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Doris Kölbl

Wenn Mädchen zu Müttern werden, page I - XVIII

Eine sozialpädagogische Betrachtung

2. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4192-5, ISBN online: 978-3-8288-7089-5, https://doi.org/10.5771/9783828870895-I

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Doris Kölbl Wenn Mädchen zu Müttern werden Doris Kölbl Wenn Mädchen zu Müttern werden Eine sozialpädagogische Betrachtung Tectum Verlag Doris Kölbl Wenn Mädchen zu Müttern werden. Eine sozialpädagogische Betrachtung 2., aktualisierte und erweiterte Auflage © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2018 E-PDF: 978-3-8288-7089-5 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Werk unter der ISBN 978-3-8288-4192-5 im Tectum Verlag erschienen.) Umschlaggestaltgung: Tectum Verlag, unter Verwendung des Bildes #402813007 von Marcos Mesa Sam Wordley | shutterstock.com Alle Rechte vorbehalten Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. wherever you go, go with all your heart. CONFUCIUS Vorwort Grenzerfahrungen. Wer kennt sie nicht? Tod, Krankheit, Unfall, Gewalt, Krieg, Flucht, Scheidung usw. Sie sind Grund lebensbestimmender Entscheidungen, können Wegweiser werden oder zum Absturz führen. Auch Schwanger- und Mutterschaft Jugendlicher gehört zu den Grenzsituationen, die Lebenspläne zunichtemachen können und völlige Umorientierung der Zukunft nach sich ziehen, die Freundschaften zerbrechen lassen und oft schwierige neue Abhängigkeiten schaffen. Mitten im normalen Ablösungsprozess von den eigenen Eltern erleben oft die jungen Mütter ein Angewiesensein an die Ursprungsfamilie, obwohl sie nach eigenständiger Lebensgestaltung mit dem Kind streben. In anschaulicher, beeindruckender Weise zeigt Sozialpädagogin Doris Kölbl wissenschaftlich fundiert auf, welche einschneidenden Einund Umbrüche frühe Schwanger- und Mutterschaft für Mädchen mit sich bringen. Die Entkoppelung von Sexualität und tragfähiger Liebe und Verantwortung stellt dabei eine große Herausforderung dar. Wie können aus so schwierigen Situationen Wege für ein gelingendes Leben erkannt und lebbar gemacht werden? Aus vielen Schilderungen und Statistiken ist in diesem Buch ablesbar, wie dringlich eine achtsame Einfühlung in die oft chaotische Gefühlswelt junger Mütter ist, wie umfangreich ihre Schutzbedürftigkeit fast unversöhnlich auf die Herausforderungen einer auf Selbstständigkeit strebenden Mutter stößt. Geeignete individuelle, ganzheitliche Hilfestellung und Begleitung sind für diese Mädchen unabdingbar. Frau Kölbl führt dazu an: „Vorhandene Angebote reichen nicht aus und müssen weiterentwickelt werden.“ Dem kann ich nur zustimmen. Eine notwendende Hilfestellung wurde durch die jahrhundertlange Abwertung und Ausgrenzung unehelicher Mütter verwehrt. Dieses Denken wirkt immer noch herein in unsere Gesellschaft und bestätigt sich durch selbstgerechte Schuldzuweisung. Schwangere und junge Mütter beantworten dieses Unverständnis oft mit Verheimlichung, VII Verdrängung oder leidvoller Vereinsamung. Schritt für Schritt mussten und müssen in Zukunft in gesellschaftlichen, staatlichen und kirchlichen Bereichen Hilfsmaßnahmen für junge Frauen erstritten werden. Umfangreiche, entwicklungsgemäße Prävention gehört ebenso zu den notwendigen Unterstützungen, wie einfühlsames Erkennen, persönliche Mitverantwortung, praktische Unterstützung und finanzielle Sicherheit für Mutter und Kind. Der ausführlichen und verständlichen Analyse der Autorin über die Lebenslagen jugendlicher Mütter gebühren Anerkennung und Dank, ebenso der umfangreichen Auflistung aller Hilfsmöglichkeiten. So wünsche ich dem Buch eine große Verbreitung, damit sich viele Menschen anrühren lassen zu neuem Erkennen und Verstehen. Ich wünsche unserer Gesellschaft Ehrfurcht vor dem Leben, Neugier auf Lebensentfaltung und Liebe für alles Leben. Maria Geiss-Wittmann Amberg, 21.11.2018 Vorwort VIII Gedanken zur 2. Auflage Es erfüllt mich mit großer Freude, dass das Interesse an meiner Forschungsarbeit aus dem Jahr 2006 anhält, so dass wir im Jahr 2018 die 2. Auflage herausgeben können. Dabei bleibt die Ursprungsarbeit aufgrund der anhaltenden Aktualität im Wesentlichen erhalten, ergänzt wurden das Kapitel 5.1 durch aktuelle Zahlen und das Kapitel 6 mit aktualisierten Hilfeangeboten. Zudem findet sich im neu dazugekommenen Kapitel 12 des Buches eine Liste mit Kontaktadressen, die im jeweiligen Fall für Betroffene oder Berater hilfreich sein können. Mein ganz besonderer Dank gilt Frau Maria Geiss Wittmann, die das Vorwort für die neue Auflage verfasst hat. Frau Geiss-Wittmann war lange Jahre Mitglied des Bayerischen Landtags und Landesvorsitzende von Donum Vitae in Bayern und ist Initiatorin des „Moses-Projekts“, welches Schwangeren die Möglichkeit eröffnet, ihr Kind anonym und gleichzeitig medizinisch betreut in einem Krankenhaus zur Welt zu bringen und danach in sichere Obhut zu geben. Unermüdlich hat sie sich nach ihrem Staatsexamen an der Höheren Fachschule für Sozialarbeit ein Leben lang für die Rechte von Mutter und Kind und im Besonderen für den Schutz des ungeborenen Lebens engagiert. Frau Geiss-Wittmann hat so vielen Frauen Mut gemacht. Ihre Visionen für die Gestaltung einer besseren Zukunft und ihren unermüdlichen Einsatz für den Schutz des Lebens hat sie sich bis zum heutigen Tag erhalten. Ihre Zivilcourage hat Spuren hinterlassen und wird für immer unvergessen bleiben. Mir persönlich ist sie sowohl hinsichtlich meiner beruflichen Tätigkeit ein tragendes Vorbild und auch als couragierte Frau eine Quelle der Inspiration für den eigenen Weg. Dafür möchte ich ihr an dieser Stelle meinen Herzensdank aussprechen. Doris Kölbl Hahnbach, im November 2018 IX Danksagung Am Ende eines Arbeitsprozesses, eines Lernprozesses, in dem sich Phasen der Mutlosigkeit und Erschöpfung mit Freude über und Stolz auf die eigene Arbeit abwechseln, möchte ich mich bei den Menschen bedanken, ohne deren Unterstützung und Beistand sich diese Diplomarbeit nur schwieriger hätte realisieren lassen können. An erster Stelle möchte ich Frau Viola Malanowsky danken, die als meine Anleiterin im Kinder- und Jugendgesundheitsdienst ein wesentlicher Motor für die vorliegende Arbeit gewesen ist und die mir in ihrer Tätigkeit als Diplom-Sozialpädagogin in vielerlei Hinsicht Vorbild war. Mein herzlicher Dank gilt Herrn Prof. Dr. Bodo Hildebrand für die durchweg engagierte Betreuung meiner Diplomarbeit und die fachliche und menschliche Begleitung durch mein Studium an der Evangelischen Fachhochschule Berlin. Ihm verdanke ich wichtige Impulse, die meinen Weg geprägt haben. Ebenso gilt mein Dank Frau Dr. Talibe Süzen, die mich mit wichtigen Anregungen hinsichtlich der Gestaltung der Interviews und der anschließenden Auswertung unterstützt hat, was wesentlich dazu beigetragen hat, mich gerade zu Beginn der Arbeit im Dickicht der empirischen Forschung zurechtzufinden. Des Weiteren danke ich all den mutigen jungen Frauen, die sich auf das Wagnis des Interviews eingelassen haben und mir durch ihre Offenheit und ihren Mut einen wichtigen und sehr persönlichen Einblick in ihr Leben ermöglicht haben. Ihnen ist diese Diplomarbeit gewidmet. Doris Kölbl Berlin im Juli 2006 XI Inhaltsverzeichnis Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1 1 Das Jugendalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2 7 Einleitende Überlegungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.1 7 Körperliche Veränderungen und psychosexuelle Entwicklung im Jugendalter. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.2 10 Körperliche Veränderungen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.2.1 10 Hormonelle Veränderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.2.2 11 Fokus: Bedeutung der Veränderungen für heranwachsende Mädchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.2.3 12 Säkulare Akzeleration. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.2.4 14 Entwicklungsaufgaben des Jugendalters nach Robert J. Havighurst . . . . . . . . . . . .2.3 15 Identität als zentrale Thematik des Jugendalters . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.4 17 Vom Egozentrismus in der Adoleszenz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.4.1 17 "Identität versus Rollendiffusion" – Erik Erikson . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.4.2 18 Vier Typen des Identitätsstatus nach James Marcia. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.4.3 19 Lebenswelten Jugendlicher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.5 20 Gesellschaftlicher Kontext . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.5.1 20 Eltern. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.5.2 21 Peers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.5.3 22 Schule . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.5.4 25 Beruf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.5.5 26 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.6 27 Schwanger-, Mutter- und Elternschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3 29 Elternschaft als zentrales Thema des Erwachsenenalters . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.1 29 "Intimität versus Isolierung" – Erik Erikson. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.1.1 29 XIII Elternschaft als Entwicklungsaufgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.1.2 29 Veränderungen durch Elternschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.2 30 Komplexe Veränderungsprozesse. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.2.1 30 Biologische und psychische Ebene . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.2.2 31 Paarbeziehung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.2.3 31 Soziale Beziehungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.2.4 32 Übergang zur Elternschaft. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.3 33 Das Phasenmodell nach Gabriele Gloger-Tippelt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.3.1 33 Verunsicherung (bis zur 12. SSW) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.3.2 33 Anpassung (ca. 12.–20. SSW) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.3.3 34 Konkretisierung (ca. 20.–32. SSW) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.3.4 35 Antizipation und Vorbereitung (ca. 32. SSW – Geburt) . . . . . . . . . . . . . . . . .3.3.5 35 Geburt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.3.6 36 Überwältigung und Erschöpfung (ca. 4–8 Wochen nach der Geburt). . .3.3.7 36 Herausforderung und Umstellung (ca. 2–6 Monate nach der Geburt). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3.3.8 38 Gewöhnung (ca. 6–12 Monate nach der Geburt) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.3.9 38 Beeinflussende Faktoren für die Bewältigung der Elternschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.4 39 Fokus: Alleinerziehende . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.5 40 Alleinige Erziehungsverantwortung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.5.1 40 Ökonomische Belastungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.5.2 40 Partnerschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.5.3 42 Unterstützung durch Familie, Verwandte und Freunde . . . . . . . . . . . . . . . . .3.5.4 43 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.6 44 Kritische Lebensereignisse, Entwicklungsaufgaben und Krisen. . . . . . . . . . . . . .4 47 Kritische Lebensereignisse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4.1 47 Normative Lebensereignisse und Entwicklungsaufgaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4.2 47 Non-normative Lebensereignisse und Entwicklungsaufgaben . . . . . . . . . . . . . . . . . .4.3 48 Bewältigung von Entwicklungsaufgaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4.4 49 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4.5 50 Inhaltsverzeichnis XIV Minderjährige Mütter – Schwanger- und Mutterschaft im Jugendalter . . . .5 53 Daten – Zahlen – Fakten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.1 53 EXKURS: Ursachen, Hintergründe, Motive und Erklärungsansätze . . . . . . . . . . . . . . .5.2 59 Verhütung und Schwangerschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.2.1 59 Sozialisationserfahrungen und Schwangerschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.2.2 64 Loslösungsprozess der Adoleszenz und Schwangerschaft . . . . . . . . . . . . . . .5.2.3 67 Unbefriedigende Lebenssituation und Schwangerschaft. . . . . . . . . . . . . . . .5.2.4 68 Mangelnde berufliche Perspektiven und Schwangerschaft . . . . . . . . . . . . .5.2.5 69 Partnerschaft und Schwangerschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.2.6 71 Ausgewählte Aspekte der Lebenslagen adoleszenter Mütter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.3 72 Frühe Mutterschaft – ein komprimierter Lernprozess . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.3.1 72 Kollision von Entwicklungsaufgaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.3.2 73 Das Moratorium geht zu Ende . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.3.3 80 Egozentrismus des Jugendalters versus bedingungslose Fürsorge für das Kind . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.3.4 81 Kontakt zu den Eltern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.3.5 82 Kontakt zum Kindesvater . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.3.6 83 `Zwischen den Stühlen´ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.3.7 83 Berufliche Lebensplanung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.3.8 84 Soziale Lage und finanzielle Situation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.3.9 85 Rechtliche Rahmenbedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.4 89 Mutterschaft und Vaterschaft. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.4.1 89 Elterliche Sorge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.4.2 90 Gesetzliche Amtsvormundschaft nach § 1791c BGB. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.4.3 91 Ehefähigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.4.4 93 Beistandschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.4.5 94 Umgangsrecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.4.6 95 Unterhalt. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.4.7 95 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5.5 96 Hilfeangebote für minderjährige Mütter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6 101 Grundlegende rechtliche Ansprüche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.1 101 Mutterschutz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.1.1 101 Elternzeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.1.2 102 Inhaltsverzeichnis XV Befreiung von der Schulpflicht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.1.3 103 Freistellung bei Krankheit des Kindes. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.1.4 104 Finanzielle Hilfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.2 104 Mutterschaftsgeld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.2.1 104 Elterngeld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.2.2 104 Bayerisches Familiengeld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.2.3 105 Kindergeld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.2.4 105 Unterhaltsvorschuss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.2.5 106 Zuschuss zur Kinderbetreuung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.2.6 107 Landesstiftung `Hilfe für Mutter und Kind´ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.2.7 107 Spezielle Leistungen nach SGB II bei Schwanger- und Mutterschaft . . . .6.2.8 108 Wohngeld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.2.9 108 Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.2.10 109 Berufsausbildungsbeihilfe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.2.11 110 Sozialpädagogische Unterstützung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.3 110 Schwangerenberatung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.3.1 110 Anonyme und vertrauliche Geburt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.3.2 111 Öffentlicher Kinder- und Jugendgesundheitsdienst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.3.3 112 KoKi – Koordinierende Kinderschutzstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.3.4 113 Jugendamt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.3.5 114 Ausgewählte Leistungen der Jugendhilfe nach dem SGB VIII. . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.4 114 § 17 SGB VIII: Beratung hinsichtlich Partnerschaft, Trennung und Scheidung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.4.1 114 § 18 SGB VIII: Beratung und Unterstützung zur Ausübung der Personensorge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.4.2 115 § 19 SGB VIII: Gemeinsame Wohnform für Mutter und Kind . . . . . . . . . . . .6.4.3 115 § 23 SGB VIII: Tagespflege . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.4.4 116 § 24 SGB VIII: Tageseinrichtungen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.4.5 117 § 27 SGB VIII: Hilfen zur Erziehung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.4.6 117 Zusammenfassung und Diskussion der Hilfen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.5 118 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7 123 Methodik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8 127 Problemstellung und Untersuchungsziel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8.1 127 Inhaltsverzeichnis XVI Darstellung des Forschungsdesigns . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8.2 128 Qualitative Forschung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8.2.1 128 Verfahren der Datenerhebung: Problemzentriertes Interview nach Witzel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8.2.2 128 Vorbereitung der Befragung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8.3 131 Entwicklung des Kurzfragebogens. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8.3.1 131 Entwicklung des Interviewleitfadens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8.3.2 131 Zielgruppenbestimmung und Auswahlkriterien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8.4 134 Zugang zum Interviewfeld. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8.4.1 134 Auswahl der Interviewpartnerinnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8.4.2 135 Datenerhebung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8.5 136 Kontaktaufnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8.5.1 136 Pretest . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8.5.2 137 Tonbandaufzeichnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8.5.3 138 Durchführung der Interviews/Setting . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8.5.4 138 Postskript . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8.5.5 140 Auswertung der Interviews . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8.6 140 Transkription der Interviews . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8.6.1 140 Verfahren der Datenauswertung: Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8.6.2 141 Darstellung der Ergebnisse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9 145 Darstellung und Auswertung der Daten des Kurzfragebogens. . . . . . . . . . . . . . . . . . .9.1 145 Grundlegende Daten zu den Befragten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9.1.1 145 Auswertung der Kurzfragebögen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9.1.2 146 Ergebnisse der Interviewauswertung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9.2 147 Eigene Reaktion auf die Schwangerschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9.2.1 147 Reaktionen anderer auf die Schwangerschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9.2.2 149 Veränderungen in einzelnen Lebensbereichen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9.2.3 151 Erhaltene private Unterstützung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9.2.4 161 Inanspruchnahme professioneller Hilfsangebote. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9.2.5 163 Kontakte zu anderen jungen Müttern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9.2.6 171 Konfrontation mit Vorurteilen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9.2.7 172 Besondere Belastungen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9.2.8 173 Inhaltsverzeichnis XVII Zukunftsvorstellungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9.2.9 174 Interpretation und Schlussfolgerungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9.3 176 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9.4 184 Handlungsempfehlungen für die Arbeit mit minderjährigen Müttern in der sozialpädagogischen Praxis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 187 Art und Qualität der Beratung und Begleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10.1 187 Notwendigkeit zielgruppenspezifische Angebote . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10.1.1 187 Grundsätzliche Beratungshaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10.1.2 188 Hilfen müssen schon vor der Geburt ansetzen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10.1.3 189 Beratung und Begleitung auch nach der Volljährigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . .10.1.4 190 Geh-Struktur der Angebote . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10.1.5 190 Ambulante Hilfeformen schaffen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10.1.6 191 Niedrigschwellige und sozialraumorientierte Angebote . . . . . . . . . . . . . . . .10.1.7 192 Kostengünstige und kostenfreie Angebote . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10.1.8 192 Inhalte der Beratung und Begleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10.2 193 Information und Beratung zu vorhandenen Angeboten . . . . . . . . . . . . . . . .10.2.1 193 Praktische Anleitung im Alltag mit dem Kind . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10.2.2 193 Soziale Kontakte stärken. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10.2.3 194 Entlastung schaffen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10.2.4 195 Selbstständigkeit fördern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10.2.5 196 Schulabschluss, Ausbildung und Qualifikation ermöglichen . . . . . . . . . . . .10.2.6 196 Fazit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .11 199 Adressen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .12 201 Tabellenverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 207 Abkürzungsverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 209 Quellen- und Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 211 Inhaltsverzeichnis XVIII

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Zusammenfassung

Jedes zehnte Kind weltweit wird von einer Mutter geboren, die selbst noch keine 20 Jahre alt ist. Auch in Deutschland sind Teenagerschwangerschaften ein Thema – eines, das bisher in der sozialpädagogischen Fachdiskussion nur wenig Beachtung gefunden hat. Vor allem die Lebenslagen von jungen Mädchen, die außerhalb von Mutter-Kind-Einrichtungen leben, wurden vernachlässigt. Um diesen weißen Fleck zu füllen, befasst sich Doris Kölbl mit der frühen Mutterschaft – speziell mit der komplexen Lebenslage, in der sich minderjährige Mütter befinden. Sie durchleben einen Spagat: Die eigene Entwicklung zum Erwachsenen und die Anforderungen an eine versorgende und erziehende Mutter fordern besondere Anpassungsleistungen. Werden die bisherigen Hilfeangebote für die Mädchen dieser Herausforderung gerecht? Das vorliegende Buch gibt Anregungen, wie sozialpädagogische Hilfen für junge Mütter gestaltet werden können, um auf deren Lebenssituation als Jugendliche und Mutter adäquat einzugehen und enthält eine Zusammenstellung von relevanten Hilfeangeboten und Kontaktadressen.