Content

Eberhard Steindorf - Biographische Notizen in:

Eberhard Steindorf

Die Konzerttätigkeit der Königlichen muskialischen Kapelle zu Dresden (1817-1858), page 960 - 962

Institutionsgeschichtliche Studie und Dokumentation

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4155-0, ISBN online: 978-3-8288-7015-4, https://doi.org/10.5771/9783828870154-960

Series: Dresdner Schriften zur Musik, vol. 11

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Eberhard Steindorf - Biographische Notizen Geboren 1938 in Leipzig. Abitur in Zwickau. 1957 bis 1959 Studium der Kirchenmu sik in Dresden und 1959 bis 1962 der Musikwissenschaft in Leipzig. 1962 Musikdra maturg am Thomas-Müntzer-Theater der Lutherstadt Eisleben und ab 1963 Drama turg für Oper und Konzert am Städtischen Theater Chemnitz (damals Karl-Marx Stadt). 1969 als Gast und von 1971 bis 2004 im festen Engagement Konzertdramaturg, seit 1987 auch Konzertmanager der Sächsischen Staatskapelle Dresden und Leiter des Konzertwesens an der Sächsischen Staatsoper Dresden/Semperoper. In den Jahren 1992 bis 2004 persönlicher Referent der Chefdirigenten Giuseppe Sinopoli und Bernard Haitink. Von 1979 bis 2004 stellvertretender Vorsitzender des Beirats für die „Kammermusik der Sächsischen Staatskapelle Dresden". 2004 Pensionierung. 2013 Ehrenmitglied der Sächsischen Staatskapelle Dresden. 2016 Promotion. 1976 bis 1989 Lehrauftrag für Musikgeschichte an der Hochschule für Musik „Carl Maria von We ber" Dresden sowie 1978 bis 1988 musikwissenschaftliche Vorträge und Seminare an der Bergakademie Freiberg. Deutsche Übersetzungen der Opern „Madame Butterfly" von Giacomo Puccini (zusammen mit Harry Kupfer, Klavierauszug Henschelverlag, Berlin 1975) und „Unser Mann in Havanna" von Malcolm Williamson (zusammen mit Erhard Warneke, VEB Lied der Zeit, Berlin, 1966; nach 1991 Lied der Zeit GmbH im Roba Music Verlag). Aktivitäten als Chorleiter und Organist. Herausgeber und Verfasser mehrerer Bücher und Schriften über die Sächsische Staatskapelle Dresden; zum gleichen Gegenstand Artikel in Zeitungen und Zeit schriften, Interviews und Gestaltung von Sendungen für den Rundfunk. Verfasser von Einführungstexten für Konzertprogramme, Schallplatten und CDs. Speziell bei Hänssler Profil in der Edition Staatskapelle Dresden redaktionelle Mitarbeit und Autor von Booklets, die die musikhistorischen Bezüge von Dirigenten, Solisten, Kompo nisten und Werken zur Sächsischen Staatskapelle ins Zentrum der Betrachtung rücken (u.a. Aufnahmen von Fritz Busch, Karl Böhm, Rudolf Kempe, Franz Konwitschny, David Oistrach, Kyrill Kondraschin, Herbert Blomstedt, Sir Colin Davis, Giuseppe Sinopoli und Bernard Haitink). Wiedererschließung zahlreicher Partituren nach Autographen, alten Drucken und Manuskripten des 16.-19. Jahrhunderts aus dem so genannten „Kapellarchiv" der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und aus dem Sächsischen Hauptstaatsarchiv Dresden für Sinfonie- und Sonderkonzerte sowie die „Kammermusik der Sächsischen Staatskapelle Dresden", u.a. Werke von Rogier Michael, Vincenzo Albrici, Johann David Heinichen (u.a. auch Herausgeber der Kantate Clori e Tirsi in der Reihe Musik der Dresdner Hofkapelle, Zentralantiquariat der DDR, Leipzig 1982), Antonio Lotti, Johann Friedrich Fasch, Johann Gottlieb Nau mann, Joseph Schuster, Ferdinando Paer, Francesco Morlacchi, Carl Maria von We ber, Heinrich Marschner, Giuseppe Antonio Rolla und Anton Bernhard Fürstenau, sowie von Jan Dismas Zelenka das Requiem D-Dur für August den Starken (1733, erschienen bei Breitkopf & Härtel, Leipzig 1982), und von Johann Adolf Hasse - ne ben anderen Werken - die um 1780 entstandenen, drei letzten großen Messen für die Dresdner Hofkirchenmusik in g-Moll, Es- und D-Dur. 960 In der Schriftenreihe Dresdner Schriften zur Musik, herausgegeben von M atthias H errm ann, sind bisher erschienen: Vitus Froesch Die Chormusik von Rudolf M auersberger Eine stilkritische Studie Dresdner Schriften zur M usik | Band 1 ISBN 978-3-8288-3064-6 220 Seiten, Hardcover, 2013 Johannes Voit Klingende Raum kunst Imaginäre, reale und virtuelle Räum lichkeit in der Neuen Musik nach 1950 Dresdner Schriften zur M usik | Band 2 ISBN 978-3-8288-3261-9 332 Seiten, Hardcover, 2014 Boris Kehrmann Vom Expressionism us zum verordneten „Realistischen M usik theater" W alter Felsenstein - Eine dokumen tarische Biographie 1901 bis 1951 Dresdner Schriften zur M usik I Band 3 in zwei Bänden ISBN 978-3-8288-3266-4 1372 Seiten, Hardcover, 2015 Romy Petrick „War ich gut?" Der Dresdner Nachkriegsregisseur Erich Geiger Dresdner Schriften zur M usik | Band 4 ISBN 978-3-8288-3660-0 312 Seiten, Hardcover, 2015 ■ »War ich gut?« Der Dresdner Nachkriegsregisseur Erich Geiger ■ n Manuel Gervink, Robert Rabenalt (Hrsg.): Filmm usik und Narration Über M usik im filmischen Erzählen Dresdner Schriften zur M usik | Band 6 ISBN 978-3-8288-3682-2 254 Seiten, Hardcover, 2017 Wolfram Steude (hrsg. von M atthias Herrmann) Heinrich Schütz - Mensch, W erk, W irkung Texte und Reden Dresdner Schriften zur M usik | Band 7 ISBN 978-3-8288-3840-6 358 Seiten, Hardcover, 2016 Vitus Froesch Franz Herzog - ein Kruzianer in Göttingen Chordirigent und Kom ponist Dresdner Schriften zur M usik | Band 10 ISBN 978-3-8288-3954-0 176 Seiten, Hardcover, 2017

Chapter Preview

References

Zusammenfassung

Der Sächsischen Staatskapelle Dresden wird als Opern- wie als Konzertorchester hohe internationale Anerkennung gezollt. Während die 1548 gegründete kurfürstliche Hofkapelle schon seit dem 17. Jahrhundert der Bühne verpflichtet war, bildete sie als Königliche musikalische Kapelle ihre Qualitäten auf dem Konzertpodium in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kontinuierlich und in erstaunlichem Umfang aus – eine Entwicklung, die bisher weitgehend unerforscht geblieben ist. Die vorliegende Dokumentation gibt, vorwiegend anhand von Presse- und Archivmaterial, einen Überblick über Daten, Programme, Interpreten, Konzertformen, Säle, Veranstalter, interne und äußere Vorgänge, künstlerische Leistungen und Bedingungen, kritische Wertungen und Publikumsresonanz in den Jahren zwischen 1817 und 1858, als die Kapellmeister Morlacchi, Weber, Wagner und Reißiger an der Spitze des Orchesters standen. Eine vorangestellte Studie weist auf die Tradition der Kapelle und das institutionelle und künstlerische Gefüge hin, in dem sich ihre Konzertaktivitäten vollzogen.