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Vinzenz Lübben

Bewertung, Übernahme und Nutzung von Schulunterlagen am Beispiel des Kommunalarchivs Minden, page 73 - 150

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4201-4, ISBN online: 978-3-8288-7098-7, https://doi.org/10.5771/9783828870987-73

Series: Tectum - Masterarbeiten

Tectum, Baden-Baden
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73 Anlagen Anlage A: Schulkataster Dieses Schulkataster umfasst momentan Datenblätter für drei Gymnasien, vier Realschulen, zwei Hauptschulen, fünf Grundschulen und eine Förderschule. Für ein Gymnasium sowie zahlreiche Grund- und Hauptschulen konnten bislang noch nicht genügend Daten zusammengetragen werden. Die verschiedenen Informationen stammen aus den im Literaturverzeichnis genannten Festschriften einzelner Schulen, aus den Verwaltungsberichten der Stadt Minden, aus alten Adressbüchern sowie dem Mindener Tageblatt. 74 ANLAGEN Ratsgymnasium: Schulgeschichte: Das heutige Ratsgymnasium wird 1530 im Zuge der Einführung der Reformation in Minden als evangelische Lateinschule gegründet. Seitdem ist die Schule für mehrere Jahrhunderte im Gebäude des früheren Dominikanerklosters St. Pauli an der Alten Kirchstraße untergebracht. Im Jahr 1730 findet die 200–Jahrfeier des Gymnasiums statt. Der damalige Schulleiter Johann Ludolf Bünemann veröffentlicht aus diesem Anlass eine kurze Abhandlung über die Anfänge des Gymnasiums. Er plant außerdem, eine ausführliche Schulgeschichte der Stadt Minden zu verfassen. Als er im Jahr 1739 als Rektor an das Gymnasium in Hannover wechselt, gestattet ihm der Magistrat daher, die ältesten Schulunterlagen mitzunehmen. Leider sind diese Unterlagen seitdem verschollen. Ende 1822 wird Dr. Siegmund Imanuel Leiter des Gymnasiums. Unter ihm nimmt die Schule einen großen Aufschwung. In den Jahren 1822 und 1823 wird das verfallene Schulgebäude größtenteils an gleicher Stelle neu errichtet. Für lange Zeit steht das Gymnasium in alleiniger finanzieller Trägerschaft der Stadt Minden. Von 1822 ab leistet der preußische Staat jährlich einen widerruflichen Zuschuss von etwa fünfzig Prozent. Im Jahr 1830 wird das 300–jährige Bestehen des Gymnasiums gefeiert. Hierzu erscheint eine Schulgeschichte von Friedrich Däcke. Im Frühjahr 1838 wird ein Realschulzweig am Gymnasium eingerichtet. Dieser wird im Jahr 1860 zur Realschule erster Ordnung. Von 1882 bis 1896 führt der Realschulzweig die Bezeichnung Realgymnasium. Am 23. November 1880 wird ein Schulneubau für das Gymnasium und die Realschule erster Ordnung an der Immanuelstraße eingeweiht und gleichzeitig das 350–jährige Bestehen des Gymnasiums gefeiert. Am 1. April 1886 gehen das Gymnasium und das Realgymnasium zusammen in staatliche Trägerschaft über. Im Jahr 1896 beginnt die Umgestaltung des Realgymnasiums zur lateinlosen Realschule. Diese wird ab 1904 zur Oberrealschule weiterentwickelt und schließlich Ostern 1920 als eigenständige Schule abgetrennt. Im Juni 1920 zieht das Gymnasium in einen Neubau am Königswall um. Im Jahr 1955 wird die 425–Jahrfeier des Gymnasiums begangen. Aufgrund des Gesetzes zur Änderung des Schulverwaltungsgesetzes und zur Übernahme staatlicher Schulen auf die Gemeinden und Gemeindeverbände vom 6. November 1973 wird das Staatliche altsprachliche Gymnasium ab dem 1. Januar 1974 wieder in städtische Trägerschaft übernommen. Durch Beschluss der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Minden heißt das das Gymnasium ab dem 1. Februar 1974 „Ratsgymnasium (gegr. 1530) – Städt. altsprachl. und neusprachl. Gymnasium – der Stadt Minden“. 75 ANLAGE A: SCHULKATASTER Im Jahr 1980 findet die 450–Jahrfeier des Gymnasiums statt; 2005 wird das 475–jährige Bestehen gefeiert. Schulstandorte: bis 1880: Alte Kirchstraße 1880 bis 1920: Immanuelstraße 2 seit 1920: Königswall 28 Königswall 105 (Dependance) Namen der Schule: Gymnasium und Realschule erster Ordnung Gymnasium und Realgymnasium Staatliches Altsprachliches Gymnasium seit 01.02.1974: Ratsgymnasium Schulnummer: 168 981 Schulträger: bis 31.03.1886: Stadt Minden 01.04.1886 bis 31.12.1973: Preußen bzw. Land Nordrhein-Westfalen seit 01.01.1974: Stadt Minden Schulformen: Gymnasium Aktenübernahmen: • 1975: Schulakten aus dem Zeitraum von etwa 1815 bis 1975; • Juli 2003: Abiturunterlagen aus dem Zeitraum von 1979 bis 1994. 76 ANLAGEN Literatur: • Johann Ludolph Bünemann: Historia domus et fratrum Praedicatorum sive Dominicanorum templi Paulini et initia gymnasii Mindensis, Minden: Detleffsen, 1730. • Versuch einer Geschichte des Gymnasiums zu Minden zur Jubelfeier der Anstalt im Jahr 1830, herausgegeben von Friedrich Däcke, Minden: F. W. H. Müller, 1830. • G[eorg] L[udwig] Wilms: Zur Geschichte des Gymnasiums zu Minden, Erstes Heft: Die Reformation in Minden, Minden: J. C. C. Bruns, 1860. • Festschrift zur Feier der Einweihung des Neuen Schulgebäudes und des 350jährigen Bestehens des Gymnasiums, herausgegeben vom Evangelischen Gymnasium und der Realschule I. Ordnung zu Minden, Minden: J. C. C. Bruns, 1880. • Bericht über die am 23. und 24. November 1880 abgehaltene Feier des 350jährigen Bestehens des Gymnasiums und der Einweihung des neuen Schulgebäudes des Gymnasiums und der Realschule erster Ordnung zu Minden. Nebst einem Anhange, Minden: J. C. C. Bruns, 1880. • Richard Herold: Vom Mindener Gymnasium in den letzten 100 Jahren. Festschrift zu seinem 400jährigen Bestehen, Minden: Leonardy & Co., 1930. • Carl Lucke: „Die Schulen der Stadt Minden“, in: Minden, die Pforte Westfalens, herausgegeben vom Fremdenverkehrsverein Minden-Porta Westfalica e.V., Dortmund: Verlag „Dortmunder Zeitschriftenverlag Eugen Schinker“, 1954, S. 68–74. • 1530–1955. 425 Jahre staatliches altsprachliches Gymnasium Minden, [Festschrift zur 425–Jahrfeier des Mindener Gymnasiums], Minden: J. C. C. Bruns, [1955]. • Hans Eberhard Brandhorst: „450 Jahre Ratsgymnasium. Ein historischer Überblick“, in: Land und Leuten dienen. Ein Lesebuch zur Geschichte der Schule in Minden, zum 450jährigen Bestehen im Auftrag des Ratsgymnasiums Minden bearbeitet von Friedhelm Sundergeld, herausgegeben vom Ratsgymnasium der Stadt Minden, Minden: J. C. C. Bruns, 1980, S. 17–19. • Robert Stupperich: „Zur Entstehungsgeschichte des Gymnasiums in Minden“, in: Land und Leuten dienen. Ein Lesebuch zur Geschichte der Schule in Minden, zum 450jährigen Bestehen im Auftrag des Ratsgymnasiums Minden bearbeitet von Friedhelm Sundergeld, herausgegeben vom Ratsgymnasium der Stadt Minden, Minden: J. C. C. Bruns, 1980, S. 35–42. • Günther Hofmeister, „350 (!) Jahre Ratsgymnasium Minden“, in: Land und Leuten dienen. Ein Lesebuch zur Geschichte der Schule in Minden, zum 450 jährigen Bestehen im Auftrag des Ratsgymnasiums Minden bearbeitet von Friedhelm Sundergeld, herausgegeben vom Ratsgymnasium der Stadt Minden, Minden: J. C. C. Bruns, 1980, S. 161–172. • Hans Nordsiek: „450 Jahre Augsburger Religionsfrieden. Ein Beitrag zum Mindener Reformationsjubiläum und zum Jubiläum des Ratsgymnasiums Minden im Jahr 2005“, in: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, 77. Jahrgang (2005), S. 97–113. • 475 Jahre Ratsgymnasium Minden. Lebendige Schule mit Geschichte. Rats-Räume. Rats-Träume, herausgegeben vom Ratsgymnasium Minden, Minden: OFD-Druck, 2005. 77 ANLAGE A: SCHULKATASTER Schulleiter: Schulleiter und stellvertretende Schulleiter des Staatlichen altsprachlichen Gymnasiums bzw. des Ratsgymnasiums: Mag. Rudolph Möller, aus Herford 1530 – 1532 (* ; +) Henricus Primaeus, aus Hertogenbosch 1530 – 1532 (*; +) Henricus Primaeus, aus Hertogenbosch 1532 – um 1535 (* ; +) Henricus Pistorius (Heinrich Becker), aus Minden um 1535 – um 1545 (* ; + 11.07.1567) Mag. Hermann Huddaeus, aus Minden um 1545 – 1565 (* ; +) Rotgerus Copius 1565 – 1568 (* ; +) Johann Bodenius 1568 – (* ; +) Mag. Johann Walbaum (Wallbom) (* ; +) Mag. Johann Walther [um 1577] (* ; +) Mag. Hermann Nicephorus – 1604 (* ; +) Mag. Johann von Beringhausen 1604 – 1621 (* ; +) Mag. Peter Pachlin (Pechlin) 1621 – 1633 (* ; +) Mag. Johann Nicolaus Horstius 1633 – 1648 (* ; +) Mag. Tobias Christoph Thilo 1648 – 1662 (* ; +) Mag. Hartmann Moering 1664 – 1680 (* ; +) Mag. Bertram Oldecop 1681 – 1687 (* ; +) Mag. Christian Grübel 1687 – 1712 (* ; +) Mag. Johann Ludolph Bünemann, Rektor 1712 – 1739 (* 24.06.1687 in Calbe/Saale; + 01.07.1759 in Hannover) 78 ANLAGEN Johann Carl Opitz 1739 – 1756 (* ; +) Friedrich Maximilian Mauritii 1756 – 1757 (* ; +) Christoph Matthias Moelling 1758 – 1774 (* ; +) Johann Heinrich Friedrich Leo 1774 – 1792 (* ; +) Prof. Carl Philipp Reuter 1792 – 1801/ (* 28.12.1763 Minden; +) 1801 – 1822 Dr. Siegmund Imanuel 29.10.1822 – 1847 (* 02.09.1790 Hamburg; + 23.12.1847 Minden) Dr. L. E. Suffrian 1848 – 1850 (* ; +) Georg Ludwig Wilms 1850 – 1860 (* ; + 28.06.1860 Bad Rehburg) Dr. Otto Gandtner 1861 – 1871 (* ; +) Dr. Paul Adolf Grautoff, aus Lübeck 1872 – 1889 (* ; + 30.12.1889) Dr. Hermann Heinze, aus Görlitz 1890 – 1911 (* 27.04.1844; +) Dr. Hans Windel 1911 – 1921 (* ; +) Dr. Richard Herold 1921 – 1931 (* ; +) Hans Busch, Oberstudiendirektor 1931 – 1936 (* ; +) Dr. Otto Wiebe 1936 – 1945 (* ; +) Hermann Müller 1946 – 1948 (* ; +) Dr. Konrad Lambrecht 1948 – 1953 (* ; +) Dr. Walter Venske, komm. Schulleiter bzw. Oberstudiendirektor 1953 – 1954/ (* ; +) 1954 – 1957 (Amtseinführung xx.07.1954) Karl Heinz Zacharias 1957 – 1964 (* ; +) 79 ANLAGE A: SCHULKATASTER Dr. Werner Ficker 1964 – 1976 (* 28.01.1911 Dresden; + 15.02.1980) Günther Willer 1976 – 1991 (* ; + 25.10.2001) Karl-Friedrich Schmidt 1992 – 2015 (* ) Cordula Küppers 2007 – 2015 (* 01.06.1960) Cordula Küppers 2015 – heute (* 01.06.1960) 80 ANLAGEN Bessel-Gymnasium: Schulgeschichte: Das Bessel-Gymnasium geht auf den im Frühjahr 1838 eingerichteten Realschulzweig des heutigen Ratsgymnasiums zurück. Im Jahr 1860 wird der Realschulzweig des Mindener Gymnasiums zur Realschule erster Ordnung. Seit 1882 führt er die Bezeichnung Realgymnasium. Am 1. April 1886 gehen das Mindener Gymnasium und das Realgymnasium zusammen in staatliche Trägerschaft über. Aufgrund zurückgehender Schülerzahlen – insbesondere in der Oberstufe – wird das Realgymnasium in den Jahren 1896 bis 1899 auslaufend aufgelöst. Etwa zeitgleich wird die Errichtung einer lateinlosen Realschule als Ersatz beschlossen. Diese wird am 19. Juni 1896 genehmigt und zu Ostern 1897 eröffnet. Nur wenige Jahre später wird die Realschule 1904 zur Oberrealschule erweitert. Ostern 1920 wird die Oberrealschule selbständig. Sie trägt seit 1921 den Namen Staatliche Bessel-Oberrealschule, oder kurz BOS. Von 1933 bis 1945 ist die Lehranstalt eine Staatliche Deutsche Oberschule für Jungen. Anfang 1946 wird die Schule in „Staatliche Besselschule Minden (Westf.), mathematisch-naturwissenschaftliches und neusprachliches Gymnasium“, oder kurz Staatliches Besselgymnasium, umbenannt. Aufgrund des Gesetzes zur Änderung des Schulverwaltungsgesetzes und zur Übernahme staatlicher Schulen auf die Gemeinden und Gemeindeverbände vom 6. November 1973 wird das Staatliche Besselgymnasium ab dem 1. Januar 1974 in städtische Trägerschaft übernommen. Seitdem heißt es „Besselgymnasium der Stadt Minden“. Am 6. Februar 1975 zieht das Besselgymnasium in einen Neubau an der Hahler Straße um. Dieser wird am 26. April 1975 feierlich eingeweiht. Aus Anlass des 150. Todestages des Astronomen und Mathematikers Friedrich Wilhelm Bessel und des angeblich 100–jährigen Jubiläums der Schule findet vom 16. bis zum 21. März 1996 eine Festwoche am Besselgymnasium statt. Schulstandorte: Immanuelstraße 2 Hahler Straße 134 Namen der Schule: Bessel-Oberrealschule Oberschule für Jungen Staatliche Besselschule Minden (Westf.) seit 01.01.1974: Besselgymnasium der Stadt Minden 81 ANLAGE A: SCHULKATASTER Schulnummer: 168 970 Schulträger: bis 31.03.1886: Stadt Minden 01.04.1886 bis 31.12.1973: Preußen bzw. Land Nordrhein-Westfalen seit 01.01.1974: Stadt Minden Schulformen: Oberrealschule Oberschule Gymnasium Aktenübernahmen: • Januar 1993: Schulunterlagen aus den 1970er und 1980er Jahren; • Juni 1994: Schulunterlagen aus den 1940er bis 1980er Jahren; • Februar 1996: Schulunterlagen aus den 1930er bis 1980er Jahren. Literatur: • 100 Jahre Besselgymnasium Minden. Das Vergangene nicht vergessen, in der Gegenwart für die Zukunft leben, herausgegeben vom Besselgymnasium der Stadt Minden, Minden: J. C. C. Bruns, 1996. • Carl Lucke: „Die Schulen der Stadt Minden“, in: Minden, die Pforte Westfalens, herausgegeben vom Fremdenverkehrsverein Minden-Porta Westfalica e.V., Dortmund: Verlag „Dortmunder Zeitschriftenverlag Eugen Schinker“, 1954, S. 68–74. 82 ANLAGEN Schulleiter: Schulleiter und stellvertretende Schulleiter der Bessel- Oberrealschule, der Staatlichen Besselschule bzw. des Bessel- Gymnasiums: Dr. Johann August Wilhelm Maurer 1920 – 1925 (* ; + 1951 in Wiesbaden) Dr. Karl Bönicke, komm. Schulleiter 1925 – 1925 (* ; +) Dr. Wilhelm Hertz 1925 – 1931 (* ; +) Dr. Karl Bönicke, komm. Schulleiter 1931 – 1931 (* ; +) Walter Vogt, Oberstudiendirektor 1931 – 1935 (* ; +) (Amtseinführung 14.10.1931) Dr. Karl Bönicke, komm. Schulleiter 1935 – 1935 (* ; +) Dr. Weiershausen 1935 – 1938 (* ; +) Dr. Schulze 1938 – 1943 (* ; +) Dr. Karl Bönicke, komm. Schulleiter 1943 – 1944 (* ; +) Dr. Otto Wiebe 1944 – 1945 (* ; +) Dr. Bönicke, komm. Schulleiter 1945 – 1947 (* ; +) Dr. Georg Täuber, Oberstudiendirektor 05.1947 – 30.04.1954 (* 16.10.1888 in Berlin; + 14.09.1966) Dr. Ernst Zellmer, Oberstudiendirektor 01.05.1954 – 1958 (* 17.08.1892; + 17.03.1971 in Bückeburg) (Amtseinführung 25.06.1954) Meißner, komm. Schulleiter 1958 – 1958 (* ; +) Herbert Schubert, komm. Schulleiter 1958 – 1959 (* ; +) 83 ANLAGE A: SCHULKATASTER Dr. Walter Demberg, Oberstudiendirektor 1959 – 1959/ (* 12.07.1906; + 07.02.1993) 1959 –1971 (Amtseinführung 03.10.1959) Dr. Rudolf Heidrich, komm. Schulleiter 1971 – 1971 (* ; +) Dr. Heinz-Friedrich Schöpker 18.10.1971 – 26.12.1971/ (* ; +) 27.12.1971 – 1992 Hans Wiesner (*) Heinrich Frederking, komm. Schulleiter 1992 – 1992 (* ; +) Bernd Wilhelms, komm. Schulleiter 1992 – 1992 (* ; +) Eva Kutschera 1992– 2010 (* 18.02.1945 in Gröden) (Amtseinführung 14.10.1992) Bernd Wilhelms, (* ) Uwe Voelzke 2010 – heute (* ) (Amtseinführung 26.08.2010) Andy Kracht (* ) 84 ANLAGEN Herder-Gymnasium: Schulgeschichte: Im März 1962 beschließt die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Minden die Errichtung eines vierten Gymnasiums in der Stadt. Das Städtische neusprachliche Gymnasium für Jungen und Mädchen nimmt am 9. April 1964 seinen Unterrichtsbetrieb im früheren Gebäude des Städtischen Mädchengymnasiums in der Brüningstraße 2 auf. In den Jahren 1965 bis 1967 wird das Schulgebäude um einen Anbautrakt erweitert. Dieser wird am 10. Januar 1967 feierlich eingeweiht. Wenig später erhält das Gymnasium am 30. November 1967 den Namen Herder-Gymnasium. Wegen weiter steigender Schülerzahlen wird der Anbautrakt im Jahr 1972 aufgestockt. Am 1. August 1988 wird das in auslaufender Auflösung befindliche Caroline-von-Humboldt-Gymnasium mit dem Herder-Gymnasium vereinigt. Seitdem lautet der vollständige Name der Schule „Herder-Gymnasium der Stadt Minden mit Caroline-von-Humboldt-Gymnasium, gegr. 1826, Sekundarstufe I und II“. Aus Anlass des 250. Geburtstags des Philosophen Johann Gottfried Herder findet am 9. und 10. September 1994 eine Festveranstaltung am Herder-Gymnasium statt. In den Jahren 2002 und 2003 wird ein dritter Gebäudetrakt errichtet. Gleichzeitig wird der Altbau bis 2008 aufwändig saniert. Im Jahr 2014 findet die 50–Jahrfeier der Schule statt. Schulstandorte: Brüningstraße 2 Heidestraße 7 (Dependance) Namen der Schule: bis 30.11.1967: Städtisches neusprachliches Gymnasium für Jungen und Mädchen 30.11.1967 bis 31.07.1988: Herder-Gymnasium der Stadt Minden seit 01.08.1988: Herder-Gymnasium der Stadt Minden mit Caroline-von-Humboldt-Gymnasium, gegr. 1826, Sekundarstufe I und II Schulnummer: 168 956 Schulträger: seit der Gründung: Stadt Minden 85 ANLAGE A: SCHULKATASTER Schulformen: Gymnasium Aktenübernahmen: noch keine Literatur: • 25 Jahre Herder-Gymnasium. Festschrift zum Schuljubiläum am 1.4.1989, herausgegeben vom Herder-Gymnasium mit Caroline-von-Humboldt-Gymnasium, Bad Oeynhausen: Gieseking Druck, [1989]. • Herder-Gymnasium 1964–2014. Festschrift, herausgegeben vom Herder-Gymnasium, Minden: J. C. C. Bruns, 2014. Schulleiter: Schulleiter und stellvertretende Schulleiter des Städtischen neusprachlichen Gymnasiums für Jungen und Mädchen bzw. des Herder-Gymnasiums: Dr. Hermann Fischer, Oberstudiendirektor 01.09.1963 – 31.03.1965 (* 02.06.1899; +) Dr. Heinz Günther Siebert, Oberstudiendirektor 1965 – 1978 (* ; +) (Amtseinführung 25.06.1965) Wilhelm Prange, komm. Schulleiter 1978 – 1979 (* ; +) Günther Schlömp, Oberstudiendirektor 1979 – 1997 (* ; +) (Amtseinführung 11.06.1979) Christoph Gralla, Oberstudiendirektor 01.08.1997 – 31.07.2010 (* ; +) Dr. Ernst-Dieter Köpper, Oberstudiendirektor 2010 – 31.07.2016 (* ; +) Heike Plöger, Oberstudiendirektorin 2016 – heute (* ; +) 86 ANLAGEN Freiherr-von-Vincke-Realschule: Schulgeschichte: Die Bürgerschule geht aus der Vereinigung der zuvor selbständigen Schulen der vier evangelischen Kirchengemeinden in Minden hervor. In den Jahren 1834 und 1835 wird zwischen der Videbullenstraße und der Alten Kirchstraße ein neues Schulgebäude („Weiße Schule“) errichtet. Dieses wird am 5. Januar 1836 feierlich eingeweiht. Im Dezember 1838 übernimmt die Stadt Minden die Trägerschaft über diese Schule. Aufgrund steigender Schülerzahlen wird die Schule um ein zusätzliches Schulgebäude („Rote Schule“) erweitert, das am 15. Juli 1884 eingeweiht wird.117 Seitdem sind die Mädchen in der „Weißen Schule“, die Jungen in der „Roten Schule“ untergebracht. Anfang Januar 1886 findet die 50–Jahrfeier der Schule in Verbindung mit dem 25– jährigen Regierungsjubiläum des Deutschen Kaisers Wilhelm I. als preußischer König statt.118 Am 21.Oktober 1892 beschließt die Mindener Stadtverordnetenversammlung einstimmig die Umwandlung der Bürgerschule in eine vollberechtigte Mittelschule. Dieser Beschluss wird zum 1. April 1894 umgesetzt. Ein Erweiterungsbau für die „Rote Schule“ wird am 1. Dezember 1911 eingeweiht. Gleichzeitig wird das 75–jährige Bestehen der Schule gefeiert. Vom 1. Oktober 1913 bis zum 30. Juni 1922 sowie vom 1. Januar 1926 bis zum 30. September 1931 ist die Schule zeitweilig in eine Knaben- und eine Mädchenmittelschule geteilt. Am 21. und 22. Februar 1936 findet die 100–Jahrfeier der Mittelschule statt. Durch einen Ministerialerlass vom 21. März 1951 werden alle Mittelschulen im Land Nordrhein-Westfalen in Realschulen umbenannt und der Aufsicht der Bezirksregierungen unterstellt. Am 25. Februar 1961 wird das 125–jährige Bestehen der Schule gefeiert. Zu Beginn des Schuljahres 1964/65 erhält Minden eine zweite Realschule. An der bereits bestehenden Realschule werden fortan nur noch Jungen, an der neu gegründeten nur Mädchen unterrichtet. Am 29. November 1967 wird die Städtische Jungen-Realschule in „Freiherr-von-Vincke-Realschule“ unbenannt. Auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Minden vom 20. Dezember 1977 wird mit Beginn des Schuljahres 1978/79 die Koedukation an der Schule wieder eingeführt. Im Jahr 1986 wird das 150–jährige Bestehen der Schule feierlich begangen. Nur ein Jahr später, beschließt die Mindener Stadtverordnetenversammlung am 7. Juli 1987 die Verlegung der Schule in das Gebäude der ehemaligen „Hauptschule im Hahler Feld“ am westlichen Stadtrand. 117 Verwaltungs-Bericht des Magistrats der Stadt Minden pro 1883/84, 1884/85, Minden: J. C. C. Bruns, 1885, S. 4 und 42. 118 Verwaltungs-Bericht des Magistrats der Stadt Minden pro 1885/86 und 1886/87, Minden: Buchund Steindruckerei von Leonardy & Co., 1887, S. 4 und 36. 87 ANLAGE A: SCHULKATASTER Am 1. August 1988 wird die Städtische Aufbaurealschule in die Freiherr-von-Vincke-Realschule eingegliedert und bildet dort einen Aufbauzug. Ab dem Schuljahr 1990/91 wird der Aufbauzug auslaufend aufgelöst. Im Sommer 1991 ziehen die Jahrgangsstufen 5 bis 8 in die neuen Räume an der Zähringerallee. Die Jahrgangsstufen 9 und 10 verbleiben wegen Raummangels zunächst in der „Roten Schule“. Der erste Spatenstich für einen Erweiterungsbau am neuen Standort findet am 24. Februar 1993 statt. Mit Beginn des Schuljahres 1994/95 können auch die Jahrgangsstufen 9 und 10 am neuen Standort „Im Hahler Feld“ unterrichtet werden. Die Einweihung des Anbaus erfolgt am 16. September 1994. Schulstandorte: Ritterstraße 21 („Weiße Schule“) Alte Kirchstraße 9 („Rote Schule“) 01.08.1988 bis 31.07.1991: Mitteldamm 52 (Dependance für den Aufbauzug) seit 01.08.1991: Zähringerallee 5 Namen der Schule: bis 31.03.1894: Bürgerschule 01.04.1894 bis 20.03.1951: Städtische Knaben- und Mädchenmittelschule 21.03.1951 bis 1964: Städtische Realschule für Jungen und Mädchen 1964 bis 28.11.1967: Städtische Realschule für Jungen 29.11.1967 bis 31.07.1988: Freiherr-von-Vincke-Realschule 01.08.1988 bis …: Freiherr-von-Vincke-Schule – Städtische Realschule mit Aufbauzug für Jungen und Mädchen Schulnummer: 162 437 Schulträger: seit der Gründung: Stadt Minden Schulformen: Mittelschule Realschule 88 ANLAGEN Aktenübernahmen: • November 2009: Zugang S 22/2009 (vgl. Tgb.-Nr. 1296/2009) Literatur: • Friedrich Kerner: „125 Jahre Bürger-, Mittel- und Realschule Minden“, in: Festschrift der städt. Realschule Minden (Westf) 1836–1961, Minden: J. C. C. Bruns, [1961], S. 7–29. • 150 Jahre Bürger-, Mittel- und Realschule. Freiherr-von-Vincke-Realschule 1836– 1986. Ein Lese-, Geschichts- und Geschichtenbuch zum 150jährigen Bestehen der Freiherr-von-Vincke-Realschule zu Minden, herausgegeben von der Freiherr-von-Vincke-Realschule, Minden: J. C. C. Bruns, 1986. • Carl Lucke: „Die Schulen der Stadt Minden“, in: Minden, die Pforte Westfalens, herausgegeben vom Fremdenverkehrsverein Minden-Porta Westfalica e.V., Dortmund: Verlag „Dortmunder Zeitschriftenverlag Eugen Schinker“, 1954, S. 68–74. • Verwaltungs-Bericht des Magistrats der Stadt Minden pro 1883/84, 1884/85, Minden: J. C. C. Bruns, 1885. 89 ANLAGE A: SCHULKATASTER Schulleiter: Schulleiter und stellvertretende Schulleiter der Bürgerschule, der Mittelschule bzw. der Realschule(n): Bulle, Dirigent 1836 – 1852 (* ; +) Karl Alexander Kämper, Rektor 1852 – 31.03.1874 (* 04.12.1805; + 29.11.1891 in Minden) Schrader, 01.04.1874 – 14.10.1886 (* ; +) Christian Friedrich Bunse, Mittelschulrektor 01.10.1888 – 30.09.1913 (* ; + 28.05.1930 in Minden) Aufteilung der Mittelschule vom 01.10.1913 bis zum 30.06.1922: Knabenmittelschule: Albert Franz Fischer, Mittelschulrektor 01.10.1913 – 31.08.1920 (* 27.05.1862 in Weißenfels; + 07.02.1939 in Minden) Mädchenmittelschule: Heinrich Debus, Mittelschulrektor 01.10.1913 – 30.06.1922 (* 21.11.1861 in Eisern; +) Heinrich Debus, Mittelschulrektor 01.07.1922 – 31.12.1925 (* 21.11.1861 in Eisern; +) Aufteilung der Mittelschule vom 01.01.1926 bis zum 30.09.1931: Knabenmittelschule: Christian Wilhelm Volkmann, Mittelschulrektor 01.01.1926 – 24.06.1931 (* in Hahlen; + 24.06.1931 in Minden) Friedrich Busse, Mittelschulkonrektor – 1931 (*28.12.1866 in Borgholzhausen; + 19.03.1953) Mädchenmittelschule: Heinrich Debus, Mittelschulrektor 01.01.1926 – 31.03.1927 (* 21.11.1861 in Eisern; +) Marie Bock, Mittelschulkonrektorin (* 22.05.1869 in Bielefeld; + 23.12.1950) 90 ANLAGEN Heinrich Kleybrink, Mittelschulrektor 01.10.1927 – 30.09.1931 (* 30.12.1872 in Hollwede; + 03.03.1943) (Amtseinführung 11.10.1927) Georg Beyer, Mittelschulkonrektor 08.1931 – 11.1931 (* 1871; + 24.02.1951) Gottschalk, Mittelschulkonrektor 11.1931 – (* ; +) Heinrich Kleybrink, Mittelschulrektor 01.10.1931 – 31.03.1935 (* 30.12.1872 in Hollwede; + 03.03.1943) Wilhelm Linneweber, Mittelschulrektor 01.04.1935 – 10.11.1945 (* in Schwarzenmoor; + 1966) (Amtseinführung 01.04.1935) Wilhelm Bockermann, Mittelschulkonrektor (+ 04.11.1947) Carl Heinrich Wilhelm Röhr, Schulleiter 1945 – 30.09.1948 (* 04.07.1883 in Minden; + 01.02.1958 in Barkhausen a.d. Porta) Vogt, Schulleiter 1948 – 1949 (* ; +) Friedrich Wilhelm Kerner, Mittelschulrektor bzw. Realschuldirektor 1949 – 30.06.1964 (* 15.12.1900 in Meißen; + 03.12.1971 in Minden) (Amtseinführung 12.12.1949) Friedrich Wilhelm Dietrich Westerfeld, Mittelschulkonrektor bzw. Direktorstellvertreter 01.04.1950 – 31.03.1958 (* 13.11.1892 in Hagen i.W.; + 22.07.1981) Alfred Friedrich Erich Heede, Direktorstellvertreter 01.04.1958 – 31.03.1964 (* 09.09.1898 in Osnabrück; + 11.01.1971 in Minden) Aufteilung der Realschule mit Beginn des Schuljahres 1964/65: Jungenrealschule bzw. (seit dem 29.11.1967) Freiherr-von-Vincke-Realschule: Heinz Röthemeier, Direktorstellvertreter 01.04.1964 – 31.08.1967 (* 13.12.1924 in Bonneberg) Alfred Kollmeyer, Realschuldirektor 01.04.1967 – 31.07.1988 (* 19.09.1923 in Wattenscheid; + 15.03.2005) (Amtseinführung 20.04.1967) Wilhelm Bornemann, Direktorstellvertreter bzw. Konrektor 01.12.1967 – 31.07.1981 (* 25.09.1916 in Röcke; + 21.12.1995) Gerhard Wilhelm Vehling, 01.08.1988 – 07.2001 (* 05.04.1938 in Enzen) Reinhard Dieter Tschapke, 24.08.2001 – 07.2011 (* 10.04.1948 in Höxter) 91 ANLAGE A: SCHULKATASTER Ria Urban, 09.2011 – heute (* 19.05.1968 in Magdeburg) Hille Siegerist, 1. Konrektorin (*) Ute Peters, 2. Konrektorin (*) Mädchenrealschule bzw. (seit dem 25.11.1967) Käthe-Kollwitz-Realschule: Carl Friedrich Wilhelm Vogt, Realschuldirektor 01.04.1964 – 31.03.1965 (* 21.12.1899 in Neesen; + 20.06.1977 in Minden) Elly Agnes Ursula Credo, Direktorstellvertreterin 01.04.1964 – 31.07.1983 (* 08.06.1919 in Minden; +) Wilhelm Bekemeier, Realschuldirektor 1965 – 1965/ (* 18.09.1912 in Unterlübbe, + 15.09.1996) 1965 – 31.07.1978 (Amtseinführung 03.12.1965) Georg-Martin Meinecke, Realschuldirektor 01.08.1978 – 1978/ (* 08.04.1930 in Minden) 1978 – 31.07.1992 (Amtseinführung 20.10.1978) Wolfgang Oepping, Konrektor 01.08.1983 – 31.07.1988 (* 14.09.1950 in Herford) Hans-August Heinrich Linnemann, Konrektor (* 12.02.1947 in Herford) Gabriele Cäsar-Suttmann (* ) 09.1992 – Christa Amshoff, Konrektorin (* ) Christa Amshoff, kommissarische Schulleiterin – heute (* ) 92 ANLAGEN Käthe-Kollwitz-Realschule: Schulgeschichte: Ende 1959 beschließt die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Minden die Errichtung einer zweiten Realschule. Diese wird in den Jahren 1960 bis 1964 auf dem sogenannten Königsplatz gebaut. Am 10. April 1964 kann die Städtische Realschule für Mädchen schließlich ihren Unterrichtsbetrieb aufnehmen. Dreieinhalb Jahre später erhält sie am 25. November 1967 den Namen „Käthe-Kollwitz-Realschule“. Mit Beginn des Schuljahres 1978/79 wird die Koedukation an der Realschule eingeführt. Im Jahr 1988 wird die Käthe-Kollwitz-Realschule in den Schülerweg 11 verlegt. Da dieses Gebäude asbestbelastet ist, zieht die Schule schließlich im Januar 2015 in den Piwittskamp 38 um. Schulstandorte: Königswall 12 Schülerweg 11 Piwittskamp 38 Namen der Schule: Käthe-Kollwitz-Realschule Käthe-Kollwitz-Schule Schulnummer: 162 425 Schulträger: seit der Gründung: Stadt Minden Schulformen: Realschule 93 ANLAGE A: SCHULKATASTER Aktenübernahmen: • November 2011: Zugang S 17/2011; Übernahme von Schulunterlagen im Umfang von etwa 2,0 lfd. Metern (vgl. Tgb.-Nr. 1039/2011) Literatur: keine Schulleiter: siehe bei der Freiherr-von-Vincke-Realschule 94 ANLAGEN Städtische Aufbaurealschule: Schulgeschichte: Die Städtische Aufbaurealschule nimmt am 1. September 1967 ihren Unterrichtsbetrieb auf. Vom 26. bis zum 28. Mai 1988 findet eine verspätete Jubiläumsveranstaltung zum 20–jährigen Bestehen der Schule statt, die zugleich das letzte Schuljahr unter eigener Leitung festlich beenden soll. Am 1. August 1988 wird die Städtische Aufbaurealschule in die Freiherr-von-Vincke-Realschule eingegliedert und bildet dort einen Aufbauzug. Ab dem Schuljahr 1990/91 wird der Aufbauzug auslaufend aufgelöst. Der Aufbauzug wird am 1. August 1991 in die Alte Kirchstraße 9 verlegt. Schulstandorte: Mitteldamm 52 (Alte Kirchstraße 9) Namen der Schule: Städtische Aufbaurealschule (kurz ARS) Schulnummer: 162 413 Schulträger: seit der Gründung: Stadt Minden Schulformen: Realschule 95 ANLAGE A: SCHULKATASTER Aktenübernahmen: • bei einem Brand im Sekretariat der Freiherr-von-Vincke-Realschule wurden angeblich alle Unterlagen der Städtischen Aufbaurealschule vernichtet; • November 2011: Zugang S 22/2009; Übernahme von Schulunterlagen im Umfang von etwa 0,25 lfd. Metern bei der Freiherr-von-Vincke-Realschule (vgl. Tgb.-Nr. 1296/2009) Literatur: keine Schulleiter: Schulleiter und stellvertretende Schulleiter der Städtischen Aufbaurealschule: Heinz Röthemeier, Schulleiter bzw. Rektor 01.09.1967 – / (* 13.12.1924 in Bonneberg) – 31.07.1986 (Amtseinführung 07.09.1967) Wilhelm Schäkel, Konrektor 1969 – 31.07.1983 (* 08.10.1919 in Minden; + 16.10.2003) Gerhard Vehling, Konrektor 1984 – 31.07.1986 (* 1938 in Enzen) Gerhard Vehling, komm. Schulleiter bzw. Rektor 01.08.1986 – 1987/ (* 1938 in Enzen) – 31.07.1988 (Amtseinführung 03.02.1987) Elke Gronostay, Konrektorin 01.02.1987 – 31.07.1988 (* 11.09.1952 in Rahden) 96 ANLAGEN Realschule Dützen: Schulgeschichte: Am 2. August 1966 beschließt der Rat der Gemeinde Dützen die Errichtung einer Realschule. Diese wird am 9. August 1968 feierlich eröffnet. Bis Dezember 1970 teilen sich die Realschule Dützen und die Grundschule Dützen das Gebäude der ehemaligen Volkschule in Dützen. Steigende Schülerzahlen machen bald zwei Erweiterungsbauten in Fertigbauweise notwendig. Diese werden 1972 und 1973 bezogen. Nach der Gebietsreform wird ein weiterer Ausbau der Realschule Dützen von der Stadt Minden abgelehnt, weshalb bis 1980 mehrere Klassen in die Hauptschule Minden-Süd und die Grundschule Dützen ausgelagert werden müssen. Am 7. Juli 1987 beschließt die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Minden die auslaufende Auflösung der Realschule Dützen. Diese beginnt mit dem Schuljahr 1988/89. Zum 20–jährigen Jubiläum der Schule finden vom 27. Juni bis zum 2. Juli 1988 verschiedene Veranstaltungen statt. Die endgültige Auflösung der Schule erfolgt am 31. Juli 1991. Die beiden letzten noch vorhandenen Schülerjahrgänge werden von der Käthe-Kollwitz-Realschule übernommen. Schulstandorte: Friedgartenstraße 15 und 21–29 Namen der Schule: Realschule Dützen Schulnummer: 162 449 Schulträger: bis 31.12.1972: Amt Dützen 01.01.1973 bis 31.07.1991: Stadt Minden 97 ANLAGE A: SCHULKATASTER Schulformen: Realschule Aktenübernahmen: • Vermerk von Dr. Hans Nordsiek vom 17.07.1991 (Tgb.-Nr. 547/1991): „bei der Schlie- ßung der Schule wurden alle wesentlichen Unterlagen betr. Schüler an den Rechtsnachfolger Käthe-Kollwitz-Realschule Minden übergeben. … Schriftgut zur Übernahme in das KAM liegt nicht vor“. • November 2011: Zugang S 17/2011; Übernahme von Schulunterlagen im Umfang von etwa 0,5 lfd. Metern bei der Käthe-Kollwitz-Realschule (vgl. Tgb.-Nr. 1039/2011) Literatur: • 20 Jahre Realschule Minden-Dützen 1968–1988, herausgegeben von der Realschule Dützen für Jungen und Mädchen der Stadt Minden, [Minden 1988]. Schulleiter: Schulleiter und stellvertretende Schulleiter der Realschule Dützen: Friedrich Wehling, Schulleiter bzw. Rektor 1968 – / (* 16.01.1930 in Bückeburg; + 20.09.1999) – 31.07.1991 (Amtseinführung 09.08.1968) Wilhelm Heinrich Karl Apking, Konrektor 01.08.1971 – 31.07.1980 (* 13.11.1914 in Sülbeck; +) Manfred Schülke, Konrektor 01.08.1980 – 31.07.1988 (* 09.09.1940) 98 ANLAGEN Hauptschule Heideschule: Schulgeschichte: Aufgrund gestiegener Schülerzahlen und der Erweiterung der Stadt nach der Entfestigung wird im Jahr 1893 mit dem Bau einer zweiten Bürgerschule begonnen. Der Unterrichtsbetrieb an der Bürgerschule II in der Heidestraße wird am 2. April 1894 aufgenommen. Zunächst untersteht die Bürgerschule II noch dem Rektor der Bürgerschule I. Am 1. Oktober 1899 erhält sie jedoch einen eigenen Rektor. Bereits drei Jahre nach ihrer Gründung muss die Schule 1897 erweitert werden, ein weiterer Ausbau erfolgt in den Jahren 1927 und 1928. Wegen stetig steigender Schülerzahlen wird schließlich die Bürgerschule III in der Neustadt errichtet und zu Ostern 1906 von der Bürgerschule II als eigene Schule abgetrennt. Mit Beginn des Schuljahres 1968/69 wird die Bürgerschule II zur Hauptschule. Am 7. Juli 1987 beschließt die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Minden die auslaufende Auflösung der Hauptschule Heideschule. Diese beginnt mit dem Schuljahr 1988/89. Die endgültige Auflösung der Schule erfolgt am 31. Juli 1991. Die beiden letzten noch vorhandenen Schülerjahrgänge werden von der Hauptschule Dankersen übernommen. Schulstandorte: Heidestraße 7 Namen der Schule: 1894 bis 1968: Bürgerschule II. 1968 bis 1991: Hauptschule Heideschule Schulnummer: 146 780 Schulträger: seit der Gründung: Stadt Minden 99 ANLAGE A: SCHULKATASTER Schulformen: Volksschule Hauptschule Aktenübernahmen: • Januar 2008: Übernahme von Schulunterlagen im Umfang von etwa 1,0 lfd. Metern bei der Hauptschule Dankersen (vgl. Tgb.-Nr. 228/2008) Literatur: keine 100 ANLAGEN Schulleiter: Schulleiter und stellvertretende Schulleiter der Bürgerschule II (Heideschule) bzw. der Hauptschule Heideschule: Albert Franz Fischer, Rektor 01.10.1899 – 30.09.1913 (* 27.05.1862 in Weißenfels; + 07.02.1939 in Minden) (Amtseinführung 29.09.1897 als Rektor der Bürgerschulen I und II) Heinrich Robert Kornfeld, Rektor 01.10.1913 – 30.09.1930 (* 16.06.1865 in Bielefeld; +) (Amtseinführung 01.10.1913) Christian Waltking, Konrektor 01.02.1923 – 11.04.1926 (* 30.10.1864 in Hävern; + 11.04.1926 in Minden) Ernst Jakob Albrecht, 1. Konrektor 01.08.1926 – 30.09.1928 (+ 09.06.1931 in Minden) Carl Friedrich Wilhelm Beißner, Konrektor 1928 – 30.09.1932 (* 06.06.1870 in Treffurt; + 16.01.1937 in Minden) Reinhard Beyer, Konrektor (* 16.09.1865 in Liegnitz; + 1949) Ernst Heinrich Daniel Voigt, Rektor 01.10.1931 – xx.09.1945 & (* 25.04.1884 in Neesen; + 02.12.1955) 11.09.1947 – 30.09.1949 (Amtseinführung 15.10.1931) Heinrich Bickmeier, Konrektor 1932 – (* 09.06.1899 in Rodenbeck; +) Henriette Morich, Konrektorin – 30.09.1936 (* 16.07.1874 in Goslar; +) Wilhelm Vogt, komm. Schulleiter bzw. Rektor 1950 – 1950/ (*; + 20.06.1977) 1950 – 31.03.1964 Georg Füger, Konrektor 01.04.1950 – 31.03.1957 (* 27.02.1892 in Ditfurt; + 02.10.1982) Georg Zimmer, Konrektor 01.04.1957 – 31.07.1969 (* 26.06.1904 in Brieg; +) Walter Hethey, Rektor 01.04.1964 – 31.05.1982 (* 13.10.1920 in Bochum; + 28.03.1985 in Minden) (Amtseinführung 11.05.1964) Friedrich Schock, Konrektor 01.08.1969 – 31.07.1985 (* 02.05.1921 in Lerbeck; +) Eberhard Bigalke, komm. Schulleiter bzw. Rektor 01.08.1982 – xx.xx.1983/ (* 01.10.1943 in Ludwigslust) xx.xx.1983 – 31.07.1989 (Amtseinführung 09.03.1983) Rüdiger Suhre, Konrektor 1985 – 31.07.1991 (* ) Rüdiger Suhre, Konrektor und komm. Schulleiter 19xx – 31.07.1991 (* ) 101 ANLAGE A: SCHULKATASTER Hauptschule „Im Hahler Feld“: Schulgeschichte: Die Hauptschule „In den Bärenkämpen“ wird zum 1. August 1968 gegründet. Bis zur Fertigstellung eines eigenen Schulgebäudes findet der Unterricht in Räumen der Bierpohlschule und der Grundschule Minderheide statt. Am 18. Juni 1969 beginnen die Bauarbeiten für einen Schulneubau. Der Unterrichtsbetrieb im neuen Gebäude wird am 1. Februar 1972 aufgenommen. Der Name der Schule lautet jetzt Hauptschule „Im Hahler Feld“. Am 7. Juli 1987 beschließt die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Minden die auslaufende Auflösung der Hauptschule „Im Hahler Feld“. Diese beginnt mit dem Schuljahr 1988/89. Am 1. August 1991 wird die Schule zum Mitteldamm 52 verlegt. Die endgültige Auflösung der Schule erfolgt am 31. Juli 1992. Die letzten noch vorhandenen Schülerjahrgänge werden von der Hauptschule Minden-Süd übernommen. Schulstandorte: Zähringerallee 5 01.08.1991 bis 31.07.1992: Mitteldamm 52 Namen der Schule: Hauptschule „In den Bärenkämpen“ Hauptschule „Im Hahler Feld“ Schulnummer: 146 791 Schulträger: 01.08.1968 bis 31.07.1992: Stadt Minden Schulformen: Hauptschule 102 ANLAGEN Aktenübernahmen: • April 2008: Übernahme von Schulunterlagen im Umfang von etwa 5,5 lfd. Metern bei der Hauptschule Minden-Süd (vgl. Tgb.-Nr. 520/2008) Literatur: keine Schulleiter: Schulleiter und stellvertretende Schulleiter der Hauptschule "In den Bärenkämpen" bzw. der Hauptschule "Im Hahler Feld": Günter Niesewendt, Rektor 01.09.1969 – 31.10.1984 (* 29.05.1923 in Danzig; +) Rudolf Schirmeister, Konrektor 17.01.1969 – 1974 (* 06.04.1926 in Minden; + 18.08.1983) Grundtwald, Konrektor (* ) 103 ANLAGE A: SCHULKATASTER Grundschule Eine-Welt-Schule: Schulgeschichte: Die Schule wird im Jahr 1712 als Waisen- und Armenschule an der Brüderstraße gegründet. Nach der Beschlagnahmung des Schulgebäudes als Lazarett wird sie 1808 mit der Regiments- und Garnisonschule vereinigt und in Frei- und Industrieschule umbenannt. 1818 zieht die Schule in Räume des Marienstifts, 1824 in solche des Martinistifts um. Im Jahr 1833 wird die Schule durch die Stadt Minden übernommen und im neu errichteten Armen- und Krankenhaus an der Brüderstraße untergebracht. 1839 beschließt der Rat der Stadt Minden den Bau einer neuen Elementarschule, zu der am 15. Oktober 1841 der Grundstein gelegt wird.119 Der Schulneubau an der Königstraße wird am 3. August 1843 feierlich eröffnet.120 Die Schule trägt fortan den Namen Stadt- und Reckert’sche Schule.121 Ein wegen steigender Schülerzahlen dringend notwendiger Erweiterungsbau wird am 15. Oktober 1863 eingeweiht. Weitere Anbauten erfolgen bereits wenig später und werden am 1. Oktober 1873 bzw. am 1. April 1884 bezogen. Nach der Umwandlung der bisherigen Bürgerschule in eine Mittelschule wird die Stadt- und Reckert‘sche Schule am 1. April 1894 in Bürgerschule I umbenannt. Am selben Tag wird die Bürgerschule II von der Bürgerschule I abgespalten. Im Jahr 1912 wird das Schulgebäude an der Königstraße vollständig umgebaut. Die Einweihung erfolgt am 1. Oktober 1912 im Rahmen der Feier zum 200–jährigen Bestehen der Schule. Am 1. August 1968 wird die Bürgerschule I (Königschule) zur Grundschule. Aus Anlass des 150–jährigen Jahrestages der Einweihung des Schulgebäudes findet vom 21. bis zum 25. Juni 1993 eine Festwoche statt. Im August 2006 wird die Königschule in Eine-Welt-Schule umbenannt. Schulstandorte: Brüderstraße Fröbelstraße 5/“an der Königstraße“ 119 Vgl. Das Sonntagsblatt, 25. Jahrgang, 42. Stück (= 17. Oktober 1841), S. 336. 120 Vgl. Das Sonntagsblatt, 27. Jahrgang, 32. Stück (= 6. August 1843), S. 256. 121 Der Name der Schule geht auf den in Minden geborenen und aufgewachsenen Geheimen Legationsrat und Hessen-Darmstädtischen Residenten am Berliner Hof Georg Friedrich Reckert zurück, der seiner Heimatstadt testamentarisch 5.000 Reichstaler zur Errichtung einer Armenschule hinterließ. 104 ANLAGEN Namen der Schule: 1843 bis 1894: Stadt- und Reckert’sche Schule (auch Reckert’sche Volksschule) 1894 bis 1968: Bürgerschule I (Königschule) 1968 bis 2006: Grundschule Königschule seit August 2006: Eine-Welt-Schule Schulnummer: 126 937 Schulträger: seit 1833: Stadt Minden Schulformen: Volksschule Gemeinschaftsgrundschule Aktenübernahmen: • Vermerk von Dr. Hans Nordsiek vom 02.03.1993 (Tgb.-Nr. 205/1993): Der Schule wurden im Jahr 1992 mehrere Chroniken, Zeugnisbücher und Protokollbände gestohlen. Sechs Bände wurden „bald danach in durchweichtem Zustand am Sommerbad aufgefunden“ und „zur Restaurierung gegeben“; • Mai/Juni 2008: Übernahme von Schulunterlagen im Umfang von etwa 2,5 lfd. Metern (vgl. Tgb.-Nr. 891/2008). Literatur: • 150 Jahre Königschule 1843–1993. Festschrift, herausgegeben von der Grundschule Königschule, [Minden 1993]. 105 ANLAGE A: SCHULKATASTER Schulleiter: Schulleiter und stellvertretende Schulleiter der Stadt- und Reckert'schen Schule, der Bürgerschule I (Königschule), der Grundschule Königschule bzw. der Grundschule Eine-Welt- Schule: Gerhard Adams, Rektor 1843 – 13.06.1875 (* 03.04.1807 in Soest; + 13.06.1875 in Minden) Heinrich Wilhelm Haßheider, Rektor 1875 – 29.09.1896 (* 03.08.1826 in Oldendorf; + 29.09.1896 in Minden) Albert Franz Fischer, Rektor 1897 – 30.09.1899 (* 27.05.1862 in Weißenfels; + 07.02.1939 in Minden) (Amtseinführung 29.09.1897 als Rektor der Bürgerschulen I und II) Johann Heinrich Bohnenkamp, Rektor 01.10.1899 – 1927 (* 02.01.1864 in Elverdissen; + 10.04.1939 in Minden) (Amtseinführung 03.10.1899) Benne, Konrektor 1923 –1925 Wilhelm Lieneweg, Konrektor 1926 – 31.03.1930 Eckardt Fritz Erich Wallis, Rektor 01.10.1927 – 1945 (* 27.06.1885 in Schöneberg; + 28.06.1965 in Minden) (Amtseinführung 11.10.1927) Sievert, Konrektor 05.1930 – Karl Friedrich Wilhelm Pleitner, komm. Schulleiter bzw. Rektor 01.09.1945 – 30.06.1948/ (* 12.09.1892 in Minden; + 09.08.1973 in Minden) 01.07.1948 – 31.03.1958 Käthe Bloem, Konrektorin 01.04.1950 – 31.03.1952 (* 04.10.1888 in Minden, + 30.03.1976 in Minden) Georg Theodor Carl Wolf, Konrektor 01.10.1953 – 31.03.1957 (* 23.02.1892 in Minden, + 07.07.1969 in Minden) Heinrich Friedrich Wilhelm Wulf, Konrektor 01.04.1957 – 21.11.1957 (* 01.03.1905 in Minden, + 24.06.1993 in Minden) Heinrich Friedrich Wilhelm Barg, komm. Schulleiter bzw. Rektor 01.04.1958 – 31.05.1958/ (* 24.08.1902 in Diepenau; + 31.07.1985 in Minden) 01.06.1958 – 31.07.1968 Hermann Friedrich Albert Korte, Konrektor 01.04.1959 – 31.03.1965 (* 09.09.1899 in Minden; + 29.09.1987 in Minden) Erwin Karl Wilhelm Steinmann, Konrektor 01.06.1965 – 31.07.1968 (* 25.05.1921 in Meißen) Erwin Karl Wilhelm Steinmann, komm. Schulleiter bzw. Rektor 01.08.1968 – 05.11.1968/ (* 25.05.1921 in Meißen) 06.11.1968 – 31.07.1985 (Amtseinführung 02.12.1968) Heinrich Hermann Gustav Schwarze, Konrektor 22.05.1969 – 31.07.1985 (* 24.01.1924 in Minden) Reimund Schlüpmann, komm. Schulleiter bzw. Rektor 01.08.1985 – 1986/ (* 16.03.1949 in Herford) 1986 – 2006 (Amtseinführung 28.02.1986) 106 ANLAGEN Käte Renate Haun, Konrektorin 01.02.1986 – (* 01.02.1943 in Halle/Saale) Doris Pütz, komm. Schulleiterin bzw. Rektorin 2006 –2015 (* 12.11.1949 in Neuss) Dorit Kock-Engelking, Rektorin 2015 – heute (* 01.12.1969 in Minden) Süreyya Bonitz 2015 – heute (* 28.12.1977 in Gladbeck) 107 ANLAGE A: SCHULKATASTER Grundschule Hafenschule: Schulgeschichte: Stetig steigende Schülerzahlen in der Neustadt rechts der Weser führen am 15. Juli 1892 zur Einrichtung einer Klasse für Lernanfänger am Kohlenufer.122 Diese untersteht zunächst der Stadt- und Reckert’schen Schule, später der Bürgerschule II. Eine zweite Klasse für Lernanfänger wird bald darauf provisorisch an der Laxburg eingerichtet.123 Ostern 1901 wird mit dem Aufbau einer dritten Bürgerschule auf dem rechten Weserufer in angemieteten Räumen begonnen. Ihr in den Jahren 1904 und 1905 in der Hafenstraße neu errichtetes Schulgebäude wird am 13. Mai 1905 feierlich eingeweiht. Zu Ostern 1906 wird die neue Bürgerschule III endgültig von der Bürgerschule II abgetrennt. Am 1. August 1968 wird die Bürgerschule III zur Grundschule. Die 100–Jahrfeier der Schule findet am 17. Juni 2005 statt. Nur zwei Jahre später wird die Hafenschule im August 2007 mit der Grundschule Meißen zur Cornelia-Funke-Schule vereinigt. Schulstandorte: Hafenstraße 18 Namen der Schule: Bürgerschule III. Grundschule Hafenschule Schulnummer: 126 901 Schulträger: seit der Gründung: Stadt Minden 122 Verwaltungs-Bericht des Magistrats der Stadt Minden für 1890/91, 1891/92, 1892/93, Minden: Leonardy & Co., 1894, S. 77. 123 Verwaltungs-Bericht des Magistrats der Stadt Minden für 1898, 1899, 1900, Minden: J. C. C. Bruns, 1901, S. 85–86.. 108 ANLAGEN Schulformen: Volksschule Gemeinschaftsgrundschule Aktenübernahmen: • September2008 und Januar 2009: Zugang S 10/2009; Übernahme von Schulunterlagen im Umfang von etwa 2,5 lfd. Metern bei der Cornelia-Funke-Schule (vgl. Tgb.-Nr. 247/2009) Literatur: keine 109 ANLAGE A: SCHULKATASTER Schulleiter: Schulleiter und stellvertretende Schulleiter der Bürgerschule III (Hafenschule) bzw. der Grundschule Hafenschule: Heinrich Debus, Rektor 24.04.1906 – 30.09.1913 (* 21.11.1861 in Eisern; +) (Amtseinführung 25.04.1906) Rudolf Ziehm, Rektor 01.10.1913 – 30.09.1933 (*; +) (Amtseinführung 01.10.1913) Carl Eggers, Rektor 01.10.1933 – 20.04.1935 (* 04.02.1891 in Petershagen; + 20.04.1935 in Minden) (Amtseinführung 10.11.1933) Ernst Heinrich Friedrich Wilhelm Riechmann, komm. Schulleiter bzw. Rektor 01.10.1935 – 31.03.1936/ (* 05.10.1891 in Gehlenbeck; + 02.07.1971 in Minden) 01.04.1936 – 31.07.1946 Walter Alfred Rudolph, komm. Schulleiter bzw. Rektor 1945 – 30.06.1948/ (* 12.06.1891 in Minden; + 04.02.1982 in Solingen) 01.07.1948 – 31.03.1956 Heinrich Bakemeier, Konrektor 1953 – 1965 (* 14.03.1900 in Wietersheim; +) Gustav Kuhlmann, Rektor 1956 – 31.07.1967 (* 02.12.1901 in Todtenhausen; + 25.08.1980 in Bad Oeynhausen) Wilhelm Appelt, Konrektor 01.05.1965 – 31.07.1968 (* 24.08.1920) Günter Karl Heinz Wilhelm Marcordes, Rektor 01.08.1967 – 25.03.1978 (* 14.02.1922 in Exter; + 25.03.1978 in Minden) (Amtseinführung 23.10.1967) Herbert Kupzok, Konrektor 1969 –1977 (* 23.01.1929 in Adriansdorf) Rolf Pridik, Rektor 1978 – 31.07.1989 (* 23.07.1927 in Reval) (Amtseinführung 06.12.1978) Ilse Kosche, Konrektorin 1978 – 31.07.1989 (* ) Harald Brink, Rektor 01.08.1989 – 2006 (* 03.05.1941 in Minden) Evelyn Wullkotte, Konrektorin (* ) 110 ANLAGEN Grundschule Hahlen: Schulgeschichte: Im Jahr 1650 wird erstmals eine Schule in Hahlen erwähnt. Diese dürfte neben der Kapelle im Ortskern gestanden haben. Im Jahr 1764 wird die baufällige Schule durch einen Neubau ersetzt. Steigende Schülerzahlen machen bald die Errichtung eines größeren Gebäudes mit zwei Klassenräumen notwendig. Dieses wird in den Jahren 1820 und 1821 errichtet um am 28. November 1821 feierlich eingeweiht. In den Jahren 1884 bis 1886 wird dann ein zusätzliches zweigeschossiges Schulgebäude, das Schulhaus II, errichtet. Dieses wird am 4. Juni 1886 bezogen. In den Jahren 1901 und 1902 wird es um einen eingeschossigen Anbau erweitert. Dennoch leidet die Schule noch immer unter akuter Raumnot und so wird in den Jahren 1912 und 1913 ein drittes Gebäude, das Schulhaus III, gebaut. In den Jahren 1926 und 1927 wird schließlich ein weiteres vierklassiges Schulgebäude errichtet. Dieses wird am 29. November 1927 eingeweiht. Das alte Schulgebäude von 1820/21 wird verkauft und seitdem nur noch für Wohnzwecke genutzt. In den Jahren 1961 und 1962 wird neben dem 1926/27 gebauten Schulgebäude ein sechsklassiger Neubautrakt errichtet. Dieser wird am 9. Januar 1962 eingeweiht. Seitdem ist die gesamte Schule in einem einzigen Gebäudekomplex untergebracht. Mit dem Beginn des Schuljahres 1968/69 wird die Volksschule Hahlen in eine Grundschule umgewandelt. Am 1. Januar 1973 wird die bislang selbständige Gemeinde Hahlen in die Stadt Minden eingemeindet. Die Grundschule Hahlen geht damit in die Trägerschaft der Stadt Minden über. Im August 2005 werden die Grundschulen Hahlen und Rodenbeck zur Michael-Ende-Schule zusammengeschlossen. Schulstandorte: Alte Schulstraße 23 (Schulgebäude von 1820/21) Königstraße 341 Namen der Schule: Volksschule Hahlen Grundschule Hahlen 111 ANLAGE A: SCHULKATASTER Schulnummer: 127 048 Schulträger: bis 31.12.1972: Gemeinde Hahlen seit 01.01.1973: Stadt Minden Schulformen: Volksschule Gemeinschaftsgrundschule Aktenübernahmen: • Mai 2005: Übernahme von Schulunterlagen im Umfang von etwa 1,0 lfd. Metern (vgl. Tgb.-Nr. 414/2005) • Februar 2011: Zugang S 5/2011; Übernahme von Schulunterlagen im Umfang von etwa 0,5 lfd. Metern Literatur: • Hans Eberhard Brandhorst: „Dörfliches Schulwesen. Die Schule in Hahlen und ihre Lehrer vom 17. bis zum 20. Jahrhundert“, in: An Weser und Wiehen. Beiträge zur Geschichte und Kultur einer Landschaft. Festschrift für Wilhelm Brepohl, (= Mindener Beiträge, Band 20), Minden: J. C. C. Bruns, 1983, S. 247–260. 112 ANLAGEN Schulleiter: Schulleiter und stellvertretende Schulleiter der Volksschule Hahlen bzw. der Grundschule Hahlen: Carl Friedrich Dammeyer, 1. Lehrer 1813 – 12.09.1837 (* 04.11.1785 in Nettelstedt; + 12.09.1837) Caspar Heinrich Weber, 1. Lehrer 1837 – 1854 (* 1784; +) Franz Ludwig Weber, 1. Lehrer 1854 – 1865 (* 1784; +) Johann Hermann Wittenberg, 1. Lehrer 1865 – 1883 (*; +) Jakob Peters, 1. Lehrer 1883 – 1897 (*; +) Friedrich Knollmann, 1. Lehrer, Hauptlehrer bzw. Rektor 01.01.1898 – 31.03.1932 (*; +) Rehmer, Konrektor – 1929 (*; +) Grotemeyer, Rektor 1932 – (* ; + ) Paul Hinkforth, 01.10.1945 – 1948 (* ; + ) Erwin Winter, 1948 – 1955 (* ; + ) Karl Mönkemöller, Rektor 1955 – 31.03.1966 (* 01.07.1900 in Deppendorf; + 19.12.1994) Heinz Droste, Konrektor – 1966 (* in Minden; + 11.01.1975) Heinz Droste, Rektor 1966 – 11.01.1975 (* in Minden; + 11.01.1975) Rolf Pridik, Konrektor 01.10.1967 – 1978 (* 23.07.1927 in Reval) Wilhelm Barrakling, Rektor 1975 – 1997 (* ) (Amtseinführung 03.10.1975) Roswitha Ullrich, Rektorin 1997 – (* ) 113 ANLAGE A: SCHULKATASTER Grundschule Kutenhausen: Schulgeschichte: Im Jahr 1841 erhält das Dorf Kutenhausen seine erste eigene Schule. Das alte Schulgebäude an der Kutenhauser Dorfstraße, in dem sich heute das Heimathaus Kutenhausen befindet, wird im Jahr 1885 durch einen Neubau auf der gegenüberliegenden Straßenseite ersetzt. Im Jahr 1910 wird das neue Schulgebäude um einen dritten Klassenraum vergrö- ßert. Ein erneuter Ausbau erfolgt im Jahr 1950. Schließlich wird im Jahr 1974 der Bau eines Pavillons notwendig. Der Schulkomplex wird 1958 um eine Turnhalle und 1965 um einen Sportplatz ergänzt. Mit dem Beginn des Schuljahres 1967/68 wird die Volksschule Kutenhausen in eine Grundschule umgewandelt. Die Schulträgerschaft geht von der Gemeinde Kutenhausen auf den Schulverband Todtenhausen/Kutenhausen über. Wenig später wird die Grundschule Kutenhausen mit der Grundschule Stemmer vereinigt. Am 1. Januar 1973 wird die bislang selbständige Gemeinde Kutenhausen in die Stadt Minden eingemeindet. Die Grundschule Kutenhausen befindet sich seitdem in Trägerschaft der Stadt Minden. Vom 30. Juni bis zum 7. Juli 1991 findet eine Festwoche zum 150–jährigen Jubiläum der Schule statt. Von 1996 bis 2005 ist die Grundschule Stemmer vorübergehend wieder selbständig, wird dann aber erneut mit der Grundschule Kutenhausen vereinigt. Im Jahr 2008 werden das Schulgebäude und der zugehörige Pavillon abgerissen und durch einen Neubau mit Mensa und zusätzlichen Räumen für die Ganztagsbetreuung ersetzt. Schulstandorte: Kutenhauser Dorfstraße 29 (heute Heimathaus Kutenhausen) Kutenhauser Dorfstraße 32 bis 31.07.1996: Auf der Bult 1 (Standort Stemmer) Namen der Schule: Volksschule Kutenhausen Grundschule Kutenhausen - Gemeinschaftsschule der Stadt Minden 114 ANLAGEN Schulnummer: 127 188 Schulträger: bis 31.07.1967: Gemeinde Kutenhausen (Amt Petershagen) 01.08.1967 bis 31.12.1972: Schulverband Todtenhausen/Kutenhausen/Stemmer seit 01.01.1973: Stadt Minden Schulformen: Volksschule Gemeinschaftsgrundschule Aktenübernahmen: • März 2008: Übernahme von Schulunterlagen im Umfang von etwa 0,25 lfd. Metern (vgl. Tgb.-Nr. 405/2008); • März 2009: Zugang S 11/2009; Übernahme von Schulunterlagen im Umfang von etwa 1,5 lfd. Metern in der Schule und im Heimathaus Kutenhausen (vgl. Tgb.-Nr. 259/2009) • Juli 2010: Zugang S 8/2010; Übernahme von Schulunterlagen aus Privathand (vgl. Tgb.-Nr. 756/2010) Literatur: • 150 Jahre Schule in Kutenhausen 1841–1991. Festschrift zum 150jährigen Jubiläum der Schule Kutenhausen, herausgegeben von der Grundschule Kutenhausen, Minden: OFD-Druck, 1991. 115 ANLAGE A: SCHULKATASTER Schulleiter: Schulleiter und stellvertretende Schulleiter der Volksschule Kutenhausen bzw. der Grundschule Kutenhausen: Heinrich Philipp Christoph Dralle, Lehrer 1841 – 1851 (* ; +) Witte, Schulleiter 1851 – 1859 (* ; +) Poos, Schulleiter 1859 – 1863 (* ; +) Wilke, Schulleiter 1863 – 1890 (* ; +) Wilhelm Rathert, Schulleiter 1890 – 1899 (* ; +) Friedrich Ruhe, Hauptlehrer (seit 1910) und Schulleiter 1899 – 30.09.1934 (* in Stemmer; +) Friedrich Wehrse, Hauptlehrer und Schulleiter 01.05.1935 – 1947 (* ; +) Reinhold Heinrich, Hauptlehrer und Schulleiter 1947 – 31.03.1952 (* ; +) Wilhelm Buhrmester, Hauptlehrer und Schulleiter bzw. Rektor 01.07.1952 – 1969/ (* ; +) 1969 – 1970 Fritz Homann, Konrektor 1969 – 1971 (* ; + 17.12.1984) Fritz Homann, Rektor 1971 – 31.07.1980 (* ; + 17.12.1984) Hermann Bossert, Konrektor 1971 – 1973 (* ) Anneliese Wildner, Konrektorin 1973 – 1978 (* ) Peter Kaiser, Konrektor 1978 – 1984 (* ) Klaus-Jürgen Stritzel, Rektor 1980 – 31.07.1994 (* ) Imina Ibrügger, Konrektorin 1984 – 1987 (* ) Karin Borcherding, Konrektorin 1988 – 1993 (* ) Marie-Luise Buddenbohm, Konrektorin 1993 – 1994 (* ) 116 ANLAGEN Marie-Luise Buddenbohm, Rektorin 1994 – 2008 (* ) Marina Bischoff, Rektorin 2009 – 2013 (* ) Katrin Möhring, Konrektorin 2009 – 2014 (* ) Katrin Möhring, Rektorin 2014 – heute (* ) 117 ANLAGE A: SCHULKATASTER Grundschule Minderheide Schulgeschichte: Am 3. August 1826 genehmigt die Regierung Minden die Errichtung einer Schule auf der Mindener Heide. Da sich die Stadt Minden und die Gemeinden Hahlen, Hartum und Holzhausen II aber lange nicht auf einen Standort für das Schulgebäude einigen können, verzögert sich der Schulbau. Ende 1837 gründen die Interessenten aus den Bauerschaften Hahlen, Hartum und Holzhausen II sowie der Mindener Feldmark endlich eine Schulgemeinde. Mit finanzieller Unterstützung der Regierung Minden kann nun ein geeignetes Grundstück erworben werden und die Bauarbeiten beginnen. Im Frühjahr 1838 wird der erste Lehrer, Johann Carl Plate, feierlich in sein Amt eingeführt. Wegen ständiger Streitigkeiten zwischen ihm mit dem Schulvorstand wandert er schließlich 1850 mit seiner Familie in die USA aus. Steigende Schülerzahlen machen bald die Errichtung eines neuen Schulgebäudes mit zwei Klassenräumen notwendig. Der Neubau wird am 2. April 1883 bezogen. Am 22. Juni 1900 feiert der langjährige Schulleiter Ludwig Bliefterning sein 50– jähriges Dienstjubiläum. Wenig später wird am 6. August 1900 der Grundstein für ein zweites Schulgebäude gelegt. Dieses wird am 16. August 1901 eingeweiht. In der Nacht vom 4. zum 5. September 1926 brennen Teile der Schule aus. Der Schulvorstand beschließt wenig später die Aufstockung des Gebäudes. Am 18. Oktober 1927 können der wiederhergestellte Schultrakt und zwei zusätzliche Klassenräume bezogen werden. Im Jahr 1958 wird die Schule komplett umgebaut und erneut erweitert. Der Altbau kann am 1. Juni 1959, der Erweiterungsbau am 2. September 1959 bezogen werden. Am 28. und 29. Juni 1963 wird die 125–Jahrfeier der Schule begangen. Im Zuge der Gebietsreform geht die Schulträgerschaft am 1. Januar 1973 vom Schulverband Minderheide auf die Stadt Minden über. Vom 27. Juni bis zum 2. Juli 1988 findet eine Festwoche zum 150–jährigen Bestehen der Schule statt. Mit Beginn des Schuljahres 2006/07 wird die Grundschule Minderheide mit der Grundschule „In den Bärenkämpen“ zur Mosaik-Schule zusammengelegt. Im November 2009 wird deren Schulstandort in Minderheide endgültig geschlossen. Schulstandorte: Petershäger Weg 201 118 ANLAGEN Namen der Schule: Volksschule Minderheide Grundschule Minderheide Schulnummer: 126 925 Schulträger: bis 31.12.1972: Schulverband Minderheide 01.01.1973 bis 2006: Stadt Minden Schulformen: Volksschule Gemeinschaftsgrundschule Aktenübernahmen: • Oktober 2008: Übernahme von Schulunterlagen im Umfang von etwa 2,0 lfd. Metern am Standort Minderheide der Mosaik-Schule (vgl. 1249/2008); • März 2009: Zugang S 9/2009; Übernahme von Schulunterlagen im Umfang von etwa 0,5 lfd. Metern am Standort „In den Bärenkämpen“ der Mosaik-Schule (vgl. Tgb.-Nr. 248/2009) Literatur: • 125 Jahre Schule Minderheide 1838–1963, [Festschrift aus Anlaß des 125 jährigen Bestehens der Schule und des Schulverbandes Minderheide], Minden: J. C. C. Bruns, [1963]. • 150 Jahre Schule Minderheide 1838–1988. Festschrift, herausgegeben von der Grundschule Minderheide, [Minden 1988]. 119 ANLAGE A: SCHULKATASTER Schulleiter: Schulleiter und stellvertretende Schulleiter der Volksschule Minderheide bzw. der Grundschule Minderheide: Johann Carl Plate, Lehrer 1838 – 1850 (* 04.05.1811; + 11.08.1874) Ludwig Bliefterning, Hauptlehrer 1850 – 30.09.1900 (* 28.09.1823 in Petershagen; +) Carl Brockmann, Hauptlehrer 1900 – 31.03.1919 (*; +) Gustav Schraplau, Hauptlehrer bzw. Rektor 01.04.1919 – 30.06.1922/ (*; + 07.02.1957) 01.07.1922 – 21.09.1946 Martha Wirths, komm. Schulleiterin 26.09.1946 – 1947 (*; + 03.04.1948) Arnold Osterwald, Schulleiter 22.04.1947 – 30.03.1949 (*; +) Friedrich Hartmann, Rektor 01.04.1949 – 31.03.1962 (*; +) Anton Sturma, Konrektor 01.02.1954 – 31.03.1958 (* 29.08.1917 in Ohrnes) Heinz Bock, komm. Schulleiter bzw. Rektor 01.04.1962 – 30.04.1962/ (*; +) 01.05.1962 – Kurt Dohnke, Konrektor 01.10.1958 – (* 24.09.1908; + 11.08.1984) Kurt Dohnke, komm. Schulleiter bzw. Rektor 01.01.1969 – / (* 24.09.1908; + 11.08.1984) – 31.07.1974 Rudolf Schirmeister, komm. Schulleiter bzw. Rektor 09.09.1974 – 1974/ (* 06.04.1926 in Minden; +18.08.1983) 30.10.1974 – 1981 Edith Backhausen, Konrektorin 22.10.1974 - (*; +) Edith Backhausen, komm. Schulleiterin bzw. Rektorin 1981 – 1982/ (*; +) 1982 – 1987 (Amtseinführung 19.03.1982) Imina Ibrügger, komm. Schulleiterin bzw. Rektorin 01.08.1987 – 1988/ (*; +) 1988 – 2009 (Amtseinführung 29.04.1988) 120 ANLAGEN Kuhlenkampschule: Schulgeschichte: Die Hilfsschule wird am 4. Mai 1905 gegründet. Anfangs ist sie in einer Baracke des alten Krankenhauses an der Brüderstraße untergebracht. Danach findet sie vorübergehende Aufnahme in Kellerräumen der Knaben-Mittelschule, im Kinderhort am Königsplatz, in einem Nebengebäude des Lyzeums sowie in der Mädchen-Mittelschule. Seit dem 1. Juni 1927 trägt die Hilfsschule den Namen Pestalozzischule. Im Jahr 1939 zieht sie in das Gebäude der von den Nationalsozialisten geschlossenen Domschule. Dieses Gebäude wird gegen Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört, so dass der Unterricht erst Ende Januar 1946 in Räumen der Bürgerschule I wiederaufgenommen werden kann. In den Folgejahren kann die Pestalozzischule mehrere Räume der Knaben-Mittelschule nutzen. Am 4. Juli 1951 beschließt die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Minden schließlich das Gebäude des früheren Wehrbezirkskommandos in der Goeben straße für eine Nutzung durch die Pestalozzischule umzubauen. Anfang Januar 1952 kann dort der Unterricht aufgenommen werden Am 14. Juni 1955 wird das 50–jährige Bestehen der Schule gefeiert. Schließlich wird am 12. Mai 1972 mit dem Bau eines neuen Schulgebäudes auf dem Gelände des ehemaligen Gutes Kuhlenkamp begonnen. Die Einweihung des Neubaus erfolgt am 14. September 1973. Durch Beschluss der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Minden vom 14. Juni 1973 heißt die Schule ab dem 1. August 1973 „Kuhlenkampschule – Schule für Lernbehinderte (Sonderschule) – der Stadt Minden“. Die Kuhlenkampschule wird am 16. Dezember 1984 durch einen Großbrand völlig zerstört. Der Wiederaufbau der Schule wird am 21. Mai 1985 begonnen und im Jahr 1986 abgeschlossen. Nach beinahe zwei Jahren in Ausweichquartieren kann der Unterrichtsbetrieb am alten Standort mit Beginn des Schuljahres 1986/87 wieder aufgenommen werden. Schulstandorte: Goebenstraße 4 Am Schäferfeld 20a Namen der Schule: bis 31.05.1927: Hilfsschule 01.06.1927 bis 31.07.1973: Pestalozzischule seit dem 01.08.1973: Kuhlenkampschule – Schule für Lernbehinderte (Sonderschule) 121 ANLAGE A: SCHULKATASTER Schulnummer: 156 899 Schulträger: seit der Gründung: Stadt Minden Schulformen: Hilfsschule Sonderschule Förderschule Aktenübernahmen: • bislang keine (alle Unterlagen der Schule wurden durch den Großbrand am 16. Dezember 1984 vernichtet) Literatur: • „50 Jahre Pestalozzi-Schule in Minden“, in: Mindener Tageblatt, 98. Jahrgang, Nr. 134 (= 14. Juni 1955). 122 ANLAGEN Schulleiter: Rektoren und Konrektoren der Hilfsschule, Pestalozzischule bzw. Kuhlenkampschule: Karl Schlake, Hauptlehrer bzw. Rektor 1908 – 1914/ (*; + 27.07.1954) 1914 – 1936 Ilskensmeier, Hauptlehrer – (*; + ) Fritz Pantel, Rektor – 1953 (*; + ) Emil Böttcher, komm. Schulleiter bzw. Rektor –1953/ (*; + ) 1953 – 31.03.1956 Wilhelm Singenstroth, komm. Schulleiter bzw. Rektor 01.04.1956 – 31.10.1956/ (* 17.02.1902 in Pavenstädt; + 1975) 01.11.1956 – 31.07.1967 Wilhelm Oelkers, Konrektor 20.06.1961 – 31.03.1966 (* 11.04.1900 in Hannover; +) Friedel Schrage, komm. Schulleiter bzw. Rektor 01.08.1967 – 1968 (*; + ) 10.04.1968 – 31.07.1985 (Amtseinführung 14.06.1968) Heinz Hoppmann, Konrektor (*) Heinz Hoppmann, komm. Schulleiter bzw. Rektor 1985 – 1986/ (* ) 1987 – 2001 (Amtseinführung xx.xx.1987) Konstanze Hickendorf (* ) 2001 – Thomas Schütte, Konrektor 123 ANLAGE B: ENTWICKLUNG DER SCHULWESENS IN DER STADT MINDEN Anlage B: Entwicklung der Schulwesens in der Stadt Minden Gymnasien FS: Frauenschule FOS: Frauenoberschule 124 ANLAGEN 125 ANLAGE B: ENTWICKLUNG DER SCHULWESENS IN DER STADT MINDEN Realschulen 126 ANLAGEN Hauptschulen 127 ANLAGE B: ENTWICKLUNG DER SCHULWESENS IN DER STADT MINDEN Förderschule 128 ANLAGEN Grundschulen Ei ne -W elt -S ch ul e, Bi er po hl sc hu le, D om sc hu le un d H oh en sta uf en sc hu le 129 ANLAGE B: ENTWICKLUNG DER SCHULWESENS IN DER STADT MINDEN Gr un ds ch ul e „ Am W ieh en “ m it Vo rg än ge rs ch ul en Co rn eli a- Fu nk e- Sc hu le un d M ich ae l-E nd e- Sc hu le m it Vo rg än ge rs ch ul en 130 ANLAGEN Mosaik-Schule mit Vorgängerschulen Grundschule Dankersen/Leteln mit Vorgängerschulen Grundschulen Kutenhausen mit Vorgängerschulen 131 ANLAGE C: AUFBEWAHRUNGSFRISTEN FÜR SCHULUNTERLAGEN Anlage C: Aufbewahrungsfristen für Schulunterlagen 1.) Unterlagen zu Schülerinnen, Schülern und Eltern Verordnung über die zur Verarbeitung zugelassenen Daten von Schülerinnen, Schülern und Eltern (VO-DV I) vom 14. Juni 2007 (BAS. 10 - 44 Nr. 2.1) § 9 Aufbewahrung, Aussonderung, Löschung und Vernichtung der Dateien und Akten (1) Für personenbezogene Daten, die nach dieser Verordnung in Dateien gespeichert oder in Akten aufbewahrt werden, gelten folgende Fristen: 1. Zweitschriften von Abgangs- und Abschlusszeugnissen 50 Jahre 2. Schülerstammblätter 20 Jahre 3. Zeugnislisten, Zeugnisdurchschriften, (soweit es sich nicht um Abgangs- und Abschlusszeugnisse handelt), Unterlagen über die Klassenführung (Klassenbuch, Kursbuch), Akten über Schülerprüfungen 10 Jahre 4. alle übrigen Daten 5 Jahre […] 2) Sind die Daten nach Absatz 1 in öffentlichen ADV-Anlagen oder auf Datenträgern gespeichert, gelten die Aufbewahrungsfristen entsprechend. […] (3) Akten und Dateien, deren Aufbewahrungsfristen abgelaufen sind, sind […] dem zuständigen Archiv zur Übernahme anzubieten. Akten und Dateien, die nicht durch ein Archiv übernommen werden, sind zu vernichten oder zu löschen. (4) Zur Führung der Schulchronik (Daten zur Schulgeschichte) dürfen Schulen die folgenden personen bezogenen Daten von Schülerinnen und Schülern zeitlich unbefristet verwenden: 1. Name, Geburtsname, Vorname, Geschlecht, 2. Geburtsdatum, Geburtsort, Geburtsland, 3. Anschrift, 4. Daten über die Dauer des Besuchs der Schule. 132 ANLAGEN 2.) Unterlagen zu Lehrerinnen und Lehrern Verordnung über die zur Verarbeitung zugelassenen Daten der Lehrerinnen und Lehrer (VO-DV II) vom 22. Juli 1996 (BAS. 10 - 41 Nr. 6.1) § 9 Aufbewahrung, Aussonderung, Löschung und Vernichtung der Dateien und Akten (1) Personenbezogene Daten, die nach dieser Verordnung in Dateien gespeichert oder in Akten aufbewahrt werden, dürfen für den gesamten Zeitraum, für den personenbezogene Daten dem Grunde nach zur Aufgaben erfüllung erforderlich sind, […] gespeichert werden und bleiben, […]. Es gelten folgende Aufbewahrungsfristen: 1. Akten der Lehramtsprüfungen a.) Entwürfe von Zeugnissen und Bescheinigungen sowie die Niederschriften über die Notenbildung aufgrund mehrerer Prüfungsleistungen b.) der übrige Inhalt der Prüfungsakten 50 Jahre, 5 Jahre, 2. Daten nach § 5 [Datenbestand in der Schule] 5 Jahre, 3. Daten nach § 6 [Datenbestand in den Schulaufsichtsbehörden] a.) Daten zur Vorbereitung und zur Durchführung von Lehrerfortbildung b.) Daten zur Vorbereitung und zur Durchführung von Seminareinweisungsverfahren c.) Daten zur Personalausgabenbudgetierung d.) alle übrigen Daten 4. Daten nach § 7 [Datenbestand im Landesprüfungsamt], soweit sie nicht von Nummer 1 erfasst werden 1 Jahr, 1 Jahr, 1 Jahr, 5 Jahre, 1 Jahr. […] (2) […] (3.) Die Aufbewahrungsfristen beginnen, sofern nichts anderes bestimmt ist, mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Akten oder Dateien abgeschlossen worden sind oder die in Dateien gespeicherten personenbezogenen Daten zur Aufgabenerfüllung nicht mehr erforderlich sind. (4) Akten oder Dateien, deren Aufbewahrungsfristen abgelaufen sind, sind dem zuständigen Archiv zur Über nahme anzubieten. Erfolgt keine Übernahme der Akten und Dateien durch das Archiv, sind sie zu vernichten oder zu löschen. (5) Zur Führung einer Schulchronik (Daten zur Schulgeschichte) dürfen Schulen die folgenden personen bezogenen Daten des Personenkreises nach § 1 Absatz 1 Nummer 1 bis 3 [Lehrerinnen und Lehrer, Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter und der Lehrkräfte in Ausbildung, sonstiges an Schulen tätiges Personal] zeitlich unbefristet verwenden: 1. Name(n), Geburtsname, Vorname(n), Geschlecht, 2. Geburtsdatum, Geburtsort, Geburtsland, 3. Anschrift, 4. Daten über Art und Dauer der Beschäftigung an der Schule. 133 ANLAGE C: AUFBEWAHRUNGSFRISTEN FÜR SCHULUNTERLAGEN 2.) alle sonstige Unterlagen Richtlinien für die Aufbewahrung, Aussonderung und Vernichtung von Akten bei Behörden und Einrichtungen im Geschäftsbereich des Ministeriums für Schule und Weiterbildung; Runderlass des Kultusministeriums vom 6. März 1981 (BAS. 10 - 48 Nr. 4) 2. Aufbewahrungsfristen Soweit im Einzellfall keine längere Frist geboten ist, sind aufzubewahren: 2.1 […] 2.2. Alle übrigen Daten 5 Jahre Die Aufbewahrungsfristen beginnen, soweit nichts anderes ausdrücklich bestimmt ist, mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Akten geschlossen worden sind. 3. Aussonderung und Ablieferung 3.1. Akten, deren Aufbewahrungsfristen abgelaufen sind und die für den laufenden Geschäftsbetrieb nicht mehr benötigt werden, sind […] zur Übernahme anzubieten. […] 134 ANLAGEN Anlage D: Bewertungskatalog für die Unterlagen einzelner Schulen Die Gliederung dieses Bewertungskatalogs orientiert sich am »Bewertungsmodell Schulen« des Staatsarchivs Hamburg sowie an mehreren online verfügbaren Musteraktenplänen für allgemeinbildende Schulen.124 Aufgabenbereich Bewertung/ Auswahlverfahren Überlieferungsziel Schulverwaltung und Schulbetrieb Schulleitung Schulleitungssitzungen, Dienstbesprechungen A Organisation und Entwicklung einer Schule Mitteilungen an Eltern und Schüler B Archivierung wichtiger Mitteilungen Organisation, Entwicklung und Tätigkeit einer Schule Schulleiterkonferenzen (V) Übernahme bei der oberen Schulaufsichtsbehörde (A) Schulmitwirkung, Gremien Schulkonferenz (§§ 65 und 66 SchulG NRW) A Entwicklung und Tätigkeit einer Schule Lehrerkonferenzen (§ 68 SchulG NRW) A Entwicklung und Tätigkeit einer Schule Fachkonferenzen (§ 70 SchulG NRW) A Entwicklung und Tätigkeit einer Schule Klassenkonferenzen, Jahrgangsstufenkonferenz (§ 71 SchulG NRW) B Archivierung von wenigen Beispielfällen Entwicklung und Tätigkeit einer Schule Schulpflegschaft (§ 72 SchulG NRW) A Entwicklung, Tätigkeit und gesellschaftliche Stellung einer Schule Klassenpflegschaften, Jahrgangsstufenpflegschaften (§ 73 SchulG NRW) B Archivierung von wenigen Beispielfällen Entwicklung, Tätigkeit und gesellschaftliche Stellung einer Schule 124 Vgl. z. B. den von Nicola Bruns vom LWL-Archivamt für Westfalen entworfenen Musteraktenplan für die LWL-Förderschulen (http://www.lwl.org/waa-download/tagungen/Workshop_Schule/ 4_Bruns_Anlage.pdf) und den vom Verband schleswig-holsteinischer Kommunalarchivarinnen und Kommunalarchivare (VKA) herausgegebenen Musterakten für allgemeinbildende Schulen (http://www.vka-sh.de/files/vka-sh/content/download/A-plan%20Schulen%202015.pdf). 135 ANLAGE D: BEWERTUNGSKATALOG FÜR DIE UNTERLAGEN EINZELNER SCHULEN Aufgabenbereich Bewertung/ Auswahlverfahren Überlieferungsziel Schülervertretung (§ 74 SchulG NRW), Schülersprecher A Entwicklung einer Schule (aus Sicht der Schüler) Schulorganisation Aktenordnung, Aktenplan A Organisation und Entwicklung einer Schule Geschäftsverteilung, Zuständigkeitsregelung A Organisation und Entwicklung einer Schule Schulordnung A Organisation und Entwicklung einer Schule Einzugsgebiet (V) Übernahme bei der Schulverwaltungsbehörde des Schulträgers (A) Entwicklung der Schule Gründung, Zusammenlegung, Umstrukturierung, Umzug, Auflösung A Organisation und Entwicklung einer Schule Namensgebung A Gesellschaftliche und kulturelle Stellung sowie Tradition einer Schule Schul- und Ortschroniken A Entwicklung und Tätigkeit sowie gesellschaftliche und kulturelle Stellung einer Schule Schulprogramm, Leitbild A Entwicklung und Tätigkeit einer Schule Jahresberichte A Entwicklung und Tätigkeit einer Schule Schulträger, äußere Schulangelegenheiten Schulausschuss (V) Übernahme bei der Schulverwaltungsbehörde des Schulträgers (A) Schulentwicklungsplanung (V) Übernahme bei der Schulverwaltungsbehörde des Schulträgers (A) 136 ANLAGEN Aufgabenbereich Bewertung/ Auswahlverfahren Überlieferungsziel Schriftverkehr mit dem Schulträger (V) Übernahme bei der Schulverwaltungsbehörde des Schulträgers (B) Schulgebäude, Schulgelände, Schulräume (V) Übernahme bei den Bau- und Liegenschaftsverwaltungen des Schulträgers (B) Schulausstattung, Inventarverzeichnisse B Archivierung von wenigen Beispielfällen Entwicklung und Tätigkeit einer Schule Schulreinigung V Schülerbeförderung V Schulaufsicht Gesetze, Verordnungen und Erlasse V Schriftverkehr mit den Schulaufsichtsbehörden (V) Übernahme bei den verschiedenen Schulaufsichtsbehörden (B) Schulstatistiken und allgemeine Berichte V Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen im In- und Ausland Schulpartnerschaften, Schüleraustausch A Gesellschaftliche Stellung einer Schule Schulverein, Fördervereine A Gesellschaftliche Stellung einer Schule Kooperationen mit sonstigen Einrichtungen B Archivierung von wenigen Beispielfällen Gesellschaftliche Stellung einer Schule Haushalts-, Kassen- und Rechnungsangelegenheiten Finanzplanung, Haushaltsplan V Haushaltsvoranschläge, Haushaltsanmeldungen V Zuschüsse V 137 ANLAGE D: BEWERTUNGSKATALOG FÜR DIE UNTERLAGEN EINZELNER SCHULEN Aufgabenbereich Bewertung/ Auswahlverfahren Überlieferungsziel Erhebung von Schulgeld B Archivierung von wenigen Beispielfällen Finanzierung und Entwicklung des Schulwesens Stiftungen, Spenden B Archivierung von wenigen Beispielfällen sowie herausragenden Einzelfällen Gesellschaftliche Stellung einer Schule Unterrichtsorganisation und Schulleben Unterrichtsorganisation Lehrpläne/Bildungspläne (V) Übernahme bei den verschiedenen Schulaufsichtsbehörden (B) Unterrichtsverteilung, Klassenbildung V Klassenbücher, Kurshefte V Lehr- und Lernmittel V besondere Unterrichtsangebote (z. B. muttersprachlicher Unterricht, Verkehrserziehung) A Tätigkeit einer Schule Inklusion B Archivierung von wenigen Beispielfällen Tätigkeit einer Schule Schule und Beruf Schülerbetriebspraktikum B Archivierung von wenigen Beispielfällen Tätigkeit einer Schule schulische Veranstaltungen Schuljubiläen A Entwicklung einer Schule Einschulungs- und Entlassungsfeiern V Klassen- und Schulfeste B Archivierung von wenigen Beispielfällen Gesellschaftliche und kulturelle Stellung einer Schule Klassen- und Studienfahrten, Wandertage B Archivierung von wenigen Beispielfällen Tätigkeit einer Schule 138 ANLAGEN Aufgabenbereich Bewertung/ Auswahlverfahren Überlieferungsziel Projektwochen B Archivierung von wenigen Beispielfällen Tätigkeit einer Schule Sportwettkämpfe B Archivierung von wenigen Beispielfällen Tätigkeit einer Schule Schülerinnen und Schüler allgemeine Schülerangelegenheiten Schüleraufnahmebücher A Werdegang einzelner Schülerinnen und Schüler Schülerlisten, Schülerkarteien, Schülerdateien A Werdegang einzelner Schülerinnen und Schüler Schülerakten, Schülerstammblätter V Zeugnisbücher, Zeugniszweitschriften B Archivierung von Abgangs- und Abschlusszeugnissen Lern- und Leistungsentwicklung einzelner Schülerinnen und Schüler Prüfungen Klassenarbeiten, Klausuren V Fach- und Hausarbeiten V Aufnahmeprüfungen B Archivierung von wenigen Beispielfällen Auslese und Beurteilung von Schülerinnen und Schülern Abiturunterlagen B vollständige Archivierung der allgemeinen Prüfungsunterlagen (bis 2007), Auswahlarchivierung der Abiturklausuren Entwicklung des Schulwesens und der Gesellschaft; Lern- und Leistungsentwicklung einzelner Schülerinnen und Schüler sonstige Abschlussprüfungen V Schriftverkehr mit Schülerinnen und Schülern Schriftverkehr mit ehemaligen Schülern/Schülerinnen B Archivierung von wenigen Beispielfällen Werdegang ehemaliger Schülerinnen und Schüler Eltern Schriftverkehr mit Eltern 139 ANLAGE D: BEWERTUNGSKATALOG FÜR DIE UNTERLAGEN EINZELNER SCHULEN Aufgabenbereich Bewertung/ Auswahlverfahren Überlieferungsziel Beschwerden, Widersprüche B Archivierung von wenigen Beispielfällen sowie herausragenden Einzelfällen Tätigkeit einer Schule sonstiger Schriftverkehr V Elternmitwirkung Landeselternrat (V) Übernahme bei den verschiedenen Vereinen oder Verbänden (B) Elternvereine (V) Übernahme bei den verschiedenen Vereinen oder Verbänden (B) Elternmitarbeit B Archivierung von wenigen Beispielfällen Kooperation von Schule und Elternhaus Lehr- und sonstiges Schulpersonal Lehrpersonal Bewerbungen, Versetzungen, Einstellungen V Teilzeit, Beurlaubung V Abordnung, Vertretung V Aus- und Fortbildung V Personalnebenakten der Lehrkräfte (V) Übernahme der eigentlichen Personalakten durch das Landesarchiv NRW (B) Referendare, Lehramtsanwärter V Lehrerrat (§ 69 SchulG NRW) B Archivierung von wenigen Beispielfällen Personalvertretung der Lehrkräfte sonstiges Schulpersonal Schulsozialarbeiter (V) Übernahme bei der Personalverwaltung des Schulträgers (B) 140 ANLAGEN Aufgabenbereich Bewertung/ Auswahlverfahren Überlieferungsziel Hausmeister V Schulsekretärinnen V Schulassistenten V sonstiges gedruckte Jahresberichte und Jahrbücher A Entwicklung und Tätigkeit einer Schule Schülerzeitungen A Entwicklung und Tätigkeit einer Schule (aus Sicht der Schüler) Fotos B Archivierung einer Auswahl Entwicklung und Tätigkeit sowie gesellschaftliche und kulturelle Stellung einer Schule Plakate, Flugblätter B Archivierung einer Auswahl Entwicklung und Tätigkeit sowie gesellschaftliche und kulturelle Stellung einer Schule Zeitungsausschnittsammlungen B Archivierung einer Auswahl Entwicklung und Tätigkeit sowie gesellschaftliche und kulturelle Stellung einer Schule A: archivieren, aufbewahren B: bewerten, Übernahme einer Auswahl V: vernichten, kassieren (V): vernichten nach dem Federführungsmodell; Übernahme an anderer Stelle 141 ANLAGE E: BEWERTUNGSKATALOG FÜR DIE UNTERLAGEN DER KOMMUNALEN SCHULTRÄGER Anlage E: Bewertungskatalog für die Unterlagen der kommunalen Schulträger Die Gliederung dieses Bewertungskatalogs orientiert sich an drei noch unver zeichneten Aktenplänen der Schulverwaltung der Stadt Minden aus den 1950er, 1970er und 1990er Jahren sowie dem im Jahr 2015 vom Verband schleswig-holsteinischer Kommunalarchivarinnen und -archivare (VKA) herausgegeben Musteraktenplan der kommunalen Schulverwaltung125. Aufgabenbereich Bewertung/ Auswahlverfahren Überlieferungsziel Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten allgemeine bundes- und landesrechtliche sowie überörtliche Bestimmungen; Organe der kommunalen Selbstverwaltung Bundesrecht, Landesrecht V Ortsrecht V Stadtverordnetenversammlung, Kreistag V Schulausschuss A Tätigkeit des Schulausschusses und Entwicklung des Schulwesens sonstige Ausschüsse V Aufgaben und Gliederung der Schulverwaltungsbehörde Aufgaben und Gliederung der Stadtbzw. Kreisverwaltung V Geschäftsverteilungsplan der Schulverwaltungsbehörde A Organisation der Schulverwaltungsbehörde (Teil-)Stellenplan der Schulverwaltungsbehörde V Geschäftsordnung und Geschäftsgang der Schulverwaltungsbehörde Allgemeine Geschäftsanweisung (AGA) V sonstige Dienstanweisungen V Dienstliche Mitteilungen, Rundschreiben V 125 Der Musteraktenplan ist online unter http://www.vka-sh.de/files/vka-sh/content/download/ A-plan%20Sch ulverwaltung%202015.pdf zu finden. 142 ANLAGEN Aufgabenbereich Bewertung/ Auswahlverfahren Überlieferungsziel Dienstbesprechungen V Aktenordnung, Aktenplan der Schulverwaltungsbehörde A Schriftgutverwaltung der Schulverwaltungsbehörde Vollmachten, Ermächtigungen, Zeichnungs- und Anordnungsbefugnisse von Dienstkräften B Archivierung von wenigen Beispielfällen Organisation der Schulverwaltungsbehörde Dienstsiegel V Personalangelegenheiten der Schulverwaltungsbehörde Rechtsvorschriften, Regelungen V Personalbedarf V Urlaub, Krankmeldungen, Vertretungen V Nebentätigkeit V Aus- und Fortbildung V Dienstreisen V Diensträume und Sachbedarf der Schulverwaltungsbehörde Diensträume V Inventar, Arbeitsmittel, Sachbedarf V Bürobedarf V Fachliteratur V Statistiken und Berichte Statistiken und allgemeine Berichte V Verwaltungsberichte (V) Übernahme bei der Hauptverwaltung (A) Zeitungsausschnittsammlungen B Archivierung einer Auswahl Dokumentation der Tätigkeit der Schulverwaltungsbehörde oder einzelner Schulen Zusammenarbeit mit anderen Behörden und Einrichtungen Zusammenarbeit mit dem Ministerium V Zusammenarbeit mit externen Behörden und Einrichtungen V 143 ANLAGE E: BEWERTUNGSKATALOG FÜR DIE UNTERLAGEN DER KOMMUNALEN SCHULTRÄGER Aufgabenbereich Bewertung/ Auswahlverfahren Überlieferungsziel Zusammenarbeit mit anderen Dienststellen der eigenen Verwaltung V Haushalts-, Kassen- und Rechnungsangelegenheiten Haushaltsrecht V Doppik V Finanzplanung, Haushaltsplan V Haushaltsvoranschläge, Haushaltsanmeldungen V Zuschüsse V Erhebung von Schulgeld B Archivierung von wenigen Beispielfällen Finanzierung und Entwicklung des Schulwesens Stiftungen, Spenden B Archivierung von wenigen Beispielfällen sowie herausragenden Einzelfällen Gesellschaftliche Stellung einzelner Schulen Prüfungen V Allgemeine Schulangelegenheiten Rechtsgrundlagen Schulgesetz V sonstige Rechtsgrundlagen V Schulreform Schulreform, Schulversuche A Entwicklung des Schulwesens Silentien, Ganztagsschule B Archivierung von wenigen Beispielfällen Organisation und Entwicklung des Schulwesens Schulentwicklungsplanung Schulentwicklungspläne A Organisation und Entwicklung des Schulwesens Schulorganisation Schulbezirke, Schuleinzugsbereiche A Organisation und Entwicklung des Schulwesens Schulverzeichnisse A Organisation und Entwicklung des Schulwesens 144 ANLAGEN Aufgabenbereich Bewertung/ Auswahlverfahren Überlieferungsziel Errichtung/Umwandlung von Schulen A Organisation und Entwicklung des Schulwesens Schließung von Schulen A Organisation und Entwicklung des Schulwesens Zusammenlegung von Schulen A Organisation und Entwicklung des Schulwesens Verlagerung von Schulen A Organisation und Entwicklung des Schulwesens Namensgebung A Gesellschaftliche und kulturelle Stellung einzelner Schulen Elternvertretungen, Schülervertretungen Schulpflegschaften (V) Übernahme bei den einzelnen Schulen (A) Schülermitverwaltung (V) Übernahme bei den einzelnen Schulen (A) Fördervereine (V) Übernahme bei den einzelnen Schulen (A) Schulbetrieb Schulpflicht, Schulbesuch Überwachung der Schulpflicht (V) Übernahme bei den verschiedenen Schulaufsichtsbehörden (B) Erfassung, Anmeldung und Aufnahme (V) Übernahme bei den einzelnen Schulen (B) Einschulungen, Zurückstellungen V Schulwechsel, Klassenwechsel V Übergang zu weiterbildenden oder berufsbildenden Schulen V Überweisung zu Sonderschulen V Ordnungswidrigkeiten (V) Übernahme bei den verschiedenen Schulaufsichtsbehörden (B) 145 ANLAGE E: BEWERTUNGSKATALOG FÜR DIE UNTERLAGEN DER KOMMUNALEN SCHULTRÄGER Aufgabenbereich Bewertung/ Auswahlverfahren Überlieferungsziel Schulbetrieb Unterrichtsausfall V Unterrichtsbefreiung, Beurlaubungen V Schulferien V Schulfeiern, Schulveranstaltungen B Archivierung von wenigen Beispielfällen Gesellschaftliche und kulturelle Stellung einzelner Schulen Gastschüler V Schulausflüge V Schulwettbewerbe B Archivierung von wenigen Beispielfällen Gesellschaftliche und kulturelle Stellung einzelner Schule Schulgebäude und Schulgrundstücke Schulbau, Schulgrundstücke, Schulräume Schulbauplanung und Schulbaurichtlinien V Schulbauprogramme B Schulbaufinanzierung V Schulneubauten, Umbauten, Erweiterungsbauten, Grundstückserwerb (V) Übernahme bei den Bau- und Liegenschaftsverwaltungen des Schulträgers (B) Schulhofgestaltung, Schulgärten (V) Übernahme bei den Bau- und Liegenschaftsverwaltungen des Schulträgers (B) Verwaltung der Schulgebäude und Schulgrundstücke Benutzungsordnung, Nutzungsentgelte V Unterhaltung der Schulgebäude und Schulgrundstücke V Sanierung der Schulgebäude V 146 ANLAGEN Aufgabenbereich Bewertung/ Auswahlverfahren Überlieferungsziel Brandschutz, Unfallschutz V Umweltschutz, Klimaschutz V Reinigung V Vertrieb von Waren in Schulen V Küchenbetrieb, Mensa V Dienstwohnungen, Pachtland B Archivierung von wenigen Beispielfällen Organisation und Entwicklung des Schulwesens Inventar Beschaffung des Schulinventars V Inventarverzeichnisse V Unterhaltung des Inventars, Wartungsverträge V Lehr-, Lern- und Arbeitsmittel Lehr- und Lernmittel V Lehrer- und Schülerbüchereien V Personalangelegenheiten der einzelnen Schulen Lehrpersonal Mitwirkung bei der Besetzung der Schulleiterstellen A Organisation und Entwicklung des Schulwesens Personalnebenakten der Lehrkräfte (V) Übernahme der eigentlichen Personalakten durch das Landesarchiv NRW (B) sonstiges Schulpersonal Hausmeister V Schulsekretärinnen V Schulassistenten V Schülerangelegenheiten Schülerbeförderung Schülerbeförderung V Schülerspezialverkehr V 147 ANLAGE E: BEWERTUNGSKATALOG FÜR DIE UNTERLAGEN DER KOMMUNALEN SCHULTRÄGER Aufgabenbereich Bewertung/ Auswahlverfahren Überlieferungsziel Schulwegsicherung V Schülerversicherungen Sachschäden V Personenschäden V Schülerbetreuung, Schülerförderung Schulspeisung B Archivierung von wenigen Beispielfällen Dokumentation spezieller Ernährungsprogramme der Nachkriegszeit Ganztagsbetreuung B Archivierung von wenigen Beispielfällen Dokumentation spezieller Betreuungsangebote einzelner Schulen Betreute Grundschule B Archivierung von wenigen Beispielfällen Dokumentation spezieller Betreuungsangebote einzelner Schulen Inklusion B Archivierung von wenigen Beispielfällen Dokumentation spezieller Unterrichtsangebote einzelner Schulen Muttersprachlicher Unterricht B Archivierung von wenigen Beispielfällen Dokumentation spezieller Unterrichtsangebote einzelner Schulen Schulgesundheitspflege B Archivierung von wenigen Beispielfällen Dokumentation spezieller Unterrichtsangebote Verkehrserziehung B Archivierung von wenigen Beispielfällen Dokumentation spezieller Unterrichtsangebote Sportwettkämpfe B Archivierung von wenigen Beispielfällen Dokumentation spezieller Unterrichtsangebote Schulschwimmen B Archivierung von wenigen Beispielfällen Dokumentation spezieller Unterrichtsangebote Ausbildungsbeihilfen V A: archivieren, aufbewahren B: bewerten, Übernahme einer Auswahl V: vernichten, kassieren (V): vernichten nach dem Federführungsmodell; Übernahme an anderer Stelle 149 ANLAGE F: EINHEITLICHE KLASSIFIKATION FÜR SCHULBESTÄNDE Anlage F: Einheitliche Klassifikation für Schulbestände I. Schulverwaltung und Schulbetrieb I.1 Entwicklung der Schule I.1.1. Schul- und Ortschroniken I.1.2. Gründung, Zusammenlegung, Umstrukturierung, Umzug, Auflösung I.1.3. Namensgebung I.1.4. Schulprogramm, Leitbild I.1.5. Jahresberichte I.2. Schulleitung I.2.1. Schriftverkehr mit vorgesetzten Behörden I.2.2. Dienstbesprechungen I.2.3. Mitteilungen an Lehrer, Schüler und Eltern I.3. Schulmitwirkung, Gremien I.3.1. Schulkonferenz I.3.2. Lehrer-, Fach-, Klassen- und Jahrgangsstufenkonferenzen I.3.3. Schulpflegschaft, Klassen- und Jahrgangsstufenpflegschaften I.3.4. Schülervertretung, Schülersprecher I.4. Schulorganisation I.4.1. Geschäftsorganisation I.4.2. Schulordnung I.5. Schulgebäude und Schulgelände I.5.1. Schulausstattung, Inventar I.5.2. Gebäude, Schulländereien I.6. Finanzierung I.6.1. Erhebung von Schulgeld I.6.2. Stiftungen, Spenden I.7. Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen I.7.1. Schulpartnerschaften, Schüleraustausch I.7.2. Schulverein I.7.3. Kooperation mit sonstigen Einrichtungen II. Unterrichtsorganisation und Schulleben II.1. Unterrichtsorganisation II.1.1. Lehrpläne II.1.2. besondere Unterrichtsangebote II.1.3. Inklusion II.2. Schule und Beruf II.2.1. Schülerbetriebspraktikum II.3. schulische Veranstaltungen II.3.1. Schuljubiläen, Klassen- und Schulfeste II.3.2. Klassenfahrten, Wandertage, Projektwochen, Sportwettkämpfe 150 ANLAGEN III. Schülerinnen und Schüler III.1. Schülerverzeichnisse III.1.1. Aufnahmebücher, Gesamtschülerverzeichnisse III.1.2. Jahresschülerverzeichnisse III.1.3. Schülerstammlisten, Schulaufnahmelisten III.1.4. sonstige Schülerlisten III.2. Zeugnisse III.2.1. Zeugnisbücher III.2.2. Zeugnislisten III.2.3. Zeugnisvordrucke III.3. Prüfungen III.4. Schriftverkehr mit ehem. Schülerinnen und Schülern IV. Eltern IV.1. Schriftverkehr mit Eltern IV.2. Elternmitwirkung V. Lehr- und sonstiges Schulpersonal V.1. Lehrpersonal V.2. sonstiges Personal

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Zusammenfassung

Schulunterlagen sind eine sehr wichtige Quelle der Bildungs- und Ortsgeschichte. Neben Unterlagen aus schulischer Provenienz müssen daher auch Unterlagen der Schulträger und der Schulaufsichtsbehörden archiviert werden. Hierfür sind neben den kommunalen auch staatliche Archive zuständig. Zur Sicherung der noch vorhandenen Altunterlagen empfiehlt sich eine systematische Erfassung und Sichtung aller Schulen innerhalb des eigenen Archivsprengels. Im Vorfeld durchgeführte Recherchen zur Entwicklung des lokalen Schulwesens erleichtern dabei das Vorgehen. Die Bewertung von Schulunterlagen kann durch Bewertungsmodelle wesentlich vereinfacht werden. Durch eine gezielte Zusammenarbeit mit dem jeweils regional zuständigen staatlichen Archiv lässt sich zudem eine »Überlieferungsbildung im Verbund« erreichen. Am Beispiel des Kommunalarchivs Minden, das mit seinem Vorgehen seit Jahren gute Erfahrungen gemacht hat, zeigt Vinzenz Lübben praxisnah, wie die Archivierung von Schulunterlagen funktionieren kann.