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7. Mitwirkende im Buch in:

Amalia Sdroulia

Die Sprache auf die Bühne bringen, page 75 - 84

Spracherwerb durch Theaterspiel und Szenisches Schreiben am Beispiel von Zweitsprachenlernenden in den Integrationskursen

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4158-1, ISBN online: 978-3-8288-7095-6, https://doi.org/10.5771/9783828870956-75

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Mitwirkende im Buch Das Schülerteam Salim Salim ist 1997, in Shingal, Irak geboren. Er schloss die Schule 2014 mit dem Abitur ab. Seit 2015 lebt er mit seiner Familie in Hannover. Er lernt Deutsch und möchte Bauingenieurwesen studieren. Momentan bereitet er sich für die Aufnahmenprüfung der Universität vor. Er arbeitet ehrenamtlich als Dolmetscher für Arabisch, Kurdisch und Deutsch bei der AWO Region Hannover e.V.. Da er großes Interesse an ehrenamtlicher Hilfe hat, engagiert er sich in vielen Projekten mit Flüchtlingen, zum Beispiel „Aushilfe-Projekt“, „Ordner-Projekt“, „Deutsches Rotes Kreuz“ und seit Kurzem wurde er Teil der Gruppe „UNICEF Hochschule Hannover. Er treibt Sport und liest gerne Bücher. Er möchte sich zukünftig bei einer Organisation für die Religionsfreiheit einsetzen. 7. 75 Dalyer Omer Ezzat ist 1972 in Sulaimany, Irak, geboren. Sie schloss die Schule 1988 ab und machte im Anschluss eine Berufsausbildung als Elektrikerin. Danach war sie 1999 - 2003 als Sozialbeamtin tätig. Sie kam 2003 mit ihrem Mann nach Deutschland. Ein Jahr später bekam sie ihren Sohn. Sie nahm 2011 - 2013 am Programm „Rucksack“ teil und bekam ein Diplom. Danach besuchte sie einen Deutschkurs und einen Orientierungskurs „Stark im Beruf “ bei kargah e.V. Hannover. Sie möchte gerne eine Ausbildung als Bibliothekarin absolvieren. In ihrer Freizeit liest sie gerne Romane und hört Musik. Rosa Hamo ist 1990 in Syrien, Durbassia, geboren. 2008 schloss sie ihr Abitur ab und studierte 2008 - 2014 Agraringenieurwissenschaften an der Damaskus Universität. Sie kam mit ihrer Familie 2015 nach Deutschland. Sie lernt momentan Deutsch und möchte sich im Bereich Pflanzenschutz spezialisieren. Sie würde gerne an der Universität lehren und forschen. Sie liest sehr gerne Bücher und schaut Dokumentar- und Aktionsfilme. Sie würde gerne eine Frauenklinik in Syrien bauen lassen, wenn sie Geld hätte, weil Frauen dort keine Fürsorge bekommen. 7. Mitwirkende im Buch 76 Zozan Ahmad ist 1992 in Hasaka, Syrien, geboren. Sie besuchte neun Jahre die Schule. Wegen des Krieges ging sie in die Türkei und arbeitete dort drei Jahre als Schneiderin. 2015 kam sie nach Deutschland und lernte Deutsch. 2016 war sie als Aushilfe in einer Zahnarztpraxis tätig. Seit Februar 2017 arbeitet sie ehrenamtlich bei einer staatlichen Organisation für Flüchtlinge in Seelze. Sie wird bald mit einer Ausbildung im Rathaus in Seelze beginnen. Ihre Muttersprache ist Kurdisch. Sie spricht auch Arabisch, Türkisch und Deutsch. Ihr macht es viel Spaß und Freude, anderen Menschen zu helfen. Ahmad Hamo ist 1978 in Hasaka, Syrien geboren. Er besuchte zehn Jahre lang die Schule. 2001 zog er nach Damaskus und arbeitete dort zehn Jahre als Schneider. Wegen des Krieges kam er 2015 nach Deutschland. Er lernt seit einem Jahr Deutsch und möchte bald mit einer Ausbildung als Schneider beginnen. Seine Muttersprache ist Kurdisch. Er spricht auch Arabisch und Deutsch. In seiner Freizeit liest er gerne Krimis und Bücher über Politik und Geschichte. Er würde gerne in der Gesellschaft etwas bewirken. Unterdrückte Bevölkerungen sollten nicht benachteiligt, sondern gefördert werden. Es gibt Leute in Syrien, die sich in ihrer Muttersprache, Kurdisch, nicht ausdrücken dürfen. Er möchte sich politisch für solche Gruppen engagieren. Das Schülerteam 77 Sewar Ali ist 1993 geboren. Er ist Kurde aus Syrien und kann sowohl Arabisch als auch Kurdisch sprechen. 2011 absolvierte er das Abitur erfolgreich. Nach der Schule studierte er sechs Semester Jura an der Universität Aleppo. Wegen des Krieges war er gezwungen, sein Studium abzubrechen und Syrien zu verlassen. Er kam 2016 nach Deutschland. Seitdem lernt er die deutsche Sprache. Zurzeit arbeitet er als Aushilfe und möchte eine Ausbildung als Bankkaufmann absolvieren. Er spielt gerne Fußball. Mahmoud Mahmoud ist 1992 in Aleppo, Syrien, geboren. 2009 absolvierte er sein Abitur und anschließend begann er mit einer Ausbildung als Zahntechniker, hat allerdings die Ausbildung wegen des Krieges nicht beendet. Dann lebte er drei Jahre in der Türkei. Seit zwei Jahren ist er in Deutschland, er lernte Deutsch und begann mit einer Ausbildung als Zahntechniker. Seine Hobbys sind Lesen, Schwimmen und Videoproduktion. Er hilft sehr gerne Menschen, die Hilfe brauchen. 7. Mitwirkende im Buch 78 Jihan Sif Habash ist 1990 in Syrien, in Aleppo, geboren. 2011 schloss sie die Schule ab und studierte ein Jahr Modedesign in Aleppo. 2013 reiste sie nach Deutschland und lernte ein Jahr lang Deutsch. Zurzeit studiert sie Arabistik/ Islamwissenschaft und Geschichte in Göttingen. Ihre Muttersprachen sind Arabisch und Kurdisch. Sie zeichnet sehr gerne und treibt Sport in ihrer Freizeit. Ihr Wunsch ist, kranke Frauen, die an Krebs leiden, zu unterstützen. Sie möchte gerne Autorin werden und wissenschaftliche Bücher schreiben. Mohammad Shikh Othman ist 1990 in Damaskus, Syrien, geboren. Er besuchte dort neun Jahre die Schule. Er war zwei Jahre lang beim Militär. Danach half er ein Jahr seinem Vater beim Handel. Wegen des Krieges kam er 2016 nach Deutschland. Seit einem Jahr lernt er Deutsch und möchte gerne eine Ausbildung als Koch absolvieren, weil er ein Restaurant eröffnen möchte. Er hat hier sechs Monate ein Praktikum als Bäcker gemacht. Seine Muttersprache ist Arabisch und er spricht auch Türkisch. Er ist engagiert beim Caritas Verband e.V. und kargah e.V. und hilft gerne Menschen, die Hilfe benötigen. Er wünsche sich, dass er Geld verdient, um Menschen in seiner Heimat zukünftig unterstützen zu können. Das Schülerteam 79 Mustafa Naif ist 1990 in Aleppo, Syrien, geboren. Er besuchte dort zwölf Jahre lang die Schule. Danach half er kranken Kindern, ehrenamtlich im Krankenhaus. 2007 - 2009 war er als Friseur tätig. 2010 - 2015 arbeitete er selbständig im Lebensmittelbereich. Seit 2015 lebt er in Deutschland. Er hilft der Diakonie als ehrenamtlicher Sprachmittler. In einer Grundschule unterstützt er gleichzeitig die Kinder beim Spielen und Sporttreiben. Er lernt Deutsch und möchte gerne eine Ausbildung als Erzieher machen. Seine Muttersprache ist Arabisch. In seiner Freizeit spielt er Eishockey und Billard. Mayzer Dzhelil ist 1968 in Silistra, in Bulgarien, geboren. Sie schloss 1986 die Schule mit Abitur ab. Sie bekam ihren Sohn 1987 und ein Jahr später fing sie an, im kaufmännischen Bereich zu arbeiten. 1991 absolvierte sie eine Ausbildung als Erzieherin und war fünf Jahre lang in einem Kindergarten tätig. Dann kam ihre Tochter auf die Welt und sie hörte auf, zu arbeiten. Seit 2013 lebt sie mit ihrem Mann und ihren Kindern in Hannover. Sie lernt Deutsch und möchte nächstes Jahr mit einer Ausbildung als Kauffrau beginnen. Sie träumt davon, ein Haus für Kinder ohne Familie zu gründen. 7. Mitwirkende im Buch 80 Fotograf – Konstantinos Tsiompanidis Konstantinos Tsiompanidis ist 1992 in Athen, Griechenland, geboren. Nachdem er 2009 das Gymnasium absolviert hatte, hat er neun Monate freiwilligen Wehrdienst in einem Krankenhaus in Athen gemacht. Er lebt seit 2015 in Hannover und lernt Deutsch. Seit 2010 ist er als freier Fotograf tätig. Er ist ein Träumer, da er das Beste bei den Menschen und in der Welt sieht. Er beschäftigt sich mit Fotografie, weil sie ihm die Möglichkeit gibt, die Welt immer wieder mit anderen Augen zu sehen. Künstlerisches Fotografieren ist ein Stück menschlichen Ausdrucks, der sich ständig ändert, solange wir uns entwickeln. Ihm erlaubt das Fotografieren, zu reisen und zu teilen, was er in seiner Umgebung beobachtet. Seine Tätigkeit als Fotograf fungiert als Kommunikationskanal in unterschiedlichen Kontexten. Kreativität ist seine Leidenschaft. 2017 machte er ein Praktikum im Bereich Marketing. Zurzeit bildet er sich als Fotograf weiter und hat vor, eine Fotografieausbildung in Deutschland zu absolvieren. Seine Muttersprache ist Griechisch. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Poesie und Musik. Er würde gerne Kindern helfen, die an Krebs leiden. Fotograf – Konstantinos Tsiompanidis 81 Techniker/Kameramann – Abdoll Rahim Ghahramani Abdoll Rahim Ghahramani ist 1979 in Khoy im Iran geboren. Er besuchte zwölf Jahre die Schule, dann machte er 1995 Abitur und studierte anschließend zwei Jahre an der Universität Wirtschaftswissenschaften. 1999-2007 absolvierte er eine Ausbildung in Teheran als Fernsehproduzent. Danach war er vier Jahre beim Fernsehen in Sulimania tätig. Seit 2013 lebt und arbeitet er in Deutschland. 2017 machte er ein Praktikum beim ZDF in Hannover. Er lernt momentan Deutsch und möchte gerne eine Ausbildung im Bereich Fernsehproduktion absolvieren. Seine Muttersprache ist Kurdisch. Er spricht außerdem Türkisch, Persisch,Deutsch und Englisch. Er spielt gerne Saz und singt. Er engagiert sich politisch und setzt sich für den Frieden ein. Ehrenamtliche Helferin – Paola Bergmann Aranguren Paola Bergmann Aranguren ist 1976 in Bogotá, Kolumbien geboren. 2006 schloß sie das Magisterstudium der Germanistik und Romanistik mit dem Schwerpunkt Interkulturelle Kommunikation an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ab. Schon während des Studiums und auch danach arbeitete sie als Projektmanagerin, Übersetzerin und Dolmetscherin bei der Fremdsprachendokumentation von Siemens und freiberuflich für andere gro- ßen Unternehmen. 2012 begann sie als Sprachdozentin für Englisch, Spanisch 7. Mitwirkende im Buch 82 und Deutsch zu arbeiten und zertifizierte sich parallel als Projektmanagerin im sozialen Bereich. Seit 2015 widmet sie sich dem Bereich DAF/DAZ, dabei wirkte sie im Online-Projekt „Sprachliche Integration von Geflüchteten“ in Zusammenarbeit mit Kiron, der Leuphana Universität Lüneburg und ICCA, Kolumbien. In ihrer Freizeit macht sie eine Yogaausbildung, mit der sie später Kinder unterrichten möchte. Außerdem würde sie gerne in naher Zukunft zur Bildung von benachteiligten Kindern in Entwicklungsländern beitragen. Ehrenamtlicher Helfer – Dominik Pusback Dominik Pusback ist 1988 in Großburgwedel, Deutschland geboren. Im Jahr 2011 absolvierte er seine Ausbildung als Kaufmann für Versicherungen und Finanzen und arbeitet seitdem als Angestellter eines Versicherungsunternehmens. Anschließend spezialisierte er sich als Underwriter für das Privatgeschäft. Zurzeit studiert er an der Hochschule für Oekonomie & Management das Studienfach BWL & Wirtschaftspsychologie mit dem Ziel, im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und Beratung von Jugend- und Erwachsenenbildung in Unternehmen Fuß zu fassen. Privat interessiert er sich für die Musik und das Theater sowie für das Programmieren und Webdesign. Sein kulturelles Interesse wurde während des Erlernens der griechischen Sprache erweckt. Ehrenamtlicher Helfer – Dominik Pusback 83

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Zusammenfassung

Dieses Buch stellt die Ergebnisse eines im Rahmen des 9. Ideenwettbewerbs der Landeshauptstadt Hannover geförderten Projekts dar, welches zum Ziel hatte, mithilfe von Schauspiel und szenischem Schreiben die deutsche Sprache zu vermitteln. Über einen Zeitraum von zwölf Monaten entstand dieses didaktische und methodische Praxisbuch für Integrationslehrer, die Zweitsprachenlernenden mit kreativer Spracharbeit, Theater und Musik ein bewusstes und flexibles Grammatiklernen ermöglichen möchten. Geleitet von einer eigens entwickelten autodidaktischen Methode zeigt Amalia Sdroulia, dass Lernfortschritte in der Zweitsprache nicht allein von der Leistungsbereitschaft oder den Begabungen eines Lernenden abhängig sind. Es kommt zusätzlich auf die kreativen Interaktionsmöglichkeiten im Klassenraum an. Autobiografische Texte und Dialoge über Situationen des Alltags in Kombination mit Schauspiel eröffnen freien Raum zur Entfaltung der Sprachkompetenz. Die Teilnahme am Projekt „Die Sprache auf die Bühne bringen“ ermöglichte den Integrationsschülern, die Bereiche Syntax und Morphologie deutlich zu erweitern und Sicherheit im Umgang mit der deutschen Sprache zu gewinnen. Gleichzeitig gewährleisten höhere Bildungschancen interkulturelle Kompetenz und zukünftige politische Partizipation.