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Titelei/Inhaltsverzeichnis in:

Juliane Marie Schreiber

Bilder als Waffen, page 1 - 6

Die ikonische Ästhetisierung der neuen Kriege

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4195-6, ISBN online: 978-3-8288-7083-3, https://doi.org/10.5771/9783828870833-1

Series: Tectum - Masterarbeiten

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Juliane Marie Schreiber Bilder als Waffen Juliane Marie Schreiber Bilder als Waffen Die ikonische Ästhetisierung der neuen Kriege Mit einem Geleitwort von Herfried Münkler Tectum Verlag Juliane Marie Schreiber Bilder als Waffen. Die ikonische Ästhetisierung der neuen Kriege © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2018 E-Book: 978-3-8288-7083-3 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Werk unter der ISBN 978-3-8288-4195-6 im Tectum Verlag erschienen.) Umschlagabbildung: fotolia.com © Chris Alle Rechte vorbehalten Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. Inhaltsverzeichnis Geleitwort von Herfried Münkler 7 Einleitung 10 1. Ikonologie und Charakteristika des Bildes 15 1.1 Bilder als Zeichen 15 1.2 Bilder und die Repräsentation der Wirklichkeit 17 1.3 Die Wirkung des Bildes beim Betrachter 19 2. Ikonologie in der gegenwärtigen Kultur: Die ästhetische Wende 21 3. Die Rolle von Bildern in der asymmetrischen Kriegsführung 24 3.1 Asymmetrische Kriege 24 3.2 Bilder als asymmetrische Waffen 26 4. Die Ästhetisierung der Kriegsdarstellung der terroristischen Akteure 31 4.1 Der «Islamische Staat» als terroristischer Akteur 33 4.2 Medienstrategien des «Islamischen Staats» 37 4.3 Ikonographische Modellierungen des IS: Die Ästhetik des Schreckens 41 (A) Gewalt 42 (B) Abenteuer und Heroisierung 46 (C) Gruppenerlebnis und Bruderschaft 54 (D) Totale Okkupation 58 4.4 Die Hyper-Visibilität der Gewalt 62 5 5. Die Ästhetisierung der Kriegsdarstellung des «postheroischen Westens» 66 5.1 Ikonographische Modellierungen des «Kriegs gegen den Terror» 69 (A) Sauberkeit 71 (B) Formation 73 (C) Abenteuer 76 (D) Romantik 78 (E) Caritas 82 (F) Teamgeist 84 5.2 Die neue Invisibilität der Gewalt 88 6. Die mediale Verstärkung der neuen Kriege 97 6.1 Medien als «Komplizen» der asymmetrischen Akteure 97 6.2 Kriegsbilder im performativen Widerspruch 99 6.3 Die Bedeutung des Halo-Effekts 100 6.4 Konsequenzen der medialen Beschleunigung 101 7. Die Verantwortung von Rezipienten und Medien 104 7.1 Der Umgang mit Gräuelbildern und emotionaler Ausbeutung 104 7.2 Ausblick: Plädoyer für eine neue Bildkompetenz 107 Literaturverzeichnis 112 6

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Zusammenfassung

Die neuen Kriege sind asymmetrisch und dezentral. Das zeigt sich derzeit deutlich am sogenannten „Krieg gegen den Terror“. In diesem Konflikt zwischen dem „postheroischen Westen“ und der Terrororganisation IS werden Bilder zu Waffen. Mit einer „Ästhetik des Schreckens“ zielt der IS darauf, die westliche Kollektivpsyche durch schockierende Fotos zu zermürben. Gleichzeitig rekrutiert er Anhänger mit bildlichen Repräsentationen von Heroisierung, Bruderschaft und totaler Okkupation. Der postheroische Westen dagegen zeigt keine Toten und Verletzten, sondern beabsichtigt die maximale Ästhetisierung bei minimaler Darstellung von Leid. Die vorliegende Arbeit analysiert die ikonischen Strategien beider Parteien im Detail und verbindet so zwei Theoreme: die Asymmetrierung von Konflikten aus der aktuellen Kriegsforschung über die neuen Kriege und den Iconic Turn als anthropologischen Wendepunkt aus den Kulturwissenschaften. Konsequent entwickelt die Autorin die Konzeption einer „ästhetischen Wende“: Der Krieg der Bilder basiert auch auf einem Wandel im privaten Rezeptionsverhalten und dem medialen Sensationszwang. Die Arbeit zeigt die hier unbewusste „Komplizenschaft der Medien“ mit beiden Kriegsakteuren auf und schließt mit einem Plädoyer für eine kritische Bildkompetenz.