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Mareike Beckmann

August Wilhelmj, page I - XVIII

Der deutsche Paganini?

1. Edition 2019, ISBN print: 978-3-8288-4162-8, ISBN online: 978-3-8288-7036-9, https://doi.org/10.5771/9783828870369-I

Series: Frankfurter Wagner-Kontexte, vol. 2

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Frankfurter Wagner-Kontexte Herausgegeben vom Richard-Wagner-Verband Frankfurt am Main Frankfurter Wagner-Kontexte | Band 2 Herausgegeben vom Richard-Wagner-Verband Frankfurt am Main Mareike Beckmann August Wilhelmj Der deutsche Paganini? Tectum Verlag Mareike Beckmann August Wilhelmj Der deutsche Paganini? Frankfurter Wagner-Kontexte, Bd. 2 Zugleich: Dissertation an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, 2018 © Tectum Verlag – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2019 ePub: ePDF: 978-3-8288-7036-9 (Dieser Titel ist zugleich als geducktes Werk unter der ISBN 978-3-8288-4162-8 im Tectum Verlag erschienen.) ISSN: 2569-5258 Umschlaggestaltung: Tectum Verlag, unter Verwendung eines Ausschnitts des Kniestücks von August Wilhelmj, 1880er-Jahre, mit der Signatur S36/F00275, Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt am Main Alle Rechte vorbehalten Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. V Auftakt Mit dem vorliegenden zweiten Band der Frankfurter Wagner-Kontexte rückt ein weiterer Vertreter der Neudeutschen Schule des 19. Jahrhunderts ins Blickfeld. Autorin Mareike Beckmann, die ab ihrem 7. Lebensjahr im Geigenspiel ausgebildet wurde und an den Musikhochschulen in Würzburg und Frankfurt am Main studierte, widmete ihre Dissertation dem 1845 im hessischen Usingen geborenen Violinisten August Wilhelmj. Ebenso wie Alexander Ritter, der Protagonist des im Juli 2018 erschienenen Eröffnungsbandes der Frankfurter Wagner-Kontexte, ist er ein Repräsentant einer Strömung, die von einem konservativ-absoluten Musikverständnis zur Programmatik einer „Musik der Zukunft“ führt. Wilhelmj studierte wie Ritter am Leipziger Konservatorium bei Ferdinand David, dem mit Felix Mendelssohn Bartholdy befreundeten Konzertmeister des Gewandhauses, und beide gehörten später zum engen Zirkel der ersten Bayreuther Festspiele. August Wilhelmj lernte Richard Wagner im musikliebenden Hause seiner Eltern kennen, wo der Komponist des Fliegenden Holländers, des Tannhäuser und Lohengrin ein gern gesehener Gast war. Der Vater August Wilhelm, Prokurist am Wiesbadener Hofgericht, und die Mutter Charlotte, eine Sängerin und Pianistin, führten eines der größten Weingüter im Rheingau und waren dabei so erfolgreich, dass sie bei der Pariser Weltausstellung von 1867 die einzige Goldmedaille dieser Kategorie gewinnen und Hoflieferanten des Deutschen Kaiserhauses werden konnten. Berühmt wurde der schon frühbegabte Sohn August insbesondere durch eine von ihm entwickelte Technik des kantablen Geigenspiels, die völlig neue Maßstäbe des technisch Spielbaren setzte. Die entscheidende Neuerung war eine Kombination aus veränderter Körperhaltung und Bogentechnik, die den unhörbaren Bogenwechsel und folglich die unendlich lange Melodie ermöglichte. Zugleich versetzte er die Geiger in die Lage, ein Tonvolumen zu produzieren, das die damals entstehenden Konzertsäle mit bis zu 5.500 Plätzen füllen konnte. Den Interpretationsstil des späteren Bayreuther Meisters beeinflusste er damit auf prägende Weise. „Die Thränen in meinen Augen mögen Ihnen das sagen, wofür mein Mund keine Worte findet.“ Dieses überschwängliche, für Wagner typische Lob galt somit dem Erneuerer des Geigenspiels, der neben seiner solistischen Weltkarriere zudem ein exzellenter Orchestermanager war. 1875 beauftragte Wagner ihn mit der Zusammenstellung des ersten Bayreuther Festspielorchesters. Zwei Jahre später bereitete der hoch geschätzte Konzertmeister die Londoner Konzerte Wagners in der Royal Albert Hall vor. Der Revolutionär des Geigenspiels war also über seine organisatorischen Fähigkeiten hinaus ein Inspirator für den Revolutionär des Musiktheaters. Neben Wilhelmj und Wagner vertraten auch Franz Liszt, Joachim Raff (der Gründungsdirektor des Dr. Hoch’s Konservatoriums Frankfurt), Peter Cornelius und Felix Draeseke die Neudeutsche Schule. Später traten Komponisten wie Gustav Mahler und Richard Strauss in die Nachfolge dieser Bewegung und legten sie mit ihrem programmatischen Stil neu aus. Es darf nicht verwundern, dass darüber von Beginn an ein erbitterter Interpretationsstreit entbrannte. Bildeten bei den Komponisten Brahms und Wagner die jeweiligen Gegenpole, so spalteten sich Fachwelt wie Publikum beim Violinspiel einerseits in die traditionsbewussten Befürworter einer „seelenvoll“ sanften Tongebung und andererseits in die Fürsprecher einer technisch perfekten Wiedergabe des neuen vollen Tones. Der werkgetreue Aufführungsstil eines Joseph Joachim (1831–1907) stand gegen die moderne Modulation der Ton- VI Auftakt artencharakteristik des August Wilhelmj. Galt Joachim als der „lyrische Tenor“ unter den Violinisten, verkörperte Wilhelmj den „Heldentenor“ dieser Instrumentengruppe. Die hiermit präsentierte Dissertation, die Mareike Beckmann 2018 bei Prof. Dr. Peter Ackermann in Frankfurt am Main einreichte, befasst sich mit dem musikwissenschaftlichen Teilbereich der angewandten Interpretationswissenschaft. Sie beleuchtet mit der Aufführungspraxis im 19. Jahrhundert zudem ein noch relativ junges Forschungsfeld und besticht mit der Lebendigkeit einer Künstlerbiografie. Dem Leser wird technisches Wissen über das Violinspiel ebenso verständlich vermittelt wie Vita und kompositorisches Schaffen des ersten Konzertmeisters der Bayreuther Festspiele. Mein besonderer Dank für die Realisierung dieses Bandes gebührt: • Tamara Kuhn für die kompetente und geduldige Betreuung auf Seiten des Tectum Verlages, • Prof. Dr. Peter Ackermann von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt für die Autoren-Empfehlung, • Dr. Sven Hartung für die Leitung des Gesamtprojektes Frankfurter Wagner-Kontexte im Richard-Wagner-Verband Frankfurt am Main, • den Mitgliedern des Richard-Wagner-Verbandes Frankfurt am Main für die zweckgebundenen Spenden zur Herausgabe der Reihe. Dirk Jenders Vorsitzender www.rwv-ffm.de/Publikationen VII Danksagung Der herzlichste Dank gilt meinen Eltern, Christiane Beckmann und Dr. Wolf Helmut Beckmann, ohne deren finanzielle, emotionale und zeitliche Unterstützung diese Arbeit nicht möglich gewesen wäre sowie Carsten Dückert, der mir zusammen mit seinen Eltern Doris und Hans-Joachim Dückert viele Freiräume zum Verfassen dieser Arbeit ermöglicht hat. Ich danke besonders Anna und Clara Dückert für ihre großartige Unterstützung und Geduld. Mein besonderer Dank gilt Herrn Prof. Dr. Peter Ackermann, welcher diese Arbeit mit dem größten Vertrauen in mich betreut und meinen Forschungsbereich durch die Idee zu dem vorliegenden Thema ungemein erweitert hat. Ich verdanke Ihm nicht nur die Entstehung der Dissertation, sondern meine gesamte musikwissenschaftliche Karriere, die er von den ersten Anfängen an liebevoll begleitet und geprägt hat und dies noch weiterhin tut. Ich danke herzlich dem Richard-Wagner-Verband Frankfurt am Main e. V. für die Finanzierung der Druckkosten und die damit einhergehende Aufnahme des Werks in die Schriftenreihe Frankfurter Wagner-Kontexte. Insbesondere möchte ich dem Vorsitzenden, Herrn Dirk Jenders, und dem Projektleiter Herrn Dr. Sven Hartung für die gute Zusammenarbeit danken. Auch Frau Kuhn vom Tectum Verlag danke ich herzlich für ihr Engagement bei der Drucklegung. Ich danke auch den Nachfahren Wilhelmjs, Frau Katharina Fuchs und Prof. Dr. Christof Hottenrott mit seiner Familie für die Initiierung der Arbeit und die stets liebevolle Motivation sowie dem Ehepaar Daume für den uneingeschränkten Zugang zum Archiv des Heimatmuseums Usingen. Wichtige Inspiration und Unterstützung habe ich durch das Forschungsprojekt an der Hochschule der Künste Bern erfahren, welches unter der Leitung von Prof. Dr. Kai Köpp mein Augenmerk auf die angewandte Interpretationsforschung gelegt hat und dessen Mitglieder großes Interesse an meiner Arbeit zeigten. Hervorheben möchte ich neben Kai Köpp insbesondere Dr. Johannes Gebauer, der mir ein wichtiger Austauschpartner zu interpretatorischen Fragen war und mir wichtige Materialien und Quellen großzügig zur Verfügung stellte. Ich danke auch Prof. Dr. Clive Brown von der Universität Leeds und Prof. Dr. Florian Bassani von der Universität Bern. Hervorheben möchte ich zudem Dr. Kai Hinrich Müller und Jochen Schäfsmeier, sowie die Musiker von Concerto Köln. Das auf historische Aufführungspraxis spezialisierte Orchester leistet durch sein großes Interesse an meinen Erkenntnissen über August Wilhelmj für das laufende Projekt Wagner-Lesarten einen großen Beitrag zum Voranschreiten meiner Studien über die Aufführungspraxis Richard Wagners. Ich danke besonders auch dem Initiator dieses Projekts, Kent Nagano, der mir durch geduldiges Anhören und Ausprobieren meiner Thesen die theoretischen Dinge durch sein Dirigat zusammen mit Concerto Köln hörbar macht, und der mir mit seinem Angebot, ihn in streicherspezifischen aufführungspraktischen Fragen Unterstützung zu leisten ein großes Vertrauen entgegenbringt. Diese Zusammenarbeit ist äußerst wertvoll für mich. IX Inhalt Auftakt V Danksagung VII Abbildungsverzeichnis XIII 1 Einleitung 1 1.1 Abriss des aktuellen Forschungsstandes 2 1.2 Forschungsziel und Methode 4 1.2.1 Zentrale Fragestellungen 5 1.3 Untersuchungsmaterial 6 2 August Wilhelmj im Vergleich mit den großen Geigern des 19. Jahrhunderts 9 2.1 Wilhelmj – der deutsche Paganini? 10 2.2 August Wilhelmj und Joseph Joachim: Wem gebührt die Palme? 27 2.2.1 Joachim und Wilhelmj: Klassiker oder Romantiker? 34 2.2.2 Imagebildung: der größte deutsche Geiger 38 3 August Wilhelmj – Der Weg zum „Geigerkönig“ – Biographisches 43 3.1 August Wilhelmjs Jugend und seine musikalische Ausbildung 44 3.1.1 Jugend 44 3.1.2 Ausbildung 44 3.1.3 Erlaubnis zur Virtuosenkarriere 48 3.1.4 Studien bei Ferdinand David 49 3.2 Berufsleben 52 3.2.1 Konzerttätigkeit: Wilhelmjs Einstieg ins Berufsleben – Konzertreisen 52 3.2.2 Wilhelmj als Pädagoge 52 3.2.2.1 Wilhelmjs Violinschule 53 3.2.2.2 Die Grundlagen der Violinschule Wilhelmjs – Drei Schulen im Vergleich: Spohr-David-Wilhelmj 55 3.2.2.3 Die Bedeutung des Flageolettspiels 57 Inhalt X 4 Der Interpretationsstil August Wilhelmjs 59 4.1 August Wilhelmjs technische Grundlagen 59 4.1.1 Haltung 59 4.1.1.1 Haltung und Position der Violine bei August Wilhelmj 59 4.1.1.2 Einflüsse der Haltung auf die Interpretation Wilhelmjs 67 4.1.1.3 Die Haltung der Violine – Die Funktion der linken Hand 69 4.1.1.4 Die Neigung der Violine 75 4.1.1.5 Die Position der linken Hand 76 4.1.2 Die Bogenhaltung 77 4.1.3 Haltung des rechten Arms 80 4.2 Vom richtigen und schönen Vortrag 83 4.2.1 Tonbildung 84 4.2.1.1 Die Tonbildung Wilhelmjs auf der Grundlage der Bogenführung 84 4.2.1.2 Die Bogenführung Wilhelmjs 85 4.2.1.3 Piano und Dolce 86 4.2.1.4 Der Umgang Wilhelmjs mit dem Bogendruck 87 4.2.1.5 Der Umgang Wilhelmjs mit der Strichgeschwindigkeit 88 4.2.1.6 Wilhelmjs Umgang mit dem Bogenwechsel 89 4.2.2 Legato-Spiel 91 4.2.2.1 Das kantable Spiel Wilhelmjs 94 4.2.2.2 Die Bogentechnik Wilhelmjs – Das Sparen des Bogens 96 4.3 Die Violine Wilhelmjs 99 4.3.1 Wilhelmjs Saitenbezug 102 4.3.2 Der Bogen Wilhelmjs 103 4.4 Vom musikalischen Vortrag Wilhelmjs 104 4.4.1 Der poetische Gehalt der Interpretationen Wilhelmjs 105 4.4.2 Wilhelmj als Tonpoet – das Moment des Lyrischen in der Musik 107 5 Wilhelmj als Diva – Nachahmung der Stimme und des Gesanges 111 5.1 Prinzipien der Gesangskunst als Schlüssel zum seelenvollen Spiel 114 5.1.1 Technische Stilmittel des Gesangs 114 5.1.2 Der Registerwechsel auf der Violine 114 5.1.3 Wilhelmjs Umgang mit dem Fingersatz im gesanglichen Spiel 115 5.1.4 Wilhelmjs Gebrauch des Portamento 116 XI Inhalt 5.2 Tempo Rubato 124 5.2.1 Das Tempo Rubato auf der Violine 126 5.2.2 Accompagnement des Tempo Rubato 130 5.2.3 Rubato 133 5.2.4 Das Tempo Rubato bei Wilhelmj 135 5.3 Vibrato 143 5.4 Sul G-Spiel 153 6 Interpretationsanalyse der Bearbeitungen Wilhelmjs 155 6.1 Schuberts Ave Maria in der Bearbeitung Wilhelmjs für Violine und Klavier 156 6.1.1 Der Affekt 158 6.1.2 Die Phrasierung 160 6.1.3 Portamento 162 6.1.4 Tempo Rubato 168 6.1.5 Analyse anhand historischer Tonträger 169 6.1.5.1 Ave Maria mit Gesang 169 6.1.5.2 Ave Maria auf der Violine 171 6.2 Air on the G-String 175 6.3 Niccolò Paganinis Violinkonzert Nr. 1, op. 6 in der Bearbeitung durch August Wilhelmj 180 6.3.1 Die Kantilene Wilhelmjs 193 6.4 August Wilhelmjs Interpretation des Beethoven Violinkonzerts op. 61 198 6.5 Gegenüberstellung der Bearbeitungen Wilhelmjs 201 6.6 Joachim Raffs Violinkonzert Nr. 1, op. 161 207 7 Wilhelmj als neuschöpfender Interpret 217 8 Alles ist Schönklang – Wilhelmjs Einflüsse auf das moderne Violinspiel 225 9 Der Weg in das Zeitalter der Perfektion 227 Quellenverzeichnisse 231 Literaturverzeichnis 231 Notenverzeichnis 235 Weblinks 235 Audioverzeichnis 236 XIII Abbildungsverzeichnis Abb. 2.1: Brief Wilhelmjs aus dem Jahr 1863 aus Leipzig: „Auf der kleinen Photographie mache ich […] den so berühmten As-Griff, den nur Paganini ausführen konnte.“ Quelle: Usinger Geschichtsheft Nr. 7, S. 12, Signatur WA WB 756 b und c 11 Abb. 2.2: Karikatur von Toby Rosenthal: The illustrated wasp vom 4.2.1880, WA, S. 45/3 12 Abb. 2.3: Porträt Paganinis. Eugène Delacroix, 1832, Öl auf Pappe, Quelle: Phillips Collection, Washington (D. C.), The Yorck Project (2002), hier: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eugène_Ferdinand_ Victor_Delacroix_045.jpg 17 Abb. 2.4: Joseph Joachim als klassische Diva. Quelle: H. C. Worbs, Das Dampfkonzert, S. 179 38 Abb. 3.1: Parade auf dem Opernplatz Berlin. Franz Krüger, 1824–1830. Ausschnitt: Henriette Sontag und Niccolò Paganini. Quelle: Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, NG A II 648, hier: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Franz_Krüger_Parade_ detail_Sontag_Paganini.jpg 45 Abb. 3.2: A. Wilhelmj. Kniestück. Quelle: Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt am Main, Signatur des Originals: S 36/F02169 47 Abb. 4.1: Violinschule von Ferdinand David (1864), Fig. I bis IV 60 Abb. 4.2: Pierre Baillot, L’ art du violon, Fig. I 61 Abb. 4.3: Spohr, Violinschule 1838, Fig. I und II 62 Abb. 4.4: Spohr, Violinschule 1838, Fig. II, S. 9 63 Abb. 4.5: August Wilhelmj. Kniestück. Quelle: Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt am Main, Signatur des Originals: S 36/F10274 65 Abb. 4.6: Alfredo Piatti, Carl Reinecke und Joseph Joachim bei der Bonner Beethoven-Feier 1890. Quelle: Gemeinnütziger Verein „Beethoven-Haus Bonn“, https://da.beethoven.de/sixcms/list.php?page=museum_internet ausstellung_seiten_de&sv%5binternetausstellung.id%5d=87907&skip=2 66 Abb. 4.7: August Wilhelmj, Kniestück. S. Williams. Quelle: Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt am Main, Signatur des Originals: S 36/F00275 70 Abb. 4.8: Campagnoli, Violinschule op. 21 (1797) 71 Abb. 4.9: Leopold Mozart: Versuch einer gründlichen Violinschule, S. 55 72 Abbildungsverzeichnis XIV Abb. 4.10: August Wilhelmj: Bruststück. Quelle: Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt am Main, Signatur des Originals: S 36/F02170 73 Abb. 4.11: August Wilhelmj. Usinger Geschichtshefte Nr. 7, S. 13 74 Abb. 4.12: Madame Langley playing her violin. Quelle: „Women Violinists of the Victorian Era“ in The Lady’s Realm, 1899, hier: www.songofthelarkblog.com 76 Abb. 4.13: Die Abbildung zeigt das Becker’sche Kinnhaltermodell bei Beatrice Langley. Quelle: The Lute, 1896, S. 544, hier: Sophie-Drinker-Institut, www.sophie-drinker-institut.de/ 76 Abb. 4.14: Musizierende Engel. Gaudenzio Ferrari, ca. 1530–1540, Fresko. Quelle: Santa Maria dei Miracoli, Saronno, The Yorck Project (2002), hier: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gaudenzio_Ferrari_002.jpg 78 Abb. 4.15: Eugène Ysaÿe. https://alchetron.com/Eugène-Ysaÿe 78 Abb. 4.16: Modern Paganini the Elder (Wieniawski). The Musical World, 6.1.1877, S. 14 81 Abb. 4.17: „Modern Paganini the Younger at the Promenades“. The Musical World, 6.1.1877, S. 15 91 Abb. 4.18: Begleitschreiben zu Wilhelmjs Dodd-Bogen. Quelle: „August Wilhelmj’s Spectacular Dodd Bow. Benjamin Hebbert, 26.6.2015. https://hebbertsviolins.wordpress.com/2015/06/26/august-wilhelmjsspectacular-dodd-bow 103 Abb. 5.1: Baillot, L’ art du violon, „Verzierungen des Gesanges“ 116 Abb. 5.2: Spohr, Violinschule, S. 120 119 Abb. 5.3: Spohr, Violinschule, S. 120 120 Abb. 5.4: Spohr, Violinschule, S. 122, T. 5 und 6 121 Abb. 5.5 Baillot, S. 71 (Schlesinger) 121 Abb. 5.6: Riemann, Lexikon Bd. 2, S. 869 123 Abb. 5.7: Baillot, L’ art du violon, Schlesinger 1836, S. 131 131 Abb. 5.8: Spohr, Violinschule, S. 199 132 Abb. 5.9: Spohr, Violinschule, S. 202 und 203 133 Abb. 5.10: Rubinstein, Quelle: Hans Christoph Worbs, Das Dampfkonzert, S. 39 139 Abb. 5.11: Spohr, Violinschule, S. 213 143 Abb. 5.12: Baillot, L’ art du violon, S. 174 f 143 Abb. 5.13: Spohr, Violinschule, S. 210 144 Abb. 5.14: Spohr, Violinschule, S. 176 145 XV Abbildungsverzeichnis Abb. 5.15: Ausschnitt aus Modern Paganini the Younger at the Promenades, The Musical World, 6.1.1877, S. 15 149 Abb. 6.1: Franz Schubert, Ave Maria D 838, T. 3–6, Leipzig, Peters, undatiert, Nr. 20a, 9023. 161 Abb. 6.2: Schuberts Ave Maria in der Bearbeitung Wilhelmjs, Takte 1–15. Undatierte Edition 161 Abb. 6.3: Takt 1 bis 4 162 Abb. 6.4: Ave Maria in der Bearbeitung Wilhelmjs, Takt 13 163 Abb. 6.5: Kai Köpp. Die hohe Schule des Portamento, www.dissonance.ch 165 Abb. 6.6: Wilhelmj, Ave Maria, Takt 1–15, Fingersätze, die ein Portamento zulassen 166 Abb. 6.7: Wilhelmj, Ave Maria, Takt 11 166 Abb. 6.8: Franz Schubert, Ave Maria D 838, Takt 5 und 6, Leipzig, Peters, undatiert, Nr. 20a, 9023 (imslp) 167 Abb. 6.9: Wilhelmj, Ave Maria, Takt 6 167 Abb. 6.10: Wilhelmj, Ave Maria, Takte 3–5 167 Abb. 6.11: Wilhelmj, Ave Maria, Takte 3–5 168 Abb. 6.12: Elisabeth Schumann, Ave Maria im Sonic Visualizer, Darstellung von Portamento und Vibrato 169 Abb. 6.13: Ave Maria in der Bearbeitung Wilhelmjs, Takte 1–15, Bezeichnung mit den von Kathleen Parlow verwendeten Stilmitteln (weiße Markierungen zeigen diverse Portamenti an, die aus der Aufnahme nicht verbindlich zugeordnet werden können) 172 Abb. 6.14: Wilhelmj, Ave Maria, Takt 11 172 Abb. 6.15: Ave Maria in der Bearbeitung Wilhelmjs, Takte 1–15, mit Bezeichnung der von Isolde Menges verwendeten Stilmittel 173 Abb. 6.16: Ave Maria in der Bearbeitung Wilhelmjs, Takte 1–15, mit Bezeichnung der von Mischa Elman verwendeten Fingersätze und Stilmittel 174 Abb. 6.17: Air on the G-string, arrangiert von August Wilhelmj, Eintragung der expressiven Fingersätze 176 Abb. 6.18: Air on the G-string, arrangiert von August Wilhelmj, Eintragung der expressiven Fingersätze Parlows 178 Abb. 6.19: Air on the G-string, arrangiert von August Wilhelmj, Eintragung der expressiven Fingersätze Isolde Menges 178 Abb. 6.20: Air on the G-string, arrangiert von August Wilhelmj, Eintragung der expressiven Stilmittel der Geigerin Marie Soldat 179 Abb. 6.21: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A. Schulz, Braunschweig: Henry Litolff ’s Verlag, n. d. (ca. 1880), Collection Litolff No 2373, Takte 144 ff 181 XVI Abbildungsverzeichnis Abb. 6.22: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A.Wilhelmj, Leipzig: B. Senff, n. d. [1880–84], Pl. 1642, Takte 86–90 181 Abb. 6.23: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A.Wilhelmj, Takt 35 182 Abb. 6.24: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A. Schulz, Takte 96–100 183 Abb. 6.25: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A.Wilhelmj, Takt 37 183 Abb. 6.26: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A. Schulz, Takte 96–100 184 Abb. 6.27: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A. Wilhelmj, Takte 36–39 184 Abb. 6.28: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A. Wilhelmj, Takte 40–43 185 Abb. 6.29: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A. Schulz, Takt 101–105 185 Abb. 6.30: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A. Wilhelmj, Takte 43 ff 186 Abb. 6.31: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A. Wilhelmj, Takte 44 ff 187 Abb. 6.32: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A. Wilhelmj, Takte 49 ff 188 Abb. 6.33: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A. Wilhelmj, Takt 52 f 190 Abb. 6.34: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A. Wilhelmj, Takt 52 bis 62 190 Abb. 6.35: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A. Wilhelmj, Takte 58 ff 191 Abb. 6.36: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A. Wilhelmj, Takte 61 und 62 191 Abb. 6.37: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A. Wilhelmj, Takte 58–66 192 Abb. 6.38: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A. Wilhelmj, Takte 67–74 193 Abb. 6.39: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A. Wilhelmj, Takte 77, 79 und 80 194 Abb. 6.40: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A. Wilhelmj, Takte 77 ff 194 XVII Abbildungsverzeichnis Abb. 6.41: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A. Schulz, Takte 137 ff 195 Abb. 6.42: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A. Wilhelmj, Takte 86–101 195 Abb. 6.43: 1. Satz aus Paganinis Violinkonzert, bearbeitet durch A. Wilhelmj, Leipzig: B. Senff, n. d. [1880–84], Pl. 1642, Takte 115–121 197 Abb. 6.44: Alberto Bachmann, Encyclopedia, S. 163 203 Abb. 6.45: Beethoven, Violinkonzert D-Dur op. 61, Edition Peters ca. 1883, Bearbeitet durch A. Wilhelmj, S. 1 204 Abb. 6.46: Beethoven, Violinkonzert D-Dur op. 61, Ed. Schott & Co, London 1901, Takte 89–97 204 Abb. 6.47: Beethoven, Violinkonzert D-Dur op. 61, Ed. Schott & Co, London 1901, Takte 101–113 206 Abb. 6.48: Beethoven, Violinkonzert D-Dur op. 61, Ed. Schott & Co, London 1901, Takte 102–103 206 Abb. 6.49: Beethoven, Violinkonzert D-Dur op. 61, Ed. Schott & Co, London 1901, Takte 101–105 207 Abb. 6.50: Beethoven, Violinkonzert D-Dur op. 61, Edition Schott & Co, London 1901, Takte 106–109 207 Abb. 6.51: Joachim Raff, erstes Violinkonzert, 2. Satz: Takte 84–95 209 Abb. 6.52: Joachim Raff, erstes Violinkonzert 210 Abb. 6.53: Hail, Columbia von Philip Phile. Quelle: Dykema, Peter, Will Earhart, Osbourne McConathy, and Hollis Dann. I Hear America Singing; 55 Songs and Choruses for Community Singing. Boston: C. C. Birchard & Company, 1917, hier: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/ 5/5a/6_Hail_Columbia.png 211 Abb. 6.54: Joachim Raff, erstes Violinkonzert, 3. Satz, Takte 1–39 212 Abb. 6.55: Joachim Raff, erstes Violinkonzert, 3. Satz, Takte 140–153 213 Abb. 6.56: Raff, Violinkonzert op. 161, C. F. W. Siegel, 1872 214 Abb. 6.57: Raff Violinkonzert op. 161 in der Bearbeitung Wilhelmjs, C. F. W. Siegel, 1892 (Schluss des ersten Satzes und Beginn des zweiten Satzes) 214

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References

Zusammenfassung

August Wilhelmj (1845–1908) galt als einer der größten Geiger seiner Zeit. Von den bekanntesten Vertretern der neudeutschen Schule wurde er bewundert und verehrt. Berlioz urteilte: „nie habe ich einen Geiger mit einem solchen bezaubernden, großen und edlen Tone gehört, als der war, welcher der junge Wilhelmj seinem Instrumente zu entlocken wußte.“ Wie genau hat er gespielt? Welche Einflüsse hatte er auf die Entwicklung des Violinspiels? Wie spiegelt sein Spiel die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse seiner Zeit? Sein Interpretationsstil gibt Aufschlüsse über die Aufführungspraxis der Romantik und gewährt tiefe Einblicke in die Musikästhetik des 19. Jahrhunderts.