebt hier sehr interessante Sachen. Kommen wir mal zu den 40 Bändchen. 41 B1: Ja die muss ich beim Sport abmachen. Oder eben Schweißband drüber 42 B2: Ja ich spiel Volleyball, da mach ich auch immer ein Schweißband drüber. 43 I: Ich musste wegen einer Sportverletzung mal die Bändchen wegmachen, das war richtig scheiße. 44 Es gehört halt doch irgendwie zu dir… 45 B1: Jaa mein ältestes Bändchen ist 6 Jahre alt… 46 I: Hat schon was von Status? 47 B1: Ja die Leute quatschen einen ja auch an. Okay: du warst aufm Highfield. ‘ Oh du warst da ja 48 auch‘ 49 I: Also sind schon sinnvoll die Dinger oder? 50 B1: Vor allem um Leute kennenzulernen. So ‚hey, fahrt ihr nächstes Jahr auch wieder nach 51 Wacken? ‘ 52 I: Es zeigt nach außen hin, was das für ein Typ Mensch ist. So wie ein Band Shirt eigentlich. Man 53 repräsentiert seinen Musik Geschmack und damit sich selbst nach außen hin. Dir scheint es also 54 schon wichtig zu sein, dass die Bändchen dran sind. 55 B1: Ja ich häng da dran. Sind auch kleine Festivals dran. Bei uns in der Nähe gibt es ein kleines 56 Festival, das organisiert ein Kumpel und wir gehen da alle schon aus Solidarität hin. 57 I: Das wurde mir vorhin auch schon gesagt. Metaller sind eigentlich ziemlich sozial unterwegs, 58 oder? 59 B2: Ja bis auf diese violent dancer spasten… 60 Anhang 118 VI I: Was ? 61 B1: Violent dancer im Moshpit, die um sich schlagen beim Moshen. 62 B2: Mir hat mal jemand mit voller Absicht auf nem Konzert eine reingehauen. Der hat Anlauf 63 genommen und mir in den Rücken geschlagen…sowas geht nicht, das kann natürlich im moshpit 64 immer mal passieren, dass man einen Arm abbekommt oder so. Aber wenn da einer gezielt 65 zuschlägt, dann ist das ein Angriff. Und denk dir mal, dass ist son zwei Meter Schrank. Was da 66 passieren kann. Ich mein, was soll das? Aber mittlerweile gehe ich nicht mehr so vorne rein. Von 67 hinten das Konzert genießen ist auch super. 68 I: Zieht ihr viele schwarze Sachen an? 69 B1: Mal mehr Mal weniger, je nachdem, wie ich Lust dazu habe. 70 B2: Ich hatte schon mal eine heftige Metalphase, wo ich nur schwarz getragen habe, 71 Springerstiefel und verschiedene Accessoires, lederarmschienen. Mittlerweile hab ich so eine 72 Mädchen Phase, ich Tage auch mal orange (lacht) 73 B1: Ich trage mehr ein rockiges Outfit. Man fällt damit schon auf, aber Hauptsache ist, ich fühle 74 mich damit wohl. Manchmal will ich, dass die Leute sehen, was ich für Musik höre. Aber manchmal 75 ziehe ich auch Minirock oder so an… 76 B2: Ich ziehe eigentlich auch meistens das an, worauf ich Lust habe. Auch mal nieten Gürtel oder 77 so. Mir geht’s weniger darum, dass mich die Leute ankucken, sondern ich will mich selbst 78 repräsentieren, das ist das wichtigste. 79 I: Seid ihr da schien Vorurteilen begegnet? 80 B1: Haha ja ich hab so eine Lederjacke und ein bekannter vor mir so: ja. Du stehst ja schon ziemlich 81 auf SM oder? 82 I: Hahaha 83 B1: Das ist eine stinknormale Lederjacke mit Nieten drauf…warte, ich kann sie dir kurz zeigen. 84 I: Okay und das ist bei dir ‚hängen geblieben‘? 85 B1: Ja und ich war die Erste damals in der 8ten Klasse die angefangen hat Metall zu hören. Damals 86 hatte ich ein Marilyn Manson Shirt an und alle haben sichs Maul zerrissen. Wie kannst du sowas 87 tragen etc. 88 B1: Zwei Jahre später wurde es populär und plötzlich haben es alle gehört. 89 I: Es ging also weniger um die Musik sondern um die Kleidung. 90 B1: Ja unsere Eltern haben die Musik ja auch gehört, also wir sind beide mit der Musik groß 91 geworden. Rammstein und so… 92 B2: Ja bei mir war das eher erst Tokio Hotel, dann Sunrise Avenue und dann kam Nirvana. Die 93 Sänger sahen so gut aus … kam auch bei Viva, und vor allem „Engel“ von Rammstein fand ich so 94 geil als Kind. 95 I: Bei mir war die erste Metalband Metallica. Alle, Ohne Ende. Ähm noch eine Frage zum Thema 96 Hygiene. Wie läuft das für euch ab? 97 Anhang 119 VII B1: Also die ersten Festivals war ich noch duschen. Rockhard und Wacken. Dann hab ich mir 98 gedacht: ‚Och leck mich am Arsch‘ Dann wurde es einfacher, grob mit Tüchern und so. Merkt doch 99 sowieso keiner. Wenn der Freund mit dabei ist, dann willst du den irgendwann nicht mehr anfassen, 100 das ist dann ein bisschen eklig. 101 B2: Ich kann das noch nicht beurteilen, das ist mein erstes Summer Breeze, wo ich allein bin. 102 I: Hat also nicht den höchsten Stellenwert? 103 B1: Nee, es gibt ja Duschen, also wenn’s ganz schlimm wird…. Duschen 2,50. Ist okay. 104 I: Okay danke. Mir ist da noch ein Gedanke wichtig: Das Untergehen in der Masse ist schon wichtig, 105 oder? Es ist egal, wer du bist. 106 B2: Also wenn du es drauf anlegst, kannst du durchaus auffallen. Vor zwei Jahren auf Wacken hab 107 ich mir so Feen Flügel angezogen und hatte nen Zauberstab dabei. Da wirst du schon 108 angequatscht. Mehr als wenn du nur stinknormal durch die Gegend rennst. Man geht schon in der 109 Masse unter, aber als Frau hast du, ich sag mal, noch einen anderen „Stellenwert“. 110 I: Ja klar, gibt ja nicht so viele hier. 111 B1: Ich glaube auch, dass ‚Metalfrauen‘ mehr zu Eifersucht neigen. ‚Ähh die sieht viel besser aus 112 als ich, die ist doch kacke‘. 113 B2: da rennen auch Frauen in Korsagen rum, auffällig geschminkt und so…bei manchen denke 114 ich: wenn ich so eine Plauze hätte, würde ich mich nicht in so ein Ding quetschen. Angenommen 115 du willst jemanden abschleppen und dann kommt da eine in Korsage, Hotpants, Strapse, perfekt 116 geschminkt und schwitzt kein Meter dann denkst du ‚alles klar, wenn wir nebeneinanderstehen, 117 wirst sicher du angesprochen‘ 118 B1: Für ein Konzert die teuersten Klamotten anziehen, das passt doch einfach nicht 119 B2: Es ist schon erstaunlich dass es manche Frauen schaffen, bei so nem Wetter, gefühlten 100°, 120 auszusehen wie aus dem Ei gepellt. Die schwitzen nicht und sehen einfach nur geil aus. 121 Beeindruckend. 122 I: Wenn ihr sagt, so sollte man nicht rumrennen als frau, dann habt ihr ein Idealbild im Kopf, wie 123 „Frau“ hier rumrennen sollte...? 124 B1: Ok Jeans und Band Shirt halt, etwas das sich eben der Situation anpasst. Ich finde, das passt 125 einfach nicht richtig. Das können die tun wenn sie denken wie es passt…aber hier rennen die 126 meisten eher leger rum. 127 B2: Bikini ist z.B. okay denk ich mir, aber im BH würde ich nie rumlaufen. Ist zwar quasi das gleiche, 128 aber das ist Unterwäsche. Ich hab halt kein bock von irgendeinem Kerl dumm angemacht zu 129 werden, nur weil ich im BH rumlaufe 130 I: Habt ihr schon ‚Helga‘ rumgeschrien? 131 B1: Nein wir rufen ‚Halt stopp‘. Kennst du das? 132 I: Nein. 133 B1: Von Frauentausch…das ist so ein Typ, der voll austickt. 134 Anhang 120 VIII B2: Helga ist kaputtgerufen 135 I: Genauso wie ‚Slayer‘. Das ist auch irgendwie durch…früher konnte man das brüllen und alle sind 136 ausgetickt. 137 B1: Vor 2 Jahren war es auch „Spider Schwein“. 138 I: Ja genau. Wir schreien momentan „Neonguy“ weil ein Kumpel das programmiert hat. Es hat aber 139 schon was mit Zusammengehörigkeit zu tun. Running Gags braucht man. Im Prinzip ist es sinnlos 140 vom Inhalt her, aber es ist einfach und jeder kann’s schreien. 141 B1: Ja eben wir sind auch echt lange rumgelaufen und haben das geschrien, bis wir welche 142 gefunden hatten, die das kannten. Die Szene ist einfach so krass. Der Typ erzählt dann noch total 143 eklig wie und wo er mit seiner frau Sex hat und sie ist einfach nur dick und schmeißt sich in 144 Reizwäsche. 145 I: Ja okay frage ich mal abschließend: habt ihr Sex auf dem Festival? 146 B1: Wenn ich mit meinem Freund fahre, dann ja. Und wenn nicht, dann normalerweise nicht. Haha 147 B2: Ja Samstagabend und du hast da einen der sieht schon geil aus, aber dann riechst du einmal 148 dran… und dann überlegst du dir das auch zweimal. 149 I: Okay, so kann man das denke ich stehen lassen. Ich danke erstmal für das Gespräch und würde 150 euch bitten, hier noch meine Bögen auszufüllen.151 Anhang 121 Anhang 20: Transkription Nr. 3 – Experteninterview V Michael Edele erklärte am 28.05.2012 sein Einverständnis zur Veröffentlichung seines Namens. Name: Michael Edele, freier Musikredakteur bei www.laut.de Datum: Geführt vom 28.05.2012 bis zum 30.08.2012 I: Zu Beginn: Würdest du dich kurz vorstellen, erläutern was du arbeitest und warum man dich gut 1 zum Thema Summerbreeze (SB) befragen kann. 2 B1: Mein Name ist Michael Edele, ich arbeite seit 1999 beim Online-Magazin laut.de als freier 3 Redakteur und habe das Summer Breeze (bereits zu Zeiten, als es noch in Abtsgmünd stattfand) 4 schon als Zuschauer, diverse Male als Redakteur und Fotograf und auch als Musiker besucht. 5 Dabei habe ich mich vor allem als Redakteur oft mit den Veranstaltern über Mängel und Missstände 6 auseinander gesetzt, beobachtet, wie viele behoben und auch eigenständige Verbesserungen 7 eingeführt worden, mich letztendlich aber vor zwei Jahren dazu entschieden, das Summer Breeze 8 mit laut.de nicht mehr zu präsentieren, da die Forderungen seitens des Veranstalters den 9 möglichen Rahmen deutlich sprengten. 10 Dennoch plane ich - bis auf dieses Jahr - auch weiterhin als Redakteur/Musiker auf das Summer 11 Breeze zu gehen. 12 I: Wann warst du zum ersten Mal auf dem SB und was hat dich damals dazu bewogen hin zu 13 gehen? Wenn du dass nicht mehr weißt, versuche am besten kurz die Vorzüge des SB aus deiner 14 Sicht zu erläutern. 15 B1: Ich war zum ersten Mal 2005 auf dem SB, als es zum letzten Mal in Abtsgmünd stattfand. Für 16 mich als gebürtigen Süddeutschen war es schon allein von daher interessant, dass es eben ein 17 reines Meltafestvial war, welches tatsächlich auch im Süden Deutschlands stattgefunden hat und 18 von der Größe her noch überschaubar war. Die großen, bekannten anderen Metal Festivals wie 19 Wacken oder With Full Force waren alle weit im Norden und das Bang Your Head, welches zwar 20 auch in Balingen, also Süddeutschland stattfindet, war zu der Zeit noch sehr auf traditionelle Heavy 21 Rock Bands aus den 70ern/80ern ausgerichtet. Da war das SB schon immer deutlich härter und 22 vor allem genretechnisch variabler. 23 I: Ja, die Gründe sind für mich definitiv nachvollziehbar. Ich selbst würde meine Gründe ähnlich 24 formulieren. Könntest du versuchen, eine Top 5 der Vorzüge des SB zu erstellen? Am besten so, 25 als wölltest du jemanden von dem Festival überzeugen. 26 B1: 1. Die Auswahl an Bands ist so breit gefächert, wie kaum auf einem anderen Festival 2. Bis 27 vor ein paar Jahre waren es nur zwei Bühnen, die direkt neben einander liegen (keine weiten 28 Anhang 122 VI Laufwege). Dass jetzt noch die Zeltbühne dabei ist nervt mich persönlich, die meisten dürften das 29 aber begrüßen. 3. Kritik und Verbesserungsvorschläge werden schnell und fast immer umgesetzt. 30 4. Es ist im Süden von Deutschland! 5. Es gibt nicht 1.000 sinnlose Aktionen wie Oilwrestling von 31 alten, hässlichen Hühnern, Wikingerdörfer, Bullenreiten oder was weiß ich für einen Scheiß, der 32 das Wacken Open Air immer mehr zum Ausflugsziel von typischen Mallorca-Touristen oder 33 Abteilungsleitern macht, die mal ein Wochenende lang "richtig cool" sein wollen. 6. Es ist schlicht 34 und ergreifen NICHT WACKEN!!!! 35 I: Die offenkundigen Aversionen gegen das Wacken-Festival finde ich interessant. Mich 36 interessieren ja größtenteils die Menschen, welche das SB besuchen. Vergleiche doch bitte das 37 Publikum von Wacken mit den SB-Besuchern etwas genauer. 38 B1: Hahaha, das kann ich natürlich nur einseitig beurteilen, da ich noch nie in Wacken war und 39 dort auch nur dann mal auftauchen werde, wenn ich mit einer Band auf der Bühne stehen soll. 40 Ich kann vom SB aus eigener Erfahrung sagen, dass dort sehr unterschiedliche Menschen vor Ort 41 sind, jedoch eigentlich ALLES Musikverrückte, die wegen den Bands und/oder der Atmosphäre vor 42 Ort sind. Das SB ist - vereinfacht gesagt - ein Metalfestival unter vielen. 43 Wacken ist mittlerweile eher sowas wie ein Ereignis/Event. Mein Eindruck ist oftmals, dass viele 44 auf Wacken fahren, einfach nur um zu sagen: "Ey ich war auf Wacken, höhöhö." Für viele, auch 45 die Musikfans, wird das ganze Drumherrum langsam wichtiger, als die Bands an sich. Wacken ist 46 fast schon so etwas wie ein Statussymbol, wo man sich eben auch als Vorstandsfuzzi mal als 47 harter Kerl fühlen kann, weil man ein Wochenende mit den ganzen Langhaarigen verbracht und 48 ne Bierdose geschossen hat ohne gleich kotzen zu müssen. (Hab sowas aus dem eigenen 49 Bekanntenkreis schon mitbekommen). Wacken ist für die Mainstream-Medien immer genauso ein 50 Thema, wie das WGT (Wave-Gothik-Treffen, Anm.d.Verf.) und zieht entsprechende Gaffer und 51 Schön-Wetter-Touristen an, wobei es auf Wacken eben hauptsächlich die Titten von dicken 52 Männern zu sehen gibt und auf dem WGT immer mal wieder die Titten von ein paar hübschen 53 Gotenuhus. 54 I: Was denkst du, sind die Hauptmotivationen der Festivalbesucher auf das SB zu kommen? 55 Versuch bitte, es in Prozent anzugeben. also z.B. 40 % wegen der Musik und 20 % wegen den 56 Männertitten usw.. 57 B1: Ich vermute mal, dass etwa 70% der Besucher wegen der Bands und der Musik hingehen. 58 Etwa 20%, weil es mehr oder weniger schon Tradition ist. Schon auch wegen der Musik. Wobei 59 das Line-Up eher ne zweite Rolle spielt. 60 Anhang 123 VII 5% weil sie mal sehen wollen, was das für ein Haufen Verrückter ist und die restlichen 5% saufen 61 das WE auf dem Zeltplatz und sehen nicht eine einzige Band. Dafür jede Menge Männertitten . 62 63 I: Egal, ob ich nerve: Was lässt dich vermuten, dass der Großteil wegen der Musik hin geht? Was 64 bedeutet "Verrückter" im Zusammenhang mit dem SB [Ich stimme dir voll zu, nur brauche ich eine 65 differenzierte Antwort :)] 66 67 B1: Allein die Tatsache, dass kein großes Rahmenprogramm notwendig ist, die ganzen Fans zu 68 motivieren, spricht schon allein dafür, dass der Großteil wegen der Musik hingeht. Mit allem drum 69 und dran muss man ja zwischen 200-300 Euro für das WE (Kurzform für Wochenende, 70 Anm.d.Verf.) minimum rechnen und das ist auch Geld, was man erst mal haben muss. Außerdem 71 nehmen viele Urlaub, um das komplette Festival zu erleben und danach erst mal wieder in die 72 'Normalität' zurück zu finden 73 Man lebt im Zelt, egal ob es draußen 30 Grad hat und die Sonne scheint, oder ob es 10 Grad hat 74 und in Strömen regnet. Man feiert zusammen, friert zusammen, brät zusammen in der Sonne, alles 75 nur, um die Lieblingsbands zu sehen, Bier zu trinken und mit Gleichgesinnten abzuhängen. Wenn 76 man da nicht zumindest n bisschen verrückt ist, ist man da falsch. 77 I: Zu deinen bisherigen Aussagen passt das Wort Kommerzialisierung wohl ganz gut. In wie weit 78 befürchtest du, dass auch das SB in einigen Jahren solche Aktionen bringen könnte? Und wenn 79 ja, warum ? Will das Publikum solche Aktionen, dann müsste der Veranstalter ja liefern. 80 B1: Ich denke die Frage ist in dem Fall immer, wie sehr ist der Veranstalter selber noch Fan, bzw. 81 wie sehr schielt er auf den finanziellen Aspekt seiner Veranstaltung. Ich würde Achim und Ralf 82 (Achim Ostertag und Ralf Nüsser - Vorstand des SB, Anm.d.Verf.) vom SB noch selber als Fans 83 bezeichnen, die vor allem den musikalischen Aspekt im Auge behalten und ich könnte mich nicht 84 daran erinnern, dass irgendjemand mal erwähnt hätte, dass Kram wie Bullriding, Oilwrestling oder 85 was auch immer auf dem SB fehlt. Selbst so einen Kram wie die Jägermeisterbude, die mit einem 86 Kran über das Festival gezogen wurde gab es genau einmal, weil die Nachfrage nicht da war. 87 Um solcherlei 'Späße' mit zu tragen, müsste das Festival nochmal vergrößert werden. Ich selbst 88 finde, dass das SB eine kritische Masse schon überschritten hat. Sollte es weiter wachsen, werden 89 auch weitere Massenunterhaltungen ihren Einzug finden und sich das Ganze immer mehr in 90 Richtung Wacken entwickeln. 91 I: Okay du machst auf jeden Fall deutlich, was du von anderweitigem Rahmenprogramm hältst :). 92 Was sind die wichtigsten Dinge, die vom Veranstalter aus kommen "müssen" (dazu zähle ich auch 93 Anhang 124 VIII Bands usw.)? In wie weit kann man als Veranstalter die Besucher mitentscheiden lassen und wo 94 ist dabei die Grenze? 95 B1: Die Rahmenbedingungen müssen einfach stimmen. Auf dem Gelände sollte alles relativ leicht 96 und schnell zu erreichen sein, die Preise dürfen nicht zu hoch sein, Sanitäre Anlagen müssen in 97 ausreichender Menge gewähreistet sein und man sollte das Gefühl haben, dass Reklamationen 98 ernst genommen werden. Wenn bestimmte Bands von Seiten des Publikums immer wieder 99 angefragt werden, lässt sich darauf ja in aller Regel reagieren. Bei kleineren Bands aus Europa ist 100 das normalerweise kein Problem. Bei Headlinern und Bands aus USA muss man hin und wieder 101 das Rechnen anfangen. Ich brauch aber weder Metallica noch Maiden auf dem SB, die Unmengen 102 an Kohle verlangen, die dann bei anderen Bands vielleicht gespart werden muss. Dann lieber ein 103 ausgewogenes Programm und ein paar Bands als Headliner, die diese Chance (in dieser 104 Größenordnung) bis dato vielleicht noch nicht hatten. 105 I: Hier die nächste: Wie reagiert dein Umfeld auf dich? Bist du ein offensichtlicher Metaller oder 106 denkt man das von dir gar nicht? Was sind klassische Indizien für einen Metalhead (im Alltag)? 107 B1: Mit meinen langen Haaren denke ich schon, dass man mir in mir den Metalhead recht schnell 108 erkennt. Wie reagiert mein Umfeld ... ich bin groß, hab lange Haare, nen Bart und trag meist 109 dunklere Kleidung. Die Mädels haben erst mal Angst vor mir und die Jungs finden mich entweder 110 cool oder halten mich für n Arschloch Ich renn nicht ständig in Band-Shirts rum, hab davon aber 111 doch ne ganze Menge. 112 Ich denke Band-Shirts, Jeans und Turnschuhe sind immer noch das, was einem Metalfan 113 ausmacht. Lange Haare in den meisten Fällen auch, aber seit den ganzen 114 Metalcore/Deathcore/Wasweißichcore-Sachen ist das auch ein bisschen anders. Aber auch vorher 115 gab's schon Banker die Metal gehört haben und keine langen Haare tragen konnten. Auf Festivals 116 sieht man jedenfalls vorherrschend schwarz, Band-Shirts und Jeans oder Leder. Wenn es zu warm 117 ist, dann eben irgendwelche Shorts ... und Männertitten. 118 I: Wie erlebst du die meisten Metaller? Erstmal unabhängig von der Art Metal, welche diejenigen 119 bevorzugen. Ganz allgemein einfach. 120 B1: Für mich ist die Art der Befragung absolut in Ordnung. 121 Meiner Meinung nach sind die meisten Metaller lockere und freundliche Menschen. Wenn man ein 122 Metalshirt trägt und einem einer mit nem anderen Metalshirt entgegen kommt, weiß man einfach 123 direkt, man hat es mit einem Gleichgesinnten zu tun. Auf Festivals sind die Leute zum Musikhören 124 und Feiern und wollen da einfach ihren Spaß haben (was wohl auf ALLE Festivals, egal welcher 125 Musik zutrifft). 126 Anhang 125 IX Man muss Metaller aber auch fast schon eine gewisse Spießigkeit unterstellen, denn wenn einer 127 ein Shirt von einer Poserbands oder was auch immer trägt, rümpft man da schon gern mal die 128 Nase Im Grunde genommen würde ich aber von freundlichen, friedlichen Menschen sprechen, die 129 ihre Aggressionen durch die Musik kanalisieren. Wenn einer im Moshpit auf die Schnauze fällt, 130 helfen ihm da in der Regel sofort wieder zwei auf die Beine. 131 I: Gerade in den Anfangsjahren des Metal war die Meinung über die Leute und deren Musik weniger 132 positiv. Hat sich die "Stimmung" in den letzten Jahren auf irgendeine Art und Weise gewandelt Was 133 denkst du, woran lag oder liegt es, dass Metaller gerade medial oft als "böse" dargestellt werden? 134 B1: Also ich denke schon, dass sich die Meinung geändert hat, gerade dank Wacken und auch 135 anderer, größerer Festivals wie dem SB. Die Boulevard-Presse gefällt sich ja die letzten paar Jahre 136 in der Rolle, Metaller als niedliche, kleine possierliche Tierchen darzustellen, die zwar böse 137 aussehen, schwarz tragen und seltsame Shirts anhaben, aber eigentlich alle ganz liebe sind und 138 nur spielen wollen. 139 Womit sie irgendwo ja auch recht haben, denn Metalfans sehen sich ja nicht in der Tradition von 140 Motorrad Clubs wie den Hells Angels oder ähnlichen, die sich außerhalb von Recht und Ordnung 141 sehen, sondern sie hören eben ihre Musik, wollen feiern, mit Gleichgesinnten abhängen und gut 142 is. 143 Auf dem Metalfest auf der Loreley lief einiges schief und ich hör nur wie eine vom Loreley-Personal 144 vor Ort sagt: "Ein Glück ist das n Metalfestival. Die sind alle so gutmütig, dass das denen egal ist. 145 Auf ner Rave-Party oder ähnlichem hätten die uns schon die Bude auseinander genommen." 146 Lange Haare, veranzte Jeans, Bandshirts, schwarze Lederjacke und Jeanskutte, das hat früher 147 schon ausgereicht, um böse und gemein auszusehen. Darauf kam es den wenigsten Metalfans je 148 wirklich an. Man fühlt sich halt wohl, so wie man rumläuft. Ob das jetzt anderen (egal ob die mit 149 der Szene zu tun haben) gefällt oder nicht, ist doch scheißegal. Da ist halt auch viel von dem Punk-150 Spirit noch drin. 151 Die paar Black Metaller, die mal Kirchen angezündet haben und mit Onkel Satan ganz dicke waren, 152 hat doch eh so gut wie niemand (auch nicht in der Szene) ernst genommen. 153 Und wie böse können Motörhead, AC/DC und sowas denn sein, wenn die Shirts bei H&M verkauft 154 werden???? 155 I: Gerade dein Zitat mit den friedlichen Metallern interessiert mich sehr, da ich das Breeze seit 156 Jahren als sehr friedvolles Festival erlebe. Wie sind deine Erfahrungen in diesem Bereich bisher? 157 Was denkst du, könnte der grundlegende Wesensunterschied (zu anderen 158 Musikkonsumentengruppen) der Metaller sein, dass ein Metalfestival so friedlich ist? 159 Anhang 126 X B1: So klischeehaft das auch immer klingen mag, wenn Manowar oder Arch Enemy von "unity" 160 und Kram singen, aber bis auf wenige Ausnahmen haben sie nun mal recht. Klar, es sind nicht 161 alle Fans von bestimmten Genres allen anderen Genres gegenüber tolerant, Thrasher konnten 162 noch nie was mit Glamrockern anfangen, Metalcore ist eh für alle die Pest, die eben nicht drauf 163 stehen, aber Tatsache ist, dass auf einem Festival wie dem SB eben der Großteil der Leute 164 wegen der Musik da ist und das haben sie mit den anderen gemeinsam. Und es ist eben 165 METAL in all seinen Arten und da weiß man, man ist unter Gleichgesinnten und mal ehrlich: 166 klar sind Overkill, Exodus, füll irgendeinen Namen ein, die beste Band der Welt, aber hat man 167 sich deswegen auf die Scnauze, nur weil dein Gegenüber das vielleicht nicht so sieht? 168 Jedenfalls kennt er die Band vermutlich und lässt sich nach fünf Bier und dem Live-Erlebnis 169 auf der Bühne vom Gegenteil überzeugen. 170 171 Wer mit einem Metalshirt auf eine Metalveranstaltung kommt, gehört erst einmal dazu und 172 wenn er sich nicht als Vollidiot bemerkbar macht, dem Mutti das Shirt bei H&M gekauft hat, 173 dann wird man auch erst mal akzeptiert. Läuft man ohne so ein Shirt als Außenstehender in 174 so ne Veranstaltung rein, dann wird man von den Metallern eben auch erst mal skeptisch 175 beäugt und vielleicht machen die auch Witze über einen. Aber als Metalfan ist man sich 176 durchaus bewusst, dass man Teil der Gesellschaft ist, aber sich eben einen eigene Nische 177 gesucht und gefunden hat. Wir werden der Gesellschaft nicht gefährlich und sie uns schon gar 178 nicht. Also warum sollte irgendjemand mit Gewalt reagieren? 179 180 I: James Hetfield (Sänger der Band Metallica, Anm.d.Verf.) spricht auf Konzerten von der 181 "Metallica-Family". Da steckt aber weniger dahinter als bei dem, was du hier meinst. Tja, die 182 Gewalt ist für mich ein interessantes Thema - da eben nicht wirklich vorhanden. Warst du auf 183 Raver, Raeggae oder HipHop Festivals? Wenn ja, wie war dein Eindruck und hast du 184 Meldungen zum Thema Gewalt mitbekommen? 185 186 B1: Hm, also in dem Bereich kann ich nur als Security auf Veranstaltungen im Rave/House-Bereich 187 sprechen und da kommt es eigentlich regelmäßig zu Auseinandersetzungen, weil dort chemische 188 Substanzen auf übergroße Egos oder unkontrollierte Komplexe treffen. Inwiefern das musikalische 189 Geschehen darauf Einfluss hat, kann ich kaum beurteilen. 190 Anhang 127 XI I: Ein elementarer Bestandteil des Breeze, wie auch auf eigentlich jedem anderem Rock/Metal -191 Fest, ist Bier. Wieso? 192 B1: Hast du schon mal eine Party ohne Bier gefeiert? Wohl kaum. Hast du schon mal einen 193 Grillabend nur mit Fanta verbracht? Wohl auch nicht, wenn man älter als 12 ist. Wer geht schon 194 abends weg, ohne da in der Regel nicht mindestens ein Bier zu trinken, wenn man mit Freunden 195 ne gute Zeit erlebt? Was anderes ist ein Festival doch nicht, als diese drei Dinge zusammen. Nur, 196 dass es sich eben über ein paar Tage hinzieht, in denen man eine gute Zeit verbringt, die Musik 197 genießt, welche man liebt und mit einer ganzen Horde Menschen zusammen ist, die das ebenso 198 sieht. 199 I: Natürlich ist Bier ein fester Bestandteil eigentlich der meisten Festivals. Hängt es allein von der 200 dort gespielten Musik ab, welche Droge vermehrt konsumiert wird? Warum sind auf dem SB nicht 201 alle auf Pillen? Liest sich doof und plakativ, doch bringt mir hier eine klare Antwort einen 202 entscheidenden Eindruck. 203 B1: Ich denke schon, dass jede Musikrichtung ihre 'favorite drug' besitzt und da ist Bier nun mal 204 überall und legal erhältlich. Im Metal ging es nie darum hip zu sein oder was in der Art und Bier ist 205 halt n 'Arbeitergetränk', genau wie Metal ne 'Arbeitermucke' ist. Metal kommt von unten, von denen 206 die mit ihrem Leben nicht zufrieden sind, die gegen etwas rebellieren, nicht von irgendwelchen 207 gelangweilten Typen, die am Rechner hängen und Sounds konstruieren. Was nicht heißen soll, 208 dass man vor allem als Musiker mit steigendem Erfolg nicht auch mit anderen Drogen in Kontakt 209 kommt. Aber Bier ist billig, überall greifbar und selbst wenn man die Buddel nur rumgehen lässt, 210 holt man sich vielleicht mal n Herpes, aber in der Regel nix Schlimmeres. 211 I: Was hältst du von der Aussage, Metal zu hören und Metal zu machen, habe eine kathartische 212 Wirkung? 213 B1: Kann ich voll und ganz unterschreiben. Zumindest für mich persönlich und ich bin mir 214 sicher, dass es vielen meiner Bekannten genauso geht. Wenn ich von einem Konzert oder 215 auch nur von einer guten Probe komme, fühle ich mich meistens absolut relaxt und 216 ausgeglichen. Wenn ich anders herum nicht gut drauf, oder sogar in gewisser Weise aggressiv 217 bin, dann hilft mir die Musik diese Emotionen eigentlich immer zu kanalisieren. Dann wird eben 218 mal lauter aufgedreht, die Cannibal Corpse anstatt der Volbeat CD eingelegt und wenn man 219 dann aus vollem Halse mitgesungen/gegröhlt hat, geht es einem in der Regel gleich mal 220 deutlich besser. Was ist denn an der Urschrei-Therapie großartig anders? Da gibt's vielleicht 221 kein Bier ... aber sonst? 222 223 Anhang 128 XII I: Wie stehst du zur Polizeipräsenz auf Festivals allgemein und wie hast du es bisher auf dem 224 SB erlebt? 225 226 B1: Polizeipräsenz ist absolut wünschenswert, meiner Meinung nach. Vor allem auf Festivals, 227 auf denen die Security nicht durch Namen oder Nummern gekennzeichnet ist. Wenn DIE 228 nämlich mal über die Stränge schlägt, an wen kann man sich sonst wenden? Auf dem Festival-229 Gelände selbst wären mit Polizisten nie aufgefallen, könnt mich zumindest nicht daran 230 erinnern, dass da jemals die Polizei bei irgendetwas hätte eingreifen müssen. Man sieht zwar 231 immer mal wieder ein, zwei Duos durch die Gegend laufen, aber die wissen eigentlich, dass 232 sie sich in einer entspannten Atmosphäre bewegen und dass sie "Gefahr" laufen, auch mal 233 von einem Langhaarigen im Monokini umarmt zu werden Da das SB wohl in bayerische 234 Hoheitsgebiete fällt, sind Kontrollen an den Straßen zum Gelände hin etwas häufiger als bei 235 anderen Festivals, aber auch dabei geht's eigentlich immer nett und freundlich zu. 236 237 I: Sodele, zurück vom Breeze, war mal wieder der Hammer (IMMORTAL! und Ghost Brigade). 238 Organisatorisch haben sich die Zufahrtswege geändert wodurch man teilweise 6 Stunden im 239 Stau stand. 240 241 Weiterer großer Kritikpunkt war für mich das Wasser, welches 4,30 € mit Pfand kostet! Zum 242 Glück gab es zwei Appolinaris-Stände mit stillem Wasser für 1,50 €. Das brachte mich zu der 243 Frage: Ist es nicht unverantwortlich bei 35° den Menschen das Wasser so teuer zu verkaufen? 244 Das wird alles von der Coca-Cola Company geliefert (soweit erkennbar), die wollen natürlich 245 nur Geld verdienen. Was meinst du? 246 247 B1: Das ist auf jeden Fall ne riesen Frechheit und mit keinem Argument zu rechtfertigen!!! Das 248 sollte man Achim und/oder Ralf vom Summer Breeze auch mal entsprechend vorhalten. Von 249 was reden wir hier? Halber Liter? Ganzer Liter? Egal, sowas geht eigentlich nicht. Ich weiß 250 von Veranstaltungen wie dem Rock Hard oder dem Metalfest auf der Loreley, dass die 251 Getränkestände da nicht im Einflussbereich der Veranstalter lagen, aber das Argument zieht 252 beim Summer Breeze wohl kaum, da denen der Grund und Boden mittlerweile ja auch gehört, 253 soweit ich das weiß. 254 Anhang 129 XIII 255 I: Ja, interessante Thematik. Ich finde, du hast mir mittlerweile echt viele gute Antworten 256 gegeben und ich werde davon sicher was für meine Arbeit verwenden. Dafür danke ich dir 257 erstmal herzlichst :) Momentan fallen mir keine weiteren Fragen ein und ich hab auch keine 258 geistige Kapazität mehr, um momentan etwas Intelligentes zu fragen. Daher würde ich sagen, 259 verbleiben wir vorerst so und wenn mir was einfällt, schreibe ich dir einfach, ok? 260 261 B1: Freut mich, wenn ich helfen konnte. Falls noch was anliegt, einfach melden und danke für 262 die Bandtipps, waren mir beide noch nicht bekannt 263 Anhang 130 Anhang 21: Tabelle Auswertung Tagesablauf 2011, 14 Bögen Tagesablauf 2011 Musik Essen Trinken Schlafen Kommunikation Entspannung Hygiene Umgebung % 50,00 Bands/Konzerte 25,00 Freunde 5,00 Essen 7,50 Mit Leuten quatschen 7,50 Trinken 5,00 Gutes Wetter genießen 40,00 Reden 10,00 Leute kennenlernen 20,00 Waschen 20,00 Chillen 5,00 Essen 5,00 Trinken 2,00 Waschen 8,00 Bands anschauen 30,00 Essen 60,00 Party, Bier, Frauen 40,00 Bands Anhang 131 17,00 Essen, Schlafen, Trinken 30,00 Faulenzen, Entspannen 13,00 Gelände ankucken 20,00 Kommunikation 20,00 Schlafen 20,00 Essen 40,00 Musik hören 25,00 Schlafen,Essen,Trinken 5,00 Ausnüchtern 45,00 Konzerte 25,00 mehr Konzerte 30,00 Schlafen 30,00 Musik 15,00 Unterwegs sein 25,00 Campen,Essen, Reden,Trinken 15,00 Schlafen 10,00 Metalmarkt 50,00 Bands, Konzerte 25,00 Chillen, Freunde treffen, Party 15,00 Schlafen 20,00 Essen 40,00 Bands ankucken 25,00 Am Zeltplatz mit Freunden rumhängen 50,00 Mit Freunden rumsitzen und trinken Anhang 132 12,50 Schlafen 12,50 Bands 10,00 Essen, Grillen 15,00 Rumlaufen und Rumschauen 20,00 Musik 20,00 Trinken 5,00 Zelt suchen 45,00 Schlafen 5,00 Essen 5,00 Warten 25,00 Schlafen 35,00 Geselliges Zusammensitzen: Essen, Trinken 40,00 Bands, Festivalgelände 17,00 Essen, Trinken 8,00 Schlafen 37,50 Bands ankucken und feiern 32,50 Campinplatz: Feiern, Trinken, Lachen, Reden 12,50 Frauen winken 12,50 Bands 75,00 5,0 trinken Anhang 133 Anhang 22: Tabelle ‚Am Wichtigsten‘ 2011, 14 Bögen Nr. Am Wichtigsten 2011 Musik Kommunikation Freunde Trinken Essen Hygiene (Dixis, Waschen usw..) Schlafen Umgebung Sonstiges Musik 1 Freunde Reden Musik Freunde 2 neue Leute saubere Dixis gute Stimmung Musik 3 Freunde und Bekannte Spaß Zeit mit meiner Cousine Gemeinschaft 4 Festival und drumherum Trinken Bands / Musik Anhang 134 Musik Freunde 5 Camping, Laune, Stimmung Essen Bier und Alk Bier Fleisch 6 Kein Stress / Entspannen Zelten Dicke Möpse Bands Freunde Hygiene 7 Schlafen Bands / Musik Alkohol (Bier) Bands 8 Betrunken sein Freunde Alkohol 9 Gute Musik Nette Leute Geile Mucke mit den Jungs Mit den Jungs abhängen 10 Saufen mit den Jungs Titten auschecken mit den Jungs Anhang 135 Saubere Dixis 11 Freunde Bands / Billing Zusammensitzen, Unfug reden, trinken 12 Bands sehen Ausschlafen Spaß Freunde 13 Musik Bier Geile Leute 14 Musik Party Kein Alltag Merch Anhang 136 Anhang 23: Tabelle Tagesablauf 2012, 53 Bögen Tagesablauf 2012 Musik Essen Trinken Schlafen Kommunikation Entspannung Hygiene Umgebung % 20 Quatschen 20 Schlafen 15 Essen 10 Saufen 15 Musik 50 Schlafen 20 Musik kucken 10 Essen 15 Haushalt (spühlen) 10 Anfahrt 5 Klo 45 Schlafen 10 Essen 10 Klo 25 Bands 20 Rumlaufen und Rumhängen Aufstehen Zahnreinigung Anhang 137 Bier Frühstück Am Zelt rumhängen Bands wahrnehmen Geschlechtsverkehr Schlafen 20 Bands 50 Pegelsaufen 15 Schlafen 15 Pegel auffrischen Einen stehen haben Bier trinken Rumhängen Ficken Bier Einen stehen haben 25 Schlafen 40 Musik 10 Einkaufen 25 Essen und am Zeltplatz mit Kumpels reden 50 Chillen: Trinken, Reden, Shitting 50 Konzerte 30 Musik 53 Chillen 17 Frühstück und Bier 50 Chillen, unterhalten Anhang 138 50 Konzerte 50 Unter Pavillon sitzen 50 Bands ansehen 50 Bands 20 Campingplatz 15 Trinken, Rauchen 5 Klo 10 Schlafen 10 Schlafen 10 Klarkommen 20 Essen 15 Unterhalten und so 45 Bands, Musik, Feiern 5 Versuchen Bubu zu machen 10 Aufstehen, anziehen, Katzenwäsche 15 Campingstuhl besetzen SO wenig wie möglich bewegen: 30 Essen, Trinken, Rauchen 40 Festivalgelände, Bands, Trinken, Entspannen 25 Konzert und Trinken 11,5 Frühstück 12,5 Trinken und Chillen 25 Scheisse labern 25 Planen und scheisse labern 10 Kopfweh 5 Aufwachen Anhang 139 40 Essen, Trinken 10 Warten 35 Bands anschauen 20 Schlafen, Zelt 30 Camp rumhängen 25 Konzerte, Gelände 2 Körperpflege 13 Von a nach b laufen 20 Essen 30 Schlafen 50 Trinken 15 Rumlaufen 3 Urinieren 7 Anstehen 25 Schwachsinn tun und erleben 25 Bier 25 Musik 40 Konzerte 30 Campen und Bier 30 Leute kennenlernen, rumlaufen, Bekannte treffen 40 Musik 40 Feiern 20 Chillen 25 Schlafen 50 Bands 25 Camping, Essen , Trinken, Reden Anhang 140 25 Konzert 25 Schlafen 50 Essen,Trinken,Scheissen,Pissen, Campen 25 Weg zum Konzert 25 Konzert 50 Schlafen, Essen, mich nicht mehr kennen 25 Konzerte 10 Schlafen 25 Freunde treffen 5 duschen 10 Blöd rumrennen 10 Auf leute warten 15 Alkohol, Essen 20 Schlafen 40 Rumflacken 40 Essen und Trinken 15 Essen 35 Schlafen 35 gemütliches Beisammensein 15 Konzerte 50 Saufen und Fressen 50 Abhängen 35 Konzerte 15 Schlafen 50 Grillen und Trinken Anhang 141 30 Schlafen 10 Konzerte 60 Essen, Trinken, Feiern 30 Konzerte 35 Saufen 25 Nichts tun 50 Bier trinken und Bands kucken 50 Aufstehen und Bier trinken 15 Bands 70 Saufen 15 Abkacken 25 Festivalgelände 15 Nachbarn besuchen 10 Essen machen 50 Sitzen und Saufen 35 Schlaf 55 Alkohol 10 Bands 25 Saufen 25 Camp / Party 25 Bands 15 Essen 10 Schlafen 35 Schlafen 30 Rumhängen 35 Bands Anhang 142 50 Trinken / Rumsitzen 20 Schlafen 30 Bands 40 Alkohol 40 Bands 20 Schlaf 50 Trinken 50 Bands 40 Alkohol konsumieren 40 Bands 20 Mit Freunden abhängen 45 Saufen 45 Kiffen 5 Bands 5 Essen 44 Trinken 44 Band 12 Schlaf 75 Trinken…Bands 25 Schlaf 10 Pennen 60 Saufen 5 Essen 15 Chillen 10 Konzerte abchecken Anhang 143 35 Musik 15 Schlafen 50 Rumsitzen 45 Bands 45 Trinken 10 Schlafen 50 Party am Zelt 12,5 Schlafen 37,5 Bands 20 Bands 15 Schlafen 65 Trinkkonsum und reden und lachen 60 Trinken 25 Schlafen 15 Bands 30 Bands 70 Am Campingplatz hocken 80 Saufen 5 Bands 15 Schlafen Anhang 144 Anhang 24: Tabelle ‚Am Wichtigsten‘ 2012, 53 Bögen Am Wichtigsten 2012 Musik Kommunikation Freunde Trinken Essen Hygiene (Dixis, Waschen usw..) Schlafen Feiern Sonstiges Musik Party Konzerte Musik Urlaub Freunde Musik Freunde Alkohol Lärm bands Sex Bands Saufen Stimmung Anhang 145 Drachenshop Musik Alkohol Leute treffen Bands Wetter Hygiene, Dixis Gute Stimmung / Leute Musik Menschen, Freunde, Socialising Sauberkeit Bands Campingplatz Freunde Bands Stimmung Klo Merch Bier Leute kennenlernen Bands Freunde (lachen, Party) Musik Merch Bier Feeling Anhang 146 Leute, Freunde Freunde die dabei sind Koi Stress Gutes Wetter Mäßig bis viel Alkohol Quasiurlaub mit Freunden Bands Camping mit Freunden Anti-Alltag Freakshow Musik Freunde Feiern Konzerte Bekannte treffen / Leute kennenlernen Musik Freunde Spaß und Unterhaltung Die dicke Schwester Bands die ich sehen muss rothaarige Schwabendänen belästigen Bier immer und überall Grenzdebiles Existenzabfeiern mit Leuten Schlechte Witze Leute mit denen man da ist Campen Anhang 147 Musik Bekannte, Freunde treffen Bier Musik Feiern Socialising Freunde Bands Wetter Anreise Betrunkenheit (eigene / andere) Scheissen Konzert Pissen Auf und Abbauen Essen und Trinken Kommunikation Scheissen anders als daheim Alkoholkonsum Konzerte Alkohol / Essen Konzerte Freunde treffen saubere Toiletten Konzerte schnell in den Zeltplatz Anhang 148 gutes Wetter kaltes Bier Gesellschaft gutes Scheisshaus gepflegtes Scheisshaus kaltes Bier Konzerte Schlafen Essen, Trinken, Chillen Feiern Bands Alkohol Essen Bands Feiern Freunde Bier Campen Bands Titten Bands feiern feiern gute Atmosphäre (Leute und Nachbarn) saufen Anhang 149 Bands Bands feiern Titten Bands saufen camping Bands Party Abhängen mit Freunden Alkohol Bands Freunde Camping Musik Alkohol Alkohol nette Leute Bands Freunde Alkohol Bands Saufen Kiffen bands Anhang 150 Bands Alkohol Integration Freunde Alkohol Bands Titten Alkohol Kiffen Musik Leute Bier Alkohol Bands Freunde alte Freunde treffen assig aufführen Sonne gute Leute Alkoholexzesse Musik Bands Crew hart zechen Anhang 151 Bands Feiern Campingplatzbesäufnis Bands Anhang 152 Anhang 25: Beobachtungsprotokoll Nr. 1 38 Anhang 25: Beobachtungsprotokoll Nr.1 Anhang 153 Anhang 26: Beobachtungsprotokoll Nr. 2 38 Anhang 25: Beobachtungsprotokoll Nr.1 ../Bilder/A25.pdf Anhang 26: Beobachtungsprotokoll Nr. 2 Anhang 154 Anhang 27: Beobachtungsprotokoll Nr. 4 39 Anhang 155 Anhang 28: Running-Gags, entnommen aus der Online-Umfrage • Bier! (2 x) • Spartiaten, was ist euer Handwerk? - AUU!, AUU! AUU! • vor jeder band wurde ein bier geext und neun langsam getrunken • naja, mit Freundin da. Aufwachen, Kaffee, Grillen, Chillen, Sie nimmt die Hygiene ernster, irgendwann vor die Bühne, aber nur einmal ge‐ hen, nach der letzten Band, die wir sehen möchten, zurück, Gute- Nach-Bier und Gute Nacht... • Wir singen beim zum Gelände und zurück laufen "Der Weg zu zweit ist halb so weit" von Grauzone. • aber scheiß drauf, summerbreeze ist nur einmal im jahr • Wir zählen durch: 1 – 1 – 1 – 1 – 1 – 1 • Immer wenn die Frage aufkam wie viel man heute trinken wollte, dann kam von irgendeinem der Zwischenruf: Heid schnein ma uns richtig um ! • ja, ein selbst kreiirtes manowar trinkspiel • indianer horst • zim invader • Gibt pro Summerbreeze immer einen Running Gig manchmal auch mehrere die halten aber dann meist auch nur das eine Summer Breeze • Spitzname für eine Freundin "Der Anker" • und der Spruch "Host du a schau moi an Flieger gsegn?" mit mög‐ lichst dämlicher Stimme • Unser Kumpel Chris lehnt sich auf dem Campingstuhl an und die Lehne klappt weg- Immer und immer wieder. Irgendwann haben wir sogar ausdrücklich festgestellt, dass dies ein Running Gag ist. • Wir haben den Cantina Song (Star Wars) in der Famaly Guy version ziemlich oft gehört :D • Slowmotion Zone! Mit Klebeband einen kleinen Bereich auf dem Weg markieren und Slomotion Zone reinschreiben. Wenn mann dann da durch läuft sollte es möglichst nach slowmotion aussehen. • Stay heavy! • Weingetränke aus der Gießkanne • Zombietitelmelodie von Cranbarries die uns schon mehrere Jahre begleitet: Whats in your ass, in your ass- just a fist just a fist just a fist fist fist. Anhang 156 • und: Analfist whooo ho ho Analfist Wohoho • und: Schieb dir den Dildo in den Arsch • und: baus dir richtig ein • Der "Saufende Arsch" wir haben versucht Leute zu überreden, dass wir ihnen einen Trichter in den Arsch schieben dürfen, um Bier ein‐ zufüllen. • Jedes Jahr was Neues: Von der Bequemlichkeitsstange (Teleskop‐ stange um an gewünschte Dinge ranzukommen) bis zu Dosenreh. • Eine Sonnenblume (Fliegenklatsche) als Erkennungszeichen... • "Felix, warum steht der Pavillon noch nicht?!" • Leere Bierfässer am Pavillon aufhängen. Wer anstößt muss trinken. • Hochwort: Wer sich gehoben artikuliert muss trinken, dabei wird bei einem unklaren Fall eines "Hochwortes" demokratisch abgestimmt • Das reicht uns nicht! • Wenn die Sirene eines Polizeiautos oder eines Krankenwagens zu hören ist, kommt der Spruch: Hörst du, sie spielen unser Lied • seit diesem Jahr; "vielen Dankeschön" • Wort für sexy mädels war "Brotaufstrich" ;-) • Statt "Prost" wird "Schädel!!!" gerufen • Unser Running Gag waren unsere Nachbarn, die mit dem Wohnwa‐ gen dawaren. • Die hatten ein kleines Windrad vor dem Wohnwagen, was witzig ge‐ pfiffen hat. Das war das "Windrad from Hell" :) • Da fehlt noch was (billiger tetrapackwein wird in den getränkebe‐ cher geschüttet bis er überläuft) • Gönn dir • Bambi auf die Bühne. • Wir bauen aus Tradition jedes Jahr aus den leeren Dosen Rüstungen, Langschwerter usw. und halten dann epische Schlachten ab. • nichts. • wir haben ein skurilles Lied gehabe das wir jeden tag im camp ge‐ sungen haben • Bei Kennzeichen mit 666 gibts eine drauf • Wenn jemand Hallo sagt (nicht an uns gerichtet oder im Gespräch heraus) sagen wir darauf immer, "HALLO?! N' Hund im Büro?!" (ist von Stromberg) • Des hat no koim gschadet Anhang 157 • Ritale nicht, nur verschiedene kleine Running Gags • Moonspell • Bis auf dieses Jahr wurde immer das Ortsschild mitgenommen. • Bei der Heimfahrt wurde immer am Autohof angehalten um beim Burger King essen zu gehen, als gemeinsamer Abschied. • RICHI! I HA GSEIT DU SÖUSCH DI HÄBE! • Cantina Band und Biberleichenschänder (bestes Lied nebenbei) • Bierdusche • Die Ninjas sind an allem Schuld. • Auf youtube gab es ein Interview mit einem Breeze-Metaller und als er gefragt wurde ob er noch was anderes als "Marduk" hören will meinte er: "Nein, nur Marduk verdammte Scheiße" das war dieses Jahr (2013) unser Running Gag mal schauen was nächstes Jahr kommt :D • eine tanzzone einrichten • die cantina band hören • helga rufen • Den 5-Finger-Death-Punch, aufgrund der Kühlhandschuhe der Sani‐ täter. Wir haben uns mit den Handschuhen beworen und "5-Finger- Death-Punch" gerufen. • Und unsere Barbaren-Bar, mit Cocktails, Musik und Disco Beleuch‐ tung! • Was zum Teufel ist ein "Running Gag"? Eine rennde Ente(Gag, Gag...)? • Warum könnt ihr Deutschen nicht einfach DEUTSCH sprechen?! • Ich spreache ja auch nicht mit Deutschen russisch(außer betrun‐ ken)! Oder soll ich auch einfach mich unverständlich ausdrücken, du Deutsch-Ammi?! • Na gut: Пьяные утка бежит к России! Э я думаю твой брюк горит! • Nicht im meinen Vorgarten pissen • Wir hatten bis auf dieses Jahr immer eine selbstgekochte Zwiebel‐ suppe am vorletzten Tag • Jedes Jahr einen anderen Running Gag, da es jedes Jahr einen neu‐ en Spruch gibt, z.b. 2006: verschiedene eklige Zutaten in der Dose kochen = Mock • Helga!? • Wir haben ein Gruppenlied das uns immer begleitet (me so horny). Anhang 158 • Prinzessinen on tour (blackmetal group) einfach weil wirs können! • und mit krönchen und schärpe rumlaufen • Was? Trichter! • Der König agierte königlich! • 2012: Unsere Nachbarn weckten uns jden morgen mit einem lauten "UND IMMER WIEDER GEHT DIE SOOOOONNE AUF!" So nervig es war, bald war das unser Breeze-Motto. • 2013: Einer unserer Freunde heißt Willi. Daher wurde immer wieder der Spruch "WILLI BAM BAM - WILLI WILLI BAM BAM!" gegrölt. • Reise nach JerusaSLAM • Die Cantina-Band abspielen, immer • 2011 lag Kleingeld in einem Pinkelbecken neben der Pain Stage: "Ich geh' Mal zum Wunschbrunnen". • HEEEEEEEEEELGAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA • RICHTUNGSWECHSEL • " Och, trink ma noch nen Kleinen?! " :) und alles mögliche wurde fol‐ gendermaßen bewertet: z. B. " Auf einer Skala von 1 bis 10: 10 be‐ trunken... " :D • "Purzelbaum für Satan" + Pentagrammfeld auf dem Boden zur Aus‐ führung und Animierung von vorbeigehenden Besuchern • Der Sänger von "The Ocean" sagte einmal unscheinbar während des Soundchecks "Geschlechtsverkehr mit Bergziegen"...... • Ein Kinderpavillon als VIP-Lounge (: • Schlauch bei jeder gelegenheit • Trinkspruch: "Hopp Hopp, rin in Kopp!" • Totales Schlechtreden vom aktuellen Wetter - egal ob Sonne oder Regen. • Wir schreien immer "Marduk" • Cantina Band - muss ich das noch weiter erläutern? ^^ • Eine zweite (traurige) Tradition ist die, dass immer einer über das Festival mindestens eine nacht im Sannizelt übernachten muss... • Wir hatten ein Liedritual, bei dem jeder Reih um ein Lied singen musste. • Anus? ah oui l'anus • Wir hatten eine Uhr fuers Breeze gebaut: (Minutenzeiger) • bei 15: Hammerzeit • bei 30: Hoibee is! Anhang 159 • bei 45: DREIBIERTEL • bei 55: 5 vor 12e • bei 60: iS Laayeer • .. und was passiert bei diesen Uhrzeiten? --> mit Bier anstossen :) • Ein Kumpel: "Was macht ein Hippster wenn er sein Bein bricht? Dann hoppst er" • egal bei was, es kam ständig der spruch"HA GAAAAAY" • dann gab es regelmäßig das feuerwehr-bidubidu der minions bei uns :D • Dildo im Cocktaileimer • Wir rufen wenn unser Kumpel Lars dabei ist immer ANALFIST und verballhornen Songs zu analen Songs (What's in your aaaassss, in your aaassss, just a fist, just a fist, just a fist fist fist!) • " x Meter Uli-Linie" Ein Mitglied unserer Gruppe hat sich in der ers‐ ten Nacht verlaufen, weil er glaube eine Abkürzung zu nehmen, ist sogar unterm Zaun durch den Wald gelaufen. Von der Stage bis L waren es 2 Stunden, die er unterwegs war. Seitdem wird eine Stre‐ cke nicht mehr in Luft- sondern in Uli-Linie angegeben. • "mehr Hass" (musikalisch begleitet vom gleichnamigen Lied von Nocte Obducta) war das Motto des gesamten Festivals. Durch Zufall wieder getroffene Freunde und das Motto war in 5min bestimmt! • Flunkiball • Getränkebecher auf dem Kopf halten. Kommunikation herstellen. • Nä • meine Kumpels und ich haben seit Jahren den Spruch "Deine Grab‐ nebel-Spareribs sind fertig!!" • Flugkäse !!! Gleich ist Exodus ... Stunde !! Treffen am Fickenstand ! • Am Ende des Festivals werden alle Stühle mit dem Spiel "Stuhl" zer‐ stört. Dabei schmeißt man einen Stuhl auf den Boden und schreit vorher "STUHL". Dies wiederholt man so oft bis der Stuhl kaputt ist. • Wieviel Uhr ist es eigentlich? "ääähm lass mich mal kurz nachschau‐ en.... BIEEEERZEIT" • Bacon • Wir sind so true, dass wir Bier brunzen. • Wenn sich jemand super feige und langweilig aufgeführt hat, oder total schusselig war, bekam er den Satz:" Sei mal nicht so Rene!!!" zu hören Anhang 160 • "sexdictator lucifer" • "icku icku" --> schöne frau • "scheiß corler!" • Das "Strich-Spiel". -->resultiert aus der Tatsache, dass meine Freunde und ich auf dem Festival nur wenig bis gar nicht bekleidet sind. Je‐ desmal wenn jemand deinen Schwan* sieht bekommst du einen Strich. Der mit den meisten Strichen lässt das Jahr darauf eine Palet‐ te Bier springen. • Deine Eltern sind Räudige Geschwister und dein Stammbaum ist ein Kreis • "Santé" schreien mit den Franzosennachbarn. Käseverköstigung etc... • "hopp, nei in dein' bleeden kupf!" • "also bis morgen!" <- wenn viel Schnaps auf einmal konsumiert wur‐ de • "fufzehn fufzig"- weil ein spärliches frühstück vor 3 jahren mal soviel gekostet hat. neu dieses jahr-"trink auch mal was in deinem ver‐ schissenen leben" • "Schirm Schuh Ficken" (das kam durch einen Schirm, einen Schuh und ein Ficken Schild) • "Geh mer halt zu Slayer" • Wir haben jedes Jahr ein Maskottchen, das wir verschändeln - letz‐ tes Jahr wars ein Ikea Schaaf, welches shcon auf der Hinfahrt einen Maiskolben im... tralala stecken hatte. • Dieses Jahr hatten wir Lödlic (eine art Ikea Steckenpferd, nur eben als Widder), der mehr oder weniger als anti maskottchen mit ging. Sein wahlspruch war • "ALL HAIL TO THE GOAT!" und er hat das SB heil überstanden - ja, sich sogar mit einem anderen Halbgottmaskottchen (eienr Ananas mit Brille) vereint um das übel, welches sonst in 2 Tagen eingetreten wäre, abzuwehren. • Achso: Lödlic steht übrigens auf "Vodka und leichte Mädchen mit großen Katoschkas!" ;) • Auf unserem Campingplatz wird nur Trashmusik gespielt (Blümchen, Neude Deutsche Welle, Schnappi,...) Anhang 161 • "Ihr habt ja bestimmt gerne Sex.. Aber ich, ich hab so RRRRICHTIG gerne Sex" • "Mehr Hass!" - "Aaah" • Nachamen von Schweinelauten. • Der ausspruch "Scheiße, frische Scheiße!" • Leute anpöbeln, die unerlaubt auf unser privates Dixi-Klo wollten. • Garstige Hobbitse verstopfen den Eingang! (Security-Abtast-Schleu‐ se) • Flunky Ball • "Nein, nur Marduk, verdammte Scheiße"; ein von uns immer wieder wiederholter Spruch, den wir dank einem YouTube-Video kennen • Kauft Neon-Guy^^ • Spiel den selben Song nochmal. • Allen Leuten "GUTE LAUNE" zu rufen, SLAYER rufen • sich morgens anschauen und feststellen, dass man langsam zu alt für sowas wird^^ • Brüste anschauen • Brustabdrücke auf Autos machen • Haben das Lied "Aber scheiß drauf, Malle ist nur einmal im Jahr..." umgedichtet, damit es heißt "...Breeze ist nur einmal im Jahr..." • Außerdem werden von mir und ein paar Kumpels regelmäßig diver‐ se Klassiker von Helge Schneider zum Besten gegeben, dass hat in‐ zwischen auch Tradition. • Zusätzlich ist das Spielen des (Kinder-)Spiels Looping Louie Pflicht. • biergott bauen • Verschiedene Trinkspiele, Kotzen und offensive männliche Nacktheit waren und sind jedes Jahr ein Running-Gag • Handyladestation • Es gibt bei uns ein Rettichwettessen mit dem groessten Rettich der fuer Geld oder im Garten aufzutreiben ist. Es werden nur Punkte ge‐ zaehlt wenn man den Rettich mit dem kompletten Querschnitt in den Mund bekommt und es dann auch noch schafft abzubeissen. • Hey bro!! • Ich bin seit dem ersten Festival Mistress Lissy, und jedes Jahr kommt ein neuer Gag hinzu wie Prinzessin Bitsch oder Wombi Wombat • bei jedem Getränk oder Essen nach dem kosten immer "oar mmm‐ mmmhhhh" sagen, egal wie eklig es ist Anhang 162 • Jeden Morgen um 7 Uhr erstmal alle Freunde Mitcamper und Nach‐ barn mit dem Lied Skinboy von Red Warszawa geweckt. • Analfist! • Hosenverbot immer wenn das lied brenna duads guad läuft von Hu‐ bert von Goisern! • Grillkohle von real gekauft (brennt nicht gut) • Die real-Kohle blieb dann der Running-Gag. • Blauwalpimmel. • ein paar von uns brüllten immer wie blöde AAAAATHHHHH rum. Dies kommt vom Musikvideo Ass and titties von dj assault, der das s stark lispelt, also statt ass ath sagt. Irgendwann haben das alle wie blöd rumgeschrien. • Ich scheiß dir ins Horn! • Die Rangel-Zone auf dem Weg vor unserem Platz wird ab diesem Breeze bestimmt ein Ritual werden. • Ansonsten: Mit Panzertape lässt sich alles reparieren und herstellen. (Beispiel: Rangelpokal, kaputte Pavillons, Schuhe...) • "Die klaun unsere Jobs!" laut und oft hintereinander und immer un‐ verständlicher rufen, aus South Park • Huldigt Gaycalibur! • fucking awesome wurde ca 30000000 mal gesagt :P • Leuten im Bananenkostüm Kondome überziehen • unser Spruch: PENIS!!! • Schwarze Bruderschaft Metalfranken - "Hoi, Hoi, Hoi!!!" "FICKEN‐ STAND!!" • Jedesmal wenn wir zusammen zum Camp zurückgekommen sind, kam von einem von uns unweigerlich der Satz "Warum liegt hier ei‐ gentlich Stroh rum? • Seitdem uns unsere Campnachbarn auf unserem ersten Summer Breeze mit "Ferien in Algerien" in Dauerschleife beschallt haben, müssen wir dieses Lied auf jedem Festival mindestens einmal hören. Komplett. • Und natürlich: "Spielt den selben Song nochmal!" • Stausaufen • nichts • "Deine Grabnebel-Spareribs sind fertig!!" • Indianer Horst Anhang 163 • Sim Invader • Manowar-Trinkspiel • Flunkiball! • "Dekontaminierungsalarm, Dekontaminierungsalarm" • Axel, wie spät?? -Biertrinkzeit!!! • "HÜHNCHEN IST NICHT VEGAN???" • "Meduzin" anfertigen und dann konsumieren ;) • Einfach eine Flasche Vodka in einen 1kg-Gummibärcheneimer und nen guten Tag "ziehen" lassen - lecker! • mindestens eine Zone mit Klebeband abkleben und vorbeilaufende Leute zum Mitmachen animieren (dieses Jahr eine "Tanzzone" mit der Cantina-Band) • Bei den Nachbarn lief immer wieder der gleiche Song, den wir im‐ mer gesungen haben • KORN! • Wir schreien ohne erkenntlichen Grund "Ha.. GAY!!" • ja • Achtung wir geben Vollgas bitte alle anschnallen. • und dann mit Klopapier einen Sicherheitsgurt vortäuschen. • Der Running Gag "BANANAAAAAAAAAAAAA" aus "Ich einfach un‐ verbesserlich 2" fiel ziemlich oft :) • "Helga!" • "Halllllloo!" • "Emoriden!" brüllen, da wir keine Freunde von Emos sind. • Nach dem Festival zum Burgerking • Es gibt unsern Müllberg Hugo der sich über das gesamte Festival aufbaut und dann aber auch wieder komplett verschwindet. Ihm zu ehren verkleide wir uns und gehen auch gern mal müll sammeln. • Ey yo (Inhalt z.b. gib mir mal Bier) du Spast. • Und anstatt Caliban wird es (Calibän) ausgesprochen, dies will ich bis SB 2014 durchsetzten. ^^ • HALLO! • "thüringen asozial" rufen :D • Seit letztem Jahr gehen wir uns regelmässig "benetzen". Was soviel heisst wie sich an den Wasserstellen mit kaltem Wasser bespritzen/ erfrischen. Eine weiteres beliebtes Ritual ist das "harnen" :) Dies be‐ darf wohl keiner genaueren Erklärung :))) Anhang 164 • we want you for summerbreeze army • wortwitzbier, lord of the weed bingo, breakdownbier, ferien in alge‐ rien morgens hören, rohe maultaschen mit curryketschup • Unter uns Freunden "WER BISCH DUUU?!" • Ich halt das Bier fest!-> BIERFEST! • A muschi hat ka gsicht. • "ob du behindert bist hab ich gefragt" • "also ich hab Bier gehört" • Flunky Ball, Circle of Death • Komm doch mit auf den Underberg • "Wo du gerade stehst" ist ein Running Gag • Hart und ungeschützt • Sprüche: Ich bin eine Biene, Helga, schrilles schreien • Eine Art Domina-Peitschenknall Geräusch, wegen einigen fiesen Sprüchen einer Freundin in Militäruniform • Dicke Titten und Kartoffelsalat :D! • Dooomkopp, haben entschieden ne band mit diesem Name zu tra‐ gen • "biu biu Eistee-Alarm - Eistee mit Zitrone" Zitat aus Die etwas ande‐ ren Cops • So ziemlich jede ausgesprochene Feststellung wird mit einem lang‐ gezogenen, übertrieben hohen "Waaaas?" beantwortet. • Bspw.: "Verdammte Axt, mein Bier is schon wieder alle!" • "Waaaaaas?" • anstatt "zack zack" und "bitte" sagten wir immer "bäng-bäng" • Fremde Leute fragen, wo es denn zum Woodstock geht. • Trichtern und den Cantina Band Song • Viel. Zu viel, um es hier aufzuzählen. • RISIKO! Man ruft Risiko und wirft daraufhin seine leere! Bierdose hin‐ ter sich ohne zu schauen. • Jeden Abend das Titellied der Serie Gummibärenbande grölen • 1: Ob du behindert bist hab ich dich gefragt • Rest: Ob du behindert bist hat er/sie gefragt • Alle: Du Wixxer • Pido pido pido ( Ich - Einfach Unverbesserlich 2) • Bei dir stimmts doch dahoim it Anhang 165 • "Oh, die haben das selbe gespielt wie am Wacken" oder einem an‐ deren Konzert derselben Tour (ironie über die aussage eines Kolle‐ gen, dass er das nicht ok findet) • "Wer zuerst schüsselt, verliert!" • "Scheiß Metal, nächstes Jahr fahren wir in den Urlaub!" • wenn einer am Abend am Klo war, dann wieder zurück kam und das Zelt auf machte, schreiten die anderen: "Sind Sie ein Triebtäter??!?!?!!" • es reibt sich mit lotion ein • Der Sklave. • Socken am Camping-Platz vergraben • Böse Katze! Miau! :) • "Was nisch bezahlt? Hab Kassabohn einstecken! Mach ma dein Job richtig du Tölpel!" & "Kartoffelsalat auf dem WC" • Ja, wir Mädels haben gerne und oft das schöne Lied "Kraul mir mei‐ ne Wampe, nimm ihn in den Mund du Schlampe!" gegrölt. • HODOR • "Füße hoch, Fernsehen an, Arschlecken! • ich trinke jedes jahr in der nacht von dienstag auf mittwoch am Parkplatz eine flasche wodka waldmeister und am ende des headli‐ ners ess ich immer den gleichen burger auf dem konzertgelände • Mein Name ist Mai und Thai • Wir fahren jedes jahr mit einem alten VW T3 aufs summerbreeze und bekleben ihn jedes jahr mit dem summerbreeze-schriftzug und diversen sprüchen. dieses jahr stand drauf: es gibt nur ein gas... (wait for it)..VOLLGAS! • Sitzen am Wegesrand für Voyeurismus und Pöbelei • KRIEGSKANNE (Meist alkoholische Getränke aus einer Gießkanne "genießen"), sich über die ganzen Burzum und Thor Steinar Spastis aufregen und ins Freibad fahren. • Wir singen zu allem scheiß Lieder ("Ravioooli..."), meist mit bekann‐ ten Melodien (viele Musikstudenten ;) • Guck mal die Schafe! - Das sind keine Schafe, das sind Kühe! • Keine Hose kein Problem! • diverse Running Gags. • top, die fette grillt! • Flunky Ball, Bier Boule Anhang 166 • weißer Handabdruck im Gesicht und übers Gelände laufen und schreien: "SARUMAN!!!" • Purzelbaumschlagen und andere dazu animieren mitzumachen (auf dem Festivalgelände) • Gaycamp! • wenn jmd jemandem etwas reichen sollte, hat man diesen gegen‐ stand in die hand genommen, "warte" gesagt und nach 2-3sec pau‐ se dann "jetzt" gesagt und es demjenigen dann gegeben. das war immer sehr unterhaltsahm ;) • und als anlehnung an das lied "blut im auge" von equilibrium imer ständig "penis im auge und blut im stuhl" gesagt (keine ahnung wie man auf sowas kommt^^) • verschiendenste Elsterglanzsprüche rezitieren (aus Youtube, oder dem Film "Die Rouladenkönigin"), bzw. auch umwandeln in Zusam‐ menhang mit dem Festival. • Bsp. wenn man sich wieder trifft oder sucht: Huhu... Juri. oder wenn man keine lust hat aufzustehen: Frühstück fällt aus... bedankt euch bei Ronny. • Wir nennen einfach alle Steeve, der einfachheit halber. Seit jahren. • "Ist das eigentlich immernoch Marduk?" (AC/DC kam im Radio einer Fressbude) • Wir hatten unseren Festival-Plastikhai • Uns bei jeder Gelegenheit als 'Dumme Metaler' zu bezeichnen, weil die Security uns bei der Anreise so betitelte. • Traditionelle Trinksprüche: "Sugar in the morning", "skol" • "Kreuzigungsgruppe!" • "Eckaaaard, ich glaub die Russen sind da!" • Schläjaa! • Bizebs!!! • Wir sind das Camp Penis und unser Schlachtruf lautet "PENIS-MEINE GÜTE-IN DEN ARSCH-ABER HEFTIG!" passend dazu haben wir einen Penisflaschenöffner. • Wir haben unsere Campingstühle immer gegenseitig um geschmis‐ sen. • Flunkyball • Bowling am Campingplatz mit alten Ravioliodosen. Jeder der vorbei kam konnte mit machen. Wer abgeräumt hat bekam eine Dose Bier. Anhang 167 • Nein :) • heeeeeeeeeeeelga • ich war das erste mal auf dem Breeze, ich hab erste mal alles ken‐ nengelernt • Ja wir hatten einen, aber ist mir zu blöd den reinzuschreiben • öhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh ich bin der " namen einfügen " • Gekrächztes "Aaskereia" schreien • Sehr viele, unter anderem "Helga", "Haben wir noch Swaghetti Yolo‐ gnese?" und "Ha! Gaaay!" • Einweihung von neuen Kutten • Jedes Jahr etwas anderes. 2013 -> "Titten für Nepal" und der mehr‐ jährige Dauerbrenner "Melone für Melonen" (mit einer Kornmelone am Straßenrand) • Wir haben täglich mindestens 2 Stunden lang am Stück "Gay Bar" von Electric Six gehört. • g • Guten Morgen Schnäääpppes • HALT STOP!!! :D • Willkommen auf dem Friedensfestival ;) • Bier wurde nur getrichtert • Dunkelsbühl! - Gute Nacht! • BierSlayer • Timmmmmey • die "5-Sekunden Regel" wird auf 10 sekunden erhöht • DUSCHEN IST KRIEG!! • Die Ankuft einer Wespe wird mit einem lautstarken "HUUUUUREEEE" angekündigt • WAS IST EUER HANDWERK? - SCHÜTTEN, SCHÜTTEN, SCHÜTTEN! • df • Parkplatz-Party • Ein neues Lied/Breeze schreiben • Manfred Penisfisch > siehe FB-Seite • "Das ist SPA(R)TA" rufen, während man den mitgebrachten Spaten ins Gras sticht, wie es Leonidas in "300" mit seinem Schwert tut. • helgaaaaaaa • Wir haben regelmäßig FESTIVAAAAAAL gebrüllt Anhang 168 • Wir haben immer aus einem Einkaufswagen einen Rennwagen ge‐ bastelt! • zb. Bestimmte 10h Versionen von Liedern • Der Dreidel Dreidel Dreidel Song aus South Park wurde immer wie‐ der gesungen, vor allem in textlichen Abwandlungen die zur Situati‐ on passten (z.B. statt "Dreidel Dreidel Dreidel" wurde "Hunger Hun‐ ger Hunger" gesungen während der Grill lief ), ein zweiter Running Gag war ein sehr netter männlicher Campnachbar mit dem wir dann auch permanent zusammen waren und dem ständig irgendwelche neuen Frauennamen gegeben wurden. • Aus leeren Bierdosen und Panzertape werden Figuren gebaut. Bspw. eine Katze namens Olaf (lebte auf der Motorhaube des Peugeot 206 eines Freundes) und ein Männchen namens Pedro, dem unsere nachbarn Toastbrot spendeten und immer "HEIL PEDRO!" riefen. • Wolfgang pass auf! • in Anlehnung an das Youtube-video • "Der hier kann 30 Minuten", und seine Leistung beim Sex hat sich seit 2 Breezes jeweils um 5 Minuten verlängert! • Besucher auf unserem Campingplatz trinken einen Bierbong:) • Ein einzelner ruft "Alkoholiker!", die Gruppe antwortet laut "AHU!" • "... meiiiiiiiiiine Fröijnde..." • Wir haben einen Eimer dabei in dem in der Mitte ein Dildo mit Saug‐ napf klebt, aus dem wir mit kurzen Strohhalmen eine Korn-Frucht‐ saft-Mischung mit Dosenfrüchten trinken - COCKtail halt. Wir bieten das gerne Zaungästen an, die Reaktionen sind gemischt. • einer aus der Gruppe brüllt "ALKOHOLIKER!!!" • Rest antwortet "AHUUUU" • ebenfalls beliebt bei uns gleiches Prinzip nur ersetzt durch "Auf zum Atom!" • Antwort: "Auf zum Atem" • Aluman! Haben zwei Kollegen in Alufolie eingewickelt • "Total Eskalation!" "Dein Stammbaum ist ein Kreis!" • Wir hatten eine Melone mit und diese mit Rum und Korn befüllt. Je‐ der durfte mal trinken! Der Running Gag wurde dann, wenn jemand von unserer Truppe dazu kam "Melohn dich!" • Pavilion zerstören Anhang 169

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References

Zusammenfassung

Festival ist, wenn die eigene Verwahrlosung als Erholung empfunden wird.

Das Summer Breeze Festival findet seit über 20 Jahren im fränkischen Dinkelsbühl statt und zieht mittlerweile zehntausende Metalfans aus aller Welt an. Alexander Hutzel beschäftigt sich mit diesen Fans und eröffnet einen, im wahrsten Sinne, feucht-fröhlichen Einblick in eine außeralltägliche Realität. Dazu wurden qualitative sowie quantitative Forschungsmethoden vor einem fundierten sozialtheoretischen Hintergrund umgesetzt.

Die Arbeit beschäftigt sich unter anderem mit den Verhaltensweisen, den Symbolen und den Ritualen der Festivalbesucher. Es werden Gruppenzugehörigkeit, Hygieneverhalten, Alkoholkonsum und Running Gags analysiert, sodass ein empirisch begründetes Bild eines Megaevents der Metalszene entsteht.