4. Synopse beider Schriften einschließlich der Ergänzungsabschnitte und ihr Transfer in eine verstehbare Sprache nebst notwendiger Anmerkungen in:

Siegfried Guido Dahl

Der hoeere Ruf und Der feinere Pfif, page 3 - 4

Kommentierte Synopse der Schriften des August Siegfried von Goue und  des Ferdinand Opiz

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4236-6, ISBN online: 978-3-8288-7146-5, https://doi.org/10.5771/9783828871465-3

Series: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Philosophie, vol. 31

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Teil I Synopse beider Schriften einschließlich der Ergänzungsabschnitte und ihr Transfer in eine verstehbare Sprache nebst notwendiger Anmerkungen 4. Anmerkungen Zueignung an di Erhabne Mitglider unsrer Geselschaft An die ehrwürdigen Mitglieder unserer Gesellschaft Natur und Naturgesetze lagen verborgen im Dunkeln; Gott sprach: Es werde Newton, und es ward Licht. Nature and Nature’s Law were hide in the Night; God said: that ** be, and all was Light. Anmerkungen [1] Das Grußwort richtet sich an die in Wetzlar von Goue installierte „Rittertafel“, in der wiederum die Mitglieder des „Übergangsordens“ eine eigene Gruppierung bildeten. Nur diese zählten sich zum inneren Kreis der Eingeweihten, während mit den übrigen Mitgliedern der Tafel weiterhin die Uneingeweihten gemeint sind, d. h. Mitglieder der Rittertafel, die allerdings keiner Frei- Di Dunkelheit, der Vorwurf unsrer ersten Auflage, koente durch di gegenwaertige zimlich gehoben sein. Ist aber das Gegenteil, so sind wir zufriden, daß Si, di unsre Sprache versteen, uns nicht dunkel finden. Den wir schreiben nicht fuir di Welt. Wen man sich gewoenete in Hieroglifen zu schreiben, warum sollte man nicht auch in Hieroglifen reden duirfen. Es hat oft Ursachen, warum man nicht Vorliegende Neuauflage könnte der Klage über die Unverständlichkeit der ersten Auflage zu einem großen Teil abhelfen. Sollte dies nicht der Fall sein, so sind wir auch zufrieden, wenn es nur die Eingeweihten [1] verstehen und die Schrift für Uneingeweihte weiterhin ein Rätsel bleibt. Unsere Geheimschrift lässt auf eine Geheimsprache schließen; eine Auslassung hier- Kaum war die recht eigenwillige Ausgabe „Der hoeere Ruf“ im Norden auf dem Büchermarkt erschienen, da gelangte seine Gegenschrift, „Der feinere Pfif“, in entgegengesetzt südlicher Himmelsrichtung an die Öffentlichkeit; dieser in ihrem Aufbau nicht ganz unähnlich. Die parallele Geheimschrift fiel uns in die Hände und wir fügen sie hier, gemäß dem Verlangen unserer Das seltsame Faenomenon aus Norden, der hoeere Ruf, war auf dem papirnen Himmel kaum erschinen, als in dem Suidpole eine fast aenliche Erscheinung, der feinere Pfif genannt, vor sich ging. Das parallele Kriptogramma kam uns in di Haende und dem Verlangen unserer Goenner [1] gemaes fuigen wir es hir an. Villeicht erscheint es einst ebenfals vermert. Damit das Aenliche dieser zwo [1] Also nicht aus freien Stücken, eher dem Wunsch ihres Verlegers Folge leistend. Auch lässt die fehlende Anrede auf eine Verärgerung der philosophisch konkurrierenden Autoren schließen. 3 Anmerkungen Zueignung an di Erhabne Mitglider unsrer Geselschaft An die ehrwürdigen Mitglieder unserer Gesellschaft Natur und Naturgesetze lagen verborgen im Dunkeln; Gott sprach: Es werde Newton, und es ward Licht. Nature and Nature’s Law were hide in the Night; God said: that ** be, and all was Light. Anmerkungen maurerloge angehörten. deutlicher sich erklaeret. Eine weitere Vermerung moechte schwerlich erfolgen. Ire Beurteilung sol es entscheiden, ob wir nun alles gesagt was zu sagen war. Wir wuinschen, daß di Weisheit Ire und unsere Fittigungen hebe, und verharren mit aller Zulenkung Ire treue Mitarbeiter an Tilgung der Fresslinge di Verfasser. über hat seinen bestimmten Grund. Eine weitere Ergänzung dieser Schrift ist nicht vorgesehen. Der Leser möge selbst darüber entscheiden, ob die hinzugefügten Textpassagen zu seinem Verständnis ausreichen. Mit dem Wunsch, dass ihre verborgene Weisheit Sie und uns beflügeln möge, verbleiben wir in aller Zuneigung Ihre beständigen Mitstreiter gegen Vorurteile aller Art. Die Verfasser. Gönner, bei. Vielleicht ist ihr auch einmal eine erweiterte Neuauflage beschieden. Um die strukturelle Ähnlichkeit beider Schriften besser hervorzuheben, haben wir sie, den Titeln der ersten Auflage entsprechend, in anderer Schriftform synoptisch gegenübergestellt. Schriften desto besser in di Augen leuchte, wollen wir di Titeln des hoeeren Rufs nach der ersten Auflage in irer Ordnung hirher sezen und jedem derselben di parallelen Titeln des feineren Pfifs in unterschidnen Lettern anhaengen. Teil I 4

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Zusammenfassung

„Oedipus“ ein. Der Protagonist stoischer Lebensführung stellt darin fest, dass ein großer Teil der Wahrheit dem verborgen bleibt, der nicht über einen [inneren] Sehsinn, dies ist seine Vernunft, verfügt. Allein durch sie gelangt der Mensch zu einer wahren Erkenntnis.

Zusätzlich beschreibt von Goue im Fortgang der Vernunft systematisch einen Weg; den Weg eines Suchenden bis hin zu dessen Initiierung in den Bund der Freimaurer. Es ist die geistige Arbeit am Symbol, die ihn zu einer wahrhaft freimaurerischen Haltung und ebenso zu freimaurerischen Tugenden zu führen vermag.

Handelt der „hoeere Ruf“ noch von einer ungeteilten theoretischen und zugleich praktischen Vernunft, die zur Wahrheitserkenntnis führen kann, so bleibt sie in der Parallelschrift des „­feineren Pfifs“ von Ferdinand Opi(t)z auf das sinnlich Erfahrbare verwiesen. Dem Rationalismus von Goues ­descartscher Prägung steht ein in sich geschlossenes System des angelsächsischen Empirismus gegenüber.

Beide Schriften werden in der vorliegenden Untersuchung vom Autor aus ihrer kryptischen Verschlüsselung herausgeführt, in eine jedermann verständ­liche Sprache transferiert und synoptisch kommentiert.