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10 Der Einsatz von Software in der Aphasietherapie in:

Cornelia Zeller

Softwarebasierte Aphasietherapie, page 117 - 132

Entwicklung und Erprobung des kommunikativ-pragmatischen Übungsprogramms AKOPRA

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4167-3, ISBN online: 978-3-8288-7034-5, https://doi.org/10.5771/9783828870345-117

Tectum, Baden-Baden
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10 Der Einsatz von Software in der Aphasietherapie M oderne Technologien, wie Smartphones, Tablets und das Internet, stellen heutzutage für viele M enschen einen wesentlichen und z. T . unverzichtbaren Bestandteil des Alltags dar (Bilda, M ühlhaus & Ritterfeld, 2017). Diese Techno logien ermöglichen eine ständige Verfügbarkeit von Informationen: So ist es et wa mittels Social M edia Kanälen und E-Mails möglich, weltweit Kontakte zu pflegen und mithilfe des Online-Bankings Bankgeschäfte zu tätigen (Bilda et al., 2017). W eiterhin stehen Fahrplaninformationen, Navigations- und W etter dienste ebenso perm anent zur N utzung bereit wie etwa Inform ationen zu Res taurants, Raststätten, Sehenswürdigkeiten und Hotels (Wirtz, 2015). D och inwiefern hielt die Digitalisierung in die Sprachtherapie, insbesondere in die Aphasietherapie Einzug? D er Ausdruck „Com puter helfen heilen“ wurde bereits vor über 30 Jahren von Hannelore Kohl, Präsidentin des Kuratorium ZNS, geprägt (Mayer, 2002) und seit ähnlich langer Zeit werden Com puterprogram m e in der Aphasietherapie genutzt (van de Sandt-Koenderman, 2002). Jedoch ist die Digitalisierung im Therapiebereich lange nicht so weit fortgeschritten wie in vielen anderen Bran chen (Glindem ann, 2006), sodass das dam it einhergehende Potenzial nicht aus geschöpft wird (Bilda, 2017). W eiterhin stellt sich die Frage, wie Software in der Therapie genutzt werden soll. H ierzu gibt es eine klare Antwort: Sie soll als Ergänzung der Face-to-Face- Therapie fungieren (Huber, 2014) und kann diese nicht ersetzen (Holz, 2014). Das wird auch anhand der in Kapitel 10.3 aufgeführten Vor- und Nachteile softwarebasierter Therapie deutlich. U m einen Überblick über softwarebasierte Aphasietherapie zu geben, wird in Kapitel 10.1 zunächst auf die allgemeine Anwendbarkeit solcher Programme eingegangen, bevor in Kapitel 10.2 verschiedene Programme vorgestellt werden und abschließend in Kapitel 10.3 eine Erörterung der M öglichkeiten und G ren zen softwarebasierter Therapien erfolgt. 117 10.1 Anwendung Innerhalb softwarebasierter Therapien kann zwischen Sprachlernprogrammen und assistiven Programmen differenziert werden. So umfassen Sprachlernprogramme sprachsystematische und/oder kom m u nikativ-pragmatische Übungen, während das Ziel assistiver Programme darin besteht, eine Teilhabe in der jeweils aktuellen Situation zu ermöglichen bzw. zu verbessern (Radermacher, 2009). Bei letzteren handelt es sich zum Beispiel um Text-to-Speech-Programme (Holz, 2014), die geschriebene Texte als Sprachausgabe wiedergeben (Radermacher, 2009). D a es sich bei den im Rahm en dieser Arbeit entwickelten Applikationen um Sprachlernprogramme handelt, stehen derartige Programme im Fokus der weite ren Ausführungen. Sprachlernprogramme können sowohl in die Face-to-Face-Therapie integriert werden als auch diese ergänzen, indem Betroffene zu Hause selbständig üben und dam it zur Stabilisierung von Therapieinhalten beitragen. Darüber hinaus ist ein Einsatz in Selbsthilfegruppen und im H eim training ohne therapeutische Su pervision möglich (Bilda, 2017; Radermacher, 2002). Außerdem stellt sich die Frage, für welche Patienten eine softwarebasierte Therapie geeignet ist. H ierzu schreibt (Radermacher, 2002), dass es hinsichtlich des Schweregrades prinzipiell keine Einschränkung gibt, jedoch ein ausreichen des Instruktionsverständnis erforderlich ist. Z u Schwierigkeiten können auch neuropsychologische Auffälligkeiten führen, wie etwa Apraxien und starke Be einträchtigungen des Gedächtnisses, der Lernfähigkeit und der Aufmerksam keitsfokussierung. Gesichtsfeldverluste und Hemiparesen sollten hingegen keine Hindernisse darstellen, da Kompensationen über spezifisches Training und im letzteren Fall z. B. über Touchbildschirme möglich sind. W eiterhin stellen eine gute Krankheitseinsicht und ein ausreichendes Störungsbewusstsein wichtige Kriterien dar, während Com puterkenntnisse nicht zwingend erforderlich sind (Radermacher, 2002). Diese Ausführungen zeigen, dass es keine pauschale A ntw ort zur Anwend barkeit softwarebasierter Therapien gibt, da diese von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden kann. Zusätzlich ist zu erwarten, dass es auch zwischen ver schiedenen Programmen Unterschiede in der Anwendbarkeit gibt. 10.2 Vorstellung ausgewählter Programme In diesem Kapitel erfolgt die Präsentation einiger bereits auf dem deutschen M arkt erhältlicher Softwareprogramme. In Anlehnung an die von Radermacher (2002) vorgeschlagenen Anforderungen an softwarebasierte Therapie wurden die Programme hinsichtlich verschiedener Kriterien untersucht und die Ergebnisse für einen vergleichenden Überblick tabellarisch dargestellt. 118 Tabelle 16 bis Tabelle 18 enthalten Inform ationen zu den jeweiligen Zielset zungen und der inhaltlichen Gestaltung der Programme sowie zu Auswertungs optionen, Nutzungsbedingungen und Kosten. Darüber hinaus werden, sofern vorhanden, Effektivitätsnachweise aufgeführt und abschließend die Stärken und Schwächen eines jeden Programms skizziert. 119 Tabelle 16: Vorstellung ausgewählter Softwareprogramme (AphasiaWare, Fleppo, ReVivo) Programm AphasiaW are Fleppo (Fleppo Home I, Fleppo Home II, Fleppo Text) ReVivo Quelle ‘ Schwarz (o. J.) **NCSys Neuro Cognitive System s (2011) ‘ Vollm er & Roosen (o. J.) ‘ Silex (2017) Autoren/Vertrieb Schwarz, F.** Vollmer, U. & Roosen, P. Firma: Lingu- Adapt* Silex, C. & Kaiser, M.* Erscheinungsjahr 1997-2010 (in Abhängigkeit des Thera piemoduls)** Fleppo Text seit 2014*, andere Aufga bentypen sind älter o. A. Kosten Nutzungsunabhängige Lizenz fü r 1 Jahr: 590 € ; ansonsten auch nutzungsabhängi ge Abrechnungsm öglichkeit** z. B. Fleppo Home I und II: 169 € * kostenfrei* Sprachen Deutsch Deutsch Deutsch und Englisch* Betriebssystem W indows** W indows, Linux und MacOS, Fleppo Text: browserbasiert* W indows und MacOS* Lokale Nutzung ja** Fleppo Home: ja; Fleppo Text: nein* ja* Zielgruppe u. a. Aphasiepatienten** Aphasiepatienten* laut Angabe fü r Aphasiepatienten*, er scheint jedoch eher für Patienten mit (zusätzlicher) Dysarthrie/Sprechapraxie geeignet Therapieziele Verbesserung spezifischer sprachsystematischer Fähigkeiten (siehe Therapie bausteine) Verbesserung sprachsystem atischer Fähigkeiten: • Auditives Sprachverständnis* • Lesesinnverständnis* • W ortfindung* Verbesserung sprachsystem atischer Fähigkeiten: • Laut- und W ort anbahnung/Nachsprechen • Nachsprechen kurzer Sätze • W örter abschreiben • Sprachverständnis Therapiebausteine • Auditives Sprachverständnis* • Lesesinnverständnis* • Schriftsprachproduktion* • Semantik* • Morphologie* • Lautsprachproduktion* • Textverarbeitung* • Syntax* Fleppo Home: • Auditive Analyse* • Visuelle Analyse* • Semantisches System* • Orthographisches Ausgangslexikon* • Graphem atischer Arbeitsspeicher* Fleppo Text: • Textverständnis • Laute/Worte verstehen und nach sprechen* • W orte verstehen und schreiben* • Gegensätze verstehen und schrei ben* • Verben verstehen und nachspre chen* • Grundwortschatz* (Funktionswörter verstehen und nachsprechen) • Alphabet* (W örter/Text schreiben mit Bild- und Tonunterstützung) • Tagesablauf* (Vorgabe von Bild und Satz (auditiv, schriftlich)) • Familie* (Vorgabe von Bild und Satz (auditiv, schriftlich)) • Tägliche Umgebung* (Vorgabe von Bild und W ort (auditiv, schriftlich)) • Draußen unterwegs* (Vorgabe von Bild und W ort (auditiv, schriftlich)) • Lückentext* (Sprachverständnis mit Auswahlbildern) Nonverbale Kom m unikati on nein nein nein Schwierigkeitsgrade Autom atische Anpassung des Schwierig keitsgrades* 5 Schwierigkeitsgrade wählbar; außer dem autoadaptive Anpassung (in Fleppo Home)* Textlänge wählbar (Fleppo Text)* nein Integrierte Medien Tonaufnahmen, schwarz-weiß- Zeichnungen, wenige Fotos, Schrift Tonaufnahm en, Fotos, Zeichnungen, Schrift Tonaufnahmen, Fotos, Mundbildvideos mit Ton Feedback z. T. vorhanden. Rückmeldung erfolgt v isuell über Farben. z. T. vorhanden. Rückmeldung erfolgt visuell über Farben. Überwiegend nicht vorhanden. Teilweise mit visuellem Feedback. Hilfen z. T. verfügbar (z. B. Reduktion der A b lenkerzahl, zusätzliche/nochm alige auditi ve Vorgabe des W ortes). Aktive Anforde rung ist jedoch nicht bei allen Aufgaben typen möglich. z. T. verfügbar (z. B. w iederholtes Anhö ren der auditiven Vorgaben, zusätzliche schriftliche Präsentation) nein Auswertung Übersicht über bearbeitete Aufgaben (Reaktionszeit, Fehlertyp, prozentualer Anteil korrekter Reaktionen)* Übersicht über bearbeitete Aufgaben (Schwierigkeitsgrad, Anzahl korrek ter/falscher Reaktionen, benötigte Versu che, Übungsabbruch) nein Effektivitätsnachweise Darkow, Hußmann & Huber (2009): • Testung des Therapiem oduls kon frontatives Benennen. Beide Proban den zeigten bei der Itembearbeitung und im AAT-Untertest Benennen sig nifikante Verbesserungen Schwarz (2002): • AphasiaWare ist mit einem Teil der Lange, Raderm acher & Springer (2008): • Therapieziel: Verbesserung der Schreibleistung bei Dysgraphie • Nach Therapiephase mit Anagramm- Übung und Schreiben nach Diktat traten bei beiden Probanden signifi kante Verbesserungen in Lemo Test 21 (Schreiben monomorphematinein Patienten durchführbar, wobei meist eine Betreuung oder Supervision be nötigt w ird. Ausgeschlossen von der Erprobung wurden Patienten mit star ken neuropsychologischen oder v isu ellen Störungen und ausgeprägten ideatorischen Apraxien scher Wörter) und Lemo Test 35 (schriftliches Benennen) auf • Therapiephase mit Diskrimination und Identifikation von Synonymen führte bei einem Probanden zu signi fikanter Leistungsverschlechterung in Lemo Test 35 und bei dem anderen Probanden in Lemo Test 14 (Lesen von Pseudowörtem) zu signifikanter Verbesserung Kritik Positiv: • Basiert auf Logogenmodell* • Sehr viele Aufgabentypen mit jeweils hoher Itemanzahl • Auswertungsübersicht • Anlegen von Patientenprofilen mög lich Positiv: • Basiert auf Logogenmodell* • Um fangreiche Auswahl an Aufgaben typen • Schriftliche und auditive Instruktionen zu Beginn jeder Übung (in Fleppo Home) • Ansprechende Gestaltung und einfa che Handhabung • Anlegen von Patientenprofilen mög lich Positiv: • Kostenfrei und für alle Internetuser zugänglich • Videos der Mundbilder integriert Negativ: • Für Patienten eher schlecht verständ liche Aufgabenbezeichnungen (Fach begriffe), außerdem nur schriftliche, z. T. komplexe Instruktion • Am Tablet Aufgabenauswahl schwie rig • Zeichnungen nur schwarz-weiß, z. T. schlecht erkennbar, nur wenige Fotos • z. T. fa lsche/um gangssprachliche Syntax in Übungssätzen, schriftliche Items in alter Rechtschreibung Negativ: • Instruktionen z. T. missverständlich • Nur wenige Hilfen verfügbar • Kein Aufgabentyp zum mündlichen Benennen • Programm funktioniert z. T. nicht zuverlässig • Fotos teilweise schlecht erkennbar und nicht erwachsenengerecht Negativ: • Viele Aufgabentypen erscheinen für die Behandlung von Aphasien eher nicht zielführend (zu starke Fokussie rung auf das Nachsprechen) • Fehlende Instruktionen und Beispiele • z. T. d iskrim inierende Übungsitems • Fotomotive, Bildausschnitte und Hin tergründe z. T. ungünstig gewählt • Teilweise unnatürliche Prosodie, unnatürliche und z. T. falsche Artiku lation in den Audiodateien • Unübersichtliche Gestaltung, Bedie nung teilweise aufgrund zu kleiner Schaltflächen schwierig Tabelle 17: Vorstellung ausgewählter Softwareprogramme (D iaTrain, SpeechCare Aphasie, LogoCedee) Proqramm DiaTrain SpeechCare Aphasie LoqoCedee Quellen ‘ Hochschule für Gesundheit Bochum (2017) “ Bilda, Matzner, Jochims, Breitenstein, B ildat & Müller-Dohm (o.J.) ***Bilda, Fesenfeld, Leienbach, M eyer & Riebandt (2014) ‘ SpeechCare GmbH (o. J.) “ SpeechCare GmbH (2014) *VMS GmbH - LogoMedien (2016) Autoren/Vertrieb Bilda, K. & Meyer, E.* Speech Care GmbH* VMS GmbH - LogoMedien* Erscheinungsjahr 2016 als Applikation Neueste Version: April 2014“ o. A. Kosten 9,99 € 89,99 €** Pro Paket (Übungen zu einer Schwierig keitsstufe, einem Thema) zwischen 39 und 69 €* Sprachen Deutsch Deutsch* Deutsch* Betriebssystem iOS * Android und iOS, zusätzliche W ebapp* W indows* Lokale Nutzunq nein ia ja Zielqruppe Aphasiepatienten* Aphasiepatienten* u. a. Aphasiepatienten* Therapieziele Verbesserung der A lltagskom m unikation:** Führen alltagsorientierter Dialoge; Fokus liegt dabei auf jeweils einem im Dialog ent haltenen Zielsatz und einem darin integrier ten Zielwort*** Verbesserung sprachsystem atischer Fähigkeiten: • Auditives Sprachverständnis* • W ortfindung* • Lesen* • Schreiben* • Gram m atik* Verbesserung • der Speicherung und Reproduktion gehörter Sprache* • des Sprachverständnisses* • der W ortfindung und Satzproduktion* • der Lesefähigkeit* • des Verstehens von Handlungen* Therapiebausteine Verschiedene alltägliche Dialoge*, z. B. Einkauf in e iner Bäckerei, einem Beklei dungsgeschäft, e iner Apotheke • W ort zu Bild zuordnen* • Bild zu W ort zuordnen* • Fehler finden auf W ortebene* • Lückenwort aus Auswahl ergänzen* • Buchstaben sortieren auf W ortebene* • Satz zu Bild zuordnen* • Lückensatz aus Auswahl ergänzen* • W örter sortieren auf Satzebene* • Präpositionen zuordnen* • Artikel zuordnen* Lernebene Sprache anregen* • Einführung in die Videoszenen (Sehen des Videos und Präsentation der zu gehörigen Sätze, abschließend Nach sprechen) Lernebene Sprache erarbeiten* • Video-Satz-Zuordnung • Ordnen von Satzkonstituenten • W örter in Lückentext einfügen • Videobild - auditiv und schriftlich vor gegebenen Satz zuordnen Lernebene Leistungsüberprüfung* • Benotetes Lösen der Aufgaben aus Lernebene 2 N onve rba le K o m m u n ika tio n nein nein nein S ch w ie rig ke itsg rad e Schwierigkeitsabstufung über die Hilfsstufen Uber manuelle Einstellung (3 Schwierig keitsgrade) 2 wählbare Schwierigkeitsgrade (niedrige und mittlere Komplexität)* In te g rie rte M edien Tonaufnahmen, Videos, Fotos Tonaufnahmen, Fotos, Mundbildvideos, Schrift Tonaufnahmen, Handlungsvideos, Schrift Feedback Selbstkontrolle über die vom Anwender selbst aufgenommenen Sprachaufnahmen möglich* V isuelles Feedback Überwiegend enthalten; unterschiedlich umgesetzt (auditiv/schriftlich/visuell) H ilfen 5 abnehmende Hilfsstufen (werden als Standard alle abgespielt, auch Auswahl spezifischer Hilfsstufen möglich) z. T. aktivierbar (Auditive Vorgabe mit Mundbildvideo) z. T. verfügbar A u sw e rtu n g Speicherung des Trainingsverhaltens mög lich***, in Demoversion keine Leistungs übersicht enthalten Ja, Umfang in Abhängigkeit der jeweiligen Version Ja, Punkte- und Notenvergabe; Manuelles Erstellen e iner Leistungskurve möglich* E ffek tiv itä tsna ch w e ise Bilda et al. (o.J.), Bilda, Matzner, Jochims, Breitenstein, Bildat & Müller-Dohm (2008), Bilda (2011): • Signifikante Leistungsverbesserung in den Dialogen, Effekte auch sechs M ona te nach Therapieende stabil, bei 2/5 Pa tienten signifikante Verbesserung im CETI • Für Patienten mit gut erhaltenem Sprachverständnis und Nachsprechen sowie ohne Sprechapraxie und ausge prägte phonematische Paraphasien ge eignet Bilda et al. (2014): • Teletherapie w ird sehr gut akzeptiert, alle Probanden waren mit selbständi gem Üben zufrieden, wünschen sich auch zukünftig zusätzlich zur konventio nellen Sprachtherapie Teletherapie nein Müller, Teuber & M iddeldorf (2006): P rä-Post-Vergleich ergab innerhalb der Probandengruppe einige Verbesserungen in sprachsystematischen Tests (u. a. AAT, BOSU) und im CETI Kritik Positiv: • Kommunikativ-pragmatische Ausrich tung • Umfassendes Hilfssystem • Möglichkeit zur Selbstkontrolle über e infaches Aufnehmen der eigenen Sprache • Ansprechende, übersichtliche Gestal tung Positiv: • Übersichtliche, ansprechende Gestal tung • Gute Bildqualität • E infache Anwendbarkeit Positiv: • Ansprechende, übersichtliche Gestal tung • Auditive und schriftliche Instruktionen abrufbar Negativ: • Präsentierte Dialoge z. T. unvollständig (z. B. Fehlen der Verabschiedung bei einem Einkauf in der Bäckerei) und te il weise mit unrealistischen D ialogbe standteilen (z. B. Preis fü r Brot 3 Euro) • Zum indest in Demoversion nur mehrsei tige schriftliche Instruktion enthalten • Störende Hintergrundgeräusche bei V ideos Negativ: • Kein Aufgabentyp zu verbaler Sprachproduktion • Nur eingeschränkte Hilfen, kein mehr stufiges Hilfssystem • z. T. schlechte Tonqualität durch Hin tergrundrauschen • Instruktionen nur schriftlich, Feedback rein visuell Negativ: • Fraglich, ob mit den Aufgabentypen die Therapieziele erreicht werden können scheinen sich eher für all gemeine sprachliche Aktivierung zu eignen • Zu starker Fokus auf fehlerfreien sprachlichen Output und dem Aus wendiglernen von Sätzen • Hilfen erscheinen nicht ausreichend • Material wenig alltagsnah • z. T. mangelhafte Videoqualität Tabelle 18: Vorstellung ausgewählter Softwareprogramme (LingWare, EvoLing u nd neolexon) Proqramm LinqW are 6.0 Evocare/Pluqin EvoLinq neolexon Quellen ‘ Phoenix Technologie UGmbH (o. J.) **Grießl & Stachowiak (1994) *Evocare Telemedizin (2017) **Seewald, Rupp & Schupp (2004) ***Sünderhauf, Rupp & Tesak (2008) ****Hooge, Janssen, Raderm acher & Hu ber (2004) *****RUpp (2010) *Social A ffairs e.V. (2016) **Jakob, Haas & Späth (2016) Autoren/Vertrieb Phoenix Technologie UgmbH* Seewald, B., Rupp, E. & Schupp, W. Jakob, H., Späth, M., Haas, E., Pfab, J.& Raudschus, D.* Erscheinungsjahr o. A. , entwickelt seit 1985** 2002** o. A. Kosten Grundmodul: 95 Euro*, Komplettpaket: 2850 Euro* o. A., kann z. T. über Kostenträger abge rechnet werden**** Derzeit kostenfrei Sprachen Deutsch* Deutsch Deutsch Betriebssysteme W indows* Proprietäres Betriebssystem (Telemedizin Leihgerät mit Touchscreen)* Android und iOS* Lokale Nutzung o. A. ja nein Zielgruppe u. a. Aphasiepatienten Aphasiepatienten u. a. Aphasiepatienten** Therapieziele W iederherstellung der mündlichen und schriftlichen Sprachkom petenz* Verbesserung sprachsystem atischer Fä higkeiten*** in den Bereichen: • Auditives Sprachverständnis** • Schriftsprachverständnis** • Schriftsprachproduktion** • Syntax** • Semantik** Verbesserung sprachlicher Leistungen auf W ortebene** Therapiebausteine • Benennen (Handschriftlich/Tastatur)* • Bezeichnung (Abbildung benennen nach schriftlicher Vorgabe)* • Diktat (Handschriftlich/Tastatur)* • Kategorien (Anklicken des (nicht) zu gehörigen Objekts)* • Merken (Auditive Vorgabe soll einge tippt oder die dazugehörige schriftliche Repräsentation angeklickt werden)* • M inim alpaare (Nach auditiver Vorgabe entscheiden, ob W örter gleich oder un gleich)* EvoLing 1: Lexikalische Ebene* • Phonem -Graphem -Konversion** • W ort-B ild-Zuordnung** • Lückenwortübungen** • Schriftliches Benennen** • Schreiben nach Diktat** • Lexikalisches Entscheiden** EvoLing 2: Syntaktische Ebene* • Satz-Bild-Zuordnung*** • Aktiv- und Passivsätze*** • Tempus*** • Lokaladverbialen*** • Mündliches Benennen** • Schriftliches Benennen** • Auditives Sprachverständnis** • Lesesinnverständnis** • Syntax Satzbau (Auswahl der korrekten schriftlich präsentierten Satzergän zung)* • Verständnis (Auswahl des zur verba len/schriftlichen Vorgabe passenden Fotos oder der zum Foto passenden schriftsprachlichen Repräsentation)* • Vokale (Fehlenden Vokal aus Auswahl anklicken)* • Rechnen (Präsentation von M ün zen/Scheinen, Anklicken des korrekten W ertes)* • Sem antische Rollen*** N onve rba le K o m m u n ika tio n ja (Verstehen von Mimik, Gestik, Piktogrammen) nein nein S ch w ie rig ke itsg rad e Nur bei einigen Aufgabentypen explizit angegeben. Ansonsten kann z. B. gewählt werden, ob Hilfen präsentiert werden und zu welchem semantischen Feld die Items gehören. Anhand verschiedener Param eter vorein stellbar, zusätzlich automatische Anpas sung** Anhand verschiedener Param eter vorein stellbar (z. B. Anzahl und Relatiertheit der Ablenker, beim Schreiben Auswahl zw i schen Lückenwort, Anagrammen und Schreiben mit Tastatur)** In te g rie rte M edien Tonaufnahmen, Fotos, Schrift Tonaufnahmen, Fotos, Schrift** Tonaufnahmen, Mundbildvideos, Schrift, Fotos Feedback z. T. verfügbar (schriftliches und auditives Feedback, z. T. zusätzlich visuell), Selbst kontrolle über Sprachaufnahmen möglich* Ausschließlich nichtsprachlich visuell** V isuelles Feedback, bei mündlichem Be nennen ausschließlich Selbstkontrolle über Sprachaufnahmen möglich H ilfen Nur z. T. verfügbar, insgesamt einge schränktes H ilfssystem Mehrstufiges H ilfssystem (auf- oder ab steigendes Cueing wählbar)** z. T. verfügbar (z. B. Ausblenden der be reits angetippten Ablenker, Einfärben der als nächstes anzutippenden Grapheme) A u sw e rtu n g Ja, über begonnene und abgeschlossene Übungen, korrekt gelöste Aufgaben und Fehlversuche (Angaben beruhen jedoch z. T. auf eigener Einschätzung des Anwen ders!). Erweiterte Auswertung über optiona les Statistikmodul. Ja, Dokumentation des Therapieverlaufs (u. a. mit Reaktionszeiten, Schwierigkeits profilen, W iederholungen)** In der derzeit verfügbaren Patienten-App keine qualitative Auswertung E ffek tiv itä tsna ch w e ise Vergleich der Probandengruppen mit vs. ohne zusätzlicher Therapie mit LingWare (Stachowiak, 1994) und Vergleich von Pro bandengruppen mit ausschließlich konven- Rupp, Sünderhauf & Tesak (2008), Rupp (2010), Sünderhauf et al. (2008): • z. T. signifikant bessere Ergebnisse in sprachsystematischen Tests nach Te- Langzeitevaluation w ird derzeit durchge führt** W eitere klinische Studien zur Überprüfung der Effektivität sind geplant** tioneller Sprachtherapie vs. 30 Min. kon ventioneller Sprachtherapie und 30 Min. LingW are (Grießl & Stachowiak,1994) ergaben, dass in der Gruppe mit Com pu tertherapie mehr Probanden signifikante Verbesserungen in sprachsystematischen Tests aufwiesen. letherapie im Vergleich zu Therapie pause • Keine Unterschiede in sprachsystem a tischen Tests zw ischen Teletherapie und konventioneller Therapie Seewald et al. (2004): • EvoLing für alle Aphasiesyndrom e und Schweregrade geeignet, Aufm erk samkeitsleistungen, Orientierung und G edächtnis sollten nicht beeinträchtigt sein • 25 % der Probanden benötigten Hilfe bei der Anwendung W enck, Leiss, Tesak, Sünderhauf & Rupp (2007): • Über 90 % der Probanden akzeptier ten Evocare gut oder sehr gut • Befragung zu Aktivitäten und Partizi pation ergab bei einem von vier Pro banden signifikante Steigerung nach der Therapie Hooge et al. (2004): • Anwendung von EvoLing gelang G roßteil der Probanden selbständig, Anpassung an Patientenleistung durch Einstellungsänderung gut möglich Kritik Positiv: • Große Aufgabenauswahl • Enthält auch Übungen zum Verstehen nonverbaler Kommunikation • Übersichtliche Gestaltung • Einstellungen veränderbar, w ie z. B. Schriftgröße, E inblendgeschwindigkeit, akustische Rückmeldung Kritik nur eingeschränkt möglich, da keine Demoversion verfügbar. Positiv: • Detaillierte Parametereinstellung**** • Übersichtliche, ansprechende Gestal tung • H inweise auf gute Fotoqualität • Anhand von Datenübertragung direkte Supervision durch Therapeuten** Positiv: • Durch Erstellen individueller Trainings sets nach Parametern (persönliche Re levanz, semantische Felder, phonetisch-phonologische Eigenschaften) Üben mit alltagsrelevanten Items sehr gut möglich • Verfügbarkeit von Mundbildvideos • Gute F o to - , V ideo -und Tonqualität • Übersichtliche, ansprechende Gestal tung • Derzeit kostenfrei nutzbar Negativ: • Übung zum Benennen („Bezeichnung“) ungünstig, da W ort schriftlich präsen tiert wird • Semantische Kategorien teilweise nach nicht nachvollziehbarer Logik zusam mengestellt • Ausschließlich schriftliche Instruktio nen; außerdem z. B. bei Uhrzeitenauf gabe inkorrekte Instruktion (Aufforde rung, Buchstaben einzugeben, korrekt sind Ziffern) • Teilweise erfolgt bereits nach zweitem Fehlversuch die Lösungsvorgabe • Fotos z. T. veraltet, schlecht erkennbar bzw. Bildausschnitte ungünstig gewählt Negativ: • Hilfsstufen erscheinen z. T. unzu reichend (beziehen sich beim schriftli chen Benennen z. B. ausschließlich auf die W ortform )**** • Fraglich, ob ausschließlich sprachfreies Feedback ausreichend ist • Kein Aufgabentyp für verbale Sprach produktion**** • Anschaffung spezifischer Geräte (Evolinos) erforderlich**** • Abrechnung fraglich***** Negativ: • Keine Instruktionen • z. T. keine Hilfen, teilweise erscheinen H ilfenhierarchien unzureichend (z. B. ausschließliches Ausblenden der be reits angetippten Ablenker bei Sprachverständnisübungen) • V isuelles Feedback erscheint z. T. un zureichend • In Patienten-App keine Auswertung • Derzeit kompliziertes Anm eldeverfah ren Anhand der in Tabelle 16 bis Tabelle 18 aufgeführten Programme ist zu erken nen, dass bereits verschiedene Produkte für softwarebasierte Aphasietherapie zur Verfügung stehen. Die meisten umfassen eine Vielzahl an Aufgabentypen und einige verfügen über weitere M odifikationsparameter, sodass eine Anpassung an Therapieziele, Ressourcen und Defizite des einzelnen Betroffenen vorgenommen werden kann. Auffallend ist, dass sich die meisten Programme auf eine Verbesserung sprachsystematischer Fähigkeiten beziehen. So geht es ausschließlich in der neu erschienenen Applikation D iaTrain prim är um eine Verbesserung der Dialogfä higkeit und nur in LingWare stellt auch das Verstehen nonverbaler Komm unika tion einen Übungsbereich dar. Außerdem wird deutlich, dass bei einigen Pro gram men Effektivitätsnachweise ausstehen und kaum Vergleiche zwischen Faceto-Face- und softwarebasierter Therapie existieren. Ü ber diese spezifische Therapiesoftware hinaus können auch andere Programme für die Behandlung von Aphasien genutzt werden. In Frage kom m t z. B. Lernsoftware für Kinder oder Software aus dem DAF-Bereich (Deutsch als Fremdsprache), wobei erstere meist wenig erwachsenengerecht ist und letztere teilweise eine zu hohe Komplexität aufweist (Radermacher, 2002). Beispielsweise ist denkbar, dass sich einige Aufgabentypen der Applikation Lexiko Verstehen (Pappy GmbH, 2013) neben des Einsatzes in der Kindertherapie auch für Er wachsene eignen. So kann m it dieser App das auditive und schriftliche Sprach verständnis auf Satzebene trainiert werden, was als Ü bung durchaus für Aphasiepatienten in Frage kom m t. In einigen Aufgabentypen entspricht auch das D e sign m it Fotos von Realobjekten oder neutralen Form en den Vorstellungen für erwachsenengerechtes Material. Bevor eines oder mehrere Übungsprogramm e in der Therapie verwendet wer den, ist es die Aufgabe des Therapeuten, diese auf ihre generelle Eignung hin zu prüfen und dam it eine zielgerichtete Anwendung sicherzustellen. Anschließend gilt es — wie auch in der Face-to-Face-Therapie — die Trainingsinhalte sorgfältig vorzubereiten, indem Aufgabentypen ausgewählt und entsprechende Einstellun gen vorgenommen werden. M öchte der Betroffene selbständig m it dem Pro gramm arbeiten, ist es außerdem wichtig, eine Einführung in das Programm zu geben, es gemeinsam auszuprobieren und zu prüfen, ob ein selbständiges Arbei ten möglich und sinnvoll ist. 10.3 Möglichkeiten und Grenzen Nachdem in Kapitel 10.2 bereits verschiedene Softwareprogramme vorgestellt wurden, ist es das Ziel der folgenden Abschnitte, softwarebasierte Therapie im Allgemeinen kritisch zu betrachten. 130 Hierfür werden in Tabelle 19 Vor- und Nachteile aufgeführt. T abelle 19: V or- u n d N achteile softw arebasierter T herap ie S o ftw a re ba s ie rte Therap ie V o rte ile N ach te ile Erhöhung derTherapie intensitä t, hochrepetitives und „unbegrenztes“ Üben wird möglich (Huber, 2014; Radermacher, 2009) Fehlende therapeutische Interaktion, kein persön licher Kontakt (Huber, 2014; Radermacher, 2009), emotionale Reaktionen des Nutzers blei ben unberücksichtigt (G lindemann, 2006) Versorgung kann auch in Gegenden mit geringe rer Dichte an sprachtherapeutischen Fachpraxen gewährleistet werden (Huber, 2014) Individuelle Anpassung häufig zeitintensiv (Huber, 2014), ebenso wie die Einarbeitung Kostenreduktion für Leistungsträger durch Heim trainingskonzepte (Glindemann, 2006; Raderma cher, 2009) Bei kostenpflichtigen Programmen ohne Kosten übernahme durch Leistungsträger zusätzliche finanzielle Belastung des Therapeuten/Patienten Ermöglicht Übernahme von Verantwortung für das Erreichen von Therapiezielen (Holz, 2014) und die Förderung einer langfristigen Lernperspektive fü r die Zeit ohne oder mit reduzierter Face-to-Face-Therapie (Radermacher, 2002) Ohne therapeutische Supervision besteht die Gefahr der Überforderung bzw. eines kontrapro duktiven Übens Bei selbständigerAnwendung zeit- und ortsunab hängiges Üben (Radermacher, 2009; Remiger, Schütz & Rupp, 2016) mit individuellem Lerntempo (Springer, 2009) Leistungsschwankungen werden nur bei Pro grammen mit Selbstadaption berücksichtigt (Glin demann, 2006; Radermacher, 2009) Förderung von Aufm erksamkeit und Flexibilität (Steiner, 2010) In Abhängigkeit des Programms besteht Gefahr e ines alltagsfernen Übens Motivationsförderung durch Nutzung aktueller Technik (G lindemann, 2006; Kaiser-Mantel, 2016; Rem iger et al., 2016; Springer, 2009) FürTherapieerfo lge sind ausgeprägte Disziplin (Radermacher, 2009) und Eigenmotivation erfor derlich Uben ohne stetige therapeutische Kontrolle kann als angenehm empfunden werden und ermöglicht e igenständiges Experimentieren mit sprachlich kommunikativen Fähigkeiten ohne Schamgefühle Bei verbal-expressiven Aufgaben nur e igenstän dige Leistungskontrolle, hier fehlt verstärkendes Feedback (Radermacher, 2009) Unterstützung des Therapeuten bei der Vorberei tung und Durchführung von Therapien (Jakob et al., 2016). M ehr Zeit fü r die Erarbeitung neuer Inhalte und Strategien in der Face-to-Face- Therapie (Radermacher, 2002) Anhand der in Tabelle 19 dargestellten Pro- und Kontra-Argumente lässt sich resümieren, dass m it der N utzung softwarebasierter Therapien viele bedeutende Vorteile einhergehen, die m it der Face-to-Face-Therapie nicht erreicht werden können. D ennoch werden auch Grenzen deutlich, die zeigen, dass ein Ü bungs programm alleine keine Therapie ausmacht und den persönlichen Kontakt zwi schen Betroffenen und Therapeuten nicht ersetzen kann (Huber, 2014). Inso fern gilt es, die beiden Therapieform en m iteinander zu kombinieren und so die jeweiligen Vorzüge zu nutzen. 131

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References

Zusammenfassung

Software für Kommunikativ-pragmatische Aphasietherapie – passt das wirklich zusammen? Dieser Frage geht Cornelia Zeller im vorliegenden Buch nach. In diesem Buch erhalten Sie zunächst fundiertes Wissen über das Krankheitsbild und die Behandlung von Aphasien. Anschließend geht Cornelia Zeller auf die theoriebasierte Entwicklung der Applikationen für kommunikativ-pragmatische Aphasietherapie (AKOPRA) ein, die an das Kommunikativ-pragmatische Screening für Patienten mit Aphasie (KOPS) angelehnt sind. Daraufhin wird die Therapiestudie dargestellt, in der das Übungsprogramm auf seine Praktikabilität hin überprüft wurde. In diesen Kapiteln werden u.a. die Ergebnisse zur Anwendbarkeit von AKOPRA sowie zur Effektivität geschildert. Von diesem Buch können in Praxis oder Klinik tätige Sprachtherapeutinnen und Sprachtherapeuten profitieren, da neben der theoretischen Fundierung viele praktische Hinweise zur Anwendung von AKOPRA gegeben werden. Darüber hinaus können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende Anknüpfungspunkte für weitere Forschungsarbeiten finden.