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Eberhard Steindorf

Die Konzerttätigkeit der Königlichen muskialischen Kapelle zu Dresden (1817-1858)

Institutionsgeschichtliche Studie und Dokumentation

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4155-0, ISBN online: 978-3-8288-7015-4, https://doi.org/10.5771/9783828870154

Series: Dresdner Schriften zur Musik, vol. 11

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Die Konzerttätigkeit der Königlichen musikalischen Kapelle zu Dresden (1817-1858) Institutionsgesch ichtliche Studie und D okum entation Dem Andenken meiner lieben Frau Dresdner Schriften zur Musik Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden Herausgegeben von Matthias Herrmann Band 11 Eberhard Steindorf Die Konzerttätigkeit der Königlichen m usikalischen Kapelle zu Dresden (1817-1858) Institutionsgeschichtliche Studie und Dokumentation Mit einem Geleitwort von Herbert Blomstedt Tectum Verlag Mit freundlicher Unterstützung der Sächsischen Staatskapelle Dresden Eberhard Steindorf Die Konzerttätigkeit der Königlichen musikalischen Kapelle zu Dresden (1817-1858) Institutionsgeschichtliche Studie und Dokumentation M it einem Geleitwort von Herbert Blomstedt Dresdner Schriften zur Musik Hochschule für M usik Carl M aria von W eber Dresden Herausgegeben von M atthias Herrmann Band 11 E-Book: 978-3-8288-7015-4 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes W erk unter der ISBN 978-3-8288-4155-0 im Tectum Verlag erschienen.) © Tectum - ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2018 Um schlagabbildung: Program m zettel zum Konzert anlässlich des 300jährigen Jubiläums der Königlichen musikalischen Kapelle Dresden, 22.9.1848 (Historisches Archiv der Sächsischen Staatsoper Dresden) Redaktion und Layout: Vitus Froesch Projektleitung: Thomas W asmer | Tectum Verlag Alle Rechte vorbehalten Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Inform ationen der D eutschen N ationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. Inhalt Zum Geleit 13 Vorwort 15 INSTITUTIONSGESCHICHTLICHE STUDIE 19 Rückblick 19 Francesco Morlacchi 22 Carl Maria von Weber 30 Carl Gottlieb Reißiger 39 Richard Wagner 50 Kirchenmusik 54 Die 1850er Jahre 58 DOKUMENTATION 63 Einleitung 63 I. Die Konzerte der Königlichen musikalischen Kapelle - Generelle Übersicht 66 1.1 Die Mitwirkung der Königlichen musikalischen Kapelle in Konzerten, geordnetnach Veranstaltern 66 1.1.1 Die Generaldirektion der Königlichen musikalischen Kapelle und des Hoftheaters sowie die Königliche musikalische Kapelle als Veranstalter 66 Abonnementskonzerte 66 Konzert zum 300-jährigen Bestehen der Königlichen musikalischen Kapelle 66 Konzerte zu Ehren der königlichen Familie 66 Palmsonntagskonzerte zum Besten des Pensionsfonds für die Wit wen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle 66 Aschermittwochkonzerte zum Besten des Pensionsfonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle 66 Konzerte zum Besten des Pensionsfonds des Königlichen Hoftheaters 66 Konzerte zum Besten des Pensionsfonds für den Sängerchor des Königlichen Hoftheaters 66 Extra-Konzerte mit prominenten Gästen im Hoftheater 66 Aschermittwochkonzerte zum Besten der Armen 67 Weitere Konzerte zum Besten der Armen 67 Wohltätigkeitskonzerte aus aktuellen Anlässen 67 Konzerte zugunsten von Stiftungen 68 Konzerte im Hoftheater nach Aufführungen des Schauspiels 68 1.1.2 Mitglieder der Königlichen musikalischen Kapelle als Veranstalter von Musikalischen Akademien unter Mitwirkung der Kapelle 68 1.1.3 Mitglieder des Königlichen Hoftheaters als Veranstalter von Konzerten unter Mitwirkung der Königlichen musikalischen Kapelle 70 5 70 73 73 73 73 74 74 75 75 75 76 76 78 79 80 81 83 83 86 86 87 88 298 299 301 305 305 305 307 361 362 Dresdner und auswärtige Künstler als Veranstalter von Musikalischen Akademien und Konzerten unter Mitwirkung der Königlichen musika lischen Kapelle Mitwirkung der Königlichen musikalischen Kapelle in Wohltätigkeits konzerten auswärtiger Künstler Mitwirkung der Königlichen musikalischen Kapelle im Konzert eines auswärtigen Künstlers zugunsten einer Stiftung Zentrale Veranstaltungen unter Mitwirkung der Königlichen musikali schen Kapelle Beteiligung der Königlichen musikalischen Kapelle an Konzerten von Dresdner Veranstaltern (Bisher) unbekannte Veranstalter Mitwirkung der Königlichen musikalischen Kapelle bzw. einer Anzahl ihrer Mitglieder in Konzerten außerhalb Dresdens Konzerte der Königlichen musikalischen Kapelle zwischen 1817 und 1858 Übersicht Zu Konzerttagen und Anfangszeiten Zu einigen Konzertformen und deren Programmgestaltung Palmsonntagskonzerte Aschermittwochkonzerte Abonnementskonzerte Konzerte zum Besten des Pensionsfonds bei dem Königlichen Hoftheater und für den Sängerchor des Königlichen Hoftheaters Konzerte zu Ehren der königlichen Familie Wohltätigkeitskonzerte Musikalische Akademien Extra-Konzerte mit prominenten Gästen im Hoftheater Theaterabende mit Lustspiel und Konzert Weitere Konzerte Daten, Konzertlokale, Mitwirkende, Programme, Quellenhinweise Auf einen Blick: Die Palmsonntags- und Aschermittwochkonzerte zu gunsten des Pensionsfonds für die Witwen und Waisen der Königli chen musikalischen Kapelle Auf einen Blick: Die Abonnementskonzerte der Königlichen musikali schen Kapelle Zu den Neuheiten in den Programmen Register der Komponisten und Interpreten Die Komponisten Übersicht Namen und biographische Angaben Titel, für die kein Komponist genannt wurde Autoren, aus deren Dichtungen in Konzerten deklamiert wurde I.3.4 Die Interpreten 363 Übersicht 363 Namen und biographische Angaben 365 Dirigenten und Solisten 365 Chöre 415 Städtische Musikdirektoren, die mit ihren Formationen („Musikchöre" = Musikkorps) in Konzerten der Königlichen musikalischen Kapelle mitgewirkthaben 417 Weitere mitwirkende Instrumentalformationen 419 II. Zitate aus Presse und Dokumenten 420 A Zusammenfassende, allgemeine historische Anmerkungen 420 Übersicht 420 Details 422 B Zur Situation des Dresdner Konzertlebens im Umfeld der Königli chen musikalischen Kapelle 428 Übersicht 428 Details 433 C Konzertsäle - Spielstätten 441 Übersicht 441 Pläne 442 Konzertsaal-Projekt der Königlichen musikalischen Kapelle, 1826 442 Eine Bürgerinitiative für einen Konzertsaal (?), 1826 444 Ein Konzertsaal in Sempers Königlichem Hoftheater, 1841 444 Richard Wagners Konzertsaal-Projekt, 1846 444 Die Konzertsaal-Idee „Alte Gemäldegalerie", 1858 445 Spielstätten 446 Das Große Opernhaus am Zwinger 446 Das Königliche Theater, auch Kleines Hoftheater/Moretti-Theater 447 Das Königliche Hoftheater (Erster Semperbau) 448 Das Palais im Großen Garten 450 Das Hotel de Pologne 450 Der Saal der Harmonie 451 Das Hotel de Saxe 452 Thiemes Hotel 453 Die Frauenkirche 453 Die Neustädter Kirche 454 PS. Das Theater „auf dem Linckeschen Bad" 454 Details 455 Konzertsaalprojekt der Königlichen musikalischen Kapelle 455 Das Große Opernhaus am Zwinger 463 Das Königliche Hoftheater (Moretti-Theater) 467 Das Königliche Hoftheater (Erster Semperbau) 468 7 Das Palais im Großen Garten 472 Hotel de Pologne 472 Saal der Harmonie 474 Hotel de Saxe 475 Richard Wagners Konzertsaal-Projekt 476 Konzerte „auf dem Linckeschen Bad" 477 Dresdner Stadtpläne und Stadtansicht um 1830 458 D Abonnementskonzerte 479 Übersicht 479 Abonnementskonzerte 1821/1822 479 Jahre ohne Abonnementskonzerte 481 Die Abonnementskonzerte 1848/1849 483 Details 491 E Palmsonntags- und Aschermittwochkonzerte 523 Übersicht 523 Zur Gründung des Unterstützungsfonds für die Witwen und Waisen von Mitgliedern der Königlichen musikalischen Kapelle und des Palmsonntagskonzerts, 1826 523 Punctationen und Statuten 526 Die ersten Konzerte 531 Aus Protokollen von Generalversammlungen und aus Aktenbeständen 533 Öffentliche Generalproben 535 Aschermittwochkonzerte zugunsten des Kapell-Pensionsfonds 536 Finanzielle Bilanz 537 Details 538 F Programmgestaltung 594 Übersicht 594 Details 604 G Palmsonntagskonzerte - Presse 629 Übersicht 629 Details 631 H Das Jubiläumskonzert 1848 641 Übersicht 641 Details 642 I Wohltätigkeitskonzerte des Hofes und der Kapelle 645 Übersicht 645 Details 646 K Konzerte zugunsten sozialer Anliegen - Für und Wider 654 Übersicht 654 Details 657 Ankündigungen und Danksagungen 657 Wohltätigkeitskonzerte als Nachteil für die Musiker 659 Wohltätigkeitskonzerte zum Nachteil der übrigen Konzerte 659 8 Einzelne Kollegen - Kollegialität 660 Kritik an der Ansetzungspraxis der Generaldirektion 660 PS. Zur sozialen Lage der Stadtmusiker 661 L Die Königlichen Kapellmeister als Konzertdirigenten 663 Übersicht 663 Francesco Morlacchi 664 Carl Maria von Weber 668 Carl Gottlieb Reißiger 670 Richard Wagner 674 Carl August Krebs 680 Details 682 Kapelle und Dirigenten 682 Carl August Krebs 682 Francesco Morlacchi 684 Carl Gottlieb Reißiger 687 Richard Wagner 694 Carl Maria von Weber 702 Zu Kompetenzen von Generaldirektion und Kapellmeistern 703 M Die Kapelle in der Kritik - positiv 704 Übersicht 704 Details 707 N Die Kapelle in der Kritik - negativ 730 Übersicht 730 Details 730 O Kapellmitglieder als Orchestermusiker und Solisten 734 Übersicht 734 Der Einzelne und das Tutti 734 Charakteristik von Kapellmusikern 735 Anmerkungen zum Instrumentarium 741 Musikalische Akademien 741 Am Rande: Zu einigen kammermusikalischen Aktivitäten 747 Kammermusiker als Komponisten 748 „Ohnmaasgebliche Vorschläge" zu ethischen Fragen 749 Details 749 Musikalische Akademien 749 Soli aus dem Orchester heraus 752 Zu einzelnen Kammermusikern 755 Geiger 755 Bratschisten 771 Violoncellisten 772 Kontrabassisten 775 Flötisten 775 Oboisten 780 Klarinettisten 782 9 Fagottisten Hornisten/Homquartett Trompeter Posaunisten Pauker Aus einigen Bewerbungen von Künstlern um Mitwirkung der Königlich musikalischen Kapelle in ihren Musikalischen Akademien P Zu Fragen der Virtuosität Übersicht Details Q Proben, Dienstbelastung und Konzerttätigkeit Übersicht Details R Orchesteraufbau - Besetzungen Übersicht Details Orchesteraufbau Besetzungsangaben Spezielle Besetzungen Eine Besonderheit: Das Harmonichord Eine Chorbesetzung S Konzertpublikum Übersicht Details Guter Konzertbesuch Schlechter Konzertbesuch Spezielle Publikumsreaktionen und -bewertungen Positive Reaktionen Kritik am Publikum - Kritik des Publikums PS. Zum Publikum in den Konzerten des Stadt- und anderer Musikcorps T Zu den Zwischenaktmusiken und der Begleitung konzertanter Beiträge in Schauspielaufführungen Übersicht Zu den Zwischenaktmusiken Zur Begleitung konzertanter Beiträge in Schauspiel-Aufführungen Details Daten, Interpreten und Repertoire konzertanter Beiträge Solisten in konzertanten Beiträgen bei Schauspielaufführungen (in alphabetischer Reihenfolge) U Allgemeine gesetzliche Vorschriften für die Königl. Sächs. musikalische Kapelle 786 787 790 791 791 792 794 794 796 801 801 806 815 815 819 819 824 827 828 829 830 830 836 836 839 843 847 849 852 855 855 855 857 858 862 896 902 V Königliche musikalische Kapelle-Mitgliederverzeichnisse-Besoldung 904 Mitglieder und Besoldung Anfang des Jahres 1817 904 Mitglieder am 1. Januar 1843 905 Spezielle Übersicht des bei dem Königlichen Hofzahlamte bezahlten Gesamtaufwandesfür die Königliche musikalische Kapelle und das Hoftheater au fdas Jahr 1850 907 Mitgliederverzeichnis 1858 911 ANHANG 913 Zur Währung in Sachsen 913 Die sächsischen Könige zwischen 1817 und 1858 als Dienstherren der Königlichen musikalischen Kapelle und des Hoftheaters 913 Anmerkungen 914 Literaturverzeichnis 928 Personenregister 935 Abkürzungen 958 Eberhard Steindorf - Biographische Notizen 960 11 12 Zum Geleit Dieses Buch ist eine Goldgrube für alle Verehrer der Staatskapelle! Und nicht nur für Musiker und Musikwissenschaftler, sondern für jeden Liebhaber des Orchesters - und diese gibt es wie Sand am Meer. Oft machen wir uns ja außerhalb der Heimat gar keine Vorstellung, welch unglaublichen Ruf die Kapelle international genießt. Dafür zwei Beispiele: Vor wenigen Jahren war ich in der neuen Philharmonie in Pa ris. Nach dem Konzert kam ein greiser Musikkritiker zu mir und gab mir drei Pro grammhefte für Kapellkonzerte in Paris im Januar 1981, die er sorgfältig aufbewahrt hatte. Er schwärmte noch mehr als 35 Jahre danach von dem herrlichen Orchester nach seiner Meinung das beste der Welt. Ein anderes Beispiel: Bei der Rückreise von Dresden nach Stockholm wartete ich im Flughafen Berlin auf meine Maschine. Eine Jugendgruppe aus Japan erschien im War teraum. Sie hatte Dresden besucht, Kapellkonzerte gehört und den Wiederaufbau der Semperoper beobachtet - es war 1985. In der nächsten Sekunde fielen sie über mich her und wollten Autogramme. Der Wortführer hielt triumphierend einen Bau-Stein hoch in der Hand, tanzte wild damit herum und rief laut: „Semperoper! Staatskapelle!" Liebe Leserinnen und Leser! Sie halten jetzt einen anderen Stein in der Hand: Schwerwiegende knapp 1000 Seiten voll Erinnerungen an über 450 Konzerte der „Königlichen musikalischen Kapelle" zu Dresden aus den Jahren 1817 bis 1858. Es war eine fantastische Zeit mit funkelnden Namen wie Weber und Wagner als Kapellmeister, mit hervorragenden Instrumentalisten an den ersten Pulten, vor allem aber getragen von meistens anonymen Musikern, die ihre Hörer damals nicht weniger begeistert haben, als es die Künstler von heute tun. Wenn wir die Programme, zeitgenössischen Berichte und Archivalien betrachten, die hier mit enormem Fleiß zusammengetragen worden sind, können wir uns mit et was Fantasie vorstellen, wie es geklungen und was man dabei gedacht und empfun den hat. Und Fantasie hat jeder Musikliebhaber. Ohne Fantasie keine Musik. Aber mit der Musik gedeiht die Fantasie, und wir wachsen zu richtigen Menschen. Zwischen den Zeilen dieses Buches liegt vielleicht dessen größter potentieller Wert: Eine ganze, heute fast vergessene Kultur erscheint vor unseren Augen und Ohren und inspiriert uns, mit frischen Kräften anzupacken, weiter zu bauen, das Wahre und Schöne neu zu gestalten. Von Herzen großen Dank, lieber Herr Dr. Steindorf! Herbert Blomstedt Herbert Blomstedt 1975-1985 Chefdirigent, jahrzehntelang regelmäßiger Gast, 2016 Ehrendirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden 13 14 Vorw ort Die Sächsische Staatskapelle Dresden gehört zu den ganz wenigen Klangkörpern, de nen als Opern- wie als Konzertorchester gleichermaßen höchste internationale Aner kennung gezollt wird. Die Wurzeln für diese Doppelbedeutung liegen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, in der sich - neben dem Opern- und Kirchendienst sowie weiteren künstlerischen Verpflichtungen - die Entwicklung der Königlichen musikali schen Kapelle zum Konzertorchester vollzog. Richard Wagner hat 1848 in seinem Trinkspruch zum 300-jährigen Jubiläum der Kapelle darauf hingewiesen, dass im Laufe ihrer Geschichte zunächst die Instrumentalmusik nur als Anhang und Beihülfe der Vokalmusik zu beachten gewesen sei, dass aber endlich die Meister namentlich deutscher Musik dem Instrumentalorchester eine so bedeutungsvolle Wichtigkeit verschafft hätten, daß dieser Theil des Musikinstitutes als ein wesentlich selbständiger Körper gepflegt werden mußte.1 Die Dresdner „Hof-Capelle" war 1548 durch Moritz von Sachsen für Musik in Kirche und Kammer, an der Tafel, bei Festen und Aufzügen, nicht zuletzt zur Reprä sentation höfischer Kulturpflege gegründet worden. Während sie bereits seit dem 17. Jahrhundert der musikalischen Bühne verpflichtet war, bildete sie als eine „Königliche musikalische Kapelle" - deren R uf in Europa anerkannt ist (Carl Maria von Weber, 1821)2und über die man in einem Konversationsheft Ludwig van Beethovens aus dem Jahre 1823 liest: man hört allgemein daß die Hofkapelle in Dresden die beste in Europa sey3 ihre Konzertqualitäten in entscheidendem Maße zwischen den 1820er und dem Ende der 1850er Jahre aus. Ihr gelang dies in einer überraschenden Vielzahl konzertanter Veranstaltungen und in verschiedenen, den jeweiligen Anlässen entsprechenden For men - trotz teilweise erschwerter Bedingungen etwa hinsichtlich der allgemeinen dienstlichen Belastungen ihrer Mitglieder, der Schwierigkeit, Abonnementskonzerte zu etablieren und der anscheinend unlösbaren Problematik der Säle. Aber durch diese Entwicklung kam neuer Ruhm zum alten wohlverdienten4 hinzu. Man sprach über viele Jahre hinweg von der in ihrer Gesammtheit schwerlich übertroffenen, königlichen Capelle als von einem Orchester, das mit den renommiertesten Virtuosen5 [...] an der Spitze des Gan zen und der einzelnen Instrumente seines Gleichen sucht6 und dennoch namentlich im En semble keinem in der Welt weicht.7 Die Kritik würdigte schon 1831 eines seiner Konzerte als Triumph der Instrumentalmusik,8 sprach 1837 von dem jetzt so hoch stehenden Orchesterspiel9 und urteilte 17 Jahre später überschwänglich: So [ ...] spielt man nur Gott und der Kunst zu Ehren.10 1857 leitete Franz Liszt die Aufführung eigener Werke, unter stützt von einem 'Vereine von Künstlern ersten Ranges, die in ihrer Gesammtheit jene Kapelle bilden, deren Ruf ein so fest begründeter ist, daß zu ihrem Lobe nichts mehr hinzuzufügen ist, was nicht schon hundertfach gesagt worden wäre.11 Traditionsgemäß ein Orchester der italienischen Oper par excellence, konnte sie nach 1817 durch das hinzukommende deutsche und französische Repertoire - vor allem in den Jahren mit Carl Maria von Weber - ihre stilistischen und klanglichen Möglichkeiten wesentlich erweitern. Gleich zeitig mag es an den wie im Opern- so auch im Konzertbereich zunehmenden und immer anspruchsvoller werdenden spieltechnischen und interpretatorischen Anforde rungen der Partituren gelegen haben, dass das Orchester sich fortgesetzt durch die Lö 15 sung der schwierigsten Aufgaben zeitgemäß fortentwickelt12 hat und speziell im Symphonie ensemble mit jedem anderen deutschen Orchester in die Schranken treten 'kann.13 In der Presse wurde, wie in Konzertkritiken nachzulesen sein wird, immer wieder auf die Meisterschaft des Orchesters und die Vollkommenheit seiner Aufführungen hingewiesen. Dies betraf Klangschönheit und Nuancierungskunst, die nicht zuletzt aus der Jahrhunderte währenden intensiven Arbeit in der Oper gewonnene Flexibilität und die im Zusammenwirken mit meist hervorragenden, nicht selten außergewöhnli chen Sängerinnen und Sängern erreichte Kantabilität des Spiels, die Beseeltheit und Delikatesse, den Ensemblegeist und die solistischen Spitzenleistungen, Engagement und Virtuosität, Präzision, Sicherheit, Klarheit und Sauberkeit im Zusammenspiel, und sogar - kein vorrangig musikalisches Kriterium, sondern ein Charakterzug - das ge wisse Uneitle im Spiel schien hervorhebenswert. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts erkannte man der Königlichen musikalischen Kapelle die führende Rolle innerhalb des Hoftheaters zu: Sie sei, schrieb man, das künstlerisch vollendete Element unserer Oper.14 Damit prägte sie entscheidend das Profil und das Renommee des Instituts, neben Oper und Kirche längst auch durch ihre Leistungen im Konzert. Die Dokumentation in der vorliegenden Arbeit ist zuerst entstanden. Sie hatte sich zum Ziel gesetzt, einen möglichst weit gefassten Überblick zu geben über die Kon zerttätigkeit des Orchesters zwischen dem Jahr 1817, in dem das aus Königlicher mu sikalischer Kapelle, Italienischer und Deutscher Oper sowie Schauspiel neu gebildete Hoftheater Dresden - verbunden mit dem Amtsantritt Carl Maria von Webers als Hofkapellmeister - in die Öffentlichkeit getreten ist, und dem Jahr 1858, in dem mit der noch von Carl Gottlieb Reißiger tatkräftig unterstützten Begründung jener Abon nementskonzerte, die ununterbrochen bis in die Gegenwart ihre Fortsetzung gefunden haben, diese Konzerttätigkeit ein festes Fundament und ein zukunftsweisendes Profil erhalten hat. Vorwiegend aus Presse- und Archivmaterial wurden Fakten gesammelt und ausgewertet, die nicht nur schlechthin Daten, Interpreten und Programme zu sammenstellen, sondern darüber hinaus verschiedene Konzertformen und Veranstal ter, Konzertsäle, Programmgestaltung, soziale Anliegen nach innen und außen, interne Debatten, Kapellmeister als Konzertdirigenten, Leistungen von Kammermusikern im Orchestertutti und als Solisten, Dienstbelastungen, Orchesterbesetzungen, das Publi kum und Bewertungen durch die Konzertkritik betreffen. Es war interessant, im Detail der Spur nachzugehen, auf welche Weise das „W as" und „W ie" zustande gekommen, aufgenommen und beurteilt worden ist. Tatsächlich überrascht konnte man aber auch feststellen, in welch erstaunlichem Umfang die Königliche musikalische Kapelle Konzerte gespielt hat - als Dienst und häufig außerhalb des Dienstes. Im „Hauptberuf" stark (oft beklagenswert stark) durch Oper und Kirche beansprucht, nutzte sie dennoch viele Gelegenheiten, sich auf dem Podium zu präsentieren; ein Orchester, selbst eins wie diese Kapelle, braucht die Mög lichkeit, sich auch auf der Bühne als Ganzes und seine Mitglieder ständig künstlerisch zu fordern und zu profilieren. (Geld zu verdienen war damit übrigens nicht - bis auf die Erlöse der Palmsonntagskonzerte, die allerdings nicht dem Einzelnen, sondern der Pensionskasse des Orchesters zugute kamen, und die umstrittenen Anteile an den Ein nahmen aus den Abonnementskonzerten 1848/1849.) So erschien es wünschenswert, 16 der Dokumentation für den in ihr dargestellten Zeitraum eine zusammenfassende Studie über die Institution voranzustellen, als deren wichtigster Exponent - ausge sprochen oder unausgesprochen - stets die Kapelle angesehen wurde. Diese soll zei gen, in welcher Tradition sie stand, in welchem Gefüge sie sich alltäglich bewegte, welche Züge das Opemrepertoire trug, das sie spielte, in welchem Rahmen sich ihre Konzertaktivitäten vollziehen konnten (oder vielfach mussten), welchen musikalischen Anforderungen sie sich ständig gegenübersah und mit welchen Persönlichkeiten am Pult und auf der Szene sie konfrontiert wurde. Die Anregung zu dieser institutionsge schichtlichen Studie dankt der Verfasser den Professoren Dr. Hans-Günter Ottenberg und Dr. Matthias Herrmann, die das Entstehen der Arbeit insgesamt aufmerksam ver folgt und gefördert haben. 17 18 INSTITUTIONSGESCHICHTLICHE STUDIE Rückblick Am 1. Januar 1817 wurde ein neues Kapitel in der Dresdner Opern- und Theaterge schichte aufgeschlagen, indem die Umwandlung der 1814 unter dem russischen Generalgouvemeur Fürst Nikolaus von Repnin gebildeten Staatsanstalt in das vom Hofe finanzierte Königliche Hoftheater zu Dresden durch König Friedrich August I. von Sachsen erfolgte. Dieses bestand nunmehr aus der Königlichen musikalischen Kapelle, der bereits existenten Italienischen Oper unter der künstlerischen Leitung von Fran cesco Morlacchi, von 1817 an aus der Deutschen Oper mit Carl Maria von Weber als Kapellmeister und dem Schauspiel. Zum Generaldirektor der „Königlichen musikali schen Kapelle und des Hoftheaters", so fortan die offizielle Bezeichnung der Institu tion, hatte der König den Geheimen Finanzrat Heinrich Graf Carl Wilhelm Vitzthum von Eckstädt berufen.15 Schon zu Beginn der Dresdner Kapellgeschichte fällt der Dualismus deutsch/italie nisch ins Auge. Johann Walter, dem ersten Kapellmeister der 1548 durch Moritz von Sachsen als Churfürstliche Cantorey ins Leben gerufenen Kapelle, folgte nach dem Nie derländer Mattheus le Maistre16 1568 Antonio Scandello im Amt, der als Zinkenist und Posaunist bereits seit nahezu zwanzig Jahren Mitglied des Ensembles gewesen war. Der aus Brescia stammende Musiker und Komponist schrieb vielbeachtete Werke, und zwar auch in deutscher Sprache, u.a. eine Johannespassion, eine weit verbreitete Aufer stehungshistorie sowie geistliche und weltliche Lieder.17 Heinrich Schütz, der überra gende Dresdner Hofkapellmeister des 17. Jahrhunderts, studierte bei Giovanni Gabrieli und Claudio Monteverdi in Venedig18 und verarbeitete die gewonnenen Erkennt nisse auf geniale Weise in seinen Kompositionen. 1650 kam der in Perugia geborene Andrea Giovanni Bontempi als Sänger und Komponist an die Elbe, wurde 1657 zum Hofkapellmeister berufen und brachte 1662 mit II Paride in Dresden die erste italieni sche Oper auf die Bühne, womit die 170 Jahre währende Vorherrschaft der italieni schen Oper als Gattung am kurfürstlichen und später königlichen Hofe begann; dieser blieb selbst bis ins erste Drittel des 19. Jahrhunderts musikalisch durch den italieni schen Gusto geprägt. Aber Bontempi schrieb auch mit seinem Kollegen Marco Giu seppe Peranda19 - fußend auf dem Dafne-Libretto von Martin Opitz, komponiert von Heinrich Schütz20 und 1627 in Torgau uraufgeführt - ein Drama oder Musikalisches Schauspiel von der Dafne, das als erste vollständige deutsche Oper 1672 im fünf Jahre zuvor eröffneten Opernhaus am Taschenberg uraufgeführt wurde. 1717 mit einem En semble hervorragender Sängerinnen und Sänger, unter ihnen als Primadonna seine Gattin Santa Stella, nach Dresden gekommen, leitete der Venezianer Antonio Lotti hier die Uraufführungen dreier seiner Opern (Giove in Argo 1717, Ascanio 1718 und Teofane 1719), verlieh er - neben den musikalischen Beiträgen seines einheimischen deutschen Kollegen Johann David Heinichen21 - den Festlichkeiten anlässlich der Hochzeit des sächsischen Kurprinzen Friedrich August und der österreichischen Erzherzogin Maria Josepha mit der Präsentation des letztgenannten Werkes im neu erbauten Pöppel- 19 mannschen Opernhaus am Zwinger theatralischen Glanz und erregte damit Aufsehen weit über die deutschen Lande hinaus. Auch die persönliche und künstlerische Ver bindung zwischen dem Kapell-Konzertmeister Johann Georg Pisendel und dem vene zianischen Meister Antonio Vivaldi in jener Zeit stehen für die fruchtbaren Beziehun gen zwischen Dresden und Italien. Von 1734 bis 1763 führte der Deutsche Johann Adolf Hasse die italienische Opera seria auf einen ragenden Höhepunkt und machte Dresden mit einem glanzvollen Sängerensemble, angeführt von seiner Gattin Faustina Bordoni, und einer Kapelle, die als die führende in Europa galt,22 zu einem Zentrum europäischer Musik- und Opernkultur. Mit einer Vorstellung von Johann Gottlieb Naumanns La Clemenza di Tito im Jahre 1769, der nachfolgenden, endgültigen Schlie ßung des Großen Opernhauses am Zwinger für Opemaufführungen und der Entlas sung der meisten Sängerinnen und Sänger endete die Epoche der repräsentativen Opera-seria-Aufführungen am Dresdner Hofe.23 Aber die italienische Opemtradition lebte fort. Da der Hof über kein eigenes En semble mehr verfügte, ging der Opembetrieb in bürgerliche Hände über. Der italieni sche Schauspieler und Impresario Pietro Moretti hatte 1755 auf dem heutigen Theater platz, im damaligen Italienischen Dörfchen, ein Komödienhaus errichtet, in dem er Un terhaltsames u.a. aus Opera buffa und Ballett bot. 1765 wurde es vom Hofe insoweit übernommen, als er Moretti wie auch nachfolgende private Unternehmer subventio nierte. Diese waren vorerst - was das musikalische Theater betraf - für das Engage ment von Sängern, Stückwahl und Inszenierungen verantwortlich. Im Repertoire des nunmehr Kleinen Kurfürstlichen Theaters, das schließlich als Königliches Hoftheater (meist kurz und bündig Moretti-Theater genannt)24 bis 1841 bespielt wurde, dominierte zunächst die Opera buffa, später kamen auch Opera eroicomico und Opera semiseria hinzu.25 Auf den Spielplänen standen, im Gegensatz zu früher, nunmehr vorwiegend Werke auswärtiger Komponisten, zum Teil in Bearbeitungen der Dresdner Kapell meister; diese steuerten aber auch Uraufführungen eigener Stücke bei.26 Die Hofkapelle stellte das Orchester, Hofkapellmeister wie Johann Gottlieb Naumann, Joseph Schuster und Franz Seydelmann dirigierten und garantierten - der Tradition verpflichtet - ein hohes interpretatorisches Niveau: ln Oper, Oratorium und Kirchenmusik wurde um 1800 ein Glanz erstrebt, der an Hasses große Zeit erinnerte.27 (Für Schauspielaufführungen im Moretti-Theater sorgten ebenfalls privilegierte private Gesellschaften, zuletzt diejenige von Franz Seconda,28 welche in Dresden und in Leipzig spielte.) Als Nachfolger Johann Gottlieb Naumanns kam der in Parma geborene Ferdinando Paer 1803 als Hofkapell meister auf Lebenszeit nach Dresden.29 Allerdings verließ er entgegen dieser Verpflich tung die Position schon 1807 wieder, um einem Ruf (oder wohl besser: Befehl) Napole ons nach Paris zu folgen, dem der sächsische König nicht zu widersprechen wagte. Nach Hans Schnoors Überzeugung war Paer der glänzendste 'Vertreter des virtuosen Italianismo, den Dresden vielleicht je gesehen, [mit] Aufführungen voll Feuer, Grazie und mimi scher Phantastik, die gleichsam zur Festspielvollendung führten.30 Freilich stand ihm dafür auch ein außergewöhnliches Sängerensemble zu Gebote, dem u.a. seine Frau Francesca Riccardi als Primadonna, Luiggia Sandrini-Caravoglia, Carlo Tibaldi oder die vorwie gend in der Kirche auftretenden Kastraten Francesco Ceccarelli, Paolo Belli und Fi 20 lippo Sassaroli angehörten. Mit dem Eintritt Francesco Morlacchis ins Dresdner Mu sikgeschehen ab dem Jahre 1810 und seinem mehr als dreißigjährigen Wirken nähern wir uns nunmehr der Epoche des Königlichen Hoftheaters zwischen 1817 und 1858, dem eigentlichen Gegenstand dieser Betrachtung, die nachfolgende Konzert-Doku mentation eingeschlossen. Festzuhalten jedoch bleibt noch einmal, dass die italienische Opern-Impresa und der Pachtbetrieb des Schauspiels,31 auch mit den Kapellmeistern Paer sowie Morlacchi während der ersten Jahre seiner Amtszeit, bis zu deren Zusammenfü gung mit der Königlichen Kapelle zu der von Repnin 1814 veranlassten Staatsanstalt bestehen blieben. Parallel zur Pflege der italienischen Oper bei Hofe entfaltete sich während der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Dresden ein bürgerliches musikalisches Thea ter. Zwischen Hasse und Weber hielten sich etwa 15 Theatergesellschaften in Dresden auf, die in verschiedenen Sälen der Stadt ihre Kunst anboten,32 vor allem Singspiele, in jedem Falle in deutscher Sprache und mit deutschen Akteuren, oft auch - einem Trend der Zeit folgend - mit Stoffen aus dem Milieu „der einfachen Feute";33 erst später, seit den 1790er Jahren, wendeten sie sich auch der „Volloper" zu. Sie wollten ein bürgerli ches Publikum aus Kennern und Fiebhabem ansprechen, ihm Unterhaltung bieten und zugleich künstlerische Werte nahebringen und verständlich machen.34 Natürlich konnten sie sich bei allem Können und Bemühen in Bezug auf die praktische Umset zung nicht an der Sänger- und Orchesterqualität der italienischen Opemdarbietungen des Hofes messen lassen; diese vollzogen sich unter ganz anderen Voraussetzungen. Eine besondere Rolle spielte das Theater auf dem Finckeschen Bade am östlichen Rande der Stadt. Der Steuerpächter und Inhaber eines Schankbetriebes namens Carl Christian Fincke hatte es 1776 für fahrende Theatergesellschaften errichtet, und die Seylersche Truppe mit dem jungen Christian Gottlob Neefe als musikalischem Feiter zog als erste ein. Den Abschluss von 1790 bis 1816 bildete das Ensemble von Joseph Seconda, dessen Dirigent 1813/1814 E. T. A. Hoffmann gewesen ist. Auch die Hofkapellmeister Joseph Schuster (Der Alchymist, Rübezahl) und Franz Seydelmann (Die schöne Melusine, Der Husar) steuerten zur Gattung Singspiel Partitu ren bei, die über Dresden hinaus Verbreitung fanden. Man bot neben Fiederspielen oder Possen populäre Werke etwa von Georg Benda (Der Dorfjahrmarkt, Wälder, Romeo und Julie, Medea) und anderen Zeitgenossen. Seconda spannte nach 1790 den Bogen sehr viel weiter: Er vollbrachte neben Titeln wie Dittersdorfs Doktor und Apotheker und Ähnlichem zum Teil erstaunliche Taten, etwa mit Mozarts Entführung aus dem Serail, Figaros Hochzeit und Titus, Cherubinis Lodoiska, Weigls Schweizerfamilie, Mehuls Jakob und seine Söhne, Glucks Iphigenie au f Tauris, Beethovens Fidelio, Webers Abu Hassan und als letzte Vorstellung 1816 dessen Silvana. Es ergaben sich mitunter eher kuriose als interessante Parallelen mit der Italienischen Oper: Hier spielte man Die Zauberflöte im deutschen Original, dort das gleiche als Flauto magico in italienischer Übersetzung, hier Das unterbrochene Opferfest von Winter35 deutsch, dort das gleiche als Sacrificio interrotto italienisch, hier Don Giovanni deutsch, dort das gleiche - zunächst gar nicht, weil Friedrich August I. das Werk des Stoffes wegen ablehnte. Vieles von dem, was da auf bürgerlicher Bühne an Stücken gespielt worden war, zeigt sich als Vorgriff auf Carl 21 Maria von Webers spätere Spielplangestaltung. Er konnte dieses Dresdner bürgerliche Erbe ins Deutsche Departement des Königlichen Hoftheaters einfließen lassen, es unter neuen Bedingungen ausbauen und in der direkten Konfrontation mit der alternativ auf gleicher Bühne spielenden Italienischen Oper und vor dem höfischen Publikum be währen.36 In der Dresdner Opemgeschichte werden hier - wie auch zwischen früheren und nachfolgenden Epochen - Zusammenhänge deutlich, die au f spezifischen Leitlinien be ruhen. Ihr Gemeinsames ist die Kontinuität.37 Übrigens nahm der Königliche Hof 1816 das Theater auf dem Linckeschen Bade in Pacht und nutzte es zu unterhaltsamer Sommerbespielung für Schauspiel- und musi kalisches Theater. Die Kapelle hatte selbstverständlich ebenfalls an diesem Ort - wie auch in Pillnitz, wenn der Hof dorthin befahl - Dienst zu versehen.38 Francesco Morlacchi, Carl Maria von Weber, Carl Gottlieb Reißiger, Richard Wagner und Carl August Krebs gehörten zu den Dirigenten, die in den folgenden Jahrzehnten dort Vorstellun gen leiteten, bis das Haus 1858 geschlossen und abgerissen wurde. Francesco Morlacchi Als Carl Maria von Weber im Januar 1817 seine Position als Musikdirektor und - nach einer sehr schnell vorgenommenen Korrektur - als Kapellmeister des Deutschen Departements am Königlichen Hoftheater antrat, stand Franceso Morlacchi,39 1810 zu nächst als Musikdirektor und seit 1811 als Kapellmeister, bereits im siebten Jahr an der Spitze der Italienischen Oper in Dresden. Bei seinem Engagement war er erst 26 Jahre alt40 - ein junger, aber als Dirigent und Komponist bereits bewährter Mann, dem die Zukunft zu gehören und der geeignet schien, das Erbe seines Landsmanns und un mittelbaren Vorgängers Ferdinando Paer fortführen zu können. Obgleich seine Fähig keiten zu seiner Zeit und in seinem Amt hoch anerkannt, unumstritten und nach Jahr zehnten in Dresden noch geschätzt waren (siehe Dok. II, L 14a), flocht ihm die Nach welt weithin in Deutschland - offenbar anders als die italienischer Heimat41 - keine Kränze, sondern reduzierte ihn vor allem auf den Rivalen und intriganten Gegenspieler Webers42 und diskreditierte ihn als Dirigent und Komponist.43 Wenn von der Dresdner Oper nach 1817, bis Mitte des 19. Jahrhunderts, gesprochen wird, stehen im Allgemei nen Weber, Reißiger oder Wagner im Blickpunkt, es bleibt jedoch meist unbeachtet, dass ein profilierter Künstler wie Morlacchi immerhin 31 Jahre44 hier gewirkt, musikalisches Theater gestaltet und geprägt sowie Konzerte geleitet hat, und somit neben Weber und Reißiger ebenfalls maßgeblich beteiligt war, eine für Dresden lange Musiktradition auf hohem Niveau zu erhalten und fortzuführen, und dies alles durch - nun sei es trotz manch gegenteiliger Meinung gesagt - sein dirigentisches Können,45 sein waches Ohr für außergewöhnliche Stimmen, die er in Italien aufspürte und immer wieder ins Dresdner Ensemble integrierte, durch sein Vermögen, den gesamten Auf führungsapparat leiten und anspomen zu können, durch seinen theaterpraktischen Sinn.46 Von der Königlichen musikalischen Kapelle nicht nur als Musiker respektiert, son dern ebenfalls für sein soziales Engagement geschätzt,47 konnte er über lange Zeit dazu beitragen, dass speziell die Kontinuität ihrer künstlerischen Leistungsfähigkeit ge 22 wahrt blieb. Sie präsentierte sich in der Oper in vorzüglicher Verfassung48 und bildete die Basis für die meist besondere Qualität der Vorstellungen. Morlacchi konnte mit dem Anspruch seiner eigenen Partituren die Leistung des ge samten Orchesters nicht nur beträchtlich herausfordem, sondern stellte überdies in manchen seiner 14 für Dresden geschriebenen Opern sowie in kirchenmusikalischen Kompositionen die virtuose Kunst von Kapellmusikem besonders heraus, indem er Streichern, Holzbläsern, Trompete, Posaune, einem Hornquartett oder der Harfe an spruchsvolle Instrumentalsoli anvertraute49 und mit den oft brillant gestalteten Vokalpartien effektvoll konzertieren ließ.50 Denn Morlacchi stand für die Italienische Oper und die Kirchenmusik ein Sängerensemble von europäischem Rang zur Verfü gung,51 das Dresden zu einer Hochburg des Bel canto52 machte. Schnoor verwendete hin sichtlich des Interpretationsniveaus unter Morlacchis Leitung den Begriff der Vollkom menheit, vor allem für Opern von Paer und Rossini, seine eigenen Werke und den „ita lienischen" Mozart.53 Nicht Presseauszüge, sondern zwei Zeitzeugnisse sollen für die außergewöhnliche, exemplarische italienische Opemkultur jener Jahre sprechen: Ich habe den Don Juan so ziemlich über 150 mal au f den bedeutendsten deutschen und italieni schen Bühnen aufführen sehen, aber nie besser als in Dresden unter Morlacchis und Rastrellis Leitung. [ ...] Alle waren durchdrungen von ihrer großen Aufgabe und voll Eifer, sie würdig zu lösen. Denke man sich ein Orchester, welches mit jenem des Kärntnerthor-Theaters sich kühn messen darf; eine Ausstattung, wogegen jene der Wiener Hofoper geradezu ärmlich erscheint (z.B. fehlen in Wien die drei wirklichen Orchester au f der Bühne in der Ballszene, welche in Dresden nie fehlen dürfen), ein Chor, wie ihn wenigstens die Wiener Hofoper nicht besaß. [ ...] Man wird sich vorstellen 'können, welch ein Genuß die Aufführungen damals - 1832 - den Musikfreunden gewährte, erinnerte sich 1856 Johann Peter Lyser.54 Maria Börner-Sandrini schrieb über ein lebendig erhaltenes Genre, das schon während der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Dresden zu Blüte und Reife gelangt war:55 Die italienischen Opernvorstellungen boten mitunter Kabinettstücke von Präzision und Abrundung der Ge sangsleistung, ganz besonders in der Opera buffa, die damals 'hier ihresgleichen suchte.56 Große Teile des Hofes und des Publikums hielten auch während der 1820er Jahre zur Italienischen Oper und favorisierten die italienische Opemkunst. Der als konser vativ geltende Friedrich August I.57 - er starb 1827 - und die musikalisch zum Teil höchst ambitionierte, kunstsinnige königliche Familie58 waren ihr ebenfalls eng verbunden, auch wenn eben dieser König die Gründung einer Deutschen Oper in die Wege geleitetet und damit dem Hoftheater ganz neue Perspektiven eröffnet hatte. Unter seinem Nachfolger, dem 72-jährigen Anton, der fast jeden Abend ins Theater ge kommen sein soll, änderte sich in der Grundauffassung wenig. Das Italienische Departement blieb nach wie vor fü r Dresden sehr repräsentativ59 und übte auch starke Anziehungskraft auf fremde Besucher der Stadt aus.60 Infolge der politischen Verände rungen im Jahre 1831 und der zukünftig über geringere Mittel verfügenden Finanzie rung der Königlichen musikalischen Kapelle und des Hoftheaters aus der „Zivilliste" des Königs waren Einschnitte unumgänglich geworden.61 Sie trafen die Italienische Oper hart. Das Ende ihrer langen Ara und Vorherrschaft wurde schließlich beschlos 23 sene Sache. Darauf, dass dies nicht allein auf einem finanziellen Problem oder dem Aufstreben und der stetig gewachsenen Anerkennung der Deutschen Oper, sondern ebenso auf politischen Entwicklungen beruhte, verwies Proelss mit der Bemerkung, die Italienische Oper sei ein zu stark mit dem alten Regime verknüpftes Institut gewesen, welches in die neue Zeit nicht mehr passte.62 Als letzte Neuheit brachte Morlacchi im März 1832, nur wenige Tage vor der Schließung der Italienischen Oper, sein Werk II rinnegato63 heraus, die letzte Vorstellung der Institution überhaupt erfolgte mit einem Don Giovanni am 31. März 1832. Morlacchi blieb Hofkapellmeister. Es gab fortan in Dresden nur noch „eine" Oper; Opern in italienischer Sprache standen aber, wenngleich nicht mehr so häufig wie bisher,64 auch zukünftig - bis 1847 - neben den deutschsprachigen im Repertoire.65 Etliche italienische Sängerinnen und Sänger mussten das Hoftheater verlassen, wenige, speziell auch für die Musik in der Hofkirche, konnten bleiben; dar unter die für Konzerte der Königlichen musikalischen Kapelle gefragten Alfonso Zezi und Gioacchino Vestri.66 Hauptspielstätte war und blieb bis 1841 das Moretti-Theater,67 als Nebenschauplatz hatte man das Theater auf dem Linckeschen Bade - dessen äuße rer Rahmen stand weit zurück hinter dem glanzvollen Ambiente, den technischen Möglichkeiten und dem Platzangebot des großen Opernhauses am Zwinger zu Zeiten Lottis und Hasses. Ein Detail am Rande: Per Erlass vom 10.12.1831 wurden Kapell meister und Kammermusiker verpflichtet, für den Hofdienst Uniformen zu tragen, die sie selbst finanzieren mussten (notfalls wurde bedürftigen Kammermusikern ein königli cher 'Vorschuss bewilligt).68 Ein Blick auf einzeln herausgegriffene Spielpläne über mehr als ein Jahrzehnt soll schlaglichtartig die Präsenz der Italienischen Oper und ihre Ambitionen im soeben neu begründeten Hoftheater deutlich machen.69 Komponisten, Werke und Aufführungs zahlen sind in dieser Form bisher nicht aufgelistet und einem Überblick zugänglich gemacht worden. Für das Jahr 1817 ergibt sich seitens Morlacchis Verantwortungsbereich folgendes Bild: Komponisten 1. Mozart 12 Werke 4 Werke gesamt 22 Aufführungen gesamt 2. Morlacchi 3 am häufigsten gespielte Komponisten 3. Rossini 2 Morlacchi 10 Aufführungen 4. Paer 2 Paer 8 Aufführungen 5. Spontini 2 Mozart 7 Aufführungen 6. Generali 2 Spontini 6 Aufführungen 7. von Winter 2 Generali 6 Aufführungen 8. Cherubini 9. Weigl 10. Guglielmi 11. Fioravanti 12. Pavesi 1 1 1 1 1 Rossini 5 Aufführungen 24 Aufführungszahlen Morlacchi II barbiere di Siviglia 5 La semplicetta di Pirna 4 Paer Le donnre cambiate 4 Spontini Fernando Cortez 4 Rossini Tancredi 4 Pavesi San Marc Antonio 4 Generali Le lagrime d'una vedova 3 Adelina 3 Mozart Le nozze di Figaro 3 Paer Griselda 3 Weigl Lafamiglia svizzera 3 Mozart Cosifan tutte 2 Spontini La Vestale 2 von Winter Ifratelli rivali 2 II sacrifizio interrotto 2 Mozart Don Giovanni 1 La clemenza di Tito 1 Rossini II Turco in Italia 1 Cherubim II portatore d'aqua 1 Fioravanti La cantatrice villane 1 Guglielmi La scelta dello sposo 1 Morlacchi La capricciosa pentita 1 Aufführungen in Pillnitz (je eine) Morlacchi La capricciosa pentita70 II barbiere di Siviglia La semplicetta di Pirna Aufführungen aufdem Linckeschen Bade (je eine) Paer Le donne cambiate Fioravanti La cantrice villane Uraufführungen Morlacchi La capricciosa pentita (14.7.1817 in Pillnitz) La semplicetta di Pirna (9.9.1817 in Pillnitz) Dresdner Erstaufführungen Rossini Tancredi (19.3.1817) Paer Le donne cambiate (30.4.1817) Generali Le lagrime d'una vedova (4.10.1817) Pavesi SanM arcAntonio (22.12.1817) Der amtierende Hofkapellmeister Morlacchi hatte die meisten Aufführungen (10) und sein II 'barbiere die häufigsten Ansetzungen. An zweiter Stelle (8) folgte sein Vorgänger Paer. 25 Mozart kam immerhin auf 7 Positionen und die beiden Italiener Spontini und Ge nerali auf je 6. Rossini steht (noch) nur an sechster Stelle, von Cherubim bot man le diglich eine Aufführung. Der Deutsche von Winter war außer mit I fratelli rivali durch die italienische Übersetzung seines weit verbreiteten Werkes Das unterbrochene Opfer fest (II sacrifizio interrotto) und der Österreicher Weigl mit der italienischen Version sei ner populären Schweizerfamilie (Lafamiglia svizzera) vertreten. Mit zwei Ur- und vier Dresdner Erstaufführungen zeigte sich die Bühne entdeckerfreudig. Im folgenden Jahr 1818 legte die Italienische Oper bei etwas erhöhter Komponis tenzahl und einem Werk weniger an Aufführungsquoten zu. Komponisten 1. Morlacchi 2. Paer 3. Rossini 4. Mozart 5. Guglielmi 6. Spontini 7. von Winter 8. Generali 9. Cimarosa 10. Pavesi 11. Fioravanti 12. Souva 12 Werke 3 3 3 2 2 Werke gesamt 20 Aufführungen gesamt 65 am häufigsten aufgeführte Komponisten Rossini 16 Aufführungen Morlacchi 9 Aufführungen Spontini 7 Aufführungen Guglielmi 7 Aufführungen Paer 6 Aufführungen Aufführungen au f dem Linckeschen Bade (je einmal) Guglielmi Paolo e 'Virginia La scelta dello sposo Aufführungszahlen Rossini Elisabetta 8 L'ingannofelice 7 Spontini La Vesttale 7 Guglielmi Paolo e 'Virginia 6 von Winter Maometto 4 Souva Lafesta di bronzo 4 Paer I Fuoruscetti di Firenze 3 Morlacchi Raoul de Crequi 3 II barbiere di Siviglia 3 Cimarosa II matrimonia segreto 3 Fioravanti La cantatrice villane 3 Morlacchi I Danaidi 2 Generali Adelina 2 Pavesi San Marco Antonio 2 Paer Sargino 2 Guglielmi La scelta dello sposo 1 Mozart Cosifan tutte 1 Le nozze di Figaro 1 Morlacchi La capricciosa pentita 1 Rossini Tancredi 1 Dresdner Erstaufführungen Rossini L'ingannofelice (3.1.1818) Elisabetta (24.1.1818) Souva Lafesta di bronzo (23.3.1818) Guglielmi Paolo e 'Virginia (29.4.1818) von Winter Maometto (10.10.1818) 26 Wie zu sehen, spielte Rossini in diesem Jahr mit 16 Aufführungen dreier Opern die dominierende Rolle im Repertoire. Morlacchi hat seine Position gehalten. Spontini und Paer blieben nach wie vor gut vertreten, Guglielmi trat im Verhältnis zum Vorjahr stärker in den Blickpunkt. Die Zahl der Werke, die nur ein- oder zweimal gespielt wurden (darunter auch Mozarts Cosi und Figaro je einmal), war wiederum erstaunlich groß. Fünf Erstaufführungen sprechen für das Interesse an Neuem. Im Jahre 1822, nach fünfjährigen gemeinsamen Aktivitäten in einem Hause, könnte man meinen, dass sich das Verhältnis zwischen Italienischer und Deut scher Oper ausbalanciert haben sollte. Dies sagt das Tagebuch des Königlichen Hoftheaters über das italienische Repertoire aus: Komponisten 6 Werke Werke gesamt 12 Aufführungen gesamt 38 1. Rossini 4 2. Paer 3 am häufigsten aufgeführte Komponisten 3. Fioravanti 2 Rossini 19 Aufführungen 4. Spontini 1 Paer 9 Aufführungen 5. Coccia 1 Fioravanti 4 Aufführungen 6. Mosca 1 Coccia 3 Aufführungen Aufführungszahlen Rossini Tancredi 9 Aufführungen in Pillnitz (je einmal) La Cenerentola 4 Paer I Fuorusciti di Firenze Paer Sargino 4 II morto vivo I Fuorusciti di Firenze 4 Fioravanti La cantrice vilane 3 Dresdner Erstaufführungen Rossini L'Italiana in Algeri 3 Coccia Clotilda (5.1.1822) Ciro in Bahilonia 3 Rossini Ciro in Babilonia (2.10.1822) Coccia Clotilda 3 La Cenerentola (9.11.1822) Paer In morto vivo 2 Spontini La Vestale 1 Fioravanti I virtuosi amhulanti 1 Mosca I Pretendenti delusi 1 Gegenüber 1818 hat die Italienische Oper recht heftig „ritardiert": 6 statt 13 Kom ponisten, 12 statt 21 W erke, 38 statt 66 Aufführungen. Nunmehr liegt Rossini mit 4 Opern und 19 Opernabenden - das heißt: mit der Hälfte aller Vorstellungen - un angefochten an der Spitze. W ährend M orlacchi gar nicht vertreten ist, kann Paer auf relativ beachtliche 9 Aufführungen verweisen. Spontini ist auf nur eine Posi tion zurück gefallen, M ozart wird überhaupt nicht gespielt. 27 Im Jahr 1826 war gar kein Kapellm eister der Deutschen Oper tätig: W eber hatte sich im Dezember des Vorjahres zur Einstudierung und Leitung seines Oberon nach London verabschiedet und verstarb dort im Juni 1826; im gleichen Jahr ver ließ Heinrich M arschner Dresden und wurde Reißiger, wie schon 1824 Marschner, „nur" als M usikdirektor eingestellt. Es scheint, als habe M orlacchi die entstandene Lücke geschickt genutzt, um die Italienische Oper dominieren zu lassen: Komponisten 1. Rossini 2. M orlacchi 3. Mozart 4. Spontini 8 Werke Werke gesam t 16 A ufführungen gesam t 73 am häufigsten aufgeführte Komponisten 5. Cimarosa 1 Rossini 43 Aufführungen 6. Vaccai 1 Morlacchi 8 Aufführungen 7. Eioravanti 1 Vaccai 7 Aufführungen 8. Meyerbeer 1 Spontini 6 Aufführungen Aufführungszahlen Rossini Matilda di Shabran 13 Aufführungen in Pillnitz (je einmal) Rossini Matilda di Shabran L'Italiana in Algeri 8 Morlacchi Gianni di Parigi Vaccai La Cenerentola La Pastorella Feudatoria 7 7 Spontini La Vestale 6 Dresdner Erstaufführungen Rossini Semiramide 5 Rossini Semiramide (4.1.1826) Mose in Egitto 5 Matilde di Shabran La gazza ladra 4 (14.1.1826) Vaccai La Pastorella Feudatoria Morlacchi Tebaldo e Isolina 4 (26.3.1826) Meyerbeer II Crociato in Egitto Meyerbeer II Crociato in Egitto 3 (15.11.1826) Morlacchi Raoul di Crequi 2 Mozart Gianni di Parigi Le nozze di Figaro 2 2 Cimarosa II matrimonio segreto 2 Eioravanti I virtuosi ambulandi 2 Rossini Tancredi 1 Rossini beherrscht das Spieljahr 1826 total, von ihm stammt fast die Hälfte der Stücke, ihnen fallen über 50 % der Vorstellungen zu. Also auch Dresden scheint dem in Eu 28 ropa grassierenden Rossini-Fieber verfallen. Weit abgeschlagen folgen Morlacchi und Spontini. Fünf Titel werden nur zweimal gespielt, darunter zwei von Morlacchi und je einer von Mozart und Cimarosa. Im Jahr 1830 zeichnet sich noch nicht ab, dass die Italienische Oper auf ihre Schließung zusteuert. Die Anzahl der Komponisten und Werke gegenüber 1826 ist nur wenig, die Vor stellungszahl stärker verändert. Komponisten 7 Werke Werke gesamt 16 Aufführungen gesamt 1. Rossini 7 2. Mozart 3 am häufigsten aufgeführte Komponisten 3. Cimarosa 2 Rossini 22 Aufführungen 4. Bellini 2 Mozart 9 Aufführungen 5. Morlacchi 1 Bellini 6 Aufführungen 6. Paer 1 7. Pacini 1 Aufführungszahlen Mozart Don Giovanni 6 Rossini La Cenerentola 5 La Donna del lago 5 Tancredi 4 Bellini II Pirata 4 Rossini II Turcu in Italia 3 Semiramide 2 L'Italiana in Algeri 2 Matilde di Shabran 2 Mozart Cosifan tutte 2 Dresdner Erstaufführung Morlacchi Colombo 2 Bellini La straniera (8.12.1830) Bellini II straniera 2 Cimarosa II matrimonio segreto 2 Mozart Le nozze di Figaro 1 Paer Sargino 1 Pacini Gli Arabi nelle Gallie 1 44 Die Rossini-Begeisterung hält auch im Jahre 1830 an: Auf ihn kommt die Hälfte aller Vorstellungen. Bellini rückt bei den Italienern an zweite Stelle; mit der Erstaufführung seiner Oper La straniera, die erst im Jahr zuvor in Mailand uraufgeführt worden war, ist man sogar hochaktuell. Die beiden „Dresdner" Italiener Paer sowie Morlacchi als komponierender, aktueller Kapellmeister spielen geradezu eine Nebenrolle. Mozart ist mit drei Werken (darunter mit Don Giovanni als meist gespielte Oper des Jahres) und 9 Aufführungen relativ stark vertreten. 29 Blickt man auf die Komponisten der hier ausgewählten fünf Spielpläne, erkennt man in der Stückauswahl Kontinuität vor allem bei Rossini, der in all jenen Jahren zudem mit erheblichen Steigerungsraten bei den Aufführungszahlen - vertreten war, auch bei Mozart, Paer71 und Spontini (je 4), ebenfalls noch bei Morlacchi, Cimarosa und Fioravanti (je 3), weniger bei von Winter (2) oder bei Cherubim, Generali, Coccia, Mosca, Vaccai, Pacini, Weigl und Meyerbeer, deren Namen in der Auswahl dieser Jahre nur einmal auftauchten. Die Opern entstammten, wie es üblich war, im wesentli chen der Zeit, entstanden um und nach 1800; weiter zurück lagen nur relativ wenige Werke, u.a. die Mozarts (zwischen Figaro 1786 und Titus 1791), Cimarosas II matrimonio segreto (1792), von Winters I fratelli rivali (1793) und II sacrifizio interrotto (1797), Paers Griselda (1798) oder Fioravantis La cantatrice villane (1799). In einigen Fällen reagierte Dresden ziemlich aktuell auf Uraufführungen in Italien, zum Beispiel mit Guglielmis Paolo e Virginia (Uraufführung 1817/Dresden 1818), Winters Maometto (1817/1818), Meyerbeers II crociato in Egitto (1824/1826) oder Bellinis La straniera (1829/1830). Auffällig sind die verhältnismäßig häufig vorkommenden, nur (vielleicht auf Wunsch des Königs?) einmaligen Ansetzungen von Opern, was wohl stets für den ge samten „Apparat" einen erheblichen Probenaufwand um jeweils lediglich einer einzi gen Aufführung willen nach sich ziehen musste; ähnliche Konsequenzen wird es ge geben haben, wenn zwischen Reprisen einzelner Stücke bis zu zehn Monate liegen konnten.72 Selbstverständlich stellte die Mehrzahl der aufgeführten Opern an die Königliche musikalische Kapelle hohe musikalische, spieltechnische, speziell für die Musiker an den ersten Pulten oft auch sehr virtuose Anforderungen, die im Zusam menwirken mit einem kompetenten Kapellmeister und glänzenden Sängern zur Er haltung und ständigen Beförderung der außergewöhnlichen Orchesterqualität und Spielkultur beitrugen. Carl Maria von Weber Mit dem Amtsantritt Carl Maria von Webers in Dresden am 13.1.1817 begannen für die Königliche musikalische Kapelle und das Hoftheater die Jahrzehnte der musikalischen Doppeldirektion, in denen zwischen 1810 und 1851 jeweils zwei Kapellmeister koordi niert tätig wurden: Morlacchi - Weber, Morlacchi - Reißiger, Reißiger - Wagner, Rei- ßiger - Krebs.73 Weber setzte von Anfang an auf Gleichstellung mit seinem italieni schen Kollegen, offensichtlich aus grundsätzlichen Erwägungen: Deutsche und italieni sche Kunst soll gleiche Rechte haben (am 28.1.1817 an seine Braut Caroline) und, daraus folgernd: In der Kapellmeister-Angelegenheit könne er sich nichts abhandeln lassen, am allerwenigsten unter H. Morlacchi stehen (ebenfalls an Caroline am 4.7.1817).74 Dieser ver suchte natürlich vorerst, vermeintlich „ältere Rechte" durchzusetzen, indem er zum Beispiel bei Generaldirektor Graf Vitzthum von Eckstädt energisch dagegen protes tierte, dass dieser nicht ihn, sondern ohne Rücksprache Weber mit der Leitung eines repräsentativen Wohltätigkeitskonzerts am 27.6.1817 in der Frauenkirche beauftragt hatte.75 Aber seit ich mich mit Morlacchi wieder recht ausgesprochen habe, teilte Weber am 6.8.1817 Caroline mit, waren wohl die Wogen einigermaßen geglättet worden.76 Er hatte schon am 4.2.1817, nur wenige Tage nach seiner ersten Premiere Jakob und seine 30 Söhne, wichtige Vertreter des italienischen Departements - Morlacchi, Konzertmeister Polledro u.a. - zum Essen eingeladen, während dem es zu einer recht freundlichen, heite ren Annäherung gekommen war,77 so dass er fünf Wochen später seinem Freund Johann Baptist Gänsbacher schreiben konnte: Selbst die Italiener sind friedlich geworden, seit sie sehen daß ich eher fü r ihre Erhaltung sorgen werde, als sie untergraben.7S Auch in den folgen den Jahren gab es immer wieder Anzeichen für ein kollegiales Verhältnis, zum Beispiel als Weber 1822 kurzfristig für den erkrankten Kollegen einsprang und eine Festkantate von dessen Komposition probte und dirigierte.79 Und als Morlacchi 1826 die Initiative zur Gründung eines Pensionsfonds der Königlichen musikalischen Kapelle ergriff, be schrieb er den Kammermusikern seinen Plan, den ich übrigens, so 'bald -mein hochgeschätz ter College, der Herr Kapellmeister Weber [aus Fondon], zurückkommt, ihm nicht nur vorle gen, sondern auch über die nähern Details mich verstehen werde.80 Nicht zuletzt dieser Vor gang bestätigt die Feststellung von Schmid, dass die Beziehung zwischen den beiden Kapellmeistern/rei von Neid gewesen sei und Morlacchi mit Weber und später mit Rei- ßiger in freundschaftlichem 'Verkehr gestanden hätte.81 Morlacchi hatte die Hofpartei seit Jahren auf seiner Seite. Weber musste dagegen für das neu etablierte deutsche Departement nicht nur musikalisch und organisato risch Neues schaffen, sondern sich auch Aufmerksamkeit und Anerkennung für seine künstlerischen Ziele und ihre Verwirklichung inner- und außerhalb des Hauses erstreiten. Natürlich spürten die Italiener, dass hier etwas begann, das sie ange stammtes Terrain kosten könnte und waren bestrebt, dieses zu behaupten. Aber trotz dem standen wohl die unstreitig vorhandenen und an einem Theater oft unvermeidli chen Rivalitäten oder die Konfrontation „italienisch - deutsch" weniger im Vorder grund als die beide „Parteien" letztendlich verbindende Intention, [ ...] eine künstlerisch ebenso befriedigende wie durch den Publikumszuspruch gedeckte und vom Staat nachhaltig unterstützte Institution weiterzuführenA Dabei war sich Weber vollkommen bewusst, welcher Tradition er sich hier gestellt hatte, nämlich vor allem: Was er seinen italieni schen 'Vorgängern und Amtskollegen im Hinblick au f die Entwicklung der Kapell- und Opern kultur zu danken hatte.13 Sicher gab es Gerangel um Kompetenzen, Finanzen, Sängerbesetzungen und öffentliche Bestätigung, aber im Grunde genommen arbeitete man auch zusammen: Es kam zum Beispiel zwischen beiden Departements zum Aus tausch von Sängern, und Weber vertrat - wie auch später Reißiger - Morlacchi häufig bei dessen Abwesenheiten und Krankheiten am Pult der Italienischen Oper.84 Weber wird dabei trotz der zusätzlichen Belastungen das gemeinsame Musizieren mit dem außerordentlichen Sängerensemble und der Hofkapelle Freude gemacht haben, und dies mag - durch ganz praktische Arbeit - ein Beitrag dazu gewesen sein, allmählich gegenseitiges Misstrauen ab- und Achtung voreinander aufzubauen. In diesem Sinne suchte Weber sehr bald den ganz persönlichen Kontakt auch außerhalb des Dienstes: Nach der bereits erwähnten Einladung an Morlacchi, Polledro und andere zu einem fröhlichen Abend - Weber wohnte übrigens im Italienischen Dörfchen, Schimmelallee 30, nur wenige Schritte vom Moretti-Theater entfernt - verabredete er sich auch mit dem Solopersonal zu einem Ball mit Schaumwein, wo es lustig zugingA Insgesamt war es Webers Verdienst, dass die „beiden" Dresdner Opernkulturen ihre besten Züge von nun an vereinen und als Ganzes in die Zukunft wirken konntenA 31 Als Generaldirektor Heinrich Graf Wilhelm Vitzthum von Eckstädt 1816 im Hin blick auf die verantwortliche Kapellmeister-Position an der ins Leben zu rufenden Deutschen Oper mit Weber in Verbindung trat, wusste er sehr wohl, auf welchen Künstler, Theaterkenner und - nicht zu unterschätzen - vielgereisten, erfahrenen Mu siker, der sich in seinem Metier auskannte, er da zuging. An den König empfahl er ihn in einer Eingabe vom 26.10.1816 wegen Webers genauelr] Bekanntschaft mit den Erforder nissen einer solchen Kunstanstalt, und überdies sehr ausgebreiteten 'Verbindungen im Inn- und Auslande, mit Sängern, Tänzern und Virtuosen aller Art, so dass er eine Menge Eigenschaf ten in sich vereinige, welche fü r die Bildung und Leitung der Deutschen Oper in Dresden von dem wesentlichsten Nutzen seyn würden, und dem Institut gleich anfänglich ein günstiges Vorurtheil zu erwerben vermögen.67 Als Dirigent (und Pianist) war er ohnehin unumstritten.88 Bei Webers Amtsantritt fehlte es an allem, vom Notenschreiber 'bis zur 1. Sängerin.69 Er klagte: Die Arbeit ist ungeheuer, da ich überall nicht nur nichts gethan, sondern auch Kabalen und Hindernisse aller Art finde.90 Unter diesen Vorzeichen widmete er sich der Vorberei tung seiner ersten Premiere, Jakob und seine Söhne von Mehul. Was die Sängerbesetzung betraf, stand er gegenüber dem hochkarätigen Ensemble der Italiener von vornherein auf verlorenem Posten. Er hatte im Wesentlichen singende Schauspieler, wie den Bas sisten Friedrich Hellwig (Jakob), oder „junge Talente" wie die Sopranistin Julie Zucker (Jungfrau von Memphis) und den Tenor Johann Gottfried Bergmann (Joseph) zur Ver fügung, die unter seiner Führung jedoch bald in große Aufgaben hineinwuchsen.91 Aus Kassel verpflichtete er als Gast den Tenor Georg Wilhelm Wilhelmi (Joseph), den er anschließend für ein festes Engagement gewann. Viel Zeit für die Einstudierung stand ihm nicht zur Verfügung: Das wird mir wohl auch so 'bald keiner nachmachen mit 11 Proben im Ganzen diese Oper aus Nichts zu erschaffen, berichtete er Caroline.92 Generaldirektor Graf Vitzthum von Eckstädt konnte sich schon am Ende der Probenperiode bestätigt fühlen, mit dem Engagement dieses Kapellmeisters genau das Richtige getan zu ha ben: Er trug dem König vor, dass Weber nur die Beförderung des Dienstes durch Vervoll kommnung aller Art von Kunst-Genüssen vor Augen 'hat, und au f Erreichung dieses Zieles, in möglichster Übereinstimmung mit den übrigen Vorstehern der Königlichen Capelle, mit un parteiischer Rechtlichkeit und Ruhe fest hinzuwirken strebet.93 Aus diesen wenigen Zeilen lassen sich unschwer zentrale Arbeitsprinzipien Webers ablesen: pflicht- und quali tätsbewusst, zielstrebig, willensstark und kooperativ, unparteiisch, gerecht und beson nen. Er fand damit nicht nur bei seinem Ensemble Bestätigung, sondern verschaffte sich durch Haltung wie durch Leistung zugleich auch Respekt bei seinen Gegnern (meine Untergebenen sind voller Eifer und Lust und die Bösen fürchten mich.)9* Die Premiere des Jakob am 30.1.1817 war erfolgreich und bestätigte Webers Bemü hungen. Er hatte seinen Dresdner Dienst mit großem Elan begonnen und stellte sich den Herausforderungen und Widrigkeiten seiner Position. Mit ihm zog ein neuer Geist in das beschauliche geistige Leben der sächsischen Residenz ein,95 die eher auf Beharrung denn auf Fortschritt orientiert war; auch musikalisch. Morlacchi konnte sicher, unan gefochten und gleichsam ohne zusätzliche Anstrengungen auf seinem bisher beschrittenen, von Hof und Öffentlichkeit anerkannten Weg weitergehen. Weber musste kämpfen, er hatte im Hoftheater völliges Neuland zu beackern und war demnach dar 32 auf angewiesen, in jeder Beziehung Neues zu denken, zu wagen und zu tun, was ihm teils Anerkennung einbrachte, aber ebenso Unruhe im Hergebrachten und Wider stände auslöste.96 Gefolgschaft fand er ganz eindeutig in der Kapelle,97 Rückendeckung gab ihm sein Generaldirektor Graf Vitzthum von Eckstädt. Die Generaldirektoren, die nicht aus künstlerischen Bereichen, sondern aus dem höheren Beamtenstand kamen, waren zwar die zentralen Persönlichkeiten in der In stitution, jedoch total dem Monarchen verantwortlich: Alle Bestimmungen über das Thea ter gingen vom König aus. [ ...] Der Generaldirektor mußte ihm alle Angelegenheiten, oft auch die geringfügigsten, vortragen [...], und in altväterischen Rescripten ergingen durch die Zwi scheninstanz des Hausministeriums an den Generaldirektor [ ...] die Verfügungen des gewis senhaften, aber schwerfälligen Monarchen.9S Diese auf die Zeit Friedrich Augusts I. ge münzte Vorgehensweise galt im Prinzip über einhundert Jahre, bis 1918. Es war ein Glücksfall für Weber, dass er in dem bis dato Geheimen Finanzrat Graf Vitzthum von Eckstädt einen kunstsinnigen (er schrieb selbst Gedichte), einfühlsamen und unter stützenden Vorgesetzten hatte. Leider sah sich dieser schon 1819 veranlasst, seine Po sition aufzugeben; in den 1820er Jahren berief man ihn zum Generaldirektor der Kö niglichen Akademien der Künste - ein neuerlicher Ausweis seiner sachbezogenen Fä higkeiten. Nachfolger wurde der Oberkammerherr Hans Heinrich von Könneritz, von Haus aus Jurist und vor allem ein Förderer des Schauspiels, gewissenhaft, aber ohne Neigung und Begeisterung." 1824 verabschiedete er sich in den diplomatischen Dienst. 38 Jahre lang bekleidete fortan Wolf Adolph August von Lüttichau das Amt - bei Übernahme der Position im Jahre 1824 ein junger Mittdreißiger, der offenbar Gunst und Vertrauen des Königs genoss (er hatte ihn 1814/15 in die preußische Gefangen schaft begleitet). Zuvor als Oberforstmeister tätig, kannte er das Theater bisher wohl nur mit Interesse eines zuschauenden Kavaliers.100 Er widmete sich aber sofort mit Umsicht und Eifer seinen Aufgaben, so dass die au f ihn gefallene Wahl sich sehr 'bald als eine äußerst glückliche erwies.101 Lüttichau war ein Mann mit festen, entschiedenen Entschlüssen, im mer darauf bedacht, Verfügungen - aus seiner Sicht - im Sinne von Kapelle und The ater zu treffen, von wohlwollender Gesinnung, um Korrektheit bemüht, streng und unnachgiebig, wenn es um sein Amtsverständnis und die Wahrung seiner Autorität ging,102 die Interessen des Königs - einschließlich der Finanzen - immer scharf im Blick; aber auch aufgeschlossen und einsatzbereit gegenüber Vorschlägen und Anre gungen seiner Mitarbeiter für die künstlerische Arbeit: Denkt man etwa an die Einfüh rung der Palmsonntagskonzerte, an Engagements (zum Beispiel von Berlioz für Kon zerte oder in den 1850er Jahren sogar an den Versuch, ihn fest ans Haus zu binden, die Verpflichtung Wagners, hervorragender Sängerinnen und Sänger sowie von Musikern und Kräften für das Schauspiel)103 oder über Jahrzehnte hinweg an das Aufgreifen von Spielplanideen, oft bereit, Eingaben von Musikern, zum Teil in sozialen Belangen oder in Instrumentenangelegenheiten sowie Urlaubsgesuche von Sängern und Musikern einer positiven Entscheidung zuzuführen. Auch er war über die lange Zeit seines Wir kens auf seine Weise ein Garant für Kontinuität. Unter Lüttichaus Ägide wurde das erste Hoftheater Sempers erbaut und eröffnet. Während seiner Amtsjahre fanden zahl reiche, zu historischen Ereignissen gewordene Erst- und Uraufführungen wie Euryanthe und Oberon, Rienzi, Der fliegende Holländer, Tannhäuser und später Lohengrin statt. Es 33 heißt, seine Gattin Ida von Lüttichau - eine hochgebildete, speziell in künstlerischen Dingen kenntnisreiche Frau, die den Kreisen um Ludwig Tieck und Carl Gustav Carus angehörte - sei auf seine Urteile und Entscheidungen nicht ohne Einfluss gewesen.104 Webers überragende Bedeutung als Komponist und Musiker, für Dresden und weit darüber hinaus, schien ihm in den 1820er Jahren allerdings anfänglich bei weitem nicht bewusst gewesen zu sein.105 Weber hatte zunächst neben seinen künstlerischen Aufgaben, wozu auch die Kom position höfischer Musik gehörte, eine ganze Reihe organisatorischer Dinge zu leisten. („Nebenher" widmete er sich ja auch noch seinen ganz eigenen kompositorischen Plä nen.) Beauftragt vom Generaldirektor, stellte er im Mai 1817 in dem 'Versuch eines Ent wurfes, den Stand einer deutschen Operngesellschaft zu Dresden in tabellarische Form zu bringen, mit kurz erläuternden Anmerkungen die vorrangigsten Notwendigkeiten zu sammen. Es ging etwa um die Bildung eines Ensembles aus professionellen Sängern (eben nicht aus Sing-Schauspielem), die Anstellung eines Musikmeisters (oder Korre petitors), eines Tanzmeisters106 und die Gründung eines ständigen Theaterchors, der die Auftritte von Kruzianem ablösen sollte, denen bisher - eine musikalisch wie szenisch keineswegs glückliche Lösung - die Ausführung der Chorpartien in der Oper oblag. Dafür gab König Friedrich August I. am 8.10.1817 per Dekret sein Einverständnis.107 Zum Chordirektor berief man den am Hoftheater tätigen Sänger und Schauspieler Mo ritz Metzner; dessen Nachfolger wurde 1820 Aloys Mieksch, Zeremoniensänger in der Hofkirche, Lehrer der Kapellknaben, Solist der Italienischen Oper und gefragter Ge sangspädagoge.108 Dem Chor gehörten anfangs 38 Mitglieder an (Sopran 8, Alt 11, Te nor 9, Bass 10); er wurde von nun an ständiger Partner der Königlichen musikalischen Kapelle nicht nur auf der Bühne, sondern auch in den chorsinfonischen Teilen ihrer Konzertprogramme. Weber machte den Vizekonzertmeister der Kapelle, Ludwig Tietz, zum Konzertmeister für die Deutsche Oper.109 Zunächst aber musste er sich überhaupt erst einmal um Aufführungsmöglichkeiten bemühen, denn die Abende der Woche waren bis dahin im Moretti-Theater mit vier Schauspiel-Aufführungen (mon tags, dienstags, donnerstags und sonntags) und zweien der Italienischen Oper (mitt wochs und sonnabends) sowie dem generell spielfreien Freitag vollkommen „ausge bucht".110 Als Kapellmeister war Weber musikalisch total ausgelastet. Er dirigierte neben der Deutschen Oper auch Schauspielmusik,111 vertrat, wie erwähnt, Morlacchi, und nahm seit September 1817 seine Verpflichtungen in der Hofkirche wahr.112 Eine Dienstanwei sung hatte festgelegt, dass er sämtliche anfallenden Proben zu leiten hatte.113 Darüber hinaus kümmerte er sich als umfassender Theatermann um alle Belange der Bühne von der Dekoration über die Kostüme und die Arrangements bis zur Theatermaschi nerie.114 Uber seine Konzerte mit der Kapelle wird an anderer Stelle berichtet.115 In wel chem tatsächlichen Umfang ihn Organisation und Ausführung der Hofkonzerte mit Gästen und/oder mit Kammermusikern in Anspruch nahmen, lassen einige Tagebuch eintragungen mutmaßen, dazu kann hier aber im Einzelnen nichts gesagt werden. Die 1824 erfolgte Anstellung Heinrich Marschners als Musikdirektor (übrigens für die deutsche und die italienische Oper), den er 1820 mit der Uraufführung der Oper Hein rich IV. und d'Aubigne in Dresden eingeführt hatte, brachte ihm spürbare Entlastung. 34 Neues veranlasste Weber auch mit einer veränderten Orchesteraufstellung in der Oper. Er stand als Dirigent nicht mehr zwischen Orchester und Bühne, am Souffleur kasten, sondern begab sich mit dem Rücken an die Brüstung zwischen „Graben" und Zuschauerraum, mit freiem Blick auf beide, Musiker wie Sänger. Links von sich plat zierte er die Streicher, angeführt vom Konzertmeister, der bis weit ins 19. Jahrhundert noch als „Dirigent der Violinen" bezeichnet und verstanden wurde, rechts saßen die Bläser.116 Diese Anordnung war heftig umstritten - vom König höchstpersönlich bis hinein in die Presse, so dass sich Weber in der AZ verteidigen musste und u.a. auf die verbesserte Präzision des Zusammenwirkens verwies.117 Während Morlacchi noch mit der Notenrolle dirigierte, benutzte Weber bekanntlich den Taktstock. Bei der Repertoirebildung für die Deutsche Oper kam es wohl schon, aber nicht in erster Linie darauf an, originale deutsche Werke aufzuführen, sondern generell deutsch als Gesangssprache zu etablieren und durchzusetzen. Weber interessierte dabei die Qualität und Allgemeingültigkeit des Inhalts; das ,Nationale' war mit der Übersetzung ins Deutsche erle digt:118 Alles Schöne sei uns werth, welcher Himmelsstrich es auch erzeugt haben mag, sagte er.119 Nach Dresden kam Weber, was ein Opemrepertoire betraf, mit reichen Kenntnissen und Erfahrungen - zuletzt aus seiner Kapellmeistertätigkeit am Prager Ständetortheater von 1813 bis 1816 - die er für die neue Wirkungsstätte nutzbar machen konnte. Und dennoch hatte er hier sofort wegen massiver Einschränkungen seine Probleme mit der Spielplan gestaltung. Ich sitze oft stundenlang und besinne mich auf Opern, die man spielen könnte, und alle Augenblicke sind Hindernisse - alle Opern, die italienisch gesungen gegeben sind, sollen wir nicht in deutsch geben, was auf dem [Linckeschen] Bade gegeben ist, soll man zu vermeiden su chen. Da bleibt freilich 'nicht 'viel übrig, klagte er in einem Brief an Caroline.120 Als große Chance bot sich ihm die französische Oper an, die sein besonderes Interesse gefunden hatte wegen anderer Inhalte, der plastischen Charaktere und der Ensembleszenen, wegen der reicheren Partituren und deren instrumentalen Koloristik, wegen ihrer sinnlichen Phantasie und ihres virtuosen Glanzes, wegen eines leidenschaftlichen Ausdrucks, der wenigstens in Teilen noch den Atem der Revolution ausströmte, ihres Opera comique- Esprits, eines graziösen Konversationstons und edler Melodiebildung.121 Damit konnte er im beginnenden Wettbewerb mit der Italienischen Oper ein beträchtliches künstlerisches Gegengewicht in die Waagschale werfen, den Grundstein für einen eigenen Stil am Hause legen, die Sänger an neue Aufgaben heranführen und auch dem bisher im Wesentlichen „aufs Italienische" ausgerichteten oder von italienischer Literatur und Musizierweise ge prägten Klang der Königlichen Kapelle neue Bereiche erschließen bzw. mit dem her kömmlichen Klang verschmelzen.122 Dass es Weber gelang, durch das deutschen Reper toire - vor allem natürlich durch seine eigenen Partituren wie die des Freischütz und der Euryanthe - dem KapeUklang eine weitere, besser vielleicht: tiefere Dimension und bis da hin nicht gehörte Farben zu geben (damit zugleich in die Zukunft, auf Wagner und darüber hinaus, zu wirken), gehört zu seinen besonderen, bleibenden Leistungen:123 Seit her, bis in die Gegenwart, übergibt eine Generation von Kapellmusikem der nächsten die Erfahrung und die Aufgabe, dass der noch heute vielgerühmte „romantische Klang" der Kapelle von Weber begründet worden (und zu pflegen) sei. Dass ihm dabei hervorra gende Musiker an den ersten Pulten Gefolgschaft leisteten, Webers Anregungen aufnah men und umsetzten, ihm sicher nicht nur Bestätigung geben konnten, sondern ihn durch ihr Können in seiner Klangphantasie inspirierten, ergänzt das Bild.124 35 Weber gelang es allmählich, jene Grenzen „durchlässig" zu machen, die ihn anfangs vom italienischen Repertoire trennten (wie auch - was schon erwähnt wurde - die Solis ten begonnen hatten, „hüben" und „drüben" zu singen), so dass er zum Beispiel 1822 Mozarts in der Italienischen Oper unter dem Titel Don Giovanni gespieltes Dramma giocoso als ins Deutsche übertragenen Don Juan in den Spielplan aufnahm und 1824 Werke von Paer, Cherubini, Spontini und 1825 sogar Rossinis Barbier in deutscher Sprache heraus brachte, der durch Morlacchis seit 1816 erfolgreichen italienischen Barbiere bis dahin blo ckiert gewesen war. Das Angebot an gewichtigen deutschen Opern war nicht übermäßig groß, aber doch umfangreich genug, dass es einen ansehnlichen Beitrag zum Profil des Gesamt plans zu leisten vermochte. Im Ganzen ging es neben der künstlerischen Arbeit auch darum, mit den unterschiedlichen Vorhaben dem höfischen wie dem bürgerlichen Publikum neue Bereiche zu erschließen, seinen Gesichtskreis zu erweitern, bisher nicht erfahrene musikalische und geistige Erlebnisse zu vermitteln, auf die es Weber im üb rigen mit seinen Einführungsartikeln hervorragend einzustimmen verstand. Natürlich musste der Kapellmeister dem Unterhaltungsbedürfnis der Theatergänger ebenfalls entgegenkommen - mit diversen Singspielen oder singspielartigen, mitunter auch recht anspruchslosen Stücken, zu deren Possenspiel Musik und Gesang nicht viel mehr als schmückendes Beiwerk war.125 Dass Weber auch hier gegenüber dem Unmut von Untergebenen seine volle Autorität wahrte, zeigt nachstehende Episode: In der General probe eines mittelmäßigen Werkes ärgerte sich ein Kammermusiker [ ...] „über die Plage mit dem Zeug". Da stand er [Weber] auf, reckte die Brille, fixierte den Kammermusiker und -rief in scharfem Tone: „Beruhigen Sie sich! So lange ich nicht zu gut bin, ,das Zeug' zu dirigieren, sind Sie auch nicht zu gut, es zu spielen.“126 Während Webers Amtsjahren gab es etwa 70 Neueinstudierungen am deutschen Departement. Nachstehend folgt ein Überblick über etliche wichtige und interessante Titel des deutschen, französischen und - wenigstens in Ansätzen - italienischen Re pertoires, nach Komponisten alphabetisch geordnet. Auf die Benennung von sing spielartigen Stücken, Possen u.ä. im obengenannten Sinne wurde weitgehend ver zichtet. Deutsche Komponisten Französische Komponisten Beethoven Auber Fidelio (1823) Der Schnee (1824) Dittersdorf Doktor und Apotheker (1819) Die rote Kappe (1824) Boieldieu Johann von Paris (1817) Der neue Gutsherr (1821) Rotkäppchen (1822)Kreutzer Cordelia (1823) Libussa (1823) Catel Die vornehmen Wirte (1817) Marschner Heinrich IV und d'Aubigne (1820) Ali Baba (1823) Ein Wiener in Berlin (1825) Der Holzdieb (1825) Gretry Raoul, der Blaubart (1817) Richard Löwenherz (1820) Dalayrac Zwei Worte (1817) 36 Meyerbeer Isouard Almilek (1820) Das Lotterielos (1817) Margarethe von Anjou (1824) Joconde (1818) Mozart Aschenbrödel (1819) Die Entführung aus dem Serail (1818) Die Missverständnisse (1821) Die Zauberflöte (1818) Der neue Gutsherr (1821) Don Juan (1821) Mehul Die Hochzeit des Figaro (1823) Jakob und seine Söhne (1817) W. Müller Helena (1817) Der Teufelsstein in Mödlingen (1818) Die Schatzgräber (1817) Reichardt Die "beiden Blinden von Toledo (1818) Jery und Bätely (1823) Je toller, je besser (1821) Schuster Solie D iefalsche Catalani (1820) Das Geheimnis (1817) Spohr Jessonda (1824) Italienische Komponisten Weber Cherubim Der Freischütz (1822) Lodoiska (1817) Preziosa (1822) Der "Wasserträger (1819) Abu Hassan (1823) Faniska (1825) Euryanthe (1824) Paer Weigl W iegerufen (1824) Das "Waisenhaus (1817) Rossini Die Schweizerfamilie (1818) Der Barbier von Sevilla (1825) Das D orf im Gebirge (1818) Semiramide (1826) Nachtigall und Rabe (1819) Spontini v. Winter Olympia (1825) Das unterbrochene Opferfest (1819) Marie von Montalban (1821) Für Weber waren die Dresdner Jahre die schaffensintensivsten und hinsichtlich seiner Kompositionen die gewichtigsten. Trotz der vielen Erstaufführungen anderer Kompo nisten, die er hier ansetzte, fand er in Dresden nicht die Stätte seiner eigenen großen Opernuraufführungen. Aber über Berlin (Der Freischütz), Wien (Euryanthe) und Lon don (Oberon) ging sein Werk sogleich in die Welt; und in Dresden wurde es seit den ersten Darbietungen kontinuierlich gepflegt - zumindest im 19. Jahrhundert standen Euryanthe und Oberon häufig im Spielplan; Der Freischütz befindet sich seit 1822 gera dezu permanent im Repertoire der Dresdner Oper.127 M it schwachem, größtenteils unbewaffnetem Heer gewinnt auch ein trefflicher Feldherr keine Schlacht, schrieb die AMZ am 24.7.1817 nach einer Lodoiska-Aufführung.128 Dies kennzeichnet generell Webers schwierige Ausgangsposition im Hinblick auf das Sän gerensemble im Jahr 1817. Ganz plastisch und ins Einzelne gehend schilderte Max Ma ria von Weber die Situation:129 Weber standen Frau von Biedenfeld, eine etwas abgesun gene, vormals brave Künstlerin, Fräulein Hunt, eine Dame von rein italienischer Schule, Ma- 37 dame Miksch, eine durchaus ungefällige Sängerin, zwei sehr junge, wenn auch talentvolle Schwestern Emilie und Julie Zucker und die üppige Wilhelmine Schubert (später Müller Bachmann) zu Gebot, von denen ausser Frau von Biedenfeld und Fräulein Hunt noch keine eigentliche Opernpartien gesungen hatte. Ungern trat, wenigstens anfangs, zur Aushülfe die treffliche, mit lieblicher guter Stimme begabte, aber sehr unrein deutsch sprechende Sandrini fü r Sopranparthien ein; Caroline Benelli entwickelte sich eben zur anziehenden Sängerin. Als Tenoristen 'hatte er den mit schöner, sympathischer Stimme begabten, aber als Schauspieler fast unbrauchbaren Bergmann, den schreienden, detonierenden, aber gut spielenden Wilhelmi und den kaum singenden, aber um das Institut sehr verdienten Regisseur bei der deutschen Oper Hellwig; als Bassisten Geiling und Toussaint, die auch kaum jemals in wirklichen Opern mit gewirkt hatten. Der alternde Johann Alois Miksch sang mit gebrochener Stimme und, wenn auch mit grösser technischer Meisterschaft, so doch ohne jegliches dramatische Talent bald Te nor-, bald Baritonparthien. Man kann sich gut vorstellen, wie geradezu unmöglich es Weber war, mit solchem Personal gegen die Konkurrenz der Italiener irgendetwas auszurichten und dass er seine künstlerischen Impulse vorrangig aus der Zusammen arbeit mit der Kapelle bezog. Dieser wiederum blieb wohl nichts anderes übrig, als sich in ihrem Musizieren an ihrem Kapellmeister zu orientieren und auf die eigene, stabile Qualität zu setzen, denn angeregt oder gar angespornt werden konnte sie vor erst kaum von den hauseigenen deutschen, sondern in erster Linie von der Güte und der Kunst der italienischen Stimmen. Auch aus dieser Sicht waren dringend baldige Verbesserungen notwendig, die Generaldirektor Graf Vitzthum von Eckstädt offiziell in einer Eingabe vom 8.10.1817 anmahnte, weil ansonsten die Deutsche Oper mit schnellen Schritten einem traurigen Zustand der Mittelmäßigkeit entgegen eile.130 Weber schuf Abhilfe zunächst durch die Verpflichtung von Gästen für Premieren und Repertoirevorstellungen; sie kamen u.a. aus Berlin, München, Frankfurt, Leipzig, Kassel oder Stuttgart, ebenfalls aus Prag, Wien oder Paris.131 Es gab Mitglieder aus dem italienischen Ensemble, die alsbald deutsche Oper sangen, wie zum Beispiel Friederike Funk (in Aschenbrödel, Marie von Montalban, Olympia u.a., außerdem war sie Webers erste Dresdner Agathe und Eglantine) oder Antonio Peregrino Benelli (in Joconde). Im September 1817 erschien mit Luiggia Caravoglia-Sandrini erstmals sogar die langjäh rige Primadonna des italienischen Ensembles in einer deutschsprachigen Oper auf der Bühne (Die vornehme Wirtin, danach in Die Schweizerfamilie, Der Wasserträger, zu Reißigers Zeit in Die weiße Dame, Der Maurer). Später zum Beispiel übernahmen dagegen etwa Wilhelmine Schröder-Devrient und Johann Michael Wächter die Partien der Donna Anna und des Leporello im italienischen Don Giovanni oder Anton Babnigg die Titelpartie im italienischen Otello. Sehr schnell gute Sänger fest nach Dresden zu be kommen, war nicht einfach und erforderte Spürsinn und Geduld. Fürs Erste enga gierte Weber, um einige zu nennen, den Bassisten August Mayer (er sang u.a. den ers ten Dresdner Kaspar und Lysiart, auch Osmin und Basilio), die Tenöre Friedrich Sa muel Gerstäcker (Belmonte) und den auch als Schauspieler eingesetzten und von der Oper bis zum Singspiel vielseitig verwendbaren, bereits erwähnten Georg Wilhelm Wilhelmi (u.a. in Jakob und seine Söhne, Johann von Paris, Raoul Blaubart, Der Schatzgräber, Pedrillo, Monostatos, Ottokar, in Richard Föwenherz, Der Schnee, Faniska, Rotkäppchen, Heinrich IV. und d'Aubigne). Einige Partien der jungen Leute Julie Zucker, Sopran, und 38 Johann Gottfried Bergmann, Tenor, sind schon genannt worden (siehe Anm. 91). Die Sopranistin Emilie Zucker sang in den wenigen Jahren ihres Engagements zahlreiche Partien in Opern u.a. von Mehul, Isouard, Boieldieu, Catel, Weigl, Cherubini, Meyer beer und die Papagena. Die Sopranistin (und ausgezeichnete Pianistin)132 Charlotte Veltheim debütierte 1822 in Rossinis Tancredi und trat auch weiterhin gelegentlich im italienisches Repertoire auf; im deutschen Departement sang sie während der Weber Jahre u.a. (noch als Gast) Donna Anna, Agathe und Aschenbrödel, dann in Opern wie Libussa, Jessonda, Faniska und Rotkäppchen. Die erste Begegnung Webers mit der Sopranistin Wilhelmine Schröder, ab 1823 ver ehelichte Schröder-Devrient,133 anlässlich ihres Agathe-Gastspiels 1822 in Leipzig134 muss ein fundamentales musikalisches Erlebnis für ihn gewesen sein, denn er fand bis dahin kaum ein Ereignis, welches ich diesem in betreff seiner Einwirkung auf mich an die Seite stellen könnte, schrieb er.135 Noch im gleichen Jahr gastierte die damals Achtzehnjährige als Aga the und Pamina in Dresden. 1823 wurde sie an die Hofoper verpflichtet, der sie (mit eini gen Unterbrechungen) bis 1847 angehörte. Auch die Deutsche Oper hatte nun ihre Prima donna, und die Kapelle erhielt auf der Szene ganz gewiss zum ersten Male eine ihr adä quate, deutsche Künstlerin zur Seite. Sie bestimmte fortan als Sängerin, darüber hinaus insgesamt als Persönlichkeit, das Profil des Hauses entscheidend mit, die auch den italie nischen Stars jederzeit Paroli bieten konnte. Ihre Bühnenpräsenz und Ausstrahlung in Stimme, Darstellung und Haltung muss unvergleichlich gewesen sein. In Webers Spiel plan nahm sie eine dominierende Rolle ein: Sie sang zum Beispiel Agathe, Preziosa, Euryanthe, Donna Anna, Pamina, Leonore, Jessonda, Rosina, Olympia, Faniska, Libussa und Semiramide136 sowie tragende Partien in Opern von Kreutzer, Auber, Boieldieu, Marschner u.a. Als sie 1828 die Rezia in der Erstaufführung von Webers Oberon kreierte, hatte allerdings längst schon die nächste Etappe der Dresdner Opemgeschichte begonnen. Carl Gottlieb Reißiger Als Nachfolger auf die durch Webers Tod verwaiste Kapellmeister-Position waren zu nächst u.a. der als Pianist, Dirigent und Komponist geschätzte Weimarer Hofkapellmeis ter Johann Nepomuk Hummel137 und, man staune, sogar der Teplitzer Bürgermeister Jo seph Maria Wolfram, der sich als Singspiel- und Opemkomponist einen gewissen Ruf erworben hatte (und eine Bäderbekanntschaft des Königs gewesen sein soll),138 im Ge spräch. Den seit 1824 am Hause als Musikdirektor wirkenden Heinrich Marschner hatte man - vielleicht eher aus menschlichen denn aus künstlerischen Gründen - gar nicht in Erwägung gezogen, und er verließ Dresden.139 Schließlich entschied man sich für den jun gen Carl Gottlieb Reißiger, der sich bereits 1824 mit der Uraufführung seiner italienischen Oper Didone abbandonato vorgestellt und damit, wie man annehmen darf, nicht nur in den Augen und Ohren des Königs vorteilhaft ausgewiesen hatte. Er kam nach Studien in Leipzig, München und Wien sowie einigen Kunstreisen140 unmittelbar aus der Lehrtätig keit am Berliner Institut für Kirchenmusik nach Dresden, galt als musikalisch umfassend gebildet, war Geiger, Bratschist und Sänger, wie Weber vorzüglicher Pianist (besonders versiert im Partiturspiel), hoch veranlagt als Dirigent, mit reichen Kenntnissen im Reper toire wie auf kirchenmusikalischem Gebiet (obwohl Reißiger nicht katholisch, sondern 39 evangelisch war, mag dies für den König ein nicht unwichtiges Kriterium für eine zu künftige Tätigkeit in der Hofkirche gewesen sein), kurzum: Mit ihm trat ein Mann an die Spitze der Dresdner Oper, der nach der unmittelbaren Lage der 'Verhältnisse der rechte war.1*1 Am 25.11.1826 wurde Reißiger für ein Jahr als Musikdirektor für die Italienische und Deutsche Oper verpflichtet, 1827 erfolgte die unbefristete Anstellung und - nachdem er sich längst durch Fleiß und Können die Achtung und Liebe seiner Untergebenen, namentlich der musikali schen Kapelle142 erworben hatte - erfolgte am 3.5.1828 die Ernennung zum Kapellmeister. Damit trat er offiziell die Nachfolge Webers an.143 Reißiger traf das schwere Handicap, dass er vorerst in allem, was er tat, an Weber gemessen wurde; denn so war die Atmosphäre noch um 1830: Der Enthusiasmus der Dresdner fü r Weber ist 'beinahe der einzige Gegenstand, der 'bei uns zu einer Art 'von National sache geworden ist. Es ist der einzige, bei dem Widerspruch den Dresdner erhitzt, den er mit Leidenschaftlichkeit verteidigt, wo 'Vorliebe, Eifer, ja Begeisterung sich bei ihm zeigt. [....] Ein abfälliges Urteil über Weber, und das sonst so stille Dresdner Publikum wird zu einem Tiger.1** Natürlich habe Reißiger nicht die genialen Eigenschaften seines großen Vorgängers beses sen, schreibt Proelss, aber er billigte ihm immerhin die nothwendigen Eigenschaften zu, um sie [die deutsche Oper] auf dieser Höhe zu erhalten und weiterzubilden.1*5 Reißiger schien von Anfang an gut beraten, nicht auf Konfrontation, sondern - wie schon W e ber - auf Ausgleich zu setzen und Hof und Publikum auf seinem Weg der kontinuier lichen und qualitätvollen Pflege deutschsprachiger Aufführungen mitzunehmen und zu überzeugen. Die hochgespannten Erwartungen erfüllte er - noch in der Position des Musikdirektors - spätestens mit der weit über Dresden hinaus beachteten Erstauffüh rung des Oberon am 24.2.1828, seinem eigentlichen Durchbruch. (Dieser mag der letzte Anstoß für die etwa zweieinhalb Monate später erfolgte Berufung zum Hofkapell meister gewesen sein.) Die Solisten schlugen sich prächtig (Oberon: Bergmann, Rezia: Schröder-Devrient, Hüon: Babnigg, Scherasmin: Wächter) und, um mit dem Trefflichsten zu schließen, unser stets vorzüglich geschulter Singechor unter Meister Mikschs Leitung und unsere unvergleichliche Kapelle unter Reißigers begeisterter und begeisternder Direktion blieb fü r alle eine Erinnerung, welche unvergeßlich ist, schrieb enthusiasmiert Maria Bömer- Sandrini, in jener Zeit Mitglied des Opemensembles.146 Herrn Reißigers Direktion ruft das Andenken an bessere Zeiten zurück, würdigte ihn die D rM Z 1*7 Reißiger hatte in der Tat das Erbe Webers angetreten und trug es in die Zukunft. Die AMZ folgerte 1829, Weber würde sich freuen, welche herrlichen Früchte das von ihm mit vielem Schweiß unter unauf hörlichen Kämpfen errichtete Institut trägt und übersah auch nicht, wenngleich nun doch nicht ohne Polemik, eine deutlich bemerkbare, gestiegene Resonanz und Akzeptanz beim Publikum: Die deutsche Oper sei stets zum Erdrücken voll, heißt es, die italienische trotz der unendlichen Lobhudeleien und des forcirten Applauses, von dem ich Zeuge war, leer.1*5 Dass sich Reißiger im Sommer 1829 wegen Überlastung des Personals genötigt sah, nur "Wiederholungen älterer Opern anzusetzen, nahm man sogar verständnisvoll hin, da diese von seiten der Sänger sowohl als des Orchesters so vollendet aufgeführt wurden, dass man hinlänglich fü r die [fehlende] Neuheit entschädigt wurde.1*9 So hatte Reißiger deshalb hier diese relativ umfangreiche Zwischenbilanz - nicht nur selbst an Statur und Anerkennung bei Publikum und Presse gewonnen, sondern einen leistungsfähi gen Apparat und mit seinen Mitstreitern das Fundament geschaffen, auf dem sich die Erfolge der beiden folgenden Jahrzehnte aufbauen ließen. 40 Drei Tage nach seiner Ernennung zum Kapellmeister, am 8.5.1828, erhielt Reißiger eine Dienstanweisung, die seine Aufgaben festschrieb und ihn auf die Anordnungen von König Anton und Generaldirektor von Lüttichau verpflichtete. Er war künstlerisch und organisatorisch mitverantwortlich für (man beachte die in der Reihenfolge ausge drückte Wertigkeit) Kirchenmusik, Kammermusik (das heißt: Hofkonzerte)150 und das Königliche Theater. Die Leitung der Kirchenmusik oblag ihm im wöchentlichen Wech sel mit seinem dirigierenden Kollegen. Für die Kammermusik bei Hofe traf er in Koor dination mit seinem Kollegen die Werkauswahl, leitete Proben und Konzerte bzw. wirkte am Klavier mit. Am Theater war er zuständig für das deutsche Singspiel, bei Er krankung oder Abwesenheit von Dirigenten der Italienischen Oper hatte er diese, wie auch in der Kirchenmusik, zu vertreten und sich generell jeder Oper, ob deutscher, italienischer oder französischer Herkunft, mit gleichem Fleiß und Können zu widmen. Er schlug der Generaldirektion die Titel neu ins deutsche (eventuell auch ins italieni sche) Repertoire aufzunehmender Werke und die Sängerbesetzungen vor und leitete die Einstudierungen. Wenn erforderlich, hatte er Opernpartituren für die Dresdner Gegebenheiten einzurichten und (ohne Honorar) Einlagen zu komponieren. Er diri gierte umfangreichere Schauspielmusiken, konnte diese Aufgabe aber auch Konzert meistern oder Vorspielem übertragen. In Orchesterangelegenheiten stand er bei Bedarf dem Generaldirektor als Berater zur Verfügung. Der Kapellmeister sollte, wenn mög lich, jährlich eine neue deutsche Oper (gegen Honorar), dazu je eine Messe und Vesper sowie eventuell ein Oratorium komponieren; Reißiger war der letzte Dresdner Ka pellmeister, dem solche kompositorischen Verpflichtungen vertraglich auferlegt wur den, die er allerdings aus Zeitgründen nicht konsequent erfüllen konnte.151 Zu all den Aufgaben kam seit den politischen Unruhen 1831 eine außermusikalische und ärgerlich-belastende Verpflichtung: Den Kapellmeistern und Kammermusikern wurde ein regelmäßiger Exerzierdienst in der neu gegründeten Kommunalgarde auferlegt, Frei stellungen wurden kaum gewährt!152 Ein wenig Unterstützung gab es seit 1827: Webers zehn Jahre zuvor geäußerte Idee eines Musikmeisters oder Korrepetitors wurde endlich realisiert. Der Ripienist im Kirchengesang Franz Mayer war der erste Musiker auf dieser Position (u.a. beteiligte er sich an der Probenarbeit und begleitete die Rezitative, das „Taktieren" war ihm un tersagt).153 Bereits 1829 löste ihn Giuseppe (Joseph) Rastrelli, der Sohn des langjährigen Dresdner Kirchenkomponisten Vincenzo Rastrelli, ab, der schon im Jahr darauf zum Musikdirektor avancierte - eine durchaus willkommene wie notwendige Entlastung Reißigers. Rastrelli hatte seine Laufbahn 1820 als Geiger der Königlichen musikali schen Kapelle begonnen und war seit den zwanziger Jahren mehrfach als Komponist italienischer, in den Dreißigern auch deutscher Opern bzw. Singspiele und außerdem zahlreicher Werke für die Hofkirchenmusik hervorgetreten;154 er bewährte sich als fähi ger Dirigent und Pianist. Übrigens übernahm 1849 mit Kammermusiker Karl August Richter auch einmal ein Kapellmitglied, etatmäßiger Harfenist des Orchesters, die Aufgaben des Korrepetitors. Die 1830er Jahre gelten als Reißigers erfolgreichste und glücklichste.155 Mit der Oper ging es unter seiner Führung künstlerisch stetig voran. Er profilierte sich selbst als ei ner der Hauptrepräsentanten des echten Kapellmeistertums dieser Zeit156 und zu einer der 41 anerkanntesten musikalischen Autoritäten in Deutschland: Im Laufe der kommenden beiden Jahrzehnte ernannten ihn etwa 25 namhafte Akademien, Gesellschaften und Vereine des In- und Auslands zu ihrem Mitglied. Die Uraufführung des Melodrams Yelfa 1827 verhalf ihm zu Ansehen als Bühnenkomponist weit über Dresden hinaus.157 Obgleich er mit seinen Opern lokal Anklang fand, blieb ihnen - ganz anders als denen seines Vorgängers Weber und des Kollegen Wagner - eine ihn überdauernde Aus strahlung verwehrt.158 Als Komponist von Kammer- und Klaviermusik, Liedern und Chören in großer Zahl traf er genau den seinerzeit gefragten Ton - natürlich, von ein fachem bis instrumental anspruchsvollem und virtuosem Charakter, gekonnt gearbei tet, einfallsreich, unmittelbar ansprechend,159 vielseitig in der Hausmusik bzw. der Chorpraxis verwendbar - war er sehr populär und damit fest im bürgerlichen (Musik-)Leben der Stadt, ja der Zeit verankert. Reißiger war in den verschiedenen Dresdner Salons, Gesellschaften und Zirkeln wie u.a. der Bankiers von Kaskel und Oppermann nicht nur, aber vor allem als musikalischer Spiritus rector gern gesehen, geachtet und beliebt. Dies alles förderte zweifellos auch das Verhältnis und „das Klima" zwischen einflussreichen Kreisen des Publikums und der Oper und ihren Künstlern in Dresden. Dresdens Oper und Theater entwickelte sich in einer geistig und künstlerisch sehr lebendigen, anregenden Atmosphäre, gerade während der zwanziger und bis zum Ende der 1840er Jahre. Die Reihe der Persönlichkeiten aus Literatur, Malerei, Bildender Kunst, Architektur, Philosophie und Musik, die über kürzere oder längere Zeit, man che auch nur besuchsweise, hier weilten, arbeiteten, lehrten, Impulse gaben oder auf nahmen, ist lang. Erwähnt seien zum Beispiel Carl Gustav Carus, Ludwig Tieck und Karl Gutzkow (beide durch von Lüttichau als Dramaturgen am Hoftheater angestellt), Ludwig Richter, Caspar David Friedrich, Claussen Dahl, Julius Schnorr von Carolsfeld, Gottfried Semper, Ernst Rietschel, Carl Vogel von Vogelstein, Robert und Clara Schu mann, Ferdinand Hiller, Julius Otto, Carl Blechen, Friedrich Schlegel, Hoffmann von Fallersleben, Ludwig Uhland, Georg Herwegh, Friedrich Hebbel, Michail Bakunin, Emanuel Geibel, Joseph von Eichendorff etc. - ganz abgesehen von den Musikern aus ganz Europa, die mit der Königlichen musikalischen Kapelle in deren eigenen Kon zerten oder in Musikalischen Akademien musizierten,160 und von den namhaften Sängerinnen und Sängern, die an der Oper gastierten und den ebenda engagierten So listinnen und Solisten, die - wie zahlreiche Kapellmitglieder der ersten Pulte - in Deutschland und darüber hinaus einen Namen hatten. Diese Atmosphäre wurde noch befördert, als Friedrich August II. 1836 den sächsi schen Königsthron bestieg. Er hatte England, Frankreich und Italien besucht und war entsprechend weltgewandt und weltoffen. Er führte bürgerliche Kleidung ein und re duzierte das Zeremonienwesen bei Hofe. Für Kontakte mit der Gesellschaft boten sich [ihm] Reisen aufs Land an [ ...] und in Dresden der Besuch des Hoftheaters, dessen Bil dungsauftrag als öffentliches Theater er anerkannte.161 Kunst- und musikinteressiert wie seine Vorgänger, erwies sich Friedrich August II. jedoch als viel weniger konservativ als diese. Er liebte deutsche Musik, deutsche Oper. Er befürwortete das Bleiben bzw. das Engagement zahlreicher hervorragender Künstler, die das Ansehen der Residenz vermehrten und ihr zur Zierde gereichten, auch solcher, die „anstrengten", sich als 42 streitbar, temperamentvoll, voll Widerspruchsgeist, ein Element der Gärung erwiesen - wie etwa Wagner oder Semper.162 Der König unterstützte die Errichtung von Kunstbauten wie des ersten Semperschen Hoftheaters und der Gemäldegalerie, er widmete den Akademien seine Aufmerksamkeit und machte die Sammlungen allgemein zugäng lich. Reißiger musste es darauf ankommen, ein Sängerensemble zu bilden und zu bin den, das ein hohes Niveau der Aufführungen garantierte - Schnoor spricht für die 1830er Jahre von der großen Blüte des Bühnengesangs in Dresden, der auch im Hin blick auf die Zukunft den ungeheuer gewachsenen musikdramatischen Anforderungen mit überlegenen, glänzenden, vielfach blendenden Fähigkeiten entsprach.163 Dass Wilhelmine Schröder-Devrient mit ihren stimmlichen und darstellerischen Möglichkeiten seit ih rem Engagement die zentrale Sängerpersönlichkeit mit starker, anspomender Aus strahlung auch auf ihre Kolleginnen und Kollegen war, ist bereits dargestellt worden. Einige Namen von Künstlern, die bis Ende der 1840er Jahre den Weg auf die Dresdner Bühne gefunden haben und die künstlerische Qualität der Aufführungen und deren Ruf über längere oder kürzere Zeit mitbestimmten, sollen hier folgen (die beigefügte Jahreszahl gibt das Eintrittsjahr ins Ensemble an): Johann Michael Wächter, Bariton (1827), Therese Wächter, Mezzosopran (1827), Anton Babnigg, Tenor (1827), Agnes Schebest, Mezzosopran (1828), Mathias Schuster, Tenor (1831), Carl Gottlieb Risse, Bass (1829, zweites Engagement nach 1823-1828), Maschinka Schneider (später ver ehelichte Schubert), Sopran (1832), Henriette Wüst (später verehelichte Kriete), Sopran (1833), Joseph Derska, Tenor (1834), Sabine Heinefetter, Sopran (1835), Caroline Botgorschek, Alt (1836), Joseph Tichatschek, Tenor (1838), Pauline Marx, Sopran (1839), Anton Mitterwurzer, Bariton (1839), Wenzel Bielczizky, Tenor (1840), Louise Spazzer- Gentiluomo, Sopran (1842), Carl Wilhelm Dettmer, Bass (1842), Johanna Wagner, Sop ran (1844), Aloysia Krebs-Michalesi, Mezzosopran (1849), Jenny Bürde-Ney, Sopran (1853), Emilie Jauner-Krall, Sopran (1855), Johann Weixlstorfer, Tenor (1856).1“ Für das Publikum war es eine gute Erfahrung, viele hervorragende Sängerinnen und Sänger in ihrer Oper hören und sehen zu können. Folge ihrer künstlerischen Qua lität war aber auch, dass ihnen oftmals nicht nur am Ort besondere Privilegien zuge standen wurden, sondern sie anderswo gefragt und häufig wegen Gastspielurlauben abwesend waren.165 Natürlich hatte das auf Dauer Auswirkungen auf die Attraktivität des Spielplans, und - wie man Mitte der 1840er Jahre lesen konnte - mitunter kam so gar das Studium neuer Partien und die Vorbereitung von Premieren zu kurz.166 Beset zungsschwierigkeiten waren keine Seltenheit, Spielplanänderungen - manche von morgens auf abends - sorgten für Verärgerung. Der hohe Standard an der Spitze und in der Breite des Ensembles ließ sich schließlich - nicht zuletzt wegen des Ausschei dens und der natürlichen Alterung mancher bisheriger Protagonisten sowie eines nicht nur in Dresden, sondern allgemein beklagten Sängermangels,167 vor allem zum Ende von Reißigers Amtszeit - kaum halten, so dass Julius Rietz, als er 1860 seine Dresdner Kapellmeister-Position antrat, bedauernd feststellen musste: Das hiesige Personal, trotz seiner numerischen Größe, ist qualitativ doch lückenhaft, der Abstand zwischen den großen Herren und denen, welche zweite und dritte Rollen machen, fühlbarer, als hier eigentlich der Fall sein sollte.163 43 Nun muss ein Blick auf die Spielplangestaltung in den 1830er und 1840er Jahren unter Reißigers und (bis 1841) Morlacchis Leitung bzw. Wagners 1843 einsetzender Mitwirkung geworfen werden, und das anhand von in diesen beiden Dezennien er folgten Ur- und Erstaufführungen. Die nachfolgende Zusammenstellung will einmal nicht der in der Literatur häufig anzutreffenden, da und dort in den Text eingestreuten Aufzählung von Namen und Titeln eine neue hinzu fügen, sondern eine nach Ländern und Komponisten gegliederte Übersicht bieten, aus der hervorgeht, wo Schwerpunkte lagen und wo es Interessantes zu entdecken galt; auf die Benennung von Singspielen, Vaudevilles oder Possen mit Musik u.ä. wird bis auf ganz wenige Ausnahmen169 verzichtet. Es war davon auszugehen, dass Webers auf deutsche und französische Komponisten abzielende, allmählich auch italienische Opern einbeziehende Reper toirepolitik ihre Fortsetzung finden würde. Auffällt jedoch schon im Gesamtzusam menhang der tatsächliche starke Anteil italienischer Werke, wenngleich zunehmend in deutschen Übersetzungen170 - es darf nicht vergessen werden (was leider oft übersehen wird): Morlacchi amtierte ja bis 1841, und er wird auf diesem Sektor ebenso seinen Ein fluss angemessen geltend gemacht haben wie er sich intensiv mit Kapellangelegen heiten beschäftigte.171 Eine solche Ansetzungspolitik war ganz sicher sowohl die Möglichkeit einer Kompensation der 1832 erfolgten Schließung der Italienischen Oper, als auch ein Zugriff auf das reiche Angebot aktueller, attraktiver und erfolgverspre chender Stücke aus dem europäischen Süden - und nicht zuletzt ein Zugehen auf die berechtigten Wünsche und Bedürfnisse des Publikums. Deutsche Komponisten Amalie, Prinzessin von Sachsen zusammen mit C. B. v. Miltitz Dittersdorf, Karl Ditters von Dotzauer, Justus Johann Friedrich Flotow, Friedrich von Gluck, Christoph Willibald Hiller, Ferdinand Hiller, Johann Adam Lortzing, Albert Kreutzer, Konradin Die Siegesfahne (1834 - UA)172 Der Condottiere (1836 - UA)173 Hieronimus Knicker (1829) Graziosa (1840 - UA) Alessandro Stradella (1845 - 1844) Martha (1848 - 1847) Iphigenie in Tauris (1829) Orpheus und Eurydike (1838) Armida (1843) Alceste (1846) Iphigenie in Aulis (1847) Ein 'Traum in der Christnacht (1845 - UA) Die Jagd (1838) Die beiden Schützen (1837 - 1837) Der Pole und sein Kind (1837) Zar und Zimmermann (1840 - 1837) Casanova (1842 - 1841) Der "Wildschütz (1843 - 1842) Der Waffenschmied (1846 - 1846) Das Nachtlager von Granada (1834 - 1834) Der "Verschwender (1837 - 1834)™ 44 Marschner, Heinrich Mendelssohn Bartholdy, Felix Meyerbeer, Giacomo Mozart, Wolfgang Amadeus Reißiger, Carl Gottlieb Spohr, Louis Suppe, Franz von Wagner, Richard Weber, Carl Maria von Französische Komponisten Adam, Adolphe Auber, Daniel Francois Esprit Boieldieu, Franyois-Adrien Der Templer und die Jüdin (1831 - 1829) Des Falkners Braut (1833 - 1832) Der 'Vampyr (1838) Hans Heiling (1844) Kaiser Adolph von Nassau (1845 - UA) Antigone175 (1844, in einer von Semper ent worfenen Dekoration - 1841) Robert der Teufel (1834 - 1831) Die Hugenotten (1838 - 1836) Der Prophet (1850 - 1849) Titus (1835, in deutscher Sprache) Figaros Hochzeit (1837, in deutscher Spra che) Yelva (1828 - UA) Libella (1829 - UA) Die Felsenmühle von Etalier (1830 - UA) Turandot (1835 - UA) Adele de Foix (1841 - UA) Der Schiffbruch der Medusa (1846 - UA) Faust (1831 - 1826) Dichter und Bauer (1847 - 1846) Unter der Erde (1848 - 1848) Rienzi, der letzte der Tribunen (1842, vorü bergehend an zwei Abenden - UA) D erfliegende Holländer (1843 - UA) Tannhäuser oder der Sängerkrieg au f der Wartburg (1845 - UA) Oberon (1828 - 1826) Zum treuen Schäfer (1828) Der Postillon von Lonjumeau (1837 - 1836) Der Brauer von Breston (1839 - 1838) Der Maurer und die Schlosser (1828 - 1825) Das Konzert bei Hofe (1828 - 1824) Die Stumme von Portici (1829 - 1828) Die Braut (1830 - 1827) Fra Diavolo (1830 - 1830) Lestocq (1835 - 1834) Das eherne Pferd (1835 - 1835) Die Ballnacht (1836 - 1833) Der Schwur (1839) Der schwarze Domino (1844) Die weiße Dame (1827 - 1825) Der Kalif von Bagdad (1833) 45 Halevy, Jacques Fromental Elie Herold, Louis-Joseph-Ferdinand Kreutzer, Rodolphe Italienische Komponisten Bellini, Vincenzo Cherubini, Luigi Donizetti, Gaetano Mercadante, Giuseppe Saverio Morlacchi, Francesco Paer, Ferdinando Paisiello, Giovanni Rastrelli, Giuseppe Ludovico (1834 - 1833) Guido und Ginerva (1840 - 1838) Der Gitarrenspieler (1842 - 1841) Die Musketiere der Königin (1847 - 1846) Marie (1829 - 1826) Johanna d'Arc (1845) II pirata (1829 - 1827) La straniera (1829 - 1829) La Sonnambula (1834 - 1831) I Capuletti ed i Montecchi (1835 - 1831) I Puritani (1837 - 1835) Die Puritaner (1840, in deutscher Sprache) Norma (1842) Capuletti und Montecchi (1846, in deut scher Sprache) Die Nachtwandlerin (1846) Ali Baba und die vierzig Räuber (1834 - 1833) II governo deüa casa (1828 - 1824) Anna Bolena (1834 - 1830) L'elisir d'amore (1836 - 1832) Parisina (1839) Lucrezia Borgia (1841) Lucia di Lammermoor (1841) Belisario (1841) Der Liebestrank (1841) Linda di Chamounix (1843 - 1842) Die Regimentstochter (1844 - 1840) Don Pasquale (1844 - 1843) Die Favoritin (1845 - 1840) Dom Sebastian (1848 - 1843) II montanaro (1829 - 1826) II giuramento (1841 - 1837) Gabriella di Vergy (1842) Colombo (1829 - 1828) II rinnegato (1832 - 1828) Der lustige Schuster (1832) Die schöne Müllerin (1827) Salvator Rosa oder Zwei Nächte in Rom (1832 - UA) Bertha von Bretagne (1835 - UA) Die Neuvermählten (1839 - UA) 46 Rossini, Gioacchino Spontini, Gasparo Verdi, Giuseppe Irischer Komponist Onslow, Georges Andre Alexander Der Hausierer (1833) Die vorstehende Auflistung176 nennt für den Zeitraum von 1827 bis 1850 insgesamt 111 ur- und erstaufgeführte Werke von 37 Komponisten: 45 deutsche (19 Komponisten), 21 französische (6 Komponisten), 44 italienische (11 Komponisten) und das Werk gleich sam eines Außenseiters in dieser Runde, eines gebürtigen irischen Komponisten. Die Anzahl der jährlich vorgestellten Neuheiten schwankt erheblich zwischen zehn (1829) und einer (1850). Es ist deutlich erkennbar, dass nach 1846 der Einsatz für Neues stark nachlässt: Zählt man von 1827 bis 1845 insgesamt 98 Ur- und Erstaufführungen (ca. 5,3 pro Jahr), so gehen die entsprechenden Vorhaben von 1846 bis 1850 auf gerade mal 13 (ca. 2,6 pro Jahr) zurück; unter diesen 13 stehen Opern wie Glucks Armida und Iphige nie in Aulis, Meyerbeers Prophet und Verdis Ernani etwa ein Lortzing, ein Flotow und zwei Stücke von Suppe zur Seite; die letztgenannten sind, wie man weiß, in ihrem mu sikalischen Anspruch keineswegs zu unterschätzen - also offenbar „ein ausgewogener Spielplan"? Und gespielt wurde fleißig. Trotzdem insgesamt: Ist da nach den ereignis reichen Jahren, die vorausgegangen waren, in der zweiten Hälfte der 40er Jahre all mählich ein Rückgang, ein Nachlassen der Energie, eine Ermattung der Kräfte (nicht zuletzt durch Überlastung, wegen der oben geschilderten, zunehmenden Sängerprob leme u.ä.) eingetreten, auf die in den 1850em noch verstärkt hingewiesen werden wird? Die Presse jedenfalls reagierte schon 1846 und bis 1853 darauf und schlug sogar wiederholt vor, unbefriedigende Opemabende doch lieber durch Konzerte zu erset zen.177 Man darf feststellen, dass die Hofoper über lange Zeit ihr Publikum mit den viel fältigsten, darunter auch wichtigsten Erscheinungen der damaligen Opemszene in Deutschland, Frankreich und Italien nicht nur bekannt gemacht und auf dem aktuellen Stand gehalten hat.178 Reißiger selbst war es, der Neues voranbrachte, wofür zwei Ereignisse exemplarisch stehen: Er wird maßgeblich an der Annahme des Rienzi zur Uraufführung 1842 und - auf dem Konzertgebiet - an der Einladung von Berlioz zur Kapelle 1843 beteiligt gewesen sein. Die praktizierte Spielplanpolitik verlangte im üb rigen von den Verantwortlichen einen offenen Blick dafür, was sich auf den Bühnen Deutschlands und Europas tat, ein reiches Maß an Erfahrungen und Kenntnissen bei Auswahl, Sichtung und Prüfung der Partituren, kurzfristige Entscheidungen, Flexibi lität in der Planung von der Materialbeschaffung über die zu spielende Fassung bis zur 47 L'Assedio di Corinto (1828 - 1826) Guillaume Teil (1831, an zwei Abenden - 1829) Die Belagerung von Corinth (1835) Tancred (1838) Wilhelm Teil (1843) Othello (1843) Die Vestalin (1829) Fernando Cortez (1833) Ernani (1849 - 1844) Einstudierung - mit einem Satz: Es kostete sehr viel Zeit und Arbeit. Denn die oben hinter den Dresdner Aufführungsjahren kursiv angegebenen Uraufführungsjahre der Werke machen deutlich: Oft erfolgte die hiesige Darstellung nur ein oder zwei Jahre später, manchmal sogar bereits noch im gleichen Jahr.179 Die Uraufführungen - immerhin beachtliche 13 zwischen 1828 und 1846 - kamen bis auf Marschners Oper Kaiser Adolph von Nassau, F. Hillers Traum in der Christnacht beide Komponisten waren ja doch vorübergehend in der sächsischen Residenz tätig und dem Rienzi des zu diesem Zeitpunkt noch Nicht-Dresdners Wagner aus dem lo kalen Raum: Reißiger und Rastrelli, Prinzessin Amalie, Oberhofmeister von Miltitz und Kammermusiker Dotzauer, und ihrer aller Wirkung blieb im Grunde auf diesen relativ engen Rahmen begrenzt. Allein Wagner gelang es, mit Rienzi und danach mit Holländer und Tannhäuser - wenngleich hier zunächst auch nicht durchweg erfolgreich - sehr bald und auf Dauer total aus dieser engen Begrenzung herauszutreten. Betrachtet man die Neuheiten-Liste der Werke von deutschen Komponisten zwischen 1828 und 1850, so fällt zunächst die Hinwendung zum 18. Jahrhundert auf: Reißiger lei tete verdienstvoll die Dresdner Gluck-Pflege ein, die Wagner aufnahm, Mozart war zwar nicht neu im Repertoire, aber seine italienischen Opern erschienen nach und nach in deut scher Sprache auf der Dresdner Bühne (nach Don Juan noch unter Weber nun Titus und Figaro, in den 1850er Jahren komplettierten Idomeneo und Cosifan tutte die Serie), erinnert wurde an Hillers noch immer populäres Singspiel Die Jagd von 1770, das sicher aus dem Gros der üblichen „Unterhaltungsliteratur mit Musik" herausragte. Dass Reißiger durch die Oberon-Erstaufführung der zukünftigen Weber-Pflege einen wichtigen Impuls gege ben hat, wurde früher erwähnt. Von den Zeitgenossen erhielten Marschner und Meyer beer (dieser mit großen Erfolgen und beträchtlichen Aufführungszahlen) mit fünf bzw. drei Titeln kontinuierliche Aufmerksamkeit. Spohr blieb im Repertoire, K. Kreutzer kam hinzu. Bemerkenswert ist die recht konzentrierte Hinwendung zur deutschen Spieloper: Zwischen 1837 und 1846 war Lortzing - weit vor Flotow - mit sechs Werken der ausge machte Favorit. Und noch einmal: Wagner verlieh den Spielplänen natürlich - wenn auch mehr im Nachhinein - ein gewisses Gewicht. Die Reihe der erfolgreichen französischen Komponisten führt Auber mit zum Teil ebenfalls beträchtlichen Aufführungszahlen an (in manchen Jahren gab es sogar zwei Erstaufführungen, beim Publikum besonders gefragt war Die Stumme von Portici), gefolgt von Halevy, Boieldieu und R. Kreutzer. Bei den Ita lienern liegt - vor allem in den 1840er Jahren - Donizetti mit 14 Erstaufführungen unange fochten an der Spitze, Bellini stand ihm mit zehn nur wenig nach; Rossini, der Ende der 1820er Jahre seine Opemproduktion eingestellt hatte, verzeichnete immerhin noch sechs Erstaufführungen - diese Zahlen ergeben sich zum Teil daraus, dass italienische Werke des bisherigen oder laufenden Repertoires nun erstmals auch in deutscher Sprache gebo ten wurden, zum Beispiel Bellinis I Capuletti (it. 1835, dt. 1846), La Sonnambula (it. 1834, dt. 1846) und I Puritani (it. 1837, dt. 1841), Donizettis L'elesir d'amore (it. 1836, dt. 1841) oder Rossinis Guillaume Teil (it. 1831, dt. 1843) und Othello (deutsch ebenfalls 1843). Morlacchi trat nach 1832 als Komponist von Opem-Ur- oder Erstaufführungen nicht mehr in Er scheinung; sein Musikdirektor Rastrelli übertraf ihn mit drei Werken. Cherubini schien etwas aus dem Blickfeld geraten zu sein.180 Eine erste Annäherung erfolgte 1849 mit Emani an Verdi; aber es gab nur eine Vorstellung: die Premiere. 48 Reißiger war der Breite dieses Repertoires (übrigens auch im Konzert) der berufene Sachwalter: Als Dirigent beherrschte er alle Stilarten von der blühenden Melodik der Italiener (Rossini, Verdi) über die rhythmisch graziösen (Auber) und pathetisch erhabenen (Halevy) Franzo sen 'bis zur tiefen deutschen Kunst (Bach, Beethoven): die Gabe klaren Verständnisses der Intentio nen der verschiedenen Komponisten lassen ihn als einen der ersten Dirigenten erscheinen.™ Für die Königliche musikalische Kapelle bedeuteten die Jahrzehnte unter Weber, Morlacchi, Reißiger und schließlich - in den 1840er Jahren - Wagner eine Bereicherung und Herausforderung durch die gewachsene Vielfalt der Stile und Unterschiedlichkeit kompositorischer Handschriften sowie die ständig zunehmenden musikalischen, klanglichen und technischen Anforderungen, denen sie sich gegenübersah und die man ihr abverlangte - von Gluck über Mozart, Weber, Meyerbeer bis Wagner, von Paer, Cherubini und Rossini über Donizetti und Bellini bis Verdi, von Mehul und Gretry bis zu Adam und Auber, von Hiller über Dittersdorf bis Lortzing und Flotow etc. Es spricht erst einmal sehr für die Verdienste der Kapellmeister, dass sie dies alles dem Orchester (und, nicht zu vergessen, den Sängern) angemessen vermitteln konnten und natürlich für die hohe Leistungsfähigkeit der Kapelle, mit der sie nicht nur ihre Aufgaben bewältigte und sich damit immer auf der Höhe der Zeit182 befand, sondern die künstlerische Basis dieser Entwicklung und des Instituts überhaupt sein konnte.183 Die Dresdner Oper galt um 1840 als ein Haus von europäischem Rang, und Reißi ger war anerkannt als ihr künstlerisches Haupt. Die Zeitschrift Komet stellte bei einem Vergleich aller deutscher Bühnen diese Tatsache in Beziehung zum Wirken des ver antwortlichen Kapellmeisters: Die Trefflichkeit der Königlichen Musikanstalten zu Dresden muß ihm [Reißiger] Lohn fü r viele Mühen und Sorgen, fü r manchen 'harten, langen, bestande nen Kampf sein.™ 1841 erhielten Oper, Schauspiel und Kapelle endlich ein ihrem Ruf und Leistungsvermögen angemessenes Haus: Nach dreijähriger Bauzeit wurde am 12. April mit Goethes Torquato Tasso Sempers (erstes) Hoftheater eröffnet; die Königliche musikalische Kapelle steuerte zum Auftakt Webers Jubelouvertüre bei. Die Oper folgte schon am nächsten Tag mit Euryanthe, gab in ihren nächsten Vorstellungen mit weite ren gewichtigen Werken wie Don Juan, Fidelio, Capuletti, Piraten und Hugenotten sogleich einen repräsentativen Einblick in ihr Repertoire und machte deutlich, was für großartige Entfaltungsmöglichkeiten - im Gegensatz zum Moretti-Theater, das nun abgerissen wurde - und zugleich welchen gestiegenen Anspruch das neue Haus für Solisten, Chor und Orchester bereithielt. Die Platzkapazität war um mehr als das Dop pelte gestiegen - auch das eine Herausforderung - und konnte nun dem theaterver bundenen und -begeisterten Dresdner Publikum und seinen Gästen viel mehr Raum anbieten.185 Und nicht zuletzt: Das Königshaus verfügte über einen Theaterbau, der seinem Repräsentationsbedürfnis vollkommen entsprach. Uber das neue Hoftheater fand Constantin Lipsius Worte, aus denen man beinahe versucht ist, etwas typisch Sächsisches herauszulesen: Es gibt Theatersäle, die einen imposanteren, weiträumigeren, packenderen Eindruck hervorbringen, als dies bei dem Dresdner Theater der Fall war: in seiner liebenswürdigen, harmonischen, feinempfundenen, anmutigen, edlen Wirkung ist es bisher nicht erreicht, geschweige denn übertroffen worden.™ 49 Richard Wagner Am 20.10.1842 trat der 29-jährige Richard Wagner mit seinem Rienzi in eben dieses Theater ein; es war die erste spektakuläre Opem-Uraufführung im neuen Hause. Rei ßiger dirigierte - eine Tat! Das Werk war auf Empfehlung des in Dresden geschätzten Meyerbeer angenommen und mit großem Aufwand in Szene gesetzt worden. Wagner nahm an den letzten Proben teil und dirigierte - übrigens ohne besondere Pulterfah rung - ab der sechsten Vorstellung selbst. Das Werk war ein großer Erfolg, auch dank einer glänzenden Besetzung,187 und lenkte schlagartig die Aufmerksamkeit der Musik welt auf den jungen Komponisten. Im Januar 1843 leitete er selbst eine Euryanthe-Auf führung auf Anstellung und erhielt am 2.2.1843 seine Berufung zum Kapellmeister am Dresdner Hoftheater.188 Damit wurde er Nachfolger des 1841 verstorbenen Francesco Morlacchi; für den im gleichen Jahr ebenfalls verstorbenen Musikdirektor Giovanni Rastrelli wurde in die gleiche Position August Röckel, ein Schüler seines Onkels Jo hann Nepomuk Hummel, engagiert. Reißiger mag über diese beiden jungen Kräfte froh gewesen sein, da er sich nach den zurückliegenden, aufreibenden Jahren von ih nen vor allem dienstliche Entlastung versprach.189 Der Alltag und die öffentliche Resonanz schienen Reißiger zu bestätigen, dass die Arbeit an der Dresdner Oper auf einer gesicherten Basis von künstlerischer Qualität und innerer Stabilität und Ordnung stand. Und da schickte sich plötzlich dieser Wag ner an, in das anscheinend so gut laufende Räderwerk einzugreifen, er wollte mehr, brachte neue Ideen, setzte neue Ziele: Durch den Reichtum der hier Vorgefundenen Mittel dazu begeistert, habe ich mir die schöne Aufgabe gestellt, Webers Werk fortzusetzen, das 'heißt Dresden musikalisch emanzipieren zu helfen, den Philistrismus übers Ohr zu hauen, den Ge schmack des Publikums au f das Edle auszubilden.190 Und er sah hohe Erwartungen auf sich gerichtet, die ihn bestärkten: Es ist mir unverhohlen erklärt worden, daß man von mir eine acht künstlerische Reorganisation des hiesigen Musikwesens erwartet.191 Konflikte waren vor programmiert. Wagner lebte alsbald rundum in Spannungen: mit der Generaldirektion, seinem Kollegen Reißiger, der Kapelle, der Kritik, seinem Umfeld, seinen Aufgaben.192 Der Schriftsteller und Journalist Karl Gutzkow, 1846 bis 1849 Dramaturg des Dresdner Hoftheaters, bemerkte rückblickend - nicht ohne Polemik - über die Konstellation Reißiger - Wagner: Nachfolger und Verehrer Webers, war er [Reißiger] ein hochgebildeter Mann, vielseitiger, strenger Theoretiker, Kirchenkomponist, heimisch in Gluck, Mozart, Haydn, Beethoven wie einer, nun mußte er den ersten Aufprall aushalten, was wir später als „Musik der Zukunft" mit ihren Prätensionen haben kennen gelernt! Das Chaos von Ideen, das jetzt jene Bretter in Bayreuth aufschlägt, [ ...] stürmte in seinem ersten vulkanischen Brodeln und Sprühen unmittelbar au f diesen wackeren, in seinen Formen immer liebenswürdigen Bie dermann ein.193 Es gab genügend Gegensätze zwischen beiden - vielleicht neben einer Generationenfrage auch eine Frage des Temperaments und der Ambitioniertheit: auf der einen Seite der treu dienende Hofbeamte, der die Grenzen, in denen er „aufge wachsen" war, respektierte, auf der anderen der von außen kommende Aufsässige, der Grenzen sprengen wollte, da der auf allen Gebieten versierte, „alteingesessene" Routinier (was überhaupt nicht abwertend verstanden sein will), dort der auf Verän 50 derungen drängende, auch experimentierende Neue, da der erfahrene, verlässliche Dirigent, dort der in der musikalischen Leitung Wechselhafte, Unkonventionelle, da der bedächtige und vorsichtig abwägende Reißiger, dort der feurige, vor 'keinen Hindernissen zurückschreckende Wagner,194 da der Stetige, Ruhe Bewahrende, dort der mit immer neuen Ideen und Forderungen Unruhe Verbreitende, da der bescheidene, vornehm Zurückhaltende, dort der selbstbewusst, oft gereizt Auftrumpfende, da der um eine gute, „solide" Arbeit Bemühte (und diese Leistende), dort der das Extraordinaire An strebende (und nicht selten Erreichende), da der traditionell Komponierende („der Handwerker"), dort der mit dem Blick auf die Zukunft Schaffende („der Geniale"), da der seine Aufgaben gewissenhaft erfüllende, dort der mit seinen Verpflichtungen oft Unzufriedene und sie Vernachlässigende (musste er doch im Theateralltag so manches dirigieren, das er nicht mochte, weil es ihm missfiel oder weil er es einfach nicht für gut genug hielt).195 Welche Kollegen, welches Ensemble, welches Haus hält solch kont räre Positionen ihrer führenden künstlerischen Kräfte auf Dauer aus? Es ist insgesamt unbestritten, dass Wagners nachträgliche Äußerungen über Reißiger eine angemessene Anerkennung von dessen Persönlichkeit, Verdiensten und Leistungen lange Zeit ver hindert haben.196 Wagner ging es um soziale, inhaltliche und organisatorische Reformen für Oper und Kapelle, die für Diskussionen und Veränderungen sorgen sollten, um Spielplan gestaltung, Administration und Hierarchie;197 um Besetzungen, Dienstbelastung, Bezahlung der Musiker, Orchestersitzordnung198 einschließlich Stühlen und Pulten im Graben, um Konzerte, Zwischenaktmusiken, Kirchenmusik, einen Konzertsaal u.a. Er galt als innovativer199 und szenischer Dirigent200 (so wie er sich selbstverständlich intensiv um die Belange der Bühne kümmerte). Dennoch: Man misstraute von offizieller Seite seinen dirigentischen Fähigkeiten201 noch im zweiten Jahr seiner Tätigkeit.202 Umstritten waren insbesondere, wie im Konzert203 so auch in der Oper, seine Tempi; sie wichen von den bisher gebräuchlichen ab, waren scheinbar willkürlich, schwankten häufig, verwirrten nicht selten Solisten, Chor und Orchester. Schon ein Vierteljahr nach seiner Anstellung, am 1.5.1843, fand deshalb im Gefolge einer Don Juan-Aufführung am 24.4.1843, in der er gravierend von den hergebrachten Zeitmaßen abgewichen war, eine Besprechung beim Generaldirektor statt, nach der ihm zwar erlaubt wurde, bei seinen Neueinstudierungen eigene Tempi zu wählen, in den Repertoire-Aufführun gen, deren Leitung er übernahm, sollte er jedoch die bisher üblichen beibehalten. Dar über hinaus war Wagner angewiesen worden, jedem Werk, das er zu dirigieren hatte ob deutscher, französischer oder italienischer Provenienz und welchen Genres auch immer - gleichen Fleiß und gleiche Sorgfalt zu widmen und den Anschein zu vermeiden, daß er eine ihm weniger zusagende Gattung nicht mit gleicher Aufmerksamkeit wie die andere oder wie sein eigenes Werk behandle.20* Diese Anordnung hatte wohl einen realen Hinter grund, denn, so schrieb Gregor-Dellin, mit Opern gab er sich nur dann Mühe, wenn er sie mochte, und er fügte im Hinblick auf die Folgen hinzu: ...daß das Repertoire verkam, war nicht allein Reißigers Schuld.205 Auf den Spielplänen standen während der 1840er Jahre, und also von Wagner mit hin zu dirigieren, im wesentlichen Opern von Gluck, Mozart, Beethoven, Weber, Win ter, Spohr, F. Hiller, Marschner, Lortzing, Flotow, Meyerbeer, Auber, Boieldieu, 51 Herold, Halevy, R. Kreutzer, Spontini, Cherubim, Mercadante, Rossini, Bellini, Donizetti. Reißiger wird die eigenen Werke natürlich ebenso selbst geleitet haben wie Wag ner die seinen. Wagner setzte sich besonders für das deutsche Repertoire ein, allen voran für Weber, als dessen legitimen Nachfolger er sich fühlte (und mutmaßlich als ein weiteres Glied in der Kette Mozart - Beethoven - Weber - Wagner);206 folgerichtig war er maßgeblich an der Überführung von Webers Gebeinen nach Dresden und de ren Beisetzung im Dezember 1844 auf dem Katholischen Friedhof beteiligt, einschließ lich Gedenkrede und musikalischem Arrangement aus Euryanthe-Themen. Aufsehen erregte Wagner erstmals nach Antritt seiner Position mit der Aufführung von Glucks Armida am 5.3.1843 in Bestbesetzung mit Schröder-Devrient, Tichatschek, Risse, Mitterwurzer und Schuster, den Choreographien von Lepitre und den Chören von Fi scher. Es war alles außer sich über Nuancen, die der Dirigent das Orchester und die Sänger beobachten ließ.207 Es folgten durchaus ungewöhnliche 16 Aufführungen in kurzer Zeit. Wagners Einsatz für Marschner (Uraufführung Kaiser Adolph von Nassau) missglückte. Bei seinen eigenen Opern konnten Der fliegende Holländer (Uraufführung am 2.1.1843 mit Wächter in der Titelpartie, Schröder-Devrient als Senta) und Tannhäuser (Urauf führung am 19.10.1845; Tannhäuser: Tichatschek, Elisabeth: Johanna Wagner, Venus: Schröder-Devrient, Wolfram: Mitterwurzer) bei weitem nicht an den Erfolg des Rienzi anknüpfen und fanden weder bei Publikum noch in der Presse die von ihm erhoffte Zustimmung. Wagner spaltete Ensemble und Kapelle in Befürworter und Gegner seines Stils, sei ner Auffassungen und Bestrebungen,208 was zu offenen Konfrontationen führte, wie Proelss an einem Beispiel berichtete: Während einer Opernprobe sei eine dem Hofe an gehörende Persönlichkeit erschienen mit der Forderung, die Kapelle, um die er sich im übrigen ehrlich und ernstlich bemühte,209 möge Wagners Entlassung verlangen: Die freisinnigen Mitglieder, angeführt von dem Geiger Theodor Uhlig, widersprachen, die Hofpartei mit dem Tenor Mathias Schuster als Sprecher war dafür. Von Lüttichau trug das Problem dem König vor und brachte die Nachricht mit: Se. Majestät bedeute die Mitglieder der Kapelle und Oper unter Wagner fortzufahren, der König wisse wann er wie zu entscheiden habe.210 Gegner erwuchsen ihm ebenfalls in der Dresdner Presse, zum Bei spiel in den Kritikern Julius Schladebach und Carl Banck. Ein Freundeskreis, zu dem Persönlichkeiten wie Chordirektor und Regisseur Wilhelm Fischer, der erwähnte Kammermusiker Theodor Uhlig, Musikdirektor August Röckel, Kostümbildner Ferdi nand Heine, Hofschauspieler und Regisseur Eduard Devrient, der Architekt Gottfried Semper, der Bildhauer Gustav Adolph Kietz, der Arzt Anton Pusinelli gehörten, hielt zu ihm, nicht zu vergessen seine wichtigsten Protagonisten auf der Bühne Wilhelmine Schröder-Devrient, Josef Tichatschek und Anton Mitterwurzer. Wagner und Robert und Clara Schumann konnten, obwohl sie fünf Jahre in einer Stadt wohnten, kein Ver hältnis zueinander finden. Die vierziger Jahre endeten mit den revolutionären Ereignissen vom Mai 1849 stürmisch und speziell für das Hoftheater und etliche seiner Mitglieder folgenreich. Das Opernhaus am Zwinger ging am 6. Mai in Flammen auf und mit ihm der Dekorations- und Kostümfundus. Das Hoftheater war bereits am 3. Mai geschlossen wor den,211 die Oper begann erst ab 6. Juni wieder mit ihren Vorstellungen. Der Perso 52 nalstand wurde reduziert; Mitglieder, die keine lebenslangen Verträge hatten, erhiel ten die Kündigung. Die von Januar 1848 bis ins Frühjahr 1849 lange erwarteten, erfolg reich gestarteten beiden Serien der neu eingerichteten Sinfoniekonzerte der Königli chen musikalischen Kapelle unter Wagners und Reißigers Leitung im Hoftheater wur den jäh beendet. Die „Civilliste" aber trug bei Beschränkung der Ausgaben weiter die Kosten für Hoftheater, Hofkirchenmusik und Kapelle und sicherte damit deren Weiterbestehen. Richard Wagner verließ - wie auch Gottfried Semper - fluchtartig Dresden und wurde wegen wesentlicher Teilnahme an der in hiesiger Stadt stattgefundenen aufrührerischen Bewegung per Steckbrief, veröffentlicht am 16. Mai im Dresdner Anzeiger, gesucht und verfolgt. Wilhelmine Schröder-Devrient, wenn auch nicht mehr Mitglied des Hoftheaters, wurde wegen Hochverrats angeklagt und musste Dresden den Rü cken kehren. August Röckel, schon 1848 als Herausgeber der 'Volksblätter - für die auch Wagner geschrieben hatte - entlassen, wurde zum Tode verurteilt und schließlich nach 13 Jahren Festungshaft begnadigt. Wie mochte sich das Bild der Oper in den 1850er Jahren gestalten? Es ist schon bedenkenswert, dass in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zwei Kapellmeister (und fruchtbare Komponisten) jahrzehntelang in Dresden hochgeschätzt und erfolgreich tätig waren - Morlacchi und Reißiger - ohne eine tatsächlich nachhal tige Wirkung erzielen zu können; mit ihrem Tod darf man ihr jeweiliges „Kapitel" im Wesentlichen als abgeschlossen betrachten. Zwei andere, die wesentlich kürzer Ver antwortung für die musikalischen Geschicke des Hoftheaters trugen - Weber in neun, Wagner in sechs Jahren - , haben nicht nur quasi aktuell die künstlerischen Aktivitäten nach innen angeregt und belebt und deren Anerkennung nach außen maßgeblich be fördert, sondern weit über ihre Dresdner Zeit in die Zukunft ausgestrahlt; wenngleich in unterschiedlicher Weise. Weber, zu Lebzeiten geliebt und verehrt, galt über seinen Tod hinaus sogleich als Maßstab und Anknüpfungspunkt für seine Nachfolger, so wohl für Reißiger als auch für Wagner, und seine drei großen Opern blieben nach den Erstaufführungen unmittelbar und kontinuierlich für Jahrzehnte in Dresden und dar über hinaus im Repertoire vieler Bühnen. Bei Wagner lagen die Dinge anders, natür lich nicht zuletzt, wenn auch sicher nicht allein geschuldet seiner revolutionären Ver gangenheit und seiner Verbannung: Die schriftlich geäußerten Reformideen hatten schon während seiner Anwesenheit keinen Widerhall, geschweige denn eine Umset zung gefunden.212 Als Dirigent war er umstritten. In der Kapelle gab es den Zwiespalt zwischen Verehrung und Ablehnung. Zwei seiner drei Dresdner Opernuraufführun gen gelangen keine durchschlagende Erfolge (ein solcher war allein Rienzi beschieden - allerdings eben noch kein „echter" W agner", sondern ein Werk im „französischen Geschmack"), die Uraufführung des Lohengrin wurde 1848 abgelehnt.213 Lüttichau war offenbar daran interessiert, Wagner wieder auf die Bühne zu bringen214 und erbat sich die Lohengrin-Partitur aus Weimar zurück, wo Liszt am 28.8.1849 die Uraufführung des Werkes dirigiert hatte, schreckte aber wohl angesichts der Nachwirkungen der '49er Ereignisse vor der „offiziellen" wie der öffentlichen Reaktion zurück - aus seiner Sicht wahrscheinlich zu Recht, wie sich bald bei einer Neuinszenierung des Tannhäuser 1852 unter Reißigers Leitung mit nur wenigen Aufführungen in einer Zeit zeigte, in der man 'noch nicht wissen 'konnte, wie der 'Versuch abläuft. Tatsache war ja auch, daß H of und 53 Adel sich demonstrativ fernhielten und in regierungstreuen Lokalblättern eine heftige Polemik gegen die landesverräterische Oper anhob.215 Erst 1858 kehrten Rienzi und Tannhäuser ins Repertoire zurück, wo sie sich dann halten konnten, 1859 wurde endlich Lohengrin mit Carl August Krebs als Dirigent erstaufgeführt, und 1862 schließlich, fast 20 Jahre nach der Uraufführung, gab es wieder einen Fliegenden Holländer: Diese Verläufe sind nicht gerade der Ausdruck einer alles in allem positiven Resonanz, von Kontinuität und unmittelbarem Weiterwirken in Dresden. Es sollte noch bis zu Ernst von Schuch, der 1872 als Musikdirektor ins Dresdner Hoftheater eintrat, dauern, ehe Wagner in den nachfolgenden Jahren und Jahrzehnten seinen festen, ja einen zentralen Platz im Dresdner Opemrepertoire erhalten und behalten sollte. In der generellen Beurteilung seiner Wirksamkeit mögen zwei anscheinend gegensätzliche Meinungen nebeneinan der ihre Berechtigung haben: So sehr ihn [Wagner] oft das „Dresdner Joch" bedrücken wollte, das Zeichen seiner schöpferischen, geistig-revolutionären Persönlichkeit hat er aufs ge nialste dem Dresdner Opern- und Musikleben jener sechs „Beamtenjahre" eingeprägt, schrie ben Hans Schnoor/Karl Laux.216 Rank/Seeger stellten dem die sehr nüchterne These an die Seite, Wagners Dresdner Zeit sei eher eine Episode denn die Eröffnung neuer Opernwel ten fü r unsere Stadt gewesen.217 Kirchenmusik Zu den Hauptaufgaben der Dresdner Hofkapelle zählte seit ihrer Gründung die Aus führung der Kirchenmusik am sächsischen Hofe. Diese wurde über Jahrhunderte von so herausragenden Musikerpersönlichkeiten wie Johann Walter, Heinrich Schütz, An tonio Lotti, Johann David Heimchen, Jan Dismas Zelenka, Johann Adolf Hasse und Johann Gottlieb Naumann geprägt und auf außergewöhnlichem Niveau gepflegt. Bis dato evangelisch, diente sie seit der Konversion Augusts des Starken im Jahre 1697 dem katholischen Gottesdienst und fand ihre Heimstatt vorerst in einem Kirchenraum, der durch einen entsprechenden, 1708 erfolgten Umbau des Klengelschen Opernhau ses am Taschenberg entstanden war;218 1751 zog sie in die von Gaetano Chiaveri er baute Hofkirche ein. Um 1800 stand die Hofkirchenmusik wie eh und je in höchster Blüte - ein Kunstin stitut, welches zu den am reichsten ausgestatteten, nicht blos Dresden's, sondern Europa's ge hört,219 eine Hochburg des katholischen Kirchengesangs220 und von großer Anziehungskraft für Gäste der sächsischen Residenzstadt.221 Träger waren die Musiker der Kapelle, ein glänzendes Solistenensemble aus Sängern der Oper und extra engagierten italieni schen Kirchensängem (einschließlich Kastraten) nebst einem qualitativ adäquaten Chor, in dem die Kapellknaben die Oberstimmen ausführten. Das Repertoire bestand bis in die 1870er Jahre im Wesentlichen aus Werken von Dresdner Kapellmeistern bzw. der ihnen beigeordneten Kirchenkomponisten. 1801 präzisierte die AMZ :222 Man gibt in dieser Kirche nichts als Kompositionen hiesiger Kapellmeister, und zwar, den einzigen Hasse ausgenommen,225 der lebenden. Um 1800 dominierten also Johann Gottlieb Naumann,224 Joseph Schuster, Franz Seydelmann, zum Teil noch Johann Georg Schürer, und Vincenzo Rastrelli das aktuelle musikalische Programm. Die kommenden Kapellmeister und Kirchenkomponisten Paer, Morlacchi, Weber und Reißiger sowie Giuseppe 54 Rastrelli und Franz Anton Schubert, die auch an überlieferten Partituren Veränderun gen und Ergänzungen vornehmen konnten, nutzten den vorhandenen Fundus und schufen Neues dazu.225 Poppe bemerkte, dass die Dominanz der älteren Literatur in den Jahrzehnten nach 1815 zu einer gewissen Stagnation geführt habe,226 zumal es seit Wagner keine vertragliche Verpflichtung mehr für Kapellmeister gab, kirchenmusika lische Werke für den Gebrauch am Ort zu komponieren und damit das bestehende Repertoire ständig zu bereichern. Dies führte dazu, dass man 1864 in der Auswahl der Stücke Monotonie bemängelte, wenn etwa in einem Jahr u.a. an 27 Sonntagen Messen von Reißiger (davon eine achtmal), an neun Sonntagen von Schuster, an je drei Sonn tagen von Hasse und Krebs sowie an zwei von Naumann musiziert wurden.227 Übri gens sorgte eine „allerhöchste" Verfügung dafür, dass die für die Hofkirche entstan denen Kompositionen nicht an andere Aufführungsorte gegeben werden durften - sie waren Eigentum des Hofes und konnten deshalb (leider) auch kaum Verbreitung über Dresden hinaus finden; für Veröffentlichungen wurde nur ausnahmsweise Erlaubniß ertheilt.22S Die Kapelle hatte umfangreiche Verpflichtungen in der Hofkirche zu erfüllen. Man kann im Durchschnitt von 250 Diensten jährlich ausgehen.229 Poppe listet detailliert auf, was und wie an welchen Sonn-, Fest-, Feier- und Gedenktagen, aus anderen kirchli chen oder auch weltlichen Anlässen und regulär während der Woche zu spielen war,230 und man wird die hohen Dienstzahlen verstehen.231 Vermutlich um 1830 erlassene (aus dem Besitz von Kammermusiker Franz Schubert erhalten gebliebene) Gesetzliche Vor schriften fü r die bei der Königl. Sächsischen Kapelle angestellten Kirchen- und Kammersänger regelten genau den Ablauf der verschiedenartigen liturgischen Formen und das Ver halten der Mitwirkenden, sie wiesen auf die Mitwirkungspflicht jedes Sängers und Kammermusikers an der Kirchenmusik hin und darauf, dass das Weisungsrecht der Vorgesetzten zu respektieren und Strafen zum Beispiel für unentschuldigtes Fehlen zu akzeptieren seien (und sogar: dass sich die Sänger beim Singen keinesfalls setzen dürften). Opernproben waren kein Grund, dass Kammermusiker vom Kirchendienst befreit wurden (nur Sänger von Hauptpartien in den abendlichen Vorstellungen konnten vom Nachmittags-Dienst in der Hofkirche suspendiert werden).232 Noch ein mal wurde betont, dass der Kapellmeister, der ausnahmsweise vom Musikdirektor vertreten werden könne, sich in jedem Fall mit seinem Kollegen wöchentlich abwech seln müsse (Dienstbeginn stets Sonnabend früh) und für die Musikauswahl sowie die Solistenbesetzung verantwortlich sei.233 Sofern der Hof zu Gottesdiensten in Galaklei dung erschien, mussten auch Kapellmeister und Kammermusiker ihre Hofuniformen anlegen.234 Die politischen Ereignisse des Jahres 1831 zogen finanzielle Kürzungen auch auf dem Gebiet der Kirchenmusik nach sich, die sie fortan belasten sollten. Reißiger ging es bei den praktischen Folgen über Jahre vor allem darum, dass man wohl Auffüh rungszahlen, aber keineswegs Besetzungen reduzieren dürfe, um der Dresdner Hof kirche ihre musikalische Aura zu bewahren. So bestand er noch 1856, unterstützt vom Kapellmeister-Kollegen Carl August Krebs, stolz und traditionsbewusst, nachdrück lich, ja geradezu kämpferisch, nicht ohne geschickt dem Hause Wettin zu schmeicheln, für die Kapelle auf einer Streicher-Besetzung von neun Violinen I, acht Violinen II, je 55 sechs Bratschen und Celli sowie fünf Kontrabässen,235 wenn der Klang ein in diesen Räu men entsprechender, deutlich kostbarer, klangvoller, wirksamer, und der Effekt einem Königl. Institute angemessen sein solle. Reduzierungen würden den Glanz der in ganz Europa berühmten Aufführungen in der Hofkirche vermindern. Am instrumentalen Musizie ren Abstriche zu machen, bedeute, so Reißiger, den Tod der Kirchenmusik überhaupt, sie würde die 'Vernichtung mehr als 'hundertjähriger Anstrengungen nach sich ziehen, die 'Vernich tung eines in dieser Vollkommenheit und Stärke einzig dastehenden berühmten Institutes, das, um zu dieser Größe und zu solchem Glanze zu gelangen, nur unter den größten Opfern der kunstsinnigen Fürsten Sachsens von Alters her eingerichtet und erhalten werden konnte. Das Fazit ist wohl wahr und nicht zeitgebunden: Zerstörung sei leicht, Wiederaufbau je doch fraglich.236 Als Reißiger diese großartige Vergangenheit beschwor, befand sich die Hofkir chenmusik allerdings längst in einer Krise; sie betraf ihren vokalen Bereich. Dieser be stand nach der Kürzung des Etats im Jahre 1831 aus je zwei Sopranisten, Altisten, Tenören und Bässen, zwei Ripienisten für den Chorgesang, vier Assistenten und acht Kapellknaben. Etliche italienische Sänger mussten Dresden verlassen und gingen der Hofkirche verlustig; eine Reihe von Opernsängern stand weiter zur Verfügung. Der phänomenale Kastrat Filippo Sassaroli war bereits 1830 pensioniert worden, die Kast raten Giovanni Musichietti und Mose Tarquinio beendeten 1840 bzw. 1845 ihre Lauf bahn, gegen das Engagement von Nachfolgern gab es berechtigte gesellschaftliche Vorbehalte,237 Sängerinnen durften in der Kirche nicht auftreten (da nach alter Gesetzlichkeit die Frau in der Kirche immer noch zu schweigen hatte).238 Plötzlich wa ren die zum Teil höchst exponierten, anspruchsvollen Sopran- und Altpartien nicht mehr adäquat zu besetzen: Man übertrug die bisher Kastraten vorbehaltenen Soli be sonders befähigten Kapellknaben, natürlich mit unbefriedigenden Ergebnissen, bis weilen wurden diese Partien auch oktaviert von Tenören und Bässen ausgeführt, was beides keinesfalls im Sinne der Faktur war.239 Es kam zu Einschränkungen bei der verfügbaren Literatur, die klangliche Balance zwischen Chor240 und Orchester war nicht mehr gewährleistet, Solopartien mussten angepasst und Partituren bearbeitet werden.241 Zudem war es generell überhaupt schwierig, geeignete Kapellknaben zu bekommen (man fand sie meist in Böhmen); deren Ausbildung am Ort ließ außerdem zu wünschen übrig. Pembaur stellte zurückschauend fest, dass im Spielplan der Kirche eine fühlbare Einseitigkeit eingetreten war, die wohl auf die Ausführenden lähmend geivirkt 'hat.242 Morlacchi war es als Nachfolger von Naumann und Paer gelungen, das hohe Ni veau und den Ruf der Hofkirchenmusik zu wahren. In seinem Vertrag war er ver pflichtet worden, die ihm obliegenden Dienst-Verrichtungen in der Kirche, bey der italieni schen Oper, bey Kammer- und Tafelmusiken zu erfüllen.243 Er wurde beauflagt, jährlich je eine Messe und eine Vesper sowie alle zwei bis drei Jahre ein Oratorium244 zu komponieren. So schrieb Morlacchi 13 Messen und etwa 90 weitere geistliche Werke, darunter Titel wie Ave Maria, Dixit Dominus, Magnificat, Miserere, Offertorium, Salve Re gina und ein Requiem zum Tode König Friedrich Augusts I. 1827. Zu seinen Oratorien zählen La passione di Gesü Cristo (1812), Isacco figura del Redentore (1817) und La morte d'Abel (1821). Seine Kirchenmusik genoss die Anerkennung des Hofes und hatte sich, wie Niese 1865 schrieb, eines lebhaften, aber schnell vorübergegangenen Beifalls zu erfreuen.245 56 Carl Maria von Weber nahm seinen Kirchendienst am 27.9.1817 auf, dem er weniger durch zahlreiche Kompositionen als durch sorgsame Direction und unverkennbar religiöse Auffassung hervorragendes Interesse erwies.246 Insofern mag er nicht ganz den Erwartun gen des Hofes entsprochen haben, der den Diensteifer der Kapellmeister für die Sache nach der Zahl der Messen, die sie geliefert hatten, arithmetisch zu bewerten pflegte.247 Denn Weber schrieb nur zwei Werke für die Hofkirche, beide aus festlichen höfischen Anläs sen: die Messe Es-Dur für den Namenstag von König Friedrich August I. am 8.3.1818 (bei deren Uraufführung der Hof nicht einmal anwesend war) und die Messe G-Dur zur Goldenen Hochzeit des Königspaares am 17.1.1819 (bei der ersten Aufführung mit einem Offertorium von Morlacchi, bei der zweiten dann mit Webers eigenem; außer dem war eine neue Simph. von Konzertmeister Polledro248 eingeschlossen), für die er nicht einmal ein Wörtchen Dank fü r die Aufmerksamkeit erhielt.249 Der König habe zwar Webers Talent und seinen Eifer geschätzt, stellte Max Maria von Weber fest,250 für eine Geste der Anerkennung aber hat dies offensichtlich nicht gereicht. Was Webers Kom positionen für die Hofkirche, abgesehen von ihren musikalischen Qualitäten, interes sant macht, sind seine Kommentare zu den besonderen kompositorischen Anforde rungen, die der Raum wegen seines großen Nachhalls stellt und viele der entspre chenden Partituren von Dresdner Kirchenkomponisten beeinflusst haben. Er riet sei nem Freund Johann Gänsbacher, der über eine Messkomposition für Dresden nach dachte, zur Kürze, zu breiten Zeitmaßen, zur Zurückhaltung bei Harmoniewechseln und Sparsamkeit bei Trompeten und Pauken. (Dass man das sehr galante hier bey Hofe liebt - daran wirst du dich aber so wenig wie ich kehren.)251 Der Protestant Reißiger, der in Rom studiert und in Berlin Kirchenmusik gelehrt hatte, kam seinen interpretatorischen und kompositorischen Verpflichtungen für die katholische Hofkirche in reichem Maße nach, und er konnte den bisherigen Leistungs standard halten, bis die erwähnten finanziellen und personellen Probleme zu Abstri chen führen mussten. Er schrieb zwölf lateinische Messen, sechs deutsche Figural Messen mit Orgelbegleitung im Auftrag König Johanns für die Gottesdienste in Pill nitz, ein Requiem, Psalmvertonungen, Vespern, Hymnen, Graduale, Motetten.252 Im Gegensatz zu vielen seiner übrigen Werke (eingeschlossen die Opern, ausgenommen manche Lieder und Chöre) waren es die kirchenmusikalischen, die geschätzt wurden253 und unvermindert bis weit ins 20. Jahrhundert lebendig geblieben sind. Der Praktiker Karl Pembaur hob die Innigkeit und Gefühlstiefe seiner Werke hervor und präzisierte: Das Liedartige, der melodische Schwung kennzeichnen seine Kirchenmusik. Knappheit der Form, meisterhafte Sangbarkeit, Beherrschung aller kontrapunktischen Künste sind ihm eigen, dabei ein schon früheren Meistern traditioneller Glanz der Orchesterfarben.254 Reißiger widmete sich in seinen späteren Lebensjahren weniger besonderen Aktivitäten in der Oper, zu nehmend der Musik in der Hofkirche. Am 5.11.1859 dirigierte er dort zum letzten Male, zwei Tage später verstarb er. Wagner war der erste Dresdner Kapellmeister, der kein eigenes Werk für die Hof kirchenmusik geschaffen hat; sie war wohl von Haus aus nicht „seine Sache". Oft bat er Musikdirektor Röckel, ihn am Pult zu vertreten; er hat nachweislich den Kirchendienst vernachlässigt, der zu seinen Dresdner Amtsaufgaben gehörte, und der H of sah gnädig darüber hinweg.255 Einmal allerdings, am 3.6.1848, musste Generaldirektor von Lüttichau den 57 „allerhöchsten" Unmut an Wagner weiterleiten: Seine Majestät der König hat mir vorigen Sonntag durch Hrn. Obersthofmeister von Minckwitz sagen lassen, dass die Messe am Sonntag nicht gut gegangen ist und dies dem Dirigenten zur Nachachtung insuiert werden möchte.256 Wagner ging es um neue Strukturen, um Oper und Konzert, um die Kapelle, vor allem um Entlastung der Kammermusiker zugunsten dieser Bereiche. Deshalb setzte er sich für eine vorrangig vokale Kirchenmusik ein und wollte die Kastraten als längst über holtes Element der Musikausübung und die schließlich solistisch eingesetzten Kapellknaben im Sinne der Qualität durch Sängerinnen ersetzt wissen. Die 1850er Jahre Die Ereignisse des Jahres 1849 zeigten sogleich ihre negative Wirkung auf das politi sche, geistige und kulturelle Leben Dresdens. Repression, Restriktion, Stagnation tra ten ein, Reformen waren in weite Feme gerückt: Eine unheimliche Ruhe breitete sich über Dresden aus, es sank in das Gleichmaß einer fürstlichen Residenz zurück.257 Der Maler Fried rich Pecht beklagte in seinen Lebenserinnerungen, daß das kulturelle Niveau der Stadt durch den Weggang von Richard Wagner, Gottfried Semper, Julius Fröbel, Ferdinand Hiller u.a. gesunken war und der vielgeschmähte „Dresdner Zopf" wieder das öffentliche Geschehen beherrschte.255 Clara Schumann verfiel in eine ähnliche Diktion: Hier bleiben wir jedoch keinesfalls. Wir haben schreckliche Fangeweile, es kommt einem hier alles zopfig vor. Keinen gescheiten Menschen sieht man au f der Straße, alle sehen sie so spießbürgerlich aus.259 Reißiger schrieb an Spohr anlässlich dessen Pensionierung in Kassel: Allgemeine Geldkalamitäten veranlassen jetzt auch allgemeine Kunstkalamitäten.263 Als König Johann 1854 den Thron bestieg, änderte sich die Situation kaum: Er war Wissenschaftler,261 Literat, Dante- Ubersetzer und mit Tieck, Carus u.a. in seinem „Dante-Komitee" aktiv, eher ein Mann des Schauspiels denn der Musik und der Oper, die ihm offenbar auch zu aufwändig und zu kostspielig gewesen ist. Die allgemeine Situation schien bis in die Atmosphäre der 1860er Jahre hinüber gewirkt zu haben, wenn dann die AMZ weiterhin ein gemüthliches Behagen konstatierte (ohne allerdings nicht zu verschweigen, dass die Leis tungen von Oper und Kapelle im Ganzen immer edel und genußreich seien).262 Reißiger war in das letzte Jahrzehnt seines Lebens und Wirkens eingetreten. Sein langjähriges, totales Engagement im Kapellmeisteramt hatte Spuren hinterlassen: Er begann „kürzer zu treten", das heißt, er konzentrierte sich nach 1852 vor allem auf die Leitung älterer (klassischer) Titel des Opemrepertoires, auf Kirchenmusik und Kon zerte.263 Eine hochverdiente Ehrung erfuhr er 1851 anlässlich seines 25-jährigen Dresd ner Dienstjubiläums mit der Ernennung zum 1. Hofkapellmeister. Nach Wagners Flucht und Röckels Verhaftung und Verurteilung trat im Oktober 1849 für ein Jahr der 27-jährige Carlo Emmanuele Barbieri, der Opemerfahrung aus Italien, Wien und Berlin mitbrachte, als Musikdirektor an seine Seite. Auf der Suche nach der Besetzung der zweiten Kapellmeisterstelle hatte man den noch in Dresden wohnhaften Robert Schu mann, der sich wohl Hoffnungen gemacht hatte, bewusst übergangen.264 Am 1.11.1849 wurde die hervorragende Mezzosopranistin Aloysia Michalesi ins Opernensemble en gagiert - wer sie haben wollte, musste wohl auch Carl August Krebs „mitnehmen", den sie 1850 zu heiraten gedachte. Also verpflichtete man auf die verwaiste Wagner- 58 Position den seit 1827 Leitenden Kapellmeister des Stadttheaters Hamburg per 8.2.1850 als 2. Kapellmeister auf Lebenszeit - einen sattelfesten Praktiker ohne allzu hohen Ehrgeiz [ ...] - jovial, heiter und beweglich, ein Kapellmeister alten Stils.265 Seine Stärken sollen auf dem Gebiet der „großen Oper" gelegen haben, bei Spontini, Meyerbeer und dem frü hen Wagner (der ihn als Dank für den Einsatz für seine Werke wenig freundlich als sein Krebsleiden bezeichnete).266 Als Komponist trat er mit mehreren Messen, einem Te Deum, Liedern und der in Dresden uraufgeführten Oper Agnes Bernauer hervor. 1872 wurde Krebs gänzlich vom Theaterdienst entbunden und übernahm die Leitung der Hofkirchenmusik. Im gleichen Jahr zog mit dem jungen Em st Schuch jener inspirie rende Kopf in Dresden ein, der - was in den vorangegangenen Jahren vermisst werden musste und nunmehr aber längst zu einem Gebot der Stunde geworden war - das Or chester vom Begleitapparat [ ...] zum Träger differenziertester Stimmungen und zu einem In strument der feinsten psychologischen Deutung dramatischer Vorgänge würde machen kön nen.267 Zu den Sängern, die während der 1850er Jahre dank ihrer Stimmen und Persönlich keiten wichtige Akzente in den Aufführungen setzen konnten und übrigens auch zu meist für Konzerte der Königlichen musikalischen Kapelle als Solisten gefragt waren,268 gehörten die Sopranistinnen Jenny Bürde-Ney, Emilie Jauner-Krall und Agnes Bunke, die Mezzosopranistin Aloysia Krebs-Michalesi, die Tenöre Johann Weixlstorfer und Josef Tichatschek - er ebenso von der „alten Garde" wie der Bariton Anton Mitterwurzer, und die weiteren tiefen Männerstimmen Carl Gottlieb Risse und Johann Conradi. Gegen Ende des Jahrzehnts allerdings beklagte Reißiger gegenüber von Lüttichau den allgemeinen Mangel an Sängern sowie den beständigen theilweisen Wechsel unseres Personals und die dadurch 'herbeigeführten Schwierigkeiten des Dienstes. Der Generaldirektor setzte in seiner Antwort „noch eins drauf", wenn er schrieb, daß es mir jederzeit leid tut, wenn ich veranlaßt werde [...], meine Unzufriedenheit auszusprechen über die leider an hiesiger K. Bühne überhand genommene Bequemlichkeit der Mitglieder unserer Oper in Bezug auf das Einstudieren älterer Opern zur Vervollständigung des Repertoires und der dazu jedenfalls nöthigen Proben, wie solches bei neu engagirten Mitgliedern nöthig ist.265 Die Fragen müssen erlaubt sein: In welchem Zustand befand sich dann eigentlich das Repertoire und dar über hinaus das ganze Institut? Uber welche Kraft, welches Durchsetzungsvermögen verfügten noch der Generaldirektor und die Kapellmeister? Und die Kapelle: Wann und wie oft fand sie auf der Bühne (und am Pult) noch jene adäquaten Partner, die sie wie einst zu besonderen Leistungen inspirierten? Oder spielte sie (manch spätere Epo che ihrer Geschichte vorwegnehmend) unabhängig davon immer bestmöglich - aus eigenem Antrieb, um ihrer selbst, um der Erhaltung ihrer Qualität willen, weil sie es ihrem Ruf schuldig war? Die Meinungen über das Opemrepertoire der 1850er Jahre gehen auseinander. John zählt Dresden in jener Zeit zu den führenden Opemzentren in Europa, das Wien, Ber lin, München und Weimar vergleichbar sei, und hebt das breit gefächerte Repertoire aus deutschen, französischen und italienischen Werken hervor;270 damit mag er Recht haben. Bartnig findet das Angebot wenig attraktiv und vermisst Neues.271 Da trifft sie sich - wohl auch zu Recht - mit Ther, für den es zu wenige Uraufführungen gab; er spricht von Stagnation und: die im Grunde anti-politischen Vorhaben seien auf äußere 59 Effekte gerichtet gewesen.272 In der Tat begann das Jahr 1850 mit einem Paukenschlag, vielleicht in der Hoffnung, dass ein solcher die Probleme nach den Vorgängen vom Mai 1849 würde übertönen können: Mit der Erstaufführung von Meyerbeers Oper Der Prophet am 30. Januar in Anwesenheit des Komponisten273 - einem pompösen, repräsentativen Theaterereignis, das ganz offenbar zeigen sollte: Wir sind wieder da! Oder: Wir sind noch Wer! Und das einen außergewöhnlichen Erfolg hatte: 1858 fand bereits die 75. Vorstellung statt (bis 1861 brachte man es auf erstaunliche 86). Das Jahr zehnt stand denn auch im Zeichen Meyerbeers: Ferner gehörten von ihm Robert der Teufel und Die Hugenotten (beide schon 1834 bzw. 1838 in Dresden aufgeführt) zum Spielplan. Zunächst werde aber ein Blick auf Neues im sechsten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts geworfen: 1851 Gaetano Donizetti Lucia di Lammermoor (EA in deutscher Sprache) Giuseppe Verdi Nabucco Daniel F. E. Auber Des Teufels Anteil August Papst Die letzten Tage von Pompeij Friedrich von Flotow Die Großfürstin Johann Hoven Ein Abenteuer Carls II. 1853 Gaetano Donizetti Linda 'von Chamonix (EA und in deutscher Sprache) Daniel F. E. Auber Die Krondiamanten Adolphe Adam Die Nürnberger Puppe Albert Fortzing Die Opernprobe Otto Nicolai Die lustigen Weiber von Windsor 1854 Wolfgang Amadeus Mozart Idomeneo (EA in deutscher Sprache) Daniel F. E. Auber Die Krondiamanten 1855 Carl Maria von Weber Silvana Giacomo Meyerbeer Der Nordstern 1856 Wolfgang Amadeus Mozart Cosi fan tutte (EA in deutscher Sprache) Heinrich Marschner Der Goldschmied von Ulm 1858 Carl August Krebs Agnes Bernauer Emil Naumann Judith 1859 Richard Wagner Lohengrin Emst, Herzog von Sachsen Diana von Solange Jacques Offenbach Die 'Verlobung 'bei der Laterne Das Mädchen von Elizondo Anfang bis Mitte der 1850er Jahre ist tatsächlich das Spektrum des Werk-Angebots recht weitgefasst. Aus dem deutschen Repertoire findet man u.a. Gluck (Orpheus und Armida), Mozart (umfangreich mit Entführung, Idomeneo in einer deutschen Fassung von Niese und Rei ßiger, Figaro, Don Giovanni, Cosi fan tutte und Titus), Beethovens Fidelio, Weber (Frei schütz, Euryanthe, Oberon - 1859 in der 125. Vorstellung - Preziosa und Silvana), Spohr (Jessonda), K. Kreutzer (Das Nachtlager von Granada), die bereits erwähnten Papst, Ho ven (eigentlich Johann Vesque von Püttlingen), E. Naumann, Krebs und Herzog Emst 60 von Sachsen, Marschner (Der Vampyr, Der Templer und die Jüdin), Spielopern von Flotow, Lortzing (Der Wildschütz war übrigens die letzte Vorstellung im Theater auf dem Linckeschen Bade am 24.9.1858) und Nicolai (Die lustigen Weiber von Windsor sollen einer der großen Erfolge des Jahrzehnts gewesen sein).274 Von den Franzosen hörte und sah man Opern von Auber, Adam, Gounod, Mehul, Herold, und Boieldieu; Offenbach zog mit seinen Operetten ein. Von den Italienern gab es Donizetti, Bellini, Spontini, Rossini und Verdi; im Falle Verdi ist es selbst nach dem Misserfolg des Ernani erstaun lich, dass man nicht auf seine weiteren Opern der vierziger und fünfziger Jahre von La Traviata, Macbeth und Luisa Miller über Troubadour und Rigoletto bis Sizilianische Vesper zugegriffen hat. Gab Meyerbeer 1850 den Ton für das Repertoire an, so wurde gegen Ende des Dezenniums deutlich, dass mit den Wiederaufnahmen von Rienzi und Tannhäuser sowie der Erstaufführung des Lohengrin zukünftig Wagner eine dominie rende Rolle auf der Dresdner Bühne spielen könnte. War das Repertoire im Ganzen nicht auf der Höhe der Zeit? Waren der alternde Reißiger und der Routinier Krebs nicht in der Lage, den Aufführungen noch den angemessenen Glanz zu verleihen? Das mag hier dahingestellt bleiben. Im Konzert haben beide in jenen Jahren jedenfalls be wiesen, dass sie die Königliche musikalische Kapelle zu großen Leistungen führen konnten. Die Presse schrieb denn auch wiederholt, man solle doch statt mäßiger Opernvorstellungen von vornherein lieber Konzerte ansetzen. (D 49, D 59, F 118) Reißiger verstarb 1859. Mit seinem Tod endete eine wichtige, ereignisreiche Epoche der Dresdner Operngeschichte, die er in führender Position über mehr als drei Jahr zehnte wesentlich gestaltet hat. Die Kapelle verdankt ihm zuletzt noch, dass er nahezu am Ende seines Lebens mit ihr gemeinsam die Einrichtung von Abonnementskonzer ten durchgesetzt und diese bis heute ununterbrochen andauernde, lebendige Konzert tradition am 28. Oktober 1858 mit Werken von Haydn, Cherubini, Weber und Beetho ven eröffnet hat. 61 62 D O KUM EN TATIO N Einleitung Die Entwicklung der Konzerttätigkeit der Königlichen musikalischen Kapelle zu Dres den in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist trotz der verdienstvollen, älteren Schriften von Hans von Brescius,275 Kurt Kreiser276 und Otto Schmid277 bisher nicht systematisch und in größerem Umfang dokumentiert worden. Dafür soll durch die vorliegende Arbeit ein Anstoß gegeben werden. Sie beschäftigt sich mit dem Zeitraum zwischen dem Jahr 1817, in dem zum 1. Januar die Umwandlung der bisherigen Staatsanstalt in das vom Hofe finanzierte Königliche Hoftheater - bestehend aus Kö niglicher musikalischer Kapelle, Italienischer und Deutscher Oper sowie Schauspiel wirksam geworden ist und in dem am 17. Januar Carl Maria von Weber sein Dresdner Kapellmeister-Amt antrat, und dem Herbst 1858, als Abonnementskonzerte eingeführt wurden, die nach den bisherigen, episodenartigen Unternehmungen dieser Art erst mals von Dauer waren und bis heute kontinuierlich praktiziert werden. Damit war ein wichtiger Einschnitt in der Konzerttätigkeit des Orchesters zu registrieren, durch den seine bis dahin sehr vielfältige und verschiedenartige Konzertsaison ein stabiles künstlerisches und organisatorisches Gerüst erhielt.278 Sinn und Zweck des vorliegenden Projekts sollte sein, ein Material zusammenzu stellen und aufzubereiten, das sich im Wesentlichen in Annoncen, Berichten und Kriti ken von Dresdner Zeitungen fand (darunter die beiden ältesten Tageszeitungen - Dresdner Anzeiger und Abendzeitung mit 1600 bzw. 1400 Abonnenten um 1840), ergänzt durch einschlägige Notizen und Beiträge aus den überregionalen Publikationen Allge meine musikalische Zeitung und Neue Zeitschrift fü r Musik, die wohl vorrangig von Dresdner Korrespondenten beliefert worden sind. So ist es möglich, sich - neben der Zusammenstellung von Daten und Fakten - vor allem aus den lokalen zeitgenössi schen Zeugnissen ein doch recht plastisches und vielschichtiges Bild von der Konzert tätigkeit der Königlichen musikalischen Kapelle zu machen, von der Atmosphäre und den Verhältnissen im damaligen musikalischen Dresden, von den künstlerischen Be mühungen und Ergebnissen des Orchesters, von dessen Position im Konzertleben der Stadt sowie den öffentlichen Reaktionen darauf. Denn die Kritiker, deren Kenntnisse und Erfahrungen häufig spürbar über den lokalen Raum hinausreichten und die dem nach durchaus zu Vergleichen mit Leistungen außerhalb Dresdens befähigt waren, reflektierten die aktuelle Situation, zeigten Tendenzen auf, wiesen auf Versäumnisse hin, formulierten Anregungen und Forderungen, würdigten und „verrissen". Ergänzend wurden Akten aus dem Sächsischen Hauptstaatsarchiv hinzugezogen, die einige der Themenkreise tangieren und somit Einblicke in einige interne Vorgänge um Königshaus, Generaldirektion und Orchester erlauben. Gelegentlich gingen auch Mitteilungen aus leicht zugänglichen auswärtigen Zeitungen in die Auswertung ein (zum Beispiel Richard Wagner betreffend aus dem Kompendium Helmut Kirchmeyers279 und über Konzertmeister Franz Schubert aus den Beständen des historischen Ar chivs der Sächsischen Staatsoper Dresden). „Dresden-Literatur" wurde nicht vorrangig hinzugezogen bzw. nur dann, wenn sie sich zur Ergänzung anbot. Ebenso werden ei 63 nige sachbezogene Passagen aus Wagners Schriften zitiert. Obwohl über ca. 460 Kon zerte mit ca. 220 Komponisten und ca. 450 Interpreten Nachweis geführt und zu vielen von ihnen Kommentare ermittelt werden konnten, war Vollständigkeit bei der Erfas sung des Materials wohl kaum zu erreichen (zum Beispiel erwies sich als erschwerend, dass von manchen Zeitungen nicht mehr alle Jahrgänge komplett erhalten bzw. zu gänglich sind). Aber es sind immerhin genügend Fakten und Schilderungen verfügbar, um Einblick in Vorgänge um die Konzerttätigkeit der Königlichen musikalischen Ka pelle, in Situationen, Ereignisse, Pläne, Kämpfe, Bedingungen, Leistungen, Erfolge, auch Rückschläge, Enttäuschungen, Hindernisse und Mängel gewinnen und sich ein Urteil bilden zu können. Die zeitgenössischen Annoncen und Kritiken geben nicht durchweg über alle Pro grammpunkte der angekündigten oder besprochenen Konzerte und über deren an den jeweiligen Abenden tatsächlich gespielte Reihenfolge Auskunft; bei manchen ist gar kein Programm angegeben. Ebenso sind nicht immer alle Mitwirkenden genannt; dies betrifft vor allem die Dirigenten. Auch aus der Benennung von zwei Dirigenten auf einem Programmzettel, zum Beispiel für die Palmsonntagskonzerte, geht nicht gene rell hervor, welcher von beiden denn nun welches Werk geleitet hat. Mitunter lassen sich die Angaben aus verschiedenen Quellen zu einem Gesamtbild ergänzen. Die Zi tate aus Zeitungen und Zeitschriften beziehen sich fast ausschließlich auf die künstleri schen Leistungen der Kapelle, ihrer Dirigenten und Mitglieder; Bewertungen von Gästen und ausführlichere Beschreibungen der aufgeführten Werke ebenfalls zu erfas sen - so interessant, lesenswert und aufschlussreich sie oftmals auch sind - , hätten in diesem Rahmen zu weit geführt. Die Angaben zu den orchestralen Begleitungen konzertanter Beiträge in Schauspiel Vorstellungen, die - wie die Zwischenaktmusiken - auszuführen zu den ständigen (und, wie sich zeigt, lästigen) Verpflichtungen der Kapelle gehörten, wurden bei der Durchsicht der Zeitungen und der Theaterzettel-Bände des Hoftheaters nicht systema tisch, sondern nur beiläufig oder sporadisch erfasst. Die hier erfolgte Zusammenstel lung von über 200 Daten mit Titeln und Ausführenden bleibt also ergänzungsbedürf tig und ist eher als eine Anregung für weitere Nachforschungen zu sehen; aber sie vermag doch selbst in dieser unvollständigen Form eine gewisse Vorstellung von der Art und der Vielzahl der damit verbundenen Dienste des Orchesters zu vermitteln, die in die Gesamtbeurteilung seiner Aufgaben und Beanspruchung durch Oper, Kirche, Konzert und Kammer bisher kaum jemals angemessen beachtet oder einbezogen wor den sind. Komponisten und Gäste dieser von der Kapelle zu leistenden musikalischen Beiträge sind nicht in die entsprechenden Register zur Konzerttätigkeit unter 1.3 auf genommen worden. Eine alphabetisch geordnete Auflistung der Namen und die da zugehörigen Daten geben einen Überblick und beschließen das Kapitel „Zu Zwischen aktmusiken und der Begleitung konzertanter Beiträge in Schauspielaufführungen" (T). Bei der Betrachtung der Konzerttätigkeit der Königlichen musikalischen Kapelle ausgespart wurden (bis auf die Ausnahme vom 27.1.1833) die Hofkonzerte, das heißt jene Konzerte, welche die Kapelle oder einzelne ihrer Mitglieder, in Kammer- oder Or chesterbesetzung, bei Hofe und speziell für die Hofgesellschaft zu spielen hatten und für deren Gestaltung die jeweiligen Kapellmeister zuständig waren. Für ihre Ermitt lung war die Quellenlage bisher nicht zu klären, um wenigstens einen gewissen be 64 wertbaren Einblick in dieses Betätigungsfeld der Musiker erhalten zu können. Außer dem sind die sogenannten Festspiele aus höfischen Anlässen, ebenfalls mit musikali schen Beiträgen ausgestaltet, nicht aufgenommen worden. Diese waren zudem, wie auch die Hofkonzerte, im Allgemeinen - verglichen mit den sonstigen Konzerten einer breiten Öffentlichkeit nicht zugänglich. Im ersten Teil dieser Arbeit sind die Fakten zu den Konzerten - verschiedene Konzert formen, Daten, Konzertlokale, Programme, Mitwirkende, Anlässe und entsprechende Nachweise über Veröffentlichungen dazu in der Presse - zusammengestellt und alle in den Programmen genannten Komponisten und Interpreten in getrennten Registern mit Aufführungsdaten und, so weit möglich, mit biographischen Angaben erfasst. Der zweite Teil enthält, nach thematischen Gesichtspunkten geordnet, zeitgenössische Äußerungen zur Konzerttätigkeit der Königlichen musikalischen Kapelle. Jedem dieser Kapitel ist eine „Übersicht" - eine Zusammenschau, ein vorweggenommenes Fazit - der nachfolgenden Zitate vorangestellt, wobei, sofern es der Aufhellung von Zusammenhängen diente, Überschneidungen und auch Wiederholungen nicht immer zu vermeiden waren. Zu einigen Verfahrensweisen bei der Zusammenstellung des Materials ist darauf auf merksam zu machen, dass die Werktitel für die Programme so übernommen wurden, wie sie in den zeitgenössischen Ankündigungen und Berichten stehen; sie sind also nicht ge nerell durch die Originaltitel ersetzt bzw. vereinheitlicht worden. Deshalb können sich sowohl für fremdsprachliche als auch teilweise für deutsche Titel identischer Werke mit unter verschiedene Schreibweisen ergeben. Ebenso wurden die meist fehlenden Angaben zu Tonarten und Opuszahlen nicht ergänzt. Auch wurde der damals gebräuchliche, heute missverständliche Begriff „Musikchor" für die Mitwirkung zum Beispiel städtischer oder militärischer „Musikkorps", also Instrumentalformationen, in Kapellkonzerten beibehal ten. Die durch einen Rahmen kenntlich gemachten Konzerte waren Veranstaltungen der Königlichen musikalischen Kapelle bzw. ihrer Generaldirektion. Werktitel stehen im lau fenden Text wie auch Zitate dort und in den mit „Details" überschriebenen Abschnitten kursiv. Die Quellenangaben zu den Zitaten innerhalb dieser Teile erfolgen nicht wie üb lich per Fußnoten, sondern stehen im fortlaufenden Text. Für den Feser dürfte bei der Fülle an Verweisen eine solche Verfahrensweise praktikabler sein, da er nicht über mehr faches, sondern durch einfaches Nachschlagen direkt zur Quelle findet. Die Abkürzungen KM (Kammermusiker) und Kztmstr. (Konzertmeister) vor den Namen von Komponisten und Mitwirkenden machen Mitglieder der Königlichen musikalischen Kapelle kenntlich. Hinweise auf Fehler, die sich bei derart vielen Namen, Titeln und Zahlen unbeabsich tigt eingeschlichen haben könnten, sowie Ergänzungen sind erwünscht, werden an das Historische Archiv der Sächsischen Staatsoper Dresden erbeten und dort registriert. Abschließend gilt mein Dank Prof. Dr. Matthias Herrmann als Herausgeber, der Säch sischen Staatskapelle Dresden, deren Förderung dazu beigetragen hat, diese Publikation zu ermöglichen, und Dr. Vitus Froesch für Fayout und Redaktion der gesamten Arbeit. Außerdem danke ich für freundliche Unterstützung Janine Schütz vom Historischen Ar chiv der Sächsischen Staatsoper Dresden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sächsi schen Fandesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, des Sächsischen Hauptstaatsarchivs Dresden und des Stadtarchivs der Fandeshauptstadt Dresden. 65 I. Die Konzerte der Königlichen m usikalischen Kapelle - Generelle Übersicht 1.1. Die Mitwirkung der Königlichen musikalischen Kapelle in Konzerten, geord net nach Veranstaltern 1.1.1 Die Generaldirektion der Königlichen musikalischen Kapelle und des Hoftheaters sowie die Königliche musikalische Kapelle als Veranstalter Abonnementskonzerte 26.10.1821 - 30.11.1821 - 22.12.1821 - 01.02.1822 - 26.02.1822 - 22.01.1848 - 12.02.1848 - 08.03.1848 - 28.10.1848 -18.11.1848 - 16.12.1848 - 05.02.1849 - 21.02.1849 Konzert zum 300-jährigen Bestehen der Königlichen musikalischen Kapelle 22.9.1848 Konzerte zu Ehren der königlichen Familie 19.9.1818 - 20.9.1818 - 23.9.1818 - 12.8.1844 -17.5.1853 Palmsonntagskonzerte zum Besten des Pensionsfonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle 29.12.1826 (Gründungskonzert für den Pensionsfonds) - 8.4.1827 - 30.3.1828 - 12.4.1829 - 4.4.1830 - 27.3.1831 - 15.4.1832 - 31.3.1833 - 23.3.1834 - 12.4.1835 - 27.3.1836 - 19.3.1837 - 8.4.1838 - 24.3.1839 - 12.4.1840 - 4.4.1841 - 20.3.1842 - 9.4.1843 - 31.3.1844 - 16.3.1845 - 5.4.1846 - 28.3.1847 - 16.4.1848 - 1.4.1849 - 24.3.1850 - 13.4.1851 - 4.4.1852 - 20.3.1853 - 9.4.1854 -1.4.1855 -16.3.1856 - 5.4.1857 - 28.3.1858 Aschermittwochkonzerte zum Besten des Pensionsfonds für die Witwen und Wai sen der Königlichen musikalischen Kapelle 13.2.1850 - 5.3.1851 - 25.2.1852 - 9.2.1853 - 1.3.1854 - 21.2.1855 - 6.2.1856 - 25.2.1857 - 17.2.1858 Konzerte zum Besten des Pensionsfonds für das Königliche Hoftheater 29.9.1835 - 10.8.1836 - 27.8.1838 - 13.8.1839 - 27.8.1840 - 5.5.1855 Konzerte zum Besten des Pensionsfonds für den Sängerchor des Königlichen Hof theaters 8.11.1847 - 7.11.1848 - 7.11.1849 - 7.11.1850 - 7.11.1851 - 8.11.1852 - 7.11.1853 - 7.11.1854 - 7.11.1855 - 7.11.1856 - 7.11.1857 Extra-Konzerte mit prominenten Gästen im Hoftheater Paganini, Niccolo - Violine 23.1.1829 - 28.1.1829 - 30.1.1829 - 6.2.1829 (Zum Besten der Armen) Berlioz, Hector - Dirigent 10.2.1843 - 17.2.1843 - 22.4.1854 - 25.4.1854 - 29.4.1854 - 1.5.1854 66 David, Felicien Cesar - Dirigent 11.7.1845- 16.7.1845 Lind, Jenny - Sopran 15.3.1850 Liszt, Franz - Klavier 27.2.1844 Aschermittwochkonzerte zum Besten der Armen 13.2.1835 - 28.2.1838 - 13.2.1839 - 4.3.1840 - 24.2.1841 - 5.2.1845 - 25.2.1846 - 17.2.1847 - 8.3.1848 Weitere Konzerte zum Besten der Armen 23.9.1818 - 6.2.1829 - 12.2.1830 - 16.2.1831 - 4.9.1832 - 8.2.1833 - 15.2.1833 - 7.2.1834 - 27.8.1834 - 7.11.1834 - 26.2.1836 - 23.12.1836 - 23.12.1837 - 7.11.1838 - 23.12.1838 - 23.12.1839 - 23.12.1840 - 20.8.1841 - 29.7.1842 - 9.8.1843 - 23.12.1843 - 22.7.1844 - 19.8.1844 - 7.11.1844 - 11.8.1845 - 7.11.1846 - 23.12.1848 - 26.8.1850 - 26.8.1851 - 31.8.1852 - 29.8.1853 - 21.9.1854 - 29.8.1855 - 2.9.1856 - 27.8.1857 - 2.9.1858 Wohltätigkeitskonzerte aus aktuellen Anlässen 27.6.1817 für die Armen im Gebirge 9.4.1821 für die Blindenanstalt Dresden 12.4.1822 für die Blinden- und Erziehungsanstalt Dresden 6.6.1824 für die Geschädigten eines Stadtbrandes in Schwarzenberg 28.6.1826 zum Besten der hilfsbedürftigen Griechen, für die unglücklichen Chris ten in der Levante 13.8.1829 zum Besten der „neuerrichteten Schullehrer-Witwen- und Waisen-Pensionskasse" in Radeberg 22.10.1830 für das Lessingsche Barmherzigkeitsstift in Kamenz 22.6.1833 für die Geschädigten eines Stadtbrandes in Reichenbach 16.10.1840 für die Geschädigten von Stadtbränden in Markneukirchen und Elster berg 1.6.1842 für die Geschädigten eines Stadtbrandes in Hamburg und des Brandes in Ehrenfriedersdorf 17.8.1842 für die Geschädigten eines Stadtbrandes in Kamenz 7.11.1842 für die Geschädigten von Stadtbränden in Oschatz, Brambach und Sayda 5.5.1843 zum Besten der Hilfsbedürftigen im sächsischen Erzgebirge 20.5.1844 für die durch Wolkenbruch und Hagelschlag in Wachwitz bei Dresden Verunglückten 1.12.1845 zugunsten verwahrloster Kinder 23.4.1848 für Notleidende im Erzgebirge 5.5.1849 für in Schleswig-Holstein invalid gewordene Soldaten aus Sachsen 22.6.1849 für den Hilfsverein Dresden 5.1.1850 für die Diakonissenanstalt Dresden 67 12.1.1850 für die Armen-Versorgungsbehörde 25.2.1850 für den Auswanderungsverein Dresden 17.5.1853 für die hilfsbedürftigen Lehrerwaisen im Königreich Sachsen 7.2.1854 für obererzgebirgische und vogtländische Frauenvereine 7.4.1856 für die Diakonissenanstalt Dresden Konzerte zugunsten von Stiftungen 17.9.1839 Beethoven-DenkmalBonn 16.4.1842 Naumann-Stiftung 21.2.1844 Naumann-Stiftung 11.2.1854 „für milde Stiftungen" Konzerte im Hoftheater (zum Beispiel nach Aufführungen des Schauspiels) 7.3.1818 - 7.3.1819 - 16.4.1839 - 6.2.1844 - 8.2.1844 - 13.2.1844 - 16.2.1844 - 16.2.1846 - 20.2.1846 - 30.5.1850 - 2.6.1851 1.1.2. Mitglieder der Königlichen musikalischen Kapelle als Veranstalter von Musikalischen Akademien unter Mitwirkung der Kapelle Beyer, Christian Albert - Viola 6.12.1830 - 16.11.1833 (siehe auch Eisert) Dotzauer, Justus Johann Friedrich - Violoncello 24.1.1817 - 15.12.1817 - 8.12.1820 - 2.4.1824 - 21.1.1825 Eisner, Carl Christian - Horn 1.11.1836 (noch als Kaiserlich russischer KM) - 29.11.1837 -12 . oder 16.12.1842 - 11.11.1853 Forkert, Gotthelf - Klarinette 21.2.1853 Fürstenau, Anton Bernhard - Flöte 13.10.1820 - 12.10.1821 - 10.10.1823 - 15.10.1824 - 29.12.1825 - 13.10.1826 - 19.10.1827 - 17.10.1828 - 30.4.1830 - 26.10.1832 -17.11.1834 - 23.11.1835 13.12.1836 -1.11.1838 - 27.11.1840 - 7.11.1843 Fürstenau, Moritz 28.10.1846-26.11.1849 Haase, August Wilhelm - Horn 29.11.1822 - 31.3.1826 - 30.3.1827 - 2.5.1828 - 4.12.1829 - 1.2.1833 - 18.4.1834 - 21.12.1835 - 7.11.1837 - 7.11.1839 - 17.3.1841 Haase, Ludwig Friedrich Leopold - Violine und Horn 29.11.1822 (siehe auch A .W .H aase) - 31.3.1826 (siehe auch A. W .Haase) - 30.3.1827 (siehe auch A. W. Haase) - 2.5.1828 (siehe auch A. W. Haase) - 4.12.1829 (siehe auch A. W. Haase) Hübler, Heinrich Karl August - Horn 16.1.1851 (im Homquartett mit J.E .Schlitterlau, F .A .M oschke und J.W .L orenz) - 28.2.1853 (dto.) 68 Kotte, Johann Gottlieb - Klarinette 30.12.1823 - 30.12.1824 - 24.11.1826 - 21.3.1828 - 27.3.1829 - 19.3.1830 - 14.2.1832 - 1.3.1833 - 17.2.1834 - 9.2.1835 - 7.3.1836 - 9.3.1839 - 4.2.1841 - 20.1.1842 - 11.12.1843 - 20.3.1846 - 4.2.1848 - 5.4.1853 Kummer, Friedrich August - Violoncello 17.11.1825 - 7.11.1829 - 15.3.1832 - 17.1.1834 - 25.1.1836 (siehe auch F. Schubert) - 21.4.1838 - 25.2.1839 (siehe auch F. Schubert) - 1.11.1840 - 21.11.1842 - 25.11.1848 Kummer, Gotthelf Heinrich - Fagott 17.3.1820 - 16.11.1821 - 14.11.1823 - 28.11.1823 - 25.2.1825 - 28.12.1827 - 22.12.1829 Lauterbach, Friedrich Wilhelm - Klarinette 16.4.1830 (siehe auch J. G. Lauterbach) -10.2.1852 Lauterbach, Johann Gottlob - Klarinette 3.12.1824 - 16.4.1830 (siehe auch F. W. Lauterbach) Lewy, Joseph Rudolf - Horn 12.3.1840 Lipinski, Karl - Violine 7.11.1836 (noch als Erster Violinist des Kaisers von Russland) - 12.11.1836 (dto.) - 3.1.1838 (dto.) - 12.3.1849 Lorenz, Friedrich - Fagott 17.12.1824 - 9.3.1827 -18.12.1828 -10.11.1834 Lorenz, Johann Wilhelm - Horn 16.1.1851 (im Hornquartett mit H. K. A. Hübler, J. E. Schlitterlau und F. A. Moschke) - 28.2.1853 (dto.) Moschke, Friedrich August - Horn 16.1.1851 (im Homquartett mit H. K. A. Hübler, J. E. Schlitterlau und J. W. Lorenz) - 28.2.1853 (dto.) Peschel, Gottlieb sen. - Fagott 30.3.1821 - 3.3.1824 - 17.2.1826 -19.12.1830 Peschke, Carl Gottlob - Violine 29.12.1820 Poland, Franz - Viola 9.3.1827 -18.12.1828 - 2.4.1832 Riccius, Heinrich - Violine 26.2.1856 Rolla, Giuseppe Antonio - Violine 19.12.1823 -19.11.1824 - 9.12.1825 -17.12.1826 -11.4.1828 - 5.2.1830 -12.4.1833 -12.1.1835 Schlitterlau, Julius Ernst - Horn 16.1.1851 (im Hornquartett mit H. K. Hübler, F.A .M oschke und J.W .L orenz) - 28.2.1853 (dto.) Schubert, Franz - Violine 23.4.1830 - 15.3.1832 - 25.4.1834 - 25.1.1836 (siehe auch F. A. Kummer) - 25.2.1839 (siehe auch F. A. Kummer) Seelmann, Friedrich - Violine 1.3.1855 Tröstler, Friedrich - Violine 17.11.1851 -21.3.1854 69 1.1.3 Mitglieder des Königlichen Hoftheaters als Veranstalter von Konzerten unter Mitwirkung der Königlichen musikalischen Kapelle Babnigg, Emma - Sopran 19.4.1847 Bayer-Bürck, Marie - Deklamation 20.4.1855 Becker, Karl - Bariton 2.5.1854 Biedenfeld(-Bonaseglia), Eugenie von - Sopran 1.5.1818 Dettmer, Carl Wilhelm - Bass 14.3.1849 Mayer, Friedrich August - Bass 3.10.1828 Metzner, Adelheid - Sopran 22.4.1825 Palazzesi, Matilde - Sopran 17.10.1828 Schiasetti, Adelaide - Mezzosopran 11.5.1832 Schröder-Devrient, Wilhelmine - Sopran 11.3.1837 Zezi, Alfonso - Bariton 6.12.1833 1.1.4 Dresdner und auswärtige Künstler als Veranstalter von Musikalischen Akademien und Konzerten unter Mitwirkung der Königliche musikalischen Kapelle Auer(n)hammer-Czeka, Marianna - Gesang 28.12.1822 Bärmann, Heinrich Joseph 18.12.1820-30.11.1832 Barth, Christian Frederik - Oboe 25.2.1820 Belville-Oury, Anna Caroline de - Klavier (siehe auch Oury-Belville, Anna Caroline de) 24.9.1830-21.4.1834 Bender (Madame) - ? 8.8.1820 Beriot, Charles Auguste de - Violine (siehe auch P. Garcia) 1.8.1838-6.8.1838 Berkenbusch, F. - Flöte 9.10.1829 Berwald, Friederike, Julie und Hedda - Gesang 30.6.1847 Bertrand, Aline - Harfe 20.12.1828 - 26.12.1828 Birovsky, Wilhelm - Tenor 31.10.1831 Blahetka, Feopoldine - Klavier 12.5.1826 Blankmeister, Emil - Klavier 4.2.1836 Botgorschek, Franz - Bass 11.10.1837-4.4.1840 Boucher, Alexandre-Jean - Violine, und Boucher-Gallyot, Celeste - Harfe und Klavier 3.4.1821 Brock, Em st - Klavier 1.5.1847 Bull, Oie - Violine 15.12.1840 Butze, Amalie - Klavier 25.10.1839-8.11.1841 Carl, Henriette - Gesang 5.10.1836 - 13.10.1836 Catalani, Angelica - Sopran 21.9.1818 Ciccarelli, Angelo - ? 3.5.1845 Conradi, Franz Paul von - Violine 3.4.1818 Crescini, Adelina - Alt o.D. - 7.1.1837 David, Felicien Cesar - Dirigent 22.1.1849 70 Döge, Auguste und Emilie - Flöte Dreyschock, Alexander - Klavier Drouet, Louis Franz - Flöte Duflot-Maillard (Madame) - Gesang Eichhorn, Em st und Eduard - Violine Eisert, Johann Anton - Klavier (siehe auch C. A. Beyer) Emst, Heinrich Wilhelm - Violine Fasano, Tommaso - Klarinette Feron (Madame) - Gesang Filipowicz (Madame) - Violine Fink, Charlotte - Klavier Friebe, G. - Flöte Friedrich geb. Holst - Harfe Garcia, Pauline - Sopran (siehe auch Ch. A. de Beriot) Ghus (Ghys), J. - Violine Giulou, J. - Flöte Goldschmidt, Otto - Klavier (siehe auch J. Lind bzw. J. Goldschmidt-Lind) Goldschmidt-Lind, Jenny - Sopran (siehe J. Lind) Grünberg, G. - Flöte Gugel, Joseph - ? Harder, Marie von - Klavier Henselt, Adolph - Klavier Hermstedt, Johann Simon - Klarinette Hindle, Johann - Kontrabass Hoffmann, Sophie - Gesang Hummel, Johann Nepomuk - Klavier Kalkbrenner, Friedrich Wilhelm Michael - Klavier Kaufmann, Friedrich, Akustiker und Instrumentenbauer - Harmonichord Kiesheim, Anton Freiherr von - Deklamation Kloss, Carl - Dirigent Kraus-Wranitzky (Madame) - Gesang Kressner, Otto - Flöte und Kressner, Emilie - Gesang Kreutzer, Konradin - Klavier Krogulski, Jozef - Klavier Lacombe, Louis und Felice - Klavier Laidlaw, Robena Ann - Klavier 7.3.1840 11.12.1846 19.4.1822 22.3.1841 24.1.1834 - 3.2.1834 - 10.3.1834 - 20.1.1845 16.11.1833 24.1.1840 - 30.1.1840 - 16.1.1845 28.1.1845 3.2.1842 13.5.1819 5.10.1832 13.2.1840 28.1.1834 7.11.1835-3.12.1835 I.8 .1838-6.8.1838 29.3.1837 II.1 .1827-5 .2 .1827 11.2.1854 24.3.1828-3.1.1831 4.12.1818 5.12.1853 - 6.12.1854 -19.3.1855 1.12.1855 28.1.1837 - 11.1.1838 -15.8.1853 23.11.1821 (18.4.1828) -18.11.1828 16.10.1829 3.4.1820 - 7.4.1826 - 3.4.1834 24.5.1833 8.4.1824 - 8.10.1846 2.6.1851 25.4.1836 - 4.3.1837 19.4.1833 2.11.1828-9.1.1829 7.3.1818 14.2.1826 20.6.1834 - 30.4.1838 15.6.1837 71 Lewy, Eduard Constantin - Horn 15.8.1838 Lind, Jenny - Sopran 11.2.1854 - 16.1.1855 Litolff, Henry -Klavier 15.11.1844 -14.5.1845 Lwoff, Alexej F. von - Violine 4.6.1844 Machui, Heinrich von - Flöte 23.4.1824 Marioni (Demoiselle) - Gesang 4.6.1819 Mayer, Charles - Klavier 25.11.1846 - 4.3.1848 -13.4.1849 Mazas, Jacques Ferreol - Violine 15.9.1823 Milder-Hauptmann, Anna - Sopran 14.8.1826 Molique, Bernhard - Violine 7.12.1832 Mortier de Fontaine, Henri Louis Stanislas - Klavier, und Mortier de Fontaine (Madame) - Gesang 11.1.1845 - 19.4.1845 - 30.4.1845 Moscheies, Ignaz - Klavier 7.10.1824 - 9.11.1826 - 7.1.1845 Nanni, Ranieri - Oboe und Englischhorn 6.5.1818 Nissen, Henriette - Gesang 4.3.1850 Novello, Ciara - Sopran 7.3.1838 Oury-Belville, Anna Caroline de - Klavier 24.9.1830 - 21.4.1834 Oury, Antonio James - Violine 23.1.1829 - 21.4.1834 Pechwell, Antonia - Klavier 7.1.1820 -15.3.1833 (siehe auch Pesadori-Pechwell) Perthaler, Caroline - Klavier 24.4.1829 Pesadori-Pechwell, Antonia - Klavier (siehe Pechwell, Antonia) Pesadori, Ranuzio - Tenor 15.3.1833 Pixis, Francilla - Gesang Pixis, Johann Peter - Klavier 22.10.1935 Pleyel, Marie - Klavier 16.11.1839 - 25.11.1839 P ott,A ugu st-V io line 10.4.1834 Prum e,Franyois-V ioline 15.2.1845 Puccita, Vincenzio - Komponist (und Dirigent?) 13.5.1819 Ries, Ferdinand - Klavier 4.1.1827 Romberg, Andreas Jakob - Violine 9.3.1818 Romberg, Bernhard - Violoncello 9.3.1819 - 22.10.1824 Schäfer, Nicolai und Edmund - Violine 1.4.1837 Schirmer, Friederike - Deklamation 25.3.1817 Schmiedel, Cecilie - Klavier 18.10.1833 Sedlatzek (Herr) - Flöte 12.5.1821 Servais, Adrien Francois - Violoncello 13.4.1844 Shaw, Mary - Gesang 11.3.1839 Siebert, Franz - Bass, und Siebert, Clara - ? 22.5.1822 - 22.9.1823 Sivori, Camillo - Violine 27.9.1841 Stahl, Louise - Klavier 1.4.1827 - 22.1.1830 Stoll, Franz - Gitarre 29.12.1835 Szymanowska, Marie - Klavier 1.10.1823 72 Taschenberg, Carl Gottlob oder Christian Ludwig - Dirigent 5.11.1824 Thalberg, Sigismund - Klavier 29.6.1830 - 19.12.1938 13.2.1841 - 27.2.1841 Wehner, Rudolf - Klavier 12.1.1852 Wieck, Clara - Klavier 10.1.1831 - 27.1.1831 - 30.1.1836 18.2.1836 - 9.12.1836 Willmers, Rudolf - Klavier 12.11.1838 Wörlitzer, Friedrich - Klavier 26.6.1828 Wohllebe, C.F. - Klarinette 20.2.1837- 29.2.1840 Würfel, Wenzel Wilhelm - Klavier 24.10.1823 1.1.5 Mitwirkung der Königlichen musikalischen Kapelle in Wohltätigkeitskonzer ten auswärtiger Künstler 6.2.1829 zum Besten der hiesigen Armen (Paganini) 19.4.1845 für die Opfer der Überschwemmung (Mortier) 3.5.1845 für die Opfer der Überschwemmung (Ciccarelli) 5.12.1853 für die Turmuhr der evangelischen Kirche in Dresden-Neustadt (Harder) 16.1.1855 für „milde Zwecke" (J. Lind-Goldschmidt) 20.4.1855 für die Gründung einer Kinder-Bewahranstalt des Frauenvereins Dresden (Bayer-Bürk) 1.1.6 Mitwirkung der Königlichen musikalischen Kapelle im Konzert eines auswärtigen Künstlers zugunsten einer Stiftung 15.8.1853 Thiedge-Stiftung zur Unterstützung von Künstlern und Dichtern (Henselt) 1.1.7 Zentrale Veranstaltungen unter Mitwirkung der Königlichen musikalischen Kapelle 6.7.1839 300 Jahre Reformation in Sachsen 6.7.1843 Allgemeines Männergesangfest in Dresden 28.8.1849 Goethe-Feier Dresden 29.8.1849 Goethe-Feier Dresden 28.7.1850 Bach-Säkularfeier 1.1.8 Beteiligung der Königlichen musikalischen Kapelle an Konzerten von Dresdner Veranstaltern 16.11.1836 Wohltätigkeitskonzert für die Witwen und Waisen der Volksschullehrer 13.3.1839 Konzert der Dreyssigschen Singakademie mit der ersten vollständigen Aufführung von Beethovens „Missa solemnis" in Dresden 14.3.1843 Konzert der Dreyssigschen Singakademie mit Beethovens „Missa solemnis" 73 3.4.1844 Karfreitagsoratorium in der Kreuzkirche „Des Heilands letzte W orte" von Julius Otto 2.5.1848 Wohltätigkeitsonzert der Dreyssigschen Singakademie mit Haydns „Schöpfung" 18.10.1848 Große geistliche Musik in der Frauenkirche 28.10.1850 Konzert der Dreyssigschen Singakademie anlässlich der Bach-Säkularfeier mit der ersten Dresdner Aufführung von Bachs h-Moll-Messe mit Orchester 27.1.1853 Konzert für den unter dem Patronat der Königin stehenden Rath- und Hilfsverein Dresden 27.1.1855 Konzert für den „Rath- und Hilfsverein zur Feier des Geburtstages seiner Allergnädigsten Schutzherrin, Ihrer Majestät der Königin Marie" 29.1.1856 Konzert für den „Rath- und Hilfsverein..." (wie 27.1.1855) 14.10.1856 Konzert der Dreyssigschen Singakademie mit Mendelssohns „Elias" 29.1.1857 Konzert für den „Rath- und Hilfsverein..." (wie 27.1.1855) 30.1.1858 Konzert der Dreyssigschen Singakademie mit der Erstaufführung von Bachs Weihnachtsoratorium 1.1.9 (Bisher) unbekannter Veranstalter 19.7.1858 1.1.10 Mitwirkung der Königlichen musikalischen Kapelle bzw. einer Anzahl ihrer Mitglieder in Konzerten außerhalb Dresdens Görlitz, Nikolaikirche 15.5.1823 (Die Schöpfung) Meißen, Dom 29.3.1850 (Elias) - 14.4.1854 (Das Weltgericht) - 6.4.1855 (DerMessias) 9.5.1858 (David/Reißiger; Lofegesang/Mendelssohn) Radeberg 13.8.1829/ür eine neu errichtete Schullehrer-Witwen- und Waisen-Pensionskasse (Elias) 74 1.2 Konzerte der Königlichen musikalischen Kapelle zwischen 1817 und 1858 Übersicht Zu Konzerttagen und Anfangszeiten In der vorliegenden Arbeit sind etwa 460 Konzerte der Königlichen musikalischen Ka pelle von Januar 1817 bis September 1858 erfasst, die sie selbst bzw. die Generaldirek tion des Königlichen Hoftheaters veranstaltete oder für die sie in Koordination mit den Opern-, Theater- und Kirchendiensten ihre Mitwirkung Zusagen konnte. Bevorzugter Konzerttag war mit Abstand der (vorstellungsfreie) Freitag (ca. 135), gefolgt von Montag (ca. 70), Mittwoch (ca. 65), Sonnabend (ca. 50, obwohl dieser als kein guter Konzerttag bezeichnet wurde, siehe unter S 23), Dienstag, Donnerstag und Sonntag (jeweils ca. 45). Die meisten Konzerte (etwa 300) fanden in den verschiedenen Sälen Dresdens statt; im Hotel de Pologne, im Saal der „Harmonie" und im Hotel de Saxe (zu diesen Sälen siehe unter C). Die überraschend große Zahl leitet sich vor allem von den vielen Musikalischen Akademien her, für welche die Königliche musikalische Ka pelle um ihre Unterstützung gebeten wurde. Auf die Wochentage gesehen, war Spit zenreiter bei diesen Veranstaltungen wiederum der Freitag (110), an zweiter Stelle stand der Montag (59), danach kamen Donnerstag (37), Sonnabend (33), Dienstag (31), Mittwoch (26) und als Schlusslicht Sonntag (6). Im Hinblick auf die weiteren Veran staltungsorte lassen sich folgende Angaben machen: Konzerte im Großen Opernhaus am Zwinger sind hier 29 verzeichnet, angeführt von 22 Palmsonntagskonzerten, au ßerdem weitere Abende an Sonnabenden, an Freitag und Montag; Dienstag und Don nerstag fehlen ganz. In Sempers Hoftheater mit insgesamt 68 nachgewiesenen Kon zerten liegt der Mittwoch an der Spitze (20, darunter 2 Abonnementskonzerte und seit 1850 die Aschermittwochkonzerte), nach ihm kommen der Sonntag (13), der Freitag und der Sonnabend (je 10, darunter an Sonnabenden 5 Abonnementskonzerte), der Montag (7, darunter ein Abonnementskonzert), der Dienstag (5) und der Donnerstag (3). Das Moretti-Theater erlebte 24 Konzerte, die an jedem Tag der Woche außer Don nerstag stattgefunden haben: freitags 10, mittwochs 7, dienstags, sonnabends und sonntags je 2, montags 1. Im Palais des Großen Gartens waren für die Kapelle an jedem Wochentag Konzerte möglich: Montag und Dienstag je 6, Mittwoch 5, Donnerstag 4, Freitag 2, Sonnabend 1, an Sonntagen jedoch nicht. Für die Frauenkirche konnten nur 7 Konzerte mit Beteiligung der Königlichen musikalischen Kapelle verzeichnet werden: an Dienstagen 2, ansonsten jeweils 1, donnerstags keins. Die Neustädter Kirche bildete für 5 Konzerte den Rahmen: 2 am Mittwoch sowie Dienstag, Donnerstag und Freitag je 1. Die Anfangszeit für die Mehrzahl der Konzerte lag bei 18.00 Uhr, häufig begann man auch 19.00 Uhr, seltener 18.30 Uhr, nur ausnahmsweise 20.00 Uhr. Im Palais des Großen Gartens fing man bevorzugt - es lag ja außerhalb der Stadt - 16.00 Uhr, manchmal aber auch schon 15.00 Uhr oder seltener erst zwischen 16.30 Uhr und 18.30 Uhr an. Die Konzerte in der Frauenkirche waren für 15.00 Uhr oder 16.00 Uhr, in der Neustädter Kirche zwischen 16.30 Uhr und 18.00 Uhr angesetzt. 75 Die Eintrittspreise waren unterschiedlich gestaltet. Für die Konzerte im Großen Opernhaus und im Semperschen Hoftheater kostete das teuerste Ticket im Allgemei nen einen Taler, das preiswerteste 8 Groschen (bis ca. 1840) bzw. 10 bis 15 Neugro schen (ab ca. 1840). Ausnahmen betrafen beispielsweise Konzerte von Franz Fiszt und für die Naumann-Stiftung, beide 1844 im Königlichen Hoftheater, mit einer Preis spanne zwischen 2 Talern und 10 Neugroschen. Zm einigen Konzertformen und deren Programmgestaltung Die Palmsonntagskonzerte zugunsten des Pensionsfonds für die Witwen und Waisen der Kapellmitglieder bildeten seit 1827 sowohl von ihrer regelmäßigen Wiederkehr als auch durch den alljährlich fixen Zeitpunkt und von der Art ihrer Programmgestaltung her die Konstante in der vielfältigen Konzerttätigkeit der Königlichen musikalischen Kapelle. Nach dem Gründungskonzert für den Fonds im Dezember 1826 wurden bis 1858 am Sonntag vor Ostern 32 Konzerte musiziert. Sie fanden von Beginn an im Gro ßen Opernhaus am Zwinger statt und zogen nach dessen Zerstörung 1849 mit dem Jahr 1850 in Gottfried Sempers neues Königliches Hoftheater ein. Erst ab 1847 einigte man sich verbindlich als feste Bezeichnung auf Große Musikaufführung. Bis dahin wa ren verschiedenste Ankündigungen gebräuchlich wie: Konzert zum Besten des Unter stützungsfonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle, Musikalische Akademie, Große musikalische Akademie, Musikaufführung, Vokalund Instrumentalakademie, Große Vokal- und Instrumentalakademie, Großes Vokalund Instrumentalkonzert und Große geistliche Musik (dies auch - was kritisiert wurde - , wenn außer einem Oratorium noch eine Sinfonie als „nicht sakrales" Werk auf dem Programm stand). In der Nachfolge bzw. zur Ablösung des seit dem ersten Drittel des 18. Jahrhun derts etablierten Karsamstag-Oratoriums wurde das Palmsonntagskonzert ursprüng lich tatsächlich als „Geistliche M usik" in Gestalt einer Oratoriums-Aufführung konzi piert und vom König genehmigt. Aber schon seit 1828 trat als weiterer, wichtiger mu sikalischer Schwerpunkt die Sinfonie hinzu - sei es, um Attraktivität und Anziehungs kraft der Konzerte noch zu erhöhen, sei es, um endlich auch der Kapelle die Möglich keit zu erschließen, regelmäßig Sinfonien zu spielen und dadurch diese in Dresden sonst kaum in angemessener Qualität zu hörenden Orchesterwerke dem interessierten Publikum zugänglich machen zu können. Die Betonung dieser beiden inhaltlichen Komponenten - denen nur ausnahmsweise noch einzelne, kürzere Stücke hinzugefügt wurden - führte dazu, dass an den Palmsonntagen die konzentriertesten und konse quentesten Konzertprogramme der Königlichen musikalischen Kapelle dargeboten wurden; allerdings waren sie oft von beträchtlicher Fänge. In der Vokalsinfonik dominierten Komponisten des 18. Jahrhunderts und die Klas siker. Mehrere Werke erlebten im Faufe der Jahre Reprisen. Händel führt auf beachtli che Weise mit Judas Maccabäus, Der Messias (daraus auch als Einzelstück das Halleluja), Jephta, Samson und Alexanderfest die Fiste an. J. S. Bach erregte mit den beiden Darbie tungen der Matthäuspassion hohe Aufmerksamkeit; vor allem die erste 1833 verdient als eine künstlerische Tat ersten Ranges gewürdigt zu werden. Ihr folgte am Palm 76 sonntag 1858 das 'Weihnachtsoratorium, bei dessen Dresdner Erstaufführung die Kapelle bereits ein Vierteljahr zuvor in einem Konzert der Dreyssigschen Singakademie mit gewirkt hatte. Zu nennen sind aus jener Epoche - möglicherweise als Entdeckungen für Dresden - Pergolesis Stahat mater und A. Scarlattis Tu es Petrus sowie C. H. Grauns im 19. Jahrhundert noch immer populärer Tod Jesu. Natürlich erklangen Haydns Schöpfung vollständig und in Teilen (auch in italienischer Sprache) sowie Die Jahreszei ten. Mozart war mehrfach mit dem Requiem und Davidde penitente vertreten. Von Beet hoven hörte man Christus am Ölberg (einmal sogar, wohl unter Morlacchis Leitung, auf italienisch) sowie Kyrie und Gloria aus der Missa solemnis. Cherubini war mit einer Messe vertreten. Ob auch Zeitgenossen gespielt werden sollten, wurde in der Kapelle kontrovers diskutiert. So fanden lediglich Friedrich Schneider (Das Weltgericht) und Mendelssohn Bartholdy (Paulus, u.a. 1843 unter der Leitung des Komponisten, Elias und Der 42. Psalm) Eingang in diese Konzerte. Von den früheren Dresdner Meistern besann man sich auf den noch immer hoch verehrten J. G. Naumann (Vater unser und Schlussgesang aus I Pellegrini al sepulcro). Morlacchi hatte angeregt, dass Kompositio nen lebender Dresdner Hofkapellmeister in den Palmsonntagskonzerte nicht gespielt werden sollten; 1842 nahm die Kapelle Terzett und Schlusschor aus seinem Oratorium Isacco in die Vortragsfolge auf - nun wohl zum Gedenken an ihren im Oktober des Vorjahres verstorbenen Dirigenten. Reißiger fühlte sich dann zehn Jahre später nicht mehr an die Empfehlung seines langjährigen Kollegen gebunden und dirigierte in die sem Rahmen die Uraufführung seines David. Die Oratorien standen übrigens stets im ersten Teil des Programms. Die Auswahl der sinfonischen Literatur beschränkte sich auf lediglich zwei Kom ponisten: in mehr als bescheidener Weise auf Mozart mit je einer Aufführung der (vermutlich späten) g-Moll- und der Jupitersinfonie sowie, die Szene beherrschend, auf Beethoven: Von ihm wurden einmal die 2., dreimal die 3., dreimal die 4., fünfmal die 5., einmal die 6., viermal die 7., viermal die 8. und sechsmal die 9. Sinfonie angesetzt; die „Erste" blieb außen vor. Bemerkenswert ist, dass nicht nur die „Favoriten" (Nr. 3, 5 und 7, später die „Neunte") dominierten, sondern auch Nr. 6 sowie Nr. 4 und 8 wie derholt gespielt wurden. Der „Neunten" kam nach Wagners triumphaler Aufführung 1846 eine Sonderstellung zu, indem sie zunächst in kürzeren Abständen gespielt und ab den 1890er Jahren sogar alljährlich für den Palmsonntag verbindlich wurde, und das bis in die neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts (nur ganz wenige Ausnahmen bestätigen diese Regel). Die (nicht unumstrittene) Konzentration auf die Beethoven Sinfonien mag einerseits in ihrer großen Anziehungskraft auf das Publikum begründet gewesen sein, andererseits aber auch an den stets sehr begrenzten Probenzeiten der Kapelle gelegen haben: Man spielte wohl, was - neben der Einstudierung der großen Oratorien - mit denkbar geringem Aufwand, aber größtmöglicher Qualität und Wir kung zu realisieren war. Nicht von ungefähr erlebten diese Sinfonien - „der Einfach heit halber", könnte man sagen - auch in anderen Konzertformen immer wieder Re prisen. (Diese Art von „rationellem" Werkaustausch lässt sich darüber hinaus häufig auch zwischen weiteren Programmen der Kapellkonzerte feststellen.) Dass vor allem die Zeitgenossen unter den Sinfonikern - zum Beispiel Schubert, Schumann, Mendels sohn, Spohr u.a., ganz zu schweigen von Berlioz - in dieser Konzertserie fehlten, mag 77 an der Forderung Morlacchis gelegen haben, bei den Palmsonntagskonzerten im Hin blick auf die notwendigen Einnahmen für den Witwen- und Waisenfonds auf jegliche Experimente mit Stücken lebender Komponisten zu verzichten und ausschließlich dem Bewährten, Klassischen, „Sicheren" (er meinte: Werke bereits verstorbener Meister) zu vertrauen. Diese Haltung behielt offensichtlich bis in die 1850er Jahre die Oberhand. Die Erlöse der A scherm ittw ochkonzerte, die 1835 im allgemeinen Interesse „zum Besten der Armen" eingeführt worden waren, kamen von 1850 an - bis 1858 insgesamt neunmal - ebenfalls dem Pensionsfonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle zugute. Nachdem das Orchester durch den Brand des Großen Opernhauses am Zwinger im Jahre 1849 gezwungen war, die Palmsonntagskonzerte in Sempers mit weit geringerer Platzkapazität ausgestattetes Hoftheater zu verlegen, sollten die Aschermittwochkonzerte dazu dienen, dem Fonds auch zukünftig die not wendigen Einnahmen, zumindest in bisheriger Höhe, zu garantieren. Ihre Programme waren inhaltlich breiter angelegt: Sie standen etwa in der Mitte zwischen den „strenge ren" Palmsonntags- und Abonnementskonzerten einerseits und den bereits zu einer gewissen „Buntheit" neigenden Wohltätigkeitskonzerten andererseits. Die Basis bil dete hier die Sinfonie; bis 1858 enthielt, mit einer Ausnahme, jedes Programm ein sin fonisches Werk, manche sogar zwei. Das sinfonische Repertoire war gegenüber den Palmsonntagskonzerten etwas reicher und „moderner" angelegt. Neben Beethovens Nr. 5 und 8 sowie Mozarts Jupitersinfonie hörte man immerhin drei Haydn-Sinfonien: in G- (einmal mit Militär bezeichnet, also Nr. 100), B- und Es-Dur mit insgesamt sechs Aufführungen, Schumanns „Erste", Schuberts „Große" in C-Dur und Berlioz' Sinfonie fantastique. Als orchestrale Beiträge traten ergänzend Beethovens Prometheus-Musik, eine nicht näher bezeichnete Orchestersuite Bachs (die bei ihrer ersten Aufführung im November 1852 so einschlug, dass sie bis 1856 sogleich noch vier weitere Aufführun gen erlebte) und Ouvertüren von Gluck, Cherubini, Mendelssohn und Reißiger hinzu. Die Programme hatten ebenfalls einen vokalen Anteil. Er bestand selten in A-cappella- Chören (Lotti, Nicolai), vor allem aber in Werken mit Orchester wie Beethovens Chor fantasie, dem 3. Teil aus Haydns Schöpfung, dem Loreley-Finale von Mendelssohn Bartholdy, einem Oratorium von E. Naumann, dem Enkel des einstigen Dresdner Hofkapellmeisters J. G. Naumann, Psalmen von Reißiger und einem Te Deum von Krebs. Außerdem traten Arien aus Opern und Oratorien von Stradella, Mozart, Beet hoven, Benedict, Rossini und Mendelssohn Bartholdy hinzu. Was Neuheiten in beiden Reihen betrifft, zeigt sich in den Annoncen die an anderer Stelle (siehe 1.2.3) erwähnte, indifferente Bezeichnung. Eine B-Dur-Sinfonie Haydns war „neu für Dresden", während eine in G-Dur „zum ersten M ale" erklang. Reißigers David-Oratorium wurde als „zum ersten M ale" angekündigt, obwohl es sich um eine Uraufführung handelte, so wie dessen 130. Psalm und Krebs' Te Deum, beide als „neu" firmiert, zur Uraufführung kamen. Beethovens Prometheus-Musik erhielt das Prädikat „Erstaufführung", während es zum Beispiel für Bachs Matthäuspassion und für Kyrie und Gloria aus Beethovens Missa solemnis - gleichfalls bemerkenswerte Erstaufführun gen - keinerlei diesbezügliche Anmerkungen gab. Mendelssohns Elias hatte die Dreyssigsche Singakademie zunächst mit Klavierbegleitung aufgeführt, ehe es mit der Ka pelle zu einer Erstaufführung des Oratoriums mit Orchester kam. 78 Die A bonnem entskonzerte bevorzugten ebenfalls ähnlich gemischte Programme mit orchestralen und vokalen Anteilen. Selbst wenn so zu verfahren allgemeine Praxis der Zeit gewesen sein mag, ist man versucht, im Falle der Dresdner Kapelle eine Verbin dung zu einer speziellen, damals bereits jahrhundertealten Tradition herzustellen: zu ihren Wurzeln als 1548 gegründete höfische „Cantorey". Abgesehen davon, dass im 1. Abonnementskonzert im Januar 1821 Haydns Schöpfung musiziert wurde: Selbst wenn Wagner sehr wahrscheinlich einem solchen, der Historie verpflichteten Gedanken nicht nachgegangen sein dürfte, scheint es doch nicht uninteressant, dass er ausge rechnet in seinem 1. Abonnementskonzert im Januar 1848 Bachs Motette Singet dem Herrn ein neues Lied aufs Programm gesetzt und im 3. Konzert sogar noch einmal wie derholt hat. Reißiger ging in seinem 1. Abonnementskonzert im Oktober 1848 mit Jo hann Walters Komposition O Christe, Morgensterne sogar direkt zu den Anfängen der Kapellgeschichte zurück; die Motette war allerdings erst etwa einen Monat zuvor im historisch gestalteten Festkonzert zum 300-jährigen Jubiläum der Kapelle gesungen und der Komponist damit ins allgemeine Bewusstsein gerückt worden. Für diese Spezies der Konzerte konnten insgesamt 13 Daten erfasst werden. Die Programme der fünf Abonnementskonzerte während der Saison 1821/1822 sind leider nur höchst lückenhaft überliefert. Dennoch lassen sich Leitlinien erkennen: Eine Beet hoven-Sinfonie deutet auf die sinfonische, Webers Konzertstück für Klavier und ein Violinkonzert von Konzertmeister Polledro auf die konzertante, Haydns Schöpfung und Webers Jubelkantate auf die vokalsinfonische, eine Arie von Carera auf die gesun gene Solo-Komponente hin. Übrigens wird man in den Programmen der späteren Abonnementskonzerte - schon 1848/1849, aber auch nach 1858 - das Instrumentalkon zert bis auf wenige Ausnahmen nahezu ganz vermissen. Erst 1894 zog es in sechs (eine neue, von der Generaldirektion veranstaltete Reihe B) der dann auf zwölf Konzerte pro Saison angewachsenen Serie ein. An den acht Abonnementskonzerten zwischen Januar 1848 und Februar 1849, die ersten drei unter Wagners, die folgenden fünf unter Reißigers Leitung, fallen in den Programmen beider Dirigenten - gleich ob instrumental oder vokal - drei konzeptio nelle Schwerpunkte auf: dominierend das Klassische (Haydn, Mozart, Beethoven), recht ausgeprägt das Historische (J. Walter, Palestrina, wenngleich in einer Wagner Bearbeitung, Lotti, Bach, Gluck) und - obwohl eher marginal - das Zeitgenössische (Mendelssohn, E. Naumann). Auch hier kehren Titel wieder, die man „parat" bzw. an derweitig bereits erprobt und musiziert hatte (Beethoven, Haydn, Mozart, Mendels sohn). Dass - wie an den Palmsonntagen - in jedem Konzert (bis auf eins) Beethoven Sinfonien gespielt wurden, verwundert unter den bereits erwähnten Aspekten kaum. Geringfügig erweitert wurde immerhin das Mozart- und Haydn-Repertoire - obwohl beide auf sinfonischem Gebiet, wie aus der zeitgenössischen Presse zu entnehmen ist, längst keine „Zugnummern" mehr gewesen sein sollen. Dagegen kam Reißiger der wiederholt geäußerten Forderung nach, Finales aus Opern, die in Dresden kaum oder gar nicht zum Repertoire des Hoftheaters gehörten, konzertant darzubieten. Außer der Uraufführung von Palestrinas Stabat mater in der Bearbeitung Wagners waren keine Neuheiten im Sinne von Ur- oder Erstaufführungen zu verzeichnen. 79 Nach dem Vorbild des Witwen- und Waisenfonds der Königlichen musikalischen Kapelle richtete die Generaldirektion vorübergehend auch Konzerte zum Besten des Pensionsfonds bei dem Königlichen Hoftheater und Konzerte zum Besten des Pensi onsfonds für den Sängerchor des Königlichen Hoftheaters ein. Zwischen 1835 und 1840 wurden fünf Konzerte für den Pensionsfonds des Hoftheaters im Palais im Großen Garten - stets an Sommemachmittagen - veranstaltet, 1855 folgte noch ein sechstes im Königlichen Hoftheater. Die Programme, die ebenfalls instrumentale und vokale Bei träge zusammenstellten, öffneten sich viel mehr als die bisher besprochenen dem Neuen, Unbekannten. Als Erstaufführung („zum ersten Mal") - zweifellos das bedeu tendste Ereignis innerhalb dieser Reihe - erklang 1839 unter Reißigers Leitung Beetho vens 9. Sinfonie, welcher jedoch sieben Jahre vor Wagners Palmsonntagsaufführung noch kein Erfolg beschieden war; des weiteren „zum ersten M ale" Mendelssohns M ee resstille und glückliche F ah rt, das Melodram Hera und Leander von Lindpaintner und vermutlich als Uraufführung - eine Sinfonie von Reißiger. Als Kuriosität (und „neu") gehört eine Orchesterfassung von Beethovens Pathetique gleichfalls hierher. Zu den Seltenheiten dürften Werke von Spohr (Sinfonie, Notturno für 13 Bläser und Kontra bass), Reißiger (Psalm von Klopstock), Mendelssohn (Ödipus) und Beethoven (Weihe des Hauses) gehört haben; auch dessen Pastorale war eine von der Kapelle eher weniger ge spielte Sinfonie. Andererseits setzte man auf Populäres wie Auszüge aus Haydns Schöpfung und Mendelssohns offenbar beliebten 42. Psalm oder auf Opemausschnitte von Mozart, Mercadante und Rossini. In den insgesamt elf Konzerten für den Pensionsfonds des Königlichen Hoftheater chors zwischen 1847 und 1857 dominierten selbstverständlich Vorträge des Chors selbst. Die Werkauswahl war durchaus vielgestaltig. So standen Kompositionen mit Orchester von Händel (Alexanderfest), Mozart (Requiem), Beethoven (als Erstaufführun gen Der glorreiche Augenblick als Preis der Tonkunst und die Chorfantasie), Mendelssohn (Loreley-Finale, Athalia-Mnsik), Schumann (Der Königssohn), F. Hiller (Die Zerstörung Jerusalems unter Leitung des Komponisten, Die lustigen Musikanten), Meyerbeer (der 91. Psalm a cappella als Erstaufführung) und Papst (Königsberg) auf den Programmen. Als besonderes Ereignis ragte das durch Chordirektor Fischer angebahnte Gastdirigat von Franz Liszt mit der (höchst wahrscheinlichen) Dresdner Erstaufführung des Prometheus und der Uraufführung der Dante-Sinfonie heraus. Im November 1851 standen erstaun licherweise von dem noch immer streckbrieflich gesuchten Wagner Matrosenlied und chor aus dem Fliegenden Holländer auf dem Programm. (Das Hoftheater brachte erst ein knappes Jahr später, am 26.10.1852, mit Tannhäuser wieder „einen W agner" auf die Bühne!) Motetten von Haydn, Schicht und Mendelssohn kamen hinzu. Bemerkenswert sind, wohl angeregt durch das Festkonzert zum 300-jährigen Kapelljubiläum 1848 und wohl inhaltlich betreut von Kammermusiker Moritz Fürstenau - Soloflötist der Ka pelle, Musikhistoriker und Kustos der Königlichen Musikaliensammlung - die „histo rischen Programme" der Jahre 1851 und 1852: Das erste dieser Konzerte brachte Par tituren sächsischer Kapellmeister von J. Walter, Schütz, Lotti (von ihm hatte man in diesem Rahmen schon zwei Jahre zuvor das achtstimmige „Crucifixus" —,, mit Kontra bässen" - aufgeführt), Porpora, Hasse, Naumann, Paer, Weber, Morlacchi, Reißiger zu Gehör. Im zweiten Konzert fallen die Namen der Alten Meister Schröter, Lassus und 80 Gabrieli ins Auge. Selbstverständlich erklang auch Orchestermusik, ausgewählt wie derum durchaus mit dem Blick auf Unbekanntes: neben den erwähnten Werken von Liszt die Uraufführung einer Sinfonie von Spindler, einem Dresdner Musikpädagogen, Erstaufführungen von Rietz, dem späteren ersten Dresdner Generalmusikdirektor, und Gade. Beethoven war mit der 3. und 4. Sinfonie, Mozart mit einer Sinfonie in D- Dur vertreten. Geradezu unvermeidlich ergänzten auch hier Arien u.a. von Mozart, Beethoven, Spohr, Rossini und Verdi sowie in einem Falle sogar französische Lieder die Vortragsfolgen. In einem der Konzerte kam - eine Ausnahme und vielleicht ein Zeichen besonderer Wertschätzung - Kammermusiker Friedrich August Kummer mit einer seiner beliebten, virtuosen Fantasien für Violoncello-Solo und Orchester zum Zuge. In den 1850er Jahren gab es Klagen über nachlassendes Publikumsinteresse an diesen Konzerten. (S 44-46) Im Hinblick auf die K onzerte zu Ehren der kön iglichen E am ilie waren die drei re präsentativen Veranstaltungen anlässlich des 50-jährigen Regierungsjubiläums von König Friedrich August I. im September 1818, absolviert innerhalb von vier Tagen, die herausragenden Ereignisse. Zur Vorfeier in der Frauenkirche vereinigten sich etwa 300 Mitwirkende - darunter selbstverständlich Mitglieder der Königlichen musikalischen Kapelle - in der Aufführung einer Festkantate des Kreuzkantors Uber. Im Zentrum der Feierlichkeiten stand das Hofkonzert im Großen Opernhaus am Zwinger. Im Pro gramm, geleitet von Morlacchi und Weber, dominierten Italiener: Werke von Morlac chi, Nicolini, G. Sassaroli, Zingarelli und Konzertmeister Polledro. Da erwiesen sich denn die Uraufführung von Webers Jubelouvertüre - einem in den folgenden Jahr zehnten in Kapellkonzerten viel gespielten Werk - und eine konzertante Musik für Klarinette von Krommer geradezu als Randpositionen. Auch neben den italienischen Solisten F. Sassaroli, Tibaldi, Benincasa und Polledro blieben die deutschen mit der Sopranistin Funk und dem Klarinettisten Rothe in der Minderheit. In der Neustädter Kirche fand eine Nachfeier statt, für die wiederum etwa 300 Mitwirkende ausgewiesen wurden, von der Kapelle über eine stattliche Anzahl Solisten der Hofoper bis zum Hoftheaterchor und mehrere[n] kunstfertige[n] Dilettanten. Der Erlös diente dem „Besten der Armen". Weber umrahmte das Programm mit der Jubelouvertüre und der Urauf führung der Jubelkantate. Dazwischen standen von Morlacchi vertonte Dichtungen des Horaz und Psalmen Davids sowie ein größerer Ausschnitt aus Händels Messias. Später ist eine Nachricht von einem Freiluftkonzert in Pillnitz als „Nachfeier des festlichen Empfangs unseres allgeliebten, hochverehrten Königs" überliefert, in dem Wagner Bläser, Solisten und Chor des Hoftheaters und Mitglieder anderer Dresdner Chöre di rigierte. 1853 fand in der Frauenkirche eine musikalische „Vorfeier" zum Geburtstag von König Friedrich August II. statt, wiederum mit einem Großaufgebot an Mitwir kenden. Als Hauptwerk beschloss Naumanns 103. Psalm das Konzert, zuvor erklangen Männerchöre, ein Frauenchor und Orgelmusik von Bach. Die Einnahmen wurden den „hilfsbedürftigen Lehrerwaisen im Königreich Sachsen" zur Verfügung gestellt. Unter dem Titel W ohltä tigkeitskon zerte ordnen sich einerseits Konzerte „zum Besten der Armen" ein, für die es - von der Generaldirektion oder der Kapelle selbst veranstaltet - sogar zeitweise regelmäßige Termine jeweils im Februar, im Sommer sowie im November oder Dezember gab, und andererseits meist eher kurzfristig ange 81 setzte Konzerte, deren Einnahmen beitragen sollten, in aktuell eingetretenen Notsitua tionen, auch außerhalb der Residenz bis in die etwas ferneren Regionen des Erzgebir ges und darüber hinaus, oder verschiedenen Vereinen, die soziale Aufgaben erfüllten, zu helfen (Opfer von Stadtbränden und Unwettern, Blindenanstalten, das Diakonis senhaus, Hilfsbedürftige). Auch Erlöse von Konzerten zu Ehren der königlichen Fami lie wurden wohltätigen Anliegen zugeführt. Die Königliche musikalische Kapelle stellte sich außerdem für Wohltätigkeitskonzerte und Konzerte „für einen guten Zweck" von Dresdner Veranstaltern und auswärtigen Künstlern zur Verfügung. Sie spielte mehrfach zugunsten des „Rath- und Hilfsvereins" der Stadt, der seine Konzerte stets zu Ehren des Geburtstages seiner Schutzpatronin Königin Marie ansetzte (1855 bis 1857 alljährlich). Das Orchester gehörte zu einer großen Zahl von Mitwirkenden in der Neustädter Kirche, als es um die Witwen und Waisen der Volksschullehrer ging (1836). Sie musizierte mit den Pianisten Mortier de Fontaine (1845) und Sigismund Thalberg (1837 und 1838), dem Tenor und Dresdner Gesangslehrer Angelo Ciccarelli (1845), der Dresdner, aber aus Petersburg angereisten Pianistin Marie von Harder (1853), mit Jenny Lind und ihrem Gatten Otto Goldschmidt, die vorübergehend in Dresden ansässig waren, und es unterstützte die Schauspielerin Marie Bayer-Bürck in ihren Bemühungen um die „Begründung einer vierten Kinderbewahranstalt des hiesi gen Frauenvereins" (1855). Mit der Dreyssigschen Singakademie führte es in deren Räumen Die Schöpfung auf. Wohltätigkeitskonzerte fanden sowohl in den Königlichen Hoftheatem (Moretti-Theater, Großes Opernhaus am Zwinger, Semperbau) und im Palais des Großen Gartens als auch in den Sälen des Hotel de Pologne und Hotel de Saxe, im Saal der Harmonie, sogar in Thiemes Hotel und - wie erwähnt - in der Neu städter Kirche und der Dreyssigschen Singakademie statt. Das Spektrum der Programme erweiterte sich hier über die bisher erwähnten An teile von Orchestermusik, Vokalsinfonischem und Opernausschnitten hinaus um das Konzertante bis hin zu populären, virtuosen Stücken wie Potpourris, Variationen und Fantasien über bekannte Opemthemen - wohl ein probates Mittel, Publikum anzulo cken - und sogar um Kammermusik. Erstaunlich ist hier dennoch die relativ große Zahl der dargebotenen Neuheiten. Zur Uraufführung kamen zum Beispiel Wagners Faust-Ouvertüre, eine Sinfonie des Kapellcellisten Dotzauer und die Sinfonie von Kammermusiker F. A. Kummer nach Beethovens Streichquartett op. 74. Als „neu", „Erstaufführung" oder „zum ersten Male" waren u.a. eine Sinfonie von Onslow, Schumanns Paradies und die Peri, Rossinis Stahat mater, Kunzens Halleluja der Schöpfung, Mozarts Idomeneo/Finale II und Mendelssohns Loreley/Finale I zu hören. Das für Mai 1849 angekündigte Konzert mit Berlioz' Trauer- und Triumphsinfonie fiel den revolutio nären Ereignissen zum Opfer. Aus dem „älteren Repertoire" wären J. G. Naumanns hochgeschätztes Vater unser und sein 96. Psalm, Händels „Halleluja, die Oratorien Haydns und Mozarts Requiem zu nennen; auch der seinerzeit offenbar sehr populäre Bergmannsgruß von Anacker und Lindpaintners Lied von der Glocke nach Schiller stan den auf den Programmen. Eine Rarität ist mit Webers Kantate Kam pfund Sieg zu ver zeichnen. Natürlich gab es eine reiche Auswahl an Arien aus Oratorien und Opern, übrigens auch Lieder, von Mozart und Haydn über Weber und Mendelssohn bis Mey erbeer, Reißiger und Krebs, von Paer, Donizetti, Rossini und anderen. 82 Bei den Orchesterwerken standen natürlich hier ebenfalls Beethoven-Sinfonien un angefochten an der Spitze (besonders häufig im Palais im Großen Garten), aber ebenso scheinen Mozart und Haydn auf. Offensichtlich beliebt war zu gewisser Zeit Mendels sohns 2. Sinfonie (Lobgesang). Außerdem spielte man Ouvertüren von Mozart, Beetho ven, Weber (u.a. noch vor der Berliner Uraufführung der Oper selbst die Ouvertüre zum Freischütz), Mendelssohn, Mehul, Cherubini und Spontini. Ergänzt wurde der or chestrale Beitrag durch Beethovens Egmont- und Prometheus-Musiken und eine Orches tersuite Bachs. In den W ohltätigkeitskon zerten kam nun auch das konzertante Element zum Zuge: in geringerer Zahl Instrumentalkonzerte (zum Beispiel von Weber, Mendelssohn und den Kammermusikern Dotzauer und Eisner), weit häufiger Virtuosenstücke für Flöte, Klarinette, Horn, Violine, Violoncello, Harfe oder Klavier, zu deren Komponisten zum Teil auch Interpreten - unter anderen Thalberg, Pixis und Vieuxtemps, aber ebenso Kapellmitglieder wie A. B. Fürstenau, F. A. Kummer, Schubert und Eisner zählten. Als ein weites Feld erwiesen sich d ie M usikalischen A kadem ien , jene von Solisten veranstalteten Konzerte mit Orchester, die manchmal auch als Große musikalische Akademie, (Großes) Instrumental- und Vocalkonzert, (Großes) Konzert, Musikalische (Abend-)Unterhaltung, Musikalisch-deklamatorische Akademie, einmal sogar als Deklamatorium mit musikalischen Zwischenspielen oder einfach als Konzert angekün digt wurden. Sie boten auswärtigen und einheimischen Künstlern, aber ebenso Kam mermusikern der Königlichen musikalischen Kapelle ein Podium, auf dem sie sich dem Dresdner Publikum vorstellen konnten. Sie hatten - als „erste W ahl" am Ort nach einem detailliert festgelegten Reglement die Königliche musikalische Kapelle um „Unterstützung" zu bitten (die ihrerseits aus dienstlichen, künstlerischen oder finan ziellen Gründen längst nicht alle Angebote annahm) und engagierten zur Bereiche rung ihrer Programme weitere Instrumentalisten (häufig Streicher und Bläser von den ersten Pulten der Kapelle), dazu Sängerinnen und Sänger der Hofoper, in seltenen Fällen einen Chor, mitunter auch Mitglieder des Hoftheaters für eingestreute dekla matorische Beiträge. Bei einigen Musikalischen Akademien ist die Beteiligung der Ka pelle nicht eindeutig nachweisbar, aber von den Mitwirkenden und dem Anspruch der Programme her durchaus wahrscheinlich (in der Auflistung der Konzerte ist jeweils erwähnt, ob das Orchester an dem betreffenden Abend hätte verfügbar sein können). Die Ursache dafür kann darin liegen, dass Veranstalter in ihren Annoncen die Königli che musikalische Kapelle erst ankündigen durften, wenn die Genehmigung für deren Mitwirkung von den Vorstehern erteilt worden war. (E 20/Anfüge B, § 19) Es ist durchaus denkbar, dass sich die Antwort der Kammermusiker auf die Anfrage eines Künstlers verzögerte, dieser aber aus Termingründen in die Öffentlichkeit gehen musste, um rechtzeitig Interesse an seinem Konzert zu wecken. In manchen Veran staltungen erhielten begabte Kinder von Kammermusikern oder andere sehr junge Künstler, sogar blinde Musiker eine Chance zum öffentlichen Auftritt mit der Kapelle. Für diese selbst war nicht nur die Orchesterstärke festgelegt, sondern zugleich, dass außer den Königlichen Kapellmeistern auch die Musikdirektoren oder Konzertmeister für die Leitung in Frage kamen; angekündigt wurden die Dirigenten allerdings in den 83 seltensten Fällen. Bestimmten die Musikalischen Akademien zunächst das Bild des Dresdner Musiklebens stark mit, so ließ zur Mitte des 19. Jahrhunderts hin ihre bisher relativ dichte Aufeinanderfolge merklich nach. Die Programme der Musikalischen Akademien waren vielfältig gemischt, deutli cher gesagt: äußerst bunt und höchst unterschiedlich in ihrem musikalischen An spruch. Natürlich prägten ihren Ablauf die solistischen Beiträge, in denen die Prota gonisten - oft an einem Abend in wechselnder Begleitung mit Orchester, Klavier oder Kammerensemble - ihr künstlerisches Profil präsentieren, ihre Musikalität, vor allem aber zumeist ihre spiel- oder gesangstechnischen Fähigkeiten ins Zentrum der Auf merksamkeit rücken wollten. Viele von ihnen taten dies auch mit eigenen Kompositio nen. So dominierten eindeutig die besonders für Violine und Violoncello, Flöte, Klari nette, Fagott oder Horn in den längst in Mode gekommenen und sich lange als Mode haltenden, möglichst virtuosen Potpourris, Variationen und Fantasien über populäre Opernmelodien oder über Lieder und Tänze aus aller Herren Länder von Schottland bis Italien und von der Schweiz bis nach Polen; dazu kamen diverse Stücke, betitelt etwa als Capriccio, Cantilene, Souvenir, Szene, Romanze, Rondo brillant, Notturno, Pastorale usw., und immer wieder Divertissements. Natürlich wurden auch Konzerte, Concertinos oder Concertante (von zwei bis vier Instrumenten) geboten - häufig Werke, die ebenso wie ihre Komponisten und Interpreten der Vergessenheit anheim gefallen sind; aber man hörte auch - wenngleich nicht allzu häufig - Konzerte von Beethoven (vorrangig das 3. und 5., einmal das 4. Klavierkonzert sowie das Violinkon zert), ein einziges Mal ein Klavierkonzert von Mozart (allerdings „nur" in einem Ar rangement von Kalkbrenner), auch Konzerte von Weber, Mendelssohn und - immer hin - von Chopin. Was die „Virtuosen" teilweise mit solchen Werken anstellten, wird an anderer Stelle zu lesen sein, (siehe Dok., II, P) Pianisten wie Hummel oder Moscheles beschlossen ihre Akademien auch gerne einmal mit freien Improvisationen und zeigten damit eine besondere Seite ihres Virtuosentums. Das Hornquartett der Kapelle trat - übrigens in der Entstehungszeit von Schumanns Konzertstück - sogar mit Quartettkonzerten hervor. Dieses Ensemble wagte es, bereits reichlich anderthalb Jahre nach Wagners Flucht aus Dresden in einer Bearbeitung für seine Besetzung dessen Chor der Friedensboten aus „Rienzi" zu spielen - vermutlich erklang damit zum ers ten Male wieder ein Titel des Komponisten in der Öffentlichkeit. Überhaupt: Kam mermusik von der Violinsonate bis zum Nonett war in den Programmen immer wie der einmal anzutreffen, selbstverständlich meist interpretiert von den königlichen Kammermusikern. Auf zwei Raritäten sei noch hingewiesen: 1844 eine Aufführung von Bachs Konzert für drei Klaviere (mit Moscheies, Clara Schumann und F. Hiller) und - was man so alles machen konnte, wenn auch ohne Orchester - eine Czerny-Be arbeitung von Rossinis Ouvertüre zu „Semiramide" für acht Klaviere zu je vier Händen (mithin für 32 Hände gleich 160 Finger). Abgesehen von den Musikalischen Akademien, die von Sängerinnen oder Sängern selbst gegeben wurden, traten diese auch bei anderen Veranstaltern mit Arien, Duetten und Ensembles aus dem Opemrepertoire von Händel (in diesem einen Fall neu in strumentiert von Meyerbeer) bis Verdi in Erscheinung und brachten in oft ausgespro chenen Bravourstücken das vokal-virtuose Element (zum Beispiel Violin-Piecen, bear 84 beitet für Sopran) neben dem instrumentalen zur Geltung. Außerdem enthielten die Programme immer wieder auch Lieder, etwa von Haydn, Schubert, Weber oder Men delssohn, und zum Teil internationale Volkslieder. Wohl aus finanziellen Gründen wurden nur selten Chöre einbezogen; hervorzuheben sind hier Aufführungen immer hin von Beethovens Chorfantasie und Webers Kantate Der erste Ton. Aufmerken lässt eine Annonce vom Oktober 1828, die ankündigte, es werde „die Hymne an die Freude von Schiller zum ersten Male aufgeführt" (leider blieb der Komponist ungenannt, überdies fiel dann diese Musikalische Akademie aus). Die Königliche musikalische Kapelle hatte sich gemäß den Statuten für den Wit wen- und Waisenfonds, welche die Modalitäten ihrer Mitwirkung in Musikalischen Akademien regelten (E 20/Anfüge B, § 24), im Wesentlichen auf Begleitaufgaben zu beschränken. Für rein orchestrale Beiträge wurden ihr Aufführungen von Ouvertüren zugestanden. Hier griff sie denn auch auf ein breites Spektrum der Literatur zurück: aus dem deutschen, klassisch-romantischen Repertoire zum Beispiel Werke von Mo zart, Beethoven, Weber, Marschner und Mendelssohn bis Meyerbeer, von den Italie nern etwa Cherubini, Rossini und Spontini, von den Dresdnern Reißiger, Morlacchi, Paer, Rastrelli, von Miltitz und anderen, nicht zu vergessen Ouvertüren von Kam mermusikern wie G. H. Kummer, Dotzauer, Peschke oder Dominick und manchem einheimischen und auswärtigen, größeren oder kleineren Meister mehr. Die bereits erwähnten Statuten untersagten der Königlichen musikalischen Kapelle, in diesen Akademien Sinfonien zu spielen. Wahrscheinlich wollte die künstlerische Leitung diese Literatur nicht nur den eigenen Konzerten Vorbehalten, sondern - vielleicht noch wichtiger - weil die vermutlich geringen Probenmöglichkeiten und die für diese Ver anstaltungen von vornherein relativ kleine Besetzung wohl nicht eine dem Ansehen des Orchesters angemessene Interpretation garantierten. Dennoch gab es einige Aus nahmen. Nachdem schon 1828 eine Mozart-Sinfonie zu Buche steht, waren es vor al lem königliche Kammermusiker, denen es in ihren Akademien gelang, Sinfonien in die Programme einzubringen: zum Beispiel die Flötisten A. B. Fürstenau Beethovens „Zweite" (1830) und Moritz Fürstenau dessen „Vierte" (1843, er ließ das ein Vierteljahr zuvor in einem Kapellkonzert aufgeführte Werk wohl einfach „nachspielen") sowie eine Es-Dur-Sinfonie von Mozart (1846), der Hornist A. W. Haase Spohrs Sinfonie mit Deklamation Die Weihe der Töne (1835, die ebenfalls ca. drei Monate vor seiner Akade mie in einem Kapellkonzert gespielt worden war) und der Hornist Eisner eine eigene Sinfonie (1853). Auch Ferdinand Ries als Gast stellte 1827 in seiner Musikalischen Akademie mit eigenen Werken eine Sinfonie „aus dem Manuskript" vor. Viele der in diesen Konzerten dargebotenen Werke - virtuose Vortragsstücke, Kon zerte, Ouvertüren, Kammermusiken - wurden als „neu", „aus dem Manuskript" und „zum ersten Male", also vermutlich als Erst- oder Uraufführung angekündigt. Aus der Fülle von Titeln seien einige hervorgehoben: Chopins Klavierkonzert e-Moll, Beetho vens Ouvertüre Zur Namensfeier und Chorfantasie, Schuberts Der Hirt au f dem Felsen, Webers Freischütz-Ouvertüre oder A. B. Fürstenaus originelle „Euryanthe"-Fantasie für Flöte, Englischhorn, Klarinette, Fagott und Orchester. Im Juni 1844 dirigierte Alexan der Lwoff Ausschnitte aus seiner Oper Bianca und Gualtiero, deren Uraufführung dann im Oktober desselben Jahres im Königlichen Hoftheater über die Bühne ging. Carl 85 Kloss gestaltete eine interessante Akademie mit deutscher klassischer, mit „archäologi scher" (Historische Vorlesung und Ausführung arabischer Elegien) sowie neuer französi scher und italienischer Musik. Hervorhebenswert sind einige Extra-Konzerte mit prominenten Gästen im Hofthe ater. Paganini weilte Ende Januar/Anfang Februar 1829 zu vier Konzerten mit der Kö niglichen musikalischen Kapelle in Dresden. Leider sind die Programme nur lücken haft überliefert. Im Mittelpunkt standen natürlich eigene Werke für Violine, gespielt wurden aber auch nicht näher bezeichnete Sinfonien und Ouvertüren sowie Arien und Ensembles aus Opern, ausgeführt von Mitgliedern der Hofoper. Trat Paganini noch im Moretti-Theater auf, so stand den nachfolgend genannten Gästen Sempers neues, grö ßeres und sehr viel attraktiveres Hoftheater zur Verfügung. Hingewiesen sei auf die beiden Konzerte von Berlioz im Februar 1843, wohl von Reißiger in die Wege geleitet und von dem eben in Dresden angestellten Wagner tatkräftig unterstützt. Berlioz diri gierte - wie anzunehmen, wenn auch nicht extra als solche ausgewiesen - durchweg Erstaufführungen u.a. von Opemarien, der Symphonie fantastique und Harold in Italien (mit Konzertmeister Lipinski an der Solobratsche), die Ouvertüre Benvenuto Cellini so wie Teile aus Romeo und Julia, des Requiems und der Symphonie funebre et triomphale. Seine langjährige Lebensgefährtin und spätere Gattin Marie Recio sang, außerdem wirkten Mitglieder der Hofoper und der Hoftheaterchor mit. Elf Jahre später, im April 1854, kehrte Berlioz noch einmal nach Dresden zurück. Drei Konzerte waren geplant, des großen Erfolges wegen musste ein viertes zugegeben werden. Mit der Kapelle, Chören und Mitgliedern des Opemensembles stellte er Fausts Verdammnis, Romeo und Julia (diesmal komplett), Die Flucht nach Ägypten und die Ouvertüren Benvenuto Cellini und Römischer Karneval vor. (Die „Lear"-Ouvertüre soll prima-vista gespielt worden sein; in den offiziellen Programmen ist sie allerdings nicht erwähnt.) Leider hat sich die damals erörterte Idee, Berlioz als Kapellmeister für Dresden zu gewinnen, zer schlagen. Liszt spielte im Februar 1844 Beethovens 5. Klavierkonzert, eine selbst kom ponierte Opemfantasie und - eine freundliche Geste gegenüber den Dresdnern - We bers Aufforderung zum Tanz; sein Programm enthielt außerdem Lieder und eine Cherubini-Ouvertüre. Der französische Dirigent und Komponist David kam im Juli 1845 zu zwei Konzerten mit eigenen Werken ins Hoftheater, unterstützt von dem Tenor Tichatschek, dem Schauspieler E. Devrient und Chören. (Bei einem weiteren Gastspiel vier Jahre später musste er sich mit dem Saal im Hotel de Pologne begnügen; dass die Kapelle wieder mitgewirkt hat, ist wahrscheinlich, aber nicht verbürgt.) Zu erwähnen ist hier schließlich auch ein Konzert der Sängerin Jenny Lind im März 1850: Sie sang Arien von Mozart, Bellini und Meyerbeer sowie Lieder; Kammermusiker waren als Solisten in ihr Programm einbezogen. Uber die Jahre fällt eine merkwürdige Mischform auf, die über die häufig prakti zierten konzertierenden Beiträge an Schauspielabenden hinausging: Theaterabende mit Lustspiel (im ersten Teil) und Konzert (im zweiten Teil). So gastierte zum Beispiel im März 1818 und 1819 Conradin Kreutzer als Pianist. Im April 1839 spielte der polni sche Pianist Wysoki Werke von Chopin und Liszt, umgeben von Werken E. T. A. Hoffmanns, Webers und Thruns. Im Februar 1844 erhielten die zwei jungen italienischen Geigerinnen Theresa und Maria Milanollo (17 und 12 Jahre alt) die 86 Chance, an vier Abenden in zum Teil verschiedenen, ausgedehnten Programmen mit der Königlichen musikalischen Kapelle, die Ouvertüren zum Programm beisteuerte, zu musizieren. 1846 trat in diesem Rahmen Henri Vieuxtemps auf. Für 1850 kann man ein regelrechtes Opemkonzert registrieren mit dem 1. Akt aus Donizettis Lucia di Lammermoor, dem 3. Akt aus Bellinis La Sonnambula und einigen Opernszenen. 1851 ließ sich ein Baron Kiesheim seine Deklamationen mit Mozart, Rossini und Verdi musika lisch umrahmen. W eitere K onzerte verdienen es, hier noch besonders hervorgehoben zu werden. Dazu gehört die Mitwirkung der Königlichen musikalischen Kapelle in zentralen Ver anstaltungen, die oftmals mit einem großen Aufgebot an Chören und weiter hinzuge zogenen Musikern vonstatten gingen: etwa die 300-Jahrfeier zur Einführung der Re formation in Sachsen, bei der sich in der Kreuzkirche „sämmtliche Musikkräfte" an der Aufführung der Schöpfung beteiligten (1839); oder das Allgemeine Männergesangfest in der Frauenkirche mit der Uraufführung von Wagners Liebesmahl der Apostel (1843); oder eine Große geistliche Musik ebenfalls in der Frauenkirche (1848) oder die Feiern zu Goethes 100. Geburtstag, zu denen die Kapelle eine „Faust"-Musik von Reißiger („zum ersten Male"), Mendelssohns Erste Walpurgisnacht und die Uraufführung des Schlusses von Schumanns Faust-Szenen unter der Leitung des Komponisten beisteuerte (1849). Hierher gehört auch die Beteiligung an der Bach-Säkularfeier in der Frauenkir che (1850). Die Königliche musikalische Kapelle stellte sich der Förderung von Stiftun gen zur Verfügung, zum Beispiel zugunsten des Beethoven-Denkmals in Bonn (1839), der Naumann-Stiftung (in einem Konzert 1842 kamen ausschließlich Werke J. G. Naumanns zur Aufführung, in einem weiteren 1844 spielte Liszt Webers Konzertstück und eine eigene „Don Giovanni"-Fantasie); Jenny Lind-Goldschmidt und ihr Gatte mu sizierten zum Besten von milden Stiftungen (1854). Mit der Dreyssigschen Singakade mie verband die Kapelle eine langjährige, enge Zusammenarbeit, nicht nur in ihren Konzerten im Hoftheater, zum Beispiel den Palmsonntagskonzerten, sondern auch mit bemerkenswerten Aufführungen in den Räumen der Singakademie selbst. Genannt seien die (vollständige) Erstaufführung von Beethovens Missa solemnis (1839) mit einer Wiederholung (1843), die Erstaufführungen von Bachs h-Moll-Messe mit Orchester zur Bach-Säkularfeier (1850), seines Weihnachtsoratoriums (1858) sowie eine Aufführung von Mendelssohns Elias (1856). Interessant sind die wenigen Hinweise auf Ausflüge von zumindest Teilen der Königlichen musikalischen Kapelle in die „Provinz", zu Oratorienaufführungen beispielsweise in Meißen und Görlitz. 87 Daten, Konzertlokale, Mitwirkende, Programme, Quellenhinweise Freitag, 24.1.1817 - SdH Konzert von KM Justus Johann Friedrich Dotzauer, Violoncello Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Kztmstr. Giovanni Battista Polledro, Dirigent Frl. Gaudin, Gesang August Alexander Klengel, Klavier Dotzauer Dotzauer Klengel Gaudin Dotzauer DrA, 20.1.1817 - AZ, 4.2.1817 - W Tb 24.1.1817 (W eber hat das Konzert besucht) Andreas Romberg KM Justus Johann Friedrich Dotzauer Bernhard Romberg August Stephan Alexander Klengel N.N. KM Justus Johann Friedrich Dotzauer Ouvertüre Violoncellokonzert Rondoletto für Violoncello Klavierkonzert Zwei Arien Potpourri Dienstag, 25.3.1817 - KTh Deklamatorium von Friederike Schirmer mit musikalischen Zwischenspielen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Johann Gottfried Bergmann, Tenor Georg Wilhelm Wilhelmi, Tenor Johann Alois Miecksch, Tenor Joseph Emil Metzner, Bass KM Franz Anton Morgenroth, Violine KM Christian Gotthelf Steudel, Flöte Sofie Friederike Krickeberg, Deklamation Julie Zucker, Deklamation Emilie Zucker, Deklamation Wilhelmine Schubert, Deklamation Henriette Christ, Deklamation Friedrich Julius und Friedrich Hellwig, Deklamation N.N., Harmonika Ludwig van Beethoven Theodor Hell Leonard von Call W. Gubitz Joseph Haydn Friedrich Kind Carl Keller Ouvertüre „Prometheus" „Häusliches Zwiegespräch zwischen Ihm und Ihr", Deklamatori Gesang für vier Männerstimmen „Der Mensch" Andante „Das versorgte Kind" Potpourri für Flöte Julius/Schirmer Sänger, s. Mitwirkende Schirmer Schirmer Steudel 88 Johann Peter Hebel Carl Ludwig Blum Friedrich Schiller Andreas oder Bernhard Romberg N.N. II. Falieri Johann Wolfgang von Goethe KM Franz Anton Morgenroth Anonymus Andreas oder Bernhard Romberg Haug DrA, 21., 24.3.1817 - TZStA Freitag, 27.6.1817,18.00 - Frauenkirche Große musikalische Akademie zum Besten der Armen im Gebirge Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent Luiggia Sandrini-Caravoglia, Sopran Johann Gottfried Bergmann, Tenor Kztmstr. Giovanni Battista Polledro, Violine Chöre „über 200 Mitwirkende" Eröffnung durch Orgel Choral „Seligsind..." Johann Gottlieb Naumann „Der 96. Psalm" Johann Gottlieb Naumann „Vater unser" AM Z, Jg. 19, Nr. 33 (1817) - DrA, 20.6.1817 +) - AZ, 21.6.1817 ++) W Tb, Verm erke über Proben 22.6., 9.00 Soloprobe „Va ter unser", 24.6., 10.00 Chorprobe, 25.6., Generalprobe „Vater unser", 26.6., Generalprobe Konzert, 27.6. (Konzert) 1817 - M M vW , S. 276 - Becker 1962, S.44: Zur Beschw erde M orlacchis beim Generaldirektor über die Leitung des Konzerts durch W eber +) m it W ürdigung des W ohltätigkeitszw ecks steht im Titel statt „der A rm en": „der Nothleidenden im G ebirge" ++) Bem erkung zu Kapelle und W ohltätigkeit „Der Mann im Monde (von Müller aus dem allemannischen Dialekt ins Hochdeutsche übertragen) Schwäbischer Walzer für vier Männerstimmen „Die Ideale" Andante „Elise in der Neujahrsnacht" mit Begleitung der Harmonika Quartett für vier Männerstimmen „Torquato Tasso", 2. Akt 1. Szene Potpourri für Violine „Mädchengedanken" Rondo „Lebewohl und Willkommen" Schirmer/Julius Sänger s.o Julius Schirmer Sänger s.o. Schirmer/Hellwig Morgenroth Krickeberg/ Schubert/ J. u. E. Zucker/ Christ/ Schirmer Schirmer 89 Montag, 15.12.1817 - HdP Musikalische Akademie von KM Justus Johann Friedrich Dotzauer, Violoncello Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Eugenie von Biedenfeld, Sopran Johann Gottfried Bergmann, Tenor I. Ludwig van Beethoven KM Justus Johann Friedrich Dotzauer Pietro Raimondi Bernhard Romberg II. Andreas Romberg Giuseppe Felice Blangini Ouvertüre C-Dur Kleines Konzert für Violoncello Szene und Arie Es-Dur Capriccio über schwedische Volkslie der E-Dur für Violoncello Ouvertüre Es-Dur Duett Es-Dur KM Justus Johann Friedrich Dotzauer Variationen über „Nel cor piu non mi sento" für Violoncello Dotzauer Biedenfeld Dotzauer Biedenfeld/ Bergmann Dotzauer AM Z, Jg. 20, Nr. 3 (Januar 1818) - DrA, 10., 12.12.1818 Sonnabend, 7.3.1818 - KTh Musikalische Akademie von Conradin Kreutzer, Klavier (Im Anschluss an Rossinis „L'Ingno Felice") Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Conradin Kreutzer Klavierkonzert Kreutzer Vorführung von Pan-Melodien Kreutzer AZ, 31.3.1818 - HTT Montag, 9.3.1818 Konzert von Andreas Romberg, Violine Mitwirkende Carl Maria von Weber M M vW , S. 276 - (kein Hinweis im W Tb) - evtl. H ofkonzert Freitag, 3 .4 .1818-HdP Musikalische Akademie von Franz Paul von Conradi, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent Frl. Gaudin, Gesang Carlo Tibaldi, Tenor KM Johann Justus Friedrich Dotzauer, Violoncello KM Christian Gotthelf Steudel, Flöte KM August Wilhelm Haase, Horn KM Ludwig Friedrich Leopold Haase, Horn 90 I. Andreas (?) Romberg Wolfgang Amadeus Mozart Conradin Kreutzer Ferdinand Fränzl II. August Eberhard Müller Antonio Salieri KM Friedrich August Kummer Jean-Jacques Grasset Ouvertüre „Al desio di chi tadora" aus „Figaros Gaudin Hochzeit“ Violinkonzert d-Moll, 1. und 3. Satz Conradi Violinkonzert A-Dur, 2. Satz Conradi Phantasie für Flöte e-Moll/E-Dur Steudel Arie aus „II matrimonio per sussarro" Tibaldi/Dotzauer Variationen für zwei Hörner E-Dur A./L.Haase Polonaise D-Dur Conradi AM Z, Jg. 20, Nr. 20 (Mai 1818) - DrA, 30.3.1818 - W Tb 4.4.1818, verm erkt auch Proben am 2. und 3.4.1818 Freitag, 1 .5 .1818-KTh Musikalisch-deklamatorische Akademie von Eugenie von Biedenfeld-Bonaseglia, Sopran Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent Carlo Tibaldi, Tenor Giuseppe Decavanti, Tenor Gioachino Benincasa, Bass Kztmstr. Giovanni Battista Polledro, Violine Wilhelmine Hartwig, Deklamation Friedrich Julius, Deklamation Friedrich Hellwig. Deklamation Carl Maria von Weber Theodor Hell Karl August Ludwig Fh. von Lichtenstein Friedrich Schiller II. Kztmstr. Giovanni Battista Polledro Gioacchino Rossini Friedrich Schiller Giuseppe Nicolini Ouvertüre „Beherrscher der Geister“ „Das Trompeterschlößchen“, Dekla mationHartwig Szene und Arie aus „Bathmendi“ „Der Taucher“, mit melodramatischer Musikkbegleitung von Friedrich Christian Hermann Uber Variationen für Violine Cavatine aus „La gazza ladra“ *) „Die Resignation“, Deklamation Quartett Es-Dur Biedenfeld Hellwig Polledro Biedenfeld Julius Biedenfeld/ Tibaldi/ Decavanti/ Benincasa AM Z, Jg. 20, Nr. 23 (Juni 1818) - DrA, 27.4.1818 - HTT - W Tb 1.5.1818, verm erkt eine Probe 8.00-11.00 *) Ankündigung auf dem TZ, lt. A M Z w urde eine „Arie alla Polacca"von Tom m aso M archesi aufgeführt 91 Mittwoch, 6.5.1818 - HdP Großes Vokal- und Instrumentalkonzert von Ranieri Nanni, Oboe und Englischhorn Mitwirkung Königliche musikalische Kapelle DrA, 29.4., 1., 4.5.1818 Sonnabend, 19.9.1818,18.00 - Frauenkirche Vorfeier des Festes der 50jährigen Regierung Sr. Majestät unseres hochverehrten Königs Mitwirkende Über 300 Mitwirkende, darunter auch Mitglieder der Kapelle *) Antonio Peregrino Benelli, Tenor Johann Gottfried Bergmann, Tenor Ludwig Toussaint, Bass u.a. Dreyssigsche Singakademie Friedrich Christian Hermann Uber Kantate (Text von Kühn) AM Z, Jg. 20, Nr. 42 (Oktober 1818) - DrA, 16.9.1818 - W Tb 19.9.1818 *) lt. AMZ Sonntag, 20.9.1818 - GrOH Hofkonzert zur Feier des 50jährigen Regierungsjubiläums von König Friedrich August I. Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Francesco Morlacchi, Dirigent Carl Maria von Weber, Dirigent Friederike Funk, Sopran Filippo Sassaroli, Mezzosopran Carlo Tibaldi, Tenor Gioachino Benincasa, Bass Kztmstr. Giuseppe Antonio Polledro, Violine KM Gottlob oder Johann Traugott Rothe, Klarinette Funk Polledro Funk/Sassaroli Sassaroli Rothe Funk/Sassaroli/ Tibaldi/Benincasa AM Z, Jg. 20, Nr. 42 (Oktober 1818) - AZ, 1.10.1818 - TZStA - W Tb 20.9.1818 I. Carl Maria von Weber Francesco Morlacchi Kztmstr. Giuseppe Antonio Polledro Giuseppe Nicolini II. Germano Sassaroli Franz Vinzenz Krommer Nicola Antonio Zingarelli Jubelouvertüre (Uraufführung) Arie „Oh desiato lido" Violinkonzert d-Moll Duett „Anima mea" C-Dur Arie „Del fato mio crudele" Rondo und Variationen für Klarinette Quartett „Prence, t'affretta a guerre giar nel campo" 92 Montag, 21.9.1818 - HdP Konzert von Angelica Catalani, Sopran Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent Marco Portogallo Bravour-Arie Vincenzio Puccita „La placida Campagna", Polacca Jacques Pierre Joseph Rode Violinvariationen, für Singstimme bearbeitet AlsZugabe „Godsave the King" W Tb 21.9.1818, verm erkt auch eine Probe 9.00 „bei C atalani" - Term in- und Program m angaben nach M arie Böm er- Sandrini, S. 22 ff. Mittwoch, 23.9.1818,16.00 - Neustädter Kirche Große musikalische Akademie zur Nachfeier des Regierungsjubliäums von König Friedrich August I. Zum Besten der Armen Insgesamt etwa 300 Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Francesco Morlacchi, Dirigent Carl Maria von Weber, Dirigent Franz Anton Schubert, Dirigent Luiggia Sandrini, Sopran Friederike Funk, Sopran Maria Camilla Miecksch, Sopran Vincenzo Buccolini, Sopran Filippo Sassaroli, Mezzosopran Carlo Tibaldi, Tenor Johann Gottfried Bergmann, Tenor Antonio Peregrino Benelli, Tenor Gioachino Benincasa, Bass Ludwig Toussaint, Bass Germano Sassaroli, Bass Theaterchor „Sämtliche hiesige Stadtschulen und mehrere kunstfertige Dilettanten“ *) I. Carl Maria von Weber Francesco Morlacchi Jubelouvertüre „Carmen saeculare“ ad exemplar carmini Weber Morlacchi Horatiani compositum, addito prore- F. Sassaroli/ mio et epodo e Psalmis Davidicis Buccolini/Tibaldi/ (Dichtungen des Horaz, bearbeitet Benincasa/ von Hofrat Böttiger und Psalmen Sandrini/ nach der metrischen Übersetzung von Miecksch/Benelli/ G. Buchmann G. Sassaroli 93 II. Georg Friedrich Händel Aus „Der Messias“ Schubert Chor: „Das ist Gottes Lamm“ Arie: „Er ward verschmäht“ Chor: „Fürwahr, er trug unsere Krankheit“ Fuge: „Durch seine Wunden sind wir geheilet“ Chor: „Wie Schafe gehen, flohn wir zerstreut“ Rezitativ: „Die Schmach bricht ihm das Herz“ Solo: „Schaut her“ Rezitativ: „Er ist dahin“ Solo: „Doch du ließest ihn im Grabe nicht“ Chor: „Halleluja“ Rezitativ: „Merkt auf, ich sag' ein ge heimes Wort“ Arie: „Sie schallt, die Posaun“ Rezitativ: „Dann wird erfüllt das Wort“ Duett: „Der Tod ist verschlungen durch den Sieg“ Chor: „Drum Dank dir, Dank sei dir Gott“ Solo: „Ist Gott für uns, wer kann uns schaden“ Chor: „Würdig ist das Lamm“ III. Carl Maria von Weber Jubelkantate (Uraufführung) Weber (Text von Friedrich Kind) Funk/Bergmann/ Toussaint AM Z, Jg. 20, Nr. 45 (November 1818) - AZ, 1.10.1818 *) - StA Textbuch zum Konzert, daraus der genaue M orlacchi-Titel und die Folge aus „Der M essias" - DrA, 16.9.1818 - AZ, 1.10.1818 - Texte TZStA, TZOA - W Tb 23.9.1818, verm erkt Pro ben am 22. 9, 9.00 und 15.00 Freitag, 30.10.1818 Konzert Mitwirkende ? „Die Glocke von Eckardsberg“ W Tb, 30.10.1818 - HTT: keine Vorstellung im Theater, die Kapelle, obwohl nicht genannt, w äre also für die M itw irkung frei gewesen 94 Freitag, 4.12.1818 - HdP Konzert von Joseph Gugel und seinem elfjährigen Sohn Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent Carl Maria von Weber Ouvertüre „Beherrscher der Geister“ AM Z, Jg. 21, Nr. 4 (Januar 1819) nennt, w ohl irrtümlich, als Datum 4.1.1819 - W Tb, 3., 4.12.1818 m it Verm erk über eine Probe am 3.12., 8.00 Sonntag, 7.3.1819 - KTh Musikalische Akademie von Conradin Kreutzer, Klavier (Im Anschluss an eine Schauspiel-Aufführung) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Conradin Kreutzer Eigene Werke HTT Dienstag, 9.3.1819 - HdP Große musikalische Akademie von Bernhard Romberg, Violoncello Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent Carolina Benelli, Sopran Carlo Tibaldi, Tenor I. Bernhard Romberg Ouvertüre Vincenzo Righini Arie aus „Armida" Benelli Bernhard Romberg jj 3. Violoncellokonzert fis-Moll Romberg Bernhard Romberg Variationen über russische Lieder D-Dur Romberg Domenico Cimarosa „Pria che spunti" aus „11 matrimonio Tibaldi segreta" Bernhard Romberg Capriccio über schwedische Lieder Romberg und Tänze AM Z, Jg. 21, Nr. 15 (April 1819 ) - W Tb 9.3.1819, m it Verm erk über eine Probe 9.00 Donnerstag, 13.5.1819 - HdP Konzert von Madame Feron, Gesang, und Vincenzio Puccita, Komponist (und Dirigent?) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle 95 I. Luigi Cherubim Vincenzio Puccita Joseph Haydn Vincenzio Puccita II. Joseph Haydn Vincenzio Puccita Joseph Haydn Vincenzio Puccita Ouvertüre „Fanisca" Cavatine aus der Oper „Enrico IV“ Erstes Allegro aus einer Sinfonie B- Dur Arie aus der Oper „La Principessa in campagna" Andante F-Dur aus der Sinfonie Szene und Arie aus der Oper „La Vestale" Letztes Allegro B-Dur aus der Sinfonie Arie mit Variationen A-Dur AM Z, Jg. 21, Nr. 22 (1819) Freitag, 4.6.1819 - HdP Vokal- und Instrumentalkonzert von Demoiselle Marioni, Gesang Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Frl. Gaudin, Gesang Giovanni Cantu, Tenor KM Friedrich August Kummer, Violoncello KM Gotthelf Heinrich Kummer, Fagott Theaterchor I. Wolfgang Amadeus Mozart Gioacchino Rossini KM Friedrich August Kummer Gioacchino Rossini II. Gioacchino Rossini KM Gotthelf Heinrich Kummer Gioacchino Rossini Giuseppe Nicolini Ouvertüre Szene mit Chor aus „Tancredi" Violoncellokonzert e-Moll Duett aus „Tancredi“ Szene und Chor aus „Die Italienierin in Algier“ Variationen für Fagott B-Dur Duett aus „Tancredi“ Terzett aus „Balduin“ A M Z, Jg. 21, Nr.27 (Juni 1819) Freitag, 7.1.1820 Konzert von Antonia Pechwell, Klavier W Tb, 7.1.1820 - HTT: keine Vorstellung im Theater - evtl. Hofkonzert Feron Feron Feron Feron Marioni F. A. Kummer Gaudin/Marioni Marioni/Chor G. H. Kummer Marioni/Cantu Gaudin/Marioni/ Cantu 96 Freitag, 25.2.1820 - HdP Großes Konzert von C. Barth, Oboe Im Programm „neueste Kompositionen für Oboe“ *) DrA, 23.2.1820 *) - W Tb, 25.2.1820 - HTT: keine Vorstellung im Theater Freitag, 17.3.1820 - HdP Großes Vokal- und Instrumentalkonzert von KM Gotthelf Heinrich Kummer, Fagott, und seinem neunjährigen Sohn Heinrich Kummer, Klavier*) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Friederike Funk, Sopran KM Friedrich August Kummer (2), Violoncello KM Friedrich August Kummer (1), Oboe KM Ferdinand Wilhelm Kummer, Violoncello KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte KM Karl Gotthelf Kummer, Oboe KM Gotthelf Heinrich Kummer N.N. KM Anton Bernhard Fürstenau KM Gotthelf Heinrich Kummer (?) Fagottkonzert (neu) G.H. Kummer Klavierkonzert H. Kummer Variationen für Flöte Fürstenau Notturno für acht Instrumente **) DrA, 16., 23.2.**), 6.3. +), 13.3.1820 - W Tb, 17.3.1820, Besuch des Konzerts »mit H um m el" +) Ankündigung von Fürstenaus M itwirkung *) D er Sohn Heinrich Kum m er w ar am 8.5.1809 geboren w orden und dem nach zum Zeitpunkt des Konzerts zehn Jahre alt **) A nm erkung zum Programm: »Zum Schlüsse w erde ich m ich m it m einem Sohne, m einen Brüdern und deren Söhnen, zusam m en acht Kummer, durch eine Serenate für acht Instrum ente, ein hochgeehrtes Publikum bestm öglichst zu unterhalten bestreben."(G . H. Kummer) D urch A nkündigung am 23.2. w urde aus der Serenate ein Notturno Montag, 3.4.1820 Konzert von Johann Nepomuk Hummel, Klavier W Tb, 3.4.1820, Verm erk einer Probe - HTT: keine Vorstellung im Theater - evtl. Hofkonzert Dienstag, 8.8.1820,12.00 - HdP Musikalische Mittagsunterhaltung von Madame Bender und den Gebrüdern Bender Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle DrA, 4.8., 7.8.1820 97 Freitag, 13.10.1820 - HdP Musikalische Akademie *) von KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Friederike Funk, Sopran Giovanni Cantu, Tenor KM Christian Gotthelf Steudel, Flöte KM Anton Bernhard Fürstenau Konzert für zwei Flöten Fürstenau/ Steudel DrA, 2., 6., 9., 11.10.1820 - AZ, 5.10.1820 *) im D rA ab 6.10. als Vokal- und Instrum entalkonzert angekündigt Freitag, 8.12.1820-HdP Konzert von KM Justus Johann Friedrich Dotzauer, Violoncello, und seinen beiden Söhnen *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent Johann Gottfried Bergmann, Tenor DrA, 22., 29.11.+) 1820 - W Tb, 6.12. m it Probenverm erk, 8.12.1820 *) ein elfjähriger (Klavier) und ein achtjähriger Sohn (Violoncello) +) Konzert vom ursprünglich angekündigten 1.12 auf den 8.12.1820 verschoben Montag, 18.12.1820 - HdP Konzert von Heinrich Joseph Bärmann, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent Carl Maria von Weber Ouvertüre „Der Freischütz“ (Erstaufführung) DrA, 13.12. +), 15., 18.12.1820 +) - W Tb, 18.12.1820 m it Verm erk über eine Probe 10.00 und das Konzert - Schmid 1923, S. 3 Giacom o M eyerbeer w ar in dem Konzert anwesend, siehe Proelss 1878, S. 401 +) D ie A nzeigen hat Carl M aria von W eber selbst aufgegeben Freitag, 29.12.1820 - HdP Musikalische Akademie von KM Carl Gottlob Peschke, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Julie Haase, Sopran Madame Friedrich, Gesang Giovanni Cantu, Tenor Antonia Pechwell, Klavier 98 N.N. N.N. John Field Violinkonzert Variationen für Violine Klavierkonzert Peschke Peschke Pechwell DrA, 22., 29.12.1820 Freitag, 16.3.1821 - HdP Vokal- und Instrumentalkonzert von Peter Vimercati, Mandrine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Friederike Funk, Sopran Giovanni Cantu, Tenor KM Carl Gustav Dietze, Oboe N.N. Ferdinando Paer Gioacchino Rossini KM (Karl Gotthelf?) Kummer Konzert und Variationen auf der Vimercati Mandrine Arie Funk Arie aus „Othello" Cantu Konzert für Oboe Dietze AM Z, Jg. 23, Nr. 18 (Mai 1821) - DrA, 2.3 +), 12.3.1821 +) H inweis, dass Vim ercati bereits vor dem König in Pillnitz ein Konzert „auf der italienischen M andola" gegeben hat Freitag, 30.3.1821 - HdP Konzert von KM Gottlieb Peschel sen., Fagott Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent Frau Reichardt, Gesang Johann Gottfried Bergmann, Tenor KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Otto Kressner, Flöte Carl Kragen, Klavier Carl Maria von Weber KM Joseph Schubert Carl Maria von Weber Ferdinando Paer N.N. KM Anton Bernhard Fürstenau Johann Nepomuk Hummel Jubelouvertüre Fagottkonzert Andante und Rondo Ungarese Arie Duett Konzert für zwei Flöten Rondo brillante A-Dur für Klavier Weber Peschel Peschel Reichardt Reichardt/Bergmann Fürstenau/Kressner Kragen AM Z, Jg. 23, Nr. 18 (Mai 1821) - DrA, 2., 9., 16.3.1821 - W Tb, 30.3.1821 m it Verm erk über Probe 10.00 und Konzert 99 Dienstag, 3.4.1821,11.00 - HdP Konzert von Alexandre-Jean Boucher, Violine, und Celeste Gallyot-Boucher, Harfe und Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent DrA, 28.3. +), 2.4.1821 - W Tb, 2.4.1821 m it Verm erk einer Probe 14.00 +) D ie A nzeige w urde von Carl M aria von W eber aufgegeben Montag, 9.4.1821 - HdP (?) Großes Konzert „zum Besten der hiesigen Blindenanstalt" Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent und Pianist Friederike Funk, Sopran Johann Gottfried Bergmann, Tenor Ludwig Toussaint, Bass KM Justus Johann Friedrich Dotzauer, Violoncello Theaterchor „Zöglinge der Blindenanstalt" Weber Dotzauer Weber Funk Funk/Bergmann/ Toussaint/ Theaterchor Zöglinge der An stalt AM Z, Jg. 23, Nr. 18 (Mai 1821) - DrA, 30.3. +), 2., 4., 6.4.++), 9.4.1821 - AZ, 4.5.1821 - W Tb, 9.4.1821 m it Verm erk einer Probe 9.00 und Kommentar +) Ankündigung für 8.4.1821 ++) „ ...w obei der H err Kapellm eister Carl M aria von W eber das hiesige Publikum zum ersten M ale m it seinem Spiel erfreuen w ird." *) Titel in A M Z, im DrA „Concertino" Sonnabend, 12.5.1821,18.00 - HdP Konzert von Herrn Sedlatzek, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Ungenannte Kammermusiker Carl Maria vonWeber KM Justus Johann Friedrich Dot zauer Carl Maria von Weber Joseph Haydn Joseph Haydn N.N. Ouvertüre „Der Freischütz" Violoncellokonzert *) Klavierkonzert C-Dur „Willkommen jetzt" aus „Die Jahres zeiten" „Der Frühling" aus „Die Jahreszeiten" „Danklied" 100 Sedlatzek Sedlatzek Sedlatzek und KM AM Z, Jg. 23, Nr. 18 (Mai 1821) - DrA, 9.5.1821 +) - AZ, 8.5.1821 +) nennt das Konzert „M usikalische A bendunterhaltung" - HTT: keine Vorstellung im Theater Andreas oder Bernhard Romberg N.N. Anton Reicha Flötenkonzert Variationen für Flöte Harmonie-Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott Freitag, 12.10.1821 - HdP Konzert von KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent Antonia Luise Christiane Unzelmann, Sopran Julie Haase, Gesang Johann Gottfried Bergmann, Tenor Otto Kressner, Flöte Carl Maria von Weber Sebastiano Nasolini KM Anton Bernhard Fürstenau KM Anton Bernhard Fürstenau KM Anton Bernhard Fürstenau N.N. N.N. Ouvertüre „Der Freischütz“ Arie Flötenkonzert Concertino für zwei Flöten Potpourri Arie Duett Weber Unzelmann Fürstenau Fürstenau/Kressner Fürstenau Bergmann Haase/Bergmann AM Z, Jg. 23, Nr.18 (Mai 1822) 12.10.1821 - DrA, 3., 5., 8., 10.10.1821 - W Tb 11.10.1821 m it Verm erk einer Vorm ittagsprobe, Freitag, 26.10.1821 - HdP 1. Abonnementskonzert der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Solisten, Theaterchor Joseph Haydn „Die Schöpfung“ AZ, 15.10.1821 - DrA, 15.10.1821 - W Tb, 26.10.1821 Freitag, 16.11.1821 - HdP Musikalische Akademie von KM Gotthelf Heinrich Kummer, Fagott Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent (?) Antonia Luise Christiane Unzelmann, Sopran Johann Gottfried Bergmann, Tenor Friedrich August Mayer, Bass Heinrich Kummer, Klavier 101 KM Gotthelf Heinrich Kummer Johann Ladislaus Dussek August Stephan Alexander Klengel KM Gotthelf Heinrich Kummer KM Gotthelf Heinrich Kummer Fagottkonzert Klavierkonzert „Die Spazierfahrt auf dem Meere“ („La Promenade sur mer") Ouvertüre *) (neu) Ouvertüre **) (neu) G. H.Kummer H. Kummer H. Kummer DrA, 26.10., 2.11., 12.11. 1821 - W Tb, 15.11.,14.00 „Sinfonie-Probe", 16.11.1821 *) für „volles Orchester m it Begleitung von 10 russischen Jagdhörnern" **) „m it ganzem Orchester und 8 begleitenden W aldhörnern" Freitag, 23.11.1821 - HdP (?) Konzert von Johann Simon Hermstedt, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Caroline Willmann, Sopran Ludwig van Beethoven Louis Spohr Louis Spohr Gioacchino Rossini N.N. Ouvertüre „Egmont" Klarinettenkonzert Hermstedt Variationen Hermstedt Szene aus „Adelaide di Borgogna" Willmann Variationen über „ 0 dolce concento" Willmann AM Z, Jg. 24, Nr. 18 (Mai 1822) - W Tb, 23.11.1821 „In H ermstedts Concert Probe" - HTT: keine V orstellung im Theater Freitag, 30.11.1821 - HdP 2 . Abonnementskonzert der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Carl Maria von Weber, Pianist (und Dirigent?) Carl Maria von Weber Konzertstück für Klavier Weber DrA, 7.11.1821 - W Tb, 26.11. m it Verm erk Probe von 10.00-13.00, 29.11. m it Verm erk Probe 17.00-20.30, 30.11. m it Kom m entar Sonnabend, 22.12.1821 - HdP (?) 3. Abonnementskonzert der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Carl Maria von Weber, Dirigent Friederike Funk, Sopran Filippo Sassaroli, Mezzosopran Maria Camilla Miecksch, Sopran Johann Gottfried Bergmann, Tenor Karl Johann Gottfried Keller, Bass Kztmstr. Giovanni Battista Polledro, Violine Theaterchor 102 Ludwig van Beethoven Michel Carafa de Colobrano I. Sinfonie Cavatine mit Chor „Ombra, che a me d'intorno' ViolinkonzertKztmstr. Giovanni Battista Polledro II. Carl Maria von Weber Sassaroli Polledro Jubelkantate Funke/Miecksch/ Bergmann/Keller Theaterchor A M Z Jg. 24, N r.l, (Januar 1822) zu A bonnem entskonzerten im W inter 1821/1822 - DrA, 14.12.1821 - Textbuch StA, OA (unvollständig) - W Tb, 14.12. Sinfonieprobe, 20.12. 9 .00-13.00 Probe, 21.12 .17 .00-20 .00 Probe, 22.12.1821 Konzert Freitag, 1.2.1822 -- HdP (?) 4. Abonnementskonzert der Königlichen musikalischen Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent (?) W Tb, 28., 29., 31.1.(9.00-12.00) 1822 Konzertproben, 1.2.1822 Concert der Kapelle Dienstag, 26.2.1822 - HdP? 5. Abonnementskonzert der Königlichen musikalischen Kapelle DrA, 20.2.1822 Freitag, 12.4.1822 - HdP Konzert der Zöglinge der Blinden- und Erziehungsanstalt Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Schüler der Blindenanstalt N.N. Ouvertüre Friedrich Ludwig Emil Kunzen „Das Halleluja der Schöpfung“ N.N. Stücke für Flöte, Pedalharfe u.a. AM Z, Jg. 24, Nr. 30 (Juli 1822) - DrA, 1.4., 3.4.1822 Freitag, 19.4.1822 - HdP Musikalische Akademie von Louis Franz Philippe Drouet, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle DrA, 17.4.1822 - W Tb 19.4. „in D rouet Concert" 103 Mittwoch, 22.5.1822,18.00 - PGrG Großes Vokal- und Instrumentalkonzert von Franz Siebert, Bass, und seiner Tochter Clara Siebert Die Mitwirkung der Königlichen musikalischen Kapelle an diesem Ort ist sehr wahrscheinlich, da im Saal des Palais außer der Kapelle nur in Ausnahmefällen ein andreres Orchester spielen durfte DrA, 20.5.1822 Freitag, 11.10.1822,18.00 - HdP Musikalische Akademie von KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Constanze Tibaldi, Mezzosopran Carlo Tibaldi, Tenor Alfonso Zezi, Barition DrA, 4., 7., 9.10.1822 Mittwoch, 29.11.1822 - HdP Musikalische Akademie von KM August Wilhelm Haase, Horn, und KM Ludwig Friedrich Leopold Haase, Horn und Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Friederike Funk, Sopran Gioacchino Benincasa, Bass Germano Sassaroli, Bass Franz Schubert, Violine Friedrich Wilhelm Agthe Gioacchino Rossini Kztmstr. Giovanni Battista Polledro KM Friedrich August Kummer Germano Sassaroli Ferdinand Fränzl DrA, 22 .11 .1822-T Z O A Sonnabend, 28.12.1822 —HdP Konzert von Marianna Czeka-Auer(n)hammer, Gesang Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent DrA, 23.12.1822 - W Tb, 28.12.1822, Verm erk 10.00 Probe „mit M ad. Cegka", Konzert Ouvertüre „Anna Boleyn" Arie Violinkonzert Funk L.Haase Konzert für zwei Waldhörner Duett Allegro für zwei Violinen A.W./L.Haase Benincasa/Sassaroli L.Haase/Schubert 104 Freitag, 4.4.1823,19.00 - HdP Musikalische Akademie von Julius Benedict, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Julie Haase, Sopran Serafimo Gentili, Tenor I. Ludwig van Beethoven Francesco Morlacchi Carl Maria von Weber II. Luigi Cherubini Julius Benedict Julius Benedict AM Z, Jg. 25, Nr. 33 (August 1823) - DrA, 17.3. +), 2.4.1823 +) kündigt Gottfried Bergm ann anstelle von Gentili an Donnerstag, 15.5.1823 - Nikolaikirche Görlitz Konzert Mitwirkende C.G.A Blüher, Dirigent Johann Gottlob Schneider, Orgel „Eine Menge guter Musiker aus allen Gegenden“, darunter „einige Mitglieder der königlich sächsischen Kapelle“ Görlitzer Gesangverein Dilettanten als Solisten Joseph Haydn „Die Schöpfung“ AZ, 26.5.1823 Montag, 15.9.1823 - HdP Großes Vokal- und Instrumentakonzert von Jacques Ferreol Mazas, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle JacquesFerreolMazas ZweiViolinkonzerte Mazas und Variationen auf einer Saite A M Z, Jg. 25, Nr.46 (November 1823) - DrA, 10.9.1823 - AZ, 13.9.1823 - HTT: keine Vorstellung im Theater Ouvertüre „Coriolan" Arie aus „II barbiere di Seviglia“ mit Haase obligater Viola Klavierkonzert Benedict Ouvertüre „Faniska“ „Amor timido“, Canzone von Me- Gentili tastasio Rondo für Klavier und Orchester Benedict 105 Montag, 22.9.1823 - HdP Vokal- und Instrumentalkonzert von Clara Siebert, Konzertsängerin, und Franz Siebert, Bass Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle DrA, 17., 19. 22 .9 .1823- A Z , 19.9.1823 Mittwoch, 1.10.1823,18.00 - HdP Konzert von Maria Szymanowska, Klavier Mitwirkende Königliche musiklishe Kapelle Luiggia Sandrini-Caravoglia. Sopran Giovanni Boccaccini, Tenor Alfonso Zezi, Bariton N.N., Violoncello Luigi Cherubini Johann Nepomuk Hummel Johann Nepomuk Hummel Maria Szymanowska Ouvertüre „Lodoiska" 1. Satz aus dem Klavierkonzert h-Moll Adagio und Rondo aus dem Klavier konzert a-Moll Romanze für Klavier und Violoncello John Field Rondo C-Dur AM Z, Jg. 25, Nr. 46 (Novem ber 1823) - AZ, 13.10.1823 - DM e, 9.10.1823 Freitag, 10.10.1823 - HdP Musikalische Akademie von KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Alfonso Zezi, Bariton Gioachino Benincasa, Bass A. H. Zizold, Flöte Theaterchor Friedrich Daniel Rudolph Kuhlau KM Justus Johann Friedrich Dot zauer KM Anton Bernhard Fürstenau KM Anton Bernhard Fürstenau Gioacchino Rossini Germano Sassaroli Ouvertüre „Die Zauberharfe" Flötenkonzert Divertissement für zwei Flöten Variationen über Caraffas „ 0 cara memoria" Arie mit Chor aus „Elisabeth" Duett AM Z, Jg. 26, Nr. 1 (Januar 1824) - DrA, 3., 6.10.1823 - DM e, 16.10.1823 Szymanowska Szymanowska Szymanowska/ NN Szymanowska Fürstenau Fürstenau/Zizold Fürstenau Schröder- Devrient Zezi/Benincasa 106 Freitag, 24.10.1823 - HdP Musikalische Akademie von Wenzel Wilhelm Würfel, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Otto Kressner, Flöte Charlotte Veltheim, Sopran Giovanni Boccaccini, Tenor Andreas Romberg Wenzel Wilhelm Würfel Ferdinando Paer Otto Kressner Wenzel Wilhelm Würfel Wenzel Wilhelm Würfel Wenzel Wilhelm Würfel Michel Caraffa de Colobrano A M Z, Jg. 26, Nr. 1 (Januar 1824) - DrA, 20.10., 22.10.1823 - DM e, 30.10.1823 Freitag, 14.11.1823 - HdP Musikalische Akademie von KM Gotthelf Heinrich Kummer, Fagott Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Heinrich Kummer, Klavier KM Gotthelf Heinrich Kummer Fagottkonzert Ferdinand Ries Klavierkonzert Ignaz Moscheies Variationen A M Z, Jg. 26, Nr. 1 (Januar 1824) - DrA, 3.11. +), 10.11.1823 - DM e, 20.12.1823 - W Tb, 14.11.1823 +) Verschiebung vom 5.11. auf 14.11., dann w ohl noch einmal auf den 28.11. (siehe nachstehend) Freitag, 28.11.1823 - HdP Musikalische Akademie von KM Gotthelf Heinrich Kummer, Fagott Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Friederike Funk, Sopran Gioachino Benincasa, Bass Germano Sassaroli, Bass Ludwig Friedrich Leopold Haase, Violine Heinrich Kummer, Klavier KM Friedrich August Kummer Fagottkonzert (neu) G.H. Kummer Ferdinand Ries Klavierkonzert H. Kummer Kztmstr. Giovanni Battista Polledro Variationen Haase DrA, 17.11., 24.11.1823 - D M e, 20.12.1823 G. H. Kummer H. Kummer H. Kummer Ouvertüre Klavierkonzert Würfel Szene und Arie aus „Leonore" Veltheim Variationen für Flöte Kressner Rondo für Klavier Würfel Freie Phantasie Würfel Variationen über ein polnisches Würfel Thema Arie Boccaccini 107 Montag, 15.12.1823 - HdP Konzert von Charlotte Veltheim, Sopran und Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Luiggia Sandrini-Caravoglia, Sopran Julie Haase, Sopran Constanze Tibaldi, Mezzosopran Johann Gottfried Bergmann, Tenor Gioacchino Benincasa, Bass Ein Hornquartett Friedrich Kuhlau Johann Ladislaus Dussek Gioacchino Rossini Johann Josef Rösler Klavierkonzert Adagio und Rondo aus dem Klavier konzert Nr. 12, Es-Dur Duett aus „Tancredi" Duett Veltheim Veltheim V e ltheim/Tibaldi A M Z, Jg. 26, Nr. 1 (Januar 1824) - DrA, 5., 8., 15.12.1823 - AZ, 13.12.1823 - DM e, 20.12.1823 Freitag, 19.12.1823 - HdP Musikalische Akademie von Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla Violinkonzert Rolla Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla Variationen Rolla Joseph Mayseder Polonaise Rolla AM Z, Jg. 26, Nr. 1 (Januar 1824) - DrA, S. 12 f. - AZ, 2.12.1823 - W Tb, 19.12.1823, verm erkt eine Probe 9.30-12.30 Uhr und das Konzert Dienstag, 30.12.1823 - HdP Musikalische Akademie von KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent Julius Benedict, Klavier Carl Maria von Weber Klarinettenkonzert Kotte Carl Maria von Weber Grand Duo concertant Kotte/Benedict Heinrich Joseph Bärmann Variationen Kotte AM Z, Jg. 26, Nr. 24 (Juni 1824) +) - DrA, 1 1 .1 2 .1 8 2 3 -W Tb, 30.12.1823, verm erkt Probe Yz ? (unleserlich) U hr und Konzert +) nennt als Konzertdatum 23.12.1823 108 Mittwoch, 3.3.1824 - HdP Musikalische Akademie von KM Gottlieb Peschel sen., Fagott Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Charlotte Veltheim, Sopran *) Constanze Tibaldi, Mezzosopran Johann Gottfried Bergmann, Tenor (Johann) Gottlieb Peschel jun., Fagott (Gustav?) Peschel zweiter Sohn, Oboe KM Ludwig Friedrich Leopold Haase, Violine Peschel sen. Peschel jun. Peschel, zweiter Sohn Haase AM Z, Jg. 26, Nr. 24 (Juni 1824) - DrA, 16., 27.2.1824 *) angekündigt als „Frau Feldheim, Gesang" ? Barmann Fagottkonzert Carl Maria von Weber Andante und Rondo Ungarese Friedrich Eugen Thurner Szene für Oboe Bernhard Molique Fantasie für Violine Freitag, 2 .4 .1824-HdP Musikalische Akademie von KM Justus Johann Friedrich Dotzauer, Violoncello, und seinen beiden Söhnen, Violoncello bzw. Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle KM Justus Johann Friedrich Dotzauer Ouvertüre KM Justus Johann Friedrich Dotzauer Variationen für Violoncello J. J. F.Dotzauer KM Justus Johann Friedrich Dotzauer Concertante für zwei Violoncelli J. J. F.Dotzauer und der jüngere Sohn Johann Nepomuk Hummel Klavierkonzert a-Moll älterer Sohn Dot zauer AM Z, Jg. 26, Nr. 24 (Juni 1824) - DrA, 22.3., 26.3.1824 - W Tb, 2.4.1824, Besuch des ersten Teils Donnerstag, 8.4.1824,18.00 - HdP 3. und letzte musikalische Unterhaltung von Friedrich Kaufmann, Harmonichord *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent Johann Gottfried Bergmann, Tenor Carl Maria von Weber Adagio und Rondo für Harmonichord Kaufmann und Orchester (Erstaufführung) **) DrA, 7.4.1824 - W Tb, 7.4. Verm erk über eine Probe, 8.4.1824 Konzert *) 1. m usikalische A bendunterhaltung solo am 4.4.1824 m it Chordaulodion, Harm onichord und Trom peterautom at - 2. m usikalische A bendunterhaltung solo am 6.4.1824 **) Kaufm ann gewidmet 109 Freitag, 23.4.1824 - SdC *) Konzert von Heinrich von Machui, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Friederike Funk, Sopran Alfonso Zezi, Bariton KM Justus Johann Friedrich Dotzauer, Violoncello KM Friedrich August Kummer, Violoncello KM Justus Johann Friedrich Dotzauer Konzert fürzwei Violoncelli Dotzauer/ Kummer DrA, 21.4.1824 *) in der Anzeige: Gesellschaftssaal Sonntag, 6.6.1824 - GrOH Konzert zum Besten der abgebrannten Stadt Schwarzenberg Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent Friederike Funk, Sopran Johann Gottfried Bergmann, Tenor Friedrich August Mayer, Bass Theaterchor Joseph Haydn »Die Jahreszeiten“ AM Z, Jg. 26, Nr. 41 (Oktober 1824) - DrA, 2.6. +), 4.6., 9.6. ++) 1824 - AZ, 5.6.1824 - W Tb, 3.6., 9.00 Quartettprobe; 5.6., 9 .00-13.30 Probe; 6.6.1824 Konzert, m it Kom m entar (W eber spricht irrtüm lich von der Stadt Brandenburg) +) m it einer Erklärung der Kapelle, „zur Linderung des Elends unserer verarm ten Brüder, die durch Brand alle ihre Habe verloren haben", beitragen zu wollen, und m it der Bitte um zahlreiche Teilnahm e des Publikums ++) Dank des Kreishauptm anns von Schwarzenberg an die A usführenden und das Publikum Donnerstag, 7.10.1824 - SKV Große musikalische Akademie von Ignaz Moscheies, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent Ignaz Moscheies Klavierkonzert Es-Dur (neu -Manuskript) Ignaz Moscheies Variationen über ein österreichisches Volkslied g-Moll Ignaz Moscheies Freie Fantasie über Themen aus „Die Zauberflöte“ und „Preziosa" A M Z, Jg. 27, Nr. 4 (Januar 1825) - DrA, 4., 6.10.1824 - W Tb, 7.10.1824 Moscheies Moscheies Moscheies 110 Freitag, 15.10.1824 - SKV Musikalische Akademie von KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent Ungenannte Kammermusiker KM Anton Bernhard Fürstenau Flötenkonzert Fürstenau Peter Joseph von Lindpaintner Concertante für Flöte, Oboe, Klari- Fürstenau/ nette, Horn und Fagott mit Orchester weitere KM AM Z, Jg. 27, Nr. 4 (Januar 1825), nennt 14.10. als Konzertdatum - DrA, 11., 15.10.1824 - W Tb, 15.10. Verm erk über Probe m it Fürstenau Freitag, 22.10.1824 - SKV Musikalische Akademie von Bernhard Romberg, Violoncello Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent Charlotte Veltheim, Sopran Bemhardine Romberg, Gesang Carl Romberg, Violoncello I. Bernhard Romberg Ouvertüre „Alma" B. Romberg B-e. Romberg C. Romberg B-e. Romberg/ Veltheim B. Romberg AM Z, Jg. 27, Nr. 4 (Januar 1925) - DrA, 20., 22.10.1824 - W Tb, 22.10.1824 Bernhard Romberg Michel Carafa de Colobrano II. Bernhard Romberg Gioacchino Rossini Bernhard Romberg Violoncellokonzert Cavatine Divertissement über österreichische Lieder Duett Capriccio über polnische Lieder und Freitag, 5.11.1824,18.00 - SdC Konzert Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle KM Carl Gottlob oder KM Christian Ludwig Taschenberg, Dirigent Theaterchor N.N. »Die vier Jahreszeiten" DrA, 3.11.1824 111 Freitag, 19.11.1824 - HdP Musikalische Akademie von Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent Johann Peter Pixis Ouvertüre Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla Violinkonzert Rolla Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla Variationen über ein Thema aus „La Rolla gazzaladra" N.N. Polacca Rolla AM Z, Jg. 27, Nr. 4 (Januar 1825) - D rA , 10., 17.11.1824 - W Tb, 19.11.1824 Freitag, 3.12.1824 - HdP Musikalische Akademie von KM Johann Gottlob Lauterbach, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Johann Gottfried Bergmann, Tenor Friedrich August Mayer, Bass Antonia Pechwell, Klavier Friedrich Wilhelm Lauterbach, Klarinette Carl Maria von Weber Andreas Späth Klarinettenkonzert Potpourri für zwei Klarinetten August Stephan Alexander Klengel Klavierkonzert J. G. Lauterbach J. G./F.W. Lauterbach Pechwell AM Z, Jg. 27, Nr 4 (Januar 1825) - DrA, 26.11. und 29.11.1825 - W Tb, 2.12. m it Verm erk Probe 10.00; 18.00 Devrient und Lauterbach; 3.12.1825 Konzert Freitag, 17.12.1824 - HdP Musikalische Akademie von KM Friedrich Lorenz, Fagott Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber, Dirigent Charlotte Veltheim, Sopran Johann Gottfried Bergmann, Tenor KM August Pauli, Flöte Franz Poland, Violine *) Carl Maria von Weber Fagottkonzert Lorenz Humann Polonaise ? N.N. Flötensolo Pauli A M Z, Jg. 27, Nr. 4 (Januar 1825) - DrA, 13.2.1824 - W Tb, 16.12. Verm erk über Probe m it Lorenz, 17.12.1824 Konzert *) elfjährig 112 Donnerstag, 30.12.1824 - HdP Musikalische Akademie von KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Friederike Funk, Sopran Alfonso Zezi, Bariton August von Freiesieben, Klavier Kotte von Freiesieben Kotte AM Z, Jg. 27, Nr.4 (Januar 1825) - D rA, 24., 29.12.1824 - W Tb, 30.12.1824 (Konzert besucht) Gasparo Spontini Philipp Jakob Riotte Ignaz Moscheies N.N. Ouvertüre „Olimpie" Klarinettenkonzert Klavierkonzert Variationen Freitag, 21.1.1825 - HdP Musikalische Akademie von KM Justus Johann Friedrich Dotzauer, Violoncello und seinen beiden Söhnen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle KM Justus Johann Friedrich Dot- Capriccio für Violoncello J. J. F.Dotzauer zauer KM Justus Johann Friedrich Dot- Variationen für Violoncello Dotzauer, jüngezauer rer Sohn Friedrich Wilhelm Michael Kalk- Klavierkonzert d-Moll Dotzauer, älterer brenner Sohn AM Z, Jg. 27, Nr. 20 (Mai 1825) - DrA, 14., 17.1.1825 Freitag, 25.2.1825 - HdP Konzert von KM Gotthelf Heinrich Kummer, Fagott Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Charlotte Veltheim, Sopran Antonio B(u)onfigli, Tenor Friedrich August Mayer, Bass KM J.Töpler, Violine KM Ferdinand Wilhelm Kummer, Violoncello Heinrich Kummer, Klavier G. H.Kummer H. Kummer H. Kummer Töpler/ F. W. Kummer AM Z, Jg. 27, Nr. 20 (Mai 1825) - DrA, 6., 11.4.1825 KM Gotthelf Heinrich Kummer Carl Czerny August Stephan Alexander Klengel Joseph Anton Bohrer Fagottkonzert Klavierkonzert Variationen für Klavier Duett für Violine und Violoncello 113 Freitag, 22.4.1825-HdP Konzert von Adelheid Metzner, Sopran Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Alfonso Zezi, Bariton Michel Carafa de Colobrano Bolero Michel Carafa de Colobrano Variationen Louis Joseph Ferdinand Herold Arie aus „Das Zauberglöckchen“ A M Z, Jg. 27, Nr. 20 (Mai 1825) - DrA, 20.4.1825 - AZ, 18.4.1825 Donnerstag, 17.11.1825 - HdP Konzert von KM Friedrich August Kummer, Violoncello Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Friederike Funk, Sopran Franz Hauser, Bariton KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte KM Carl Gotthelf Kummer, Oboe KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette KM August Wilhelm Haase, Horn KM Gottlieb Peschel, Fagott „der zwölfjährige Knabe Wasserstein“ (vermutlich Anton Wallerstein) AM Z, Jg. 27, Nr. 51 (Dezember 1825) - DrA, 9., 14.11.1825 Freitag, 9.12.1825 - HdP Konzert von Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Charlotte Veltheim, Sopran Matilde Palazzesi, Sopran Alfonso Zezi, Bariton Gioacchino Benincasa, Bass AM Z, Jg. 27, Nr. 51 (Dezember 1825) - DrA, 30.11.1825 - AZ, 30.11.1825 Donnerstag, 29.12.1825 - HdP Konzert von KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Friederike Funk, Sopran Luiggia Sandrini-Caravoglia, Sopran Charlotte Veltheim, Sopran Gioachino Benincasa, Bass A. H. Zizold, Flöte Metzner Metzner 114 KM Anton Bernhard Fürstenau Flötenkonzert KM Anton Bernhard Fürstenau Variationen KM Anton Bernhard Fürstenau Konzert für zwei Flöten Fürstenau Fürstenau Fürstenau/Zizold DrA, 21., 23.12.1825 - AZ, 22.12.1825 *) AZ: „vor seiner A breise nach England", w ohin Fürstenau Carl M aria von W eber zur Einstudierung und Uraufführung des „O beron" begleitete Dienstag, 14.2.1826 - HdP Musikalische Akademie des achtjährigen Jozef Krogulski, Klavier *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Constanze Tibaldi, Mezzosopran Giacomo Rubini, Tenor Johann Nepomuk Hummel Klavierkonzert a-Moll Krogulski AM Z, Jg. 28, Nr. 15 (April 1826) - DrA, 10.3.1826 +) *) geboren am 4. Oktober 1815, also 10 Jahre alt +) ein Konzert des Knaben „aus besonderer V eranlassung und zu fortdauernder A ufm unterung in der Kunst" Freitag, 17.2.1826 - HdP Musikalische Akademie von KM Johann Gottlieb Peschel, Fagott Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Eine Sängerin +) Franz Hauser, Bariton DrA, 10.2.+), 13.2.1826 +) die ungenannte Sängerin w ird als „eine Freundin der Kunst" angekündigt Freitag, 10.3.1826 - HdP Musikalische Akademie von Charlotte Veltheim, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Matilde Palazzesi, Sopran Ranuzio Pesadori, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Violine Veltheim Palazzesi Rolla Pesadori Veltheim brenner DrA, 24.2., 6.3.1826 - AZ, 7.3.1826; unter: „Einheim isches" am 15. A pril 1826 Peter Joseph von Lindpaintner Ludwig van Beethoven Domenico Natale Sarra Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla Francesco Morlacchi Friedrich Wilhelm Michael Kalk- Ouvertüre Klavierkonzert Arie Variationen für Violine über ein Thema von Caraffa Serenade aus „II barbiere di Seviglia" Rondeau brillant für Klavier 115 Freitag, 31.3.1826 - HdP Musikalische Akademie von KM August Wilhelm Haase, Horn, und KM Ludwig Friedrich Leopold Haase, Horn und Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Friederike Funk, Sopran Sophie Seconda, Sopran Antonia Pechwell, Klavier L.Haase L.Haase A./L. Haase A./L. Haase DrA, 22.3.1826 - A M Z, 25.3.1826 Louis Spohr Violinkonzert KM Ludwig Friedrich Leopold Haase Variationen für Violine Andreas oder Bernhard Romberg Concertino für zwei Hörner Peter Joseph von Lindpaintner Fantasie für zwei Hörner Freitag, 7.4.1826,18.00 - HdP Musikalische Akademie (Großes Vocal- und Instrumental-Concert) von Johann Nepomuk Hummel, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Charlotte Veltheim, Sopran Antonio B(u)onfigli, Tenor I. Luigi Cherubini Johann Nepomuk Hummel Saverio Mercadante II. Johann Nepomuk Hummel Saverio Mercadante Ouvertüre „Anacreon" Klavierkonzert a-Moll Arie Rondo brillant B-Dur Arie Hummel Veltheim Hummel B(u)onfigli Freie Fantasie über Themen von Mozart Hummel AZ, 31.3.1826; unter: „Einheim isches" am 15.4.1826 - TZ Freitag, 12.5.1826,19.00 - HdP Musikalische Akademie von Leopoldine Blahetka, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Giacomo Rubini, Tenor Ferdinand Ries Klavierkonzert cis-Moll Blahetka Leopoldine Blahetka Variationen Blahetka Jan Hugo Worzischek (Vorisek) Bolero Blahetka AM Z, Jg. 28, Nr. 29 (Juli 1826) - AZ, 11.5.1826 116 Mittwoch, 28.6.1826,17.00 - Neustädter Kirche Große Musikaufführung der Königlichen musikalischen Kapelle zum Besten der hilfsbedürftigen Griechen *) Mitwirkende Francesco Morlacchi, Dirigent Die „allhier befindlichen Gesang- und Musikvereine“ („fast 400 Personen“, u.a. Dreyssigsche Singakademie) **) Filippo Sassaroli, Mezzosopran Matilde Palazzesi, Sopran Friederike Funk, Sopran Charlotte Veltheim, Sopran Sophie Seconda, Sopran Giovanni Muschietti, Alt Antonio B(u)onfigli, Tenor Johann Gottfried Bergmann, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Franz Hauser, Bariton Theaterchor I. Wolfgang Amadeus Mozart II. Johann Gottlieb Naumann Georg Friedrich Händel AM Z, Jg. 28, Nr. 29 (Juli 1826) - DrA, 19.6.1826 - AZ, 15.5.1826 +); „Einheim isches" am 15.7.1826 *) Form ulierung DrA; AM Z: „oder w ie m an hier auf dem Anschlag ausdrückte:',für die unglücklichen Christen in der L evante'" SHStA 10026 Geh. Kabinett, Loc. 15147/5, fol. 124 **) Form ulierung DrA; AM Z „beynahe alle hiesigen Künstler und Sänger" +) nennt: säm tliche Sänger und Sängerinnen des H oftheaters, die D reyssigsche Singakadem ie, die Schulen Hlg. Kreuz, St. Anna, der Neustadt und der Friedrichstadt, säm tliche hiesige M usikchöre und „m ehrere kunstübende D ilettanten" Montag, 14.8.1826,18.30 - HdP Musikalische Akademie von Anna Milder-Hauptmann, Sopran Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle AM Z, Jg. 28, Nr. 43 (Oktober 1826) - DrA, 1.7., 11.8.1826 - AZ, 12.8.1826 Requiem Sassaroli/ Palazzesi/ Muschietti/ B(u)onfigli/Zezi „Vater unser“ „Halleluja“ aus „Der Messias“ Funk/Veltheim/ Bergmann/ Hauser 117 Freitag, 13.10.1826 - HdP Musikalische Akademie von KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Sophie Seconda, Sopran Adelaide Schiasetti, Mezzosopran Johann Gottfried Bergmann, Tenor Friedrich August Mayer, Bass Carl Maria von Weber Ouvertüre „Oberon" (Erstaufführung?) Gioacchino Rossini Arie Schiasetti Carl Maria von Weber Quartett aus „Oberon" (Erstaufführung?) Schröder-D./ Seconda/ Bergmann/Mayer DrA, 11.10.1826- A Z , 10.10.1826 *) Erste m usikalische Akadem ie Fürstnaus nach der Rückkehr aus London (vgl. 29.12.1825) Donnerstag, 9.11.1826 - HdP Musikalische Akademie von Ignaz Moscheies, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Matilde Palazzesi, Sopran Celestino Salvadori, Bass I. Peter Joseph von Lindpaintner Ouvertüre Ignaz Moscheies Klavierkonzert C-Dur (neu) Moscheies Gioacchino Rossini II. Ignaz Moscheies Schluss-Szene aus „Zelmira" Palazzesi „Erinnerungen an Irland", *) Neue Fantasie für Klavier und Orchester Moscheies Gioacchino Rossini „Una voce m'a colpito"aus „L'anganno felice" Salvadori Freie Fantasie Moscheies AM Z, Jg. 29, Nr.4 (Januar 1827) - D rA, 8.11.1826 - AZ, 8.11.1826 - OA Program m zettel *) In A M Z heißt es „Variationen über Irrländische Volkslieder" Freitag, 24.11.1826 - HdP Musikalische Akademie von KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Matilde Palazzesi, Sopran Ranuzio Pesadori, Tenor KM Franz Schubert, Violine KM J.Töpler, Violine 118 Iwan Müller Iwan Müller Louis Spohr Klarinettenkonzert (neu) Kotte Variationen für Klarinette Kotte Konzert für zwei Violinen Schubert/Töpler DrA, 18., 22.11.1826 Sonntag, 17.12.1826 - HdP Musikalische Akademie von Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Adelaide Schiasetti, Mezzosopran Giacomo Rubini, Tenor KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Anton Wallerstein, Violine DrA, 15.12.1826 Freitag, 29.12.1826 - GrOH Musikalische Akademie der Königlichen musikalischen Kapelle zur Bergündung eines Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen derselben Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Francesco Morlacchi, Dirigent Adelaide Schiasetti, Mezzosopran Giacomo Rubini, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Mitglieder der Sänger- und Musikchöre der Musikdirektoren Aghte, Schwarz und Mende, der hiesigen Kantoren und des Stadtmusikus Zillmann Theaterchor Joseph Haydn »Die Schöpfung“ (in italienischer Sprache) *) AZ, 11.12.1826 - DrA, 29.12.1826, 10.1.1827 - AM Z, Jg. 29, Nr. 4 (Januar 1827) - DrA, 29.12.1826, 10.1.1827 - A Z, unter: „Einheim isches" im Januar 1827 - A nschlagzettel am 18.12.1826, SHStA, 10026 Geh. Kabinett, Loc. 15147/5 (siehe Dok. II, Palm sonntagskonzerte, dort auch Näheres zur ursprünglich vorgesehenen Solistenbesetzung - E 23, E 28, G 7 ,G 8) *) 1808 wurde in W ien in A nwesenheit Haydns „Die Schöpfung" in italienischer Sprache aufgeführt. D ie Übersetzung stam m te von dem Schriftsteller Giuseppe Carpani, der 1812 auch eine Schrift über den Kom ponisten veröffentlicht hat. M öglicherw eise w urde Carpanis Fassung bei dieser hiesigen A ufführung verwendet. Donnerstag 4.1.1827 - HdP Musikalische Akademie von Ferdinand Ries, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Charlotte Veltheim, Sopran Alfonso Zezi, Bariton Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Violine 119 Ferdinand Ries Ferdinand Ries Ferdinand Ries Ferdinand Ries Große Sinfonie D-Dur (Manuskript) Klavierkonzert As-Dur Variations brillantes Variationen mit Orchester Ries Ries/Rolla Ries AM Z, Jg. 29, Nr. 14 (April 1827) - D rA, 2.1.1827 +) +) D ie A nzeige Unterzeichnete KM Anton Bernhard Fürstenau m it einer freundlichen Em pfehlung für Ries Donnerstag, 11.1.1827,18.00 - HdP Musikalische Akademie von J. Giulou, Flöte*) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Adelaide Schiasetti, Mezzosopran Giacomo Rubini, Tenor Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Violine Antonia Pechwell, Klavier Carl Gottlieb Reißiger Ouvertüre AM Z, Jg. 29, Nr. 14 (April 1 8 2 7 ) - DrA, 10.1.1827- A Z , 9.1.1827 *) Bezeichnung in A Z und DrA: Vokal- und Instrum entalkonzert Montag, 5.2.1827 - HdP Zweites Konzert von J. Giulou, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Matilde Palazzesi, Sopran Adelaide Schiasetti, Mezzosopran Alfonso Zezi, Bariton Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Violine DrA, 27.1.+), 31.1.++), 5.2 1827 - AZ, 3.2.1827 +) Ankündigung für 1.2. ++) Ankündigung für 5.2. Freitag, 9 .3 .1827-HdP Musikalische Akademie von KM Franz Poland, Viola, und KM Friedrich Lorenz, Fagott Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Matilde Palazzesi, Sopran Adelaide Schiasetti, Mezzosopran Alfonso Zezi, Bariton Franz Poland jun., Violine AM Z, Jg. 29, Nr. 18 (Mai 1827) - DrA, 3.3., 7.3. 1827 120 Freitag, 30.3.1827 - HdP Musikalische Akademie von KM August Wilhelm Haase, Horn, und KM Ludwig Friedrich Leopold Haase, Violine und Horn Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Friederike Funk, Sopran Alfonso Zezi, Bariton L.Haase L.Haase L./A.Haase L./A.Haase AM Z, Jg. 29, Nr. 18 (Mai 1827) - DrA, 23.3.1827 - AZ, 27.3.1827 Louis Spohr Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla KM Friedrich August Kummer Gottfried Schunke Violinkonzert Variationen für Violine Adagio und Polonaise für Violine und Horn Variationen für zwei Waldhörner Sonntag, 1.4.1827,19.00 - SdC Musikalische Akademie von Louise Stahl, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle *) Maria (Börner-)Sandrini, Sopran KM August Pauli, Flöte KM Hebold, Flöte KM Carl Gottfried Schmerbitz, Posaune **) I. Luigi Cherubini Friedrich Wilhelm Kalkbrenner Giacomo Meyerbeer Rothe ***) II. Carl Maria von Weber Michel Carafa de Colobrano Kaspar Fürstenau Franciszek Lessei TZ *) D er TZ w eist ein Orchester nicht extra aus, er w äre aber w ohl nicht im Zettel-Band 1827 abgelegt, w enn die Kapelle nicht beteiligt gew esen w äre **) KM Schm erbitz steht im Kapellverzeichnis als Kontrabassist ***) evtl. KM Gottlob Rothe oder KM Johann Traugott Rothe, als Klarinettisten Kapellm itglieder Ouvertüre Klavierkonzert Stahl Cavatine aus „Die Kreuzfahrer“ Sandrini Variationen für Bassposaune Schmerbitz Ouvertüre „Oberon“ Variationen Sandrini Polonaise für zwei Flöten Pauli/Hebold Adagio und Polonaise für Klavier Stahl 121 Palmsonntag, 8.4.1827,18.00 - GrOH Vokal- und Instrumentalakademie zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Francesco Morlacchi, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Charlotte Veltheim, Sopran E. Hauff, Alt *) Johann Gottfried Bergmann, Tenor Friedrich August Mayer, Bass Carl Gottlieb Risse, Bass Singechöre der Musikdirektoren Aghte, Schwarze, Mende und des Stadtmusikus Zillmann Theaterchor Friedrich Schneider „Das Weltgericht“ (Text von August Apel) AM Z, Jg. 29, Nr. 18 (Mai 1827) - DrA, 31.3.1827 +) - AZ, 21.3.1827 - LpZ, 21.3.1827 - A nschlagzettel SHStA, 10026 Geh. Kabinett, Loc. 15147/5 *) siehe auch II., E 39, E 40 +) m it besonderem Einladungstext der Kapelle Freitag, 19.10.1827 - HdP Musikalische Akademie von KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Matilde Palazzesi, Sopran Alfonso Zezi, Bariton DrA, 16., 1 8 .1 0 .1 8 2 7 -AZ, 18.10.1827 Freitag, 28.12.1827 - HdP Musikalische Akademie von KM Gotthelf Heinrich Kummer, Fagott Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Ranuzio Pesadori, Tenor KM Franz Schubert, Violine KM Friedrich August Kummer, Violoncello KM Heinrich Kummer, Klavier und Fagott Anton Bohrer Konzert für Violine und Violoncello Schubert/ F. A. Kummer DrA, 13.11.+),14.12.++), 27.12.1827 +) A bsage des ursprünglich für 16.11. geplanten Konzerts w egen des Todes von Königin M aria Theresia ++) Neuankündigung für 28.12. 122 Freitag, 14.3.1828,18.00 Uhr - HdP Musikalische Akademie von Giulia Paravicini, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Adelaide Schiasetti, Mezzosopran Antonio B(u)onfigli, Tenor I. Ludwig van Beethoven Jacques Pierre Joseph Rode Giovanni Pacini II. Carl Maria von Weber Rodolphe Kreutzer Gioacchino Rossini Giulia Paravicini Ouvertüre 4. Violinkonzert Duett aus „Sacerdotessa dTrminsul" Ouvertüre Adagio und Rondeau Arie Potpourri nach den vorzüglichsten Themen von Rossini Paravicini Schiasetti/ B(u)onfigli Paravicini Schiasetti Paravicini TZStA, TZOA Freitag, 21.3.1828 - HdP Musikalische Akademie von KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Adelaide Schiasetti, Mezzosopran Giacomo Rubini, Tenor Antonia Pechwell, Klavier Kotte Kotte Kotte/Pechwell DrA, 16., 18., 20 .3 .1828 - AZ, 18.3.1828 +) +) nennt das Konzert „m usikalische U nterhaltung unter M itw irkung von Herrn Kotte" Carl Gottlieb Reißiger Ouvertüre (neu) Carl Gottlieb Reißiger Klarinettenkonzert (Manuskript) Friedrich Wilhelm Wieprecht Variationen Carl Maria von Weber Grand Duo concertant Montag, 24.3.1828 - HdP Musikalische Akademie von Herrn G. Grünberg, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Johann Gottfried Bergmann, Tenor J.Töpler, Violine DrA, 17.3., 23.3., 24.3.1828 123 Palmsonntag, 30.3.1828,18.00 - GrOH Große Vokal- und Instrumentalakademie zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Mad. Friedrich, Gesang Anton Babnigg, Tenor Johann Gottfried Bergmann, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Die hiesigen Kantoreien und die Chöre der Musikdirektoren Aghte, Otto, Mende und des Stadtmusikus Zillmann *) Theaterchor Georg Friedrich Händel „Judas Maccabäus" Ludwig van Beethoven 5. Sinfonie DrA, 20.3.1828 - AZ, 15.3.1828 - DrM Z, 9., 10., 11., 12.4.1828 A nschlagzettel SHStA, 10026, Geh. Kabinett, in: Loc. 15147/5 Freitag, 11.4.1828 - HdP Musikalische Akademie von Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Matilde Palazzesi, Mezzosopran Giacomo Rubini, Tenor KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte KM Carl Gotthelf Kummer, Oboe KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette KM Franz Schmidt, Fagott KM August Wilhelm Haase, Horn Peter Joseph von Lindpaintner Sinfonie concertante für fünf Blasinstrumente Kztmstr. Antonio Rolla Variationen für Violine und weitere eigene Werke DrA, 3., 9.4. 1828 - AZ, 3.4.1828; „Einheim isches" Nr.6, im Juni 1828 Freitag, 18.4.1828 - HdP Konzert von Johann Hindle, Kontrabass Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Anton Babnigg, Tenor Vincenz Rosenfeld, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Friedrich August Mayer, Bass KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Johann Poland, Violine siehe genannte Bläser Rolla 124 KM Anton Bernhard Fürstenau Variationen für Flöte Josef Mayseder Variationen für Violine Fürstenau Poland AZ, 16.4.1828; unter: „Einheim isches", Nr. 6 (Juni 1828) - SHStA, Geheim es Kabinett, Loc. 15147, Palm sonntagskonzert, fol. 109: D er Künstler dankt für die M itw irkung der Kapelle und bittet den Vorstand um eine Reduzierung seiner Ge bühr für die W itw en- und W aisenkasse. D er A ntrag wird am 20. und 22.4.1828 von Vizekztm str. Franz A nton M orgen roth abgelehnt. Freitag, 2 .5 .1828-HdP Musikalische Akademie von KM August Wilhelm Haase, Horn, und KM Ludwig Friedrich Leopold Haase, Violine und Horn Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Adelaide Schiasetti, Mezzosopran Alfonso Zezi, Bariton KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette N.N., Klavier Giovanni Battista Polledro Violinkonzert Louis Spohr Potpourri sur des Themes irlandais für Violine Gottfried Schunke Variationen für zwei Waldhörner Iwan Müller Concertante für Klarinette und Horn mit Klavierbegleitung DrA, 17.4.+), 2.5.1828 - AZ, 21.4.1828 +) ursprüngliche A nkündigung für 25.4. Donnerstag, 26.6.1828 - HdP Musikalische Akademie von Friedrich Wörlitzer, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Charlotte Veltheim, Sopran Johann Michael Wächter, Bariton KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Henri Herz ? Friedrich Wilhelm Kalkbrenner ? Ignaz Moscheies Variationen über den Alexandermarsch *) DrA, 18., 19.6.1828 - AZ, 21.6.1828 *) DrA, 18.6.: „auf vielfaches Verlangen" L. Haase L. Haase A./L. Haase Kotte/A. Haase/ N.N 125 Freitag, 3.10.1828 - HdP *) Großes Vokal- und Instrumentalkonzert von Friedrich August Mayer, Bass Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Anton Babnigg, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Johann Michael Wächter, Bariton KM Franz Schubert, Violine KM Franz Schubert Potpourri für Violine N.N. ,,.. .wird die Hymne an die Freude von Schiller zum ersten Male aufge führt werden.“ DrA, 20.9.1828 *) A bsage des Konzerts im DrA am 26.9.1828 „wegen eingetretener H indernisse" Freitag, 17.10.1828,18.00 - HdP Musikalische Akademie von Matilde Palazzesi, Sopran, und KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl August Devrient, Deklamation Theaterchor Carl Gottlieb Reißiger Carl Gottlieb Reißger N.N. KM Anton Bernhard Fürstenau Ludwig van Beethoven DrA, 15.10.1828 Sonntag, 2.11.1828,18.00 Uhr - HdP Musikalische Akademie von Otto Kressner, Flöte *), und Emilie Kressner, Gesang Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Ranuzio Pesadori, Tenor - KM Heinrich Kummer, Klavier Ouvertüre Concertino für Flöte Arie mit Chor Introduktion und Variationen über ein Thema aus „Die weiße Dame“ für Flöte, Chor und Orchester Ouvertüre und Entre'acts zu Goethes „Egmont“, mit poetischen Erläute rungen von Mosengeil Schubert Fürstenau Palazzesi/Chor Fürstenau/Chor Devrient 126 I. Carl Gottlieb Reißiger Otto Kressner Otto Kressner Saverio Mercadante II. Ignaz Moscheies Vincencio Puccita Otto Kressner Ouvertüre Szene und Arie Concert für Flöte Arie Klavierkonzert E-Dur Polacca **) Variationen für Flöte E. Kressner O. Kressner Pesadori Kummer E. Kressner O. Kressner DrA, 30.10.1828 *) - AZ, 22.10.1828**); „Einheim isches" Nr. 12, D ezem ber 1828 *) Otto Kressner wird als ehem aliges Kapellm itglied angekündigt (siehe II, O 164) **) lt. AZ, unter „Einheim isches": „ganz unüblicherw eise da capo verlangt" - TZStA, TZOA Freitag, 18.11.1828 Konzert von Johann Hindle, Kontrabass Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Matilde Palazzesi, Mezzosopran Anton Babnigg, Tenor Vincenz Rosenfeld, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Friedrich August Mayer, Bass KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Johann Poland, Violine SHStA, Geheim es Kabinett Loc. 15147, fol. 109: Hindle dankt der Kapelle für ihre M itwirkung und bittet um Reduzierung seines Pflichbeitrags für den U nterstützungs-Fonds auf 15 Thaler; fol. 109 u. 111: Kapellvorstand Franz Anton M orgenroth besteht am 20. und 22.4.1828 auf der vollen Zahlung des Beitrags. Das Konzert hat also verm utlich im Novem ber 1828 stattgefunden (siehe 18.4.1828) Donnerstag, 18.12.1828 - HdP Musikalische Akademie von KM Franz Poland, Viola, und KM Friedrich Lorenz, Fagott Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Matilde Palazzesi, Mezzosopran Alfonso Zezi, Bariton Johann Poland, Violine I. (KM Carl Gottlob?) Peschke Giuseppe Rastrelli Ouvertüre Gesangsszene, bearbeitet als Concer- F. Poland tino für Viola Simon Mayer Möser II. Arie Adagio und Polonaise für Violine Zezi J. Poland KM Justus Johann Friedrich Dotzauer Divertimento für Fagott Lorenz Palazzesi/Zezi J. Poland Saverio Mercadante Franz Pechatschek Duett Divertimento für Violine DrA, 12., 15.11.+), 16.12.++)- A Z , 15.11.1828 (für 17.11.1828) - TZ +) Verlegung des für 17.11. geplanten Konzerts auf 20.12.1828 (siehe 18.11.1828) ++) Vorverlegung vom 20. auf den 18.12.1828, „veränderter U m stände w egen" (siehe 20.12.1828) 127 Sonnabend, 20.12.1828,18.00 - HdP Vokal- und Instrumentalkonzert von Aline Bertrand, Harfe Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Adelaide Schiasetti, Mezzosopran Giacomo Rubini, Tenor KM Christian Gotthelf Steudel, Flöte KM Franz Schubert, Violine KM Friedrich August Kummer, Violoncello I. Luigi Cherubini Aline Bertrand Francesco Morlacchi Robert Nicolaus Charles Bochsa/ Marie Auguste Durand II. Johann Wenzel Kalliwoda Gioacchino Rossini Aline Bertrand AM Z, Jg. 31, Nr. 5 (Februar 1829) - DrA, 13., +) verlegt vom 17. auf 20.12.1828 Freitag, 26.12.1828 - HdP Konzert von Aline Bertrand, Harfe *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Matilde Palazzesi, Sopran Adelaide Schiasetti, Mezzosopran Alfonso Zezi, Bariton KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Gustav Peschel, Oboe KM Alexander Peschel, Fagott I. Wolfgang Amadeus Mozart Aline Bertrand Simon Mayer Robert Nicolaus Charles Bochsa Sinfonie Cavatine über je ein Thema aus „Der Barbier von Sevilla“ und „Die Weiße Dame“ für Harfe mit Begleitung des obligaten Glöckchens“ Cavatine Notturno für Harfe und Flöte Ouvertüre Introduktion und Variationen auf ein deutsches Lied für Pedalharfe Romanze aus „Tibaldo und Isolina“ Notturno für Harfe und Violoncello Variationen für Violine Duett Große Variationen über die Arie „Nel cor piu non mi sento“ Bertrand Schiasetti/ Bertrand/ Steudel Bertrand/Kummer Schubert Schiasetti/Rubini Bertrand Bertrand Zezi Bertrand/ Fürstenau 128 II. KM Alexander Peschel Variationen für Oboe und Fagott G./A. Peschel Gioacchino Rossini Duett aus „Semiramis" Palazzesi/ Schiasetti Aline Bertrand Fantasie für Harfe über die Romanze Bertrand aus „Jakob und seine Söhne“ AM Z, Jg. 31, Nr. 5 (Februar 1829) - DrA, 26.12.1828+) - AZ, 26.12.1828 *) AM Z: „um dem vielseitig geäußerten W unsch zu genügen" +) „Friedrich von Schlegel sagt w egen des Konzerts seine Vorlesung über ,die Philosophie des Lebens' ab und verschiebt sie auf M ontag, 29.12." Freitag, 9 .1 .1829-HdP Musikalische Akademie von Otto Kressner, Flöte, und Emilie Kressner, Gesang Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Ranuzio Pesadori, Tenor Gioachino Vestri, Bass I. Ludwig van Beethoven Otto Kressner Otto Kressner Saverio Mercadante II. Gioacchino Rossini Louis Philipp Drouet Gioacchino Rossini DrA, 13.11., 28.+), 31.12., 3.1., 6.1. +) Ankündigung für 9.1.1829 - SHStA, Geheim es Kabinett, Loc. 15147, fol. 135 f. 0 . und E. Kressner bitten per 11.1.1829 den Kapellvorstand um H erabsetzung ihres Beitrages für den W itw en- und W ai senfonds von 25 auf 15 Taler, „da die Einnahm e so schwach war, daß die Kosten nicht gedeckt sind". D er A ntrag wurde per 15.1.1829 abgelehnt. Freitag, 23.1.1829,18.00 - KTh Erstes Konzert von Niccolo Paganini, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Adelaide Schiasetti, Mezzosopran Matilde Palazzesi. Sopran 1. Wolfgang Amadeus Mozart Nicolai Vaccai Niccolo Paganini Ouvertüre „Die Zauberflöte" Arie mit Variationen aus „Peter der Palazzesi Große" Großes Violinkonzert (Nr. 1, D-Dur) Paganini Ouvertüre Arie Divertissement für Flöte Duett E. Kressner O. Kressner Pesadori/Vestri Cavatina Pesadori Variationen für Flöte O. Kressner Schluss-Variationen aus „La Cene- E. Kressner rentola" 129 II. N.N. N.N. Niccolo Paganini III. N.N N.N. Niccolo Paganini Sinfonie Arie Introduzione e variazioni sulla preghiera „Dal tuo stellato soglio" dal „Mose" di Rossini Schiasetti Paganini Ouvertüre Duett Palazzesi/Schiasetti Variationen über „Nel cor piu non mi Paganini sento" für Violine solo DrA, 21.1.1829 - AZ, 20.1.1829: 30.1.1829 - TZ Mittwoch, 28.1.1829,18.00 - KTh Zweites Konzert von Niccolo Paganini, Violine Mitwirkende Königliche musikalsiche Kapelle Charlotte Veltheim, Sopran Giacomo Rubini, Tenor Alfonso Zezi, Bariton I. N.N. N.N. Niccolo Paganini II. N.N. N.N. Niccolo Paganini III. N.N. N.N. Niccolo Paganini Große Sinfonie Arie Violinkonzert Nr. 2, B-Dur („mit Be gleitung eines Glöckchens") Ouvertüre Duett Militairische Sonate, auf der bloßen G- Saite vorgetragen Ouvertüre Terzett Larghetto und Variationen auf die Rossinische Cavatine „Di tanti palpiti" Veltheim Paganini Rubini/Zezi Paganini V e ltheim/Rubini/ Zezi Paganini DrA, 28 .1 .1829- O A - T Z Freitag, 30.1.1829,18.00 - KTh Drittes Konzert von Niccolo Paganini, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle DrA, 30.1.1829 - AZ, 31.1.1829 130 Freitag, 6.2.1829,18.00 - KTh Abschiedskonzert von Niccolo Paganini zum Besten der hiesigen Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle DrA, 3.2.1829 Freitag, 27.3.1829 - HdP Musikalische Akademie von KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Alfonso Zezi, Bariton KM Ludwig Friedrich Leopold Haase, Violine KM Christian Albert Beyer, Viola KM Justus Johann Friedrich Dotzauer, Violoncello KM Carl Tietz, Kontrabass Johann Heinrich Christian Haacke, Flöte KM Wustlich jun., Oboe KM Johann Gotthelf Forkert, Klarinette KM August Wilhelm Haase, Horn KM Friedrich Lorenz, Fagott I. Kotte Schröder-Devrient/ Zezi Dotzauer siehe Mitwirkende Kotte/Forkert Schröder-Devrient Kotte DrA, 22., 24., 26.3., 27.3.1829 - AZ, 23.3.1829 Carl Maria von Weber Peter Joseph von Lindpaintner Ferdinando Paer KM Justus Johann Friedrich Dot zauer II. Louis Spohr Iwan Müller Giacomo Meyerbeer Carl Czerny Jubelouvertüre Concertino für Klarinette (neu) Duett aus „Camilla" Divertimento über Themen aus „Die weiße Dame" für Violoncello (neu) Nonett für Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott Konzert für zwei Klarinetten Appenzeller Kuhreigen Variationen (Bearbeitung) 131 Palmsonntag, 12.4.1829,18.00 - GrOH Musikalische Akademie mit Chor- und Instrumentalwerken zum Besten des Unterstützungs Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Francesco Morlacchi, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Matilde Palazzesi, Sopran Adelaide Schiasetti, Mezzosopran Chöre der hiesigen Kantoren und der Musikdirektoren Mende und Otto und des Stadtmusikus Zillmann Theaterchor Schröder-Devrient/ Theaterchor Palazzesi/ Schiasetti Theaterchor DrA, 3.4., 12.4.1829 - A nschlagzettel SHStA, 10026, Geh. Kabinett, in: Loc. 15147/5 Ludwig van Beethoven „Kyrie" und „Gloria" aus der „Missa solemnis" Giovanni Battista Pergolesi „Stabat mater" Ludwig van Beethoven 3. Sinfonie Georg Friedrich Händel „Halleluja" aus „Der Messias" Freitag, 24.4.1829,19.00 - HdP Großes Vokal- und Instrumentalkonzert von Caroline Perthaler, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Matilde Palazzesi, Sopran Ranuzio Pesadori, Tenor Johann Poland, Violine Giuseppe Rastrelli Francesco Morlacchi Ignaz Moscheies II. Josef Mayseder Gioacchino Rossini Henri Herz Ouvertüre Canzone des Lindoro mit Variationen aus „II barbiere di Siviglia" Klavierkonzert Nr. 2, Es-Dur Variationen für Violine Duett aus „Elisabetta" Große Polonaise Pesadori Perthaler Poland Palazzesi/ Pesadori Perthaler DrA, 18.4.1829+) - AZ, 21.4.1829+) - TZ +) kündigen Rubini anstelle von Pesadori an, die aber auf dem Program m zettel OA (Reproduktion) steht 132 13.8.1829,15.00 - Kirche zu Radeberg Konzert zum Besten der „neuerrichteten Schullehrer-Witwen- und Waisen-Pensionskasse" Mitwirkende „von einem vielzähligen Personale der Königlich Sächsischen Kapelle und des Hoftheaters zu Dresden gefälligst unterstützt“ Herr Schurig, Kantor Agnes Schebest, Mezzosopran Anton Babnigg, Tenor Carl Gottlieb Risse, Bass Joseph Haydn „Die Schöpfung“ DrA, 8.8.1829 Freitag, 9.10.1829,18.00 - HdP Musikalische Akademie von F. Berkenbusch, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Johann Michael Wächter, Bariton KM August Wilhelm Haase, Horn DrA, 7., 8., 9.10.1829 - AZ, 24.9.1829, Anzeige für 2.10.1829 Freitag, 16.10.1829,19.00 - HdP Musikalische Akademie von Sophie Hoffmann, Sopran Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Alfonso Zezi, Bariton KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette KM Ludwig Friedrich Leopold Haase, Violine Werke u.a. von Wolfgang Amadeus Mozart, Gioacchino Rossini und Louis Spohr DrA, 13., 15., 16.10.1829 Sonnabend, 7.11.1829,19.00 - HdP Musikalische Akademie von KM Friedrich August Kummer, Violoncello Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Leitung Adelaide Schiasetti, Mezzosopran Giacomo Rubini, Tenor Antonia Pechwell, Klavier DrA, 27.10., 2.11.+), 7.11.1829 - AZ, 4.11.1829 +) Ankündigung für 7.11. anstelle des ursprünglich geplanten 3.11. 133 Freitag, 4.12.1829,19.00 - HdP Musikalische Akademie von KM August Wilhelm Haase, Horn, und KM Ludwig Friedrich Leopold Haase, Violine und Horn Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Anton Babnigg, Tenor Carl Gottlieb Reißiger KM Friedrich August Kummer Louis Spohr Franz Pechatschek DrA, 1.12.1829 - AZ, 3.12.1829 Montag, 14.12.1829,18.00 - HdP Vokal- und Instrumentalkonzert von Charlotte Veltheim, Sopran und Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Adelaide Schiasetti, Mezzosopran Elise Beisteiner, Mezzosopran Anton Babnigg, Tenor Alfonso Zezi, Bariton KM Franz Schubert, Violine Carl Johann Becker, Deklamation I. Wolfgang Amadeus Mozart Ludwig van Beethoven Gioacchino Rossini Ignaz Franz Castelli Moritz Gottlieb Saphir Gasparo Spontini II. Henri Herz Gioacchino Rossini KM Franz Schubert Gioacchino Rossini DrA, 23.11., 4.12., 8.12.+), 9.12., 1829 - AZ, 12.12.1829 - TZ +) Verlegung von ursprünglich 11.12. auf 14.12. - SHStA, Geheim es Kabinett, Loc. 15147: M it Brief vom 16.12.1829 dankt Charlotte Veltheim dem Kapellvorstand für die U nterstützung und nennt die folgenden M usiker, die m itgew irkt haben: KM Johann Carl A ugust Sedelm eyer (VI.), KM A ugust Lind (VI.), KM Sim on W interstein (VI.), KM Friedrich Franz (VI.), KM Johann Christian Friedrich Castelli (VI.), KM Karl Gottlieb Koprasch (VI.), ? Tauch (VI.), KM Johann Sam uel Pfeiffer (VI.), KM Franz Poland (Via.), KM Christian A lbert Beyer (Via.), KM Justus Johann Friedrich D otzauer (Vlc.), KM Johann Friedrich W ilhelm Schlick (Vlc.), KM A nton Friedrich Schubert (Kb.), KM Carl Tietz (Kb.), KM A ugust Pauli (Fl.), KM A nton W eise (Fl.), KM Friedrich A ugust Kum m er (Ob.), KM Karl Gotthelf Kum m er (Ob.), KM Friedrich W ilhelm Lau terbach (Klar.), KM F .A .D o m in ick (Klar.), KM Gottlieb Peschel sen. (Fg.), KM Gottlieb Peschel jun. (Fg.), KM August W ilhelm H aase (Hr.), KM Carl Gottlieb Listing (Hr.), ? W olfram (?), KM Ferdinand A ugust Schwarz (Tr.), KM Carl Julius Herfurt (Pk.), ein der A bsenderin nam entlich nicht bekannter Posaunist Ouvertüre 3. Klavierkonzert Duett aus „Der Graf von Ory" „Meine bescheidenen Wünsche" „Das Orchester der menschlichen Lei denschaften", ein burleskes Pizzicato Arie aus „Nurmahal" Variationen über den Favorit-Marsch aus „Die Stumme von Portici" Duett aus „Matilde von Schabran" Polacca für Violine Duett aus „Bianca und Faliero" Veltheim Schiasetti/Babnigg Becker Becker Veltheim Veltheim Beisteiner/Zezi Schubert Schiasetti/Veltheim Ouvertüre (neu) Concertino für zwei chromatische A./L. Haase Waldhörner (neu) Violinkonzert L. Haase Divertissement für Violine L. Haase 134 Dienstag, 22.12.1829,19.00 - HdP Musikalische Akademie von KM Gotthelf Heinrich Kummer, Fagott Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Luisa Benelli, Sopran KM Heinrich Kummer, Klavier und Fagott Wolfgang Amadeus Mozart Klavierkonzert C-Dur, für sechsoktaviges Klavier, arrangiert von Friedrich Wilhelm Kalkbrenner Henri Herz Rondo DrA, 16.12.*), 20.12.1829 *) Anm erkung: Dresdner D ebüt von Benelli Freitag, 22.1.1830,18.30 -HdP Musikalische Akademie von Louise Stahl, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Antoinette Fournier, Sopran und Deklamation Elise Beisteiner, Mezzosopran DrA, 6., 11., 20., 21.1.1830 - SHStA, Geheimes Kabinett, Loc. 15147, fol. 167: Louise Stahl bittet um M itw irkung der Ka pelle und Reduzierung des Beitrags für die W itw en- und W aisenkasse auf 15 Taler Freitag, 5.2.1830,19.00 - HdP Musikalische Akademie von Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Charlotte Veltheim, Sopran Adelaide Schiasetti, Mezzosopran Giacomo Rubini, Tenor Alfonso Zezi, Bariton KM Franz Schubert, Violine KM Carl Gustav Dietze, Oboe Kztmstr. Antonio Rolla Violinkonzert Rolla Kztmstr. Antonio Rolla (?) Duo für zwei Violinen Rolla/Schubert N.N. Oboenkonzert Dietze DrA, 25.1., 1.2., 5.2.1830 - AZ, 1.2.1830 Freitag, 12.2.1830 - KTh Musikalische Akademie zum Besten der Armen *) DrA, 9.2.+), 12.2.1830 - A Z, 11.2.1830 +) *) für den von König A nton eingerichteten Hauptalm osenfonds +) m it einer Erklärung der Generaldirektion über die erforderliche H ilfe für die Arm en, deren Not sich in einem strengen W inter „zu einer furchtbaren Höhe gesteigert hat" SHStA, Geheim es Kabinett, Loc. 15147, fol. 144 f.: Das Barm herzigkeitsstift Kam enz beantragte am 21.2.1829 beim Kapellvorstand ein Benefizkonzert; Vizekztm str. M orgenroth gab am 4.3./16.4.1829 positive Bescheide für Herbst 1830; fol. 176: Das Lessingsche W ohltätigkeits-Stift Kam enz erhält vom Erlös des Arm enkonzerts 50 Taler, da die U nkosten für ein Extrakonzert zu hoch gew esen w ären H. Kummer H. Kummer 135 Freitag, 19.3.1830,19.00 - HdP Musikalische Akademie von KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Adelaide Schiasetti, Mezzosopran Alfonso Zezi, Bariton KM Ludwig Friedrich Leopold Haase, Violine Antonia Pechwell, Klavier N.N. Konzert für Klarinette Kotte N.N. Variationen für Klarinette Kotte Henri Herz Rondo für Klavier Pechwell Franz Pechatschek Concertino für Violine Haase DrA, 14.,16., 18., 19.3.1830- A Z , 17.3.1830 Palmsonntag, 4.4.1830,18.00 - GrOH Vokal- und Instrumental-Akademie zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Francesco Morlacchi, Dirigent Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Charlotte Veltheim, Sopran Agnes Schebest, Mezzosopran Giacomo Rubini, Tenor Johann Gottfried Bergmann, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass Königliches italienisches und deutsches Hofopernpersonal Chöre der Musidirektoren Mende, Otto und des Stadtmusikus Zillmann Theaterchor Ludwig van Beethoven „Christus am Ölberg“ (in italienischer Sprache) Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie C-Dur (Jupitersinfonie) Johann Gottlieb Naumann „Vater unser“ DrA, 24.3.1830 - AZ, 24.3.1830 - OA Konzertzettel - Textbuch (lateinisch/deutsch) TZStA, OA - Anschlagszettel SHStA, 10026, Geh. Kabinett, Loc. 15147/5 Freitag, 16.4.1830 - HdP Musikalische Akademie von KM Johann Gottlob Lauterbach, Klarinette, und KM Friedrich Wilhelm Lauterbach, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Sophie Lempke, Sopran Giacomo Rubini, Tenor Alfonso Zezi, Bariton KM Anton Wallerstein, Violine Frl. Darnstädt, Klavier 136 Friedrich Wilhelm Kalkbrenner Rondo für Klavier Damstädt Manfelder Variationen für Violine Wallerstein Gioacchino Rossini Ouvertüre „Wilhelm Teil“ DrA, 7.4.1830 - AZ, 15.4.1830 Freitag, 23.4.1830 - HdP Musikalische Akademie von KM Franz Schubert, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Adelaide Schiasetti, Mezzosopran Giacomo Rubini, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Antonia Pechwell, Klavier Rubini Schubert Schiasetti/Zezi Pechwell Schiasetti Schubert DrA, 15., 23.4.1830 - Konzertzettel OA I. Peter Joseph von Lindpaintner Wolfgang Amadeus Mozart Johann Wenzel Kalliwoda Saverio Mercadante II. Friedrich Wilhelm Kalkbrenner Giuseppe Nicolini Joseph Mayseder Ouvertüte Arie Concertino für Violine Duett Rondo für Klavier Arie Polonaise für Violine Freitag, 30.4.1830 - HdP Musikalische Akademie von KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Matilde Palazzesi, Sopran Alfonso Zezi, Bariton Herr Löwe, Flöte Palazzesi Fürstenau Fürstenau/Löwe Zezi Fürstenau DrA, 19., 26., 30.4.1830 - AZ, 29.4.1830 Ludwig van Beethoven Gasparo Spontini N.N. KM Anton Bernhard Fürstenau Gioacchino Rossini KM Anton Bernhard Fürstenau Peter von Winter KM Anton Bernhard Fürstenau 2. Sinfonie Ouvertüre „Fernando Cortez" Arie Concertino für Flöte (neu) Ouvertüre „Wilhelm Teil“ Concertino für zwei Flöten Arie Introduktion und Variationen für Flöte über ein dänisches Nationallied 137 Dienstag, 29.6.1830,19.00 - SKV Musikalische Akademie von Sigismund Thalberg, Klavier, zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Adelaide Schiasetti, Mezzosopran Giacomo Rubini, Tenor KM Franz Schubert, Violine Sigismund Thalberg Klavierkonzert Thalberg Sigismund Thalberg Duo für Klavier und Violine Thalberg/ Schubert Henri Herz Große Variationen für Klavier Thalberg DrA, 26., 27., 28.6.1830 - AZ, 25.6.1830 Freitag, 2.7.1830,18.00 - SKV M usikalische Akademie von Sigismund Thalberg, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Adelaide Schiasetti, Mezzosopran Giacomo Rubini, Tenor KM Franz Schubert, Violine I. Wolfgang Amadeus Mozart Gioacchino Rossini Sigismund Thalberg II. Sigismund Thalberg Francesco Morlacchi Henri Herz Ouvertüre Arie Klavierkonzert Variationen über ein Thema aus „Wilhelm Teil“ von Rossini für Kla vier und Violine Arie Große Variationen für Klavier Rubini Thalberg Thalberg/Schubert Schiasetti Thalberg Konzertzettel OA Freitag, 24.9.1830 - HdP Musikalische Akademie von Anna Caroline von Belville, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Adelaide Schiasetti, Mezzosopran Giacomo Rubini, Tenor KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte KM Franz Schubert, Violine KM Friedrich August Kummer, Violoncello Johann Peter Pixis Klavierkonzert (neu) Belville Henri Herz Brillante Variationen Belville DrA, 21.9.1830 - AZ,10., 22.9.1830 - SHStA, Geheimes Kabinett, Loc. 15147, fol. 215: A ntrag der Pianistin vom 16.9.1830 auf M itw irkung der Kapelle 138 Freitag, 22.10.1830 - HdP Musikalische Akademie zum Besten des Lessingschen Barmherzigkeitsstiftes in Kamenz *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Agnes Schebest, Mezzosopran Anton Babnigg, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Antonia Pechwell, Klavier Emil Devrient, Deklamation DrA, 21.10.1830 - AZ, 20.10.1830 *) vgl. 12.2.1830 - D ie Anzeige Unterzeichnete KM A nton W allerstein Montag, 6.12.1830 - HdP Musikalische Akademie von KM Christian Albert Beyer, Viola Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Sophie Lembke, Sopran Giacomo Rubini, Tenor Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Violine KM Carl Gustav Dietze, Oboe KM Christian Albert Beyer Concertino und Variationen für Viola Beyer N.N. Duo für Violine und Viola Rolla/Beyer DrA, 29.11.1830 - AZ, 3.12.1830 Sonntag, 19.12.1830 - HdP Musikalische Akademie von KM Jlohann] Gottlieb Peschel jun., Fagott Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Frl. Reil, Gesang Frl. Schröder, Gesang Anton Babnigg, Tenor KM Ludwig Friedrich Leopold Haase, Violine Gustav Peschel, Oboe Alexander Peschel, Fagott DrA, 14.12.1830 - AZ, 18.12.1830 Montag, 3.1.1831 - HdP Musikalische Akademie von G. Grünberg, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Agnes Schebest, Mezzosopran Antonia Pechwell, Klavier Johann Poland, Violine DrA, 1., 2., 3.1.1831 - AZ, 30.12.1831, kündigt m erkw ürdigerw eise ebenfalls für 3.1.1831 im HdP eine M usikalische A ka dem ie eines H errn Köchy, Violine, aus Braunschw eig m it Sängern, w eiteren Instrum entalisten und der Königlichen m usikalischen Kapelle als M itw irkende an 139 Montag, 10.1.1831 - HdP Musikalische Akademie von Clara Wieck, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Charlotte Veltheim, Sopran Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Violine DrA, 7., 9., 10.1.1831 Donnerstag, 27.1.1831 - HdP Zweite musikalische Akademie von Clara Wieck, Klavier *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Agnes Schebest, Sopran KM Franz Schubert, Violine KM Friedrich August Kummer, Violoncello Carl Kragen, Klavier DrA, 26.1.1831*) *) „auf vielseitiges Verlangen" Mittwoch, 16.2.1831 - KTh Musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Herr Langenschwarz, Improvisator AZ, 14.2.1831 Palmsonntag, 27.3.1831,18.00 - GrOH Große Musikalische Akademie zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Francesco Morlacchi, Dirigent Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Matilde Palazzesi, Sopran Elisabeth Fürst, Sopran Frl. Walker, Sopran Alfonso Zezi, Bariton Sänger der Königl. musikalischen Kapelle, das Königl. deutsche und italienische Hof-Opernpersonal*) Die Chöre der Musikdirektoren Mende, Otto, Schwarz und des Stadtmusikus Zillmann Theaterchor 140 I. Wolfgang Amadeus Mozart II. Requiem Ludwig van Beethoven 4. Sinfonie III. Joseph Haydn „Frühling" und „Sommer" aus „Die Jahreszeiten" **) AM Z, Jg. 33, Nr. 16 (April 1831) - D rA, 17.3.1831 - AZ, 18.3.1831 - OA Konzertzettel *) Konzertanschläge SHStA, Geh. Kabinett, 10026, Loc. 15147/5, fol. 239-241 **) lt. AM Z in italienischer Sprache Montag, 31.10.1831 - HdP Musikalische Akademie von Wilhelm Birowsky, Tenor Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Charlotte Veltheim, Sopran Alfonso Zezi, Bariton Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Violine DrA, 19.10.1831 Dienstag, 14.2.1832 - HdP Musikalisch-deklamatorische Akademie von KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Charlotte Veltheim, Sopran Alfonso Zezi, Bariton Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Viola Carl August Devrient, Deklamation Carl Gottlieb Reißiger Concertino für Klarinette Kotte N.N. Freie Fantasie nach Rossinis Cavatine Kotte DrA, 11., 13., 1 4 .2 .1 8 3 2 -A Z , 11.2.1832 *) A Z spricht bei Rolla von einem Potpourri für V ioline und erw ähnt für Beethoven die Fassung von M osengeil Donnerstag, 15.3.1832 - SdH Musikalische Akademie von KM Franz Schubert, Violine, und KM Friedrich August Kummer, Violoncello Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Matilde Palazzesi, Sopran Adelaide Schiassetti, Mezzosopran Giacomo Rubini, Tenor Alfonso Zezi, Bariton DrA, 9., 15.3.1832 - AZ, 13.3.1832 Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla Johann Wolfgang von Goethe/ Ludwig van Beethoven „Di piacer un balza il cor" Potpourri auf der Viola (neu) *) Texte und Schauspielmusik aus „Egmont" (Fassung von Mosengeil) *) Rolla C. Devrient 141 Donnerstag, 2.4.1832 - HdP Musikalische Akademie von KM Franz Poland, Viola Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Charlotte Veltheim, Sopran Alfonso Zezi, Bariton Carl Gustav Dietze, Oboe Franz Poland jun., Violine Johann Poland, Violine DrA, 21., 28.3.+ ), 2.4.1832 +) Verschiebung des Konzerts vom 29.3. auf den 2.4.1832 Palmsonntag, 15.4.1832,18.00 - GrOH Große Vokal- und Instrumental-Akademie zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Francesco Morlacchi, Dirigent Carl Gottlieb Reißger, Dirigent Matilde Palazzesi, Sopran Charlotte Veltheim, Sopran Agnes Schebest, Mezzosopran Giovanni Muschietti, Alt Anton Babnigg, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Gioacchino Vestri, Bass Chöre der Musikdirektoren Otto, Mende und Schwarz - Mehrere Musiker des Königlichen Artillerie Musik-Chors und des Stadtmusikus Zillmann, Theaterchor I. Luigi Cherubini Messe D-Dur II. Ludwig van Beethoven 7. Sinfonie III. Francesco Morlacchi „Canto religioso" aus „Der Renegat“ IV. Johann Gottlieb Naumann Schlussgesang des ersten Teils aus dem Oratorium „I Pellegrini al sepolcro" AM Z, Jg.34, Nr. 19 (Mai 1832) - DrA, 4., 15.4. 1832 - Texte (ital./deutsch) TZStA, OA - Anschlagszettel SHStA, 10026, Geh. Kabinett, Loc. 15147/5 *) AM Z kritisiert w egen des Program m s m it geistlicher M usik und einer Sinfonie eine A nkündigung des Konzerts als „Große geistliche M usik" Freitag, 11.5.1832,19.00 - HdP Musikalische Abschieds-Akademie von Adelaide Schiasetti, Mezzosopran Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Francesco Morlacchi, Dirigent Agnes Schebest, Mezzosopran Ranuzio Pesadori, Tenor 142 Alfonso Zezi, Bariton Gioacchino Benincasa, Bass Gioacchino Vestri, Bass KM Franz Schubert, Violine KM Friedrich August Kummer, Violoncello KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette I. Gioacchino Rossini Giacomo Meyerbeer KM Friedrich August Kummer Simon Mayr *) II. Vincenzo Bellini KM Friedrich August Kummer N.N. Vincenzo Bellini Ouvertüre „Wilhelm Teil“ Cavatine Variationen für Klarinette Komisches Duett Arie aus „La Staniera“ Duett für Violine und Violoncello „Beauplau", Neue französische Ro manze, für Gesang und Flöte arrangiert von KM Anton Bernhard Fürstenau Finale 2. Akt aus „I Capuleti ed i Montecchi“ Schiasetti Kotte Schiasetti/ Benincasa Zezi Schubert/ Kummer Schiasetti/ Fürstenau Schebest/ Schiasetti/ Pesadori/Vestri/ Zezi DrA, 13.4. +), 8.5., 11.5.1832 - AZ, 8.5.1832 *) in der A nkündigung: M ayer +) A ls M itw irkende w erden neben Alfonso Zezi und A nton Bernhard Fürstenau der spater nicht m ehr genannte Kztm str.Giuseppe A ntonio Rolla angekündigt Dienstag, 4.9.1832,16.00 - Neustädter Kirche Große geistliche Musik zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Königliche Sänger Mitglieder „mehrerer anderer hiesiger Singechöre“ Johann Gottlieb Naumann „Vater unser“ Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie C-Dur Georg Friedrich Händel „Halleluja“ aus „Der Messias“ DrA, 30.8.1832 143 Freitag, 5.10.1832 - SdH Musikalische Akademie von Madame Filipowicz, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Alfonso Zezi, Bariton KM Carl Gustav Dietze, Oboe Louis Spohr Violinkonzert Filipowicz Jacques Pierre Joseph Rode Variationen Filipowicz DrA, 28.9., 1., 3., 5.10.1832 - AZ, 3.10.1832, Dietze und die Kapelle sind hier n icht erwähnt - CStBZ/Beiblatt, 2.2.1833 Freitag, 26.10.1832,18.00 Uhr - HdP Musikalische Akademie von KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Anton Babnigg, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Gioacchino Vestri, Bass Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Viola Moritz Fürstenau, Flöte *) Carl Gottlieb Reißiger KM Anton Bernhard Fürstenau Gaetano Donizetti KM Friedrich August Kummer Saverio Mercadante KM Anton Bernhard Fürstenau Gioacchino Rossini KM Anton Bernhard Fürstenau Ouvertüre zu „Der Ahnenschatz" Concertino für Flöte (neu) Arie aus „Anna Bolena" Variationen über ein Thema aus „Wilhelm TelT'für Viola Duett aus „Elisa und Claudio" Adagio und Rondo für Flöte Terzett aus „La gazza ladra" Variationen über Themen aus Marschners „Templer und Jüdin" für Flöte A.B.Fürstenau Schröder-Devrient Rolla Babnigg/Zezi M.Fürstenau Schröder-Devrient/ Zezi/Vestri A.B.Fürstenau DrA, 20., 24.10.1832 - AZ, 22.10.1832 - CStBZ/Beiblatt, 2.2.1833 *) der achtjährige Sohn A nton Bernhard Fürstenaus, späterer Soloflötist, Kustos der Königlichen M usikaliensam m lung und M usikhistoriker Freitag, 30.11.1832 - HdP Musikalische Akademie von Heinrich Joseph Bärmann, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Alfonso Zezi, Bariton Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Violine KM Christian Albert Beyer, Viola Carl Bärmann, Klarinette und Bassethorn DrA, 23., 28., 30.11.1832 - AZ, 27.11.1832 - CStBZ/Beiblatt, 2.2.1833 144 Freitag, 7.12.1832 - HdP Musikalische Akademie von Bernhard Molique, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran KM Carl Gustav Dietze, Oboe KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette I. Heinrich Marschner Ouvertüre „Des Falkners Braut“ Schröder-Devrient/ Kotte Molique Dietze Schröder-Devrient/ Molique Molique AM Z, Jg. 34, Nr. 52 (Dezem ber 1832) - DrA, 4.+), 6.,+), 12.12.1832 - AZ, 6.12.1832 +) m it Em pfehlungen „m ehrerer Kunstverehrer" Wolfgang Amadeus Mozart Charles Philippe Lafont II. KM Friedrich August Kummer Carl Gottlieb Reißiger Bernhard Molique „Parto, ma tu ben mio" aus „Titus“ mit obligater Klarinette Violinkonzert A-Dur Adagio und Rondo für Oboe Lied aus „Libella" mit konzertieren der Violine Rondo (neu) Sonntag, 27.1.1833 Hofkonzert Mitwirkende Königliche musikalsiche Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Agnes Schebest. Mezzosopran Mathias Schuster, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte KM Karl Gotthelf Kummer, Oboe KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette KM August Wilhelm Haase, Horn KM Friedrich Lorenz, Fagott Emil Devrient, Deklamation I. Heinrich Marschner August Friedrich Anacker II. Wolfgang Amadeus Mozart Peter Joseph von Lindpaintner Vincenzo Bellini OA Ouvertüre „Der Bergmannsgruß“ mit Gesang und Deklamation Arie aus „Titus“ Sinfonia concertante für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott Finale aus „I Capuletti ed I Montecchi“ Schröder-Devrient/ Schebest/Schuster/ Wächter/ Devrient Schröder-Devrient Bläser siehe oben 145 Freitag, 1.2.1833 - SdH Musikalische Akademie von KM August Wilhelm Haase, Chromatisches Horn und Horn Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Anton Babnigg, Tenor KM Ludwig Friedrich Leopold Haase, Violine und Horn Carl Maria von Weber Giovanni Battista Polledro KM Ludwig Friedrich Leopold Haase N.N. Jubelouvertüre Violinkonzert L. Haase Variationen für Violine L. Haase „Mehrere Musikstücke“ auf dem A./L. Haase chromatischen Horn und dem Wald horn“ *) DrA, 14.1.1833 - AZ, 31.1.1830 *) in der A nzeige der A Z Freitag, 8.2.1833 - KTh - Wiederholung Freitag, 15.2.1833 *) Musikalische Akademie zum Besten der Armen *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Ungenannte Solisten - (Besetzung Anacker vermutlich wie 27.1.1833) Luigi Cherubini Ouvertüre August Friedrich Anacker „Der Bergmannsgruß“ (Text von Döring) mit Gesang und De klamation Ludwig van Beethoven Sinfonie Joseph Haydn Arie und Chor aus „Die Schöpfung“ DrA, 31.1., 2.2., 8.2.1833 - CStBZ/Beiblatt, 2., 19.3.1833 *) für den von König A nton angeordneten Hauptalm osenfonds - DrA, 10., 12., 15.2.1833 m it Begründung einer W ieder holung am 15.2., da am 8.2. „wegen Unzulänglichkeit des Raum es" offenbar nicht alle Interessenten hatten Einlass fin den können Freitag, 1.3.1833 - SdH Musikalisch-deklamatorische Akademie von KM Johann Gottlieb Kotte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Agnes Schebest, Mezzosopran Mathias Schuster, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass Ein Klarinettenschüler Kottes Carl August Devrient, Deklamation 146 Im Programm u.a. Friedrich Wilhelm Wieprecht KM Friedrich August Kummer Klarinettenkonzert (neu) Fantasie und Variationen über ein Schweizer Thema für zwei Klarinetten (neu) Finale aus „I Capuleti ed i Montecchi" „Der Taucher", mit musikalischer Untermalung von Friedrich Christian Hermann Uber Kotte Kotte/Schüler Vincenzo Bellini Friedrich Schiller/ Friedrich Chris tian Hermann Uber Devrient DrA, 24, 26, 28.2., 1.3.1833 - AZ, 26.2.1833 - CStBZ/Beiblatt, 23.3.1833 Kritik Freitag, 15.3.1833-SdH Musikalische Akademie von Antonie Pesadori-Pechwell, Klavier, und Ranuzio Pesadori, Tenor Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Alfonso Zezi, Bariton Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Violine DrA, 19.2., 7 .31833- A Z , 11.3.1833 Palmsonntag, 31.3.1833,18.00 - GrOH Große geistliche Musik zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Francesco Morlacchi, Dirigent Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent *) Katharina Kraus-Wranitzky, Sopran Agnes Schebest, Mezzosopran Anton Babnigg, Tenor Mathias Schuster, Bariton Alfonso Zezi, Bariton Johann Michael Wächter, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass Dreyssigsche Singakademie die Chöre der Musikdirektoren Otto, Mende, Schwarz und des Stadtmusikus Zillmann Theaterchor Johann Sebastian Bach Matthäuspassion AM Z, Jg. 35, Nr. 16 (April 1833) - AM Z, Jg. 35, 8., 17.3., 1.5.1833 - DrA, 25.,27., 31.3., 2.4.1833 - AZ, 23.3.1833 - CStBZ/Beiblatt, 17., 27.4.1833 - A nschlagzettel SHStA, 10026, Geh. Kabinett, Loc. 15147/5 0 D er Anschlagzettel nennt M orlacchi und Reißiger als Dirigenten, Kritiken nehm en aber auch nur auf M orlacchi als Leiter Bezug (siehe unter Details: II, L M orlacchi) 147 Freitag, 12.4.1833 - SdH Musikalische Akademie von Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Charlotte Veltheim, Sopran Therese Wächter, Mezzosopran Ranuzio Pesadori, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Antonie Pesadori-Pechwell, Klavier Kompositionen von Charles Auguste de Beriot, Franz Pechatschek und Henri Herz sowie Duette aus Giovanni Battista Bononcini „Griselda" VincenzoBellini „IlPirati" N.N. „Sariniera" DrA, 5., 11., 12.4.1833 - AZ, 10.4.1833 Freitag, 19.4.1833 - HdP Großes Vokal- und Instrumentalkonzert von Katharina Kraus-Wranitzky, Sopran Mitwirkende Königliche musiklaische Kapelle Francesco Morlacchi, Dirigent Therese Wächter, Mezzosopran Alfonso Zezi, Bariton Herr Mecchi, Violine KM Christian Albert Beyer, Viola KM Justus Johann Friedrich Dotzauer, Violoncello KM Carl Gustav Dietze, Oboe KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Luigi Cherubini Ouvertüre Kraus-Wranitzky Dietze Kraus-Wranitzky/ Zezi Kraus-Wranitzky Mecchi/Beyer/ Dotzauer Kraus-Wranitzky/ Zezi DrA, l.,14 ., 19.4.1833 Wolfgang Amadeus Mozart KM Friedrich August Kummer Vincenzo Bellini Giovanni Pacini KM Justus Johann Friedrich Dot zauer Gioacchino Rossini Rezitativ und Rondo aus „Titus" Potpourri für Oboe (neu) Großes Duett (neu) Cavatina (neu) Großes Trio für Violine, Viola und Violoncello (neu) Großes Duett Freitag, 24.5.1833,19.00 - SdH Konzert von Friedrich Wilhelm Michael Kalkbrenner, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Maschinka Schneider, Sopran Alfonso Zezi, Bariton 148 Carl Gottlieb Reißiger Gioacchino Rossini Friedrich Wilhelm Michael Kalk brenner Wolfgang Amadeus Mozart Friedrich Wilhelm Michael Kalk brenner Gioacchino Rossini Friedrich Wilhelm Michael Kalk brenner Ouvertüre „Yelva" Arie Klavierkonzert a-Moll Arie aus „Figaros Hochzeit“ Etüden aus seiner Klavierschule „Der Traum' Duett Variationen , Romantische Fantasie Schneider Kalkbrenner Zezi Kalkbrenner Kalkbrenner Schneider/Zezi Kalkbrenner AM Z, Jg. 35, Nr. 25 (Juni 1833) - DrA, 18, 22.+) 5.1833 +) Ankündigung der „neuesten Pianoforte-Com positionen" Kalkbrenners Sonnabend, 22.6.1833,18.00 - PGrG Große musikalische Akademie zum Besten der Abgebrannten in Reichenbach Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle u.a. DrA, 15. +) 17., 22.6.1833 - AZ, 17.6.1833 - +) „A uf allerhöchsten und höchsten B efehl" Freitag, 18.10.1833 - SdH Musikalische Akademie von Caecilie Schmiedel, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Maschinka Schneider, Sopran KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Moritz Fürstenau, Flöte Johann Nepomuk Hummel „Oberons Zauberhorn“, Große Fantasie (neu) Schmiedel Johann Peter Pixis Fantaisie militaire für Klavier und Schmiedel Orchester (neu) DrA, 9., 18.10.1833 Sonnabend, 16.11.1833 - SdH Musikalische Akademie von KM Christian Albert Beyer, Viola, und Johann Anton Eisert, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Charlotte Veltheim, Sopran *) Ranuzio Pesadori, Tenor Alfonso Zezi, Bariton **) Emil Devrient, Deklamation 149 Giuseppe Rastrelli Gioacchino Rossini Ignaz Moscheies W. Gubitz KM Christian Albert Beyer Carl Maria von Weber Johann Anton Eisert/ KM Christian Albert Beyer Ouvertüre Arie Veltheim Klavierkonzert E-Dur Eisert „Das stumme Kind“, Gedicht Devrient Variationen für Viola Beyer Szene des Max aus „Der Freischütz“ Pesadori Duo concertant Eisert/Beyer AM Z, Jg. 35, Nr. 48 (November 1 8 3 3 ) - DrA, 11.+), 16.11.1833 - AZ, 14.11.1833 +) A nstelle von Veltheim w ird M aschinka Schneider m it einer A rie von Ludw ig Joseph Ferdinand Herold angekündigt. **) lt. AZ Freitag, 6.12.1833 - SdH Große musikalische Akademie von Alfonso Zezi, Bariton Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Francesco Morlacchi, Dirigent Wilhelme Schröder-Devrient, Sopran Ranuzio Pesadori, Tenor Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Violine KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Herr Kraut, Klarinette Antonie Pesadori-Pechwell, Klavier DrA, 3., 6.12.1833 Freitag, 17.1.1834 - SdH Musikalische Akademie von KM Friedrich August Kummer, Violoncello Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Maschinka Schneider, Sopran Alfonso Zezi, Bariton Carl August Devrient, Deklamation I. Heinrich Marschner Francesco Morlacchi KM Friedrich August Kummer II. Gaetano Donizetti KM Friedrich August Kummer Ludwig van Beethoven AM Z, Jg. 36, Nr. 9 (Februar 1834) - DrA, 7., Ouvertüre „Hans Heiling“ Arie Schneider Concertino für Violoncello (neu) Kummer Duett aus „Anna Bolena“ Schröder-Devrient/ Zezi Fantasie auf ein Thema von Molique Kummer Musik zu „Egmont“ mit verändertem C.Devrient Text von Mosengeil ■n 1 6 1 7 1 1 8 Ü - A 7 i m 1 8 Ü 150 Freitag, 24.1.1834,18.00 - HdP Konzert der Brüder Ernst *) und Eduard Eichhorn, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Henriette Wüst, Sopran Eduard Hoppe, Tenor Herr Eichhorn, Basshorn Herr Gärtner, Oboe Caecilie Schmiedel, Klavier I. Heinrich Joseph Wassermann Concertino con Variatione für zwei Violinen Brüder Eichhorn Gioacchino Rossini Arie aus „La gazza ladra" Wüst Niccolo Paganini Variationen für zwei Violinen über das Thema „Le Carneval de Venise" Brüder Eichhorn **) Charles Auguste de Beriot/ Introduction und Variationen für Kla Schmiedel/Ernst George Osborne II. N.N. vier und Violine Eichhorn Solo für Basshorn Eichhorn Charles Auguste de Beriot Variationen für Violine Ernst Eichhorn Louis Spohr Duett aus „Jessonda“ Wüst/Hoppe Johann Nepomuk Hummel Concertino für Oboe Gärtner Niccolo Paganini Variationen aus „Mosis" von Rossini Brüder Eichhorn TZ *) verm erkt ist „elfjährig" **) „von Paganini selbst einstudiert" Dienstag, 28.1.1834 - HdP Konzert von G. Friebe, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Anton Babnigg, Tenor Mathias Schuster, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass KM Ludwig Friedrich Leopold Haase, Violine Johann Gottlob Schneider, Phisharmonika Franziska Berg, Deklamation G. Friebe Concertino und Variationen für Flöte Friebe N.N. Variationen für Violine Haase N.N. Arie Schröder-Devrient DrA, 22., 28.1.1834 151 Freitag, 31.1.1834,18.00 - SdH Vokal- und Instrumentalkonzert von Charlotte Veltheim, Sopran und Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Maschinka Schneider, Sopran Alfonso Zezi, Bariton Johann Poland, Violine Emil Devrient, Deklamation DrA, 18., 23., 24., 28., 29., 30.1., 31.1 .1834 - AZ, 28.1.1834 Montag, 3.2.1834,18.00 - SdH Konzert der Brüder Ernst und Eduard Eichhorn, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Maschinka Schneider, Sopran Johann Michael Wächter, Bariton Carl August Devrient, Deklamation Niccolo Paganini Konzert auf der G-Saite Ernst Eichhorn DrA, 30.1., 1.2., 3.2.1834 Freitag, 7.2.1834,18.00 - KTh Musikalische Akademie zum Besten der Armen *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Charlotte Veltheim, Sopran Maschinka Schneider, Sopran Henriette Wüst, Sopran Mathias Schuster, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Alfonso Zezi, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass Ernst Eichhorn, Violine Eduard Eichhorn, Violine I. Luigi Cherubini August Friedrich Anacker Ouvertüre „Lebensumbständ und Lebensblu- Wüst/Wächter/ men“ (Gedicht von Jacobi und Herder) Zezi/Risse Concert brillant für zwei Violinen Brüder EichhornHeinrich Joseph Wassermann II. George Onslow Carl Gottlieb Reißiger Sinfonie D-Dur (neu) Gesangsstücke aus dem Festspiel „Der Erde reinstes Glück“ (Gedicht von Theodor Hell) DrA, 2., 4., 5., 7 .2 .1 8 3 4 -TZ *) für den von König A nton angeorndeten H auptalm osenfonds 152 Montag, 10.2.1834,18.00 Uhr - HdP 3. Konzert der Brüder Ernst und Eduard Eichhorn, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Charlotte Veltheim, Sopran Maschinka Schneider, Sopran Alfonso Zezi, Barion I. Wolfgang Amadeus Mozart Louis Spohr N.N. Nicccolo Paganini II. Jaques Pierre Joseph Rode Saverio Mercadante Niccolo Paganini Ouvertüre „Titus" Violinkonzert Nr. 9, l.Satz Arie Duett aus „Die Schweizerfamilie" von Joseph Weigl, bearbeitet für zwei Vio linen Violinvariationen, gesungen Duett aus „Elisa und Claudio" Rondo brillante „mit dem obligaten Glöckchen" Ernst Eichhorn Schneider Brüder Eichhorn Schneider Veltheim/Zezi Ernst Eichhorn AM Z, Jg. 36, Nr. 9 (1834) - DrA, 6., 7., 8.2.1834, Ankündigung für 11.2.1834, D rA vom 11.2.1834 kündigt ein 4. Konzert der Brüder Eichhorn für 12.2.1834 an Montag, 17.2.1834 - SdH Musikalisch-deklamatorische Akademie von KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Maschinka Schneider, Sopran Alfonso Zezi, Bariton Gioachino Benincasa, Bass Carl August Devrient, Deklamation Theaterchor I. Carl Borromäus von Miltitz Carl Gottlieb Reißiger KM Friedrich August Kummer Ludwig van Beethoven II. Domenico Cimarosa Friedrich Wilhelm Wieprecht Carl Maria von Weber Ouvertüre Arie Klarinettenkonzert „Adelaide" Schneider Kotte Schröder-Devrient Duett aus „II matrimonio segreto" Zezi/Benincasa Schweizer Variationen für Klarinette Kotte „Der erste Ton", Melodram (Text von C.Devrient/ Rochlitz) Theaterchor AM Z, Jg. 36, Nr. 12 (Marz 1834) - DrA, 11., 14., 1 6 .,2 .1 8 3 4 -A Z , 13.2.1834 153 Palmsonntag, 23.3.1834,18.00 - GrOH Große Vokal- und Instrumental-Akademie zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Francesco Morlacchi, Dirigent Carl Gottlieb Reißger, Dirigent Charlotte Veltheim, Sopran Maschinka Schneider, Sopran Frau Hauff, Gesang Anton Babnigg, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Johann Michael Wächter, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass Dreyssigsche Singakademie, Chöre der Musikdirektoren Mende, Otto und Schwarz Mehrere Musiker des Königlichen Artillerie-Musikkorps und des Stadtmusikus Zillmann Theaterchor Georg Friedrich Händel »Der Messias“ Morlacchi *) Ludwig van Beethoven 5. Sinfonie Reißiger AM Z, Jg. 36, Nr. 19 (Mai 1834) - DrA, 17.3., 23.3.1834 - NZfM, Jg. 1834, Nr. 3 - A nschlagzettel SH St,10026, Loc. 15147/5 - TZ StA, OA *) siehe Details: II, F 4a Donnerstag, 3.4.1834,19.00 - SdH Musikalische Akademie von Johann Nepomuk Hummel, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Maschinka Schneider, Sopran Anton Babnigg, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Gioacchino Vestri, Bass Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Violine KM Friedrich August Kummer, Violoncello I. Heinrich Marschner Ouvertüre „Lucretia" Johann Nepomuk Hummel Johann Nepomuk Hummel Johann Nepomuk Hummel Klavierkonzert F-Dur (neu, Manuskript) Hummel „Air ä la Tyrolienne" mit Variationen *) Schneider „Le retour de Londres», Rondo bril- Hummel lante (neu, Manuskript) II. Johann Nepomuk Hummel „La Sentinelle", Romanze für Gesang mit konzertanten Variationen für Kla vier, Violine und Violoncello, Terzett aus „Wilhelm Teil“ Freie Fantasie auf dem Klavier Babnigg/Hummel/ Kummer/Rolla Gioacchimo Rossini Johann Nepomuk Hummel Babnigg/Zezi/Vestri Hummel DrA, 29.3., 2.4., 3.4.1834 - NZfM, 21.4.1834; 5.5.1834 - TZStA, OA *) „kom poniert in London für M ad. M alibran" 154 Donnerstag, 10.4.1834 - HdP Musikalische Akademie von August Pott, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Maschinka Schneider, Sopran Mathias Schuster, Tenor Alfonso Zezi, Bariton KM Friedrich August Kummer, Violoncello KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Pott Schneider Fürstenau Pott Schneider/Zezi Kotte Schuster/ Kummer/Eisert Pott Anton Johann Eisert, Klavier Carl Gottlieb Reißiger August Pott Vincenzo Bellini KM Anton Bernhard Fürstenau Karl Lipinski Gioacchino Rossini KM Friedrich August Kummer Franz Lachner Josef Mayseder AM Z, Jg. 36, Nr. 19 (Mai 1834) - DrA, 6., 9., Ouvertüre Violinkonzert, Adagio und 1. Satz Arie aus „La Sonnambula" Variationen über ein Thema aus „Die Zauberflöte" Adagio für Violine Duett aus „Matilde di Shabran" Adagio und Polonaise für Klarinette Zwei Lieder mit obligatem Violoncello Variationen für Violine 0.4.1834 - AZ, 8.4.1837 - NZfM, 21.4., 5.5.1834 Freitag, 18.4.1834 - SdH Musikalisch deklamatorische Akademie von KM August Wilhelm Haase, Horn Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Maschinka Schneider, Sopran Ranuzio Pesadori, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Violine KM Simon Winterstein, Violine KM Adolph Kühne, Violine *) KM Ludwig Friedrich Leopold Haase, Violine Antonia Pesadori, Klavier Eduard Devrient, Deklamation Carl Gottlieb Reißiger Sigismund Thalberg Ludwig Wilhelm Maurer Anselm Weber Anselm Weber DrA, 13., 17., 18.4.1834 - NZfM, 5.5.1834 *) in der A nkündigung D rA steht der Nam e Kuhn, gem eint ist verm utlich der 1834 engagierte KM Kühne Ouvertüre d-Moll Duo für Horn und Klavier Haase/A.Pesadori Konzertstück für vier Violinen siehe Mitwirkende Musik zu einer Deklamation von Fri dolin Devrient „Der Gang durch den Eisenhammer" (Text von Schiller) 155 Montag, 21.4.1834 - HdP Große musikalische Akademie von Anna Caroline de Belville-Oury, Klavier, und Antonio James Oury, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Maschinka Schneider, Sopran Alfonso Zezi, Bariton Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Violine KM Simon Winterstein, Violine KM August Lind, Violine KM Adolph Kühne, Violine I. Wolfgang Amadeus Mozart Charles Auguste de Beriot Vincenzo Bellini Ludwig van Beethoven II. Ludwig Wilhelm Maurer Wolfgang Amadeus Mozart Antonio James Oury Henri Herz DrA, 17., 20., 21.4.1834 - NZfM, 5.5.1834 Freitag, 25.4.1834-SdH Musikalische Akademie von KM Franz Schubert, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Maschinka Schneider, Sopran Alfonso Zezi, Bariton KM Franz Poland, Viola KM Friedrich Schubert, Violoncello Julie Rettig, Deklamation I. Ludwig van Beethoven Charles Philippe Lafont Francesco Morlacchi II. KM Friedrich August Kummer Steyrische Volkssage Gaetano Donizetti KM Franz Schubert AM Z, Jg. 36, Nr. 26 (Juni 1834) - DrA, 21., Ouvertüre „Coriolan" Violinkonzert Arie mit obligater Viola Schubert Schneider/Poland Potpourri für Violine F.Schubert „Das Grab der Liebenden“ Rettig Duett aus „Anna Bolena" Schneider/Zezi Fantasie über Themen aus der Oper Schubert „Le Pre aux clercs" von Louis Joseph Ferdinand Herold 9 4 4 1 8 3 4 - M 7 f M 5 5 1 8 3 4 Ouvertüre Konzertstück für Violine Arie aus „Norma" 5. Klavierkonzert A. J. Oury Schneider A. C. Oury Konzertante für vier Violinen (neu) Arie Adagio und Bolero für Violine Variationes brillantes für Klavier siehe Mitwirkende Zezi A. J. Oury A. C. Oury 156 Freitag, 20.6.1834,19.00 - HdP Konzert von Louis Lacombe, Klavier, und seiner Schwester Felice, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Charlotte Veltheim, Sopran Ranuzio Pesadori, Tenor Johann Nepomuk Hummel Ignaz Moscheies Henri Herz Henri Herz Carl Czerny D rA., 17., 18., 20.6.1834 Mittwoch, 27.8.1834 - PGrG Große musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Maschinka Schneider, Sopran Johann Joseph Derska, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Theaterchor Ludwig van Beethoven Peter Joseph von Lindpaintner Carl Maria von Weber DrA, 25.8.1834 Freitag, 7.11.1834 - KTh Musikalisch-deklamatorische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Ungenannte Solisten Carl Maria von Weber Joseph von Lindpaintner Ludwig Wilhelm Maurer August Friedrich Anacker NZfM , 29.12.1834 *) Solisten verm utlich wie 21.4.1834: Rolla, W interstein, Lind, Kühne Ouvertüre „Euryanthe" „Das Lied von der Glocke“ (Schiller) Concertante für vier Violinen *) „Bergmannsgruß“ 4. Sinfonie „Das Lied von der Glocke“ (Schiller) „Kampf und Sieg“ Klavierkonzert L. Lacombe „Marche d'Alexandre" L. Lacombe „Fanchette“ L. Lacombe „Violette“ F. Lacombe Duo F./L. Lacombe 157 Montag, 10.11.1834 - SdH Konzert von KM Friedrich Lorenz, Fagott Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Maschinka Schneider, Sopran Alfonso Zezi, Bariton KM Friedrich Schubert, Violoncello KM August Wilhelm Haase, Horn Charlotte Veltheim, Klavier DrA, 29.10.1834 Montag, 17.11.1834 - SdH Musikalische Akademie von KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Alfonso Zezi, Bariton Moritz Fürstenau, Flöte Dorothea Devrient, Deklamation Emil Devrient, Deklamation AZ, 12.11.1834 - NZfM, 29.12.1834 Montag, 12.1.1835 - SdH Musikalische Akademie von Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Alfonso Zezi, Bariton KM Simon Winterstein, Violine KM Johann Friedrich Wilhelm Schlick, Violoncello Rolla Schröder-Devrient Rolla/Winterstein Schlick Schröder-Devrient/ Zezi Rolla AM Z, Jg. 37, Nr. 7 (Febr.1835) - DrA., 5 +), 7., 11.11.1835 - AZ, 8.1.1835 - NZfM, 24.3.1835 +) D ie A kadem ie w ird als „M usikalische A bendunterhaltung" bezeichnet I. Joseph Hartmann Stuntz Franz Pechatschek Giuseppe Rastrelli Ludwig Wilhelm Maurer II. Vincenzo Bellini KM Friedrich August Kummer Gioacchino Rossini Ludwig Wilhelm Maurer Ouvertüre Concerto Arie Variationen für zwei Violinen Arie aus „Straniera" Divertimento für Violoncello Duett aus „Semiramide" Fantasie 158 Montag, 9.2.1835,18.00 - SdH Musikalische Akademie von KM Johann Gottlieb Kotte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Maschinka Schneider, Sopran Charlotte Veltheim, Sopran Henriette Wüst, Sopran Mathias Schuster, Tenor Johann Joseph Derska, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Alfonso Zezi, Bariton Anton Johann Eisert, Klavier Friedrich Kaufmann, Harmonichord Carl Gottlieb Reißiger Franceso Morlacchi Carl Maria von Weber Franz Schubert Ferdinando Paer II. Frederic Chopin Carl Gottlieb Reißiger III. N.N. Wolfgang Amadeus Mozart Daniel Francois Esprit Auber Ouvertüre „Die Felsenmühle“ Arie aus „Der Renegat“ mit obligater Ventiltrompete Concertino für Klarinette „Der Erlkönig“ Duett aus „Sargino“ Klavierkonzert (neu) „Fied der Hochländer“ aus einem Festspiel Schröder-Devrient Kotte Schneider Schneider/Veltheim Eisert Schuster/Wächter Variationen für Klarinette und Klavier Kotte/Eisert über ein Thema aus „Silvana“ Sextett aus „Cosi fan tutte“ „Schlummerlied“ aus „Die Stumme von Portici“ für Harmonichord und Klarinette Schröder-Devrient/ Wüst/Schneider/ Derska/Wächter/ Zezi Kaufmann/Kotte A M Z, Jg. 37, Nr. 16 (April 1835) - D rA, 3. +), 6., 8., 9.2.1835 - AZ, 2.2.1835 ++) - NZfM, 24.3.1835 - TZ +) SdH „geheizt" ++) „Diese A kadem ie dürfte sich durch größte M annichfaltigkeit der Leistungen der trefflichsten Virtuosen vor vielen auszeichnen." Aschermittwoch, 13.2.1835 - KTh Konzert zum Besten der Armen *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Maschinka Schneider, Sopran Julie Rettig, Rezitation 159 Louis Pauli, Rezitation Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Violine KM Franz Poland, Viola KM Friedrich August Kummer, Violoncello KM Carl Gottfried Schmerbitz, Kontrabass KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette KM August Wilhelm Haase, Horn KM Friedrich Lorenz, Fagott I. Ludwig van Beethoven Wolfgang Amadeus Mozart Peter Joseph von Lindpaintner Wolfgang Amadeus Mozart II. Gioacchino Rossini Ludwig van Beethoven Wolfgang Amadeus Mozart Ouvertüre „Egmont" Arie aus „Titus" „Das Lied von der Glocke" (Schiller) Finale I. Akt aus „Titus" Duett aus „Semiramide" Septett Finale II. Akt aus „Don Giovanni" Schröder-Devrient Rettig/Pauli Schröder-Devrient/ Schneider siehe Mitwirkende AM Z, Jg. 37, Nr. 16 (April 1835) - NZfM, 24.3.1835 *) Bezeichnung lt. AM Z; DrA, 13.2.1835, Bezeichnung „M usikalisch-deklam atorische A kadem ie zum Besten derArm en" Palmsonntag, 12.4.1835,18.00 - GrOH Konzert zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Francesco Morlacchi, Dirigent Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Maschinka Schneider, Sopran Henriette Wüst, Sopran Anton Babnigg, Tenor Mathias Schuster, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Dreyssigsche Singakademie, Chöre der protestantischen Kirchen und der Musikdirektoren Otto, Schwarz und Mende, des Stadtmusikus Zillmann Mitglieder des Königlichen Artillerie Musikkorps Theaterchor Georg Friedrich Händel „Jephta" Ludwig van Beethoven 8. Sinfonie AM Z, Jg. 37, Nr. 19 (Mai 1835) - DrA, 6., 9., 12.4.1835 - NZfM, 5.5., 6.10.1835 160 Dienstag, 29.9.1835 (Michaelistag), 15.00 - PGrG Konzert zum Besten des mit Allerhöchster Genehmigung errichteten Pensionsfonds für das Königliche Hoftheater Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Charlotte Veltheim, Sopran Anton Babnigg, Tenor Carl Gottlieb Risse, Bass Mitglieder des Königlichen Hoftheaters und des Theaterchors Louis Spohr »Die Weihe der Töne“, Charakter-Tongemälde in Form einer Sinfonie, nach einem Gedicht von C.Pfleiffer Joseph Haydn »Die Schöpfung“, I. Teil DrA, 20., 25., 29.9.1835 Donnerstag, 22.10.1835,18.00 - HdP Grosses Vokal- und Instrumentalkonzert von Francilla Pixis, Gesang, und Johann Peter Pixis, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Maschinka Schneider, Sopran Mathias Schuster, Tenor Johann Joseph Derska, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Alfonso Zezi, Bariton KM Franz Schubert, Violine DrA., 15. *), 17.,19., 21., 22 .10 .1835 - NZfM , 6.11.1835 *) Francilla Pixis w ird durch „m ehrere G esangs-Piecen", H err Pixis „die Freunde gediegenen Klavierspiels erfreuen" Sonnabend, 7.11.1835 - HdP Grosses Vokal- und Instrumentalkonzert von Madame Friedrichs geb. Holst, Harfe Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Giuseppe Rastrelli, Dirigent Charlotte Veltheim, Sopran Anton Babnigg, Tenor Mathias Schuster, Tenor KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette KM Ludwig Friedrich Wilhelm Haase, Violine Franz Poland, Violine Johann Poland, Violine 161 I. Ouvertüre Arie Große Fantasie für Harfe mit Orches terbegleitung, Potpourri mit englischen Nationalmelodien („Reminiscenses of England“) Adagio und Polacca für Klarinette Quartett aus „Moses" mit Harfenbe gleitung Nocturne en Trio für Harfe, Klarinette und Violine Duett 2. Concertante für zwei Violinen „Reminiscenses of Scotland“ für Harfe und Orchester AM Z, Jg. 37, Nr. 48 (Dezem ber 1835) DrA., 24, 30 .10 ., 2., 5.11.1835 - NZfM , 24.11.1835 Montag, 23.11.1835,18.00 - HdS *) Musikalische Akademie von KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Francesco Morlacchi, Dirigent Sabine Heinefetter, Gesang Alfonso Zezi, Bariton Gioachino Vestri, Bass KM Simon Winterstein, Violine KM August Wilhelm Haase, Horn Moritz Fürstenau, Flöte Johann Gottlob Schneider, Klavier Caroline Bauer, Rezitation Chor I. Felix Mendelssohn Bartholdy Theodor Hell KM Anton Bernhard Fürstenau Giovanni Pacini II. KM Anton Bernhard Fürstenau Franz Lachner Ludwig van Beethoven Ouvertüre „Meeresstille und glückli che Fahrt“ Prolog Concertino für Flöte Arie Introduktion über ein Thema aus „Robert der Teufel“ für zwei Flöten „Das Waldvögelein“, Lied mit obli gatem Horn Chorfantasie (neufür Dresden) Giuseppe Rastrelli Gaetano Donizetti Robert Nicolaus Charles Bochsa KM Friedrich August Kummer Gioacchino Rossini II. Robert Nicolaus Charles Bochsa Giuseppe Rastrelli Louis Spohr Robert Nicolaus Charles Bochsa Veltheim Friedrichs Kotte Friedrichs/Sänger s. Mitwirkende Friedrichs/Kotte/ Haase Babnigg/Schuster F./J. Pohland Friedrichs Bauer A.B. Fürstenau Heinefetter A. B./M. Fürstenau Heinefetter/ Haase Schneider/Chor 162 Charles Auguste de Beriot Variationen für Violine Winterstein Franceso Morlacchi Duett Zezi/Vestri KM Anton Bernhard Fürstenau Adagio und Variationen aus „Preziosa" A. B. Fürstenau A M Z, Jg. 37, Nr. 52 (Dezem ber 1835) - DrA, 2. +), 6.,13. ++), 22.11 .1835 - NZfM, 24.11.1835 *) lt. AM Z „Einweihung des neuen Saals" +) Ankündigung der A kadem ie A. B. Fürstenaus m it dem Sohn für 17.11. ++) Verschiebung auf 23.11. Donnerstag, 3.12.1835,18.00 - SdH Grosses Vokal- und Instrumentalkonzert von Madame Friedrichs geb. Holst, Harfe Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Giovanni Rastrelli, Dirigent Charlotte Veltheim, Sopran Gioacchino Vestri, Bass KM Friedrich Schubert, Violoncello (Johann) Gottlieb Peschel jun., Fagott DrA, 20., 26. +), 30.+) 11., 2., 3.12.1835 - NZfM, 22.12.1835 +) „Außer einem grossen Concertstück w ird die Concertgeberin auf V erlangen zw ei Solo's auf der H arfe vortragen." Sonnabend, 21.12.1835,18.00 Uhr - SdH Musikalische Akademie von KM August Wilhelm Haase, Horn Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Sabine Heinefetter, Gesang Mathias Schuster, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton KM Ludwig Friedrich Leopold Haase, Violine Louis Pauli, Deklamation I. Ferdinand Ries KM Ludwig Friedrich Leopold Haase Jacqces Pierre Joseph Rode II. Charles Auguste de Beriot Carl Gottlieb Reißiger Ch.H. Lübeck III. Louis Spohr Festouvertüre mit Triumphmarsch Divertissement für chromatisches A. W. Haase Waldhorn Thema und Variationen für Violine, Heinefetter gesungen von Variationen für Violine L. Haase Duett aus einem Festspiel Schuster/Wächter „Le conge", Adagio für Waldhorn A. W. Haase „Die Weihe der Töne“, Tongemälde in Pauli Form einer Sinfonie mit begleitender Deklamation AM Z, Jg. 38, Nr. 8 (Februar 1836) - D rA„27.11, 7.+), 11., 21.12.1835 - NZfM, 25.12.1835 - AZ, 4.12 +), 11.12.1835 *+) - TZ +) verschoben vom 12.12. auf 21.12.1835 +) kündigt Konzert von KM Ludw ig Haase für 17.12. im HdS an „unter M itw irkung m ehrer anderer Künstler in D ekla m ation, Gesang und Instrum entalm usik" *+) korrigiert die Anzeige vom 4.12. dahingehend, dass die m usikalische A kadem ie am 21.12. im SdH stattfinden und eine Veranstaltung des KM (August) H aase „des A lteren" sein wird 163 Dienstag, 29.12.1835,18.00 - HdS Große musikalische Akademie von Franz Stoll, Gitarre Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Maschinka Schneider, Sopran Mathias Schuster, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton KM Simon Winterstein, Violine DrA, 22., 24., 25., 27.,29. +) 12.1835 +) H inweis: statt „Egm ont"- kom m t „Prom etheus"-Ouvertüre Montag, 25.1.1836 - SdH Konzert von KM Friedrich August Kummer, Violoncello, und KM Franz Schubert, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Maschinka Schneider, Sopran Alfonso Zezi, Bariton Gioacchino Vestri, Bass Emil Devrient, Deklamation I. Ignaz Moscheies Saverio Mercadante KM Friedrich August Kummer Carl Borromäus von Miltitz II. KM Franz Schubert Vincenzo Bellini KM Friedrich August Kum mer/KM Franz Schubert A M Z, Jg. 38, Nr. 8 (Februar 1836) - DrA, 8., 12., 17., 21, 24., 25.1.1836 Sonnabend, 30.1.1836,18.00 - SdH Grosses Konzert von Clara Wieck, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Maschinka Schneider, Sopran Carl Gottlieb Risse, Bass Werke von Bach, Beethoven, Mendelssohn Bartholdy, Chopin und eigene Kompositionen DrA, 26., 27., 28. +), 29., 30.1.1836 +) nennt Dirigent, Sänger und Kom ponisten sowie „zw ei Sätze aus einem eigenen Konzert" nicht öffentlich gehörte Clavier-Com positionen" Ouvertüre „Die Jungfrau von Orleans“ Arie Schweizer Concertino für Violoncello Ballade „Souvenir de Norma" für Violine Duett aus „Die Puritaner“ Fantasie und Rondo über Themen aus „Zampa“ Kummer Devrient Schubert Schneider/Zezi Kummer/Schubert und „mehrere, hier noch 164 Donnerstag, 4.2.1836 - HdP Konzert von Emil Blankmeister, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Gioacchino Vestri, Bass KM Christian Albert Beyer, Viola Friedrich Wilhelm Michael Kalk brenner Ludwig van Beethoven Emil Blankmeister Gioacchino Rossini und Wolfgang Amadeus Mozart Wolfgang Amadeus Mozart Großes Tonstück in E-Dur für Klavier mit Orchester Fantasie cis-Moll für Klavier solo Variationen und Rondo di Bravura über den Schlusschor aus der „Vestalin" Arien Variationen für Viola Blankmeister Blankmeister Blankmeister Vestri Beyer AM Z, Jg. 38, Nr. 11 (Marz 1836) - D rA 31.1. ,3.2.1836 Donnerstag, 18.2.1836,18.00 - HdP Zweites Konzert von Clara Wieck, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Charlotte Veltheim, Sopran Alfonso Zezi, Bariton I. Ludwig van Beethoven Frederic Chopin Michael Carafa de Colobrano Johann Sebastian Bach Felix Mendelssohn Bartholdy Frederik Chopin II. Johann Peter Pixis Vincenzo Bellini Henri Herz Ouvertüre Variationen über Mozarts „La ci da- Wieck rem la mano" Arie Veltheim Fuge F-Fur Wieck „Lied ohne Worte" (Manuskript) Wieck Neueste Mazurka B-Dur Wieck Konzertrondo mit Orchester und drei Wieck Glöckchen Duett „Veluti vana somnia aegri" Veltheim/Zezi Variations brillants pour Pianoforte Wieck seul sur la Choeur favori d'il Crociato, op. 23 (Meyerbeers „II Crociato in Egitto") AM Z, Jg. 38, Nr. 17 (April 1836) - D rA, 11., 14., 15., 17., 18. +) 2.1836 +) m it Hinweis auf Platzkapazität 165 Freitag, 26.2.1836,18.00 - KTh Konzert zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Charlotte Veltheim, Sopran Henriette Wüst, Sopran Anton Babnigg, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass Theaterchor Joseph Haydn »Die Schöpfung“ DrA, 20., 24., 26. 2 .1 8 3 6 - NZfM, 1.3.1836 - HTT Montag, 7.3.1836 - SdH Konzert von KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Kztmstr. Giuseppe Antonio Rolla, Violine Charlotte Veltheim, Sopran Maschinka Schneider, Sopran Henriette Wüst, Sopran Mathias Schuster, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte KM Johann Friedrich Wilhelm Schlick, Violoncello KM Friedrich Wilhelm Lauterbach, Klarinette KM Johann Gotthelf Forkert, Klarinette Herr Kraut, Klarinette DrA, 19.2.1836 +), 1., 4., 6., 7.3.1836 - AZ, 3.3.1836 - NZfM, 18.3.1836 Palmsonntag, 27.3.1836,18.00 - GrOH Konzert zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Francesco Morlacchi, Dirigent Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Charlotte Veltheim, Sopran Maschinka Schneider, Sopran Anton Babnigg, Tenor Alfonso Zezi, Bariton 166 Johann Michael Wächter, Bariton Dreyssigsche Singakademie, Chöre der Musikdirektoren Otto, Mende und Schwarz und des Stadtmusikus Zillmann Theaterchor Carl Heinrich Graun »Der Tod Jesu“ Ludwig van Beethoven 2. Sinfonie A M Z, Jg. 38, Nr. 17 (April 1836) - D rA, 19., 27.3.1836 Montag, 25.4.1836,19.00 - SdH Grosses Vokal- und Instrumentalkonzert in historischer Beziehung Veranstalter: Musikdirektor Carl Kloss, Pianist und Referent Mitwirkende Die Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Maschinka Schneider, Sopran Caroline Botgorschek, Alt Mathias Schuster, Tenor Alfonso Zezi, Bariton KM Franz Schubert, Violine Theaterchor A. Aus der deutschen klassischen Schule Joseph Haydn Wolfgang Amadeus Mozart Ludwig van Beethoven B. Archäologische Musik C. Aus den drei Schulen der neuesten Zeit: aus der französischen Schule Daniel Francois Esprit Auber aus der italienischen Schule Luigi oder Federico Ricci aus der deutschen Schule KM Franz Schubert A M Z, Jg. 38, Nr. 24 (Juni 1836)+) - DrA, 21 +) w eist auf die drei them atischen Schwerpunkte unter A/B/C hin und ergänzt zu B einen Vortrag über M usik der Urvölker m it m usikalischen Beispielen (Bearbeitungen von zw ei- bis m ehrtönigen Motiven) ++) Spricht von „unser(em ) Landsm ann K loss" und verw eist auf ein gleichartiges Berliner Konzert von Kloss, das im „Berliner G esellschafter" (21.3.1836, Nr.47) hervorragend besprochen w orden sei. D er Verfasser der Anzeige, Carl Borrom äus von M iltitz, hebt besonders die M itw irkung der Kapelle und die Verwendung arabischer Originaltexte hervor Sinfonie Duett Klavierkonzert Historische Vorlesung über die Musik der ältesten Völker der vorchristlichen Zeit, insbesondere über die Musik der alten Ägypter; nebst Ausführung arabischer Elegien mit den arabischen Originaltexten Schuster/Zezi Kloss Kloss Botgorschek/ Schneider/Schuster/ Theaterchor Ouvertüre Arie Schneider Konzertvariationen für Violine Schubert , 25.4.1836 - AZ, 23.4.1836 ++) - N ZfM , 10.5.1836 167 Ohne nähere Angaben Musikalische Akademie von (Adelina) Crescini, Gesang AZ, 1.7.1836 A ußer dieser A nzeige (ohne Konzertdatum ) ist nichts bekannt. D ie in Italien ausgebildeteSangerin sei jüngst in Paris und Berlin als „eine der vollendetsten Sängerinnen anerkannt" w orden und w erde jetzt für ein Konzert in Dresden erwartet, um „den W ohllaut, die Kraft, den U m fang w ie die Gewandtheit einer trefflichen Stim m e und Gesangm ethode" zu de m onstrieren. M öglicherw eise hat dieses Konzert erst am 7. Januar 1837 stattgefunden (siehe dort) Mittwoch, 10.8.1836,16.30 - PGrG Grosse musikalische Akademie zum Besten des Pensionsfonds des Königlichen Hoftheaters Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Henriette Wüst, Sopran Caroline Botgorschek, Alt Anton Babnigg, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Louis Pauli, Deklamation Theaterchor I. Carl Gottlieb Reißiger Saverio Mercadante II. Peter Joseph von Lindpaintner III. Joseph Haydn Sinfonie (zum ersten Male) Arie Botgorschek „Hero und Leander“, Melodram nach Pauli der Ballade von Friedrich Schiller (zum ersten Male) „Die Schöpfung“, 3. Teil Wüst/Babnigg/Zezi/ Theaterchor AM Z, Jg. 38, Nr. 25 (August 1836) - AM Z, Jg. 38, Nr. 37 (Septem ber 1836) - DrA, 29.7., 4., 10.8.1836 - NZfM, 9.8.1836 - TZStA, OA Mittwoch, 5.10.1836,19.00 - HdP Vokal- und Instrumentalkonzert von Henriette Carl, Sopran Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Alfonso Zezi, Bariton KM Rudolph Theodor Hiebendahl, Oboe KM Johann Friedrich Wilhelm Schlick, Violoncello I. Giovanni Rastrelli Ouvertüre zu „Macbeth“ Gioacchino Rossini Arie aus „Sigismondo“ Carl KM Friedrich August Kummer Adagio und Variationen für Oboe Hiebendahl Gioacchino Rossini Duett Carl/Zezi 168 II. Giuseppe Nicolini Arie Carl Wolfgang Amadeus Mozart Arie aus „Figaros Hochzeit“ Zezi Volkslieder aus Neapel, Ungarn, Frankreich, Carl Russland und Spanien KM Friedrich August Kummer „Souvenir de la Suisse“, Variationen Schlick für Violoncello Vincenzo Bellini Arie Carl DrA, 3., 5.10.1836 - AZ, 1.10.1836 Donnerstag, 13.10.1836,19.00 - HdP Zweites Vokal- und Instrumentalkonzert von Henriette Carl, Sopran *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Alfonso Zezi, Bariton KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette KM August Wilhelm Haase, Horn KM Johann Friedrich Wilhelm Schlick, Violoncello I. Giovanni Rastrelli Gioacchino Rossini KM Friedrich August Kummer Gioacchino Rossini II. Wolfgang Amadeus Mozart KM Friedrich August Kummer Saverio Mercadante KM Ludwig Friedrich Leopold Haase Gaetano Donizetti DrA., 10., 12.*), 13.10.1836 *) „auf vielseitiges Verlangen" Ouvertüre „Salvator Rosa“ Arie aus „Semiramide“ Carl Adagio für Klarinette Kotte Duett aus „Matilde di Shabran" Carl/Zezi Arie der Donna Anna aus „Don Gio- Carl vanni“ „Souvenir de la Suisse", Variationen Schlick für Violoncello Arie mit Variationen (komponiert für Carl Henriette Carl) Divertissement für chromatisches A. W. Haase Horn Arie aus „Hugo, Conte di Parigi“ Carl Sonnabend, 22.10.1836.19.00 - SdH Drittes Vokal- und Instrumentalkonzert von Henriette Carl, Sopran DrA., 20., 22.10.1836+) +) keine Hinweise auf M itw irkende und Programm; da das Theater gleichzeitig Schauspiel angesetzt hatte, erscheint die M itw irkung der Königlichen m usikalischen Kapelle auch in diesem Konzert möglich 169 Dienstag, 1.11.1836,18.00 - SdH Konzert von Carl Christian Eisner, Horn *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Giovanni Rastrelli, Dirigent Caroline Botgorschek, Alt Alfonso Zezi, Bariton KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Johann Anton Eisert, Klavier I. Wolfgang Amadeus Mozart Johann Wenzel Kalliwoda Saverio Mercadante Ludwig van Beethoven, II. Francesco Morlacchi Frederic Chopin Gioacchino Rossini Carl Christian Eisner *) AM Z, Jg. 38, Nr. 46 (November 1836) und Jg. 38, Nr 51 (Dezember 1836) m it der M eldung von Eisners A nstellung bei der Königlichen m usikalischen Kapelle - DrA, 27., 30.10., 1.11.1836 - NZfM , 15.11.1836 - AM Z, Jg. 38, Nr. 51 (Dezember 1836) Montag, 7.11.1836,18.00 - SdH Großes Konzert von Karl Lipinski, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Alfonso Zezi, Bariton DrA, 2., 5.11.1836 Sonnabend, 12.11.1836,18.00 - SdH Zweites Konzert von Karl Lipinski, Violine DrA, 2., 10., 12.11.1836 - A M Z, Jg. 38, Nr. 51 (Dezember 1836) +) +) O bgleich der D rA am 12.11., am Konzerttag, noch eine A nzeige veröffentlichte, schreibt die AM Z, das Konzert sei w egen Erkrankung Lipinskis ausgefallen Ouvertüre zu „Figaros Hochzeit“ Concertino Eisner Arie Botgorschek „Adelaide“, arrangiert für Klarinette Kotte/Eisert und Klavier Arie Grand Polonaise für Klavier und Or chester Duett aus „Semiramide“ Variationen für Waldhorn Zezi Eisert Botgorschek/Zezi Eisner 170 Mittwoch, 16.11.1836,18.00 - Neustädter Kirche Große geistliche Musik zum Besten der Witwen und Waisen aus dem Stande der Volksschullehrer Mitwirkende Ein Orchester, vermutlich mit Beteiligung der Königlichen musikalischen Kapelle *) Anton Babnigg, Tenor Mathias Schuster, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass Ca. 300 Männerstimmen Julius Otto Choral Carl Gottlieb Reißiger Anton Diabelli Choral Julius Otto DrA, 14.11.1836 *) *) es w ird von „starker Instrum ental-Begleitung" gesprochen Freitag, 9.12.1836,18.30 - HdP Musikalische Akademie von Clara Wieck, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Alfonso Zezi, Bariton Werke von Ludwig van Beethoven, Frederic Chopin, Adolph Henselt, Henri Herz, Carl Gottlieb Reißiger, Sigismund Thalberg und eigene Kompositionen DrA, 5.12.1836 Dienstag, 13.12.1836 - SdH Musikalische Akademie von KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Mathias Schuster, Tenor Anton Babnigg, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass Moritz Fürstenau, Flöte DrA, 28.11., 9., 12., 12.12.1836 - NZfM, 16.12.1836 Huldigungskantate „Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen“ Hymne „Freude am Dasein“ Missa „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ ,,Te Deum" 171 Freitag, 23.12.1836, 20.00 - KTh Große musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Proksch, Sopran Caroline Botgorschek, Alt KM Johann Gottlob Kretzschmar, Oboe Theaterchor I. Gasparo Spontini Johann Kaspar Aiblinger ?. Tharuen Johann Philipp Schmidt II. Ludwig van Beethoven/KM Fried rich August Kummer A M Z, Jg. 39, Nr. 2 (Januar 1837) - DrA, 17., Proksch Kretzschmar Botgorschek/ Theaterchor Sinfonie nach Beethovens Streich quartett op. 74, für Orchester bear beitet (zum ersten Male) Ouvertüre „Olimpie" Aria (neu) Solo für Oboe „Rinaldo", Große Kantate (auf einen Text von Goethe) mit Chor und Alt stimme (neu) Sonnabend, 7.1.1837,18.00 - HdS Großes Vokal- und Instrumentalkonzert von Adelina Crescini, Alt Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Francesco Morlacchi, Dirigent Anton Babnigg, Tenor KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte KM Franz Poland, Violine Johann Poland, Violine Theaterchor Crescini Fürstenau/Chor Crescini Crescini/Babnigg F./J. Poland Crescini DrA, 29., 31.12, 2., 3. +) 5.++), 7.1.1836 - NZfM, 17.1.1837 +) Das ursprünglich für den 3.1. geplante Konzert m usste w egen „U npässlichkeit" der Sängerin verschoben w erden ++) Neufestsetzung auf den 7.1. I. Ferdinand Fränzl Giovanni Pacini KM Anton Bernhard Fürstenau Giovanni Pacini II. Gasparo Spontini Saverio Mercadante Antonio Rolla Michael William Balfe Ouvertüre Arie mit Chor aus „Carlo di Borgogna" Introduktion und Variationen über ein Thema aus „Die weiße Dame" für Flöte, Chor und Orchester Arie und Chor aus „II Corsaro" Ouvertüre „La Vestale" Duett aus „I Briganti" Variationen für zwei Violinen (neu) Arie „Hildegunde im Gefängnis" (Text von Herrn Crescini) 172 Sonnabend, 28.1.1837 - HdP Musikalische Akademie von Adolph Henselt, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Maschinka Schneider, Sopran KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Henselt Schröder-Devrient Henselt Schneider/Fürstenau Henselt Ludwig van Beethoven Ludwig van Beethoven Gaetano Donizetti Adolph Henselt Auguste Panseron Adolph Henselt Ouvertüre „Coriolan" 3. Klavierkonzert Arie aus „Anna Bolena" Variationen über ein Thema aus „Ro bert der Teufel“ „Philomele", französische Romanze mit Begleitung der Flöte Fantasie über ein Thema aus „L'Elisir d'amore" AM Z, Jg. 39, Nr. 7 (Februar 1837) - DrA, 21 +)., 22., 24., 26. ++) 1.1837 +) Hinweis von Carl Gottlieb Reißiger auf das Konzert ++) Verlegung vom ursprünglich annoncierten 26. auf den 28.1. Montag, 20.2.1837,18.00 - SdH Großes Konzert von C.F.Wohllebe, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran KM Johann Gotthelf Forkert, Klarinette KM Gotthelf Moschke, Fagott Herr Adam, Klavier Wohllebe Schröder-Devrient Moschke Forkert Adam Schröder-Devrient/ Adam Wohllebe/Forkert DrA, 11 .1 ,2 ., 14., 18 .2 .1 8 3 7 - N Z fM ,2 1 .2 .1 8 3 7 - TZ Felix Mendelssohn Bartholdy Carl Maria von Weber Giovanni Rastrelli Carl Maria von Weber Peter Joseph von Lindpaintner Friedrich Wilhelm Kalkbrenner Ludwig van Beethoven Dagobert Fischer Ouvertüre „Ein Sommernachtstraum" Klarinettenkonzert f-Moll Arie Adagio und Rondo aus dem Konzert für Fagott B-Dur Rondeau brillant Es-Dur für Klari nette Grand Rondeau Es-Dur für Klavier („Gage d'amitie") „Adelaide" Konzert für zwei Klarinetten 173 Sonnabend, 4.3.1837,18.00 - HdP Zweite musikalische Akademie, veranstaltet von Carl Kloss Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Kloss, Leitung (?) und Klavier Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Caroline Botgorschek, Alt Mathias Schuster, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Nicolai Schäfer, Violine Charlotte Veltheim, Klavier Cäcilie Schmiedel, Klavier Johann Anton Eisert, Klavier (Flötist und Violoncellist sind nicht genannt) Theaterchor I. Carl Kloss Auszüge aus der Kantate „Terrestri etc“: Chor, Bass-Rezitativ, Tenor Arie, Chor, Alt-Arie, Chor und Fuge (neu) II. Charles Auguste de Beriot Giacomo Meyerbeer Gioacchino Rossini Carl Maria von Weber Violoncello und Klavier (zum ers ten Male) Carl Czerny III. Historische Bemerkungen Konzert-Divertissement für Violine „Parmi les pleurs", Cavatine aus „Die Hugenotten“ Duett „Szene im Mondschein“, aus den „Schottischen Liedern“ für Flöte, Vi oline, Botgorschek Großes Concertante über italienische, französische und deutsche Motive für vier Klaviere (neu) „Über die Musik der alten Hebräer, insbsondere zu der Könige David und Salomos Herrschaft (bis gegen 1050 vor Christus), nebst Ausführung praktischer Beispiele, mit dem hebräischen Originaltext gesungen von DrA, 28.2., 2.3., 4.3.1837 - A Z 1837, S. 80 Botgorschek/Schuster/ Zezi/Theaterchor Schäfer Schröder-Devrient Schuster/Zezi Veltheim/Schmiedel/ Eisert/Kloss Kloss Zezi/Theaterchor 174 Sonnabend, 11.3.1837 - SdH Konzert zum Besten eines wohltätigen Zweckes von Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Caroline Botgorschek, Alt KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette KM Friedrich August Kummer, Violoncello KM Franz Schubert, Violine Caroline Bauer, Deklamation DrA, 5., 9., 11.3.1837 Palmsonntag, 19.3.1837,18.00 - GrOH Konzert zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Francesco Morlacchi, Dirigent Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Maschinka Schneider, Sopran Henriette Wüst, Sopran Caroline Botgorschek, Alt Anton Babnigg, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass Dreyssigsche Singakademie, Chöre der Musikdirektoren Otto, Mende und Schwarz und des Stadtmusikus Zillmann Theaterchor Georg Friedrich Händel »Der Messias“ (Mozart-Fassung) Morlacchi Ludwig van Beethoven 5. Sinfonie Reißiger A M Z, Jg. 39, Nr. 14, A pril 1837 +) - DrA, 6., 19.3. +) 308 M itw irkende Mittwoch, 29.3.1837,18.30 - HdP Konzert von Joseph Ghus (Ghys), Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle *) **) Maschinka Schneider, Sopran **) Caroline Botgorschek, Alt *) **) Mathias Schuster, Tenor *) Alfonso Zezi, Bariton *) **) KM Carl Christian Eisner, Horn *) 175 I. Gasparo Spontini Saverio Mercadante Joseph Ghus Saverio Mercadante II. Giovanni Pacini Joseph. Ghus Giovanni Pacini Ouvertüre Arie Violinkonzert, 1. Satz Duett Arie aus „Gli Arabi nelle Gallie" „Romantico", Arie con variazioni per il Violino Duett aus „Gli Arabi nelle Gallie" AM Z, Jg. 39, Nr. 17 (April 1837) - DrA, 25., 26., 28.3.1837 - NZfM, 7.4.1837 *) Besetzung lt. DrA., 26.3. **) Besetzung lt. AM Z, Kapelle nicht erwähnt Sonnabend, 1.4.1837 - SdH Konzert von Nicolai und Edmund Schäfer, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Caroline Botgorschek, Alt Gioacchino Vestri, Bass Frl. E. Trautmann, Klavier KM Justus Johann Friedrich Dotzauer Johann Wenzel Kalliwoda Johann Wenzel Kalliwoda Gioacchino Rossini Gioacchino Rossini Charles Auguste de Beriot Ouvertüre Große Phantasie für Violine Concertante für zwei Violinen Duett aus „Semiramide" Arie aus „Maometto II" Variationen A M Z, Jg. 39, Nr. 17 (April 1837) - D rA, 21., 28.3., 1.4.1837 Donnerstag, 15.6.1837 - HdP Konzert von Robena Ann Laidlaw, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Caroline Botgorschek, Alt Mathias Schuster, Tenor Franz Botgorschek, Bass (oder Flöte?) DrA, 14., 15.6.1837 Montag, 2.10.1837 - HdP Musikalische Akademie von Henri Vieuxtemps, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Henriette Wüst, Sopran Caroline Botgorschek, Alt Alfonso Zezi, Bariton DrA, 27., 28.9., 2.10.1837 - NZfM, 10.10.1837 Schneider Ghus Botgorschek/Zezi Ghus N. Schäfer N./E. Schäfer Botgorschek/Vestri N. Schäfer 176 Mittwoch, 11.10.1837,18.30 - SdH Musikalische Akademie von Franz Botgorschek, Bass Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Caroline Botgorschek, Alt Johann Michael Wächter, Bariton Henri Vieuxtemps, Violine KM Friedrich August Kummer, Violoncello DrA, 4., 8., 10., 11.10.1837 Mittwoch, 18.10.1837,18.30 - SdH Musikalische Akademie von Henri Vieuxtemps, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Maschinka Schneider-Schubert, Sopran Mathias Schuster, Tenor Anton Babnigg, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Anton Johann Eisert, Klavier I. Carl Gottlieb Reißiger Saverio Mercadante Henri Vieuxtemps Henri Vieuxtemps II. Auguste Panseron Carl Maria von Weber N.N. Henri Vieuxtemps AM Z, Jg. 39, Nr. 47 (November 1837) - D rA 10., 13., 14., 18.10.1837 *) Voller Titel siehe 1.8.1838 Ouvertüre „Libella" Arie Concertino Nr. 2 für Violine Vokalquartett „Tartinis Traum“ („Le Song de Tartini") für Gesang, obligate Violine und Klavier Grand Duo concertant für Klarinette und Klavier Launiges Vokalquartett Brillante Variationen für Violine Schneider/Schubert Vieuxtemps Schuster/Babnigg/ Wächter/Risse Schneider-Schubert/ Vieuxtemps/Eisert Kotte/Eisert Schuster/Babnigg/ Wächter/Risse Vieuxtemps 177 Dienstag, 7.11.1837 - SdH Musikalisch-deklamatorische Akademie von KM August Wilhelm Haase, Horn Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Caroline Botgorschek, Alt Alfonso Zezi, Bariton KM Friedrich Schubert, Violoncello KM Carl Gottlob Kretzschmar, Horn Franziska Berg, Deklamation Louis Pauli, Deklamation Peter Jospeh von Lindpaintner »Die Glocke“ von Schiller, Melodram DrA, 6., 7.11.1837 Mittwoch, 29.11.1837 - SdH Konzert von KM Carl Christian Eisner, Horn Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Maschinka Schneider-Schubert, Sopran Mathias Schuster, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Vizekztmstr. Franz Schubert, Violine KM Franz Suchanek, Fagott DrA, 18. +), 24. ++), 28.11.1837 - NZfM, 5.12.1837 (nennt 25.11. als Konzerttag) +) Ankündigung für 28.11. ++) Verschiebung auf 29.11. Montag, 11.12.1837,18.00 - SdH Musikalische Akademie von Charlotte Veltheim, Sopran und Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran/Rezitation Maschinka Schneider-Schubert, Sopran Caroline Botgorschek, Alt Vizekztmstr. Franz Schubert, Violine KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Dorothea Devrient, Deklamation Eduard Devrient, Deklamation Berg/Pauli 178 Carl Maria von Weber Jubelouvertüre Carl Gottlieb Reißiger Seena et Aria Veltheim KM Franz Schubert Introduktion und Rondo über ein Thema aus „Zampa" Schubert Gaetano Donizetti Duett aus „L'Elisir d'amore" Schröder-Devrient/ Zezi Theodor Döhler „Letzter Gedanke von Bellini", für Klavier variiert Veltheim Francesco Morlacchi Duett aus „La Gioventu d'Enrico V." Schneider-Schubert/ Botgorschek KM Friedrich August Kummer Fantasie für Klarinette Kotte Franz Schubert „Ungeduld" Schröder-Devrient N.N. Deklamation Schröder-Devrient/ E. Devrient Maria Felicita Malibran „Belle viens a moi", „Le Rendez Schröder-Devrient/ vous" Veltheim Gaetano Donizetti Terzett aus „11 Matrimonio segreto" Schneider-Schubert/ Botgorschek/ Veltheim DrA, 30.11., 4., 7., 11.12.1837 Sonnabend, 23.12.1837 - KTh Konzert zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Henriette Wüst, Sopran Caroline Botgorschek, Alt Anton Babnigg, Tenor Carl Gottlieb Risse, Bass Theaterchor Friedrich Schneider „Absalon" Ludwig van Beethoven Ouvertüre „Leonore" DrA, 12,. 19., 23 .12 .1837 - HTT Mittwoch, 3.1.1838 - HdP Großes Konzert von Karl Lipinski, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent DrA, 26., 27. +), 29., 30., 31.12.1837, 2,. 3.1.1838 +) zunächst annonciert für 30.12.1837 179 Donnerstag, 11.1.1838,18.00 - HdS Konzert von Adolph Henselt, Klav Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Maschinka Schneider-Schubert, Sop KM Simon Winterstein, Violine I. Carl Gottlieb Reißiger Carl Maria von Weber Saverio Mercadante Louis Spohr II. Robert Schumann Adolph Henselt Joseph Dessauer Louis Spohr Adolph Henselt Frederic Chopin DrA, 21., 30.12.1837,1., 2. +), 6. ++), 10., 11.1. +) zunächst annonciert für 4.1. ++) nunm ehr annonciert für 11.1 ran Ouvertüre Konzertstück für Klavier Arie Potpourri über irländische Themen „Des Abends“ aus den „Fantasiestü cken“ Lieder ohne Worte: „Wenn ich ein Vöglein war“, Andante und Allegro H-Dur Serenade „La contra bandiera“ (Text von Tiedge) Adagio, Variationen über ein irländisches Thema Variationen über ein Thema aus „Robert der Teufel“ für Klavier und Orchester Etüde cis-Moll 8 3 8 -N Z fM , 30.1.1838 Montag, 19.2.1838 - SdH Musikalische Akademie von KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Maschinka Schneider-Schubert, Sopran Caroline Botgorschek, Alt Mathias Schuster, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Alfonso Zezi, Bariton Vizekztmstr. Franz Schubert, Violine KM Franz Poland, Viola KM Friedrich August Kummer, Violoncello KM Carl Gottfried Schmerbitz, Kontrabass KM August Wilhelm Haase, Horn KM Gotthelf Heinrich Kummer, Fagott Johann Anton Eisert, Klavier Henselt Schneider-Schubert Winterstein Henselt SchneiderSchubert Winterstein Henselt Henselt 180 I. Julius Otto Francesco Morlacchi Carl Gottlieb Reißiger Wolfgang Amadeus Mozart II. Johann Anton Eisert Joseph Dessauer Louis Spohr Ludwig van Beethoven Ouvertüre (neu) Arie aus „II rinnegato" Fantasie für Klarinette (neu) Sextett aus „Don Giovanni“ Variationen über ein Thema aus „Der Templer und die Jüdin“ für Klavier „Der Wassermann“ (neu) Lied mit Waldhorn-Begleitung Septett Botgorschek Kotte Schröder-Devrient/ Schneider-Schubert/ Botgorschek/ Schuster/Wächter/ Zezi Eisert Schröder-Devrient Schröder-Devrient/ Haase Schubert/Poland/ F.A.Kummer/Kotte/ Haase/G.H.Kummer Schmerbitz AM Z, Jg. 40, Nr. 17 (April 1838) - D rA, 9., 14., 16., 19.2.1838 - NZfM, 16.2.1838 Aschermittwoch, 28.2.1838 - KTh Musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Maschinka Schneider-Schubert, Sopran Henriette Wüst, Sopran Caroline Botgorschek, Alt Anton Babnigg, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Gioacchino Vestri, Bass KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette KM Friedrich Wilhelm Lauterbach, Klarinette Theaterchor Luigi Cherubini Francesco Morlacchi KM Friedrich August Kummer Ignaz Franz von Mosel Ouvertüre Introduktion aus der Oper „II Rene gat°" Concertino für zwei Klarinetten „Der 121. Psalm“, metrisch übersetzt von J.A.Cramer Botgorschek/Vestri/ Theaterchor Kotte/Lauternbach Theaterchor 1 8 1 Wolfgang Amadeus Mozart Aus „Cosi fan tutte": Chor, Quintett, Schneider-Schubert/ Chor,Terzett, Sextett Wüst/Botgorschek/ Babnigg/Zezi/Vestri/ Theaterchor II. KM Johann Justus Friedrich Dotzauer Neue Sinfonie (Charakter-Tongemälde) AM Z, Jg. 40, Nr. 17 (April 1838) - DrA, 22 , 25.+), 28.2.1838 - HTT +) die Satzbezeichnungen für die Dotzauer-Sinfonie: 1. Kraftvolle Einleitung - Leidenschaftliches Allegro - 2. Religiöses Andante - 3. H eiteres M enuett - 4. Pastorale Jagdszene - Gewitter und Trium phm arsch Mittwoch, 7.3.1838,19.00 - HdS Großes Vokal- und Instrumentalkonzert von Ciara Novello, Sopran Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Giovanni Rastrelli, Dirigent Alfonso Zezi, Bariton KM Johann Poland, Violine KM Rudolph Theodor Hiebendahl, Oboe Weitere Mitwirkende I. Giovanni Rastrelli Ouvertüre Wolfgang Amadeus Mozart Arie Ferdinand David Variationen für Violine Georg Friedrich Händel „From mighty kings" aus „Judas Maccabäus" II. Ferdinando Paer Ouvertüre „Sargino" N.N. Arie AM Z, Jg. 40, Nr. 17 (April 1838) - D rA, 3., 5., 6., 7.3.1838 - NZfM, 16.3.1838 Palmsonntag, 8.4.1838,18.00 - GrOH Konzert zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Francesco Morlacchi, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Caroline Botgorschek, Alt, Joseph Tichatschek, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Johann Michael Wächter, Bass Dreyssigsche Singakademie, Chöre der Musikdirektoren Otto, Mende, Schwarz und des Stadtmusikus Zillmann Theaterchor Novello Poland Novello Zezi 182 Felix Mendelssohn Bartholdy „Paulus" Ludwig van Beethoven 4. Sinfonie Reißiger Morlacchi A M Z, Jg. 40, Nr. 16 (April 1 8 3 8 ) - DrA, 30.3., 8.4.1838 Sonnabend, 21.4.1838 - SdH Musikalische Akademie von KM Friedrich August Kummer, Violoncello Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Maschinka Schneider-Schubert, Sopran Caroline Botgorschek, Alt Vizekztmstr. Franz Schubert, Violine Eduard Buddeus, Klavier I. Ludwig van Beethoven Wolfgang Amadeus Mozart KM Friedrich August Kummer Adolph Henselt II. Carl Borromäus von Miltitz Vizekztmstr. Franz Schubert Saverio Mercadante Vizekztmstr. Franz Schubert/KM Friedrich August Kummer A M Z, Jg. 40, Nr. 22 (Mai 1838) - DrA, 12.+), +) zunächst angekündigt für 19.4. ++) verschoben auf 21.4. Ouvertüre „Leonore" Nr. 3 Arie aus „Cosi fan tutte" Concertino für Violoncello Konzertvariationen über ein Thema aus „Der Liebestrank" Ouvertüre „Die Braut von Messina" (neu) Divertissement über ein Thema aus „Robert der Teufel" für Violine Duett aus „Andronico" Duo über steierische Volkslieder für Violine und Violoncello (neu) 6,18.++), 19., 20., 21.4.1838 - N ZfM , 2 7 .4 .1 8 3 8 - Montag, 30.4.1838 - HdP Musikalische Akademie von Louis Lacombe, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Caroline Botgorschek, Alt Alfonso Zezi, Bariton Vizekztmstr. Franz Schubert, Violine Johann Gottlieb Kotte, Klarinette I. Louis Lacombe Louis Lacombe Carl Borromäus von Miltitz George Osborne/Charles Auguste de Beriot Ouvertüre „Die Mitternacht" Sonata und Adagio aus der Sonate f-Moll Arie Fantasie über Motive aus „Wilhelm Teil" von Rossini Schröder-Devrient F. A. Kummer Buddeus Schubert Schubert-Schneider/ Botgorschek Schubert/Kummer Konzertzettel OA Lacombe Botgorschek Lacombe/Schubert 183 II. Carl Maria von Weber Louis Lacombe KM Johann Gottlieb Kotte Saverio Mercadante Sigismund Thalberg Ouvertüre zu „Euryanthe" Teufelstanz und Nocturne Adagio und Rondo für Klarinette Duett aus „Adriano in Siria" Fantasie über Motive aus „Die Huge notten“ (neufür Dresden) Lacombe Kotte Botgorschek/Zezi Lacombe AM Z, Jg. 40, Nr. 22 (April 1 8 3 8 )-D rA , 26., 29., 30.4.1838 - NZfM, 11.5.1838 Mittwoch, 1.8.1838,19.00 - SdH Grosses Vokal- und Instrumentalkonzert von Charles Auguste de Beriot, Violine, und Pauline Garcia, Sopran Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Gioacchino Vestri, Bass Carl Gottlieb Reißiger Charles Auguste de Beriot Michele Andrea Costa Charles Auguste de Beriot Joseph Dessauer Franz Schubert Manuel Garcia Charles Auguste de Beriot Ouvertüre Air varie Beriot Grand Scene et Cavatine *) Garcia Adagio et Rondo Russe für Violine Beriot „Ouvrez", Bolero „Gretchen amSpinnrade" Garcia „Ay,Ay",spanisches Lied Garcia „Le Tremolo“, neue Caprice für die Beriot Violine über ein Thema von Beetho- Charles Auguste de Beriot Gioacchino Rossini Auguste Panseron Air Final für die Oper „Der Liebes- Garcia trank“von Donizetti Cavatine aus „II Maometto“ Vestri „Le Song deTartini ou la Cadence du Garcia/Berio Diable“, Ballade mit obligater Violinbegleitung DrA, 6., 13., 18., 21., 26., 31.7.1838 - NZfM, 20.7., 7.8.1838 *) „kom poniert für M ad. M alibran de Beriot Montag, 6.8.1838,19.00 - HdP Konzert von Charles Auguste de Beriot, Violine, und Pauline Garcia, Sopran Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle DrA, 3.+), 5., 6. 8.1838 +) „2. und letztes Konzert" 184 Mittwoch, 15.8.1838 - HdP Musikalische Akademie von Eduard Constantin Lewy, Horn, und seinen Kindern, dem neunjährigen Richard, Horn, der Tochter Melanie, Pedalharfe, und dem Sohn Carl, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle *) Caroline Botgorschek, Alt Joseph Tichatschek, Tenor DrA, 8., 10.+), 15.++) 8.1838 *) Da im Theater an diesem A bend Schauspiel angesetzt w ar, erscheint die M itw irkung der Königlichen m usikalischen Kapelle m öglich +) Lew y spielt „m ehrere Com positionen auf dem chrom atischen H orn", Hinweis auf die M itw irkung der Kinder, zunächst A nkündigung für 14.8. ++) Verschiebung auf 15.8. Montag, 27.8.1838,16.00 - PGrG Musikalische Akademie zum Besten des Pensions-Fonds bei dem Königlichen Hoftheater Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Henriette Wüst, Sopran Frau Stange, Alt Anton Babnigg, Tenor Carl Gottlieb Risse, Bass Theaterchor Carl Gottlieb Reißiger „Psalm von Klopstock" für Solostimmen, Chor und Orchester Ludwig van Beethoven 9. Sinfonie (zum ersten Male) DrA, 19., 23., 27.8.1838 - NZfM, 31.8.1838 - A M Z 1838, S. 800 Donnerstag, 1.11.1838,18.00 Uhr - HdS Musikalische Akademie von KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Caroline Botgorschek, Alt Joseph Tichatschek, Tenor Vizekztmstr. Franz Schubert, Violine KM Franz Poland, Viola KM Friedrich August Kummer, Violoncello KM Carl Gottfried Schmerbitz, Kontrabass KM Carl Gotthelf Kummer, Oboe KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette KM August Wilhelm Haase, Horn KM Gotthelf Moschke, Fagott Moritz Fürstenau, Flöte 185 I. Carl Maria von Weber KM Anton Bernhard Fürstenau Carl Borromäus von Miltitz KM Anton Bernhard Fürstenau II. Louis Spohr Jubelouvertüre Adagio und Rondo für Flöte (neu) Szene für Altstimme Concertino für Flöte (neu) Nonett (zum ersten Male) M. Fürstenau Botgorschek Fürstenau Fürstenau, siehe Mitwirkende Tichatschek Fürstenau Carl Maria von Weber KM Anton Bernhard Fürstenau Arie aus „Euryanthe" Fantasie über Themen aus „Don Gio vanni“ für Flöte (neu) AM Z, Jg. 40, Nr. 48 (Novem ber 1838) - DrA.,15.,16., 21., 24., 27., 29.10., 1.11.1838 - NZfM, 13.11.1838 - TZStA, OA Mittwoch, 7.11.1838 - KTh Musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Henriette Wüst, Sopran Caroline Botgorschek, Alt Anton Babnigg, Tenor Carl Gottlieb Risse, Bass Theaterchor Carl Gottlieb Reißiger „Psalm von Klopstock" Ludwig van Beethoven 9. Sinfonie AM Z, Jg. 40, Nr. 48 (Novem ber 1838) - DrA, 4., 7.11.1838 - Programm siehe schon 27.8.1838 Montag, 12.11.1838,18.00 - SdH Vokal- und Instrumentalkonzert von Rudolph Willmers, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Caroline Botgorschek, Alt Joseph Tichatschek, Tenor KM Friedrich Schubert, Violoncello I. Rudolph Willmers Frederic Chopin Wolfgang Amadeus Mozart KM Friedrich August Kummer Ouvertüre Klavierkonzert e-Moll Arie Divertimento über französische Lie der für Violoncello „Lob der Tränen“ Etüde „Erlkönig“ Willmers Schröder-Devrient Schubert Franz Schubert/Franz Liszt Rudolph Willmers Franz Schubert/Franz Liszt Willmers Willmers Willmers 186 II. Saverio Mercadante Rudolph Willmers Rudolph Willmers Sigismund Thalberg Carl Gottlieb Reißiger Rudolph Willmers Arie Botgorschek Etüde Willmers Romanze Willmers Große Fantasie über „God save the Willmers Queen" und „Rule Britannia" ZweiLieder (neu) Tichatschek „Die kleine Kalabresin" „Er ist gekommen" Freie Fantasie *) AM Z, Jg. 40, Nr. 50 (Dezember 1838) - DrA, 9., 10.11.1838 - NZfM, 21.12.1838 *) Konzertbesucher w urden aufgefordert, geeignete Them en „in einer an der Kasse stehenden Vase niederzulegen" (DrA); Reißiger zog lt. AM Z aus der Vase als Themen: von M ozart „Reich m ir die Hand, m ein L eben" und von M ehul „Ich w ar Jüngling noch an Jahren" Mittwoch, 19.12.1838 - HdS Konzert von Sigismund Thalberg, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Maschinka Schneider-Schubert, Sopran Alfonso Zezi, Bariton Gioachino Vestri, Bass Fudwig van Beethoven N.N. Sigismund Thalberg Sigismund Thalberg Domenico Cimarosa Sigismund Thalberg Carl Gottlieb Reißiger Ouvertüre „Egmont" Arie Fantasie über Motive aus „Moses"von Rossini Zwei Etüden Duett aus „II Matrimonio segreto" Fantasie über Romanze und Chor aus „Fa Donna del Fago" von Rossini Ouvertüre „Yelva" Schneider-Schubert Thalberg Thalberg Vestri/Zezi Thalberg AM Z, Jg. 41, Nr. 1 (Januar 1839), Hinweis auf Thalbergs Soiree bei der Königin am 17.12.1838 und seine Ernennung zum KÖnigl. Sachs. Kam m ervirtuosen - DrA, 15., 17., 18., 19.12.1838 - NZfM, 25.12., 28.12.1838 Sonntag, 23.12.1838,18.30 - KTh Große musikalische Akademie zum Besten der Armen *) unter Mitwirkung von Sigismund Thalberg, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Caroline Botgorschek, Alt Joseph Tichatschek. Tenor Mathias Schuster, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Gioachino Verstri, Bass 187 Vizekztmstr. Franz Schubert, Violine KM Franz Poland, Viola KM Friedrich August Kummer, Violoncello KM Carl Gottfried Schmerbitz, Kontrabass KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte KM Carl Gotthelf Kummer, Oboe KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette KM August Wilhelm Haase, Horn KM Gotthelf Moschke, Fagott I. Carl Maria von Weber Gioacchino Rossini Sigismund Thalberg Louis Spohr Ludwig van Beethoven II. Joseph Haydn Sigismund Thalberg Gioacchino Rossini Sigismund Thalberg Ouvertüre „Oberon" Arie Fantasie über englische Volkslieder Nonett Ouvertüre Arie Zwei Etüden Terzett aus „Wilhelm Teil" Fantasie über Themen aus „Die Hu genotten" Botgorschek Thalberg siehe Mitwirkende Tichatschek Thalberg Schuster/Zezi/Vestri Thalberg A M Z, Jg. 41, Nr. 1 (Januar 1839) - DrA, 22., 23 12.1838 - HTT *) in: SHSt 11125 M in. des Kultus und öff. Unterrichts, Nr. 14438, Vol. 8, fol.78 f., als Konzert für die A rm en ausgewiesen Aschermittwoch, 13.2.1839 - KTh Konzert zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Henriette Wüst, Sopran Caroline Botgorschek, Alt Joseph Tichatschek, Tenor Ungenannte Kammermusiker Theaterchor I. Carl Maria von Weber Wolfgang Amadeus Mozart II. Louis Spohr III. Andreas Romberg Ouvertüre „Beherrscher der Geister" Aus „Idomeneo": Chor, Terzett, Re zitativ und Schlusschor 2. Akt (Zum ersten Male) Notturno für Blasinstrumente in sechs Sätzen (neu) „Die Glocke" von Schiller, mit Or chester Wüst/Botgorschek/ Tichtschek/ Theaterchor AM Z, Jg. 41, Nr. 16 (April 1839) - D rA, 6., 13.2.1838 - NZfM , 12.3.1839 Kritik - HTT 188 Montag, 25.2.1839 - HdS Musikalische Akademie von Vizekztmstr. Franz Schubert, Violine, und KM Friedrich August Kummer, Violoncello Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Maschinka Schubert, Sopran Mathias Schuster, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Auguste Anschütz, Deklamation N.N., Flöte N.N., Klavier Peter Joseph von Lindpaintner Aurelio von Marliani Vizekztmstr. Franz Schubert Ludwig van Beethoven Gioacchino Rossini KM Friedrich August Kummer N.N. Marco Bordogni Carl Maria von Weber Vizekztmstr. Franz Schubert/KM Friedrich August Kummer Festouvertüre Arie Concertino für Violine (neu) Duett aus „Fidelio" M. Schubert F. Schubert M. Schubert/Schröder- Devrient F. Schubert/Kummer Schuster/Zezi Kummer Anschütz Schröder-Devrient Schröder-Devrient/ F.Schubert/?/Kummer/? F.Schubert/Kummer mit obligater Violine und Violoncello Duett aus „Wilhelm Teil" Große Fantasie über russische Volkslieder für Violoncello (neu) Deklamation Etüde ohne Worte Zwei schottische Lieder mit Be gleitung von Flöte, Violine, Vio loncello und Klavier Duo über Melodien aus „Frau Diavolo" für Violine und Violoncello (neu) AM Z, Jg. 41, Nr. 16 (Marz 1839) +) - DrA, 2., 5., 17., 19. ++), 24. +++) 2.1839 - NZfM, 12.3.1839 Obwohl die Königliche m usikalische Kapelle nicht annonciert w ar, ist ihre M itw irkung wahrscheinlich, da an diesem Abend im Theater Schauspiel angesetzt war. +) spricht vom 19.2. als Veranstaltungstag ++) annonciert für 19.2. +++) neuer Term in 25.2. Montag, 11.3.1839,18.00 - HdP Großes Instrumental- und Vokalkonzert von Mary Shaw, Alt Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Karl Lipinski, Violine Herr Poland jun., Violine KM Rudolph Theodor Hiebendahl, Oboe möglicherweise weitere Mitwirkende AM Z, Jg. 41, Nr. 16 (Marz 1839) - DrA, 5., 8., 9., 11.3.1839 - N ZfM , 12., 26.3.1839 189 Mittwoch, 13.3.1839 - HdP Konzert der Dreiyssigschen Singakademie Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Johann Schneider, Dirigent Mitglieder der Singakademie; Solisten Ludwig van Beethoven „Missa solemnis“ (Erstaufführung) *) Schmid 1907, S. 35 *) Erste vollständige Aufführung in Dresden, vierte nach den Aufführungen in Petersburg und W ien (beide 1824) sowie in W am sdorf 1830 Palmsonntag, 24.3.1839,18.00 - GrOH Konzert zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Francesco Morlacchi, Dirigent Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Caroline Botgorschek, Alt Joseph Tichatschek, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Dreyssigsche Singakademie, Chöre der Musikdirektoren Otto, Mende und des Stadtmusikus Zillmann Theaterchor Georg Friedrich Händel „Samson“ Ludwig van Beethoven 7. Sinfonie A M Z, Jg. 41, Nr. 17 (April 1839) - DrA, 15., 24.3.1839 - NZfM , 5.4.1839 Dienstag, 9.4.1839,18.00 - SdH Musikalische Akademie von KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor Vizekztmstr. Franz Schubert, Violine KM Friedrich August Kummer, Violoncello Weitere ungenannte Kammermusiker Cäcilie Schmiedel, Klavier Gasparo Spontini Ouvertüre „Olimpie" Wolfgang Amadeus Mozart Arie Schröder-Devrient Carl Gottlieb Reißiger Große Fantasie und Variationen für Kotte Klarinette (neu) Vincenzo Bellini Duett Schröder-Devrient/ Tichatschek 190 Carl Gottlieb Reißiger Louis Spohr/Carl Maria von Weber Vizekztmstr. Franz Schubert/ KM Friedrich August Kummer Louis Spohr DrA, 7., 8., 9.4.1838 *) A usführende verm utlich wie 23.12.1838 Duo für Klarinette und Klavier Lieder mit obligater Begleitung von Violine, Flöte, Klarinette und Klavier Duo für Violine und Violoncello Nonett für Harmoniemusik *) Kotte/Schmiedel Schröder-Devrient/ Schmiedel/ siehe Mitwirkende Schubert/Kummer Dienstag, 16.4.1839,18.00 - KTh Konzert nach einem Lustspiel Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Frau Hagedorn, Sopran Caroline Botgorschek, Alt *) Joseph Tichatschek, Tenor Kasper Napoleon Wysoky, Klavier Ernst Theodor Amadeus Hoffmann Carl Maria von Weber Frederic Chopin Hieronymus Truhn Franz Liszt Hieronymus Truhn Ouvertüre „Undine" Arie aus „Der Freischütz" Hagedorn Grande Polonaise für Klavier und Wysoky Orchester „La Gondoliera" für Tenor und Tichatschek Orchester Divertissement über eine Kavatine Wysoky von Pacini für Klavier Zwei Balladen: „Lord Gluy" und Botgorschek „Lord Gregory" DrA, 16.4.1839 - HTT - TZ m it Programm *) lt. HTT, auf dem TZ steht W ilhelm ine Schröder-Devrient Sonnabend, 6.7.1839 - Kreuzkirche (?) Konzert zur 300-Jahrfeier der Reformation *) Mitwirkende „Sämmtliche Musikkräfte", demnach auch die Königliche musikalische Kapelle Joseph Haydn „Die Schöpfung" NZfM , 16.7.1839 *) A m 6. Juli 1539 hatte unter Kurfürst H einrich dem From m en m it einem Gottesdienst in der Dresdner Kreuzkirche die Reform ation offiziell in Kursachsen Einzug gehalten; 1667 m achte Kurfürst Johann Georg II. den Reform ationstag am 31.12. in Sachsen zu einem (halben) Feiertag. 191 Dienstag, 13.8.1839,17.30 - PGrG Musikalische Akademie zu Gunsten des Pensionsfonds beim Königlichen Hoftheater Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Karoline Ung(h)er-Sabatier, Mezzosopran Henriette Wüst, Sopran Mathias Schuster, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Johann Michael Wächter, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass Kztmstr. Karl Lipinski, Violine Theaterchor I. Ludwig van Beethoven/ J.P.Schmidt Wolfgang Amadeus Mozart Felix Mendelssohn Bartholdy II. Kztmstr. Karl Lipinski N.N. Ludwig van Beethoven DrA, 7., 10., 13.8.1839 - NZfM, 6.9.1839 Dienstag, 17.9.1839,16.00 - PGrG Konzert zum Besten des Beethoven-Denkmals in Bonn Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor Kztmstr. Karl Lipinski, Violine Ludwig van Beethoven 3. Sinfonie Arie Violinkonzert „Adelaide" Ouvertüre „Leonore" AM Z, Jg. 41, Nr. 40 (Oktober 1839) - NZfM, 22.10.1839 - DrA, 12., 14. 9.1839 „Sonate pathetique" für Orchester, arrangiert von J.P.Schmidt (zum ersten Male) Arie aus „Titus" Psalm 42 „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser" Variationen über ein Thema aus „Der Pirat" Thema mit Variationen Ouvertüre „Leonore" Ung(h)er Wüst/Schuster/ Mitterwurzer/ Wächter/Risse/ Theaterchor Lipinski Ung(h)er Schröder-Devrient Lipinski Tichatschek 192 Freitag, 25.10.1839,18.00 - HdS Großes Instrumental- und Vokalkonzert zum Besten der zwölfjährigen Klaviervirtuosin Amalie Butze Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Francesco Morlacchi, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Maschinka Schubert, Sopran Caroline Botgorschek, Alt Joseph Tichatschek, Tenor Anton Babnigg, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass Vizekztmstr. Franz Schubert, Violine KM Friedrich August Kummer, Violoncello KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette I. Francesco Morlacchi Johann Nepomuk Hummel Saverio Mercadante Carl Gottlieb Reißiger/ KM Friedrich August Kummer Giovanni Rastrelli II. N.N. Franz Schubert Carl Gottlieb Reißiger Große Ouvertüre aus A-D (neu) Klavierkonzert, 1. Satz Duett aus „Andronico" Variationen für Klavier und Violoncello (neu) „Der Wanderer“, Text von Hans Ge org Kriete (neu) Adagio und Rondo für Klarinette „Der Aufenthalt“ Vokalquarett (neu) George Osborne/Charles A. de Variationen für Violine und Klavier Beriot Gioacchino Rossini Quartett aus „Bianca e Falliero“ AM Z, Jg. 41, Nr. 46 (Novem ber 1839) - DrA, 25.10.1839 - NZfM, 19.11.1839 Donnerstag, 7.11.1839 - SdH Große musikalisch-deklamatorische Akademie von KM August Wilhelm Haase, Horn Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor Mathias Schuster, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Gioachino Vestri, Bass KM Simon Winterstein, Violine Emil Devrient, Deklamation Butze Schröder-Devrient/ Botgorschek Butze/Kummer Tichatschek Kotte Schröder-Devrient Tichatschek/ Babnigg/Wächter/ Risse F. Schubert/Butze M. Schubert/ Botgorschek/ Babnigg/Risse 193 Gasparo Spontini KM August Wilhelm Haase von Miltitz Heinrich Dorn Franz Schubert Ch.H.Lübeck Domenico Cimarosa Ouvertüre „Fernando Cortez" *) Divertissement für Horn „Der graue Gast“ , Deklamation Konzertvariationen über ein steiri sches Nationalthema für Violine Zwei Lieder „Le conge" für Waldhorn Duett aus „II Matrimonio segreto" Haase Devrient Winterstein Schröder-Devrient Haase AM Z, Jg. 41, Nr. 49 (Dezem ber 1839) - DrA, 30.10., 6., 7 .11.1839 *) AM Z zeigt die Ouvertüre „H erm annschlacht" anstelle „C ortez"an sowie anstelle des Cim arosa-Duetts Lieder von Franz Schubert und Franz Lachner (mit Violoncello), gesungen von Joseph Tichatschek Sonnabend, 16.11.1839,18.00 - HdP Konzert von Marie Pleyel, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Pauline Marx, Sopran Anton Mitterwurzer, Bariton KM Johann Friedrich Wilhelm Schlick, Violoncello I. Francesco Morlacchi Johann Nepomuk Hummel Giacomo Meyerbeer KM Friedrich August Kummer II. Francesco Morlacchi Carl Maria von Weber Vincenzo Bellini Theodor Döhler Ouvertüre Klavierkonzert h-Moll Arie aus „II Crociato in Egitto“ Fantasie über russische Lieder für Violoncello Arie aus „Colombo“ Konzertstück für Klavier Duett aus „La Straniera“ Große Fantasie über Motive aus der Oper „Der Zigeunerin Warnung“ von Benedict Pleyel Marx Schlick Mitterwurzer Pleyel Marx/Mitterwurzer Pleyel AM Z, Jg. 41, Nr. 49 (Dezem ber 1839) - DrA, 9., 12., 13., 14., 15.,16.11.1839 - NZfM , 12.11., 6.12.1839 - TZ Montag, 25.11.1839 - HdP Zweites (letztes) Konzert von Marie Pleyel, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Caroline Botgorschek, Alt KM Johann Poland, Violine Botgorschek Pleyel I. Wolfgang Amadeus Mozart Ouvertüre zu „Figaros Hochzeit“ Saverio Mercadante Arie Ludwig van Beethoven 3. Klavierkonzert 194 II. Johann Nepomuk Hummel Franz Schubert Ludwig van Beethoven Johann Wenzel Kalliwoda Carl Maria von Weber Große Fantasie für Klavier „Erlkönig" *) „Adelaide" Variationen für zwei Violinen (neu) Konzertstück für Klavier **) Pleyel Schröder-Devrient/ Pleyel Schröder-Devrient/ Pleyel J./F. Poland Pleyel AM Z, Jg. 41, Nr. 49 (Dezem ber 1839) - DrA, 20., 22., 24., 25.11.1839 *) lt. DrA „auf V erlangen" ins Programm genom m en **) lt. A M Z „auf V erlangen" wiederholt Dienstag, 10.12.1839 - SdH Großes Vokal- und Instrumentalkonzert von Friederike Funk-la Grua, Sopran Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Pauline Marx, Sopran Alfonso Zezi, Bariton Gioachino Vestri, Bass KM Friedrich Wilhelm Lauterbach, Klarinette KM Johann Gotthelf Forkert, Klarinette Sophie Schröder, Deklamation I. Gioacchino Rossini Giuseppe Nicolini Vincenzo Bellini Francesco Morlacchi N.N. II. Ignaz Seyfried Vincenzo Bellini Iwan Müller Vincenzo Bellini Ouvertüre „Wilhelm Teil" Arie Duett aus „Die Puritaner" Romanze Deklamation Fantasie von Mozart, arrangiert für Orchester Polacca aus „Die Puritaner" Duo concertante für zwei Klarinetten Duett aus „Beatrice di Tenda" Funk Zezi/Vestri Funk Schröder Marx Lauterbach/Forkert Funk/Zezi DrA, 5., 7., 8., 9., 10.12.1839 Montag, 23.12.1839,18.00 - KöHth Konzert zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Pauline Marx, Sopran Caroline Botgorschek, Alt Mathias Schuster, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Theaterchor Johann Nepomuk Freiherr von »Der Erntetag", Oratorium in zwei Teilen (Dichtung Poissl vom Komponisten) DrA, 21.12.1839 - TZ - HTT 195 Freitag, 24.1.1840 - HdP Großes Vokal- und Instrumentalkonzert von Heinrich Wilhelm Ernst, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Maschinka Schubert, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor N.N., Horn Heinrich Wilhelm Emst Heinrich Wilhelm Ernst Heinrich Wilhelm Emst Heinrich Wilhelm Ernst Carl Borromäus von Miltitz Carl Gottlieb Reißiger Carl Gottlieb Reißiger Allegro brillante und Rondo valse Concertino Große Fantasie über Themen aus „Otello" „Karneval in Venedig“, Burleske Ouvertüre Ouvertüre „Der wandernde Waldhornist“, Lied, mit ob ligatem Horn und Violine (neu) AM Z, Jg. 42, Nr. 6 (Februar 1840) - DrA, 13.+), 14., 16., 22.++), 24.1 1840 - NZfM , 18.2.1840 +) A nnonce für 16.1. ++) Verschiebung auf 24.1. Donnerstag, 30.1.1840 - HdP Zweites Konzert von Heinrich Wilhelm Ernst, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle *) DrA, 27., 28., 29., 30 .1 .1840 - NZfM, 18.2.1840 *) D ie M itw irkung der Kapelle ist w ahrscheinlich, da im Theater Schauspiel angesetzt war Donnerstag, 13.2.1840 *) - HdP Konzert von Charlotte Finck, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Pauline Marx, Sopran Caroline Botgorschek, Alt KM Friedrich Schubert, Violoncello I. Francesco Morlacchi Ludwig van Beethoven Vincenzo Bellini II. Theodor Döhler KM Friedrich August Kummer Heinrich Eduard Joseph Frh. von Lannoy Franz Schubert/Franz Liszt Ouvertüre 5. Klavierkonzert Arie aus „La Sonnambula“ Bravourvariationen über ein Thema aus „Anna Bolena“ Variationen für Violoncello Arie Transkriptionen von „Lob der Trä nen“, „Gretchen am Spinnrad“, „Der Erlkönig“ AM Z, Jg. 42, Nr. 10 (Marz 1840) - DrA, 7.,9., 10., 13.2.1840 - N ZfM , 18.2.1840 *) A M Z nennt den 12.2.1840 Emst Ernst Ernst Ernst - Tichatschek, N.N./Ernst Finck Marx Finck Schubert Botgorschek Finck 196 Sonnabend, 29.2.1840,18.00 - SdH Konzert des blinden Klarinettisten C.F.Wohllebe Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Pauline Marx, Sopran Caroline Botgorschek, Alt Amalie Butze, Klavier Joseph Tichatschek, Tenor KM Friedrich August Kummer, Violoncello KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette KM Johann Gotthelf Forkert, Klarinette DrA, 15., 26. +), 29.2.1840 +) m it ausführlicher Em pfehlung für W ohllebe von Francesco M orlacchi, Carl Gottlieb Reißiger, H ofrat W inkler, Gio vanni Rastrelli und Kztmstr. Franz A nton M orgenroth Aschermittwoch, 4.3.1840,18.00 - KTh Musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Pauline Marx, Sopran Caroline Botgorschek, Alt Joseph Tichatschek, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Gioachino Vestri, Bass Kztmstr. Karl Lipinski, Violine KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Moritz Fürstenau, Flöte KM Joseph Rudolph Lewy, Horn KM Carl Gottlob Kretzschmar, Horn I. Wolfgang Amadeus Mozart Wolfgang Amadeus Mozart Kztmstr. Karl Lipinski Francesco Morlacchi Sinfonie C-Dur Arie Rondeau Romantique für Violine Romanza reliogiosa aus „Der Rene gat" Tichatschek Lipinski Marx II. KM Anton Bernhard Fürstenau „La Sympathie“: Introduktion und Rondo für zwei Flöten über Themen aus „Der Renegat“ (neu) Arie Concertante für zwei chromatische Waldhörner Terzett A.B./M. Fürstenau Wolfgang Amadeus Mozart Julius (?) Weiß Botgorschek Lewy/Kretzschmar Gioacchino Rossini Tichatschek/Zezi/ Vestri DrA, 25.2., 3.3.1840 - NZfM, 24.3.1840 - HTT 197 Sonnabend, 7.3.1840 - HdP Großes Konzert von Auguste und Emilie Döge, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor KM Friedrich August Kummer, Violoncello Amalie Butze, Klavier I. Ludwig van Beethoven Wolfgang Amadeus Mozart Henry Cramer N.N. Adolph Henselt C. Lasek KM Friedrich August Kummer ?. Steinbrecher II. Joseph Hartmann Stunz Franz Schubert Joseph Netzer N.N. DrA, 6., 7.3.1840 - NZfM, 24.3.1840 Ouvertüre Arie Konzert für zwei Flöten und Orches ter Drei Romanzen für Violoncello und Klavier Andante „Regrets d'amour" „Les Heureux en Gondole“ Concertino für Flöte und Orchester Ouvertüre „Der Erlkönig“ „Mein Glück“, Lied Variationen für zwei Flöten und Orchester Donnerstag, 12.3.1840,18.00 - SdH Konzert von KM Joseph Rudolph Lewy, Horn Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Pauline Marx, Sopran Caroline Botgorschek, Alt Joseph Tichatschek, Tenor Franziska Berg, Deklamation I. Carl Gottlieb Reißiger Carl Gottlieb Reißiger Franz Schubert KM Joseph Rudolph Lewy Ouvertüre Andante und Rondo für chromati sches Horn und Orchester „Auf dem Wasser zu singen“ „Du bist die Ruh“ (beide Lieder erst mals öffentlich gesungen) Variationen für chromatisches Horn und Orchester Schröder-Devrient A./E. Döge Kummer/Butze E. Döge Schröder-D./Butze Tichatschek A./E. Döge Lewy Tichatschek Tichatschek Lewy 198 II. Gioacchino Rossini N.N. Franz Schubert KM Joseph Rudolph Lewy Duett aus „La gazza ladra" Deklamation Lieder Divertissement über englische, schot tische, und irländische Nationallieder für chromatisches Horn und Orchester Marx/Botgorschek Berg Schröder-Devrient Lewy DrA, 6., 9., 10. +), 11., 12.3.1840 - NZfM , 31.3.1840 +) „M ehre M usikfreunde" w ecken m it dem Hinweis auf Lew ys Virtuosität A ufm erksam keit für das Konzert Sonnabend, 4.4.1840,19.00 - SdH Abschiedskonzert von Caroline Botgorschek, Alt Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Clara Anschütz, Sopran Maschinka Schubert, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor KM Friedrich August Kummer, Violoncello KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette DrA, 29.3., 1., 3., 4.4.1840 - NZfM, 28.4.1840 Palmsonntag, 12.4.1840 - GrOH Großes Vokal- und Instrumentalkonzert zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Francesco Morlacchi, Dirigent Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Pauline Marx. Sopran Caroline Botgorschek, Alt Mathias Schuster, Tenor (Evangelist) *) Johann Michael Wächter, Bariton (Pilatus) Alfonso Zezi, Bariton (Judas) Anton Mitterwurzer, Bariton (Petrus, Hoherpriester) Carl Gottlieb Risse, Bass (Jesus) Dreyssigsche Singakademie, die Chöre der Musikdirektoren Otto, Mende, Schwarz und Zillmann Theaterchor Johann Sebastian Bach Matthäuspassion Morlacchi/Reißiger Ludwig van Beethoven Leonoren-Ouvertüre Reißiger AM Z, Jg. 42, Nr. 17 (April 1840) - DrA, 31.3, 7.4.1840 - NZfM , 28.4.1840 *) die Angaben der Partien teilt NZfM m it, dabei w ird anstelle von Zezi als Judas Gioachino Vestri genannt 199 Donnerstag, 27.8.1840,16.00 - PGrG Musikalische Akademie zum Besten des Pensionsfonds bei dem Königlichen Hoftheater Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Pauline Marx, Sopran Therese Voll, Alt Joseph Tichatschek, Tenor Anton Babnigg, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass KM August Pauli, Flöte KM Rudolph Theodor Hiebendahl, Oboe KM Johann Gottlob Kretzschmar, Oboe KM Johann Gotthelf Forkert, Klarinette KM Friedrich Wilhelm Lauterbach jr., Klarinette KM Joseph Rudolph Lewy, Horn KM Friedrich August Moschke, Horn KM Carl Gottlob Kretzschmar, Horn KM Friedrich Queißer, Trompete KM Franz Schröter, Trompete KM Ferdinand August Schwarz, Trompete KM Carl Gottfried Kunze, Trompete KM Franz Suchanek, Fagott KM Carl Gottfried Schmerbitz, Kontrabass Theaterchor I. Felix Mendelssohn Bartholdy Wolfgang Amadeus Mozart Louis Spohr Saverio Mercadante II. Luigi Cherubini Louis Spohr Gioacchino Rossini Ludwig van Beethoven DrA, 22., 26., 27. +) 8.1840 +) Lt. 27.8. w ird das Cherubini-Quartett ersetzt durch Gioacchino Rossini: Duett aus „W ilhelm Teil", gesungen von Marx/Tichatschek *) aber siehe 23.11.1835 Ouvertüre „Meeresstille und glückli che Fahrt" (zum ersten Male) *) Arie aus „Don Giovanni" Marx Notturno für Blasinstrumente (1. bis die KM 3. Satz) Duett Voll/Zezi Quartett für Männerstimmen (ohne Orchester) (zum ersten Male) Notturno (4. bis 6. Satz) Arie aus „Semiramis" Ouvertüre „Die Weihe des Hauses" Tichatschek/Babnigg/ Wächter/Risse die KM Voll/Theaterchor 200 Freitag, 16.10.1840,16.30 Uhr - Neustädter Kirche Konzert zum Besten der Abgebrannten in Markneukirchen und Elsterberg/Vogtland Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Therese Voll, Alt Joseph Tichatschek, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Johann Michael Wächter, Bariton Dreyssigsche Singakademie, Chöre des Friedrichstädter Seminars, der Kreuzschule, Musikchöre des Regiments Prinz Maximilian und des Stadtmusikus Johann Gottlieb Zillmann Theaterchor Felix Mendelssohn Bartholdy „Paulus" DrA, 10., 11., 14., 16.10.1840-N Z £M ,4.11 .1840 Sonntag, 1.11.1840 - SdH Musikalische Akademie von KM Friedrich August Kummer, Violoncello Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Pauline Marx, Sopran Alfonso Zezi, Bariton Ernst Kummer, Violoncello Ludwig van Beethoven KM Friedrich August Kummer Gaetano Donizetti KM Friedrich August Kummer Saverio Mercadante KM Friedrich August Kummer Ludwig van Beethoven DrA, 26., 29., 31.10.1840 Freitag, 27.11.1840 - SdH Musikalische Akademie von KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Ein Männerchor Carl Gottlieb Reißiger „Rheinlied" (neu komponiert) Felix Mendelssohn Bartholdy „An die Künstler" für Männerchor und Blechblasinstrumente DrA, 6., 21., 23., 25.11.1840 Ouvertüre „Zur Namensfeier" (zum ersten Male) „La Malinconia", Fantasie für Violoncello F. A. Kummer Arie Marx Concertino für zwei Violoncelli F. A./E. Kummer Duett Marx/Zezi Variationen für Violoncello F. A. Kummer Ouvertüre „Egmont" 201 Dienstag, 15.12.1840 - HdS Konzert von Oie Bornemann Bull, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Giovanni Rastrelli, Dirigent Carl Julius Eicke, Bariton Gioachino Vestri, Bass KM Carl Christian Eisner, Horn N.N., Violine N.N., Klavier Ein Chor I. Gasparo Spontini N.N. Oie Bornemann Bull KM Carl Christian Eisner Friedrich Wilhelm Kücken II. Ein ehemaliger Krieger Wolfgang Amadeus Mozart Franz Joseph Gläser Oie Bornemann Bull Ouvertüre „Die Vestalin“ Arie Vestri Violinkonzert Bull Introduktion und Variationen für Eisner chromatisches Horn „Frühlings Wanderschaft“ für Ge- Eicke/Bull/N.N. sang, Klavier und Violine „Rheinlied“ („Sie sollen ihn nicht ha ben“) aus den Jahren 1813/1814 (ano nym) für Chor und Orchester Adagio Bull Romanze Eicke Variazioni diBravura Bull DrA, 4., 7., 10., 13., 15.12.1840 Mittwoch, 23.12.1840 - KTh Musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Henriette Wüst, Sopran Joesph Tichatschek, Tenor Mathias Schuster, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Anton Mitterwurzer, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass Kztmstr. Karl Lipinski, Violine KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Moritz Fürstenau, Flöte KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Theaterchor 202 I. Carl Maria von Weber Wolfgang Amadeus Mozart KM Anton Bernhard Fürstenau N.N. II. Ludwig van Beethoven N.N. N.N. N.N. III. Felix Mendelssohn Bartholdy Ouvertüre „Oberon" Arie Fantasie für zwei Flöten über Themen aus „Die Vestalin" Chor für Frauenstimmen „Adelaide" (instrumentiert von An selm Hüttenbrenner) Solo für Violine Chor für Männerstimmen Solo für Klarinette über Themen aus „I Capuleti et i Montecchi" „Der 42. Psalm" DrA, 18., 21., 22.12.1840 - HTT Donnerstag, 4.2.1841 - SdH Musikalische Akademie von KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Johann Gottlieb Reißiger, Dirigent Pauline Marx, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton KM Friedrich August Kummer, Violoncello KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte KM August Wilhelm Haase, Horn KM Gotthelf Moschke, Fagott KM Ernst Kummer, Violoncello KM Carl Gotthelf Kummer, Oboe Gasparo Spontini Giuseppe Rastrelli Joseph Netzer N.N. AM Z, Jg. 43, Nr. 8 (Februar 1841) - DrA, 27., Ouverüre „Olympie" „Der König Og" „Die Lore-Ley" Fantasie über Beethovens „Ah perfido" für Klarinette und Klavier Sonnabend, 13.2.1841 - HdS Konzert von Sigismund Thalberg, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Pauline Marx. Sopran N.N., Horn Schröder-Devrient A. B./M.Fürstenau Theaterchor Tichatschek Lipinski Theaterchor Kotte Wüst/Wächter/ Schuster/ Mitterwurzer/Risse/ Theaterchor Kotte Kotte Kotte 203 Ludwig van Beethoven Giaccomo Meyerbeer Sigismund Thalberg Giovanni Rastrelli Wolfgang Amadeus Mozart Sigismund Thalberg Carl Maria von Weber Sigismund Thalberg Ouvertüre Arie Marx Serenade und Menuett aus „Don Gio- Thalberg vanni" für Klavier variiert „Erinnerungen an Chevalier St. Georges“, Notturno für chromatisches Waldhorn Ouvertüre Final-Septett aus „Lucia di Lammer- Thalberg moor" und große Etüde Arie Marx Capricci über Themen aus „La Son- Thalberg nambula" DrA, 11., 12.13.2.1841 Aschermittwoch, 24.2.1841,18.00 - KTh Musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Pauline Marx, Sopran Henriette Wüst, Sopran Wenzel Bielczizky, Tenor Mathias Schuster, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Alfonso Zezi, Bariton Sigismund Thalberg, Klavier Emil Devrient, Deklamation Theaterchor I. Ludwig van Beethoven Ouvertüre Gaetano Donizetti Arie aus „Lucia di Lammermoor" (neu) Marx Sigismund Thalberg Fantasie über Themen aus „Die Hu genotten“ Thalberg Gaetano Donizetti Duett aus „Belisario“ (neu) Bielczizky/Zezi Sigismund Thalberg Fantasie über Themen aus „Don Gio vanni“ Thalberg Wolfgang Amadeus Mozart Chor, Terzett und Schlusschor des 2. Wüst/Marx/ II. August Friedrich Anacker Aktes aus „Idomeneo“ Schuster/ Theaterchor „Der Bergmannsgruß“ (Gedicht von Wüst/Schuster/ Döring) Wächter/Devrient/ Theaterchor D rA,18., 21., 24 .2.1841- HTT 204 Sonnabend, 27.2.1841 - HdS Zweites Konzert von Sigismund Thalberg, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle *) Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Sigismund Thalberg N.N. Sigismund Thalberg Sigismund Thalberg N.N. Sigismund Thalberg Variationen zu Romanze und Barden chor aus „La Donna del Lago“ Arie Andante - Etüde Fantasie über Motive aus „Semiramis" Arie Fantasie über die „Preghiera" aus „Moses“ („aufVerlangen") Thalberg Schröder-Devrient Thalberg Thalberg Schröder-Devrient Thalberg DrA, 25., 26., 27.2.1841 *) In den A nnoncen findet sich kein Hinweis auf eine Beteiligung der Kapelle; ihre M itw irkung w äre allerdings m öglich gewesen, da im Theater Schauspiel angesetzt war Mittwoch, 17.3.1841 - SdH Musikalische Akademie von KM August Wilhelm Haase, Horn Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Julia Haase, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass KM Johann Poland, Violine KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte KM Karl August Richter, Harfe Friedrich Kaufmann, Harmonichord Caroline Bauer, Rezitation Bauer/Fürstenau/ Richter/Kaufmann/ Haase Tichatschek/ Wächter/Risse Pohland J.Haase J.Haase Haase Haase DrA, 11., 16,17.3.1841 N.N. Gioacchino Rossini Heinrich Wilhelm Emst Carl Gottlieb Reißiger Franz Lachner Carl Gottlieb Reißiger Ch.H.Lübeck „Lob des Frauenherzens“ (Dichtung von Moritz Gottlieb Saphir), begleitet von Flöte, Harfe, Harmonichord mit Horn Terzett aus „Wilhelm Teil“ (zum ersten Male in deutscher Sprache) Introduktion und brillante Variatio nen für Violine Lied Lied Elegie für Horn „Le Conge" für Horn 205 Montag, 22.3.1841 - HdS Konzert von Madame Duflot-Maillard, Mezzosopran Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Giuseppe Rastrelli, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Alfonso Zezi, Bariton Gioachino Vestri, Bass KM Eduard Listing, Viola KM Johann Gottlieb Queißer, Posaune KM Karl Gottschalk, Posaune KM Adolf Julius Rühlmann, Posaune I. Francesco Morlacchi Gioacchino Rossini KM Friedrich August Kummer Gioacchino Rossini II. Wolfgang Amadeus Mozart Vincenzo Bellini Julius Otto Gioacchino Rossini DrA, 18., 19., 21., 22.3.1841 Palmsonntag, 4.4.1841,18.00 - GrOH Große geistliche Musik zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Giuseppe Rastrelli, Dirigent Pauline Marx, Sopran *) Henriette Wüst, Sopran Therese Voll, Alt Joseph Tichatschek, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass Dreyssigsche Singakademie, die Chöre der Musikdirektoren Otto, Mende und Zillmann Theaterchor Wolfgang Amadeus Mozart Requiem Reißiger Fudwig van Beethoven „Christus am Ölberg“ Rastrelli Fudwig van Beethoven 3. Sinfonie Reißiger DrA, 22., 31.3.1841 *) ursprünglich w ar W ilhelm ine Schröder-Devrient angekündigt w orden Ouvertüre Arie aus „Fa gazza ladra" Divertissement für Viola (neu) Duett aus „Semiramis" Duflot-Maillard Fisting Duflot-Maillard/ Vestri Ouvertüre „Die Zauberflöte" Duett aus „Capuleti e i Montecchi" Concertante für drei Posaunen und Orchester Rondo-Variationen aus „Fa Cenerentola" Schröder-Devrient/ Duflot-Maillard Queißer/Gottschalk/ Rühlmann Duflot-Maillard 206 Freitag, 20.8.1841,16.00 - PGrG Musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carlotta Ungher-Sabatier, Mezzosopran Napoleone Moriani, Tenor Vizekztmstr. Franz Schubert, Violine I. Ludwig van Beethoven II. Wolfgang Amadeus Mozart Wolfgang Amadeus Mozart Wolfgang Amadeus Mozart III. Vizekztmstr. Franz Schubert N.N. DrA, 14., 17.8.1841 - NZfM, 12., 16., 19.8.1841 Dienstag, 31.8.1841 - HdP Instrumental- und Vokalkonzert von Camillo Sivori, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Maschinka Schubert, Sopran Carlotta Ungher-Sabatier, Mezzosopran Napoleone Moriani, Tenor Alfonso Zezi, Bariton Gioachino Vestri, Bass DrA, 24. +), 25. +), 27. ++) 8.1841 +) als Datum ist der 27.8. angegeben ++) verlegt auf 31.8. Montag, 27.9.1841,19.00 - HdP Großes Vokal- und Instrumentalkonzert von Camillo Sivori, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Maschinka Schubert, Sopran Gioachino Vestri, Bass DrA, 23., 24., 26, 27.9.1841 7. Sinfonie Ouvertüre „Die Zauberflöte“ Arie aus „Figaros Hochzeit“ Arie aus „Die Zauberflöte“ Fantasie für Violine Großes Duett Ungher-Sabatier Moriani Schubert Ungher-Sabatier/ Moriani 207 Montag, 8.11.1841 - SdH Großes Vokal- und Instrumentalkonzert von Amalie Butze, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Henriette Wüst, Sopran Carlotta Ungher-Sabatier, Mezzosopran Joseph Tichatschek, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte KM Friedrich August Kummer, Violoncello DrA, 2.11.1841 Donnerstag, 20.1.1842 - SdH Musikalische Akademie von KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Henriette Wüst, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor KM Simon Winterstein, Violine *) KM Johann Poland, Violine KM Friedrich August Kummer, Violoncello KM Carl Gottfried Schmerbitz, Kontrabass KM August Wilhelm Haase, Horn KM Gotthelf Moschke, Fagott I. Carl Gottlieb Reißiger Wolfgang Amadeus Mozart Iwan Müller Franz Schubert und Carl Maria von Weber Wolfgang Amadeus Mozart II. Carl Gottlieb Reißiger Ludwig van Beethoven Franz Schubert und Carl Maria von Weber Carl Gottlieb Reißiger Ouvertüre „Nero" Duett aus „Cosi fan tutte" Concertino capriccioso für Klarinette (neu) Lieder Adagio für Klarinette „Der Kreuzfahrer" (neu) Septett Lieder Variationen für Klarinette Schröder-Devrient/ Wüst Kotte Schröder-Devrient Kotte Tichatschek Kotte und die KM Schröder-Devrient Kotte AM Z, Jg. 44, Nr. 7 (Februar 1842) - DrA, 11. +), 17., 19., 20.1.1842 *) „auf der neuen Geige von Schlick" +) Ankündigung von Kztmstr. Franz Schubert, nicht KM W interstein, Titel der Veranstaltung hier: Großes Vokal- und Instrum entalkonzert 208 Donnerstag, 3.2.1842 - SdH Großes Vokal- und Instrumentalkonzert von Tommaso Fasano, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Giuseppe Rastrelli, Dirigent Maschinka Schubert, Sopran Wenzel Bielczizky, Tenor Gioachino Vestri, Bass KM Johann Poland, Violine Marie Bayer, Deklamation I. Carl Maria von Weber Tommaso Fasano Gioacchino Rossini Heinrich Wilhelm Emst II. N.N. Gaetano Donizetti Ferdinand Sebastiani Ferdinando Paer Tommaso Fasano Jubelouvertüre Klarinettenkonzert Duett aus „La gazza ladra" Fantasie über „Othello" Deklamation Duett aus „Belisario" Fantasie für Klarinette Terzett aus „Sargino" Thema und Variationen für Klarinette Fasano Schubert/Vestri Pohland Bayer Bielczizky/Vestri Fasano Schubert/Bielczizky/ Vestri Fasano AM Z, Jg. 44, Nr. 9 (Marz 1842) - DrA, 30.1., 2.2.1842 Palmsonntag, 20.3.1842,18.00 - GrOH Große musikalische Akademie zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Giuseppe Rastrelli, Dirigent Charlotte Veltheim, Sopran Henriette Wüst, Sopran Therese Voll, Alt Wenzel Bielczizky, Tenor Gioachino Vestri, Bass Dreyssigsche Singakademie, die Chöre der Musikdirektoren Otto, Mende und Schwarz u.a., sowie des Stadtmusikus Zillmann Theaterchor Wolfgang Amadeus Mozart Francesco Morlacchi Ludwig van Beethoven Georg Friedrich Händel „Davidde penitente" Terzett und Schlußchor aus „Isaak" 5. Sinfonie Arie und „Halleluja" aus „Der Messias" DrA, 7., 9.15.3.1842 - NZfM , 20.5.1842 209 Sonnabend, 16.4.1842,18.00 - GrOH Große geistliche Musik zum Besten der Naumann-Stiftung Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle „mehre Musiker hiesiger Residenz“ Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Giuseppe Rastrelli, Dirigent Henriette Wüst, Sopran Therese Voll, Alt Frau Stange, Alt Joseph Tichatschek, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass Dreyssigsche Singakademie, Kreuzschüler Theaterchor Johann Gottlieb Naumann Missa a-Moll „Pilgergesang“ (Schlußgesang aus dem 1. Teil des Oratoriums „I pellegrini al sepolcro“ Ouvertüre zu „Psalm 96“ „Vater unser“ Rastrelli Rastrelli Reißiger Reißiger DrA, 11., 16.4.1842 - NZfM, 17.12.1841 M itteilung des königlichen Befehls, am 23.12.1841 das „Vater unser", den „96. Psalm " sowie Teile aus „C ora" und „Protesilao"aufzuführen; w eshalb dies zu diesem Datum nicht erfolgte, bleibt unbe kannt; 24.6.1842 Mittwoch, 1.6.1842,18.30 - KöHth Konzert zum Besten der hilfsbedürftigen Abgebrannten in Hamburg und Ehrenfriedersdorf Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Pauline Marx, Sopran Wenzel Bielczizky, Tenor Carl Wilhelm Dettmer, Bass Theaterchor, Dreyssigsche Singakademie Joseph Haydn „Die Jahreszeiten“ DrA, 28.5., 1 .6 .1842-H T T Freitag, 29.7.1842,16.30 - PGrG Musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Pauline Marx, Sopran Frau Stange, Alt Friedrich Traugott Reinhold, Tenor Theaterchor 210 Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie g-Moll Felix Mendelssohn Bartholdy 2. Sinfonie „Lobgesang" D rA,. 24., 26., 29.7.1842 Mittwoch, 17.8.1842,18.30 - KöHth Musikalische Akademie zum Besten der Abgebrannten in Kamenz *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Henriette Wüst, Sopran Anna Thiele, Sopran Therese Voll, Alt Frau Stange, Alt Friedrich Traugott Reinhold, Tenor Carl Gottlieb Risse, Bass Theaterchor I. Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie g-Moll Wolfgang Amadeus Mozart Rezitativ, Finale aus dem I. Akt „Titus" Schröder-Devrient/ Wüst/Voll/Thiele/ Risse/Theaterchor II. Felix Mendelssohn Bartholdy 2. Sinfonie „Lobgesang" Wüst/Stange/ Reinhold/ Theaterchor DrA, 14., 16., 17.8.1842 - HTT *) DrA vom 11.8. enthalt eine Schilderung des Brandes in Kam enz und einen Spendenaufruf Montag, 7.11.1842,18.00 - KöHth Musikalische Akademie zum Besten der Abgebrannten in Oschatz, Brambach und Sayda *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Julius Schulhoff, Klavier Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Henriette Wüst, Sopran Frau Stange, Alt Mathias Schuster, Tenor Friedrich Traugott Reinhold, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Emil Devrient, Deklamation Theaterchor 211 I. Ludwig van Beethoven Wolfgang Amadeus Mozart Carl Gottlieb Reißiger II. Sigismund Thalberg August Friedrich Anacker Ouvertüre „Leonore" Arie „L'attente et Tarrivee", Fantasie für Klarinette (neu) Caprice über Motive aus „La Sonnambula" „Der Bergmannsgruß“ III. Felix Mendelssohn Bartholdy 2. Sinfonie „Lobgesang“ DrA, 31.10 *), 4.11.1842 - HTT - *) D er Brand in Sayda w ar Ende A ugust 1842. Montag, 21.11.1842,18.30 - HdP Musikalische Akademie von KM Friedrich August Kummer, Violoncello Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton KM Simon Winterstein, Violine KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette KM Johann Gotthelf Forkert, Klarinette Max Carl Eberwein, Klavier N.N. Wolfgang Amadeus Mozart KM Friedrich August Kummer Joseph Netzer N.N. N.N. KM Friedrich August Kummer Johann Nepomuk Hummel Ouvertüre Arie Konzertstück für Violoncello „Die Lore-Ley“ Fantasie für zwei Klarinetten Lieder Variationen für Violoncello „La Sentinelle“ DrA, 9., 16., 20., 21.11.1842 Montag, 12.12.1842 *) - SdH Konzert von KM Carl Christan Eisner, Horn, Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle DrA, 4 ., 7., 10., 12.12.1842 - *) fand w ohl erst am 16.12.1842 statt (siehe dort) Schröder-Devrient Kotte Schulhoff Wüst/Stange/ Schuster/Wächter/ Devrient/ Theaterchor Wüst/Stange/ Reinhold/ Theaterchor Schröder-Devrient Kummer Tichatschek/ Mitterwurzer Kotte/Forkert Schröder-Devrient Kummer Tichatschek/ Winterstein/Kummer/ Eberwein 212 Freitag, 16.12.1842,18.30 - SdH Konzert von KM Carl Christian Eisner, Horn Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Therese Voll, Alt Gioachino Vestri, Bass Eduard Buddeus, Klavier Wolfgang Amadeus Mozart KM Carl Christian Eisner N.N. Sigismund Thalberg Franz Schubert/Franz Liszt Louis Spohr Saverio Mercadante Eduard Buddeus KM Carl Christian Eisner Ouvertüre „Die Zauberflöte“ Szene und Arie für chromatisches Eisner Waldhorn „Gesangspiece“ Voll Andante und Etüde Buddeus „Der Erlkönig“ Buddeus „Die Rose“, arrangiert für chromati- Eisner sches Waldhorn von Eisner Duett Voll/Vestri „Reminiscenses de Belisario“, Fantasie Buddeus für Klavier Variationen über ein eigenes Thema Eisner für das einfache Waldhorn DrA., 14., 15., 16.12.1842 Freitag, 10.2.1843,18.00 - KöHth Großes Konzert unter der Direktion von Hector Berlioz Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Maschinka Schubert, Sopran Marie Recio, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor Theaterchor I. Hector Berlioz Ouvertüre „König Lear“ Schubert Theaterchor Recio Tichatschek/ Theaterchor Fragment aus der Symphonie funebre et triomphale DrA, 10.2.1843 -L A Z , 21.2.1843 - NZfM, 6.11.1843 Cavatine aus „Benvenuto Cellinii“ „Offertorium“ aus dem Requiem „Die junge bretagnische Schäferin“, Romanze mit Orchesterbegleitung Sinfonie fantastique II. Hector Berlioz „Sanctus“ aus dem Requiem 213 Freitag, 17.2.1843,18.00 - KöHth Großes Konzert unter der Direktion von Hector Berlioz Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Maschinka Schubert, Sopran Marie Recio, Sopran Johann Michael Wächter, Bariton Kztmstr. Karl Lipinski, Violine und Bratsche Theaterchor I. Hector Berlioz II. Hector Berlioz DrA, 17.2.1843 Dienstag, 14.3.1843 - Saal der Dreyssigschen Singakademie, Brühlsche Terrasse Konzert der Dreyssigschen Singakademie Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Johann Schneider, Dirigent Solisten: Mitglieder der Singakademie Ludwig van Beethoven „Missa solemnis" Schmid 1907, S. 35 - AZ, 22.4.1843 Palmsonntag, 9.4.1843,18.00 - GrOH Große geistliche Musik zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Felix Mendelssohn Bartholdy, Dirigent Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Henriette Wüst, Sopran Elise Werthmüller, Mezzosopran Joseph Tichatschek, Tenor Ouvertüre „Benvenuto Cellini" „Offertorium" aus dem Requiem „Reverie et Caprice" für Violine „Der fünfte Mai", Gesang mit Chor „Harold in Italien" Theaterchor Lipinski Wächter/Theaterchor Lipinski Stanzen aus dem Prolog zu „Romeo und Julia" Romeo allein, entferntes Ball- und Konzertgeräusch, Großes Fest bei Ca pulet aus „Romeo und Julia" „Die schöne Reisende", Irländische Legende mit Orchesterbegleitung Fragment aus der „Symphonie funebre e triomphale" Schubert Recio 214 Carl Wilhelm Dettmer, Bass Carl Gottlieb Risse, Bass Dreyssigsche Singakademie, Chöre der Musikdirektoren Mende, Otto, Rohm, Hartung und des Stadtmusikus Zillmann Theaterchor Felix Mendelssohn Bartholdy „Paulus" Ludwig van Beethoven 8. Sinfonie DrA, 28.3.1843 Freitag, 5.5.1843 - KöHth Musikalische Akademie der Königlichen musikalischen Kapelle zum Besten der Hilfsbedürftigen im sächsischen Erzgebirge Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Henriette Wüst, Sopran Elise Werthmüller, Mezzosopran Frau Stange, Alt Wenzel Bielczizky, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Carl Wilhelm Dettmer, Bass Ein Chor (Theaterchor?) ?. Trautvetter Luigi Cherubini Gioacchino Rossini Ludwig van Beethoven NZfM , 29.5.1843 - HTT Donnerstag, 6.7.1843,16.00 - Frauenkirche Am Vormittag öffentliche Generalprobe Allgemeines Männergesangfest in Dresden Etwa 1000 bis 1200 Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Musikchöre der Musikdirektoren Hartung und Rohm, „viele Dilettanten" Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Richard Wagner, Dirigent J. G.Müller, Dirigent Friedrich Schneider, Dirigent Kztmstr. Karl Lipinski, Violine Wenzel Bielczizky, Tenor Anton Curti, Tenor Epische Sinfonie, Instrumentation: KM J.J.F.Dotzauer „Gloria" aus der Messe d-Moll Wüst/Stange/ Bielczizki/ Mitterwurzer/Chor „Stabat mater" (neu) Ouvertüre „Coriolan" Mendelssohn Bartholdy Reißiger 215 Leopold Rocke, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Johann Michael Wächter, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass Einzelne Mitglieder von Liedertafel, Liederkranz und Orpheus als Solisten Dresdner Orpheus (Leiter J. G. Müller), Dreyssigsche Singakademie Dresdner Liedertafel (Leitung Richard Wagner), Dresdner Männer-Gesangverein Arion und einzelne Sänger Liedertafeln aus Meißen, Oschatz, Strehla, Dippoldiswalde, Chemnitz, Borna, Burgstädt, Schlettau, Herzogswalde, Waldheim, Leisnig, Rochlitz, Hainichen, Roßwein, Wurzen, Zittau, Großschönau, Reichenau, Löbau, Königsbrück, Bischofswerda, Neusadt bei Stolpen, Radeburg, Seifersdorf und einzelne Sänger aus Großenhain, Pirna, Gottleuba, Altenburg, Lommatzsch usw. Choral Luigi Cherubini Carl Gottlieb Reißiger Friedrich Schneider Richard Wagner „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ (a cappella, arrangiert von J. G. Müller) Requiem für Männerstimmen „Ein König ist der Herr, dess' freue sich die Erde“, Hymnus nach Psalm 97 von Ch.Hohlfeld für Soli und Chor a cappella „Jehova! Dir frohlockt der König“, Hymnus für zwei vierstimmige Män nerchöre und Soli „Das Liebesmahl der Apostel“ (Urauf führung) Müller Reißiger Reißiger Schneider Wagner DrA, 10.4.1843 - LpZ, 8.7., 10.7., 15.7. 1843 - DAZL, 13.7.1843 - AZA, 14.7.1843 - AW M Z, 19.8.1843 - SVaBl, 16.7.1843 - AM Z, Jg. 45, 26.7.1843 - DBbl, 27.7.1843 - Program m m it Texten TZ StA, OA - W agner 1980, S. 296 ff. Mittwoch, 9.8.1843 - PGrG Musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Napoleone Moriani, Tenor Weitere Sänger Theaterchor Ludwig van Beethoven 4. Sinfonie Gaetano Donizetti Arie aus „Anna Bolena“ Moriani Gioacchino Rossini „Stabat mater“ Solisten/Theaterchor AM Z, Jg. 45, Nr. 35 (August 1843) - DrA, 7.8.1843 - HTT 216 Dienstag, 7.11.1843 - HdP Musikalische Akademie von KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Kztmstr. Karl Lipinski, Violine KM Moritz Fürstenau, Flöte Weitere ungenannte Kammermusiker A. B./M. Fürstenau Schröder-Devrient DrA, 24.10., 3., 5., 6., 7.11.1843 - NZfM , 13.6.1844 Ludwig van Beethoven Peter Joseph von Lindpaintner KM Anton Bernhard Fürstenau Franz Schubert 4. Sinfonie Concertante für Flöte, Oboe, Klari nette, Horn und Fagott „Reminiscenses d'Adele de Foix“ (neu) für zwei Flöten und Orchester Zwei Lieder Montag, 11.12.1843 - SdH M usikalische Akademie von KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Louise Spazzer-Gentiluomo, Sopran Henriette Wüst-Kriete, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor KM Friedrich August Kummer, Violoncello und weitere Kammermusiker N.N., Klavier Felix Mendelssohn Bartholdy Franz Schubert Carl Gottlieb Reißiger Ludwig van Beethoven Carl Bärmann Carl Maria von Weber KM Friedrich August Kummer Ludwig van Beethoven Ouvertüre „Ein Sommernachtstraum“ „Der Hirt auf dem Felsen“ (neu) „L'attente et l'arrivee", Fantasie für Klarinette (Manuskript) *) „Adelaide“ (erstmals mit Orchester) „Sternenhelle Nacht“, ein Fantasiegebilde für Klarinette und Klavier (neu) Arie „II momento s'avviccina" (neu) Fantasie über Themen aus „Armide“ für Violoncello (neu) Oktett für Blasinstrumente DrA, 26.11., 5., 9., 11.12.1843 - NZfM , 13.6.1844 - siehe auch 7.11.1842 Sonnabend, 23.12.1843 - KöHth Musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Robert Schumann, Dirigent Henriette Wüst-Kriete, Sopran Louise Corrodi, Sopran 217 Emma Babnigg, Sopran Frau Stange, Alt Wenzel Bielczizky, Tenor Leopold Rocke, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Theaterchor Carl Mariavon Weber Ouvertüre,,Oberon" Reißiger RobertSchumann „DasParadies unddie Peri" (neu) Schumann A M Z, Jg. 46, Nr. 2 (Januar 1844) - DrA, 19., 22., 23.12.1843 - DBbl, 1.2.1844 Sonnabend, 20.1.1844 - SdH Großes Konzert von Vizekztmstr. Franz Schubert, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Louise Spazzer-Gentiluomo, Sopran Maschinka Schubert, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor Carl Wilhelm Dettmer, Bass Eduard Röckel, Klavier N.N. N.N. Vizekztmstr. Franz Schubert Johann Nepomuk Hummel Friedrich Wilhelm Kücken Vizekztmstr. Franz Schubert N.N. Vizekztmstr. Franz Schubert DrA, 8., 10., 14., 16., 18., 19., 20 .1 .1844-N Z fM , 13.6.1844 Dienstag, 6.2.1844,18.00 Uhr - KöHth Konzert von Theresa und Maria Milanollo. Violine *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Henriette Kriete, Sopran Anna Thiele, Sopran Carl Wilhelm Dettmer, Bass I. Wolfgang Amadeus Mozart Charles Auguste de Beriot Wolfgang Amadeus Mozart Joseph Mayseder Ouvertüre „Die Zauberflöte" 3. Violinkonzert, Maestoso Th. Milanollo Arie aus „Titus" Kriete Variations brillantes M. Milanollo Ouvertüre für großes Orchester Arie Violinkonzert Konzertsatz für Klavier und Orchester Terzett Fantasie über „Don Giovanni" für Violine Romanzen „La Napolitana" für Violine Spazzer-Gentiluomo Schubert Röckel Spazzer-Gentiluomo/ Tichatschek/Dettmer Schubert M. Schubert Schubert 218 II. Alexander Artot Souvenirs de Bellini Th. Milanollo Etienne-Nicolas Mehul Duett aus „Jakob und seine Söhne" Thiele/Dettmer Charles Philippe Lafont Fantasie über Motive aus „Die Th. Milanollo Stumme von Portici" TZStA, OA *) Im Anschluss an ein Lustspiel Donnerstag, 8.2.1844,18.00 Uhr - KöHth Konzert von Theresa und Maria Milanollo, Violine *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Emma Babnigg, Sopran Henriette Kriete, Sopran I. Ludwig van Beethoven Henri Vieuxtemps Ferdinando Paer Joseph Mayseder II. Jean Baptiste Charles Dancla Jaques Pierre Joseph Rode Alexander Artot TZStA, OA *) Im Anschluss an ein Lustspiel Dienstag, 13.2.1844,18.00 Uhr - KöHth Konzert von Theresa und Maria Milanollo, Violine *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Anna Thiele, Sopran Wenzel Bielczizky, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Gioachino Vestri, Bass I. Carl Maria von Weber Charles Auguste de Beriot Louis Spohr Henri Vieuxtemps II. N.N. Gaetano Donizetti Jean Baptiste Charles Dancla TZStA, OA *) Im Anschluss an ein Lustspiel Ouvertüre „Euryanthe" 3. Violinkonzert, Adagio und Ron deau Duett aus „Jessonda" Adagio und Rondeau Th. Milanollo Thiele/Bielczizky M. Milanollo Fantasie und Variationen über die Th. Milanollo Romanze „Ma Celine" von Haumann Duett aus „Linda von Chamoinix" Wächter/Vestri Duo concertant für zwei Violinen Th./M. Milanollo Ouvertüre Fantasie-Caprice Arie aus „Sargino" Variations brillantes Th. Milanollo Kriete M. Marinollo Duo concertant für zwei Violinen Variationen „Souvenir de Bellini" Th./M. Marinollo Babnigg Th. Milanollo 219 Freitag, 16.2.1844,18.00 Uhr - KöHth Konzert von Theresa und Maria Milanollo, Violine *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Louise Corrodi, Sopran Wenzel Bielczizky, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton I. Ludwig van Beethoven Henri Vieuxtemps Henri Vieuxtemps Vincenzo Bellini N.N. II. Luigi Cherubini Joseph Mayseder Gaetano Donizetti Alexander Artot Ouvertüre „Leonore" 4. Violinkonzert, 1. Satz 4. Violinkonzert, 2. und 3. Satz Arie aus „Beatrice di Tenda“ Fantasie [und Variationen] über die Romanze „Ma Celine“ von Haumann Ouvertüre „Lodoiska" Variations brillantes Duett aus „Belisario" „Souvenir de Bellini“ Th. Milanollo M. Milanollo Corrodi Th. Milanollo M. Milanollo Bielczizky/Wächter Th. Milanollo TZStA, OA *) Im Anschluss an ein Lutspiel Aschermittwoch, 21.2.1844,18.00 Uhr - KöHth Musikalische Akademie zum Besten der Naumann-Stiftung Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Antonia Spazzer-Palm, Sopran Henriette Kriete, Sopran Anna Thiele, Sopran Frau Stange, Alt Wenzel Bielczizky, Tenor Carl Wilhelm Dettmer, Bass Gioachino Vestri, Bass KM Friedrich Queißer, Trompete Franz Liszt, Klavier Theaterchor I. Wolfgang Amadeus Mozart Wolfgang Amadeus Mozart Carl Maria von Weber II. KM Friedrich August Kummer Wolfgang Amadeus Mozart Franz Liszt Johann Gottlieb Naumann Jupitersinfonie Arie aus „Don Giovanni“ Konzertstück für Klavier Solo für Trompete Arie aus „Figaros Hochzeit“ Fantasie über ein Thema aus „Don Giovanni für Klavier „Pilgergesang“ Spazzer-Palm Liszt Queißer Dettmer Liszt Kriete/Thiele/Stange/ Bielczizky/Vestri/ Theaterchor DrA, 21.2.1844 - NZfM, 10.6.1844 - HTT - TZStA, OA 220 Dienstag, 27.2.1844,18.00 Uhr - KöHth Musikalische Akademie von Franz Liszt, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Louise Spazzer-Gentiluomo, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor I. Luigi Cherubini Ludwig van Beethoven Franz Liszt Franz Liszt II. Saverio Mercadante Franz Liszt Franz Schubert Carl Maria von Weber DrA, 24., 27.2.1844 - HTT - TZStA, OA Palmsonntag, 31.3.1844,18.00 - GrOH Große geistliche Musik zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Richard Wagner, Dirigent Henriette Wüst-Kriete, Sopran Anna Thiele, Sopran Emma Babnigg, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor Wenzel Bielczizky, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Dreyssigsche Singakademie, die Chöre der Musikdirektoren Otto, Schurig, Rohm, Markert und Hartung Theaterchor Georg Friedrich Händel „Jephta" (Fassung von J.F.von Mosel) Reißiger Ludwig van Beethoven 6. Sinfonie Wagner AM Z, Jg. 46, Nr. 18 (Mai 1844) - DrA, 18., 31.3.1844 - NZfM, 15., 18.4.1844 - DBbl, 4.4.1844 - M fgL, 8.5.1844 - LpZ, 3.4.1844 Ouvertüre „Der Wasserträger“ 5. Klavierkonzert Liszt „Die Loreley“, Ballade Tichatschek Reminiszensen aus „La Sonnambula“ Liszt Arie aus „Ipermestra“ Ungarische Melodien und Marsch „Suleika“ „Aufforderung zum Tanz“ Spazzer-Gentiluomo Liszt Tichatschek Liszt 221 Mittwoch, 3.4.1844,18.00 - Kreuzkirche Karfreitags-Oratorium Mitwirkende Viele der Herren Kammerrmusiker und Mitglieder des Dresdner Liederkranzes u.a. Emma Babnigg, Sopran Anton Mitterwurzer, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass Julius Otto „Des Heilands letzte Worte“ DrA, 3.4.1844 Sonnabend, 13.4.1844 - HdS Konzert von Adrien Francois Servais, Violoncello Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle *) Henriette Wüst-Kriete, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Adrien Francois Servais N.N. Adrien Francois Servais N.N. N.N. Adrien Francois Servais DrA, 10., 12.4.1844 *) D ie Kapelle ist in den Annoncen nicht angekündigt; da aber im Theater Schauspiel angesetzt war, dürfte ihre M itw ir kung w ahrscheinlich gew esen sein Montag, 20.5.1844,19.00 - SdH Konzert zum Besten der durch Wolkenbruch und Hagelschlag verunglückten Einwohner von Wachwitz Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle *) Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Louise Corrodi, Sopran Henriette Wüst-Kriete, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor Anton Curti, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass Vizekztmstr. Franz Schubert, Violine KM Friedrich August Kummer, Violoncello KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Weitere Kammermusiker N.N., Klavier 3. Violoncello-Konzert Servais Lieder Tichatschek Fantasie-Polonaise Servais „La Romanesca", Air de Danse du Servais XVI Siecle Arie Wüst/Kriete Fantasie Burlesque Servais 222 I. Ludwig van Beethoven Justus Amadeus Lecerf N.N. Ludwig van Beethoven II. Justus Amadeus Lecerf N.N. N.N. Ludwig van Beethoven Ouvertüre „Coriolan" „Schäfers Klage" (Goethe) für Gesang Corrodi/Kotte und obligate Klarinette Lieder „Bußlied" (Geliert) „Waldnacht! Jagdlust!" (Tieck) für vier Männerstimmen, Waldhörner und Saiteninstrumente Lieder Instrumentalsolo Schottische Nationallieder für Sing stimmen, Violine, Violoncello und Klavier Schröder-Devrient Tichatschek Tichatschek/Curti/ Mitterwurzer/Risse Wüst-Kriete Tichatschek/Curti/ Mitterwurzer/ Risse/Schubert/ Kummer/N.N. DrA, 19., 20.5.1844 *) D ie Kapelle ist nicht annonciert, ihre Beteiligung w äre aber m öglich gewesen, da im Theater Schauspiel angesetzt war; auch die M itw irkung ausschließlich von Kam m erm usikern und Sängern der Hofoper spricht dafür. Dienstag, 4.6.1844 - HdP Großes Konzert von Alexej Fedorowitsch von Lwoff, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reissiger, Dirigent Henriette Kriete-Wüst, Sopran Wenzel Bielczizky, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Gioachino Vestri, Bass KM Friedrich August Kummer, Violoncello Theaterchor Lwoff Lwoff/Kummer AM Z, Jg. 46, Nr. 26 (Juni 1844) - NZfM, 20.6.1844 *) Die Oper w urde am 13.10.1844 an D resdner H oftheater uraufgeführt I. Alexej Fedorowitsch von Lwoff II. Louis Spohr Alexej von Lwoff Alexej von Lwoff Aus „Bianca und Gualtiero" *) Volkschor - Duett Bianca/Sigismund Finale I. Akt Terzett Bianca/Gualtiero/Sigismund Finale II. Akt Adagio für Violine Divertissement „Le Duel", Phantasie in Form eines Concertino Russische Volkshymne 223 Montag, 22.7.1844,16.30 - PGrG Musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Richard Wagner, Dirigent *) Solisten **) Theaterchor I. Richard Wagner Ouvertüre zu Goethes „Faust" (Uraufführung) Felix Mendelssohn Bartholdy „Die erste Walpurgisnacht" II. Ludwig van Beethoven 6. Sinfonie DrA, 17., 18.7.1844 - LpZ, 25.7.1844 - DBbl, 25.7.1844 - Eu, 12.8.1844 - DBbl, 25.7.1844 - HTT *) lt. LpZ, 25.7.1844 **) verm utlich wie 19.8.1844 Montag, 12.8.1844 - Schlossgarten Pillnitz „Nachfeier des festlichen Empfangs unseres allgeliebten, hochverehrten Königs" Mitwirkende Richard Wagner, Dirigent Zahlreiche Bläser Opern- und Chorsänger des Hoftheaters Weitere Sänger Mitglieder der Dresdner Liedertafel und des Orpheus LpZ, 15.8.1844 Montag, 19.8.1844 - PGrG Konzert zur Unterstützung hilfsbedürftiger Armer Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Richard Wagner, Dirigent (?) Henriette Kriete-Wüst, Sopran Louise Spazzer-Gentiluomo, Sopran Johanna Wagner, Sopran Emma Babnigg, Sopran Frau Stange, Alt Wenzel Bielczizky, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass Theaterchor I. Felix Mendelssohn Bartholdy „Die erste Walpurgisnacht" Stange/Bielczizky/ Mitterwurzer/ Risse/Theaterchor 224 II. Richard Wagner Wolfgang Amadeus Mozart Wolfgang Amadeus Mozart III. Ludwig van Beethoven Ouvertüre zu Goethes „Faust" Arie Sextett aus „Cosi fan tutte" 6. Sinfonie Spazzer-Gentiluomo Kriete/Wagner/ Babnigg/Bielczizky/ Mitterwurzer/Risse AM Z, Jg. 46, Nr. 39 (Septem ber 1844) - DrA, 16., 18.8.1844 - HTT - DBbl/AZ, 22.8.1844 „Zum Besten der A spiranten der K apelle" - B lfM L 9/1844 - TZStA, OA Donnerstag, 7.11.1844,18.00 - KöHTh Musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Richard Wagner, Dirigent (?) *) Henriette Kriete-Wüst, Sopran Frau Scholl, Gesang Wenzel Bielczizky, Tenor Carl Wilhelm Dettmer, Bass Eduard Devrient, Deklamation Theaterchor Wolfgang Amadeus Mozart Requiem Kriete/Scholl/ Bielczizky/Dettmer/ Theaterchor Ludwig van Beethoven Musik zu „Egmont" mit deklamatori- Devrient scher Begleitung von Mosengeil AM Z, Jg. 46, Nr. 41 (Oktober 1844) - DrA, 1., 6 .11.1844 - NZfM, 23.12.1844 - HTT - TZStA, OA *) Das Dirigat w ird von Schnoor, S. 196, ohne w eitere Angaben W agner zugeschrieben; in der vorstehend genannten Presse gibt es keine Hinweise darauf. Freitag, 15.11.1844 - HdP Großes Instrumental- und Vokalkonzert von Henry Litolff, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber Konzertstück f-Moll für Klavier Litolff DrA, 13.11.1844 - NZfM, 12.12.1844 Dienstag, 7.1.1845 - HdS Großes Vokal- und Instrumentalkonzert von Ignaz Moscheies, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Clara Schumann, Klavier Ferdinand Hiller, Klavier 225 Ignaz Moscheies Ignaz Moscheies N.N. Ignaz Moscheies Franz Schubert Johann Sebastian Bach Ignaz Moscheies DrA, 31.12.1844, 3., 4., 5.,6., 7.1.1845 Klavierkonzert g-Moll Erinnerungen an Irland, Fantasie Arie Etüden: Serenade - Terpsichore - Kindermärchen Lieder Konzert für drei Klaviere Improvisationen Moscheies Moscheies Schröder-Devrient Moscheies Schröder-Devrient Moscheies/ Schumann/Hiller Sonnabend, 11.1.1845 - SdH Großes Vokal- und Instrumentalkonzert von Henri Louis Stanislas Mortier de Fontaine, Klavier, und Madame Mortier de Fontaine, Gesang Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor Clara Schumann, Klavier Carl Maria von Weber Ouvertüre „Oberon" Gioacchino Rossini Arie aus „La Donna del Lago" Mad. Mortier de F. Felix Mendelssohn Bartholdy Klavierkonzert g-Moll Mortier de Fontaine N.N. Lieder Schröder-Devrient Robert Schumann Andante und Variationen für zwei Schumann/Mortier Klaviere de Fontaine Francesco Rossi Arie aus „Mitrane"(Bearbeitung von Mad. Mortier de Francois Joseph Fetis) Fontaine Georg Friedrich Händel Allegro aus dem 4. Klavierkonzert Mortier de Fontaine N.N. Lieder Tichatschek Henri Mortier de Fontaine „Le papillon" Mortier de Fontaine Sigismund Thalberg Etüde a-Moll Mortier de Fontaine Gioacchino Rossini Duett aus „Semiramide" Schröder-Devrient/ Mad. Mortier de Fontaine DrA, 28., 31.12.1844 +), 9., 10., 11.1.1845 +) M itteilung über die V erschiebung des Konzerts vom ursprünglich annoncierten 4. auf den 11.1. w egen der für den 4.1. angesetzten Generalprobe der Oper „Adolph von N assau" von Heinrich M arschner (Uraufführung am 5.1.1845) Donnerstag, 16.1.1845 - HdP Großes Konzert von Heinrich Wilhelm Ernst, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Joseph Tichatschek, Tenor Ferdinand Hiller, Klavier 226 I. Ludwig van Beethoven Louis Spohr N.N. Heinrich Wilhelm Emst II. Heinrich Wilhelm Emst Ferdinand Hiller Heinrich Wilhelm Ernst Ouvertüre „Coriolan" 8. Violinkonzert („Gesangsszene") Arie Fantasie über den Marsch und die Romanze aus „Othello" Elegie für Violine und Klavier Lieder Introduktion, Capricen und Finale über ein Thema aus „Der Pirat" Ernst Tichatschek Ernst Emst/Hiller Tichatschek Ernst DrA, 12., 13., 14., 16.1.1845 Dienstag, 28.1.1845,19.00 - HdS Zweites Konzert von Heinrich Wilhelm Ernst, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Joseph Tichatschek, Tenor Carl Gottlieb Reißiger Heinrich Wilhelm Ernst Wolfgang Amadeus Mozart Heinrich Wilhelm Emst Stephen Heller Vizekztmstr. Franz Schubert Heinrich Wilhelm Ernst Ferdinand Hiller Heinrich Wilhelm Emst Ouvertüre „Yelva" Fantasie über ein Thema aus „Ludovic" Arie aus „Die Entführung aus dem Serail" Romanze „Feuillet d'Album" Etüde Capricen über ein Thema aus „Der Pirat" Lieder Andante über „Der Carneval von Venedig" Ernst Tichatschek Ernst Ernst Ernst Ernst Tichatschek/Ernst Ernst DrA, 21., 23., 25., 26., 27.1.1845 Aschermittwoch, 5.2.1845,18.00 - KöHth Musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Richard Wagner, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Emma Babnigg, Sopran Anna Thiele, Sopran Wenzel Bielczizky, Tenor KM Anton Bernhard Fürstenau, Flöte KM Moritz Fürstenau, Flöte Theaterchor 227 I. Felix Mendelssohn Bartholdy Wolfgang Amadeus Mozart KM Anton Bernhard Fürstenau Wolfgang Amadeus Mozart II. Ludwig van Beethoven 7. Sinfonie AM Z, Jg. 47, Nr. 41 (Oktober 1845) - DrA, 30.1., 3.2., 5.2.1845 - DBbl, 13.2.1845 - NZfM , 16.9.1845 - HTT Ouvertüre „Die Hebriden“ Arie aus „Cosi fan tutte" Concertante für zwei Flöten Terzett aus „Idomeneo" Schröder-Devrient A. B./M. Fürstenau Babnigg/Thiele/ Bielczizky Sonnabend, 15.2.1845,19.00 - HdP Großes Instrumentalkonzert von Francois Prume, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Maschinka Schubert, Sopran Eduard Buddeus, Klavier *) Francois Prume Konzertstück für Violine Prume N.N. Arie Schubert Charles Philippe Lafont Fantasie über Motive aus „Die Stumme von Portici“ Prume N.N. Solo für Klavier Buddeus Francois Prume „Souvenirs Villageois“, Andante und Rondo für Violine Prume N.N. Romanzen Schubert Francois Prume „Melancolie", Pastorale für Violine Prume DrA, 6., 10., 12., 14., 15.2.1845 - W aMz, 20.2.1845 *) w irkte lt. D rA vom 15.2. nicht m it Palmsonntag, 16.3.1845,18.00 - GrOH Große geistliche Musik zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Richard Wagner, Dirigent Johanna Wagner, Sopran Emma Babnigg, Sopran Anton Curti, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Carl Wilhelm Dettmer, Bass Dreyssigsche Singakademie, Chöre der Musikdirektoren Otto und Schurig Theaterchor Joseph Haydn „Die Schöpfung“ Wagner Ludwig van Beethoven 5. Sinfonie Reißiger AM Z, Jg. 47, Nr. 41 (Oktober 1845) - DrA, 1., 15.,16., 27.3.1845 - DrC, 18.3.1845 - NZfM, 19.3.1845 - AZ, 27.3.1845 - DAZL, 20.3.1845 - DBbl, 27.3.1845 228 Sonnabend, 19.4.1845,19.00 - SdH Konzert von Henri Louis Stanislas Mortier de Fontaine, Klavier und Dirigent, zum Besten der Überschwemmten *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Madame Mortier de Fontaine, Gesang Louise Spazzer-Gentiluomo, Sopran Anna Thiele, Sopran Anton Mitterwurzer, Bariton Antoinette Lebrun, Deklamation Klaviere: Mortier de Fontaine, Prinzessin Olga Ghika, Comtesse Antonia Podhorodinska Therese von Koenneritz, Clitie von Zeschau, Marianne Carus, Pauline von Loqueissie, Elisabeth von Berlepsch, Julie Reißiger, E. Kraegen, Carl Kraegen, Hans von Bülow, Herr von Lutzau, Graf Th. Riesch, Eduard Buddeus, Henry Litolff I. N.N. Gioacchino Rossini Johann Nepomuk Hummel Henri Mortier de Fontaine Heinrich Marschner N.N. II. Giacomo Meyerbeer Felix Mendelssohn Bartholdy Moritz Gottlieb Saphir Gioacchino Rossini/Carl Czerny Konzertouvertüre Arie aus „Semiramide" Allegro aus dem Klavierkonzert d- Moll „Erloschene Liebe“ „In die Feme" Grand Duo für zwei Klaviere über Motive aus „Die Hugenotten" Terzett aus „II Crociato" Klavierkonzert g-Moll „Tonleitern eines Männernamens" (Gedicht) Ouvertüre „Semiramide", für acht Klaviere zu je vier Händen Mortier de Fontaine Mad. Mortier de Fontaine Ghika Mitterwurzer Mitterwurzer Litolff/Mortier de F. Spazzer-Gentiluomo/ Thiele/Mad. Mortier Mortier de Fontaine Lebrun Kl. l:Ghika/ Mortier de Fontaine Kl. 2: Podhorodinska/ E.Kraegen Kl. 3: Koenneritz/ C.Kraegen Kl. 4: Zeschau/ Bülow Kl. 5: Carus/Lutzau Kl. 6: Loqueissie/ Riesch Kl. 7: Berlepsch/Buddens Kl. 8: Reißiger/Litolff AM Z, Jg. 47, Nr. 41 (Oktober 1845) - DrA, 6., 15., 17., 19.4.1845 - NZfM, 16.9.1845 *) Im Marz/April 1845 erlitten Dresden und das obere Elbtal m it einem extrem en H ochw asser eine der schw ersten Na turkatastrophen aller Z eiten in Sachsen. 229 Mittwoch, 30.4.1845,19.00 - HdS Großes Konzert von Henri Louis Stanislas Mortier de Fontaine, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Madame Mortier de Fontaine, Gesang Antoinette Lebrun, Deklamation Pianistinnen und Pianisten wie 19.4.1845 I. Mortier de Fontaine Mad. Mortier de Fontaine Ghika/Mortier de Fontaine Mad. Mortier de Fontaine Mortier de Fontaine Lebrun wie 19.4.1845 DrA,24., 25. 30.+) 4 .1 8 4 5 +) „W egen M angel eines geeigneten Lokals bleibt das Concert bis auf w eiteres ausgesetzt." Sonnabend, 3.5.1845 - HdP Vokal- und Instrumentalkonzert von Angelo Ciccarelli, Tenor, zum Besten der Überschwemmten *) Mitwirkende Mitglieder der Königlichen musikalischen Kapelle DrA, 27.4., 1., 3.5. 1845 *) siehe A nm erkung 19.4.1845 Mittwoch, 14.5.1845,19.00 - HdP Konzert von Henry Litolff, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle *) Anton Mitterwurzer, Bariton Vizekztmstr. Franz Schubert, Violine Henry Louis Stanislas Mortier de Fontaine, Klavier **) Ferdinand Hiller, Klavier Antoinette Lebrun, Deklamation N.N. Henry Litolff Giambattista Martini Johann Peter Pixis II. Pietro Antonio Coppola Felix Mendelssohn Bartholdy N.N. Gioacchino Rossini/Carl Czerny Ouvertüre Großes Konzert für Klavier Psalm Variationen über ein Originalthema für zwei Klaviere Cavatina aus „Nina" Capriccio h-Moll für Klavier Gedicht Ouvertüre „Semiramide", für acht Klaviere zu je vier Händen 230 I. Gioacchino Rossini Ferdinand Hiller Joseph Netzer Henry Litolff II. N.N. (Kztmstr. Franz Schubert?) Carl Loewe N.N. Ouvertüre zu „Wilhelm Teil“ „Das Wirtshaus am Rhein“, Lied Mitterwurzer Lied Mitterwurzer Klavierkonzert Litolff Deklamation Lebrun Duo über Themen aus „Die Hugenot- Schubert/Litolff ten“ für Violine und Klavier „Oluf“, Ballade Mitterwurzer Hommage ä Händel **) Litolff/Hiller DrA, 9., 10. +), 12. +), 13.5. 1845 ++) *) D ie Kapelle ist in keiner der A nnoncen erwähnt; da im Theater Schauspiel angesetzt w ar, w äre ihre M itw irkung m ög lich gewesen. **) bis zum 12.5. w ar angekündigt: Bach, Konzert für drei Klaviere m it M ortier de Fontaine als drittem Pianisten (siehe das W erk auch am 7.1.1845) +) Vorverlegung auf 13.5. - ++) Rückkehr zum 14.5. Freitag, 11.7.1845,18.30 - KöHth Mittwoch, 16.7.1845,18.30 - KöHth (Wiederholung) Großes Konzert von Felicien Cesar David, Dirigent Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Joseph Tichatschek, Tenor Eduard Devrient, Deklamation Theaterchor I. Felicien Cesar David Sinfonie Es-Dur Tichatschek Tichatschek/ Devrient/ Theaterchor und Chören DrA, 10., 11., 16. 7.1845 - NZfM, 16.9.1845 - HTT Zwei Melodien mit Orchester: „Die Schwalben“ - „Der Tschybouk“ II. Felicien Cesar David »Die Wüste“ Sinfonie-Ode in drei Abteilungen mit deklamierten Strophen, Gesängen Montag, 11.8.1845,16.30 - PGrG Musikalische Akademie zum Besten der Armen unter Mitwirkung von Francois Prume, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Henriette Kriete, Sopran Franziska Schreck, Gesang Wenzel Bielczizky, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Eduard Devrient, Deklamation Theaterchor 231 Wolfgang Amadeus Mozart Ouvertüre „Die Zauberflöte“ Francois Prume Großes Violinkonzert Prume Carl Gottlieb Reißiger Psalm „Meine Seele ist stille zu Gott“ *) Kriete/Schreck/ Bielczizky/ Mitterwurzer/Chor Ludwig van Beethoven Musik zu „Egmont", mit deklamatori- Kriete/Devrient/ scher Begleitung von Mosengeil Theaterchor AM Z, Jg. 47, Nr. 40 (Oktober 1845) - DrA, 8. +), 10.8.1845 - NZfM, 16.9.1845 - HTT *) lt. Ankündigung kom poniert für das Niederrheinische M usikfest 1843 +) A nstelle des Violinkonzerts w ar Beethovens 4. Sinfonie annonciert Montag, 1.12.1845,19.00 - SdH Konzert zum Besten der Abhilfe der Verwahrlosung unter den Kindern *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Emma Babnigg, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton KM August Zizold, Flöte KM Friedrich August Kummer, Violoncello Marie Wieck, Klavier und Gesang Mitglieder des „Orpheus“ I. Carl Maria von Weber Ouvertüre „Oberon“ Wolfgang Amadeus Mozart Arie aus „Die Zauberflöte“ Babnigg Wolfgang Amadeus Mozart Arie aus „Die Entführung aus dem Serail“ Tichatschek N.N. Solo für Flöte und Orchester Zizold Carl Gottlieb Reißiger jj ,, Piratengesang“ „Orpheus“ KM Friedrich August Kummer Fantasie für Violoncello Kummer Carl Gottlieb Reißiger Arie aus „Libella“ Mitterwurzer Felix Mendelssohn Bartholdy „Frühlingslied“ Wieck Fanny Hensel „Wenn ich ein Vöglein war“ Wieck Carl Zöllner „Wanderschaft“ aus Müllers „Müller liedern“ „Orpheus“ Gaetano Donizetti Arie Babnigg DrA, 20., 28.11., 1.12.1845 - NZfM, 29.1.1846 *) „mit Verkaufsbasar" 232 Montag, 16.2.1846 - KöHth Konzert von Henri Vieuxtemps, Violine *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Richard Wagner, Dirigent Vizekztmstr. Franz Schubert, Dirigent der Vieuxtemps-Vorträge Anna Thiele, Sopran Wenzel Bielczizky, Tenor Carl Wilhelm Dettmer, Bariton Wolfgang Amadeus Mozart Ouvertüre „Die Zauberflöte“ Gasparo Spontini Ouvertüre „Ferdinando Cortez" Ferdinando Paer Arie aus „Sargino" Gaetano Donizetti Arie aus „Belisar" Wolfgang Amadeus Mozart „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“ aus „Die Zauberflöte“ Adolphe Adam Arie ? nicht genannte Violinvorträge Thiele Thiele Bielczizki Dettmer Vieuxtemps AZ, 26.2.1846 *) TZ, l.T e il Lustspiel, 2.Teil „Concert des H errn H. Vieuxtem ps" Freitag, 20.2.1846 - KöHth Konzert von Henri Vieuxtemps, Violine *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Richard Wagner, Dirigent Vizekztmstr. Franz Schubert, Dirigent der Vieuxtemps-Vorträge Wolfgang Amadeus Mozart Ouvertüre „Die Zauberflöte“ Gasparo Spontini Ouvertüre „Fernando Cortez“ Nicht genannte Violinvorträge von Vieuxtemps AZ, 26.2.1846 *) TZ, l.T e il Lustspiel, 2.Teil „Concert des H errn H. Vieuxtem ps" Aschermittwoch, 25.2.1846 - GrOH *) Musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Henriette Kriete, Sopran Therese Wächter, Mezzosopran Wenzel Bielczizky, Tenor Theaterchor 233 I. Ludwig van Beethoven 4. Sinfonie II. Felix Mendelssohn Bartholdy 2.Sinfonie „Lobgesang" Kriete/Wächter/ Bielczizky/ Theater chor AM Z, Jg. 48, Nr. 35 (Septem ber 1846) - DrA, 20., 23., 25.2.1846 - NZfM , 9.4.46 - HTT *) HTT spricht vom Großen Opernhaus als Veranstaltungsort (das w äre Pöppelm anns Opernhaus am Zw inger gewesen), DrA nennt das H oftheater (das wäre das neue, von Sem per erbaute H oftheater gewesen) Freitag, 20.3.1846 - SdH Konzert von KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Henriette Kriete, Sopran Wenzel Bielczizky, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Gioachino Vestri, Bass Vizekztmstr. Franz Schubert, Violine KM Moritz Fürstenau, Flöte KM Rudolph Hiebendahl, Englischhorn KM Franz Suchanek, Fagott Schröder-Devrient Kotte Schröder- D./Kriete/Bielczizky/ Mitterwurzer/Vestri Schubert Schröder-Devrient Kotte Mitterwurzer Fürstenau/Hiebendahl/ Kotte/Suchanek A M Z, Jg. 48, Nr. 35 (Septem ber 1846) - DrA, 14., 16., 19., 20.3.1846 - NZfM , 17.5.1846 Carl Gottlieb Reißiger Gioacchino Rossini Carl Maria von Weber Wolfgang Amadeus Mozart Vizekztmstr. Franz Schubert N.N. Wolfgang Amadeus Mozart Carl Gottlieb Reißiger KM Anton Bernhard Fürstenau Ouvertüre „Adele de Foix“ Arie aus „Zelmira“ Concertino für Klarinette Quintett aus „Cosi fan tutte“ Fantasie über Themen aus „Don Gio vanni“ für Violine Lieder Original-Adagio für Klarinette A-Dur „Das Heimweh“ (zum ersten Male) „Reminiscenses d' Euryanthe“ , Fan tasie für Flöte, Englischhorn, Klari nette und Fagott (neu) 234 Palmsonntag, 5.4.1846,18.00 - GrOH Musikaufführung zum Besten des Unterstützungs-Fonds der Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißger, Dirigent Richard Wagner, Dirigent Henriette Kriete, Sopran Frau Stange, Alt Anton Curty, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass Deyssigsche Singakademie, die Chöre der Musikdirektoren Otto, Schurig, Kunze, Markert und Hartung Theaterchor Ludwigvan Beethoven „ChristusamÖlberg" Reißiger Ludwig van Beethoven 9. Sinfonie Wagner DrA, 27.3., 2., 4., 9.4.1846 - AZ, 16.4.1846 - NZfM, 17.5.1846 - A ThChr, 13.4.1846 - A M Z, Jg. 48, Nr. 35 (September 1846) - DAZL, 7.4.1846 . DrC, 10.4.1846 - SfdmW , 13.5.1846 - W aM Z, 26.2.1846 - W agner 1907a Donnerstag, 8.10.1846,18.00 - Neustädter Kirche Großes geistliches Konzert des Akustikers Friedrich Kaufmann, Harmonichord Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Henriette Kriete, Sopran Johanna Wagner, Sopran Franziska Schreck, Alt Wenzel Bielczizky, Tenor Anton Curty, Tenor Carl Gottlieb Risse, Bass Johann Gottlob Schneider, Orgel Mitglieder der Dreyssigschen Singakademie und anderer Gesangvereine Introduktion Johann Sebastian Bach Fuge Es-Dur für Orgel Schneider I. Petrus Dresdensis „Puer natus", Lied von der Geburt Christi für Quartett, Chor und Har monichord (13. Jahrhundert) „ 0 bone Jesu", Kirchengesang a cap pella (16. Jahrhundert) „Jephta", 3. Teil (1. Hälfte 18. Jahr hundert) Giovanni Pierluigi da Palstrina Georg Friedrich Händel 235 II. Wolfgang Amadeus Mozart „Gottheit, dir sei Preis“, Hymne mit Orchester (2. Hälfte 18. Jahrhundert) Quartett für zwei Soprane und zwei Tenöre aus dem Oratorium „Davide in Terebinto" (2. Hälfte 18. Jahrhundert) Concertino F-Dur für Harmonichord und volles Orchester, Manuskript 1811 (19. Jahrhundert) *) „Die Ehre Gottes in der Natur“, Lied für Tenor und Harmonichord (19. Jahrhundert) Rezitativ und „Die Himmel erzählen' aus „Die Schöpfung“ (18. Jahrhun dert) Johann Gottlieb Naumann Carl Maria von Weber Ludwig van Beethoven Joseph Haydn AM Z, Jg. 48, Nr. 48 (Dezem ber 1846) - DrA, 4., 6., 7., 8.10.1846 - DrJ, 6., 10.10.1846 - DrTgbl, 5 .,8 ,.10.10.1846 - DrZ, 6., 13.10.1846 - NZfM , 8.3.1847 *) Kaufm ann gewidmet Mittwoch, 28.10.1846,18.30 Uhr - SdH Musikalische Akademie von KM Moritz Fürstenau, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Kztmstr. Karl Lipinski Henriette Kriete, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton KM Rudolph Theodor Hiebendahl, Oboe KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette KM August Wilhelm Haase, Horn KM Franz Suchanek, Fagott Eduard Devrient, Deklamation Mitglieder des Gesangvereins „Orpheus“ I. Wolfgang Amadeus Mozart Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Es-Dur „Dove sono“, Arie aus „Figaros Hochzeit „Reminiscenses d'Oberon", Fantasie für Flöte Lied Kriete KM Anton Bernhard Fürstenau M. Fürstenau Carl Banck Tichatschek 236 II. Ferdinando Paer Terzett aus „Sargino": „Jetzt musst du dich erklären“ Deklamation „Normanns Abschied“ Fantasie über Themen aus der Oper „Jessonda" nach Friedrich Kuhlau, frei bearbeitet für Flöte, Oboe, Klari nette, Horn und Fagott mit Orchester „Schleswig-Holstein, meerumschlun gen“ für Männerchor Kriete/Tichatschek/ Mitterwurzer Devrient Mitterwurzer M. Fürstenau/Kotte/ Hiebendahl/Haase/ Suchanek N.N. Franz Schubert KM Anton Bernhard Fürstenau Karl Gottlieb Beilmann „Orpheus' AM Z, Jg. 48, Nr. 51 (Dezember 1846) +) - DrA, 21., 24., 26., 28.10.1846 - DrJ, 28.10.1846, 30.10.1846 - DrTgbl, 24., 27.10.1846, 30.10.1846 - LpZ, 2.11.1846 - NZfM, 8.3.1847 +) m it Kommentar. Auszüge aus dem Programm m it Veränderungen gegenüber der DrA-Annonce: Dort w ar anstelle der M ozart-Arie „Szene und A rie" von Beethoven, für das Lied im II. Teil w aren w eder Kom ponist noch Titel genannt. Sonnabend, 7.11.1846,18.00 - KöHth Konzert zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Friedrich Schneider, Dirigent Kztmstr. Karl Lipinski, Violine Henriette Kriete, Sopran Johanna Wagner, Sopran Franziska Schreck, Alt Joseph Tichatschek, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Carl Wilhelm Dettmer, Bass Dreyssigsche Singakademie, Mitglieder Dresdner Musikchöre, Kreuzschüler, Seminaristen Theaterchor Friedrich Schneider „Das Weltgericht“ (Text August Apel) DrA, 20.10., 4., 7.11.1846 - D rJ, 7., 9.11.1846 - DrTgbl, 4., 7., 9.11.1846 - LpZ, 11.11.1846 - NZfM, 12.3.1847 - HTT Mittwoch, 25.11.1846 - HdS Konzert von Charles Mayer, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Anna Thiele, Sopran Anton Mitterwurzer, Bariton KM Friedrich August Kummer, Violoncello KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Antoinette Lebrun, Deklamation 237 I. Luigi Cherubim Charles Mayer N.N. Carl Maria von Weber Moritz Gottlieb Saphir II. Charles Mayer Wolfgang Amadeus Mozart Wolfgang Amadeus Mozart Charles Mayer Charles Mayer Ouvertüre „Lodoiska" Großes Klavierkonzert (neu) Mayer Zwei Lieder Mitterwurzer Adagio für Klarinette und Orchester Kotte „Frauenherz und Eisenbahn", Dekla- Lebrun mation Adagio und Finale aus dem Sinfonie- Mayer Konzert für Klavier und Orchester Larghetto für Violoncello und Or- Kummer ehester „Dove sono", Arie aus „Figaros Thiele Hochzeit" Air Italien Mayer Triller-Etüde Mayer A M Z, Jg. 49, Nr. 4 (Januar 1847) - DrA, 11., 21., 25.11 .1846 - DrJ, 27.11.1846 - DrTgbl., 27.11.1846 Freitag, 11.12.1846 - HdS Konzert von Alexander Dreyschock, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle DrA, 5., 8.12.1846 Freitag, 18.12.1846 - SdH Konzert zum Besten der Pestalozzi-Stiftung Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Johanna Wagner, Sopran *) Joseph Tichatschek, Tenor*) Anton Mitterwurzer, Bariton KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette KM Friedrich August Kummer, Violoncello Marie von Harder, Klavier Mitglieder des Gesangvereins „Orpheus" Wolfgang Amadeus Mozart Gioacchino Rossini KM Friedrich August Kummer Alexander Ernst Fesca N.N. Carl Gottlieb Reißiger Peter Joseph von Lindpaintner Felix Mendelssohn Bartholdy Ferdinand Möhring Ouvertüre Cavatine aus „Der Barbier von Sevilla" Solo für Violoncello „Liebesbotschaft", Lied Solo für Klarinette Quartett mit Chor Duett aus „Der Vampyr" Klavierkonzert „Gute Nacht" Wagner Kummer Mitterwurzer Kotte „Orpheus" Wagner/Tichatschek Harder „Orpheus" DrA, 17.12.1846 - DrJ, 21.12.1846 - DrTgbl, 21.12.1846 - ThZL, 30.12.1846 - W aM Z, 9.1.1847 *) Lt. DrJ w aren W agner und Tichatschek erkrankt, stattdessen soll eine blinde Sängerin, Frl. Bruns aus Brem en, m itge w irkt haben. 238 Aschermittwoch, 17.2.1847 - KöHth Konzert zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Hieronymus Thrun, Dirigent *) Henriette Kriete, Sopran Wenzel Bielczizky, Tenor Johann Michael Wächter, Bariton Eduard Franck, Klavier Theaterchor I. Wolfgang Amadeus Mozart II. Eduard Franck Hieronymus Thrun Sinfonie C-Dur Klavierkonzert (neu) „Der Gott und die Bajadere“, Indische Legende, Text von Goethe (neu) Franck Thrun/Bielczizky/ Kriete/Wächter/ Theaterchor DrA, 11., 14.2.1847-N Z fM , 12.8 .1847-H T T *) Thrun ist nur als D irigent seines eigenen W erkes genannt Palmsonntag, 28.3.1847 - GrOH Große Musikaufführung zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Richard Wagner, Dirigent Henriette Kriete, Sopran Franziska Schreck, Alt Wenzel Bielczizky, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Dreyssigsche Singakademie, die Chöre der Musikdirektoren Otto, Schurig, Kunze, Markert und Hartung, Kreuzschüler und Seminaristen Theaterchor Wolfgang Amadeus Mozart Requiem Reißiger Ludwig van Beethoven 9. Sinfonie Wagner DrA, 20.3.1847 - DrTgbl, 30.3.1847 - LpZ, 31.3.1847 - SfdmW , 7.4.1847 - DBbl, 8.4.1847 - M fgL, 29.5.1847 - AZ, 8.4.1847 - W aM Z, 6 .7 .1 8 4 7 - HTT Montag, 19.4.1847 - SdH Großes Konzert von Emma Babnigg, Sopran Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Anton Mitterwurzer, Bariton KM Johann Wilhelm Friedrich Schlick, Violoncello KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Franziska Berg, Deklamation 239 Gasparo Spontini Ouvertüre „Die Vestalin" Ludwig van Beethoven Szene und Arie Babnigg Carl Maria von Weber Adagio melancolico für Klarinette Kotte N.N. Deklamation Berg Pierre Robert Joseph Quidant „Ma barque", Lied Babnigg Emma Babnigg II. „Auf der Alp", Lied Babnigg N.N. Lied Mitterwurzer Giovanni Battista Pergolesi „Sicilienne" Babnigg Adrien Francois Servais „Souvenir de Spa" für Violoncello Schlick Agostino Steffani Arie aus „Niobe" Babnigg DrA, 8., 14., 19.4.1847 Sonnabend, 1.5.1847 - HdP Konzert von Ernst Brock, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle *) Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Anton Mitterwurzer, Bariton KM August Zizold, Flöte Antoinette Lebrun, Deklamation DrA, 25.4., 1.5.1847 *) D ie M itw irkung, obgleich hier nicht annonciert, ist wahrscheinlich, da im Theater Schauspiel angesetzt war. Freitag, 21.5.1847 - HdP Vokal- und Instrumentalkonzert von Pauline Viardot-Garcia, Sopran/Mezzosopran Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle *) I. Gioacchino Rossini Gioacchino Rossini N.N. Georg Friedrich Händel II. Wolfgang Amadeus Mozart Vincenzo Bellini N.N. N.N. N.N. DrA, 18., 20.5.1847 *) D ie M itw irkung, obwohl nicht annonciert, ist w ahrscheinlich, da im Theater spielfrei angezeigt war. Ouvertüre Arie aus „Der Barbier von Sevilla“ Viardot-Garcia Instrumentalmusik Arie aus „Rinaldo" (Instrumentation: Viardot-Garcia Giacomo Meyerbeer) Ouvertüre Rondo-Finale aus „La Sonnambula" Viardot-Garcia Instrumentalmusik Ein deutsches Lied Viardot-Garcia Spanische Lieder Viardot-Garcia 240 Mittwoch, 30.6.1847 - KöHth Konzert der Geschwister Friederike, Julie und Hedda Berwald, Gesang Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Richard Wagner, Dirigent KM Traugott Herr, Fagott KM Julius Ernst Schlitterlau, Horn KM Johann Wilhelm Lorenz, Horn Weitere Kammermusiker Gasparo Spontini Carl Maria von Weber Ludwig van Beethoven Carl Maria von Weber AZ, 8.7.1847 - HTT Montag, 8.11.1847,18.00 - GrOH Konzert zur Begründung des Pensionsfonds für den Sängerchor des Königlichen Hoftheaters Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Ferdinand Hiller, Dirigent Anna Thiele, Sopran Elise Schmidt, Mezzosopran Carl Weixlstorfer, Tenor Heinrich Maria Schmidt, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Julius Eduard Lindemann, Bariton Kreuzschüler, Seminaristen, „Kunstgeübte Dilettanten“ Theaterchor Ludwig van Beethoven Ouvertüre Ferdinand Hiller »Die Zerstörung Jerusalems“, Oratorium nach der Heiligen Schrift, von Steinheim DrA, 30.10., 5.11.1847 - HTT Sonnabend, 22.1.1848,18.00 - KöHth 1. Abonnementskonzert der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Richard Wagner, Dirigent Pauline Henriette von Stradiol, Sopran Carl Weixlstorfer, Tenor Julius Eduard Lindemann, Bariton Militärsänger, Kapellknaben Theaterchor Ouvertüre „Nurmahal“ Concertino für Fagott Herr Sextett für Streicher und zwei Hörner Schlitterlau/Lorenz Ouvertüre „Oberon“ 241 I. Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie D-Dur Luigi Cherubini Szene aus „Medea" Johann Sebastian Bach „Singet dem Herrn ein neues Lied“, achtstimmige Motette*) II. Ludwig van Beethoven 3. Sinfonie DrA, 10. +), 22.1., 24.1.1848 - NZfM, 25.12.1847, 3.10.1848 - L pZ ,23.12 .1847,14.1., 26.1.1848 - DM gbl, 11.1., 21.1., 24.1.1848 - A Z, 9.12.1847 - SfdmW , 5.1.1848 - DrTgbl, 11.1., 22.1., 24.1.1848 - TZStA, OA +) m it H inweisen auf die folgenden A bonnem entskonzerte und deren Preise *) Vor dieser A ufführung hat die D reyssigsche Singakadem ie bereits diese Bach-M otette sowie dessen M otetten „Fürchte dich n icht" und „Jesu, m eine Freude" gesungen (nach Oschm ann 1998, S. 40) Freitag, 4.2.1848,18.30 Uhr - SdH Vokal- und Instrumentalkonzert von KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Richard Wagner, Dirigent Johanna Wagner, Sopran Auguste Marpurg, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor Carl Wilhelm Dettmer, Bass Gioachino Vestri, Bass KM Rudolph Theodor Hiebendahl, Oboe KM Franz Suchanek, Fagott KM Joseph Rudolph Lewy, Horn Charles Mayer, Klavier Richard Wagner Charles Mayer Pietro Antonio Coppola Charles Mayer Friedrich Wilhelm Kücken KM Anton Bernhard Fürstenau Wolfgang Amadeus Mozart Ludwig van Beethoven DrA, 29.1., 1., 2., 3., 4.2.1848 - DrTgbl, 4.2 Ouvertüre „Rienzi“ Capriccio für Klarinette (bearbeitet nach einer Vorlage von Henri Vieuxtemps) Arie aus „Nina“ Klavierkonzert „Die sanften Tage“, Terzett Adagio und Variationen für Klarinette Quintett aus „Cosi fan tutte“ Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott Kotte Mayer Kotte Wagner/Marpurg/ Tichatschek/Dettmer/ Vestri Mayer/Hiebendahl/ Kotte/Lewy/Suchanek , 6.2.1848 - DBbl, 6., 14.2.1848 - NZfM , 3.10.1848 242 Sonnabend, 12.2.1848,18.00 - KöHTh 2 . Abonnementskonzert der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Richard Wagner, Dirigent Johanna Wagner, Sopran Carl Weixlstorfer, Tenor Rudolf Schiele, Tenor Carl Gustav Föppel, Bariton Julius Eduard Lindemann, Bariton Theaterchor I. Joseph Haydn Christoph Willibald Gluck Felix Mendelssohn Bartholdy II. Ludwig van Beethoven Sinfonie D-Dur „De profundis" Der 42. Psalm" 1 7. Sinfonie Theaterchor Solisten/Theaterchor AM Z, 22.3.1848 - DrA, 12.2.1848 - DrTgbl, 12., 14.2.1848 - DM gbl, 14.2., 20.3.1848 - NZfM , 3.10.1848 - TZStA, OA *) Im G edenken an Felix M endelssohn Bartholdys Tod Sonnabend, 4.3.1848,18.30 Uhr - SdH Großes Vokal- und Instrumentalkonzert von Charles Mayer, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Johanna Wagner, Sopran Carl Wilhelm Dettmer, Bass KM Friedrich August Kummer, Violoncello KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette KM Joseph Rudolph Lewy, Horn KM Karl August Richter, Harfe I. Carl Gottlieb Reißiger Felix Mendelssohn Bartholdy Christian Wilhelm Häser Carl Loewe KM Friedrich August Kummer II. Charles Mayer Wolfgang Amadeus Mozart KM Friedrich August Kummer KM Joseph Rudolph Lewy Charles Mayer Charles Mayer Ouvertüre zu „Nero" (neu bearbeitet) Klavierkonzert Mayer „Schwermut", Lied Wagner/Mayer „Hochzeitslied" Wagner/Mayer Andante für Klarinette Kotte Große Konzert-Sinfonie für Klavier Mayer und Orchester Arie aus „Die Entführung aus dem Dettmer Serail" Fantasie für Violoncello Kummer Solo für Horn mit obligater Harfe Lewy/Richter Etüde inDes (neu) Mayer „La Sicilienne», Tarantelle Mayer DrA, 15.+), 17.+), 26.2.' +) annonciert für 28.2. ++) annonciert für 4.3. +), 1., 2. ,3., 4.3.1848 - DrTgbl, 4., 7., 11.3.1848 - NZfM , 3.10.1848 243 Aschermittwoch, 8.3.1848,18.00 Uhr - KöHth 3. Abonnementskonzert der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Richard Wagner, Dirigent Heinrich Maria Schmidt, Tenor Theaterchor I. Felix Mendelssohn Bartholdy II. Giovanni Pierluigi da Palestrina Johann Sebastian Bach III. Ludwig van Beethoven AM Z, 29.3.1848 - DrA, 8.3., 22.4.1848 - DrTgbl, 10.3.1848 - D M gbl, 20.3.1848 - NZfM, 3.10.1848 - TZStA, OA *) im G edenken an Felix M endelssohn Bartholdys Tod **) U raufführung der W agner-Fassung Palmsonntag, 16.4.1848,18.00 - GrOH Große Musikaufführung zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Richard Wagner, Dirigent Johanna Wagner, Sopran Henriette Kriete, Sopran Anna Thiele, Sopran Auguste Marpurg, Sopran Elise Schmidt, Mezzosopran Carl Weixlstorfer, Tenor Rudolf Schiele, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Julius Eduard Lindemann, Bariton Carl Gustav Föppel, Bariton Dreyssigsche Singakademie, die Chöre der Musikdirektoren Otto, Schurig, Kunze, Markert und Hartung Theaterchor I. Felix Mendelssohn Bartholdy „Elias" *) II. Ludwig van Beethoven 8. Sinfonie AM Z, 3.5.1848 - DrA, 9., 12., 23. +) 4.1848 - D rJ, 21.4.1848 - NZfM , 9.5.1848 - LpZ, 20.4.1848 - SfdmW , 29.4.1848 - DMgbl, 14.4., 22.4.1848 - NZfM , 9.5.1848 - HTT *) im G edenken an Felix M endelssohn Bartholdys Tod +) öffentlicher D ank des Vorstands an alle M itw irkenden +) Erste Dresdner Aufführung m it Orchester, vorausgegangen w ar eine W iedergabe m it Klavierbegleitung durch die D reyssigsche Singakadem ie Reißiger Wagner 3. Sinfonie *) „Stabat mater" (bearbeitet von Richard Wagner) **) „Singet dem Herrn ein neues Lied", achtstimmige Motette 5. Sinfonie 244 (Oster-)Sonntag, 23.4.1848,18.00 - KöHth Musikalische Akademie zum Besten der Notleidenden im sächsischen Erzgebirge Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Richard Wagner, Dirigent Henriette Kriete, Sopran Auguste Marpurg, Sopran *) Carl Weixlstorfer, Tenor Julius Eduard Lindemann, Bariton Theaterchor I. Joseph Haydn II. Wolfgang Amadeus Mozart III. Ludwig van Beethoven DrA, 18., 22. +), 23.4.1848 - DrJ, 21., 26.4.1848 - KlMz, IX, 20.5.1848 - D M gbl, 25.4.1848 - H T T - TZStA, OA *) lt. Program m ankündigung und Program m zettel Elise Schmidt; M arpurg w ird in DM gbl genannt, ebenso W agner Dienstag, 2.5.1848 - SdH Konzert der Dreyssigschen Singakademie zur Unterstützung der hilfsbedürftigen Weber in der Lausitz Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Johann Gottlob Schneider, Dirigent Kztmstr. Franz Schubert Henriette Kriete, Sopran Carl Weixlstorfer, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Joseph Haydn »Die Jahreszeiten“ DrA, 26., 28.4., 2 .5 .1848 - DrJ, 29.4., 2.5., 7.5.1848 - D M gbl, 30.4.1848 Freitag, 22.9.1848,18.00 - KöHth Historisch-musikalische Festfeier zur 300jährigen Jubelfeier der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Richard Wagner, Dirigent Johanna Wagner, Sopran Franziska Schwarzbach, Sopran Auguste Marpurg, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Julius Eduard Lindemann, Bariton Franziska Berg, Deklamation Theaterchor Sinfonie D-Dur Hymne 7. Sinfonie 245 Karl Gutzkow I. Johann Walter Zwei Karfreitagsgesänge Marco Gioseppe Peranda Heinrich Schütz Johann David Heinichen Johann Adolf Hasse Johann Gottlieb Naumann Joseph Schuster Prolog Berg Choral „ 0 Christe, Morgensterne“ *) Theaterchor „Dank sei unserm Herrn Jesu Christo“ **) „Wer Gottes Marter in Ehren hat“ „Sanctus“ aus einer Messe „Salvum fac populum“ aus dem „Te Deum“ Chor, Rezitativ und Arioso aus „Cora“: „Hör, Gottheit, hör' des Kö nigs Flehen“/ „Heil König dir“ „Du heilge Quelle reiner Seelen“, Schlussgesang aus der Kantate „Lob der Musik“ Theaterchor Theaterchor Wagner/ Tichatschek/ Theaterchor Schwarzbach Mitterwurzer/ Theaterchor Theaterchor Ferdinando Paer Francesco Morlacchi Carl Maria von Weber Carl Gottlieb Reißiger Richard Wagner Carl Maria von Weber Ouvertüre „Sargino“ Szene und Cavatine „Ne Almiro torno" aus „II Renegato" „Sanctus“ aus der Messe Es-Dur Ouvertüre „Yelva“ Finale 1. Akt „Lohengrin“ (Urauffüh rung) Jubelouvertüre J. Wagner/ Theaterchor Schwarzbach/ Theaterchor J. Wagner/Marpurg/ Tichatschek/ Mitterwurzer/ Lindemann/Chor DrA, 12., 15, 20., 22.9.1848 - NZfM, 3.10.1848 - AThChr, XVII, 4.10.1848 - SfdmW , 20.9., 4.10.1848 - DrJ, 20.9., 25.9.1848 - LpZ, 21.9., 29.9.1848 *) D iese Titelangabe in NZfM **) Als Kom ponist w ar Heinrich Schütz angegeben; neueren Forschungen zufolge handelte es sich um den Schlusschor der M arkus-Passion von M arco Gioseppe Peranda. D ie Textanfänge der Vokalwerke w urden dem zum Konzert ausge gebenen Textblatt entnommen. Mittwoch, 18.10.1848,15.00 - Frauenkirche Große geistliche Musik Mitwirkende Mitglieder der Königlichen musikalischen Kapelle und hiesiger Musikchöre für die Instrumentalmusik Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Julius Otto, Dirigent J. G. Müller; C. A. G. Naumann, Vereinsdirigenten Carl Weixlstorfer, Tenor Rudolf Schiele, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass Allgemeiner Dresdner Sängerverein *) 246 I. Choral Carl Gottlieb Reißiger Julius Otto II. Orgelspiel Carl Gottlieb Reißiger Orgelspiel III. Friedrich Schneider Sigismund Neukomm DrA, 18.10.1848 - DrJ, 16., 20.10.1848 *) Im DrA „M annergesangverein" „Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut“ Hymne nach dem 97. Psalm (Dichtung von Hohlfeld) Hymne nach dem 67. Psalm (Dichtung von Otto jr., mit Instrumentalbegleitung) „Glaube“ - Gesang aus der Kuppel (Dichtung von Spitta) „Vater unser“ für doppelten vierstimmigen Männerchor mit Instrumentalbegleitung (neu) ,,Te Deum“ mit Instrumentalbegleitung Sonnabend, 28.10.1848,18.00 - KöHth 1. Abonnementskonzert der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Solisten Theaterchor I. Joseph Haydn Johann Walter Joseph Haydn Wolfgang Amadeus Mozart II. Ludwig van Beethoven 4. Sinfonie DrA, 28.10.1848 - DrJ, 28., 30.10.1848 - LpZ, 1.11.1848 - NZfM, 12.2.1849 - TZStA, OA Sinfonie G-Dur („Militaire“) ,,0 Christe, Morgensterne“, Choral „Des Staubes eitle Sorgen“, Hymne Rezitativ und Finale des 1. Aktes „Titus“ Dienstag, 7.11.1848,18.00 - KöHth Musikalische Akademie zum Besten des Pensionsfonds für den Sängerchor des Königlichen Hoftheaters Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Franziska Schwarzbach, Sopran Carl Weixlstorfer, Tenor Julius Eduard Lindemann, Bariton Theaterchor Georg Friedrich Händel „Das Alexanderfest“ (Mozart-Fassung) Ludwig van Beethoven 3. Sinfonie DrA, 5, 6., 7., 21.11.1848 - DrJ, 7., 10 .1 1 .1 8 4 8 -D rZ , 7.11.1848 - NZfM, 12.2.1849 - TZStA, OA 247 Sonnabend, 18.11.1848,18.00 - KöHth 2. Abonnementskonzert der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Solisten Theaterchor I. Joseph Haydn Sinfonie B-Dur Antonio Lotti „Crucufixus" Wolfgang Amadeus Mozart Chor, Terzett und Finale 1. Akt aus „Idomeneo" II. Ludwig van Beethoven 6. Sinfonie DrA, 18.11.1848 - DrJ, 18., 22.11.1848 - DrZ, 18.11.1848 - NZfM, 12.2.1849 - TZStA, OA Sonnabend, 25.11.1848 - SdH Vokal- und Instrumentalkonzert von KM Friedrich August Kummer, Violoncello Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Johanna Wagner, Sopran Franziska Schwarzbach, Sopran Anton Mitterwurzer, Bariton KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette KM Johann Friedrich Wilhelm Schlick, Violoncello Kummer Wagner Mayer Kummer Schwarzbach/ Wagner Kotte Mitterwurzer F. A. Kummer/ Schlick/ E.Kummer DrA, 10. +),22. ++), 25.11 .1848 - D rJ, 28.11.1848 +) für 20. oder 21. 11. ++) für 25.11. KM Ernst Kummer, Violoncello Charles Mayer, Klavier Luigi Cherubini KM Friedrich August Kummer Pietro Antonio Coppola Johann Nepomuk Hummel Bernhard Romberg Gioacchino Rossini Ouvertüre „Anacreon" Konzertstück für Violoncello Arie Rondo brillante B-Dur für Klavier Capriccio für Violoncello Duett KM Anton Bernhard Fürstenau Fantasie für Klarinette Carl Gottlieb Reißiger „Heimatlied", mit Instrumentalbe gleitung KM Friedrich August Kummer Concertante für drei Violoncelli 248 Sonnabend, 16.12.1848,18.00 - KöHth 3. Abonnementskonzert der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent *) Christian Wilhelm Fischer, Dirigent der Chortitel (?) *) Theaterchor I. Ludwig van Beethoven Michael Haydn Joseph Haydn Luigi Cherubini II. Ludwig van Beethoven 2. Sinfonie „Tenebrae", Vokalsatz Hymnus „Des Staubes eitle Sorgen“ „Inclina Domine“ (aus „Musica sacra“) 7. Sinfonie Reißiger Fischer (?) Fischer (?) Fischer (?) Reißiger DrA, 18.12.1848 - DrJ, 16., 18.12.1848 - DAZL, 7.4.1849 - NZfM, 12.2.1849 - TZStA, OA *) DrJ erwähnt Reißiger nur für Beethoven, verm utlich hat die V okalsachen Chordirektor Fischer dirigiert Sonnabend, 23.12.1848,18.00 - KöHth Konzert zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Johanna Wagner, Sopran Franziska Schwarzbach, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Julius Eduard Lindemann, Bariton Mitglieder der Dreyssigschen Singakademie, des Vereins für Chorgesang und des Caecilienvereins Theaterchor Emil Naumann „Christus, der Friedensbote“, Oratorium nach Worten der Heiligen Schrift DrA, 22., 23.12.1848 - DrJ, 26.12.1848 - NZfM, 12.2.1849 - HTT - TZStA, OA Montag, 22.1.1849,19.00 - HdP Großes Vokal- und Instrumentalkonzert von Felicien-Cesar David, Dirigent Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle *) Franziska Schwarzbach, Sopran Anton Mitterwurzer, Bariton Carl Quanter, Deklamation „Orpheus“ Felicien-Cesar David „Christoph Columbus“, Sinfonie-Ode in vier Sätzen für De klamation, Soli, Chöre und großes Orchester (zum ersten Male) DrA,19., 20., 21., 22.1.1849 - DrJ, 19., 26.1.1849 *) Obw ohl die Königliche m usikalische Kapelle nicht annonciert ist, sollte man, anknüpfend an die gem einsam en Kon zerte am 11. und 16.7.1845, von ihrer M itw irkung ausgehen, zum al im Theater Schauspiel angesetzt war. 249 Montag, 5.2.1849,18.00 - KöHth 4. Abonnementskonzert der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Keine näheren Angaben, vermutlich wie im Konzert am 23.12.1848 Emil Naumann „Christus, der Friedensbote“, Oratorium nach Worten der Heiligen Schrift DrJ, 5.2.1849 - NZfM, 12.2. und 21.6.1849 Mittwoch, 21.2.1849,18.00 - KöHth 5. Abonnementskonzert der Königlichen musikalischen Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Theaterchor I. Wolfgang Amadeus Mozart Wolfgang Amadeus Mozart Wolfgang Amadeus Mozart Ludwig van Beethoven II. Ludwig van Beethoven Sinfonie g-Moll „Ave verum corpus" „Misericordias Domini cantabo" „Meeresstille und glückliche Fahrt“ für Chor und Orchester 8. Sinfonie DrA, 20., 21.2.1849 - DrJ, 21., 23.2.1849 - DrZ, 21.2.1849 - NZfM, 21.6.1849 Montag, 12.3.1849,19.00 - HdP Instrumental- und Vokalkonzert von Kztmstr. Karl Lipinski, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Franziska Schwarzbach, Sopran Carl Weixlstorfer, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Wolfgang Amadeus Mozart Kztmstr. Karl Lipinski Giovanni Pacini Kztmstr. Karl Lipinski Christoph Willibald Gluck Kztmstr. Karl Lipinski Ouvertüre 1. Satz des 4. Violinkonzerts (Manuskript) Rezitativ und Arie Introduktion und Variationen über Motive aus „La Cenerentola“ Duett aus „Iphigenia in Taurus“ Fantasie über Motive aus der polnischen Oper „Die Krakauer“ von Steffani Lipinski Schwarzbach Lipinski Weixlstorfer/ Mitterwurzer Lipinski DrA, 24.1, 6. +), 9. ++) 2., 8. +++), 11., 12.3.1849 - NZfM, 21.6.1849 - DrJ, 1. 2., 11.3.1849, 8.2.1849, Beitrag über Lipinski, 15.3.1849 +) A nnonce für 10.2 ++) Verschiebung auf spater +++) Annonce für 12.3. 250 Mittwoch, 14.3.1849,19.00 - SdH Großes Konzert zum Abschied von Carl Wilhelm Dettmer, Bass Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Wilhelmine Schröder-Devrient, Sopran Franziska Schwarzbach, Sopran Elise Schmidt, Mezzosopran Carl Weixlstorfer, Tenor Rudolf Schiele, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Julius Eduard Lindemann, Bariton Kztmstr. Franz Schubert, Violine KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Helma Heyne, Deklamation Gustav Räder, Deklamation I. Carl Maria von Weber Jubelouvertüre Giacomo Meyerbeer Szene und Duett aus „Die Hugenot ten“ Schröder-D./Dettmer N.N. Violinkonzert Schubert Gioacchino Rossini Duett aus „Tancredi" Schmidt/Weixlstorfer Luigi Cherubini Finale aus „Der Wasserträger“ Schwarzbach/ Schmidt/ Weixlstorfer/Schiele/ II. N.N. Lindemann/Dettmer Deklamation Heyne/Schwarzbach/ Gioacchino Rossini Terzett aus „Die diebische Elster“ Mitterwurzer/ Dettmer N.N. Klarinettenkonzert Kotte N.N. Lieder Schröder-Devrient Humoristische Vorträge Räder Carl Gottlieb Reißger „Des Sängers Abschied“ (Text: Gutzkow) Dettmer DrA, 5.+), 9.++), 14.3.1849 +) A nnonce für 10.3. ++) Verschiebung auf 14.3. Palmsonntag, 1.4.1849,18.00 - GrOH Große Musikaufführung zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Richard Wagner, Dirigent Henriette Kriete, Sopran Franziska Schwarzbach, Sopran Carl Weixlstorfer, Tenor 251 Anton Mitterwurzer, Bariton Dreyssigsche Singakademie, die Chöre der Musikdirektoren Otto und Schurig Mitglieder aus den Musikchören des Regiments Prinz Albert und der Kommunalgarde Theaterchor Ludwig van Beethoven Ouvertüre „Die Weihe des Hauses“ Wolfgang Amadeus Mozart „Der büßende David“ („Davidde pe- Reißiger nitente“) Ludwig van Beethoven 9. Sinfonie Wagner DrA, 23., 27., 31.3.1849 - D rJ, 31.3., 4.4.1849 - NZfM, 21.6.1849 - SfdmW , 10.4.1848 Freitag, 13.4.1849,19.00 - SdH Großes Konzert von Charles Mayer, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Kztmstr. Franz Schubert, Dirigent Ferdinand Sieber, Gesang KM Friedrich August Kummer, Violoncello KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette KM Joseph Rudolf Lewy, Horn I. Luigi Cherubini Ouvertüre zu „Faniska" Charles Mayer Allegro aus dem Klavierkonzert F- Dur Mayer Gaetano Donizetti Arie aus „Gli Elisiati in Siberia“ Sieber Carl Gottlieb Reißiger II. Charles Mayer Fantasie Nr. 1 für Klarinette Kotte Rondo brillant für Klavier und Or chester Mayer N.N. Konzertstück für Horn Lewy Ferdinand Sieber „Drei Schilflieder“ (Text Lenau) Sieber KM Friedrich August Kummer Fantasie über ein Thema aus „Die Nachtwandlerin“ für Violoncello Kummer Charles Mayer „Ma petite Barce“, Romanze Mayer Tarantelle Mayer DrA, 22., 30.1., 4., 12.2. +), 22.2., 2., 3.3. ++), 5., 6.3. +++), 12. *+), 13.4.1849 +) A nnonce für 24.2. ++) Annonce für 6.3. +++) Annonce für 12.3. *+) Annonce für 13.4. 252 Sonnabend, 5.5.1849,19.00 - GrOH Großes Instrumentalkonzert zum Besten der in Schleswig-Holstein invalid gewordenen sächsischen Krieger Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißger, Dirigent Richard Wagner, Dirigent Musikchöre des Regiments Prinz Albert, der Kommunalgarde und des Stadtmusikchors Ludwig van Beethoven Ludwig van Beethoven Hector Berlioz DrA, 15.4 +), 2.5., 3.5. ++) 1849 +) Vorläufige A nzeige: Großes Konzert zum Besten der verw undeten Krieger sowie der H interlassenen der in Schlesw ig Holstein Gefallenen ++) M itteilung, dass das Konzert „bis auf W eiteres" verschoben w ird, „da unter den gegenwärtigen Zeitverhältnissen auf eine allgem eine Theilnahm e des geehrten Publikum s kaum zu rechnen sein dürfte". Dies w äre das letzte Konzert im Opernhaus am Zw inger gewesen, da das Gebäude am 6. M ai 1849, einen Tag nach dem geplanten Konzert, infolge der revolutionären Ereignisse ein Raub der Flam m en wurde. Freitag, 22.6.1849,18.00 - KöHth Konzert zum Besten des Hilfsvereins zu Dresden Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Franziska Schwarzbach, Sopran Elise Schmidt, Mezzosopran Carl Weixlstorfer, Tenor Theaterchor I. Felix Mendelssohn Bartholdy II. Ludwig van Beethoven DrA, 20., 21 .6 .1849-H T T Dienstag, 28.8.1849,18.00 - KöHth Im Rahmen des Festprogramms der Goethe-Feier vom 27. bis 30.8.1849 Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent (in den Annoncen ungenannte) Schauspieler 2. Sinfonie („Lobgesang") 5. Sinfonie 3. Sinfonie „Wellingtons Sieg oder die Schlacht bei Vittoria", Die Schlacht - Siegessinfonie Trauer- und Triumphsinfonie 253 Ludwig van Beethoven Theodor Hell Johann Wolfgang von Goethe Johann Wolfgang von Goethe Johann Wolfgang von Goethe/ Carl Gottlieb Reißiger Ouvertüre „Egmont" Prolog „Die Laune des Verliebten“ Lebende Bilder aus seinen Dichtungen („Götz" nach Zeich nungen von Stielke, „Egmont“ und „Iphigenie“ nach Zeich nungen von Kaulbach) „Der Raub der Helena“ - Szenen aus „Faust“, Teil 2, einge richtet von Gutzkow, Musik von Carl Gottlieb Reißiger (zum ersten Male) DrJ, 26., 27., 28.8.1849 Mittwoch, 29.8.1849,16.00 - PGrG Musikalische Feier im Rahmen des Festprogramms der Goethe-Feier vom 27. bis 30.8.1849 Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Robert Schumann, Dirigent Franziska Schwarzbach, Sopran Carl Weixlstorfer, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Carl Gottlieb Risse, Bass Dreyssigsche Singakademie Robert Schumanns Verein für Chorgesang Mitglieder anderer Chorvereine „mehrere geehrte Dilettantinnen und Dilettanten“ Felix Mendelssohn Bartholdy „Die erste Walpurgisnacht“ Reißiger Robert Schumann „Fausts Verklärung“, Schluss-Szene Schumann aus „Faust“, 2. Teil (Uraufführung) DrA, 8. +). 26., 27., 29.8.1849 - DrJ, 26., 27., 2 8 , 29.8., 30.8., 1.9.1849 +) erste Veröffentlichung des Gesam tprogram m s Mittwoch, 7.11.1849,18.00 - KöHth Musikalische Akademie zum Besten des Pensions-Fonds für den Sängerchor des Königlichen Hoftheaters Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Antonia Palm-Spazzer, Sopran Frl. Poser, Sopran Clara Lehmann, Sopran Agathe Kiesewalter, Alt Herr Richter, Tenor Carl Stelzig, Bass KM Friedrich August Kummer, Violoncello N.N., Klavier Theaterchor 254 I. Carl Maria von Weber Antonio Lotti N.N. Felix Mendelssohn Bartholdy KM Friedrich August Kummer Johann Gottfried Schicht II. Ludwig van Beethoven DrA, 5., 6., 7 .11.1849 Ouvertüre „Crucifixus", achtstimmig, mit Be gleitung der Kontrabässe Arie Motette für Frauenstimmen mit Klavier Fantasie über ein russisches Volkslied für Violoncello und Orchester „Jauchzet dem Herrn, alle Welt“, doppelchörige Motette 4. Sinfonie Montag, 26.11.1849,19.00 - SdH Konzert von KM Moritz Fürstenau, Flöte Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Franziska Schwarzbach, Sopran Francesco Maria dalle Aste, Bass Kztmstr. Franz Schubert, Violine KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette I. Ludwig van Beethoven Wolfgang Amadeus Mozart KM Anton Bernhard Fürstenau Vincenzo Bellini II. Kztmstr. Franz Schubert Gaetano Donizetti KM Anton Bernhard Fürstenau Giacomo Meyerbeer DrA, 1., 17., 19., 21., 24., 26.11 .1849- D r J , 25.: Ouvertüre „König Stephan“ Arie aus „Don Giovanni“ Variationen über ein Thema aus „La Sonnambula“ Duett aus „Die Puritaner“ Fantasie über „Don Giovanni“ für Violine Arie aus „Anna Bolena“ Introduktion und Rondo über The men aus „Die Vestalin“ von Spontini für Klarinette und Flöte Ouvertüre „Vielka, ein Feldlager in Schlesien“ (zum ersten Male) 1.1849-O A Palm-Spazzer Poser/Lehmann/ Frauenchor/N.N. Kummer Poser/Kiesewalter/ Richter/Stelzig/ Theaterchor dalle Aste M.Fürstenau Schwarzbach/ dalle Aste Schubert Schwarzbach Kotte/M.Fürstenau 255 Sonnabend, 5.1.1850,19.00 - HdS Freitag, 4.1.1850, 9.00 Uhr Hauptprobe Musikaufführung zum Besten der Diakonissenanstalt Wiederholung Sonnabend, 12.1.1850 - SdH zum Besten der Armen-Versorgungsbehörde Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Robert Schumann, Dirigent Franziska Schwarzbach, Sopran Frl. Jakobi Heinrich Maria Schmidt, Tenor „sowie einige geehrte kunstgeübte Dilettanten“ Robert Schumanns Verein für Chorgesang, Singechor der Kreuzschule Robert Schumann „Das Paradies und die Peri" DrA, 1., 2., 3., 4. +), 5.1., 11 ++)., 12.++)1.1850 - NZfM, 12.7.1850 - DrJ, 31.12.1849 +) M itteilung über die kurzfristige V erlegung vom 4. auf 5.1. ++) m it besonderem Hinweis auf den sozialen Zweck Aschermittwoch, 13.2.1850 - KöHth Großes Konzert zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Franziska Schwarzbach, Sopran Agathe Kiesewalter, Alt Franz Himmer, Tenor Francesco Maria dalle Aste, Bass Theaterchor Joseph Haydn Sinfonie G-Dur („Militär“) Carl Gottlieb Reißiger „An Gott, den Vater“, Psalm von Klopstock Ludwig van Beethoven Marsch mit Chor der Derwische aus „Die Ruinen von Athen“ Franz Schubert Große Sinfonie C-Dur *) DrA, 10., 12., 13.2.1850 - DrJ, 13., 16.2.1850 - NZfM , 12.7.1850 - HTT *) Bem erkenswert: Die Dresdner Erstaufführung der Sinfonie hatte bereits am 25.11.1842 durch das Stadtmusikkorps unter der Leitung von Johann Gottlieb Zillm ann statt gefunden. Montag, 25.2.1850,19.00 - HdS Konzert zum Besten des Auswanderungsvereins in Dresden Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Antonia Palm-Spazzer, Sopran Anton Mitterwurzer, Bariton KM Moritz Fürstenau, Flöte Eduard Devrient, Deklamation 256 I. Carl Maria von Weber Michel William Balfe N.N. Carl Gottlieb Reißiger II. Ludwig van Beethoven Ouvertüre Arie „II piacer" Palm-Spazzer Solo für Flöte Fürstenau Arie aus„Libella" Mitterwurzer Musik zu „Egmont" mit erläuternder Devrient/Palm- Poesie von Mosengeil Spazzer DrA, 22., 23, 24.2.1850 Montag, 4.3.1850,19.00 - HdS Großes Konzert von Henriette Nissen, Gesang Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Kztmstr. Franz Schubert, Violine KM August Zizold, Flöte I. Carl Gottlieb Reißiger Louis Spohr Kztmstr. Franz Schubert Giuseppe Verdi II. Luigi Cherubini Alessandro Stradella N.N. N.N. Ouvertüre Arie aus „Faust“ Nissen „La Napolitana“, variierte National- Schubert themen für Violine Arie aus„Ernani“ Nissen Ouvertüre Kirchen-Arie Nissen Solo für Flöte Zizold Schwedische Lieder Nissen DrA, 23., 26.2., 2., 3., 4.3.1850 - D rJ, 4.3.1850 - Konzertzettel OA Freitag, 15.3.1850,18.00 - KöHth Konzert von Jenny Lind, Sopran Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle KM Moritz Fürstenau, Flöte KM August Zizold, Flöte KM Johann Poland, Violine Lind Lind Lind/Fürstenau/ Zizold Lind Lind Lind Poland DrA, 14., 15.3.1850 - D rJ, 15.3., 17.3.1850 - NZfM , 12.7.1850 - HTT Wolfgang Amadeus Mozart Wolfgang Amadeus Mozart Vincenzo Bellini Giacomo Meyerbeer Wilhelm Carl Gottfried Taubert Robert Schumann N.N. N.N. Ouvertüre „Die Zauberflöte“ Arie aus „Don Giovanni“, „Non mi dio bell' idol mio“ Arie aus „Die Puritaner“, „Qui la sua voce mi chiamo" Trio für Sopran und zwei obligate Flöten Lied „Ich muss nun einmal singen“ Lied Norwegisches Lied Fantasie über Themen aus „Anna Bolena“ 257 Palmsonntag, 24.3.1850,18.00 - KöHth Große Musikaufführung zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Carlo Emmanuele Barbieri, Dirigent Franziska Schwarzbach, Sopran Franz Himmer, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Dreyssigsche Singakademie, Mitglieder der Chöre der Musikdirektoren Otto, Schurig, Kunze, Hartung und Meyer Theaterchor I. Joseph Haydn Felix Mendelssohn Bartholdy Alessandro Scarlatti II. Ludwig van Beethoven „Die Schöpfung“, 1. Teil Barbieri Ouvertüre „Die Hebriden“ Reißiger „Tu es Petrus“, Antifona a due Cori Barbieri Reali 7. Sinfonie Reißiger HTT - DrA, 18., 20., 21., 23., 24., 28. +) 3. 1850 - NZfM, 12.7.1850 - DrJ, 9., 24.3.1850 - D rC, 22.3.1850 +) m it D anksagung des Vorstands an die M itw irkenden Karfreitag, 29.3.1850,16.30 - Dom zu Meißen Konzert Mitwirkende Mitglieder der Königlichen musikalischen Kapelle G.Hartmann, Dirigent Aloysia Michalesi, Mezzosopran Agathe Kiesewalter, Alt Anton Mitterwurzer, Bariton und weitere Solisten Herr Langer, Orgel Mitglieder der Chöre der Musikdirektoren Kunze, Meyer und Biehr Felix Mendelssohn Bartholdy „Elias“ DrA, 28.3.1850 - DrJ, 28.3.1850 Donnerstag, 30.5.1850 - KöHTh Konzert *) Gaetano Donizetti Gioacchino Rossini N.N. N.N. N.N. Vincenzo Bellini 1. Akt „Lucia di Lammermoor“ Szenen aus „L'Italiana in Algeri“ „La calesera“, spanische Romanze Potpourri für Orchester „El Jaleo de Xerxes“ 3. Akt aus „La Sonnambula“ HTT *) im zw eiten Teil des Abends nach einem Schauspiel 258 Sonntag, 28.7.1850 - Frauenkirche Konzert zur Bach-Säkularfeier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Weitere Dresdner Musiker Carl August Krebs, Dirigent Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Julius Otto, Dirigent Aloysia Michalesi, Mezzosopran Joseph Tichatschek, Tenor Kztmstr. Karl Lipinski, Violine Carl Kloss, Orgel Johann Schneider, Orgel Kreuzchor, verschiedene Gesangvereine Theaterchor I. Johann Sebastian Bach Johann Sebastian Bach Johann Sebastian Bach II. Giovanni Pierluigi da Palestrina Choral III. Felix Mendelssohn Bartholdy Adolph Hesse Ludwig van Beethoven Präludium und Fuge c-Moll für Orgel „Singet dem Herrn ein neues Lied“ Arie aus der Matthäuspassion „Gloria“ „Ein feste Burg“ für gemischte Stim men, Posaunenchor und Orgel Cavatine aus „Paulus“ Orgel-Concert-Fantasie Schneider Chöre Michalesi/Lipinski/ Reißiger Krebs Otto Tichatschek Kloss Große Fugen-Ouvertüre C-Dur, op. 124 Kapelle/Reißiger Nach John 1998, S. 29 Montag, 26.8.1850,16.00 - PGrG Musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Franziska Schwarzbach, Sopran Franz Himmer, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Francesco Maria dalle Aste, Bass KM August Zizold, Flöte Theaterchor 259 I. Gasparo Spontini Joseph Haydn Giulio Briccialdi Joseph Haydn Ouvertüre „Olimpie" Arie aus „Die Schöpfung“ Fantasie für Flöte Duett aus „Die Schöpfung“ (3. Teil) Himmer Zizold Schwarzbach/ dalle Aste Schwarzbach/ Mitterwurzer/Chor Felix Mendelssohn Bartholdy Arie und Schluss des 1. Teils aus „Elias“ II. Ludwig van Beethoven 5. Sinfonie DrA, 20., 24., 26.8.1850 Montag, 28.10.1850,18.00 - Saal der Dreyssigschen Singakademie, Brühlsche Terrasse „Zur Säkularfeier J.S.Bachs im eigenen Lokale mit der Kgl. Kapelle" *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Johann Gottlob Schneider, Dirigent Kztmstr. Karl Lipinski, Violine Anton Mitterwurzer, Bariton Weitere Solisten, Dreyssigsche Singakademie Johann Sebastian Bach Messe h-Moll **) DrA, 23., 26. 28.10.1850 - DrJ, 30.10.1850 - NZfM , 12.7.1850 *) Schmid, Geschichte der D reyssigschen Singakadem ie, S. 58 **) D ie D reyssigsche Singakadem ie hatte die h-M oll-M esse zuvor zum ersten M ale in Dresden m it Klavierbegleitung anlässlich ihres Stiftungsfestes am 13. M ärz 1850 aufgeführt (Schmid 1907, S. 57); es handelte sich also am 28.10.1850 um die erste D resdner A ufführung m it Orchester Donnerstag, 7.11.1850,18.00 - KöHth Musikalische Akademie zum Besten des Pensions-Fonds für den Sängerchor des Königlichen Hoftheaters Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Franziska Schwarzbach, Sopran Aloysia Krebs-Michalesi, Mezzosopran Agathe Kiesewalter, Alt Eduard Devrient, Deklamation Theaterchor I. Niels W. Gade II. Felix Mendelssohn Bartholdy Chöre und Musik zu „Athalia“ (Trau- Theaterchor/ erspiel von Racine) mit Zwischentexten Devrient von Eduard Devrient (zum ersten Male) Sinfonie c-Moll (neu) DrA, 3., 6., 7.11.1850 - DrJ, 30.10., 7., 9.11.+)1850 - NZfM, 13.12.1850 - HTT +) nennt anstelle der bisher angekündigten Henriette Kriete als dritte Solistin A gathe Kiesewalter 260 Donnerstag, 16.1.1851,19.00 - SdH Vokal- und Instrumentalkonzert von KM Heinrich Karl August Hübler, KM Julius Ernst Schlitterlau, KM Friedrich August Moschke und KM Johann Wilhelm Lorenz (Hornquartett) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Agnes Bunke, Sopran Aloysia Krebs-Michalesi, Mezzosopran Joseph Tichatschek, Tenor Franz Himmer, Tenor Friedrich Abiger, Bass Kztmstr. Franz Schubert, Violine KM Karl August Richter, Klavier Carl Gottlieb Reißiger Wolfgang Amadeus Mozart KM Anton Johann Hansel Franz Schubert Felix Mendelssohn Bartholdy Kztmstr. Franz Schubert Carl Gottlieb Reißiger Carl August Krebs Ferdinando Paer KM Anton Johann Hansel Richard Wagner Ouvertüre „Adele de Foix“ Arie aus „Figaros Hochzeit“: „0 säume länger nicht“ *+) Konzert für vier chromatische Wald hörner (Manuskript) „Im Freien“ - „Gute Nacht“ „Frühlingsahnung“ und „Lerchenge sang“ aus op. 48 *) Fantasie über „Figaros Hochzeit“ (neu) Arie aus „Libella“ „Mein Herz ist im Hochland“, Lied mit Begleitung des Klaviers und vier Waldhörnern Duett aus „Sargino“: „Voi non vedeste mai“ *+) Adagio für vier Hörner Chor der Friedensboten aus „Rienzi“, bearbeitet für vier Hörner *) Bunke Hornquartett Tichatschek Bunke/Krebs-Michalesi/Himmer/ Abiger Schubert Abiger Himmer/Richter/ Hornquartett Bunke/ Krebs-Michalesi Hornquartett Hornquartett DrA, 30.12.1850, 3., 8. +), 15,16.1.1851 - D rJ, 8., 15.,18.1.*+)1851 - NZfM, 11.4.1851 *) dieser Titel ist in der A nnonce am 8.1. m it dem Zusatz „auf V erlangen" versehen, DrJ, 18.1,. verw eist auf eine A uffüh rung „neulich im H oftheater" +) Konzert statt ursprünglich am 11. nunm ehr am 16.1. *+) benennt die Titel und Friedrich A biger anstelle des angekündigten, aber indisponierten A nton M itterw urzer Aschermittwoch, 5.3.1851,18.00 - KöHth Großes Konzert zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Carl August Krebs, Dirigent Emmy la Grua, Sopran Theaterchor 261 Joseph Haydn Gioacchino Rossini Ludwig van Beethoven II. Hector Berlioz Sinfonie B-Dur Arie aus „La gazza ladra": „Di piacer mi balza il cor" Marsch und Chor, Chor der Derwi sche aus „Die Ruinen von Athen" Sinfonie fantastique Reißiger Reißiger /la Grua Reißiger/Theaterchor Krebs DrA, 28.2, 5.3.+) 1851 - DrJ, 7.3.1851 - SCZ, 5.3., 7.3.1851 - NZfM, 11.4.1851 - HTT - Program m m it Text (auch Berlioz' Erklärung zur Sym phonie fantastique) TZStA, OA +) m it Publikum säußerung und Nennung des Arien-Titels Palmsonntag, 13.4.1851,18.00 - KöHth Große Musikaufführung zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Carl August Krebs, Dirigent Solisten Dreyssigsche Singakademie, Musikchor des Musikdirektors Schurig Theaterchor Georg Friedrich Händel „Das Alexanderfest" Reißiger (Fassung von Wolfgang Amadeus Mozart) Ludwig van Beethoven 3. Sinfonie Krebs DrA, 3., 8., 11., 13.4.1851 - SCZ, 15.4.1851 - DrJ, 15.4.1851 - NZfM, 9.5.1851 - HTT Montag, 2.6.1851,18.30 - KöHth Musikalische Akademie und deklamatorische Vorträge von Anton Freiherr von Kiesheim *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Agnes Büry, Sopran Franz Himmer, Tenor Karl Becker, Bariton KM Heinrich Karl August Hübler, Horn KM Karl August. Richter, Harfe 262 Wolfgang Amadeus Mozart Anton Freiherr von Kiesheim Giuseppe Verdi Franz Lachner Gustav Hölzel/Franz von Suppe Anton Freiherr von Kiesheim Gioacchino Rossini Ouvertüre „Figaros Hochzeit“ Gedichte in österreichischer Mundart: Kiesheim „Das Schwarzblatt'l aus dem Wienerwald an die Dresdner Leut'“ - „Die Waldzeitung“ - „Die Tränen“ - „Der einsame Ort“ Arie aus „Ernani“ Büry „Der Jäger und sein Mütterl", Gedicht Klesheim/Hübler/ mit melodramatischer Begleitung für Richter Horn und Harfe (Text von Kiesheim) Lieder (Texte von Kiesheim) Himmer „Das gefangene Waldvögerl", „Das Kiesheim schlafende Kind“, „Die Stutzer“ Duett aus „Der Barbier von Sevilla“ Büry/Becker SCZ, 4.6.1851 - TZ - Im 2. Teil eines Theaterabends nach einem Lustspiel Dienstag, 26.8.1851,16.00 - PGrG Konzert zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Emmy la Grua, Sopran Anton Mitterwurzer, Bariton KM Friedrich Seelmann, Violine KM Friedrich August Kummer, Violoncello I. la Grua Kummer Mitterwurzer Seelmann II. Ludwig van Beethoven Sinfonie DrA, 23., 25., 26.8.1851 - SCZ, 28.8.1851 - DrJ, 28.8.1851 - NZfM, 12.9.1851 - HTT Carl Maria von Weber Vincenzo Bellini KM Friedrich August Kummer Carl Gottlieb Reißiger Felix Mendelssohn Bartholdv Ouvertüre „Oberon Arie aus „Norma“ Fantasie für Violoncello Szene und Arie aus „Adele de Foix“ Violinkonzert 263 Freitag, 7.11.1851,18.00 - KöHth Historisches Konzert zum Besten des Pensions-Fonds für den Sänger-Chor des Königlichen Hoftheaters in drei Abteilungen mit Kompositionen von sächsischen Kapellmeistern, in historischer Reihenfolge geordnet Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Henriette Großer, Sopran Susanne Bredo, Sopran Agnes Büry, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor Franz Himmer, Tenor Eduard Rudolph, Bariton Friedrich Abiger, Bass Francesco Maria dalle Aste, Bass Theaterchor I. Johann Walter „Gott hat das Evangelium", Choral Theaterchor Heinrich Schütz „Das Vater unser" *) Theaterchor Antonio Lotti „Kyrie" aus einem Requiem Theaterchor Nicola Antonio Porpora II. Johann Adolf Hasse „Magnificat" Theaterchor Chor und Arie aus „Olimpiade" Großer/Theaterchor Johann Gottlieb Naumann Arie mit Chor aus „Ptolomeo" dalle Aste/ Ferdinando Paer Finale aus „Sargino" Theaterchor Großer/Bredo/ III. Carl Maria von Weber Ouvertüre „Euryanthe" **) Himmer/ Rudolph/ dalle Aste/Abiger/ Theaterchor Francesco Morlacchi Arie aus „Teobald und Isolina" Büry Carl Gottlieb Reißiger „Salve Regina" Richard Wagner Matrosenlied und -chor aus „Der flie- Tichatschek/ gende Holländer" Theaterchor DrA, 4., 6., 7.11.1851 - SCZ, 7., 9.11.1851 - DrJ, 7., 9.11.1851 - N ZfM , 5.12.1851 - HTT *) lt. SCZ fünfstim m ig, m it Steicherbegleitung **) „w iederholt" 264 Montag, 17.11.1851,19.00 - SdH Konzert von KM Friedrich Tröstler, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Agnes Büry, Sopran Alexander Reichardt, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton KM Moritz Fürstenau, Flöte KM Rudolph Theodor Hiebendahl, Oboe Heinrich Kummer, Klavier I. Carl Gottlieb Reißiger Giuseppe Verdi Ferdinand David Franz Schubert Joseph Dessauer Henri Vieuxtemps/Heinrich Wolff II. N.N. KM Anton Bernhard Fürstenau Felix Mendelssohn Bartholdy Henri Vieuxtemps DrA, 12., 16. +)11.1851 - DrJ, 19.11.1851 +) w egen Spielplanänderung im Theater V erschiebung vom 18. auf 17.11. Ouvertüre „Der Schiffbruch der Medusa“ Arie aus „Ernani" Büry Violinkonzert e-Moll, 1. Satz Tröstler Lied Reichardt Lied Reichardt Große Fantasie über Themen aus Kummer /Tröstler „Oberon“ für Klavier und Violine Lied Mitterwurzer Duo über Themen aus „Wilhelm Teil“ M. Fürstenau/ für Flöte und Oboe Hiebendahl „Wanderlied“ Büry „Yankee Joodle“ Tröstler Montag, 12.1.1852,19.00 - SdH Konzert von Rudolf Wehner, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Agnes Bunke, Sopran Francesco Maria dalle Aste, Bass Kztmstr. Franz Schubert, Violine KM August Zizold, Flöte I. Luigi Cherubini Louis Spohr Charles Mayer Constantin Julius Becker Heinrich Esser Kztmstr. Franz Schubert Ouvertüre „Anacreon“ Arie aus „Faust“ *) Bunke Klavierkonzert Wehner „Bild aus Ungarn“, Ballade dalle Aste „Mein Engel“ dalle Aste „Alpenrosen“, Variationen über Tiro- Schubert ler Nationalmelodien 265 II. Frederic Chopin Ballade g-Moll Wehner Carl Maria von Weber „Das erste Schneeglöckchen“ Bunke Felix Mendelssohn Bartholdy Lied Bunke Giulio Briccialdi Fantasie für Flöte Zizold Julius Schulhoff Galopp Wehner DrA, 3., 8., 10., 11 ,12 .1 .1 8 5 2 -S C Z , 14.1.1852 - D rJ, 14.1.1851 *) lt. SCZ erklang anstelle der A rie von Louis Spohr die A rie der Gräfin aus M ozarts „Figaros H ochzeit" Dienstag, 10.2.1852,19.00 - SdH Konzert von KM Friedrich Wilhelm Lauterbach, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Agnes Bunke, Sopran Anton Mitterwurzer, Bariton Kztmstr. Franz Schubert, Violine Rudolf Wehner, Klavier Franziska Berg, Deklamation I. Luigi Cherubini Joseph Haydn Henrik Bernhard Crusell Felix Mendelssohn Bartholdy Franz Schubert Kztmstr. Franz Schubert II. Peter Joseph von Lindpaintner Rudolph Beyer N.N. DrA, 27.12.1851, 3., 8.,10.+) 2.1852 +) w egen Krankheit Verschiebung erforderlich (ein neuer Term in w urde im D rA nicht bekannt gegeben) Ouvertüre „Lodoiska" Arie Bunke Adagio A-Dur und Konzertsatz für Lauterbach Klarinette „Jagdlied“ Mitterwurzer „Romanze des Richard Löwenherz“ Mitterwurzer „Tarantelle“ für Violine Schubert „Die Glocke“ (nach Friedrich Schiller) „Im stillen Grunde“ - „Wohin mit der Freude“ Duo für Klarinette und Klavier Berg Bunke L auterbach/Wehne r 266 Aschermittwoch, 25.2.1852,18.00 - KöHTh Großes Konzert zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl August Krebs, Dirigent Mathilde Vibrans, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor Marie Bayer-Bürk, Deklamation Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie C-Dur (Jupitersinfonie) Felix Mendelssohn Bartholdy Arie aus „Elias" Friedrich Halm „Das Kind der Witwe" Alessandro Stradella Arie Ludwig van Beethoven 5. Sinfonie Vibrans Bayer-Bürk Tichatschek DrA, 20., 23.2.1852 - SCZ, 25., 27.2.1852 - DrJ, 25., 27.2.1851 - NZfM , 16.4.1852 - HTT Palmsonntag, 4.4.1852,18.00 - KöHth Große Musikaufführung zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Henriette Großer, Sopran Joseph Tichatschek. Tenor Dreyssigsche Singakademie, Chor des Musikdirektors Schurig Theaterchor Carl Gottlieb Reißiger „David", Oratorium nach Worten der Heiligen Schrift (zum ersten Male) Ludwig van Beethoven 7. Sinfonie DrA, 24., 28.3., 2.,3., 4.4.1852 - DrJ, 4., 6.4.1852 - SCZ, 6.4.1852— NZfM , 16.4.1852 - HTT Dienstag, 17. 8 1852 - Frauenkirche Konzert Mitwirkende vermutlich wie 4.4.1852 Carl Gottlieb Reißiger „David", Oratorium nach Worten der Heiligen Schrift Nach John 1998, S. 29 Dienstag, 31.8.1852,16.00 - PGrG Musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Christian Wilhelm Fischer, Dirigent der Chortitel Agnes Bunke, Sopran KM August Zizold, Flöte Theaterchor 267 I. Felix Mendelssohn Bartholdy Giulio Briccialdi Felix Mendelssohn Bartholdy Carl Gottlieb Reißiger Felix Mendelssohn Bartholdy Felix Mendelssohn Bartholdy II. Ludwig van Beethoven Ouvertüre „Ein Sommernachtstraum“ Konzertstück für Flöte „Ruhetal“ - „Frühlingsahnung“ „Wer recht in Freuden wandern will“ „Ave Maria“ Finale 1. Akt der Oper „Loreley“ Sinfonie F-Dur Zizold Theaterchor Theaterchor Bunke/Theaterchor Bunke/Theaterchor DrA, 27., 28.8.1852 - DrJ, 2.9.1852 - SCZ, 2.9.1852 - HTT Montag, 8.11.1852,18.00 - KöHTh Konzert zum Besten des Pensions-Fonds für den Sänger-Chor des Königlichen Hoftheaters Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl August Krebs, Dirigent Christian Wilhelm Fischer, Dirigent der Chortitel (?) Kztmstr. Karl Lipinski, Solovioline und Leitung Agnes Bunke, Sopran Aloysia Krebs-Michalesi, Mezzosopran Johann Weixlstorfer, Tenor Johann Conradi, Bass Theaterchor Leonhart Schröter Orlandus Lassus Giovanni Gabrieli II. Johann Sebastian Bach Gian Francesco de Majo Wolfgang Amadeus Mozart III. Ludwig van Beethoven Weihnachtslied „Hört zu, seid getrost“ „In monte oliveti“ („Gebet des Herrn am Ölberge") „Jubilate Deo omnis terra“ (achtstimmig) auf Verse aus Psalm 100,128 und 130 Suite für Streichinstrumente*) Arie des Agamemmnon aus „Antigone“ Sinfonie D-Dur „Preis der Tonkunst“ für Orchester, Soli und Chor (Text von Rochlitz) (original: „Der glorreiche Augen blick“) (Erstaufführung) Theaterchor Theaterchor Theaterchor Lipinski Weixlstorfer Bunke/Krebs-Michalesi/Weixlstorfer/ Conradi/Theaterchor DrA, 5., 7., 8.11.1852 - DrJ, 7.11.1852 ausführliche Program m vorschau *), 10.11.1852 - SCZ, 10.11.1852 - TZ *) Aus den Beschreibungen DrJ, 7.11.1852, geht nicht hervor, um w elche Suite Bachs es sich bei der von Lipinski geleite ten Aufführung tatsächlich gehandelt haben könnte. D er Konzertm eister spielte in der Ouvertüre und im A i r (!) eine Solovioline; verm utlich handelte es sich um eine Bearbeitung (der 3. Ouvertürensuite?) oder/und eine Zusam m enstel lung von Sätzen aus verschiedenen Bach-Suiten. Im Zusam m enhang m it einer W iederholung der Aufführung am 9.2.1853 w ird von einer „Suite für Orchester D -D ur" gesprochen. 268 Donnerstag, 27.1.1853,19.00 - HdS Konzert zum Besten des Rath- und Hilfsvereins am Geburtstag seiner Allerhöchsten Schutzherrin Ihrer Majestät der Königin Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl August Krebs, Dirigent Aloysia Krebs-Michalesi, Mezzosopran Johann Weixlstorfer, Tenor Johann Conradi, Bass KM Carl Christian Eisner, Horn Emil Walther, Deklamation Liedertafel Gasparo Spontini Ferdinando Paer N.N. Ferdinando Paer II. Felix Mendelssohn Bartholdy Ouvertüre „Olympie" Duett aus „Sargino" Konzertstück mit Horn Terzett aus „Sargino" „Oedipus in Colonnos" des Sophokles (deklamatorische Strophen, bearbeitet von Liebert) Krebs-Michalesi/ Weixlstorfer Eisner Krebs-Michalesi/ Weixlstorfer/ Conradi Walther/Liedertafel DrA, 23., 25.+), 26.1.1853 - DrJ, 29.1.1853 +) Extra-Annonce für die M itglieder der Liedertafel als Hinweis auf die Generalprobe am 26.1., 14.00 Aschermittwoch, 9.2.1853,18.00 - KöHth Großes Konzert zum Besten des Unterstützungsfonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Christian Wilhelm Fischer, Dirigent der Chortitel Luise Meyer, Sopran KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Theaterchor I. Joseph Haydn Sinfonie G-Dur (zum ersten Male) II. Antonio Lotti „Crucifixus" (zehnstimmig) Johann Sebastian Bach Suite für Orchester D-Dur *) Wolfgang Amadeus Mozart Arie aus „Titus" Otto Nicolai Motette „Ehre sei Gott in der Höhe III. Ludwig van Beethoven 8. Sinfonie DrA, 7.2., 9.2.1853 - DrJ, 11.2.1853 - SCZ, 9.2., 11.2.1853 - HTT - TZ *) aus der Kritik des D rJ geht hervor, dass es sich um die W iederholung der am 8.11.1852 gespielten Suite handelte (siehe Anm. unter 8.11.1852) Theaterchor Meyer/Kotte Theaterchor 269 Montag, 21.2.1853,19.00 - SdH Vokal- und Instrumentalkonzert von KM Johann Gotthelf Forkert, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl August Krebs, Dirigent Clementine Howitz-Steinau, Sopran Aloysia Krebs-Michalesi, Mezzosopran Anton Mitterwurzer, Bariton KM Johann Poland, Violine Franziska Berg, Deklamation I. KM Joseph Dominick Wolfgang Amadeus Mozart KM Theodor Uhlig N.N. Heinrich Marschner II. Hubert Leonard Moritz Siering KM Joseph Dominick Gioacchino Rossini Carl Maria von Weber Ouvertüre zu dem Melodram „Die Älpler ''(Manuskript) Rezitativ und Arie der Vitella aus „Titus“ „Ecco il punto"/"Non piu di Fiori" Allegro brillante für Klarinette (Manu skript) Deklamation Arie aus „Hans Heiling" „Fantasie militaire" für Violine „An die Erwählte“ - „Mailied“ (Goethe) Fantasie über zwei Lieder (Manuskript) Duett „Quis est homo“ aus „Stabat mater“ Jubelouvertüre Krebs-Michalesi Forkert Berg Mitterwurzer *) Poland Howitz-Steinau Forkert Krebs-Michalesi/ Howitz-Steinau DrA, 14., 18.2., 21.2.1853 - D rJ, 23.2.1853 - SCZ, 23.2.1853 *) lt. SCZ sang Karl Becker Montag, 28.2.1853,19.00 - SdH Konzert des Waldhorn-Quartetts: KM Heinrich Hübler, KM Julius Ernst Schlitterlau, KM Friedrich August Moschke und KM Johann Wilhelm Lorenz Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Luise Meyer, Sopran Johann Weixlstorfer, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton KM August Zizold, Flöte KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Rudolf Wehner, Klavier 270 I. Carl Gottlieb Reißiger Ouvertüre „Yelva" Ludwig van Beethoven Szene und Arie „Ah perfido" Meyer KM Theodor Uhlig Concertante für vier Waldhörner (zum ersten Male) Hornquartett Franz Schubert „Der Wanderer“ Mitterwurzer N.N. „Loreley“, Duett mit obligater Klari Weixlstorfer/ II. N.N. nette und Klavier Mitterwurzer/ Kotte/Wehner Arie Weixlstorfer KM Anton Bernhard Fürstenau „L'Hlusion", Adagio und Variationen für Flöte Zizold Franz Schubert „Sei mir gegrüßt“ - „Das Veilchen“ Meyer KM Anton Johann Hansel Divertissement für vier Waldhörner (zum ersten Male) Hornquartett DrA, 22.2., 27.2., 2 8 .2 .1 8 5 3 - DrJ, 2.3.1853 Palmsonntag, 20.3.1853,18.00 - KöHth Große Musikaufführung zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl August Krebs, Dirigent Luise Meyer, Sopran Susanne Bredo, Sopran Johann Weixlstorfer, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Johann Conradi, Bass Dreyssigsche Singakademie, Chor des Musikdirektors Schurig „und mehrere Herren Musiker“ Theaterchor Wolfgang Amadeus Mozart Requiem Ludwig van Beethoven 9. Sinfonie DrA, 11., 15., 17., 19.+), 20.3.1853 - DrJ, 22.3.1853 - SCZ, 22.3.1853 - HTT - TZ +) Ankündigung der öffentlichen Generalprobe Dienstag, 5.4.1853,19.00 - SdH Konzert von KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Luise Meyer. Sopran Johann Weixlstorfer, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Kztmstr. Franz Schubert, Violine KM Friedrich August Kummer, Violoncello KM Carl Christian Eisner, Horn KM Karl August Richter, Klavier 271 Carl Gottlieb Reißiger Heinrich Marschner Heinrich Joseph (oder Carl?) Bär mann Wolfgang Amadeus Mozart Kztmstr. Franz Schubert Bernhard Henrik Crusell Johann Wenzel Kalliwoda KM Friedrich August Kummer Felix Mendelssohn Bartholdy Carl Maria von Weber Ouvertüre „Der Schiffbruch der Medusa“ Arie aus „Hans Heiling" Adagio religioso und Rondo brillant für Klarinette *) Arie aus „Die Zauberflöte“ „Tarantella“ für Violine „Pastorale semplice“ für Klarinette „Die Entführung“, Lied mit obligatem Waldhorn und Klavier „Cantilena ed Allegro a la Mazurka“ für Violoncello (neu) „Die Liebende schreibt“ - „Es weiß und rät es doch keiner“ Adagio und Rondo für Klarinette Meyer Kotte Weixlstorfer Schubert Kotte Mitterwurzer/Eisner/ Richter Kummer Meyer Kotte DrA, 27.3., 1., 2., 3.+), 4., 5.4.1853 - DrJ, 31.3., 7.4.1853 +) Vorverlegung des ursprünglich für den 6.4. angekündigten Konzerts *) DrJ, 31.3.1853, kündigt das W erk als „ein brillant und effectuirendes M ilitärkonzert" an Dienstag, 17.5.1853,16.00 - Frauenkirche Große Musikaufführung zur Vorfeier des Geburtstages Sr. Majestät des Königs *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Emma Koch, Gesang Frl. Wölfel, Frl. Andre, Frl. Freund, Gesang Johann Conradi, Bass Herr Schlipalius, Leipzig Johann Gottlob Schneider, Orgel Dreyssigsche Singakademie, Cäcilienverein, Orpheus, Liederkranz, Mitglieder der Liedertafel, die Chöre der evangelischen Kirchen und andere hiesige musikalische Kräfte Liedertafeln und Gesangvereine aus Altenberg, Bischofswerda, Königstein, Kötzschenbroda, Pirna, Pulsnitz, Wilsdruff, dem Plauenschen Grund, dem Pillnitzer Elbgebirge usw. Carl Gottlieb Reißiger J. G.Müller G. A.Schurig Carl Gottlieb Reißiger Johann Sebastian Bach Johann Gottlieb Naumann „Freude am Dasein“, Hymnus für Männerstimmen „Wo freundliche Sterne prangen“, Lied Worte des 21. Psalms für vierstimmi gen Frauenchor „Auf! Singt Jehova ein Lied“, Hymnus für Männerstimmen Große Fuge für Orgel „Der 103. Psalm“ für gemischten Chor und Orchester Conradi/Chöre DrA, 1., 16.5.1853-D rJ, 19.5.1853 *) Zusatz: „Der Ertrag ist für die hilfsbedürftigen Lehrerwaisen im Königreich Sachsen bestim m t" 272 Montag, 15.8.1853,19.00 - HdS Konzert zum Besten der Tiedge-Stiftung von Adolph Henselt, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Maria von Weber Carl Maria von Weber Konzertstück Klaviersonate Nr. 3, d-Moll, op. 49 Zwei Etüden Zwei Etüden *) Walzer Frederic Chopin Ignaz Moscheies Adolph Henselt „Außer obigen Nummern hat sich Herr Henselt zu dem Vortrage mehrerer, von den Zuhörern zu bestimmender Compositionen freundlichst erboten.“ DrA, 9.+), 11., 13., 15.8.1853 - D rJ, 12., 13., 18.8.1853 +) Program m und Ausführende *) lt. Kritik DrJ vom 18.8. spielte Henselt anstelle der M oscheles-Etüden zw ei eigene Kom positionen: „Vöglein-Etüde" und Rom anze b-M oll; außerdem w ird als Zugaben-Program m genannt: Beethoven, Ouvertüre „Coriolan" - Henselt, „Poem e d 'am our" und Liszt, Fantasie über „ Lucia di Lam m erm oor". Montag, 29.8.1853,16.00 - PGrG Musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Luise Meyer, Sopran Jenny (Bürde-)Ney, Sopran Susanne Bredo, Sopran Johann Weixlstorfer, Tenor KM Carl Christian Eisner, Horn Theaterchor I. Luigi Cherubini Wolfgang Amadeus Mozart Ouvertüre „Medea" Arie aus „Die Entführung aus dem Serail“ Andante für Waldhorn Suite für Orchester D-Dur *) Ney KM Carl Christian Eisner Johann Sebastian Bach II. Felix Mendelssohn Bartholdy 2. Sinfonie („Lobgesang“) Eisner Meyer/Bredo/ Weixlstorfer/Chor DrA., 26.8.1853 - D rJ, 31.8.1853 - SCZ, 1.9.1853 - TZ *) siehe Anm. unter 8.11.1852 273 Montag, 7.11.1853,18.00 - KöHth Konzert zum Besten des Pensions-Fonds für den Sänger-Chor des Königlichen Hoftheaters Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl August Krebs, Dirigent Christian Wilhelm Fischer, Dirigent des Chors Jenny (Bürde-)Ney, Sopran Aloysia Krebs-Michalesi, Mezzosopran Johann Weixlstorfer, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Theaterchor I. Fritz Spindler Giacomo Meyerbeer Felix Mendelssohn Bartholdy II. Robert Schumann Große Sinfonie h-Moll (Manuskript) „Der 91. Psalm“ (Trost in Sterbensge fahr) für achtstimmigen Chor a cap pella und Solostimmen (neu) „Ave Maria“ und Finale I. Akt aus der Oper „Loreley“ „Der Königssohn“ (Ballade von Uhland) für Soli, Chor und Orchester (Erstaufführung?) Ney/Theaterchor Krebs-Michalesi/ Weixlstorfer/ Mitterwurzer DrA, 3., 6., 7.11.1853 - DrJ, 6., 9.11.1853 - SCZ, 9.11.1853 - Programm m it Texten TZStA, OA Freitag, 11.11.1853,19.00 - SdH Konzert von KM Carl Christian Eisner, Horn Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl August Krebs, Dirigent Luise Meyer, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette I. KM Carl Christian Eisner Wolfgang Amadeus Mozart KM Carl Christian Eisner II. Carl Gottlieb Reißiger KM Friedrich August Kummer Franz Schubert Gaetano Donizetti Carl Keller DrA, 27.10., 8., 10., 11.11.1853 - D rJ, 2., 10., 13.11.1853 - SCZ, 13.11.1853 Sinfonie für Orchester Arie aus „Idomeneo“ Divertissement über russische Lieder für Horn Meyer Eisner „Der wandernde Waldhornist“ Tenor und Horn Adagio für Klarinette „Die Erstarrung“, „Die Post“ Arie aus „Die Nachtwandlerin' Arioso für Horn für Tichatschek/Eisner Kotte Meyer Eisner Eisner 274 Montag, 5.12.1853,19.00 - SdH Konzert von Marie von Harder, Klavier Musikalische Aufführung zum Besten der Turmglocken der evangelischen Pfarrkirche in Dresden-Neustadt Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Luise Meyer, Sopran Joseph Tichatschek, Tenor KM Johann Poland, Violine KM Johann Gottlieb Kotte, Klarinette Marie Bayer-Büsk, Deklamation I. Luigi Cherubini Adrien Francois Boieldieu Charles Mayer Friedrich Schiller II. Wolfgang Amadeus Mozart Ludwig van Beethoven Henri Vieuxtemps Frederic Chopin DrA, 21.11., 2.12.+)1853 - DrJ, 7.12.1853 +) Verschiebung vom ursprünglich 3. auf 5.12.1853 Dienstag, 7.2.1854,19.00 - SdH Konzert zum Besten der obererzgebirgischen und vogtländischen Frauenvereine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Jenny Goldschmidt-Lind, Sopran Otto Goldschmidt, Klavier KM Karl August Riccius, Violine Emil Walther, Deklamation I. N.N. Ludwig van Beethoven Joseph Haydn Felix Mendelssohn Bartholdy Prolog Walther Ouvertüre „Egmont" „Auf starken Fittichen“ aus „Die J. Goldschmidt Schöpfung“ Klavierkonzert g-Moll O. Goldschmidt Ouvertüre „Faniska“ Arie aus „Johann von Paris“ Klavierkonzert D-Dur „Die Glocke“ Tichatschek Harder Bayer-Büsk Adagio für Klarinette Kotte „Ah perfido“ Meyer Andante und Rondo für Violine (neu) Poland Große Polonaise für Klavier und Or- Harder ehester 275 II. Henri Vieuxtemps Giacomo Meyerbeer Sigismund Thalberg Felix Mendelssohn Bartholdy N.N. Introduktion und Rondo Riccius Zigeunerlied aus „Das Feldlager in J. Goldschmidt Schlesien“ „Tarantella“ für Klavier solo O. Goldschmidt „Die Sterne schaun in stiller Nacht“ J. Goldschmidt Norwegisches Berglied J. Goldschmidt DrA, 2., 3., 7.2.1854 - DrJ, 9.2.1854 Sonnabend, 11.2.1854,19.00 - HdS Konzert von Otto Goldschmidt, Klavier, und Jenny Goldschmidt-Lind, Sopran, zum Besten milder Stiftungen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl August Krebs, Dirigent Kztmstr. Franz Schubert, Violine I. Carl Maria von Weber Vincenzo Bellini Otto Goldschmidt Carl Maria von Weber II. Kztmstr. Franz Schubert Wolfgang Amadeus Mozart Frederic Chopin Franz Liszt Karl Ludwig Amand Mangold ?. Berg Ouvertüre „Euryanthe“ „Casta diva“ aus „Norma“ Klavierkonzert „Glöckchen im Tale“ aus „Euryanthe" „Tarantelle“ für Violine Arie der Königin der Nacht aus „Die Zauberflöte“ Nocturne „Reminiscenses de Lucia“ „Zwiegesang“ Schwedisches Hirtenlied J. Goldschmidt O. Goldschmidt J. Goldschmidt Schubert J. Goldschmidt O. Goldschmidt O. Goldschmidt J. Goldschmidt J. Goldschmidt DrA, 8., 9., 10,11.2.1854 - DrJ, 10.2.1854 - SCZ, 11.2.1854 Aschermittwoch, 1.3.1854,18.00 - KöHth Große Musikaufführung zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Jenny Goldschmidt-Lind, Sopran Otto Goldschmidt, Klavier Johann Weixlstorfer, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Theaterchor 276 I. Carl Gottlieb Reißiger Gioacchino Rossini Ludwig van Beethoven II. Joseph Haydn Joseph Haydn Festouvertüre Arie aus „II Turco in Italia" Chorfantasie Sinfonie G-Dur „Die Schöpfung", 3. Teil J. Goldschmidt O. Goldschmidt/Chor DrA, 25., 26., 28.2., 1.3.1854 - D rJ, 3.3.1854 - SCZ, 1.3.1854 - HTT - TZ Mittwoch, 21.3.1854,19.00 - ThH Konzert von KM Friedrich Tröstler, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Aloysia Krebs-Michalesi, Mezzosopran Karl Becker, Bariton KM Ernst Kummer, Violoncello Herr Nabig, Bassposaune Franziska Berg, Deklamation *) Krebs-Michalesi Tröstler Berg Nabig Becker Kummer Nabig Tröstler DrA, 8.3.+), 19., 21.3.1854 - D rJ, 22.3.1854 - SCZ, 23.3.1854 +) Ankündigung zunächst für 11.3. *) DrJ erwähnt nicht Franziska Berg, sondern M arie M ichalesi als M itwirkende Carl Gottlieb Reißiger Nicola Antonio Zingarelli Louis Spohr N.N. Ferdinand David Joseph Haydn KM Friedrich August Kummer N.N. Kztmstr. Franz Schubert Ouvertüre Arie aus „Giuletta et Romeo" 2. Violinkonzert, 1. Satz Deklamation Concertino für Bassposaune Arie aus „Die Schöpfung" Fantasie über schottische Nationallie der für Violoncello Solo für Bassposaune über Themen aus „Die Nachtwandlerin" „Tarantelle" für Violine Palmsonntag, 9.4.1854,18.00 - KöHth Große Musikaufführung zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Carl August Krebs, Dirigent Aloysia Krebs-Michalesi, Mezzosopran Johann Weixlstorfer, Tenor Eduard Rudolph, Bariton Friedrich Abiger, Bass Johann Conradi, Bass Dreyssigsche Singakademie, Chor des Musikdirektors Otto „und mehrere Herren Musiker" Theaterchor 277 I. Joseph Haydn Wolfgang Amadeus Mozart II. Felix Mendelssohn Bartholdy Ludwig van Beethoven Motette „Insanae et vanae curae" Sinfonie g-Moll „Der 42. Psalm" 5. Sinfonie DrA, 3., 5., 7., 8.4.1854 - D rJ, 11.4.1854 - SCZ, 5.4.1854 - HTT - TZ Karfreitag, 14.4.1854,16.30 Uhr - Dom zu Meißen Große Musikaufführung Mitwirkende Mitglieder der Königlichen musikalischen Kapelle und andere Dresdner Musiker G.Hartmann, Dirigent Frau Brockhaus, Gesang Frau Mitländer-Rudensdorf, Gesang Johann Weixlstorfer, Tenor Friedrich Abiger, Bass Johann Conradi, Bass Meißner Chor und Dilettanten Friedrich Schneider „Das Weltgericht" DrJ, 13., 19.4.1854 Sonntag, 22.4.1854,18.00 - KöHth Großes Konzert unter der Direktion von Hector Berlioz Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Johann Weixlstorfer, Tenor (Faust) Agnes Bunke, Sopran (Gretchen) Anton Mitterwurzer, Bariton (Mephisto) Friedrich Abiger, Bass (Brandner) Chöre Hector Berlioz „Fausts Verdammung" *) DrA, 22.4.1854 - DrJ, 25.4.1854 - D rC, 26.4.1854 - SCZ, 22., 26.4.1854 - NZfM, 14.7.1854 - TZ *) lt. NZfM die erste Gesam taufführung des W erkes überhaupt Dienstag, 25.4.1854,18.00 - KöHth Großes Konzert unter der Direktion von Hector Berlioz Mitwirkende und Programm wie 22.4.1854 DrA, 24., 25.4.1854 - SCZ, 25.4.1854 - TZ 278 Sonnabend, 29.4.1854,18.00 - KöHth Drittes und letztes Konzert unter der Direktion von Hector Berlioz Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Aloysia Krebs-Michalesi, Mezzosopran Johann Weixlstorfer, Tenor Johann Conradi, Bass Chöre I. Hector Berlioz II. Hector Berlioz III. Hector Berlioz Ouvertüre „Der römische Carneval" „Romeo und Julia“ a. Introduktion b. Melancholie. Ball und Konzert. Großes Fest bei Capulet (Instrumentalsatz) c. In Capulets einsamem Garten. Hei tere Nacht. Die jungen Capulets kommen vom Ball und singen noch Nachklänge von der Musik auf dem selben (Chor und Orchester) d. Liebesschwur (Adagio) e. Königin Mab, oder die Fee der Träume (Instrumentalsatz. Scherzo) f. Juliens Grabgeleit g. Streit der Capuleti und Montecchi auf dem Kirchhofe h. Rezitativ und Arie des Pater Lorenzo i. Schwur der Wiederversöhnung (Dreifacher Chor) „Die Flucht nach Ägypten“ a. Ouvertüre b. Abschiedsgesang der Hirten beim Scheiden der Heiligen Familie (Chor) c. Ruhe der Heiligen Familie (Tenor und Chor) Ouvertüre „Benvenuto Cellini“ Krebs-Michalesi/ Weixlstorfer/ Conradi/Chöre Weixlstorfer/Chor DrA, 28., 29.4.1854 - SCZ, 29.4., 2.5.1854 - NZfM, 14.7.1854 - TZ, Program m m it Texten TZStA, OA Montag, 1.5.1854,18.00 - KöHth Großes Konzert unter der Direktion von Hector Berlioz Mitwirkende und Programm wie 29.4.1854 DrA, 30.4., 1.5.1854 - DrJ, 2.5.1854 279 Dienstag, 2.5.1854,19.00 - ThH *) Abschiedskonzert des Hofopernsängers Karl Becker, Bariton Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl August Krebs, Dirigent Kztmstr. Franz Schubert, Violine Marie Wieck, Klavier Franziska Berg, Deklamation Liedertafel I. Ludwig van Beethoven Conradin Kreutzer Felix Mendelssohn Bartholdy N.N. II. Kztmstr. Franz Schubert Felix Mendelssohn Bartholdy N.N. N.N. Greger DrA, 27., 29., 30.4., 1., 2.5.1854 - DrJ, 4.5.1854 *) Verschiebung vom ursprünglich angekündigten 1. auf den 2.5. (siehe das kurzfristig auf den 1.5. angesetzte vierte Konzert von Berlioz) Donnerstag, 21.9.1854,15.00 - PGrG Musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl August Krebs, Dirigent Jenny (Bürde-)Ney, Sopran Aloysia Krebs-Michalesi, Mezzosopran Johann Weixlstorfer, Tenor Friedrich Abiger, Bass Theaterchor Wolfgang Amadeus Mozart Requiem Ludwig van Beethoven 3. Sinfonie DrA, 17., 19.9.1854 - D rJ, 23.9.1854 - TZ Ouvertüre „König Stephan“ Arie mit Chor Klavierkonzert g-Moll Lieder Becker/Liedertafel Wieck Becker „Souvenir de Vienne“, Rondo militaire Chöre aus „Ödipus in Colonnos“ Deklamation Lieder „An die Sterne“ Schubert Liedertafel Berg Becker Becker/Liedertafel 280 Dienstag, 7.11.1854,18.00 - KöHth Konzert zum Besten des Pensions-Fonds des Sängerchors des Königlichen Hoftheaters Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl August Krebs, Dirigent Jenny (Bürde-)Ney, Sopran Aloysia Krebs-Michalesi, Mezzosopran Johann Weixlstorfer, Tenor Friedrich Abiger, Bass Theaterchor Theaterchor Ney DrA, 3., 5., 7.11.1854 - DrJ, 9.11.1854 - SCZ, 7.11.1854 - H TT - TZ I. Julius Rietz Joseph Haydn Louis Spohr Hector Berlioz II. Wolfgang Amadeus Mozart Konzertouvertüre A-Dur (neu) „Du bist's, dem Ruhm und Ehre ge bührt“ Arie aus „Faust“ „Die Flucht nach Ägypten“ Requiem Mittwoch, 6.12.1854,19.00 - ThH Konzert von Marie von Harder, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Catharina (von) Coniar, Gesang Kztmstr. Franz Schubert, Violine Bogumil Dawison, Deklamation Luigi Cherubini Deklamation Frederic Chopin Louis Moreau Gottschalk Nicola Piccini Joseph Haydn Niccolo Paganini Carl Gottlieb Reißiger Volkslied Franz Liszt Ludwig van Beethoven Ouvertüre „Lodoiska“ „Die Wunderblume“ (Döring), Dawison „Birouac“ (Schereberg) Nocturne Harder „Le Bananier“, Chanson negre Harder Szene aus „Alessandro nell'Judie“ Coniar (Orchesterbearbeitung von Reißiger) „Des Geistes Gesang“ Coniar „Perpetuum mobile“ Schubert „Scheiden, Leiden!“ (Geibel) Coniar „Liebesglut“, russisches Zigeunerlied Coniar Reminiscenses de „Lucia di Lammer- Harder moor“ 3. Klavierkonzert Harder DrA, 29.11., 1., 5.12.1854 - D rJ, 8.12.1854 - SCZ, 5., 8.12.1854 281 Dienstag, 16.1.1855,19.00 - ThH Konzert von Jenny Goldschmidt-Lind, Sopran Der Ertrag des Konzertes wird milden Zwecken gewidmet Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Kztmstr. Franz Schubert Otto Goldschmidt, Klavier Franziska Berg, Deklamation Louis Spohr Vincenzo Bellini N.N. Wolfgang Amadeus Mozart Ludwig van Beethoven Franz Schubert Adolf Frederick Lindblad Ouvertüre „Jessonda" „Care compagne" aus „La Sonnam- J. Goldschmidt bula" Deklamation Berg Rondo für Singstimme und obligate Schubert/ Violine J. Goldschmidt 4. Klavierkonzert O.G oldschmidt Zwei Lieder aus „Die schöne Mülle- J. Goldschmidt rin" „Schlottfederbub" (aus dem Schwedi- J. Goldschmidt sehen) „Tanz aus Dalekastien" (schwedisches J. Goldschmidt Nationallied) DrA, 11., 15.,16., 26.1.+) 1 8 5 5 - D r J , 10., 13,18.1.1855 +) Dank des „Ausschusses des Vereins zur U nterstützung hilfsbedürftiger Künstler und deren H interlassenen" sowie von den KM Hiebendahl, F. A. Kummer, M oschke und Rühlm ann im Nam en des W itw en- und W aisenfonds der Kapelle für J. Goldschm idts Spende von 300 Talern aus ihrem Konzerterlös Sonnabend, 27.1.1855,10.00 - ThH Konzert anlässlich des Geburtstages der Königin Marie *) zum Besten des Fonds des Rath- und Hilfsvereins Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl August Krebs, Dirigent Jenny (Bürde-)Ney, Sopran Johann Weixlstorfer, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Albert Eilers, Bass Dreyssigsche Singakademie Joseph Haydn »Die Schöpfung" DrA, 27., 25., 26.1.1855 - D rJ, 30.1.1855 *) Veranstalter: „D er Rath- und H ilfsverein zur Feier des Geburtstages seiner Allergnädigsten Schutzherrin, Ihrer M a jestät der Königin M arie" 282 Aschermittwoch, 21.2.1855,18.00 - KöHth Großes Konzert zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Jenny Bürde-Ney, Sopran Joseph Haydn Wolfgang Amadeus Mozart Luigi Cherubini Giuseppe Verdi Ludwig van Beethoven Sinfonie Es-Dur Arie aus „Die Entführung aus dem Serail“ Ouvertüre „Anacreon" Arie aus „Ernani" 7. Sinfonie DrA, 17.+), 18.++), 20.+++), 21.2.1855 - DrJ, 21., 23.2.1855 - SCZ, 21.2.1855 - HTT - TZ +) Program m m it Bellini-Arie an vorletzter Stelle ++) anstelle Bellini- eine Rossini-Arie angekündigt +++) anstelle Rossini nunm ehr die Verdi-Arie Donnerstag, 1.3.1855, 19.00 - ThH Konzert von KM Friedrich Seelmann, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Albert Eilers, Bass Marie Wieck, Klavier und Sopran I. Carl Gottlieb Reißiger Andreas Romberg Ludwig van Beethoven II. Otto Nicolai Gaetano Donizetti Johann Ladislaus Dussek Franz Schubert Louis Eller Niccolo Paganini DrA, 23.1., 9.+), 15.++), 23., 27.+++), 28.2., 1.3.1855 - DrJ, 3.3.1855 - NZfM, 2.3.1855 +) Konzertdatum 15.2.1855 ++) Verschiebung um acht Tage +++) neues Datum 1.3. Ouvertüre „Die Felsenmühle“ „Sehnsucht“ (Text von Schiller) für Sopran, obligate Violine und Orches ter Violinkonzert Duett für Sopran und Bass „L'addio" Adagio und Rondo für Klavier und Orchester Zwei Lieder „Corrente“ für Violine Variationi di bravura Bürde-Ney Bürde-Ney Wieck/Seelmann Seelmann Wieck/Eilers Wieck/Eilers Wieck Eilers Seelmann Seelmann 283 Montag, 19.3.1855,19.00 - ThH Konzert von Marie von Harder, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Eduard Rudolph, Bariton Kztmstr. Franz Schubert, Violine I. Rudolph Harder Harder/Schubert Rudolph Harder Harder DrA, 2., 10., 14.+), 18., 19.3.1855 - DrJ, 14., 21.3.1855 - NZfM, 6.4.1855 +) Verlegung vom 17. auf den 19.3., vom HdS in ThH Palmsonntag, 1.4.1855,18.00 - KöHth Große Musikaufführung zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl August Krebs, Dirigent Agnes Bunke, Sopran Aloysia Krebs-Michalesi, Mezzosopran Johann Weixlstorfer, Tenor Albert Eilers, Bass Dreyssigsche Singakademie, Chor des Musikdirektors Otto „und mehrere Herren Musiker“ Theaterchor Georg Friedrich Händel „Samson“ (Bearbeitung von J. F. Mosel) Ludwig van Beethoven 4. Sinfonie DrA, 27., 30., 31.3., 1.4.1855 - D rJ 14.3., 3.4.1855 - SCZ, 1.4., 5.4.1855 - HTT - TZ Karfreitag, 6.4.1855,17.00 - Dom zu Meißen Große Musikaufführung Mitwirkende Eine „größere Anzahl Mitglieder der Königlichen Hofkapelle“ G.Hartmann, Dirigent Clara Brockhaus, Sopran Catharina von Coniar, Alt Eduard Rudolph, Tenor Johann Conradi, Bass Georg Friedrich Händel „Der Messias“ DrA, 5.4.1855 - D rJ, 3.4., 11.4.1855 - SCZ, 11.4.1855 Wolfgang Amadeus Mozart Carl Gottlieb Reißiger Felix Mendelssohn Bartholdy II. Ludwig van Beethoven N.N. Franz Liszt Frederic Chopin Ouvertüre „Figaros Hochzeit“ Arie aus „Adele de Foix“ Klavierkonzert g-Moll Sonate für Klavier und Violine Zwei Lieder „La Rossignol“ Valse 284 Freitag, 20.4.1855,19.00 - SdH Deklamatorisch-musikalische Abendunterhaltung von Marie Bayer-Bürck zur Begründung einer vierten Kinderbewahranstalt des hiesigen Frauenvereins Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Clara Brockhaus, Sopran Johann Weixlstorfer, Tenor Kztmstr. Franz Schubert, Violine Marie von Harder, Klavier I. Gasparo Spontini Ignaz Franz Castelli Felix Mendelssohn Bartholdy Frederic Chopin II. Kztmstr. Franz Schubert Gaetano Donizetti Friedrich Schiller Anton Rubinstein Jean Vogt Felix Mendelssohn Bartholdy DrA, 18., 19., 20., 23.4.+) 1855 - D rJ, 22.4.1855 +) Dank des Frauenvereins an Künstler und Besucher Sonnabend, 5.5.1855,19.00 - KöHth Große Musikaufführung zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen Hofbühne Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl August Krebs, Dirigent Eduard Rudolph, Tenor Johann Conradi, Bass Albert Eilers, Bass Friedrich Abiger, Bass Marie Bayer-Bürck, Deklamation Marie Michalesi, Deklamation Carl Quanter, Deklamation Eduard Winger, Deklamation Theaterchor, Mitglieder der Liedertafel Felix Mendelssohn Bartholdy „Oedipus in Colonnos“ (Sophokles) Ludwig van Beethoven 6. Sinfonie DrA, 30.4., 2.5., 4., 7.5.+) 1855 - D rJ, 2., 5., 8.5.1855 - SCZ, 3., 5.5.1855 - HTT +) Dank des Vorstands des U nterstützungs-Fonds an alle M itw irkenden Ouvertüre „Die Vestalin“ „Das Asyl der Kindheit“, Gedicht Bayer-Bürck Arie aus „Elias“ Brockhaus Große Polonaise für Klavier und Harder Orchester „Alpenrosen“ für Violine und Schubert Orchester Romanze aus “Dom Sebastian“ Weixlstorfer „Kassandra“ Bayer-Bürck Melodie Harder Galop di bravura Harder Lieder Brockhaus 285 Mittwoch, 29.8.1855,16.00 - PGrG Musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl August Krebs, Dirigent Agnes Bunke, Sopran Aloysia Krebs-Michalesi, Mezzosopran Johann Weixlstorfer, Tenor Julius Eduard Lindemann, Bariton KM Friedrich Ludwig Stein, Fagott I. Julius Rietz Gioacchino Rossini Carl Maria von Weber Vincenzo Righini II. Ludwig van Beethoven Festouvertüre Arie aus „Semiramis" Adagio und Rondo für Fagott *) Quartett aus „Gerusaleme liberata" 6. Sinfonie Krebs-Michalesi Stein Bunke/ Krebs-Michaelsi/ Weixlstorfer/ Lindemann DrA, 25., 27.8.1855 - D rJ, 31.8.1855 - NZfM, 16.11.1855 - HTT - TZ *) so der Titel auf dem TZ, im D rA lautet er „Concertino" **) lt. DrJ wurde das Quartett von Righini w egen Erkrankung von Bunke durch ein Duett aus Spohrs „Jessonda" ersetzt Mittwoch, 7.11.1855,18.00 - KöHth Konzert zum Besten des Unterstützungs-Fonds des Sänger-Chores des Königlichen Hoftheaters Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Jenny Bürde-Ney, Sopran Aloysia Krebs-Michalesi, Mezzosopran Anton Mitterwurzer, Bariton Richard Colbrun, Bass Theaterchor Luigi Cherubini Gioacchino Rossini Giuseppe Verdi Johann Sebastian Bach Mazel Ouvertüre „Lodoiska" „Bella imago", großes Duett aus „Semiramis“ Arie aus „II Trovatore" Suite für Orchester D-Dur *) Französische Lieder: „L'orage a grande Chartreuse“, „Le fils du Corse“ Krebs-Michalesi/ Colbrun Bürde-Ney Colbrun 286 II. Niels W. Gade „Erlkönigs Tochter“, Ballade nach Bürde-Ney/Krebs dänischen Volkssagen für Soli, Chor Michalesi/Mitterwurzer/ und Orchester Theaterchor DrA, 5., 6., 7.11.1855 - DrJ, 7., 9.11.1855 - SCZ, 7., 9.11.1855 - N ZfM , 23.11., 14.12.1855,19.9.1856 - HTT - TZ *) siehe Anm. 8.11.1852 Sonnabend, 1.12.1855,18.00 - ThH Konzert von Marie von Harder, Klavier Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Eduard Rudolph, Tenor Frl. Freund, Sopran Kztmstr. Franz Schubert, Violine I. Carl Gottlieb Reißiger Frederic Chopin II. Wolfgang Amadeus Mozart Ludwig van Beethoven Franz Schubert Carl Gottlieb Reißiger Graf Vielborsky/Adolf Henselt Frederic Chopin DrA, 21.10., 5., 17.+), 18., 20.++), 27.11.+++), 30.11., 1.12.1855 - D rJ, 4.12.1855 - SCZ, 4.12.1855 - NZfM, 4.1.1856 +) für 21.11. ++) verschoben auf „nächste W oche" +++) für 1.12.1855 Dienstag, 29.1.1856,19.00 - HdS Konzert des Hilfsvereins zur Nachfeier des Geburtstages seiner erhabensten Beschützerinlhrer Majestät der Königin Marie *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl August Krebs, Dirigent Sophie Förster, Sopran Richard Colbrun, Bass Kztmstr. Franz Schubert, Violine August Zizold, Flöte Marie Wieck, Klavier Ouvertüre „Der Schiffbruch der Medusa“ Klavierkonzert f-Moll Harder Arie der Gräfin aus „Figaros Hochzeit“ Freund Sonate für Klavier und Violine aus op.12 „Die Post“ Lied des Alexis aus „Libella“ (mit Orchester) Russisches Lied Fantasie-Impromptu (neu) Harder/Schubert Rudolph Rudolph Harder Harder 287 I. Luigi Cherubim Wolfgang Amadeus Mozart Felix Mendelssohn Bartholdy Wolfgang Amadeus Mozart II. Kztmstr. Franz Schubert Gioacchino Rossini Giulio Briccialdi Adolphe Adam Giacomo Meyerbeer Carl Gottfried Wilhelm Taubert Ouvertüre „Anakreon" Arie des Sesto aus „Titus" Klavierkonzert g-Moll „In diesen heil'gen Hallen" aus „Die Zauberflöte" „Souvenir de Vienne", Rondo militaire Duett aus „Semiramis" Barcarole und Romanze aus „Don Sebastian" Arie aus „Le chalet" „Mailied" „Gute Nacht" Förster Wieck Colbrun Schubert Förster/Colbrun Zizold Colbrun Förster Förster DrA, 28., 29.1.1856 - D rJ, 31.1.1856 - NZfM, 15.2.1856 *) Veranstalter siehe Anm. 27.1.1855 Aschermittwoch, 6.2.1856,18.00 - KöHth Großes Konzert zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl August Krebs, Dirigent Jenny Bürde-Ney, Sopran Bertha Weber, Mezzosopran Johann Weixlstorfer, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Johann Conradi, Bass Theaterchor Joseph Haydn Julius Benedict Felix Mendelssohn Bartholdy Wolfgang Amadeus Mozart II. Emil Naumann Sinfonie B-Dur (neufür Dresden) Arie mit Chor aus „Die Bräute von Venedig" Ouvertüre „Meeresstille und glückli che Fahrt" Arie der Königin der Nacht (l.Akt) aus „Die Zauberflöte" „Jerusalems Zerstörung durch Titus", Kantate nach einem Bild von Kaulbach, gedichtet von Spiller Bürde-Ney/ Theaterchor Bürde-Ney Weber/ Mitterwurzer/ Weixlstorfer/ Conradi/Chor DrA, 2., 3., 5., 6 .2 .1 8 5 6 -DrJ, 6., 8.2.1856 - SCZ, 8.2.1856 - NZfM, 28.3., 19.9.1856 - HTT - TZ 288 Dienstag, 26.2.1856,19.00 - HdS Konzert von KM Heinrich Julius Riccius, Violine Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Kztmstr. Franz Schubert, Dirigent Sophie Förster, Sopran KM Friedrich August Kummer, Violoncello Marie Wieck, Klavier „Ein aus kunstgeübten Dilettanten gebildeter Chor“ Luigi Cherubini Delphin Alard Joseph Haydn KM Heinrich Riccius Felix Mendelssohn Bartholdy Johann Wolf von Ehrenstein Franzt Lachner Kztmstr. Franz Schubert Ludwig van Beethoven Ouvertüre „Der Wasserträger“ Violinkonzert, 1. Satz „Auf starkem Fittiche“ aus „Die Schöpfung“ Adagio und Rondo für Violine Ouvertüre „Die Hebriden“ „Liebesbotschaft“ *) „Waldvögelein“ mit obligatem Vio loncello *) „La Napolitana“, Solo für Violine Fantasie für Klavier, Chor und Orchester Riccius Förster Riccius Förster Förster/Kummer Riccius Wieck/Chor DrA, 19., 21., 25., 26.2.1856 - DrJ, 26., 28.2.1856 - SCZ, 26., 28.2.1856 - NZfM, 28.3.1856 *) lt. DrJ vom 28.2.1856 w urden diese Lieder w egen Erkrankung von Sophie Förster ersetzt durch Felix M endelssohn Bartholdy: Konzertarie, und Giacom o M eyerbeer: A rie aus „II crociato in Egitto"; als Solistin ist Em m a Koch (Leipzig) genannt Palmsonntag, 16.3.1856,18.00 - KöHth Große Musikaufführung zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Agnes Bunke, Sopran Agathe Kiesewalter, Alt Johann Weixlstorfer, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Dreyssigsche Singakademie, Chor des Musikdirektors Hünerfürst Theaterchor Joseph Haydn „Frühling“ und „Sommer“ aus „Die Bunke/Weixlstorfer/ Jahreszeiten“ Mitterwurzer/Chöre Ludwig van Beethoven 9. Sinfonie D rA .ll ., 13., 15., 16.3.1856 - DrJ, 18.3.1856 - SCZ, 18.3.1856 - N ZfM , 25.4.1856 - HTT - TZ 289 Montag, 7.4.1856,19.00 - HdS Konzert zum Besten der hiesigen evangelisch-lutherischen Diakonissenanstalt Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Sophie Förster, Sopran Kztmstr. Franz Schubert, Violine Adolph Blassmann, Klavier Franziska Berg, Deklamation Luigi Cherubini Joseph Haydn Carl Gottlieb Reißiger Egon Ebert N.N. Franz Schubert Carl Gottfried Wilhelm Taubert DrA, 3., 7.4.+) 1856 - DrJ, 9.4.1856 - NZfM , 16.5.1856 +) Blassm anns Salonstücke ersetzten das ursprünglich angekündigte Violoncellosolo über Them en aus „Santa Chiara" m it Begleitung von drei Violoncelli und Orchester von und m it KM Friedrich A ugust Kummer, und Schuberts „Der N eugierige" trat an die Stelle von M endelssohns angekündigtem Lied „Es weiß und rat es doch keiner" Dienstag, 2.9.1856,16.00 - PGrG Musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl August Krebs, Dirigent Emilie (Jauner-)Krall, Sopran Carl Bohrer, Bariton KM Friedrich August Kummer, Violoncello Herren des Theaterchors I. Gasparo Spontini Ouvertüre „Die Vestalin“ Joseph Haydn Arie aus „Die Schöpfung“ KM Friedrich August Kummer Cantilena und Rondo über italienische Canzonetten für Violoncello Teodulo Mabellini *) Introduktion zur Oper „II Conte di Lavagna“ (neu) II. Ludwig van Beethoven 4. Sinfonie DrA, 31.8., 1.9., 2.9.1856 - DrJ, 4.9.1856 - SCZ, 4.9.1856 - HTT *) SCZ nennt den Kom ponisten M abellier (Jauner-)Krall Kummer Bohrer/Chorherren Ouvertüre „Anacreon“ „Auf starken Fittichen“ aus „Die Schöpfung“ Sonate für Violine und Klavier, op. 178 Gedicht Salonstücke „Der Neugierige“ „Der Vöglein Abschied“ Förster Schubert/Blassmann Berg Blassmann Förster Förster 290 Dienstag, 14.10.1856,19.00 - ThH Große Musikaufführung der Dreyssigschen Singakademie Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Johann Gottlob Schneider, Dirigent Agnes Bunke, Sopran Clara Hinckel, Alt Eduard Rudolph, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Weitere Solisten Felix Mendelssohn Bartholdy „Elias" DrA, 9., 11., 12., 14.10.1856 - DrN, 15.10.1856 - D rJ, 16.10.1856 - SCZ, 17.10.1856 - NZfM , 14.11.1856 Freitag, 7.11.1856,18.00 - KöHth Konzert zum Besten des Pensions-Fonds für den Sängerchor des Königlichen Hoftheaters Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Jenny Bürde-Ney, Sopran Emilie (Jauner-)Krall, Sopran Aloysia Krebs-Michalesi, Mezzosopran Eduard Rudolph, Tenor Johann Conradi, Bass Theaterchor I. Luigi Cherubini Ludwig van Beethoven Johann Sebastian Bach A. Pabst II. Ludwig van Beethoven Wolfgang Amadeus Mozart Ferdinand Hiller Ouvertüre „Medea“ „Ah perfido" *) Suite für Orchester D-Dur **) Kantate zur 600jährigen Jubelfeier der Stadt Königsberg, uraufgeführt 1855 Ouvertüre, Marsch und Chor der Derwische aus „Die Ruinen von Athen“ Arie der Susanna" aus „Figaros Hochzeit“ „Die lustigen Musikanten“ (Gedicht von Brentano) für Soli, Chor und Or chester Bürde-Ney Krall/Krebs- Michalesi/Rudolph/ Conradi// Theaterchor Krall Krall/Krebs-Michalesi/Conradi/ Theaterchor DrA, 6., 7.11.1856 - DrN, 8.11.1856 - D rJ, 7., 9.11.1856 - SCZ, 9.11.1856 - NZfM, 19.12.1856 - HTT - TZ *) lt. SCZ erklang die A rie der Leonore aus „Fidelio": „Abscheulicher, wo eilst du h in" **) siehe Anm. 8.11.1852 291 Donnerstag, 29.1.1857,19.00 - HdS Konzert des Hilfsvereins zur Nachfeier des Geburtstages seiner erhabenen Beschützerin Ihrer Majestät der Königin Marie *) Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl August Krebs, Dirigent Emilie (Jauner-)Krall, Sopran Aloysia Krebs-Michalesi, Mezzosopran Eduard Rudolph, Tenor Richard Colbrun, Bass Johann Conradi, Bass KM Johann Ackermann, Violine KM Carl Christian Eisner, Horn I. Luigi Cherubini Johann Hager Antonio Bazzini Carl Gottlieb Reißiger Carl August Krebs Carl Maria von Weber II. Etienne-Nicolas Mehul Carl August Krebs KM Carl Christian Eisner Jean Etienne Guillaume Arnaud Joseph Darcier Vincenzo Righini Antonio Maria Gasparo Sacchini DrA, 26., 29.1.1857 - DrN, 31.1.1857 - Dr *) Veranstalter siehe Anm. bei 27.1.1855 **) D iese A rie ist nur in den Kritiken des D rJ und der SCZ erwähnt Aschermittwoch, 25.2.1857,18.00 - KöHth Großes Konzert zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Carl August Krebs, Dirigent Nelly Bürde-Ney, Sopran Agnes Bunke, Sopran Clara Anschütz, Sopran Aloysia Krebs-Michalesi, Mezzosopran Ouvertüre „Elisa" Arie aus dem Oratorium „Johannes der Täufer" Konzertallegro für Violine Konzertszene „Basta cosi di gloria" „Wie singt die Lerche schön", Lied „Unbefangenheit", Lied Ouvertüre „Die Jagd" „Auf dem Wasser" - „Der Frühling" Duette „Morceau fantastique" für Horn „La lune de miel", Romanze „Le beau Nicolas", Romanze Quartett aus „La Gerusalemme liberata" Arie aus „Oedipe a Colone" **) trj, 29.1.1857 - SCZ, 31.1.1857 - NZfM, 20.2.1857 Krall Ackermann Colbrun Krall Krall Krall/Krebs-Michalesi Eisner Conradi Conradi Krall/Krebs- Michalesi/ Rudolph/Conradi Colbrun 292 Wilhelm Hollmann, Tenor Eduard Rudolph, Tenor Friedrich Abiger, Bass Johann Conradi, Bass Theaterchor I. Christoph Willibald Gluck Carl Gottlieb Reißiger Ludwig van Beethoven Carl August Krebs Vincenzo Bellini II. Ludwig van Beethoven Ouvertüre „Alceste" „Der 130. Psalm" (neu) „Ah perfido" ,,Te Deum" (neu) Arie aus „Beatrice di Tenda" Musik zu „Die Geschöpfe des Prometheus" (Erstaufführung) Bunke/Krebs-M./Rudolph/ Conradi/Theaterchor Bürde-Ney Bunke/Anschütz/ Rudolph/Hollmann/ Abiger/Conradi/Theaterchor Bürde-Ney DrA, 20., 22., 23., 24., 25.2.1857 - DrN, 27.2.1857 - DrJ, 25., 27.2.1857 - SCZ, 25., 27.2.1857 - NZfM, 17.4.1857 - HTT - TZ Palmsonntag, 5.4.1857,18.00 - KöHth Große Musikaufführung zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl August Krebs, Dirigent Agnes Bunke, Sopran Aloysia Krebs-Michalesi, Mezzosopran Eduard Rudolph, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Johann Conradi, Bass Dreyssigsche Singakademie, Chöre der Musikdirektoren Otto und Kade, „mehrere Privatmusiker" Theaterchor Georg Friedrich Händel „Der Messias" (Mozart-Fassung) Ludwig van Beethoven 8. Sinfonie DrA, 30.3., 2.4., 3., 4., 5.4.1857 - DrN, 7.4.1857 - DrJ, 7.4.1857 - SCZ, 4., 5., 7.4.1857 - NZfM , 22.5.1857 - HTT - TZ 293 Karfreitag, 10.4.1857,16.30 - Dom zu Meißen Große Musikaufführung „mit stark besetztem Chor und Orchester" Mitwirkende „Mehrere Mitglieder der Königlich Sächsischen Kapelle" Herr Hartmann, Dirigent Clara Anschütz, Sopran Hermine Deubner, Alt Carl Bohrer, Bariton Johann Conradi, Bass Felix Mendelssohn Bartholdy „Paulus" DrA, 7., 9 .4 .1857- D r J , 15.4.1857 Donnerstag, 27.8.1857,16.00 - PGrG Musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl August Krebs, Dirigent Emilie (Jauner-)Krall, Sopran Hugo Krüger, Tenor KM Hermann Kötzschke, Klarinette I. Krall Kötzschke Krall/Krüger Ludwig van Beethoven 2. Sinfonie Alexander Ernst Fesca Wolfgang Amadeus Mozart Ludwig Wilhelm Maurer Gioacchino Rossini Ouvertüre „Cantamire" Arie aus „Titus" Concertino für Klarinette Duett aus „Wilhelm Teil" *) DrA, 24., 25., 26., 27.8.1857 - DrJ, 29.8.1857 - HTT - TZ *) lt. DrJ w urde das Duett ersetzt durch die A rie der Rosina „Una voce poco fa" aus Rossinis „Barbier von Sevilla", ge sungen von Em ilie Krall Sonnabend, 7.11.1857,18.00 - KöHth Konzert zum Besten des Pensions-Fonds für den Sängerchor des Königlichen Hoftheaters Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Franz Liszt, Dirigent Mathilde Steeger, Sopran Aloysia Krebs-Michalesi, Mezzosopran 294 Joseph Tichatschek, Tenor Wilhelm Hollmann, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Johann Conradi, Bass Bogumil Dawison, Deklamation Johanna Rosalie Pohl, Harfe *) Mimi Dettmer, Harfe Theaterchor I. Franz Liszt „Prometheus", Sinfonische Dichtung und Chöre zu Herders dramatischen Szenen „Der entfesselte Prometheus" (Verbin dende Texte von Richard Pohl) (Erstaufführung) II. Franz Liszt Sinfonie zu Dantes „Divina Commedia" (Uraufführung) DrA, 2., 4.,6., 7.11.1857 - D rJ, 7., 10.11.1857 - DrN, 9.11.1857 - SCZ, 7. +), 10.11.1857 - HTT - TZ - Liszt 1987, S. 155 *) aus W eim ar +) m it ausführlicher Einführung Sonnabend, 30.1.1858,18.00 - HdS Große Musikaufführung der Dreyssigschen Singakademie Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Robert Pfretschner, Dirigent Aloysia Krebs-Michalesi, Mezzosopran Friedrich von der Osten, Tenor Weitere Solisten*) Johann Sebastian Bach Weihnachtsoratorium, Kantaten 1-3 **) DrA, 27., 28., 30.1.1858 - DrN, 2.2.1858 - SCZ, 2.2.1858 - NZfM, 10.9.1858 *) Lt. DrN w aren die Solopartien von Sopran und Bass m it Chorm itgliedern besetzt; der als Basssolist vorgesehene Fried rich W eiss hatte abgesagt. **) m it einer speziellen Bc-Bearbeitung von Robert Pfretzschner (siehe II, R 46) Aschermittwoch, 17.2.1858,18.00 - KöHth Großes Konzert zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Jenny Bürde-Ney, Sopran Theaterchor RobertSchumann l.Sinfonie Felix Mendelssohn Bartholdy Finaleaus„Loreley" Bürde-Ney/ Theaterchor Ludwig van Beethoven Musik zu dem Ballett „Die Geschöpfe des Prometheus" DrA, 11., 14., 15 .16 ., 17.2.1858-D rN , 17.2 .1858-S C Z , 17.2.1858-N Z fM , 10.9.1858 - H T T -T Z 295 Palmsonntag, 28.3.1858,18.00 - KöHth Große Musikaufführung zum Besten des Unterstützungs-Fonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Johann Gottlieb Reißiger, Dirigent Carl August Krebs, Dirigent Bertha Weber, Sopran Elisabeth Höck, Mezzosopran Aloysia Krebs-Michalesi, Mezzosopran Eduard Rudolph, Tenor Anton Mitterwurzer, Bariton Dreyssigsche Singakademie, „mehrere Herren Privatmusiker“ Theaterchor Johann Sebastian Bach Weihnachtsoratorium, Kantaten 1-3 *) Ludwig van Beethoven 9. Sinfonie DrA, 20., 22., 24., 26., 27., 28.3.1858 - DrN, 28., 30.3.1858 - SCZ, 28., 30.3.1858 - NZfM, 14.9.1858 - HTT - TZ *) m it einer speziellen Bc-Bearbeitung von Robert Pfretzschner (siehe II, R. 46) Sonntag, 9.5.1858,15.30 Uhr - Dom zu Meißen Große Musikaufführung „mit stark besetztem Chor und Orchester" Mitwirkende „eine große Anzahl Mitglieder der Königlich Sächsischen Hofkapelle" Carl Gottlieb Reißiger, Dirigent Solisten Carl Gottlieb Reißiger „David", Oratorium Felix Mendelssohn Bartholdy 2. Sinfonie „Lobgesang" DrA, 8.5.1858 Montag, 19. 7 1858 Geistliches Konzert Mitwirkende Die Königliche musikalische Kapelle Juri Nikolajewitsch Galatzin, Dirigent ein Chor Dmitri Stepanowitsch Bortniansky Zwei Hymnen und ein Ritualgesang Gawril Joakimowitsch Lamakin Ein Ritualgesang Stepan Iwanowitsch Dawyidow „Halleluja" (Fuge) Michail Iwanowitsch Glinka Terzett und Polonaise mit Chor und Orchester NZfM , 1.10.1858 (einziger H inweis, Uhrzeit und Konzertort nicht genannt) 296 Donnerstag, 2.9.1858,16.00 - PGrG Musikalische Akademie zum Besten der Armen Mitwirkende Königliche musikalische Kapelle Max Schloss, Tenor Rudolph Freny, Bariton Johann Conradi, Bass KM Heinrich Carl August Hübler, Horn Hübler Schloss/Freny/ Conradi DrA, 31.8., 1.+), 2.9.1858 - HTT - TZ +) m it Programm (in Teil II „Eroica") und M itw irkenden *) anstelle der angekündigten „Eroica" I. Felix Mendelssohn Bartholdy KM Heinrich Carl August Hübler Gioacchino Rossini II. Ludwig van Beethoven Ouvertüre „Ein Sommernachtstraum" Divertissement für Waldhorn Terzett aus „Wilhelm Teil" Musik zu dem Ballett „Die Geschöpfe des Prometheus" *) 297 1.2.1 Auf einen Blick: Die Palmsonntags- und Aschermittwochkonzerte zugunsten des Pensionsfonds für die Witwen und Waisen der Königlichen musikalischen Kapelle *) Palmsonntag 29.12.1826 Haydn: Die Schöpfung (Voraus-Konzert) 08.04.1827 Schneider: Das Weltgericht 30.03.1828 Händel:„/«dfls Maccabäus, Beethoven: 5. Sinfonie 12.04.1829 Pergolesi: Stabat mater, Händel: Halleluja, Beethoven: Kyrie und Gloria aus der Missa solemnis, Beethoven: 3. Sinfonie 04.04.1830 Beethoven: Christus am Ölberg, Naumann: Vater unser, Mozart: Jupitersinfonie 27.03.1831 Mozart: Requiem, Haydn: Aus Die Jahreszeiten/Frühling und Sommer, Beethoven: 4. Sinfonie 15.04.1832 Cherubini: Messe D-Dur, Morlacchi: Canto religioso aus II Renegato, Naumann: Schlussgesang des l.Teils aus I Pellegrini al sepolcro, Beethoven: 7. Sinfonie 31.03.1833 Bach: Matthäuspassion 23.03.1834 Händel: Der Messias, Beethoven: 5. Sinfonie 12.04.1835 Händel: Jephta, Beethoven: 8. Sinfonie 27.03.1836 Graun: Der Tod Jesu, Beethoven: 2. Sinfonie 19.03.1837 Händel: Der Messias, Beethoven: 5. Sinfonie 08.04.1838 Mendelssohn Bartholdy: Paulus, Beethoven: 4. Sinfonie, Leonoren-Ouvertüre 04.04.1841 Mozart: Requiem, Beethoven: Christus am Ölberg, Beethoven: 3. Sinfonie 24.03.1839 Händel: Samson, Beethoven: 7. Sinfonie 12.04.1840 Bach: Matthäuspassion, Beethoven: 3. Sinfonie 20.03.1842 Mozart: Davidde penitente, Händel: Halleluja Morlacchi: Terzett und Schlusschor aus Isaak, Beethoven: 5. Sinfonie 09.04.1843 Mendelssohn Bartholdy: Paulus, Beethoven: 8. Sinfonie 31.03.1844 Händel: Jephta, Beethoven: 6. Sinfonie 16.03.1845 Haydn: Die Schöpfung, Beethoven: 5. Sinfonie 05.04.1846 Beethoven: Christus am Ölberg, Beethoven: 9. Sinfonie 28.03.1847 Mozart: Requiem, Beethoven: 9. Sinfonie 16.04.1848 Mendelssohn Bartholdy: Elias, Beethoven: 8. Sinfonie 01.04.1849 Mozart: Daviddepenitente Beethoven: 9. Sinfonie, Beethoven: Die 'Weihe des Hauses 24.03.1850 A. Scarlatti: Tu es Petrus, Haydn: Die Schöpfung - 1 . Teil Beethoven: 7. Sinfonie, Mendelssohn Bartholdy: Hebriden-Ouvertüre 13.04.1851 Händel: Alexanderfest, Beethoven: 3. Sinfonie 04.04.1852 Reißiger: David, Beethoven: 7. Sinfonie 20.03.1853 Mozart: Requiem, Beethoven: 9. Sinfonie 09.04.1854 Mendelssohn Bartholdy: 42. Psalm, Haydn: Motette, Mozart: Sinfonie g-Moll, Beethoven: 5. Sinfonie 01.04.1855 Händel: Samson, Beethoven: 4. Sinfonie 16.03.1856 Haydn: Die Jahreszeiten/Frühling und Sommer, Beethoven: 9. Sinfonie 05.04.1857 Händel: Der Messias, Beethoven: 8. Sinfonie 28.03.1858 Bach: Weihnachtsoratorium, Beethoven: 9.Sinfonie 298 Aschermittwoch 13.02.1850 Reißiger: Psalm An Gott, Beethoven: Die Ruinen von Athen - Marsch und Chor, Haydn: Militär-Sinfonie, Schubert: Große Sinfonie C-Dur 05.03.1851 Rossini: La gazza ladra/Arie Beethoven: Die Ruinen von Athen - Marsch und Chor, Haydn: Sinfonie B-Dur, Berlioz: Sinfonie fantastique 28.02.1852 Mendelssohn Bartholdy: Elias/Arie, Stradella: Arie, Deklamation, Mozart: Jupitersinfonie, Beethoven: 5. Sinfonie 09.02.1853 Lotti: Crucifixus, Mozart: Titus - Arie, Nicolai: Motette, Bach: Suite für Orchester, Haydn : Sinfonie G-Dur, Beethoven: 8. Sinfonie 01.03.1854 Haydn: Die Schöpfung - 3. Teil, Beethoven: Chorfantasie, Rossini: Arie, Haydn: Sinfonie G-Dur, Reißiger: Festouvertüre 21.02.1855 Mozart: Die Entführung aus dem Serail - Arie, Verdi: Ernani - Arie, Haydn: Sinfonie Es-Dur, Beethoven: 7. Sinfonie Cherubini: Ouvertüre Anacreon 06.02.1856 E. Naumann: Jerusalems Zerstörung durch Titus, Benedict: Arie mit Chor, Mozart: Die Zauberflöte - Arie, Haydn: Sinfonie B-Dur, Mendelssohn Bartholdy: Meeresstille und glückliche Fahrt 25.02.1857 Reißiger: Der 130. Psalm, Krebs: Te Deum, Beethoven: Ah perfido, Bellini: Arie aus Beatrice di Tenda, Gluck: Ouvertüre Alceste, Beethoven: Prometheus-Musik 17.02.1858 Mendelssohn Bartholdy: Loreley - Finale, Beethoven: Prometheus-Musik, Schumann: 1. Sinfonie 1.2.2 Auf einen Blick: Die Abonnementskonzerte der Königlichen musikalischen Kapelle *) 26.10.1821 Haydn: Die Schöpfung 30.11.1821 Weber: Konzertstück für Klavier - weitere Werke unbekannt 22.12.1821 Carafa: Cavatine mit Chor, Weber: Jubelkantate, Beethoven: Sinfonie, Polledro: Violinkonzert 01.02.1822 Programm unbekannt 26.02.1822 Programm unbekannt 22.01.1848 Bach: Singet dem Herrn ein -neues Lied, Cherubini: Aus Medea - Szene, Mozart: Sinfonie D-Dur, Beethoven: 3. Sinfonie 12.02.1848 Gluck: De profundis, Mendelssohn Bartholdy: Der 42. Psalm, Haydn: Sinfonie D-Dur, Beethoven: 7. Sinfonie 08.03.1848 Palestrina/Wagner: Stabat mater", Bach: Singet dem Herrn ein -neues Lied, Beethoven: 5. Sinfonie, MendelssohnBartholdy: 3. Sinfonie 28.10.1848 J. Walter: O Christe, Morgensterne, Haydn: Hymnus, Mozart: Aus Titus - Rezitativ und Finale 1. Akt, Haydn: Militär-Sinfonie, Beethoven: 4. Sinfonie 18.11.1848 Lotti: Crucifixus, Mozart: Aus Idomeneo - Chor, Terzett und Finale 1. Akt, Haydn: Sinfonie B-Dur, Beethoven: 6. Sinfonie 299 16.12.1848 M. Haydn: Vokalsatz, J.Haydn: Hymnus, Cherubini: lnclina Domine, Beethoven: 2. und 7. Sinfonie 05.02.1849 E. Naumann: Christus, der Friedensbote 21.02.1849 Mozart: Ave ■verum und Misericordia Domini, Beethoven: Meeresstille und glückliche Fahrt, Mozart: Sinfonie g-Moll, Beethoven: 8. Sinfonie *) D ie W erke w erden hier nicht in der Reihenfolge der Program m e genannt; an erster Stelle stehen stets die vokalen, an zw eiter Stelle die orchestralen Stücke des jew eiligen Konzerts. D ie Program m übersicht v on Brescius (S. 112-114) für die Konzerte zugunsten des W itw en- und W aisen fonds der K öniglichen m usikalischen Kapelle w ar für die Jahre 1828, 1829, 1832, 1842, 1855 und 1856 ergänzungs- bzw. korrekturbedürftig. 300 1.2.3 Zu den Neuheiten in den Programmen Zur Bezeichnung von Neuheiten Mit der Kennzeichnung von Neuheiten in den Programmen oder deren Ankündigungen verfuhr man großzügig. Es ist davon auszugehen, dass längst nicht auf alle Werke, die erstmals in Dresden oder in Konzerten mit der Kapelle erklangen, entsprechend hingewiesen worden ist. Es liegt auf der Hand, dass nicht nur bei Werken prominenter Komponisten wie Bach, Beethoven, Weber, Wagner, Berlioz oder Liszt gemeinhin auf entsprechende Kennzeichnungen verzichtet wurde, sondern wohl mehr noch bei vielen Orchester-, Gesangs-, konzertanten und rein virtuosen Stücken zeitgenössischer Tonsetzer, die Aufnahme in die Programme fanden. Außerdem sind die Attribute, die den Werken zugeordnet wurden, alles andere als eindeutig: Da steht hinter den Titeln „neu", „neu für Dresden", „zum ersten Male", oder „Manuskript". Bedeutet „neu" oder „zum ersten Male" Erst- oder Uraufführung? Ist „Manuskript" gleichbedeutend mit Uraufführung oder heißt es nur, dass das Werk bisher zwar gespielt, aber nicht gedruckt worden ist? Da lassen sich keine klaren, verbindlichen Angaben ableiten. Angekündigte Neuheiten Aiblinger Bärmann, C. Beethoven Bellini Cherubini Czerny David, Fel. Dessauer KM Dominick Donizetti KM Dotzauer Franck, E. KM Fürstenau, A. B. Aria 23.12.1836 Fantasie für Klarinette und Klavier 11.12.1843 Chorfanatsie 23.11.1835 9. Sinfonie 27.08.1838 Ouvertüre Zur Namensfeier 01.11.1840 Adelaide 11.12.1843 Großes Duett 19.04.1833 Männer-Vokalquartett 27.08.1840 Große Concertante für vier 04.03.1837 Klaviere Christoph Columbus 22.01.1849 Der Wassermann 28.02.1838 Ouvertüre 21.02.1853 Fantasie über zwei Lieder für 21.02.1853 Klarinette Duett aus Lucia di Lammermoor 24.02.1841 Duett aus Belisario 24.02.1841 Divertimento für Violoncello 27.03.1829 Großes Trio für Violine, Viola 19.04.1833 und Violoncello Neue Sinfonie 28.02.1838 Klavierkonzert 17.02.1847 Concertino für Flöte 30.04.1830 Concertino für Flöte 26.10.1832 Fantasie über Don Giovanni 01.11.1838 neu neu neu für Dresden zum ersten Male zum ersten Male erstmals mit Orchester neu zum ersten Male neu zum ersten Male neu Manuskript Manuskript neu neu neu neu neu neu neu neu 301 Concertino für Flöte 01.11.1838 neu Adagio und Rondo für Flöte 01.11.1838 neu La Sympathie für zwei Flöten 04.03.1840 neu Reminiscenses d’Adele de Foix 07.11.1843 neu Reminiscenses d'Euryanthe 20.03.1846 neu Gade Sinfonie c-Moll 07.11.1850 neu Hansel Konzert für vier Hörner 16.01.1851 Manuskript Haydn, J. Sinfonie G-Dur 09.02.1853 zum ersten Male Sinfonie B-Dur 06.02.1856 neu für Dresden Hummel Oberons Zauberhorn für Klavier 18.10.1833 neu Klavierkonzert F-Dur 03.04.1834 neu - Manuskript Kalliwoda Variationen für zwei Violinen 25.11.1839 neu Kloss Aus der Kantate Terrestri 04.03.1837 neu Krebs Te Deum 25.02.1857 neu Kummer, F. A. Fagottkonzert 28.11.1823 neu Fantasie und Variationen für zwei Klarinetten 01.03.1833 neu Potpourri für Oboe 19.04.1833 neu Concertino für Violoncello 17.01.1834 neu Sinfonie nach Beethovens Streichquartett op.74 23.12.1836 zum ersten Male Große Fantasie über russische Lieder für Violoncello 25.02.1839 neu Variationen für Klavier und Violoncello 25.10.1839 neu Divertissement für Viola 22.0.3.1841 neu Fantasie über Armide für Violoncello 11.12.1843 neu Cantilena ed Allegro für Violoncello 05.04.1853 neu Kummer, G. H. Fagottkonzert 17.03.1820 neu Ouvertüre 16.11.1821 neu Lindpaintner Concertino für Klarinette 27.03.1829 neu Melodram Hero und Leander 10.08.1836 zum ersten Male Kztmstr. Lipinski 4. Violinkonzert, 1. Satz 12.03.1849 Manuskript Maurer Konzertante für vier Violinen 21.04.1834 neu Mayer Großes Klavierkonzert 25.11.1846 neu Mendelssohn B. Lied ohne Worte 18.02.1836 Manuskript Meeresstille und glückliche Fahrt 27.08.1840 zum ersten Male Chöre und Musik aus Anthalia 07.11.1850 zum ersten Male Meyerbeer 91. Psalm 07.11.1853 neu Morlacchi Große Ouvertüre aus A - D 25.10.1839 neu Moscheies Klavierkonzert Es-Dur 07.10.1824 neu - Manuskript Klavierkonzert C-Dur 09.11.1826 neu Mozart Aus Idomeneo 13.02.1839 zum ersten Male Müller, I. Klarinettenkonzert 24.11.1826 neu Concertino Capriccio für Klarinette 20.01.1842 neu 302 Onslow Sinfonie D-Dur 07.02.1834 neu Otto Ouvertüre 19.02.1838 neu Pacini Cavatina 19.04.1833 neu Pixis Fantaisie militaire für Klavier 18.10.1833 neu Rastrelli Lied 25.10.1839 neu Reißiger Ouvertüre 01.03.1828 neu Klarinettenkonzert 21.03.1828 Manuskript Ouvertüre 04.12.1829 neu Sinfonie 10.08.1836 zum ersten Male Fantasie für Klarinette 19.02.1838 neu Zwei Lieder 12.11.1838 neu Große Fantasie und Variationen für Klarinette 09.04.1839 neu Vokalquartett 25.10.1839 neu Lied mit obligaten Instrumenten 24.01.1840 neu Rheinlied 27.11.1840 neu komponiert Der Kreuzfahrer 20.01.1842 neu Fantasie für Klarinette 07.11.1842 neu Fantasie für Klarinette 11.12.1843 neu Lieder 20.03.1846 neu Musik zu Faust, II. Teil 28.08.1849 zum ersten Male David 04.04.1857 zum ersten Male 130. Psalm 25.02.1852 neu Ries Große Sinfonie 04.01.1827 Manuskript Rietz Konzertouvertüre 07.11.1854 neu Rolla Potpourri auf der Violine 14.02.1832 neu Rossini Terzett aus Wilhelm Teil 17.03.1841 zum ersten Male deutsch Stabat mater 05.05.1843 neu Kztmstr. Schubert Concertino für Violine 25.02.1839 neu Duo über Fra Diavolo für Violine und Violoncello 25.02.1839 neu Fantasie über Figaros Hochzeit 16.01.1851 neu Schubert, F. Der Hirt aufdem Felsen 11.12.1843 neu Schumann Das Paradies und die Peri 23.12.1843 neu Schmidt Instrumentation von Beethovens Pathetique 13.08.1839 zum ersten Male Spindler Große Sinfonie 07.11.1853 Manuskript Spohr Nonett 01.11.1838 zum ersten Male Notturno 13.02.1839 neu Thalberg Fantasie über Die Hugenotten 30.04.1838 neu für Dresden Thrun Indische Legende 17.02.1847 neu KM Uhlig Allegro brillante für Klarinette 21.02.1853 Manuskript Concertante für vier Waldhörner 28.02.1853 zum ersten Male Vieuxtemps Andante und Rondo für Violine 05.12.1853 neu Weber Schottische Lieder 04.03.1837 zum ersten Male II momento s'avviccina, Arie 11.12.1843 neu Wieprecht Klarinettenkonzert 01.03.1833 neu 303 Einige nicht ausgewiesene, aber gesicherte oder mutmaßliche Ur- und Erstaufführungen Bach, J. S. Matthäuspassion 31.03.1833 Erstaufführung Konzert für drei Klaviere 07.01.1845 Erstaufführung (?) h-Moll-Messe 28.10.1850 Erstaufführung mit Orchester Streichersuite D-Dur 08.11.1852 Erstaufführung (?) Weihnachtsoratorium 30.01.1858 Erstaufführung (?) Beethoven Kyrie und Gloria aus der Missa solemnis 12.04.1829 Erstaufführung Missa solemnis 13.03.1839 Erstaufführung des gesamten Werkes Prometheus-Musik 25.02.1857 Erstaufführung Preis der Tonkunst (Der glorreiche Augenblick) 08.11.1852 Erstaufführung Berlioz alle Werke Februar 1843 Erstaufführungen Fausts Verdammnis Die Flucht nach Ägypten Romeo und Julia April 1854 Erstaufführungen Chopin Klavierkonzert e-Moll 12.11.1838 Erstaufführung (?) Liszt Prometheus 07.11.1857 Erstaufführung Dante-Sinfonie 07.11.1857 Uraufführung Lwow Musik aus Bianca und Gualtiero 04.06.1844 Uraufführung Mendelssohn Paulus 08.04.1838 Erstaufführung (?) Die erste Walpurgisnacht 22.07.1844 Erstaufführung (?) Elias 16.04.1848 Erstaufführung mit Orchester Loreley (Ausschnitte) 31.08.1852 Erstaufführung (?) Meyerbeer 91. Psalm 07.11.1853 Erstaufführung Palestrina/Wagner Stabat mater 08.03.1848 Uraufführung der Wagner-Fassung Schumann Faust-Szenen, Finale 29.08.1849 Uraufführung Der Königsohn 07.11.1853 Erstaufführung (?) Wagner Das Liebesmahl der Apostel 06.07.1843 Uraufführung Faust-Ouvertüre 02.07.1844 Uraufführung Lohengrin, Finale I. Akt 22.09.1848 Uraufführung Bearbeitung Stabat mater von Palestrina 08.03.1848 Uraufführung Weber Jubelouvertüre 20.09.1818 Uraufführung Jubelkantate 21.09.1818 Uraufführung Ouvertüre Der Freischütz 18.12.1820 Erstaufführung Ouvertüre und Quartett aus Oberon 13.10.1826 Erstaufführungen 304 1.3 Register der Komponisten und Interpreten Das Register enthält im ersten Teil die Namen von etwa 280 Komponisten, deren Werke in den Konzerten der Königlichen musikalischen Kapelle zwischen 1817 und 1858 erklungen sind - sowohl in den von ihr selbst und von der Generaldirektion ver anstalteten Konzerten als auch in solchen anderer Veranstalter, die die Kapelle für die Mitwirkung gewonnen hatten. Der zweite Teil des Registers erfasst die Namen von etwa 450 Mitwirkenden: Dirigenten, Vokal- und Instrumentalsolisten, Rezitatoren, Chören und Mitgliedern anderer Orchester. Allein die Auflistung der Namen zeigt, dass sich in der Konzerttätigkeit der Königlichen musikalischen Kapelle Dresden als ein Zentrum europäischer Musikkultur widerspiegelt. Bei einer Reihe der Komponisten von besonderem Belang, darunter die Dresdner Hofkapellmeister, Konzertmeister und Kammermusiker der Kapelle, werden die Werke und ihre Aufführungsdaten nach Gattungen geordnet, wenngleich auf Kosten der Aufführungschronologie; bei den übrigen sind die Aufführungsdaten chronolo gisch vermerkt. Es sind die Daten, Komponisten und Interpreten aller aufgeführten Werke erfasst, also auch von Liedern, Solovorträgen, Kammermusik und A-cappella- Chören. Die Ziffern in Klammern hinter den Komponisten-Daten geben an, wie viele Werke eines Komponisten in dem jeweiligen Programm gespielt wurden. Nicht für alle Künstler konnten, auch bei Zuhilfenahme diverser Lexika aus dem 19. Jahrhundert, Lebensdaten oder biographische Hinweise ermittelt werden. Angaben zu den meisten Komponisten und Interpreten, vor allem den heute kaum oder gar nicht mehr bekannten, dürften - soweit auffindbar - von Interesse sein; für eine Reihe von Komponisten, zum Beispiel für die großen Klassiker und Romantiker des In- und Auslands, beschränken sie sich auf ein Minimum oder entfallen bis auf die Lebensda ten ganz. Selbst die kurzgefassten biographischen Hinweise können deutlich machen, wie reich und vielfältig sich nationales und internationales kompositorisches und interpretatorisches Schaffen gezeigt hat, welche Fülle an bemerkenswerten Künstlerper sönlichkeiten (aber nicht nur diese) sich in Dresden einfand, die zum Teil herausra gende Positionen als Solisten, Dirigenten und Orchestermusiker im damaligen Musik leben deutschland- und europaweit einnahmen, welche Musizierbereitschaft ihnen ein Orchester wie die Königliche musikalische Kapelle entgegenbrachte, welch - mehr oder weniger - interessante Begegnungen Musiker und Publikum erwarten durften, wie Ruhm sich über die Zeiten erhält; freilich auch, wie er verblassen oder ganz verge hen kann. 1.3.1 Die Komponisten Übersicht Die Dresdner Hofkapellmeister zwischen 1548 und 1858 waren, dank der „historischen Konzerte" und eines gewissen, allmählich wachsenden Traditionsbewusstseins von Jo hann Walter bis Carl August Krebs als Komponisten vertreten, wenn auch naturgemäß mit höchst unterschiedlichen Anteilen. So tauchten Walter, Peranda, Schütz, Heinichen, Hasse und Schuster ein- bis zweimal auf, Lotti immerhin fünfmal. Naumanns Popularität 305 noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zeigte sich in 15 Aufführungen, sein Nach folger Paer war mit 13, Morlacchi mit 24, Wagner mit acht, Musikdirektor Rastrelli mit 12 Aufführungen vertreten. Weber erreichte nahezu 70 Wiedergaben, Reißiger stand - als Dirigent beliebt, geschätzt und versiert und als Leiter vieler Musikalischer Akademien mit seinem breitgefächerten kompositorischen Schaffen von deren Veranstaltern möglicher weise besonders umworben - mit über 70 an der Spitze; Krebs, sein Kollege der fünfziger Jahre, kam auf nur 4 Aufführungen. Auch fast 25 Kammermusiker der Königlichen musikalischen Kapelle traten als Kom ponisten meist konzertanter, oft betont virtuoser Stücke für verschiedene Soloinstrumente - zum eigenen Gebrauch oder für Orchesterkollegen - in Erscheinung: unter anderen der Cellist F. A. Kummer etwa 50-, der Flötist A. B. Fürstenau etwa 40-, Konzertmeister Schu bert etwa 35-, der Cellist Dotzauer an die 20-, die Konzertmeister Rolla elf-, Polledro sie ben- und Lipinski sechsmal. Mit nahezu 160 Aufführungen führt Beethoven die Liste der bedeutenden deutschen Komponisten an, gefolgt von Mozart mit circa 120, Mendelssohn mit über 70, Haydn mit etwa 45 und - ein Zeitspiegel - erstaunlicherweise Spohr mit über 30. Schubert trat zu nehmend mit Liedern und Liedtranskriptionen, spät erst mit einer Sinfonie in Erschei nung. Bach und Händel schlagen mit etwa je 20 zu Buche; Meyerbeer kam auf über, Schumann blieb unter zehn. Zu nennen sind zudem M. Haydn, Gluck, F. Hiller, Kreutzer, Lachner, Loewe oder Nicolai. Dafür, dass virtuose Literatur auch von deutschen Kompo nisten gefragt war, stehen Namen wie Thalberg (fast 30 Aufführungen), Moscheies (fast 20), Hummel (etwa 15) oder Kalkbrenner (etwa 10). Es gab, wie das Register ausweist, eine Vielzahl von Kleinmeistern, die gespielt wurden, darunter auch Dresdner wie die Kreuz kantoren Agthe, Otto und Uber oder der vielseitige, u.a. als Musikschriftsteller tätige von Miltitz. Besonders die Programme der Musikalischen Akademien weisen aus, in welchem Maße die italienischen Opernkomponisten tatsächlich die musikalische Szene (den Publi kumsgeschmack wie die Präferenzen der vokalen Solisten und Solistinnen) mitbestimm ten. Rossini war mit nicht weniger als 85 Wiedergaben - in der übergroßen Mehrzahl Arien und Ensembles, weniger Ouvertüren - vertreten. Mit bei weitem nicht ähnlich ho hen, aber doch teils beachtlichen Aufführungszahlen sind Bellini, Donizetti, Spontini und Mercadante zu nennen, gefolgt von Cimarosa und zahlreichen, heute in der Praxis fast oder längst ganz vergessenen Komponisten - beispielsweise Salieri, Stradella, Fassano, Pacini, Sacchini, Puccita, Righini, Vacchai oder Caraffa; Verdi taucht kaum und erst spät auf. Ausnahmsweise warf man in Kapellkonzerten einen Blick auf die Historie mit Lassus, Palestrina, Pergolesi und A. Scarlatti. Natürlich war Paganini - insgesamt vierzehnmal zu hören. Großer Beliebtheit erfreuten sich offensichtlich die Ouvertüren des langjährig in Frankreich wirkenden Italieners Cherubini (über 30 Aufführungen). Unter den Franzosen selbst dominierte, begründet durch seine eigenen Dresdner Konzerte, in den Auffüh rungszahlen Berlioz. Auch F. C. David profitierte von seinen persönlichen Auftritten als Dirigent. Während die französischen Opernkomponisten - Mehul, Auber, Adam, Boieldieu - nur selten vertreten waren, brachten sich Virtuosen wie Vieuxtemps, Herz oder Rode eher zur Geltung. Das Spektrum der Namen ist jedoch auch hier - wie bei den deut schen und italienischen - viel breiter als die wenigen genannten vermuten lassen. Dies trifft auch zu, wenn man den Blick auf andere europäische Länder weitet: Ungarn - Liszt, 306 Belgien - Beriot, Polen - Chopin, Britannien - Field und Osborne, Russland - Glinka, Bortnianski, Lwow und Rubinstein, Skandinavien - Gade, Bull und Kunzen, Tschechien - Reicha, Kalliwoda, Krommer und Vorisek. Interessant ist es, einen Blick auf die Zeitspanne zu werfen, während der - in Auswahl - einzelne Komponisten in den Programmen vertreten waren, was etwas aussagt über Präsenz, über eine gewisse Kontinuität oder vorübergehende Modeerscheinungen, natür lich aber nichts über die Anzahl der Aufführungen; diese ist aus dem nachfolgenden Re gister ablesbar: Deutsche J. S. Bach: zwischen 1833 und 1858, Beethoven: zwischen 1817 und 1858, Händel: zwi schen 1818 und 1857, J. Haydn: 1817/1857, Mendelssohn Bartholdy: 1835/1858, Mozart: 1818/1857, Naumann: 1817/1853, Schubert: 1835/1856 (orchestral erst 1850), Schumann: 1838/1858, Spohr: 1826/1855 Einige Virtuosen: Hummel: 1824/1848, Kalkbrenner: 1825/1837, Moscheies: 1824/1853, Thalberg: 1830/1854 Italiener Bellini: 1832/1857, Cimarosa: 1819/1839, Donizetti: 1832/1855, Mercadante: 1826/1844, Nicolini: 1819/1839, Rossini: 1818/1858, Spontini: 1824/1856, Verdi: 1850/1855, Cheru bini: 1819/1857 Franzosen Adam: 1846/1848, Auber: 1835/1836, Berlioz: 1843/1854, Boieldieu: 1853, Vieuxtemps: 1837/1854 Polen Chopin: 1835/1855 Ungarn Liszt: 1839/1857 (orchestral erst 1857) Namen und biographische Angaben Adam, Adolphe (1803-1856) Französischer Opernkomponist, Organist und Pianist, Literat und Kritiker, gesuchter Klavierpädagoge, 1817 Schüler von Anton Reicha und Adrien Boieldieu am Pariser Conservatoire, wird bekannt als Orgelimprovisator, 1829 Debüt als Opernkomponist, nachfolgend große Erfolge mit Bühnenwerken, 1847 Gründung eines eigenen Theaters, nach dessen Schließung Professor am Conservatoire, komponierte Opern, Ballette, Kir chenmusik, Kammer- und Klaviermusik, Lieder, Opernpotpourris 16.2.1846 - 29.1.1856 Agthe, Friedrich Wilhelm (1796-1830) Ausbildung in Sangerhausen und Weimar, Lehrer für Klavier und Gesang im Hause des Sächsischen Kabinettsministers Graf von Einsiedel, Dresdner Kreuzkantor 1822 bis 1828, komponierte Kirchen- und Klaviermusik, Lieder, ein Hornkonzert 29.11.1822 307 Aiblinger, Johann Caspar (1779-1867) Wirkte zunächst in Italien, 1819 Kapellmeister der Italienischen Oper, 1826 Hofkapell meister und 1837 Leiter der Kirchenmusik an der Allerheiligenhofkirche München, schrieb Kirchenmusik, Opern, Lieder, Gesänge 23.12.1836 Alard, Delphin (1815-1888) Schüler von Frangois Antoine Habeneck (Violine) und Frangois-Joseph Fetis in Paris, 1843 bis 1875 Professor am Conservatoire (u.a. Lehrer von Pablo de Sarasate), 1858 So loviolinist der Kapelle Napoleons III., umfangreiche kammermusikalische Aktivitäten, Kompositionen und Arrangements für Violine 26.2.1856 Anacker, August Friedrich (1790-1854) 1821 Dom- und Stadtkantor sowie Gymnasiallehrer in seiner Vaterstadt Frei berg/Sachsen, 1823 Gründer der dortigen Singakademie, Reorganisator des traditio nellen Bergmusikkorps, gut bekannt mit Reißiger, Wagner und Mendelssohn, sein Bergmannsgruß gilt als eines der populärsten Chorwerke des 19. Jahrhunderts, schrieb Kantaten, Chöre, ein- und mehrstimmige Lieder, Orgel- und Klavierstücke, Ouvertü ren, Märsche 27.1.1833 - 8.2.1833 - 7.2.1834 - 7.11.1834 - 24.2.1841 - 7.11.1842 Arabische Elegien (mit arabischen Originaltexten) 25.4.1836 Arnaud, Jean Etienne Guillaume (1807-1863) Gesangslehrer in Marseille, Komponist vornehmlich von Romanzen und Chansons 29.1.1857 Artöt, Alexandre (1815-1845) Belgischer Violinvirtuose, seit 1824 Schüler am Pariser Konservatorium, Konzerte in Brüs sel, London, Italien, Russland und Amerika, schrieb virtuose Literatur für die Geige 6.2.1844 - 8.2.1844 -16.2.1844 Auber, Daniel Frangois Esprit (1782-1871) Nach einer Londoner Lehre im Kunsthandel volle Hinwendung zur Musik, Kompositionen seit dem 11. Lebensjahr, 1811 Debüt als Opernkomponist, danach Kompositionsunterricht bei Luigi Cherubini und Adrien Boieldieu, seit 1820 Operner folge, nationale Popularität und schließlich Weltgeltung, 1842 Direktor des Pariser Conservatoire, 1857 Kaiserlicher Hofkapellmeister, komponierte Opern, Konzerte, Kammermusik, Romanzen 9.2.1835 - 25.4.1836 Babnigg, Emma (biographische Angaben siehe Interpreten) 19.4.1847 Bach, Johann Sebastian (1685-1750) Geistliche Musikfür Singstimmen und Orchester Matthäuspassion 31.3.1833 -12.4.1840 Arie aus der Matthäuspassion 28.7.1850 Weihnachtsoratorium 30.1.1858 - 28.3.1858 Messe h-Moll 28.10.1850 308 Motette „Singet dem Herrn ein neues Lied" 22.1.1848 - 8.3.1848 - 28.7.1850 Orchester Suite für Streichorchester (siehe Anm. bei 8.11.1852) 8.11.1852 - 9.2.1853 - 29.8.1853 - 7.11.1855 - 7.11.1856 Konzert: Konzert für drei Klaviere 7.1.1845 Klavier oder Orgel: 30.1.1836 -18.2.1836 - 8.10.1846 - 28.7.1850 -17.5.1853 Balfe, Michael William (1808-1870) Aus Dublin stammender Komponist, Sänger und Theaterunternehmer, erfolgreich in Europa mit seinen Opern und als Sänger in Paris, London und verschiedenen italieni schen Städten, komponierte auch Ballette, Kantaten, Balladen, veröffentlichte Ge sangslehren 7.1.1837-25.2.1850 Ban(c)k, Carl (1809-1889) Studium u.a. bei Carl Friedrich Zelter und Friedrich Schneider, Liedkomponist, Gesangs lehrer und Musikschriftsteller, Kritiker in Magdeburg, Berlin und Leipzig, seit 1840 in Dresden, da auch Gesangslehrer, zeitweise Mitarbeiter in Robert Schumanns NZfM 28.10.1846 Bärmann, Carl (1810-1885) Schüler seines Vaters Heinrich Joseph Bärmann und dessen Nachfolger als 1. Klarinet tist der Münchener Hofkapelle, schrieb zahlreiche Klarinettenkompositionen, Verfasser einer grundlegenden Klarinettenschule 11.12.1843 Bärmann, Heinrich Joseph (1784-1847) Einer der führenden Klarinettisten seiner Zeit, 1789 Klarinettist der Preußischen Leib garde, 1807 Erster Klarinettist der Münchener Hofkapelle, Konzertreisen in viele euro päische Länder, Freund Carl Maria von Webers und glänzender Interpret von dessen, fast ausschließlich ihm gewidmeten Werken für Klarinette, auch Mendelssohn und Meyerbeer komponierten für ihn 30.12.1823 Bärmann (o.A.) 3.3.1824 - 5.4.1853 Bazzini, Antonio (1818-1897) Schlug 1836 auf Paganinis Empfehlung die Virtuosenlaufbahn ein, seit 1842 ausge dehnte Kunstreisen als einer der angesehensten Geiger Europas, 1852 Wohnsitz in Pa ris, seit 1862 in seiner Vaterstadt Brescia, 1873 Lehrer, 1892 Direktor des Konservatori ums Mailand, einer der Lehrer Giacomo Puccinis, komponierte Kammermusik, Ou vertüren, eine Sinfoniekantate, Psalmen 29.1.1857 Becker, Constantin Julius (1811-1859) Ausbildung in Freiberg, danach dort Lehrer, 1834 in Leipzig Philosophiestudien und Kontrapunktunterricht, 1837 Eintritt in die Redaktion von Robert Schumanns NZfM, zeitweise deren Schriftleiter und bis 1846 Autor, seit 1843 Gesangs- und Kompositi onslehrer in Dresden, 1846 Rückzug auf seine Besitzung in Oberlößnitz (heute Rade beul bei Dresden), veröffentlichte Schriften, Aufsätze und schrieb Lieder, Chöre, eine Oper, eine Sinfonie 12.1.1852 309 Beethoven, Ludwig van (1770-1827) Sinfonien Nr. 2: 30.4.1830 - 27.3.1836 -16.12.1848 - 27.8.1857 Nr. 3:12.4.1829 -17.9.1839 - 4.4.1841 - 22.1.1848 - 7.11.1848 - (5.5.1849, entfallen) 13.4.1851 - 21.9.1854 Nr. 4: 27.3.1831 - 27.8.1834 - 8.4.1838 - 9.8.1843 - 7.11.1843 - 25.2.1846 - 28.10.1848 - 7.11.1849 - 26.8.1851 -1.4.1855 - 2.9.1856 Nr. 5: 30.3.1828 - 23.3.1834 - 19.3.1837 - 20.3.1842 - 16.3.1845 - 8.3.1848 - 22.6.1849 - 26.8.1850 - 25.2.1852 - 9.4.1854 Nr. 6: 31.3.1844 - 22.7.1844 -19.8.1844 -18.11.1848 - 5.5.1855 - 29.8.1855 Nr. 7: 15.4.1832 - 24.3.1839 - 20.8.1841 - 5.2.1845 - 12.2.1848 - 23.4.1848 - 16.12.1848 - 24.3.1850 - 4.4.1852 - 21.2.1855 Nr. 8:12.4.1835 - 9.4.1843 -16.4.1848 - 21.2.1849 - 9.2.1853 - 5.4.1857 Nr. 9: 27.8.1838 - 7.11.1838 - 5.4.1846 - 28.3.1847 -1.4.1849 - 20.3.1853 -16.3.1856 - 28.3.1858 Sinfonie F-Dur (o.A.) 31.8.1852 Sinfonien o.A. 22.12.1821 - 8.2.1833 Ouvertüren „Die Geschöpfe des Prometheus" 25.3.1817 - 29.12.1835 -15.8.1853 (Klaviertranskription) „Egmont" 23.11.1821 -13.2.1835 -19.12.1838 -1.11.1840 - 28.8.1849 - 7.2.1854 „Coriolan" 4.4.1823 - 25.4.1834 - 28.1.1837 - 5.5.1843 - 20.5.1844 -16.1.1845 „Leonore" o.A. 23.12.1837 -13.8.1839 -17.9.1839 -12.4.1840 - 7.11.1842 -16.2.1844 „Leonore" Nr. 3 21.4.1838 „Die Weihe des Hauses" 27.8.1840 -1.4.1849 - 28.7.1850 „Zur Namensfeier" 1.11.1840 „König Stephan" 26.11.1849 - 2.5.1854 Ouvertüre C-Dur o.A. 15.12.1817 Ouvertüren o.A.14.3.1828 - 9.1.1829 - 18.2.1836 - 18.2.1836 - 23.12.1838 - 7.3.1840 - 13.2.1841 - 24.2.1841 - 8.2.1844 - 8.11.1847 Sonstiges „Wellingtons Sieg oder Die Schlacht bei Vittoria" (5.5.1849, entfallen) Ballett- und Schauspielmusik „Prometheus" 25.2.1857 -17.2.1858 - 2.9.1858 „Egmont" 17.10.1828 -14.2.1832 -17.1.1834 - 7.11.1844 -11.8.1845 - 25.2.1850 „Die Ruinen von Athen" 13.2.1850 - 5.3.1851 - 7.11.1856 Klavierkonzerte Nr. 3:14.12.1829 - 28.1.1837 - 25.11.1839 - 6.12.1854 Nr. 4: 16.1.1855 Nr. 5: 21.4.1834 -13.2.1840 - 27.2.1844 o.A. 10.3.1826 - 25.4.1836 Chorfantasie 23.11.1835 -1.3.1854 - 26.2.1856 Violinkonzert 17.9.1839 -1.3.1855 Chorsinfonik Missa solemnis 12.4.1829 (Kyrie und Gloria) -13.3.1839 -14.3.1843 „Christus am Ölberg" 4.4.1830 (italienisch) - 4.4.1841 - 5.4.1846 „Meeresstille und glückliche Fahrt" 21.2.1849 „Der glorreiche Augenblick", bearbeitet als „Preis der Tonkunst" (Rochlitz) 8.11.1852 310 Arien/Duette „Ah perfido” 28.2.1853 - 5.12.1853 - 7.11.1856 - 25.2.1857 aus „Fidelio" 25.2.1839 o.A. 17.9.1839 -19.4.1847 Lieder und Gesänge 17.2.1834 - 1.11.1836 - 20.2.1837 - 17.9.1839 - 25.11.1839 - 23.12.1840 (s.a. Hüttenbrenner) -11.12.1843 - 20.5.1844 (2) - 8.10.1846 - 8.11.1852 Klavier allein 4.2.1836 Violinsonate 19.3.1855 -1.12.1855 Kammermusik Quintett für Klavier und Bläser 4.2.1848 Sextett für zwei Hörner und Streicher 30.6.1847 Septett 13.2.1835 -19.2.1838 - 20.1.1842 Oktett 11.12.1843 ln Bearbeitungen Sinfonie nach dem Streichquartett op. 75 (Friedrich August Kummer) 23.12.1836 Klaviersonate „Pathetique" für Orchester (J. P. Schmidt) 13.8.1839 Werke O.A. 30.1.1836 - 9.12.1836 Bellini, Vincenzo (1801-1835) Seit 1819 Studium am Konservatorium Neapel, Debüt als Opernkomponist 1825, da nach sehr bald Beginn der erfolgreichen Karriere in Neapel, ab 1827 an der Mailänder Scala, nachfolgend Kompositionsaufträge auch aus Paris und London, komponierte außerdem Kantaten, Arien, Romanzen, Canzonetten 11.5.1832 (2) - 27.1.1833 - 1.3.1833 - 12.4.1833 - 19.4.1833 - 10.4.1834 - 21.4.1834 - 12.1.1835 - 25.1.1836 - 18.2.1836 - 5.10.1836 - 9.4.1839 - 16.11.1839 - 10.12.1839 (3) - 13.2.1840 - 22.3.1841 - 16.2.1844 - 21.5.1847 - 26.11.1849 - 15.3.1850 - 30.5.1850 - 26.8.1851 -11.2.1854 -16.1.1855 - 25.2.1857 Beilmann, Karl Gottlieb (1772-1862) Musikdirektor des Fürsten Pückler in Bad Muskau/Lausitz, seit 1813 Organist in Schles wig, Komponist des im 19. Jahrhundert sehr populären Schleswig-Holstein-Liedes 28.10.1846 Benedict, Julius (von) (1804-1885) Schüler Carl Maria von Webers in Dresden, 1823 Dirigent am Kärntnertortheater Wien, 1825 am Teatro San Carlo in Neapel, 1834 in Paris, seit 1835 in London in verschiede nen Dirigenten-Positionen, 1871 geadelt 4.4.1823 (2) - 6.2.1856 Berg, ConradMatthias (1795-1852) Als Geiger in Mannheim bei Ferdinand Fränzl ausgebildet, 1806 bis 1807 Klavierstu dien am Conservatoire Paris, damals Musiklehrer in Straßburg, tätig auch als Pianist, Musikschriftsteller und Komponist von Konzerten, Sonaten und Stücken für Klavier, Kammermusik, einer Kantate 11.2.1854 Beriot, Charles Auguste de (1802-1870) Belgischer Geiger mit Konzerten in vielen Ländern Europas, Erster Kammerviolinist des Königs von Frankreich, Sologeiger in der Kapelle des Königs der Niederlande, 1842 Lehrer am Konservatorium Brüssel, in den 1850er Jahren Erblindung und zuneh 311 mende Lähmung des linken Arms, Kompositionen ganz im Dienste seiner außerge wöhnlichen virtuosen Möglichkeiten 12.4.1833 - 24.1.1834 (2; s.a. Osbome) - 21.4.1834 - 23.11.1835 - 21.12.1835 - 4.3.1837 - 1.4.1837 - 30.4.1838 (s.a. Osborne) - 1.8.1838 (4) - 25.10.1839 (s.a. Osborne) - 6.2.1844 - 13.2.1844 Berlioz, Hector (1803-1869) Orchesterwerke Symphonie fantastique 10.2.1843 - 5.3.1851 Harold in Italien 17.2.1843 Ouvertüre „König Lear" 10.2.1843 Ouvertüre „Benvenuto Cellini" 17.2.1843 - 29.4.1854 -1.5.1854 Ouvertüre „Römischer Karneval" 29.4.1854 -1.5.1854 Reverie et Caprice 17.2.1843 Grande Symphonie Funebre et Triomphale 17.2.1843 - (5.5.1851, entfallen) Gesang und Orchester „Fausts Verdammnis" 22.4.1854 - 25.4.1854 „Romeo und Julia" 17.2.1843 - 29.4.1854 -1.5.1854 „Offertorium" aus der Großen Totenmesse 10.2.1843 -17.2.1843 „Sanctus" aus der großen Totenmesse 10.2.1843 „Die Flucht nach Ägypten" 29.4.1854 -1.5.1854 - 7.11.1854 „Die junge bretagnische Schäferin" 10.2.1843 „Die schöne Reisende" 17.2.1843 Cavatine aus „Benvenuto Cellini" 10.2.1843 Bertrand, Aline (1798-1835) Besuch des Pariser Konservatoriums, 1820 erster öffentlicher Konzertauftritt als Harfenistin, Kunstreisen in ganz Europa, gilt als eine der bedeutendsten Harfenvirtuosinnen des 19. Jahrhunderts (siehe auch Interpreten) 20.12.1828 (2) - 26.12.1828 (2) Beyer, Christian Albert, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) 6.12.1830-16.11.1833 (2) Beyer, Rudolph (Lebensdaten unbekannt) 10.2.1852 (2) Blahetka, Leopoldine (1811-1877) Österreichische Klavier- und Physharmonika-Virtuosin und Komponistin (Schülerin u.a. von Sechter, Czerny und Moscheies) mit Konzerten in Deutschland, Frankreich, England und Holland, lebte seit 1840 in Bologna, Klavierkompositionen zugeschnitten auf die eigene technische Brillanz 12.5.1826 Blangini, Giuseppe Felice (1771-1851) Seit 1797 Konzerte als Tenor in Frankreich und der Schweiz, 1805 Hofkapellmeister in München, danach des Königs von Westfalen, 1806 Kapellmeister von Napoleons Schwester Pauline, 1808 in Nizza, 1809 am Kasseler Hofe, 1817 Professor für Gesang am Pariser Conservatoire, schrieb Opern, Romanzen, Lieder 15.12.1817 Blankmeister, Emil (biographische Angaben siehe Interpreten) 4.2.1836 312 Blum(e), Carl Ludwig (um 1785-1844) Unterricht in Berlin auf dem Violoncello und in der Malerei, zunächst Sänger und Schauspieler in Erlangen, 1805 in Königsberg Theoriestudien und Ausbildung zum Gitarrenvirtuosen, 1815 in Wien Schüler Salieris, in der Kongresszeit als Komponist er folgreich, danach ebenso in Frankreich, Italien und London, 1820 in Berlin Hofkompo nist, Musiklehrer am Hofe, Sänger und seit 1823 Opernregisseur am Berliner Hofthea ter, tätig auch als Schriftsteller, Übersetzer und Dekorationsmaler, Verfasser einer Gi tarrenschule, schrieb Opern, Vaudevilles, Ballette, Lieder, Männerchöre, Musik für Or chester und verschiedene Instrumente, Bearbeitungen 25.3.1817 Bochsa, Robert Nicolaus Charles (1787-1856) Bereits in jungen Jahren erfolgreich als Harfenvirtuose und Komponist, 1813 Harfenist der Kaiserlichen Kapelle in Paris, 1817 in London, dort 1822 Mitbegründer einer Kon zertagentur und Professor an der Royal Academy of Music, seit 1827 unstetes Leben auf allen Kontinenten (starb in Sydney), beteiligt an der Weiterentwicklung der Har fentechnik, schrieb Opern, Ballette, Konzerte, Solostücke und Kammermusik für Harfe, Etüden, Transkriptionen, Lehrwerke 20.12.1828 (s.a. Durand) - 26.12.1828 - 7.11.1835 (3) Bohrer, Joseph Anton (1783-1863) Geiger in der Münchener Hofkapelle, seit 1805 Konzerte in mehreren europäischen Ländern, zum Teil mit seinem Bruder, dem Violoncellisten Max Bohrer, 1818 Mitglied der Berliner Hofkapelle, 1827 in Paris, 1831 Konzertmeister der Hofkapelle Stuttgart, 1834 der Hofkapelle Hannover, nach 1844 Konzertreisen mit seiner Tochter, der Pia nistin Sophia Bohrer, Kompositionen für Violine und für das Duo mit seinem Bruder 25.2.1825-28.12.1827 Boieldieu, Adrien Frangois (1775-1834) 1793 Debüt als Opernkomponist, seit 1796 in Paris, bald in der ersten Reihe der französischen Opernkomponisten, 1802 Professor für Klavier am Conservatoire, 1805 Kapellmeister am Zarenhof Alexanders I., nach der Rückkehr nach Paris Kammer komponist des französischen Königs, 1817 Direktor des Conservatoire, komponierte auch Konzerte, Klavierwerke, Romanzen 5.12.1853 Bononcini, Giovanni Battista (1670-ca. 1750) 1688 Kapellmeister in Bologna, 1692 in Rom, 1700 in Wien, 1702/03 in Berlin, 1720 in London (ein Rivale Händels), später in Paris, erneut in Wien und Italien, Komponist von Instrumental- und geistlicher Musik sowie Opern 12.4.1833 Bordogni, Marco (1788-1856) Schüler von Simon Mayr, Sänger in italienischen Kirchen und Theatern, 1819 Tenor an der Italienischen Oper in Paris, Gastspiele in Spanien, dann Professor für Gesang am Konservatorium in Paris, schrieb weit verbreitete Studienwerke, Vokalisen und Solfeggien 25.2.1839 Bortnjanski, Dmitri Stepanowitsch (1751-1825) Schüler von Baldassare Galuppi in Petersburg, erste Opernerfolge in Italien, 1779 Leiter des Hofchors in Petersburg, 1796 der Kaiserlichen Kapelle, Staatsrat, komponierte ita lienische und französische Opern, Sinfonien, Kammer- und Klaviermusik, liturgische Musik, geistliche Lieder, populäre A-cappella-Sätze 19.7.1858 313 Briccialdi, Giulio (1818-1881) Bereits als Siebzehnjähriger Flötenlehrer an der Accademia di Santa Cecilia Rom, nach 1836 tätig in Neapel, Mailand und Wien, als Flötenvirtuose Gastspiele in Europa und Amerika, seit 1870 Professor in Florenz, Bravourkompositionen für sein Instrument, Unterrichtswerke, intensive Bemühungen um die technische und klangliche Weiter entwicklung der Flöte 26.8.1850 -12.1.1852 - 31.8.1852 - 29.1.1856 Buddeus, Eduard (biographische Angaben siehe Interpreten) 16.12.1842 Bull, Oie Bornemann (1810-1880) Norwegischer Violinvirtuose, seit Anfang der 1830er Jahre Lehrtätigkeit, nach einem gefeierten Konzert in Paris Beginn der europäischen Karriere, lebte abwechselnd in Eu ropa und Amerika, galt als ein Rivale Paganinis, berühmt auch als Improvisator, Violinkompositionen, zum Teil folkloristisch geprägt, Mitbegründer eines norwegischen Musikstils 15.12.1840 (2) Call, Leonard von (1768-1815) Biographie nahezu unbekannt, möglicherweise in preußischen Diensten, geschätzt als Komponist des „Leichten", „Angenehmen" und „Gefälligen" auf den Gebieten der in strumentalen und vokalen Kammermusik und des mehrstimmigen A-cappella-Männergesangs 25.3.1817 Caraflfla de Colobrano, Michel (1787-1872) Zunächst militärische Laufbahn, nach 1815 Aufführung seiner Bühnenwerke in Italien, Wien und Paris, dort Nachfolger von Lesueur als Kompositionsprofessor am Institut de France, 1838 Direktor der Ausbildungsstätte für Militärkapellmeister in Frankreich, 1840 Kompositionslehrer am Conservatoire Paris, schrieb Opern, Kirchenmusik, Lie der, Romanzen, Duette 22.12.1821 - 24.10.1823 - 22.10.1824 - 22.4.1825 (2) -1.4.1827 -18.2.1836 Castelli, Ignaz Franz (1781-1862) Als Geiger in Wien ausgebildet, neben der Beamtenlaufbahn ausgedehnte literarische Tätigkeit, vorübergehend Dichter der Hofoper und Redakteur des Allgemeinen Musika lischen Anzeigers, Autor von Texten, Libretti und Schriften 14.12.1829 Cherubini, Luigi (1760-1842) 1780 Debüt als Opernkomponist, 1784 in London, seit 1786 in Paris, 1789 Leiter des dortigen Italienischen Theaters, 1794 Eintritt in das Institut National de Musique, An fang des 19. Jahrhunderts vorübergehend in Wien, 1816 Surintendant der Königlichen Kapelle, 1816 Lehrer am Conservatoire, 1822 bis 1842 dessen Direktor, geistliche Mu sik, Opern, Gelegenheitswerke, Quartette, eine Sinfonie Ouvertüren „Fanisca" 13.5.1819-4.4.1823 -13.4.1849 - 5.12.1853 „Anacreon" 7.4.1826 - 25.11.1848 -12.1.1852 - 21.2.1855 - 29.1.1856 - 7.4.1856 „Der Wasserträger" 27.2.1844 - 26.2.1856 314 „Lodoiska" 1.10.1823 -16.2.1844 - 25.11.1846 -10.2.1852 - 6.12.1854 - 7.11.1855 „Medea" 29.8.1853 - 7.11.1856 „Elisa" 29.1.1857 o.A. 1.4.1827 - 20.12.1828 - 8.2.1833 -19.4.1833 - 7.2.1834 - 28.2.1838 - 4.3.1850 Opernarien 22.1.1848 -14.3.1849 Kirchenmusik Messe D-Dur 15.4.1832 „Gloria" aus der Messe d-Moll 5.5.1843 Requiem (d-Moll) 6.7.1843 „Inclina Domine" 16.12.1848 Gesang a cappella Männerquartett (o.A.) 27.8.1840 Chopin, Frederic (1810-1849) Seit dem achten Lebensjahr öffentliche Auftritte, 1829 erste große Auslandsreise nach Wien und Prag (mit einem Besuch in Dresden), seit 1831 in Paris, sein erstes Konzert 1832 begründete dort seinen anhaltenden Künstlerruhm als Pianist, Komponist und Lehrer, im Jahr vor dem Ende seines durch ein schweres Lungenleiden herbeigeführ ten Todes England- und Schottlandreise, komponierte Konzerte, Klaviermusik, Kam mermusik Klavier und Orchester Klavierkonzert e-Moll 12.11.1838 Klavierkonzert f-Moll 1.12.1855 Klavierkonzert o.A. 9.2.1835 Große Polonaise 1.11.1836 -16.4.1839 - 5.12.1853 - 20.4.1855 Variationen über „La ci darem la mano" 18.2.1836 Klavier solo 18.2.1836 - 11.1.1838 - 12.1.1852 - 15.8.1853 (2) - 11.2.1854 - 6.12.1854 - 19.3.1855 - 1.12.1855 o.A. 30.1.1836 - 9.12.1836 Choräle 22.6.1817 -16.11.1836 (2) - 6.7.1843 -18.10.1848 - 28.7.1850 Cimarosa, Domenico (1749-1801) Ausbildung auf Violine, Cembalo und Orgel sowie in Gesang und Komposition, 1772 Beginn der Karriere als Opernkomponist in Neapel, erfolgreiche Fortsetzung in Rom, Turin, Mailand, Wien und Petersburg, 1791 Engagement auf die Stelle Salieris am Wie ner Hofe Kaiser Leopolds II., seit 1793 in Neapel (1799 wegen Beteiligung am neapoli tanischen Aufstand zum Tode verurteilt, aber begnadigt) 9.3.1819 -17.2.1834 -19.12.1838 - 7.11.1839 Coppola, Pietro Antonio (1793-1877) Beginn der Musikerlaufbahn als Kapellmeister in Neapel und Catania, 1812 Leiter des Teatro San Carlo in Neapel, 1840 Mitglied des Königlichen Konservatoriums Lissabon und Direktor des Teatro San Carlo, 1843 Mitglied der Accademia di Santa Cecilia Rom, 1850 bis 1871 wieder in Lissabon, 1871 Domkapellmeister in Novara/Piemont, seit 1873 in Catania, komponierte Opern, Kirchenmusik 30.4.1845 - 4.2.1848 - 25.11.1848 315 Costa, Michele Andrea (1808-1884) Erstes Wirken in Neapel, dann als Komponist, Dirigent und Operndirektor in London, 1830 „maestro al piano" am King's Theatre, 1832 dessen Musikdirektor, 1846 Leiter der Philharmonischen Konzerte, ab 1857 der Musikfeste in Birmingham und der Händel Festivals, Konzertreisen in Deutschland, Italien und den Niederlanden, 1871 Musikdi rektor, Komponist und Dirigent der Königlichen Oper I.8.1838 Cramer, Henry (um 1818-1877) In Kingston/Jamaika geboren, lebte abwechselnd in Paris und Frankfurt, populär als Klavierkomponist vor allem durch Potpourris, Rondos, Souvenirs etc. sowie Arrange ments für die Ansprüche von Dilettanten 7.3.1840 Crusell, Henrik Bernhard (1775-1838) Beginn der musikalischen Laufbahn in der Militärmusik, 1793 Erster Klarinettist der Hofkapelle in Stockholm, seit 1808 deren stellvertretender Kapellmeister, 1818 Musik direktor des Musikkorps der beiden Königlichen Leibgrenadier-Regimenter, Mitglied der schwedischen Musikakademie, gilt als einer der besten Klarinettisten seiner Zeit, Komponist von Konzerten, Kammermusik für Bläser und Liedern, Übersetzer von Opernlibretti 10.2.1852 - 5.4.1853 Czerny, Carl (1791-1857) Neunjährig erstes Auftreten als Pianist in Wien, Schüler Beethovens, bereits im Alter von 15 Jahren angesehener Klavierlehrer, seit 1815 Veröffentlichung von Klavierkom positionen: Konzerte, Schul- und Studienwerke, Kammermusik und Sonaten, gele gentliche Reisen, u.a. nach Leipzig, Paris und London 25.2.1825 - 27.3.1829 - 20.6.1834 - 4.3.1837 - 19.4.1845 (Bearbeitung, s.a. Rossini) - 30.4.1845 (Bearbeitung, wie 19.4.1845) Dancla, Jean Baptist Charles (1818-1907) Geboren in den französischen Pyrenäen, Schüler des Pariser Konservatoriums, Violinvirtuose, ab 1835 Sologeiger der Pariser Oper, bald darauf Konzertmeister der „Concerts du Conservatoire", ab 1857 Professor am Konservatorium, schrieb zahlreiche Werke vom Solostück bis zum Konzert für die Violine sowie pädagogische Schriften 8.2.1844 -13.2.1844 Darcier, Joseph (1819-1883) 29.1.1857 David, Felicien-Cesar (1810-1876) Achtzehnjährig Kapellmeister an der Kathedrale in Aix, seit 1830 in Paris, als Anhän ger der Saint-Simonisten 1833 nach Nahost ins Exil, dort Studium von Melodik und Rhythmik orientalischer Musik, die er in eigenen Werken verarbeitete, seit 1844 als Komponist anerkannt, Konzerte in Deutschland, Italien, Pest und Wien, 1869 Nachfol ger von Berlioz am Institut de France und als Bibliothekar des Conservatoire, schrieb Oratorien, Sinfonien, Opern, Kammer- und Klaviermusik, Lieder II.7.1845 (4) - 22.1.1849 316 David, Ferdinand (1810-1873) Einer der großen Geiger des 19. Jahrhunderts, im Alter von 15 Jahren erste Konzert reise, 1826 Violinist im Königstädtischen Theater Berlin, Primarius eines Streichquar tetts, 1835 Konzertmeister des Gewandhausorchesters Leipzig, 1843 Violinlehrer am dortigen, neu gegründeten Konservatorium, Konzerte in Deutschland, England, in Pe tersburg und im Baltikum, Komponist von virtuosen Konzerten, Salonstücken, Liedern 7.3.1838 -17.11.1851 - 21.3.1854 Dawydow, Stepanlwanowitsch (1777-1825) Mitglied der Hofsängerkapelle, dann Solorepetitor am Kaiserlichen Theater, Kapellmeister, Pädagoge an der Theater-Schule in Petersburg, ab 1820 Musikdirektor der Kaiserlichen Theater und Gesangslehrer in Moskau, schrieb Opern, Ballette, Chöre, Lieder, Schauspielmusik 19.7.1858 Dessauer, Joseph (1798-1876) In Prag auf dem Klavier, der Violine und in Komposition ausgebildet, seit 1835 in Wien, Reisen nach Frankreich, England und Italien, mehrfach in seine Vaterstadt Prag und nach Dresden, komponierte Opern, Klavierstücke, Kammermusik, Chöre, Lieder 11.1.1838 -19.2.1838 -1.8.1838 -17.11.1851 Diabelli, Anton (1781-1858) In der Salzburger Domkapelle Schüler Michael Haydns, 1803 Klavier- und Gitarreleh rer in Wien, 1821 Mitbegründer des Verlages Diabelli und König, schrieb Opern, Mes sen, Kantaten, Lieder und Kammermusik, überdauert haben ihn einige seiner Klavier kompositionen 16.11.1836 Dohler, Theodor (1814-1856) Geboren in Neapel, in Wien Schüler von Julius Benedict, Carl Czerny und Simon Sech ter, seit 1836 Konzertreisen als Klaviervirtuose in Europa, lebte vorwiegend in Italien und in Petersburg, schrieb eine Oper, Klaviermusik, Lieder 11.12.1837 -16.11.1839 -13.2.1840 Dominick, Joseph (1821-?) KM Gebürtiger Dresdner, als Bratschist Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1841 bis 1857, trat auch als Klarinetten- und Klaviervirtuose hervor, komponierte Orchesterwerke und Kammermusik 21.2.1853 (2) Donizetti, Gaetano (1797-1848) Schrieb schon in sehr jungen Jahren Quartette und Sinfonien, erste Opernaufführungen in Mantua und Venedig, 1822 in Mailand und Rom, danach Komponist, Gesangsmeis ter, Repetitor, Regisseur und Dirigent an verschiedenen Theatern (u.a. Neapel und Pa ris), 1834 Lehrer für Kontrapunkt und Komposition am Real Collegio in Neapel, seit 1835 in Paris ansässig, häufige Reisen nach Italien und Wien, 1842 Hofkapellmeister in Wien, komponierte Opern, Oratorien, Kantaten, Hymnen, Kammermusik, Sinfonien, Gesänge mit Klavier 26.10.1832 - 17.1.1834 - 25.4.1834 - 7.11.1835 - 13.10.1836 - 28.1.1837 - 11.12.37 (2) - 1.11.1840 - 24.2.1841 (2) - 3.2.1842 - 9.8.1843 - 13.2.1844 - 16.2.1844 - 1.12.1845 - 16.2.1846 -13.4.1849 - 26.11.1849 - 30.5.1850 -11.11.1853 -1.3.1855 - 20.4.1855 317 Dorn, Heinrich (1804-1892) Positionen als Musikdirektor in Königsberg, Leipzig, Hamburg, Riga und Köln, dort Leiter der Konzerte des Städtischen Musikvereins und 1844 bis 1847 der Niederrheini schen Musikfeste, Gründer der Rheinischen Musikschule (dem nachmaligen Konser vatorium), 1849 in Berlin als Opernkapellmeister, Pädagoge und Musikschriftsteller, komponierte Opern, Orchestermusik, Kammermusik und Lieder 7.11.1839 Dotzauer, Justus Johann Friedrich, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) Sinfonie 28.2.1838 Ouvertüren 2.4.1824 -1.4.1837 Konzerte 24.1.1817 -15.12.1817 - 9.4.1821 -10.10.1823 - 2.4.1824 - 23.4.1824 Potpourris, Variationen, Capricci, Divertimenti 24.1.1817 -15.12.1817 - 23.4.1824 - 2.4.1824 - 21.1.1825 (2) -18.12.1828 - 27.3.1829 Streichtrio 19.4.1833 Bearbeitung/Instrumentierung 5.5.1843 Drouet, Louis Franz Philipp (1792-1873) Nach einer triumphalen Konzertreise als Fünfzehnjähriger Berufung zum Soloflötisten der Königlichen Kapelle in Amsterdam, 1815 Erster Flötist der Königlichen Kapelle in Paris, 1817 in England, dort Gründung einer Flöten-Fabrik, seit 1818 als einer der füh renden Flötisten der Zeit Konzerte in verschiedenen europäischen Ländern, 1840 Ka pellmeister des Herzogs von Sachsen-Coburg-Gotha, kreierte neue Spieleffekte auf der Flöte, schrieb ausschließlich vorwiegend auf Brillanz angelegte Kompositionen für sein Instrument 9.1.1829 Durand, Marie Auguste (1830-1909) Zunächst Organist in verschiedenen Pariser Kirchen, seit 1870 Verleger, komponierte Kirchenmusik, Stücke für Harmonium, Gesangssachen 20.12.1828 (s.a. Bochsa) Dussek, Johann Ludwig (Ladislaus) (1760-1812) Schon im Kindesalter als Pianist, Organist und Sänger aktiv, Beginn der Karriere als Klaviervirtuose in Holland, zum Teil Aufsehen erregende Konzerte auf Klavier und Glasharmonika in Deutschland, Italien und Frankreich, in Petersburg in den Diensten des Fürsten Radziwill, nach der Flucht aus Frankreich in Folge der Revolution 1790 in England, dort Gründer einer Notenstecherei, später dem Kreis um den preußischen Prinzen Louis Ferdinand angehörend, komponierte Konzerte, Orchestermusik, Sololi teratur für Klavier, Kirchenmusik und Opern 16.11.1821 -15.12.1823 -1.3.1855 318 Ehrenstein, Johann Wolfvon (7-1870) Blinder Künstler in Dresden, mit seinen im 19. Jahrhundert viel gedruckten Liedern populär vor allem bei Musikliebhabern 26.2.1856 Eisert, Johann Anton (biographische Angaben siehe Interpreten) 16.11.1833 (s.a. Beyer) -19.2.1838 Eisner, Carl Christian, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) 1.11.1836 -15.12.1840 -16.12.1842 (3) - 29.8.1853 -11.11.1853 (2) - 29.1.1857 Eller, Louis (1819-1862) Österreichischer Violinvirtuose, Konzerte in mehreren europäischen Ländern, lebte in Frankreich, komponierte ausschließlich für sein Instrument 1.3.1855 Ernst, Heinrich Wilhelm (1814-1865) Herausragender Geiger in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, 1829 Beginn seiner Konzertreisen von Mittel- und Nordeuropa bis nach Russland, 1837 Violinwettstreit mit dem von ihm hoch geschätzten Paganini in Marseille, 1855 Wohnsitz in London, 1859 mit Joachim, Wieniawski und Piatti Konzerte als Beethoven Quartet Society, galt als Pa ganini ebenbürtig, Beiträge zur Weiterentwicklung der Violintechnik (besonders im Ak kordspiel), schrieb Werke für Violine und Orchester bzw. Klavier und für Violine allein 24.1.1840 (4) -17.3.1841 - 3.2.1842 -16.1.1845 (3) - 28.1.1845 (4) Esser, Heinrich (1818-1872) 1841 Leiter der Liedertafel in Mainz, 1845 dort Kapellmeister, 1847 Kapellmeister am Kärtnertortheater in Wien, 1858 Kapellmeister an der dortigen Hofoper, 1870 weitge hender Rückzug vom Berufsleben nach Salzburg 12.1.1851 Falieri (Lebensdaten unbekannt) 25.3.1817 Fas(s)ano, Tommaso (biographische Angaben siehe Interpreten) 3.2.1842 (2) Fesca, ErnstAlexander (1820-1849) Sohn von Friedrich Ernst Fesca, konzertierte als talentierter Pianist, schrieb populär gewordene Lieder, Konzerte, Opern, Kammermusik und Sinfonien, soll seinen Tod „durch dissolates Leben selbst verschuldet" haben (Frank 1869, S. 51) 18.12.1846 Fesca, Friedrich Ernst (1789-1826) Zunächst bekannt als geigerisches Wunderkind, dann Mitglied des Leipziger Gewand hausorchesters, 1806 Mitglied der Fürstlichen Kammermusik des Herzogs von Olden burg, 1807 Kammermusikus in der Hofkapelle Kassel, 1814 Sologeiger in der Hofka pelle Karlsruhe, 1815 deren Konzertmeister sowie Leiter der Konzerte der Museumsge sellschaft, komponierte Kammer- und Kirchenmusik, Opern 28.12.1846-27.8.1857 Fetis, Frangois-Joseph (1784-1871) Studium am Pariser Konservatorium, 1813 Organist in Douai, 1818 Rückkehr nach Pa ris, 1821 Kompositionslehrer, 1826 Bibliothekar am Konservatorium, 1833 Direktor des 319 Konservatoriums in Brüssel und Kapellmeister der Königlichen Kapelle, komponierte Opern, Kirchenmusik, Orchester- und Kammermusik, veröffentlichte zahlreiche mu siktheoretische, musikwissenschaftliche, musikpädagogische Werke, geachteter (und gefürchteter) Musikkritiker und -feuilletonist, Herausgeber der ersten französischen Musikzeitschrift 11.1.1845 (Bearbeiter) Field, John (1782-1837) Erregte bereits als Pianist im Kindesalter Aufsehen in seiner Vaterstadt Dublin und in London, 1802 als Begleiter seines Lehrers Muzio Clementi in Paris und Petersburg, dort alsbald gesuchter Lehrer und erfolgreicher Konzertpianist, Gastspiele in zahlreichen europäischen Ländern, weniger Virtuose als Künstler des differenzierten Anschlags und Ausdrucks, gilt als Vorläufer Chopins, hinterließ Kammermusik, Konzerte, Sing spiele und Opern 29.12.1820 -1.10.1823 Fischer, Dagobert (Lebensdaten unbekannt) Lt. Annonce blinder Gesangslehrer an der Blindenanstalt in Dresden 20.2.1837 Franck, Eduard (1817-1893) Aus Breslau stammender Pianist und Pädagoge (Komposition, Theorie und Klavier), tätig 1856 (und wieder nach 1867) in Berlin, 1851 in Köln und 1859 in Bern, Schüler Mendelssohns und Freund Robert Schumanns, schrieb Orchester-, Kammer- und Kla viermusik, Konzerte und Lieder 17.2.1847 Fränzl, Ferdinand (1767-1833) Seit 1782 als Geiger Mitglied der Mannheimer Kapelle, 1785 erste Virtuosenreise, 1789 Konzertmeister der Münchener Hofkapelle, 1792 am Nationaltheater Frankfurt, seit 1793 ausgedehnte Konzerttätigkeit in Italien und Russland, 1806 Direktor der Instru mentalmusik und Operndirektor am Münchener Hof sowie Dirigent der dortigen Mu seumskonzerte, 1826 Verabschiedung in den Ruhestand nach Mannheim, komponierte Opern und Kammermusik 3.4.1818 - 29.11.1822 - 7.1.1837 Friebe, G. (biographische Daten unbekannt) 28.1.1834 Fürstenau, Anton Bernhard, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) Konzerte, Divertissements 13.10.1820 - 30.3.1821 - 12.10.1821 (2) - 10.10.1823 - 15.10.1824 - 29.12.1825 (2) - 30.4.1830 (2) - 26.10.1832 - 23.11.1835 - 5.2.1845 - 20.3.1846 Variationen, Potpourris, Fantasien, Paraphrasen, Stücke usw. 17.3.1820 - 12.10.1821 - 10.10.1823 - 29.12.1825 - 18.4.1828 - 17.10.1828 - 30.4.1830 - 26.10.1032 (2) - 10.4.1834 - 23.11.1835 (2) - 7.1.1837 -1.11.1838 (3) - 4.3.1840 - 23.12.1840 - 7.11.1843 - 20.3.1846 - 28.10.1846 (2, s.a. Kuhlau) - 4.2.1848 - 25.11.1848 - 26.11.1849 (2) - 28.2.1853 Arrangement 11.5.1832 Duo 17.11.1851 320 Fürstenau, Kaspar (1772-1819) Bereits mit 16 Jahren Flötist in der Bischöflichen Kapelle Münster, danach der Oldenburgischen Hofkapelle, seit 1793 ausgedehnte Kunstreisen in die wichtigen mitteleuropäi schen Städte, zum Teil zusammen mit seinem Sohn Anton Bernhard, vielfältige Komposi tionen für Flöte, Lieder und Bearbeitungen 1.4.1827 Gade, Niels Wilhelm (1817-1890) Sechzehnjährig Debüt als Violinsolist, 1834 Aspirant der Königlichen Kapelle in Kopen hagen, der Wettbewerbserfolg seiner Ouvertüre Nachklänge von Ossian machte ihn be kannt, die Uraufführung seiner c-Moll-Sinfonie durch Mendelssohn im Leipziger Ge wandhaus berühmt, 1844 Berufung zum zweiten Dirigenten des Gewandhausorchesters, dessen Leitung er nach Mendelssohns Tod 1847 allein übernahm, und Lehrer am Konser vatorium, 1848 Rückkehr nach Dänemark als Leiter der 1836 gegründeten Musikvereini gung (Musikforeningen) Kopenhagen, als Direktoriumsmitglied des Konservatoriums und in verschiedenen anderen Ämtern nunmehr die zentrale Persönlichkeit des dänischen Musiklebens, mit seinem umfangreichen Gesamtwerk ein Komponist von hohem europäi schem Ansehen 7.11.1850 - 7.11.1855 Garcia, Manuel del Popolo Vicente Rodriguez (1775-1832) Mit 17 Jahren Beginn der musikalischen Laufbahn in Sevilla als Dirigent, Schauspieler, Sänger und Komponist, schon früh populär durch seine singspielhaften komischen Opern, 1818 Start in die europaweite Karriere als Tenorist in Paris, Freundschaft mit Rossini, den er intensiv förderte, 1823 Gründung seiner berühmten Gesangsschule in London, 1825 in New York und Mexico, 1829 Rückzug von der Bühne, weiterhin tätig als Gesangslehrer, soll an die 90 Opern komponiert haben 1.8.1838 Ghus (auch Ghys), Joseph (1804-1848) Belgischer Violinvirtuose, Schüler von Charles Philippe Lafont, seit dem 20. Lebensjahr Konzertreisen in mehreren europäischen Ländern, dazwischen vorübergehend Violinlehrer in Amiens und Nantes, komponierte Violinstücke im Salonstil, seine Applikaturen und Ausdrucksbezeichnungen für Violinwerke anderer Komponisten fanden weithin Beachtung 29.3.1837 Gläser, Franz Joseph (1798-1861) Zunächst Dresdner Kapellknabe, seit 1817 Kapellmeister in Wien (Theater in der Joseph stadt, Theater an der Wien), 1830 am Königstädter Theater in Berlin, 1843 bis 1848 Hofka pellmeister in Kopenhagen, 1844 Mitglied der Accademia di Santa Cecilia Rom, 1845 Lei ter des Konservatoriums Kopenhagen, schuf Bühnenwerke und viele Gelegenheitsmusiken 15.12.1840 Glinka, Michail Iwanowitsch (1804-1857) Klavier-, Violin- und Gesangsausbildung, 1833 bis 1834 Kompositionsstudien in Berlin, 1837 bis 1839 Kapellmeister der Kaiserlichen Kapelle in Petersburg, Reisen nach Deutsch land, Frankreich, Spanien und Italien, Schöpfer der nationalen russischen Schule, kompo nierte Opern, Orchestermusik, geistliche Werke, Kammer- und Klaviermusik, Romanzen, Lieder, Arien 19.7.1858 321 Gluck, Christoph 'Willibald. (1714-1787) 12.2.1848 -12.3.1849 - 25.2.1857 „God save the King" 21.9.1818 Goldschmidt, Otto (1829-1907) 1843 in Paris (Unterricht bei Chopin), 1846 Pianist und Lehrer in Hamburg, gab 1848 in London ein Konzert mit der Sängerin Jenny Lind, die er auch 1851 auf einer Amerika tournee begleitete und 1852 in Boston heiratete, 1852 bis 1855 in Dresden, 1858 in Lon don, 1863 Klavierprofessor an der Royal Academy of Music, 1863 bis 1866 Dirigent bei den Niederrheinischen Musikfesten, 1875 Gründer des Londoner Bach Choir, als Kom ponist u.a. von Klavier- und Kammermusik sowie Liedern weniger erfolgreich denn als Pianist, Dirigent und Herausgeber 11.2.1854 Gottschalk, LouisMoreau (1829-1869) Aus New York stammend, erfolgreiches europäisches Klavier-Debüt 1845 in Paris, 1851 in Spanien, 1853 Rückkehr in die USA mit umfangreichen Tourneen, 1865 Übersiede lung nach Südamerika, spielte vorzugsweise eigene, vielfach dem Geschmack der Sa lons entgegenkommende Werke, schrieb Opern und Orchesterstücke 6.12.1854 Grasset, Jean-Jacques (1769-1839) 1800 Geiger im Orchester der Opera Paris und Lehrer am Conservatoire, 1801 Dirigent und Sologeiger an der Comedie-Italienne in Paris, komponierte Konzerte und Kam mermusik 3.4.1818 Graun, Carl Heinrich (1703 oder 1704-1759) Musikalische Bildung ab 1714 als Kreuzschüler in Dresden, 1725 Tenorist an der Oper in Braunschweig, 1727 deren Vizekapellmeister, Debüt als Opernkomponist, seit 1736 Mitglied der Kapelle des preußischen Kronprinzen Friedrich in Rheinsberg als Leiter der Kammermusik, Instrumentalist, Sänger und Komponist, mit der Thronbesteigung Friedrichs zum König von Preußen 1740 Hofkapellmeister in Berlin, 1740/1741 Italien reise, 1742 Eröffnung des neuen Opernhauses von Knobelsdorff mit seiner Oper Cesare e Cleopatra, die Kantate Der Tod Jesu gehörte bis nach der Mitte des 19. Jahrhunderts zu den meist aufgeführten Passionsmusiken in Deutschland, schrieb Opern, Kirchenmu sik, Kantaten, Oden, Lieder, Instrumentalwerke 27.3.1836 Greger, ? (Lebensdaten unbekannt) 2.5.1854 Haase, August Wilhelm, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) 7.11.1839 Haase, Ludwig Friedrich Leopold, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) 31.3.1826 -1.2.1833 - 21.12.1835 -13.10.1836 Hager, Johann, auch Hasslinger von Hassingen (1822-1898) Ministerialbeamter in Wien, schrieb Opern, Oratorien, Kammermusik, Lieder 29.1.1857 322 Händel, Georg Friedrich (1685-1759) Oratorien „Das Alexanderfest" 7.11.1848 -13.4.1851 „Judas Maccabäus" 30.3.1828 daraus: eine Arie 7.3.1838 „Der Messias" 23.3.1834 -19.3.1837 (Mozart-Fassung) - 6.4.1855 - 5.4.1857 daraus: Ausschnitte: 23.9.1818 „Halleluja" 20.6.1826 -12.4.1829 - 4.9.1832 - 20.3.1842 (und eine Arie) „Jephta" 12.4.1835 - 31.3.1844 - 8.10.1846 (3. Teil) „Samson" 24.3.1839 -1.4.1855 Oper „Rinaldo", daraus eine Arie (instrumentiert von Meyerbeer, s.a. dort) 21.5.1847 Tasteninstrumente Klavierkonzert (o.A., 1. Satz) 11.1.1845 Hansel, Anton Johann (biographische Angaben siehe Interpreten) 16.1.1851 (2) - 28.2.1853 Häser, Christian Wilhelm (1781-1867) 1802 Erster Bassist am Theater in Leipzig, bald Engagements in Dresden, Prag und Breslau, 1813 in Wien, darauf an der Hofoper in Stuttgart, schrieb Lieder, Chöre und Opernlibretti, übersetzte Goethe und Schiller ins Italienische 4.3.1848 Hasse, Johann Adolf(1699-1783) Beginn der musikalischen Laufbahn als Sänger an der Hamburger Oper, 1719 Aufführungen seiner ersten Opern in Braunschweig, seit 1719 Studien und Erfolge in Italien, 1727 Kapellmeister am Ospedaletto degli Incurabili in Venedig, 1730 Heirat der berühmten Sängerin Faustina Bordoni, 1733 Hofkapellmeister in Dresden, das er zu ei nem Zentrum der europäischen Opernkunst und die Hofkapelle zu einer der besten in Europa machte, Gastspiele in London, Paris, München, Berlin, Warschau und in Italien, 1763 Verabschiedung aus dem Dresdner Amt unter Beibehaltung seines Titels, zu nächst Übersiedelung nach Wien, seit 1773 wohnhaft in Venedig, Kompositionen für die Dresdner Hofkirchenmusik bis ins letzte Lebensjahr, eine der prägenden Gestalten der Dresdner Musik- und Kapellgeschichte, schrieb Opern, Oratorien, Kirchenmusik, Konzerte, Kammermusik Kirchenmusik „Salvum fac populum" aus „Te Deum" D-Dur 22.9.1848 Oper Arie und Chor aus „Olimpiade" 7.11.1851 Haydn, Joseph (1732-1809) Sinfonien D-Dur (o.A.) 12.2.1848 - 23.4.1848 G-Dur („Militär") 28.10.1848 -13.2.1850 B-Dur (o.A.) 18.11.1848 - 5.3.1851 - 6.2.1856 G-Dur (o.A.) 9.2.1853 -1.3.1854 Es-Dur (o.A.) 21.2.1855 o.A. 25.4.1836 Einzelsätze O.A.: 25.3.1817 -13.5.1819 (3) 323 Oratorien „Die Schöpfung" 26.10.1821 - 15.5.1823 - 29.12.1826 (italienisch) - 13.8.1829 - 26.2.1836 - 6.7.1839 -16.3.1845 - 27.1.1855 daraus: 1. Teil 29.9.1835 - 24.3.1850 3. Teil 10.8.1836 -1.3.1854 „Die Himmel erzählen" 8.10.1846 Arien, Duette, Chöre o.A. 8.2.1833 - 26.8.1850 (2) - 7.2.1854 - 21.3.1854 - 26.2.1856 -7.4.1856 - 2.9.1856 „Die Jahreszeiten" 6.6.1824 -1.6.1842 - 2.5.1848 daraus: „Frühling" und „Sommer" 27.3.1831 (italienisch) - 16.3.1856 „Frühling" und eine Arie 9.4.1821 Arien O.A. 23.12.1838 -10.2.1852 Hymnus, Motette 28.10.1848 -16.12.1848 - 9.4.1854 - 7.11.1854 Lied 6.12.1854 Haydn, Michael (1737-1806) Ausgebildet an St. Stephan in Wien, 1757 Kapellmeister des Bischofs von Großwardein, 1763 Anstellung als Hofmusiker und Konzertmeister in Salzburg, dort 1777 Organist an der Drei faltigkeitskirche, 1781 Hof- und Domorganist, Klavier- und Violinlehrer, 1804 Mitglied der Königlichen schwedischen Akademie für Musik, schrieb Kirchenmusik, Bühnenwerke, Kantaten, Orchester- und Kammermusik, erster Komponist von Männerchören 16.12.1848 Hebräische Musik (mit Originaltexten) 4.3.1837 Heinichen, Johann David (1683-1729) 1709 Beginn der Karriere als Opemkomponist und Berufung als Hofkomponist nach Zeitz, 1710 Studienreise nach Italien und Erfolge mit seinen Opern, Konzerten, Kantaten und Serenaden, 1717 bis zu seinem Tode Hofkapellmeister in Dresden, 1728 „Der Gene ralbass in der Komposition" - ein grundlegendes Werk über Kompositions- und Gene ralbasslehre sowie zur Aufführungspraxis der Zeit, reiches Vokal- und Instrumental schaffen 22.9.1848 Heller, Stephen (1813-1888) 1823 erstes Auftreten als Pianist in Wien, 1828 bis 1830 Konzertreise, fristete danach mit Konzerten und Unterrichten ein kärgliches Leben, als Komponist gefördert von Schu mann, der ihn zu den „Davidsbündlem" zählte, 1838 in Paris, wo er als Pianist kaum, mit seinen Kompositionen aber allmählich Fuß fasste, schrieb ausschließlich Klaviermusik 28.1.1845 Hensel, Fanny (1805-1847) Schwester Felix Mendelssohn Bartholdys, auf dem Klavier und in Komposition ausgebil det, 1820 erste eigene Werke, seit 1823 Mitwirkung in den Sonntagsmusiken im Mendelssohnschen Hause, deren Leitung sie 1831 übernahm und deren Ansehen als künstle risches, geistiges Zentrum Berlins sie befestigte, komponierte Lieder und Klavierwerke 1.12.1845 324 Henselt, Adolph (1814-1889) Fünfzehnjährig erstes Klavierkonzert in München, eine vierjährige Konzerttournee durch Deutschland und Russland begründete seinen Ruhm als Virtuose, 1838 Übersie delung nach Petersburg, vorwiegend tätig als Musikpädagoge in der Lehrerausbildung und beim Aufbau eines vorbildlichen musikalischen Unterrichtswesens in mehreren großen russischen Städten, 1876 Kaiserlicher russischer Wirklicher Staatsrat, Erhebung in den Adelsstand, Freund Liszts, Meister der kleinen Form und des nuancierten Aus drucks, schrieb für Klavier allein, Lieder, Orchester- und Kammermusik, Bearbeitungen 9.12.1836 (o.A.) - 28.1.1837 (2) - 11.1.1838 (2) - 21.4.1838 - 7.3.1840 - 15.8.1853 (3) - 1.12.1855 (Transkription, s.a. Vielborsky) Herold, Louis Joseph Ferdinand (1791-1833) Trat 1811 mit ersten Kompositionen am Pariser Conservatoire hervor, 1812 Rompreis, 1813 Neapel, 1815 in Wien, München, in der Schweiz und wieder in Paris, dort „Maestro al Cembalo" am Theatre-Italien, Bühnenwerke zunächst mit wechselndem Erfolg, stieg schließlich zum anerkanntesten und beliebtesten Komponisten Frank reichs auf, 1824 Chordirektor, 1826 Gesangsmeister der Opera, schrieb Opern, Opera- Comiques, Ballette, Vokalmusik, Klavier-, Kammer- und Orchestermusik 22.4.1825 -16.11.1833 Herz, Henri (1806-1888) Elfjährig bei einem Klavierwettbewerb in Paris 1. Preisträger, entwickelte sich nach 1825 zum gefeiertsten Pianisten Frankreichs, seit 1828 hoch geschätzte Kompositionen, in den 1830er Jahren Konzertreisen nach Deutschland, England, Holland und Süd frankreich, Gründung einer Klavierfabrik, 1842 bis 1874 Professor am Conservatoire Paris und gemeinsam mit seinem Bruder Jacques Leiter der Ecole speciale de Piano, weitere Reisen nach Belgien, Spanien, Polen, Russland sowie (für sechs Jahre) nach Amerika, Mexico, Kuba und Chile, seine brillanten Klavierkompositionen waren weit gehend der Mode angepasst, er schrieb Konzerte, Phantasien, Variationen, Rondos, Studienwerke, Arrangements 26.6.1828 - 24.4.1829 - 14.12.1829 - 22.12.1829 - 19.3.1830 - 29.6.1830 - 2.7.1830 - 24.9.1830 - 21.4.1833 - 20.6.1834 (2) -18.2.1836 - 9.12.1836 Hesse, Adolph Friedrich (1809-1863) Organist in Breslau, auch als Dirigent, Pianist, Bratschist und Kritiker tätig, Konzerte in mehreren europäischen Ländern, komponierte Orgelwerke, Orchester-, Klavier-, Kammer- und Vokalmusik 28.7.1850 Hiller, Ferdinand (1811-1885) Im Alter von zehn Jahren Klavier-Debüt mit Mozarts c-Moll-Konzert, bereits 1827 in Wien als Virtuose und Komponist geschätzt, 1828 in den Pariser Salons heimisch mit Kontakten zu allen dort lebenden, bedeutenden Künstlern, 1836 Leitung des Cäcilienvereins in Frank furt, 1839 Erfolg in Leipzig mit Die Zerstörung Jerusalems, 1840 bis 1841 in Italien, 1844 in Dresden vorübergehende Einrichtung von Abonnementskonzerten (ohne Beteiligung der Königlichen musikalischen Kapelle), 1847 Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf, 1850 Di rektor des Konservatoriums in Köln, Dirigent zahlreicher Niederrheinischer Musikfeste, Konzertreisen als Dirigent und Pianist, umfang- und einflussreiche Aktivitäten als Musik schriftsteller und -kritiker, 1884 Rückzug von allen Ämtern, hinterließ Opern, Oratorien, Lieder, Chöre, Klavier-, Kammer- und Orchestermusik 16.1.1845 - 28.1.1845 -14.5.1845 - 8.11.1847 - 7.11.1856 325 Hoffmann, Ernst Theodor Amadeus (1776-1822) Schriftsteller, Maler, Zeichner, Musiker, Jurist, schlug zunächst die juristische Lauf bahn ein, 1808 Kapellmeister, Theaterkomponist, Theatermaler und Maschinist in Bamberg, daneben Privatmusiklehrer und Kritiker, 1813 Kapellmeister der Secondaschen Truppe in Dresden und Leipzig, 1814 Richter in Berlin, komponierte Opern, Singspiele, Bühnenmusiken, Vokal- und Instrumentalwerke 16.4.1839 Holzel, Gustav (geb. 1813) Stammte aus Budapest, Bassbuffo an mehreren großen europäischen Bühnen, lebte in Wien, 1870 bis 1871 vorübergehend in Amerika 2.6.1851 (s.a. Suppe) Hübler, Heinrich Carl August, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) 2.9.1858 Humann, ? (biographische Angaben unbekannt) 17.12.1824 Hummel, Johann Nepomuk (1778-1837) Erstes öffentliches Auftreten unter Mozarts Aufsicht 1787 in Dresden, 1788 erste große Konzertreise über Prag, Berlin, Norddeutschland, Kopenhagen, London bis Schottland, galt Ende der 1790er Jahre als einer der besten Pianisten Wiens, 1804 Leiter der Esterhäzyschen Kapelle in Eisenstadt, 1811 Musiklehrer in Wien, 1816 Hofkapellmeis ter in Stuttgart, 1819 Großherzoglicher Kapellmeister in Weimar, jährlich dreimonatige Urlaube für Konzertreisen, u.a. in Deutschland, nach Russland, Paris, Holland, Belgien, Warschau, London, schrieb Orchesterwerke, Konzerte, Kammer- und Klaviermusik, Opern, Oratorien, Kantaten, Lieder, Herausgeber einer Klavierschule Klavierkonzerte a-Moll 2.4.1824 -14.2.1826 - 7.4.1826 F-Dur 3.4.1834 h-Moll 16.11.1839 d-Moll 19.4.1845 (ein Satz) o.A. 20.6.1834 Einzelsätze 1.10.1823 (2, aus a- Moll, h-Moll) 25.10.1839 - 20.1.1844 -19.4.1845 Rondos, Fantasien, Variationen etc.für Klavier 30.3.1821 - 7.4.1826 -18.10.1833 - 3.4.1834 (2) - 25.11.1839 - 25.11.1848 Concertinofür Oboe 24.1.1834 Werke mit Gesang 3.4.1834-21.11.1842 Freie Fantasie 3.4.1834 Hüttenbrenner, Anselm (1794-1868) Ausgebildeter Jurist und Musiker, zählte zum engsten Freundeskreis Franz Schuberts, Komponist, Pianist und Klavierlehrer in Wien, lebte ab 1821 in Graz, seit 1825 Direktor des Steiermärkischen Musikvereins, Förderer von Schulmusik und des öffentlichen Konzertlebens, schrieb Kirchenmusik, Opern, Chöre, Orchester- und Kammermusik, Bearbeitungen, Musikkritiken 23.12.1839 (Bearbeiter, s.a. Beethoven/Lieder) 326 Kalkbrenner, Friedrich 'Wilhelm Michael (1785-1849) 1800 und 1801 Preisträger bei öffentlichen Prüfungen für Klavier und Komposition in Paris, 1803 erfolgreich als Pianist in Wien, Förderung durch Haydn und Beethoven, galt seit 1805 nach Konzerten in München und Stuttgart als Virtuose ersten Ranges, 1806 in Paris als Lehrer und Komponist, nach 1814 glänzende Erfolge in London, Deutschland und Österreich, 1824 ständiger Wohnsitz in Paris, Gründung einer eige nen Musikschule und Lehrer am Conservatoire, nach Mitte der 1830er Jahre hielt man seinen Stil für veraltet, er schrieb Werke für Klavier, Kammermusik, Konzerte und Konzertstücke 21.1.1825 - 10.3.1826 - 1.4.1827 - 26.6.1828 - 22.12.1829 (Bearbeitung) - 16.4.1830 - 23.4.1830 - 24.5.1833 (3) - 4.2.1836 - 20.2.1837 Kalliwoda, Johann Wenzel (1801-1866) Zunächst Geiger im Prager Theaterorchester, danach Konzerte in Deutschland, ab 1822 für fast 40 Jahre Hofkapellmeister in Donaueschingen mit Verpflichtung zum Dirigie ren, Solospiel, Komponieren und Lehren, fand daneben mit Konzerten in mehreren eu ropäischen Ländern hohe Anerkennung als Virtuose und Komponist, Ruhestand in Karlsruhe, zwischen 1825 und 1850 in Deutschland viel aufgeführt, schrieb Orchester werke, Konzerte, Kammer- und Klaviermusik, Lieder, Chöre, Opern, Kirchenmusik, Unterhaltungsstücke, ein Unterrichtswerk 20.12.1828 -1.11.1836 -1.4.1837 (2) - 25.11.1839 - 5.4.1853 Keller, Carl (1784-1855) Flötist in den Hofkapellen Berlin, Kassel und Stuttgart, seit 1817 Hofmusiker in Donau eschingen, Konzertreisen, schrieb Kompositionen für Flöte, Lieder 25.3.1817-11.11.1853 Klengel, August Stephan Alexander (1783-1852) Begleitete als bereits konzertreifer Pianist von seiner Heimatstadt Dresden aus Muzio Clementi nach Prag, Wien, Zürich, Leipzig, Berlin und Petersburg, dort sechs Jahre als Klavier lehrer tätig, 1811 bis 1813 in Paris, London und Italien, 1817 Organist an der katholischen Hofkirche in Dresden, befreundet mit Francesco Morlacchi, Moritz Hauptmann und Fran cois Joseph Fetis, schrieb Werke für Klavier solo, Konzerte, Kammermusik, Hauptwerk Ca nons et Fugues als Gegenstück zu Bachs Wohltemperiertem Klavier 24.1.1817 -16.11.1821 - 3.12.1824 - 25.2.1825 Kloss, Carl (1792-1853) Seit 1819 Organist in Elbing, dann Musikdirektor in Danzig, später Reisender als Solist und Dirigent, zeitweise Mitarbeiter der NZfM, schrieb Klavier-, Orgel- und Kammer musik, Lieder 4.3.1837 Kotte, Johann Gottlieb, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) 30.4.1838 Krebs, Carl August (1804-1880) Komponierendes und pianistisches „Wunderkind", 1826 3. Kapellmeister am Kärtnertortheater Wien, 1827 Kapellmeister in Hamburg, 1850 als Nachfolger Wagners Hofka pellmeister in Dresden, nach 1872 ausschließlich Leiter der Dresdner Hofkirchenmusik, schrieb Opern, Orchester- und Klavierwerke, Kirchenmusik, Lieder, Chöre und Transkriptionen 327 Lieder -und Duette 16.1.1851 -29.1.1857 (2) „Te Deum" 25.2.1857 Kressner, Otto (biographische Angaben siehe Interpreten) 24.10.1823 - 2.11.1828 (3) - 9.1.1829 (2) Kreutzer, Conradin (1780-1849) 1803 in Wien Lehrer und Pianist in Adelshäusern, 1810 Konzertreise in Deutschland, in der Schweiz und den Niederlanden mit dem Instrumentenmacher Leppich und dessen Panmelodicon, nach Opemerfolgen in Stuttgart 1812 dort Hofkapellmeister, 1818 Ka pellmeister in Donaueschingen, 1822 am Kärtnertortheater und 1833 am Josephstädter Theater in Wien, 1840 Städtischer Musikdirektor in Köln, zahlreiche Konzertreisen, komponierte Opern, Oratorien, Kirchenmusik, Lieder, Chöre, Konzerte, Kammermusik 7.3.1818 - 3.4.1818 - 7.3.1819 - 2.5.1854 Kreutzer, Rodolphe (Rudolph) (1766-1831) Sohn eines deutschen Geigers in der Pariser Hofkapelle, Ausbildung in Paris, Konzerte in Italien und Deutschland, 1801 Soloviolinist, 1816 Königlicher Kapellmeister, 1824 bis 1826 Intendant der Pariser Großen Oper, wirkte stilbildend für viele Geiger, u.a. Louis Spohr, Kompositionen und pädagogische Werke für Violine 14.3.1828 Ein Krieger (anonym), ein ehemaliger Kriegsteilnehmer von 1813/1814 15.12.1840 Krommer (Kramar), Franz Vinzenz (1759-1831) Bis etwa 1795 in Diensten ungarischer Grafen, danach Kompositions- und Violinlehrer in Wien, 1810 Musikdirektor der Ballette am Wiener Hoftheater, 1815 kaiserlicher Kammertürhüter, 1818 Kammerkapellmeister und Hofkomponist, als Komponist weit hin populär, ein schier unübersehbares Gesamtwerk an Kirchenmusik, Sinfonien, Kon zerten für ein und mehrere Instrumente, Harmoniemusik, Streichquartetten und quintetten, verschieden besetzter Kammer- sowie von Klaviermusik 20.9.1818 Kücken, Friedrich Wilhelm (1810-1882) Beginn der musikalischen Laufbahn als 2. Flötist, danach als Bratschist, schließlich als Geiger im Großherzoglichen Theaterorchester Schwerin, erfolgreich im In- und Aus land als Lied- und Opernkomponist, Gastspiele in Deutschland, der Schweiz, Wien und Paris, 1851 Hofkapellmeister in Stuttgart, lebte seit 1866 in Schwerin ausschließlich seinem kompositorischen Schaffen, schrieb auch Klavierstücke 15.12.1840 - 20.1.1844 - 4.2.1848 Kuhlau, Friedrich Daniel Rudolph (1786-1832) Seit 1804 in Hamburg als Pianist und Komponist erfolgreich, 1810 in Kopenhagen, als bald Rückzug vom öffentlichen Konzertieren, zeitweilig Gesangslehrer, Komponist und Kammermusiker am Theater, 1828 Ernennung zum Professor, schrieb Bühnenmu siken, Lieder, Männerchöre, Klaviermusik, Konzerte 10.10.1823 -15.12.1823 328 Kummer, Friedrich August, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) Konzerte, Konzertstücke, Concertinosfür verschieden Instrumente 4.6.1819 (Violoncello) - 28.11.1822 (Horn) - 29.11.1823 (Fagott) - 4.12.1829 (2 Hörner) - 17.1.1834 (Violoncello) - 17.2.1834 (Klarinette) - 25.1.1836 (Violoncello) - 28.2.1838 (2 Klarinetten) - 21.4.1838 (Violoncello) - 1.11.1840 (2 Violoncelli) - 21.11.1842 (Violoncello) - 25.11.1848 (2, Violoncello bzw. 3 Violoncelli) Variationen, Potpourris, Fantasien, Rondos, Divertimenti etc. für verschiedene Instrumente 3.4.1818 (2 Hörner) - 30.3.1827 (Violine und Horn) - 11.5.1832 (Klarinette) - 26.10.1832 (Viola) - 7.12.1832 (Oboe) - 1.3.1833 (Klarinette) - 19.4.1833 (Oboe) - 17.1.1834 (Violon cello) - 17.2.1834 (Klarinette) -10.4.1834 (Klarinette) - 25.4.1834 (Violine) -12.1.1835 (Vi oloncello) - 7.11.1835 (Klarinette) - 25.1.1836 (Violine und Violoncello, s.a. KM Schu bert) - 5.10.1836 (2, Violoncello bzw. Oboe) - 13.10.1836 (2, Klarinette bzw. Violoncello) -11.12.1837 (Klarinette) -12.11.1838 (Violoncello) - 25.2.1839 (Violoncello) - 16.11.1839 (Violoncello) - 13.2.1840 (Violoncello) - 7.3.1840 (o.A.) - 1.11.1840 (3, Violoncello) - 22.3.1841 (Viola) - 21.11.1842 (2, Violoncello) - 11.12.1843 (Violoncello) - 21.2.1844 (Trompete) - 1.12.1845 (Violoncello) - 18.12.1846 (Violoncello) - 4.3.1848 (2, Klarinette bzw. Violoncello) - 13.4.1849 (Violoncello) - 7.11.1849 (Violoncello) - 26.8.1851 (Violoncello) - 5.4.1853 (Violoncello) - 11.11.1853 (Klarinette) - 21.3.1854 (Vio loncello) - 2.9.1856 (Violoncello) Duos 11.5.1832 - 21.4.1838 - 25.2.1839 (s.a. KM Franz Schubert) - 9.4.1839 (s.a. KM F. Schubert) - 25.10.1839 (s.a. Reißiger) Bearbeitung 23.12.1836 (Beethovens Streichquartett op. 74 als Sinfonie) Kummer, GotthelfHeinrich, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) Ouvertüren 16.11.1821 (2) Fagottkonzerte 17.3.1820 -16.11.1821 -14.11.1823 - 25.2.1825 Variationen, Notturno 4.6.1819 -17.3.1820 Kummer, o.A. 16.3.1821 (Oboenkonzert) Kunzen, Friedrich Ludwig Aemilius (1761-1817) Trat 1768 in London als „Wunderkind" auf, ging auf Empfehlung von J. A. P. Schulz nach Kopenhagen, wo er 1784 als Pianist, 1785 als Opernkomponist debütierte, 1789 in Berlin Gründer eines Musikalienhandels und einer Notendruckerei zusammen mit Jo hann Friedrich Reichardt, 1791 Herausgeber des Berliner Musikalischen Wochenblattes, 1792 Kapellmeister in Frankfurt, 1796 in Prag, prägte ab 1796 als Königlicher Kapell meister das dänische Musikleben, Leiter der Konzerte zum Besten der Witwen und Waisen der Königlichen Kapelle, komponierte Opern, Singspiele, Bühnenmusiken, Oratorien, größere Chorwerke, Chöre, Choräle, Kantaten, eine Sinfonie 12.4.1822 329 Lachner, Franz (1803-1890) 1822 Organist, Musiklehrer, Geiger, Cellist, Kontrabassist und Hornist in München, 1823 Organist in Wien, 1827 Vizekapellmeister und 1829 Kapellmeister am Kärtnertortheater Wien, 1834 Kapellmeister in Mannheim, 1836 an der Münchener Hofoper, leitete dort auch die Konzerte der Musikakademie und war Dirigent der Kleinen Vo kalkapelle, 1852 Generalmusikdirektor, 1868 pensioniert, komponierte Sinfonien und Suiten für Orchester, Opern, Oratorien, Kantaten, Kirchenmusik, Werke für Klavier, Orgel und Harfe, Männer- und Frauenchöre, Lieder 10.4.1834 - 23.11.1835 -17.3.1841 - 2.6.1851 - 26.2.1856 Lacombe, Louis (1818-1884) 1831 Erster Preis Klavier am Conservatoire in Paris, 1832 Konzertreisen mit seiner Schwester Felice in Frankreich, Belgien und Mitteleuropa, 1834 in Wien Schüler u.a. von Carl Czerny und Simon Sechter, 1839 Rückkehr nach Paris, schrieb Opern, Kla vier- und Kammermusik, Lieder und Chöre 30.4.1838 (3) Lafont, Charles Philippe (1781-1839) Galt nach Konzerten in Frankreich, Deutschland, England, Holland, Belgien, Italien und Russland zu Beginn des 19. Jahrhunderts als der führende französische Geiger, 1808 als Nachfolger Rodes zum Kammervirtuosen am Zarenhof in Petersburg berufen, 1815 Soloviolinist am Hofe Ludwigs XVIII. in Paris, häufige Konzertreisen (1816 Konzert mit Paganini in der Mailänder Scala), tragischer Tod durch Umstürzen eines Reisewagens, komponierte Violinkonzerte, Opemfantasien, Variationen, gemeinsam mit Kalkbrenner, Herz, Moscheies, Osborne u.a., konzertante Duos für Violine und Klavier 7.12.1832 - 25.4.1834 - 6.2.1844 -15.12.1845 Lamakin, Gawril Joakimowitsch (1812-1885) Bedeutend als Chorerzieher und Gesangspädagoge, ab 1830 Chorleiter in Petersburg, 1848 Gesangslehrer an der Hofsängerkapelle, 1862 mit Balakirew Gründung der Mu sikfreischule, schrieb geistliche Chorgesänge, Romanzen, Duette, weltliche Chöre, eine Gesangsschule, vierstimmige Harmonisierung des großen Bestandes altkirchlicher rus sischer Melodien 19.7.1858 Lannoy, Heinrich Eduard Joseph Freiherr von (1787-1853) Wurde nach 1806 von Graz aus als Komponist bekannt, seit 1818 während der Konzertsaison in Wien, dessen Musikleben er als Dirigent, Organisator und Musik schriftsteller wesentlich mitprägte, Vorstandsmitglied der Gesellschaft der Musik freunde und Leiter von deren Konzerten, 1830 bis 1835 Direktor des Konservatori ums, hinterließ Opern, Singspiele, Melodramen, Bühnenmusiken, Chor-, Orchester-, Klavier- und Kammermusik, Lieder und zahlreiche Schriften 13.2.1840 Lasek, C. (biographische Angaben unbekannt) 7.3.1840 Lasso, Orlando di (um 1532-1594) Chorknabe in Mons, als Reisebegleiter des Vizekönigs von Sizilien in Italien, 1553 Laterankapellmeister in Rom, 1555 in Antwerpen, 1556 Tenorist in der Münchener Hofkapelle, seit 1564 deren Leiter, zahlreiche Reisen, seit Mitte der 1560er Jahre eine führende Persönlichkeit des europäischen Musiklebens, über 2000 Werke, darunter 1200 Motetten sowie Madrigale, Villanesken, Chansons, Instrumentalsätze u.a. 8.11.1852 (a cappella) 330 Lecerf, Justus Amadeus (1789-?) Musikalische Ausbildung in Leipzig, 1809 dort Beginn eines Jurastudiums, 1815 kurzzeitig Advokat und Notar, dann Fortsetzung des Musikunterrichts bei Christian Theodor Weinlig in Dresden und bei Anton Reicha in Paris, 1822 Rückkehr nach Dres den, 1825 Städtischer Musikdirektor in Aachen, 1829 in Berlin, seit 1843 wieder in Dresden, schrieb Lieder, Klaviermusik, Motetten 20.5.1844 (2) Leonard, Hubert (1819-1890) Debüt 1832 in Lüttich, seit 1844 als Violinvirtuose auf Konzertreisen, 1849 Professor am Conservatoire in Brüssel, seit 1866 in Paris, starke Hinwendung zur Kammermusik pflege in Konzertsälen und Salons, nach 1881 keine öffentlichen Auftritte mehr, schrieb Konzerte, Konzertstücke, Fantasien, Duos, Unterrichtswerke 21.2.1853 Lessei, Franciszek (um 1780-1835) Sohn eines Bratschisten, der 1766 bis 1780 Mitglied der Dresdner Hofkapelle war, Kon zertreisen als Klaviervirtuose, 1810 in Wien und Krakau, danach Verwalter von Adelsgütem und Inspektor einer Wirtschaftsschule, später eines Gymnasiums, schrieb Orchester- und konzertante Werke, Kammer-, Klavier- und Kirchenmusik, eine Oper und Lieder 1.4.1827 Lewy, Joseph Rudolph, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) 12.3.1840 (2) -4.3.1848 Lichtenstein, Carl August Ludwig Freiherr von (1767-1845) Wissenschaftliche und musikalische (Violine, Gesang) Studien in Göttingen, Mitwir kung in Nikolaus Forkels Akademischen Konzerten, zunächst kurfürstlicher Hanno verscher Kammerjunker, 1798 Kammerherr und Intendant des Theaters in Dessau, 1800 Leiter der Hofoper und des Balletts in Wien, seit 1806 in Hildburghausenschen Diensten, 1811 Theaterdirektor in Bamberg, 1823 Leiter des Lustspiels, 1825 auch der Oper des Berliner Hoftheaters, 1832 Pension, tätig als Sänger, Schriftsteller, Dichter, Übersetzer und Komponist von Opern, Liederspielen, Vaudevilles 1.5.1818-9.11.1826 Lindblad, AdolfFrederik (1801-1878) 1816 Debüt als Komponist in Norrköping mit einem Flötenkonzert, 1817 und 1825 Deutschlandreisen, die ihn durch die Begegnungen mit Carl Maria von Weber, Carl Friedrich Zelter und Felix Mendelssohn Bartholdy wesentlich prägten, in Berlin Edi tion schwedischer Volkslieder, in Stockholm Gründer einer Musikschule, seine populä ren Lieder brachten ihm den Ruf eines „schwedischen Schubert" ein, schrieb außerdem Chöre, Sinfonien, Kammermusik und Sonaten 16.1.1855 (2) Lindpaintner, Peter Joseph von (1791-1856) Beginn der musikalischen Laufbahn als Geiger, 1812 Debüt als Komponist und Anstel lung als Musikdirektor am Isartortheater in München, 1819 Hofkapellmeister in Stutt gart, deutschlandweit hohes Ansehen als Dirigent, 1852 Dirigent der Philharmonie So ciety in London, komponierte Opern, Singspiele, Ballette, Schauspielmusiken, Orato rien, Kantaten, Konzerte, Kirchenmusik, Lieder und Chöre 15.10.1824 - 10.3.1826 - 31.3.1826 - 9.11.1826 - 11.4.1828 - 27.3.1829 - 23.4.1830 - 27.1.1833 - 27.8.1834 - 7.11.1834 -13.2.1835 -10.8.1836 - 20.2.1837 - 7.11.1837 - 25.2.1839 - 7.11.1843 -18.12.1846 -10.2.1852 331 Lipinski, Karl (Karol Jozef), Kztmstr. (biographische Angaben siehe Interpreten) Violinkonzert (o.A.) 12.3.1849 Variationen, Fantasie etc. 10.4.1834 -13.8.1839 - 4.3.1840 -12.3.1849 (3) Liszt, Franz (1811-1886) Sinfonische Werke „Prometheus" 7.11.1857 „Dante-Sinfonie" 7.11.1857 Transkriptionen, Reminiszenzen etc. 12.11.1838 (2, s.a. Schubert) - 16.4.1839 - 13.2.1840 (3, s.a. Schubert) - 16.12.1842 (dto.) - 21.2.1844 - 27.2.1844 (2) -15.8.1853 -11.2.1854 - 6.12.1854 -19.3.1855 Lied 27.2.1844 Litolff, Henry (1818-1891) Französischer Komponist, Pianist und Kapellmeister, vor allem bekannt als Verleger, nachdem er 1851 in das Braunschweiger Verlagshaus Meyer eingetreten war, das er seit 1856 als Henry Litolff's Verlag weiterführte 30.4.1845 -14.5.1845 Loewe, Carl (1796-1869) 1820 Organist und Gymnasiallehrer, 1821 Musikdirektor, später auch Kantor in Stettin, Konzertreisen in Deutschland, nach Österreich, England, Norwegen und Frankreich, auf denen er seine Balladen sang, lebte seit 1866 in Kiel 14.5.1845-4.3.1848 Lotti, Antonio (1667-1740) 1678 Sänger in der Cappella Ducale in Venedig, 1690 daselbst Organist, ab 1719 für drei Jahre Kapellmeister in Dresden, wo er mit seinen Opern, dem von ihm zusam mengestellten Sängerensemble und der Hofkapelle der sächsischen Residenz, vor al lem den Vermählungsfeierlichkeiten von Prinz Friedrich August mit Maria Josepha von Österreich außergewöhnlichen musikalischen Glanz verlieh, darauf Rückkehr nach Venedig in das Organistenamt, komponierte fortan nur noch Kirchen- und Kam mermusik, 1736 Erster Kirchenkapellmeister, schrieb Opern, Oratorien, Kantaten, Madrigale, Kirchen- und Kammermusik, Instrumentalwerke „Crucifixus" 18.11.1848 - 7.11.1849 - 7.11.1851 - 9.2.1853 „Kyrie" 7.11.1851 Lübeck, Ch. H (1799-1866) Tätig als Geiger und Dirigent, Königlich niederländischer Kapellmeister und Direktor des Konservatoriums in Den Haag 21.12.1835 - 7.11.1839 -17.3.1841 332 Lwow (Lwoff), Alexej Fedorowitsch von (1799-1870) Musikalische Ausbildung in Reval, Besuch einer Ingenieurschule, 1818 Eintritt in die Armee, 1826 Adjutant eines am russischen Zarenhof tätigen Grafen, 1834 persönlicher Adjutant des Zaren, 1837 als Nachfolger seines Vaters Leiter der Kaiserlichen Kapelle, Reformer der Kapelle, der Ausbildung der Kapellknaben und der russischen Kirchen musik, als Gründer einer Konzertgesellschaft in Petersburg auch Begründer des öf fentlichen Konzertwesens in Russland, trat selbst als Dirigent und Geiger in den Kon zerten im Saal der Kaiserlichen Kapelle auf, Primarius eines berühmten Streichquar tetts, 1840 Deutschlandreise, 1844 Uraufführung der Oper Bianca e Gualtiero in Dresden, 1861 Rücktritt von der Leitung der Kaiserlichen Kapelle, 1867 Rückzug ins Privatleben, Komponist von Opern, Konzerten, Kirchenmusik, Stücken für Violine solo 4.6.1844 (3) Mabellini, Theodulo (1817-1897) Erste Ausbildung in der italienischen Heimatstadt Pistoia, seit 1833 in Florenz mit De büt als Opernkomponist, nach 1836 weitere Studien bei Saverio Mercadante, nach der Rückkehr 1842 nach Pistoia Berufung zum Mitglied der dortigen Akademie der Wis senschaft, Literatur und Künste, 1843 Dirigent der Societa filarmonica und Leiter der großen Konzerte in Florenz, 1847 toskanischer Hofkapellmeister, 1848 Dirigent des Teatro della Pergola, ab 1860 Kompositionslehrer am Regio Istituto musicale, kompo nierte Opern, Kirchenmusik, Kammermusik, Chor- und Orchesterwerke 2.9.1856 Majo, Gian Francesco de (1732-1770) Studium in Neapel, bereits 1747 „Organista supranumerario" der Königlichen Kapelle, 1750 Zweiter Organist, Debüt als Opernkomponist 1754 in Parma, nach 1760 Komposi tionsaufträge aus zahlreichen italienischen Städten, Einladungen auch nach Wien, Madrid und Mannheim, schrieb Opern, Oratorien, Kantaten, liturgische Musik 8.11.1852 Malibran, Maria Felicita (1808-1836) Tochter des Pariser Tenors und Gesangslehrers Manual Garcia, sang als gerühmte Altistin in London, Paris und auf vielen Kunstreisen. Heiratete in New York den Ban kier Malibran, nach der Scheidung von ihm den Violinvirtuosen Charles de Beriot. Komponierte Romanzen und Nocturnes 11.12.1837 Manfelder, ? (biographische Daten unbekannt) 16.4.1830 Mangold, Karl LudwigAmand (Amadeus) (1813-1889) Nach erster musikalischer Tätigkeit in der Darmstädter Hofkapelle 1836 bis 1839 Stu dium am Conservatoire in Paris, wo er auch als Dirigent und Komponist in Erschei nung trat und Berlioz, Wagner, Chopin, Halevy und Liszt kennenlernte sowie mit Clara Wieck konzertierte, zeitweise Berichterstatter für die NZfM Robert Schumanns, der Mangold schätzte, 1839 Rückkehr nach Darmstadt, Leiter verschiedener Chöre, Musiklehrer, nach dem Erfolg seiner Hermannsschlacht Ernennung zum Hofmusikdi rektor, 1845 Zurücksetzung seines Tanhauser zugunsten von Wagners Tannhäuser, Be gründer der Mittelrheinischen Musikfeste, 1869 in Pension, komponierte Opern, Kon zertdramen, Messen, Motetten, Männerchöre 11.2.1854 333 Marchesi, Tommaso (1773-1852) Ab 1788 Ausbildung in Bologna, 1793 Aufnahme in die Accademia Filarmonica, 1808 Gründer und Leiter der Accademia di Concordia, Kirchenmusiker, Organist, Orches terdirigent, schrieb Kirchen- und Theatermusik, Sinfonien für Bläser, Konzerte, Kam mermusik 1.5.1818 Marliani, Aurelio Grafvon (1803-1849) 1830 Gesangslehrer in Paris, auch spanischer Generalkonsul in Paris, nach der Februarre volution Rückkehr in seine Heimat Italien, schrieb Opern, Romanzen, Klavierpotpourris 25.2.1839 Marschner, Heinrich August (1795-1861) Chorist in seiner Vaterstadt Zittau, 1810 Komposition von Liedern und eines Balletts, 1813 über Prag nach Leipzig zum Jurastudium, baldige Entscheidung für die Musik, 1816 Mu siklehrer in Preßburg, dort populär als Komponist und Pianist sowie Leiter einer fürstli chen Kapelle, 1820 in Dresden anlässlich der Uraufführung seiner Oper Heinrich IV. und d'Aubigne durch Carl Maria von Weber, dort protegiert von der Generaldirektion des Kö niglichen Hoftheaters, Komponist von Schauspielmusiken, Bekanntschaft mit Ludwig Tieck und Friedrich Kind, Mitwirkung in Hofkonzerten, 1824 nach erfolgloser Bewerbung um die Position des Kreuzkantors Anstellung (gegen den Willen Webers) als Musikdi rektor der Hofoper, verließ 1826 Dresden, als er bei der Nachfolge Webers nicht berück sichtigt wurde, Reisen in Deutschland, Kapellmeister am Theater Leipzig, 1830 bis zur Pensionierung 1857 Hofkapellmeister in Hannover, komponierte Opern, Orchesterwerke, Konzerte, Kammer- und Klaviermusik, Chöre und Lieder Ouvertüren „Des Falkners Braut" 7.12.1832 „Hans Heiling" 17.1.1834 „Lucretia" 3.4.1834 o.A. 27.1.1833 Arien 21.2.1853-5.4.1853 Lied 19.4.1845 Martini, Giovanni Battista (Giambattista) (1706-1784) 1721 Eintritt ins Franziskanerkloster in Bologna, widmete sich dort ganz der Musik, zu nächst Gehilfe des Organisten und des Kapellmeisters, 1725 Ernennung zum Kapellmeister, 1729 Priesterweihe, europaweit berühmt als Komponist, Kontrapunktiker und Musiktheo retiker, seinen Unterricht nahmen u.a. Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Christian Bach und Johann Gottlieb Naumann in Anspruch, Komponist von Bühnenwerken, Kirchen- und Kammermusik sowie Verfasser musiktheoretischer Schriften 30.4.1845 Maurer, Ludwig Wilhelm (1789-1878) Bereits als Dreizehnjähriger Anstellung als Kammermusiker in Berlin, Konzertmeister in Hannover, zeitweise Kapellmeister des Kanzlers Wsowologski und seit 1832 Or chesterinspektor in Petersburg, gefeierter Violinvirtuose, schrieb Opern, Kompositio nen für Violine, darunter Konzerte für vier bzw. zwei Geigen, Sinfonien und Ouvertüren 18.4.1834 - 21.4.1834 - 7.11.1834 -12.1.1835 (2) - 27.8.1857 334 Mayer, Charles (biographische Angaben siehe Interpreten) 25.11.1846 (4) - 4.2.1848 (2, s.a. Vieuxtemps) - 4.3.1848 (3) - 13.4.1849 (3) - 12.1.1852 - 5.12.1853 May(e)r, Simon Johann(es) (1763-1845) Als Kind Klavierunterricht beim Vater und Chorist, 1774 Jesuitenkolleg Ingolstadt, 1781 Wechsel an die Universität zum Theologie- und Jurastudium, 1789 Übersiedelung nach Bergamo, Vervollkommnung der Ausbildung am Konservatorium in Venedig, nach kirchenmusikalischen Kompositionen 1793 Hinwendung zur Oper mit jährlich zwei bis drei Werken, Aufführungen auf den großen italienischen Bühnen, in Paris, Wien, Berlin, München, Dresden u.a., 1806 bis zum Tode Kapellmeister in Bergamo, 1815 wieder mehr, seit 1825 nur noch kirchenmusikalische Werke, Begründer wohltäti ger Stiftungen, 1822 der Unione filarmonico, hochgeschätzt als Komponist, Dirigent, Organist, Lehrer und Gelehrter, schrieb Opern, Oratorien, Kantaten, Kirchenmusik, Lieder, Konzerte, Divertimenti, Musik für einzelne Instrumente 18.12.1828 - 26.12.1828 -11.5.1832 Mayseder, Joseph (1789-1863) Im Kindesalter in Wien Violinunterricht bei Franz Wranitzky und Ignaz Schuppanzigh, zeitweise 2. Geiger in dessen Streichquartett, 1810 Konzert- und Solospieler beim Hof theater, 1816 Mitglied der k. k. Musikkapelle und der Dom-Musik an St. Stephan, Ver anstaltung erfolgreicher eigener Konzerte, 1820 in Paris, 1835 k. k. Kammervirtuos, 1836 Violindirektor der Wiener Hofkapelle, komponierte virtuose Violinmusik, Kam mermusik, eine Messe 19.12.1823 -18.4.1828 - 24.4.1829 -10.4.1834 - 6.2.1844 - 8.2.1844 -16.2.1844 Mazas, Jacques Fer(r)eol (1782-1849) 1802 bis 1805 Studium am Pariser Konservatorium, erfolgreich als Geiger in Paris, zeit weise Anstellung am dortigen Italienischen Theater, 1811 Konzerte in Spanien, 1814 in England, Holland und Belgien, 1822 in Italien, Deutschland und Russland, 1827 Höhe punkt der Solistenkarriere auf einer Deutschlandtournee, 1829 Mitwirkung in den Konzerten des Pariser Konservatoriums, 1831 Erster Geiger am Theatre du Palais Royal, danach Lehrer und Musikdirektor in Orleans, 1837 bis 1841 Direktor der Städti schen Musikschule Cambrai, effektvolle Kompositionen für Violine, Kammermusik, Verfasser pädagogischer Werke 15.9.1823 (3) Mazel, ? (biographische Angaben unbekannt) 7.11.1855 Mehul, Etienne-Nicolas (1763-1817) Seit dem zehnten Lebensjahr Organist, 1778 in Paris, seit 1782 Kompositionen für Kon zertsaal und Opembühne, nach 1790 permanent erfolgreich mit Opern, Balletten, Operascomiques, seit 1793 populär durch Kompositionen für die großen staatlichen Re volutionsfeiern, 1795 einer der vier Inspektoren des reorganisierten Conservatoire, 1794 in der Leitung des Magasin de Musique zur Herausgabe und Vervielfältigung der Musik für die Nationalfeiertage, nach 1816 Rückzug aus dem öffentlichen Musikleben, widmete sich fortan der Tulpenzucht, komponierte Opern, Ballette, Hymnen, Gesänge, Kantaten, Kirchenmusik, Sinfonien 6.2.1844-29.1.1857 335 Mendelssohn Bartholdy, Felix (1809-1847) Sinfonien 2. Sinfonie („Lobgesang") 29.7.1842 - 17.8.1842 - 7.11.1842 - 25.2.1846 - 22.6.1849 - 29.8.1853-9.5.1858 3. Sinfonie 8.3.1848 Ouvertüren „Meeresstille und glückliche Fahrt" 23.11.1835 - 27.8.1840 - 6.2.1856 „Ein Sommernachtstraum" 10.2.1837 -11.12.1843 - 31.8.1852 - 2.9.1858 „Die Hebriden" 5.2.1845 - 24.3.1850 - 26.2.1856 Konzerte Klavierkonzert g-Moll 11.1.1845 - 19.4.1845 - 7.2.1854 - 2.5.1854 - 2.5.1854 - 19.3.1855 - 29.1.1856 Klavierkonzert o.A. 18.12.1846 - 4.3.1848 Violinkonzert 26.8.1851 Oratorien, Kantaten, Bühnenmusik, Chöre „Paulus" 8.4.1838 -16.10.1840 - 9.4.1843 -10.4.1857 daraus: Cavatine 28.7.1850 „Elias" 16.4.1848 - 29.3.1850 -14.10.1856 Ausschnitte: 26.8.1850 - 25.2.1852 - 20.4.1855 „Der 42. Psalm" 13.8.1839 - 23.12.1840 -12.2.1848 - 9.4.1854 „Die erste Walpurgisnacht" 22.7.1844 -19.8.1844 - 29.8.1849 Musik zu „Athalia" 7.11.1850 „Oedipus in Colonnos" 27.1.1853 - 5.5.1855 Ausschnitte 2.5.1854 „Loreley" (Ausschnitte) 31.8.1852 - 7.11.1853 -17.2.1858 Konzertarie 26.2.1856 Männerchor mit Blechbläsern 27.11.1840 Frauenchor mit Klavier 7.11.1849 Lieder 1.12.1845 - 16.1.1851 (2) - 17.11.1851 - 12.1.1852 - 10.2.1852 - 31.8.1852 (3) - 5.4.1853 (2) - 7.2.1854 - 20.4.1855 Klavierstücke Lied ohne Worte 18.2.1836 Capriccio 30.4.1845 o.A. 30.1.1836 Mercadante, Saverio Giuseppe Raffaele (1795-1870) Seit 1818 intensive kompositorische Tätigkeit, 1819 Debüt als Opernkomponist in Nea pel, nachfolgend Aufträge und Aufführungen an den führenden italienischen Bühnen, in Wien, Spanien und Portugal, europaweite Berühmtheit, 1833 Kapellmeister an der Kathedrale von Novara, 1836 in Paris, 1840 bis zu seinem Tode Direktor des Konser vatoriums in Neapel, 1862 Erblindung, trotzdem weitere kompositorische Aktivitäten, schrieb Opern, Oratorien, Messen, Kirchenmusik, Orchesterfantasien, Gesänge, Stücke für verschiedene Instrumente 7.4.1826 - 2.11.1828 - 18.12.1828 - 9.1.1829 - 23.4.1830 - 26.10.1832 -10.2.1834 - 25.1.1836 - 10.8.1836 - 13.10.1836 - 1.11.1836 - 7.1.1837 - 29.3.1837 (2) - 18.10.1837 - 11.1.1838 - 21.4.1838 - 30.4.1838 - 12.11.1838 - 25.10.1839 - 25.11.1839 - 27.8.1840 - 1.11.1840 - 16.12.1842 - 27.2.1844 336 Meyerbeer, Giacomo (1791-1864) Elfjährig erste Auftritte in seiner Vaterstadt Berlin, 1805 bis 1807 Kompositionsunter richt bei Carl Friedrich Zelter, anschließend bei Bernhard Anselm Weber, 1810 weitere Ausbildung in Darmstadt, dort erste Opernkompositionen, 1812 in München, danach in Paris, 1815 in London, 1816 in Italien, dort Durchbruch als Opernkomponist, 1825 Erfolg an der Grand Opera Paris, 1831 nach dem sensationellen Erfolg von Robert der Teufel an der Spitze der zeitgenössischen Opernkomponisten, bestätigt 1836 durch die Hugenotten, 1842 bis 1846 Preußischer Generalmusikdirektor, 1849 „Der Prophet" in Paris; plötzlicher Tod während der Einstudierung der Afrikanerin, schrieb Opern sowie weitgehend unveröffentlichte Klavier- und Kirchenmusik, Hymnen, ein Oratorium, Gelegenheitswerke für den preußischen Hof Instrumentalmusik Ouvertüre zu „Vielka, ein Feldlager in Schlesien" 26.11.1849 Rondo aus „Vielka, ein Feldlager in Schlesien" 7.2.1854 Cavatinen, Arien, Ensembles aus Opern 1.4.1827 - 11.5.1832 - 4.3.1837 - 16.11.1839 - 13.2.1841 - 19.4.1845 - 14.3.1849 - 5.4.1853 - 7.2.1854 - 26.2.1856 Lieder 27.3.1829-29.1.1856 Geistliche Musik „Der 91. Psalm" 7.11.1853 (a cappella) Kammermusikalisches 15.3.1850 Bearbeitung 21.5.1847 (s.a. Händel) Miltitz, Carl Borromäus von (1780-1845) Im frühen Alter Ausbildung auf Klavier und Flöte, 1797 Eintritt in die Armee, Vervoll kommnung der Ausbildung in Dresden bei Hofkapellmeister Joseph Schuster und Kreuzkantor Christian Theodor Weinlig, seit 1810 Verwalter seines Gutes Scharfen berg, 1814 Mitglied einer von Generalgouverneur Repnin berufenen Kommission, die die Gründung einer Staatsanstalt aus Italienischer Oper, Schauspiel und Kapelle vorbe reiten sollte, 1819 bis 1820 in Italien, 1824 Oberhofmeister des sächsischen Prinzen Jo hann, in Dresden tätig als Komponist, Kritiker, Musikschriftsteller, Dichter und Libret tist, u.a. von Reißigers Oper Die Felsenmühle (Uraufführung in Dresden 1830), kompo nierte Opern, u.a. Der Condottiere (Uraufführung in Dresden 1836) und eine Messe 17.2.1834 - 25.1.1836 - 21.4.1838 - 30.4.1838 -1.11.1838 - 24.1.1840 Möhring, Ferdinand (1816-1887) Studium der Kirchenmusik in Berlin, 1838 Uraufführung einer Sinfonie unter Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig, 1840 Musiklehrer und Organist in Saarbrücken, 1845 Organist und Musikdirektor des Gymnasiums Neuruppin, ab 1873 freischaffend, komponierte Motetten und Psalmen, populär vor allem mit seinen ein- und mehr stimmigen Liedern 18.12.1846 Molique, Wilhelm Bernhard (1802-1869) Sechsjährig erste Auftritte als Geiger, Unterricht bei Louis Spohr, 1816 Studium in München, 1817 Konzerte in Wien und Anstellung im Orchester des Theaters an der Wien, 1820 Concertist am Münchener Hof, 1826 bis 1849 Königlicher Musikdirektor 337 und Konzertmeister in Stuttgart, daneben Konzertreisen in Europa, 1849 in London, 1861 Professor für Komposition an der Royal Academy of Music, 1866 Beendigung der Künstlerlaufbahn, komponierte Orchesterwerke, Konzerte, Kammermusik, ein Orato rium, Messen, Kantaten und Lieder 3.3.1824-7.12.1832 Morgenroth, Franz Anton, KM/Kztmstr. (biographische Angaben siehe Interpreten) 25.3.1817 Morlacchi, Francesco Giuseppe Baldassare (1784-1841) Erste Ausbildung in der Vaterstadt Perugia, im frühen Alter Komposition von Orgelstücken und einem Oratorium, 1803 bis 1804 Studium in Loreto, 1805 Fortsetzung in Bologna, dort Mitglied der Accademia filarmonica, 1807 in Florenz Beginn der Kar riere als Opernkomponist, nachfolgend Aufführungen in zahlreichen italienischen Städten, 1810 Berufung an die Italienische Oper in Dresden, zunächst als Assistent von Hofkapellmeister Joseph Schuster, von 1811 bis 1841 selbst als Hofkapellmeister (über die Schließung der Italienischen Oper 1832 hinaus), von 1817 bis 1826 koordiniert mit Carl Maria von Weber, dem Leiter der Deutschen Oper, Initiator der Witwen- und Waisenkasse der Königlichen musikalischen Kapelle und der Palmsonntagskonzerte, komponierte Opern, Oratorien, Kirchenmusik, Sologesänge, Lieder, Kammermusik, Klaviersonatinen, Orgelsonaten, höfische Gelegenheitswerke Ouvertüren 25.10.1839 -16.11.1839 -13.2.1840 - 22.3.1841 Arien, Romanzen, Serenaden, Canzonen, Duette, Szenen aus Opern 20.9.1818 - 4.4.1823 - 10.3.1826 - 20.12.1828 - 24.4.1829 - 2.7.1830 - 15.4.1832 - 17.1.1834 - 25.4.1834 - 9.2.1835 - 23.11.1835 - 1.11.1836 - 11.12.1837 - 19.2.1838 - 28.2.1838 - 16.11.1839 - 20.3.1842 -10.12.1839 - 4.3.1840 - 22.9.1848 - 7.11.1851 Oratorium 20.3.1842 (Terzett) Kantate 21.9.1818 Mortier de Fontaine, Henri Louis Stanislas (biographische Angaben siehe Interpreten) 11.1.1845 -19.4.1845 Moscheies, Ignaz (biographische Angaben siehe Interpreten) Ouvertüre 25.1.1836 Klavierkonzerte 7.10.1824 (Es-Dur) - 30.12.1824 (o.A.) - 9.11.1826 (C-Dur) - 2.11.1828 (E-Dur) - 24.4.1829 (Es-Dur) -16.11.1833 (E-Dur) - 7.1.1845 (g-Moll) Variationen, Fantasien, Etüden, Stücke 4.11.1823 - 7.10.1824 (2) - 9.11.1826 - 26.6.1828 - 20.6.1834 - 7.1.1845 (2) -15.8.1853 (2) Improvisation 7.1.1845 Mosel, Ignaz Franz Edler von (1772-1844) Gebürtiger Wiener, seit 1788 im Staatsdienst, zugleich Besuch der Zeichenklasse an der Akademie der Bildenden Künste und Violinunterricht, musikalische Ausbildung auch auf Viola und Violoncello, als Komponist Autodidakt, 1801 Beamter im Oberhof 338 meisteramt, 1818 geadelt, 1821 Hofrat und Vizedirektor der Wiener Hoftheater, 1829 erster Kustos der k. k. Hofbibliothek, schrieb Bühnenwerke, Ouvertüren, einen Psalm, Menuette, Bearbeitungen und Arrangements von Werken Handels, Haydns, Mozarts und Cherubinis, literarische Abhandlungen 28.2.1838-31.3.1844 Möser, Karl (1774-1851) Ausbildung als Geiger, Mitglied der Kapelle des Markgrafen von Schwedt, 1792 der Hofkapelle Berlin, danach in Braunschweig und Bamberg, Weiterbildung bei Giovanni Battista Viotti und Jacques Pierre Joseph Rode, 1797 Rückkehr in die Berliner Position, 1806 Konzertreise über Warschau nach Petersburg, 1811 Konzertmeister der Berliner Hofkapelle, 1813 Einführung der „Quartett-Unterhaltungen", aus denen Symphonie Soireen der Königlichen Kapelle hervorgingen, 1825 Königlicher Musikdirektor 18.12.1828 Mozart, Wolfgang Amadeus (1756-1791) Sinfonien C-Dur (o.A.) 4.9.1832 - 4.3.1838 -17.2.1847 Jupitersinfonie 4.4.1830 - 21.2.1844 - 25.2.1852 g-Moll (o.A.) 29.7.1842 -17.8.1842 - 21.2.1849 - 9.4.1854 Es-Dur (o.A.) 28.10.1846 D-Dur (o.A.) 22.1.1848 - 8.11.1852 o.A. 26.12.1828 Ouvertüren „Figaros Hochzeit" 1.11.1836 - 25.11.1839 - 2.6.1851 -19.3.1855 „Die Zauberflöte" 23.1.1829 - 22.3.1841 - 20.8.1841 - 16.12.1842 - 6.2.1844 - 11.8.1845 - 16.2.1846 - 20.2.1846 -15.3.1850 „Titus" 10.2.1834 o.A. 4.6.1819 - 14.12.1829 - 2.7.1830 - 21.4.1834 - 13.2.1841 - 18.12.1846 - 21.5.1847 - 12.3.1849 Konzerte, konzertante Sätze Klavier 22.12.1829 (o.A.) Violine (Adagio) 15.12.1840 - 25.11.1846 Klarinette (Adagio) 20.1.1842 - 20.3.1846 - 5.12.1853 Viola (Variationen) 4.2.1836 Violoncello (Larghetto) 25.11.1846 Arien, Duette, Ensembles aus Opern 3.4.1818 - 23.4.1830 - 7.12.1832 - 27.1.1833 - 19.4.1833 - 24.5.1833 - 21.4.1834 - 9.2.1835 - 13.2.1835 (3) - 4.2.1836 - 25.4.1836 - 5.10.1836 - 13.10.1836 - 19.2.1838 - 28.2.1838 - 7.3.1838 - 21.4.1838 - 12.11.1838 -13.2.1839 - 9.4.1839 -13.8.1839 - 4.3.1840 (2) - 7.3.1840 - 27.8.1840 - 23.12.1840 - 24.2.1841 - 20.8.1841 (2) - 20.1.1842 - 17.8.1842 - 7.11.1842 - 21.11.1842 - 6.2.1844 - 21.2.1844 (2) - 19.8.1844 (2) - 28.1.1845 - 5.2.1845 (2) - 1.12.1845 (2) - 16.2.1846 - 20.3.1846 - 28.10.1846 - 25.11.1846 - 4.2.1848 - 4.3.1848 - 28.10.1848 - 18.11.1848 - 26.11.1849 - 15.3.1850 - 16.1.1851 - 9.2.1853 - 21.2.1853 - 5.4.1853- 29.8.1853 - 11.11.1853 - 11.2.1854 - 16.1.1855 - 21.2.1855 - 1.12.1855 - 29.1.1856 (2) - 6.2.1856 - 7.11.1856 - 27.8.1857 339 Geistliche Werke Requiem 28.6.1826 - 27.3.1831 - 4.4.1841 - 7.11.1844 - 28.3.1847 - 20.3.1853 - 21.9.1854 - 7.11.1854 „Davidde penitente" 20.3.1842 -1.4.1849 „Misericordias Domine" 21.2.1849 „Ave verum" 21.2.1849 Hymnen „Gottheit, dir sei Preis" 8.10.1846 o.A 23.4.1848 Werk o.A. 16.10.1829 Müller, August Eberhard (1767-1817) Als Gymnasiast in Bückeburg Schüler von Johann Christoph Friedrich Bach in Klavier, Orgel und Komposition, hohes Ansehen als Flötist (Autodidakt), 1786 Jura-Studium in Göttingen, 1789 Organist in Magdeburg, dann städtischer Musikdirektor, seit 1792 Leiter der Logen- und Privatkonzerte des Adels, 1792 bis 1793 in Berlin, 1794 Organist der Nikolaikirche in Leipzig und 1794 bis 1802 Erster Flötist des Gewandhausorches ters, 1804 Thomaskantor, 1810 Leiter der Hofkapelle, Musikdirektor der Stadtkirche und Lehrer in Weimar, auch als Pianist und Chorleiter tätig, komponierte Bühnen werke, Chöre, Konzerte, Kammermusik, Lieder, Übungsliteratur, veröffentlichte Schriften 3.4.1818 Müller, Iwan (Ivan) (1786-1854) 1808 und 1809 Auftritte als Klarinettenvirtuose u.a. in Berlin, Leipzig, Paris und Wien, 1810 Gründer einer Klarinettenwerkstatt in Paris, eventuell Professor für Klarinette am Pariser Konservatorium, seit Mitte der 1840er Jahre bis zu seinem Tode Hofkapell meister des Prinzen von Schaumburg-Lippe in Bückeburg, schrieb Konzerte, Kam mermusik, brillante Stücke für Klarinette, Etüden 24.11.1826 (2) - 27.3.1829 -10.12.1839 - 20.1.1842 Müller, J. G. (1813-?) Seit 1829 Besuch des Dresdner Lehrerseminars, durch Carl Gottlieb Reißiger zum Musikstudium ermutigt, 1840 Dirigent des ältesten Dresdner Männergesangvereins „Orpheus", 1860 Kantor und Musikdirektor der Dreikönigskirche in Dresden-Neu stadt, schrieb weithin beliebte Männerchöre 17.5.1853 Nasolini, Sebastiano (1768-1799 oder 1816) Studium in Venedig, 1787 „Maestro al cembalo" am Teatro S. Pietro in Triest, dort 1788 Debüt als Opernkomponist, bis 1790 Kapellmeister an der Kathedrale Triest, danach Reisen in Italien und ins Ausland zur Propagierung seiner Opern, bis zum 1799 ver muteten Tod in Venedig ansässig, für die Zeit danach gibt es jedoch einige weitere, ob gleich unsichere biographische Anhaltspunkte, komponierte Opern, Kantaten, ein Oratorium, geistliche Gesänge 12.10.1821 340 Naumann, Emil (1827-1888) Enkel des vormaligen Dresdner Hofkapellmeisters Johann Gottlieb Naumann, Ausbil dung in Frankfurt und in Leipzig bei Felix Mendelssohn Bartholdy, 1867 Dr. phil. mit einer Arbeit über Psalmengesang, nach kompositorischer und musikschriftstellerischer Tätigkeit in Bonn 1873 Übersiedelung nach Dresden, musikgeschichtliche Vorlesungen am Konservatorium, berühmt durch seine „Illustrierte Musikgeschichte" mit Überset zungen in zahlreiche Sprachen und vielen Nachauflagen 23.12.1848 - 5.2.1849 - 6.2.1856 Naumann, Johann Gottlieb (1741-1801) Geboren in Blasewitz (heute ein Ortsteil von Dresden), 1857 als Reisebegleiter des schwedischen Geigers Anders Weström in Italien, Schüler Giuseppe Tartinis und Padre Martinis, gefördert von Johann Adolf Hasse, 1763 Debüt als Opernkomponist in Venedig, 1764 Zweiter Kirchenkomponist des Dresdner Hofes, 1776 kurfürstlicher Ka pellmeister, seit 1777 wiederholt zur Reformierung der Hofkapelle in Stockholm, unter den dort komponierten Werken der bis ins 19. Jahrhundert als schwedische National oper geschätzte „Gustav Wasa", 1785 bis 1786 zur Reformierung der Hofmusik in Ko penhagen, 1788 bis 1789 als Komponist und Dirigent gastweise am Berliner Hof, 1786 Dresdner Anstellung als Oberkapellmeister auf Lebenszeit, eine der angesehensten eu ropäischen Musikerpersönlichkeiten gegen Ende des 18. Jahrhunderts, in Dresden wichtigstes Bindeglied zwischen Johann Adolf Hasse und Carl Maria von Weber, komponierte Opern, Oratorien, Kirchenmusik, weltliche Kantaten, Sologesänge, Kam mermusik, Konzerte, Sinfonien, Stücke für Glasharmonika, höfische Gelegenheitswerke Aus Opern 22.9.1848 - 7.11.1851 Geistliche Werke Missa a-Moll 16.4.1842 „Vater unser" 27.6.1817 - 28.6.1826 - 4.4.1830 - 4.9.1832 -16.4.1842 „Psalm 96" 27.6.1817 -16.4.1842 (Ouvertüre) „Psalm 103" 17.5.1853 „Pilgergesang" 16.4.1842 - 21.2.1844 Aus Oratorien 15.4.1832-8.10.1846 Netzer, Joseph (1808-1864) Stammte aus Tirol, lebte einige Zeit in Leipzig, seit 1845 Kapellmeister in Wien, schrieb u.a. Opern 7.3.1840 - 4.2.1841 - 21.11.1842 -14.5.1845 Neukomm, Sigismund (1778-1858) Schüler Michael Haydns in Salzburg, vierzehnjährig dort Organist der Universitätskir che, 1796 Korrepetitor am Salzburger Hoftheater, 1797 in Wien Joseph Haydns Schüler und Vertrauter, naturwissenschaftliche und medizinische Studien sowie Klavier- und Gesangslehrer in Wien, 1804 Kapellmeister des Deutschen Theaters in Petersburg, als Komponist, Dirigent und Kritiker in verschiedenen russischen Städten tätig, 1808 wie der in Wien, seit 1810 ständiger Wohnsitz in Paris, 1816 bis 1821 als Begleiter des Her zogs von Luxemburg in Brasilien, Kapellmeister am dort residierenden portugiesi schen Hof, anschließend Reisen in zahlreiche europäische Länder und nach Nordaf rika, schrieb Opern, Kirchenmusik, Kantaten, Oratorien, Chöre, Solostücke, Bearbei tungen, veröffentlichte Schriften 18.10.1848 341 Nicolai, Otto Carl Ehrenfried (1810-1849) 1827 Beginn des Studiums in Berlin bei Carl Friedrich Zelter und am Königlichen Institut für Kirchenmusik, Mitglied der Singakademie, 1827 erste Komposition im Druck, 1833 Organist an der Gesandtschaftskapelle in Rom, dort auch geschätzter Pianist und Kla vierlehrer, Ernennung zum Professor und römischen Kapellmeister, 1836 Ernennung zum Königlich preußischen Musikdirektor und Mitglied der Accademia filarmonica in Bo logna, Opemerfolge in Italien, 1837 Kapellmeister und Gesangslehrer an der Hofoper Wien, 1838 wieder in Italien, 1841 Erster Kapellmeister der Hofoper und Dirigent und Or ganisator der Philharmonischen Konzerte in Wien, 1848 Leiter des Berliner Domchors, komponierte Opern, weltliche und geistliche Chorwerke, Orchesterwerke, Lieder, Duette, Klaviermusik 9.2.1853 -1.3.1855 Nicolini, Giuseppe (1762-1858) Ausbildung in seiner Heimatstadt Piacenza und in Neapel, 1781 Debüt als Oratorien-, 1793 als Opemkomponist, europaweit geschätzte Opernkompositionen, 1816 bis 1831 Ka pellmeister am Theater, seit 1819 auch, dann ausschließlich an der Kathedrale in Piacenza, komponierte neben Opern auch Oratorien, Kirchenmusik, Kantaten, Sinfonien, Quartette, Cembalostücke, Arien, Canzonetten 1.5.1818 - 20.9.1818 - 4.6.1819 - 23.4.1830 - 5.10.1836 -10.12.1839 Onslow, Georges Andre Louis (1784-1853) In London Ausbildung zum Pianisten, auf dem französischen Familienbesitz in der Au vergne Cellostudium, während eines zweijährigen Aufenthalts in Deutschland und in Wien Entschluss zum Komponieren, 1806 erste Streichquartette, 1808 Theorieunterricht bei Anton Reicha, in der Folgezeit Komposition fast ausschließlich von Kammermusik, be rühmt als Improvisator auf Klavier und Orgel, zurückgezogen auf seinen Gütern lebend, nur zeitweise in Paris, schrieb Kammermusik vom Duo bis zum Nonett, Klavierstücke, Opern, Sinfonien 7.2.1834 Osborne, George Alexander (1806-?) Geboren in Irland, Ausbildung als Pianist und Komponist in Paris, seit 1843 Klavierlehrer in London, schrieb virtuose Klaviermusik und Kammermusik 24.1.1834 (s.a. Beriot) - 30.4.1838 (s.a. Beriot) - 25.10.1839 (s.a. Beriot) Otto, Julius (biographische Angaben siehe Interpreten) 16.11.1836 (2) -19.2.1838 - 22.3.1841 - 3.4.1844 -18.10.1848 Oury, Antonio James (biographische Angaben siehe Interpreten) 21.4.1834 Pabst, G. (biographische Daten unbekannt) 7.11.1856 Pacini, Giovanni (1796-1867) Seit 1808 Gesangs- und Kompositionsstudium in Bologna und Venedig, nach dem Debüt als Opernkomponist 1813 in Mailand Aufträge von den großen Bühnen Italiens, seit 1825 internationale Erfolge, 1834 Gründer eines Liceo musicale in Viareggio, 1842 Direktor des neuen Musikalischen Instituts in Lucca, 1837 königlicher Kapellmeister in Lucca, pädago gische Tätigkeit auch in Florenz, schrieb Opern, Oratorien, Kirchenmusik, weltliche Kan taten, eine Sinfonie, Kammermusik und musiktheoretische Werke 14.3.1828 -19.4.1833 - 23.11.1835 - 7.1.1837 (2) - 29.3.1837 (2) -12.3.1849 342 Paer, Ferdinando (1771-1839) Ausbildung und Debüt als Opernkomponist in Mailand, Aufträge von allen bedeuten den Theatern Italiens, 1792 Kapellmeister in Venedig, im gleichen Jahr noch Hofka pellmeister in Parma, große Popularität als Opernkomponist, 1797 Musikdirektor aller königlichen Behörden Parmas, 1798 Kapellmeister am Kärtnertortheater Wien, seit 1802 Hofkapellmeister in Dresden, seit 1808 Kaiserlicher Hofkapellmeister Napoleons und Musiklehrer der Kaiserin in Paris sowie Leiter der Opera comique, 1812 Musikdi rektor des Theatre des Italiens, 1831 Leiter der königlichen Kammermusik, Leiter der Kapelle des Herzogs von Orleans und Musiklehrer der Herzogin von Berry, kompo nierte Opern, Oratorien, Vokalmusik verschiedener Besetzungen, Gesangs-Etüden, Kirchen-, Orchester- und Kammermusik Ouvertüren „Sargino" 7.3.1838 - 22.9.1848 Arien, Duette, Terzette, Ensembles 16.3.1821 - 30.3.1821 - 24.10.1823 - 27.3.1829 - 9.2.1835 - 7.3.1838 - 3.2.1842 - 8.2.1844 - 16.2.1846 - 28.10.1846 -16.1.1851 - 7.11.1851 - 27.1.1853 Paganini, Niccold (1782-1840) Ausbildung in Genua und Parma, dort u.a. bei Alessandro Rolla, dem Vater des späte ren Dresdner Konzertmeisters Giuseppe Antonio Rolla, und Ferdinando Paer, dem späteren Dresdner Hofkapellmeister, 1806 2. Geiger eines fürstlichen Kammerorches ters in Lucca, seit 1808 an diesem Hofe Quartettspieler und Operndirigent, Auftritte als Solist, seit 1809 Konzertreisen, zwischen 1828 und 1834 höchster europäischer Ruhm als bedeutendster Violinvirtuose der Zeit, 1837/38 in Paris, 1839 Wohnsitz in Nizza, schrieb vornehmlich Violinkonzerte und Werke für Violine solo Konzerte 23.1.1829 (D-Dur) - 28.1.1829 (B-Dur) - 3.2.1834 („auf der G-Saite") -10.2.1834 Rondo brillante „mit dem obligaten Glöckchen" Variationen, Stücke 23.1.1829 (2) - 28.1.1829 (2) - 24.1.1834 (2) - 6.12.1854 -1.3.1855 Sonate 28.1.1829 Bearbeitung 10.2.1834 (s.a. Weigl) o.A. 30.1.1829 - 6.2.1829 Palestrina, Giovanni Pierluigi da (1525-1594) Musikalische Ausbildung in Rom, 1544 Organist und Kapellmeister in seinem Geburts ort Palestrina, 1544 Veröffentlichung des ersten Messenbuches, 1545 Sänger in der päpstlichen Kapelle in Rom, im gleichen Jahr Kapellmeister der Laterankirche, 1561 der Kirche S. Maria Maggiore in Rom, 1566 Musiklehrer am Seminario Romano, 1567 in Diensten des Kardinals Ippolito (Villa d'Este), von 1571 bis zu seinem Tode Kapell meister an St. Pietro, „Retter der Kirchenmusik" in der Zeit des Tridentinischen Kon zils, gilt nach Josquin und neben Orlando di Lasso als einer der ersten Komponisten von Weltruf, schrieb Kirchenmusik 8.10.1846 - 8.3.1848 (s.a. Wagner) - 28.7.1850 343 Panseron, Auguste Mathieu (1796-1859) Als Achtjähriger Aufnahme ins Pariser Conservatoire, Studium in Kontrapunkt, Harmonielehre und Violoncellospiel, nach Verleihung des Rompreises 1813 mehrere Jahre in Italien, Reisen nach Wien und Russland, in Paris zurück Korrepetitor an der Opera comique, Gesangslehrer sowie Komponist erfolgreicher Operas comique, seit 1831 Professor am Conservatoire, international geschätzter Gesangslehrer, schrieb Opern, Kirchenmusik, Romanzen, Instrumentalstücke, Studienwerke für Gesang 28.1.1837 -18.10.1837 -1.8.1838 Paravicini, Giulia (1769-nach 1842) Violinschülerin von Gaetano Pugnani, Charles Lafont und Rodolphe Kreutzer, seit 1797 Konzertreisen, u.a. in Deutschland, Italien, nach Wien und Paris 14.3.1828 Pechatschek (Pechachek), Franz Xaver (1793-1840) Violinausbildung in Wien, als Achtjähriger Konzerte am kaiserlichen Hof und 1803 in Prag, danach Kompositionsstudium, 1809 Geiger im Orchester des Theaters auf der Wieden, 1822 Konzertmeister der Königlichen Württembergischen Hofkapelle Stutt gart, von 1826 bis zu seinem Tode in gleicher Position in der Großherzoglich badischen Hofkapelle Karlsruhe 18.12.1828 - 4.12.1829 -19.3.1830 -12.4.1833 -12.1.1835 Peranda, Marco Gioseppe (1625-1675) In der Ara Heinrich Schütz 1651 Altist der kurprinzlichen Kapelle am Dresdner Hof, 1663 3. Kapellmeister, 1667 Italienbesuch, einzelne Werke bis ins 19. Jahrhundert in Gebrauch, kom ponierte Messen, biblische Historien, geistliche Konzerte, Instrumentalmusik, Opern (in Ko operation mit seinem Kapellmeisterkollegen Giovanni Andrea Bontempi) 22.9.1848 (a cappella) Pergolesi, Giovanni Battista (1710-1736) Ausbildung in Jesi und nach 1710 am Konservatorium Neapel, 1729 Primgeiger des Kammerorchesters und Hilfslehrkraft, als Absolvent erster großer Opernerfolg, 1732 Kapellmeister des Principe di Sugliano, 1734 Stellvertreter des städtischen Kapell meisters in Neapel, Opernerfolge von Rom bis London, 1735 Organist der Königlichen Kapelle in Neapel, schrieb Oratorien, Opern, Intermezzi, Kantaten, Serenate, Messen und weitere Kirchenmusik, Instrumentalwerke, Solfeggien „Stabat mater" 12.4.1829 -19.4.1847 Peschel, Alexander, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) 26.12.1828 Peschke (Carl Gottlob ?), KM (biographischeAngaben siehelnterpreten) 18.12.1828 Petrus Dresdensis (um 1350-1421 oder 1426) Ab 1409, von Prag kommend, in Dresden, Rektor der Kreuzschule, 1412 als Anhänger der Hussiten wieder vertrieben, zurück in Prag Gründer einer Schule für deutschspra chige hussitische Prediger, 1421 oder 1426 in Regensburg verbrannt 8.10.1846 Piccin(n)i, Niccolö (Nicola) (1728-1800) Ausbildung vermutlich in Neapel, 1754 Debüt als Opernkomponist im Teatro Fiorentini, 1760 als Opernkomponist in Rom, 1773 Zweiter Domkapellmeister, Leiter der Kö 344 niglichen Kapelle und Musiklehrer in Neapel, 1774 erster Paris-Aufenthalt, seit 1776 dort Antipode von Christoph Willibald Gluck und dessen Reformopern, 1781 Leiter der Sänger-Schule, 1791 Rückkehr nach Neapel, 1798 erneut in Paris, 1800 Inspektor des dortigen Konservatoriums, schrieb Opern, Intermezzi, Oratorien, Kirchenmusik, Duette, Vokalisen, Sonaten 6.12.1854 Pixis, Johann Peter (1788-1874) Schüler seines Vaters Friedrich Wilhelm Pixis, bis 1806 mit seinem Bruder, dem Geiger Friedrich Wilhelm Pixis, Konzertreisen in Europa, danach bis 1723 in Wien, Schüler von Johann Georg Albrechtsberger, Bekanntschaft mit Beethoven, Schubert und Mey erbeer, seither in Paris, von dort aus europaweite Tourneen als gefeierter Klaviervirtu ose, 1840 Rückzug aus dem Konzertleben nach Baden-Baden, von Robert Schumann als Kammermusik-Komponist geschätzt und zu den „Davidsbündlern" gezählt, kompo nierte vorwiegend effektvolle Klaviermusik, Opern und Kammermusik 19.11.1824 - 24.9.1830 -18.10.1833 -18.2.1836 - 30.4.1845 -1.12.1845 Poissl (Poißl), Johann Nepomuk Freiherr von (1783-1865) Nach Studien an der Universität Landshut seit 1805 Schüler von Franz Danzi in Wien, 1811 Bekanntschaft mit Carl Maria von Weber, 1823 Zweiter Intendant, 1825 bis 1847 Intendant der Königlich Bayerischen Hofmusik, 1825 bis 1833 auch des Hoftheaters, 1847 Zweiter Oberstkammerherr, schrieb Opern, Schauspielmusiken, Konzerte, klei nere Vokalwerke, Harmoniemusik 23.12.1839 Polledro, Giovanni Battista, Kztmstr. (biographische Angaben siehe Interpreten) Konzerte 20.9.1818 (d-Moll) - 22.12.1821 (o.A.) - 29.11.1822 (o.A.) - 2.5.1828 (o.A.) -1.2.1833 (o.A.) Variationen 1.5.1818-28.11.1823 Porpora, Nicola Antonio (1686-1768) Studium am Konservatorium Neapel, danach Kapellmeister des Kommandanten der Kaiserlichen Truppen in Neapel, des Prinzen von Hessen-Darmstadt, 1708 Debüt als Opernkomponist, erste Erfolge in Wien, 1715 Erster Lehrer des Konservatoriums Nea pel, 1725 Leiter eines Konservatoriums in Venedig, 1733 als Konkurrent Händels nach London gerufen, 1738 Rückkehr nach Neapel, Lehrtätigkeit, 1742 Chordirektor in Ve nedig, 1744 in Wien, 1748 bis 1751 als Gesangslehrer der Prinzessin Maria Antonia Walpurgis in Dresden, 1752 in Wien mit Joseph Haydn als Schüler, Kopist und Cem balist, 1760 als Kapellmeister des Conservatore di Loreto wieder in Neapel, kompo nierte Opern, Intermezzi, Pasticci, Kantaten, Serenaden, Oratorien, Messen, Psalmen, Motetten und weitere Kirchenmusik, Arien, Solfeggien, Instrumentalmusik 7.11.1851 Portogallo (Portugal), Marco(s) Antonio (1762-1830) Ausgebildet und erste Opernerfolge in Italien, seit 1799 Königlicher Kapellmeister in seiner Geburtsstadt Lissabon, 1810 mit dem portugiesischen Hof in Rio de Janeiro, Er nennung zum Generalmusikdirektor der Kirche, des Theaters und der Kammermusik, schrieb Opern, Kirchenmusik 21.9.1818 345 Pott, Friedrich August (1806-1883) Ausbildung beim Vater, in Hannover und durch Louis Spohr und Moritz Hauptmann, 1822 Geiger in der Hofkapelle Hannover, seit 1829 Konzertreisen als gefeierter Geiger in Europa, 1832 Hofkonzertmeister, später Hofkapellmeister am Oldenburgischen Hof, nach der Pensionierung 1860 wohnhaft und als Lehrer tätig in Graz, schrieb eine Sinfo nie, Konzerte und Variationen für Violine und Orchester, Kammermusik und Lieder 10.4.1834 Prume, Frangois Hubert (1816-1849) Schüler der Konservatorien in Lüttich und Paris, seit 1833 Professor für Violinspiel in Lüttich, erfolgreiche Tourneen als Violinvirtuose in Europa, komponierte für Geige, darunter das damals berühmte Stück „Melancolie" 15.2.1845 (3) -11.8.1845 Puccit(t)a, Vincenz(i)o (1778-1861) Nach seinem Debüt als Opernkomponist 1800 erfolgreich in Italien und Europa, beson ders seit seiner Zusammenarbeit mit der Primadonna Angelica Catalani, als deren Accompagnist er außerdem von 1815 bis 1817 in Paris tätig war, zeitweise Musikdirektor des King's Theatre in London, 1817 Rückkehr nach Italien mit sehr bald verblassendem Ruhm, schrieb Opern, Gesänge 21.9.1818 -13.5.1819 (4) - 2.11.1828 Quidant, Pierre Robert Joseph (1815-1893) Studierte in Lyon und Paris Klavier, Klaviervorführer bei Sebastian Erard, Klavierleh rer (einer seiner Schüler war Emil von Sauer), komponierte vornehmlich Musik für Salons 19.4.1847 Raimondi, Pietro (1786-1853) Nach der Ausbildung in Neapel erfolgreicher Opernkomponist und Lehrer in Genua, 1824 Direktor des Königlichen Theaters in Neapel, 1825 Kompositionslehrer am dorti gen Königlichen Konservatorium, 1833 Direktor des Theaters und Konservatoriums Lehrer in Palermo, 1852 Kapellmeister an St. Peter in Rom, komponierte Opern, Bal lette, Oratorien, Kirchenmusik, Instrumentalwerke 15.12.1817 Rastrelli, Giuseppe (1799-1842) Geboren in Dresden, wo sein Vater Musik- und Gesangslehrer im Hause des Grafen Marcolini und seit 1795 Kirchenkomponist war, Violinschüler des Kammermusikers Franz Poland bis zur Virtuosenreife, 1814 mit den Eltern in Italien, Kompositionsstu dien und 1816 Debüt als Opernkomponist in Ascona, 1817 Rückkehr nach Dresden, nach erfolgreicher Opernpremiere königliches Stipendium für eine Studienreise nach Italien, nach der Rückkehr Berufung zum Kirchenkomponisten, 1829 Korrepetitor des Hoftheaters, 1830 Musikdirektor auf Lebenszeit, schrieb Opern, Kirchenmusik, Sologe sänge, Instrumentalwerke Ouvertüren 24.4.1829 (o.A.) -16.11.1833 (o.A.) - 7.11.1835 (o.A.) - 5.10.1836 („Macbeth”) -13.10.1836 („Salvator Rosa") - 7.3.1838 (o.A.) 346 Arien, Duett, Lied 12.1.1835 - 7.11.1835 - 20.2.1837 - 25.10.1839 Instrumentales 18.12.1828 - 4.2.1841 -13.2.1841 Reicha, Anton(in) (1770-1836) Ausbildung unter Aufsicht seines Onkels, des Violoncellovirtuosen und Dirigenten Joseph Reicha, auf Flöte, Violine und Klavier, 1790 Geiger in der kurfürstlichen Kapelle Bonn, Freundschaft mit Ludwig van Beethoven, wie dieser Schüler Christian Gottlieb Neefes, 1794 in Hamburg Privatlehrer und Opernkomponist, 1799 in Paris, 1802 in Wien, weitere Ausbildung bei Joseph Haydn, Johann Georg Albrechtsberger und An tonio Salieri, 1808 endgültig in Paris, erfolgreich mit seinen Bläserquintetten, hohes Ansehen als Lehrer, aber wie seit je erfolglos mit seinen Opern, 1818 Professor am Konservatorium, Lehrer u.a. von Adolphe Adam, Hector Berlioz und Franz Liszt, komponierte Opern, Orchesterwerke, Konzerte, Kantaten, Chöre, Arien, Duette, Ter zette, Kammermusik, veröffentlichte theoretische Schriften 12.5.1821 Reißiger, Carl Gottlieb (1798-1859) Thomasschüler in Leipzig, nach begonnenem Theologiestudium 1818 schließlich ganz Hinwendung zur Musik, Ausbildung in Leipzig, München und Wien, ab 1823 in Ber lin, Auslandsreisen im Zusammenhang mit seiner Beauftragung zur Neuorganisation der Berliner Lehranstalten, 1826 Musikdirektor am Dresdner Hoftheater, 1828 als offi zieller Nachfolger Carl Maria von Webers Berufung zum Hofkapellmeister, 1851 Erster Hofkapellmeister, eine der führenden musikalischen Autoritäten in Deutschland, schrieb Opern, Orchesterwerke, Konzerte, Kammermusik, Lieder, Duette, Chöre, Kir chenmusik und weitere geistliche Werke Sinfonie 10.8.1836 Ouvertüren o.A. 11.1.1827 - 21.3.1828 - 17.10.1828 - 2.11.1828 - 4.12.1829 - 10.4.1834 - 11.1.1838 - 1.8.1838 - 24.1.1840 -12.3.1840 - 4.3.1850 - 21.3.1854 -1.3.1855 „Der Ahnenschatz" 26.10.1832 „Yelva" 24.5.1833 -19.12.1838 - 28.1.1845 - 22.9.1848 - 28.2.1853 „Die Felsenmühle" 9.2.1835 -1.3.1855 „Libella" 18.10.1837 „Nero" 20.1.1842 - 4.3.1848 „Adele de Foix" 20.3.1846 -16.1.1851 „Der Schiffbruch der Medusa" 17.11.1851 - 5.4.1853 -1.12.1855 Ouvertüre d-Moll 18.4.1834 Festouvertüre 1.3.1854 Konzerte, Concertinos, Fantasien, Variationen für Soloinstrumente Klarinette 21.3.1828 - 14.2.1832 -19.2.1838 - 9.4.1839 - 29.1.1842 - 7.11.1842 -11.12.1843 - 13.4.1849 - 20.1.1842 Horn 12.3.1840 -17.3.1841 Flöte 17.10.1828 Violoncello und Klavier 25.10.1839 (s.a. F. A. Kummer) 347 Duos, Sonaten Klarinette und Klavier 9.4.1839 - 7.4.1856 Vokale Konzertszene 29.1.1857 Schauspielmusik „Faust" 28.8.1849 Arien, Duette, Lieder 7.2.1832 - 17.2.1834 - 9.2.1835 - 21.12.1835 - 11.12.1837 - 12.11.1838 - 25.9.1839 - 24.1.1840- 27.11.1840 - 17.3.1841 - 20.1.1842 - 20.3.1846 - 1.12.1845 - 25.11.1846 - 14.3.1849 - 25.2.1850 - 16.1.1851 - 26.8.1851 - 31.8.1852 - 11.11.1853 - 6.12.1854 - 19.3.1855-1.12.1855 Oratorium „David" 4.4.1852 -17.8.1852 - 9.5.1858 Hymnen 16.11.1836 - 6.7.1843 -17.5.1853 (2) Psalmen „Psalm von Klopstock" 27.8.1838 - 7.11.1838 62. Psalm 11.8.1845 97. Psalm 18.10.1848 130. Psalm 25.2.1857 o.A. 13.2.1850 „Salve Regina" 7.11.1851 A-cappella-Gesang 25.10.1839 -1.12.1845 -18.12.1846 -18.10.1848 Bearbeitung 6.12.1854 - o.A. 9.12.1836 Ricci, Luigi (1805-1859) oder Federico (1809-1877) Luigi: Ausbildung in Neapel, erste Erfolge mit Buffoopern, Opernaufführungen an al len großen italienischen Bühnen, 1837 Kapellmeister und Direktor der Oper sowie Be gründer einer Gesangsschule in Triest, komponierte Opern, Messen, Lieder, Chöre Federico: Zunächst Mitarbeiter seines Bruders Luigi, 1835 erster eigener Opernerfolg in Venedig, Leiter der Opern in Madrid und Lissabon, 1852 Kapellmeister an der Schule des Kaiserlichen Theaters in Petersburg, seit 1869 in Paris, 1877 Rückkehr nach Italien 25.4.1836 Riccius, Heinrich, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) 26.2.1856 Ries, Ferdinand (1784-1838) Schüler des Vaters und Bernhard Rombergs, ging von Bonn aus nach München und 1801 nach Wien, Klavierschüler und Mitarbeiter Ludwig van Beethovens, 1807 in Paris, 1808 als erfolgreicher Klaviervirtuose und Komponist zurück in Wien, 1810 ausge dehnte Konzertreise nach Norddeutschland, Skandinavien, Russland und London, wo er sich als Pianist, Lehrer und Komponist einen Namen machte, 1824 Niederlassung auf einem eigenen Gut in Godesberg, Leiter deutscher Musikfeste, 1837 Leiter des Frankfurter Caecilienvereins, schrieb Klavier- und Kammermusik, Orchesterwerke, Konzerte, Lieder, mehrstimmige Gesänge, Opern, veröffentlichte „Biographische Noti zen über Ludwig van Beethoven" (14. oder) 28.11.1823 -12.5.1826 - 4.1.1827 (4) - 21.12.1835 348 Rietz, Julius (1812-1877) Studium in Berlin u.a. bei Carl Friedrich Zelter und Bernhard Romberg, seit 1828 im Orchester des Königstädter Theaters, dort Aufführungen seiner Bühnenerstlinge, 1834 Musikdirektor und Assistent Felix Mendelssohn Bartholdys in Düsseldorf, 1835 dort Städtischer Musikdirektor, 1847 Kapellmeister am Stadttheater Leipzig, seit 1848 Leiter der Singakademie und Dirigent der Gewandhauskonzerte, Kompositionslehrer am Konservatorium, 1860 als Nachfolger Carl Gottlieb Reißigers Hofkapellmeister in Dresden, 1874 Ernennung zum Generalmusikdirektor, zunehmend zurückgedrängt durch den jungen, aufstrebenden Ernst Schuch, Herausgeber der Gesamtausgaben der Werke Johann Sebastian Bachs und Felix Mendelssohn Bartholdys, komponierte musi kalische Bühnenwerke, Orchesterwerke, Konzerte, Kammermusik, Lieder, Chöre 7.11.1854-29.8.1855 Righini, Vincenzo (1756-1812) Beginn der musikalischen Karriere als Sänger in Parma und 1776 als Opernkomponist („Don Giovanni") in Prag, 1780 Dirigent der Opera buffa in Wien, 1787 Leiter der Hofmusik in Mainz, 1793 bis zu seinem Tode Hofkapellmeister und Leiter der Italieni schen Oper in Berlin, berühmt als Gesangslehrer, schrieb Opern, Kantaten, Oratorien, Kirchen- und Kammermusik, Lieder, Solfeggien 9.3.1819 - 29.8.1855 - 29.1.1857 Riotte, Philipp Jakob (1776-1856) 1793 Organist in Trier, 1805 Kapellmeister in Gotha, anschließend in Danzig, Magde burg, seit 1808 am Kärtnertortheater in Wien, Bekanntschaft mit Ludwig van Beetho ven, Franz Schubert, Carl Maria von Weber u.a., schrieb Opern, Singspiele, Possen, Ballette, Kirchenmusik, Oratorien, eine Sinfonie, Konzerte, Kammer- und Klaviermusik 30.12.1824 Rode, Jacques Pierre Joseph (1774-1830) Vollendung der Ausbildung ab 1787 bei Giovanni Battista Viotti in Paris, 1790 dort Konzertdebüt, 1789 bis 1792 Mitglied verschiedener Theaterorchester, seit 1795 erfolg reiche Konzertreisen als „der vollendetste Violinist in Europa" (AMZ, 1800), 1797 Leh rer am Pariser Konservatorium, 1800 Solist in Bonapartes Privatkapelle, 1804 bis 1808 Solist des russischen Zaren, ab 1814 in Berlin, seit 1817 vom öffentlichen Konzertleben zurückgezogen wieder in Frankreich, komponierte Konzerte, Stücke für Violine solo, Kammermusik, Romanzen für Singstimme 21.9.1918 -14.3.1828 - 5.10.1832 - 21.12.1835 - 8.2.1844 Rolla, Giuseppe Antonio, Kztmstr. (biographische Angaben siehe Interpreten) Violinkonzerte (o.A.) 19.12.1823 -19.11.1824 - 5.2.1830 Variationen, Potpourri, Duo 19.12.1823 -19.11.1824 -10.3.1826 - 30.3.1827 -11.4.1828 - 5.2.1830 -14.2.1832 - 7.1.1837 Romberg, Andreas (biographische Angaben siehe Interpreten) 24.1.1817 -15.12.1817 - 3.4.1818 - 24.10.1823 -13.2.1839 -1.3.1855 Romberg, Bernhard (biographische Angaben siehe Interpreten) 24.1.1817 -15.12.1817 - 9.3.1819 (4) - 22.10.1824 (4) - 25.11.1848 Romberg (o.A.) 25.3.1817 (2) -12.5.1821 - 31.3.1826 349 Rossi, Francesco (1627-Ende des 17. Jahrhunderts) Priester, 1669 bis 1672 Kapellmeister am Konservatorium Neapel, 1680 Domherr an der Kathedrale von Bari, schrieb Kirchenmusik, Opern (die Arie aus „Mitrane" - 1689 - be arbeitete Frangois Joseph Fetis und führte sie 1833 in einem „Historischen Konzert" in Brüssel auf) 11.1.1845 (s.a. Fetis) Rossini, Gioacchino (1792-1868) Ouvertüren „Wilhelm Teil" 16.4.1830 - 30.4.1830 -11.5.1832 -10.12.1839 -14.5.1845 „Semiramide" 19.4.1845 (Bearbeitung, s.a. Czerny) - 30.4.1845 (dto.) o.A. 21.5.1847 Arien, Duette, Terzette, Quartette, Szenen 1.5.1818 - 4.6.1819 (2) - 16.3.1821 - 23.11.1821 - 29.11.1822 - 15.12.1823 - 22.10.1824 - 13.10.1826 - 9.11.1826 (2) - 14.3.1828 - 20.12.1828 - 26.12.1828 - 9.1.1829 (2) - 24.4.1829 - 14.12.1829 (3) - 2.7.1830 - 26.10.1832 - 19.4.1833 - 24.5.1833 (2) - 16.11.1833 - 24.1.1834 - 3.4.1834 - 10.4.1834 - 12.1.1835 - 13.2.1835 - 7.11.1835 - 4.2.1836 - 5.10.1836 (2) - 13.10.1836 (2) - 1.11.1836 - 4.3.1837 - 1.4.1837 (2) - 1.8.1838 - 23.12.1838 (2) - 25.2.1839 - 25.10.1839 - 4.3.1840 - 12.3.1840 - 27.8.1840 - 17.3.1841 - 22.3.1841 (3) - 3.2.1842 - 11.1.1845 (2) - 19.4.1845 - 20.3.1846 - 18.12.1846 - 21.5.1847 - 25.11.1848 - 14.3.1849 (2) - 30.5.1850 - 5.3.1851 - 2.6.1851 - 21.2.1853 - 1.3.1854 - 29.8.1855 - 7.11.1855 - 29.1.1857 - 27.8.1857-2.9.1858 „Stabat mater" 5.5.1843 - 9.8.1843 Szenen mit Chor 4.6.1819 (2) -10.10.1823 - 9.11.1826 o.A. 16.10.1829 - 2.7.1830 Rösler,]ohann ]osef(1771-1813) Im wesentlichen Autodidakt, Philosophiestudium in Prag, 1795 Kapellmeister am dortigen Ständetheater, seit 1805 Kapellmeister am Hoftheater in Wien und in Diensten des Fürsten Lobkowitz, Auftritte als Klaviervirtuose, schrieb Opern, Pantomimen, Or chester-, Kammer- und Klaviermusik, Vokalwerke und Lieder 15.12.1823 Rothe, Gottlieb oder Johann Traugott, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) 1.4.1827 Rubinstein, Anton Grigorjewitsch (1829-1894) Neunjährig erstes öffentliches Konzert, 1841 erste Westeuropa-Reise, 1844 bis 1846 Kompositionsunterricht in Berlin, nachfolgend vornehmlich in Wien und Preßburg, 1849 Hofpianist einer russischen Großfürstin in Petersburg, Mitbegründer der Russi schen Musikgesellschaft und Leiter von deren Konzerten bis 1867 und nach 1887, viele Jahre als gefeierter Konzertpianist in Westeuropa, 1871 bis 1872 Dirigent der Wiener Gesellschaftskonzerte, 1872 bis 1873 USA-Reise mit Henri Wieniawski, 1891 bis 1894 wohnhaft in Dresden, komponierte Opern, geistliche Opern, ein Ballet, Oratorien, Or chesterwerke, Konzerte, Kammer- und Klaviermusik, Lieder, veröffentlichte schrift stellerische Arbeiten 20.4.1855 350 Sacchini, AntonioMaria Gasparo (1730-1786) Ausbildung in Neapel, 1756 erfolgreich mit einem Intermezzo, nachfolgend weitere Opernaufträge, 1758 „Maestro di Cappella Straordinario" am Conservatore de S. Loreto Neapel, 1761 „Secondo Maestro", seit 1762 in Venedig, Padua und Rom, 1769 Kapellmeister und Gesangslehrer in Venedig, 1770 in München und Stuttgart, ab 1772 zehn Jahre in London, 1781 in Paris, schrieb Opern, Oratorien, Kirchen- und Kammer musik, Cembalosonaten 29.1.1857 Salieri, Antonio (1750-1825) Nach Studien in Padua und Venedig deren Fortsetzung 1766 in Wien, 1769 Leiter der Opernproben am Hoftheater, 1774 Hofkomponist und Dirigent am Hoftheater, Opern aufträge aus Venedig, Mailand und Rom, 1788 Hofkapellmeister, Leiter der Konzerte der Tonkünstler-Sozietät und weitere verantwortliche Positionen im Musikleben Wiens, 1824 Pensionierung, komponierte Opern, Oratorien, Kirchenmusik, Kantaten, kleinere Gesangswerke, Chöre, Orchesterwerke, Konzerte, Kammer- und Klaviermu sik, veröffentlichte pädagogische Werke 3.4.1818 Sana (Sarro), Domenico Natale (1679-1744) Lebte ausschließlich in Neapel, wurde 1702 durch ein Oratorium bekannt, 1703 Kapell meister der Kapelle des Vizekönigs, 1706 Debüt als Opernkapellmeister, 1725 Vizeka pellmeister, 1728 städtischer Kapellmeister, 1737 Kapellmeister der Königlichen Ka pelle, schrieb Opern, Serenate, Kirchenmusik, ein Flötenkonzert 10.3.1826 Sassaroli, Germano (biographische Angaben siehe Interpreten) 20.9.1818 - 29.11.1822 -10.10.1823 Scarlatti, Alessandro (1660-1725) Ausbildung in Rom, 1679 Debüt als Opernkomponist, Ernennung zum Kapellmeister der schwedischen Königin, 1683 Kirchenkapellmeister in Rom, anschließend in Neapel, dort 1684 bis zum Tode Kapellmeister der Königlichen Kapelle, unterbrochen von 1703 bis 1707 durch einen Rom-Aufenthalt, komponierte Sinfonien, Konzerte, Sonaten, Orgelund Cembalomusik, Opern, Oratorien, Kirchenmusik, Kammerkantaten, Madrigale 24.3.1850 Schicht, Johann Gottfried (1753-1823) Erste Ausbildung in Zittau, 1776 Jurastudium in Leipzig, nach dem Wechsel zur Musik Geiger im Gewandhausorchester sowie Klavier- und Orgelsolist, 1785 Gewandhauska pellmeister und Musikdirektor der Neukirche, 1786 Gründung eines Singvereins aus Knaben und Männern, 1802 der gemischtstimmigen Singakademie, 1808 Universitäts Musikdirektor, 1810 Thomaskantor, geschätzter Pädagoge, schrieb geistliche und welt liche Gesangswerke, Orgel- und Klaviermusik, veröffentlichte theoretische Schriften über Gesang und Harmonielehre 7.11.1849 (a cappella) Schmidt, Johann Philipp (1779-1853) Bereits vor dem 1796 in Königsberg begonnenen Jurastudium geschätzter Pianist, seit 1798 musikalische Studienreise u.a. nach Berlin, Dresden, Wien und Prag, 1801 Beginn einer juristischen Laufbahn, 1804 Mitglied der Berliner Singakademie, seit 1806 tätig als 351 Klavierlehrer, Konzertpianist, Komponist und Arrangeur, 1811 Eintritt in den höfi schen Dienst, 1819 Hofrat, Mitarbeiter von Berliner und Leipziger Musikzeitungen, schrieb Opern, Singspiele, Kirchenmusik, Konzerte, Klaviermusik, Bearbeitungen 23.12.1836 -13.8.1839 (Arrangement, s.a. Beethoven) Schneider, Friedrich (1786-1853) Studien an der Leipziger Universität, dort 1806 Organist der Pauliner-, 1812 der Thomaskirche, 1821 Hofkapellmeister in Dessau, 1829 Gründung einer Musikschule, geschätzter Dirigent von Musikfesten und Pädagoge, komponierte Oratorien, Kir chenmusik, Chöre, Männerquartette, Opern, Orchesterwerke, Kammermusik, Lieder, veröffentlichte theoretische Schriften 8.4.1827 - 23.12.1837 - 6.7.1843 - 7.11.1846 -18.10.1848 -14.4.1854 Schröter, Leonhart (ca. 1532-ca. 1600) 1545 Fürstenschule in Meißen, 1561 Stadtkantor in Saalfeld, 1571 Hofbibliothekar in Wolfenbüttel, 1576 bis 1595 Kantor an der altstädtischen Lateinschule in Magdeburg, schrieb Kirchenmusik, geistliche und weltliche Lieder 8.11.1852 (a cappella) Schubert, Franz (Dresden) KM, Vizekztmstr., Kztmstr. (biographische Angaben siehe Interpreten) Violinkonzert, Concertino 25.2.1839-20.1.1844 Potpourris, Tänze, Fantasien, Variationen, Divertimenti, Etüden, Rondos etc. 3.10.1828 - 14.12.1829 - 25.4.1834 - 25.1.1836 (2, s.a. F. A. Kummer) - 25.4.1836 - 11.12.1837 - 21.4.1838 - 20.8.1841 - 20.1.1844 (2) - 28.1.1845 - 14.5.1845 (?) - 20.3.1846 - 26.11.1849 - 4.3.1850 -16.1.1851 -12.1.1852 - 2.5.1854 - 20.4.1855 - 29.1.1856 - 26.2.1856 Tarantelle 10.2.1852 - 5.4.1853 -11.2.1854 - 21.3.1854 Duos Violine und Violoncello (s.a. Fr. A. Kummer) 21.4.1838 - 25.2.1839 - 9.4.1839 Violine und Klavier 14.5.1845 Schubert, Franz (Wien, 1797-1828) Sinfonie C-Dur („Große”) 13.2.1850 Lieder 9.2.1835 - 11.12.1837 - 1.8.1838 - 25.10.1839 - 7.11.1839 - 25.11.1839 - 7.3.1840 - 12.3.1840 (2) - 20.1.1842 (2) - 7.11.1843 (2) -11.12.1843 - 27.2.1844 - 7.1.1845 - 28.10.1846 - 16.1.1851 (2) - 17.11.1851 - 10.2.1852 - 28.2.1852 (3) - 11.11.1853 (2) - 16.1.1855 (2) - 1.3.1855 (2) -1.12.1855 - 7.4.1856 Transkriptionen (s.a. Liszt) 12.11.1838 (2) -13.2.1840 -16.12.1842 Schubert, Joseph, KM (1757-1833) 1779 Mitglied der markgräflichen Kapelle in Schwedt, 1788 bis 1823 als Bratschist der Dresdner Hofkapelle, vielseitiger Komponist 30.3.1821 Schulhoff, Julius (1825-1898) Studium in Prag, 1843 erste Auftritte in Dresden und Leipzig, danach mehrere Jahre in Paris, Konzerte als angesehener Klaviervirtuose in England, Spanien und Russland, sehr bald jedoch Verzicht aufs Konzertieren zugunsten der Lehrtätigkeit und des Komponierens zunächst in Paris, dann in Dresden und später in Berlin, 1897 Ernen nung zum Professor, schrieb Klaviermusik 12.1.1852 352 Schumann, Robert (1810-1856) Sinfonien 1. Sinfonie 17.2.1858 Vokalsinfonik „Das Paradies und die Peri" 23.12.1843 - 5.1.1850 -12.1.1850 „Fausts Verklärung" 29.8.1849 „Der Königsohn" 7.11.1853 Lied 15.3.1850 Klaviermusik Fantasiestück 11.1.1838 Andante und Variationen für zwei Klaviere 11.1.1845 Schunke, Gottfried (1777-1861) Hofmusiker in Berlin, Coburg, Kassel und Stuttgart, berühmter Hornist, Konzertreisen mit seinem Bruder Johann Michael, ebenfalls ein Hornist, komponierte Variationen für Horn 30.3.1827 Schurig, G. A. (Lebensdaten unbekannt) In den 1840er und 1850er Jahren als Musikdirektor in Dresden und am Lehrerseminar tätig 17.5.1853 (a cappella) Schuster, Joseph (1740-1812) Ausbildung in Dresden, 1765 zusammen mit Johann Gottlieb Naumann Studienreise nach Italien, 1772 Kirchenkomponist, 1774 bis 1777 und 1778 bis 1781 weitere Italien reisen mit Erfolgen als Opernkomponist, 1784 Hofkapellmeister, Mitwirkung an der Entwicklung eines bürgerlichen Musiklebens in Dresden, große Popularität als Kom ponist, seit 1790 verantwortlich für die Kammermusikpflege am kurfürstlichen Hof, komponierte Opern, Singspiele, Oratorien, Kirchenmusik, weltliche Kantaten, Kon zerte, Kammermusik, Stücke für Klavier und Mandoline 22.9.1848 Schütz, Heinrich (1585-1672) Erste musikalische Ausbildung in Weißenfels, 1599 Aufnahme in die Kantorei und das Collegium Mauritianum des Landgrafen Moritz von Hessen in Kassel, 1608 Jurastu dium in Marburg, 1609 bis 1613 Studienreise zu Giovanni Gabrieli nach Venedig, 1613 erster Dresden-Aufenthalt, 1615 Anstellung, 1617 Ernennung zum Hofkapellmeister in Dresden, 1627 Uraufführung des musikalischen Bühnenwerkes „Dafne" in Torgau, 1628 zweite Venedigreise zu Claudio Monteverdi, 1633 zur Reorganisation der Hofmu sik in Kopenhagen, dort Ernennung zum Hofkapellmeister (weitere Kopenhagen-Auf enthalte 1637 und 1642), Kampf um die Erhaltung der durch den Dreißigjährigen Krieg existenzbedrohten Dresdner Kapelle, 1656 Genehmigung des Kurfürsten für einen teilweisen Ruhestand, eine der bedeutendsten Gestalten der europäischen, speziell auch der Dresdner Musikgeschichte, komponierte Psalmen, Motetten, geistliche Kon zerte, Musikalische Exequien, Passionen, Weihnachts-Historie u.a., bis auf die Italieni schen Madrigale ist das gesamte weltliche Schaffen verloren gegangen 22.9.1848 (a cappella) - 7.11.1851 (dto.) Sebastiani, Ferdinand (1803-1860) Schüler, später Lehrer am Konservatorium Neapel, Soloklarinettist des Theaters San Carlo und der Reale Cappella Palatina, Virtuosenreisen in Europa, schrieb Werke für Klarinette mit Klavier oder Orchester und eine Klarinettenschule 3.2.1842 353 Servais, Adrien-Frangois (1807-1866) Nach dem Violin- und Violoncellostudium in Brüssel Orchestermitglied am Theatre de la Monnaie, seit 1833 Konzertreisen als Violoncello-Virtuose in Europa, 1835 Honorar professor, 1848 Lehrer am Königlichen Konservatorium Brüssel, schrieb Konzerte, Fantasien, Duos und Übungsstücke 13.4.1844 (3) -19.4.1847 Seyfried, Ignaz Xaver Ritter von (1776-1841) Schüler von Wolfgang Amadeus Mozart, Leopold Kozeluch, Johann Georg Albrechtsberger und Peter von Winter, 1792 Philosophiestudien in Prag, 1793 Jurastu dien in Wien, 1797 Dirigent und Hauskomponist an Emanuel Schikaneders Theater auf der Wieden, 1801 bis 1827 dasselbe am Theater an der Wien, befreundet mit Ludwig van Beethoven, Ablehnung eines Kapellmeister-Angebots aus Dresden, seit der zwei ten Hälfte der 1820er Jahre Unterrichtstätigkeit, Mitarbeiter u.a. der NZfM und der AMZ, schrieb Opern, Biblische Dramen, Singspiele, Schauspielmusiken, Kirchen- und Kammermusik 10.12.1839 (Mozart-Arrangement) Sieber, Ferdinand (1822-1895) Seit 1832 Schüler von Johann Aloys Miecksch in Dresden, dort erste Auftritte als Konzertsänger, seit 1848 Sänger in Detmold, Schwerin, Hannover, Würzburg, Spanien und Petersburg, seit 1884 in Berlin Gesangslehrer und Musikkritiker, komponierte Lie der, Canzonen, Arien, Duette bis Quartette, Chöre, Klaviermusik, Solfeggien, veröf fentlichte Gesangsschulen und Sammlungen von italienischen Arien und von Liedern 13.4.1849 Siering, Moritz (1821-?) Ausbildung in Freiberg und Leipzig, 1842 Gesangsunterricht in Dresden, dort Musiklehrer, komponierte eine Oper, Lieder, Klavierwerke und Kammermusik (zahl reiche Aufführungen im 1854 gegründeten Dresdner Tonkünstler-Verein) 21.2.1851 (2) Späth, Andreas (1790-1876) 1810 als Klarinettist Mitglied des 2. Hautboistenchors (Teil der Hofkapelle) in Coburg, 1816 in Wien für Theorie-, Kompositions- und Violinstudien, nach der Rückkehr nach Coburg vielseitiger Instrumentalist am Hof, 1821 Organist in Morges am Genfer See, 1833 Organist, Gesangslehrer und Dirigent in Neuchatel, 1838 Konzertmeister und Lehrer am Musikseminar in Coburg, komponierte Opern, Singspiele, Kirchenmusik, Lieder, Orchestermusik, Konzerte, Kammer- und Klaviermusik 3.12.1824 Spindler, Fritz (1817-?) Schüler von Friedrich Schneider in Dessau, seit 1841 Musiklehrer in Dresden, kompo nierte Klavier- und Kammermusik, Sinfonien und ein Konzert 7.11.1853 Spohr, Louis (1784-1859) Seit 1797 systematische Ausbildung in Braunschweig, 1799 Aufnahme in die Hofka pelle, 1802 bis 1803 Reise nach Petersburg und Veröffentlichung erster Kompositionen, 1804 bis 1805 erste Konzertreisen als Violinvirtuose, 1805 Konzertmeister der Hofka 354 pelle Gotha, Konzertreisen mit seiner Frau, der Harfenistin Dorette geb. Scheidler, zu nehmend Erfolg auch als Dirigent, 1813 Orchesterdirektor des Theaters an der Wien, 1815 Tourneen in Deutschland, Italien und in der Schweiz, Anerkennung als bester deutscher Geiger, 1817 Leiter der Frankfurter Oper, 1819 in London und Paris, 1822 auf Empfehlung Carl Maria von Webers Hofkapellmeister auf Lebenszeit in Kassel, ge fragter Violinlehrer, komponierte Orchesterwerke, Konzerte, Kammer-, Klavier- und Harfenmusik, virtuose Solostücke, Kirchenmusik, Oratorien, Kantaten, Opern, Schau spielmusiken, Chöre, Sologesänge, veröffentliche pädagogische Schriften Sinfonie „Weihe der Töne" 29.9.1835 - 21.12.1835 Ouvertüre „Jessonda" 16.1.1855 Konzerte eine Violine/zwei Violinen 31.3.1826 - 24.11.1826 - 30.3.1827 - 4.12.1829 - 5.10.1832 - 10.2.1834 (Nr. 9, 1. Satz) - 7.11.1835 - 16.1.1845 (Nr. 8 „Gesangsszene") - 21.3.1854 (Nr. 2) Klarinette 23.11.1821 Variationen, Potpourris, Stücke 23.11.1821 - 2.5.1828 -11.1.1838 (2) - 4.6.1844 Kammermusik Nonett 27.3.1829 -1.11.1838 - 23.12.1838 - 9.4.1839 Notturno 13.2.1839 - 27.8.1840 Arien, Duette 24.1.1834 -13.2.1844 - 4.3.1850 -12.1.1852 - 7.11.1854 - 29.8.1855 Lieder 19.2.1838 (mit obligatem Horn) - 9.4.1839 (s.a. Weber) -16.12.1842 (s.a. Eisner) o.A. 16.10.1829 Spontini, Gasparo (1774-1851) Seit 1789 musikalische Ausbildung, 1793 am Konservatorium in Neapel, 1796 Beginn der Laufbahn als Opernkomponist in Rom, dann Aufführungen in Neapel, Palermo, Florenz und Venedig, Gesangslehrer, 1802 in Marsaille, 1803 in Paris, 1805 Hofkompo nist und Kapellmeister der französischen Kaiserin, 1810 Theaterdirektor, 1820 bis 1841 Erster Kapellmeister und Generalmusikdirektor am Berliner Hof, 1842 wieder in Paris, schrieb Opern, Chormusik, Lieder und Gesänge, Stücke für Militärorchester Ouvertüren „Olimpie" 30.12.1824 - 23.12.1836 - 9.4.1839 - 4.2.1841 - 26.8.1850 - 27.1.1853 „Fernando Cortez" 30.4.1830 - 7.11.1839 -16.2.1846 - 20.2.1846 „La Vestale" 7.1.1837 -15.12.1840 -19.4.1847 - 20.4.1855 - 2.9.1856 „Nurmahal" 30.6.1847 o.A. 29.3.1837 Arie 14.12.1829 Steffani, Agostino (1654-1728) 1667 bis 1688 am Münchener Hofe, musikalische Ausbildung bei Johann Caspar Kerll, 1672 Studienreise nach Italien, seit 1675 auch Theologiestudium, 1678 Hof- und Kam merorganist, 1680 Debüt als Opernkomponist, Priesterweihe, Eintritt in den diplomati schen Dienst, 1681 Kammermusikdirektor, 1688 Hofkapellemeister und Diplomat des 355 Hofes von Hannover, 1695 Übersiedelung nach Brüssel, ab 1702 als Regierungspräsi dent in Kurpfälzischen Diensten in Düsseldorf, 1703 Rektor der Universität Heidel berg, 1706 Bischof von Spiga, 1709 Apostolischer Vikar mit Sitz in Hannover, häufige Reisen in Europa, vor allem nach Italien, komponierte Opern, Kantaten, Madrigale, Scherzi, Kammerduette, Sonaten, Ballettmusiken, Kirchenmusik 19.4.1847 Steinbrecher, ? (Lebensdaten unbekannt) 7.3.1840 Stradella, Alessandro (1644-1682) Chorknabe in Rom, seit 1663 Kompositionen für die Königin Cristiane von Schweden, 1665 in Rom in Diensten der Familie Colonna, nach 1666 Reisen nach Florenz und Ve nedig, 1670 in Wien, 1671 Rückkehr nach Rom, danach in Turin und Genua, 1682 Er mordung im Zusammenhang mit einer Liebesaffäre, schrieb Instrumentalwerke, geist liche und weltliche Gesangswerke, Oratorien, Serenate, Opern, veröffentlichte pädago gische Schriften 4.3.1850 - 25.2.1852 Stuntz, Joseph Hartmann (1793-1859) Schüler von Peter von Winter, Opernerfolge in Mailand, 1824 Chordirektor der Münchener Oper, 1826 Hofkapellmeister, komponierte Opern, Kirchenmusik, Ouver türen, Kammermusik, Chöre 12.1.1835 - 7.3.1840 Suppe, Franz von (1819-1895) Jurastudium in Padua, 1835 in Wien völlige Hinwendung zur Musik, 1840 Volontär, dann Kapellmeister am Theater in der Josephstadt und in Preßburg, seit 1841 auch Leiter italienischer Opernaufführungen, 1845 Kapellmeister am Theater an der Wien, 1860 Debüt als Operettenkomponist, 1862 Kapellmeister am Kärtnertortheater, 1865 am Carltheater, schrieb Operetten, Opern, Bühnenmusiken, geistliche und weltliche Chöre, Lieder, Orchester- und Kammermusik 2.6.1851 (s.a. Hölzel) Szymanowska, Maria (biographische Angaben siehe Interpreten) 1.10.1823 Taubert, Carl Gottfried Wilhelm (1811-1891) Als Dreizehnjähriger erste öffentliche Auftritte, 1831 Leiter der Hofkonzerte „am Pi ano" in Berlin, Konzert- und Lehrtätigkeit, 1842 Kapellmeister der Berliner Hofoper und Dirigent der Sinfonie-Soireen der Königlichen Kapelle, verdienstvoller Einsatz für die Witwenkasse des Orchesters, später Oberkapellmeister und Dirigent der Sinfonie konzerte, seit 1865 Lehrer am Konservatorium, schrieb Orchesterwerke, Kammer- und Klaviermusik, Gesänge für eine und mehrere Stimmen, Opern 15.3.1850 - 29.1.1855 - 7.4.1856 Thalberg, Sigismund (1812-1871) Erste Ausbildung in Wien, seit 1826 öffentliche Auftritte, 1829 Konzerte in Deutsch land, 1830 Studien in Paris bei Johann Peter Pixis und Friedrich Wilhelm Kalkbrenner, 1836 sensationelle Erfolge in Paris und Kontroversen mit Franz Liszt, seit 1838 gefeier ter Klaviersolist quer durch Europa, seit 1855 auch in Nordamerika, Brasilien und Ha 356 vanna, 1862 Konzerte in London und Paris, seit 1866 ständiger Wohnsitz in Neapel, trug den Titel Königlich sächsischer Kammervirtuos, komponierte Klavierkonzerte, Klavier- und Kammermusik, Lieder, Opern 29.6.1830 (2) - 2.7.1830 (2) -18.4.1834 - 9.12.1836 - 30.4.1838 -12.11.1838 - 19.12.1838 (3) - 23.12.1838 (3) - 13.2.1841(3) - 24.2.1841 (2) - 27.2.1941 (4) - 7.11.1842 - 16.12.1842 - 11.1.1845 - 7.2.1854 Tharuen, ? (biographische Daten unbekannt) 23.12.1836 Thrun, Hieronymus (1811-1886) Dirigent, Komponist und Musikschriftsteller, Gesangs- und Theorielehrer, tätig u.a. in Berlin, Danzig und Riga, Mitarbeiter der NZfM und der Berliner Musikzeitung, Gründer der Berliner Liedertafel, hinterließ Bühnenwerke, Lieder, Männerchöre, Schriften 16.4.1839 (2) -17.2.1847 Thurner, Friedrich Eugen (1785-1827) Als Oboist Mitglied der Hofkapellen 1805 in Kassel und 1807 in Braunschweig, häufige Konzertreisen, seit 1818 in Amsterdam, schrieb Sinfonien, eine Ouvertüre, Oboenkon zerte, Kammermusik mit Oboe, Klavierstücke, eine Sonate für Horn und Klavier 3.3.1824 Trautvetter, ? (geboren etwa 1813) Lt. Ankündigung NZfM (29.5.1843) etwa 30-jähriger Baron aus Petersburg 5.5.1843 Uber, Friedrich Christian Hermann (1781-1822) Jurastudium in Halle, daneben musikalische Ausbildung, 1801 vertretungsweise Diri gent der Abonnementskonzerte mit ersten Aufführungen eigener Werke, 1804 bis 1808 in Berlin, u.a. Kammermusiker des Prinzen Louis Ferdinand, danach kurzzeitig Kapellgeiger in Braunschweig, 1808 Musikdirektor in Kassel, 1814 Kapellmeister in Mainz, 1816 bei der Secondaschen Theatertruppe in Dresden, danach in Leipzig Mu siklehrer und Mitarbeiter am Brockhaus-Lexikon, 1817 Kreuzkantor in Dresden, kom ponierte Konzerte, Ouvertüren, Oratorien, Kantaten, Opern, Melodramen 19.9.1818-1.3.1833 Uhlig, Theodor, KM (1822-1853) 1837 Schüler von Friedrich Schneider in Dessau, seit 1841 Geiger der Königlichen musi kalischen Kapelle Dresden, Wandlung vom Wagner-Gegner zum Freund, Mitarbeiter und Apologeten Wagners, 1851 Vorspieler der Sing- und Schauspielmusik des Hofthe aters, Mitarbeiter der NZfM, komponierte Klavier- und Kammermusik, konzertante Stücke, Lieder, Chöre, schrieb Aufsätze und Kritiken 21.2.1853-28.2.1853 Vacai, Nicolai/Vaccai, Nicola (1790-1848) 1807 Jurastudium in Rom, daneben musikalische Ausbildung, 1812 bis 1815 Schüler Giovanni Paisiellos in Neapel, 1815 Debüt als Opernkomponist, danach in Venedig und Triest glücklos als Komponist, aber angesehen als Gesangslehrer, seit 1824 an mehreren italienischen Bühnen erfolgreich, 1829 Gesangslehrer in Paris, 1831 in Lon don, 1835 Rückkehr nach Italien, bis 1844 verantwortliche Positionen sowie Kompositions- und Gesangslehrer am Konservatorium Mailand, schrieb Opern, Ballette, Kir chenmusik, Kantaten, vokale Kammermusik, eine Gesangsschule 23.1.1829 357 Verdi, Giuseppe (1813-1901) 4.3.1850 - 2.6.1851 -17.11.1851 - 21.2.1855 - 7.11.1855 Vielborsky, Grafvon (Lebensdaten unbekannt) 1.12.1855 Vieuxtemps, Henri (1820-1881) Als Sechsjähriger erster öffentlicher Auftritt, 1827 erste Kunstreise, bis 1831 weitere Ausbildung bei Charles Auguste de Beriot in Brüssel, seit 1833 überwiegend auf Kon zertreisen in Europa und mehrfach in Nordamerika, 1833 in Wien, 1834 in London, 1835 Kompositionsunterricht bei Anton Reicha in Paris, 1846 bis 1851 Solist des Zaren und Violinprofessor in Petersburg, 1871 Violinprofessor in Brüssel, komponierte Kon zerte, Kammermusik, Stücke für Violine und Klavier oder Orchester sowie für Violine solo, Kadenzen zu Ludwig van Beethovens Violinkonzert 18.10.1837 (3) - 8.2.1844 - 13.2.1844 - 16.2.1844 - 16.2.1846 - 20.2.1846 - 4.2.1848 (s.a. Ch. Mayer) -17.11.1851 (2, s.a. Wolff) - 5.12.1853 - 7.2.1854 Vogt, Jean (1823-1888) Studium in Berlin und Breslau, konzertierte als Pianist, lebte seit 1850 bis 1855 als Organist und Klavierlehrer in Petersburg, danach in Dresden, 1865 Lehrer am Stern'schen Konservatorium in Berlin, 1871 in New York, schrieb konzertante Werke, das erfolgreiche Oratorium „Lazarus", Klaviermusik 20.4.1855 Volkslieder Italien 5.10.1836 Ungarn 5.10.1836 Frankreich 5.10.1836 Russland 5.10.1836, 6.12.1854 Spanien 5.10.1836 Norwegen 15.3.1850 - 7.2.1854 Schweden 11.2.1854 (s.a. Berg) - 4.3.1850 Vorisek, Jan Hugo, s. Worzischek Wagner, Richard (1813-1883) Vokalmusik „Das Liebesmahl der Apostel" 6.7.1843 Bearbeitung des „Stabat mater" von Palestrina 8.3.1848 Orchestermusik „Faust-Ouvertüre" 22.7.1844 -19.8.1844 Aus Opern „Rienzi" 4.2.1848 (Ouvertüre) -16.1.1851 („Chor der Friedensboten" in einer Bearbeitung) „Der fliegende Holländer" 7.11.1851 (Matrosenlied und -chor) „Lohengrin" 22.9.1848 (Finale 1. Akt) o.A. 12.8.1844 Walter, Johann (1496-1570) Nach der Schule Bassist in der Kursächsischen Hofkapelle, Zusammenarbeit und Freundschaft mit Martin Luther, nach Auflösung der Hofkapelle 1525 Aufbau der Torgauer Stadtkantorei und Lehrer an der Lateinschule, 1548 Berufung zum Kapellmeister der neu gegründeten Dresdner Hofkapelle, 1554 Pensionierung, schrieb Kirchenmusik, Instrumentalfugen, Dichtungen, Herausgeber von reformatorischen Gesangbüchern 22.9.1848 - 28.10.1848 358 'Wassermann, Heinrich Joseph (1791-1838) 1810 Violinschüler Louis Spohrs in Gotha, 1811 Mitglied der Meininger Hofkapelle, 1817 Musikdirektor der Musik-Gesellschaft Zürich, seit 1820 Erster Violinist und Solist in Donaueschingen, erfolgreiche Konzertreisen, Dirigent der Musikgesellschaft Genf, 1829 Dirigent in Basel, komponierte konzertante und kammermusikalische Werke 24.1.1834 - 7.2.1834 Weher, Anselm Bernhard (1764-1821) Schüler von Abbe Vogler und Ignaz Holzbauer in Mannheim, 1781 Theologie-, Philoso phie- und Jurastudien in Heidelberg, 1787 Musikdirektor der Großmannschen Thea tertruppe in Hannover als Dirigent von Opern, Singspielen und Konzerten, erfolgreich auch als Pianist, 1790 Skandinavienreise, 1792 Zweiter Musikdirektor am Königlichen Nationaltheater Berlin, 1803 in Paris, 1804 Hofkapellmeister in Berlin, schrieb Opern, Singspiele, Schauspielmusiken, Ballette, geistliche Werke, Lieder, Gesänge, Klaviermusik 18.4.1834 (2) Weher, Carl Maria von (1786-1826) Ouvertüren „Beherrscher der Geister" 1.5.1818 - 4.12.1818 -13.2.1839 Jubelouvertüre 20.9.1818 - 23.9.1818 - 30.3.1821 - 27.3.1829 - 1.2.1833 - 11.12.1837 - 1.11.1838 - 3.2.1842 - 22.9.1848 -14.3.1849 - 21.2.1853 „Der Freischütz" 18.12.1820 - 9.4.1821 -12.10.1821 „Euryanthe" 7.11.1834 - 30.4.1838 -13.2.1844 - 7.11.1851 -11.2.1854 „Oberon" 13.10.1826 - 1.4.1827 - 23.12.1838 - 23.12.1840 - 23.12.1843 - 11.1.1845 - 1.12.1845 - 30.6.1847 - 26.8.1851 o.A. 14.3.1828 - 7.11.1849 - 25.2.1850 Arien, Opernszenen etc. 16.11.1833 -1.11.1838 -16.4.1839 -13.2.1841 -11.12.1843 -11.12.1843 -11.2.1854 Kantaten „Kampf und Sieg" 27.8.1834 „Jubelkantate" 21.9.1818 - 22.12.1821 „Der erste Ton" 17.2.1834 Kirchenmusik „Sanctus" aus der Messe Es-Dur 22.9.1848 Lieder 4.3.1837 - 25.2.1839 - 9.4.1839 (s.a. Spohr) - 20.1.1842 (2) -12.1.1852 - 29.1.1857 Konzertante Werke Klavierkonzerte 9.4.1821 - 4.4.1823 Konzertstück für Klavier 30.11.1821 - 11.1.1838 - 16.11.1839 - 25.11.1839 - 21.2.1844 - 15.11.1844-15.8.1853 Klarinettenkonzerte 30.12.1823 (o.A.) - 3.12.1824 (o.A.) - 20.2.1837 (f-Moll) Concertino für Klarinette 9.2.1835 - 20.3.1846 Einzelsätze für Klarinette o.A. 25.11.1846 (Adagio) - 19.4.1847 (Adagio) - 5.4.1853 (Ada gio und Rondo) Fagottkonzert 17.12.1824 - 20.2.1837 (2. und 3. Satz) - 30.6.1847 - 29.8.1855 (2. und 3. Satz) Andante e Rondo Ungarese (für Fagott) 30.3.1821 - 3.3.1824 Concertino (Adagio und Rondo) für Harmonichord 8.4.1824 - 8.10.1846 359 Klaviermusik Sonate Nr. 3, d-Moll 15.8.1853 „Aufforderung zum Tanz" 27.2.1844 Kammermusik Grand Duo concertant 30.12.1823 - 21.3.1828 -18.10.1837 Weigl, Joseph (1766-1846) Studium bei Johann Georg Albrechtsberger und Antonio Salieri in Wien, seit 1785 Be schäftigung am Hoftheater (u.a. Einstudierung der Sänger für Wolfgang Amadeus Mo zarts Figaro und Don Giovanni), 1790 Kapellmeister-Substitut, 1792 Kapellmeister und Komponist des Hoftheaters (1802 Berufung auf Lebenszeit), 1807 und 1815 erfolgreich in Italien, mit dem Singspiel Die Schweizerfamilie hohe internationale Anerkennung, 1827 Vizekapellmeister der Hofburg-Kapelle, komponierte Opern, Singspiele, Schau spielmusiken, Ballette, Kirchenmusik, Oratorien, Kantaten, Orchester- und Kammer musik, Lieder 10.2.1834 (s.a. Paganini) Weiß, Julius (1814-?) Musiklehrer und 1852 Eigentümer einer Musikalienhandlung in Berlin, von Haus aus Geiger, veröffentlichte vor allem Studienliteratur für Violine und Klavier, Lieder 4.3.1840 Wieck, Clara (biographische Angaben siehe Interpreten) 30.1.1836-9.12.1836 Wieprecht, Friedrich Wilhelm (1802-1872) Generalmusikdirektor des Militärcorps des preußischen Staates, namhaft als Instrumentenbauer (u.a. Verbesserungen an Tuba und Kontrafagott), schrieb zahlrei che Arrangements 21.3.1828 -1.3.1833 -17.2.1834 Willmers, Rudolph Heinrich (1821-1878) Schüler von Johann Nepomuk Hummel in Weimar und Friedrich Schneider in Dessau, seit 1853 wohnhaft in Wien, 1864 bis 1866 Klavierlehrer am Stern'schen Konservato rium Berlin, schrieb Klavierwerke und Kammermusik mit Klavier 12.11.1838 (5) Winter, Peter von (1754-1825) 1773 feste Anstellung in Mannheim als Kontrabassist, dann als Geiger, 1778 nach Über siedelung der Hofkapelle nach München deren Orchesterdirektor, 1780 bis 1781 Stu dien bei Antonio Salieri in Wien, 1782 Debüt als Opernkomponist in München, 1787 als Vizekapellmeister Leiter der Hofmusik und der Italienischen Oper, in den neunziger Jahren erfolgreiche Opemaufführungen in Italien, 1798 Hofkapellmeister, 1811 Grün dung der Musikalischen Akademie, 1816 bis 1820 Kunstreisen, schrieb Opern, Sing spiele, Kirchenmusik, weltliche Kantaten, Orchesterwerke, Kammermusik, eine Ge sangsschule 30.4.1830 Wolf(f), Heinrich (1813-1898) Violinunterricht in London, dort erster öffentlicher Auftritt mit zehn Jahren, nach 1824 weitere Ausbildung in Frankfurt und Wien, seit 1830 Konzertreisen in Europa, 1842 bis 1878 Erster Konzertmeister am Stadttheater Frankfurt, von 1827 bis 1864 regelmäßig 360 Solist in den Konzerten der dortigen Museumsgesellschaft, komponierte Sinfonien, Ouvertüren, Violinkonzerte, Kammermusik, Violinstücke und -Etüden, Lieder 17.11.1851 (s.a. Vieuxtemps) Worzischek (s.a. Vorisek), Jan Hugo (1791-1825) Bereits als Siebenjähriger Organistendienste, 1806 auf einem Prager Gymnasium, 1811 Philosophie-Studium an der Prager Universität, daneben Musikausbildung, 1813 Fort führung des Musikunterrichts bei Johann Nepomuk Hummel und Ignaz Moscheies in Wien, 1818 Dirigent der Gesellschaft der Musikfreunde, 1822 Hofkriegsrat, 1822 Zwei ter, 1824 Hoforganist, schrieb Klaviermusik, Werke für Klavier und Orchester, Kam mermusik mit Klavier, Ouvertüren, eine Sinfonie, Lieder, Duette und Quartette, Kir chenmusik 12.5.1826 Würfel, Wenzel Wilhelm (biographische Angaben siehe Interpreten) 24.10.1823 (4) Zingarelli, Nicola Antonio (1752-1837) Studium in Neapel, 1772 Organist, seit 1785 Opernkompositionen für alle größeren italienischen Bühnen, seit 1803 neuer Schwerpunkt Kirchenmusik, 1794 Kapellmeister an S. Casa di Loreto, 1804 Kapellmeister am Petersdom Rom, 1813 im Direktorium des Real Collegio di Musica Neapel, 1816 Kapellmeister an der Kathedrale Neapel, kom ponierte Opern, Oratorien, biblische Dramen, Kirchenmusik, Sinfonien, ein Streich quartett, Sonaten, Solfeggien, Kanons, Fugen 20.9.1818 - 21.3.1854 Zöllner, Karl Friedrich (1800-1860) Seit 1814 Thomasschüler und Unterricht bei Johann Gottfried Schicht, 1819 Beginn ei nes Theologiestudiums, 1820 Gesangslehrer an der Leipziger Ratsfreischule, 1822 Gründung eines eigenen Musikinstituts für Chorgesang, seit 1830 fast ausschließlich wirksam für den Männergesang und seine Verbreitung, als Komponist, Dirigent und Organisator zentrale Gestalt des mitteldeutschen Männerchorwesens, schrieb Lieder für Männer- und gemischte Chöre, Sololieder 1.12.1845 1.3.2 Titel, für die kein Komponist genannt ist 24.1.1817 - 25.3.1817 - 30.10.1818 - 17.3.1820 - 16.3.1821 - 30.3.1821 - 9.4.1821 - 12.5.1821 - 12.10.1821 (2) - 23.11.1821 - 12.4.1822 (2) - 5.11.1824 - 17.12.1824 - 30.12.1824 - 3.10.1828 - 17.10.1828 - 23.1.1829 (4) - 28.1.1829 (6) - 5.2.1830 - 19.3.1830 (2) - 30.4.1830 - 6.12.1830 14.2.1832 - 12.4.1833 - 24.1.1834 - 28.1.1834 (2) - 10.2.1834 - 9.2.1835 - 18.10.1837 - 7.3.1838 - 19.12.1838 - 13.8.1839 - 25.10.1839 - 7.3.1840 (2) - 15.12.1840 - 23.12.1840 (4) 4.2.1841 - 27.2.1841 (2) - 17.3.1841 - 20.8.1841 - 21.11.1842 (3) - 16.12.1842 - 20.1.1844 (3) 13.2.1844 - 16.2.1844 - 13.4.1844 (3) - 20.5.1844 (3) - 7.1.1845 - 11.1.1845 (2) - 16.1.1845 15.2.1845 (3) - 19.4.1845 (2) - 30.4.1845 (2) - 14.5.1845 - 1.12.1845 - 20.3.1846 - 25.11.1846 18.12.1846 - 19.4.1847 - 21.5.1847 (4) - 18.10.1848 - 14.3.1849 (3) - 13.4.1849 - 7.11.1849 25.2.1850 - 4.3.1850 (2) - 15.3.1850 (2) - 30.5.1850 (3) - 17.11.1851 - 10.2.1852 - 27.1.1853 -28.2.1853 (2) - 21.3.1854 - 2.5.1854 -19.3.1855 (2) -1.12.1855 - 7.4.1856 361 1.3.3 Autoren, aus deren Dichtungen in den Konzerten deklamiert wurde Castelli, Ignaz Franz 14.12.1829 - 20.4.1855 Ebert, Egon 7.4.1856 Fridolin, ? 18.4.1834 Goethe, Johann Wolfgang von 25.3.1817 - 28.8.1849 Gubitz, W. 25.3.1817 -16.11.1833 Gutzkow, Carl 22.9.1848 Halm, Friedrich 25.2.1852 Haug, ? 25.3.1817 Hebel, Johann Peter 25.3.1817 Hell, Theodor 25.3.1817 -1.5.1818 - 23.11.1835 - 28.8.1849 Kind, Friedrich 25.3.1817 Kiesheim, Anton Freiherr von 2.6.1851 (4) - 7.11.1839 Miltitz, Carl Borromäus von 7.11.1839 Saphir, Moritz Gottlieb 14.12.1829 -19.4.1845 - 25.11.1846 Schiller, Friedrich 25.3.1817 -1.5.1818 - 5.12.1853 - 20.4.1855 o.A. 25.3.1817 - 11.12.1837 - 25.2.1839 - 10.12.1839 - 12.3.1840 - 3.2.1842 - 14.5.1845 - 28.10.1846 -19.4.1847 -14.3.1849 - 21.2.1853 - 21.3.1854 - 2.5.1854 - 6.12.1854 -16.1.1855 362 1.3.4. Die Interpreten Übersicht Unabhängig davon, wer die Konzerte veranstaltete: Es geht hier um einen generellen Überblick über alle nachweisbaren Künstler, mit denen zusammen die Königliche musi kalische Kapelle zwischen 1817 und 1858 musiziert hat. Deshalb sind die Zahlen vor allem der Solistinnen und Solisten bei weitem nicht nur, aber doch sehr unter dem Gesichtpunkt der vielen Musikalischen Akademien zu betrachten, für die das Orchester „zur Unterstüt zung" gebeten worden war. Wenn über die Dirigenten gesprochen wird, ist - wie andernorts schon bemerkt - zu bedenken, dass in vielen Ankündigungen und auf zahlreichen Programmzetteln deren Namen gar nicht genannt wurden. Es ist also davon auszugehen, dass die tatsächliche An zahl der Dirigate von Königlichen Kapellmeistern und Musikdirektoren weitaus höher lag, als nachfolgend angegeben werden konnte. Außerdem ist zu beachten, dass speziell im Hinblick auf die Musikalischen Akademien auch die Konzertmeister befugt waren, das Orchester zu leiten. Mit nahezu 120 registrierten Dirigaten steht Carl Gottlieb Reißiger ein sam an der Spitze. Dies spricht zweifellos sowohl für seinen Arbeitseifer und seine Popu larität als auch für seine Zuverlässigkeit, Erfahrung und Flexibilität gerade für solche viel seitigen Programme, wie sie etwa für Wohltätigkeitskonzerte oder Musikalische Akade mien üblich waren. Nicht von ungefähr wird man den „Routinier" - im besten Sinne des Wortes - häufiger als seine Kollegen um die Leitung dieser Programme angefragt haben. (Als Nebeneffekt erzielte er dadurch die hohen Aufführungszahlen eigener Kompositio nen.) Aber an Palmsonntagen, in Abonnements-, Wohltätigkeits- und vielen anderen Kon zerten dirigierte er ebenfalls. Weber schlägt mit insgesamt über 30, Morlacchi mit fast 25, Krebs mit etwas über, Wagner mit genau 20 Dirigaten zu Buche. Für die Musikdirektoren Rastrelli waren 10, den nur kurzzeitig engagierten Barbieri ein Abend feststellbar. Promi nente Gastdirigenten traten kaum in Erscheinung: Berlioz fünf-, Schumann vier-, Felicien David aus Paris drei-, Friedrich Schneider aus Dessau zwei-, Mendelssohn Bartholdy und F. Hiller je einmal. Außerdem arbeitete die Kapelle in Dresden wiederholt mit den Leitern der Dreyssigschen Singakademie Pfretzschner und Schneider und - als Bestandteil sehr großer Besetzungen - ebenfalls mit Kreuzkantor Otto zusammen. Sängerinnen und Sänger stellen den höchsten Anteil am solistischen Personal in kapelleigenen Konzerten und Musikalischen Akademien. Das Register weist allein über 120 Namen von Mitgliedern der Hofoper aus, die während der Jahre ihrer Dresdner Engage ments je nach dessen Dauer und ihrem Können häufiger oder seltener mit dem Orchester auf den Podien der Hoftheater und der Säle der Stadt aufgetreten sind. Es sei hier nur auf die Meistgenannten verwiesen: Der Bariton Zezi kam auf etwa 100 Auftritte. Seine italieni schen Kolleginnen und Kollegen erreichten teilweise ebenfalls hohe Zahlen: Die Altistin Schiasetti, die Sopranistin Palazzesi und der Tenor Pesadori jeweils um die 20, der Bassist Vestri nahezu 30. In dem Verzeichnis liest man auch die Namen des Bassisten Germano Sassaroli, des Kastraten Filippo Sassaroli oder des Tenors Buonfigli. Von deutschen Sänge rinnen und Sängern kamen die Sopranistin Schröder-Devrient auf beinahe 80, der Bariton Mitterwurzer auf über 60, die Sopranistin Schneider-Schubert und der Tenor Tichatschek auf etwa 50, die Sopranistin Veltheim, die Altistin Botgorschek und der Bariton Wächter 363 auf circa 40, der Tenor Babnigg und der Bassist Risse auf etwa 35, die Mezzosopranistin Krebs-Michalesi und die Tenöre Bielczizky und J. Weixlstorfer auf 20 bis 25 Auftritte. Diese hohen Zahlen sagen nicht nur etwas aus über die sängerischen Qualitäten, sondern auch über die Beliebtheit der Künstlerinnen und Künstler des Hoftheaterpersonals - sie sorgten als „die Stars" am Ort mit für die Anziehungskraft der Konzerte gleich welcher Art. Aus der langen Reihe prominenter Gäste aus Deutschland, Österreich, Schweden, Polen, Frankreich, England und Italien seien stellvertretend die Sopranistinnen Milder Hauptmann, Sandrini-Caravoglio, Catalani, Lind und Recio (die Berlioz mitgebracht hatte) sowie die Mezzosopranistin Ungher-Sabatier erwähnt. Bei den Geigern engagierten sich nahezu 20 Kammermusiker mit solistischen Aufga ben - natürlich die Konzertmeister Schubert (fast 50-), Rolla (etwa 25-), Lipinski (fast 20-) und Polledro (viermal), aber auch Violinisten wie L. F. L. Haase (16-) und Winterstein (zehnmal) oder ganz junge Kollegen wie Tröstler (der spätere Gründer des Dresdner Kon servatoriums) und Seelmann. Bemerkenswert ist, dass vier Musiker als Bratschensolisten aufgetreten sind, darunter F. Poland und Konzertmeister Rolla. Von den Virtuosen, die auf ihren Europatourneen aus Deutschland, Frankreich, Belgien, England, Italien, Russ land, Polen und Skandinavien nach Dresden kamen, seien Beriot, Paganini, Vieuxtemps, Prume, Lafont, Ernst und Bull hervorgehoben. Etwa 75 öffentliche Auftritte kamen auf das Konto der Cellisten der Königlichen musikalischen Kapelle, zwei Drittel davon entfielen allein auf den unermüdlich spielenden und komponierenden F. A. Kummer, der gleich falls international hochgeschätzte Dotzauer steuerte noch einmal zehn Solopositionen bei; auswärtige Gäste auf dem Cello bildeten die Ausnahme. Der Wiener Kontrabassist Hindle und die beiden Kapellkontrabassisten Tietz und Schmerbitz ließen sich ebenfalls in Kon zerten hören. Bei den Bläsern waren alle Instrumentengruppen der Königlichen musikalischen Ka pelle solistisch vertreten. Die Flötisten kamen auf über 70 Auftritte, vor allem dank der fast 40 von A. B. und 15 von M. Fürstenau. Die Klarinettisten waren mit fast 80 Sololeis tungen noch präsenter; allein der rege, außergewöhnliche Kotte stand etwa 60-mal im Blickpunkt. In die circa 25 Auftritte der Oboisten teilten sich sieben Kammermusiker. Die Fagottisten kamen mit 9 Kollegen immerhin auf etwa 30 solistische Beiträge. Staunenswert waren die Aktivitäten der Hornisten mit fast 60 Aufführungen, angeführt von A. W. Haase; auch ein Hornquartett hatte sich etabliert. Sogar Trompeter und Posaunisten stellten sich Publikum und Presse. Bläser aus Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Dänemark und Tschechien bereicherten das Spektrum. An der Harfe glänzten unter ande ren die Französinnen Bertrand (um ihr Konzert besuchen zu können, verlegte Friedrich Schlegel sogar eine Philosophie-Vorlesung! (siehe Anmerkung zum Konzert am 26.12.1828)) und Boucher-Gallyot, die Weimaranerin Pohl (die Liszt 1857 für sein Konzert mitgebracht hatte), die Dresdner Hofschauspielerin Dettmer und der Kapellkollege Richter. Beinahe 70 Pianisten sind im Register aufgeführt: zahlreiche, hier nicht im Einzelnen zu benennende lokale „Größen", viele aus dem übrigen Deutschland, aus Österreich, Frank reich, Polen, England und Tschechien. Aus der Residenz sind natürlich Hofkapellmeister Weber und vor und während der Zeit ihres Dresdner Wohnsitzes Clara Wieck-Schumann sowie ihre Stiefschwester Marie Wieck, auch der erst 15-jährige Debütant von Bülow und die regsamen Pechwell und Ch. Mayer zu erwähnen. Als Kuriosität - wenn auch ohne Orchester - sind sicher die beiden Aufführungen der „Semiramis"-Ouvertüre von 364 Rossini/Czerny für acht Klaviere und insgesamt 32 Hände einzuordnen - vermutlich ausschließlich von vorwiegend einheimischen Dilettant(inn)en vorgetragen. Liszt, F. Hiller, Kreutzer, Moscheies, Hummel, Thalberg, Kalkbrenner, Goldschmidt, Pixis, Henselt, Ries, Litolff und andere spielten mit der Kapelle; Chopin ist bei seinem Dresden-Auf enthalt 1829 öffentlich nicht in Erscheinung getreten. Am Rande vermerkt sei, dass etliche sehr junge Instrumentalisten - zum Beispiel Kin der von Kapellmitgliedern oder angereiste „Wunderkinder" - und behinderte, etwa blinde Künstler die Chance geboten bekamen, mit dem königlichen Orchester zu musizieren. Es tauchten auch eine Reihe von Spezialinstrumenten in den Programmen auf: zum Beispiel das Harmonichord. Ob zu Gitarre oder Mandrine Orchesterbegleitungen gefragt waren, bleibt offen. Großer Beliebtheit erfreuten sich zweifellos Deklamationen in Programmen, von denen manche sogar als „deklamatorisch-musikalisch" annonciert wurden; über 70-mal konnten sie registriert werden. Protagonisten waren in den meisten Fällen Schauspieler und Schau spielerinnen des Dresdner Hoftheaters. In vielen Konzerten wirkten Chöre mit. Der Chor des Königlichen Hoftheaters war seit seiner Gründung 1817 selbstverständlich fester Bestandteil der von der Kapelle oder der Generaldirektion veranstalteten Konzerte, sofern es die Programme erforderten; aber er wirkte auch, wenngleich selten, in anderen Veranstaltungen mit der Kapelle zusammen. Insgesamt nahezu 120-mal war das zu verzeichnen. Eine kontinuierliche Kooperation be stand mit der Dreyssigschen Singakademie (fast 40 Konzerte), zeitweise auch mit anderen Vereinigungen wie der Liedertafel, den Kapellknaben, dem Kreuzchor, dem Allgemeinen Dresdner Sängerverein, dem Orpheus, dem Verein für Chorgesang, Chören von Semina ren und Schulen sowie Kantoreien; bei Konzerten mit sehr großen Aufgeboten bis zu 300 Mitwirkenden wurden auch Chöre aus der Umgebung einbezogen. Die „Musikchöre" (in strumentale Musikkorps) der städtischen Musikdirektoren standen ebenso in den Beset zungslisten wie Mitglieder verschiedener Instrumentalformationen militärischer Prove nienz. Namen und biographische Angaben Abiger, Friedrich (Lebensdaten unbekannt) - Bass Nach Engagements in Rostock, Detmold und Würzburg seit 1850 Hofopernsänger in Dresden, nach 1857 in Köln, Frankfurt/M. und 1863 in Rotterdam 16.1.1851 - 7.11.1851 - 9.4.1854 - 14.4.1854 - 22.4.1854 - 25.4.1854 - 21.9.1854 - 7.11.1854 - 5.5.1855 - 25.2.1857 Ackermann, Johann (1836-1918) - Violine, KM Ausgebildet in seiner Vaterstadt Böhmisch-Leipa und in Prag, Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1856 bis 1897, gehörte Streichquartetten der Konzertmeister Karl Lipinski und Eduard Rappoldi an 29.1.1857 Adam, ? (Herr) (Lebensdaten unbekannt) - Klavier Angekündigt als Dresdner Klavierlehrer 20.2.1837 Andre, ? (Fräulein) (Lebensdaten unbekannt) - Gesang 17.5.1853 365 Anschütz, Auguste (1819-1895) - Deklamation Debüt als Schauspielerin 1831, 1836 in Leipzig, 1837 bis 1841 Hofschauspielerin in Dresden, danach bis zu ihrer Pensionierung am Burgtheater in Wien 25.2.1839 Anschütz, Clara (Lebensdaten unbekannt) - Sopran Mitglied der Dresdner Hofoper von 1856 bis 1857, danach am Stadttheater Stettin, 1889 als Schauspielerin in Landau nachweisbar 4.4.1840 - 25.2.1857 -10.4.1857 Aste, Francesco Maria dalle (1820-?) - Bass Ausbildung in seiner Geburtsstadt Roveredo und in Wien, Engagements u.a. in Wien, Salzburg, Innsbruck und Hamburg, 1849 bis zum Kontraktbruch 1852 Hofopernsänger in Dresden, danach Gast in Bologna, Lissabon und Paris, spätere Engagements in Darmstadt, Rotterdam, Breslau und Frankfurt/M., 1877 Eröffnung einer Gesangsschule in Bozen, seit 1886 Pädagoge in Berlin 26.11.1849 -13.2.1850 - 26.8.1850 - 7.11.1851 -12.1.1852 Auer(n)hammer-Czeka (Czega), Marianna (Lebensdaten unbekannt) - Gesang 1809 bis 1814 Sängerin am Wiener Kärtnertortheater, Gastspiele, für das Dresdner Konzert annonciert der DrA: „aus Prag", Gesangslehrerin, Komponistin unter dem Pseudonym Auenheim 28.12.1822 Babnigg, Anton (1793-1872) - Tenor Erste Verpflichtungen in Temesvar, Pest und an der Hofoper Wien, dann Regisseur und Direktor am Deutschen Theater in Pest, 1826 Gastspielreise in Österreich und Deutschland, von 1827 bis zur Pensionierung 1844 Mitglied der Hofoper und Hofkirchensänger in Dresden, danach lebte er zurückgezogen auf seinem ungarischen Landsitz 30.3.1828 - 18.4.1828 - 3.10.1828 - 18.11.1828 - 13.8.1829 - 4.12.1829 - 14.12.1829 - 22.10.1830 - 19.12.1830- 27.3.1831 - 15.4.1832 - 26.10.1832 - 1.2.1833 - 31.3.1833 - 28.1.1834 - 23.3.1834 - 3.4.1834 - 12.4.1835 - 29.9.1835 - 7.11.1835 - 26.2.1836 - 27.3.1836 - 10.8.1836 - 16.11.1836 - 13.12.1836 - 7.1.1837 - 19.3.1837 - 18.10.1837 - 23.12.1837 - 28.2.1838 - 27.8.1838 - 7.11.1838 - 25.10.1839 - 27.8.1840 Babnigg, Emma (1823-1904) - Sopran Ausbildung durch ihren Vater Anton Babnigg, 1843 bis 1846 im ersten Engagement als Koloratursopranistin an der Dresdner Hofoper, danach in Hamburg, 1849 gefeierte Konzertsängerin in London, weitere Verpflichtungen nach Breslau, Hannover, Frank furt/M. und Köln, Gastspiele in Spanien, nach dem Karriere-Ende 1857 Gesangspäda gogin in Wien 23.12.1843 - 8.2.1844 - 31.3.1844 - 3.4.1844 - 22.7.1844 - 19.8.1844 - 5.2.1845 - 16.3.1845 - 1.12.1845 -19.4.1847 Barbieri, Carlo Emmanuele di (1822-1868) - Dirigent Gesangsstudium und Kompositionsunterricht bei Saverio Mercadante in Neapel, Kapellmeister an mehreren italienischen Theatern, 1845 am Kärntnertortheater Wien, 1847 am Königstädter Theater in Berlin, 1849 Musikdirektor an der Dresdner Hofoper, 1851 in Hamburg und Bremen, 1854 in Rio de Janeiro, seit 1856 Musiklehrer in Wien, 1862 bis 1867 Kapellmeister in Pest, schrieb Opern, Vaudevilles, Pantomimen, Kirchenund Klaviermusik, deutsche und italienische Lieder 24.3.1850 366 Bärmann, Carl - Klarinette (biographische Angaben siehe Komponisten) 30.11.1832 Bärmann, Heinrich Joseph - Klarinette (biographische Angaben siehe Komponisten) 18.12.1820-30.11.1832 Barth, Christian Frederik (1787-1861) - Oboe Sohn des aus Sachsen stammenden, in Kopenhagen wirkenden Christian Samuel Barth, eines der bedeutendsten Oboisten des 19. Jahrhunderts, 1802 Anstellung in der Hofka pelle Kopenhagen, 1804 Stipendium für eine einjährige Studienreise, nach Rückkehr 1. Oboist, später Direktor der Harmoniemusik, Konzerte in Dänemark, Schweden, Nor wegen, Holland und Deutschland, komponierte vorwiegend für sein Instrument, u.a. brillante Konzerte und verschiedene Stücke, zudem Harmoniemusik, Orchesterwerke 25.2.1820 Bauer, Caroline (1807-1877) - Deklamation 1823 erstes Engagement in Karlsruhe, danach in Berlin und Petersburg, Dresdner Hof schauspielerin von 1835 bis 1844, Mitwirkung in der „Tasso"-Aufführung zur Eröff nung des Semperschen Hoftheaters 1841 23.11.1835 -11.3.1837 -17.3.1841 Bayer(-Bürk), Marie (1820-1910) - Deklamation 1835 Debüt in ihrer Geburtsstadt Prag, 1839 in Hannover, 1839 bis 1840 Gast in Dres den, 1841 bis 1893 Hofschauspielerin in Dresden, 1894 Ehrenmitglied des Hoftheaters, 1850 bis 1858 Gastspiele am Wiener Burgtheater 3.2.1842 - 25.2.1852 - 5.12.1853 - 20.4.1855 - 5.5.1855 Becker, Carl Johann Franz Joseph (1794-1848) - Deklamation In Napoleons Armee Teilnehmer an der Völkerschlacht bei Leipzig, nach dem Krieg bei verschiedenen Wandertheatern, von 1825 bis 1831 Hofschauspieler in Dresden, danach in Frankfurt und Darmstadt, dort auch Regisseur und 1848 Co-Direktor des Hoftheaters 14.12.1829 Becker, Karl (1820-1879) - Bariton Nach ersten Engagements in Wien und Hamburg seit 1851 Hofopernsänger in Dres den, von 1856 bis zu seinem Tode am Hoftheater in Darmstadt 14.12.1829 - 2.6.1851 - 21.3.1853 - 21.3.1854 - 2.5.1854 Beisteiner, Luise (auch: Pohl-Beisteiner, Elise, 1806-1866) - Mezzosopran Ausbildung in Wien u.a. bei Antonio Salieri, erste Anstellungen in der Kapelle des Fürsten Esterhazy und am Kärntnertortheater Wien, nach einer Verpflichtung in Preßburg Tourneen in Italien und Norddeutschland, seit 1829 an der Dresdner Hofoper, an schließend u.a. in Graz, Wien, Berlin, Budapest und Kassel 14.12.1829 - 22.1.1830 Belville-Oury, Anna Caroline de - Klavier Siehe Oury-Belville, Anna Caroline de Bender, Madame und Gebrüder Als „Gebrüder Bender" kommen in Frage: Johann Heinrich Baender (1785-?), 1800 Ein tritt in die kurhessische Garde als Fagottist, nach Kriegsverletzung Wechsel zu Po saune und Kontrabass, Mitglied der Rheinarmee, später Kontrafagottist in der Leib garde und Kontrabassist in der Hofkapelle Kassel - Sein Bruder Johann Conrad (Le bensdaten unbekannt), 1. Klarinettist der kurfürstlichen Garde und der Hofkapelle in 367 Kassel. Es gab zeitgleich noch ein Brüderpaar Jacob (1798-1844) und Valentin (1800-?) Bender, beide in Belgien tätig, Jacob als Klarinettist in der Militärmusik des niederlän dischen Hofes, später Gründer des Philharmonischen Vereins und 1833 Direktor der Gesellschaft „Harmonie" in Antwerpen; Valentin ebenfalls als Klarinettist Militärmu siker, 1826 Direktor der „Harmonie" in Antwerpen, 1836 Militärkapellmeister in Brüs sel, dann Direktor der Militärmusik des königlichen Hauses; Jacob und Valentin kom ponierten Werke für Klarinette und für Harmoniemusik 8.8.1820 Benedict, Julius - Klavier (biographische Angaben siehe Komponisten) 4.4.1823 - 30.12.1823 Benelli, Antonio Peregrino (1771-1830) - Tenor Studium in Bologna, Debüt in Neapel, wo er auch als Komponist hervortrat, 1798 Ver pflichtung nach London, ab 1802 Hofopern- und Hofkirchensänger in Dresden, 1814 Veröffentlichung einer Gesangsschule, 1820 Ruhestand, 1821 Verlust der Stimme, 1822 Gesangslehrer in Berlin, 1829 nach einem Streit mit Spontini Rückkehr nach Dresden, starb völlig verarmt in dem erzgebirgischen Ort Börnchen 19.9.1818-23.9.1818 Benelli, Carolina (1799-?) - Sopran Tochter oder auch Schwiegertochter von Antonio Benelli, 1818/1819 und 1829 bis 1830 Mitglied der Dresdner Hofoper 9.3.1819 Benelli, Luisa (Lebensdaten unbekannt) - Sopran Tochter von Antonio Benelli, 1830 Debüt an der Dresdner Hofoper 22.12.1829 Benincasa, Gioacchino (1783-1836) - Bass Entdeckung der Stimme des gelernten Schumachers durch Francesco Morlacchi, Debüt in Bologna, danach in Rom und anderen italienischen Städten, 1811 bis 1832 und 1833 bis zu seinem Tode Mitglied der Dresdner Hofoper, Morlacchi schrieb eigens für sein Begräbnis ein Requiem 1.5.1818 - 20.9.1818 - 23.9.1818 - 29.11.1822 - 10.10.1823 - 28.11.1823 - 15.12.1823 - 9.12.1825 - 29.12.1825 -11.5.1832 -17.2.1834 Berg, Franziska (1813-1893) - Deklamation Erstes Engagement 1829 in Würzburg, 1831 bis 1889 Hofschauspielerin in Dresden, Mitwirkung in der „Tasso"-Aufführung zur Eröffnung des Semperschen Hoftheaters 1841 28.1.1834 - 7.11.1837 -12.3.1840 -19.4.1847 - 22.9.1848 -10.2.1852 - 21.2.1853 - 21.3.1854 - 2.5.1854 -16.1.1855 - 7.4.1856 Bergmann, Johann Gottfried (1795-1831) - Tenor Mitglied des Kreuzchors und Ausbildung in Dresden, zunächst 1814 Kantor in Senftenberg, von 1816 bis zu seinem Tode Hofopernsänger in Dresden 25.3.1817 - 27.6.1817 -15.12.1817 -19.9.1818 - 23.9.1818 - 8.12.1820 - 30.3.1821 - 9.4.1821 - 12.10.1821 - 16.11.1821 - 22.12.1821 - 15.12.1823 - 3.3.1824 - 8.4.1824 - 6.6.1824 - 3.12.1824 -17.12.1824 - 28.6.1826 -13.10.1826 - 8.4.1827 - 24.3.1828 - 30.3.1828 - 4.4.1830 Beriot, Charles Auguste de - Violine (biographische Angaben siehe Komponisten) 1.8.1838 - 6.8.1838 Berkenbusch, F. (Lebensdaten unbekannt) - Flöte Angekündigt als blinder Schüler KM Anton Bernhard Fürstenaus, kam aus Einbeck 9.10.1829 368 Berlepsch, Elisabeth von (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 19.4.1845 - 30.4.1845 Berlioz, Hector - Dirigent 10.2.1843 -17.2.1843 - 22.4.1854 - 25.4.1854 - 29.4.1854 -1.5.1854 Bertrand, Aline (1798-1835) - Harfe Ausbildung in Paris, u.a. bei Nicolas-Charles Bochsa, nach dem Debüt 1815 in Paris Konzertreisen in Europa, auch Harfenlehrerin und Komponistin, in Dresden angekün digt als 1. Harfenistin des Königs von Frankreich 20.12.1828 - 26.12.1828 Berwald, Friederike, Julie (Julia) (1822-1877) -und Hedda - Gesang Töchter der finnischen Sopranistin Mathilda Charlotta Cohn und von Johann Fredrik Berwald (seit 1816 1. Konzertmeister und seit 1823 Hofkapellmeister in Stockholm), Ju lie von 1848 bis 1852 Sängerin am Hoftheater Stockholm 30.6.1847 Beyer, Christian Albert (1801-1859) - 'Viola, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1822 bis 1859 27.3.1829 - 6.12.1830 - 30.11.1832 -19.4.1833 -16.11.1833 - 4.2.1836 Biedenfeld-Bonaseglia, Eugenie von (1783-?) - Sopran Nach der Ausbildung in Italien Engagements in Wien, Breslau, Karlsruhe und Kassel, von 1816 bis 1818 Hofopemsängerin in Dresden, 1829 Gasttätigkeit in Breslau nachweisbar 15.12.1817-1.5.1818 Bielczi(t)zky, Wenzel (1818-1865) - Tenor Geboren in Prag, Beginn der Karriere in Agram und Laibach, 1840 bis 1847 Hofopemsänger in Dresden, 1847 am Theater an der Wien, 1848 bis 1850 Direktor des Theaters in Salzburg, danach dort Domsänger und Musikpädagoge 24.2.1841 - 3.2.1842 - 20.3.1842 - 1.6.1842 - 5.5.1843 - 6.7.1843 - 23.12.1843 - 13.2.1844 - 16.2.1844 - 21.2.1844 - 31.3.1844 - 4.6.1844 - 22.7.1844 - 19.8.1844 - 7.11.1844 - 5.2.1845 - 11.8.1845 -16.2.1846 - 25.2.1846 - 20.3.1846 - 8.10.1846 -17.2.1847 - 28.3.1847 Birovski, Wilhelm (Lebensdaten unbekannt) - Tenor Angekündigt als Sänger aus Warschau 31.10.1831 Blahetka, Marie Leopoldine (1811-1887) - Klavier Klavierschülerin von Carl Czerny, Ignaz Moscheies und Friedrich Kalkbrenner sowie Kompositionsstudien bei Simon Sechter in Wien, Konzertreisen als Pianistin und Physharmonika-Spielerin in Deutschland, Holland, Frankreich und England, ge schätzte Lehrerin, komponierte vornehmlich Klavierwerke, aber auch eine Oper und Kirchenmusik 12.5.1826 Blankmeister, Emil (Lebensdaten unbekannt) - Klavier Lt. Ankündigung Pianist und Klavierpädagoge in Dresden 4.2.1836 Blassmann, Adolph (Adolf) JosefMaria (1823-1891) - Klavier Stammt aus Dresden, Klavierschüler von Charles Mayer und Franz Liszt, Kapellmeis ter in Leipzig und Sondershausen, 1854 Mitbegründer des Dresdner Tonkünstler-Ver eins, seit 1866 Privatier in Dresden, komponierte Klavierwerke 7.4.1856 369 Blühet, C. G. H. (1785-1839) - Dirigent Seit 1814 Kantor und Organist in Görlitz, Herausgeber von Kompositionen bei Breitkopf & Härtel in Leipzig, 1825 Veröffentlichung eines Choralbuchs mit einigen eigenen Melodien 15.5.1823 Boccaccini, Giovanni (Lebensdaten unbekannt) - Tenor 1823 bis 1824 Hofopernsänger in Dresden, 1830 in Neapel nachweisbar 1.10.1823 -24.10.1823 Bohrer, Carl (Lebensdaten unbekannt) - Bariton 1855 bis 1861 Mitglied der Dresdner Hofoper 2.9.1856 -10.4.1857 Bonifigli, Antonio - Tenor Siehe B(u)onfigli, Antonio Börner-Sandrini, Maria - Sopran Siehe Sandrini-Börner, Maria Botgorschek, Caroline (1816-1875) - Alt Studium am Konservatorium Wien, 1835 Debüt am Kärntnertortheater Wien, durch Vermittlung von Wilhelmine Schröder-Devrient 1836 Gastspiel und Engagement bis 1840 an der Dresdner Hofoper, Vervollkommnung der Ausbildung bei Johann Aloys Miecksch in Dresden, 4.4.1840 offizielles Abschiedskonzert, berühmt wegen ihres enormen Stimmumfangs, triumphale Gastspielerfolge, gefeiert auch als Lied sängerin, 1840 Abgang von der Bühne und Heirat in Paris, lebte nach 1856 in Böhmen 25.4.1836 - 10.8.1836 - 1.11.1836 - 23.12.1836 - 4.3.1837 - 11.3.1837 - 19.3.1837 - 29.3.1837 - 1.4.1837 - 15.6.1837 - 2.10.1837 - 11.10.1837 - 7.11.1837 - 11.12.1837 - 23.12.1837 - 23.12.1837 - 19.2.1838 - 28.2.1838 - 8.4.1838 - 21.4.1838 - 30.4.1838 - 15.8.1838 - 1.11.1838 - 7.11.1838 - 12.11.1838 - 23.12.1838 - 13.2.1839 - 24.3.1839 - 16.4.1839 - 25.10.1839 - 25.11.1839 - 23.12.1839 - 13.2.1840 - 29.2.1840 - 4.3.1840 - 12.3.1840 - 4.4.1840 - 12.4.1840 Botgorschek, Franz (1812-?) - Bass Wird hier als Sänger von der Wiener Hofoper angekündigt, im Lexikon von Men del-Reissmann als Flötenvirtuose beschrieben: Ausbildung in Wien, Mitglied des Orchesters am Josephstädter Theater, dann des Hofopernorchesters, seit 1833 öf fentliche Konzerte, seit 1837 Tourneen in Deutschland und Holland, dann Erster Flötist der Hofkapelle in Den Haag, Bruder der Sängerin Caroline Botgorschek 15.6.1837- 11.10.1837 Boucher, Alexandre-Jean (1778-1861) - Violine Konzerte ab dem sechsten Lebensjahr, 1796 in Madrid, Quartettabende mit Luigi Boccherini, Anstellung als Soloviolinist und Hofkapellmeister durch den spanischen König Karl IV., nach etwa zehn Jahren Rückkehr nach Paris, reiche Konzerttätigkeit, gemeinsame Kunstreisen mit seiner Gattin Celeste Boucher-Gallyot in der Schweiz, in England, Schweden, Dänemark, Russland, Deutschland, Italien und nach Paris, dort auch Lehrtätigkeit, 1859 Beendigung der Virtuosenlaufbahn, schrieb Konzerte und Stücke für Violine 3.4.1821 370 Boucher-Gallyot, Celeste (um 1776-1841) - Harfe und Klavier Gattin des Geigers Alexandre-Jean Boucher, spielte achtjährig in Versailles vor Ludwig XVI., 1788 bis 1820 als Pianistin, Harfenistin und Lehrerin der Infantin am spanischen Hof, 1820 Professur am Pariser Conservatoire, Konzertreisen mit ihrem Gatten in Eu ropa, sensationell ihr gleichzeitiges Spiel auf Harfe und Klavier mit je einem Arm, 1828 Beendigung der Konzerttätigkeit 3.4.1821 Bredo(w), Susanne (Lebensdaten unbekannt) - Sopran Engagement 1849/1850 in Hamburg, 1850 bis 1855 an der Hofoper Dresden 7.11.1851 - 20.3.1853 - 29.8.1853 Brock, Ernst (1819-?) - Klavier Schüler Friedrich Kalkbrenners in Paris, Konzerte in vielen deutschen Städten, später Musiklehrer in Hamburg 1.5.1847 Brockhaus, Clara (Lebensdaten unbekannt) - Sopran Lt. DrA vom 22.4.1855 „ein liebenswürdiges Gesangstalent", vermutlich aus Dresden 14.4.1854 - 6.4.1855 - 20.4.1855 Bruns, ? (Lebensdaten unbekannt) - Gesang Annonciert als blinde Sängerin aus Bremen 18.12.1846 Buccolini, Vincenzo (Lebensdaten unbekannt) - Sopran (Kastrat) 1805 bis 1811 Hofopern- und Hofkirchensänger in Dresden 23.9.1818 Buddeus, Eduard (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 1838 als „vierzehnjähriger Dilettant", 1845 als Pianist des Herzogs von Sachsen-Lobenstein-Gotha annonciert 21.4.1838 -16.12.1842 -15.2.1845 -19.4.1845 - 30.4.1845 Bull, Oie Bornemann - Violine (biographische Angaben siehe Komponisten) 15.12.1840 Bülow, Hans Guido von (1830-1894) - Klavier Gebürtiger Dresdner, Ausbildung bei Friedrich Wieck (Klavier), Max Eberwein (Theorie) und Moritz Hauptmann (Kontrapunkt), mit der Uraufführung des „Rienzi" Beginn der Richard-Wagner-Verehrung, 1846 erste persönliche Begegnung mit ihm, 1846 Umzug der Familie nach Stuttgart, 1848 Jurastudium in Leipzig, seit 1852 in Berlin, dort in der Abendpost Beginn der schriftstellerischen Arbeit, nach der Weimarer Uraufführung des Lohengrin 1849 Entscheidung für die Musik, 1850 an den Theatern Zürich und St. Gallen, danach Vervollkommnung der Klavierausbildung bei Franz Liszt, 1851 Veröffentlichung erster Kompositionen, Mitarbeiter der Neuen Zeitschrift für Musik, seit 1853 Konzerte in Deutschland, Österreich und Frankreich, 1855 Klavierlehrer am Stern'schen Konservatorium und Konzertdirigent in Berlin, 1864 Leiter der Musikschule, 1867 Hofkapellmeister in München, seit 1872 Konzertreisen in England, Russland und Amerika, 1877 Hofkapellmeister in Hannover, 1880 in Meiningen, seit 1885 Reisen als Dirigent, Leiter der Konzerte des Berliner Philharmonischen Orchesters, Pianist und Lehrer, schrieb Klavier- und Orches terwerke, Lieder 19.4.1845 - 30.4.1845 371 Bunke, Agnes (?-1868) - Sopran Erste Engagements in Breslau und Bremen, 1850 bis 1858 Hofopernsängerin in Dresden 16.1.1851 - 12.1.1852 - 10.2.1852 - 31.8.1852 - 8.11.1852 - 22.4.1854 - 25.4.1854 - 1.4.1855 - 29.8.1855 -16.3.1856 -14.10.1856 - 25.2.1857 - 5.4.1857 B(u)onfigli, Antonio (1796-?) - Tenor Stammte aus Lucca, 1824 bis 1831 Mitglied der Dresdner Hofoper 25.2.1825 - 7.4.1826 - 28.6.1826 Bürde-Ney, Jenny (1824-1886) - Sopran Ausbildung bei der Mutter, einer Sängerin der Wiener Hofoper, zunächst Choristin an verschiedenen ungarischen Theatern, Solistendebüt in Temesvar, 1845 in Olmütz, 1847 in Prag, dann in Lemberg und an der Wiener Hofoper, von 1853 bis zu ihrem Abschied von der Bühne 1867 an der Hofoper Dresden, danach noch Mitwirkung in Kirchenkonzerten 29.8.1853 - 7.11.1853 - 21.9.1854 - 7.11.1854 - 27.1.1855 - 21.2.1855 - 7.11.1855 - 6.2.1856 - 7.11.1856 - 25.2.1857 -17.2.1858 Büry, Agnes (1831-1901) - Sopran Mitglied der Berliner Singakademie, seit 1847 Studium in Paris, 1850 in Prag, 1851 bis 1852 an der Dresdner Hofoper, danach umfangreiche Gasttätigkeit u.a. in Bremen, Hannover, Köln, London, Wien und Berlin, 1855 Engagement in Hannover, nach 1866 Gesangslehrerin in Berlin 2.6.1851 - 7.11.1851 -17.11.1851 Butze, Amalie (1827-?) - Klavier 1839 als 12-jährige Tochter des Pirnaer Organisten Butze angekündigt 25.10.1839 - 29.2.1840 - 7.3.1840 - 8.11.1841 Cantü, Giovanni (1799-1822) - Tenor Studium am Konservatorium Mailand, 1818 bis zu seinem frühen Tod Hofopernsänger in Dresden 4.6.1819 -13.10.1820 - 29.12.1820 -16.3.1821 Carl, Henriette Bertha (1805-1890) - Sopran Ausbildung in Berlin, Bühnendebüt 1826 an der dortigen Hofoper, weitere Studien in Italien mit Gastauftritten in Rom, Turin, Bologna und Mailand, 1830 bis 1832 in Mad rid, dann Gastspiele in Sevilla, London, Holland, Belgien und Russland, zwischen 1835 und 1850 häufig zu Gast in Budapest, 1843 in Konstantinopel, wandte sich schließlich mehr dem Konzertgesang zu und verbrachte ihren Lebensabend in Wien, in Dresden als „Königlich spanische Hof- und Kammersängerin" annonciert 5.10.1836 -13.10.1836 - 22.10.1836 Carus, Marianne (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 19.4.1845 - 30.4.1845 Catalani, Angelica (1780-1849) - Sopran Studium in Gubbio, 1795 Opemdebüt in Venedig, anschließend an allen großen italienischen Bühnen, 1801 in Lissabon, via Paris 1806 in London, 1814 bis 1817 Direk torin des Theatre Italien in Paris, im folgenden Jahrzehnt Gastspiele in Europa, 1827 Beendigung der Karriere, lebte dann in Paris und Florenz, wo sie eine Gesangsschule gründete 21.9.1818 372 Christ, Henriette (1790-1853) - Deklamation 1817 bis zur Pensionierung 1827 Schauspielerin am Dresdner Hoftheater, gelegentliche Mitwirkung auch im Singspiel 25.3.1817 Ciccarelli, Angela (1806-?) - Tenor Studium in Italien, seit 1829 in Dresden als Gesangslehrer und Komponist 3.5.1845 Colbrun, Richard (Lebensdaten unbekannt) - Bass Nach Engagement in Paris 1855 bis 1856 Hofopernsänger in Dresden 7.11.1855 - 26.1.1856 - 29.1.1857 Coniar, Catharina (von) (Lebensdaten unbekannt) - Gesang 6.12.1854-6.4.1855 Conradi, Franz Paul von (Lebensdaten unbekannt) - Violine Angekündigt als Königlich Bayerischer Kammermusiker und „blinder Schüler des Kgl. Bai. Concert-Directors Fränzel" 3.4.1818 Conradi, Johann (1815-1859) - Bass Nach Militärdiensten Beginn der musikalischen Laufbahn als Chorsänger in München und Colmar, mit einer Operngesellschaft nun auch als Solist Auftritte in Frankreich und Belgien, Engagements in Aachen, Bordeaux, Frankfurt/M., Schwerin und Hanno ver, von 1852 bis zu seinem Tode Hofopernsänger in Dresden 8.11.1852 - 27.1.1853 - 20.3.1853 - 17.5.1853 - 9.4.1854 - 14.4.1854 - 29.4.1854 - 1.5.1854 - 6.4.1855 - 5.5.1855 - 7.11.1856 - 29.1.1857 - 25.2.1857 - 5.4.1857 -10.4.1857 - 7.11.1857 - 2.9.1858 Corrodi, Louise (Lebensdaten unbekannt) - Sopran 1843 bis 1844 Hofopernsängerin in Dresden 23.12.1843 -16.2.1844 - 20.5.1844 Crescini, Adelina (Lebensdaten unbekannt) - Alt In Italien ausgebildet, wurde lt. Ankündigung 1836 nach erfolgreichen Gastspielen in Paris und Berlin als Konzertsängerin in Dresden erwartet Juli 1836 (?) - 7.1.1837 Curti, Anton (1819-1887) - Tenor Im ersten Engagement 1843 bis 1847 an der Dresdner Hofoper, nachfolgend Verpflichtungen in Königsberg, Danzig, Kassel, Stettin, Lübeck, Augsburg, seit 1867 als Gesangslehrer wieder in Dresden 6.7.1843 - 20.5.1844 -16.3.1845 - 5.4.1846 - 8.10.1846 Darnstädt, Fräulein (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 16.4.1830 David, Felicien-Cesar - Dirigent (biographische Angaben siehe Komponisten) 11.7.1845 -16.7.1845 - 22.1.1849 Dawison, Bogumil (1818-1872) - Deklamation 1837 Debüt in seiner Geburtsstadt Warschau, später in Wilna und Lemberg, Reisen nach Frankreich, Berlin und Wien, 1841 Rückkehr an das Deutsche Theater in Lemberg, 1846 Breslau, 1847 Hamburg, 1849 Burgtheater Wien, 1854 bis 1864 Hofschauspieler in Dresden, 1858 bis 1860 auch Regisseur, anschließend Gastspiele, 1866 Amerika, 1867 letzter Auftritt in New York, danach Rückkehr nach Dresden 6.12.1854-7.11.1857 373 Decavanti, Giuseppe (1779-1825) - Tenor 1811 bis 1825 Mitglied der Dresdner Hofoper, Sänger an der Katholischen Hofkirche 1.5.1818 Derska, Johann Joseph (1818-1847) - Tenor Ausbildung und Bühnendebüt in Prag, 1834 bis 1837 Hofopernsänger in Dresden, nach einer Gastspielreise 1836 durch Deutschland und Österreich Engagement 1837 in Kassel 7.8.1834 - 9.2.1835 - 22.10.1835 Dettmer, Carl Wilhelm (1808-1876) - Bass Nach Gesangsunterricht in Hannover 1832 Bühnendebüt in Braunschweig, Engage ments in Kassel und Frankfurt/M., 1842 bis 1849 sowie 1857/1858 wieder mit Gastver trag Hofopernsänger in Dresden, dazwischen 1849 erneut in Frankfurt/M. 1.6.1842 - 9.4.1843 - 5.5.1843 - 20.1.1844 - 6.2.1844 - 21.2.1844 - 7.11.1844 - 16.3.1845 - 16.2.1846 - 7.11.1846 - 4.3.1848 - 4.3.1849 -14.3.1849 Dettmer, Mimi (Lebensdaten unbekannt) - Harfe Dresdner Hofschauspielerin 1857 bis 1858, offenbar auch als Harfenistin ausgebildet 7.11.1857 Deubner, Hermine (Lebensdaten unbekannt) - Alt 1856 bis 1857 Hofopernsängerin in Dresden 10.4.1857 Devrient, Carl August (1798-1872) - Deklamation Zunächst Kaufmannslehre in Zwickau, 1817 Bühnendebüt in Braunschweig, 1821 bis 1834 Hofschauspieler in Dresden, 1823 Heirat mit der Sängerin Wilhelmine Schröder, 1828 Schei dung, 1834 bis 1835 Karlsruhe, 1839 Hannover, Bruder von Eduard und Emil Devrient 17.10.1828 -14.2.1832 -1.3.1833 -17.1.1834 - 3.2.1834 -17.2.1834 Devrient, Dorothea (Doris) (1805-1882) - Deklamation Ehefrau von Emil Devrient, 1831 bis 1842 Schauspielerin und Sängerin am Hoftheater Dresden 17.11.1834-11.12.1837 Devrient, Eduard (1801-1877) - Deklamation Schüler von Carl Friedrich Zelter, 1819 Beginn der Karriere als Sänger an der Berliner Hofoper, 1829 Sänger der Christus-Partie in Felix Mendelssohn Bartholdys Wiederauf führung von Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion, 1834 Wechsel zum Schauspiel, 1844 bis 1852 Hofschauspieler und Regisseur in Dresden, 1852 Direktor des Hofthea ters in Karlsruhe, namhafter Theaterreformer und -historiker, Bruder von Carl und Emil Devrient 18.4.1834 - 7.11.1844 -11.7.1845 -16.7.1845 -11.8.1845 - 28.10.1846 - 25.2.1850 - 7.11.1850 Devrient, Emil (1802-1872) - Deklamation 1821 Debüt als Sänger und Schauspieler in Braunschweig, 1822 Bremen, 1823 Gastspiel in Dresden als Kaspar im „Freischütz" unter Carl Maria von Webers Leitung, 1824 in Leipzig, danach in Magdeburg, 1831 bis 1868 Dresdner Hofschauspieler, engagiert mit seiner Ehefrau Doris geb. Böhler, 1852 Ehrenmitglied, 1857 Außerordentliches Ehrenmitglied des Hoftheaters, 1868 Ernennung zum Geheimen Hofrat durch den Herzog von Gotha, Bruder von Carl und Eduard Devrient 22.10.1830 - 27.1.1833 - 16.11.1833 - 31.1.1834 - 17.11.1834 - 25.1.1836 - 7.11.1839 - 24.2.1841 - 7.11.1842 374 Devrient, 'Wilhelmine Siehe Schröder-Devrient, Wilhelmine Dietze, Carl Gustav (1792-?) - Oboe, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1818 bis 1833 16.3.1821 - 5.2.1830 - 6.12.1830 - 2.4.1832 - 5.10.1832 - 7.12.1832 -19.4.1833 Döge, Auguste und Emilie (Lebensdaten unbekannt) - Flöte Beide werden angekündigt als „Töchter des im Felde erblindeten Flötenvirtuosen" Döge 7.3.1840 Dotzauer, Justus Johann Friedrich (1783-1860) - Violoncello, KM Mitglied der (Königlichen) musikalischen Kapelle von 1811 bis 1850, seit 1821 1. Cellist, Ausbildung in Komposition, Violine, Violoncello, Horn und Klavier in Hildburghau sen und Meiningen, erstes Engagement 1801 in der Meininger Hofkapelle, anschlie ßend im Gewandhausorchester Leipzig und Cellist des 1809 gegründeten Gewand haus-Quartetts, Vervollkommnung des Cellospiels bei Bernhard Romberg in Berlin, Lehrer am Dresdner Konservatorium, umfangreiche Konzerttätigkeit als einer der besten Cellisten der Zeit, Komponist zahlreicher Violoncello-Werke, Verfasser weit verbreiteter Unterrichtswerke 24.1.1817 -15.12.1817 - 3.4.1818 - 8.12.1820* - 9.4.1821 - 2.4.1824* - 23.4.1824 - 21.1.1825* - 27.3.1829 -19.4.1833 * mit seinen beiden, namentlich nicht bezeichneten Söhnen Dreyschock, Alexander (1818-1869) - Klavier Ausbildung als Pianist und Komponist in Prag, seit 1838 Konzerte in Europa, 1862 in Petersburg als Klavier-Professor und Direktor der Theatermusikschule in Petersburg, 1868 in Italien, schrieb je eine Oper, eine Ouvertüre, ein Quartett und Klavierwerke 11.12.1846 Drouet, Louis Philippe - Flöte (biographische Angaben siehe Komponisten) 19.4.1822 Duflot-Maillard, Hortense (1808-1858) - Mezzosopran Angekündigt als Sängerin an der Mailänder Scala 22.3.1841 Eberwein, Max Carl (1814-1875) - Klavier Sohn des Weimarer Kammermusikers und späteren herzoglichen Musikdirektors Carl Eberwein, Schüler Johann Nepomuk Hümmels, geschätzter Pianist mit Konzerten in mehreren europäischen Städten, Komponist von Klaviermusik, Liedern, Balladen, Be arbeitungen, Lehrer Hans von Bülows 21.11.1842 Eichhorn, Johann Gottfried Ernst (1822-1844) und Johann Carl Eduard (1823-1897) - Violine Söhne des Coburger Hofmusikers Johann Paul Eichhorn, seit 1834 als „Wunderkinder" bestaunte Violinvirtuosen, seit 1829 Tourneetätigkeit, beide angestellt in der Coburger Hofkapelle, Ernst als „Herzoglicher Kammervirtuos", Eduard als „Hofmusicus" 24.1.1834 - 3.2.1834 - 7.2.1834 -10.2.1834 Eichhorn, (Johann Paul?) (Lebensdaten unbekannt) - Basshorn Vermutlich Vater der Brüder Johann Gottfried Ernst und Johann Carl Eduard Eichhorn (siehe dort) 24.1.1834 375 Eicke, Carl Julius (1810-1866) - Bariton 1831 Hofopernsänger in Dresden, danach Engagements in Breslau, Köln, Berlin, Wiesbaden, Budapest, Düsseldorf, Riga, Bremen und Magdeburg, auch als Regisseur und Theaterdirektor tätig, kehrte 1836 kurz als Gast nach Dresden zurück, nach Been digung der Künstlerkarriere Hotelbesitzer in Leipzig 15.12.1840 Eilers, Albert (1830-1896) - Bass Nach Theologie- und Jurastudien Gesangsausbildung in Leipzig und Mailand, 1854 bis 1855 erstes Engagement an der Dresdner Hofoper, anschließend in Hamburg, Bremen, Prag, Coburg und Darmstadt, auf Einladung Richard Wagners Mitwirkung bei den ersten Bayreuther Festspielen 1876, auch als vielseitiger Komponist hervorgetreten 27.1.1855 -1.3.1855 -1.4.1855 - 5.5.1855 Eisert, Johann Anton (1810-1864) - Klavier Gebürtiger Dresdner, ausgebildet in Wien, trat bald als Organist in Erscheinung, Hoforganist in Dresden bis zu seinem Tode, komponierte Orgelwerke 16.11.1833 -10.4.1834 - 9.2.1835 -1.11.1836 - 4.3.1837 -18.10.1837 -19.2.1838 Eisner, Carl Christian (1802-1874) - Horn, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1836 bis 1871,1836 noch angekün digt als Kammermusiker der Kaiserlichen Hofkapelle in Petersburg 1.11.1836 - 29.3.1837 - 29.11.1837 - 15.12.1840 - 12.(oder 16.)12.1842 - 27.1.1853 - 5.4.1853 - 29.8.1853 -11.11.1853 - 29.1.1857 Ernst, Heinrich Wilhelm - Violine (biographische Angaben siehe Komponisten) 24.1.1840 - 30.1.1840 -16.1.1845 - 28.1.1845 Fasano, Tommaso (Lebensdaten unbekannt) - Klarinette Angekündigt als „am Star erblindeter" Virtuose aus Neapel 3.2.1842 Feron, Elisabeth (1800-1836) - Sopran 1818 Debüt an der Italienischen Oper in Paris, Kunstreisen in Europa, u.a. 1819 in Deutschland, 1824 in Italien, 1832 Engagement als Primadonna in Neapel, berühmt für ihre virtuosen Stimmqualitäten, manche für sie komponierte Partien galten allgemein als unsingbar 13.5.1819 Filipowicz, Madame (1794-?) - Violine Schülerin von Louis Spohr, erfolgreiche Konzertreisen in Europa, lebte in Warschau 5.10.1832 Finck, Charlotte (Lebensdaten unbekannt) - Klavier Lt. Ankündigung Dresden-Debüt der Leipziger Pianistin 13.2.1840 Fischer, Christian Wilhelmsen. (1789-1859)-Dirigent 1831 bis 1856 Chordirektor am Königlichen Hoftheater Dresden, 1833 bis 1848 und 1853 bis 1858 auch Spielleiter der Oper, inszenierte u.a. die Uraufführungen von Rienzi, Derfliegende Holländer und Tannhäuser 16.12.1848 - 31.8.1852 - 8.11.1852 - 9.2.1853 - 7.11.1853 Föppel, Carl Gustav (1825-1884) - Tenor und Bariton Von 1847 bis 1849 Hofopernsänger in Dresden, anschließend bis zu seinem Tode in Dessau 12.2.1848 -16.4.1848 376 Forkert, Johann Gotthelf (Lebensdaten unbekannt) - Klarinette, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1828 bis 1874, Schüler des Kapellklarinettisten Johann Gottlieb Kotte 27.3.1829 - 7.3.1836 - 20.2.1837 -10.12.1839 - 29.2.1840 - 27.8.1840 - 21.11.1842 - 21.2.1853 Förster, Sophie (1831-?) - Sopran Studium in Berlin, u.a. Schülerin von Jenny Lind, 1854 Konzertdebüt in Leipzig, Konzertsängerin auf vielen deutschen und holländischen Musikfesten, seit 1855 in Dresden wohnhaft, 1861 Operndebüt in Erfurt, danach bis 1862 am Meininger Hofthe ater, Gastspiele und Engagement in München, geschätzte Liedsängerin, 1866 Rückzug ins Privatleben 29.1.1856 - 26.2.1856 - 7.4.1856 Fournier, Antoinette (1809-1882) - Sopran und Deklamation Nach einem ersten Engagement in Mainz 1827 bis 1829 Hofschauspielerin in Dresden, danach in Berlin und von 1833 bis zu ihrer Pensionierung 1872 am Burgtheater Wien 22.1.1830 Franck, Eduard (1817-1893) - Klavier Schüler Felix Mendelssohn Bartholdys, 1846 als „Lehrer und Virtuos" in Berlin, 1851 in Köln Lehrer für Klavier und Theorie, Pianist der Gürzenich-Konzerte, Chordirigent, 1856 Musikdirektor, 1859 Direktor der Musikschule in Bern, 1867 bis 1878 Professor für Klavierspiel in Berlin 17.2.1847 Freiersleben, August von (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 30.12.1824 Freny, Rudolph (1825-1893) - Bariton Ausbildung und Beginn der musikalischen Laufbahn als Chorsänger in Wien, Engage ments u.a. in Budapest, Laibach, Lemberg, Olmütz und Prag, 1858 bis 1868 Hofopern sänger in Dresden, anschließend bis zum Ende seiner Karriere 1891 in Hamburg 2.9.1858 Freund, Fräulein (Lebensdaten unbekannt) - Sopran 17.5.1853-1.12.1855 Friebe, G. (Lebensdaten unbekannt) - Flöte Angekündigt als „Zögling der Breslauer Blindenanstalt" 28.1.1834 Friedrich, Madame (Lebensdaten unbekannt) - Gesang 29.12.1820 - 30.3.1828 Friedrich(s) geb. Holst, Madame (1808-?) - Harfe Erster Unterricht auf dem Klavier, Harfenstudium in Paris, 1828 Debüt in London, nach 1835 Konzertreisen in Deutschland, Russland, Italien und Holland, Harfenlehre rin in London 7.11.1835-3.12.1835 Funk (la Grua), Friederike (1796-?) - Sopran Geboren in Meißen bei Dresden, Ausbildung bei Johann Aloys Miecksch, 1816 bis 1827 Hofopernsängerin in Dresden, dazwischen 1817 Studienaufenthalt in Neapel, nach dem Dresdner Engagement in Darmstadt und an verschiedenen italienischen Bühnen, 377 während der 1830er Jahre Rückkehr nach Dresden als Gesangslehrerin, verbrachte ih ren Lebensabend (noch 1872 nachweisbar) in Paris 20.9.1818 - 23.9.1818 - 17.3.1820 - 13.10.1820 - 16.3.1821 - 9.4.1821 - 22.12.1821 - 29.11.1822 - 28.11.1823 - 23.4.1824 - 6.6.1824 - 30.12.1824 - 17.11.1825 - 29.12.1825 - 31.3.1826 - 28.6.1826 - 30.3.1827 -10.12.1839 Fürst, Elisabeth (Lebensdaten unbekannt) - Sopran 27.3.1831 Fürstenau, Anton Bernhard (1792-1852) - Flötist, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle als 1. Flötist von 1820 bis 1852, Ausbil dung bei seinem Vater Kaspar Fürstenau, 1804 in der Hofkapelle Oldenburg, 1817 in Frankfurt/M., Intensivierung der kompositorischen Studien, 1815 Bekanntschaft mit Carl Maria von Weber in Prag, der ihn dann nach Dresden holte und den er 1826 auf seiner letzten Reise nach London begleitete und betreute, eine der herausragenden Persönlichkeiten in der Dresdner Kapellgeschichte des 19. Jahrhunderts, Kustos der Königlichen Musikaliensammlung bis zu seinem Tode, zahlreiche Kompositionen, umfangreiche Konzerttätigkeit im In- und Ausland, Vater von Moritz Fürstenau, galt als einer der bedeutendsten Flötenvirtuosen seiner Zeit 17.3.1820 - 13.10.1820 - 30.3.1821 - 12.10.1821 - 11.10.1822 - 10.10.1823 - 15.10.1824 - 17.11.1825 - 29.12.1825 - 13.10.1826 - 17.12.1826 - 19.10.1827 - 11.4.1828 - 18.4.1828 - 17.10.1828 - 18.11.1828 - 26.12.1828 - 30.4.1830 - 24.9.1830 - 11.5.1832 - 26.10.1832 - 27.1.1833 - 18.10.1833 - 10.4.1834 - 17.11.1834 - 23.11.1835 - 7.3.1836 - 13.12.1836 - 7.1.1837 - 28.1.1837 - 11.3.1837 - 1.11.1838 - 23.12.1838 - 4.3.1840 - 27.11.1840 - 23.12.1840 - 4.2.1841 -17.3.1841 - 8.11.1841 - 7.11.1843 - 5.2.1845 -15.3.1850 Fürstenau, Moritz (1824-1889) - Flöte, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1842 (zunächst als Aspirant, ab 1844 als Kammermusiker) bis 1889, Schüler seines Vaters Anton Bernhard Fürstenau, Debüt als Achtjähriger, übernahm vom Vater die Positionen des 1. Flötisten und des Kustos der Königlichen Musikaliensammlung, Verfasser von Standardwerken zur Dresdner Theater-, Musik- und Kapellgeschichte, Entdecker der Gründungsurkunde der Kapelle von 1548, Mitbegründer und langjähriger Vorstand des Dresdner Tonkünstler-Vereins, Mitglied des Direktoriums der Sinfoniekonzerte der Königlichen musikalischen Kapelle, Lehrer am Konservatorium, eine der herausragendsten und prägendsten Gestalten der Dresdner Kapellgeschichte, viele Konzertreisen mit dem Vater, 21-jährig Studien bei Theobald Böhm in München, spielte als erster in Dresden die „Böhm-Flöte" 26.10.1832 - 18.10.1833 - 17.11.1834 - 23.11.1835 - 13.12.1836 - 1.11.1838 - 4.3.1840 - 23.12.1840 - 7.11.1843 - 5.2.1845 - 20.3.1846 - 28.10.1846 - 26.11.1849 - 25.2.1850 - 15.3.1850-17.11.1851 Galitzin (Golitzin), Juri Nikolajewitsch (1823-1872) - Dirigent Nach kurzer Beamtentätigkeit musiktheoretische Studien auf seinem Gut, Aufbau eines großen Bauernchors, 1858 Kompositionsausbildung in Leipzig und Dresden, danach in Amerika und England, 1862 in Paris, umfangreiche Konzerttätigkeit nach der Rückkehr nach Russland, Organisator, Chorleiter, Dirigent, Popularisierung russischer Musik im Ausland (1860 bis 1862 etwa 260 Chor- und Sinfoniekonzerte auf der britischen Insel), schrieb Messen, Lieder, Romanzen, Klavierstücke, Bearbeitungen russischer Volkslieder für Chorgesang 19.7.1858 378 Gallyot-Boucher, Celeste - Harfe und Klavier Siehe Boucher-Gallyot, Celeste Garcia-Viardot, Pauline - Sopran Siehe Viardot-Garcia, Pauline Gärtner, 7 (Lebensdaten unbekannt) - Oboe Nicht als Kapellmitglied nachweisbar, obwohl als Kammermusiker annonciert, möglicherweise gehörte er zeitweise einem der am Hofe tätigen Musikkorps bzw. der Gruppe „dazugezogener Musiker" an 24.1.1834 Gaudin, Fräulein (Lebensdaten unbekannt) - Gesang 24.1.1817 - 3.4.1818 - 4.6.1819 Gentili, Serafino (1775-1835) - Tenor Geboren in Venedig, zu Beginn der Karriere Erfolge in Neapel, 1809 in Paris, seit 1812 an der Mailänder Scala, 1822 bis 1824 Hofopernsänger in Dresden, danach Rückkehr nach Mailand 4.4.1823 Ghika, Olga Prinzessin (Lebensdaten unbekannt) Klavier 19.4.1845 - 30.4.1845 Ghus (Ghys), Joseph (1811-1848) - Violine Geboren in Gent, Schüler von Charles Philppe Lafont, seit 1832 Europatourneen, auch als Violinlehrer und Komponist tätig, in Dresden angekündigt als Geiger aus Paris 29.3.1837 Giulou, J. (Lebensdaten unbekannt) - Flöte Annonciert als Flötist der Königlichen Kapelle in Paris 11.1.1827-5.2.1827 Goldschmidt, Otto - Klavier (biographische Angaben siehe Komponisten) 7.2.1854 -11.2.1854 -1.3.1854 -16.1.1855 Goldschmidt-Lind, Jenny - Sopran Siehe Lind, Jenny Gottschalk, Karl (7-1882) - Posaune, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle als 2. Posaunist von 1842 bis 1871 22.3.1841 Großer, Henriette (1818-7) - Sopran Ausbildung und Beginn der sängerischen Laufbahn als Choristin in Berlin, 1836 in Königsberg, 1837 in Prag, 1851 bis 1852 Hofopernsängerin und Hofschauspielerin in Dresden, danach Gastspieltätigkeit 7.11.1851 - 4.4.1852 -17.8.1852 Grua, Emmy la (1831-7) - Koloratursopran Tochter von Friederike Funk-la Grua, Studium bei der Mutter und in Paris, 1851 bis 1852 Hofopernsängerin in Dresden, 1852 Engagement in Paris, nach 1854 erfolgreiche Karriere in Südamerika sowie Gastspiele in Petersburg, Berlin, München, Dresden, Wiesbaden, Hamburg, Barcelona, London, Neapel und Kairo, lebte seit den 1870er Jahren mit ihrer Mutter als Gesangslehrerin in Paris, letzte Erwähnung 1869 5.3.1851 - 26.8.1851 379 Grünberg, Gottlieb (1802-?) - Flöte Blinder Künstler aus Hannover, Konzertreisen in Deutschland und Dänemark, 1832 Erfinder des Instruments „Furiosa" 24.3.1828-3.1.1831 Gugel, Joseph (Josef) (1770-?) - Horn, und sein elfjähriger Sohn Zählte zusammen mit seinem Bruder Heinrich (geb. um 1780) zwischen 1796 und 1816 zu den bedeutendsten Waldhornisten Deutschlands, Ausbildung in Wien, der Vater schickte beide bereits als Knaben auf Konzertreisen, später Mitglieder der sächsischhildburghausenschen Hofkapelle (Heinrich seit 1837 tätig in Petersburg) 4.12.1818 Haake, Johann Heinrich Christian (Lebensdaten unbekannt) - Flöte 27.3.1829 Haase, August Wilhelm (1792-1862) - Horn, KM Mitglied der (Königlichen) musikalischen Kapelle als 1. Hornist von 1814 bis 1856, wie sein Bruder Ludwig Friedrich Leopold Haase Schüler seines Vaters, eines Anhalt- Dessauischen Kammermusikers 3.4.1818 - 29.11.1822 -17.11.1825 - 31.3.1826 - 30.3.1827 - 11.4.1828 - 2.5.1828 - 27.3.1829 - 9.10.1829 - 4.12.1829 - 27.1.1833 - 1.2.1833 - 18.4.1834 - 10.11.1834 - 13.2.1835 - 23.11.1835- 21.12,1835 - 13.10.1836 - 7.11.1837 - 19.2.1838 - 1.11.1838 - 23.12.1838 - 7.11.1839 - 4.2.1841 -17.3.1841 - 20.1.1842 - 28.10.1846 Haase, Julia (Lebensdaten unbekannt) - Sopran Tochter des Kammermusikers August Wilhelm Haase 17.3.1841 Haase, Julie (ca. 1795-1826) - Sopran, Deklamation Ehefrau des Kammermusikers August Wilhelm Haase, Debüt in Kinderrollen, Ausbil dung bei Johann Aloys Miecksch, seit 1815 Mitglied der Hofoper als Opernsoubrette, Publikumsliebling, sang vornehmlich im Deutschen Departement, erstes Dresdner Annchen im „Freischütz" 29.12.1820 -12.10.1821 - 4.4.1823 -15.12.1823 Haase, Ludwig Friedrich Leopold (1798-1869) - Horn und Violine, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle als Hornist von 1816 bis 1837, wie sein Bruder August Wilhelm Haase Schüler seines Vaters, eines Anhalt-Dessauischen Kammermusikers, ebenso Violinunterricht in Dessau, seit 1814 weitere Ausbildung auf der Violine in Dresden bei Franz Anton Morgenroth, Antonio Rolla und Giovanni Battista Polledro, zusammen mit seinem Bruder erfolgreiche Konzertreisen als Geiger und Hornist in Deutschland, 1831 Verleihung des Titels „Prädicierter Herzoglich Anhaltinisch-Dessauischer Concertmeister" wegen seiner künstlerischen Leistungen als virtu oser Geiger und seiner anhaltinischen Herkunft (Vorgang siehe SHStA, 10026 Geh. Ka binett, 15147/3, fol. 181-188), auch als Komponist hervorgetreten Horn: 3.4.1818 - 29.11.1822 -1.2.1833 (?) Violine: 28.11.1823 - 3.3.1824 - 27.3.1829 -16.10.1829 -19.3.1830 - 19.12.1830 - 28.1.1834 - 18.4.1834 - 7.11.1835 -18.4.1834 - 21.12.1835 Horn und Violine: 31.3.1826 - 30.3.1827 - 2.5.1828 - 4.12.1829 -1.2.1833 Hagedorn, Frau (Lebensdaten unbekannt) - Sopran Angekündigt als „Anhaltinisch-Dessauische Hofopernsängerin" 16.4.1839 380 Hanf, E. (Lebensdaten unbekannt) - Alt Laut HTT von 1820 bis 1828 Mitglied des Hoftheaterchors in Dresden, bei gleich bleibender Adresse merkwürdigerweise von 1820 bis 1822 als Sopranistin mit dem Namen Hamf, seit 1823 als Altistin unter dem Namen Hanf verzeichnet 8.4.1827 Ob eine Identität mit Frau Hauf(f), ebenfalls Mitglied des Hoftheaterchors, besteht, ist unklar 23.3.1834 Harder, Marie von (Lebensdaten unbekannt) - Klavier Vermutlich in Petersburg geboren und in Dresden aufgewachsen, Schülerin von Charles Mayer, Adolph Henselt und Frederic Chopin, von Dresden aus Konzerttätig keit in verschiedenen deutschen Städten und in Wien, in den 1850er Jahren Rückkehr nach Petersburg (der DrA vom 21.11.1853 annoncierte den Namen mit dem Zusatz „aus St. Petersburg") 18.12.1846 - 5.12.1853 - 6.12.1854 -19.3.1855 - 20.4.1855 -1.12.1855 Hartmann, G. (Lebensdaten unbekannt) - Dirigent Musikdirektor und Kantor in Meißen 29.3.1850 -14.4.1854 - 6.4.1855 -10.4.1857 Hartwig, 'Wilhelmine (1774-1849) - Deklamation Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin, nach Engagements in Königsberg, Schwerin, Bremen und Hannover 1796 mit der Secondaschen Theatergruppe in Leipzig, seit 1796 am Dresdner Hoftheater, spielte auch nach ihrer Pensionierung 1835 noch bis 1841 weiter, galt als eine der größten Schauspielerinnen ihrer Zeit 1.5.1818 Hauser, Franz (1794-1870) - Bariton Ausbildung und Operndebüt in Prag, 1821 in Kassel, 1825 bis 1826 Mitglied der Dresd ner Hofoper, danach in Stuttgart, Frankfurt, Leipzig, Berlin und Breslau, 1846 Direktor des Münchener Konservatoriums, nach 1865 Gesangslehrer in Karlsruhe und Freiburg, veröffentlichte eine seinerzeit weit verbreitete Gesangslehre 17.11.1825 -17.2.1826 - 28.6.1826 Hebold, ? (Lebensdaten unbekannt) - Flöte, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1828 bis 1832 1.4.1827 Heinefetter, Sabine (1809-1872) - Sopran Wie ihre vier Schwestern Opernsängerin, zunächst Reisen als Harfenistin und Sänge rin, 1824 Debüt in Frankfurt, danach Anstellung in Kassel (gefördert von Louis Spohr), Vervollkommnung der Ausbildung und Mitglied der Italienischen Oper in Paris, 1829 Erfolge in Wien, gefeiert in weiteren europäischen Städten, u.a. in Mailand, Berlin und Paris, 1835 für sechs Monate Hofopernsängerin in Dresden, 1843 Heirat in Marseille und Rückzug von der Bühne 23.11.1835-21.12.1835 Hellwig, Friedrich (Lebensdaten unbekannt) - Deklamation 25.3.1817-1.5.1818 Henselt, Adolph - Klavier (biographische Angaben siehe Komponisten) 28.1.1837 -11.1.1838 -15.8.1853 381 Hermstedt, Johann Simon (1778-1846) - Klarinette Zunächst Stadtpfeifer in Waldheim und Colditz, 1799 1. Klarinettist im Regiment „Prinz Clemens", das in Dresden stationiert war, 1. Klarinettist, Leiter des Hautboistencorps, Direktor der Hofmusik und 1824 bis 1839 Hofkapellmeister in Sonders hausen, als einer der besten Klarinettisten der Zeit Konzerte in ganz Deutschland, Louis Spohr komponierte für ihn Klarinettenkonzerte und Variationswerke, keine ei genen Kompositionen, aber Bearbeitungen 23.11.1821 Herr, Traugott (7-1862) - Fagott, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1850 bis 1862 30.6.1847 Heyne, Helma (Lebensdaten unbekannt) - Deklamation 14.3.1849 Hiebendahl, Rudolph Theodor (7-1890) - Oboe, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1837 bis 1883, zuvor im Musik korps der Königlich Sächsischen Artillerie, Mitbegründer des Dresdner Tonkünstler Vereins und Lehrer am Konservatorium, Förderer (auch finanziell) Richard Wagners 5.10.1836 - 7.3.1838 -11.3.1839 - 27.8.1840 - 28.10.1846 - 4.2.1848 -17.11.1851 Hiller, Ferdinand - Klavier und Dirigent (biographische Angaben siehe Komponisten) Klavier: 7.1.1845 -16.1.1845 -14.5.1845 Dirigent: 8.11.1847 Himmer, Franz (1828-1899) - Tenor Zunächst Medizinstudium, Gesangsausbildung und 1849 Operndebüt in Wien, 1849 bis 1852 Hofopernsänger in Dresden, anschließend in Braunschweig, Budapest, Ham burg und Darmstadt, seit 1863 große Erfolge in Nordamerika, 1870 Rückkehr nach Deutschland, Gastspiele, Gesangslehrer 13.2.1850 - 24.3.1850 - 26.8.1850 -16.1.1851 - 2.6.1851 - 7.11.1851 Hinckel, Clara (Lebensdaten unbekannt) - Alt Lt. Ankündigung aus Chemnitz, Schülerin von Maria Börner-Sandrini 14.10.1856 Hindle, Johann (1792-1862) - Kontrabass Gilt als letzter Vertreter der Wiener Kontrabass-Schule im 19. Jahrhundert, setzte die Solokonzertpraxis des 18. Jahrhunderts fort, Karriere vom Vorstadtmusiker zum Mit glied des Orchesters im Theater an der Wien und seit 1832 zum Aspirant, seit 1838 zum Mitglied des Hofopern-Orchesters, umfangreiche Konzerttätigkeit in vielen Ländern Europas, von ihnen sind weit über 100 Programme bei der Gesellschaft der Musik freunde Wien überliefert, Komponist und Verfasser einer Kontrabass- Schule (18.4.1828) -18.11.1828 Hock, Elisabeth (Lebensdaten unbekannt) - Mezzosopran Ende 1857 Debüt in Dresden, von 1858 bis 1859 Mitglied der Hofoper, spätere Engage ments in Bremen und Hannover 28.3.1858 Hoffmann, Sophie (1803-1852) - Sopran/Alt Ausbildung in Berlin, Debüt 1822 an der dortigen Hofoper und deren Mitglied bis zum offiziellen Karriere-Ende 1841, 1831 weitere Studien in Italien, 1832 in Venedig, 1838 in Mailand, nach 1841 einzelne Gastspiele in Oper und Konzert, Gesangslehrerin 16.10.1829 382 Hollmann, 'Wilhelm (?-1879) - Tenor 1854 als Chorsänger mit Soloverpflichtung an der Dresdner Hofoper, 1857 bis 1869 Sänger und Schauspieler des Hoftheaters 25.2.1857-7.11.1857 Hoppe, Eduard (1808-1893) - Tenor Ausbildung und 1827 erstes Engagement in Berlin, 1832 in Stettin, 1833 für ein Jahr an der Hofoper Dresden, von 1834 bis zur Pensionierung 1871 in München 24.1.1834 Howitz-Steinau, Clementine (1821-1914) - Sopran Nach dem Studium in Berlin erste Stationen der Karriere Stettin, Rostock, Königsberg und Hamburg, 1852 bis 1853 Hofopemsängerin in Dresden, 1853 bis zum Karriere Ende 1864 in Karlsruhe 21.2.1853 Hübler, Heinrich Carl August (1822-1893) - Horn, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1844 bis 1891, Schüler von August Wilhelm Haase, seit 1851 Erster Hornist, Komponist mehrerer Werke für Horn, dar unter ein Konzert für vier Hörner wohl nach Robert Schumanns Vorbild, Primarius des Hornquartetts 16.1.1851 - 2.6.1851 - 28.2.1853 - 2.9.1858 Hummel, Johann Nepomuk - Klavier (biographische Angaben siehe Komponisten) 3.4.1818 - 7.4.1826 - 3.4.1834 Jacobi, Fräulein (Lebensdaten unbekannt) - Gesang Gehörte offensichtlich zu jenen „kunstgeübten Dilettanten" Dresdens, die für die Aufführung von Schumanns „Paradies und die Peri" herangezogen wurden 5.1.1850-12.1.1850 Jauner-Krall, Emilie (1831-1914) - Sopran Unterricht und erstes Engagement am Kärtnertortheater Wien, Gastspiele in Hannover, Hamburg, Berlin und Wien, 1854 in Darmstadt, 1855 in England, von 1855 mit kurzen Unterbrechungen Hofopernsängerin in Dresden bis zum Jahr 1871, in dem sie ihrem seit 1858 als Schauspieler am Dresdner Hoftheater engagierten Gatten Franz Jauner nach Wien folgte und ihre Karriere beendete 2.9.1856 - 7.11.1856 - 29.1.1857 - 27.8.1857 Julius (eigentlich von Kleist), Friedrich (1776-1860) - Deklamation Bis 1794 im preußischen Militärdienst, nach Engagements in Breslau und Leipzig von 1817 bis zur Pensionierung 1833 Dresdner Hofschauspieler 25.3.1817-1.5.1818 Kalkbrenner, Friedrich Wilhelm Michael - Klavier (biographische Angaben siehe Komponisten) 24.5.1833 Kaufmann, Friedrich (1782-1866) - Akustiker, Erfinder und Spieler mechanischer Musikinstrumente In Dresden tätig, baute mit seinem Vater Johann Gottfried 1806 ein Belloneon, 1808 ei nen Trompetenautomaten, es folgten das Trompeten- und Paukenwerk, das Chorda laudion, 1809 das Harmonichord und 1839 das Symphonion (von seinem Sohn Fried rich Theodor zum Orchestrion weiterentwickelt), verlor 1843 während eines Seestur 383 mes auf der Überfahrt von England fast alle seine Instrumente, Carl Maria von Weber komponierte für ihn Adagio und Rondo für Harmonichord und Orchester (JV 115), das Kaufmann lange Zeit auf seinen Reisen als Paradestück präsentierte 8.4.1824 - 9.2.1835 -17.3.1841 - 8.10.1846 Keller, Karl Johann Gottfried (1786-?) - Bass Möglicherweise 1812/1813 Mitglied der Secondaschen Theater-Gesellschaft in Dresden, nach einem Engagement in Breslau von 1820 bis zu seiner Pensionierung 1841 Hofopernsänger in Dresden 22.12.1821 Kiesewalter, Agathe (Lebensdaten unbekannt) - Alt 1844 bis 1857 Choristin mit gelegentlichen Soloverpflichtungen am Dresdner Hoftheater 7.11.1849 -13.2.1850 - 29.3.1850 - 7.11.1850 -16.3.1856 Klengel, August Alexander - Klavier (biographische Angaben siehe Komponisten) 24.1.1817 Kiesheim, Anton Freiherr von (1812-1884) - Deklamation Österreichischer Dichter und Schauspieler, beliebt wegen seiner Dialekt-Vorträge, lt. Ankündigung aus Wien kommend 2.6.1851 Kloss, Carl - Klavier, Orgel und Referent (biographische Angaben siehe Komponisten) 25.4.1836 - 4.3.1837 - 28.7.1850 Koch, Emma (Lebensdaten unbekannt) - Gesang Annonciert als Sängerin aus Leipzig 17.5.1853-26.2.1856 Könneritz, Therese von (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 19.4.1845 - 30.4.1845 Kotte, Johann Gottlieb (1797-1857) - Klarinette (Kammermusiker) Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle als 1. Klarinettist von 1817 bis 1857, Schüler der beiden ersten Kapell-Klarinettisten Gottlob und Traugott Rothe, umfangreiche solistische Tätigkeit, bestimmte wesentlich das hohe Niveau des Bläserspiels im Orchester 30.12.1823 - 30.12.1824 - 17.11.1825 - 24.11.1826 - 21.3.1828 - 11.4.1828 - 2.5.1828 - 26.6.1828 - 27.3.1829 - 16.10.1829 - 19.3.1830 - 14.2.1832 - 11.5.1832 - 7.12.1832 - 27.1.1833 - 1.3.1833 - 19.4.1833 - 6.12.1833 - 17.2.1834 - 10.4.1834 - 9.2.1835 - 13.2.1835 - 7.11.1835 - 7.3.1836 - 13.10.1836 - 1.11.1836 - 11.3.1837 - 18.10.1837 - 11.12.1837 - 19.2.1838 - 28.2.1838 - 30.4.1838 - 1.11.1838 - 23.12.1838 - 9.4.1839 - 25.10.1839 - 29.2.1840- 4.4.1840 - 23.12.1840 - 4.2.1841 - 20.1.1842 - 7.11.1842 - 21.11.1842 - 11.12.1843 - 13.4.1844 - 20.5.1844 - 20.3.1846 - 28.10.1846 - 25.11.1846 - 18.12.1846 - 19.4.1847 - 4.2.1848 - 4.3.1848 - 25.11.1848 - 14.3.1849 - 13.4.1849 - 26.11.1849 - 9.2.1853 - 28.2.1853 -11.11.1853 - 5.12.1853 Kötzschke, Hermann (1826-1892) - Klarinette, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1850 bis 1890, Beginn der Ausbil dung in Leipzig, Fortsetzung bei Johann Gottlieb Kotte in Dresden 27.8.1857 Krägen (Kräger), Carl (1797-1879) - Klavier Hofpianist, Lehrer bei Hofe und geschätzter Klavierpädagoge in Dresden, als Pianist „den ersten Virtuosen zur Seite zu stellen" (NZfM), gut bekannt mit Robert Schumann, Ferdinand Hiller und Friedrich Wieck 1.5.1834 - 27.1.1831 -19.4.1845 - 30.4.1845 384 Krägen, E., Herr (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 19.4.1845 - 30.4.1845 Krall (-Jauner) Emilie - Sopran Siehe Jauner-Krall, Emilie Kraus-Wranitzky, Katharina (1794-1872) - Sopran Tochter des Wiener Komponisten und Geigers Anton Wranitzky, Engagement in Ham burg nachgewiesen, für die Dresdner Konzerte Ankündigung im DrA „aus Wien"; es liegt hier möglicherweise eine familiäre Verwechslung vor: Katharina war eine verehe lichte Seidler-Wranitzky, ihre Schwester Anna, ebenfalls Sängerin, eine verehelichte Kraus-Wranitzky, wer von beiden tatsächlich gesungen hat, bleibt offen 31.3.1833 -19.4.1833 Kraut, Herr (Lebensdaten unbekannt) - Klarinette Annonciert als ein Schüler Johann Gottlieb Kottes 6.12.1833 - 7.3.1836 Krebs, Carl August - Dirigent (biographische Angaben siehe Komponisten) 28.7.1850 - 5.3.1851 - 13.4.1851 - 25.2.1852 - 8.11.1852 - 27.1.1853 - 21.2.1853 - 20.3.1853 - 7.11.1853 - 11.11.1853 - 11.2.1854 - 9.4.1854 - 2.5.1854 - 21.9.1854 - 7.11.1854 - 27.1.1855 - 1.4.1855 - 5.5.1855 - 29.8.1855 - 29.1.1856 - 6.2.1856 - 2.9.1856 - 25.2.1857 - 5.4.1857 - 27.8.1857-28.3.1858 Krebs-Michalesi, Aloysia (1824-1904) - Mezzosopran Erste musikalische Ausbildung durch die Mutter in Prag, Operndebüt 1843 in Brünn, 1846 in Hamburg, 1849 bis zu ihrer Pensionierung 1870 Hofopernsängerin in Dresden, danach noch Auftritte in Kirchenkonzerten, seit 1850 verheiratet mit Carl August Krebs 29.3.1850 - 28.7.1850 - 7.11.1850 -16.1.1851 - 8.11.1852 - 27.1.1853 - 21.2.1853 - 7.11.1853 - 21.3.1854 - 9.4.1854 - 29.4.1854 - 1.5.1854 - 21.9.1854 - 7.11.1854 - 1.4.1855 - 5.5.1855 - 29.8.1855 - 7.11.1855 - 7.11.1856 - 29.1.1857 - 25.2.1857 - 5.4.1857 - 7.11.1857 - 30.1.1858 - 28.3.1858 Kressner, Emilie (Lebensdaten unbekannt) - Gesang In AZ für 2.11.1828 angekündigt als „vormalige Kaiserlich russische Kammersängerin" 2.11.1828-9.1.1829 Kressner, Otto Friedrich (Lebensdaten unbekannt) - Flöte, KM Schüler von Anton Bernhard Fürstenau, 1823 bis 1824 Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle, aus der er wegen unehrenhaften Verhaltens entlassen wurde 30.3.1821 -12.10.1821 - 24.10.1823 - 2.11.1828 - 9.1.1829 Kretzschmar, Carl Gottlob (1784-1863)-H orn, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1817 bis 1849 7.11.1837 - 4.3.1840 - 27.8.1840 Kretzschmar, Johann Gottlob (1809-1882) - Oboe, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1837 bis 1875, zuvor seit 1836 Oboist im Leipziger Gewandhausorchester 23.12.1836 - 27.8.1840 Kreutzer, Conradin (1780-1849) - Klavier Instrumental- und Theorieunterricht in der Benediktiner-Lateinschule Zwiefalten, 1799 Jurastudium in Freiburg, 1801 in der Schweiz, 1804 als Lehrer und Pianist in Wien, 1811 Opernerfolg in Stuttgart, 1812 dort Hofkapellmeister, 1817 in gleicher Position in 385 Donaueschingen, seit 1822 Kapellmeister an verschiedenen Wiener Theatern, 1840 städtischer Musikdirektor in Köln, zahlreiche Konzertreisen, schrieb Opern, Oratorien, Kirchenmusik, Lieder, Hymnen, (Männer-) Chöre 7.3.1818 - 7.3.1819 Krickeberg, Sofie Friederike (1770-1842) - Deklamation Debüt im Kindesalter als Zögling Ekhofs am Gothaer Hoftheater, Sängerin und Schau spielerin an verschiedenen deutschen Theatern, u.a. auch zeitweise in Dresden, 1816 bis 1842 in Berlin 25.3.1817 Kriete, Henriette - Sopran Siehe Wüst(-Kriete), Henriette Krogulski, JozefWladyslaw (1815-1842) - Klavier Zehnjährig erste Konzerte, Komponist, Kammermusikspieler und Chorleiter, 1838 Gründer einer Gesangsschule und Dirigent an der Piaristenkirche in Warschau, kom ponierte Konzerte, Ouvertüren, Kammer- und Klaviermusik 14.2.1826 Krüger, Hugo (1829-1871) - Tenor Gesangsausbildung bei Emma Babnigg, 1850 bis zu seinem Tod Mitglied der Berliner Hof oper, einzig mit Unterbrechung des Jahres 1857, in dem er der Dresdner Hofoper angehörte 27.8.1857 Kühne, Adolph (Lebensdaten unbekannt) - Violine, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1834 bis 1845 18.4.1834 - 21.4.1834 Kummer, Carl Gotthelf(1799-1865) - Oboe, Klavier, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1817 bis 1859 17.3.1820 -17.11.1825 -11.4.1828 - 27.1.1833 -1.11.1838 - 23.12.1838 - 4.2.1841 Kummer, Ernst (1824-1860) - Violoncello, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1841 bis 1860, Sohn und vermut lich auch Schüler des Cellisten Friedrich August Kummer 1.11.1840 - 4.2.1841 - 25.11.1848 - 21.3.1854 Kummer, Ferdinand Wilhelm (1802-1834) - Violoncello, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1820 bis 1834, Sohn des Oboisten Friedrich August Kummer 17.3.1820-25.2.1825 Kummer, Friedrich August (1770-1849) - Oboe, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1797 bis 1830, zuvor Mitglied der Meininger Hofkapelle, Vater von Ferdinand Wilhelm und Friedrich August Kummer 17.3.1820 Kummer, Friedrich August (1797-1879) - Violoncello, KM Mitglied der (Königlichen) musikalischen Kapelle von 1814 mangels freier Cellisten stelle zunächst als Oboist, seit 1817 bis 1864 als Cellist, 1852 Nachfolger seines Lehrers Justus Johann Friedrich Dotzauer auf der 1. Cello-Position, umfangreiche kompositori sche, solistische und kammermusikalische Tätigkeit, Lehrer am Konservatorium, etwa 400 Kompositionen, Ehrenmitglied des Dresdner Tonkünstler-Vereins, eine der profi liertesten Kapell-Persönlichkeiten im 19. Jahrhundert, Sohn des Oboisten Friedrich August Kummer 386 4.6.1819 - 17.3.1820 - 23.4.1824 - 17.11.1825 - 28.12.1827 - 20.12.1828 - 7.11.1829 - 24.9.1830 - 27.1.1831 - 15.3.1832 - 11.5.1832 - 17.1.1834 - 3.4.1834 - 10.4.1834 - 13.2.1835 - 25.1.1836 - 11.3.1837- 11.10.1837 - 19.2.1838 - 21.4.1838 - 1.11.1838 - 23.12.1838 - 25.2.1839 - 9.4.1839 - 25.10.1839 - 29.2.1840 - 7.3.1840 - 4.4.1840 - 1.11.1840 - 4.2.1841 - 8.11.1841 - 20.1.1842 - 21.11.1842- 11.12.1843 - 20.5.1844 - 4.6.1844 - 1.12.1845 - 25.11.1846 -18.12.1846 - 4.3.1848 -13.4.1849 - 7.11.1849 - 26.8.1851 - 5.4.1853 - 26.2.1856 - 2.9.1856 Kummer, Gotthelf (Gotthilf) Heinrich (1774-1857) - Fagott, KM Mitglied der (Königlichen) musikalischen Kapelle von 1809 bis 1841, zuvor bei den kurfürstlichen Leibgrenadieren, Reisen als Virtuose, zahlreiche Kompositionen, Vater von Heinrich Kummer 4.6.1819 - 17.3.1820 - 16.11.1821 - 14.11.1823 - 28.11.1823 - 25.2.1825 - 28.12.1827 - 22.12.1829 -19.2.1838 Kummer, Heinrich (1809-?) - Fagott und Klavier, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1827 bis 1832, 1851 als Kaiserlich russischer Kammermusiker erwähnt, Sohn von Gotthelf Heinrich Kummer Fagott: 17.3.1820 Klavier: 16.11.1821 -14.11.1823 - 28.11.1823 - 25.2.1825 - 2.11.1828 -17.11.1851 Fagott und Klavier: 28.12.1827 - 22.12.1829 Kunze, Carl Gottfried (Lebensdaten unbekannt) - Trompete, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1823 bis 1855 27.8.1840 Lacombe, Felice (Lebensdaten unbekannt) und Louis (1818-1884) - Klavier (biographische Anga ben zu Louis Lacombe siehe Komponisten) Im DrA wird Louis, obgleich 1818 geboren, 1834 als Dreizehnjähriger angekündigt und seine Schwester Felice als seine Schülerin annonciert 20.6.1834 - 30.4.1838 Laidlaw, Robena Ann (1817-1852) - Klavier Ausbildung in Sprachen, Zeichnen und Musik, 1834 Debüt in Berlin, Ernennung zur Kammervirtuosin der Herzogin von Cumberland, 1834 Studium bei Henri Herz, seit 1835 Tourneen in England, Deutschland, Italien, Konzerte in Wien, Warschau und Pe tersburg, seit 1840 wohnhaft und gefragte Lehrerin in London 15.6.1837 Langenschwarz, Herr (Lebensdaten unbekannt) - Improvisator 16.2.1831 Langer, Herr (Lebensdaten unbekannt) - Orgel Annonciert als Organist aus Leipzig 29.3.1850 Lauterbach, Friedrich Wilhelm (1804-?) - Klarinette, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1826 bis 1871, Sohn von Johann Gottlob Lauterbach 3.12.1824 -16.4.1830 - 7.3.1836 - 28.2.1838 -10.12.1839 - 27.8.1840 -10.2.1852 Lauterbach, Johann Gottlob (auch: Gottlieb) (1780-1861) - Klarinette, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1817 bis 1849, hatte sich zunächst 1816 nach Auflösung des Hofpfeiferensembles, dem er angehört hatte, um die Position des Stadtmusikus beworben, Vater von Friedrich Wilhelm Lauterbach 3.12.1824 -16.4.1830 387 Lebrun, Antonie (Antoinette) (1823-?) - Deklamation Tochter des Theaterschriftstellers Carl August Lebrun, 1839 Debüt in Hamburg, 1845 bis 1847 Hofschauspielerin in Dresden, Beendigung der Karriere wegen Heirat 19.4.1845 - 30.4.1845 -14.5.1845 - 25.11.1846 -1.5.1847 Lehmann, Clara (7-1861) - Sopran Von 1845 bis zu ihrem Tod Mitglied des Dresdner Hoftheaterchors mit Soloaufgaben 7.11.1849 Lempke (Lembke, auch Lemke oder Lemcke), Sophie (Lebensdaten unbekannt) - Sopran 1830 bis 1831 Hofopernsängerin in Dresden 16.4.1830-6.12.1830 Lewy, Carl - Klavier Sohn von Eduard Constantin Lewy 15.8.1838 Lewy, Eduard Constantin (1797-1846) - Horn 1812 Eintritt in den Militärdienst, 1822 Hornist der Wiener Hofkapelle und Solist des Hofopernorchesters, 1833 Professor am Konservatorium, Konzertreisen in Europa bestätigten seinen Ruf als hervorragender Virtuose 15.8.1838 Lewy, Joseph Rudolph (1802-1881) - Horn, KM Bruder von Eduard Constantin Lewy, Studium in Paris, 1824 in der Königlichen Ka pelle in Stuttgart, 1826 im Hofopernorchester Wien, seit Beginn der 1830er Jahre Kon zertreisen in Europa, 1837 Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle in Dresden, 1851 Pensionierung, Kompositionen für Horn 4.3.1840 -12.3.1840 - 27.8.1840 - 4.2.1848 - 4.3.1848 -13.4.1849 Lewy, Melanie (Lebensdaten unbekannt) - Harfe Tochter von Eduard Constantin Lewy 15.8.1838 Lewy, Richard (1829-7) - Horn Sohn von Eduard Constantin Lewy 15.8.1838 Lind, August (7-1862) - Violine, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1818 bis 1855 21.4.1834 Lind (Goldschmidt-Lind), Jenny (1820-1887) - Sopran Studium in der Geburtsstadt Stockholm und in Paris, 1838 Debüt in Stockholm, Sprachunterricht in Dresden, Engagements seit 1843 in Berlin, 1846 in Wien, 1847 in London, Gastspiele in Europa, 1849 Abschied von der Bühne, fortan ausschließlich Konzertsängerin, 1850 bis 1852 in den USA (dort Verehelichung mit Otto Gold schmidt), 1852 bis 1855 wohnhaft in Dresden, 1856 Übersiedelung nach London, päda gogische Tätigkeit, 1886 Meisterklasse am Royal College of Music, galt als beste Kolo ratursängerin der Zeit („schwedische Nachtigall"), bestattet in der Westminster Abbey 15.3.1850 - 7.2.1854 -11.2.1854 -1.3.1854 -16.1.1855 Lindemann, Julius Eduard (1822-1886) - Bariton Ausbildung in Leipzig, 1847 bis 1849 und 1855 bis 1856 Hofopernsänger in Dresden, weitere Engagements in Hamburg, München und Kassel, dort nach der 1883 erfolgten Pensionierung Gesangslehrer 8.11.1847 - 22.1.1848 - 12.2.1848 - 16.4.1848 - 23.4.1848 - 22.9.1848 - 7.11.1848 - 23.12.1848 - 5.2.1849 -14.3.1849 - 29.8.1855 388 Lipinski, Karl (Karol Jozef) (1790-1861) - Violine, Kztmstr. Als Konzertmeister Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1839 bis 1860 (ab 1840 auf Lebenszeit), außerdem Direktor der Kapelle in der Hofkirche, Hofgeiger des Königs und Veranstalter renommierter Quartett-Akademien, erster Unterricht beim Vater Feliks Lipinski, weitere Vervollkommnung in Theorie, Komposition, auf Violine und auch Violoncello autodidaktisch, 1810 bis 1836 bis auf die Unterbrechun gen durch Konzertreisen 1. Geiger und Kapellmeister in Lemberg, bis 1838 Erster Vio linist der Kaiserin von Russland, galt als einer der größten Geiger seiner Zeit und Ri vale Paganinis, mit dem er wiederholt gemeinsam auftrat, Lebensabend auf seinem polnischen Gut in Urlow, Kompositionen für Violine, darunter das einst sehr populäre „Militärkonzert" und weit verbreitete Capricci 7.11.1836 - 12.11.1836 - 3.1.1838 -11.3.1839 -13.8.1839 - 17.9.1839 - 4.3.1840 - 23.12.1840 - 17.2.1843 - 6.7.1843 - 7.11.1843 - 28.10.1846 - 7.11.1846 -12.3.1849 - 28.7.1850 - 28.10.1850 Listing, Eduard (7-1871) - Viola, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1841 bis 1871 22.3.1841 Liszt, Franz (1811-1886) - Pianist und Dirigent Pianist: 21.2.1844 - 27.2.1844 Dirigent: 7.11.1857 Litolff, Henry - Klavier (biographische Angaben siehe Komponisten) 15.11.1844 -19.4.1845 - 30.4.1845 -14.5.1845 Loqueissie, Pauline von (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 19.4.1845 - 30.4.1845 Lorenz, Friedrich (Lebensdaten unbekannt) - Fagott, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1823 bis 1834 17.12.1824 - 9.3.1827 -18.12.1828 - 27.3.1829 - 27.1.1833 -10.11.1834 -13.2.1835 Lorenz, Johann Wilhelm (1816-1890) - Horn, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1843 bis 1884, Lehrer am Konservatorium 30.6.1847 -16.1.1851 - 28.2.1853 Löwe, Herr (Lebensdaten unbekannt) - Flöte Angekündigt als Schüler von Anton Bernhard Fürstenau 30.4.1830 Lutzau, Herr von (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 19.4.1845 - 30.4.1845 Lwow (Lwoff), Alexej Fedorowitsch von - Violine (biographische Angaben siehe Komponisten). 4.6.1844 Machui, Heinrich von (Lebensdaten unbekannt) - Flöte Annonciert als „fast blind" 23.4.1824 Marioni, Demoiselle (Lebensdaten unbekannt) - Gesang Angekündigt als Sängerin aus Venedig 4.6.1819 Marpurg, Auguste (1822-1893) - Sopran Erste Engagements in Detmold und Königsberg, 1846 bis 1848 Hofopernsängerin in Dresden, danach in Rostock und Frankfurt/M. 4.2.1848 -16.4.1848 - 23.4.1848 - 22.9.1848 389 Marx, Pauline (1819-1881) - Sopran Ausbildung beim Vater (Großherzoglicher Badischer Musikdirektor) und in Paris, nach ersten Erfolgen als Konzertsängerin 1839 bis 1842 Mitglied der Dresdner Hofoper, da nach Engagements in Berlin und Darmstadt sowie Gastspiele an vielen deutschen Bühnen 16.11.1839 - 10.12.1839 - 23.12.1839 - 13.2.1840 - 29.2.1840 - 4.3.1840 - 12.3.1840 - 12.4.1840 - 27.8.1840 - 1.11.1840 - 4.2.1841 - 13.2.1841 - 24.2.1841 - 4.4.1841 - 1.6.1842 - 29.7.1842 Mayer, Charles (1799-1862) - Klavier In Petersburg Schüler von John Field, bereits 1812 Beendigung der Ausbildung, anschließend Konzertreisen in Polen, Deutschland, Holland und Frankreich, 1819 Nie derlassung in Petersburg als Virtuose und Lehrer (man spricht von 800 Schülern), 1845 triumphale Konzertreise in skandinavischen Ländern, Deutschland und Österreich, danach Niederlassung als hochgeschätzter Pädagoge in Dresden, komponierte über 350 Werke fast ausschließlich für Klavier, darunter viele Variationen, Tanz- und Cha rakterstücke 25.11.1846 - 4.2.1848 - 4.3.1848 - 25.11.1848 -13.4.1849 Mayer, Friedrich August (1790-1829) - Bass Aus einem Engagement in Kassel kommend, von 1819 bis zu seinem Tod Schauspieler und Sänger des Dresdner Hoftheaters 16.11.1821 - 6.6.1824 - 3.12.1824 - 25.2.1825 -13.10.1826 - 8.4.1827 -18.4.1828 - 3.10.1828 - 18.11.1828 Mazas, Jacques Ferreol - Violine (biographische Angaben siehe Komponisten) 15.9.1823 Mecchi, Herr (Lebensdaten unbekannt) - Violine 19.4.1833 Mendelssohn Bartholdy, Felix (1809-1847) - Dirigent 9.4.1843 Metzner, Adelheid (Lebensdaten unbekannt) - Sopran 1818 bis 1820 Mitglied der Dresdner Hofoper, danach in Hamburg und Kassel, verheiratet mit Joseph Emil Metzner 22.4.1825 Metzner, Joseph Emil (Lebensdaten unbekannt) - Bass Von 1816 bis 1820 Schauspieler und Sänger am Dresdner Hoftheater, erster Direktor des 1817 von Carl Maria von Weber gegründeten Dresdner Opernchors, verheiratet mit Adelheid Metzner 25.3.1817 Meyer, Luise (1831-1899) - Sopran Beginn der Karriere in Frankfurt/M, anschließend am Theater an der Josephstadt Wien, in Breslau und Kassel, 1853 bis 1854 Hofopernsängerin in Dresden, danach in Prag und an der Wiener Hofoper, nach Beendigung der Bühnenlaufbahn 1875 Gesangslehrerin in Wien und Berlin 9.2.1853 - 28.2.1853 - 20.3.1853 - 5.4.1853 - 29.8.1853 -11.11.1853 - 5.12.1853 Michalesi, Aloysia Siehe Krebs-Michalesi, Aloysia 390 Michalesi, Marie (Lebensdaten unbekannt) - Deklamation Dresdner Hofschauspielerin von 1852 bis 1856 21.3.1854-5.5.1855 Mie(c)ksch, Johann Aloys (1765-1845) - Tenor Seit 1777 Kapellknabe an der Dresdner Hofkirche, hier Studien in Gesang, Klavier, Or gel, Violine und Komposition, 1783 Assistent des Zeremoniensängers Stephan, 1786 Hofkirchensänger, 1799 Mitglied der Oper, an der er bis 1822 sang, ab 1801 auch Lehrer der Kapellknaben, 1820 bis 1831 Chordirektor, bis in seine letzte Lebenszeit Gesangs lehrer und Archivar der königlichen Privatbibliothek, komponierte u.a. Kantaten, Mes sen und ein Requiem, seit 1808 verheiratet mit Maria Camilla Mie(c)ksch, sein Bruder Alexius war 1798 bis 1814 als Hornist Mitglied der Dresdner Hofkapelle 25.3.1817 Mie(c)ksch, Maria Camilla (1789-1824) - Sopran 1807 bis zu ihrem Tod Mitglied der Dresdner Oper, als Nachfolgerin der Primadonna Francesca Paer engagiert, Ehefrau von Johann Aloys Mie(c)ksch 23.9.1818-22.12.1821 Milanollo, Theresa (1827-1904) und Maria (1832-1848) - Violine Italienische Virtuosinnen, die zwischen 1839 und 1846 mit großem Erfolg Europa bereisten. 6., 8., 13., 16.2.1844 Milder-Hauptmann, Pauline Anna (1785-1838) - Sopran Ausbildung in Wien u.a. bei Antonio Salieri, 1803 Debüt in Wien, 1805 Beethovens erste „Leonore", 1808 Primadonna am Kärtnertortheater in Wien, 1812 über Breslau zum Berliner Hoftheater, 1816 dort festes Mitglied des Ensembles, verließ Berlin 1829 nach einem Streit mit Gasparo Spontini, im gleichen Jahr Mitwirkung in Felix Men delssohn Bartholdys historischer Aufführung von Johann Sebastian Bachs Matthäus passion, Gastspiele in Dänemark, Schweden, Russland und erneut in Berlin, 1836 in Wien Abschied von der Bühne 14.8.1826 Mitländer-Rudersdorfi Frau (Lebensdaten unbekannt) - Gesang 14.4.1854 Mitterwurzer, Anton (1818-1876) - Bariton Erster Unterricht bei seinem Onkel Johann Baptist Gänsbacher, dem damaligen Kapell meister am Wiener Stephansdom, Violinstudium in Wien, daneben Gesangsausbil dung, erstes Engagement in Innsbruck, danach vorübergehend Mitglied einer österrei chischen Wanderbühne, von 1839 bis zu seiner Pensionierung 1870 eine der profilier testen, vielseitigsten Sängerpersönlichkeiten der Dresdner Hofoper, führend vor allem in Wagner-Partien 13.8.1839 - 16.11.1839 -12.4.1840 - 23.12.1840 - 4.2.1841 - 21.11.1842 - 5.5.1843 - 6.7.1843 - 23.12.1843 - 3.4.1844 - 20.5.1844 - 4.6.1844 - 22.7.1844 - 19.8.1844 - 16.3.1845 - 19.4.1845 - 14.5.1845 - 11.8.1845 - 1.12.1845 - 20.3.1846 - 5.4.1846 - 28.10.1846 - 7.11.1846 - 25.11.1846 -18.12.1846 - 28.3.1847 -19.4.1847 -1.5.1847 - 8.11.1847 -16.4.1848 - 2.5.1848 - 22.9.1848 - 18.10.1848 - 25.11.1848 - 23.12.1848 - 22.1.1849 - 5.2.1849 - 12.3.1849 - 14.3.1849 - 1.4.1849 - 29.8.1849 - 25.2.1850 - 24.3.1850 - 29.3.1850 - 26.8.1850 - 28.10.1850 - 26.8.1851 - 17.11.1851 -10.2.1852 - 21.2.1853 - 28.2.1853 - 20.3.1853 - 5.4.1853 - 7.11.1853 - 1.3.1854 - 22.4.1854 - 25.4.1854 - 27.1.1855 - 7.11.1855 - 6.2.1856 - 16.3.1856 - 14.10.1856 - 4./5.4.1857 - 7.11.1857 - 28.3.1858 391 Molique, 'Wilhelm Bernhard - Violine (biographische Angaben siehe Komponisten) 7.12.1832 Morgenroth, Franz Anton (1780-1847) - Violine, KM, Kztmstr. Mitglied der (Königlichen) musikalischen Kapelle von 1812 bis 1847, zunächst angestellt als Tuttist, 1828 Vizekonzertmeister, 1837 Konzertmeister, aktiv in verschiedenen Gremien der Kapelle, zum Beispiel als Orchestervorstand und im Ausschuss für die Palmsonntagskonzerte, komponierte Kirchenmusik, Kammermusik, Schauspielmusik, Lieder, Ouvertüren, Sinfonien, Konzerte, Klaviermusik 25.3.1817 Mor(r)iani, Napoleone (1806 oder 1808-1878) - Tenor Nach einem Jurastudium Ausbildung in Gesang, 1832 Debüt in einem Konzert der Mailänder Scala, 1833 Bühnendebüt in Pavia, 1833 bis 1834 Padua und Parma, 1834 bis 1835 Turin und Genua, 1836 Neapel und Bologna, 1838 Florenz und Venedig, 1839 bis 1840 Mailand, Triest und Verona, 1842 Kärntnertortheater Wien (für die Dresdner Kon zerte als „Gast von der Wiener Oper" annonciert), während der Konzerte 1841 gerade Gast im italienischen Fach an der Dresdner Hofoper 20.8.1841 - 31.8.1841 - 9.8.1843 Morlacchi, Francesco - Dirigent (biographische Angaben siehe Komponisten) 20.9.1818 - 23.9.1818 - 28.6.1826 - 29.12.1826 - 8.4.1827 - 12.4.1829 - 4.4.1830 - 27.3.1831 - 15.4.1832 - 11.5.1832 - 31.3.1833 - 19.4.1833 - 6.12.1833 - 23.3.1834 - 12.4.1835 - 23.11.1835 - 27.3.1836 - 7.1.1837 -19.3.1837 - 8.4.1838 - 24.3.1839 - 25.10.1839 -12.4.1840 Mortier de Fontaine, Henri Louis Stanislas (1816-1883) - Klavier und Dirigent Geboren und ausgebildet in Warschau, Studienkollege von Chopin, Debüt 1833 in Danzig, seit 1834 in Paris und Italien, 1850 nach Petersburg, Lehrtätigkeit und Veranstaltung historischer Konzerte, 1860 in München, Lebensabend in London, viele Konzertreisen in Europa, geschätzt besonders als Interpret der späten Beethoven Sonaten, Freund Franz Liszts und Taufpate von dessen Tochter Cosima Klavier: 11.1.1845 - 30.4.1845 -14.5.1845 Klavier und Dirigent: 19.4.1845 Mortier de Fontaine, Madame (Lebensdaten unbekannt) - Gesang Gattin des vorher Genannten, annonciert als Kammersängerin des Königs von Belgien 11.1.1845 -19.4.1845 - 30.4.1845 Moscheies, Ignaz (1794-1870) - Klavier Erster Unterricht in Prag, 1808 bis 1820 in Wien, Fortsetzung der Ausbildung bei Johann Georg Albrechtsberger und Antonio Salieri, in Wien geschätzt als Pianist und Lehrer, 1814 Klavierauszug von Fidelio, 1820 bis 1825 Konzertreisen in Europa, seit 1825 in London als Professor an der Royal Academy of Music, 1832 bis 1841 Mitdirektor und Dirigent der Royal Philharmonie Society, ab 1836 Veranstalter der „Classical Chamber Concerts" und der „Historischen Soireen für Klaviermusik", 1840 Rückzug aus dem öffentlichen Konzertleben, Bearbeiter und Herausgeber von Werken der Klassiker sowie Carl Maria von Webers und Muzio Clementis, 1846 auf Wunsch Felix Men delssohn Bartholdys Oberleiter der Klavierabteilung am Leipziger Konservatorium, schrieb Konzerte, konzertante Stücke, Orchesterwerke, virtuose Solostücke für Klavier, Kammermusik, Sonaten, Unterrichtswerke 7.10.1824 - 9.11.1826 - 7.1.1845 392 Moschke, Friedrich August (1798-1863) - Horn, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1842 bis 1863 27.8.1840 -16.1.1851 - 28.2.1853 Moschke, Gotthelf(Lebensdaten unbekannt) - Fagott, KM Mitglied der Königlichen Kapelle von 1828 bis 1867 20.2.1837 -1.11.1838 - 23.12.1838 - 4.2.1841 - 20.1.1842 Müller, J. G. (Lebensdaten unbekannt) - Dirigent Direktor des Dresdner Männerchors „Orpheus» 6.7.1843 -18.10.1848 Muschietti, Giovanni (Lebensdaten unbekannt) - Altist 1791 an der Berliner Hofoper, 1793 entlassen, danach in Frankreich und bis 1840 Hofkirchensänger in Dresden. 28.6.1826 -15.4.1832 Nabig (Nabich), Moritz (1815-?) - Bassposaune 1849 bis 1855 Großherzoglich-Weimarer Kammermusiker, danach in Paris, London und Leipzig, Virtuosenreisen in Europa 21.3.1854 Nanni, Ranieri (Lebensdaten unbekannt) - Oboe und Englischhorn Um 1810 in Florenz im Dienst des Großherzogs der Toscana, Konzertreisen in Europa als Oboist und Fagottist, in Dresden annonciert als Virtuose aus Pisa, auch als Kompo nist tätig 6.5.1818 Naumann, C. A. G. (Lebensdaten unbekannt) - Dirigent 18.10.1848 Nissen (verehelichte Saloman), Henriette (1819-1879) - Sopran Ausbildung in Paris, seit 1844 in Berlin, Petersburg, Italien, London, Stockholm, Paris, Leipzig und an vielen deutschen Bühnen, seit 1850 Konzertreisen mit ihrem Gatten, dem Geiger Siegfried Saloman, 1857 in Frankfurt, seit 1859 Lehrerin am Konservato rium Petersburg 4.3.1850 Novello, Clara Anastasia (1818-1908) - Sopran 1833 Beginn der Karriere als Konzertsängerin, seit 1836 Gastspiele in Europa, 1837 auf Einladung Felix Mendelssohn Bartholdys in Leipzig, 1838 u.a. in Wien, Berlin und Dresden, 1839 in Petersburg, 1841 Debüt in Parma, Opernkarriere in Italien, 1843 in London, 1850 in Rom, 1850 bis 1851 in Lissabon, 1851 bis 1860 Mitwirkung in vielen großen Oratorienaufführungen Großbritanniens, beendete 1860 ihre Karriere und ließ sich in Italien nieder 7.3.1838 Osten, Friedrich von der (1825-?) - Tenor Zunächst Postbeamter in Berlin, dann Gesangsausbildung in Berlin und Paris, 1851 Debüt an der Hofoper Berlin, 1852 Aufgabe der Opernkarriere zugunsten des Konzertund Liedgesangs, ausgedehnte Konzertreisen, Gesangslehrer in Berlin 30.1.1858 393 Otto, Julius (1804-1877) - Dirigent In Leipzig Studium der Theologie, Philosophie und Musik, Kompositionsunterricht in Dresden bei Christian Theodor Weinlig, 1827 Musiklehrer in Dresden, 1830 bis 1875 Kreuzkantor, Musikdirektor der beiden evangelischen Hauptkirchen in Dresden (Kreuz- und Frauenkirche), Direktor der Dresdner Liedertafel und weiterer Gesang vereine, komponierte Oratorien, Opern, Kirchenmusik, Klaviermusik, mehrere hundert Chöre, darunter populäre Männerchöre 18.10.1848 - 28.7.1850 Oury, Antonio James (1800-1883) - Violine Londoner Geiger, Virtuosenlaufbahn mit Konzerten in ganz Europa, meist gemeinsam mit seiner Frau, der Pianistin und Czerny-Schülerin Anna Caroline de Belville-Oury, später „Leader of the ballet at the King's Theatre" London, 1834 angekündigt als „Pro fessor der Königl. Akademie in London" und Erster Violinist der dortigen Italienischen Oper, geschätzter Kammermusikspieler, vor allem Violinkompositionen in der Paganini-Nachfolge 21.4.1834 Oury-de Belville, Anna Caroline (1808-1880) - Klavier Gattin von Antonio James Oury, Schülerin von Carl Czerny in Wien, dort 1819 Debüt als Pianistin, erfolgreiche Konzertreisen in Europa, im April 1834 angekündigt als „Pi anistin Ihrer Königl. Hoheit der Prinzessin Friederike von Preußen", seit 1839 ständige Wohnsitze in London und Brighton, 1866 Rückzug aus dem Konzertleben, in den 1820er und 1830er Jahren eine der populärsten Pianistinnen, komponierte Klavier werke 24.9.1830 - 21.4.1834 Paganini, Niccolö - Violine (biographische Angaben siehe Komponisten) 23.1.1829 - 28.1.1829 - 30.1.1829 - 6.2.1829 Palazzesi, Matilde (1802-1842) - Sopran Ausbildung in Pesaro, 1824 bis 1832 Hofopernsängerin in Dresden, danach erfolgreich an italienischen Theatern, u.a. in Mailand und Neapel, 1834 bis 1835 Deutschlandtour nee, 1841 bis 1842 in Barcelona 9.12.1825 - 10.3.1826 - 28.6.1826 - 9.11.1826 - 24.11.1826 - 5.2.1827 - 9.3.1827 -19.10.1827 - 11.4.1828 - 17.10.1828 - 18.11.1828 - 18.12.1828 - 26.12.1828 - 23.1.1829 - 24.4.1829 - 30.4.1830 - 27.3.1831 -15.3.1832 -15.4.1832 Palm-Spazzer, Antonia - Sopran Siehe Spazzer-Palm, Antonia Paravicini, Madame - Violine (biographische Angaben unbekannt) 14.3.1844 -16.2.1844 Pauli, August (1804-?) - Flöte, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1823 bis 1843 17.12.1824 -1.4.1827 - 27.8.1840 Pauli, Louis Ferdinand (1793-1841) - Deklamation Dresdner Hofschauspieler von 1819 bis zu seinem Tode, seit 1829 auch Regisseur für Schauspiel, Singspiel und Oper 13.2.1835 - 21.12.1835 -10.8.1836 - 7.11.1837 - 27.8.1840 394 Pechwell, Antonia (1799-1839) - Klavier Dresdner Pianistin, Klavierlehrerin und Komponistin, Klavierschülerin von Alexander Klengel, Theorieunterricht bei Justus Johann Friedrich Dotzauer, Konzertdebüt mit elf Jah ren, Repertoire von Bach bis zu modischen Bravourstücken, geschätzte Prima-vista-Spielerin, spielte 1829 in Dresden Frederic Chopin vor, heiratete 1831 den Dresdner Hofopemsänger Ranuzio Pesadori, auch als Komponistin tätig, veröffentlichte Unterrichtswerke 7.1.1820 - 29.12.1820 - 3.12.1824 - 31.3.1826 -11.1.1827 - 21.3.1828 - 7.11.1829 - 19.3.1830 - 23.4.1830 - 22.10.1830 - 3.1.1831 - (als verheiratete Pesadori) 15.3.1833 - 12.4.1833 - 6.12.1833 -18.4.1834 Perthaler, Caroline (1810-1873) - Klavier 1822 Schülerin von Carl Czerny in Wien, seit 1828 Konzertreisen, spielte mehrfach Johann Wolfgang von Goethe vor, seit 1831 in München, tätig auch als Klavierlehrerin und Komponistin 24.4.1829 Pesadori, Antonia - Klavier Siehe Pechwell, Antonia Pesadori, Ranuzio (1803-?) - Tenor Aus der Gegend um Mailand stammend, 1825 bis 1832 und 1833 bis 1835 Hofopernsän ger in Dresden, Ehemann der Dresdner Pianistin Antonia Pechwell 10.3.1826 - 24.11.1826 - 28.12.1827 - 2.11.1828 - 9.1.1829 - 24.4.1829 - 11.5.1832 - 15.3.1833 -12.4.1833 -16.11.1833 - 6.12.1833 -18.4.1834 - 20.6.1834 Peschel, Alexander (Lebensdaten unbekannt) - Fagott 26.12.1828 -19.12.1830 Peschel sen., Gottlieb (1788-?)-Fagott, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1818 bis 1841 30.3.1821 - 3.3.1824 -17.11.1825 Pescheljun. (Johann) Gottlieb (1802-1852) - Fagott, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1823 bis 1852 3.3.1824 -17.2.1826 -19.12.1830 - 3.12.1835 Peschel, Gustav (Lebensdaten unbekannt) - Oboe Angekündigt als „Pescheis zweiter Sohn" 3.3.1824 - 26.12.1828 -19.12.1830 Peschke, Carl Gottlob (1874-?) - Violine, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1808 bis 1852, Primarius eines vermut lich bereits seit 1811, seit 1814 namentlich ausgewiesenen, regelmäßig musizierenden Streichquartetts aus den weiteren Kapellmusikern Carl Traugott (oder Anton?) Schmiedel, Johann Gottlob Limburg und Justus Johann Friedrich Dotzauer, zeitweise Qrchestervorstand 29.12.1820 Pfretzschner, Christian Robert (1821-1885) Organist der Dresdner Kreuzkirche 30.1.1858 Pixis, Francilla (1816-?) - Alt/Sopran Adoptivtochter und Schülerin des Pianisten und Komponisten Johann Peter Pixis, Be ginn der Karriere als Konzertsängerin mit Debüt 1832 in Karlsruhe, 1833 Operndebüt in München, seit 1834 an deutschen und italienischen Bühnen, in Paris, Wien und Lon don, nach der Heirat 1845 Rückzug ins Privatleben, wegen des großen Stimmvolumens von as bis cis'” gerühmt 22.10.1835 395 Pixis, Johann Peter (1788-1874) - Klavier (biographische Angaben siehe Komponisten) 22.10.1835 Pleyel, Marie Felicite Denise (1811-1875) - Klavier Schülerin von Henri Herz, Friedrich Kalkbrenner und Ignaz Moscheies in Paris, ehemalige Verlobte von Hector Berlioz, Gattin des Pariser Klavierfabrikanten Joseph Stephane Camille Pleyel, gefeierte Pianistin in ganz Europa, 1842 Professorin, 1848 bis 1872 Leiterin einer Klavierklasse am Konservatorium in Brüssel 16.11.1839-25.11.1839 Podhorodinska, Antonia Comtesse (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 19.4.1845 - 30.4.1845 Pohl, Johanna Rosalie (1824-1870) - Harfe 1843 Harfenistin der Hofkapelle in Baden und Solodebüt, Konzertreisen in Deutsch land, 1852 Heirat des Musikschriftstellers Richard Pohl und Umzug nach Dresden, 1854 Mitglied der Hofkapelle Weimar unter Franz Liszt, spielte unter dessen Leitung die Harfe in Tannhäuser und Lohengrin und beriet Liszt für seine Kompositionen be züglich der Harfenpartien, befreundet mit Hector Berlioz, 1862 Kammervirtuosin, 1865 Mitglied der Hofkapelle Karlsruhe 7.11.1857 Pohl-Beisteiner, Luise Siehe Beisteiner, Luise Poland, Franz (1773-1843) - Viola, KM Mitglied der (Königlichen) musikalischen Kapelle von 1794 bis 1843, „Hof-Concertist", Carl Maria von Weber schrieb für ihn das Viola-Solo in der Annchen-Arie des Freischütz 9.3.1827 - 18.12.1828 - 2.4.1832 - 25.4.1834 - 13.2.1835 - 7.1.1837 - 19.2.1838 - 1.11.1838 - 23.12.1838 Poland, Franz (1813-?) - Violine, KM 1824 als elfjähriger Sohn des Bratschisten Franz Poland angekündigt, seit 1839 Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle 17.12.1824 - 9.3.1827 - 2.4.1832 - 7.11.1835 - 7.1.1837 - 25.11.1839 Poland, Johann (1818-?) - Violine, KM 1828 als zehnjähriger Sohn des Bratschisten Franz Poland angekündigt, seit 1838 Aspi rant, seit 1841 Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle, 1853 als „K.S. Concertist" annonciert 18.4.1828 - 18.11.1828 -18.12.1828 - 24.4.1829 - 3.1.1831 - 2.4.1832 - 31.1.1834 - 7.11.1835 - 7.1.1837 - 7.3.1838 - 11.3.1839 - 25.11.1839 - 17.3.1841 - 20.1.1842 - 3.2.1842 - 15.3.1850 - 21.2.1853-5.12.1853 Polledro, Giovanni Battista (1781-1853) - Violine, Dirigent. Kztmstr. Als Konzertmeister für die Italienische Oper Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1814 bis 1822, musikalische Ausbildung in Asti und Turin, danach Mit glied des Hoforchesters in Turin und Konzerttätigkeit in Italien, 1804 Erster Geiger an der Kirche St. Maria Maggiore in Bergamo, vor dem Dresdner Engagement fünf Jahre in fürstlichen Diensten in Moskau, Konzerte in Petersburg, Polen und Deutschland, von Dresden aus 1822 Berufung nach Turin als Reorganisator der dortigen Königlichen Kapelle, 1845 Pension, Komposition u.a. von Konzerten, Etüden Violine: 22.6.1817 -1.5.1818 - 20.9.1818 - 22.12.1821 Dirigent: 24.1.1817 396 Poser, Fräulein (Lebensdaten unbekannt) - Sopran 1845 bis 1854 Choristin mit Soloaufgaben im Dresdner Hoftheaterchor 7.11.1849 Pott, Friedrich August - Violine (biographische Angaben siehe Komponisten) 10.4.1834 Proksch, Wilhelmine (um 1818-nach 1844) - Sopran Ausbildung bei Luiggia Sandrini-Caravoglia in Prag, 1836 bis 1844 Hofopernsängerin in Dresden, danach in Berlin 23.12.1836 Prume, Frangois Hubert - Violine (biographische Angaben siehe Komponisten) 15.2.1845 -11.8.1845 Puccita, Vincencio - Dirigent und Komponist (biographische Angaben siehe Komponisten 13.5.1819 Quanter, Carl (1805-1876) - Deklamation Zunächst Studium der Mathematik und der Architektur, ab 1824 reisender Schauspieler, nach Gastspielen in Hannover und Kassel 1842 bis zur Pensionierung 1864 Hofschauspieler in Dresden 22.1.1848-5.5.1855 Queißer, Friedrich (7-1893) - Trompete, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1842 bis 1885 27.8.1840 - 21.2.1844 Queißer, Johann Gottlieb (Lebensdaten unbekannt) - Posaune, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle als 1. Posaunist von 1839 bis 1874, vor seinem Dresdner Engagement in Leipzig tätig 22.3.1841 Räder, Gustav (1811-1868) - Deklamation Debüt als Sänger in Altenburg, dann Sänger und Schauspieler an zahlreichen deut schen Theatern, 1832 als Bassist in Berlin, 1838 bis 1868 Hofschauspieler, Sänger und Regisseur in Dresden, beliebter Dresdner Lokalkomiker, Verfasser der populären Pos sen „Flick und Flock" und „Robert und Bertram" 14.3.1849 Rastrelli, Giuseppe - Dirigent (biographische Angaben siehe Komponisten) 7.11.1835 - 3.12.1835 - 1.11.1836 - 7.3.1838 - 15.12.1840 - 22.3.1841 - 4.4.1841 - 3.2.1842 - 20.3.1842 -16.4.1842 Recio, Marie (1812-1862) - Sopran Langjährige Lebensgefährtin, seit 1854 Ehefrau von Hector Berlioz, Auftritte als Interpretin Berlioz'scher Werke in Brüssel, Wien, Prag, Budapest, Petersburg, Moskau und mehreren deutschen Städten 10.2.1843 -17.2.1843 Reichardt, Alexander (1815-1885) - Tenor Debüt 1842 in Lemberg, nach Vervollkommnung der Ausbildung in Wien 1843 Mit glied der dortigen Hofoper, Gastspiele an deutschen Theatern, 1851 bis 1852 Hofopern sänger in Dresden, danach in Breslau, Hamburg und Coburg 17.11.1851 397 Reichardt, Frau - Gesang, evtl. Reichardt, Luise (1779-1826) - Sopran 30.3.1821 Reil, Fräulein (Lebensdaten unbekannt) - Gesang Angekündigt als Anhaltinisch-Dessauer Konzertsängerin 19.12.1830 Reinhold, Friedrich Traugott (1817-1843) - Tenor Im Alter von 13 Jahren Mitglied des Thomanerchors in Leipzig, zeitweise dessen Prä fekt, Jurastudium und daneben Chorist am Leipziger Theater, dann zunächst Chorsän ger am Dresdner Hoftheater, sensationelles Solodebüt 1841 durch ein Einspringen für Josef Tichatschek, Hofopernsänger bis zu seinem frühen Tod 29.7.1842 -17.8.1842 - 7.11.1842 Reißiger, Carl Gottlieb - Dirigent (biographische Angaben siehe Komponisten) 11.1.1827 - 30.3.1828 - 26.6.1828 - 3.10.1828 - 2.11.1828 - 4.4.1830 - 30.4.1830 - 22.10.1830 - 27.3.1831 - 15.4.1832 - 31.3.1833 -18.10.1833 - 28.1.1834 - 23.3.1824 - 21.4.1834 - 9.2.1835 - 12.4.1835 - 22.10.1835 - 30.1.1836 - 7.3.1836 - 27.3.1836 - 25.4.1836 - 7.11.1836 - 28.1.1837 - 20.2.1837 - 11.3.1837 - 19.3.1837 - 2.10.1837 - 11.10.1837 - 18.10.1837 - 29.11.1837 - 11.12.1837 - 3.1.1838 - 11.1.1838 - 8.4.1838 - 1.8.1838 - 27.8.1838 - 1.11.1838 - 7.11.1838 - 12.11.1838 - 19.12.1838 - 23.12.1838 - 24.3.1839 - 12.4.1840 - 16.10.1840 - 4.2.1841 - 17.3.1841 - 4.4.1841 - 20.1.1842 - 20.3.1842 - 16.4.1842 - 9.4.1843 - 5.5.1843 - 6.7.1843 - 9.8.1843 - 7.11.1843 - 11.12.1843 - 23.12.1843 - 31.3.1844 - 4.6.1844 -16.3.1845 -19.4.1845 - 11.8.1845 - 1.12.1845 - 30.3.1846 - 5.4.1846 - 8.10.1846 - 28.10.1846 - 25.11.1846 - 18.12.1846 - 28.3.1847 - 19.4.1847 - 4.3.1848 - 16.4.1848 - 22.9.1848 - 18.10.1848 - 28.10.1848 - 7.11.1848 - 18.11.1848 - 16.12.1848 - 23.12.1848 - 5.2.1849 - 21.2.1849 - 12.3.1849 -1.4.1849 - (5.5.1849) - 28.8.1849 - 29.8.1849 - 26.11.1849 -13.2.1850 - 24.3.1850 - 28.7.1850 - 7.11.1850 -16.1.1851 - 5.3.1851 -13.4.1851 - 26.8.1851 - 7.11.1851 -17.11.1851 - 10.2.1852 - 4.4.1852 - 9.2.1853 - 5.4.1853 - 17.5.1853 - 5.12.1853 - 7.2.1854 - 21.3.1854 - 9.4.1854 - 6.12.1854 - 16.1.1855 - 21.2.1855 - 1.3.1855 - 19.3.1855 - 20.4.1855 - 7.11.1855 - 1.12.1855 -16.3.1856 - 7.4.1856 - 7.11.1856 - 25.2.1857 -17.2.1858 - 28.3.1858 - 9.5.1858 Reißiger, Julie (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 19.4.1845 - 30.4.1845 Rettig (Rettich), Julie (1809-1866) - Deklamation Schülerin des Dresdner Dramaturgen Ludwig Tieck, 1825 bis 1830 Hofschauspielerin in Dresden, Gastspiele in Prag, Hamburg und Wien, Engagements in Wien von 1830 bis 1833 und ab 1835, seit 1857 wieder in Dresden 25.4.1834 -13.2.1835 Riccius, Heinrich Julius (1832-1863) - Violine, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1851 bis 1856, Ausgebildet am Leipziger Konservatorium, 1856 bis 1857 Konzertmeister und Konservatoriumslehrer in Köln, danach Violinlehrer in England, Bruder von Karl August Riccius 26.2.1856 Riccius, Karl August (1830-1893) - Violine, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1847 bis 1862, Schüler der Kapellgeiger Franz Schubert und Theodor Uhlig sowie von Friedrich Wieck und Mo ritz Hauptmann, 1859 auch Repetitor am Hoftheater, 1876 Musikdirektor, 1889 als Nachfolger Moritz Fürstenaus Kustos der Königlichen Musikaliensammlung, Bruder von Heinrich Julius Riccius 7.2.1854 398 Richter, Herr (Lebensdaten unbekannt) - Tenor Von 1844 bis 1852 Mitglied des Dresdner Hofopernchors mit Soloaufgaben 7.11.1849 Richter, Karl August (7-1858) - Harfe und Klavier, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1840 bis 1858, 1849 auch Korrepetitor der Oper 17.3.1841 - 4.3.1848 -16.1.1851 - 2.6.1851 - 5.4.1853 Ries, Ferdinand - Klavier, Dirigent (biographische Angaben siehe Komponisten) 4.1.1827 Riesch, Th. Graf(Lebensdatenunbekannt)-Klavier 19.4.1845 - 30.4.1845 Risse, Carl Gottlieb (1799-1871) - Bass Erste Ausbildung in Strehla und am Lehrerseminar Dresden-Friedrichstadt, zunächst Hilfslehrer und Organist in Delitzsch, 1820 Mitglied der Dreyssigschen Singakademie in Dresden und weitere Studien bei Johann Aloys Miecksch, 1823 bis 1828 Schauspieler und Sänger am Dresdner Hoftheater, nach einem kurzen Engagement in Augsburg 1829 bis zu seiner Pensionierung 1855 wieder in Dresden, 1847 Instructor des Kapellknabeninstituts, 1850 Archivar der Notenbibliothek der Hofkirche, nach 1857 Ge sangslehrer der Solisten der Hofoper, 1856 Lehrer am Dresdner Konservatorium 8.4.1827 - 13.8.1829 - 4.4.1830 - 1.3.1833 - 31.3.1833 - 28.1.1834 - 7.2.1834 - 23.3.1834 - 29.9.1835 - 30.1.1836 - 26.2.1836 - 7.3.1836 - 16.11.1836 - 13.12.1836 - 19.3.1837 - 18.10.1837 - 23.12.1837 - 27.8.1838 - 7.11.1838 - 13.8.1839 - 25.10.1839 - 12.4.1840 - 27.8.1840 - 23.12.1840 - 17.3.1841 - 4.4.1841 - 16.4.1842 - 17.8.1842 - 9.4.1843 - 6.7.1843 - 3.4.1844 - 20.5.1844 - 22.7.1844 -19.8.1844 - 5.4.1846 - 8.10.1846 -18.10.1848 - 29.8.1849 Rocke, Leopold (1818-1889) - Tenor Ausbildung in Leipzig, u.a. bei Albert Lortzing, nach Engagements an verschiedenen kleineren Bühnen 1842 in Leipzig, 1843 bis 1844 Hofopernsänger in Dresden, nachfolgend in Weimar, 1845 bis 1846 in Aachen und Düsseldorf, danach bis zu seiner Pensionierung 1878 in Mannheim 6.7.1843 - 23.12.1843 Rockel, Eduard (1816-1899) - Klavier Geschätzter Pianist und Klavierlehrer in London, Förderer Richard Wagners, Bruder von August Röckel (1843 bis 1848 Musikdirektor an der Dresdner Hofoper und beson ders politisch einflussreicher Vertrauter Richard Wagners) 20.1.1844 Rolla, Giuseppe Antonio (1798-1837) - Violine, Viola, Dirigent, Kztmstr. Schüler seines Vaters Alessandro Rolla in Parma, 1820 Engagement an der Accademia filarmonica Fortini in Pavia, dann am Liceo musicale, Teatro communale und an S. Petrino in Bologna, Konzertmeister der Königlichen musikalischen Kapelle von 1823 bis 1837, in Dresden neben seinem Wirken als Konzertmeister Solist und Komponist von Konzerten, virtuosen Violinstücken mit Orchester und Stücken für Violine solo, geschätzter Lehrer, konzertierte auch auf der Viola Violine: 19.12.1823 - 19.11.1824 - 9.12.1825 - 10.3.1826 - 17.12.1826 - 4.1.1827 - 11.1.1827 - 5.2.1827 - 11.4.1828 - 5.2.1830 - 6.12.1830 - 10.1.1831 - 31.10.1831 - 14.2.1832 - 30.11.1832 - 15.3.1833 -12.4.1833 - 6.12.1833 - 3.4.1834 -18.4.1834 - 21.4.1834 -12.1.1835 -13.2.1835 - 7.3.1836 Viola: 14.2.1832 - 26.10.1832 Dirigent: 7.11.1829 399 Romberg, Andreas Jacob (1767-1821) - Violine Siebenjährig Debüt mit seinem gleichaltrigen Vetter Bernhard (seither fälschlich als „Brüder Romberg" angekündigt), von Johann Gottlieb Neefe in Bonn gefördert, Reisen in Europa, beide 1790 Mitglieder der Bonner Hofkapelle und 1793 des Opernorchesters von Theaterdirektor F. L. Schröder in Hamburg, auf der Rückreise von Italienkonzer ten 1785 in Wien, Begegnungen mit Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven, 1797 wieder in Hamburg, dann getrennte Wege der Vettern: Andreas 1802 angesehener Di rigent und Komponist in Hamburg, seit 1815 als Nachfolger Louis Spohrs Hofkapell meister in Gotha, schrieb Kammermusik, Sinfonien, Konzerte, Violinstücke mit Or chester, Stücke für Violine allein, Opern, Kirchenmusik, Oratorien, Kantaten, Lieder, Oden, Chöre 9.3.1818 Romberg, Bernhard Heinrich (1767-1841) - Violoncello Nach Trennung von seinem Vetter Andreas Romberg (siehe dessen Biographie bis da hin) Lehrer am Pariser Conservatoire, 1802 in Berlin, dort seit 1805 Mitglied der Hof kapelle, 1806 Hofkapellmeister, seit 1819 reisender Virtuose in Europa mit Wohnsitz in Hamburg, seit 1826 in Berlin, komponierte Sinfonien, Opern, Ballette, Schauspielmusi ken, Konzerte, Stücke für Violoncello und Orchester, Kammer- und Klaviermusik, Opern, Motetten, veröffentlichte eine Violoncello-Schule 9.3.1819 - 22.10.1824 Romberg, Bernhardine (1803-1878) - Gesang Tochter von Bernhard Romberg, Konzertsängerin 22.10.1824 Romberg, Carl (1811-1897) - Violoncello Sohn und Schüler Bernhard Rombergs, 1830 bis 1842 im Orchester der Deutschen Oper in Petersburg, dann wegen Krankheit Rückzug ins Privatleben nach Hamburg 22.10.1824 Rosenfeld, Vincenz (1782-1857) - Tenor Zunächst am Wiener Hoftheater, 1826 bis 1835 Hofopemsänger in Dresden 18.4.1828 -18.11.1828 Rothe, Gottlob (1774-?) oder auch Johann Traugott (1768-1847) - Klarinette, KM Beide waren die ersten fest angestellten Klarinettisten in der Dresdner Kapelle, Gottlob von 1794 bis 1828, Johann Traugott von 1794 bis 1833 20.9.1818 Rubini, Giacomo (1793-?) - Tenor Zunächst an italienischen Theatern, u.a. in Mailand, 1826 bis 1832 Mitglied der Hofoper in Dresden 14.2.1826 - 12.5.1826 - 17.12.1826 - 29.12.1826 - 11.1.1827 - 21.3.1828 - 11.4.1828 - 20.12.1828 - 28.1.1829 - 7.11.1829 - 5.2.1830 - 4.4.1830 - 16.4.1830 - 23.4.1830 - 29.6.1830 - 2.7.1830 - 24.9.1830 - 6.12.1830 -15.3.1832 Rudolph, Eduard (7-1875) - Bariton, in späteren Lebensjahren auch Tenor Vor seiner Verpflichtung 1849 als Dresdner Hofopern- und Hofkirchensänger Engage ments in Bremen, Leipzig, Aachen, Köln und Frankfurt/M., blieb in Dresden bis zu sei ner Pensionierung 1869 7.11.1849 - 8./9.4.1854 -19.3.1855 - 6.4.1855 - 5.5.1855 -1.12.1855 -14.10.1856 - 7.11.1856 - 19.1.1857 - 25.2.1857 - 4./5.4.1857 - 27./28.3.1858 400 Rühlmann, Julius Adolf (1816-1877) - Posaune, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1841 bis 1877, Ausbildung in Dresden bei Stadtmusikus Zillmann und Kreuzkantor Julius Otto, 1837 Mitglied des Musikkorps der Dresdner Kommunalgarde, gehörte zum Vorstand des Witwen- und Waisenfonds der Kapelle und der Sinfoniekonzerte, Gründungsmitglied und zeitweise Vorsitzender des Dresdner Tonkünstler-Vereins, 1873 stellvertretender Instrumenteninspektor der Kapelle, seit 1856 Lehrer am Konservatorium für Klavier, Musiklehre und Musikgeschichte, Referent und Autor von musikhistorischen und musikwissen schaftlichen Beiträgen, u.a. in NZfM und AMZ, zum Beispiel über Instrumenten-Fragen (Streich- und Blasinstrumente, Klavier) und - angeregt durch die reichen Notenbe stände in der Königlichen Musikaliensammlung - über Vivaldi 22.3.1841 Salvadori, Celestino (1804—?) - Bass 1826 bis 1827 Hofopernsänger in Dresden, danach in Neapel, Triest, Florenz und Rom, Gastspiele an weiteren italienischen Bühnen 9.11.1826 Sandrini-Bömer, Maria (1808-1890) - Sopran Ausbildung bei der Mutter Luiggia Sandrini-Caravoglia, seit 1815 zunächst in Kinderrollen an der Dresdner Hofoper, 1824 Solistendebüt und 1826 bis 1829 Engage ment, dann in Dresden Gesangslehrerin, veröffentlichte 1870 die „Erinnerungen einer alten Dresdnerin" 1.4.1827 Sandrini-Caravoglia, Luiggia (1782-1869) - Sopran Seit dem 14. Lebensjahr auf der Bühne, zunächst in Bologna und Messina, dann bis 1802 in Prag, ab 1802 in Dresden, 1808 Primadonna, 1831 Pensionierung, danach Ge sangslehrerin in Prag, ebenso seit 1845 nach ihrer Rückkehr nach Dresden, Mutter von Maria Sandrini-Börner 27.6.1817 - 23.9.1818 -1.10.1823 -15.12.1823 - 29.12.1825 Sassaroli, Filippo (1775-nach 1828)-M ezzosopran (Kastrat) Bereits 1790 Operndebüt in Venedig, 1802 Verpflichtung als Kammer- und Kirchensän ger nach Dresden, später bis 1828 auch in der Oper tätig, 1830 pensioniert, Bruder von Germano Sassaroli 20.9.1818 - 23.9.1818 - 22.12.1821 - 28.6.1826 Sassaroli, Germano (1778-?) - Bass 1816 bis 1818 und 1825 bis 1832 Opernsänger in Dresden, Bruder von Filippo Sassaroli 23.9.1818 - 29.11.1822 - 28.11.1823 Schäfer, Edmund (Lebensdaten unbekannt) - Violine Siehe Schäfer, Nicolai 1.4.1837 Schäfer, Nicolai (Lebensdaten unbekannt) - Violine Sohn des Kaiserlich russischen Kammermusikers G. Schäfer und Bruder von Edmund Schäfer, nach den Ankündigungen Nicolai elf- und Edmund 16- bis 18-jährig, beide Schüler von KM Ludwig Friedrich Leopold Haase, Anreise aus Petersburg 4.3.1837-1.4.1837 401 Schebest, Agnes (1813-1869) - (Mezzo-)Sopran Bereits als Kind hohe Anerkennung in Kirchenkonzerten in Theresienstadt, seit 1825 Gesangsausbildung in Dresden bei Johann Aloys Miecksch, 1828 Verpflichtung in den Opernchor mit Soloaufgaben, blieb bis 1833 im Engagement, kehrte später mehrfach als Gast wieder nach hier zurück, 1833 in Pest, seit 1836 in Nürnberg und Gastspiele in mehreren europäischen Ländern, 1842 in Karlsruhe, nach Beendigung ihrer Karriere dort Gesangslehrerin 13.8.1829 - 4.4.1830 - 22.10.1830 - 3.1.1831 - 27.1.1831 - 15.4.1832 - 11.5.1832 - 27.1.1833 - I.3.1833 - 31.3.1833 Schiasetti, Adelaide (1800 - ?)-M ezzosopran Ausbildung am Mailänder Konservatorium, 1818 in München, 1824 in Paris, 1826 bis 1832 Hofopernsängerin in Dresden, anschließend zurück nach Italien, noch 1876 in Genua nachweisbar 13.10.1826 - 17.12.1826 - 29.12.1826 - 11.1.1827 - 5.2.1827 - 9.3.1827 - 14.3.1828 - 21.3.1828- 2.5.1828 - 20.12.1828 - 26.12.1828 - 23.1.1829 - 12.4.1829 - 7.11.1829 - 14.12.1829 - 5.2.1830 - 19.3.1830 - 23.4.1830 - 29.6.1830 - 2.7.1830 - 24.9.1830 - 15.3.1832 - II.5.1832 Schiele, Rudolf(?-1849) - Tenor Bis 1847 an der Wiener Hofoper, 1847 bis 1849 Hofopernsänger in Dresden 12.2.1848 -16.4.1848 -18.10.1848 -14.3.1849 Schlick, Johann Friedrich Wilhelm (1801-1874) - Violoncello, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1823 bis 1865, Ausbildung in sei ner Vaterstadt Gotha und zunächst Geiger in der dortigen Hofkapelle, in Dresden zeitweise Instrumenteninspektor, Instrumentenbauer 12.1.1835 - 7.3.1836 - 5.10.1836 -13.10.1836 -16.11.1839 -19.4.1847 - 25.11.1848 Schlippalius, Herr (Lebensdaten unbekannt) - Gesang 17.5.1853 Schlitterlau, Julius Ernst (1811-1863) - Horn, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1844 bis 1863 30.6.1847 -16.1.1851 - 28.2.1853 Schloss, Max (1816-1875) - Tenor Ausbildung zum Lehrer, 1838 im Theaterchor Frankfurt/M., erstes Soloengagement in Bremen, danach in Hamburg und Detmold, 1845 bis 1846 Hofopernsänger, erneut ab 1858 (auch als Regisseur) in Dresden, dazwischen in Breslau und Kassel, 1875 Ver pflichtung als Oberregisseur nach Hamburg 2.9.1858 Schmerbitz, Carl Gottfried (1803-?) - Posaune und Kontrabass, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1826 bis 1857 Posaune: 1.4.1827 - 23.12.1838 Kontrabass: 13.2.1835 -19.2.1838 -1.11.1838 - 23.12.1838 - 27.8.1840 - 20.1.1842 Schmidt, Elise (1828-1911)-Mezzosopran und Sopran Ausbildung bei Maschinka Schneider-Schubert in Dresden, 1848 bis 1853 Hofopernsängerin in Dresden, danach in Hannover, Frankfurt/M., Darmstadt, Ham burg, Würzburg, Königsberg, ab 1867 an weiteren Theatern, auch als Sängerin in Ope retten, Singspielen und Possen in Berlin 8.11.1847 -16.2.1848 -14.3.1849 - 5.5.1849 402 Schmidt, Franz (1766-1842) - Fagott, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1785 bis 1835 11.4.1828 Schmidt, Heinrich Maria (1809-1854) - Tenor Beginn der Karriere als Konzertsänger, dann Fortsetzung der Ausbildung in Wien, Operndebüt 1830 in Braunschweig, anschließend in Kassel, Breslau und Leipzig, 1847 bis 1850 Hofopernsänger und Regisseur in Dresden, danach Rückkehr nach Leipzig, bekannter Oratoriensänger, komponierte Lieder, Opern und Musik für Streicher 8.11.1847 - 8.3.1848 - 5.1.1850 -12.1.1850 Schmiedel, Caecilie (Cecilie, Cäcilie) (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 18.10.1833 - 24.1.1834 - 4.3.1837 - 9.4.1839 Schneider, Friedrich - Dirigent (biographische Angaben siehe Komponisten) 6.7.1843 - 7.11.1846 Schneider, Johann Gottlob (1789-1864) - Phisharmonika, Klavier, Orgel und Dirigent Ausbildung auf Orgel und Klavier, 1810 Beginn eines Jurastudiums in Leipzig, 1811 Universitätsorganist und Gesangslehrer in Leipzig, seit 1812 Organist in Görlitz, seit 1816 zahlreiche Konzertreisen, gefragter Orgelsachverständiger, seit 1825 Organist an der Sophienkirche (evangelische Hofkirche) in Dresden, 1830 bis 1857 Leiter der Dreys sigschen Singakademie, gefragter Lehrer, schrieb Orgelwerke, Bruder von Friedrich Schneider 15.5.1823 - 18.1.1834 - 23.11.1835 - 13.3.1839 - 14.3.1843 - 8.10.1846 - 28.7.1850 - 28.10.1850 -17.5.1853 Dirigent: 2.5.1848 -14.10.1856 Schneider(-Schubert), Maschinka (1815-1882) - Sopran Erste Ausbildung durch die Eltern, darauf Studium in Paris, 1831 Debüt in London, 1832 zu weiteren Studien in Mailand, 1832 bis zu ihrer Pensionierung 1860 Hofopern sängerin, zuletzt Schauspielerin in Dresden, danach gefragte Pädagogin, seit 1837 ver heiratet mit dem damaligen Vizekonzertmeister und späteren Konzertmeister der Dresdner Hofkapelle Franz Schubert 24.5.1833 - 18.10.1833 - 17.1.1834 - 31.1.1834 - 3.2.1834 - 7.2.1834 - 10.2.1834 - 17.2.1834 - 23.3.1834 - 3.4.1834 - 10.4.1834 -18.4.1834 - 21.4.1834 - 25.4.1834 - 27.8.1834 -10.11.1834 - 9.2.1835 -13.2.1835 - 12.4.1835 - 22.10.1835 - 29.12.1835 - 25.1.1836 - 30.1.1836 - 7.3.1836 - 27.3.1836 - 25.4.1836 - 28.1.1837 - 19.3.1837 - 29.3.1837 - 18.10.1837 - 29.11.1837 - 11.12.1837 - 11.1.1838 - 19.2.1838 - 28.2.1838 - 21.4.1838 - 19.12.1838 - 25.2.1839 - 25.10.1839 - 24.1.1840 - 4.4.1840 - 31.8.1841 - 27.9.1841 - 3.2.1842 - 10.2.1843 - 17.2.1843 - 20.1.1844 -15.2.1845 Scholl, Frau (Lebensdaten unbekannt) - Gesang 7.11.1844 Schreck, Franziska (Lebensdaten unbekannt) - Alt 1845 bis 1848 Sängerin und offenbar auch Schauspielerin am Dresdner Hoftheater 11.8.1845 - 8.10.1846 - 7.11.1846 - 20.3.1847 Schröder, Fräulein (Lebensdaten unbekannt) - Gesang Angekündigt als Anhaltinisch-Dessauer Konzertsängerin 19.12.1830 403 Schröder, Sophie (Sofie) (1781-1868) - Deklamation Am Beginn der Karriere zehn Jahre in Wanderbühnen, in Petersburg, Reval, Wien, Breslau (auch als Sängerin), 1801 Hamburg, 1813 Prag, dann Burgtheater Wien, 1830 München, 1836 bis zur Pensionierung 1839 wieder in Wien, Dresdner Auftritt offen sichtlich als Gast 10.12.1839 Schröder-Devrient, Wilhelmine (1804-1860) - Sopran Durch das Elternhaus (Vater Sänger, Mutter Schauspielerin) bereits als Kind mit der Bühne vertraut, ab 1815 Ausbildung als Tänzerin und Sängerin in Wien, Schauspielde büt 1819 am Wiener Burgtheater, 1821 Opernsängerin am Wiener Kärtnertortheater, verhalf als Leonore Beethovens Fidelio zum Durchbruch, 1822 erstes Gastspiel in Dres den, 1823 Verpflichtung als Hofopernsängerin nach Dresden, wo sie mit einigen Un terbrechungen bis 1847 blieb, anschließend Gastspielreisen, 1849 im Zuge der revoluti onären Ereignisse Flucht aus Dresden, seit 1850 lebte sie auf dem Gut ihres dritten Ehemanns Baron Heinrich von Bock in Livland, gelegentliche Rückkehr nach Deutschland, auch nach Dresden, eine der profiliertesten Sängerpersönlichkeiten der Dresdner Oper aus den Jahrzehnten zwischen Weber und Wagner und eine der größ ten deutschen Sängerinnen und Operndarstellerin der ersten Jahrhunderthälfte, 1858 nicht geglückter Versuch eines „Comeback" als Konzertsängerin, 1859 in Coburg, wo sie einem Krebsleiden erlag, aktive Teilnahme am Dresdner Maiaufstand 1849, 1823 bis 1828 verheiratet mit dem Schauspieler Carl August Devrient 10.10.1823 - 3.12.1824 - 12.5.1826 - 13.10.1826 - 8.4.1827 - 28.12.1827 - 24.3. 1828 - 30.3.1828 - 3.10.1828 - 27.3.1829 - 12.4.1829 - 9.10.1829 - 4.12.1829 - 4.4.1830 - 5.10.1832 - 26.10.832 - 30.11.1832 - 7.12.1832 - 27.1.1833 -1.2.1833 - 1.3.1833 -15.3.1833 -18.10.1833 - 6.12.1833 - 17.1.1834 - 28.1.1834 - 28.1.1834 - 31.1.1834 - 31.1.1834 - 3.2.1834 - 17.2.1834 - 10.11.1834 - 17.11.1834 - 12.1.1835 - 9.2.1835 - 13.2.1835 - 7.11.1836 - 9.12.1836 - 13.12.1836 - 28.1.1837 - 20.2.1837 - 4.3.1837 - 11.3.1837 - 19.3.1837 - 11.12.1837 - 19.2.1838 - 8.4.1838 - 21.4.1838 - 12.11.1838 - 25.2.1839 - 24.3.1839 - 9.4.1839 - 17.9.1839 - 25.10.1839- 7.11.1839 - 25.11.1839 - 7.3.1840 - 12.3.1840 - 4.4.1840 - 16.10.1840 - 23.12.1840 - 27.2.1841 - 22.3.1841 - 22.3.1841 - 27.9.1841 - 20.1.1842 - 17.8.1842 - 7.11.1842 - 21.11.1842 - 7.11.1843 - 20.5.1844 - 7.1.1845 - 11.1.1845 - 5.2.1845 - 1.5.1847 - 14.3.1849 Schröter, Franz (Lebensdaten unbekannt) - Trompeter, KM Kapellmitglied von 1834 bis 1858 27.8.1840 Schubert, Franz (1808-1878) - Violine, KM, Vizekztmstr., Kztmstr. und Dirigent Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1823 bis 1873, 1834 „Kgl. Concertist", 1837 Vizekonzertmeister, 1847 Konzertmeister, 1861 1. Konzertmeister, in Dres den Schüler der Kammermusiker Anton Rottmeyer und Ludwig Friedrich Leopold Haase, 1831 bis 1833 Studium bei Charles Lafont in Paris, dort befreundet mit Frederic Chopin, umfangreiche Konzerttätigkeit, zahlreiche Kompositionen, Sohn des Kam mermusikers und Kirchenkomponisten Franz Anton Schubert und Vater des Kam mermusikers (Geigers) Franz Schubert 404 29.11.1822 - 24.11.1826 - 28.12.1827 - 3.10.1828 - 20.12.1828 - 14.12.1829 - 5.2.1830 - 23.4.1830 - 29.6.1830 - 2.7.1830 - 24.9.1830 - 27.1.1831 - 15.3.1832 - 11.5.1832 - 25.4.1834 - 22.10.1835 - 25.1.1836 - 25.4.1836 - 11.3.1837 - 29.11.1837 - 11.12.1837 - 19.2.1838 - 21.4.1838 - 30.4.1838 - 1.11.1838 - 23.12.1838 - 25.2.1839 - 9.4.1839 - 25.10.1839 - 20.8.1841 - 20.1.1844 - 20.5.1844 - 14.5.1845 -20.2.1846 - 20.3.1846 - 2.5.1848 - 14.3.1849 - 26.11.1849 - 4.3.1850 - 16.1.1851 - 12.1.1852 - 10.2.1852 - 5.4.1853 - 11.2.1854 - 2.5.1854 - 6.12.1854 -16.1.1855 -19.3.1855 - 20.4.1855 -1.12.1855 - 29.1.1856 - 7.4.1856 Dirigent: 16.2.1846 - 20.2.1846 -13.4.1849 . 26.2.1856 Schubert, Franz Anton (1768-1827) - Dirigent, KM Als Kontrabassist Mitglied der (Königlichen) musikalischen Kapelle von 1786 bis 1813, 1808 Berufung zum Musikdirektor für die Unterstützung des Hofkapellmeisters Joseph Schuster und Kirchenkomponist, Vater von Kztmstr. Franz Schubert 23.9.1818 Schubert, Friedrich (Fritz) (7-1852) - Violoncello, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1833 bis 1852, jüngerer Bruder von Kztmstr. Franz Schubert 25.4.1834 -10.11.1834 - 3.12.1835 - 7.11.1837 -12.11.1838 -13.2.1840 Schubert(-Schneider), Maschinka - Sopran Siehe Schneider(-Schubert), Maschinka Schubert, Wilhelmine (Lebensdaten unbekannt) - Deklamation 25.3.1817 Schulhoff, Julius (1825-1898) - Klavier Ausbildung in Prag, während eines mehrjährigen Paris-Aufenthalts von Frederic Cho pin zum Konzertieren ermuntert, Reisen u.a. nach England, Spanien und Russland, danach als Lehrer und Komponist in Paris, seit 1870 in Dresden, später in Berlin, schrieb Klaviermusik 7.11.1842 Schumann, Clara Siehe Wieck-Schumann, Clara Schumann, Robert (1810-1856) - Dirigent 23.12.1843 - 29.8.1849 - 5.1.1850 -12.1.1850 Schurig, G. A. (Lebensdaten unbekannt) - Dirigent Kantor am Königlichen Schullehrer-Seminar in Dresden 13.8.1829 Schuster, Mathias (1804-1850) - Tenor Ausbildung u.a. in Wien, Operndebüt 1823 in Brünn, 1825 am Kärtnertortheater Wien, danach in Mannheim, wieder in Wien, dann in Berlin, 1831 bis zu seiner Pensionierung 1847 Hofopernsänger und Hofkirchensänger in Dresden 27.1.1833 - 1.3.1833 - 31.3.1833 - 28.1.1834 - 7.2.1834 - 10.4.1834 - 9.2.1835 - 12.4.1835 - 22.10.1835 - 7.11.1835 - 21.12.1835 - 29.12.1835 - 7.3.1836 - 25.4.1836 - 16.11.1836 - 13.12.1836 - 4.3.1837 - 29.3.1837 - 15.6.1837 - 18.10.1837 - 29.11.1837 - 19.2.1838 - 23.12.1838 - 25.2.1839 - 13.8.1839 - 7.11.1839 - 23.12.1839 - 12.4.1840 - 23.12.1840 - 24.2.1841 - 7.11.1842 Schwarz, Ferdinand August (1807-1842) - Trompete, KM Kapellmitglied von 1825 bis 1842 27.8.1840 405 Schwarzbach, Franziska (1825-1880) - Sopran Studium am Leipziger Konservatorium, 1846 erste Soloaufgabe in einem Gewandhaus konzert und Operndebüt in Leipzig, 1848 bis 1851 Hofopernsängerin in Dresden, an schließend in Prag, am Wiener Kärtnertortheater und in München 22.9.1848 - 7.11.1848 - 25.11.1848 - 23.12.1848 - 22.1.1849 - 5.2.1849 - 12.3.1849 - 14.3.1849 - 1.4.1849 - 22.6.1849 - 29.8.1849 - 26.11.1849 - 5.1.1850 - 12.1.1850 - 13.2.1850 - 24.3.1850 - 26.8.1850 - 7.11.1850 Seconda, Sophie (Lebensdaten unbekannt) - Sopran Nach einem Engagement in Braunschweig 1826 bis 1828 Hofopernsängerin in Dresden 31.3.1826 - 28.6.1826 -13.10.1826 Sedlatzek, Johann (1789-1866) - Flöte Gelernter Schneider aus Schlesien, nebenbei Ausbildung auf der Flöte, dann als Tanzmusiker in Olmütz, Brünn und Wien, nach 1810 Erster Flötist am Theater an der Wien, seit 1818 ausgedehnte Konzertreisen, Flötenlehrer in London, 1842 Rückkehr nach Wien, auch als Komponist tätig 12.5.1821 Seelmann, Friedrich (1828-1885) - Violine, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1844 bis 1885, erster Unterricht beim Vater, danach beim Konzertmeister des Dessauer Hoftheaters Barthels, in Dres den auch Vorspieler im Königlichen Schauspiel 26.8.1851 -1.3.1855 Servais, Adrien Frangois (1807-1866) - Violoncello Ausbildung in Brüssel, 1829 Lehrer, 1835 Professor an der dortigen Königlichen Musik schule, Cellist im Orchester des Theatre de la Monnaie, seit 1833 Konzertreisen in Eu ropa, seit 1848 Lehrer am Conservatoire Brüssel, in Dresden angekündigt als Erster Vi oloncellist des Königs von Belgien, komponierte Konzerte, Stücke für Violoncello, Duos und Übungsstücke 13.4.1844 Shaw, Mary (1814-1876) - Alt Studium 1828 bis 1831 an der Royal Academy of Music in London, seit 1834 als Konzertsängerin tätig, 1838 Gast im Gewandhaus Leipzig, 1839 Bühnendebüt in Novara, anschließend sofort an der Mailänder Scala, seit 1842 in London, 1847 aus ge sundheitlichen Gründen plötzliches Ende der Karriere 11.3.1839 Sieber, Ferdinand (1822-1895) - Gesang Aus Wien stammend, Schüler von Johann Alois Miecksch in Dresden, 1842 dort Debüt als Konzertsänger, 1845 bis 1848 am Hoftheater in Detmold, dann in Schwerin und Hannover, Studienreise nach Italien, danach in Würzburg, Petersburg und in Spanien, 1854 Gesangslehrer in Berlin und Kritiker u.a. für die NZfM und die Blätter für Musik Wien 13.4.1849 Siebert, Clara (Lebensdaten unbekannt) - Gesang Konzertsängerin, Stieftochter des Bassisten Franz Siebert, mit dem sie häufig in Konzerten auftrat 22.5.1822-22.9.1823 406 Siebert, Franz (1788-1858) - Bass Debüt 1815 in Frankfurt/M., danach in Prag, Leipzig und an der Wiener Hofoper, 1822 bis 1823 Hofopernsänger in Dresden, weitere Engagements in Karlsruhe, wieder an der Wiener Hofoper und in Mannheim, geschätzter Konzertsänger 22.5.1822-22.9.1823 Sivori, Camillo Ernesto (1815-1894) - Violine Ausbildung in Genua, 1824 vorübergehend Schüler von Niccolo Paganini, 1827 Reise nach Paris und London, Mitglied des Philharmonischen Orchesters in Genua, Konzerte in Italien, 1841 bis 1843 Europatournee, komponierte Konzerte, Stücke für Violine, Etüden, Kammer- und Klaviermusik, Lieder 31.8.1841 -27.9.1841 Spazzer-Gentiluomo, Louise (1818-?) - Sopran Ausbildung in Wien bei Giovanni Gentiluomo, den sie 1836 heiratete, 1838 erstes Engagement an der Wiener Hofoper, danach in Hannover, 1842 bis 1846 Hofopemsängerin in Dresden, 1847 Beendigung der Karriere, Schwester von Antonia Spazzer-Palm 11.12.1843 - 20.1.1844 - 27.2.1844 - 22.7.1844 -19.8.1844 -19.4.1845 Spazzer-Palm, Antonia (1823-?) - Sopran Ausbildung wie ihre Schwester Louise Spazzer-Gentiluomo bei Giovanni Gentiluomo in Wien, 1839 Operndebüt am Wiener Kärtnertortheater, nächste Engagements in Hannover, Breslau und Stuttgart, 1849 bis 1851 Hofopernsängerin in Dresden, nachfolgend in München und wieder in Stuttgart sowie Gastspiele an verschiedenen deutschen Bühnen, Beendigung der Karriere 1864 am Wiener Kärtnertortheater 21.2.1844 - 7.11.1849 - 25.2.1850 Stahl, Louise (Lebensdaten unbekannt) - Klavier Tochter eines Königlichen Jagdmusikus in Dresden 1.4.1827-22.1.1830 Stange, Frau (Lebensdaten unbekannt) - Alt 1836 bis 1843 Choristin mit Soloverpflichtungen an der Dresdner Hofoper 27.8.1838 - 16.4.1842 - 29.7.1842 -17.8.1842 - 7.11.1842 - 5.5.1843 - 23.12.1843 - 21.2.1844 - 22.7.1844 -19.8.1844 - 5.4.1846 Steeger, Mathilde (Lebensdaten unbekannt) - Sopran Nach einem Engagement in Hannover 1857 bis 1858 Hofopernsängerin in Dresden 7.11.1857 Stein, Friedrich Ludwig (1831-1912) - Fagott, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1854 bis 1893, erste Anstellung in Amsterdam, anschließend in Chemnitz, 1849 bis 1854 in Dresden Mitglied des Meyer'schen Musikcorps, seit 1864 auch Lehrer am Konservatorium 29.8.1855 Stelzig, Carl (1801-1866) - Bass Seit 1829 bis zu seinem Tod Chorist mit Soloaufgaben an der Dresdner Hofoper, ab 1830 außerdem Zeremoniensänger in der Katholischen Hofkirche 7.11.1849 Steudel, Christian Gotthelf(1787-1862) - Flöte, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1814 bis 1850, zuvor sieben Jahre Jagdpfeifer am sächsischen Hof 25.3.1817 - 3.4.1818 -13.10.1820 - 20.12.1828 407 Stoll, Franz (1807-gest. 1840er Jahre) - Gitarre Schüler von Mauro Giulani in Wien, Kunstreisen in Deutschland, Frankreich, Holland, Russland, Konzerte in Wien, verehrt als „Paganini der Gitarre", Kompositionen für sein Instrument 29.12.1835 Stradiol, Pauline Henriette von (1832-?) - Sopran Entdeckung und Ausbildung der Stimme durch den Komponisten Otto Nicolai, 1847 bis 1849 Hofopernsängerin in Dresden, weitere Engagements in Breslau, Prag, Stuttgart, Wiesbaden und Düsseldorf, nach 1863 Sängerin und Schauspielerin in Königsberg 22.1.1848 Suchanek (Suchanek), Franz (Lebensdaten unbekannt) - Fagott, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1838 bis 1859 29.11.1837 - 27.8.1840 - 20.3.1846 - 28.10.1846 - 4.2.1848 Szymanowska, Maria Agatha (1789-1831) - Klavier Ausbildung in Warschau, erste professionelle Pianistin in Polen, wichtige Prägung durch Johann Nepomuk Hummel und John Field, 1815 bis 1828 internationale Karriere mit Konzerten in fast allen europäischen Ländern, 1822 Ernennung zur Ersten Pianistin der Kaiserin von Russland mit festem Wohnsitz seit 1828 in Petersburg, komponierte Romanzen 1.10.1823 Taschenberg, Carl Gottlob (1767-?) - Violine, KM oder Taschenberg, Christian Ludwig (1777-?) - Oboe, KM Carl Gottlob: Mitglied der (Königlichen) musikalischen Kapelle von 1809 bis 1830, Christian Ludwig: Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1818 bis 1835, zuvor von 1805 bis 1807 Jagdpfeifer und von 1810 bis 1813 Hofpfeifer am Dresdner Hof 5.11.1824 Thalberg, Sigismund - Klavier (biographische Angaben siehe Komponisten) 29.6.1830 - 2.7.1830 -19.12.1838 - 23.12.1838 -13.2.1841 - 24.2.1841 - 27.2.1841 Thiele, Anna (1817-?) - Sopran Studium in Leipzig und bei Carl Gottlieb Risse in Dresden, 1841 bis zur Beendigung ihrer Karriere 1851 Hofopernsängerin in Dresden 17.8.1842 - 6.2.1844 - 13.2.1844 - 21.2.1844 - 31.3.1844 - 5.2.1845 - 19.4.1845 - 16.2.1846 - 25.11.1846 - 8.11.1847 -16.4.1848 Thrun, Hieronymus (Lebensdaten unbekannt) - Dirigent Bekannt als Liedkomponist 17.2.1847 Tibaldi, Carlo (1776-1833) - Tenor Stammte aus Bologna, von 1806 bis 1826 Opernsänger in Dresden, Vater von Constanze Tibaldi 3.4.1818 -1.5.1818 - 20.9.1818 - 23.9.1818 - 9.3.1919 -11.10.1822 Tibaldi, Constanze (1806-?)-M ezzosopran Tochter von Carlo Tibaldi, Ausbildung bei Antonio Benelli in Dresden, 1822 bis 1826 Hofopernsängerin in Dresden, 1827 als Nachfolgerin von Henriette Sontag Engagement an das Königstädtische Theater Berlin, danach in Paris und Bologna 11.10.1822 -15.12.1823 - 3.3.1824 -14.2.1826 408 Tichatsche(c)k, ]osef(]oseph) Aloys (1807-1886) - Tenor Erste Ausbildung in Gesang, Klavier- und Violinspiel in seinem böhmischen Heimatort, Altist im dortigen Kirchenchor und im Gymnasiumschor Braunau, nach dem Abbruch eines Medizinstudiums Gesangsunterricht und Mitglied des Hoftheaterchors in Wien, erster Auftritt 1830 im Kärtnertortheater, wo er auch Chorinspizient und Kleindarsteller war, weitere Studien in Graz, 1837 Gastspiel an der Dresdner Hofoper, 1838 bis zur Pensionierung 1861 Hofopernsänger, trat aber bis 1870 weiterhin regelmäßig auf, in seinem umfangreichen Repertoire bildeten die Wagner Partien einen Schwerpunkt, er prägte entscheidend das Profil der Dresdner Hofoper 8.4.1838 -15.8.1838 - 1.11.1838 -12.11.1838 - 23.12.1838 - 13.2.1839 - 24.3.1839 - 9.4.1839 - 16.4.1839 - 17.9.1839 - 25.10.1839 - 7.11.1839 - 24.1.1840 - 29.2.1840 - 4.3.1840 - 7.3.1840 - 12.3.1840 - 4.4.1840 - 27.8.1840 - 16.10.1840 - 23.12.1840 - 4.2.1841 - 17.3.1841 - 4.4.1841 - 8.11.1841 - 20.1.1842 - 16.4.1842 - 21.11.1842 - 10.2.1843 - 9.4.1843 - 11.12.1843 - 20.1.1844 - 27.2.1844 - 31.3.1844 -13.4.1844 - 20.5.1844 -11.1.1845 -16.1.1845 - 28.1.1845 - 11.7.1845 - 16.7.1845 - 1.12.1845 - 20.10.1846 - 7.11.1846 - (18.12.1846) - 4.2.1848 - 22.9.1848 - 23.12.1848 - 5.2.1849 - 28.7.1850 - 16.1.1851 - 7.11.1851 - 25.2.1852 - 4.4.1852 - 17.8.1852 -11.11.1853 - 5.12.1853 - 7.11.1857 Tietz, Carl (7-1862) - Kontrabass, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1828 bis 1862 27.3.1829 Töpler, J. (Lebensdaten unbekannt) - Violine Lt. HTT 1828 „zur Kapelle hinzugezogen", also eine Art Aushilfe in der Königlichen musikalischen Kapelle 25.2.1825 - 24.11.1826 - 24.3.1828 Toussaint, Ludwig (Louis) (7-1889) - Bass 1818 bis 1821 Hofopernsänger in Dresden 19.9.1818 - 23.9.1818 - 9.4.1821 Trautmann, E. Fräulein (Lebensdaten unbekannt) - Klavier Angekündigt als Pianistin aus Petersburg, lt. NZfM Schülerin von John Field 1.4.1837 Tröstler, Friedrich (1822-1877) - Violine, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1847 bis 1877 (ab 1844 Aspirant), mit dem 11. Lebensjahr ging er wöchentlich zweimal zu Fuß von Pegau nach Leipzig zum Unterricht bei Ferdinand David, 1840 Oboist im Musikkorps des damaligen Leib regiments, 1856 Gründer des ersten Dresdner Konservatoriums, 1860 einer „Lehran stalt der Tonkunst", 1867 Leiter der Zwischenaktmusiken im Hoftheater 17.11.1851-21.3.1854 Ung(h)er-Sabatier, Karoline (Carlotta) (1803-1877) - Mezzosopran Ausbildung u.a. bei Mozarts Schwägerin Aloysia Lange und in Mailand, 1821 Debüt an der Wiener Hofoper, sang in den Uraufführungen von Beethovens 9. Sinfonie und Missa solemnis, ab 1825 in Neapel, Mailand, Turin, Rom, Bologna und Genua, 1834 in Paris, danach wieder in Italien und 1839 an der Wiener Hofoper, Abschied von der Bühne 1843 in Dresden, berühmt durch ihre Interpretation von Rossini- und Donizetti- Partien, 1839 und während ihrer Konzertserie 1841 Gast im italienischen Fach an der Dresdner Hofoper 13.8.1839 - 20.8.1841 - 31.8.1841 - 8.11.1841 409 Unzelmann, Antonia Luise Christiane (1794-1838) - Sopran Seit 1807 am Hoftheater Weimar, 1821 bis 1824 Hofopernsängerin in Dresden, danach in Bamberg und wieder in Weimar 12.10.1821 -16.11.1821 Veltheim, Charlotte (1803-1873) - Sopran und Klavier Beginn der Karriere in der Theatergesellschaft ihres Vaters Friedrich Veltheim, die in verschiedenen deutschen und europäischen Städten gastierte, 1822 bis zur Pensionie rung 1837 Sängerin an der Hofoper in Dresden, wo sie darüber hinaus noch bis 1848 auftrat, auch gefragte Liedsängerin und ausgezeichnete Pianistin sowie Komponistin von Liedern und Variationen, im März 1824 als Frl. Feldheim angekündigt Sopran: 24.10.1823 - 3.3.1824 - 22.10.1824 - 17.12.1824 - 25.2.1825 - 9.12.1825 - 29.12.1825 - 10.3.1826 - 7.4.1826 - 28.6.1826 - 4.1.1827 - 8.4.1827 - 26.6.1828 - 28.1.1829 - 5.2.1830 - 4.4.1830 - 10.1.1831 - 31.10.1831 - 14.2.1832 - 2.4.1832 - 15.4.1832 12.4.1833 - 16.11.1833 - 7.2.1834 - 10.2.1834 - 23.3.1834 - 20.6.1834 - 20.6.1834 - 9.2.1835 - 29.9.1835 - 7.11.1835 - 3.12.1835 -18.2.1836 - 26.2.1836 - 7.3.1836 - 27.3.1836 - 20.3.1842 Klavier: 10.3.1826 -10.11.1834-4.3.1837 Sopran und Klavier: 15.12.1823 -14.1.1829 - 31.1.1834 -11.12.1837 Vestri, Gioacchino (Lebensdaten unbekannt) - Bass 1828 bis zu seiner Pensionierung 1849 Hofopernsänger in Dresden, darüber hinaus nachweislich noch 1871 - Hofkirchensänger 9.1.1829 -15.4.1832 - 11.5.1832 - 26.10.1832 - 3.4.1834 - 23.11.1835 - 3.12.1835 - 25.1.1836 - 4.2.1836 -1.4.1837 - 28.2.1828 - 1.8.1838 - 19.12.1838 - 23.12.1838 - 7.11.1839 -10.12.1839 - 4.3.1840 -15.12.1840 - 22.3.1841 - 31.8.1841 - 27.9.1841 - 3.2.1842 - 20.3.1842 -16.12.1842 - 13.2.1844 - 21.2.1844 - 4.6.1844 - 20.3.1846 - 4.2.1848 Viardot-Garcia, Pauline (1821-1910) - Sopran/Mezzosopran Klavierschülerin von Franz Liszt, Gesangsausbildung bei ihrem Bruder Emanuel Gar cia, 1838 Konzertdebüt, Bühnendebüt 1839 in London, große Erfolge am Pariser Theatre Italien, dessen Direktor ihr Ehemann Viardot war, Gastspiele in europäischen Musikzentren wie London, Madrid und Wien, darunter 1838 und 1847 in Dresden, 1843 bis 1844 in Petersburg, von 1848 an in London, nach 1855 wieder in Paris, zeitweise in Berlin, auch kompositorisch tätig und gefragte Pädagogin 1.8.1838 - 6.8.1838 - 21.5.1847 Vibrans, Mathilde (7-1852) - Sopran In ihrem ersten Engagement 1851 bis zum frühen Tod 1852 Hofopernsängerin in Dres den 25.2.1852 Vieuxtemps, Henri - Violine (biographische Angaben siehe Komponisten) 2.10.1837 -11.10.1837 -18.10.1837 -16.2.1846 - 20.2.1846 Vimercati, Peter (Lebensdaten unbekannt) - Mandrine Dirigent in Mailand, Mandrine ist eine andere Bezeichnung für Mandola, ein lautenähnliches Zupfinstrument 16.3.1821 Voll, Therese (Lebensdaten unbekannt) - Alt Seit 1840 Hofopernsängerin in Dresden 27.8.1840 -16.10.1840 - 4.4.1841 - 20.3.1842 -16.4.1842 -17.8.1842 -16.12.1842 410 Wächter, Johann Michael (1794-1853) - Bariton Neben dem Jurastudium Mitwirkung in Studenten- und Kirchenchören, Operndebüt 1819 in Graz, danach in Preßburg, am Theater an der Wien und am Königstädtischen Theater Berlin, 1827 bis zu seinem Tod Hofopernsänger und Hofkirchensänger in Dresden 30.3.1828 - 18.4.1828 - 26.6.1828 - 3.10.1828 - 18.11.1828 - 9.10.1829 - 27.1.1833 - 31.3.1833 - 28.1.1834 - 3.2.1834 - 7.2.1834 - 23.3.1834 - 27.8.1834 - 9.2.1835 - 22.10.1835 - 21.12.1835 - 29.12.1835 - 7.3.1836 - 27.3.1836 - 13.12.1836 - 11.10.1837 - 18.10.1837 - 19.2.1838 - 8.4.1838 - 24.3.1839 - 13.8.1839 - 25.10.1839 - 23.12.1839 - 12.4.1840 - 27.8.1840- 16.10.1840 - 23.12.1840 - 24.2.1841 - 17.3.1841 - 4.4.1841 - 8.11.1841 - 16.4.1842 - 7.11.1842 -17.2.1843 - 6.7.1843 -13.2.1844 -16.2.1844 - 31.3.1844 -17.2.1846 Wächter, Therese (1802-1879)-Mezzosopran 1820 an der Wiener Hofoper, 1825 am Königstädtischen Theater Berlin, 1827 bis zu ih rer Pensionierung 1864 Hofopernsängerin in Dresden 12.4.1833 -19.4.1833 - 25.2.1846 Wagner, Johanna (1826-1894) - Sopran Adoptivtochter von Richard Wagners Bruder Albert, erstes Engagement 1842 als Schauspielerin in Bemburg, seit 1844 für fünf Jahre Hofopernsängerin in Dresden, Eli sabeth in der Tannhäuser-Uraufführung 1845, studierte danach noch in Paris bei Emanuel Garcia, 1849 in Hamburg, seit 1850 an der Hofoper Berlin, dazwischen 1858 bis 1859 nochmals in Dresden, 1861 plötzlicher Verlust der Singstimme, nachfolgend ge feierte Tragödin, in der ersten Hälfte der 1880er Jahre in Bayreuth und 1882 bis 1884 Pädagogin in München, zuletzt wieder in Berlin 22.7.1844 -19.8.1844 -16.3.1845 - 8.10.1846 - 7.11.1846 - (18.12.1846) - 4.2.1848 - 4.3.1848 - 12.2.1848 -16.4.1848 - 22.9.1848 - 25.11.1846 - 23.12.1848 - 5.2.1849 Wagner, Richard (1813-1883) - Dirigent 6.7.1843 - 31.3.1844 - 22.7.1844 - 12.8.1844 - 19.8.1844 (?) - 7.11.1844 (?) - 5.2.1845 - 16.3.1845 - 16.2.1846 - 20.2.1846 - 5.4.1846 - 28.3.1847 - 30.6.1847 - 22.1.1848 - 4.2.1848 - 12.2.1848 - 8.3.1848 -16.4.1848 - 23.4.1848 - 22.9.1848 -1.4.1849 - (5.5.1849) Walker, Frau (Lebensdaten unbekannt) - Sopran Zuerst am Leipziger Theater, nach drei Gastspielen 1830 für ein Jahr 1831 Hofopernsängerin in Dresden 27.3.1831 Wallerstein, Anton (1813-1892) - Violine Zehnjährig erste öffentliche Auftritte in Dresden, 1826 als Schüler von Konzertmeister Antonio Rolla angekündigt, 1827 und 1828 erfolgreich in Leipzig und Berlin, die in verschiedenen Lexika erwähnte Anstellung als Kammermusiker der Dresdner Hofka pelle ist in den HTT nicht nachweisbar, nach 1832 in Hannover, Braunschweig und Hamburg, 1836 mit einer französischen Schauspielergesellschaft in Hannover und Ko penhagen, 1841 Beendigung der öffentlichen Laufbahn, lebte abwechselnd in Dresden, Wiesbaden und Frankfurt, Komponist und Herausgeber von Liedern, Tänzen, Violinkompositionen, einer Violinschule 17.11.1825 -17.12.1826 -16.4.1830 Walther, Emil (Lebensdaten unbekannt) - Deklamation 27.1.1853 - 7.2.1854 411 Weber, Bertha (?-1903) - Mezzosopran Beginn der musikalischen Laufbahn als Choristin an der Dresdner Hofoper, zugleich Studium bei Friederike Funk-la Grua, Maria Sandrini-Börner und Maschinka Schnei der-Schubert, Solodebüt 1854 und Engagement von 1855 bis zur Pensionierung 1885 als Hofopernsängerin 6.2.1856 - 27./28.3.1858 Weber, Carl Maria von (1786-1826) - Klavier und Dirigent Klavier und Dirigent: 9.4.1821 - 30.11.1821 Dirigent: 27.6.1817 - 3.4.1818 - 1.5.1818 - 20.9.1818 - 21.9.1818 - 23.9.1818 - 4.12.1818 - 9.3.1919 - 8.12.1820 - 18.12.1820 - 30.3.1821 - 3.4.1821 - 12.10.1821 - 26.10.1821 (?) - 16.11.1821 (?) - 30.11.1821 (?) - 22.12.1821 (?) - 1.2.1822 (?) - 28.12.1822 - 19.12.1823 - 30.12.1823 - 8.4.1824 - 6.6.1824 - 7.10.1824 - 15.10.1824 - 22.10.1824 - 19.11.1824 - 3.12.1824 -17.12.1824 o. A.: 9.3.1818 Wehner, Rudolf (Lebensdaten unbekannt) - Klavier NZfM, 2.11.1846, berichtet über das erste Konzert des jungen Dresdner Pianisten außer halb seiner Vaterstadt in Leipzig 12.1.1852 -10.2.1852 - 28.2.1853 Weiss, Friedrich (1822-1893) - Bass Thomaner sowie Jura- und Philologiestudent in Leipzig, 1849 bis 1853 erstes Engage ment für kleinere Partien an der Dresdner Hofoper, anschließend in Görlitz, Königs berg, Kassel, Brünn, Stralsund, und Rostock, 1857 bis 1883 zweites Dresdner Engage ment als Sänger und Schauspieler, wissenschaftliche Arbeiten, Dr. phil. 30.1.1858 Weixlstorfer, Carl (Lebensdaten unbekannt) - Tenor 1847 bis 1849 Hofopernsänger in Dresden 8.11.1847 - 22.1.1848 -12.2.1848 -16.4.1848 - 23.4.1848 - 2.5.1848 -18.10.1848 - 7.11.1848 - 12.3.1849 -14.3.1849 -1.4.1849 - 22.6.1849 - 29.8.1849 Weixlstorfer, Johann (?-nach 1870) - Tenor Bis 1852 in Hamburg, danach bis 1856 Hofopernsänger in Dresden, 1867 bis 1870 Ge sangslehrer am Dresdner Konservatorium 8.11.1852 - 27.1.1853 - 28.2.1853 - 20.3.1853 - 5.4.1853 - 29.8.1853 - 7.11.1853 - 1.3.1854 - 9.4.1854 - 14.4.1854 - 22.4.1854 - 25.4.1854 - 29.4.1854 - 1.5.1854 - 21.9.1854 - 7.11.1854 - 27.1.1855 -1.4.1855 - 20.4.1855 - 29.8.1853 - 6.2.1856 -16.3.1856 Werthmüller, Elise (Lebensdaten unbekannt)-Mezzosopran 1843 bis 1844 an der Dresdner Hofoper engagiert 9.4.1843 - 5.5.1843 Wieck, Marie (1832-1912) - Klavier und Sopran Als Tochter Friedrich Wiecks aus dessen zweiter Ehe Halbschwester Clara Wiecks, als Pianistin von ihrem Wohnsitz Dresden aus europäische Karriere, auch Klavier- und Gesangslehrerin, veröffentlichte Klavier- und Gesangsstudien ihres Vaters Klavier: 1.12.1845 - 2.5.1854 - 29.1.1856 - 26.2.1856 Klavier und Sopran: 1.3.1855 412 Wieck-Schumann, Clara (1819-1896) - Klavier Klavierschülerin ihres Vaters Friedrich Wieck, Kompositionsunterricht bei Christian Theodor Weinlig in Leipzig und Carl Gottlieb Reißiger, 1827 erster öffentlicher Auftritt, 1831 erste Konzertreise durch Deutschland und bis Paris, in den folgenden Jahrzehnten als bedeutendste Pianistin des Jahrhunderts Konzerte in vielen europäischen Ländern, 1840 Heirat Robert Schumanns, 1844 Übersiedelung von Leipzig nach Dresden, 1850 nach Düsseldorf, nach Schumanns Tod Wohnsitz in Berlin, dann bei Baden-Baden, 1878 bis 1892 Erste Klavierlehrerin am Hochschen Konservatorium in Frankfurt, schrieb Werke für Klavier mit und ohne Orchester, Kadenzen zu Konzerten Mozarts und Beethovens, Lieder, Bearbeitungen, betätigte sich auch als Herausgeberin 10.1.1831 - 27.1.1831 - 30.1.1836 -18.2.1836 - 9.12.1836 - 7.1.1845 -11.1.1845 Wilhelmi, Georg Wilhelm (1787-1852) - Tenor Nach Engagements in Kassel und Prag 1817 bis 1828 Hofopernsänger in Dresden, spä ter bis zu seinem Tod in Wien 25.3.1817 Willmann, Caroline (1796-1860) - Sopran Nach dem Studium in Kassel Engagements in Pest, am Theater an der Wien, in Breslau und am Kärtnertortheater Wien, 1820 bis 1823 Hofopernsängerin in Dresden, danach in Kassel und Berlin, seit 1830 Gesangslehrerin in Bayreuth und später in Wien 23.11.1821 Willmers, Rudolph (1821-1878) - Klavier Schüler von Johann Nepomuk Hummel, 1835 am Weimarer Hof, 1836 Kontrapunktstu dien bei Friedrich Schneider in Dessau, 1831 erste Konzertreise, 1833 fester Wohnsitz in Wien, 1864 Erster Klavierlehrer am Konservatorium in Berlin, 1866 Rückkehr nach Wien, komponierte Fantasien, Variationen, Potpourris, Etüden usw. für Klavier, Kam mermusik 12.11.1838 Winger, Eduard (1812-1886) - Deklamation Gelernter Buchbinder, Mitglied von Berliner Liebhaber-Theatern, 1831 in Braun schweig, nach zehn Wanderjahren 1843 Gastspiel in Dresden, 1844 bis zur Pensionie rung 1874 Hofschauspieler in Dresden, 1852 bis 1857 auch Regisseur, Verdienste um die Witwen- und Waisenkasse des Hoftheaters 5.5.1855 Winterstein, Simon (1806-1862) - Violine, KM Schüler von Louis Spohr, Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1826 bis 1845 18.4.1834 - 21.4.1834 - 12.1.1835 - 12.1.1835 - 23.11.1835 - 29.12.1835 - 11.1.1838 - 7.11.1839 - 20.1.1842 - 21.11.1842 Wohllebe, C. F. (Lebensdaten unbekannt) - Klarinette Angekündigt als blinder Schüler von KM Johann Gotthelf Forkert 20.2.1837-29.2.1840 Wölfel, Fräulein (Lebensdaten unbekannt) - Gesang 17.5.1853 Wörlitzer, Friedrich (Lebensdaten unbekannt) - Klavier Lt. AZ „der talentierte Knabe" 26.6.1828 413 Würfel, 'Wenzel 'Wilhelm (1790-1832) - Klavier Ausbildung in Prag, 24-jährig erste Konzertreise, 1815 Professor in Warschau, Orgellehrer Frederic Chopins, ab 1824 wieder Tourneen, 1826 4. Kapellmeister der Hofoper in Wien, komponierte Opern, Singspiele, Possen, Schauspielmusik, Kirchen musik, Orchesterstücke, Konzerte und Stücke für Klavier mit und ohne Orchester, Gesänge 24.10.1823 Wüst(-Kriete), Henriette (1816-1892) - Sopran Nach ihrem Operndebüt in Leipzig 1833 Engagement an die Dresdner Hofoper, wei tere Ausbildung bei Johann Aloys Mie(c)ksch, galt neben Wilhelmine Schröder-Dev rient als bedeutendste Sängerin am Dresdner Hause, obwohl 1858 pensioniert, trat sie noch bis 1866 auf 24.1.1834 - 7.2.1834 - 9.2.1835 - 12.4.1835 - 26.2.1836 - 7.3.1836 - 10.8.1836 - 19.3.1837 - 2.10.1837- 23.12.1836 - 28.2.1838 - 27.8.1838 - 7.11.1838 - 13.2.1839 - 13.8.1839 - 23.12.1840 - 24.2.1841 - 4.4.1841 - 8.11.1841 - 20.1.1842 - 20.3.1842 - 16.4.1842 - 17.8.1842 - 7.11.1842 - 9.4.1843 - 5.5.1843 - 11.12.1843 - 23.12.1843 - 6.2.1844 - 8.2.1844 - 21.2.1844 - 31.3.1844 - 13.4.1844 - 4.6.1844 - 20.5.1844 - 22.7.1844 - 19.8.1844 - 7.11.1844 - 11.8.1845 - 25.2.1846 - 20.3.1846 - 5.4.1846 - 8.10.1846 - 28.10.1846 - 7.11.1846 - 17.2.1847 - 28.3.1847 - 16.4.1848 - 23.4.1848 - 2.5.1848 -1.4.1849 Wustlich, Christian Gottlieb (Lebensdaten unbekannt) - Oboe, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1818 bis 1843; ein weiterer Oboist Wustlich (Vorname und Lebensdaten unbekannt) war Mitglied der Königlichen musi kalischen Kapelle von 1827 bis 1828 27.3.1829 Wysoki, Kasper Napoleon (1810-1850) - Klavier Studium am Warschauer Konservatorium und in Berlin, Abbruch einer erfolgreich be gonnenen Pianisten-Karriere aus gesundheitlichen Gründen und Konzentration auf die Komposition, schrieb Märsche, Tänze u.ä. für Orchester, Tänze, Rhapsodien u.ä. für Klavier, Lieder 16.4.1839 Zezi, Alfonso (1799-1859) - Bariton Ausgebildet am Konservatorium Mailand, von 1822 bis zu seiner Pensionierung 1844 Opern- und Kirchensänger am Dresdner Hof, auch als Komponist vorwiegend von Vokalwerken hervorgetreten 11.10.1822 - 1.10.1823 - 10.10.1823 - 23.4.1824 - 30.12.1824 - 22.4.1825 - 9.12.1825 -10.3.1826 - 28.6.1826 - 29.12.1826 - 4.1.1827 - 5.2.1827 - 9.3.1827 - 30.3.1827 - 19.10.1827 - 2.5.1828 - 3.10.1828 -18.12.1828 - 26.12.1828 - 28.1.1829 - 27.3.1829 -16.10.1829 - 14.12.1829 - 5.2.1830 - 19.3.1830 - 4.4.1830 - 16.4.1830 - 23.4.1830 - 30.4.1830 - 22.10.1830 - 27.3.1831 - 31.10.1831 - 14.2.1832 - 15.3.1832 - 2.4.1832 - 15.4.1832 - 11.5.1832 - 5.10.1832 - 26.10.1832 - 30.11.1832 - 1.3.1833 - 15.3.1833 - 31.3.1833 - 12.4.1833 - 19.4.1833 - 24.5.1833- 16.11.1833 - 6.12.1833 - 17.1.1834 - 31.1.1834 - 7.2.1834 - 10.2.1834 - 17.2.1834 - 23.3.1834 - 3.4.1834 - 10.4.1834 - 18.4.1834 - 21.4.1834 - 25.4.1834 - 10.11.1834 - 17.11.1834- 12.1.1835 - 9.2.1835 - 12.4.1835 - 22.10.1835 - 23.11.1835 - 25.1.1836 - 18.2.1836 - 26.2.1836 - 27.3.1836 - 25.4.1836 - 10.8.1836 - 5.10.1836 - 13.10.1836 - 1.11.1836 - 7.11.1836 - 16.11.1836 - 9.12.1836 - 4.3.1837 - 19.3.1837 - 29.3.1837 - 2.10.1837 - 7.11.1837 - 29.11.1837 - 19.2.1838 - 28.2.1838 - 7.3.1838 - 8.4.1838 - 30.4.1838 - 19.12.1838 - 23.12.1838 - 25.2.1839 - 7.11.1839 - 10.12.1839 - 4.3.1840 - 12.4.1840 - 16.10.1840 -1.11.1840 - 24.2.1841 - 22.3.1841 - 31.8.1841 414 Zeschau, Clitie von (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 19.4.1845 - 30.4.1845 Zizold, A. H. (Lebensdaten unbekannt) - Flöte Herzoglich-Braunschweigischer Kammermusiker 10.10.1823 - 29.12.1825 Zizold, August (1825-1880) - Flöte, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1844 bis 1880 1.12.1845 - 1.5.1847 - 4.3.1850 - 15.3.1850 - 26.8.1850 - 12.1.1852 - 31.8.1852 - 28.2.1853 - 29.1.1856 Zucker, Emilie (Lebensdaten unbekannt) - Deklamation 25.3.1817 Ohne Namensnennung: Eine Sängerin: 17.2.1826 Ein Cellist: 1.10.1823 Ein Klarinettist (ein Schüler Kottes): 1.3.1833 Ein Flötist und ein Violoncellist: 4.3.1837 Ein Flötist: 25.2.1839 - 9.4.1839 Ein Hornist: 24.1.1840 -13.2.1841 Ein Hornquartett: 15.12.1823 Ein Pianist: 2.5.1828 Eine Harmonika: 25.3.1817 Chöre Allgemeiner Dresdner Sängerverein (auch als Männergesangverein angekündigt) Entstanden aus dem 1847 erfolgten Zusammenschluss der Dresdner Männergesangvereine Liedertafel, Orpheus, Liederkranz, Arion und Odeon 18.10.1848 Caecilienverein 23.12.1848 - 5.2.1849 -17.5.1853 (Dresdner) Liedertafel Männergesangverein, Dirigenten u.a. Carl Gottlieb Reißiger, Richard Wagner, Ferdi nand Hiller, Robert Schumann 6.7.1843 - 27.1.1853 -17.5.1853 - 2.5.1854 - 5.5.1855 Dresdner Männergesangverein Arion 6.7.1843 Dresdner Liederkranz 3.4.1844 -17.5.1853 Dreyssigsche Singakademie Gegründet 1807 von Hoforganist Friedrich Anton Dreyssig (1765-1815) mit etwa sie ben Mitgliedern, Entwicklung zu einem leistungsfähigen Chor, zunächst eher sporadi sche Zusammenarbeit mit der Hofkapelle, seit 1833 regelmäßige Mitwirkung in Palm sonntags- und anderen Konzerten, außerdem Unterstützung durch die Kapelle bei von ihr selbst veranstalteten Konzerten (u.a. Beethovens Missa solemnis, Bachs h-Moll-Messe) 415 19.9.1818 - 26.2.1826 - 24.5.1826 - 31.3.1833 - 23.3.1834 -12.4.1835 - 27.3.1836 - 19.3.1837 - 8.4.1838 - 13.3.1839 - 24.3.1839 - 12.4.1840 - 16.10.1840 - 4.4.1841 - 20.3.1842 - 16.4.1842 - 1.6.1842 - 14.3.1843 - 9.4.1843 - 6.7.1843 - 31.3.1844 - 16.3.1845 - 5.4.1846 - 8.10.1846 - 7.11.1846 - 28.3.1847 - 16.4.1848 - 2.5.1848 - 23.12.1848 - 5.2.1849 - 1.4.1849 - 29.8.1849 - 24.3.1850 - 28.10.1850 - 13.4.1851 - 4.4.1852 - 17.8.1852 - 20.3.1853 - 17.5.1853 - 9.4.1854 - 27.1.1855 -1.4.1855 -16.3.1856 -14.10.1856 - 5.4.1857 - 30.1.1858 - 28.3.1858 Friedrichstädter Seminar/Seminaristen 16.10.1840 - 7.11.1846 - 28.3.1847 - 8.11.1847 Kapellknaben Knabenchor der katholischen Hofkirche 22.1.1848 Kreuzchor Knabenchor der evangelischen Kreuzkirche 16.10.1840 -16.4.1842 - 7.11.1846 - 28.3.1847 - 8.11.1847 - 5.1.1850 -12.1.1852 28.7.1850 Siehe auch unter Musikdirektoren: Friedrich Wilhelm Agthe Militärsänger 22.1.1848 Orpheus 1834 von Carl Ferdinand Adam gegründeter Männergesangverein 6.7.1843 -1.12.1845 - 28.10.1846 -18.12.1846 - 23.12.1848 - 22.1.1849 - 5.2.1849 -17.5.1853 Sängerchor des Königlichen Hoftheaters (Theaterchor) Gegründet mit „Allerhöchster Genehmigung" des Königs Friedrich August I. im Jahre 1817 auf Anregung Carl Maria von Webers, der einen „ständigen Theaterchor" gefor dert hatte, um die gestiegenen Ansprüche erfüllen zu können, die sich durch die Ein richtung eines „Deutschen Departements" der Hofoper ergeben würden (bis dahin sangen bei Bedarf die Kruzianer in der Italienischen Oper). Wie die hier wiedergege benen Programme zeigen, fand der Chor neben der Oper ein reiches Betätigungsfeld in Konzerten der Kapelle. Im Laufe des 19. und vor allem 20. Jahrhunderts entwickelte sich das Ensemble, auch dank hervorragender Chordirektoren und -erzieher, zu einem der besten deutschen Opernchöre, der auch auf dem Podium und im Aufnahmestudio höchsten Maßstäben gerecht wurde. 1817je 17 Damen/Herren -1858 23 Damen/21 Herren 23.9.1818 - 4.6.1819 - 9.4.1821 - 26.10.1821 - 22.12.1821 -10.10.1823 - 6.6.1824 - 5.11.1824 - 28.6.1826 - 29.12.1826 - 8.4.1827 - 30.3.1828 - 7.10.1828 - 12.4.1829 - 4.4.1830 - 27.3.1831 - 14.2.1832 -15.4.1832 - (4.9.1832) - 31.3.1833 -17.2.1834 - 23.3.1834 - 27.8.1834 -12.4.1835 - 29.9.1835 - 26.2.1836 - 27.3.1836 - 25.4.1836 - 10.8.1836 - 23.12.1836 - 7.1.1837 - 4.3.1837 - 19.3.1837 - 23.12.1837 - 28.2.1838 - 8.4.1838 - 27.8.1838 - 7.11.1838 - 13.2.1839 - 24.3.1839 - 13.8.1839 - 16.7.1839 - 13.8.1839 - 23.12.1839 - 12.4.1840 - 27.8.1840 - 16.10.1840 - 23.12.1840 - 24.2.1841 - 4.4.1841 - 20.3.1842 - 16.4.1842 - 1.6.1842 - 29.7.1842 - 17.8.1842 - 7.11.1842 - 10.2.1843 - 17.2.1843 - 9.4.1843 - 5.5.1843 (?) - 9.8.1843 - 23.12.1843 - 21.2.1844 - 31.3.1844 - 4.6.1844 - 22.7.1844 - 12.8.1844 - 19.8.1844 - 7.11.1844 - 5.2.1845 - 16.3.1845 - 11.7.1845 - 11.8.1845 - 25.2.1846 - 5.4.1846 - 7.11.1846 - 17.2.1847 - 28.3.1847 - 8.11.1847 - 22.1.1848 -12.2.1848 - 8.3.1848 -16.4.1848 - 23.4.1848 - 22.9.1848 - 28.10.1848 - 7.11.1848 - 18.11.1848 - 16.12.1848 - 23.12.1848 - 5.2.1849 - 21.2.1849 - 1.4.1849 - 416 22.6.1849 - 7.11.1849 - 13.2.1850 - 24.3.1850 - 28.7.1850 - 26.8.1850 - 7.11.1850 - 5.3.1851 - 13.4.1851 - 7.11.1851 - 4.4.1852 - 17.8.1852 - 31.8.1852 - 8.11.1852 - 9.2.1853 - 20.3.1853 - 29.8.1853 - 7.11.1853 - 1.3.1854 - 9.4.1854 - 22.4.1854 - 25.4.1854 - 29.4.1854 - 1.5.1854 - 21.9.1854 - 7.11.1854 - 1.4.1855 - 5.5.1855 - 7.11.1855 - 6.2.1856 - 16.3.1856 - 2.9.1856 (Herren) - 7.11.1856 - 25.2.1857 - 5.4.1857 - 7.11.1857 -17.2.1858 - 28.3.1858 Vereinfür Chorgesang Nach Robert Schumanns Gründungsaufruf vom Dezember 1848 Konstituierung im Januar 1849, Schumann künstlerischer Leiter bis zu seinem Weggang nach Düsseldorf im Jahre 1850, 1873 Umbenennung des Vereins in Robert Schumannsche Singakademie 23.12.1848 - 5.2.1849 - 29.8.1849 - 5.1.1850 -12.1.1850 „Zöglinge der Blindenanstalt" 9.4.1821 -12.4.1822 Zahlreiche, namentlich unter den nachstehenden Daten genannte Chöre aus Dresden und Umgebung 6.7.1843 -17.5.1853 Sänger/Chöre der hiesigen Kantoren ohne nähere Angaben 29.12.1826 Chöre der protestantischen Kirchen, ohne nähere Angaben 2.4.1835 -17.5.1853 Chöre ohne namentliche Bezeichnung (oft Massenchöre) 27.6.1817 - 19.9.1818 - 26.8.1826 - 4.9.1832 - 23.11.1835 - 16.11.1836 - 27.11.1840 - 15.12.1840 - 20.3.1842 - 5.5.1843 - 8.10.1846 - 7.11.1846 - 29.8.1849 - 28.7.1850 -17.5.1853 - 22.4.1854 - 25.4.1854 - 29.4.1854 -1.5.1854 - 9.5.1858 - 9.7.1858 Dilettanten, nicht näher bezeichnet 8.11.1847 - 29.8.1849 - 5.1.1850 -12.1.1850 - 26.2.1856 Städtische Musikdirektoren, die mit ihren Formationen (,,Musikchöre"=Musikkorps) in Konzerten der Königlichen musikalischen Kapelle mitgewirkt haben Agthe, Friedrich Wilhelm (biographische Angaben siehe unter Komponisten) 29.12.1826 - 8.4.1827 - 30.3.1828 Hartung, Johann Wilhelm (1791-1863) Zunächst Musikdirektor und Oboist des Königlich Sächsischen 2. Linien-Infanterie- Regiments „Prinz Maximilian", 1843 Dresdner Stadtmusikdirektor als Nachfolger von Johann Gottlieb Zillmann, aktiv bis 1854, danach vertreten durch Musikdirektor Fried rich Laade 16.10.1840 - 31.3.1844 - 5.4.1846 - 28.3.1847 -16.4.1848 - 24.3.1850 Hünerfürst, Raban Hugo (1827-1867) Dirigent, Geiger und Komponist, 1851 bis 1858 Musikdirektor des zur Zivilkapelle um gestalteten Musikkorps der Kommunalgarde, danach bis 1867 Stadtmusikdirektor in Rostock und Direktor des dortigen Stadttheaters 16.3.1856 Kade, Otto (1819-1900) Musikschriftsteller, Herausgeber, 1853 bis 1860 Musikdirektor der Dreikönigskirche in der Dresdner Neustadt, Leiter des bereits früher einmal bestandenen, 1848 von ihm wieder ins Leben gerufenen Caecilienvereins 5.4.1857 417 Kunze, Heinrich Gustav (1808-1868) Zunächst vermutlich Geiger im Leipziger Gewandhausorchester, dann Mitglied des Leipziger Stadtmusikkorps, 1844 bis 1868 Hautboist I. Klasse und Musikdirektor des Musikkorps des Leib-Infanterie-Regiments in Dresden 5.4.1846 - 28.3.1847 -16.4.1848 - 24.3.1850 - 29.3.1850 Markert, Anton (Lebensdaten unbekannt) 1844 bis 1848 Musikdirektor des 2. Linien-Infanterie-Regiments, Zusammenarbeit mit Zillmann und Kunze 31.3.1844 - 5.4.1846 - 28.3.1847 -16.4.1848 Mende, Fr. (Lebensdaten unbekannt) Musikdirektor 29.12.1826 - 8.4.1827 - 30.3.1828 - 12.4.1829 - 4.4.1830 - 15.4.1832 - 31.3.1833 - 23.3.1834 - 12.4.1835 - 27.3.1836 - 19.3.1837 - 8.4.1838 - 24.3.1839 - 12.4.1840 - 4.4.1841 - 20.3.1842 - 9.4.1843 Meyer, Benjamin Heinrich Gottlob (1787-?) Kompositionsschüler von Thomaskantor Johann Gottfried Schicht in Leipzig, dort auch Stadtpfeifer, später Musikdirektor des Königl. Sächsischen Artillerie-Musikkorps, dann bis 1851 des Musikkorps der Kommunalgarde, 1841 Konzertreise nach Russland 24.3.1850 - 29.3.1850 Otto, Julius (biographische Angaben siehe Interpreten) 30.3.1828 - 12.4.1829 - 4.4.1830 - 27.3.1831 - 15.4.1832 - 31.3.1833 - 23.3.1834 - 12.4.1835 - 27.3.1836 - 19.3.1837 - 8.4.1838 - 24.3.1839 - 12.4.1840 - 4.4.1841 - 20.3.1842 - 9.4.1843 - 31.3.1844 - 16.3.1845 - 5.4.1846 - 28.3.1847 - 16.4.1848 - 1.4.1849 - 24.3.1850 - 9.4.1854 - 1.4.1855 - 5.4.1857 Rohm, Carl (1801-?) 1838 bis 1844 Hautboist I. Klasse und Musikdirektor des Leib-Infanterie-Regiments und Komponist, Zusammenarbeit mit Zillmann, spielte in seinen „Großen Konzerten" auch Werke von Mozart, Beethoven, Weber und Mendelssohn Bartholdy 9.4.1843 - 6.7.1843 - 31.3.1844 Schurig (Lebensdaten unbekannt) In den 1840er und 1850er Jahren in Dresden tätig 31.3.1844 - 16.3.1845 - 5.4.1846 - 28.3.1847 - 16.4.1848 - 1.4.1849 - 24.3.1850 - 13.4.1851 - 4.4.1852 -17.8.1852 - 20.3.1853 Schwarz(e), Ferdinand (Lebensdaten unbekannt) Kantor der Neustädter Kirche in Dresden 29.12.1826 - 8.4.1827 - 27.3.1831 -15.4.1832 - 31.3.1833 - 23.3.1834 -12.4.1835 - 27.3.1836 - 19.3.1837 - 8.4.1838 -12.4.1840 - 20.3.1842 Zillmann, Johann Gottlieb (1786-1846) Zunächst Militärmusiker, dann Dresdner Stadtmusikus von 1816 bis 1843, Komponist und ausgebildet auf mehreren Instrumenten 29.12.1826 - 8.4.1827 - 30.3.1828 - 12.4.1829 - 4.4.1830 - 27.3.1831 - 15.4.1832 - 31.3.1833 - 23.3.1834 - 12.4.1835 - 27.3.1836 -19.3.1837 - 8.4.1838 - 24.3.1839 -12.4.1840 -16.10.1840 - 4.4.1841 - 20.3.1842 - 9.4.1843 418 'Weitere mitwirkende Instrumentalformationen Musiker des Königlichen Artillerie-Musikkorps 15.4.1832 - 23.3.1834 -12.4.1835 Musiker des Musikkorps des Regiments Prinz Albert und der Kommunalgarde 1.4.1849 - (5.5.1849 entfallen) Musiker des Regiments Prinz Maximilian 16.10.1840 Musiker der Kommunalgarde 1.4.1849 419 II. Zitate aus Presse und Dokumenten A Zusammenfassende, allgemeine historische Anmerkungen Übersicht Friedrich August I., König von Sachsen, war als Verbündeter Napoleons nach der Nie derlage in der Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813 gefangen genommen wor den. Das Land, reduziert auf das Format eines Kleinstaates, verlor mehr als 50 % seiner Fläche, 2/5 seiner Einwohner und 2/3 seiner Einnahmen; ihm drohte mit dem wirt schaftlichen auch der kulturelle Niedergang. Sachsen wurde im Dezember 1813 zu ei nem russischen Generalgouvernement unter Führung des Generalmajors Fürst Niko laus von Repnin erklärt, der angesichts der allgemeinen prekären Situation, speziell der leeren Kassen wegen, die seit 1765 vom Hofe subventionierten privaten Gesell schaften für die Italienische Oper und das Schauspiel sowie die Musikalische Kapelle zur Disposition stellte. Johann Friedrich Freiherr von Racknitz, Hofmarschall und „Directeur des plaisirs", setzte sich für deren Erhalt ein und wurde beauftragt, diesbezüg liche Vorschläge auszuarbeiten. (A 1) Im Ergebnis dessen wandelte Repnin die drei genannten Institutionen mit Wirkung vom 26.9.1814 in eine Staatsanstalt um. (A ld) Einer von Repnin berufenen Kommission, die sich mit der Organisation und Lei tung der neu gegründeten Institution befassen sollte, gehörten außer von Racknitz Po lizeidirektor Vieth und Oberappellationsgerichtsrat Christian Gottfried Körner an. Alsbald zog man auch Carl Borromäus von Miltitz, Herr auf Schloss Scharfenstein, Komponist, Dichter, Kritiker und Musikschriftsteller, sowie Kapellmeister Francesco Morlacchi hinzu, dem während der Krise große Verdienste vor allem um den Erhalt der Musikalischen Kapelle zugeschrieben werden. (L 26a) Zunächst zum Protokollan ten des Gremiums, schließlich zum Intendanten der Staatsanstalt ernannte man den außerordentlich vielseitigen, auch unter dem Pseudonym Theodor Hell tätigen Ge heimen Archivsekretär Karl Gottfried Theodor Winkler, der in den folgenden Jahr zehnten verschiedene andere Hofämter innehatte. (A la). Der Kommission gelangen insgesamt - nicht zuletzt durch Honorarkürzungen - finanzielle Einsparungen, die zur Stabilisierung der Lage beitrugen. Der reguläre Spielbetrieb wurde im Oktober 1814 im Moretti-Theater, auch Königliches Theater oder Kleines Hoftheater genannt, aufge nommen und zunächst so geregelt, dass das Deutsche Schauspiel sonntags, montags, mittwochs und donnerstags und die Italienische Oper dienstags und freitags spielte. Als König Friedrich August I. am 7.6.1815 nach Dresden zurückkehrte, richtete er man kann sagen: wettinischer Tradition gemäß - ein besonderes Augenmerk auf die zukünftige Förderung von Kunst und Kultur. Darin stimmte er mit Graf Carl Wilhelm Vitzthum von Eckstädt überein, dass Sachsen jetzt mehr als je die vielen ihm zu Gebote ste henden Hülfsmittel 'benutzen sollte, um sich immer mehr durch Ausbildung der Künste und Wissenschaften auszuzeichnen, da jede andere Art, sich Ruhm und Ansehen zu verschaffen, verloren fü r uns ist. (A lb , A 2d) Schon in jenen Wochen übrigens dachte man darüber nach, entweder ein Theater au f königliche Rechnung oder eine Theater Unternehmung gegen Bewilligung eines jährlichen Fixi einzurichten, da der Weiterbestand der Italienischen 420 Oper gefährdet schien und das gegenwärtige Sängerpersonal der ungewissen Situation wegen kaum zu halten sein werde. (A 2) Zunächst aber ordnete der König im August 1815 vorerst die Beibehaltung von Kapelle, Italienischer Oper und Schauspiel als Staatsanstalt an, die jedoch mit der Übernahme der Kosten durch das Königliche Hof zahlamt ab 1.1.1817 in einem Königlichen Hoftheater - bestehend nunmehr aus Italie nischer und Deutscher Oper, Königlicher musikalischer Kapelle und Schauspiel - auf ging. Damit war die Institution unter den unmittelbaren Schutz und die Administra tion des Königs gestellt: Alle Bestimmungen über das Theater gingen nun vom König aus; bei ihm liefen alle Fäden zusammen; der Generaldirektor musste ihm alle Angelegenheiten, oft auch die geringfügigsten, vortragen (selbst das Gesuch eines Kammermusikers um Reparatur einer Oboe), und in altväterischen Reskripten ergingen durch die Zwischeninstanz des Haus ministeriums an den Generaldirektor [ ...] die Verfügungen des gewissenhaften, aber schwerfäl ligen Monarchen. (A lc) Übrigens kam 1816 mit dem „Theater auf dem Linckeschen Bade" ein neuer Spielort hinzu, in dem das Hoftheater auf Pachtbasis bis 1858 während der Sommermonate Spielopem, Singspiele, Vaudevilles, Lustspiele, Possen u.ä. präsentierte. Friedrich August I. hatte den bereits erwähnten Geheimen Finanzrat Heinrich Graf Carl Wilhelm Vitzthum von Eckstädt (A 2a) zum ersten „Generaldirektor der Königlichen musikalischen Kapelle und des Hoftheaters" berufen (A 2b), womit nicht nur der Name des Orchesters für mehr als 100 Jahre festgeschrieben, sondern in der Reihenfolge Kapelle - Oper - Theater wohl nicht nur die längere Tradition der Kapelle, sondern damit auch eine gewisse Rangfolge der beiden Institute zum Ausdruck gebracht werden sollte. Winkler, quasi die rechte Hand des Generaldirektors, fungierte jetzt als Theatersekretär. Der König beauftragte den neu ernannten Generaldirektor zudem im April 1816, die Gründung einer Deutschen Oper in die Wege zu leiten, was dieser mit großem Engage ment gegen alle Widerstände seitens des sächsischen Kabinettsministers Graf Einsiedel und der „Partei" der Italienischen Oper vorantrieb. Nachdem von Eckstädt seit 1816 mit Carl Maria von Weber im Gespräch gewesen war, Unterzeichnete dieser am 21. Dezember desselben Jahres den Vertrag als Musikdirektor des „Deutschen Departements" des Kö niglichen Hoftheaters (am 13.9.1817 erfolgte dann seine Anstellung als Kapellmeister auf Lebenszeit). Am 13.1.1817 traf er in Dresden ein, schon zwei Wochen später, am 30. Januar 1817, dirigierte er mit Etienne-Nicolas Mehuls Jakob und seine Söhne seine erste deutsch sprachige Premiere. Eine neue Epoche des Opemtheaters in Dresden hatte begonnen. Mit den genannten Regelungen war das administrative und organisatorische Fundament ge legt, auf dem sich die musikalische Entwicklung seit 1817 vollzog - dem Zeitpunkt, von dem an die vorliegende Arbeit die Aktivitäten der Königlichen musikalischen Kapelle auf dem Gebiet des Konzerts zu beobachten und zu fixieren versucht. Mit der Errichtung der konstitutionellen Monarchie im Jahre 1831 wurde dem König die Verfügungsgewalt über die Staatsfinanzen entzogen. Fortan machte er Kapelle und Theater zu seiner persönlichen Angelegenheit und unterhielt sie aus der ihm zugestande nen, durchaus nur über begrenzte Mittel verfügenden „Zivilliste", die Maria Emanuel, Markgraf von Meißen und Herzog zu Sachsen, 1998 auch als „Kronrente" bezeichnete. (A 2c) In Konsequenz dieser Regelung erfolgte schon im Jahre 1832 als wichtige erste Sparmaßnahme die Schließung der Italienischen Oper. Nebenbei: Die Kunstsammlungen verblieben in staatlicher Verwaltung. 421 Dass die Finanzierung von Kapelle und Theater ganz offensichtlich immer wieder zu Diskussionen führte oder sogar zur Disposition stand, geht aus einer Mitteilung der AMZ vom Sommer 1848 hervor, in der über ein monatliches Defizit von 5.000 Talern berichtet wird und von der Idee, das Hoftheater umzuwandeln in ein Privatuntemehmen mit einem jährlichen Zuschüsse von 20.000 Thlm. aus der Civilliste, wogegen aber Kapelle und Sänger in der katholischen Kirche mitzuwirken 'hätten. (A 3) Ein „amtlicher" Überblick über den horrenden finanziellen Gesamtaufwand für Kapelle und Hoftheater im Jahr 1850 ist unter II, V ein zusehen. Richard Wagner ging in seinem „Entwurf zur Organisation eines deutschen Na tionaltheaters für das Königreich Sachsen" auf diese Problematik ein, indem er angesichts der sehr hohen Ausgaben für eine zweckmäßigere Verwendung der Mittel aus der „Zivil liste" plädierte (A 4) und dafür warb, bei möglicher Verbesserung des Institutes dennoch die Ausgaben dafür auf ihren ursprünglichen Ansatz zu beschränken. (A 5) Er machte in dem Zu sammenhang u.a. Vorschläge zur Besetzung und Organisation des Orchesters, zur Hilfe für Musiker in Notfällen und für Gratifikationen. Seine Gedanken zur Neuorientierung von Strukturen, an deren Spitze er weiter unangefochten den König sah, und über Funk tionen vom Minister über die Direktion bis zu den Kapellmeistern hätten neben den Vor schlägen zur Struktur wohl ebenfalls diesem Anliegen zugute kommen sollen. (A 7) Benutzte Literatur: Kummer 1938; Proelss 1878; Proelss 1879; HTT 1876, S. 69; SHStA, 10026 Geh. Kabinett, Loc. 2427/8, fol. 23 ff; SHStA, 10026 Geh. Kabinett, 15146, fol. 236 243; Steindorf 1998a; Landmann 2001; Landmann 2013; Becker 1962; Schmid; Ther 2006; Wagner 1907c; MGG 2, Sachteil, Bd. 2, Art. Dresden Details A l Bericht von Joseph Friedrich Freiherr von Racknitz vom 20. Juni 1815 an König Friedrich August I. über Vorgänge und Zustände, die Kapelle und das Theater betreffend (Zusam menfassung, Auszüge): Das Generalgouvernement dachte wegen Erschöpfung der Kassen und des unerlässlichen Sparzwangs an die Auflösung von Kapelle und Theater. Von Racknitz, der durch Ver mittlung von Heinrich Graf von Eckstädt und auf Wunsch des Königs die Direktion übernommen hatte, war dem entgegen getreten und hat Repnins Kulturinteresse mit Konzerten und Theateraufführungen zu befördern versucht. Dadurch beabsichtigte er auch, die Künstler, die bereits einige Wochen keine Gagen erhalten hatten, vor Abzügen zu bewahren. Er erstellte ein Gutachten, ob es nicht vorteilhafter wäre, wenn der Staat die Administration des Theaters übernehmen und einen Intendanten berufen würde. Racknitz setzte auf eine Hinhaltetaktik, schlug die Erhaltung bzw. Nichtbesetzung von Stellen verstorbener Kammermusiker vor und holte von anderen Hoftheatem (zum Bei spiel München, Stuttgart, Weimar) Informationen ein, berief schließlich eine Kommission, der neben ihm (für die Kapelle) Generalmajor von Vieth (für die italienische Oper), Ap pellationsrat Körner (für das deutsche Theater) und Kammerherr von Miltitz angehörten. Man sah Chancen auf Einsparungen in Höhe von 16.000 bis 20.000 Talern. Seconda wurde zum Ökonom, der Geheime Sekretär Winkler zur Übernahme der Intendantur-Geschäfte beider Theater berufen. 422 Der musikliebende Generalgouvemeur Repnin, in dessen Hause regelmäßig Kammermu siker gespielt haben sollen, veranlasste (trotz der angespannten finanziellen Situation) un angemessene Einstellungen und Zuschläge für Kapellmitglieder, die er bevorzugte. Au ßerdem beabsichtigte er, Kapellmitglieder durch Einsparungen für erlittene Entbehrun gen während der Kriegszeit (zum Beispiel Einquartierungen und damit verbundene Be einträchtigungen der häuslichen Verhältnisse) zu entschädigen. Das deutsche Theater übersiedelte, wie üblich, im Mai nach Leipzig. Die italienische Oper spielte auf ausdrückliches 'Verlangen des Generalgouvernements weiter in Dresden. Nachdem Vieth und Körner sich aus der Kommission zurückgezogen hatten, übernahm von Racknitz wieder allein die Direktion. Es erfolgten Einsparungen von 17.784 Talern, deshalb konnten Mittel gefunden werden, dem künstlerischen Dresden diese ausgezeichneten Institute zu erhalten. Die Einnahmen des Theaters waren durch Abivesenheit des Coi'ps diplomatique, und eines großen Theils der Noblesse zurückgegangen. Die musikalische Kapelle verdient ein vorzügliches Lob. Es hat dieselbe auch in der vergangenen Schreckenszeit ihren 'bewährten Ruf wohl 'behauptet und den Kirchendienst eben so wie den im Theater mit Fleiß und Ordnung versehen; ein Zeugniß, das ich den Mitgliedern derselben, um sie bey dieser Gelegenheit der Gnade Ew. Königl. Majestät zu empfehlen, nicht versagen kann. SHStA, 10026 Geh. Kabinett, 15146, fol. 236-243 A la Er ist lyrischer Dichter, Dramatiker, reich an Erzeugnissen wie Wenige, Bühnendirector, Referent in Theatersachen, Regisseur (der italienischen Oper), Cassirer, Redacteur einer gelesenen Zeit schrift, Herausgeber vieler Werke, Kritiker, 'Vorredner, Mäcen und Rathgeber einer grossen Menge kleiner Geister, Fleisch-Accisen-Rendant, Secretär und Ordner mehrerer literarischer Gesellschaf ten, der leitende Geist einer großen Verlagsbuchhandlung und das Factotum verschiedener Zirkel und 'Vereine. Emst Scherzlieb, Dresden, wie es ist. Dresden 1830. Zitiert nach Proelss 1878, S. 365 (PS. Außerdem Übersetzer sehr vieler fremdsprachlicher Theaterstücke ins Deutsche. E.St.) A lb Zitiert nach Proelss 1878, S. 289 A l e Kummer 1938, S. 81 f. A id Die Intendanz ließ am 26.9.1814 verlautbaren: Ein hohes Generalgouvernement von Sachsen hat es für zweckmäßig erachtet, sowohl bei der italienischen Oper, als dem deutschen Schauspiel allhier, die bisherigen Unternehmungen von Privatpersonen aufzuheben und beide Theater unter Staatsadministration zu nehmen, damit au f das wirksamste die Verbesserung derselben befördert und dem Publikum auf jede Art der Genuß wahrer Kunst verschafft und erleichtert werde. Man erwartet daher 'von demselben teilnehmende Unterstützung und Anerkennung... Zitiert nach Schmid, S. 76 423 Von Racknitz schrieb am 26.7.1815 über seine Sorge, die italienische Oper könne zerfallen, da das Personal bei der gegenw ärtigen ungew issen Lage nicht zu halten sei. Von der Kapelle ist dabei keine Rede. Es wird über einen Plan nachgedacht, entweder ein Theater au f königliche Rechnung oder eine Theater-Unternehmung gegen Bewilligung eines jährlichen Fixi einzurichten. SHStA, 10026 Geh. Kabinett, 15146, fol. 258-260 A 2a G raf Heinrich Vitzthum war einer der klügsten, von Engherzigkeit freiesten und w ei testblickenden Beamten, die der sächsische H of gehabt 'hat. Kummer 1938, S. 82 A 2b W eitere Generaldirektoren in der Zeit, die diese Arbeit um fasst, waren Hans Heinrich von Könneritz (ab 1820) und W olf Adolph August von Lüttichau (1824 bis 1862) A 2c Steindorf 1998a, S. 34 A 2 d Ther (Ther 2006, S. 100) spricht in diesem Sinne davon, dass die m ilitärische und politische Niederlage Sachsens durch eine aktive Kulturpolitik kom pensiert wer den sollte. Es habe die Vision gegeben, Sachsen als Kulturstaat etwa durch Förde rung von Kunsthochschulen, Akademien, Galerien zu einem der intellektuellen Zentren in deutschen Ländern zu entwickeln. A 3 Wie der Chiaveri meldet, soll das Hoftheater zu Dresden vom König aufgegeben und einer Privatunternehmung überlassen werden, mit einem jährlichen Zuschüsse von 20.000 Thlrn. aus der Civilliste, wogegen aber Kapelle und Sänger in der katholischen Kirche mitzuwirken hätten. Das monatliche D efizit soll jetzt 5.000 Thlr. betragen. AMZ, Jg. 50, Nr. 50, Juni 1848 A 4 Es frag t sich aber, ob die zur Erhaltung der Kapelle au f der Civilliste jährlich ausgesetzte Summe nicht zweckmäßiger als bisher verwendet werden kann, um in ihr ein musikali sches Institut herzustellen, in dessen Organisation sämmtliche Theile der absoluten M u sik eingeschlossen und gleichm äßig vertreten seien. [ . . .] Die Lösung dieser wichtigen Aufgabe ist allerdings bisher vernachlässigt, ja die Aufgabe selbst nicht erkannt worden. W agner 1907c, S. 251 A 2 424 Wir wenden uns nun zu dem Orchester der Kapelle zurück. Die nach seinem Bestand im Jahre 1848 fü r diesen Haupttheil des Institutes bestehenden Aus gaben der Civilliste 'belaufen sich 'bei Einschluß der Gehalte fü r den Generaldirektor, die Kapellund Konzertmeister, den Musikdirektor, die Organisten, die Accessisten und das dienende Per sonal, ferner mit Einrechnung der jährlich zur Anschaffung und Erhaltung der Instrumente sowie zur Austheilung von Gratificationen bestimmten Summe, - somit also ohne die Ausgaben fü r Kirchengesang, stark über 40.000 Thlr. Der Ansatz au f der Civilliste ist somit nicht unbe deutend überschritten. Unsere Aufgabe dürfte es daher sein, b e i m ö g l i c h s t e r V e r b e s s e r u n g d e s I n s t i t u t e s d e n n o c h d i e A u s g a b e n d a f ü r a u f i h r e n u r s p r ü n g l i c h e n A n s a t z z u b e s c h r ä n k e n . Die in den letzten Jahren nothwendig erachtete Anzahl der Musiker ist in dem Verhältniß zu den Anforderungen an die Stärke und zumal Anzahl ihrer Dienstleistungen entstanden. Gegenwärtig sind außer 60 sogenannter wirklicher Kammermusiker -noch 20 Accessisten mit einem Gehalte von jährlich 150 Thlr. angestellt. Wagner 1907c, S. 260 f. A 6 Wagner will dahin kommen, dass das Orchester wegen dienstlicher Zersplitterung nicht mehr in zwei Orchester geteilt werden muss, sondern gedenkt, ein e i n z i g e s wohl zusammengesetztes Orchester zu bilden. [ ...] die unaufhörlich wechselnde Zusammen stellung des Bläserchores durch die verschiedenen Blasinstrumentisten ist der vollendeten künstlerischen Feinheit im Vortrage, namentlich durch Ungleichheit der Stimmung, in vielen Fällen noch sehr 'hinderlich gewesen. Ein vollendetes Orchesterspiel 'kann nur dann erzielt wer den, wenn sämmtliche Musiker unter sich wie zu einem untheilbaren Körper 'verwachsen. Im neuen Königl. Hoftheater hat sich fü r die größere Oper die nachstehende Besetzung als notwenig herausgestellt: 20 Violinen, 6 Bratschen, 6 Violoncelle, 4 bis 5 Kontrabässe, 2 bis 3 Flöten, 2 bis 3 Hoboen (incl. Englisches Horn), 2 bis 3 Klarinetten (incl. Bassklarinette), 2 'bis 3 Fagotte, 4 Hörner, 2 'bis 3 Trompeten, 3 Posaunen, 1 Paar Pauken. Wagner will vierte Bläserstellen einsparen und diese Positionen den Streichern zu schlagen; Accessisten würden überflüssig, in besonderen Fällen könnte auf Mitglieder der zu bildenden Schülerklasse zurückgegriffen werden. Wagner kommt nach all seinen Dispositionen auf einen Orchesteretat von 32.000 Thlr. Er regt die Bildung einer Notenbibliothek für Konzertmateriale an. Der bisher vom König gnädigst eingerichtete Fonds für Gratificationen und Hilfe in Notfällen, der nie ausreichend den Bedürfnissen entsprochen habe, soll ersetzt werden durch Einnahmen aus einer zukünftigen, regelmäßigen Konzerttätigkeit der Kapelle. Wagner 1907c, S. 263-267 A 7 Ideelle Grundlage ist nach Wagner die Anforderung Kaiser Josephs an die Schauspiel kunst: sie solle au f die 'Veredelung des Geschmacks und der Sitten wirken. Die Verantwortung für die Aufrechterhaltung dieses Grundsatzes soll ein Minister über nehmen. A 5 425 Es ist ein Verein zu gründen aus allen Komponisten des 'Vaterlandes, Musiktheoretikern und ausübenden Musikern, der die Wahrung des o.g. Grundsatzes überwacht. Der Verein wählt einen Ausschuss, der vor allem die Interessen der jüngeren und neueren Komponisten dem Institut gegenüber vertreten soll. Dem Ausschuss gehören auch der Direktor des Instituts, der Kapellmeister und vom Orchester gewählte Kammermusi ker an. Es sollen Werke junger und neuer Komponisten bekannt gemacht werden. Deshalb wird monatlich ein Tag dazu verwendet, diese sich und dem Ausschüsse zu Gehör zu bringen. Will ein Künstler [ein Komponist?] au f eigene Rechnung ein Konzert veranstalten, so hat er die Anfrage um Unterstützung des Orchesters zunächst an den vereinigten Ausschuß zu 'brin gen; erhält er dessen Zustimmung, so ist der 'Vorschlag an das gesammte Orchester zu 'bringen, welches nach Stimmenmehrheit über den Antrag entscheidet: seine Mitwirkung ist dann un entgeltlich. Der Minister hat das Recht, zu Gunsten eines öffentlichen Zwecks über Orchester und Chor zu verfügen, sofern die dienstliche Beanspruchung dies zulässt. Der Direktor (oder Kapellmeister) wird von sämmtlichen activen Mitgliedern des Orchesters, sowie von sämmtlichen Mitgliedern des vaterländischen Komponistenvereins gewählt. [ ...] Der Minister hat die Wahl zu bestätigen. Der Direktor (oder Kapellmeister) hat die künstlerische Gesamtleitung des Instituts. Gegen seine Entscheidungen kann nur im Ausschuss angetragen werden. [ ...] Er hat über die Verwendung der musikalischen Kräfte in künstlerischer Hinsicht zu bestimmen und legt die Besetzungsstärke von Orchester und Chor fest. Er entscheidet über die Anstellung von Orchestermitgliedern und hat besonders darüber zu wachen, daß invalid gewordene Musiker dem künstlerischen Bestände des Orchesters nicht zum Schaden gereichen, sondern nach dem Gesetze fü r Staatsdiener, wie bisher, pensionirt werden. Dem Direktor (oder Kapellmeister) steht ein Verwaltungsrat zur Seite, dem der Mu sikdirektor, die Konzertmeister und drei Orchestermitglieder angehören. Dieser ent scheidet über alle die Verwaltung betreffenden Fragen. Kandidaten für die Positionen des Musikdirektors und der Konzertmeister werden der Kapelle vom Verwaltungsrat vorgeschlagen, die mit Stimmenmehrheit entscheidet. Der Minister muss die Wahl bestätigen. Der Kapellmeister ist der Verbindungsmann zwischen Kapelle bzw. Chor und der Verwaltung. Der Direktor des Theaters hat sich hinsichtlich der Wirksamkeit der bei den Institute und der Interessen der Theatervorstellungen ausschließlich an ihn zu halten. Der Kapellmeister entscheidet über die Besetzung der Gesangpartien. Die Bezeichnung „Kapelle" ist nicht mehr angemessen (da sie sich vom Raum ihrer frühen Wirksamkeit herleitet); sie soll fortan „Orchester" heißen. In dem angedachten Deutschen National-Institutfür Musik zu Dresden sollen die Musiker Mitglieder und der Kapellmeister Direktor heißen. Der König erhebt [ ...] dieses Institut nur auf eine höhere Stufe, indem Er seine Behörde, durch die Er seinen Willen ihm kund thut, nicht mehr aus den Beamten des Hofstaates, sondern aus den Mitgliedern des Staatsministeriums bestellt. Wie der Nation, so ist auch Ihm dieser M i nister verantwortlich: durch ihn wird er daher zu Seiner besonderen Ehre über das Institut zu 426 verfügen haben; jeder Theil desselben wird sich glücklich schätzen, dem Könige durch seine Leistungen 'huldigen zu können, und namentlich auch wird die bisherige Kapelle jeder Zeit sich zu beeifern haben, dem Befehle und Wunsche des Königs durch jede in ihren Kräften stehende Leistungen zu entsprechen. Wagner 1907c, S. 250-273 427 B Zur Situation des Dresdner Konzertlebens im Umfeld der Königlichen musikalischen Kapelle Übersicht In Dresden gab es außerhalb der vom Hof und von der Königlichen musikalischen Kapelle veranstalteten bzw. von ihr mitgestalteten Konzerte eine Fülle und Vielfalt täglicher musikalischer Angebote. Der DA war Woche für Woche voll von entspre chenden Annoncen. Eingeladen wurde in öffentliche (Bier-)Gärten (B 16) und in ver schiedene Lokale der Stadt; man musizierte u.a. auf der Brühlschen Terrasse, im Gro ßen Garten (B 1), auf dem Linckeschen Bad (zur Atmosphäre siehe C 77, C 78), im Ita lienischen Dörfchen, in Findlaters Weinberg, im Feldschlösschen, im Gewandhaus, in Brauns Hotel oder in Restaurationen von Brauereien (zum Beispiel Waldschlösschen, Mantteuffelsches Brauhaus, Bergkeller oder Polnisches Brauhaus). Das Publikumsinte resse muss teilweise sehr groß gewesen sein. (S 105) Die Programme bestanden meist aus bunt und vielseitig zusammengestellten „Nummern"; die Anzeigen in den Zeitun gen, die oft auch die aufzuführenden Werke ankündigten, belegen es. Sie enthielten aber auch Sinfonien, Ouvertüren und Opemarrangements, manche sogar ausschließ lich diese. Schon 1823 hieß es zum Beispiel: ...au f Symphonien und Ouvertüren ist man freylich bey diesen Gartenkonzerten beschränkt. (B 16), da Sinfonien von der Königlichen musikalischen Kapelle bis dahin kaum dargeboten wurden. Man kann sich Dresden regelrecht als „klingende Stadt" vorstellen, wenn - ebenfalls 1823 - zu lesen war: Hier hört man eine neue Symphonie von Beethoven oder Ries, und dort vom jenseitigen Ufer der Elbe herüber vernimmt man die Töne einer Symphonie von Pleyel oder Gyrowetz. (B 16) Es musizierten hauptsächlich das Stadtmusikkorps (die Stadtkapelle) und - mitunter in Kooperation mit diesem oder eigenständig (B 11) - mehrere (die Rede ist von vier) Mi litärkapellen (B 11), die zumindest zeitweise sogar das Privileg besaßen, zu ihrer Qua lifizierung unter Vorzugsbedingungen die Italienische Oper zu besuchen. (B 11a) Man che Konzerte konnten bis zu drei, ja sogar fünf, sieben oder gar acht Stunden dauern. (B 9, B 16, C 78, K 23) Über fehlende Hörerschaft brauchte man nicht zu klagen. Der Zugang des Publikums gestaltete sich mehr als günstig: Weibliche Besucher waren in der Überzahl (man sprach für derartige Konzerte von einem Verhältnis von 20:1 zwi schen Frauen und Männern - B 2); Damen (und ihre Kinder) hatten schließlich freien Eintritt; Herren dagegen mussten immerhin einen Groschen zahlen. (B 16) Die Zuhörer verhielten sich während der Musikdarbietungen wohl mehr als „leger": Die amüsante Schilderung eines Freiluftkonzerts im Großen Garten ist aus dem Jahre 1836 erhalten (S 105) - ob sie verallgemeinerbar ist, bleibe dahingestellt. Einige Namen der maßgeblichen Dirigenten und Orchester, die derart in der Breite wirkten, seien im Folgenden genannt. Kapellmeister der Stadtkapelle von 1816 bis 1843 war Johann Gottlieb Zillmann. Die Angaben über die Anzahl seiner Musiker schwanken zwischen 25 (B 5) und 40 (B 5a). Sie waren beauftragt und be fugt, die Instrumentalmusik an Sonn- und Feiertagen in den großen evangelischen Kirchen des Stadtzentrums (vornehmlich Frauen- und Kreuzkirche) auszuführen und repräsentative Veranstaltungen des Rates und besondere gesellschaftliche An 428 lasse musikalisch auszugestalten. (B 5) Seit den 1820er Jahren richtete Zillmann zu dem regelmäßige Konzerte in Gaststätten ein, in denen er seit 1827 auch sinfonische Literatur spielte (u.a. Beethovens Sinfonien Nr. 1 bis 8, M ozart und Haydn) - und zwar dem Vernehmen nach -mit dem ihm zu Gebot stehenden Orchester sehr vorteilhaft. (B 16) Eine anerkennenswerte Tat Zillmanns war zweifellos 1842 die Dresdner Erst aufführung von Franz Schuberts Großer C-Dur-Sinfonie, nur drei Jahre nach der Leipziger Uraufführung und immerhin acht Jahre vor der ersten Wiedergabe durch die Königliche musikalische Kapelle (siehe Konzerte der Kapelle, 13.2.1850). Zill mann kam sogar dem W unsch breiter Publikumskreise nach, auf der Brühlschen Terrasse Konzerte ohne Tabakrauch zu geben - offenbar eine bemerkenswerte Neue rung. (B 5) Sein Nachfolger Johann W ilhelm Hartung - er amtierte von 1843 bis 1858 und war zuvor M ilitär-M usikdirektor gewesen - veranstaltete Abend- und wohl gut frequentierte Frühkonzerte (morgens ab 5.00 Uhr im Großen Garten, also außerhalb der Stadt!; siehe auch B 1) sowie Extra- und historische Konzerte, ebenso Abonnementsreihen, in denen zeitweilig fü r Dresden die einzige Gelegenheit geboten war, größere Instrumentalcompositionen kennen zu lernen, obgleich sie bereits 1845 of fenbar auf Grund der Erfahrung, dass der Sinn fü r tüchtige, classische M usik hier bei Weitem mehr affectirt, als wirklich vorhanden ist, wieder eingestellt werden mussten. (S 28, F 25) Hartungs Interpretationen fanden in der technischen Bewältigung (zum Beispiel in einem Falle von Beethovens „Siebter") auch öffentliche Anerkennung, wenngleich sie in Betreff der geistigen Auffassung zu trivial [...] , zu handwerksmäßig er schienen (B 6) und weder die Fülle der Besetzung, noch die Präzision der Ausführung bie ten können, die wir 'hier erwarten dürfen. (G 18) Benjamin Heinrich Gottlob Meyer, bis 1851 M usikdirektor des zur Zivilkapelle um gestalteten Musikkorps der Kommu nalgarde, ließ sich u.a. zweimal wöchentlich am Feldschlösschen hören und spielte im W interhalbjahr sechs Sinfoniekonzerte im Abonnement. (B 10) Sein Nachfolger von 1851 bis 1858, Raban Hugo Hünerfürst, führte die von Zillman eingeführte Pra xis der Soirees musicales ohne Tabakrauch fort und ergänzte diese Bestrebung zur Kultivierung der Veranstaltungen durch Konzerte ohne Gastronomie, in denen er zudem scharf gegen die bis dato wohl allgemein üblichen Unterhaltungen des Pub likums während der Aufführung vorging - bis hin zu der Drohung, das Konzert abzubrechen. Seine Konzerte übten sogar eine gewisse Anziehungskraft auf promi nente Künstler aus, wie zum Beispiel auf Henryk Wieniawski, Marie W ieck oder die Dreyssigsche Singakademie, die mit ihm auftraten. Übrigens entzog Hünerfürst den Damen das Privileg des freien Eintritts. (B 7) Musikdirektor Heinrich Gustav Kunze, 1844 bis 1868 an der Spitze des Leib-Infanterie-Regiments Dresden, pflegte ein umfängliches sinfonisches Repertoire. Er ließ auf Elbdampfern sowie zu Mas senkonzerten mit bis zu 130 Musikern aufspielen. (B 8) Anton Markert, Musikdi rektor des 2. Linien-Infanterie-Regiments von 1844 bis 1848, gab - wie auch Har tung - Konzerte morgens von 5.00 bis 8.00 Uhr im Großen Garten. Außerdem enga gierte er sich für Armenkonzerte, obgleich seine eigenen Musiker, gleich wie die voraufgegangenen Generationen ihres Standes, dringend selbst der Unterstützung bedurft hätten. (B 9, K 23) Natürlich veranstalteten auch einheimische und auswär tige Künstler Konzerte, für die sie diese Orchester zur Mitwirkung heranzogen. 429 Immerhin verfügten die Mitglieder der genannten Orchester über eine solche Qua lität, dass sie - oder wenigstens eine ganze Reihe von ihnen - zu den großen Konzer ten der Königlichen musikalischen Kapelle, etwa an den Palmsonntagen, hinzugezo gen werden konnten. Unterstrichen wird diese Feststellung auch durch die Bemerkung von Moritz Hauptmann aus dem Jahre 1843, dass die Sinfonie in den Dresdner Bier und Kaffeegärten [ ...] zu so tüchtiger Aufführung gelangte, als man sie sonst unter freiem Himmel wohl selten hören wird. (B 12) Schon zwanzig Jahre früher, 1823, hatte die über regionale AMZ anerkennend geschrieben: Unter den acht bis zehn vorzüglichen öffentli chen Gärten haben die meisten zwey bis drey Mal wöchentlich Concert, welches gar nicht schlecht, sondern oft vortrefflich ist. (B 16) Und 1845 schrieb wiederum die gleiche Musik zeitschrift, dass diese Konzerte eine bei Weitem größere Beachtung verdienten als ihnen zugestanden würde. (B 29) Besonders qualifizierten Musikern gelang sogar der Sprung in die Hofkapelle, wie etwa aus der Zillmann'schen Kapelle dem Posaunisten Adolf Julius Rühlmann und dem Hornisten Friedrich August Moschke. (B 5, siehe auch Schreiber 2003) Der soziale Status der Stadtkapellen-Musiker und anderer musikali scher Korporationen freilich muss erbärmlich, ja katastrophal gewesen sein, sowohl hinsichtlich der dienstlichen Inanspruchnahme als auch der Entlohnung; ein beträcht licher Teil der Einnahmen, die sie erspielten, floss in die Hände der Lokalbesitzer und in die Taschen der Kapellmeister. Es war das Verdienst des Königlichen Kam mermusikers Theodor Uhlig, die Öffentlichkeit 1848 in einem Zeitungsartikel scho nungslos auf die Zu- oder besser gesagt: Missstände aufmerksam gemacht zu haben. (K 23) Jahrzehntelang wurden in Dresden Diskussionen über Abonnementskonzerte ge führt, vor allem darüber, dass die Königliche Kapelle keine zu Wege brachte. Die Mu sikdirektoren Zillmann (B 4), Hartung (B 4, B 6), Kunze (B 8) und Meyer (B 10) veran stalteten zwar entsprechende Reihen auch teilweise mit für ihre Besetzungen bearbei teter sinfonischer Literatur, aber es schien - bei aller Anerkennung - anspruchsvollere Musikfreunde der Stadt zu schmerzen, dass man Concertmusik nur in den Caffee- und Biergärten aufsuchen könne (B 16, D 18), dass das Publikum - natürlich ebenso ein Sei tenhieb auf die Königliche musikalische Kapelle - im wesentlichen Symphonien und Ouvertüren [ ...] nur aus Zweigroschenconcerten mit und ohne Rauch kenne (F 59), dass die Sinfonie eben mehr in den Bier- und Kaffeegärten zu Hause sei als im Dresdner Concertsaale, den es im übrigen in der immer wieder geforderten und erforderlichen Ausprä gung ja gar nicht gab. Trotzdem wurde Bedauern geäußert, als Hartung seine Abon nementskonzerte einstellte, in denen fü r Dresden die einzige Gelegenheit geboten war, grös sere Instrumentalcompositionen kennen zu lernen. (F 25) Das Fehlen eines Konzertsaales gehörte nach wie vor zu den größten Hindernissen, um in Dresden ein gutes Concert zu machen. (B 18) Wenn die Königliche musikalische Kapelle außerhalb der von der Gene raldirektion oder ihr selbst veranstalteten Konzerte, zum Beispiel in Musikalischen Akademien, spielte, war ihr die Aufführung von Sinfonien untersagt. (E 20/Anfüge B, § 24) Ihre Bemühungen um Abonnementskonzerte scheiterten 1821/1822 ebenso wie 1848/1849. (D) Dazwischen, und die Kapelle war gar nicht einmal allein und gezielt angesprochen, wurde das Fehlen eines größeren Concertinstituts (D 18) bemängelt und die Hoffnung artikuliert, daß künftig ein ordentliches Abonnementsconcert zu Stande käme. Die vielen guten Mittel, die wir dazu 'haben, würden es sehr erleichtern und alle Musikfreunde innigst wünschen lassen. (B 17) 430 Umso bedauerlicher, dass auch dem hoch anerkennenswerten Versuch, den Ferdi nand Hiller Ende des Jahres 1845 mit tatkräftiger Unterstützung von Robert und Clara Schumann sowie eines repräsentativ zusammengesetzten Gremiums (B 25) und mit anspruchsvollen Programmen im Hotel de Saxe startete, Erfolg von längerer Dauer versagt geblieben ist. Das ihm zur Verfügung stehende Orchester setzte sich aus Mit gliedern der Stadtkapelle, des Musikkorps der Kommunalgarde und freiberuflichen Musikern zusammen. (B 4) Kammermusiker durften nicht zur Verstärkung eines En sembles außerhalb der Königlichen musikalischen Kapelle mitwirken, es sei denn - mit Genehmigung des Generaldirektors - als Solisten (B 38), aber auch das - wohl zum Schutz der Palmsonntagskonzerte - nicht in den 14 Tagen vor Ostern (nur in der Kir chenmusik war ihnen eine Beteiligung jederzeit freigestellt - E 20/Anfüge B, § 32 f.). Hoftheater und Kapelle sollen sogar gegen Hillers Vorhaben opponiert haben. (B 13, B 29) Es herrschte bei dessen Musikern ein Mangel an guten Instrumenten (B 26), und mit der Anzahl von drei Proben erreichte Hiller zwar eine künstlerisch wenigstens befrie digende Leistung, aber von einer vollendeten Produktion konnte, gerade im Vergleich mit der Königlichen musikalischen Kapelle, keine Rede sein. (B 25, B 29) Schließlich führten der Rückgang der Besucherzahlen (B 27) und daraus folgende finanzielle Probleme (B 31) dazu, dass die Konzertreihe eingestellt werden musste. (B 28) Die missglückten Bemühungen Hillers zeigten: Letztendlich konnte sich neben der Königlichen musika lischen Kapelle in Dresden kein anderes Orchester mit höherem Anspruch etablieren und so behaupten, dass es dauerhaft Publikum anzuziehen und künstlerisch zufrieden zu stellen vermochte. (B 2) Trotz aller vielseitigen, beinahe tagtäglichen konzertanten Aktivitäten drang, wohl einfach durch den Mangel besonderer Ereignisse im alltäglichen Musikbetrieb, relativ wenig, zeitweise gar nichts von der Dresdner musikalischen Szene nach außerhalb; der Schluss liegt nahe: Dies war nicht eine Frage der Quantität, sondern, im Durchschnitt, der Qualität. 1823 ging die Klage, dass man über Leistungen in der Kirchen- und Concertmusik, ingleichen der mancherley Musikvereine und Singakademien [ ...] von allen diesen schönen Sachen aus unserer guten Stadt wenig oder nichts melden kann. (B 16) Zwanzig Jahre später stellte Moritz Hauptmann (Kapellgeiger von 1812 bis 1815) ganz ähnlich bedauernd fest, es bleibe merkwürdig genug, daß aus einem Orte wie Dresden, einer Stadt, die au f so bedeutendes Renommee Anspruch macht, so gar wenig durch musikalische Blätter bekannt wird. (B 12) Daraus folgte Kritik auf breiter Front. Schon 1823 - nach Einstel lung der Abonnementskonzerte der Kapelle - wurde beklagt, dass den hiesigen Mu sikliebhabern alle Schätze der Concertmusik [ ...] verborgen bleiben sollen! (B 14, D 13), dass Concertmusik eigentlich bei uns nicht existiert (B 15) und - noch 1843 - die eigentliche Con certmusik daselbst nie zu 'recht blühendem Dasein gediehen sei. (B 12) Die Nachrichten vom Ende der 1830er und aus den 1840er Jahren sind widersprüchlich, denn sie lassen obwohl man ja eigentliche Concertmusik vermisste - eher auf zu viele als zu wenige Konzerte schließen: 1837 war zu lesen, zu häufige Konzerte ermüden und leeren den Beu tel (B 18), und noch 1855 schrieb man ganz ähnlich, dass die Beutel der Kunstliebhaber tagtäglich durch die ausgezeichneten Kräfte des Hoftheaters (sei es Schauspiel, sei es Oper) be droht werden. (B 36) Woher sollten also selbst interessierte Leute das Geld für die vielen Konzerte nehmen? In der Wintersaison 1843/1844 hieß es: Die feinsten und geschmack AM vollsten Konzerte jagen einander, und die Anschlagszettel prangen mit ausgezeichneten und berühmten Namen aus der Ferne wie aus der Heimat (B 19); nicht weniger als 36 Konzerte wurden in jener Saison gezählt. (B 21) Im Winterhalbjahr 1850/1851 lautete der Kom mentar zu den gezählten 25 Konzerten: schrecklich, aber wahr (B 33), unterstrichen durch das negative Fazit: An großen Musikaufführungen sind wir sehr arm, vor allem deshalb, weil die Hofkapelle wegen dienstlicher Uberbeanspruchung nichts ihren tüchtigen Kräften Entsprechendes zusätzlich leisten könne. (B 22) Und: Wer seine Briefe nach musi kalischen Ereignissen datiert, der hat [ ...] in Dresden Gelegenheit, nach Olympiaden zu rech nen. (B 35) Und weiter: Während in anderen Städten das Musikleben blühe, ist es bei uns in Dresden [1844] noch ganz still und todt. [ ...] Unsere Neugroschenkonzerte an den öf fentlichen Orten mit obligatorischem Tassen- und Bierkrügelchengeklirr [ ...] haben ungestör ten Fortgang. (B 23) Ein ganz ähnliches Resümee von 1852 lautete: Es sieht in Dresden traurig aus mit guten Concerten. Städte wie Berlin, München, Wien, Stuttgart, Leipzig u.a. hätten der sächsischen Residenz den Rang so abgelaufen, daß man das Versäumte kaum mehr nachholen kann. Die Bekanntschaft mit der neuern Instrumental- und Kammermusik ist fast gänzlich vernachlässigt. [ ...] Die Zweigroschenconcerte bei Bier und Tabak tragen dem Zeitgeist mehr Rechnung, als die Dresdner Kapelle. (B 34) Für die Concert- und Kammermusik sei mit wenigen Ausnahmen wenig oder gar nichts geschehen. [ ...] Die große Zahl der all jährlich [ ...] hier stattfindenden Virtuosenconcerte [...], die Concerte in den hiesigen geschlos senen Gesellschaften [ ...] oder gar die Neugroschenconcerte an öffentlichen 'Vergnügungsorten vermochten dem fühlbaren Mangel [ ...] eines größeren Concertinstituts nicht abzuhelfen. (B 29) Übrigens wurden Veranstalter kritisiert, weil sie in ihren Annoncen oftmals mehr an Programminhalten ankündigten als sie halten könnten, dass sie - um Publi kum anzulocken - prominente Künstler annoncierten, die dann nicht kämen, oder weil sie durch nicht gerechtfertigte, erhöhte Eintrittspreise das Ansehen ihrer Gäste aufzu werten versuchten und damit das Publikum hinters Licht führten. (B 24) Angegriffen wurde zudem die einseitige Richtung au f leere Technik und blendende Virtuosität [...], wel che das Publikum zu einer geivissen Blasiertheit gebracht hat. (B 30) Die Folge war: Die Säle lichten sich mehr und mehr [...] Die Lust am Concertbesuch 'hat sich bei uns, wie überall, gar sehr vermindert, und zum großen Theile tragen die Schuld daran - die Concertgeber selbst. (B 30) Hingewiesen sei auf ein Landesgesetz vom 21.10.1843, das auch auf das Konzert wesen Dresdens seine Auswirkungen hatte. Es untersagte allgemein verbindlich jegli che Veranstaltungstätigkeit ab drei Wochen vor Ostern; für das Theater blieb diese Anordnung auf die Karwoche begrenzt. (B 20) Eine Verordnung vom 28.10.1848 be schränkte dann den Zeitraum au f die Charwoche einschließlich des Palmsonntags, au f die Bußtage und die Vorabende derselben (B 32); das Palmsonntagskonzert der Königlichen musikalischen Kapelle allerdings durfte stattfinden. Über die parallel erfolgten - zugegeben eingeschränkten - Konzertaktivitäten der Königlichen musikalischen Kapelle und deren künstlerisches Gewicht im Musikleben der Residenzstadt wie etwa den Palmsonntags- und Aschermittwochkonzerten, den Abonnements-, Wohltätigkeits- und anderen Konzerten sowie ihre Beteiligung an Mu sikalischen Akademien, aber auch über die meist durch die Umstände erzwungenen Schwierigkeiten und Versäumnisse auf diesem Gebiet und die Kritik daran wird an anderer Stelle berichtet. (D, E, I, O) 432 D etails B l Im Großen Garten besitzt die mittlere große Wirtschaft einen schönen Musiksaal, worin im Winter wöchentlich dreimal sehr gut besuchte Conzerte gehalten werden. Im Sommer spielt das Musikchor unter einem dazu erbauten Pavillon im Freien. Es wird dort von Konzerten am Sonntag, Montag und Donnerstag berichtet. Im Sommer findet sonntags von 5.00 Uhr bis 7.00 Uhr ein sehr gut besuchtes Frühconzert statt. Nach: Schumann 1829, S. 73 B 2 In der Bevölkerung [Dresdens] trat zwischen der männlichen und der weiblichen Bewohner schaft ein gewisses Mißverhältnis hervor: in Gesellschaften und im Theater war das 'Verhältnis der Frauen zu Männern vier zu eins, in Konzerten sogar zwanzig zu eins. Kummer 1938, S. 41 (Letzteres zielt vermutlich auf Gartenkonzerte u.a.) B 3 Bestrebungen um dauerhafte, „seriöse" Abonnementskonzerte gingen mehrfach an mangelndem Publikumsinteresse ein (Hofkapelle 1820/21, Ferdinand Hiller 1845/46); neben der Hofkapelle konnte sich letztendlich auf Dauer und mit nur annähernd ver gleichbarer Qualität kein anderes Orchester in der Stadt behaupten. Nach: Kreiser 1918, S. 75/ 77, Härtwig 1970, S. 10, siehe auch B 16 B 4 Abonnementskonzerte veranstaltete in den 1840er Jahren zum Beispiel Johann Wil helm Hartung, zunächst Militärmusikdirektor, dann Dresdner Stadtmusikdirektor von 1843 bis 1858. (Dieser Titel wurde 1843 eingeführt und ist aus der 1804 eingerichteten Position eines Kapellmeisters der Stadtmusici hervorgegangen.) Stadtkapellmeister von 1816 bis 1843 war Johann Gottlieb Zillmann. Das Hiller'sche Orchester bestand aus Mitgliedern des Stadtmusikkorps und des Kommunalgarden-Musikkorps sowie freiberuflich tätigen Musikern. Nach: Härtwig 1970, S. 10, siehe auch B 29 B 5 Johann Gottlieb Zillmanns Stadtkapelle besaß das alleinige Recht der städtischen Mu sikausübung. Sie hatte den Auftrag, die Instrumentalmusik an Fest-, Sonn- und Feier tagen in der Frauen-, Sophien- und Kreuzkirche auszuführen, spielte bei repräsentati ven Ratsveranstaltungen, bei Hochzeiten und anderen bürgerlichen Anlässen. Zill mann bemühte sich außerdem, mit seiner Stadtkapelle eine Art regelmäßiges Kon zertwesen in Gaststätten zu etablieren. Dabei nahm er seit 1827 auch Sinfonien und Ouvertüren (u.a. Beethoven, Sinfonien Nr. 1-8, Mozart, Haydn, Weber) in seine an sonsten recht bunten Programme auf. Seine Kapelle zählte 25 Mitglieder, die er bei Be darf durch Militärmusiker ergänzte, (aber siehe auch B 5a) Einige seiner Orchestermu siker waren so kompetent, dass sie Aufnahme in die Hofkapelle fanden, wie zum Bei 433 spiel der Oboist Carl Gotthelf Kummer, der Posaunist Adolf Julius Rühlmann und der Hornist Friedrich August Moschke. Auf der Brühlschen Terrasse führte Zillmann üb rigens auf Verlangen des Publikums Concerte ohne Tabakrauch ein. Nach: Zänsler 1996, S. 35-39 B 5a 1829 sollen Zillmanns Stadtkapelle etwa 40 Mitglieder angehört haben. Nach: Schumann 1829, S. 70 B 6 Johann Wilhelm Hartung hatte schon als Militär-Musikdirektor Abonnementskonzerte durchgeführt. Er veranstaltete seit 1843 auch Extrakonzerte, Abend- und Frühkonzerte (ab 5.00 Uhr morgens!), historische und andere Konzerte. Seine Leistungen, einschließlich der Aufführungen von Sinfonien, fanden in der Öffentlichkeit Anerkennung, wenn auch mit Einschränkungen (Beethovens „Siebte" war in der technischen Ausführung 'befriedigend, aber in Betreff der geistigen Auffassung zu trivial, [...], zu handwerksmäßig.) Beiblätter der Correspondenz und Nachrichten der Abendzeitung, 4.4.1864, zitiert nach Zänsler 1996, S. 50 B 7 Raban Hugo Hünerfürst veranstaltete u.a. Soirees musicales ohne Tabakrauch und ohne Spei senangebot; er soll abgebrochen haben, wenn das Publikum auch nur flüsterte. Er schaffte den Brauch ab, dass Damen freien Eintritt hatten. Die Leistungen seiner Kapelle waren so anerkannt, dass auch Künstler wie zum Beispiel Henryk Wieniawski oder Marie Wieck und die Dreyssigsche Singakademie mit ihr musizierten. Nach: Zänsler 1996, S. 84 f. B 8 Militärkapellmeister Heinrich Gustav Kunze spielte in den 1840er bis 1860er Jahren eben falls Sinfonien von Haydn, Mozart, Beethoven, Kalliwoda, Mendelssohn Bartholdy, Schumann, Spohr u.a. Er führte Konzertfahrten auf Elbdampfem und auch Massenkon zerte mit bis zu 130 Musikern ein. Nach: Zänsler 1996, S. 126 B 9 Militärkapellmeister Anton Markert fiel in der zweiten Hälfte der 1840er Jahre durch seine Frühkonzerte (5.00 - 8.00 Uhr) im Großen Garten und durch seine Armenkonzerte auf. Nach: Zänsler 1996, S. 129 B10 Militärkapellmeister Benjamin Heinrich Gottlob Meyer spielte zweimal wöchentlich im Feldschlößchen, im Winter sechs Sinfoniekonzerte als Abonnementsreihe (u.a. Beethovens Sinfonien Nr. 1-8, Mozart, Haydn). Nach: Zänsler 1996, S. 81 f. 434 Uber die soziale Lage der M usiker in den städtischen Kapellen siehe I 23 B 11 Seit etwa 1830 arbeiteten vier M ilitärkapellen regelmäßig mit den Stadtkapellen zusammen. Diese M usikkorps gaben aber auch zahlreiche eigene Konzerte, z.T. m it Arrangements sinfonischer Literatur. Nach: Zänsler 1996, S. 113 B 11a Erwähnt werden die M usikchöre der A rtillerie und des jedes Jahr 'hier stehenden Infante rieregiments, deren Personale der Eintritt in die italienische Oper erleichtert wird, um an den Leistungen der Capelle sich ein M uster zu nehmen. Schumann 1829, S. 70 B 12 [ .. .] bleibt es aber merkwürdig genug, daß aus einem Orte wie Dresden, einer Stadt, die au f so bedeutendes musikalisches Renommee Anspruch macht, so gar wenig durch musi kalische Blätter bekannt wird. Die eigentliche Concertmusik ist aber daselbst nie zu recht blühendem Dasein gediehen. Die Sinfonie sei mehr in den Bier- und Kaffeegärten zu Hause als im Dresdner Concertsaale. Auch gelangte sie dort zu so tüchtiger Aufführung, als man sie sonst unter freiem Himmel wohl selten hören wird. M oritz Hauptmann, 1843, zitiert nach Zänsler 1996, S. 39 - Zur Publikum ssituation siehe S 105 B 13 Von der Kapelle nemlich ist jede M itwirkung abgelehnt und auch die Sängerinnen und Sänger der Oper haben sich jeder thätigen Theilnahme an diesen Concerten [gemeint sind die Hillerschen Abonnementskonzerte, zutreffend aber auch für Konzerte der Stadtkapelle] entzogen - wie man behauptet, entziehen müssen au f Befehl des Intendan ten, was möglich und selbst wahrscheinlich ist. Doch w ollte man behaupten, die Kapelle werde nun endlich wieder von künftigem W inter ab sich dazu entschließen, selbst einen Cyclus von Abonnementconcerten zu veranstalten, die zweifellos bedeutenden Anklang finden würden, zumal dieselbe imstande wäre, die Preise möglichst billig zu stellen, da sie die bedeutenden Ausgaben fü r Direction, M usiker und Virtuosenleistungen nicht haben würde, während ihr doch gewiß eine bedeutende Summe fü r ihren W ittwenpensionsfonds bliebe. [ . . .] Daß aber die Kapelle ihrer Ehre und der Kunst es schuldig ist, jenes Project nun end lich zur Ausführung zu bringen, kann einem ernstlichen Zweifel nicht unterliegen. Viel leicht kommt dann endlich - wie gewöhnlich fün fzig Jahre später - Dresden auch dahin, sein ständiges großes Concert zu haben. W anderer Treumund 1846, S. 334-336 B 10a 435 Nachdem die Abonnementskonzerte der Königlichen musikalischen Kapelle der Sai son 1821/1822 keine Fortsetzung gefunden hatten, stellte die Presse fest: Es scheint nun einmal im Rathe der Götter beschlossen, dass alle Schätze der neueren Concertmusik uns ver borgen bleiben sollen! AMZ, Jg. 25, Nr. 1, Januar 1823; siehe auch D 1-13 B 15 Da Concertmusik eigentlich bei uns nicht existiert [...] AMZ, Jg. 25, Nr. 33, August 1823 B 16 Es wird beklagt, dass man über musikalische Leistungen in der Kirchen- und Concertmu sik, ingleichen der mancherley Musikvereine und Singakademien [ ...] von allen diesen schönen Sachen aus unserer guten Stadt wenig oder nichts melden 'kann [...]. Man könne Concertmu sik nur in den Caffee- und Bier-Gärten aufsuchen. Unter den acht bis zehn vorzüglichen öf fentlichen Gärten haben die meisten zwey bis drey Mal wöchentlich Concert, welches gar nicht schlecht, sondern oft sogar vortrefflich ist; namentlich zeichnet sich der Stadtmusikus mit dem ihm zu Gebot stehenden Orchester sehr vortheilhaft aus. [ ...] Hier hört man eine neue Sym phonie von Beethoven oder Ries, und dort vom jenseitigen Ufer der Elbe 'herüber 'vernimmt -man die Töne einer Symphonie von Pleyel oder Gyrowetz. Denn au f Symphonien und Ouvertüren ist man freylich bey diesen Garten-Concerten beschränkt. Es gab auch Orchesterarrange ments von Opemausschnitten. Die Konzerte dauerten z.T. von 15.00 bis 20.00 Uhr. Der Eintritt kostete in der Regel nur - Einen Groschen! Und überdies sind alle Damen frey. AMZ, Jg. 25, Nr. 46, November 1823 B 17 Wenn die seit einigen Jahren im Hotel de Pologne abgehaltenen Quartett-Akademien eingestellt werden, könnte dies ein Anlass sein, daß künftig ein ordentliches Abonnementsconcert zu Stande 'käme. Die vielen guten Mittel, die wir dazu haben, würden es sehr er leichtern und alle Musikfreunde innigst wünschen lassen. AMZ, Jg. 29, Nr. 18, Mai 1827 B 18 Die gar zu 'häufigen Concerte ermüden und leeren die Beutel. Um in Dresden ein gutes Concert zu machen, gehört eine Vereinigung von Umständen dazu, die man an ändern Orten gar nicht kennt. Ein wesentliches Hindernis ist der Mangel eines grossen Saales, denn der schöne in der Harmoniegesellschaft ist schwer zu 'bekommen. AMZ, Jg. 39, Nr. 17, April 1837 B 19 Uber die Dresdner Wintersaison 1843/1844: Die feinsten und geschmackvollsten Konzerte vielfacher Art jagen einander, und die Anschlagszettel prangen mit ausgezeichneten und be rühmten Namen aus der Ferne wie aus der Heimat. MfgL, 3.1.1844 B 14 436 Es wird auf ein Landtagsgesetz vom 21.10.1843 hingewiesen, dass ab drei Wochen vor Ostern keine öffentlichen Veranstaltungen stattfinden dürfen, außer im Theater, in der Karwoche aber auch dort nicht. AMZ, 26.4.1844; siehe B 32 B 21 Vom 23. September 1843 bis 14. Mai 1844 werden in Dresden 36 Konzerte (einschließ lich der Abendunterhaltungen der 'Virtuosen) gezählt. NZfM, 10.6.1844 B 22 An größeren Musikaufführungen sind wir sehr arm [...] und doch wäre es in dem vorliegenden Falle so unmöglich nicht, da es wahrlich an tüchtigen Kräften nicht mangelt: Da ist unsere mit Recht gerühmte Capelle [...], die aber wegen ihres umfangreichen und ermüdenden Dienstes kaum in der Lage sei, Zusätzliches zu leisten. NZfM, 13.6.1844 B 23 Während anderswo (zum Beispiel in Berlin und in Leipzig) das Musikleben blüht, ist es in unserem guten Dresden noch ganz still und todt. [ ...] Unsere Neugroschenconcerte an den öffentlichen Orten mit obligatorischem Tassen- und Bierkrügelchengeklirr [ ...] haben natürlich ihren ungestörten Fortgang. NZfM, 7.11.1844 B 24 An vielen Konzerten in der Stadt wird kritisiert: - pomphafte Ankündigungen eines großen Vocal- und Instrumentalconcerts, und in Wirk lichkeit bestehe es aus solistischen Virtuosennummern und Gesangsvorträgen am Klavier - Ankündigung von Künstlern als Zugmittel, die dann nicht kämen oder gar nicht verfügbar seien - erhöhte Eintrittspreise als Wertsteigerung für Solisten, wobei die geweckten Erwar tungen nicht selten künstlerisch unterboten würden - Zuspätkommende im Publikum - das Erzwingen von (auch ganz bestimmten) Zugaben durch das Publikum AMZ, Jg. 47, Nr. 41, Oktober 1845 B 25 Aufruf zu den Abonnementskonzerten unter der künstlerischen Leitung von Ferdi nand Hiller und Robert Schumann: Einladung zu Abonnementskonzerten in Dresden Bei dem unverkennbaren Reichthum Dresden's an musikalischen Mitteln jeder Art 'hat -man das Fehlen eines fü r und durch sich bestehenden Instituts, dessen Hauptaufgabe die Vorfüh- B 20 437 rung eigentlicher, höherer Concert-Musik wäre, schon vielfach beklagt, und die große Vorliebe Dresdens fü r Musik überhaupt lässt auch fü r Concerte dieser Art, wie sie in allen 'bedeutenden Städten Deutschland's bereits bestehen, ein reges Interesse des Publikums mit Zuversicht er warten. Die Unterzeichneten glauben daher in dieser Voraussetzung die Initiative ergreifen und zur Theilnahme an demgemässen Abonnements-Concerten auffordern zu dürfen. Sechs derselben werden den Cyclus der Wintersaison 'bilden, und aus dem Gebiete der hö heren Instrum entalmusik Symphonien, Ouvertüren und andere grössere Ensemblestücke classischer M eister, wie auch bedeutende Kompositionen der neueren und neuesten Zeit umfassen. Demnächst sollen diese Concerte allerdings auch das virtuose Element vertre ten und die Vocalmusik keineswegs ausschließen. G raf W. von Baudissin Dr. Jul. Becke Generalmajor von Einsiedel Stadtrath Dr. Hertel M usikdirektor Ferdinand H iller Consul C. Kaskel Kammerherr von Koenneritz-Nöthnitz Fürst Kasimir Lubomirsky H ofrath Lucius H ofmusikalienhändler C. F. M eser Hof- und Justizrath Dr. M üller Advokat Robert Schmieder Dr. Robert Schumann Fr. Wieck (Die ersten Konzerte werden für 1.11., 25.11. und 9.12.1845 angekündigt.) DrA, 18.10.1845 und 23.10.1845 B 26 In einem H iller'schen Abonnem entskonzert wird bei den Bläsern M angel guter In strum ente und künstlerischer Behandlung konstatiert, in welcher Hinsicht wir durch die Königl. Kapelle zu sehr verwöhnt sind. NZfM, 29.1.1846 B 27 Es wird eine sehr verminderte Theilnahme für Hillers Abonnementskonzerte festge stellt, begründet in den hohen Eintrittspreisen und in der Ausweitung der Kon zertzahl von sechs auf acht pro Saison. NZfM, 3.10.1848 438 Einzelne Kapellmitglieder dürfen in Konzerten von Musiker- und Sängercorporationen außerhalb der Kapelle nur als Solisten, nicht als Verstärkung eines Ensembles mitwirken. Die Vorsteher können Ausnahmen genehmigen. E 20/Anfüge, § 32 (siehe B 29) B 29 Der Verfasser stellt fest, Kapelle und Oper würden gegen die Errichtung eines Kon zertinstituts opponieren. Die Hiller'schen Abonnementskonzerte fänden im Hotel de Saxe statt. Das Orchester bestehe aus ausgewählten Mitgliedern der Dresdner Musikchöre, Kapellmitglieder seien nicht vertreten. Für die Konzerte gebe es drei Proben, das reiche für eine künstle risch wenigstens befriedigende Leistung, aber es könne von einer vollendeten Produktion keine Rede sein. Der Verfasser klagt über das Fehlen eines größeren Concertinstituts. [ ...] Für die Concertund Kammermusik sei mit wenigen Ausnahmen wenig oder gar nichts geschehen. Dass wir die grosse Zahl der alljährlich [ ...] hier stattfindenden Virtuosenconcerte nicht als einen Ersatz dafür ansehen konnten, dass die Concerte in den hiesigen geschlossenen Gesell schaften [...], oder gar die Neugroschenconcerte an öffentlichen Vergnügungsorten diesem fühlbaren Mangel nicht abzuhelfen vermochten (obwohl letztere eine bei Weitem grössere Be achtung verdienten): das versteht sich wohl von selbst. AMZ, Jg. 47. Nr. 47, November 1845; siehe auch B 20 B 30 Die Säle lichten sich mehr und mehr, was fü r die Concertgeber in keiner Hinsicht ein Vortheil. [ ...] sei. Die Lust am Concertbesuch hat sich bei uns, wie überall, gar sehr vermindert, und zum grossen Theile tragen die Schuld daran - die Concertgeber selbst. [ ...] die einseitige Richtung auf leere Technik und 'blendende 'Virtuosität, welche die überwiegende Mehrzahl cultivirt, und welche das Publikum zu einer gewissen Blasiertheit gebracht hat. AMZ, Jg. 49, Nr. 37, Juli 1847; siehe auch P 7 , P 8 B 31 Die Hiller'schen Abonnementskonzerte werden nicht fortgesetzt, weil sie sich finan ziell nicht tragen. NZfM, 22.11.1848 B 32 Verordnung, das Abhalten von Koncertmusiken während der innedachten Zeiten 'betreffend. Die Ministerien des Kultus und öffentlichen Unterrichts und des Innern haben im Einver ständnisse mit den in Evangelicis beauftragten Staatsministern beschlossen und verordnen hierdurch: Das in § 2 der Verordnung, die Beobachtung der geschlossenen Zeiten in polizeilicher Hinsicht betreffend, vom 21. Oct. 1843 ausgesprochene Verbot des Abhaltens von Koncertmusiken an öffentlichen Orten während der in § 1 derselben 'Verordnung näher Gezeichneten geschlossenen B 28 439 Zeiten soll ins künftige au f diejenigen Zeiten, während welcher nach § 5 besagter Verordnung auch theatralische Vorstellungen nicht stattfinden dürfen, und demnach au f die Charwoche einschließlich des Palmsonntags, au fd ie Bußtage und die 'Vorabende derselben beschränkt sein. Die Verordnung vom 21. Oct. 1843 wird insoweit, als im Vorstehenden etwas Anderes verord net worden, aufgehoben. Dresden, d. 28. Oct. 1848 DieM inisterien des Kultus und öffentlichen Unterrichts und des Innern von der Pfordten Oberländer Eppendorf DrZ, 7.11.1848; siehe auch B 20 B 33 Der Rezensent zählte zwischen 25. Oktober 1850 und 13. April 1851 insgesamt 25 Kon zerte in Dresden - schrecklich, aber wahr. NZfM, 9.5.1851 B 34 Es sieht in Dresden traurig aus mit guten Concerten. Berlin, München, Wien, Stuttgart, Leip zig, Düsseldorf, Bremen und Cöln 'haben der sächsischen Residenz den Rang so vollständig ab gelaufen, daß man das Versäumte kaum mehr nachholen 'kann. Die Bekanntschaft mit der neu ern Instrumental- und Kammermusik ist fast gänzlich vernachlässigt, wenn wir einige wenige unsystematische, rein experimentelle Versuche abrechnen Die Zweigroschenconcerte bei Bier und Tabak tragen dem Zeitgeist mehr Rechnung, als die Dresdner Kapelle. NZfM, 17.12.1852 B 35 Wer seine Briefe nach musikalischen Ereignissen datiert, der hat, wie ich früher bemerkte, in Dresden Gelegenheit, nach Olympiaden zu rechnen. NZfM, 27.5.1853 B 36 In Dresden fänden zur Zeit tatsächlich nicht wenige Konzerte statt, wenn man bedenkt, daß die Beutel der Kunstliebhaber tagtäglich durch die ausgezeichneten Kräfte des Hoftheaters (sei es Schauspiel, sei es Oper) bedroht werden. NZfM, 14.12.1855 B 3 7 Zur permanent geführten Klage über den fehlenden, einer Kulturstadt wie Dresden angemessenen Konzertsaal, die durch die Jahrzehnte die öffentliche Diskussion durch zieht, siehe unter C. B 38 Im Winter 1840/1841 spielten als Solisten mit dem Stadtmusikkorps u.a. die Kammer musiker Friedrich Queißer (Trompete), Carl Christian Eisner (Horn) und Joseph Dominick (Viola) sowie Moritz Fürstenau (Flöte), Kapellmitglied erst ab 1842. NZfM, 9.4.1841 440 C Konzertsäle - Spielstätten Übersicht Seit dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts wird das Fehlen eines den musikalischen Potenzen Dresdens angemessenen Konzertsaals kontinuierlich beklagt, weil es die Entwicklung eines reichhaltigen und künstlerisch hochwertigen Konzertlebens ent scheidend behindere. 1826: Ist es nicht eine Schande fü r Dresden [...], daß hier, wo so vieles Schöne gedeiht, nicht einmal ein Concertsaal ist, der diesen Namen verdient? (C 50) In seinem Brief an das Geheime Kabinett vom 19. August desselben Jahres begründete der Kapellvorstand seinen Antrag auf den Bau eines Konzertsaales (C 1) u.a. mit dem Argu ment, dass die hiesigen Säale [ ...] sämmtl. zu wenig akustisch gebaut, zu sehr äußeren Strö mungen ausgesetzt u. so klein seien, daß sich leicht darin übermäßige Hitze erzeugt, welche den Zuhörern den Kunstgenuß verleidet u. sie zum Theil von allem Beytritte zu den Concerten abhält (siehe auch C 50); und der Vorstand schloss die Hoffnung an, dass, wenn nun ein großer, anständiger, den Wünschen hiesiger Residenz entsprechender Concertsaal gebaut würde, so ist voraus zu sehen, daß die Concerte bessern Fortgang gewinnen werden, ein lang gefühltes Bedürfniß hiesiger Stadt sich dann erledigen dürfte. 1827 wurde in der Presse ebenfalls der Mangel eines passenden Locales für Konzerte betont. (C 51, B 18) 1837: Ein wesentliches Hindernis, um in Dresden ein gutes Concert zu machen, sei der Mangel eines großen Saales. (B 18, C 60) 1845: Wir besitzen in der Residenz keinen genügenden öffentlichen Concertsaal. (C 71) Und ebenfalls 1845: Ein bereits annonciertes Wohltätigkeitskonzert hat entfallen müssen, weil die Intendanz das Theater nicht zur Verfügung stellte und unglaublich, aber wahr! - in Dresden kein öffentliches Lokal existirt, das fü r ein großes Capell- Concert ausreichend genannt werden könnte! (C 21) 1846: Es fehle in Dresden an einem an gemessenen, räumlich und akustisch genügenden, öffentlichen Concertsaal bis jetzt noch gänz lich. [ ...] Dresden, dieser Sitz der Musen, dieses deutsche Florenz, hat keinen Concertsaal! und dies bei 80.000 Einwohnern und alljährlich etwa ebenso vielen Gästen. (C 57) Gleichfalls 1846 gab es die ironische Bemerkung, Dresden genieße den Vorzug, nicht einen jener Concertsäle zu haben, wie ihn kleinere und größere Städte besitzen. (C 23) Und außerdem: Es mangelt Dresden nur ein passendes großes Local. Es schließt sich die Auffor derung an: [ ...] mögen die Hüter der Kunst mit unermüdeter Thätigkeit und lauter Stimme den Bau eines Saales betreiben. (C 72) Ob die massiven, öffentlichen Hinweise auf das Fehlen eines Konzertsaals aus dem Jahre 1846 (D 22, D 23) in direkter Verbindung ste hen zu den Gedanken Richard Wagners in seiner ebenfalls 1846 verfassten Schrift Die königliche Kapelle betreffend (C 75), bleibe dahin gestellt. 1851: Im Hinblick auf anzure gende Abonnementszyklen wird wiederum das Fehlen eines geeigneten Saales her ausgestellt. (I 14) 1856: Dresden laborirt an dem Mangel eines großen Concertsaales. (C 38) 1918 fand Kurt Kreiser rückblickend keine neuen Worte für den Sachverhalt: Eine Hemmung fü r die Konzerte bedeutete auch immer der Mangel eines geeigneten großen Kon zertsaales. (C 9) Selbst zu Beginn des 21. Jahrhunderts war das Problem noch immer Gegenstand der Diskussion. Die Königliche musikalische Kapelle musste demnach für die von ihr veranstalteten Konzerte stets auf jene Räume angewiesen bleiben, die ihr im Wechsel der Zeiten die Bauten des Hofes - die unterschiedlichen Theatergebäude 441 und das Palais im Großen Garten - boten. Sie spielte, meist zu Wohltätigkeitskonzer ten, auch in Kirchen, und für die Musikalischen Akademien fand sie in verschiedenen Sälen der Stadt, die sich in Privatbesitz befanden, nur durchweg unangemessene Po dien. Die jeweiligen „Konzertgeber", die hierfür die Kapelle zur Mitwirkung herange zogen haben, dürften im Hinblick auf diese Räumlichkeiten nicht in jedem Falle freie Wahl gehabt haben, sondern hatten sich wohl nach deren Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit richten müssen. Zunächst sei auf zwei konkrete Projekte hingewiesen, für die bei dem einen die Initia tive von der Kapelle selbst, bei dem anderen die Anregung von Richard Wagner aus ging. Während die diesbezüglichen Pläne des Kapellmeisters weitgehend bekannt und in seinen Schriften nachzulesen sind (C 75), wurde bisher von den Absichten des Or chesters, sich einen eigenen Konzertsaal zu bauen, kaum Notiz genommen; lediglich Kurt Kreiser erwähnte sie in seiner Reißiger-Biographie mit einem einzigen, pauschali sierenden Satz. (C 9) Pläne Konzertsaal-Projekt der Königlichen musikalischen Kapelle, 1826 Das Sächsische Hauptstaatsarchiv überliefert einen Briefentwurf des Kammermusikers und Orchestervorstands Carl Traugott Schmiedel vom 18./19. August 1826 an das Ge heime Kabinett des Königshofes. (C 1) Darin erläuterte er eingangs den langgehegten Wunsch der Musiker und der Einwohner Dresdens nach einem Konzertsaal, über den andere Städte längst verfügten sowie die völlig unzureichende Situation mit den vor handenen, akustisch minderwertigen, störanfälligen und viel zu kleinen privaten Sä len. Ein guter Saal würde die künstlerischen Leistungen befördern, dem Konzertleben in der Stadt wichtige Impulse geben und den soeben vom König genehmigten Palm sonntagskonzerten (E) einen würdigen Rahmen bieten. Der Bau sollte in erster Linie durch das aus den Palmsonntagskonzerten zu gewinnende Kapital finanziert werden, damit d ieses fü r uns möglichst sicher und nutzbar und zugleich fü r die hiesige Residenz vor teilhaft angelegt werde. Außerdem bestand der Plan, durch die Einnahmen einer alljähr lich vorzusehenden, sechs Abende umfassenden Konzertreihe, durch eigene, von Kapellmitgliedem einzusetzende Mittel und schließlich durch die Gründung eines Akti envereins, dem Kammermusiker beitreten und sich darüber hinaus weitere Interes sierte anschließen könnten, das Kapital aufzustocken. Wenn sich zum Beispiel 80 Kapellmitglieder mit je 100 Talern beteiligen würden, hätte man allein schon dadurch eine finanzielle Basis von 8.000 Talern. Es wäre denkbar, unter dem Schutz der Aller höchsten Behörde innerhalb eines Jahres mit dem Bau zu beginnen. Erste Voraussetzung sei allerdings, dass dem Orchester baldigst ein Bauplatz - und zwar unentgeltlich - zur Verfügung gestellt werde (denn die meisten der infrage kommenden freien Plätze gin gen derzeit im Zuge der Verschönerung Dresdens in Privathand über). Schmiedel schlug als geeignetsten Ort den Königlichen Zimmerhof vor. Die Mühlen des Beamtenapparats mahlten langsam: Nach „nur" zwei Jahren, am 30. September 1828, erhielt Kapellmeister Francesco Morlacchi die Mitteilung über das 442 Einverständnis des Königs für die unentgeltliche Überlassung des vorgeschlagenen Bauplatzes. (C 2) Kammermusiker Franz Anton Morgenroth und Hofrat Carl Theodor Winkler informierten darüber das Orchester (C 4, C 5), das Winkler beauftragte, nä here Bedingungen über den Bau und die Sicherung des Platzes (auch wenn sich aus finanziellen Gründen der Baubeginn verzögern würde) zu erkunden (C 4, C 5). Wink ler dankte dem König über die hochzuverehrende Königl. Sächßl. Demolitions-Commission für die Zuweisung des Grundstücks und betonte ausdrücklich, dass die Unterzeichner dieses Schreibens - Kapellmeister und Orchestervorstände - nicht als Unternehmer jenes Baus anzusehen sind, sondern dass sie die gesamte Kapelle vertreten, und dass somit die Gnade des Königs dem gesamten Institut zuteil werde; er setze voraus, dass dem Bau keinerlei Fristen gestellt und Vorschriften auferlegt würden. (C 6) Noch vier Jahre später, im Juni und Oktober 1832, wurde dem Orchester mitgeteilt, dass die Zusiche rungen für den Bauplatz nach wie vor bestünden (C 7, C 8), und der Vorstand infor mierte das Orchester darüber. (E 75, 81, 82) Danach gibt es keine weiteren Nachrichten über das Projekt. Vermutlich waren letztendlich für dessen Realisierung die finanziel len Hürden zu hoch - was sich schon 1828 abgezeichnet hatte (C 5) - und die organi satorischen Kräfte der Kapelle nicht stark genug; alles in allem: das Ergebnis der Ver hältnisse des gedachten Instituts (C 6) ließ es einfach nicht zu, es weiter betreiben zu kön nen; nach 1832 (C 7, C 8) gibt es keine weiteren Nachrichten über dieses Konzertsaal Vorhaben. Der Standort des Baugrundstücks, das der Königlichen musikalischen Kapelle zur Verfügung gestellt wurde, lässt sich ziemlich genau lokalisieren. Die Akten des Fi nanzarchivs von 1826 im Sächsischen Hauptstaatsarchiv weisen zwei Fagepläne für das Gebiet um den Zwinger aus, von denen der großflächigere mit den Buchstaben C. und B. (beide Buchstaben durchgestrichen) bezeichnet ist, was auf den im Schreiben der Königl. Sächßl. Demolitions-Commission vom 30. September 1828 (C 2) erwähnten Riss sub B hindeutet, wenngleich der gewünschte Bauplatz nicht extra gekennzeichnet ist. (C 3a/l) Die andere Fegende (C 3a/2) zeigt einen vergrößerten Ausschnitt des in nerstädtischen Straßen- und Bebauungsplans und bezeichnet nordwestlich des Zwin gers, den Königl. Ställen schräg und dem Ostraer Holzhof unmittelbar vorgelagert, einen H of B au ho f. Dieser H of Bauhof dürfte das in Carl Traugott Schmiedels Schreiben vom August 1826 (C 1) vorgeschlagene Gelände für einen zu errichtenden Konzertsaal ge wesen sein. Auf „Neuester Plan von Dresden" aus dem Jahre 1829 (C 3b) ist es als Packhof ausgewiesen. Diese Annahme wird erhärtet durch den Grundriß der Haupt- und Residenzstadt Dresden nebst den 'Vorstädten. Gezeichnet von J. G. Heßler se. 1837/Revid.: von O. Heßler jun: 1849. (C 3c). Hier ist jetzt - nach Umgestaltung des Areals an der Stallstraße - zwischen den Kön. Ställen und dem wiederum genannten Packhof, auf dem Gelände des oben erwähnten H of Bauhof tatsächlich der Kön. Zim m erhofe ingezeichnet, auf dem man hätte bauen wollen und dürfen. Somit wäre bei der Realisierung der Kapell-Pläne das mit Zwinger, Hoftheater, Hof- und Sophienkirche bereits bemerkenswert konzentriert an geordnete Ensemble aus Kultur- und Sakralbauten noch durch ein - vermutlich archi tektonisch repräsentativ gestaltetes - Konzerthaus ergänzt worden. 443 Die beiden Stadtpläne von 1826 und 1837 weisen einige Unterschiede auf, denn die Demolitionskommission war inzwischen mit der so genannten Entfestigung der Dresdner Festungswerke befasst gewesen. Im Zuge der sukzessiven Beseitigung der Stadtbefestigung hatte man aus städtebaulichen und verkehrstechnischen Gründen bereits 1812 den Wallgraben am Zwinger zugeschüttet. 1829/1830 war die Entfestigung abgeschlossen und damit auch die im erwähnten Grundriss der Haupt- und Residenzstadt (C 3c) nordwestlich des Zwingers ausgewiesene Straßenführung angelegt. Zwischen 1820 und 1830 hatte man übrigens den Zwingerteich und die Gartenanlage mit Was serbecken innerhalb des Zwingers geschaffen. (C 3d) Ein Stich aus der Zeit um 1833 mit dem Blick über das Italienische Dörfchen, den Zwinger (links) und das Morettitheater (rechts) zeigt in der oberen Bildhälfte den Marstall und rechts davon eine freie Fläche, auf der man sich den geplanten Konzertsaal denken könnte. (C 3e) Eine Bürgerinitiative fü r einen Konzertsaal (?), 1826 In einem Beitrag der Abendzeitung vom 15.4.1826 wurden - noch vor der offiziellen Initiative des Kapellvorstands - eine öffentliche Diskussion über den Bau eines Kon zertsaales angeregt sowie ein Vorschlag für dessen Finanzierung durch Aktien und erste Schritte zur Organisierung eines solchen Projekts erwähnt. (C 50, siehe auch C 1) Ein Konzertsaal in Sempers Königlichem Hoftheater, 1841 Kummer spricht von einem Konzertsaal hinter der Bühne, der freilich wegen Geldmangels nicht ausgebaut wurde. (C 29) Das Dresdner Tageblatt schrieb 1846, dass ein baulicher Irr tum uns den Koncertsaal im Theatergebäude entrückt hat. (C 72) Tatsächlich hatte Semper in seine Pläne für das Königliche Hoftheater einen Konzertsaal aufgenommen, der in Höhe des zweiten Ranges hinter der Bühne platziert sein sollte. (Semper 1849, S. 31 und Tafel VII; C 40a) Das Projekt war höchst umstritten (C 40), weil man es aus akusti schen Gründen für ausgeschlossen hielt, hier parallel zu Theateraufführungen Kon zerte zu spielen. Semper dachte allerdings auch daran, den Raum, der seinen Angaben gemäß immerhin 40 Fuß (ca. 13 Meter) hoch war, außer für Konzerte als Festsaal für Hoffeste und Maskenbälle zu nutzen und ihn dabei mittels einer Freitreppe mit der Bühne und dem Zuschauerraum zu verbinden. Aber, so Gottfried Semper: Der Saal ist, wie gesagt, unausgebaut geblieben, wegen Erschöpfung der Geldmittel. [ ...] Dafür dient er jetzt als Decorationsniederlage. (C 40) Ob dieser angedachte Konzertsaal tatsächlich den An forderungen sinfonischer Programme mit einem zahlreichen Publikum hätte genügen können, bleibt indes ungewiss. An einen separat, in Nähe des Hoftheaters stehenden Konzertsaal dachte Semper von vornherein nicht. (C 40) Richard Wagners Konzertsaal-Projekt, 1846 Richard Wagner entwickelte in seiner Schrift Die königliche Kapelle 'betreffend Ideen zum Bau eines Konzertsaals, nach dem gerade zu jener Zeit entsprechende Forderungen in der Öffentlichkeit wieder vermehrt zur Sprache kamen. (C 71, 21, 57, 72, D 22, D 23) 444 Sein Ausgangspunkt war, dass das Königliche Hoftheater, Gottfried Sempers erster Dresdener Theaterbau, für Konzerte aus mehreren Gründen ungeeignet sei: Sie zögen Ausfälle von Schauspielaufführungen nach sich, das Publikum nehme den Saal für Konzerte nicht an, es gebe Bedenken gegen die Konzerteinrichtung. Das Große Opern haus am Zwinger wäre in Zukunft als Konzertsaal denkbar, was aber teure Umbauten verlange; außerdem könnte irgendwann im Zuge von baulichen Veränderungen im Umfeld mit einem Abriss des Gebäudes zu rechnen sein. Wagner schlug deshalb den Neubau eines Konzertsaals vor, dessen Lage an der Ostra- Allee, jenseits des Zwingers, er genau - einschließlich der Konsequenzen für den Abriss vorhandener Gebäude und für neue Straßenführungen - beschrieb. (C 75, C 74, Einzeich nung C 3c) Der großzügig wie auch sehr praktisch gedachte Bau sah je einen großen und kleinen Konzertsaal vor, außerdem ein Restaurant, elegante Wohnungen und ein Deko rationsmagazin für das Hoftheater. Es sollte geeignet und offen sein für Bälle, Versamm lungen und Ausstellungen. Die geschätzten Baukosten von 50.000 bis 55.000 Talern könnten entweder vom König oder von der Kapelle selbst, aber auch von einem Privat unternehmer oder einer Aktiengesellschaft getragen werden. Übernähme die Kapelle die Kosten, hätte sie das Recht auf alle Räume - einschließlich deren Vermietung - und Ein nahmen. Wagners Pläne wurden nicht verwirklicht; sie fanden, wie er selbst feststellen musste, nicht einmal bei der Kapelle eine wohlwollende Aufnahme. (D 47) Die Konzertsaal-Idee „Alte Gemäldegalerie", 1858 Wegen der für Musiker und Zuhörer allzu stark eingeschränkten Möglichkeiten im Hotel de Saxe lag nach dem ersten dort musizierten Abonnementskonzert im Oktober 1848 für die NZfM der Schluss nahe, dass sehr wahrscheinlich diese Concerte zum Bau eines großen, für derartige Concerte geeigneten Saales Anlaß bieten werden (man spricht vom alten Galeriege bäude), wo dann auch der aufopfernden Mühe der Capelle eine entsprechende Einnahme zufallen würde. (C 66) Ob hier der nach wie vor dringende Wunsch der Vater des Gedankens war, ob im Umlauf befindliche Gerüchte zu dieser Feststellung führten oder ob es tatsächlich reale Überlegungen gab, muss zunächst offen bleiben. Seit 1856 die königliche Gemäldesammlung in die 1855 fertiggestellte, nach den Plänen Gottfried Sempers erbaute neue Bildergalerie am Zwinger umgezogen war, stand die bis herige „alte" Galerie leer, zu der August der Starke in den Jahren 1722 bis 1725 das ehe malige Stallgebäude am Stallhof durch Maximilian von Fürstenhoff hatte umbauen las sen. Unter Kurfürst August III. wurde sie 1744 bis 1746 durch Johann Christoph Knöffel noch einmal umgestaltet. Nach dem Auszug der Gemälde gab es in den Jahren 1872 bis 1876 weitere bauliche Veränderungen unter der Leitung von K. M. Haedler, und in den Bau, der nunmehr den Namen Johanneum trug, zog das Historische Museum ein. Nach dem dieser 1945 ausgebrannt und in der Folgezeit wieder ausgebaut worden war, beher bergt er seit I960 das Verkehrsmuseum. Während in der alten Galerie die Gemälde sammlung im Obergeschoss untergebracht war, befand sich im Erdgeschoss ein 50 mal 60 Meter großer Saal, dessen Ausmaße gegen Ende der 1850er Jahre möglicherweise den Gedanken an einen Konzertsaal ausgelöst haben mögen, der allerdings nicht realisiert worden ist. (Löffler 1955, S. 42 f., 148, 245, 389, 397,404, 500) 445 Spielstätten Das Große Opernhaus am Zwinger Dieses nach den Plänen von Matthäus Daniel Pöppelmann an einen Zwingerpavillon angebaute Opernhaus erlebte anlässlich der Vermählung des sächsischen Kronprinzen Friedrich August mit der österreichischen Erzherzogin Maria Josepha nach knapp ein jähriger Bauzeit im Jahre 1719 seine festliche Eröffnung. Mit etwa 2000 Plätzen war es das damals größte Theater in Deutschland. Seine Glanzzeiten als Opernhaus von eu ropäischem Rang erlebte es während der Ara des Hofkapellmeisters Johann Adolf Hasse. Der Zuschauerraum, für dessen Ausgestaltung Balthasar Permoser sowie Alessandro und Girolamo Mauro verantwortlich zeichneten, verfügte über ein ansteigen des Parkett und drei Logenränge. Die Bühne - was interessant ist für die später zu tä tigenden Konzertarrangements - hatte eine Tiefe von 32 Metern und eine Portalbreite von 11,40 Metern. 1749 wurde das Haus unter der Leitung von Galli Bibiena umge baut, im Gefolge des Siebenjährigen Krieges aber zunächst als Spielstätte geschlossen und zum Magazin umfunktioniert. 1763 stellte man es wieder her und baute für das Orchester einen Resonanzboden ein; wenige Jahre später schloss es jedoch endgültig seine Pforten für musikalisches Theater. Das Hoftheater übersiedelte ins Moretti-Theater. (C 27) Das Große Opernhaus nutzte man zukünftig als Ball- und Redoutensaal, für repräsentative höfische Veranstaltungen sowie für besondere Konzerte, darunter regelmäßig seit 1826 - gewissermaßen die letzte Blütezeit - für die Konzerte zugunsten des Witwen- und Waisenfonds der Kapelle am Palmsonntag. (E) Während der Barri kadenkämpfe im Mai 1849 ist das Große Opernhaus abgebrannt. (Kummer 1938, S. 60 f., Hänsch 1986, S. 26) Die Presse im zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts betrachtete den Pöppelmannschen Theaterbau unter verschiedenen Aspekten. Er war trotz der seltenen Inan spruchnahme zweifellos noch immer ein kulturelles, gesellschaftliches Zentrum Dres dens. Es gebe, hieß es, keinen großartigem, erhebendem Eindruck [ ...] vom Leben in der Residenz als die großen Musikaufführungen unserer Königlichen Kapelle am Palmsonntag im Saale des alten Opernhauses, zu denen sich der kunstsinnige Hof, ein musikliebendes, gebildetes einheimisches Publikum und zahlreiche musikinteressierte Fremde trafen. (C 24) Die barocke Architektur und Ausgestaltung des Raumes - geprägt von Holz, Stuck, Leinwand und Ölfarbe (C 11) - eine glanzvolle Beleuchtung, die reich ge schmückten Logen der Königsfamilie und festlich gekleidete Menschen boten den Konzertabenden im allgemeinen einen äußerlich prachtvollen Rahmen. (C 14, 21, 24) Aber auch Negativa wurden nicht verschwiegen: die dumpfe, drückende Luft in dem nur selten benutzten Saal (C 15), die sehr abgenutzten, theilweise verwitterten Räume (C 21), die prächtigen, zum Theil verwitterten Tapeten und Drapierungen sowie die bedrohliche Gefahr eines plötzlichen Einsturzes und Entzündens der alten leichten Decken und Gewände. (C 24) 1846 konstatierte die NZfM folglich sogar eine allgemeine Abneigung gegen das baufällig geltende Opernhaus im Zwinger, welche nur bei dem Palmsonntags-Concerte der Mode weicht. (S 33) So schob man den mäßigen Publikumszuspruch am Palmsonntag 1847 darauf, dass der kurz vorhergegangene Brand des Theaters zu Karlsruhe die Abneigung gegen die Säle des Opernhauses im Zwinger vermehrt 'hatte. (S 36) Ein Problem stellte zwei 446 fellos die Beheizung des großen Gebäudes zu Zeiten der Palmsonntagskonzerte im Frühjahr dar. Im März 1845 war die Kälte so gravierend, dass man schon acht Tage und Nächte vor dem Konzerttag mit dem Heizen beginnen musste (aber die innere Glut der Empfindung und Begeisterung für die Musik hatte sich trotz Zähneklappern nicht beeindrucken lassen); der König selbst befahl sogar wegen der niedrigen Raumtempe ratur, entgegen jeglicher Etikette während des Konzerts Mäntel und Hüte weiter zu tragen. (C 17-21, S 6) Welche Auswirkungen diese Situation für die Spielfähigkeit der Kammermusiker und ihrer Instrumente hatte, blieb freilich unerwähnt. Allgemein sprach man davon, das Haus würde viele Menschen fassen. (C 10) Die konkreteren Angaben zur Kapazität reichen in den hier verfügbaren Presseberichten von 1500 (C 11) bis zu - ins Reich der Fantasie zu verweisenden - 6000 Plätzen (C 24); eine Palmsonntags-Kritik von 1846 erwähnte - der Realität sehr nahe kommend - bei vollem Hause 2100 Zuhörer. (S 8, vgl. S 9) Der Raum war für Konzerte geteilt in zwei von Logenreihen umgebene Säle für 1200 und 1500 Zuhörer; der kleinere Teil stand dem Publikum für die öffentlichen Generalproben zur Verfügung, der größere schloss das hoch ansteigende Orchester fü r etwa 400 Personen ein. (C 12) 1847 sprach man von ei ner Teilung des großen Saales in zwei Sektionen, von denen die vordere für Publikum und Orchester zu denken wäre; bei gesteigertem Platzbedarf zu den Palmsonntags konzerten sollte die Umrüstung des Raumes in eine größere Variante möglich sein. (C 25, C 26, D 26, G 3) Die Zugänge für die königliche Familie, die Zuschauer und die Mitwirkenden, die Lage der Garderoben und die Bühne wurden noch 1938 plastisch beschrieben. (C 11) Als 1847 die Einrichtung von Abonnementskonzerten im Großen Opernhaus diskutierte wurde, richtete der Vorsitzende der Königlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft, von Wietersheim, einen Beschwerdebrief an den Minister des Königlichen Hauses, weil für das Publikum der Zugang durch die Gallerie der Säugethiere projectiert worden sei. Die dafür notwendigen Umbauten und Umgruppierun gen des Museumsbestands sowie dessen Beeinträchtigungen durch den Publikums verkehr seien zwar für ein jährlich einmaliges Konzert am Palmsonntag tolerierbar, schrieb er, eine mehrfache Inanspruchnahme dieser Art durch die Abonnementsserie aber hätte den Ruin dieses Theils der zoologischen Sammlung zur Folge, und er plädierte entweder für eine Unterbindung der Konzertpläne oder für die Zuweisung neuer Räumlichkeiten für die kostbaren Bestände. (D 28) Die Akustik wurde als günstig für Sänger und Holzbläser charakterisiert. (C 16) Kietz, vermutlich etwas euphorisiert durch Wagners Darbietung von Beethovens 9. Sinfonie, stellte 1846 die hervorragende Akustik in dem alten wundervollen Saale heraus (C 24a), die man 1848 für die Abonnementskonzerte durch eine spezielle Konzertdeko ration, allerdings ohne Abdeckung nach oben, noch zu verbessern gedachte. (C 26) Die leinwandene Decke des Saales und Bretter an Decken und Wänden allerdings sollen dämpfend und tonschluckend gewirkt haben, worunter besonders die Pauken und die Violinen gelitten haben mochten (C 10, 12, 13, 15, 16); die Blechbläser dagegen sind anscheinend bevorteilt gewesen. (C 16) In dem großen Raum habe der Ton, besonders bei größeren Besetzungen, viel Zeit zu seiner Entfaltung benötigt; im Semper'schen Hoftheater seien dagegen die Verhältnisse günstiger gewesen. (C 35) 447 Im Großen Opernhaus am Zwinger spielte die Königliche musikalische Kapelle zwischen 1817 und 1849 etwa 30 große Konzerte, manche aus höfischen Anlässen, die überwiegende Anzahl jedoch für den Witwen- und Waisenfonds des Orchesters am Palmsonntag. Das Königliche Theater, auch Kleines Hoftheater/Moretti-Theater Der 1755 als Privattheater mit ca. 350 Plätzen von dem mit einem Gastspielprivileg be günstigten Theaterunternehmer Pietro Moretti nach Plänen von Julius Heinrich Schwarze und Christian Gottlob Reuß auf dem heutigen Theaterplatz, im damaligen Italinischen Dörfchen, errichtete, zunächst „Komödienhaus" genannte Bau wurde 1765 vom Hof übernommen, 1783 (nach Hänsch 1986, S. 26 f., Kummer 1938, S. 57) umgestaltet und die Platzkapazität auf 814 erweitert. Der Zuschauerraum bot Parkett und drei lyraförmig verlaufende Ränge an. Bauliche Mängel und das Verhalten mancher Besucher während der Vorstellungen wurden kritisiert. Das Orchester saß ebenso be engt wie das Publikum, dieses zumindest in Orchesternähe. (C 27, C 28) Durchaus vorhandene und auch erforderliche Umbaupläne des mittlerweile in den 1820er Jah ren, vielleicht wegen seiner grünlichen Ausmalung (oder auch wegen seiner Lage an der „Schimmelallee") Schimmelpastete genannten Hauses sind immer wieder aufge schoben und schließlich nicht realisiert worden. (Hänsch 1986, siehe C 27a) Dennoch diente das Morettitheater - übrigens damals das einzige bespielbare Theater in Dres den - Oper, Schauspiel und auch Konzerten als Aufführungsort, bis es 1841 dem ers ten Semper'schen Hoftheater weichen musste. Das Moretti-Theater war die Wirkungs stätte u.a. der Kapellmeister Johann Gottlieb Naumann, Ferdinando Paer, Francesco Morlacchi, Carl Maria von Weber und für fünfzehn Jahre auch noch von Carl Gottlieb Reißiger. Friedrich Kummer gab eine Beschreibung des Hauses. (C 27). Eine zufällig aufge fundene, amüsante Geschichte aus einer Opemvorstellung schildert einige, sicher häu figer auftretende, wohl in der Enge der Sitzanordnung begründete Zuschauerprob leme. (C 28) Einen kurzen Bericht über die ganz eigene Theater-Atmosphäre bringt die Institutionsgeschichtliche Studie, Anm. 24 Die Königliche musikalische Kapelle spielte hier zwischen 1817 und 1841 etwa 25 Konzerte, darunter zahlreiche Wohltätigkeitskonzerte. Als prominentester Gast auf diesem Podium musizierte 1829 Paganini an vier Abenden mit dem Orchester. Das Königliche Hoftheater (Erster Semperbau) Das Königliche Hoftheater für Schauspiel und Oper wurde nach den Plänen von Gott fried Semper erbaut und 1841 eröffnet. Der glanzvolle Bau erregte sogleich deutsch landweit Bewunderung (C 39): Pracht der Ausstattung, Größe der architektonischen Form und monarchische Repräsentation gehörten zu den allgemein und beständig gepriesenen Eigen schaften des Neubaus. (C 39a) Das neue Haus sollte aber nicht nur der Darstellung ge krönter Macht dienen, sondern ebenso einen wesentlichen Einfluß au f die Erhöhung des Geschmacks und der Civilisation im Volke zu üben bestimmt sein. (Verhandlungen des 448 Landtages im Königreich Sachsen. Landtags-Acten, Abi. 1, Königl. Mittheilungen an die Kammern 1839/1840, Bd. 1, Dresden 1840, S. 263 ff. Zitiert aus dem Vorwort zu: Semper 1849, S. 12) Eine solche Zielsetzung traf durchaus auch auf die Konzerte der Königlichen musikalischen Kapelle zu, die alsbald hier eine Heimstatt fanden, (über die notwendigen Einrichtungen dafür siehe D 30) Dieses Hoftheater ist 1869, wie zwanzig Jahre zuvor schon das Große Opernhaus am Zwinger, einem Brand zum Op fer gefallen. Zum Inneren des Gebäudes gaben Friedrich Kummer (C 29) und Wolfgang Hänsch (C 29a) Schilderungen. (C 29, C 40) Die Presse bedauerte, dass die Kapazität - Kummer spricht von 1800, Hänsch von 1750 Plätzen - sowohl für das Publikum als auch für die Ausführenden viel geringer sei als im Großen Opernhaus (C 32); ähnlich große Chor besetzungen in Konzerten wie dort seien hier nicht mehr möglich (C 33), so dass für den Sommer der Umzug in eine Kirche empfohlen wurde. (C 36, C 37) Gerade im Hin blick auf die notwendig gewordene Umsiedlung der Palmsonntagskonzerte, die nach dem Brand des Großen Opernhauses unabdingbar wurde, herrschte Skepsis: Das Thea ter bietet weder dem Orchester, wie es im alten Opernhaus war, noch fü r die Zuhörer in der Menge, wie sie das Palmsonntagskonzert besuchten, ausreichenden Raum dar. (C 32) Außer dem erachtete man das Haus nicht für publikumsfreundlich. (C 34) Hinsichtlich der Akustik, mit der sich Semper intensiv auseinandergesetzt hat (C 29b, C 41) - er be trachtete den Theatersaal al