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Kapitel 4 Wie kam das Böse in die Welt? in:

Bernard Bernarding

Und Anna seufzte zum Himmel empor, page 45 - 52

Warum der liebe Gott manchmal böse und die Bibel schier unglaublich ist

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4235-9, ISBN online: 978-3-8288-7133-5, https://doi.org/10.5771/9783828871335-45

Tectum, Baden-Baden
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Wie kam das Böse in die Welt? Vom Mörder Kain und und seinem Bruder Abel Mit der Erschaffung von Adam und Eva hatte Gott, man kann es nicht anders nennen, sein erstes großes Projekt auf der Erde in den Sand gesetzt. Ursprünglich wollte er ja ein dauerhaftes Paradies schaffen, in dem die neuen Menschen als sein „Ebenbild“ in Frieden und im Einvernehmen mit der göttlichen Natur leben sollten. Doch aus dem Plan wurde nichts: Seine eigenen Geschöpfe machten dem Herrn mit ihrer Konkupiszenz (Begierde, Sündhaftigkeit) einen Strich durch die Rechnung. Was sich nachgerade abenteuerlich anhört, nämlich dass die Geschöpfe agieren und der Schöpfer reagiert, provoziert indes elementare Fragen: Kann der Allmächtige etwa, wenn er etwas ernsthaft will, seine Pläne nicht problemlos durchsetzen? Oder wie sonst sollte es möglich sein, dass der Herrgott mit seinem kosmisch-irdischen Projekt an zwei kleinen Menschenkindern scheitert, die er selbst geschaffen hat – und zwar so geschaffen hat, wie er sie haben wollte? Solche Fragen liegen – nimmt man die Bibel ernst – auf der Hand. Und abermals muss irritieren, dass sie in der theologischen Diskussion nicht ernsthaft gestellt und wenn überhaupt, nur unzureichend beantwortet werden. Ungeachtet dessen sollte es in der Bibel noch viel schlimmer kommen: Denn Gott, beziehungsweise der von ihm geschaffene „Teufel“ (siehe auch: Das Buch Hiob), hatte im Dunstkreis der Schöpfung das Böse in die Welt gesetzt – und ließ es von Anfang an voll zur Geltung kommen! Mit der Vertreibung aus dem Paradies war auch das Erwachen der Sexualität verbunden, die zu einem der größten Ärgernisse und Problemfelder des (christlichen) Glaubens überhaupt werden sollte. Wir kommen noch darauf zurück (Kapitel 14). Um sich zu mehren, wie Gott es angeordnet hatte, mussten Adam und seine Nachkommen jedenfalls ihre Frau/en „erkennen“, wie die Bibel den frühen Sexus Kapitel 4 45 schamhaft nennt. Offensichtlich war der Geschlechtsverkehr für die ersten Menschen aber noch nicht mit den Problemen und Schuldgefühlen belastet, mit denen Priester und Theologen ihn später befrachten sollten. Denn nach der kreationistischen Glaubenslehre, die eine Realität der biblischen Geschichte nicht nur unterstellt, sondern ausdrücklich behauptet, kann der Start der Menschheit ja nur aufgrund permanenter Inzucht gelungen sein. Glaubt man den alten Schriften, dann müssen sich Adams und Evas Kinder gegenseitig befruchtet haben. Wir müssen also glauben, dass damals offenbar nicht so schlimm war, was heute als Straftat gilt. Jenseits dieses pikanten Aspekts kam es gleich zu Beginn der biblischen Entwicklung zu einem dramatischen Zwischenfall, der als erster „Mord“ in die Geschichte der Menschheit eingehen sollte. Auch hier spielt der barmherzige Gott, der aktiv in das Geschehen eingreift, eine entscheidende – und fragwürdige Rolle. Der Allmächtige schenkte nämlich, wie er es später auch mit den Zwillingen Esau und Jakob machen sollte, seine Liebe und Zuneigung nur einem der beiden Kinder von Adam und Eva. Nämlich dem jüngeren Abel. Dem erstgeborenen Kain gegenüber war er aus unerfindlichen Gründen kritisch eingestellt, seine Leistungen würdigte er geringer. In Gen 4, 3-5 wird dies klar dargestellt. Demnach brachten Kain und Abel dem Herrn jeweils ein Opfer dar – aber der gütige und barmherzige Gott beachtete nur dasjenige seines Lieblings Abel. „Kain und sein Opfer schaute er nicht an“, heißt es in der Bibel. Zu allem Überfluss ließ der Herr nicht einmal zu, dass der Zurückgesetzte darüber enttäuscht war: „Warum wirst du zornig?“ fragte er Kain vorwurfsvoll, „warum brütest du vor dich hin?“ Eine merkwürdige Frage für einen allwissenden Gott, der den Menschen genau so erschaffen hatte: mit der angeborenen Sehnsucht nach Anerkennung, mit einem instinktiven Gefühl für Gerechtigkeit, nach Gleichbehandlung eben. Und so weckte der Allmächtige mit seinem einseitigen Verhalten Reflexe im Wesen der Menschen, die diese bis dahin gar nicht kannten: Neid, Frust und Enttäuschung, das gallige Gefühl der Zurücksetzung. Es ist, wenn man so will, die erste „offizielle“, von Gott selbst provozierte Ungerechtigkeit, die erste Diskriminierung in der Geschichte der noch jungen Welt. Sie endete überaus tragisch, denn Kain erschlug anschließend seinen Bruder Abel. Aber warum tat er das? Aus „freiem Willen“? Weil er Kapitel 4 Wie kam das Böse in die Welt? 46 „böse“ war? Aus einem genetisch veranlagten Impuls heraus, einer Kurzschlusshandlung? Noch mehr als bei Adam und Eva, die sich zum „Bösen“ ja verführen ließen, stellt sich hier die grundsätzliche Frage, wer für das Böse bei Kain verantwortlich ist. Ist er als „schlechter Mensch“ auf die Welt gekommen (und wenn ja, warum)? War seine Veranlagung zur Gewalt nur bloßer Zufall? Oder, und an dieser Stelle wird es richtig pikant: War es etwa die (später von Augustinus erfundene) Prädestination, also die Vorsehung, die Kain so handeln ließ? Wenn Letzteres zuträfe, dann hätte Gott ja alles so gewollt… Wir wollen an dieser kritischen Stelle aber nicht zynisch werden, sondern nehmen das biblische Wort Gottes weiter ernst – und müssen irritiert feststellen, dass das merkwürdige Verhalten des Allmächtigen andauert. Abermals tut Gott so, als wüsste er nicht, was passiert ist: „Wo ist dein Bruder Abel?“, fragt er den Sünder. Und Kain spricht den denkwürdigen Satz, der bis heute alle Zeiten überdauert hat: „Bin ich denn der Hüter meines Bruders?“ Ein Geschenk des Himmels für alle späteren Exegeten und Kirchenlehrer, denn so sollte es sein, so wollte man es haben. Nun konnte die bitterböse Geschichte von Kain und Abel in der gewünschten Form gedeutet werden, dass nämlich die billige Entschuldigung Kains nicht als Paradigma taugt: „Ja“, so werden es Päpste, Bischöfe und andere Seelsorger jahrtausendelang von der Kanzel predigen, „du bist der Hüter deines Bruders!“ Schließlich „sind wir alle Brüder (und Schwestern) im Herrn“ und entstammen alle demselben Elternpaar, nämlich Adam und Eva. Ob den Gläubigen dabei auch klar wird, dass die Bibel hier vom eigentlichen Thema geschickt ablenkt? Nämlich von der verstörenden Frage, warum Gott Kains Opfer in diskriminierender Art ignoriert und damit die emotionale Reaktion des Täters erst auslöst. In dieser Frage lauert auch das eigentliche Meta- und Mega-Thema der Religion, eine Frage, die des Schöpfers Göttlichkeit ganz wesentlich charakterisiert: Gerechtigkeit! Die Frage der Gerechtigkeit ist das A und O jeder Religion. Wenn Ungerechtigkeit „ungöttlich“ und der Ursprung des Bösen ist, warum war Gott dann ungerecht gegenüber Kain? Man stelle sich vor, eine liebende, treusorgende Mutter bewertet die Geschenke oder selbstgemalten Bilder ihrer Kinder ungleich – und betrübt durch Missachtung zutiefst eines der Kinder, das es genau so gut gemeint hat wie das andere. Würden wir solch ein Verhalten als „richtig“ empfin- Vom Mörder Kain und und seinem Bruder Abel 47 den? Und wenn die Antwort „nein“ heißt, was bedeutet das dann für das Verhalten Gottes gegenüber Kain? Mit dieser Geste Gottes kam das Böse in die Welt: Der Herr würdigt nur das Opfer seines Lieblings Abel, was dessen Bruder Kain präsentiert, nimmt der Allmächtige nicht zur Kenntnis. Mit der (grundlosen) Missachtung und Benachteiligung Kains begann die Geschichte der Diskriminierung. Bis heute versuchen Theologen, das unverständliche Handeln Gottes (um-) zu deuten. Nun, die Kain-und-Abel-Erzählung soll ja, so wünscht es die Kirche, als Parabel verstanden werden, um potenziellen Sündern – also uns allen – sinnbildlich die Konsequenz für falsches Verhalten vor Augen zu führen. Das Vorgehen des Herrn, der einseitig Partei ergreift, gilt dabei als nebensächlich: Gott darf sich ja so verhalten, er ist niemandem Rechenschaft schuldig. Deshalb spielt auch das weitere Prozedere in diesem ersten Kriminalfall der Geschichte keine große Rolle: Gott bestraft und schützt(!) den Sünder mit dem „Kainsmal“. Dieses Zeichen auf der Kapitel 4 Wie kam das Böse in die Welt? 48 Stirn sollte (nach Gen 4,15) allen Menschen zeigen, dass Kain nicht zur Rechenschaft gezogen werden durfte, sondern „unter dem Schutz des Herrn“ stand. Der Grund dafür ist auch diesmal nicht ersichtlich, denn tatsächlich war das göttliche Mal vor allem eins: eine Stigmatisierung. Zwar wurde Kain laut Bibel nach seinem Fehlverhalten des Feldes verwiesen und musste „als heimatloser Flüchtling umherirren“. Aber er durfte für seine Tat nicht getötet werden, genau dafür sollte das Kainsmal sorgen. Bloß: Vor wem sollte ihn das Kainsmal eigentlich schützen? Kain und Abel waren doch die ersten Kinder der ersten Menschen! An dieser Stelle machen wir einen kurze Pause mit der analytischen Exegese im Literalsinn und wenden uns einer „offiziellen“ Exegese zu. Der Berliner Theologe und Pfarrer Claus Westermann (1909-2000) hat über die Schöpfungsgeschichte – wie viele andere Theologen – ein ganzes Buch geschrieben (Genesis 1-11, WBG), in dem der Kain-und-Abel-Komplex eine bedeutende Passage einnimmt. Das entsprechende Kapitel dazu beginnt mit folgendem Satz: „Bei keinem der Texte der biblischen Urgeschichte zeigen sich so tiefe Gegensätze in der Geschichte der Auslegung wie in Gen 4,2 – 16.“ Übersetzt heißt das, die Experten sind sich nicht einig. Auch nicht nach 2000jährigem Brüten über den Schriften, die als „heilig“ und „von Gott inspiriert“ gelten. Es gibt laut Westermann die „individuelle Deutung“, dabei wird der Fall der Brüder Kain und Abel „naiv-historisch“ verstanden, so wie es jahrhundertelang üblich war in der jüdischen, hellenistischen, christlichen und islamischen Literatur. Dabei geht es vor allem um die „heilsgeschichtliche Deutung“: Nämlich um Kain als Synonym des Bösen, und Abel als den frommen Märtyrer, dessen Linie „bis hin zu Jesus Christus“ führe. Alternativ gibt es die „kollektive Deutung“. Dabei kommen die Exegeten zu dem Schluss, dass die Kain-und-Abel-Erzählung vor allem „die Entstehung und Eigenarten des Nomadenstammes der Keniter erklären“ soll. Die Umstände, wonach die Tat in der Bibel als Brudermord bezeichnet werde, beruhe auf dem geläufigen Bild zwischen Bauern und Beduinen, die man damals „Bruderschaft“ genannt habe. Und das Kainsmal sei dabei als „Stammeszeichen“ zu verstehen. Schließlich gibt es noch die „konventionelle Deutung“: Hierbei wird die Kain-Abel-Erzählung nicht als Fortsetzung von Genesis 2-3 Vom Mörder Kain und und seinem Bruder Abel 49 verstanden, sondern als eigenständige Geschichte aus der Urzeit, als schon weit mehr als nur vier Menschen auf der Erde lebten. Zusätzlich gibt es weitere Mischformen der Deutung, auf die wir hier nicht näher eingehen wollen. Jedenfalls kommt der erwähnte Pfarrer Westermann am Schluss seiner exegetischen Ausführungen zu der wahrhaftig beeindruckenden Erkenntnis, dass „zum Menschsein auch das Brudersein“ gehört und dass „der Mensch nicht nur Adam und Eva, sondern auch Kain und Abel ist“… Nun, wenn eine solche Logik die Schlussfolgerung eines renommierten Theologen ist, dann bleiben wir lieber bei der naiv-wörtlichen Auslegung. Zumal die Genesis ja im ursprünglichen Literalsinn konstitutiv ist für den jüdischen und damit christlichen Glauben. Im internationalen Standardwerk Old Testament Survey von LaSor, Hubbard und Bush (deutsch von Helmuth Egelkraut: Das Alte Testament, Brunnen Verlag, Gießen) heißt es dazu: „Das erste Buch der Bibel offenbart Ursprung und Entstehung aller Dinge, des Kosmos wie der Menschheit, die Anfänge Israels und der Heilsgeschichte und ist damit grundlegend für den Glauben von Juden und Christen“. Zwar wird von den amerikanischen Theologen und ihrem deutschen Kollegen nicht bestritten, dass es zur biblischen Urgeschichte „altorientalische Parallelen“ gebe (gemeint sind Enuma Elisch, der babylonische Schöpfungsmythos und das berühmte Gilgamesch-Epos), doch diese Möglichkeit wird sogleich wieder relativiert: Dadurch, dass man das religionsgeschichtliche Vergleichsmaterial zur Kenntnis nehme, würden „Realität, Ereignischarakter und Einmaligkeit der Darstellung (in der Bibel) nicht infrage gestellt“, stellen die gottesfürchtigen Autoren unmissverständlich fest. Es bestehe „kein Anlass, diese Kapitel als Mythen zu verstehen“. Exkurs: Göttliche Diskriminierung, menschlicher Rassismus Der Rassismus, also die vorsätzliche Diskriminierung bestimmter Menschen oder Gruppen (Ethnien), ist eine der schlimmsten Geißeln der Menschheit. Er ist universell und offenbar nicht ausrottbar, die Gründe dafür müssen an anderer Stelle erörtert werden. Was an dem Thema aber in beeindruckender Weise spannend ist, zeigt schon eine simple Frage: Warum diskriminieren Menschen in allen Kulturen Menschen aus anderen Kulturen? Ist diese Attitüde angeboren, also ge- Kapitel 4 Wie kam das Böse in die Welt? 50 netisch bedingt? Und warum ist kein Kraut gegen Rassismus und Diskriminierung gewachsen? Oder theologisch: Warum lässt Gott das zu? Nun haben wir in Kapitel 4 gerade erfahren, dass der Herr höchstselbst der erste offizielle Diskriminierer der (biblischen) Geschichte war und damit ein schlechtes Vorbild gegeben hat. Auch wenn sich die Experten deshalb noch so sehr bemühen und die Worte drechseln: Es wird ihnen nicht gelingen, das Verhalten des Allmächtigen auch nur halbwegs sinnvoll zu erklären. Leichter gelingt das (weltlichen) Experten gewiss bei der Frage, warum Menschen noch heute unentwegt, privat und am Arbeitsplatz, im In- oder Ausland, ob männlich oder weiblich, massiv diskriminiert werden. Zu diesem globalen Phänomen gibt es jede Menge Literatur – und eine brandneue Studie über den spannenden Teilaspekt der Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt (Koopmans/Veit/Yemane: Ethnische Hierarchien in der Bewerberwahl: Ein Feldexperiment, WZB-Discussion, Mai 2018). Die Autoren kommen dabei zu der Erkenntnis, dass vor allem die Arbeitsmarkt-Diskriminierung (aber auch andere Formen des Rassismus) ziemlich eindeutig religiöse Ursachen hat. Die Ergebnisse der Studie belegen demnach klar, dass oftmals der muslimische Hintergrund der Bewerber für einen Arbeitsplatz dazu führt, bereits im Vorauswahlverfahren zu scheitern. Kommt zu dem Kriterium Religion noch die ethnologische Herkunft hinzu (schwarzer Phänotyp), dann hat der Berwerber im christlichen Abendland kaum noch Chancen, sich gegen „weiße“ und „christliche“ Mitbewerber durchzusetzen. Ähnliche Ergebnisse gibt es in anderen Studien bezüglich der Partnerwahl oder bei der Suche nach einer Wohnung. Auch wenn diese Erkenntnisse nicht überraschend sind, so wird leider viel zu selten nach den Ursachen der Diskriminierung geforscht: Warum trifft es so oft Muslime, die auf Ablehnung stoßen? Warum hat etwa der asiatische Phänotyp diesbezüglich deutlich weniger Probleme? Weil er seine (taoistische, hinduistische, buddhistische o.a.) Religion nicht so demonstrativ praktiziert wie ein Muslim? Weil die kulturhistsorischen Einflüsse der asiatischen Religionen in Europa weitaus weniger zum Tragen kommen? Oder kann es auch daran liegen, dass der Islam aus politisch-historischen Gründen (die Türken vor Wien, die Araber in Cordoba) und aufgrund seiner illiberalen, reaktionären Tradition („göttliches“ Scharia-Recht, Diskriminierung von Vom Mörder Kain und und seinem Bruder Abel 51 Frauen und Minderheiten, religiöse Intoleranz) auf die Ablehnung christlich sozialisierter Europäer stößt? Kapitel 4 Wie kam das Böse in die Welt? 52

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Zusammenfassung

Fromme Christen und Theologen müssen tapfer sein, wenn sie dieses Buch lesen. Der Autor analysiert und kommentiert die Bibel mit einem neuen Ansatz und kommt dabei zu verblüffenden Erkenntnissen. Er porträtiert die wichtigsten Figuren des Alten und Neuen Testaments, beschreibt die zum Teil grotesken Widersprüche der „Heiligen Schrift“ und führt gleich mehrere Gründe an, warum Jesus mit großer Wahrscheinlichkeit verheiratet war. Seine Bewertung der Offenbarung und der Theodizee (Gerechtigkeit Gottes) ist ebenso spannend wie die unglaubliche Geschichte von der Lustfeindlichkeit des Christentums. Am Schluss des Buches legt der Autor dar, warum „Gott“ aber trotz aller Ungereimtheiten sowie der weiter zunehmenden Säkularisierung der Gesellschaft 4.0 nicht „sterben“ kann.