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7 Anhang in:

Karin Riedl

Liebe Freiheit!, page 439 - 442

Eine ethnographische Szenestudie zum Verhältnis von Nichtmonogamie und Neoliberalismus

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4184-0, ISBN online: 978-3-8288-7074-1, https://doi.org/10.5771/9783828870741-439

Series: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Ethnologie, vol. 9

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Anhang Liste der Gespräche Folgende Liste verzeichnet chronologisch geordnet und mit Pseudonymen alle Gespräche, für die ich extra ein Treffen oder Telefonat zu Forschungszwecken anberaumt hatte. Sie wurden zum Großteil im Jahr 2014 durchgeführt. Die mit einem * versehenen Gespräche existieren als Audio- oder Videodatei, die ohne * habe ich mithilfe meiner Notizen nachträglich möglichst nahe am Wortlaut verschriftlicht. Zwei der gelisteten Gespräche sind Selbstgespräche. Zudem habe ich über die Jahre 2014 und 2015 verteilt acht Gespräche mit einer Freundin und Fachkollegin aufgenommen, in denen es vor allem um mich ging und deren Inhalt (mein ‚Forschungstagebuch‘ ergänzend) in den autoethnographischen Anteil dieser Arbeit eingeflossen ist. Als ‚Interviews‘ kann man sie allerdings nicht bezeichnen. Nicht erfasst sind in dieser Liste auch die zahllosen ungeplanten, mal kürzeren, mal ausführlicheren Gespräche, die ich als Feldnotizen festgehalten habe und ebenfalls zitiere. Dazu gehören auch archivierte Chats sowie nachträglich verschriftlichte Aussagen aus dem Jahr 2013 und viele Ergänzungen und neue Gedanken aus den Jahren 2015 und 2016, in denen ich zwar schon mit Datenauswertung und Schreiben beschäftigt war, aber den Kontakt zum ‚Feld‘ nicht abgebrochen hatte. 1. Jana, Dr. Apiera und Sascha, 25.05.2013* 2. Leander, 30.11.2013 3. Dr. Apiera und Diana, 14.12.2013 4. Lena, 13.01.2014* 5. Patricia, 21.01.2014* 6. Dr. Apiera, 22.01.2014* 7. Marjan, 30.01.2014* 8. Maria, Diana und Sascha, 04.02.2014* 7 439 9. Daniel, 13.02.2014* 10. Adelheid, 17.02.2014* 11. Kiano, 17.02.2014 12. Dr. Apiera, 19.02.2014* 13. Sarah und Martin, 20.02.2014* 14. Rudi, 27.02.2014 15. Adelheid und Luis, 03.03.2014* 16. Adelheid, 17.03.2014* 17. Amy, 17.03.2014* 18. Kiano, 18.03.2014* 19. Peter, 20.03.2014 20. Daniel, 21.03.2014* 21. Sarah, 27.03.2014 * 22. Sascha, 15.04.2014* 23. Adelheid, 29.04.2014* 24. Jan-Philipp, 30.04.2014 25. Lisa und Peter, 06.05.2014* 26. Kiano, 14.05.2014* 27. Tuncay, 20.05.2014 28. Jan-Philipp und Luis, 21.05.2014* 29. Rudi, 22.05.2014 30. David, 26.05.2014* 31. Marjan, 26.05.2014* 32. Sascha, 28.05.2014* 33. Marjan, 30.05.2014* 34. Lena, 30.05.2014* 35. Thomas, 13.06.2014* 36. Diana, 19.06.2014* 37. Tassilo, 25.06.2014* 38. Patricia und David, 01.07.2014* 39. Lisa und Peter, 08.07.2014* 40. Tassilo, 09.07.2014* 41. Adelheid, 15.07.2014* 42. Kathi, 01.08.2014* 43. Arsam, 03.09.2014 44. Isabelle, 05.09.2014* 45. Susanne, 18.09.2014* 7 Anhang 440 46. Tassilo, 25.09.2014* 47. Sascha, 30.09.2014* 48. Sascha, 07.10.2014* 49. Isabelle, 07.10.2014* 50. Steffen, 06.11.2014* 51. Kathi, 25.11.2014 52. Heinz-Rüdiger, 05.02.2015* 53. Marjan, 10.05.2015 54. Leander, 18.06.2015 55. Patricia, 01.10.2015 56. David, 15.10.2015 57. Marjan, 23.05.2016 58. Jan-Philipp, 26.03.2017 Sonstige Daten 1. Vortrag von Rainer Langhans in meinem Seminar „Liebe und Freiheit: zwischen Feldkonzepten und wissenschaftlicher Theorie“ an der LMU, 15.06.2015 2. Protokolle folgender Treffen des polyamoren Stammtischs München: 08.11.2013 06.12.2013 10.01.2014 02.05.2014 06.06.2014 31.10.2014 06.02.2015 05.02.2016 3. Archiv der Mailingliste von polytreff.de, aktiv zwischen Juli und Dezember 2014 4. Videoaufzeichnung der Vernissage von Liebe Freiheit! – Herzlicher Dank geht an Tassilo. 5. Etwa 600 Seiten freie Feldnotizen (Times New Roman, Schriftgröße 12); ca. 15 Seiten davon sind archivierte Chats. 7 Anhang 441

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Zusammenfassung

Freiheit als Befehl – diesem Paradox widmet sich die vorliegende Studie. „Freie Liebe“, wenn auch als Idee nicht ganz neu, steht heute in einem allumspannenden Zusammenhang, den es früher nicht gab: dem des Neoliberalismus. Wie verhält sich die Freiheit, die Menschen in nichtmonogamen erotischen Beziehungen suchen, zu der Freiheit, die der neoliberale Diskurs propagiert? Das „freie“, ungebundene, stets verfügbare, flexible, dynamische, konsumfreudige Subjekt ist das systemdienliche Persönlichkeitsideal unserer Zeit. „Offen sein für Neues“ gilt als Idealzustand. Ist es nicht so, als folge das Liebesleben so mancher Menschen genau diesem Prinzip, einem versteckten „Befehl zur Freiheit“? Sind sie also wirklich so frei, wie sie meinen? Die Studie sucht mithilfe diverser Theoreme nach Antworten auf diese Kernfragen, wobei sie auf Beziehungs- und Sexualpraxis, Emotionsskripte und Konzepte von Liebe und Freiheit sowie deren Genealogie eingeht. Wesentliche Grundlage ist empirisches Material aus einer ausgedehnten Feldforschung, die sich durch eine große soziale Nähe der Forscherin zu den Protagonisten, ein starkes autoethnographisches Moment und einen partizipatorischen Forschungsprozess auszeichnet. Ort der Forschung, den man in lebhafter Schilderung kennenlernt, ist die „alternative Szene“ einer deutschen Großstadt, was der Fragestellung besondere Brisanz verleiht – denn in dieser Szene ist ein expliziter Wunsch nach Selbstabgrenzung vom neoliberalen Diskurs zu beobachten. Doch gelingt diese auch? Kann sie überhaupt gelingen, und wenn ja, wie?