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Manuel Seidel

Das Vetorecht eines Vorstandsmitglieds in der Aktiengesellschaft, page I - XVI

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4166-6, ISBN online: 978-3-8288-7032-1, https://doi.org/10.5771/9783828870321-I

Series: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Rechtswissenschaften, vol. 102

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
WISSENSCHAFTLICHE BEITRÄGE AUS DEM TECTUM VERLAG Reihe Rechtswissenschaften WISSENSCHAFTLICHE BEITRÄGE AUS DEM TECTUM VERLAG Reihe Rechtswissenschaften Band 102 Manuel Seidel Das Vetorecht eines Vorstandsmitglieds in der Aktiengesellschaft Tectum Verlag Manuel Seidel Das Vetorecht eines Vorstandsmitglieds in der Aktiengesellschaft. Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Reihe: Rechtswissenschaften; Bd. 102 © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2018 Zugl. Diss. Humboldt-Universität zu Berlin 2018 E-Book: 978-3-8288-7032-1 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Werk unter der ISBN 978-3-8288-4166-6 im Tectum Verlag erschienen.) ISSN: 1861-7875 Alle Rechte vorbehalten Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. V Vorwort Der Fachbereich Rechtswissenschaft der Humboldt Universität Berlin hat die vorliegende Arbeit im Sommersemester 2017 als Dissertation angenommen. Mein Dank gilt allen Personen, die mich bei der Bearbeitung meiner Promotionsarbeit unterstützt haben. Zuvörderst ist dabei mein Doktorvater Gregor Bachmann zu nennen, welcher als wichtiger Impulsgeber durchgehend schnell und direkt kommunizierte. Auf diese Weise wurde mir die Fertigstellung der Arbeit wesentlich erleichtert. Ich danke ebenfalls Lars Klöhn für die zügige Erstellung des Zweitgutachtens. Auch bin ich Jan-Erik Schirmer und Bodo Wawrzyniak für die von ihnen gegebenen inhaltlichen Anregungen und Kritiken sehr verbunden. Ganz herzlichen Dank gilt meinen Eltern, Annegret und Sylvio Seidel für die Fürsorge und Unterstützung. Ich widme beiden meine Arbeit. Auch bin ich Mariya Ivanova zu tiefstem Dank verpflichtet. Sie hat mich seit Beginn des Studiums stets liebevoll unterstützt und viel Verständnis für meine Zielsetzungen und Ambitionen gezeigt, die für sie mit nicht unerheblichen Entbehrungen verbunden waren. Berlin, 31. März 2018 Manuel Seidel VII Inhaltsverzeichnis Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 § 1 Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 A. Gesetzliche Ausgangslage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 B. Bedeutung des „Vetos“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 C. Rechtliche Wirkung und Definition des Vetorechts . . . . . . . . . . . 7 I. Darstellung im Schrifttum und in der Rechtsprechung . . . . . 7 II. Stellungnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 1. Positiver und negativer Beschluss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 2. Rechtliche Wirkung des Vetos . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 3. Definition . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10 D. Abgrenzung zu ähnlichen Rechten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .11 I. Interventionsrecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .11 II. Widerspruchsrecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .12 E. Mögliche Spielarten des Vetorechts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .13 I. Mindestanzahl an Vorstandsmitgliedern . . . . . . . . . . . . . . . . .13 II. Beschränkung auf einzelne Ressorts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .14 III. Betriebswirtschaftliche Kennzahlen als Anknüpfungspunkt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .14 IV. Art der Geschäftsführungsmaßnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . .15 § 2 Zulässigkeit des Vetorechts in einer mitbestimmungs freien Gesellschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17 A. Vetorecht eines Vorstandsmitglieds . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17 I. Das Urteil des OLG Karlsruhe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .18 1. Ausführungen des Gerichts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .18 2. Bestehen eines Vetorechts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .19 3. Bedeutung des Urteils für die Frage nach der Zulässigkeit des Vetorechts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .20 VIII INHALTSVERZEICHNIS II. Die Argumente der herrschenden Meinung . . . . . . . . . . . . . .20 1. Vergleichbarkeit des Vetorechts mit dem Grundsatz der Gesamtgeschäftsführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .20 2. Differenzierung zwischen positiven und negativen Beschlüssen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .21 3. Vergleichbar starke Position durch eine Einzelgeschäftsführungs- und Einzelvertretungsbefugnis . . . . . . . .22 4. Rechtsgedanke des § 115 Abs. 1 HGB . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .22 5. Restriktive Auslegung von Ausnahmevorschriften . . . . . . . . .23 6. Gesetzeshistorie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .23 7. Keine Verletzung des Grundsatzes der Gleichberechtigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .23 III. Die Argumentation der Minderansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . .24 1. Vetorecht habe eine andere Rechtsqualität . . . . . . . . . . . . . . . .24 2. Verstoß gegen § 77 Abs. 1 S. 2 Hs. 2 AktG . . . . . . . . . . . . . . . . . .25 3. Mögliche Gestaltung der Geschäftsführungs- und Vertretungsbefugnis nicht maßgeblich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .26 4. § 115 Abs. 1 HGB lasse keinen Rückschluss zu . . . . . . . . . . . . . .27 5. Vergleich mit dem Aufsichtsrat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .27 6. § 77 Abs. 1 S. 2 Hs. 2 AktG sei keine Ausnahmevorschrift . . . .28 7. Gesetzeshistorie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .28 8. Verletzung des Grundsatzes der Gleichberechtigung . . . . . . .29 IV. Stellungnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .29 1. Kein Verstoß gegen § 77 Abs. 1 S. 2 Hs. 2 AktG . . . . . . . . . . . . . .29 a) Wortlaut . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .29 b) Gesetzessystematik und gesetzesteleologische Aspekte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .30 aa) Gesetzesimmanente Differenzierung zwischen positiven und negativen Entscheidungen . . . . . . . . . .31 1) § 77 Abs. 1 S. 1 AktG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .31 2) Möglichkeit der Einflussnahme bei Beschlussfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .31 3) Gefahrenpotenzial bei Beschlüssen . . . . . . . . . . . . .33 4) Fließender Übergang zwischen positiven und negativen Beschlüssen irrelevant . . . . . . . . . . . . . . .34 5) Zwischenergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .35 IX INHALTSVERZEICHNIS bb) „Andere Rechtsqualität“ des Vetorechts unerheblich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .36 cc) Inkonsistenz bei Zulässigkeit von Mehrheitserfordernissen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .37 dd) Vergleich mit Aufsichtsrat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .38 1) Gesetzlicher Rahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .38 2) Begrenzter Gestaltungsspielraum bei Mehrheitserfordernissen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .38 3) Kein Rückschluss auf die Zulässigkeit des Vetorechts eines Vorstandsmitglieds möglich . . .39 ee) Regelungen zur Geschäftsführungs- und Vertretungsbefugnis lassen keinen Rückschluss zu . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .40 ff ) § 115 Abs. 1 HGB erlaubt keinen Rückschluss . . . . . . .42 gg) Keine einschränkende Auslegung durch § 23 Abs. 5 S. 1 AktG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .43 hh) Restriktive Auslegung von Ausnahmevorschriften . . . 46 ii) Ergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .47 c) Historische Auslegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .47 aa) Intention des Gesetzgebers bei Streichung des Alleinentscheidungsrechts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .47 bb) Vetorecht läuft der Regelungsabsicht des Gesetzgebers nicht entgegen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .47 cc) Gefahr etwaiger Alleingänge durch jüngere Entwicklungen im AktG geringer . . . . . . . . . . . . . . . . . .49 dd) Entscheidung gegen die Mehrheit nicht per se ausgeschlossen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .51 d) Verfassungsorientierte Auslegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .53 aa) Inhalt und Abgrenzung zur verfassungskonformen Auslegung . . . . . . . . . . . . . . . . .53 bb) Art. 9 Abs. 1 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .54 cc) Art. 14 Abs. 1 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .55 dd) Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .56 e) Ergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .56 2. Vereinbarkeit mit dem Kollegialprinzip . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .57 a) Herleitung und Inhalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .57 X INHALTSVERZEICHNIS b) Vereinbarkeit mit dem Grundsatz der Gleichberechtigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .58 aa) Inhalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .58 bb) Sachliche Rechtfertigung der Ungleichbehandlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .59 cc) Projizierung auf das Vetorecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .60 1) Bestehen eines Sachgrundes . . . . . . . . . . . . . . . . . . .60 (aa) Zusätzlicher Kontrollmechanismus . . . . . . .61 (1) Divergenz zwischen Unternehmensund persönlichem Interesse der Vorstandsmitglieder . . . . . . . . . . . . . . . . . .61 (2) Spezifische Gefahren bei Gruppenentscheidungen . . . . . . . . . . . . .64 (3) Neuralgischer Punkt: Bildung einer gemeinsamen Präferenzordnung im Vorstand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .67 (4) Vote trading . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .68 (5) Beispiel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .68 (6) Vetorecht als willkommenes Kontrollinstrument . . . . . . . . . . . . . . . . . . .70 (7) Kontrollmechanismus als zulässiges Kriterium . . . . . . . . . . . . . . . . . .72 (bb) Besondere Expertise eines Vorstandsmitglieds . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .73 (cc) Verkürzung des Entscheidungsprozesses . . . . . . . . . . . . . . . . .74 2) Kein krasses Ungleichgewicht . . . . . . . . . . . . . . . . . .75 dd) Ergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .77 c) Vergleich mit Stichentscheidungsrecht . . . . . . . . . . . . . . . . .77 d) Keine Beeinträchtigung der mit dem Kollegialprinzip verbundenen Vorteile durch ein Vetorecht. . . . . . . . . . . . . .78 aa) Ausgewogene Entscheidungsfindung . . . . . . . . . . . . .79 bb) Keine unzulässige Beeinträchtigung der kollegialen Richtigkeitsgewähr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .80 cc) Bessere Vorbereitung und Begründung von Beschlussvorlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .81 dd) Geringere Gefahr vorgefasst-einseitiger Beschlüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .82 XI INHALTSVERZEICHNIS ee) Sicherung der Kontinuität der Willensbildung . . . . . .82 ff ) Förderung der horizontalen Selbstkontrolle im Vorstand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .82 e) Organisationsfreiheit im Spannungsverhältnis zum Kollegialprinzip . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .83 f ) Ergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .84 3. Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .84 V. Seitenblick in das GmbH-Recht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .84 B. Vetoberechtigung sämtlicher Vorstandsmitglieder . . . . . . . . . .86 I. Zulässigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .86 II. Kein exklusives Recht des Vorsitzenden . . . . . . . . . . . . . . . . . .87 C. Zulässigkeit einer bindenden Regelung in der Satzung . . . . . .89 D. Rechtsvergleich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .90 I. Österreichisches Recht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .90 1. Gesetzliche Rahmenbedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .90 2. Zulässigkeit eines Vetorechts zu Gunsten des Vorsitzenden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .91 3. Ein „einfaches“ Vorstandsmitglied als Träger eines Vetorechts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .92 4. Rückschluss auf die Rechtslage in Deutschland . . . . . . . . . . . .93 II. Schweizerisches Recht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .94 1. Gesetzliche Rahmenbedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .94 2. Unzulässigkeit eines Vetorechts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .95 3. Rückschluss auf die Rechtslage in Deutschland . . . . . . . . . . . .97 § 3 Zulässigkeit des Vetorechts in einer mitbestimmten Gesellschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .99 A. Vetorecht eines Vorstandsmitglieds . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .99 I. Gesetzlicher Rahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .99 II. Die Argumente des BGH und der ihm folgenden Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100 III. Die Argumente der Minderansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101 IV. Stellungnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102 1. Keine Verletzung der Mindestzuständigkeit gemäß § 33 Abs. 1 S. 1 MitbestG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102 XII INHALTSVERZEICHNIS a) Kein Einfluss des Vetorechts auf die Aufgabenwahrnehmung durch den Arbeitsdirektor . . . 102 aa) Umfang der Aufgaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103 bb) Keine Beeinträchtigung durch ein Vetorecht . . . . . 104 b) Keine Sonderstellung des Arbeitsdirektors/ kein besonderer Schutz bei Zuständigkeit des Gesamtvorstands . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106 aa) Wortlaut . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107 bb) Gesetzessystematik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107 1) Mitwirkungsrechte des Aufsichtsrats und der Hauptversammlung, Weisungen im Konzern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107 2) Vergleich zu der mitbestimmten GmbH . . . . . . 109 cc) Historische Auslegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110 dd) Ergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110 c) Argumente des BGH nicht haltbar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110 d) Ergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112 2. Keine unzulässige Ungleichbehandlung zu Lasten des Arbeitsdirektors . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112 a) Kein über den allgemeinen Gleichberechtigungs grundsatz hinausgehendes Diskriminierungsverbot . . . 113 b) Keine strengeren Anforderungen aufgrund von § 33 Abs. 1. S. 1 MitbestG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113 aa) Ansatz der Minderansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114 bb) Stellungnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114 c) Keine unbedingten Einzelentscheidungsbefugnisse des Arbeitsdirektors . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115 aa) Die einzelnen Ansichten in der Literatur . . . . . . . . . . 115 bb) Stellungnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 116 1) Entscheidungsprozess im Vorstand . . . . . . . . . . . 117 2) Beispiel: funktionale Organisation . . . . . . . . . . . . 118 d) Rechtfertigung der Ungleichbehandlung . . . . . . . . . . . . . 119 aa) Geltung der allgemeinen Grundsätze . . . . . . . . . . . . 119 bb) Keine unzulässige an die Stellung des Arbeitsdirektors anknüpfende Differenzierung . . . 120 e) Ergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 121 XIII INHALTSVERZEICHNIS B. Arbeitsdirektor als Träger eines Vetorechts . . . . . . . . . . . . . . . 121 C. Zulässigkeit eines Vetorechts, welches für Ressort des Arbeitsdirektors nicht gilt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 122 § 4 Das aufschiebende Vetorecht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 123 A. Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 123 B. Zulässigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 123 C. Kein Element der Verfahrens- und Sitzungsleitung . . . . . . . . 124 D. Minus gegenüber dem endgültigen Vetorecht . . . . . . . . . . . . 126 § 5 Einzelne mit dem Vetorecht verbundenen Rechtsfragen . . . . . . 127 A. Rechtsgeschäftliche Fragestellungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 127 I. Rechtsnatur des Vetos und der richtige Adressat . . . . . . . 127 II. Unzulässigkeit einer Vertretung, Möglichkeit einer Botenschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 128 III. Bedingungsfeindlichkeit der Vetoerklärung . . . . . . . . . . . . 131 IV. Etwaige Ausschlussfrist für die Ausübung des Vetorechts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 132 V. Möglichkeit eines Widerrufs der Vetoerklärung . . . . . . . . 133 VI. Anfechtung der Vetoerklärung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 134 1. Anwendbarkeit der §§ 119 ff. BGB . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 134 2. Schadensersatzpflicht nach § 122 Abs. 1 BGB . . . . . . . . . . . . 134 VII. Nichtigkeit nach §§ 134, 138 Abs. 1 BGB . . . . . . . . . . . . . . 135 1. § 134 BGB . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 135 2. § 138 Abs. 1 BGB . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 136 B. Voraussetzungen für die Ausübung des Vetorechts . . . . . . . . 137 I. Abstimmungsverfahren und Inhalt des Antrags . . . . . . . . 137 II. Grund für die Ausübung des Vetorechts . . . . . . . . . . . . . . . . 138 1. Verstoß gegen Gesetz oder Satzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139 2. „Schwerwiegende Bedenken“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139 C. Die mit einem Vetorecht verbundenen Rechte und Pflichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140 I. Pflichten des vetoberechtigten Vorstandsmitglieds . . . . . 140 1. Begründungspflicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140 2. Mögliche Pflicht zur Einlegung eines Vetos . . . . . . . . . . . . . . . 140 3. Keine Pflicht zur vorausgehenden Konsultation . . . . . . . . . . 141 XIV INHALTSVERZEICHNIS II. Keine Wirkung eines pflichtwidrigen Vetos . . . . . . . . . . . . . 141 1. Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 141 2. Pflichtwidrigkeit eines Vetos . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 142 a) § 93 Abs. 1 S. 1 AktG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 142 b) Verletzung der Treuepflicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 143 III. Haftung durch Einlegung eines pflichtwidrigen Vetos . . . 144 IV. Möglichkeit einer erneuten Abstimmung . . . . . . . . . . . . . . 144 D. Etwaiger Ausschluss des Vetorechts im Einzelfall . . . . . . . . . . 145 I. Bestehen eines Stimmrechtsverbots . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145 II. Widerspruch zwischen Stimmabgabe und Veto . . . . . . . . . 146 E. Rechtsschutz gegen ein rechtswidriges Veto . . . . . . . . . . . . . . 146 I. Feststellungsklage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 147 1. Statthafte Klageart . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 147 2. Feststellungsfähiges Rechtsverhältnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 148 a) Herrschende Meinung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 148 b) Mindermeinung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 149 c) Stellungnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 149 3. Feststellungsinteresse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 150 a) Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 150 b) Potenzielle Träger eines Feststellungsinteresses . . . . . . . 150 aa) Vorstandsmitglieder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 150 bb) Aufsichtsratsmitglieder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 152 cc) Der Vorstand oder Aufsichtsrat als Kollegialorgan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 153 1) Herrschende Meinung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 153 2) Minderansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 153 3) Kein Streitentscheid erforderlich . . . . . . . . . . . . . 154 II. Gründe für das Fernliegen eines gerichtlichen Verfahrens in der Praxis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 155 1. Alternative Wege für die Durchsetzung einer Geschäftsführungsmaßnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 155 2. Vollziehung des Beschlusses trotz (rechtswidrigen) Vetos . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 156 3. Zeitlicher Aspekt eines Gerichtsverfahrens . . . . . . . . . . . . . . . 157 XV INHALTSVERZEICHNIS F. Regelungsvorschläge für ein Vetorecht in der Geschäftsordnung oder Satzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157 I. Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157 II. Regelungsvorschläge in der Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157 1. Vetorecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 158 2. Aufschiebendes Vetorecht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 158 3. Anmerkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 159 III. Eigene Regelungsvorschläge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 160 1. Allgemeines Vetorecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 160 a) Vetorecht eines Mitglieds . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 160 b) Gemeinsames Vetorecht zweier Vorstandsmitglieder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 161 2. Ressortbezogenes Vetorecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 162 3. Aufschiebendes Vetorecht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 162 § 6 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 164 Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 171

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Zusammenfassung

Die Zulässigkeit des Vetorechts eines Vorstandsmitglieds in der Aktiengesellschaft wird in der Literatur kontrovers diskutiert. Manuel Seidel setzt sich kritisch mit sämtlichen Argumenten auseinander und findet unter Anwendung der klassischen Auslegungsmethoden zusätzliche Argumente, die für die Zulässigkeit des Vetorechts sprechen. Der Autor kommt zudem entgegen der Ansicht des BGH und der ganz herrschenden Meinung zu dem Ergebnis, dass das Vetorecht auch in einer mitbestimmten Gesellschaft zulässig ist. Ausgangspunkt seiner Argumentation ist die Umschreibung der Rechtsstellung des Arbeitsdirektors und der Befund, dass die Erfüllung der dem Arbeitsdirektor ex lege obliegenden Aufgaben und dessen Zuständigkeit durch ein Vetorecht grundsätzlich nicht beeinträchtigt werden. Da in der Literatur einzelne mit dem Vetorecht verbundene Aspekte nicht weitergehend erörtert werden, setzt sich der Autor mit ausgewählten Fragestellungen näher auseinander. Abschließend werden mögliche Regelungen in der Geschäftsordnung bzw. Satzung zum Vetorecht formuliert, die in der Rechtspraxis verwendet werden können.