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Alexander G. Flierl

Diplomatenrecht als Soft Power des Heiligen Stuhls, page 1 - 16

Rolle und Einfluss der Apostolischen Nuntien als Doyens

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4181-9, ISBN online: 978-3-8288-7072-7, https://doi.org/10.5771/9783828870727-1

Series: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Rechtswissenschaften, vol. 106

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
WISSENSCHAFTLICHE BEITRÄGE AUS DEM TECTUM VERLAG Reihe Rechtswissenschaften WISSENSCHAFTLICHE BEITRÄGE AUS DEM TECTUM VERLAG Reihe Rechtswissenschaften Band 106 Alexander G. Flierl Diplomatenrecht als Soft Power des Heiligen Stuhls Rolle und Einfluss der Apostolischen Nuntien als Doyens Tectum Verlag Alexander G. Flierl Diplomatenrecht als Soft Power des Heiligen Stuhls. Rolle und Einfluss der Apostolischen Nuntien als Doyens Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Reihe: Rechtswissenschaften; Bd. 106 © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2018 E-Book: 978-3-8288-7072-7 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Werk unter der ISBN 978-3-8288-4181-9 im Tectum Verlag erschienen.) ISSN: 1861-7875 Alle Rechte vorbehalten Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. 5 Meinen Eltern 7 Danksagung Dass Sie, liebe Leserin/lieber Leser, heute dieses Buch in Ihren Händen halten (oder auf dem Bildschirm vor sich sehen) können, war zu Beginn meiner Auseinandersetzung mit dem Thema alles andere als absehbar. Rückblickend werden einige, welche den Entstehungsprozess von Anfang an begleitet haben, überrascht darüber sein. Ich selbst am allermeisten. Gab es auch mehrmals Situationen, in denen die Fertigstellung dieser Arbeit in weiter, beinahe unerreichbarer Ferne zu liegen schien – Situationen in welchen ich trotz aller Freude am Schreiben an der Recherche beinahe verzweifelt wäre – so liegt nun doch ein (wie ich hoffe) lesenswertes und aufschlussreiches Buch vor. Die Genugtuung und die Erleichterung, dies schlussendlich behaupten zu können, verdanke ich einer ganzen Reihe von Personen, welche mich auf dem Weg hierher begleitet und mich auf unterschiedlichste Weise unterstützt haben: An erster Stelle möchte ich Prof. Dr. Andreas Th. Müller, LL.M. (Yale) vom Institut für Europarecht und Völkerrecht an der Leopold-Franzens- Universität Innsbruck für seine Bereitschaft danken, dieses doch ungewöhnliche Diplomarbeitsthema zu betreuen. Er hatte dabei stets ein offenes Ohr für sämtliche bei der Realisierung auftretenden Probleme und Schwierigkeiten und stand mir bei deren Lösung zu jeder Zeit mit seinem professionellen Rat und seiner methodischen Erfahrung zur Seite. Dabei hat er mir nicht nur den Spaß am wissenschaftlichen Arbeiten vermittelt, sondern er hat mich auch zur Publikation der Abhandlung ermutigt und mich auf dem Weg zur Drucklegung beraten, sodass dieses nun fertige Buch ohne seine – auch über die Zeit bis zur Approbation hinausgehende – Betreuung heute sicherlich nicht vorliegen würde. 8 ALEXANDER G. FLIERL: NUNTIEN ALS DOYENS Mein besonderer Dank gebührt S.E. dem Apos to lischen Nuntius in der Bundesrepublik Deutschland Erzbischof Dr. Nikola Eterović. Dass er mich trotz seiner hohen Arbeitsbelastung und der zahlreichen mit seinem Amt einhergehenden Verpflichtungen empfangen und mir ein äu- ßerst interessantes und weiterführendes Gespräch gewährt hat, habe ich keineswegs als selbstverständlich betrachtet. Seine Auskünfte über das Päpstliche Gesandtschaftswesen sowie die Einblicke, welche er mir in seine Tätigkeit als Doyen gewährt hat, haben mir wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung des Themas geliefert und waren für die vorliegende Arbeit von ausgesprochenem Wert. In diesem Zusammenhang danke ich auch Msgr. Jürgen Doetsch, der meinen Besuch in der Berliner Nuntiatur in freundlicher und zuvorkommender Weise organisiert hat. Meiner Studienfreundin Claudia Erlacher möchte ich herzlich dafür danken, dass sie mir zur Wahl des Themas zugeraten und die aus dem Erfolg ihrer eigenen Diplomarbeit resultierenden Erfahrungen mit mir geteilt hat. Meine freundschaftliche Dankbarkeit gilt auch Julian Kreimeier und Philipp Mpountzioukas für deren gründliche Lektüre des Manuskripts und ihre ebenso detaillierte wie konstruktive Kritik. Ebenso bedanke ich mich bei meinen Freunden und Kollegen Angelo Gander und Maximilian Giner für die zahlreichen und ausgedehnten Mensa- und Zigarrengespräche und den da rin enthaltenen – oft kontroversen – juristischen, politischen und religiösen Austausch, der mir bei der Bearbeitung des Themas in vielerlei Hinsicht von Nutzen war. Abschließend und doch zuvörderst danke ich all meinen Freundinnen und Freunden nördlich und südlich der Alpen – auch jenen, welche in diesem Vorwort nicht namentlich genannt wurden – meiner Familie und insbesondere meinen Eltern, welche mir allesamt während der Entstehungszeit dieser Arbeit – wie stets – unschätzbaren emotionalen und persönlichen Rückhalt geschenkt haben. In dankbarer Anerkennung der professionellen und freundlichen Betreuung durch das Team des Tectum Verlags (welches mir die Chance gegeben hat, mein erstes Buch zu veröffentlichen und ihm zu seiner jet- 9 DANKSAGUNG zigen Form sowie seiner analogen und digitalen Verbreitung verholfen hat) wünsche ich Ihnen, liebe Leserin/lieber Leser viel Spaß und Aufschluss bei der Lektüre meiner Arbeit. Nürnberg, im April 2018 Alexander G. Flierl Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben! Mt 10, 16 11 Inhaltsverzeichnis Einleitung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17 I. Das Päpstliche Gesandtschaftswesen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 I.1 Der Heilige Stuhl im völkerrechtlichen Kontext. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 I.1.1 Begriffliche Abgrenzung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 I.1.1 a) Katholische Kirche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 I.1.1 b) Staat der Vatikanstadt (Stato della Città del Vaticano – SCV) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 I.1.1 c) Heiliger Stuhl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 I.1.2 Völkerrechtssubjektivität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 I.1.2 a) Nicht-staatliche Völkerrechtssubjektivität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 I.1.2 b) Juristisches Verhältnis zwischen Heiligem Stuhl und Katholischer Kirche . . . . . . . . 30 I.1.2 c) Begründung der Völkerrechtssubjektivität des Heiligen Stuhls . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 I.1.2 ca) Traditionell-historischer Ansatz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 I.1.2 cb) Souveränität. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37 I.1.2 cc) Völkerrechtliche Anerkennung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 I.2 Rechtsgeschichtliche Entstehung und Entwicklung der Päpstlichen Gesandtschaftsformen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 I.2.1 Altertum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 I.2.1 a) Römisches Reich. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 I.2.1 b) Apos to lische Vikare (Vicarii Apos to licae Sedis) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47 I.2.1 c) Apokrisiare (apocrisarii/responsales). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50 I.2.2 Die Legati Romani des Mittelalters . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53 I.2.3 Renaissance . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56 I.2.3 a) Verstetigung der Gesandtschaften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56 12 ALEXANDER G. FLIERL: NUNTIEN ALS DOYENS I.2.3 b) Kollektoren und Entstehung der Nuntiaturen (Nuntii et collectores reditum et omnium bonorum camerae apos to licae) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57 I.2.3 c) Verbreitung und Entwicklung der ersten Nuntiaturen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59 I.2.3 d) Die Nuntien während der Reformationszeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60 I.2.4 Absolutismus und Napoleonische Ära . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64 I.2.4 a) Aufklärung und Absolutismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64 I.2.4 b) Die libertés de l’église gallicane in Frankreich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66 I.2.4 c) Der österreichische Josephinismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 I.2.4 d) Die Beschränkung päpstlicher Autorität durch das Allgemeine Preußische Landrecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 I.2.4 e) Der Münchner Nunitaturstreit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69 I.2.4 f) Die Apos to lischen Gesandtschaften unter der Napoleonischen Gesetzgebung. . . . .71 I.2.5 Wiener Kongress . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74 I.2.5 a) Klassifizierung des internationalen Gesandtschaftswesens. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74 I.2.5 b) Völkervertragliche Kodifizierung des Dekanats . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76 I.2.5 c) Auswirkungen des Kongresses und weitere Entwicklung der päpstlichen Gesandtschaften in dessen Folge. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78 I.2.6 Der Untergang des Kirchenstaats und dessen Folgen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79 I.2.6 a) Faktischer Zustand des Päpstlichen Gesandtschaftswesens nach dem Fall Roms . . 80 I.2.6 b) Das italienische Garantiegesetz (l. 13 maggio 1871, n. 214) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82 I.2.6 c) Die Lateranverträge (i patti lateranensi) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84 I.2.7 Entwicklungen während des 20. Jahrhunderts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86 I.2.7 a) Entwicklungen im Kontext der Weltkriege. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86 I.2.7 b) Wiener Konferenz über di plo matische Beziehungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88 I.2.7 c) Das Zweite Vatikanische Konzil (II. Vatikanum) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91 I.2.7 d) Die Auswirkungen des Kalten Krieges. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93 I.3 Rechtliche Ausgestaltung des Päpstlichen Gesandtschaftswesens . . . . . . . . . . 94 I.3.1 Systematik der kanonischen Rechtsgrundlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94 I.3.2 Di plo matische Rangklassen Päpstlicher Gesandter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95 I.3.2 a) Unterscheidung nach Art der Mission . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96 I.3.2 aa) Apos to lische Delegaten (Delegati Apos to lici). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96 I.3.2 ab) Päpstliche Gesandte (Legati Apos to lici) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97 13 INHALTSVERZEICHNIS I.3.2 ac) Die Zwischenform des Apos to lischen Delegaten und Gesandten bei der Regierung (Delegatus Apos to licus et Missus Sanctae Sedis ad Gubernium) . 97 I.3.2 b) Klassifizierung der Di plo matischen Gesandten des Heiligen Stuhls bei den Staaten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98 I.3.2 ba) Nuntien (Nuntii) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98 I.3.2 bb) Internuntien (Internuntii). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99 I.3.2 bc) Pronuntien (Pro Nuntii). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99 I.3.2 bd) Chargés d’affaires . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100 I.3.2 be) Personal der Mission . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .101 I.3.2 c) Arten Päpstlicher Vertreter bei Internationalen Organisationen . . . . . . . . . . . . . . . .101 I.3.2 ca) Delegierte (Delegati). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .101 I.3.2 cb) Beobachter (Observatores) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102 I.3.2 d) Päpstliche Sondergesandtschaften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103 I.3.2 da) Legati a Latere . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103 I.3.2 db) Legati Nati . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103 I.3.3 Rechtlicher Verlauf der Missionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104 I.3.3 a) Beginn der Mission . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104 I.3.3 b) Persönliche Rechte und Privilegien bei der Ausübung der Mission. . . . . . . . . . . . . 107 I.3.3 c) Beendigung der Mission . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108 I.3.4 Aufgaben und Funktionen der Gesandten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109 I.3.4. a) Innerkirchliche Aufgaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .110 I.3.4 b) Religionspolitische Aufgaben. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .110 I.3.4 c) Weltlich-di plo matische Aufgaben. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112 I.4 Gegenwärtiger Umfang des Päpstlichen Gesandtschaftswesens . . . . . . . . . . . 116 I.4.1 Gesandtschaften bei den Staaten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .116 I.4.1 a) Staaten ohne Päpstliche Vertretungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .116 I.4.1 aa) Volksrepublik China. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .116 I.4.1 ab) Demokratische Volksrepublik Nordkorea . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .118 I.4.1 ac) Königreich Saudi-Arabien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .119 I.4.1 ad) Sultanat Oman. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120 I.4.1 ae) Islamische Republik Afghanistan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120 I.4.1 af) Königreich Bhutan, Republik Malediven, Tuvalu. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120 I.4.1 b) Gebiete mit Apos to lischen Delegaturen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 121 14 ALEXANDER G. FLIERL: NUNTIEN ALS DOYENS I.4.1 ba) Delegaturen mit staatlichem territorialen Zuständigkeitsgebiet . . . . . . . . . 121 I.4.1 bb) Delegaturen mit gesammelter territorialer Zuständigkeit. . . . . . . . . . . . . . . 121 I.4.1 bc) Die Apos to lische Delegatur in Ost-Jerusalem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .122 I.4.2 Gesandtschaften bei Internationalen Organisationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .122 I.4.2 a) Organisation der Vereinten Nationen (UNO) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .123 I.4.2 b) Regionale Organisationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 124 I.4.2 c) Wirtschaft, Handel und Industrie. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .125 I.4.2 d) Sicherheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 126 I.4.2 e) Humanitäre Belange . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 126 I.4.2 f) Kultur. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 126 I.4.2 g) Rechtliche Angelegenheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 126 II. Das Dekanat der Di plo matischen Corps . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 129 II.1 Die Präzedenzregelung gemäss der Wiener Diplomatenrechtskonvention (WDK) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 129 II.2 Aktuelle Besetzung der weltweiten Dekanatsposten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .131 II.2.1 Relative Häufigkeit Päpstlicher Präzedenz (nach Art. 16 Abs. 3 WDK) . . . . . . . . 131 II.2.2 Dekanate unter dem Anciennitätsprinzip (nach Art. 16 Abs. 1 WDK) . . . . . . . . .135 II.2.3 Globale Verteilung der Päpstlichen Präzedenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140 II.2.4 Wachstumspotential des Päpstlichen Vorrangs. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .142 II.3 Die Ausübung des Dekanats am Beispiel des Apos to lischen Nuntius bei der Bundesrepublik Deutschland . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 146 II.3.1 Courtoisie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 146 II.3.2 Aufgabenbereiche des Doyens. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .147 II.3.2 a) Sprecher des Di plo matischen Corps. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .147 II.3.2 b) Vertretung des Corps gegenüber dem Empfangsstaat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 150 II.3.2 c) Wahrung der korrekten Beziehungen zwischen den Mitgliedern des Corps . . . . . .155 II.3.3 Ausmaß der Einbeziehung des Doyens. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .157 II.3.4 Einfluss des Heiligen Stuhls auf die Dekanate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 158 II.4 Spezielle Charakteristik der Päpstlichen Dekanatsausübung . . . . . . . . . . . . . . 160 II.4.1 Eigenschaften besonderer Qualifikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .161 II.4.2 Nutzen für den Heiligen Stuhl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 164 15 INHALTSVERZEICHNIS III. Die Soft Power des Heiligen Stuhls . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 167 III.1 Das Konzept der Soft Power. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 167 III.1.1 Die Entwicklung des heutigen Machtverständnisses . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .167 III.1.2 Besonderheiten päpstlicher Soft Power . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 171 III.2 Die Nuntien und die Soft Power . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 176 III.2.1 Der Beitrag der Nuntien zur Soft Power des Heiligen Stuhls . . . . . . . . . . . . . . . .176 III.2.1 a) Die Auswirkungen der rechtlichen Ausgestaltung des Nuntien amtes auf die Soft Power des Heiligen Stuhls . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .177 III.2.1 b) Die Auswirkungen der Dekanate auf die Soft Power des Heiligen Stuhls . . . . . . . .181 III.2.2 Die Nutzung der Soft Power durch die Nuntien. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 185 III.2.2 a) Public Diplomacy . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 186 III.2.2 b) Nischen-Di plo matie. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 190 III.3 Der Einsatz päpstlicher Soft Power im Völkerrecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 191 III.3.1 Die außenpolitische Agenda des Heiligen Stuhls . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .191 III.3.2 Die Friedenspolitik des Heiligen Stuhls . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 192 III.3.3 Der Heilige Stuhl als internationaler Vermittler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 198 III.3.3 a) Völkerrechtliche Verfahren zur friedlichen Streitbeilegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 198 III.3.3 b) Mediation durch den Heiligen Stuhl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 203 Schlusswort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 209 Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .215 Printliteratur. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 215 Quellenverzeichnis zur Ermittlung der einzelnen Doyens. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 218 Abbildungsverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 239 Übersetzungsvorschläge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 241 Anlagen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 249 Interview Nuntius Eterović [Anlage 1] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 249 Tabelle der Doyens der Di plo matischen Corps bei den Mitgliedstaaten der Organisation der Vereinten Nationen (UNO) [Anlage 2] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 258

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Zusammenfassung

In ihrer Eigenschaft als diplomatische Vertreter des Heiligen Stuhls genießen die Apostolischen Nuntien ein außerordentliches völkerrechtliches Privileg: Gemäß Wiener Diplomatenrechtskonvention steht es den Empfangsstaaten frei, die Päpstlichen Gesandten gegenüber allen übrigen Botschaftern bevorzugt zu behandeln und sie kraft Gesetzes zum Oberhaupt des Diplomatischen Corps – zum sog. ­Doyen – zu ernennen. Diese häufig angewandte Sonderregelung trägt zur global wirkenden Soft Power des Heiligen Stuhls bei und fügt sich in dessen Strategie einer subtilen Form moderner Machtausübung ein. Vor diesem Hintergrund macht es sich die vorliegende Arbeit zur Aufgabe, den Vorrang der Apostolischen Nuntien aus rechtsgeschichtlicher, völkerrechtlicher und kanonischer Perspektive zu beleuchten, seine Wirkungsweise im System der internationalen diplomatischen Beziehungen zu erörtern und seinen Einfluss auf die weltpolitische Bedeutung des Heiligen Stuhls – insbesondere im Rahmen seiner Friedenspolitik – zu analysieren. Dabei kommt auch der derzeitige Doyen des Diplomatischen Corps bei der Bundesrepublik Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, in einem Exklusivinterview zu Wort. Das Werk bietet einen umfassenden Überblick an der wichtigen Schnittstelle zwischen Völkerrecht, Politik und Religion.