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1.3 Register der Komponisten und Interpreten in:

Eberhard Steindorf

Die Konzerttätigkeit der Königlichen muskialischen Kapelle zu Dresden (1817-1858), page 305 - 419

Institutionsgeschichtliche Studie und Dokumentation

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4155-0, ISBN online: 978-3-8288-7015-4, https://doi.org/10.5771/9783828870154-305

Series: Dresdner Schriften zur Musik, vol. 11

Tectum, Baden-Baden
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1.3 Register der Komponisten und Interpreten Das Register enthält im ersten Teil die Namen von etwa 280 Komponisten, deren Werke in den Konzerten der Königlichen musikalischen Kapelle zwischen 1817 und 1858 erklungen sind - sowohl in den von ihr selbst und von der Generaldirektion ver anstalteten Konzerten als auch in solchen anderer Veranstalter, die die Kapelle für die Mitwirkung gewonnen hatten. Der zweite Teil des Registers erfasst die Namen von etwa 450 Mitwirkenden: Dirigenten, Vokal- und Instrumentalsolisten, Rezitatoren, Chören und Mitgliedern anderer Orchester. Allein die Auflistung der Namen zeigt, dass sich in der Konzerttätigkeit der Königlichen musikalischen Kapelle Dresden als ein Zentrum europäischer Musikkultur widerspiegelt. Bei einer Reihe der Komponisten von besonderem Belang, darunter die Dresdner Hofkapellmeister, Konzertmeister und Kammermusiker der Kapelle, werden die Werke und ihre Aufführungsdaten nach Gattungen geordnet, wenngleich auf Kosten der Aufführungschronologie; bei den übrigen sind die Aufführungsdaten chronolo gisch vermerkt. Es sind die Daten, Komponisten und Interpreten aller aufgeführten Werke erfasst, also auch von Liedern, Solovorträgen, Kammermusik und A-cappella- Chören. Die Ziffern in Klammern hinter den Komponisten-Daten geben an, wie viele Werke eines Komponisten in dem jeweiligen Programm gespielt wurden. Nicht für alle Künstler konnten, auch bei Zuhilfenahme diverser Lexika aus dem 19. Jahrhundert, Lebensdaten oder biographische Hinweise ermittelt werden. Angaben zu den meisten Komponisten und Interpreten, vor allem den heute kaum oder gar nicht mehr bekannten, dürften - soweit auffindbar - von Interesse sein; für eine Reihe von Komponisten, zum Beispiel für die großen Klassiker und Romantiker des In- und Auslands, beschränken sie sich auf ein Minimum oder entfallen bis auf die Lebensda ten ganz. Selbst die kurzgefassten biographischen Hinweise können deutlich machen, wie reich und vielfältig sich nationales und internationales kompositorisches und interpretatorisches Schaffen gezeigt hat, welche Fülle an bemerkenswerten Künstlerper sönlichkeiten (aber nicht nur diese) sich in Dresden einfand, die zum Teil herausra gende Positionen als Solisten, Dirigenten und Orchestermusiker im damaligen Musik leben deutschland- und europaweit einnahmen, welche Musizierbereitschaft ihnen ein Orchester wie die Königliche musikalische Kapelle entgegenbrachte, welch - mehr oder weniger - interessante Begegnungen Musiker und Publikum erwarten durften, wie Ruhm sich über die Zeiten erhält; freilich auch, wie er verblassen oder ganz verge hen kann. 1.3.1 Die Komponisten Übersicht Die Dresdner Hofkapellmeister zwischen 1548 und 1858 waren, dank der „historischen Konzerte" und eines gewissen, allmählich wachsenden Traditionsbewusstseins von Jo hann Walter bis Carl August Krebs als Komponisten vertreten, wenn auch naturgemäß mit höchst unterschiedlichen Anteilen. So tauchten Walter, Peranda, Schütz, Heinichen, Hasse und Schuster ein- bis zweimal auf, Lotti immerhin fünfmal. Naumanns Popularität 305 noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zeigte sich in 15 Aufführungen, sein Nach folger Paer war mit 13, Morlacchi mit 24, Wagner mit acht, Musikdirektor Rastrelli mit 12 Aufführungen vertreten. Weber erreichte nahezu 70 Wiedergaben, Reißiger stand - als Dirigent beliebt, geschätzt und versiert und als Leiter vieler Musikalischer Akademien mit seinem breitgefächerten kompositorischen Schaffen von deren Veranstaltern möglicher weise besonders umworben - mit über 70 an der Spitze; Krebs, sein Kollege der fünfziger Jahre, kam auf nur 4 Aufführungen. Auch fast 25 Kammermusiker der Königlichen musikalischen Kapelle traten als Kom ponisten meist konzertanter, oft betont virtuoser Stücke für verschiedene Soloinstrumente - zum eigenen Gebrauch oder für Orchesterkollegen - in Erscheinung: unter anderen der Cellist F. A. Kummer etwa 50-, der Flötist A. B. Fürstenau etwa 40-, Konzertmeister Schu bert etwa 35-, der Cellist Dotzauer an die 20-, die Konzertmeister Rolla elf-, Polledro sie ben- und Lipinski sechsmal. Mit nahezu 160 Aufführungen führt Beethoven die Liste der bedeutenden deutschen Komponisten an, gefolgt von Mozart mit circa 120, Mendelssohn mit über 70, Haydn mit etwa 45 und - ein Zeitspiegel - erstaunlicherweise Spohr mit über 30. Schubert trat zu nehmend mit Liedern und Liedtranskriptionen, spät erst mit einer Sinfonie in Erschei nung. Bach und Händel schlagen mit etwa je 20 zu Buche; Meyerbeer kam auf über, Schumann blieb unter zehn. Zu nennen sind zudem M. Haydn, Gluck, F. Hiller, Kreutzer, Lachner, Loewe oder Nicolai. Dafür, dass virtuose Literatur auch von deutschen Kompo nisten gefragt war, stehen Namen wie Thalberg (fast 30 Aufführungen), Moscheies (fast 20), Hummel (etwa 15) oder Kalkbrenner (etwa 10). Es gab, wie das Register ausweist, eine Vielzahl von Kleinmeistern, die gespielt wurden, darunter auch Dresdner wie die Kreuz kantoren Agthe, Otto und Uber oder der vielseitige, u.a. als Musikschriftsteller tätige von Miltitz. Besonders die Programme der Musikalischen Akademien weisen aus, in welchem Maße die italienischen Opernkomponisten tatsächlich die musikalische Szene (den Publi kumsgeschmack wie die Präferenzen der vokalen Solisten und Solistinnen) mitbestimm ten. Rossini war mit nicht weniger als 85 Wiedergaben - in der übergroßen Mehrzahl Arien und Ensembles, weniger Ouvertüren - vertreten. Mit bei weitem nicht ähnlich ho hen, aber doch teils beachtlichen Aufführungszahlen sind Bellini, Donizetti, Spontini und Mercadante zu nennen, gefolgt von Cimarosa und zahlreichen, heute in der Praxis fast oder längst ganz vergessenen Komponisten - beispielsweise Salieri, Stradella, Fassano, Pacini, Sacchini, Puccita, Righini, Vacchai oder Caraffa; Verdi taucht kaum und erst spät auf. Ausnahmsweise warf man in Kapellkonzerten einen Blick auf die Historie mit Lassus, Palestrina, Pergolesi und A. Scarlatti. Natürlich war Paganini - insgesamt vierzehnmal zu hören. Großer Beliebtheit erfreuten sich offensichtlich die Ouvertüren des langjährig in Frankreich wirkenden Italieners Cherubini (über 30 Aufführungen). Unter den Franzosen selbst dominierte, begründet durch seine eigenen Dresdner Konzerte, in den Auffüh rungszahlen Berlioz. Auch F. C. David profitierte von seinen persönlichen Auftritten als Dirigent. Während die französischen Opernkomponisten - Mehul, Auber, Adam, Boieldieu - nur selten vertreten waren, brachten sich Virtuosen wie Vieuxtemps, Herz oder Rode eher zur Geltung. Das Spektrum der Namen ist jedoch auch hier - wie bei den deut schen und italienischen - viel breiter als die wenigen genannten vermuten lassen. Dies trifft auch zu, wenn man den Blick auf andere europäische Länder weitet: Ungarn - Liszt, 306 Belgien - Beriot, Polen - Chopin, Britannien - Field und Osborne, Russland - Glinka, Bortnianski, Lwow und Rubinstein, Skandinavien - Gade, Bull und Kunzen, Tschechien - Reicha, Kalliwoda, Krommer und Vorisek. Interessant ist es, einen Blick auf die Zeitspanne zu werfen, während der - in Auswahl - einzelne Komponisten in den Programmen vertreten waren, was etwas aussagt über Präsenz, über eine gewisse Kontinuität oder vorübergehende Modeerscheinungen, natür lich aber nichts über die Anzahl der Aufführungen; diese ist aus dem nachfolgenden Re gister ablesbar: Deutsche J. S. Bach: zwischen 1833 und 1858, Beethoven: zwischen 1817 und 1858, Händel: zwi schen 1818 und 1857, J. Haydn: 1817/1857, Mendelssohn Bartholdy: 1835/1858, Mozart: 1818/1857, Naumann: 1817/1853, Schubert: 1835/1856 (orchestral erst 1850), Schumann: 1838/1858, Spohr: 1826/1855 Einige Virtuosen: Hummel: 1824/1848, Kalkbrenner: 1825/1837, Moscheies: 1824/1853, Thalberg: 1830/1854 Italiener Bellini: 1832/1857, Cimarosa: 1819/1839, Donizetti: 1832/1855, Mercadante: 1826/1844, Nicolini: 1819/1839, Rossini: 1818/1858, Spontini: 1824/1856, Verdi: 1850/1855, Cheru bini: 1819/1857 Franzosen Adam: 1846/1848, Auber: 1835/1836, Berlioz: 1843/1854, Boieldieu: 1853, Vieuxtemps: 1837/1854 Polen Chopin: 1835/1855 Ungarn Liszt: 1839/1857 (orchestral erst 1857) Namen und biographische Angaben Adam, Adolphe (1803-1856) Französischer Opernkomponist, Organist und Pianist, Literat und Kritiker, gesuchter Klavierpädagoge, 1817 Schüler von Anton Reicha und Adrien Boieldieu am Pariser Conservatoire, wird bekannt als Orgelimprovisator, 1829 Debüt als Opernkomponist, nachfolgend große Erfolge mit Bühnenwerken, 1847 Gründung eines eigenen Theaters, nach dessen Schließung Professor am Conservatoire, komponierte Opern, Ballette, Kir chenmusik, Kammer- und Klaviermusik, Lieder, Opernpotpourris 16.2.1846 - 29.1.1856 Agthe, Friedrich Wilhelm (1796-1830) Ausbildung in Sangerhausen und Weimar, Lehrer für Klavier und Gesang im Hause des Sächsischen Kabinettsministers Graf von Einsiedel, Dresdner Kreuzkantor 1822 bis 1828, komponierte Kirchen- und Klaviermusik, Lieder, ein Hornkonzert 29.11.1822 307 Aiblinger, Johann Caspar (1779-1867) Wirkte zunächst in Italien, 1819 Kapellmeister der Italienischen Oper, 1826 Hofkapell meister und 1837 Leiter der Kirchenmusik an der Allerheiligenhofkirche München, schrieb Kirchenmusik, Opern, Lieder, Gesänge 23.12.1836 Alard, Delphin (1815-1888) Schüler von Frangois Antoine Habeneck (Violine) und Frangois-Joseph Fetis in Paris, 1843 bis 1875 Professor am Conservatoire (u.a. Lehrer von Pablo de Sarasate), 1858 So loviolinist der Kapelle Napoleons III., umfangreiche kammermusikalische Aktivitäten, Kompositionen und Arrangements für Violine 26.2.1856 Anacker, August Friedrich (1790-1854) 1821 Dom- und Stadtkantor sowie Gymnasiallehrer in seiner Vaterstadt Frei berg/Sachsen, 1823 Gründer der dortigen Singakademie, Reorganisator des traditio nellen Bergmusikkorps, gut bekannt mit Reißiger, Wagner und Mendelssohn, sein Bergmannsgruß gilt als eines der populärsten Chorwerke des 19. Jahrhunderts, schrieb Kantaten, Chöre, ein- und mehrstimmige Lieder, Orgel- und Klavierstücke, Ouvertü ren, Märsche 27.1.1833 - 8.2.1833 - 7.2.1834 - 7.11.1834 - 24.2.1841 - 7.11.1842 Arabische Elegien (mit arabischen Originaltexten) 25.4.1836 Arnaud, Jean Etienne Guillaume (1807-1863) Gesangslehrer in Marseille, Komponist vornehmlich von Romanzen und Chansons 29.1.1857 Artöt, Alexandre (1815-1845) Belgischer Violinvirtuose, seit 1824 Schüler am Pariser Konservatorium, Konzerte in Brüs sel, London, Italien, Russland und Amerika, schrieb virtuose Literatur für die Geige 6.2.1844 - 8.2.1844 -16.2.1844 Auber, Daniel Frangois Esprit (1782-1871) Nach einer Londoner Lehre im Kunsthandel volle Hinwendung zur Musik, Kompositionen seit dem 11. Lebensjahr, 1811 Debüt als Opernkomponist, danach Kompositionsunterricht bei Luigi Cherubini und Adrien Boieldieu, seit 1820 Operner folge, nationale Popularität und schließlich Weltgeltung, 1842 Direktor des Pariser Conservatoire, 1857 Kaiserlicher Hofkapellmeister, komponierte Opern, Konzerte, Kammermusik, Romanzen 9.2.1835 - 25.4.1836 Babnigg, Emma (biographische Angaben siehe Interpreten) 19.4.1847 Bach, Johann Sebastian (1685-1750) Geistliche Musikfür Singstimmen und Orchester Matthäuspassion 31.3.1833 -12.4.1840 Arie aus der Matthäuspassion 28.7.1850 Weihnachtsoratorium 30.1.1858 - 28.3.1858 Messe h-Moll 28.10.1850 308 Motette „Singet dem Herrn ein neues Lied" 22.1.1848 - 8.3.1848 - 28.7.1850 Orchester Suite für Streichorchester (siehe Anm. bei 8.11.1852) 8.11.1852 - 9.2.1853 - 29.8.1853 - 7.11.1855 - 7.11.1856 Konzert: Konzert für drei Klaviere 7.1.1845 Klavier oder Orgel: 30.1.1836 -18.2.1836 - 8.10.1846 - 28.7.1850 -17.5.1853 Balfe, Michael William (1808-1870) Aus Dublin stammender Komponist, Sänger und Theaterunternehmer, erfolgreich in Europa mit seinen Opern und als Sänger in Paris, London und verschiedenen italieni schen Städten, komponierte auch Ballette, Kantaten, Balladen, veröffentlichte Ge sangslehren 7.1.1837-25.2.1850 Ban(c)k, Carl (1809-1889) Studium u.a. bei Carl Friedrich Zelter und Friedrich Schneider, Liedkomponist, Gesangs lehrer und Musikschriftsteller, Kritiker in Magdeburg, Berlin und Leipzig, seit 1840 in Dresden, da auch Gesangslehrer, zeitweise Mitarbeiter in Robert Schumanns NZfM 28.10.1846 Bärmann, Carl (1810-1885) Schüler seines Vaters Heinrich Joseph Bärmann und dessen Nachfolger als 1. Klarinet tist der Münchener Hofkapelle, schrieb zahlreiche Klarinettenkompositionen, Verfasser einer grundlegenden Klarinettenschule 11.12.1843 Bärmann, Heinrich Joseph (1784-1847) Einer der führenden Klarinettisten seiner Zeit, 1789 Klarinettist der Preußischen Leib garde, 1807 Erster Klarinettist der Münchener Hofkapelle, Konzertreisen in viele euro päische Länder, Freund Carl Maria von Webers und glänzender Interpret von dessen, fast ausschließlich ihm gewidmeten Werken für Klarinette, auch Mendelssohn und Meyerbeer komponierten für ihn 30.12.1823 Bärmann (o.A.) 3.3.1824 - 5.4.1853 Bazzini, Antonio (1818-1897) Schlug 1836 auf Paganinis Empfehlung die Virtuosenlaufbahn ein, seit 1842 ausge dehnte Kunstreisen als einer der angesehensten Geiger Europas, 1852 Wohnsitz in Pa ris, seit 1862 in seiner Vaterstadt Brescia, 1873 Lehrer, 1892 Direktor des Konservatori ums Mailand, einer der Lehrer Giacomo Puccinis, komponierte Kammermusik, Ou vertüren, eine Sinfoniekantate, Psalmen 29.1.1857 Becker, Constantin Julius (1811-1859) Ausbildung in Freiberg, danach dort Lehrer, 1834 in Leipzig Philosophiestudien und Kontrapunktunterricht, 1837 Eintritt in die Redaktion von Robert Schumanns NZfM, zeitweise deren Schriftleiter und bis 1846 Autor, seit 1843 Gesangs- und Kompositi onslehrer in Dresden, 1846 Rückzug auf seine Besitzung in Oberlößnitz (heute Rade beul bei Dresden), veröffentlichte Schriften, Aufsätze und schrieb Lieder, Chöre, eine Oper, eine Sinfonie 12.1.1852 309 Beethoven, Ludwig van (1770-1827) Sinfonien Nr. 2: 30.4.1830 - 27.3.1836 -16.12.1848 - 27.8.1857 Nr. 3:12.4.1829 -17.9.1839 - 4.4.1841 - 22.1.1848 - 7.11.1848 - (5.5.1849, entfallen) 13.4.1851 - 21.9.1854 Nr. 4: 27.3.1831 - 27.8.1834 - 8.4.1838 - 9.8.1843 - 7.11.1843 - 25.2.1846 - 28.10.1848 - 7.11.1849 - 26.8.1851 -1.4.1855 - 2.9.1856 Nr. 5: 30.3.1828 - 23.3.1834 - 19.3.1837 - 20.3.1842 - 16.3.1845 - 8.3.1848 - 22.6.1849 - 26.8.1850 - 25.2.1852 - 9.4.1854 Nr. 6: 31.3.1844 - 22.7.1844 -19.8.1844 -18.11.1848 - 5.5.1855 - 29.8.1855 Nr. 7: 15.4.1832 - 24.3.1839 - 20.8.1841 - 5.2.1845 - 12.2.1848 - 23.4.1848 - 16.12.1848 - 24.3.1850 - 4.4.1852 - 21.2.1855 Nr. 8:12.4.1835 - 9.4.1843 -16.4.1848 - 21.2.1849 - 9.2.1853 - 5.4.1857 Nr. 9: 27.8.1838 - 7.11.1838 - 5.4.1846 - 28.3.1847 -1.4.1849 - 20.3.1853 -16.3.1856 - 28.3.1858 Sinfonie F-Dur (o.A.) 31.8.1852 Sinfonien o.A. 22.12.1821 - 8.2.1833 Ouvertüren „Die Geschöpfe des Prometheus" 25.3.1817 - 29.12.1835 -15.8.1853 (Klaviertranskription) „Egmont" 23.11.1821 -13.2.1835 -19.12.1838 -1.11.1840 - 28.8.1849 - 7.2.1854 „Coriolan" 4.4.1823 - 25.4.1834 - 28.1.1837 - 5.5.1843 - 20.5.1844 -16.1.1845 „Leonore" o.A. 23.12.1837 -13.8.1839 -17.9.1839 -12.4.1840 - 7.11.1842 -16.2.1844 „Leonore" Nr. 3 21.4.1838 „Die Weihe des Hauses" 27.8.1840 -1.4.1849 - 28.7.1850 „Zur Namensfeier" 1.11.1840 „König Stephan" 26.11.1849 - 2.5.1854 Ouvertüre C-Dur o.A. 15.12.1817 Ouvertüren o.A.14.3.1828 - 9.1.1829 - 18.2.1836 - 18.2.1836 - 23.12.1838 - 7.3.1840 - 13.2.1841 - 24.2.1841 - 8.2.1844 - 8.11.1847 Sonstiges „Wellingtons Sieg oder Die Schlacht bei Vittoria" (5.5.1849, entfallen) Ballett- und Schauspielmusik „Prometheus" 25.2.1857 -17.2.1858 - 2.9.1858 „Egmont" 17.10.1828 -14.2.1832 -17.1.1834 - 7.11.1844 -11.8.1845 - 25.2.1850 „Die Ruinen von Athen" 13.2.1850 - 5.3.1851 - 7.11.1856 Klavierkonzerte Nr. 3:14.12.1829 - 28.1.1837 - 25.11.1839 - 6.12.1854 Nr. 4: 16.1.1855 Nr. 5: 21.4.1834 -13.2.1840 - 27.2.1844 o.A. 10.3.1826 - 25.4.1836 Chorfantasie 23.11.1835 -1.3.1854 - 26.2.1856 Violinkonzert 17.9.1839 -1.3.1855 Chorsinfonik Missa solemnis 12.4.1829 (Kyrie und Gloria) -13.3.1839 -14.3.1843 „Christus am Ölberg" 4.4.1830 (italienisch) - 4.4.1841 - 5.4.1846 „Meeresstille und glückliche Fahrt" 21.2.1849 „Der glorreiche Augenblick", bearbeitet als „Preis der Tonkunst" (Rochlitz) 8.11.1852 310 Arien/Duette „Ah perfido” 28.2.1853 - 5.12.1853 - 7.11.1856 - 25.2.1857 aus „Fidelio" 25.2.1839 o.A. 17.9.1839 -19.4.1847 Lieder und Gesänge 17.2.1834 - 1.11.1836 - 20.2.1837 - 17.9.1839 - 25.11.1839 - 23.12.1840 (s.a. Hüttenbrenner) -11.12.1843 - 20.5.1844 (2) - 8.10.1846 - 8.11.1852 Klavier allein 4.2.1836 Violinsonate 19.3.1855 -1.12.1855 Kammermusik Quintett für Klavier und Bläser 4.2.1848 Sextett für zwei Hörner und Streicher 30.6.1847 Septett 13.2.1835 -19.2.1838 - 20.1.1842 Oktett 11.12.1843 ln Bearbeitungen Sinfonie nach dem Streichquartett op. 75 (Friedrich August Kummer) 23.12.1836 Klaviersonate „Pathetique" für Orchester (J. P. Schmidt) 13.8.1839 Werke O.A. 30.1.1836 - 9.12.1836 Bellini, Vincenzo (1801-1835) Seit 1819 Studium am Konservatorium Neapel, Debüt als Opernkomponist 1825, da nach sehr bald Beginn der erfolgreichen Karriere in Neapel, ab 1827 an der Mailänder Scala, nachfolgend Kompositionsaufträge auch aus Paris und London, komponierte außerdem Kantaten, Arien, Romanzen, Canzonetten 11.5.1832 (2) - 27.1.1833 - 1.3.1833 - 12.4.1833 - 19.4.1833 - 10.4.1834 - 21.4.1834 - 12.1.1835 - 25.1.1836 - 18.2.1836 - 5.10.1836 - 9.4.1839 - 16.11.1839 - 10.12.1839 (3) - 13.2.1840 - 22.3.1841 - 16.2.1844 - 21.5.1847 - 26.11.1849 - 15.3.1850 - 30.5.1850 - 26.8.1851 -11.2.1854 -16.1.1855 - 25.2.1857 Beilmann, Karl Gottlieb (1772-1862) Musikdirektor des Fürsten Pückler in Bad Muskau/Lausitz, seit 1813 Organist in Schles wig, Komponist des im 19. Jahrhundert sehr populären Schleswig-Holstein-Liedes 28.10.1846 Benedict, Julius (von) (1804-1885) Schüler Carl Maria von Webers in Dresden, 1823 Dirigent am Kärntnertortheater Wien, 1825 am Teatro San Carlo in Neapel, 1834 in Paris, seit 1835 in London in verschiede nen Dirigenten-Positionen, 1871 geadelt 4.4.1823 (2) - 6.2.1856 Berg, ConradMatthias (1795-1852) Als Geiger in Mannheim bei Ferdinand Fränzl ausgebildet, 1806 bis 1807 Klavierstu dien am Conservatoire Paris, damals Musiklehrer in Straßburg, tätig auch als Pianist, Musikschriftsteller und Komponist von Konzerten, Sonaten und Stücken für Klavier, Kammermusik, einer Kantate 11.2.1854 Beriot, Charles Auguste de (1802-1870) Belgischer Geiger mit Konzerten in vielen Ländern Europas, Erster Kammerviolinist des Königs von Frankreich, Sologeiger in der Kapelle des Königs der Niederlande, 1842 Lehrer am Konservatorium Brüssel, in den 1850er Jahren Erblindung und zuneh 311 mende Lähmung des linken Arms, Kompositionen ganz im Dienste seiner außerge wöhnlichen virtuosen Möglichkeiten 12.4.1833 - 24.1.1834 (2; s.a. Osbome) - 21.4.1834 - 23.11.1835 - 21.12.1835 - 4.3.1837 - 1.4.1837 - 30.4.1838 (s.a. Osborne) - 1.8.1838 (4) - 25.10.1839 (s.a. Osborne) - 6.2.1844 - 13.2.1844 Berlioz, Hector (1803-1869) Orchesterwerke Symphonie fantastique 10.2.1843 - 5.3.1851 Harold in Italien 17.2.1843 Ouvertüre „König Lear" 10.2.1843 Ouvertüre „Benvenuto Cellini" 17.2.1843 - 29.4.1854 -1.5.1854 Ouvertüre „Römischer Karneval" 29.4.1854 -1.5.1854 Reverie et Caprice 17.2.1843 Grande Symphonie Funebre et Triomphale 17.2.1843 - (5.5.1851, entfallen) Gesang und Orchester „Fausts Verdammnis" 22.4.1854 - 25.4.1854 „Romeo und Julia" 17.2.1843 - 29.4.1854 -1.5.1854 „Offertorium" aus der Großen Totenmesse 10.2.1843 -17.2.1843 „Sanctus" aus der großen Totenmesse 10.2.1843 „Die Flucht nach Ägypten" 29.4.1854 -1.5.1854 - 7.11.1854 „Die junge bretagnische Schäferin" 10.2.1843 „Die schöne Reisende" 17.2.1843 Cavatine aus „Benvenuto Cellini" 10.2.1843 Bertrand, Aline (1798-1835) Besuch des Pariser Konservatoriums, 1820 erster öffentlicher Konzertauftritt als Harfenistin, Kunstreisen in ganz Europa, gilt als eine der bedeutendsten Harfenvirtuosinnen des 19. Jahrhunderts (siehe auch Interpreten) 20.12.1828 (2) - 26.12.1828 (2) Beyer, Christian Albert, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) 6.12.1830-16.11.1833 (2) Beyer, Rudolph (Lebensdaten unbekannt) 10.2.1852 (2) Blahetka, Leopoldine (1811-1877) Österreichische Klavier- und Physharmonika-Virtuosin und Komponistin (Schülerin u.a. von Sechter, Czerny und Moscheies) mit Konzerten in Deutschland, Frankreich, England und Holland, lebte seit 1840 in Bologna, Klavierkompositionen zugeschnitten auf die eigene technische Brillanz 12.5.1826 Blangini, Giuseppe Felice (1771-1851) Seit 1797 Konzerte als Tenor in Frankreich und der Schweiz, 1805 Hofkapellmeister in München, danach des Königs von Westfalen, 1806 Kapellmeister von Napoleons Schwester Pauline, 1808 in Nizza, 1809 am Kasseler Hofe, 1817 Professor für Gesang am Pariser Conservatoire, schrieb Opern, Romanzen, Lieder 15.12.1817 Blankmeister, Emil (biographische Angaben siehe Interpreten) 4.2.1836 312 Blum(e), Carl Ludwig (um 1785-1844) Unterricht in Berlin auf dem Violoncello und in der Malerei, zunächst Sänger und Schauspieler in Erlangen, 1805 in Königsberg Theoriestudien und Ausbildung zum Gitarrenvirtuosen, 1815 in Wien Schüler Salieris, in der Kongresszeit als Komponist er folgreich, danach ebenso in Frankreich, Italien und London, 1820 in Berlin Hofkompo nist, Musiklehrer am Hofe, Sänger und seit 1823 Opernregisseur am Berliner Hofthea ter, tätig auch als Schriftsteller, Übersetzer und Dekorationsmaler, Verfasser einer Gi tarrenschule, schrieb Opern, Vaudevilles, Ballette, Lieder, Männerchöre, Musik für Or chester und verschiedene Instrumente, Bearbeitungen 25.3.1817 Bochsa, Robert Nicolaus Charles (1787-1856) Bereits in jungen Jahren erfolgreich als Harfenvirtuose und Komponist, 1813 Harfenist der Kaiserlichen Kapelle in Paris, 1817 in London, dort 1822 Mitbegründer einer Kon zertagentur und Professor an der Royal Academy of Music, seit 1827 unstetes Leben auf allen Kontinenten (starb in Sydney), beteiligt an der Weiterentwicklung der Har fentechnik, schrieb Opern, Ballette, Konzerte, Solostücke und Kammermusik für Harfe, Etüden, Transkriptionen, Lehrwerke 20.12.1828 (s.a. Durand) - 26.12.1828 - 7.11.1835 (3) Bohrer, Joseph Anton (1783-1863) Geiger in der Münchener Hofkapelle, seit 1805 Konzerte in mehreren europäischen Ländern, zum Teil mit seinem Bruder, dem Violoncellisten Max Bohrer, 1818 Mitglied der Berliner Hofkapelle, 1827 in Paris, 1831 Konzertmeister der Hofkapelle Stuttgart, 1834 der Hofkapelle Hannover, nach 1844 Konzertreisen mit seiner Tochter, der Pia nistin Sophia Bohrer, Kompositionen für Violine und für das Duo mit seinem Bruder 25.2.1825-28.12.1827 Boieldieu, Adrien Frangois (1775-1834) 1793 Debüt als Opernkomponist, seit 1796 in Paris, bald in der ersten Reihe der französischen Opernkomponisten, 1802 Professor für Klavier am Conservatoire, 1805 Kapellmeister am Zarenhof Alexanders I., nach der Rückkehr nach Paris Kammer komponist des französischen Königs, 1817 Direktor des Conservatoire, komponierte auch Konzerte, Klavierwerke, Romanzen 5.12.1853 Bononcini, Giovanni Battista (1670-ca. 1750) 1688 Kapellmeister in Bologna, 1692 in Rom, 1700 in Wien, 1702/03 in Berlin, 1720 in London (ein Rivale Händels), später in Paris, erneut in Wien und Italien, Komponist von Instrumental- und geistlicher Musik sowie Opern 12.4.1833 Bordogni, Marco (1788-1856) Schüler von Simon Mayr, Sänger in italienischen Kirchen und Theatern, 1819 Tenor an der Italienischen Oper in Paris, Gastspiele in Spanien, dann Professor für Gesang am Konservatorium in Paris, schrieb weit verbreitete Studienwerke, Vokalisen und Solfeggien 25.2.1839 Bortnjanski, Dmitri Stepanowitsch (1751-1825) Schüler von Baldassare Galuppi in Petersburg, erste Opernerfolge in Italien, 1779 Leiter des Hofchors in Petersburg, 1796 der Kaiserlichen Kapelle, Staatsrat, komponierte ita lienische und französische Opern, Sinfonien, Kammer- und Klaviermusik, liturgische Musik, geistliche Lieder, populäre A-cappella-Sätze 19.7.1858 313 Briccialdi, Giulio (1818-1881) Bereits als Siebzehnjähriger Flötenlehrer an der Accademia di Santa Cecilia Rom, nach 1836 tätig in Neapel, Mailand und Wien, als Flötenvirtuose Gastspiele in Europa und Amerika, seit 1870 Professor in Florenz, Bravourkompositionen für sein Instrument, Unterrichtswerke, intensive Bemühungen um die technische und klangliche Weiter entwicklung der Flöte 26.8.1850 -12.1.1852 - 31.8.1852 - 29.1.1856 Buddeus, Eduard (biographische Angaben siehe Interpreten) 16.12.1842 Bull, Oie Bornemann (1810-1880) Norwegischer Violinvirtuose, seit Anfang der 1830er Jahre Lehrtätigkeit, nach einem gefeierten Konzert in Paris Beginn der europäischen Karriere, lebte abwechselnd in Eu ropa und Amerika, galt als ein Rivale Paganinis, berühmt auch als Improvisator, Violinkompositionen, zum Teil folkloristisch geprägt, Mitbegründer eines norwegischen Musikstils 15.12.1840 (2) Call, Leonard von (1768-1815) Biographie nahezu unbekannt, möglicherweise in preußischen Diensten, geschätzt als Komponist des „Leichten", „Angenehmen" und „Gefälligen" auf den Gebieten der in strumentalen und vokalen Kammermusik und des mehrstimmigen A-cappella-Männergesangs 25.3.1817 Caraflfla de Colobrano, Michel (1787-1872) Zunächst militärische Laufbahn, nach 1815 Aufführung seiner Bühnenwerke in Italien, Wien und Paris, dort Nachfolger von Lesueur als Kompositionsprofessor am Institut de France, 1838 Direktor der Ausbildungsstätte für Militärkapellmeister in Frankreich, 1840 Kompositionslehrer am Conservatoire Paris, schrieb Opern, Kirchenmusik, Lie der, Romanzen, Duette 22.12.1821 - 24.10.1823 - 22.10.1824 - 22.4.1825 (2) -1.4.1827 -18.2.1836 Castelli, Ignaz Franz (1781-1862) Als Geiger in Wien ausgebildet, neben der Beamtenlaufbahn ausgedehnte literarische Tätigkeit, vorübergehend Dichter der Hofoper und Redakteur des Allgemeinen Musika lischen Anzeigers, Autor von Texten, Libretti und Schriften 14.12.1829 Cherubini, Luigi (1760-1842) 1780 Debüt als Opernkomponist, 1784 in London, seit 1786 in Paris, 1789 Leiter des dortigen Italienischen Theaters, 1794 Eintritt in das Institut National de Musique, An fang des 19. Jahrhunderts vorübergehend in Wien, 1816 Surintendant der Königlichen Kapelle, 1816 Lehrer am Conservatoire, 1822 bis 1842 dessen Direktor, geistliche Mu sik, Opern, Gelegenheitswerke, Quartette, eine Sinfonie Ouvertüren „Fanisca" 13.5.1819-4.4.1823 -13.4.1849 - 5.12.1853 „Anacreon" 7.4.1826 - 25.11.1848 -12.1.1852 - 21.2.1855 - 29.1.1856 - 7.4.1856 „Der Wasserträger" 27.2.1844 - 26.2.1856 314 „Lodoiska" 1.10.1823 -16.2.1844 - 25.11.1846 -10.2.1852 - 6.12.1854 - 7.11.1855 „Medea" 29.8.1853 - 7.11.1856 „Elisa" 29.1.1857 o.A. 1.4.1827 - 20.12.1828 - 8.2.1833 -19.4.1833 - 7.2.1834 - 28.2.1838 - 4.3.1850 Opernarien 22.1.1848 -14.3.1849 Kirchenmusik Messe D-Dur 15.4.1832 „Gloria" aus der Messe d-Moll 5.5.1843 Requiem (d-Moll) 6.7.1843 „Inclina Domine" 16.12.1848 Gesang a cappella Männerquartett (o.A.) 27.8.1840 Chopin, Frederic (1810-1849) Seit dem achten Lebensjahr öffentliche Auftritte, 1829 erste große Auslandsreise nach Wien und Prag (mit einem Besuch in Dresden), seit 1831 in Paris, sein erstes Konzert 1832 begründete dort seinen anhaltenden Künstlerruhm als Pianist, Komponist und Lehrer, im Jahr vor dem Ende seines durch ein schweres Lungenleiden herbeigeführ ten Todes England- und Schottlandreise, komponierte Konzerte, Klaviermusik, Kam mermusik Klavier und Orchester Klavierkonzert e-Moll 12.11.1838 Klavierkonzert f-Moll 1.12.1855 Klavierkonzert o.A. 9.2.1835 Große Polonaise 1.11.1836 -16.4.1839 - 5.12.1853 - 20.4.1855 Variationen über „La ci darem la mano" 18.2.1836 Klavier solo 18.2.1836 - 11.1.1838 - 12.1.1852 - 15.8.1853 (2) - 11.2.1854 - 6.12.1854 - 19.3.1855 - 1.12.1855 o.A. 30.1.1836 - 9.12.1836 Choräle 22.6.1817 -16.11.1836 (2) - 6.7.1843 -18.10.1848 - 28.7.1850 Cimarosa, Domenico (1749-1801) Ausbildung auf Violine, Cembalo und Orgel sowie in Gesang und Komposition, 1772 Beginn der Karriere als Opernkomponist in Neapel, erfolgreiche Fortsetzung in Rom, Turin, Mailand, Wien und Petersburg, 1791 Engagement auf die Stelle Salieris am Wie ner Hofe Kaiser Leopolds II., seit 1793 in Neapel (1799 wegen Beteiligung am neapoli tanischen Aufstand zum Tode verurteilt, aber begnadigt) 9.3.1819 -17.2.1834 -19.12.1838 - 7.11.1839 Coppola, Pietro Antonio (1793-1877) Beginn der Musikerlaufbahn als Kapellmeister in Neapel und Catania, 1812 Leiter des Teatro San Carlo in Neapel, 1840 Mitglied des Königlichen Konservatoriums Lissabon und Direktor des Teatro San Carlo, 1843 Mitglied der Accademia di Santa Cecilia Rom, 1850 bis 1871 wieder in Lissabon, 1871 Domkapellmeister in Novara/Piemont, seit 1873 in Catania, komponierte Opern, Kirchenmusik 30.4.1845 - 4.2.1848 - 25.11.1848 315 Costa, Michele Andrea (1808-1884) Erstes Wirken in Neapel, dann als Komponist, Dirigent und Operndirektor in London, 1830 „maestro al piano" am King's Theatre, 1832 dessen Musikdirektor, 1846 Leiter der Philharmonischen Konzerte, ab 1857 der Musikfeste in Birmingham und der Händel Festivals, Konzertreisen in Deutschland, Italien und den Niederlanden, 1871 Musikdi rektor, Komponist und Dirigent der Königlichen Oper I.8.1838 Cramer, Henry (um 1818-1877) In Kingston/Jamaika geboren, lebte abwechselnd in Paris und Frankfurt, populär als Klavierkomponist vor allem durch Potpourris, Rondos, Souvenirs etc. sowie Arrange ments für die Ansprüche von Dilettanten 7.3.1840 Crusell, Henrik Bernhard (1775-1838) Beginn der musikalischen Laufbahn in der Militärmusik, 1793 Erster Klarinettist der Hofkapelle in Stockholm, seit 1808 deren stellvertretender Kapellmeister, 1818 Musik direktor des Musikkorps der beiden Königlichen Leibgrenadier-Regimenter, Mitglied der schwedischen Musikakademie, gilt als einer der besten Klarinettisten seiner Zeit, Komponist von Konzerten, Kammermusik für Bläser und Liedern, Übersetzer von Opernlibretti 10.2.1852 - 5.4.1853 Czerny, Carl (1791-1857) Neunjährig erstes Auftreten als Pianist in Wien, Schüler Beethovens, bereits im Alter von 15 Jahren angesehener Klavierlehrer, seit 1815 Veröffentlichung von Klavierkom positionen: Konzerte, Schul- und Studienwerke, Kammermusik und Sonaten, gele gentliche Reisen, u.a. nach Leipzig, Paris und London 25.2.1825 - 27.3.1829 - 20.6.1834 - 4.3.1837 - 19.4.1845 (Bearbeitung, s.a. Rossini) - 30.4.1845 (Bearbeitung, wie 19.4.1845) Dancla, Jean Baptist Charles (1818-1907) Geboren in den französischen Pyrenäen, Schüler des Pariser Konservatoriums, Violinvirtuose, ab 1835 Sologeiger der Pariser Oper, bald darauf Konzertmeister der „Concerts du Conservatoire", ab 1857 Professor am Konservatorium, schrieb zahlreiche Werke vom Solostück bis zum Konzert für die Violine sowie pädagogische Schriften 8.2.1844 -13.2.1844 Darcier, Joseph (1819-1883) 29.1.1857 David, Felicien-Cesar (1810-1876) Achtzehnjährig Kapellmeister an der Kathedrale in Aix, seit 1830 in Paris, als Anhän ger der Saint-Simonisten 1833 nach Nahost ins Exil, dort Studium von Melodik und Rhythmik orientalischer Musik, die er in eigenen Werken verarbeitete, seit 1844 als Komponist anerkannt, Konzerte in Deutschland, Italien, Pest und Wien, 1869 Nachfol ger von Berlioz am Institut de France und als Bibliothekar des Conservatoire, schrieb Oratorien, Sinfonien, Opern, Kammer- und Klaviermusik, Lieder II.7.1845 (4) - 22.1.1849 316 David, Ferdinand (1810-1873) Einer der großen Geiger des 19. Jahrhunderts, im Alter von 15 Jahren erste Konzert reise, 1826 Violinist im Königstädtischen Theater Berlin, Primarius eines Streichquar tetts, 1835 Konzertmeister des Gewandhausorchesters Leipzig, 1843 Violinlehrer am dortigen, neu gegründeten Konservatorium, Konzerte in Deutschland, England, in Pe tersburg und im Baltikum, Komponist von virtuosen Konzerten, Salonstücken, Liedern 7.3.1838 -17.11.1851 - 21.3.1854 Dawydow, Stepanlwanowitsch (1777-1825) Mitglied der Hofsängerkapelle, dann Solorepetitor am Kaiserlichen Theater, Kapellmeister, Pädagoge an der Theater-Schule in Petersburg, ab 1820 Musikdirektor der Kaiserlichen Theater und Gesangslehrer in Moskau, schrieb Opern, Ballette, Chöre, Lieder, Schauspielmusik 19.7.1858 Dessauer, Joseph (1798-1876) In Prag auf dem Klavier, der Violine und in Komposition ausgebildet, seit 1835 in Wien, Reisen nach Frankreich, England und Italien, mehrfach in seine Vaterstadt Prag und nach Dresden, komponierte Opern, Klavierstücke, Kammermusik, Chöre, Lieder 11.1.1838 -19.2.1838 -1.8.1838 -17.11.1851 Diabelli, Anton (1781-1858) In der Salzburger Domkapelle Schüler Michael Haydns, 1803 Klavier- und Gitarreleh rer in Wien, 1821 Mitbegründer des Verlages Diabelli und König, schrieb Opern, Mes sen, Kantaten, Lieder und Kammermusik, überdauert haben ihn einige seiner Klavier kompositionen 16.11.1836 Dohler, Theodor (1814-1856) Geboren in Neapel, in Wien Schüler von Julius Benedict, Carl Czerny und Simon Sech ter, seit 1836 Konzertreisen als Klaviervirtuose in Europa, lebte vorwiegend in Italien und in Petersburg, schrieb eine Oper, Klaviermusik, Lieder 11.12.1837 -16.11.1839 -13.2.1840 Dominick, Joseph (1821-?) KM Gebürtiger Dresdner, als Bratschist Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1841 bis 1857, trat auch als Klarinetten- und Klaviervirtuose hervor, komponierte Orchesterwerke und Kammermusik 21.2.1853 (2) Donizetti, Gaetano (1797-1848) Schrieb schon in sehr jungen Jahren Quartette und Sinfonien, erste Opernaufführungen in Mantua und Venedig, 1822 in Mailand und Rom, danach Komponist, Gesangsmeis ter, Repetitor, Regisseur und Dirigent an verschiedenen Theatern (u.a. Neapel und Pa ris), 1834 Lehrer für Kontrapunkt und Komposition am Real Collegio in Neapel, seit 1835 in Paris ansässig, häufige Reisen nach Italien und Wien, 1842 Hofkapellmeister in Wien, komponierte Opern, Oratorien, Kantaten, Hymnen, Kammermusik, Sinfonien, Gesänge mit Klavier 26.10.1832 - 17.1.1834 - 25.4.1834 - 7.11.1835 - 13.10.1836 - 28.1.1837 - 11.12.37 (2) - 1.11.1840 - 24.2.1841 (2) - 3.2.1842 - 9.8.1843 - 13.2.1844 - 16.2.1844 - 1.12.1845 - 16.2.1846 -13.4.1849 - 26.11.1849 - 30.5.1850 -11.11.1853 -1.3.1855 - 20.4.1855 317 Dorn, Heinrich (1804-1892) Positionen als Musikdirektor in Königsberg, Leipzig, Hamburg, Riga und Köln, dort Leiter der Konzerte des Städtischen Musikvereins und 1844 bis 1847 der Niederrheini schen Musikfeste, Gründer der Rheinischen Musikschule (dem nachmaligen Konser vatorium), 1849 in Berlin als Opernkapellmeister, Pädagoge und Musikschriftsteller, komponierte Opern, Orchestermusik, Kammermusik und Lieder 7.11.1839 Dotzauer, Justus Johann Friedrich, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) Sinfonie 28.2.1838 Ouvertüren 2.4.1824 -1.4.1837 Konzerte 24.1.1817 -15.12.1817 - 9.4.1821 -10.10.1823 - 2.4.1824 - 23.4.1824 Potpourris, Variationen, Capricci, Divertimenti 24.1.1817 -15.12.1817 - 23.4.1824 - 2.4.1824 - 21.1.1825 (2) -18.12.1828 - 27.3.1829 Streichtrio 19.4.1833 Bearbeitung/Instrumentierung 5.5.1843 Drouet, Louis Franz Philipp (1792-1873) Nach einer triumphalen Konzertreise als Fünfzehnjähriger Berufung zum Soloflötisten der Königlichen Kapelle in Amsterdam, 1815 Erster Flötist der Königlichen Kapelle in Paris, 1817 in England, dort Gründung einer Flöten-Fabrik, seit 1818 als einer der füh renden Flötisten der Zeit Konzerte in verschiedenen europäischen Ländern, 1840 Ka pellmeister des Herzogs von Sachsen-Coburg-Gotha, kreierte neue Spieleffekte auf der Flöte, schrieb ausschließlich vorwiegend auf Brillanz angelegte Kompositionen für sein Instrument 9.1.1829 Durand, Marie Auguste (1830-1909) Zunächst Organist in verschiedenen Pariser Kirchen, seit 1870 Verleger, komponierte Kirchenmusik, Stücke für Harmonium, Gesangssachen 20.12.1828 (s.a. Bochsa) Dussek, Johann Ludwig (Ladislaus) (1760-1812) Schon im Kindesalter als Pianist, Organist und Sänger aktiv, Beginn der Karriere als Klaviervirtuose in Holland, zum Teil Aufsehen erregende Konzerte auf Klavier und Glasharmonika in Deutschland, Italien und Frankreich, in Petersburg in den Diensten des Fürsten Radziwill, nach der Flucht aus Frankreich in Folge der Revolution 1790 in England, dort Gründer einer Notenstecherei, später dem Kreis um den preußischen Prinzen Louis Ferdinand angehörend, komponierte Konzerte, Orchestermusik, Sololi teratur für Klavier, Kirchenmusik und Opern 16.11.1821 -15.12.1823 -1.3.1855 318 Ehrenstein, Johann Wolfvon (7-1870) Blinder Künstler in Dresden, mit seinen im 19. Jahrhundert viel gedruckten Liedern populär vor allem bei Musikliebhabern 26.2.1856 Eisert, Johann Anton (biographische Angaben siehe Interpreten) 16.11.1833 (s.a. Beyer) -19.2.1838 Eisner, Carl Christian, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) 1.11.1836 -15.12.1840 -16.12.1842 (3) - 29.8.1853 -11.11.1853 (2) - 29.1.1857 Eller, Louis (1819-1862) Österreichischer Violinvirtuose, Konzerte in mehreren europäischen Ländern, lebte in Frankreich, komponierte ausschließlich für sein Instrument 1.3.1855 Ernst, Heinrich Wilhelm (1814-1865) Herausragender Geiger in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, 1829 Beginn seiner Konzertreisen von Mittel- und Nordeuropa bis nach Russland, 1837 Violinwettstreit mit dem von ihm hoch geschätzten Paganini in Marseille, 1855 Wohnsitz in London, 1859 mit Joachim, Wieniawski und Piatti Konzerte als Beethoven Quartet Society, galt als Pa ganini ebenbürtig, Beiträge zur Weiterentwicklung der Violintechnik (besonders im Ak kordspiel), schrieb Werke für Violine und Orchester bzw. Klavier und für Violine allein 24.1.1840 (4) -17.3.1841 - 3.2.1842 -16.1.1845 (3) - 28.1.1845 (4) Esser, Heinrich (1818-1872) 1841 Leiter der Liedertafel in Mainz, 1845 dort Kapellmeister, 1847 Kapellmeister am Kärtnertortheater in Wien, 1858 Kapellmeister an der dortigen Hofoper, 1870 weitge hender Rückzug vom Berufsleben nach Salzburg 12.1.1851 Falieri (Lebensdaten unbekannt) 25.3.1817 Fas(s)ano, Tommaso (biographische Angaben siehe Interpreten) 3.2.1842 (2) Fesca, ErnstAlexander (1820-1849) Sohn von Friedrich Ernst Fesca, konzertierte als talentierter Pianist, schrieb populär gewordene Lieder, Konzerte, Opern, Kammermusik und Sinfonien, soll seinen Tod „durch dissolates Leben selbst verschuldet" haben (Frank 1869, S. 51) 18.12.1846 Fesca, Friedrich Ernst (1789-1826) Zunächst bekannt als geigerisches Wunderkind, dann Mitglied des Leipziger Gewand hausorchesters, 1806 Mitglied der Fürstlichen Kammermusik des Herzogs von Olden burg, 1807 Kammermusikus in der Hofkapelle Kassel, 1814 Sologeiger in der Hofka pelle Karlsruhe, 1815 deren Konzertmeister sowie Leiter der Konzerte der Museumsge sellschaft, komponierte Kammer- und Kirchenmusik, Opern 28.12.1846-27.8.1857 Fetis, Frangois-Joseph (1784-1871) Studium am Pariser Konservatorium, 1813 Organist in Douai, 1818 Rückkehr nach Pa ris, 1821 Kompositionslehrer, 1826 Bibliothekar am Konservatorium, 1833 Direktor des 319 Konservatoriums in Brüssel und Kapellmeister der Königlichen Kapelle, komponierte Opern, Kirchenmusik, Orchester- und Kammermusik, veröffentlichte zahlreiche mu siktheoretische, musikwissenschaftliche, musikpädagogische Werke, geachteter (und gefürchteter) Musikkritiker und -feuilletonist, Herausgeber der ersten französischen Musikzeitschrift 11.1.1845 (Bearbeiter) Field, John (1782-1837) Erregte bereits als Pianist im Kindesalter Aufsehen in seiner Vaterstadt Dublin und in London, 1802 als Begleiter seines Lehrers Muzio Clementi in Paris und Petersburg, dort alsbald gesuchter Lehrer und erfolgreicher Konzertpianist, Gastspiele in zahlreichen europäischen Ländern, weniger Virtuose als Künstler des differenzierten Anschlags und Ausdrucks, gilt als Vorläufer Chopins, hinterließ Kammermusik, Konzerte, Sing spiele und Opern 29.12.1820 -1.10.1823 Fischer, Dagobert (Lebensdaten unbekannt) Lt. Annonce blinder Gesangslehrer an der Blindenanstalt in Dresden 20.2.1837 Franck, Eduard (1817-1893) Aus Breslau stammender Pianist und Pädagoge (Komposition, Theorie und Klavier), tätig 1856 (und wieder nach 1867) in Berlin, 1851 in Köln und 1859 in Bern, Schüler Mendelssohns und Freund Robert Schumanns, schrieb Orchester-, Kammer- und Kla viermusik, Konzerte und Lieder 17.2.1847 Fränzl, Ferdinand (1767-1833) Seit 1782 als Geiger Mitglied der Mannheimer Kapelle, 1785 erste Virtuosenreise, 1789 Konzertmeister der Münchener Hofkapelle, 1792 am Nationaltheater Frankfurt, seit 1793 ausgedehnte Konzerttätigkeit in Italien und Russland, 1806 Direktor der Instru mentalmusik und Operndirektor am Münchener Hof sowie Dirigent der dortigen Mu seumskonzerte, 1826 Verabschiedung in den Ruhestand nach Mannheim, komponierte Opern und Kammermusik 3.4.1818 - 29.11.1822 - 7.1.1837 Friebe, G. (biographische Daten unbekannt) 28.1.1834 Fürstenau, Anton Bernhard, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) Konzerte, Divertissements 13.10.1820 - 30.3.1821 - 12.10.1821 (2) - 10.10.1823 - 15.10.1824 - 29.12.1825 (2) - 30.4.1830 (2) - 26.10.1832 - 23.11.1835 - 5.2.1845 - 20.3.1846 Variationen, Potpourris, Fantasien, Paraphrasen, Stücke usw. 17.3.1820 - 12.10.1821 - 10.10.1823 - 29.12.1825 - 18.4.1828 - 17.10.1828 - 30.4.1830 - 26.10.1032 (2) - 10.4.1834 - 23.11.1835 (2) - 7.1.1837 -1.11.1838 (3) - 4.3.1840 - 23.12.1840 - 7.11.1843 - 20.3.1846 - 28.10.1846 (2, s.a. Kuhlau) - 4.2.1848 - 25.11.1848 - 26.11.1849 (2) - 28.2.1853 Arrangement 11.5.1832 Duo 17.11.1851 320 Fürstenau, Kaspar (1772-1819) Bereits mit 16 Jahren Flötist in der Bischöflichen Kapelle Münster, danach der Oldenburgischen Hofkapelle, seit 1793 ausgedehnte Kunstreisen in die wichtigen mitteleuropäi schen Städte, zum Teil zusammen mit seinem Sohn Anton Bernhard, vielfältige Komposi tionen für Flöte, Lieder und Bearbeitungen 1.4.1827 Gade, Niels Wilhelm (1817-1890) Sechzehnjährig Debüt als Violinsolist, 1834 Aspirant der Königlichen Kapelle in Kopen hagen, der Wettbewerbserfolg seiner Ouvertüre Nachklänge von Ossian machte ihn be kannt, die Uraufführung seiner c-Moll-Sinfonie durch Mendelssohn im Leipziger Ge wandhaus berühmt, 1844 Berufung zum zweiten Dirigenten des Gewandhausorchesters, dessen Leitung er nach Mendelssohns Tod 1847 allein übernahm, und Lehrer am Konser vatorium, 1848 Rückkehr nach Dänemark als Leiter der 1836 gegründeten Musikvereini gung (Musikforeningen) Kopenhagen, als Direktoriumsmitglied des Konservatoriums und in verschiedenen anderen Ämtern nunmehr die zentrale Persönlichkeit des dänischen Musiklebens, mit seinem umfangreichen Gesamtwerk ein Komponist von hohem europäi schem Ansehen 7.11.1850 - 7.11.1855 Garcia, Manuel del Popolo Vicente Rodriguez (1775-1832) Mit 17 Jahren Beginn der musikalischen Laufbahn in Sevilla als Dirigent, Schauspieler, Sänger und Komponist, schon früh populär durch seine singspielhaften komischen Opern, 1818 Start in die europaweite Karriere als Tenorist in Paris, Freundschaft mit Rossini, den er intensiv förderte, 1823 Gründung seiner berühmten Gesangsschule in London, 1825 in New York und Mexico, 1829 Rückzug von der Bühne, weiterhin tätig als Gesangslehrer, soll an die 90 Opern komponiert haben 1.8.1838 Ghus (auch Ghys), Joseph (1804-1848) Belgischer Violinvirtuose, Schüler von Charles Philippe Lafont, seit dem 20. Lebensjahr Konzertreisen in mehreren europäischen Ländern, dazwischen vorübergehend Violinlehrer in Amiens und Nantes, komponierte Violinstücke im Salonstil, seine Applikaturen und Ausdrucksbezeichnungen für Violinwerke anderer Komponisten fanden weithin Beachtung 29.3.1837 Gläser, Franz Joseph (1798-1861) Zunächst Dresdner Kapellknabe, seit 1817 Kapellmeister in Wien (Theater in der Joseph stadt, Theater an der Wien), 1830 am Königstädter Theater in Berlin, 1843 bis 1848 Hofka pellmeister in Kopenhagen, 1844 Mitglied der Accademia di Santa Cecilia Rom, 1845 Lei ter des Konservatoriums Kopenhagen, schuf Bühnenwerke und viele Gelegenheitsmusiken 15.12.1840 Glinka, Michail Iwanowitsch (1804-1857) Klavier-, Violin- und Gesangsausbildung, 1833 bis 1834 Kompositionsstudien in Berlin, 1837 bis 1839 Kapellmeister der Kaiserlichen Kapelle in Petersburg, Reisen nach Deutsch land, Frankreich, Spanien und Italien, Schöpfer der nationalen russischen Schule, kompo nierte Opern, Orchestermusik, geistliche Werke, Kammer- und Klaviermusik, Romanzen, Lieder, Arien 19.7.1858 321 Gluck, Christoph 'Willibald. (1714-1787) 12.2.1848 -12.3.1849 - 25.2.1857 „God save the King" 21.9.1818 Goldschmidt, Otto (1829-1907) 1843 in Paris (Unterricht bei Chopin), 1846 Pianist und Lehrer in Hamburg, gab 1848 in London ein Konzert mit der Sängerin Jenny Lind, die er auch 1851 auf einer Amerika tournee begleitete und 1852 in Boston heiratete, 1852 bis 1855 in Dresden, 1858 in Lon don, 1863 Klavierprofessor an der Royal Academy of Music, 1863 bis 1866 Dirigent bei den Niederrheinischen Musikfesten, 1875 Gründer des Londoner Bach Choir, als Kom ponist u.a. von Klavier- und Kammermusik sowie Liedern weniger erfolgreich denn als Pianist, Dirigent und Herausgeber 11.2.1854 Gottschalk, LouisMoreau (1829-1869) Aus New York stammend, erfolgreiches europäisches Klavier-Debüt 1845 in Paris, 1851 in Spanien, 1853 Rückkehr in die USA mit umfangreichen Tourneen, 1865 Übersiede lung nach Südamerika, spielte vorzugsweise eigene, vielfach dem Geschmack der Sa lons entgegenkommende Werke, schrieb Opern und Orchesterstücke 6.12.1854 Grasset, Jean-Jacques (1769-1839) 1800 Geiger im Orchester der Opera Paris und Lehrer am Conservatoire, 1801 Dirigent und Sologeiger an der Comedie-Italienne in Paris, komponierte Konzerte und Kam mermusik 3.4.1818 Graun, Carl Heinrich (1703 oder 1704-1759) Musikalische Bildung ab 1714 als Kreuzschüler in Dresden, 1725 Tenorist an der Oper in Braunschweig, 1727 deren Vizekapellmeister, Debüt als Opernkomponist, seit 1736 Mitglied der Kapelle des preußischen Kronprinzen Friedrich in Rheinsberg als Leiter der Kammermusik, Instrumentalist, Sänger und Komponist, mit der Thronbesteigung Friedrichs zum König von Preußen 1740 Hofkapellmeister in Berlin, 1740/1741 Italien reise, 1742 Eröffnung des neuen Opernhauses von Knobelsdorff mit seiner Oper Cesare e Cleopatra, die Kantate Der Tod Jesu gehörte bis nach der Mitte des 19. Jahrhunderts zu den meist aufgeführten Passionsmusiken in Deutschland, schrieb Opern, Kirchenmu sik, Kantaten, Oden, Lieder, Instrumentalwerke 27.3.1836 Greger, ? (Lebensdaten unbekannt) 2.5.1854 Haase, August Wilhelm, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) 7.11.1839 Haase, Ludwig Friedrich Leopold, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) 31.3.1826 -1.2.1833 - 21.12.1835 -13.10.1836 Hager, Johann, auch Hasslinger von Hassingen (1822-1898) Ministerialbeamter in Wien, schrieb Opern, Oratorien, Kammermusik, Lieder 29.1.1857 322 Händel, Georg Friedrich (1685-1759) Oratorien „Das Alexanderfest" 7.11.1848 -13.4.1851 „Judas Maccabäus" 30.3.1828 daraus: eine Arie 7.3.1838 „Der Messias" 23.3.1834 -19.3.1837 (Mozart-Fassung) - 6.4.1855 - 5.4.1857 daraus: Ausschnitte: 23.9.1818 „Halleluja" 20.6.1826 -12.4.1829 - 4.9.1832 - 20.3.1842 (und eine Arie) „Jephta" 12.4.1835 - 31.3.1844 - 8.10.1846 (3. Teil) „Samson" 24.3.1839 -1.4.1855 Oper „Rinaldo", daraus eine Arie (instrumentiert von Meyerbeer, s.a. dort) 21.5.1847 Tasteninstrumente Klavierkonzert (o.A., 1. Satz) 11.1.1845 Hansel, Anton Johann (biographische Angaben siehe Interpreten) 16.1.1851 (2) - 28.2.1853 Häser, Christian Wilhelm (1781-1867) 1802 Erster Bassist am Theater in Leipzig, bald Engagements in Dresden, Prag und Breslau, 1813 in Wien, darauf an der Hofoper in Stuttgart, schrieb Lieder, Chöre und Opernlibretti, übersetzte Goethe und Schiller ins Italienische 4.3.1848 Hasse, Johann Adolf(1699-1783) Beginn der musikalischen Laufbahn als Sänger an der Hamburger Oper, 1719 Aufführungen seiner ersten Opern in Braunschweig, seit 1719 Studien und Erfolge in Italien, 1727 Kapellmeister am Ospedaletto degli Incurabili in Venedig, 1730 Heirat der berühmten Sängerin Faustina Bordoni, 1733 Hofkapellmeister in Dresden, das er zu ei nem Zentrum der europäischen Opernkunst und die Hofkapelle zu einer der besten in Europa machte, Gastspiele in London, Paris, München, Berlin, Warschau und in Italien, 1763 Verabschiedung aus dem Dresdner Amt unter Beibehaltung seines Titels, zu nächst Übersiedelung nach Wien, seit 1773 wohnhaft in Venedig, Kompositionen für die Dresdner Hofkirchenmusik bis ins letzte Lebensjahr, eine der prägenden Gestalten der Dresdner Musik- und Kapellgeschichte, schrieb Opern, Oratorien, Kirchenmusik, Konzerte, Kammermusik Kirchenmusik „Salvum fac populum" aus „Te Deum" D-Dur 22.9.1848 Oper Arie und Chor aus „Olimpiade" 7.11.1851 Haydn, Joseph (1732-1809) Sinfonien D-Dur (o.A.) 12.2.1848 - 23.4.1848 G-Dur („Militär") 28.10.1848 -13.2.1850 B-Dur (o.A.) 18.11.1848 - 5.3.1851 - 6.2.1856 G-Dur (o.A.) 9.2.1853 -1.3.1854 Es-Dur (o.A.) 21.2.1855 o.A. 25.4.1836 Einzelsätze O.A.: 25.3.1817 -13.5.1819 (3) 323 Oratorien „Die Schöpfung" 26.10.1821 - 15.5.1823 - 29.12.1826 (italienisch) - 13.8.1829 - 26.2.1836 - 6.7.1839 -16.3.1845 - 27.1.1855 daraus: 1. Teil 29.9.1835 - 24.3.1850 3. Teil 10.8.1836 -1.3.1854 „Die Himmel erzählen" 8.10.1846 Arien, Duette, Chöre o.A. 8.2.1833 - 26.8.1850 (2) - 7.2.1854 - 21.3.1854 - 26.2.1856 -7.4.1856 - 2.9.1856 „Die Jahreszeiten" 6.6.1824 -1.6.1842 - 2.5.1848 daraus: „Frühling" und „Sommer" 27.3.1831 (italienisch) - 16.3.1856 „Frühling" und eine Arie 9.4.1821 Arien O.A. 23.12.1838 -10.2.1852 Hymnus, Motette 28.10.1848 -16.12.1848 - 9.4.1854 - 7.11.1854 Lied 6.12.1854 Haydn, Michael (1737-1806) Ausgebildet an St. Stephan in Wien, 1757 Kapellmeister des Bischofs von Großwardein, 1763 Anstellung als Hofmusiker und Konzertmeister in Salzburg, dort 1777 Organist an der Drei faltigkeitskirche, 1781 Hof- und Domorganist, Klavier- und Violinlehrer, 1804 Mitglied der Königlichen schwedischen Akademie für Musik, schrieb Kirchenmusik, Bühnenwerke, Kantaten, Orchester- und Kammermusik, erster Komponist von Männerchören 16.12.1848 Hebräische Musik (mit Originaltexten) 4.3.1837 Heinichen, Johann David (1683-1729) 1709 Beginn der Karriere als Opemkomponist und Berufung als Hofkomponist nach Zeitz, 1710 Studienreise nach Italien und Erfolge mit seinen Opern, Konzerten, Kantaten und Serenaden, 1717 bis zu seinem Tode Hofkapellmeister in Dresden, 1728 „Der Gene ralbass in der Komposition" - ein grundlegendes Werk über Kompositions- und Gene ralbasslehre sowie zur Aufführungspraxis der Zeit, reiches Vokal- und Instrumental schaffen 22.9.1848 Heller, Stephen (1813-1888) 1823 erstes Auftreten als Pianist in Wien, 1828 bis 1830 Konzertreise, fristete danach mit Konzerten und Unterrichten ein kärgliches Leben, als Komponist gefördert von Schu mann, der ihn zu den „Davidsbündlem" zählte, 1838 in Paris, wo er als Pianist kaum, mit seinen Kompositionen aber allmählich Fuß fasste, schrieb ausschließlich Klaviermusik 28.1.1845 Hensel, Fanny (1805-1847) Schwester Felix Mendelssohn Bartholdys, auf dem Klavier und in Komposition ausgebil det, 1820 erste eigene Werke, seit 1823 Mitwirkung in den Sonntagsmusiken im Mendelssohnschen Hause, deren Leitung sie 1831 übernahm und deren Ansehen als künstle risches, geistiges Zentrum Berlins sie befestigte, komponierte Lieder und Klavierwerke 1.12.1845 324 Henselt, Adolph (1814-1889) Fünfzehnjährig erstes Klavierkonzert in München, eine vierjährige Konzerttournee durch Deutschland und Russland begründete seinen Ruhm als Virtuose, 1838 Übersie delung nach Petersburg, vorwiegend tätig als Musikpädagoge in der Lehrerausbildung und beim Aufbau eines vorbildlichen musikalischen Unterrichtswesens in mehreren großen russischen Städten, 1876 Kaiserlicher russischer Wirklicher Staatsrat, Erhebung in den Adelsstand, Freund Liszts, Meister der kleinen Form und des nuancierten Aus drucks, schrieb für Klavier allein, Lieder, Orchester- und Kammermusik, Bearbeitungen 9.12.1836 (o.A.) - 28.1.1837 (2) - 11.1.1838 (2) - 21.4.1838 - 7.3.1840 - 15.8.1853 (3) - 1.12.1855 (Transkription, s.a. Vielborsky) Herold, Louis Joseph Ferdinand (1791-1833) Trat 1811 mit ersten Kompositionen am Pariser Conservatoire hervor, 1812 Rompreis, 1813 Neapel, 1815 in Wien, München, in der Schweiz und wieder in Paris, dort „Maestro al Cembalo" am Theatre-Italien, Bühnenwerke zunächst mit wechselndem Erfolg, stieg schließlich zum anerkanntesten und beliebtesten Komponisten Frank reichs auf, 1824 Chordirektor, 1826 Gesangsmeister der Opera, schrieb Opern, Opera- Comiques, Ballette, Vokalmusik, Klavier-, Kammer- und Orchestermusik 22.4.1825 -16.11.1833 Herz, Henri (1806-1888) Elfjährig bei einem Klavierwettbewerb in Paris 1. Preisträger, entwickelte sich nach 1825 zum gefeiertsten Pianisten Frankreichs, seit 1828 hoch geschätzte Kompositionen, in den 1830er Jahren Konzertreisen nach Deutschland, England, Holland und Süd frankreich, Gründung einer Klavierfabrik, 1842 bis 1874 Professor am Conservatoire Paris und gemeinsam mit seinem Bruder Jacques Leiter der Ecole speciale de Piano, weitere Reisen nach Belgien, Spanien, Polen, Russland sowie (für sechs Jahre) nach Amerika, Mexico, Kuba und Chile, seine brillanten Klavierkompositionen waren weit gehend der Mode angepasst, er schrieb Konzerte, Phantasien, Variationen, Rondos, Studienwerke, Arrangements 26.6.1828 - 24.4.1829 - 14.12.1829 - 22.12.1829 - 19.3.1830 - 29.6.1830 - 2.7.1830 - 24.9.1830 - 21.4.1833 - 20.6.1834 (2) -18.2.1836 - 9.12.1836 Hesse, Adolph Friedrich (1809-1863) Organist in Breslau, auch als Dirigent, Pianist, Bratschist und Kritiker tätig, Konzerte in mehreren europäischen Ländern, komponierte Orgelwerke, Orchester-, Klavier-, Kammer- und Vokalmusik 28.7.1850 Hiller, Ferdinand (1811-1885) Im Alter von zehn Jahren Klavier-Debüt mit Mozarts c-Moll-Konzert, bereits 1827 in Wien als Virtuose und Komponist geschätzt, 1828 in den Pariser Salons heimisch mit Kontakten zu allen dort lebenden, bedeutenden Künstlern, 1836 Leitung des Cäcilienvereins in Frank furt, 1839 Erfolg in Leipzig mit Die Zerstörung Jerusalems, 1840 bis 1841 in Italien, 1844 in Dresden vorübergehende Einrichtung von Abonnementskonzerten (ohne Beteiligung der Königlichen musikalischen Kapelle), 1847 Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf, 1850 Di rektor des Konservatoriums in Köln, Dirigent zahlreicher Niederrheinischer Musikfeste, Konzertreisen als Dirigent und Pianist, umfang- und einflussreiche Aktivitäten als Musik schriftsteller und -kritiker, 1884 Rückzug von allen Ämtern, hinterließ Opern, Oratorien, Lieder, Chöre, Klavier-, Kammer- und Orchestermusik 16.1.1845 - 28.1.1845 -14.5.1845 - 8.11.1847 - 7.11.1856 325 Hoffmann, Ernst Theodor Amadeus (1776-1822) Schriftsteller, Maler, Zeichner, Musiker, Jurist, schlug zunächst die juristische Lauf bahn ein, 1808 Kapellmeister, Theaterkomponist, Theatermaler und Maschinist in Bamberg, daneben Privatmusiklehrer und Kritiker, 1813 Kapellmeister der Secondaschen Truppe in Dresden und Leipzig, 1814 Richter in Berlin, komponierte Opern, Singspiele, Bühnenmusiken, Vokal- und Instrumentalwerke 16.4.1839 Holzel, Gustav (geb. 1813) Stammte aus Budapest, Bassbuffo an mehreren großen europäischen Bühnen, lebte in Wien, 1870 bis 1871 vorübergehend in Amerika 2.6.1851 (s.a. Suppe) Hübler, Heinrich Carl August, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) 2.9.1858 Humann, ? (biographische Angaben unbekannt) 17.12.1824 Hummel, Johann Nepomuk (1778-1837) Erstes öffentliches Auftreten unter Mozarts Aufsicht 1787 in Dresden, 1788 erste große Konzertreise über Prag, Berlin, Norddeutschland, Kopenhagen, London bis Schottland, galt Ende der 1790er Jahre als einer der besten Pianisten Wiens, 1804 Leiter der Esterhäzyschen Kapelle in Eisenstadt, 1811 Musiklehrer in Wien, 1816 Hofkapellmeis ter in Stuttgart, 1819 Großherzoglicher Kapellmeister in Weimar, jährlich dreimonatige Urlaube für Konzertreisen, u.a. in Deutschland, nach Russland, Paris, Holland, Belgien, Warschau, London, schrieb Orchesterwerke, Konzerte, Kammer- und Klaviermusik, Opern, Oratorien, Kantaten, Lieder, Herausgeber einer Klavierschule Klavierkonzerte a-Moll 2.4.1824 -14.2.1826 - 7.4.1826 F-Dur 3.4.1834 h-Moll 16.11.1839 d-Moll 19.4.1845 (ein Satz) o.A. 20.6.1834 Einzelsätze 1.10.1823 (2, aus a- Moll, h-Moll) 25.10.1839 - 20.1.1844 -19.4.1845 Rondos, Fantasien, Variationen etc.für Klavier 30.3.1821 - 7.4.1826 -18.10.1833 - 3.4.1834 (2) - 25.11.1839 - 25.11.1848 Concertinofür Oboe 24.1.1834 Werke mit Gesang 3.4.1834-21.11.1842 Freie Fantasie 3.4.1834 Hüttenbrenner, Anselm (1794-1868) Ausgebildeter Jurist und Musiker, zählte zum engsten Freundeskreis Franz Schuberts, Komponist, Pianist und Klavierlehrer in Wien, lebte ab 1821 in Graz, seit 1825 Direktor des Steiermärkischen Musikvereins, Förderer von Schulmusik und des öffentlichen Konzertlebens, schrieb Kirchenmusik, Opern, Chöre, Orchester- und Kammermusik, Bearbeitungen, Musikkritiken 23.12.1839 (Bearbeiter, s.a. Beethoven/Lieder) 326 Kalkbrenner, Friedrich 'Wilhelm Michael (1785-1849) 1800 und 1801 Preisträger bei öffentlichen Prüfungen für Klavier und Komposition in Paris, 1803 erfolgreich als Pianist in Wien, Förderung durch Haydn und Beethoven, galt seit 1805 nach Konzerten in München und Stuttgart als Virtuose ersten Ranges, 1806 in Paris als Lehrer und Komponist, nach 1814 glänzende Erfolge in London, Deutschland und Österreich, 1824 ständiger Wohnsitz in Paris, Gründung einer eige nen Musikschule und Lehrer am Conservatoire, nach Mitte der 1830er Jahre hielt man seinen Stil für veraltet, er schrieb Werke für Klavier, Kammermusik, Konzerte und Konzertstücke 21.1.1825 - 10.3.1826 - 1.4.1827 - 26.6.1828 - 22.12.1829 (Bearbeitung) - 16.4.1830 - 23.4.1830 - 24.5.1833 (3) - 4.2.1836 - 20.2.1837 Kalliwoda, Johann Wenzel (1801-1866) Zunächst Geiger im Prager Theaterorchester, danach Konzerte in Deutschland, ab 1822 für fast 40 Jahre Hofkapellmeister in Donaueschingen mit Verpflichtung zum Dirigie ren, Solospiel, Komponieren und Lehren, fand daneben mit Konzerten in mehreren eu ropäischen Ländern hohe Anerkennung als Virtuose und Komponist, Ruhestand in Karlsruhe, zwischen 1825 und 1850 in Deutschland viel aufgeführt, schrieb Orchester werke, Konzerte, Kammer- und Klaviermusik, Lieder, Chöre, Opern, Kirchenmusik, Unterhaltungsstücke, ein Unterrichtswerk 20.12.1828 -1.11.1836 -1.4.1837 (2) - 25.11.1839 - 5.4.1853 Keller, Carl (1784-1855) Flötist in den Hofkapellen Berlin, Kassel und Stuttgart, seit 1817 Hofmusiker in Donau eschingen, Konzertreisen, schrieb Kompositionen für Flöte, Lieder 25.3.1817-11.11.1853 Klengel, August Stephan Alexander (1783-1852) Begleitete als bereits konzertreifer Pianist von seiner Heimatstadt Dresden aus Muzio Clementi nach Prag, Wien, Zürich, Leipzig, Berlin und Petersburg, dort sechs Jahre als Klavier lehrer tätig, 1811 bis 1813 in Paris, London und Italien, 1817 Organist an der katholischen Hofkirche in Dresden, befreundet mit Francesco Morlacchi, Moritz Hauptmann und Fran cois Joseph Fetis, schrieb Werke für Klavier solo, Konzerte, Kammermusik, Hauptwerk Ca nons et Fugues als Gegenstück zu Bachs Wohltemperiertem Klavier 24.1.1817 -16.11.1821 - 3.12.1824 - 25.2.1825 Kloss, Carl (1792-1853) Seit 1819 Organist in Elbing, dann Musikdirektor in Danzig, später Reisender als Solist und Dirigent, zeitweise Mitarbeiter der NZfM, schrieb Klavier-, Orgel- und Kammer musik, Lieder 4.3.1837 Kotte, Johann Gottlieb, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) 30.4.1838 Krebs, Carl August (1804-1880) Komponierendes und pianistisches „Wunderkind", 1826 3. Kapellmeister am Kärtnertortheater Wien, 1827 Kapellmeister in Hamburg, 1850 als Nachfolger Wagners Hofka pellmeister in Dresden, nach 1872 ausschließlich Leiter der Dresdner Hofkirchenmusik, schrieb Opern, Orchester- und Klavierwerke, Kirchenmusik, Lieder, Chöre und Transkriptionen 327 Lieder -und Duette 16.1.1851 -29.1.1857 (2) „Te Deum" 25.2.1857 Kressner, Otto (biographische Angaben siehe Interpreten) 24.10.1823 - 2.11.1828 (3) - 9.1.1829 (2) Kreutzer, Conradin (1780-1849) 1803 in Wien Lehrer und Pianist in Adelshäusern, 1810 Konzertreise in Deutschland, in der Schweiz und den Niederlanden mit dem Instrumentenmacher Leppich und dessen Panmelodicon, nach Opemerfolgen in Stuttgart 1812 dort Hofkapellmeister, 1818 Ka pellmeister in Donaueschingen, 1822 am Kärtnertortheater und 1833 am Josephstädter Theater in Wien, 1840 Städtischer Musikdirektor in Köln, zahlreiche Konzertreisen, komponierte Opern, Oratorien, Kirchenmusik, Lieder, Chöre, Konzerte, Kammermusik 7.3.1818 - 3.4.1818 - 7.3.1819 - 2.5.1854 Kreutzer, Rodolphe (Rudolph) (1766-1831) Sohn eines deutschen Geigers in der Pariser Hofkapelle, Ausbildung in Paris, Konzerte in Italien und Deutschland, 1801 Soloviolinist, 1816 Königlicher Kapellmeister, 1824 bis 1826 Intendant der Pariser Großen Oper, wirkte stilbildend für viele Geiger, u.a. Louis Spohr, Kompositionen und pädagogische Werke für Violine 14.3.1828 Ein Krieger (anonym), ein ehemaliger Kriegsteilnehmer von 1813/1814 15.12.1840 Krommer (Kramar), Franz Vinzenz (1759-1831) Bis etwa 1795 in Diensten ungarischer Grafen, danach Kompositions- und Violinlehrer in Wien, 1810 Musikdirektor der Ballette am Wiener Hoftheater, 1815 kaiserlicher Kammertürhüter, 1818 Kammerkapellmeister und Hofkomponist, als Komponist weit hin populär, ein schier unübersehbares Gesamtwerk an Kirchenmusik, Sinfonien, Kon zerten für ein und mehrere Instrumente, Harmoniemusik, Streichquartetten und quintetten, verschieden besetzter Kammer- sowie von Klaviermusik 20.9.1818 Kücken, Friedrich Wilhelm (1810-1882) Beginn der musikalischen Laufbahn als 2. Flötist, danach als Bratschist, schließlich als Geiger im Großherzoglichen Theaterorchester Schwerin, erfolgreich im In- und Aus land als Lied- und Opernkomponist, Gastspiele in Deutschland, der Schweiz, Wien und Paris, 1851 Hofkapellmeister in Stuttgart, lebte seit 1866 in Schwerin ausschließlich seinem kompositorischen Schaffen, schrieb auch Klavierstücke 15.12.1840 - 20.1.1844 - 4.2.1848 Kuhlau, Friedrich Daniel Rudolph (1786-1832) Seit 1804 in Hamburg als Pianist und Komponist erfolgreich, 1810 in Kopenhagen, als bald Rückzug vom öffentlichen Konzertieren, zeitweilig Gesangslehrer, Komponist und Kammermusiker am Theater, 1828 Ernennung zum Professor, schrieb Bühnenmu siken, Lieder, Männerchöre, Klaviermusik, Konzerte 10.10.1823 -15.12.1823 328 Kummer, Friedrich August, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) Konzerte, Konzertstücke, Concertinosfür verschieden Instrumente 4.6.1819 (Violoncello) - 28.11.1822 (Horn) - 29.11.1823 (Fagott) - 4.12.1829 (2 Hörner) - 17.1.1834 (Violoncello) - 17.2.1834 (Klarinette) - 25.1.1836 (Violoncello) - 28.2.1838 (2 Klarinetten) - 21.4.1838 (Violoncello) - 1.11.1840 (2 Violoncelli) - 21.11.1842 (Violoncello) - 25.11.1848 (2, Violoncello bzw. 3 Violoncelli) Variationen, Potpourris, Fantasien, Rondos, Divertimenti etc. für verschiedene Instrumente 3.4.1818 (2 Hörner) - 30.3.1827 (Violine und Horn) - 11.5.1832 (Klarinette) - 26.10.1832 (Viola) - 7.12.1832 (Oboe) - 1.3.1833 (Klarinette) - 19.4.1833 (Oboe) - 17.1.1834 (Violon cello) - 17.2.1834 (Klarinette) -10.4.1834 (Klarinette) - 25.4.1834 (Violine) -12.1.1835 (Vi oloncello) - 7.11.1835 (Klarinette) - 25.1.1836 (Violine und Violoncello, s.a. KM Schu bert) - 5.10.1836 (2, Violoncello bzw. Oboe) - 13.10.1836 (2, Klarinette bzw. Violoncello) -11.12.1837 (Klarinette) -12.11.1838 (Violoncello) - 25.2.1839 (Violoncello) - 16.11.1839 (Violoncello) - 13.2.1840 (Violoncello) - 7.3.1840 (o.A.) - 1.11.1840 (3, Violoncello) - 22.3.1841 (Viola) - 21.11.1842 (2, Violoncello) - 11.12.1843 (Violoncello) - 21.2.1844 (Trompete) - 1.12.1845 (Violoncello) - 18.12.1846 (Violoncello) - 4.3.1848 (2, Klarinette bzw. Violoncello) - 13.4.1849 (Violoncello) - 7.11.1849 (Violoncello) - 26.8.1851 (Violoncello) - 5.4.1853 (Violoncello) - 11.11.1853 (Klarinette) - 21.3.1854 (Vio loncello) - 2.9.1856 (Violoncello) Duos 11.5.1832 - 21.4.1838 - 25.2.1839 (s.a. KM Franz Schubert) - 9.4.1839 (s.a. KM F. Schubert) - 25.10.1839 (s.a. Reißiger) Bearbeitung 23.12.1836 (Beethovens Streichquartett op. 74 als Sinfonie) Kummer, GotthelfHeinrich, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) Ouvertüren 16.11.1821 (2) Fagottkonzerte 17.3.1820 -16.11.1821 -14.11.1823 - 25.2.1825 Variationen, Notturno 4.6.1819 -17.3.1820 Kummer, o.A. 16.3.1821 (Oboenkonzert) Kunzen, Friedrich Ludwig Aemilius (1761-1817) Trat 1768 in London als „Wunderkind" auf, ging auf Empfehlung von J. A. P. Schulz nach Kopenhagen, wo er 1784 als Pianist, 1785 als Opernkomponist debütierte, 1789 in Berlin Gründer eines Musikalienhandels und einer Notendruckerei zusammen mit Jo hann Friedrich Reichardt, 1791 Herausgeber des Berliner Musikalischen Wochenblattes, 1792 Kapellmeister in Frankfurt, 1796 in Prag, prägte ab 1796 als Königlicher Kapell meister das dänische Musikleben, Leiter der Konzerte zum Besten der Witwen und Waisen der Königlichen Kapelle, komponierte Opern, Singspiele, Bühnenmusiken, Oratorien, größere Chorwerke, Chöre, Choräle, Kantaten, eine Sinfonie 12.4.1822 329 Lachner, Franz (1803-1890) 1822 Organist, Musiklehrer, Geiger, Cellist, Kontrabassist und Hornist in München, 1823 Organist in Wien, 1827 Vizekapellmeister und 1829 Kapellmeister am Kärtnertortheater Wien, 1834 Kapellmeister in Mannheim, 1836 an der Münchener Hofoper, leitete dort auch die Konzerte der Musikakademie und war Dirigent der Kleinen Vo kalkapelle, 1852 Generalmusikdirektor, 1868 pensioniert, komponierte Sinfonien und Suiten für Orchester, Opern, Oratorien, Kantaten, Kirchenmusik, Werke für Klavier, Orgel und Harfe, Männer- und Frauenchöre, Lieder 10.4.1834 - 23.11.1835 -17.3.1841 - 2.6.1851 - 26.2.1856 Lacombe, Louis (1818-1884) 1831 Erster Preis Klavier am Conservatoire in Paris, 1832 Konzertreisen mit seiner Schwester Felice in Frankreich, Belgien und Mitteleuropa, 1834 in Wien Schüler u.a. von Carl Czerny und Simon Sechter, 1839 Rückkehr nach Paris, schrieb Opern, Kla vier- und Kammermusik, Lieder und Chöre 30.4.1838 (3) Lafont, Charles Philippe (1781-1839) Galt nach Konzerten in Frankreich, Deutschland, England, Holland, Belgien, Italien und Russland zu Beginn des 19. Jahrhunderts als der führende französische Geiger, 1808 als Nachfolger Rodes zum Kammervirtuosen am Zarenhof in Petersburg berufen, 1815 Soloviolinist am Hofe Ludwigs XVIII. in Paris, häufige Konzertreisen (1816 Konzert mit Paganini in der Mailänder Scala), tragischer Tod durch Umstürzen eines Reisewagens, komponierte Violinkonzerte, Opemfantasien, Variationen, gemeinsam mit Kalkbrenner, Herz, Moscheies, Osborne u.a., konzertante Duos für Violine und Klavier 7.12.1832 - 25.4.1834 - 6.2.1844 -15.12.1845 Lamakin, Gawril Joakimowitsch (1812-1885) Bedeutend als Chorerzieher und Gesangspädagoge, ab 1830 Chorleiter in Petersburg, 1848 Gesangslehrer an der Hofsängerkapelle, 1862 mit Balakirew Gründung der Mu sikfreischule, schrieb geistliche Chorgesänge, Romanzen, Duette, weltliche Chöre, eine Gesangsschule, vierstimmige Harmonisierung des großen Bestandes altkirchlicher rus sischer Melodien 19.7.1858 Lannoy, Heinrich Eduard Joseph Freiherr von (1787-1853) Wurde nach 1806 von Graz aus als Komponist bekannt, seit 1818 während der Konzertsaison in Wien, dessen Musikleben er als Dirigent, Organisator und Musik schriftsteller wesentlich mitprägte, Vorstandsmitglied der Gesellschaft der Musik freunde und Leiter von deren Konzerten, 1830 bis 1835 Direktor des Konservatori ums, hinterließ Opern, Singspiele, Melodramen, Bühnenmusiken, Chor-, Orchester-, Klavier- und Kammermusik, Lieder und zahlreiche Schriften 13.2.1840 Lasek, C. (biographische Angaben unbekannt) 7.3.1840 Lasso, Orlando di (um 1532-1594) Chorknabe in Mons, als Reisebegleiter des Vizekönigs von Sizilien in Italien, 1553 Laterankapellmeister in Rom, 1555 in Antwerpen, 1556 Tenorist in der Münchener Hofkapelle, seit 1564 deren Leiter, zahlreiche Reisen, seit Mitte der 1560er Jahre eine führende Persönlichkeit des europäischen Musiklebens, über 2000 Werke, darunter 1200 Motetten sowie Madrigale, Villanesken, Chansons, Instrumentalsätze u.a. 8.11.1852 (a cappella) 330 Lecerf, Justus Amadeus (1789-?) Musikalische Ausbildung in Leipzig, 1809 dort Beginn eines Jurastudiums, 1815 kurzzeitig Advokat und Notar, dann Fortsetzung des Musikunterrichts bei Christian Theodor Weinlig in Dresden und bei Anton Reicha in Paris, 1822 Rückkehr nach Dres den, 1825 Städtischer Musikdirektor in Aachen, 1829 in Berlin, seit 1843 wieder in Dresden, schrieb Lieder, Klaviermusik, Motetten 20.5.1844 (2) Leonard, Hubert (1819-1890) Debüt 1832 in Lüttich, seit 1844 als Violinvirtuose auf Konzertreisen, 1849 Professor am Conservatoire in Brüssel, seit 1866 in Paris, starke Hinwendung zur Kammermusik pflege in Konzertsälen und Salons, nach 1881 keine öffentlichen Auftritte mehr, schrieb Konzerte, Konzertstücke, Fantasien, Duos, Unterrichtswerke 21.2.1853 Lessei, Franciszek (um 1780-1835) Sohn eines Bratschisten, der 1766 bis 1780 Mitglied der Dresdner Hofkapelle war, Kon zertreisen als Klaviervirtuose, 1810 in Wien und Krakau, danach Verwalter von Adelsgütem und Inspektor einer Wirtschaftsschule, später eines Gymnasiums, schrieb Orchester- und konzertante Werke, Kammer-, Klavier- und Kirchenmusik, eine Oper und Lieder 1.4.1827 Lewy, Joseph Rudolph, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) 12.3.1840 (2) -4.3.1848 Lichtenstein, Carl August Ludwig Freiherr von (1767-1845) Wissenschaftliche und musikalische (Violine, Gesang) Studien in Göttingen, Mitwir kung in Nikolaus Forkels Akademischen Konzerten, zunächst kurfürstlicher Hanno verscher Kammerjunker, 1798 Kammerherr und Intendant des Theaters in Dessau, 1800 Leiter der Hofoper und des Balletts in Wien, seit 1806 in Hildburghausenschen Diensten, 1811 Theaterdirektor in Bamberg, 1823 Leiter des Lustspiels, 1825 auch der Oper des Berliner Hoftheaters, 1832 Pension, tätig als Sänger, Schriftsteller, Dichter, Übersetzer und Komponist von Opern, Liederspielen, Vaudevilles 1.5.1818-9.11.1826 Lindblad, AdolfFrederik (1801-1878) 1816 Debüt als Komponist in Norrköping mit einem Flötenkonzert, 1817 und 1825 Deutschlandreisen, die ihn durch die Begegnungen mit Carl Maria von Weber, Carl Friedrich Zelter und Felix Mendelssohn Bartholdy wesentlich prägten, in Berlin Edi tion schwedischer Volkslieder, in Stockholm Gründer einer Musikschule, seine populä ren Lieder brachten ihm den Ruf eines „schwedischen Schubert" ein, schrieb außerdem Chöre, Sinfonien, Kammermusik und Sonaten 16.1.1855 (2) Lindpaintner, Peter Joseph von (1791-1856) Beginn der musikalischen Laufbahn als Geiger, 1812 Debüt als Komponist und Anstel lung als Musikdirektor am Isartortheater in München, 1819 Hofkapellmeister in Stutt gart, deutschlandweit hohes Ansehen als Dirigent, 1852 Dirigent der Philharmonie So ciety in London, komponierte Opern, Singspiele, Ballette, Schauspielmusiken, Orato rien, Kantaten, Konzerte, Kirchenmusik, Lieder und Chöre 15.10.1824 - 10.3.1826 - 31.3.1826 - 9.11.1826 - 11.4.1828 - 27.3.1829 - 23.4.1830 - 27.1.1833 - 27.8.1834 - 7.11.1834 -13.2.1835 -10.8.1836 - 20.2.1837 - 7.11.1837 - 25.2.1839 - 7.11.1843 -18.12.1846 -10.2.1852 331 Lipinski, Karl (Karol Jozef), Kztmstr. (biographische Angaben siehe Interpreten) Violinkonzert (o.A.) 12.3.1849 Variationen, Fantasie etc. 10.4.1834 -13.8.1839 - 4.3.1840 -12.3.1849 (3) Liszt, Franz (1811-1886) Sinfonische Werke „Prometheus" 7.11.1857 „Dante-Sinfonie" 7.11.1857 Transkriptionen, Reminiszenzen etc. 12.11.1838 (2, s.a. Schubert) - 16.4.1839 - 13.2.1840 (3, s.a. Schubert) - 16.12.1842 (dto.) - 21.2.1844 - 27.2.1844 (2) -15.8.1853 -11.2.1854 - 6.12.1854 -19.3.1855 Lied 27.2.1844 Litolff, Henry (1818-1891) Französischer Komponist, Pianist und Kapellmeister, vor allem bekannt als Verleger, nachdem er 1851 in das Braunschweiger Verlagshaus Meyer eingetreten war, das er seit 1856 als Henry Litolff's Verlag weiterführte 30.4.1845 -14.5.1845 Loewe, Carl (1796-1869) 1820 Organist und Gymnasiallehrer, 1821 Musikdirektor, später auch Kantor in Stettin, Konzertreisen in Deutschland, nach Österreich, England, Norwegen und Frankreich, auf denen er seine Balladen sang, lebte seit 1866 in Kiel 14.5.1845-4.3.1848 Lotti, Antonio (1667-1740) 1678 Sänger in der Cappella Ducale in Venedig, 1690 daselbst Organist, ab 1719 für drei Jahre Kapellmeister in Dresden, wo er mit seinen Opern, dem von ihm zusam mengestellten Sängerensemble und der Hofkapelle der sächsischen Residenz, vor al lem den Vermählungsfeierlichkeiten von Prinz Friedrich August mit Maria Josepha von Österreich außergewöhnlichen musikalischen Glanz verlieh, darauf Rückkehr nach Venedig in das Organistenamt, komponierte fortan nur noch Kirchen- und Kam mermusik, 1736 Erster Kirchenkapellmeister, schrieb Opern, Oratorien, Kantaten, Madrigale, Kirchen- und Kammermusik, Instrumentalwerke „Crucifixus" 18.11.1848 - 7.11.1849 - 7.11.1851 - 9.2.1853 „Kyrie" 7.11.1851 Lübeck, Ch. H (1799-1866) Tätig als Geiger und Dirigent, Königlich niederländischer Kapellmeister und Direktor des Konservatoriums in Den Haag 21.12.1835 - 7.11.1839 -17.3.1841 332 Lwow (Lwoff), Alexej Fedorowitsch von (1799-1870) Musikalische Ausbildung in Reval, Besuch einer Ingenieurschule, 1818 Eintritt in die Armee, 1826 Adjutant eines am russischen Zarenhof tätigen Grafen, 1834 persönlicher Adjutant des Zaren, 1837 als Nachfolger seines Vaters Leiter der Kaiserlichen Kapelle, Reformer der Kapelle, der Ausbildung der Kapellknaben und der russischen Kirchen musik, als Gründer einer Konzertgesellschaft in Petersburg auch Begründer des öf fentlichen Konzertwesens in Russland, trat selbst als Dirigent und Geiger in den Kon zerten im Saal der Kaiserlichen Kapelle auf, Primarius eines berühmten Streichquar tetts, 1840 Deutschlandreise, 1844 Uraufführung der Oper Bianca e Gualtiero in Dresden, 1861 Rücktritt von der Leitung der Kaiserlichen Kapelle, 1867 Rückzug ins Privatleben, Komponist von Opern, Konzerten, Kirchenmusik, Stücken für Violine solo 4.6.1844 (3) Mabellini, Theodulo (1817-1897) Erste Ausbildung in der italienischen Heimatstadt Pistoia, seit 1833 in Florenz mit De büt als Opernkomponist, nach 1836 weitere Studien bei Saverio Mercadante, nach der Rückkehr 1842 nach Pistoia Berufung zum Mitglied der dortigen Akademie der Wis senschaft, Literatur und Künste, 1843 Dirigent der Societa filarmonica und Leiter der großen Konzerte in Florenz, 1847 toskanischer Hofkapellmeister, 1848 Dirigent des Teatro della Pergola, ab 1860 Kompositionslehrer am Regio Istituto musicale, kompo nierte Opern, Kirchenmusik, Kammermusik, Chor- und Orchesterwerke 2.9.1856 Majo, Gian Francesco de (1732-1770) Studium in Neapel, bereits 1747 „Organista supranumerario" der Königlichen Kapelle, 1750 Zweiter Organist, Debüt als Opernkomponist 1754 in Parma, nach 1760 Komposi tionsaufträge aus zahlreichen italienischen Städten, Einladungen auch nach Wien, Madrid und Mannheim, schrieb Opern, Oratorien, Kantaten, liturgische Musik 8.11.1852 Malibran, Maria Felicita (1808-1836) Tochter des Pariser Tenors und Gesangslehrers Manual Garcia, sang als gerühmte Altistin in London, Paris und auf vielen Kunstreisen. Heiratete in New York den Ban kier Malibran, nach der Scheidung von ihm den Violinvirtuosen Charles de Beriot. Komponierte Romanzen und Nocturnes 11.12.1837 Manfelder, ? (biographische Daten unbekannt) 16.4.1830 Mangold, Karl LudwigAmand (Amadeus) (1813-1889) Nach erster musikalischer Tätigkeit in der Darmstädter Hofkapelle 1836 bis 1839 Stu dium am Conservatoire in Paris, wo er auch als Dirigent und Komponist in Erschei nung trat und Berlioz, Wagner, Chopin, Halevy und Liszt kennenlernte sowie mit Clara Wieck konzertierte, zeitweise Berichterstatter für die NZfM Robert Schumanns, der Mangold schätzte, 1839 Rückkehr nach Darmstadt, Leiter verschiedener Chöre, Musiklehrer, nach dem Erfolg seiner Hermannsschlacht Ernennung zum Hofmusikdi rektor, 1845 Zurücksetzung seines Tanhauser zugunsten von Wagners Tannhäuser, Be gründer der Mittelrheinischen Musikfeste, 1869 in Pension, komponierte Opern, Kon zertdramen, Messen, Motetten, Männerchöre 11.2.1854 333 Marchesi, Tommaso (1773-1852) Ab 1788 Ausbildung in Bologna, 1793 Aufnahme in die Accademia Filarmonica, 1808 Gründer und Leiter der Accademia di Concordia, Kirchenmusiker, Organist, Orches terdirigent, schrieb Kirchen- und Theatermusik, Sinfonien für Bläser, Konzerte, Kam mermusik 1.5.1818 Marliani, Aurelio Grafvon (1803-1849) 1830 Gesangslehrer in Paris, auch spanischer Generalkonsul in Paris, nach der Februarre volution Rückkehr in seine Heimat Italien, schrieb Opern, Romanzen, Klavierpotpourris 25.2.1839 Marschner, Heinrich August (1795-1861) Chorist in seiner Vaterstadt Zittau, 1810 Komposition von Liedern und eines Balletts, 1813 über Prag nach Leipzig zum Jurastudium, baldige Entscheidung für die Musik, 1816 Mu siklehrer in Preßburg, dort populär als Komponist und Pianist sowie Leiter einer fürstli chen Kapelle, 1820 in Dresden anlässlich der Uraufführung seiner Oper Heinrich IV. und d'Aubigne durch Carl Maria von Weber, dort protegiert von der Generaldirektion des Kö niglichen Hoftheaters, Komponist von Schauspielmusiken, Bekanntschaft mit Ludwig Tieck und Friedrich Kind, Mitwirkung in Hofkonzerten, 1824 nach erfolgloser Bewerbung um die Position des Kreuzkantors Anstellung (gegen den Willen Webers) als Musikdi rektor der Hofoper, verließ 1826 Dresden, als er bei der Nachfolge Webers nicht berück sichtigt wurde, Reisen in Deutschland, Kapellmeister am Theater Leipzig, 1830 bis zur Pensionierung 1857 Hofkapellmeister in Hannover, komponierte Opern, Orchesterwerke, Konzerte, Kammer- und Klaviermusik, Chöre und Lieder Ouvertüren „Des Falkners Braut" 7.12.1832 „Hans Heiling" 17.1.1834 „Lucretia" 3.4.1834 o.A. 27.1.1833 Arien 21.2.1853-5.4.1853 Lied 19.4.1845 Martini, Giovanni Battista (Giambattista) (1706-1784) 1721 Eintritt ins Franziskanerkloster in Bologna, widmete sich dort ganz der Musik, zu nächst Gehilfe des Organisten und des Kapellmeisters, 1725 Ernennung zum Kapellmeister, 1729 Priesterweihe, europaweit berühmt als Komponist, Kontrapunktiker und Musiktheo retiker, seinen Unterricht nahmen u.a. Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Christian Bach und Johann Gottlieb Naumann in Anspruch, Komponist von Bühnenwerken, Kirchen- und Kammermusik sowie Verfasser musiktheoretischer Schriften 30.4.1845 Maurer, Ludwig Wilhelm (1789-1878) Bereits als Dreizehnjähriger Anstellung als Kammermusiker in Berlin, Konzertmeister in Hannover, zeitweise Kapellmeister des Kanzlers Wsowologski und seit 1832 Or chesterinspektor in Petersburg, gefeierter Violinvirtuose, schrieb Opern, Kompositio nen für Violine, darunter Konzerte für vier bzw. zwei Geigen, Sinfonien und Ouvertüren 18.4.1834 - 21.4.1834 - 7.11.1834 -12.1.1835 (2) - 27.8.1857 334 Mayer, Charles (biographische Angaben siehe Interpreten) 25.11.1846 (4) - 4.2.1848 (2, s.a. Vieuxtemps) - 4.3.1848 (3) - 13.4.1849 (3) - 12.1.1852 - 5.12.1853 May(e)r, Simon Johann(es) (1763-1845) Als Kind Klavierunterricht beim Vater und Chorist, 1774 Jesuitenkolleg Ingolstadt, 1781 Wechsel an die Universität zum Theologie- und Jurastudium, 1789 Übersiedelung nach Bergamo, Vervollkommnung der Ausbildung am Konservatorium in Venedig, nach kirchenmusikalischen Kompositionen 1793 Hinwendung zur Oper mit jährlich zwei bis drei Werken, Aufführungen auf den großen italienischen Bühnen, in Paris, Wien, Berlin, München, Dresden u.a., 1806 bis zum Tode Kapellmeister in Bergamo, 1815 wieder mehr, seit 1825 nur noch kirchenmusikalische Werke, Begründer wohltäti ger Stiftungen, 1822 der Unione filarmonico, hochgeschätzt als Komponist, Dirigent, Organist, Lehrer und Gelehrter, schrieb Opern, Oratorien, Kantaten, Kirchenmusik, Lieder, Konzerte, Divertimenti, Musik für einzelne Instrumente 18.12.1828 - 26.12.1828 -11.5.1832 Mayseder, Joseph (1789-1863) Im Kindesalter in Wien Violinunterricht bei Franz Wranitzky und Ignaz Schuppanzigh, zeitweise 2. Geiger in dessen Streichquartett, 1810 Konzert- und Solospieler beim Hof theater, 1816 Mitglied der k. k. Musikkapelle und der Dom-Musik an St. Stephan, Ver anstaltung erfolgreicher eigener Konzerte, 1820 in Paris, 1835 k. k. Kammervirtuos, 1836 Violindirektor der Wiener Hofkapelle, komponierte virtuose Violinmusik, Kam mermusik, eine Messe 19.12.1823 -18.4.1828 - 24.4.1829 -10.4.1834 - 6.2.1844 - 8.2.1844 -16.2.1844 Mazas, Jacques Fer(r)eol (1782-1849) 1802 bis 1805 Studium am Pariser Konservatorium, erfolgreich als Geiger in Paris, zeit weise Anstellung am dortigen Italienischen Theater, 1811 Konzerte in Spanien, 1814 in England, Holland und Belgien, 1822 in Italien, Deutschland und Russland, 1827 Höhe punkt der Solistenkarriere auf einer Deutschlandtournee, 1829 Mitwirkung in den Konzerten des Pariser Konservatoriums, 1831 Erster Geiger am Theatre du Palais Royal, danach Lehrer und Musikdirektor in Orleans, 1837 bis 1841 Direktor der Städti schen Musikschule Cambrai, effektvolle Kompositionen für Violine, Kammermusik, Verfasser pädagogischer Werke 15.9.1823 (3) Mazel, ? (biographische Angaben unbekannt) 7.11.1855 Mehul, Etienne-Nicolas (1763-1817) Seit dem zehnten Lebensjahr Organist, 1778 in Paris, seit 1782 Kompositionen für Kon zertsaal und Opembühne, nach 1790 permanent erfolgreich mit Opern, Balletten, Operascomiques, seit 1793 populär durch Kompositionen für die großen staatlichen Re volutionsfeiern, 1795 einer der vier Inspektoren des reorganisierten Conservatoire, 1794 in der Leitung des Magasin de Musique zur Herausgabe und Vervielfältigung der Musik für die Nationalfeiertage, nach 1816 Rückzug aus dem öffentlichen Musikleben, widmete sich fortan der Tulpenzucht, komponierte Opern, Ballette, Hymnen, Gesänge, Kantaten, Kirchenmusik, Sinfonien 6.2.1844-29.1.1857 335 Mendelssohn Bartholdy, Felix (1809-1847) Sinfonien 2. Sinfonie („Lobgesang") 29.7.1842 - 17.8.1842 - 7.11.1842 - 25.2.1846 - 22.6.1849 - 29.8.1853-9.5.1858 3. Sinfonie 8.3.1848 Ouvertüren „Meeresstille und glückliche Fahrt" 23.11.1835 - 27.8.1840 - 6.2.1856 „Ein Sommernachtstraum" 10.2.1837 -11.12.1843 - 31.8.1852 - 2.9.1858 „Die Hebriden" 5.2.1845 - 24.3.1850 - 26.2.1856 Konzerte Klavierkonzert g-Moll 11.1.1845 - 19.4.1845 - 7.2.1854 - 2.5.1854 - 2.5.1854 - 19.3.1855 - 29.1.1856 Klavierkonzert o.A. 18.12.1846 - 4.3.1848 Violinkonzert 26.8.1851 Oratorien, Kantaten, Bühnenmusik, Chöre „Paulus" 8.4.1838 -16.10.1840 - 9.4.1843 -10.4.1857 daraus: Cavatine 28.7.1850 „Elias" 16.4.1848 - 29.3.1850 -14.10.1856 Ausschnitte: 26.8.1850 - 25.2.1852 - 20.4.1855 „Der 42. Psalm" 13.8.1839 - 23.12.1840 -12.2.1848 - 9.4.1854 „Die erste Walpurgisnacht" 22.7.1844 -19.8.1844 - 29.8.1849 Musik zu „Athalia" 7.11.1850 „Oedipus in Colonnos" 27.1.1853 - 5.5.1855 Ausschnitte 2.5.1854 „Loreley" (Ausschnitte) 31.8.1852 - 7.11.1853 -17.2.1858 Konzertarie 26.2.1856 Männerchor mit Blechbläsern 27.11.1840 Frauenchor mit Klavier 7.11.1849 Lieder 1.12.1845 - 16.1.1851 (2) - 17.11.1851 - 12.1.1852 - 10.2.1852 - 31.8.1852 (3) - 5.4.1853 (2) - 7.2.1854 - 20.4.1855 Klavierstücke Lied ohne Worte 18.2.1836 Capriccio 30.4.1845 o.A. 30.1.1836 Mercadante, Saverio Giuseppe Raffaele (1795-1870) Seit 1818 intensive kompositorische Tätigkeit, 1819 Debüt als Opernkomponist in Nea pel, nachfolgend Aufträge und Aufführungen an den führenden italienischen Bühnen, in Wien, Spanien und Portugal, europaweite Berühmtheit, 1833 Kapellmeister an der Kathedrale von Novara, 1836 in Paris, 1840 bis zu seinem Tode Direktor des Konser vatoriums in Neapel, 1862 Erblindung, trotzdem weitere kompositorische Aktivitäten, schrieb Opern, Oratorien, Messen, Kirchenmusik, Orchesterfantasien, Gesänge, Stücke für verschiedene Instrumente 7.4.1826 - 2.11.1828 - 18.12.1828 - 9.1.1829 - 23.4.1830 - 26.10.1832 -10.2.1834 - 25.1.1836 - 10.8.1836 - 13.10.1836 - 1.11.1836 - 7.1.1837 - 29.3.1837 (2) - 18.10.1837 - 11.1.1838 - 21.4.1838 - 30.4.1838 - 12.11.1838 - 25.10.1839 - 25.11.1839 - 27.8.1840 - 1.11.1840 - 16.12.1842 - 27.2.1844 336 Meyerbeer, Giacomo (1791-1864) Elfjährig erste Auftritte in seiner Vaterstadt Berlin, 1805 bis 1807 Kompositionsunter richt bei Carl Friedrich Zelter, anschließend bei Bernhard Anselm Weber, 1810 weitere Ausbildung in Darmstadt, dort erste Opernkompositionen, 1812 in München, danach in Paris, 1815 in London, 1816 in Italien, dort Durchbruch als Opernkomponist, 1825 Erfolg an der Grand Opera Paris, 1831 nach dem sensationellen Erfolg von Robert der Teufel an der Spitze der zeitgenössischen Opernkomponisten, bestätigt 1836 durch die Hugenotten, 1842 bis 1846 Preußischer Generalmusikdirektor, 1849 „Der Prophet" in Paris; plötzlicher Tod während der Einstudierung der Afrikanerin, schrieb Opern sowie weitgehend unveröffentlichte Klavier- und Kirchenmusik, Hymnen, ein Oratorium, Gelegenheitswerke für den preußischen Hof Instrumentalmusik Ouvertüre zu „Vielka, ein Feldlager in Schlesien" 26.11.1849 Rondo aus „Vielka, ein Feldlager in Schlesien" 7.2.1854 Cavatinen, Arien, Ensembles aus Opern 1.4.1827 - 11.5.1832 - 4.3.1837 - 16.11.1839 - 13.2.1841 - 19.4.1845 - 14.3.1849 - 5.4.1853 - 7.2.1854 - 26.2.1856 Lieder 27.3.1829-29.1.1856 Geistliche Musik „Der 91. Psalm" 7.11.1853 (a cappella) Kammermusikalisches 15.3.1850 Bearbeitung 21.5.1847 (s.a. Händel) Miltitz, Carl Borromäus von (1780-1845) Im frühen Alter Ausbildung auf Klavier und Flöte, 1797 Eintritt in die Armee, Vervoll kommnung der Ausbildung in Dresden bei Hofkapellmeister Joseph Schuster und Kreuzkantor Christian Theodor Weinlig, seit 1810 Verwalter seines Gutes Scharfen berg, 1814 Mitglied einer von Generalgouverneur Repnin berufenen Kommission, die die Gründung einer Staatsanstalt aus Italienischer Oper, Schauspiel und Kapelle vorbe reiten sollte, 1819 bis 1820 in Italien, 1824 Oberhofmeister des sächsischen Prinzen Jo hann, in Dresden tätig als Komponist, Kritiker, Musikschriftsteller, Dichter und Libret tist, u.a. von Reißigers Oper Die Felsenmühle (Uraufführung in Dresden 1830), kompo nierte Opern, u.a. Der Condottiere (Uraufführung in Dresden 1836) und eine Messe 17.2.1834 - 25.1.1836 - 21.4.1838 - 30.4.1838 -1.11.1838 - 24.1.1840 Möhring, Ferdinand (1816-1887) Studium der Kirchenmusik in Berlin, 1838 Uraufführung einer Sinfonie unter Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig, 1840 Musiklehrer und Organist in Saarbrücken, 1845 Organist und Musikdirektor des Gymnasiums Neuruppin, ab 1873 freischaffend, komponierte Motetten und Psalmen, populär vor allem mit seinen ein- und mehr stimmigen Liedern 18.12.1846 Molique, Wilhelm Bernhard (1802-1869) Sechsjährig erste Auftritte als Geiger, Unterricht bei Louis Spohr, 1816 Studium in München, 1817 Konzerte in Wien und Anstellung im Orchester des Theaters an der Wien, 1820 Concertist am Münchener Hof, 1826 bis 1849 Königlicher Musikdirektor 337 und Konzertmeister in Stuttgart, daneben Konzertreisen in Europa, 1849 in London, 1861 Professor für Komposition an der Royal Academy of Music, 1866 Beendigung der Künstlerlaufbahn, komponierte Orchesterwerke, Konzerte, Kammermusik, ein Orato rium, Messen, Kantaten und Lieder 3.3.1824-7.12.1832 Morgenroth, Franz Anton, KM/Kztmstr. (biographische Angaben siehe Interpreten) 25.3.1817 Morlacchi, Francesco Giuseppe Baldassare (1784-1841) Erste Ausbildung in der Vaterstadt Perugia, im frühen Alter Komposition von Orgelstücken und einem Oratorium, 1803 bis 1804 Studium in Loreto, 1805 Fortsetzung in Bologna, dort Mitglied der Accademia filarmonica, 1807 in Florenz Beginn der Kar riere als Opernkomponist, nachfolgend Aufführungen in zahlreichen italienischen Städten, 1810 Berufung an die Italienische Oper in Dresden, zunächst als Assistent von Hofkapellmeister Joseph Schuster, von 1811 bis 1841 selbst als Hofkapellmeister (über die Schließung der Italienischen Oper 1832 hinaus), von 1817 bis 1826 koordiniert mit Carl Maria von Weber, dem Leiter der Deutschen Oper, Initiator der Witwen- und Waisenkasse der Königlichen musikalischen Kapelle und der Palmsonntagskonzerte, komponierte Opern, Oratorien, Kirchenmusik, Sologesänge, Lieder, Kammermusik, Klaviersonatinen, Orgelsonaten, höfische Gelegenheitswerke Ouvertüren 25.10.1839 -16.11.1839 -13.2.1840 - 22.3.1841 Arien, Romanzen, Serenaden, Canzonen, Duette, Szenen aus Opern 20.9.1818 - 4.4.1823 - 10.3.1826 - 20.12.1828 - 24.4.1829 - 2.7.1830 - 15.4.1832 - 17.1.1834 - 25.4.1834 - 9.2.1835 - 23.11.1835 - 1.11.1836 - 11.12.1837 - 19.2.1838 - 28.2.1838 - 16.11.1839 - 20.3.1842 -10.12.1839 - 4.3.1840 - 22.9.1848 - 7.11.1851 Oratorium 20.3.1842 (Terzett) Kantate 21.9.1818 Mortier de Fontaine, Henri Louis Stanislas (biographische Angaben siehe Interpreten) 11.1.1845 -19.4.1845 Moscheies, Ignaz (biographische Angaben siehe Interpreten) Ouvertüre 25.1.1836 Klavierkonzerte 7.10.1824 (Es-Dur) - 30.12.1824 (o.A.) - 9.11.1826 (C-Dur) - 2.11.1828 (E-Dur) - 24.4.1829 (Es-Dur) -16.11.1833 (E-Dur) - 7.1.1845 (g-Moll) Variationen, Fantasien, Etüden, Stücke 4.11.1823 - 7.10.1824 (2) - 9.11.1826 - 26.6.1828 - 20.6.1834 - 7.1.1845 (2) -15.8.1853 (2) Improvisation 7.1.1845 Mosel, Ignaz Franz Edler von (1772-1844) Gebürtiger Wiener, seit 1788 im Staatsdienst, zugleich Besuch der Zeichenklasse an der Akademie der Bildenden Künste und Violinunterricht, musikalische Ausbildung auch auf Viola und Violoncello, als Komponist Autodidakt, 1801 Beamter im Oberhof 338 meisteramt, 1818 geadelt, 1821 Hofrat und Vizedirektor der Wiener Hoftheater, 1829 erster Kustos der k. k. Hofbibliothek, schrieb Bühnenwerke, Ouvertüren, einen Psalm, Menuette, Bearbeitungen und Arrangements von Werken Handels, Haydns, Mozarts und Cherubinis, literarische Abhandlungen 28.2.1838-31.3.1844 Möser, Karl (1774-1851) Ausbildung als Geiger, Mitglied der Kapelle des Markgrafen von Schwedt, 1792 der Hofkapelle Berlin, danach in Braunschweig und Bamberg, Weiterbildung bei Giovanni Battista Viotti und Jacques Pierre Joseph Rode, 1797 Rückkehr in die Berliner Position, 1806 Konzertreise über Warschau nach Petersburg, 1811 Konzertmeister der Berliner Hofkapelle, 1813 Einführung der „Quartett-Unterhaltungen", aus denen Symphonie Soireen der Königlichen Kapelle hervorgingen, 1825 Königlicher Musikdirektor 18.12.1828 Mozart, Wolfgang Amadeus (1756-1791) Sinfonien C-Dur (o.A.) 4.9.1832 - 4.3.1838 -17.2.1847 Jupitersinfonie 4.4.1830 - 21.2.1844 - 25.2.1852 g-Moll (o.A.) 29.7.1842 -17.8.1842 - 21.2.1849 - 9.4.1854 Es-Dur (o.A.) 28.10.1846 D-Dur (o.A.) 22.1.1848 - 8.11.1852 o.A. 26.12.1828 Ouvertüren „Figaros Hochzeit" 1.11.1836 - 25.11.1839 - 2.6.1851 -19.3.1855 „Die Zauberflöte" 23.1.1829 - 22.3.1841 - 20.8.1841 - 16.12.1842 - 6.2.1844 - 11.8.1845 - 16.2.1846 - 20.2.1846 -15.3.1850 „Titus" 10.2.1834 o.A. 4.6.1819 - 14.12.1829 - 2.7.1830 - 21.4.1834 - 13.2.1841 - 18.12.1846 - 21.5.1847 - 12.3.1849 Konzerte, konzertante Sätze Klavier 22.12.1829 (o.A.) Violine (Adagio) 15.12.1840 - 25.11.1846 Klarinette (Adagio) 20.1.1842 - 20.3.1846 - 5.12.1853 Viola (Variationen) 4.2.1836 Violoncello (Larghetto) 25.11.1846 Arien, Duette, Ensembles aus Opern 3.4.1818 - 23.4.1830 - 7.12.1832 - 27.1.1833 - 19.4.1833 - 24.5.1833 - 21.4.1834 - 9.2.1835 - 13.2.1835 (3) - 4.2.1836 - 25.4.1836 - 5.10.1836 - 13.10.1836 - 19.2.1838 - 28.2.1838 - 7.3.1838 - 21.4.1838 - 12.11.1838 -13.2.1839 - 9.4.1839 -13.8.1839 - 4.3.1840 (2) - 7.3.1840 - 27.8.1840 - 23.12.1840 - 24.2.1841 - 20.8.1841 (2) - 20.1.1842 - 17.8.1842 - 7.11.1842 - 21.11.1842 - 6.2.1844 - 21.2.1844 (2) - 19.8.1844 (2) - 28.1.1845 - 5.2.1845 (2) - 1.12.1845 (2) - 16.2.1846 - 20.3.1846 - 28.10.1846 - 25.11.1846 - 4.2.1848 - 4.3.1848 - 28.10.1848 - 18.11.1848 - 26.11.1849 - 15.3.1850 - 16.1.1851 - 9.2.1853 - 21.2.1853 - 5.4.1853- 29.8.1853 - 11.11.1853 - 11.2.1854 - 16.1.1855 - 21.2.1855 - 1.12.1855 - 29.1.1856 (2) - 6.2.1856 - 7.11.1856 - 27.8.1857 339 Geistliche Werke Requiem 28.6.1826 - 27.3.1831 - 4.4.1841 - 7.11.1844 - 28.3.1847 - 20.3.1853 - 21.9.1854 - 7.11.1854 „Davidde penitente" 20.3.1842 -1.4.1849 „Misericordias Domine" 21.2.1849 „Ave verum" 21.2.1849 Hymnen „Gottheit, dir sei Preis" 8.10.1846 o.A 23.4.1848 Werk o.A. 16.10.1829 Müller, August Eberhard (1767-1817) Als Gymnasiast in Bückeburg Schüler von Johann Christoph Friedrich Bach in Klavier, Orgel und Komposition, hohes Ansehen als Flötist (Autodidakt), 1786 Jura-Studium in Göttingen, 1789 Organist in Magdeburg, dann städtischer Musikdirektor, seit 1792 Leiter der Logen- und Privatkonzerte des Adels, 1792 bis 1793 in Berlin, 1794 Organist der Nikolaikirche in Leipzig und 1794 bis 1802 Erster Flötist des Gewandhausorches ters, 1804 Thomaskantor, 1810 Leiter der Hofkapelle, Musikdirektor der Stadtkirche und Lehrer in Weimar, auch als Pianist und Chorleiter tätig, komponierte Bühnen werke, Chöre, Konzerte, Kammermusik, Lieder, Übungsliteratur, veröffentlichte Schriften 3.4.1818 Müller, Iwan (Ivan) (1786-1854) 1808 und 1809 Auftritte als Klarinettenvirtuose u.a. in Berlin, Leipzig, Paris und Wien, 1810 Gründer einer Klarinettenwerkstatt in Paris, eventuell Professor für Klarinette am Pariser Konservatorium, seit Mitte der 1840er Jahre bis zu seinem Tode Hofkapell meister des Prinzen von Schaumburg-Lippe in Bückeburg, schrieb Konzerte, Kam mermusik, brillante Stücke für Klarinette, Etüden 24.11.1826 (2) - 27.3.1829 -10.12.1839 - 20.1.1842 Müller, J. G. (1813-?) Seit 1829 Besuch des Dresdner Lehrerseminars, durch Carl Gottlieb Reißiger zum Musikstudium ermutigt, 1840 Dirigent des ältesten Dresdner Männergesangvereins „Orpheus", 1860 Kantor und Musikdirektor der Dreikönigskirche in Dresden-Neu stadt, schrieb weithin beliebte Männerchöre 17.5.1853 Nasolini, Sebastiano (1768-1799 oder 1816) Studium in Venedig, 1787 „Maestro al cembalo" am Teatro S. Pietro in Triest, dort 1788 Debüt als Opernkomponist, bis 1790 Kapellmeister an der Kathedrale Triest, danach Reisen in Italien und ins Ausland zur Propagierung seiner Opern, bis zum 1799 ver muteten Tod in Venedig ansässig, für die Zeit danach gibt es jedoch einige weitere, ob gleich unsichere biographische Anhaltspunkte, komponierte Opern, Kantaten, ein Oratorium, geistliche Gesänge 12.10.1821 340 Naumann, Emil (1827-1888) Enkel des vormaligen Dresdner Hofkapellmeisters Johann Gottlieb Naumann, Ausbil dung in Frankfurt und in Leipzig bei Felix Mendelssohn Bartholdy, 1867 Dr. phil. mit einer Arbeit über Psalmengesang, nach kompositorischer und musikschriftstellerischer Tätigkeit in Bonn 1873 Übersiedelung nach Dresden, musikgeschichtliche Vorlesungen am Konservatorium, berühmt durch seine „Illustrierte Musikgeschichte" mit Überset zungen in zahlreiche Sprachen und vielen Nachauflagen 23.12.1848 - 5.2.1849 - 6.2.1856 Naumann, Johann Gottlieb (1741-1801) Geboren in Blasewitz (heute ein Ortsteil von Dresden), 1857 als Reisebegleiter des schwedischen Geigers Anders Weström in Italien, Schüler Giuseppe Tartinis und Padre Martinis, gefördert von Johann Adolf Hasse, 1763 Debüt als Opernkomponist in Venedig, 1764 Zweiter Kirchenkomponist des Dresdner Hofes, 1776 kurfürstlicher Ka pellmeister, seit 1777 wiederholt zur Reformierung der Hofkapelle in Stockholm, unter den dort komponierten Werken der bis ins 19. Jahrhundert als schwedische National oper geschätzte „Gustav Wasa", 1785 bis 1786 zur Reformierung der Hofmusik in Ko penhagen, 1788 bis 1789 als Komponist und Dirigent gastweise am Berliner Hof, 1786 Dresdner Anstellung als Oberkapellmeister auf Lebenszeit, eine der angesehensten eu ropäischen Musikerpersönlichkeiten gegen Ende des 18. Jahrhunderts, in Dresden wichtigstes Bindeglied zwischen Johann Adolf Hasse und Carl Maria von Weber, komponierte Opern, Oratorien, Kirchenmusik, weltliche Kantaten, Sologesänge, Kam mermusik, Konzerte, Sinfonien, Stücke für Glasharmonika, höfische Gelegenheitswerke Aus Opern 22.9.1848 - 7.11.1851 Geistliche Werke Missa a-Moll 16.4.1842 „Vater unser" 27.6.1817 - 28.6.1826 - 4.4.1830 - 4.9.1832 -16.4.1842 „Psalm 96" 27.6.1817 -16.4.1842 (Ouvertüre) „Psalm 103" 17.5.1853 „Pilgergesang" 16.4.1842 - 21.2.1844 Aus Oratorien 15.4.1832-8.10.1846 Netzer, Joseph (1808-1864) Stammte aus Tirol, lebte einige Zeit in Leipzig, seit 1845 Kapellmeister in Wien, schrieb u.a. Opern 7.3.1840 - 4.2.1841 - 21.11.1842 -14.5.1845 Neukomm, Sigismund (1778-1858) Schüler Michael Haydns in Salzburg, vierzehnjährig dort Organist der Universitätskir che, 1796 Korrepetitor am Salzburger Hoftheater, 1797 in Wien Joseph Haydns Schüler und Vertrauter, naturwissenschaftliche und medizinische Studien sowie Klavier- und Gesangslehrer in Wien, 1804 Kapellmeister des Deutschen Theaters in Petersburg, als Komponist, Dirigent und Kritiker in verschiedenen russischen Städten tätig, 1808 wie der in Wien, seit 1810 ständiger Wohnsitz in Paris, 1816 bis 1821 als Begleiter des Her zogs von Luxemburg in Brasilien, Kapellmeister am dort residierenden portugiesi schen Hof, anschließend Reisen in zahlreiche europäische Länder und nach Nordaf rika, schrieb Opern, Kirchenmusik, Kantaten, Oratorien, Chöre, Solostücke, Bearbei tungen, veröffentlichte Schriften 18.10.1848 341 Nicolai, Otto Carl Ehrenfried (1810-1849) 1827 Beginn des Studiums in Berlin bei Carl Friedrich Zelter und am Königlichen Institut für Kirchenmusik, Mitglied der Singakademie, 1827 erste Komposition im Druck, 1833 Organist an der Gesandtschaftskapelle in Rom, dort auch geschätzter Pianist und Kla vierlehrer, Ernennung zum Professor und römischen Kapellmeister, 1836 Ernennung zum Königlich preußischen Musikdirektor und Mitglied der Accademia filarmonica in Bo logna, Opemerfolge in Italien, 1837 Kapellmeister und Gesangslehrer an der Hofoper Wien, 1838 wieder in Italien, 1841 Erster Kapellmeister der Hofoper und Dirigent und Or ganisator der Philharmonischen Konzerte in Wien, 1848 Leiter des Berliner Domchors, komponierte Opern, weltliche und geistliche Chorwerke, Orchesterwerke, Lieder, Duette, Klaviermusik 9.2.1853 -1.3.1855 Nicolini, Giuseppe (1762-1858) Ausbildung in seiner Heimatstadt Piacenza und in Neapel, 1781 Debüt als Oratorien-, 1793 als Opemkomponist, europaweit geschätzte Opernkompositionen, 1816 bis 1831 Ka pellmeister am Theater, seit 1819 auch, dann ausschließlich an der Kathedrale in Piacenza, komponierte neben Opern auch Oratorien, Kirchenmusik, Kantaten, Sinfonien, Quartette, Cembalostücke, Arien, Canzonetten 1.5.1818 - 20.9.1818 - 4.6.1819 - 23.4.1830 - 5.10.1836 -10.12.1839 Onslow, Georges Andre Louis (1784-1853) In London Ausbildung zum Pianisten, auf dem französischen Familienbesitz in der Au vergne Cellostudium, während eines zweijährigen Aufenthalts in Deutschland und in Wien Entschluss zum Komponieren, 1806 erste Streichquartette, 1808 Theorieunterricht bei Anton Reicha, in der Folgezeit Komposition fast ausschließlich von Kammermusik, be rühmt als Improvisator auf Klavier und Orgel, zurückgezogen auf seinen Gütern lebend, nur zeitweise in Paris, schrieb Kammermusik vom Duo bis zum Nonett, Klavierstücke, Opern, Sinfonien 7.2.1834 Osborne, George Alexander (1806-?) Geboren in Irland, Ausbildung als Pianist und Komponist in Paris, seit 1843 Klavierlehrer in London, schrieb virtuose Klaviermusik und Kammermusik 24.1.1834 (s.a. Beriot) - 30.4.1838 (s.a. Beriot) - 25.10.1839 (s.a. Beriot) Otto, Julius (biographische Angaben siehe Interpreten) 16.11.1836 (2) -19.2.1838 - 22.3.1841 - 3.4.1844 -18.10.1848 Oury, Antonio James (biographische Angaben siehe Interpreten) 21.4.1834 Pabst, G. (biographische Daten unbekannt) 7.11.1856 Pacini, Giovanni (1796-1867) Seit 1808 Gesangs- und Kompositionsstudium in Bologna und Venedig, nach dem Debüt als Opernkomponist 1813 in Mailand Aufträge von den großen Bühnen Italiens, seit 1825 internationale Erfolge, 1834 Gründer eines Liceo musicale in Viareggio, 1842 Direktor des neuen Musikalischen Instituts in Lucca, 1837 königlicher Kapellmeister in Lucca, pädago gische Tätigkeit auch in Florenz, schrieb Opern, Oratorien, Kirchenmusik, weltliche Kan taten, eine Sinfonie, Kammermusik und musiktheoretische Werke 14.3.1828 -19.4.1833 - 23.11.1835 - 7.1.1837 (2) - 29.3.1837 (2) -12.3.1849 342 Paer, Ferdinando (1771-1839) Ausbildung und Debüt als Opernkomponist in Mailand, Aufträge von allen bedeuten den Theatern Italiens, 1792 Kapellmeister in Venedig, im gleichen Jahr noch Hofka pellmeister in Parma, große Popularität als Opernkomponist, 1797 Musikdirektor aller königlichen Behörden Parmas, 1798 Kapellmeister am Kärtnertortheater Wien, seit 1802 Hofkapellmeister in Dresden, seit 1808 Kaiserlicher Hofkapellmeister Napoleons und Musiklehrer der Kaiserin in Paris sowie Leiter der Opera comique, 1812 Musikdi rektor des Theatre des Italiens, 1831 Leiter der königlichen Kammermusik, Leiter der Kapelle des Herzogs von Orleans und Musiklehrer der Herzogin von Berry, kompo nierte Opern, Oratorien, Vokalmusik verschiedener Besetzungen, Gesangs-Etüden, Kirchen-, Orchester- und Kammermusik Ouvertüren „Sargino" 7.3.1838 - 22.9.1848 Arien, Duette, Terzette, Ensembles 16.3.1821 - 30.3.1821 - 24.10.1823 - 27.3.1829 - 9.2.1835 - 7.3.1838 - 3.2.1842 - 8.2.1844 - 16.2.1846 - 28.10.1846 -16.1.1851 - 7.11.1851 - 27.1.1853 Paganini, Niccold (1782-1840) Ausbildung in Genua und Parma, dort u.a. bei Alessandro Rolla, dem Vater des späte ren Dresdner Konzertmeisters Giuseppe Antonio Rolla, und Ferdinando Paer, dem späteren Dresdner Hofkapellmeister, 1806 2. Geiger eines fürstlichen Kammerorches ters in Lucca, seit 1808 an diesem Hofe Quartettspieler und Operndirigent, Auftritte als Solist, seit 1809 Konzertreisen, zwischen 1828 und 1834 höchster europäischer Ruhm als bedeutendster Violinvirtuose der Zeit, 1837/38 in Paris, 1839 Wohnsitz in Nizza, schrieb vornehmlich Violinkonzerte und Werke für Violine solo Konzerte 23.1.1829 (D-Dur) - 28.1.1829 (B-Dur) - 3.2.1834 („auf der G-Saite") -10.2.1834 Rondo brillante „mit dem obligaten Glöckchen" Variationen, Stücke 23.1.1829 (2) - 28.1.1829 (2) - 24.1.1834 (2) - 6.12.1854 -1.3.1855 Sonate 28.1.1829 Bearbeitung 10.2.1834 (s.a. Weigl) o.A. 30.1.1829 - 6.2.1829 Palestrina, Giovanni Pierluigi da (1525-1594) Musikalische Ausbildung in Rom, 1544 Organist und Kapellmeister in seinem Geburts ort Palestrina, 1544 Veröffentlichung des ersten Messenbuches, 1545 Sänger in der päpstlichen Kapelle in Rom, im gleichen Jahr Kapellmeister der Laterankirche, 1561 der Kirche S. Maria Maggiore in Rom, 1566 Musiklehrer am Seminario Romano, 1567 in Diensten des Kardinals Ippolito (Villa d'Este), von 1571 bis zu seinem Tode Kapell meister an St. Pietro, „Retter der Kirchenmusik" in der Zeit des Tridentinischen Kon zils, gilt nach Josquin und neben Orlando di Lasso als einer der ersten Komponisten von Weltruf, schrieb Kirchenmusik 8.10.1846 - 8.3.1848 (s.a. Wagner) - 28.7.1850 343 Panseron, Auguste Mathieu (1796-1859) Als Achtjähriger Aufnahme ins Pariser Conservatoire, Studium in Kontrapunkt, Harmonielehre und Violoncellospiel, nach Verleihung des Rompreises 1813 mehrere Jahre in Italien, Reisen nach Wien und Russland, in Paris zurück Korrepetitor an der Opera comique, Gesangslehrer sowie Komponist erfolgreicher Operas comique, seit 1831 Professor am Conservatoire, international geschätzter Gesangslehrer, schrieb Opern, Kirchenmusik, Romanzen, Instrumentalstücke, Studienwerke für Gesang 28.1.1837 -18.10.1837 -1.8.1838 Paravicini, Giulia (1769-nach 1842) Violinschülerin von Gaetano Pugnani, Charles Lafont und Rodolphe Kreutzer, seit 1797 Konzertreisen, u.a. in Deutschland, Italien, nach Wien und Paris 14.3.1828 Pechatschek (Pechachek), Franz Xaver (1793-1840) Violinausbildung in Wien, als Achtjähriger Konzerte am kaiserlichen Hof und 1803 in Prag, danach Kompositionsstudium, 1809 Geiger im Orchester des Theaters auf der Wieden, 1822 Konzertmeister der Königlichen Württembergischen Hofkapelle Stutt gart, von 1826 bis zu seinem Tode in gleicher Position in der Großherzoglich badischen Hofkapelle Karlsruhe 18.12.1828 - 4.12.1829 -19.3.1830 -12.4.1833 -12.1.1835 Peranda, Marco Gioseppe (1625-1675) In der Ara Heinrich Schütz 1651 Altist der kurprinzlichen Kapelle am Dresdner Hof, 1663 3. Kapellmeister, 1667 Italienbesuch, einzelne Werke bis ins 19. Jahrhundert in Gebrauch, kom ponierte Messen, biblische Historien, geistliche Konzerte, Instrumentalmusik, Opern (in Ko operation mit seinem Kapellmeisterkollegen Giovanni Andrea Bontempi) 22.9.1848 (a cappella) Pergolesi, Giovanni Battista (1710-1736) Ausbildung in Jesi und nach 1710 am Konservatorium Neapel, 1729 Primgeiger des Kammerorchesters und Hilfslehrkraft, als Absolvent erster großer Opernerfolg, 1732 Kapellmeister des Principe di Sugliano, 1734 Stellvertreter des städtischen Kapell meisters in Neapel, Opernerfolge von Rom bis London, 1735 Organist der Königlichen Kapelle in Neapel, schrieb Oratorien, Opern, Intermezzi, Kantaten, Serenate, Messen und weitere Kirchenmusik, Instrumentalwerke, Solfeggien „Stabat mater" 12.4.1829 -19.4.1847 Peschel, Alexander, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) 26.12.1828 Peschke (Carl Gottlob ?), KM (biographischeAngaben siehelnterpreten) 18.12.1828 Petrus Dresdensis (um 1350-1421 oder 1426) Ab 1409, von Prag kommend, in Dresden, Rektor der Kreuzschule, 1412 als Anhänger der Hussiten wieder vertrieben, zurück in Prag Gründer einer Schule für deutschspra chige hussitische Prediger, 1421 oder 1426 in Regensburg verbrannt 8.10.1846 Piccin(n)i, Niccolö (Nicola) (1728-1800) Ausbildung vermutlich in Neapel, 1754 Debüt als Opernkomponist im Teatro Fiorentini, 1760 als Opernkomponist in Rom, 1773 Zweiter Domkapellmeister, Leiter der Kö 344 niglichen Kapelle und Musiklehrer in Neapel, 1774 erster Paris-Aufenthalt, seit 1776 dort Antipode von Christoph Willibald Gluck und dessen Reformopern, 1781 Leiter der Sänger-Schule, 1791 Rückkehr nach Neapel, 1798 erneut in Paris, 1800 Inspektor des dortigen Konservatoriums, schrieb Opern, Intermezzi, Oratorien, Kirchenmusik, Duette, Vokalisen, Sonaten 6.12.1854 Pixis, Johann Peter (1788-1874) Schüler seines Vaters Friedrich Wilhelm Pixis, bis 1806 mit seinem Bruder, dem Geiger Friedrich Wilhelm Pixis, Konzertreisen in Europa, danach bis 1723 in Wien, Schüler von Johann Georg Albrechtsberger, Bekanntschaft mit Beethoven, Schubert und Mey erbeer, seither in Paris, von dort aus europaweite Tourneen als gefeierter Klaviervirtu ose, 1840 Rückzug aus dem Konzertleben nach Baden-Baden, von Robert Schumann als Kammermusik-Komponist geschätzt und zu den „Davidsbündlern" gezählt, kompo nierte vorwiegend effektvolle Klaviermusik, Opern und Kammermusik 19.11.1824 - 24.9.1830 -18.10.1833 -18.2.1836 - 30.4.1845 -1.12.1845 Poissl (Poißl), Johann Nepomuk Freiherr von (1783-1865) Nach Studien an der Universität Landshut seit 1805 Schüler von Franz Danzi in Wien, 1811 Bekanntschaft mit Carl Maria von Weber, 1823 Zweiter Intendant, 1825 bis 1847 Intendant der Königlich Bayerischen Hofmusik, 1825 bis 1833 auch des Hoftheaters, 1847 Zweiter Oberstkammerherr, schrieb Opern, Schauspielmusiken, Konzerte, klei nere Vokalwerke, Harmoniemusik 23.12.1839 Polledro, Giovanni Battista, Kztmstr. (biographische Angaben siehe Interpreten) Konzerte 20.9.1818 (d-Moll) - 22.12.1821 (o.A.) - 29.11.1822 (o.A.) - 2.5.1828 (o.A.) -1.2.1833 (o.A.) Variationen 1.5.1818-28.11.1823 Porpora, Nicola Antonio (1686-1768) Studium am Konservatorium Neapel, danach Kapellmeister des Kommandanten der Kaiserlichen Truppen in Neapel, des Prinzen von Hessen-Darmstadt, 1708 Debüt als Opernkomponist, erste Erfolge in Wien, 1715 Erster Lehrer des Konservatoriums Nea pel, 1725 Leiter eines Konservatoriums in Venedig, 1733 als Konkurrent Händels nach London gerufen, 1738 Rückkehr nach Neapel, Lehrtätigkeit, 1742 Chordirektor in Ve nedig, 1744 in Wien, 1748 bis 1751 als Gesangslehrer der Prinzessin Maria Antonia Walpurgis in Dresden, 1752 in Wien mit Joseph Haydn als Schüler, Kopist und Cem balist, 1760 als Kapellmeister des Conservatore di Loreto wieder in Neapel, kompo nierte Opern, Intermezzi, Pasticci, Kantaten, Serenaden, Oratorien, Messen, Psalmen, Motetten und weitere Kirchenmusik, Arien, Solfeggien, Instrumentalmusik 7.11.1851 Portogallo (Portugal), Marco(s) Antonio (1762-1830) Ausgebildet und erste Opernerfolge in Italien, seit 1799 Königlicher Kapellmeister in seiner Geburtsstadt Lissabon, 1810 mit dem portugiesischen Hof in Rio de Janeiro, Er nennung zum Generalmusikdirektor der Kirche, des Theaters und der Kammermusik, schrieb Opern, Kirchenmusik 21.9.1818 345 Pott, Friedrich August (1806-1883) Ausbildung beim Vater, in Hannover und durch Louis Spohr und Moritz Hauptmann, 1822 Geiger in der Hofkapelle Hannover, seit 1829 Konzertreisen als gefeierter Geiger in Europa, 1832 Hofkonzertmeister, später Hofkapellmeister am Oldenburgischen Hof, nach der Pensionierung 1860 wohnhaft und als Lehrer tätig in Graz, schrieb eine Sinfo nie, Konzerte und Variationen für Violine und Orchester, Kammermusik und Lieder 10.4.1834 Prume, Frangois Hubert (1816-1849) Schüler der Konservatorien in Lüttich und Paris, seit 1833 Professor für Violinspiel in Lüttich, erfolgreiche Tourneen als Violinvirtuose in Europa, komponierte für Geige, darunter das damals berühmte Stück „Melancolie" 15.2.1845 (3) -11.8.1845 Puccit(t)a, Vincenz(i)o (1778-1861) Nach seinem Debüt als Opernkomponist 1800 erfolgreich in Italien und Europa, beson ders seit seiner Zusammenarbeit mit der Primadonna Angelica Catalani, als deren Accompagnist er außerdem von 1815 bis 1817 in Paris tätig war, zeitweise Musikdirektor des King's Theatre in London, 1817 Rückkehr nach Italien mit sehr bald verblassendem Ruhm, schrieb Opern, Gesänge 21.9.1818 -13.5.1819 (4) - 2.11.1828 Quidant, Pierre Robert Joseph (1815-1893) Studierte in Lyon und Paris Klavier, Klaviervorführer bei Sebastian Erard, Klavierleh rer (einer seiner Schüler war Emil von Sauer), komponierte vornehmlich Musik für Salons 19.4.1847 Raimondi, Pietro (1786-1853) Nach der Ausbildung in Neapel erfolgreicher Opernkomponist und Lehrer in Genua, 1824 Direktor des Königlichen Theaters in Neapel, 1825 Kompositionslehrer am dorti gen Königlichen Konservatorium, 1833 Direktor des Theaters und Konservatoriums Lehrer in Palermo, 1852 Kapellmeister an St. Peter in Rom, komponierte Opern, Bal lette, Oratorien, Kirchenmusik, Instrumentalwerke 15.12.1817 Rastrelli, Giuseppe (1799-1842) Geboren in Dresden, wo sein Vater Musik- und Gesangslehrer im Hause des Grafen Marcolini und seit 1795 Kirchenkomponist war, Violinschüler des Kammermusikers Franz Poland bis zur Virtuosenreife, 1814 mit den Eltern in Italien, Kompositionsstu dien und 1816 Debüt als Opernkomponist in Ascona, 1817 Rückkehr nach Dresden, nach erfolgreicher Opernpremiere königliches Stipendium für eine Studienreise nach Italien, nach der Rückkehr Berufung zum Kirchenkomponisten, 1829 Korrepetitor des Hoftheaters, 1830 Musikdirektor auf Lebenszeit, schrieb Opern, Kirchenmusik, Sologe sänge, Instrumentalwerke Ouvertüren 24.4.1829 (o.A.) -16.11.1833 (o.A.) - 7.11.1835 (o.A.) - 5.10.1836 („Macbeth”) -13.10.1836 („Salvator Rosa") - 7.3.1838 (o.A.) 346 Arien, Duett, Lied 12.1.1835 - 7.11.1835 - 20.2.1837 - 25.10.1839 Instrumentales 18.12.1828 - 4.2.1841 -13.2.1841 Reicha, Anton(in) (1770-1836) Ausbildung unter Aufsicht seines Onkels, des Violoncellovirtuosen und Dirigenten Joseph Reicha, auf Flöte, Violine und Klavier, 1790 Geiger in der kurfürstlichen Kapelle Bonn, Freundschaft mit Ludwig van Beethoven, wie dieser Schüler Christian Gottlieb Neefes, 1794 in Hamburg Privatlehrer und Opernkomponist, 1799 in Paris, 1802 in Wien, weitere Ausbildung bei Joseph Haydn, Johann Georg Albrechtsberger und An tonio Salieri, 1808 endgültig in Paris, erfolgreich mit seinen Bläserquintetten, hohes Ansehen als Lehrer, aber wie seit je erfolglos mit seinen Opern, 1818 Professor am Konservatorium, Lehrer u.a. von Adolphe Adam, Hector Berlioz und Franz Liszt, komponierte Opern, Orchesterwerke, Konzerte, Kantaten, Chöre, Arien, Duette, Ter zette, Kammermusik, veröffentlichte theoretische Schriften 12.5.1821 Reißiger, Carl Gottlieb (1798-1859) Thomasschüler in Leipzig, nach begonnenem Theologiestudium 1818 schließlich ganz Hinwendung zur Musik, Ausbildung in Leipzig, München und Wien, ab 1823 in Ber lin, Auslandsreisen im Zusammenhang mit seiner Beauftragung zur Neuorganisation der Berliner Lehranstalten, 1826 Musikdirektor am Dresdner Hoftheater, 1828 als offi zieller Nachfolger Carl Maria von Webers Berufung zum Hofkapellmeister, 1851 Erster Hofkapellmeister, eine der führenden musikalischen Autoritäten in Deutschland, schrieb Opern, Orchesterwerke, Konzerte, Kammermusik, Lieder, Duette, Chöre, Kir chenmusik und weitere geistliche Werke Sinfonie 10.8.1836 Ouvertüren o.A. 11.1.1827 - 21.3.1828 - 17.10.1828 - 2.11.1828 - 4.12.1829 - 10.4.1834 - 11.1.1838 - 1.8.1838 - 24.1.1840 -12.3.1840 - 4.3.1850 - 21.3.1854 -1.3.1855 „Der Ahnenschatz" 26.10.1832 „Yelva" 24.5.1833 -19.12.1838 - 28.1.1845 - 22.9.1848 - 28.2.1853 „Die Felsenmühle" 9.2.1835 -1.3.1855 „Libella" 18.10.1837 „Nero" 20.1.1842 - 4.3.1848 „Adele de Foix" 20.3.1846 -16.1.1851 „Der Schiffbruch der Medusa" 17.11.1851 - 5.4.1853 -1.12.1855 Ouvertüre d-Moll 18.4.1834 Festouvertüre 1.3.1854 Konzerte, Concertinos, Fantasien, Variationen für Soloinstrumente Klarinette 21.3.1828 - 14.2.1832 -19.2.1838 - 9.4.1839 - 29.1.1842 - 7.11.1842 -11.12.1843 - 13.4.1849 - 20.1.1842 Horn 12.3.1840 -17.3.1841 Flöte 17.10.1828 Violoncello und Klavier 25.10.1839 (s.a. F. A. Kummer) 347 Duos, Sonaten Klarinette und Klavier 9.4.1839 - 7.4.1856 Vokale Konzertszene 29.1.1857 Schauspielmusik „Faust" 28.8.1849 Arien, Duette, Lieder 7.2.1832 - 17.2.1834 - 9.2.1835 - 21.12.1835 - 11.12.1837 - 12.11.1838 - 25.9.1839 - 24.1.1840- 27.11.1840 - 17.3.1841 - 20.1.1842 - 20.3.1846 - 1.12.1845 - 25.11.1846 - 14.3.1849 - 25.2.1850 - 16.1.1851 - 26.8.1851 - 31.8.1852 - 11.11.1853 - 6.12.1854 - 19.3.1855-1.12.1855 Oratorium „David" 4.4.1852 -17.8.1852 - 9.5.1858 Hymnen 16.11.1836 - 6.7.1843 -17.5.1853 (2) Psalmen „Psalm von Klopstock" 27.8.1838 - 7.11.1838 62. Psalm 11.8.1845 97. Psalm 18.10.1848 130. Psalm 25.2.1857 o.A. 13.2.1850 „Salve Regina" 7.11.1851 A-cappella-Gesang 25.10.1839 -1.12.1845 -18.12.1846 -18.10.1848 Bearbeitung 6.12.1854 - o.A. 9.12.1836 Ricci, Luigi (1805-1859) oder Federico (1809-1877) Luigi: Ausbildung in Neapel, erste Erfolge mit Buffoopern, Opernaufführungen an al len großen italienischen Bühnen, 1837 Kapellmeister und Direktor der Oper sowie Be gründer einer Gesangsschule in Triest, komponierte Opern, Messen, Lieder, Chöre Federico: Zunächst Mitarbeiter seines Bruders Luigi, 1835 erster eigener Opernerfolg in Venedig, Leiter der Opern in Madrid und Lissabon, 1852 Kapellmeister an der Schule des Kaiserlichen Theaters in Petersburg, seit 1869 in Paris, 1877 Rückkehr nach Italien 25.4.1836 Riccius, Heinrich, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) 26.2.1856 Ries, Ferdinand (1784-1838) Schüler des Vaters und Bernhard Rombergs, ging von Bonn aus nach München und 1801 nach Wien, Klavierschüler und Mitarbeiter Ludwig van Beethovens, 1807 in Paris, 1808 als erfolgreicher Klaviervirtuose und Komponist zurück in Wien, 1810 ausge dehnte Konzertreise nach Norddeutschland, Skandinavien, Russland und London, wo er sich als Pianist, Lehrer und Komponist einen Namen machte, 1824 Niederlassung auf einem eigenen Gut in Godesberg, Leiter deutscher Musikfeste, 1837 Leiter des Frankfurter Caecilienvereins, schrieb Klavier- und Kammermusik, Orchesterwerke, Konzerte, Lieder, mehrstimmige Gesänge, Opern, veröffentlichte „Biographische Noti zen über Ludwig van Beethoven" (14. oder) 28.11.1823 -12.5.1826 - 4.1.1827 (4) - 21.12.1835 348 Rietz, Julius (1812-1877) Studium in Berlin u.a. bei Carl Friedrich Zelter und Bernhard Romberg, seit 1828 im Orchester des Königstädter Theaters, dort Aufführungen seiner Bühnenerstlinge, 1834 Musikdirektor und Assistent Felix Mendelssohn Bartholdys in Düsseldorf, 1835 dort Städtischer Musikdirektor, 1847 Kapellmeister am Stadttheater Leipzig, seit 1848 Leiter der Singakademie und Dirigent der Gewandhauskonzerte, Kompositionslehrer am Konservatorium, 1860 als Nachfolger Carl Gottlieb Reißigers Hofkapellmeister in Dresden, 1874 Ernennung zum Generalmusikdirektor, zunehmend zurückgedrängt durch den jungen, aufstrebenden Ernst Schuch, Herausgeber der Gesamtausgaben der Werke Johann Sebastian Bachs und Felix Mendelssohn Bartholdys, komponierte musi kalische Bühnenwerke, Orchesterwerke, Konzerte, Kammermusik, Lieder, Chöre 7.11.1854-29.8.1855 Righini, Vincenzo (1756-1812) Beginn der musikalischen Karriere als Sänger in Parma und 1776 als Opernkomponist („Don Giovanni") in Prag, 1780 Dirigent der Opera buffa in Wien, 1787 Leiter der Hofmusik in Mainz, 1793 bis zu seinem Tode Hofkapellmeister und Leiter der Italieni schen Oper in Berlin, berühmt als Gesangslehrer, schrieb Opern, Kantaten, Oratorien, Kirchen- und Kammermusik, Lieder, Solfeggien 9.3.1819 - 29.8.1855 - 29.1.1857 Riotte, Philipp Jakob (1776-1856) 1793 Organist in Trier, 1805 Kapellmeister in Gotha, anschließend in Danzig, Magde burg, seit 1808 am Kärtnertortheater in Wien, Bekanntschaft mit Ludwig van Beetho ven, Franz Schubert, Carl Maria von Weber u.a., schrieb Opern, Singspiele, Possen, Ballette, Kirchenmusik, Oratorien, eine Sinfonie, Konzerte, Kammer- und Klaviermusik 30.12.1824 Rode, Jacques Pierre Joseph (1774-1830) Vollendung der Ausbildung ab 1787 bei Giovanni Battista Viotti in Paris, 1790 dort Konzertdebüt, 1789 bis 1792 Mitglied verschiedener Theaterorchester, seit 1795 erfolg reiche Konzertreisen als „der vollendetste Violinist in Europa" (AMZ, 1800), 1797 Leh rer am Pariser Konservatorium, 1800 Solist in Bonapartes Privatkapelle, 1804 bis 1808 Solist des russischen Zaren, ab 1814 in Berlin, seit 1817 vom öffentlichen Konzertleben zurückgezogen wieder in Frankreich, komponierte Konzerte, Stücke für Violine solo, Kammermusik, Romanzen für Singstimme 21.9.1918 -14.3.1828 - 5.10.1832 - 21.12.1835 - 8.2.1844 Rolla, Giuseppe Antonio, Kztmstr. (biographische Angaben siehe Interpreten) Violinkonzerte (o.A.) 19.12.1823 -19.11.1824 - 5.2.1830 Variationen, Potpourri, Duo 19.12.1823 -19.11.1824 -10.3.1826 - 30.3.1827 -11.4.1828 - 5.2.1830 -14.2.1832 - 7.1.1837 Romberg, Andreas (biographische Angaben siehe Interpreten) 24.1.1817 -15.12.1817 - 3.4.1818 - 24.10.1823 -13.2.1839 -1.3.1855 Romberg, Bernhard (biographische Angaben siehe Interpreten) 24.1.1817 -15.12.1817 - 9.3.1819 (4) - 22.10.1824 (4) - 25.11.1848 Romberg (o.A.) 25.3.1817 (2) -12.5.1821 - 31.3.1826 349 Rossi, Francesco (1627-Ende des 17. Jahrhunderts) Priester, 1669 bis 1672 Kapellmeister am Konservatorium Neapel, 1680 Domherr an der Kathedrale von Bari, schrieb Kirchenmusik, Opern (die Arie aus „Mitrane" - 1689 - be arbeitete Frangois Joseph Fetis und führte sie 1833 in einem „Historischen Konzert" in Brüssel auf) 11.1.1845 (s.a. Fetis) Rossini, Gioacchino (1792-1868) Ouvertüren „Wilhelm Teil" 16.4.1830 - 30.4.1830 -11.5.1832 -10.12.1839 -14.5.1845 „Semiramide" 19.4.1845 (Bearbeitung, s.a. Czerny) - 30.4.1845 (dto.) o.A. 21.5.1847 Arien, Duette, Terzette, Quartette, Szenen 1.5.1818 - 4.6.1819 (2) - 16.3.1821 - 23.11.1821 - 29.11.1822 - 15.12.1823 - 22.10.1824 - 13.10.1826 - 9.11.1826 (2) - 14.3.1828 - 20.12.1828 - 26.12.1828 - 9.1.1829 (2) - 24.4.1829 - 14.12.1829 (3) - 2.7.1830 - 26.10.1832 - 19.4.1833 - 24.5.1833 (2) - 16.11.1833 - 24.1.1834 - 3.4.1834 - 10.4.1834 - 12.1.1835 - 13.2.1835 - 7.11.1835 - 4.2.1836 - 5.10.1836 (2) - 13.10.1836 (2) - 1.11.1836 - 4.3.1837 - 1.4.1837 (2) - 1.8.1838 - 23.12.1838 (2) - 25.2.1839 - 25.10.1839 - 4.3.1840 - 12.3.1840 - 27.8.1840 - 17.3.1841 - 22.3.1841 (3) - 3.2.1842 - 11.1.1845 (2) - 19.4.1845 - 20.3.1846 - 18.12.1846 - 21.5.1847 - 25.11.1848 - 14.3.1849 (2) - 30.5.1850 - 5.3.1851 - 2.6.1851 - 21.2.1853 - 1.3.1854 - 29.8.1855 - 7.11.1855 - 29.1.1857 - 27.8.1857-2.9.1858 „Stabat mater" 5.5.1843 - 9.8.1843 Szenen mit Chor 4.6.1819 (2) -10.10.1823 - 9.11.1826 o.A. 16.10.1829 - 2.7.1830 Rösler,]ohann ]osef(1771-1813) Im wesentlichen Autodidakt, Philosophiestudium in Prag, 1795 Kapellmeister am dortigen Ständetheater, seit 1805 Kapellmeister am Hoftheater in Wien und in Diensten des Fürsten Lobkowitz, Auftritte als Klaviervirtuose, schrieb Opern, Pantomimen, Or chester-, Kammer- und Klaviermusik, Vokalwerke und Lieder 15.12.1823 Rothe, Gottlieb oder Johann Traugott, KM (biographische Angaben siehe Interpreten) 1.4.1827 Rubinstein, Anton Grigorjewitsch (1829-1894) Neunjährig erstes öffentliches Konzert, 1841 erste Westeuropa-Reise, 1844 bis 1846 Kompositionsunterricht in Berlin, nachfolgend vornehmlich in Wien und Preßburg, 1849 Hofpianist einer russischen Großfürstin in Petersburg, Mitbegründer der Russi schen Musikgesellschaft und Leiter von deren Konzerten bis 1867 und nach 1887, viele Jahre als gefeierter Konzertpianist in Westeuropa, 1871 bis 1872 Dirigent der Wiener Gesellschaftskonzerte, 1872 bis 1873 USA-Reise mit Henri Wieniawski, 1891 bis 1894 wohnhaft in Dresden, komponierte Opern, geistliche Opern, ein Ballet, Oratorien, Or chesterwerke, Konzerte, Kammer- und Klaviermusik, Lieder, veröffentlichte schrift stellerische Arbeiten 20.4.1855 350 Sacchini, AntonioMaria Gasparo (1730-1786) Ausbildung in Neapel, 1756 erfolgreich mit einem Intermezzo, nachfolgend weitere Opernaufträge, 1758 „Maestro di Cappella Straordinario" am Conservatore de S. Loreto Neapel, 1761 „Secondo Maestro", seit 1762 in Venedig, Padua und Rom, 1769 Kapellmeister und Gesangslehrer in Venedig, 1770 in München und Stuttgart, ab 1772 zehn Jahre in London, 1781 in Paris, schrieb Opern, Oratorien, Kirchen- und Kammer musik, Cembalosonaten 29.1.1857 Salieri, Antonio (1750-1825) Nach Studien in Padua und Venedig deren Fortsetzung 1766 in Wien, 1769 Leiter der Opernproben am Hoftheater, 1774 Hofkomponist und Dirigent am Hoftheater, Opern aufträge aus Venedig, Mailand und Rom, 1788 Hofkapellmeister, Leiter der Konzerte der Tonkünstler-Sozietät und weitere verantwortliche Positionen im Musikleben Wiens, 1824 Pensionierung, komponierte Opern, Oratorien, Kirchenmusik, Kantaten, kleinere Gesangswerke, Chöre, Orchesterwerke, Konzerte, Kammer- und Klaviermu sik, veröffentlichte pädagogische Werke 3.4.1818 Sana (Sarro), Domenico Natale (1679-1744) Lebte ausschließlich in Neapel, wurde 1702 durch ein Oratorium bekannt, 1703 Kapell meister der Kapelle des Vizekönigs, 1706 Debüt als Opernkapellmeister, 1725 Vizeka pellmeister, 1728 städtischer Kapellmeister, 1737 Kapellmeister der Königlichen Ka pelle, schrieb Opern, Serenate, Kirchenmusik, ein Flötenkonzert 10.3.1826 Sassaroli, Germano (biographische Angaben siehe Interpreten) 20.9.1818 - 29.11.1822 -10.10.1823 Scarlatti, Alessandro (1660-1725) Ausbildung in Rom, 1679 Debüt als Opernkomponist, Ernennung zum Kapellmeister der schwedischen Königin, 1683 Kirchenkapellmeister in Rom, anschließend in Neapel, dort 1684 bis zum Tode Kapellmeister der Königlichen Kapelle, unterbrochen von 1703 bis 1707 durch einen Rom-Aufenthalt, komponierte Sinfonien, Konzerte, Sonaten, Orgelund Cembalomusik, Opern, Oratorien, Kirchenmusik, Kammerkantaten, Madrigale 24.3.1850 Schicht, Johann Gottfried (1753-1823) Erste Ausbildung in Zittau, 1776 Jurastudium in Leipzig, nach dem Wechsel zur Musik Geiger im Gewandhausorchester sowie Klavier- und Orgelsolist, 1785 Gewandhauska pellmeister und Musikdirektor der Neukirche, 1786 Gründung eines Singvereins aus Knaben und Männern, 1802 der gemischtstimmigen Singakademie, 1808 Universitäts Musikdirektor, 1810 Thomaskantor, geschätzter Pädagoge, schrieb geistliche und welt liche Gesangswerke, Orgel- und Klaviermusik, veröffentlichte theoretische Schriften über Gesang und Harmonielehre 7.11.1849 (a cappella) Schmidt, Johann Philipp (1779-1853) Bereits vor dem 1796 in Königsberg begonnenen Jurastudium geschätzter Pianist, seit 1798 musikalische Studienreise u.a. nach Berlin, Dresden, Wien und Prag, 1801 Beginn einer juristischen Laufbahn, 1804 Mitglied der Berliner Singakademie, seit 1806 tätig als 351 Klavierlehrer, Konzertpianist, Komponist und Arrangeur, 1811 Eintritt in den höfi schen Dienst, 1819 Hofrat, Mitarbeiter von Berliner und Leipziger Musikzeitungen, schrieb Opern, Singspiele, Kirchenmusik, Konzerte, Klaviermusik, Bearbeitungen 23.12.1836 -13.8.1839 (Arrangement, s.a. Beethoven) Schneider, Friedrich (1786-1853) Studien an der Leipziger Universität, dort 1806 Organist der Pauliner-, 1812 der Thomaskirche, 1821 Hofkapellmeister in Dessau, 1829 Gründung einer Musikschule, geschätzter Dirigent von Musikfesten und Pädagoge, komponierte Oratorien, Kir chenmusik, Chöre, Männerquartette, Opern, Orchesterwerke, Kammermusik, Lieder, veröffentlichte theoretische Schriften 8.4.1827 - 23.12.1837 - 6.7.1843 - 7.11.1846 -18.10.1848 -14.4.1854 Schröter, Leonhart (ca. 1532-ca. 1600) 1545 Fürstenschule in Meißen, 1561 Stadtkantor in Saalfeld, 1571 Hofbibliothekar in Wolfenbüttel, 1576 bis 1595 Kantor an der altstädtischen Lateinschule in Magdeburg, schrieb Kirchenmusik, geistliche und weltliche Lieder 8.11.1852 (a cappella) Schubert, Franz (Dresden) KM, Vizekztmstr., Kztmstr. (biographische Angaben siehe Interpreten) Violinkonzert, Concertino 25.2.1839-20.1.1844 Potpourris, Tänze, Fantasien, Variationen, Divertimenti, Etüden, Rondos etc. 3.10.1828 - 14.12.1829 - 25.4.1834 - 25.1.1836 (2, s.a. F. A. Kummer) - 25.4.1836 - 11.12.1837 - 21.4.1838 - 20.8.1841 - 20.1.1844 (2) - 28.1.1845 - 14.5.1845 (?) - 20.3.1846 - 26.11.1849 - 4.3.1850 -16.1.1851 -12.1.1852 - 2.5.1854 - 20.4.1855 - 29.1.1856 - 26.2.1856 Tarantelle 10.2.1852 - 5.4.1853 -11.2.1854 - 21.3.1854 Duos Violine und Violoncello (s.a. Fr. A. Kummer) 21.4.1838 - 25.2.1839 - 9.4.1839 Violine und Klavier 14.5.1845 Schubert, Franz (Wien, 1797-1828) Sinfonie C-Dur („Große”) 13.2.1850 Lieder 9.2.1835 - 11.12.1837 - 1.8.1838 - 25.10.1839 - 7.11.1839 - 25.11.1839 - 7.3.1840 - 12.3.1840 (2) - 20.1.1842 (2) - 7.11.1843 (2) -11.12.1843 - 27.2.1844 - 7.1.1845 - 28.10.1846 - 16.1.1851 (2) - 17.11.1851 - 10.2.1852 - 28.2.1852 (3) - 11.11.1853 (2) - 16.1.1855 (2) - 1.3.1855 (2) -1.12.1855 - 7.4.1856 Transkriptionen (s.a. Liszt) 12.11.1838 (2) -13.2.1840 -16.12.1842 Schubert, Joseph, KM (1757-1833) 1779 Mitglied der markgräflichen Kapelle in Schwedt, 1788 bis 1823 als Bratschist der Dresdner Hofkapelle, vielseitiger Komponist 30.3.1821 Schulhoff, Julius (1825-1898) Studium in Prag, 1843 erste Auftritte in Dresden und Leipzig, danach mehrere Jahre in Paris, Konzerte als angesehener Klaviervirtuose in England, Spanien und Russland, sehr bald jedoch Verzicht aufs Konzertieren zugunsten der Lehrtätigkeit und des Komponierens zunächst in Paris, dann in Dresden und später in Berlin, 1897 Ernen nung zum Professor, schrieb Klaviermusik 12.1.1852 352 Schumann, Robert (1810-1856) Sinfonien 1. Sinfonie 17.2.1858 Vokalsinfonik „Das Paradies und die Peri" 23.12.1843 - 5.1.1850 -12.1.1850 „Fausts Verklärung" 29.8.1849 „Der Königsohn" 7.11.1853 Lied 15.3.1850 Klaviermusik Fantasiestück 11.1.1838 Andante und Variationen für zwei Klaviere 11.1.1845 Schunke, Gottfried (1777-1861) Hofmusiker in Berlin, Coburg, Kassel und Stuttgart, berühmter Hornist, Konzertreisen mit seinem Bruder Johann Michael, ebenfalls ein Hornist, komponierte Variationen für Horn 30.3.1827 Schurig, G. A. (Lebensdaten unbekannt) In den 1840er und 1850er Jahren als Musikdirektor in Dresden und am Lehrerseminar tätig 17.5.1853 (a cappella) Schuster, Joseph (1740-1812) Ausbildung in Dresden, 1765 zusammen mit Johann Gottlieb Naumann Studienreise nach Italien, 1772 Kirchenkomponist, 1774 bis 1777 und 1778 bis 1781 weitere Italien reisen mit Erfolgen als Opernkomponist, 1784 Hofkapellmeister, Mitwirkung an der Entwicklung eines bürgerlichen Musiklebens in Dresden, große Popularität als Kom ponist, seit 1790 verantwortlich für die Kammermusikpflege am kurfürstlichen Hof, komponierte Opern, Singspiele, Oratorien, Kirchenmusik, weltliche Kantaten, Kon zerte, Kammermusik, Stücke für Klavier und Mandoline 22.9.1848 Schütz, Heinrich (1585-1672) Erste musikalische Ausbildung in Weißenfels, 1599 Aufnahme in die Kantorei und das Collegium Mauritianum des Landgrafen Moritz von Hessen in Kassel, 1608 Jurastu dium in Marburg, 1609 bis 1613 Studienreise zu Giovanni Gabrieli nach Venedig, 1613 erster Dresden-Aufenthalt, 1615 Anstellung, 1617 Ernennung zum Hofkapellmeister in Dresden, 1627 Uraufführung des musikalischen Bühnenwerkes „Dafne" in Torgau, 1628 zweite Venedigreise zu Claudio Monteverdi, 1633 zur Reorganisation der Hofmu sik in Kopenhagen, dort Ernennung zum Hofkapellmeister (weitere Kopenhagen-Auf enthalte 1637 und 1642), Kampf um die Erhaltung der durch den Dreißigjährigen Krieg existenzbedrohten Dresdner Kapelle, 1656 Genehmigung des Kurfürsten für einen teilweisen Ruhestand, eine der bedeutendsten Gestalten der europäischen, speziell auch der Dresdner Musikgeschichte, komponierte Psalmen, Motetten, geistliche Kon zerte, Musikalische Exequien, Passionen, Weihnachts-Historie u.a., bis auf die Italieni schen Madrigale ist das gesamte weltliche Schaffen verloren gegangen 22.9.1848 (a cappella) - 7.11.1851 (dto.) Sebastiani, Ferdinand (1803-1860) Schüler, später Lehrer am Konservatorium Neapel, Soloklarinettist des Theaters San Carlo und der Reale Cappella Palatina, Virtuosenreisen in Europa, schrieb Werke für Klarinette mit Klavier oder Orchester und eine Klarinettenschule 3.2.1842 353 Servais, Adrien-Frangois (1807-1866) Nach dem Violin- und Violoncellostudium in Brüssel Orchestermitglied am Theatre de la Monnaie, seit 1833 Konzertreisen als Violoncello-Virtuose in Europa, 1835 Honorar professor, 1848 Lehrer am Königlichen Konservatorium Brüssel, schrieb Konzerte, Fantasien, Duos und Übungsstücke 13.4.1844 (3) -19.4.1847 Seyfried, Ignaz Xaver Ritter von (1776-1841) Schüler von Wolfgang Amadeus Mozart, Leopold Kozeluch, Johann Georg Albrechtsberger und Peter von Winter, 1792 Philosophiestudien in Prag, 1793 Jurastu dien in Wien, 1797 Dirigent und Hauskomponist an Emanuel Schikaneders Theater auf der Wieden, 1801 bis 1827 dasselbe am Theater an der Wien, befreundet mit Ludwig van Beethoven, Ablehnung eines Kapellmeister-Angebots aus Dresden, seit der zwei ten Hälfte der 1820er Jahre Unterrichtstätigkeit, Mitarbeiter u.a. der NZfM und der AMZ, schrieb Opern, Biblische Dramen, Singspiele, Schauspielmusiken, Kirchen- und Kammermusik 10.12.1839 (Mozart-Arrangement) Sieber, Ferdinand (1822-1895) Seit 1832 Schüler von Johann Aloys Miecksch in Dresden, dort erste Auftritte als Konzertsänger, seit 1848 Sänger in Detmold, Schwerin, Hannover, Würzburg, Spanien und Petersburg, seit 1884 in Berlin Gesangslehrer und Musikkritiker, komponierte Lie der, Canzonen, Arien, Duette bis Quartette, Chöre, Klaviermusik, Solfeggien, veröf fentlichte Gesangsschulen und Sammlungen von italienischen Arien und von Liedern 13.4.1849 Siering, Moritz (1821-?) Ausbildung in Freiberg und Leipzig, 1842 Gesangsunterricht in Dresden, dort Musiklehrer, komponierte eine Oper, Lieder, Klavierwerke und Kammermusik (zahl reiche Aufführungen im 1854 gegründeten Dresdner Tonkünstler-Verein) 21.2.1851 (2) Späth, Andreas (1790-1876) 1810 als Klarinettist Mitglied des 2. Hautboistenchors (Teil der Hofkapelle) in Coburg, 1816 in Wien für Theorie-, Kompositions- und Violinstudien, nach der Rückkehr nach Coburg vielseitiger Instrumentalist am Hof, 1821 Organist in Morges am Genfer See, 1833 Organist, Gesangslehrer und Dirigent in Neuchatel, 1838 Konzertmeister und Lehrer am Musikseminar in Coburg, komponierte Opern, Singspiele, Kirchenmusik, Lieder, Orchestermusik, Konzerte, Kammer- und Klaviermusik 3.12.1824 Spindler, Fritz (1817-?) Schüler von Friedrich Schneider in Dessau, seit 1841 Musiklehrer in Dresden, kompo nierte Klavier- und Kammermusik, Sinfonien und ein Konzert 7.11.1853 Spohr, Louis (1784-1859) Seit 1797 systematische Ausbildung in Braunschweig, 1799 Aufnahme in die Hofka pelle, 1802 bis 1803 Reise nach Petersburg und Veröffentlichung erster Kompositionen, 1804 bis 1805 erste Konzertreisen als Violinvirtuose, 1805 Konzertmeister der Hofka 354 pelle Gotha, Konzertreisen mit seiner Frau, der Harfenistin Dorette geb. Scheidler, zu nehmend Erfolg auch als Dirigent, 1813 Orchesterdirektor des Theaters an der Wien, 1815 Tourneen in Deutschland, Italien und in der Schweiz, Anerkennung als bester deutscher Geiger, 1817 Leiter der Frankfurter Oper, 1819 in London und Paris, 1822 auf Empfehlung Carl Maria von Webers Hofkapellmeister auf Lebenszeit in Kassel, ge fragter Violinlehrer, komponierte Orchesterwerke, Konzerte, Kammer-, Klavier- und Harfenmusik, virtuose Solostücke, Kirchenmusik, Oratorien, Kantaten, Opern, Schau spielmusiken, Chöre, Sologesänge, veröffentliche pädagogische Schriften Sinfonie „Weihe der Töne" 29.9.1835 - 21.12.1835 Ouvertüre „Jessonda" 16.1.1855 Konzerte eine Violine/zwei Violinen 31.3.1826 - 24.11.1826 - 30.3.1827 - 4.12.1829 - 5.10.1832 - 10.2.1834 (Nr. 9, 1. Satz) - 7.11.1835 - 16.1.1845 (Nr. 8 „Gesangsszene") - 21.3.1854 (Nr. 2) Klarinette 23.11.1821 Variationen, Potpourris, Stücke 23.11.1821 - 2.5.1828 -11.1.1838 (2) - 4.6.1844 Kammermusik Nonett 27.3.1829 -1.11.1838 - 23.12.1838 - 9.4.1839 Notturno 13.2.1839 - 27.8.1840 Arien, Duette 24.1.1834 -13.2.1844 - 4.3.1850 -12.1.1852 - 7.11.1854 - 29.8.1855 Lieder 19.2.1838 (mit obligatem Horn) - 9.4.1839 (s.a. Weber) -16.12.1842 (s.a. Eisner) o.A. 16.10.1829 Spontini, Gasparo (1774-1851) Seit 1789 musikalische Ausbildung, 1793 am Konservatorium in Neapel, 1796 Beginn der Laufbahn als Opernkomponist in Rom, dann Aufführungen in Neapel, Palermo, Florenz und Venedig, Gesangslehrer, 1802 in Marsaille, 1803 in Paris, 1805 Hofkompo nist und Kapellmeister der französischen Kaiserin, 1810 Theaterdirektor, 1820 bis 1841 Erster Kapellmeister und Generalmusikdirektor am Berliner Hof, 1842 wieder in Paris, schrieb Opern, Chormusik, Lieder und Gesänge, Stücke für Militärorchester Ouvertüren „Olimpie" 30.12.1824 - 23.12.1836 - 9.4.1839 - 4.2.1841 - 26.8.1850 - 27.1.1853 „Fernando Cortez" 30.4.1830 - 7.11.1839 -16.2.1846 - 20.2.1846 „La Vestale" 7.1.1837 -15.12.1840 -19.4.1847 - 20.4.1855 - 2.9.1856 „Nurmahal" 30.6.1847 o.A. 29.3.1837 Arie 14.12.1829 Steffani, Agostino (1654-1728) 1667 bis 1688 am Münchener Hofe, musikalische Ausbildung bei Johann Caspar Kerll, 1672 Studienreise nach Italien, seit 1675 auch Theologiestudium, 1678 Hof- und Kam merorganist, 1680 Debüt als Opernkomponist, Priesterweihe, Eintritt in den diplomati schen Dienst, 1681 Kammermusikdirektor, 1688 Hofkapellemeister und Diplomat des 355 Hofes von Hannover, 1695 Übersiedelung nach Brüssel, ab 1702 als Regierungspräsi dent in Kurpfälzischen Diensten in Düsseldorf, 1703 Rektor der Universität Heidel berg, 1706 Bischof von Spiga, 1709 Apostolischer Vikar mit Sitz in Hannover, häufige Reisen in Europa, vor allem nach Italien, komponierte Opern, Kantaten, Madrigale, Scherzi, Kammerduette, Sonaten, Ballettmusiken, Kirchenmusik 19.4.1847 Steinbrecher, ? (Lebensdaten unbekannt) 7.3.1840 Stradella, Alessandro (1644-1682) Chorknabe in Rom, seit 1663 Kompositionen für die Königin Cristiane von Schweden, 1665 in Rom in Diensten der Familie Colonna, nach 1666 Reisen nach Florenz und Ve nedig, 1670 in Wien, 1671 Rückkehr nach Rom, danach in Turin und Genua, 1682 Er mordung im Zusammenhang mit einer Liebesaffäre, schrieb Instrumentalwerke, geist liche und weltliche Gesangswerke, Oratorien, Serenate, Opern, veröffentlichte pädago gische Schriften 4.3.1850 - 25.2.1852 Stuntz, Joseph Hartmann (1793-1859) Schüler von Peter von Winter, Opernerfolge in Mailand, 1824 Chordirektor der Münchener Oper, 1826 Hofkapellmeister, komponierte Opern, Kirchenmusik, Ouver türen, Kammermusik, Chöre 12.1.1835 - 7.3.1840 Suppe, Franz von (1819-1895) Jurastudium in Padua, 1835 in Wien völlige Hinwendung zur Musik, 1840 Volontär, dann Kapellmeister am Theater in der Josephstadt und in Preßburg, seit 1841 auch Leiter italienischer Opernaufführungen, 1845 Kapellmeister am Theater an der Wien, 1860 Debüt als Operettenkomponist, 1862 Kapellmeister am Kärtnertortheater, 1865 am Carltheater, schrieb Operetten, Opern, Bühnenmusiken, geistliche und weltliche Chöre, Lieder, Orchester- und Kammermusik 2.6.1851 (s.a. Hölzel) Szymanowska, Maria (biographische Angaben siehe Interpreten) 1.10.1823 Taubert, Carl Gottfried Wilhelm (1811-1891) Als Dreizehnjähriger erste öffentliche Auftritte, 1831 Leiter der Hofkonzerte „am Pi ano" in Berlin, Konzert- und Lehrtätigkeit, 1842 Kapellmeister der Berliner Hofoper und Dirigent der Sinfonie-Soireen der Königlichen Kapelle, verdienstvoller Einsatz für die Witwenkasse des Orchesters, später Oberkapellmeister und Dirigent der Sinfonie konzerte, seit 1865 Lehrer am Konservatorium, schrieb Orchesterwerke, Kammer- und Klaviermusik, Gesänge für eine und mehrere Stimmen, Opern 15.3.1850 - 29.1.1855 - 7.4.1856 Thalberg, Sigismund (1812-1871) Erste Ausbildung in Wien, seit 1826 öffentliche Auftritte, 1829 Konzerte in Deutsch land, 1830 Studien in Paris bei Johann Peter Pixis und Friedrich Wilhelm Kalkbrenner, 1836 sensationelle Erfolge in Paris und Kontroversen mit Franz Liszt, seit 1838 gefeier ter Klaviersolist quer durch Europa, seit 1855 auch in Nordamerika, Brasilien und Ha 356 vanna, 1862 Konzerte in London und Paris, seit 1866 ständiger Wohnsitz in Neapel, trug den Titel Königlich sächsischer Kammervirtuos, komponierte Klavierkonzerte, Klavier- und Kammermusik, Lieder, Opern 29.6.1830 (2) - 2.7.1830 (2) -18.4.1834 - 9.12.1836 - 30.4.1838 -12.11.1838 - 19.12.1838 (3) - 23.12.1838 (3) - 13.2.1841(3) - 24.2.1841 (2) - 27.2.1941 (4) - 7.11.1842 - 16.12.1842 - 11.1.1845 - 7.2.1854 Tharuen, ? (biographische Daten unbekannt) 23.12.1836 Thrun, Hieronymus (1811-1886) Dirigent, Komponist und Musikschriftsteller, Gesangs- und Theorielehrer, tätig u.a. in Berlin, Danzig und Riga, Mitarbeiter der NZfM und der Berliner Musikzeitung, Gründer der Berliner Liedertafel, hinterließ Bühnenwerke, Lieder, Männerchöre, Schriften 16.4.1839 (2) -17.2.1847 Thurner, Friedrich Eugen (1785-1827) Als Oboist Mitglied der Hofkapellen 1805 in Kassel und 1807 in Braunschweig, häufige Konzertreisen, seit 1818 in Amsterdam, schrieb Sinfonien, eine Ouvertüre, Oboenkon zerte, Kammermusik mit Oboe, Klavierstücke, eine Sonate für Horn und Klavier 3.3.1824 Trautvetter, ? (geboren etwa 1813) Lt. Ankündigung NZfM (29.5.1843) etwa 30-jähriger Baron aus Petersburg 5.5.1843 Uber, Friedrich Christian Hermann (1781-1822) Jurastudium in Halle, daneben musikalische Ausbildung, 1801 vertretungsweise Diri gent der Abonnementskonzerte mit ersten Aufführungen eigener Werke, 1804 bis 1808 in Berlin, u.a. Kammermusiker des Prinzen Louis Ferdinand, danach kurzzeitig Kapellgeiger in Braunschweig, 1808 Musikdirektor in Kassel, 1814 Kapellmeister in Mainz, 1816 bei der Secondaschen Theatertruppe in Dresden, danach in Leipzig Mu siklehrer und Mitarbeiter am Brockhaus-Lexikon, 1817 Kreuzkantor in Dresden, kom ponierte Konzerte, Ouvertüren, Oratorien, Kantaten, Opern, Melodramen 19.9.1818-1.3.1833 Uhlig, Theodor, KM (1822-1853) 1837 Schüler von Friedrich Schneider in Dessau, seit 1841 Geiger der Königlichen musi kalischen Kapelle Dresden, Wandlung vom Wagner-Gegner zum Freund, Mitarbeiter und Apologeten Wagners, 1851 Vorspieler der Sing- und Schauspielmusik des Hofthe aters, Mitarbeiter der NZfM, komponierte Klavier- und Kammermusik, konzertante Stücke, Lieder, Chöre, schrieb Aufsätze und Kritiken 21.2.1853-28.2.1853 Vacai, Nicolai/Vaccai, Nicola (1790-1848) 1807 Jurastudium in Rom, daneben musikalische Ausbildung, 1812 bis 1815 Schüler Giovanni Paisiellos in Neapel, 1815 Debüt als Opernkomponist, danach in Venedig und Triest glücklos als Komponist, aber angesehen als Gesangslehrer, seit 1824 an mehreren italienischen Bühnen erfolgreich, 1829 Gesangslehrer in Paris, 1831 in Lon don, 1835 Rückkehr nach Italien, bis 1844 verantwortliche Positionen sowie Kompositions- und Gesangslehrer am Konservatorium Mailand, schrieb Opern, Ballette, Kir chenmusik, Kantaten, vokale Kammermusik, eine Gesangsschule 23.1.1829 357 Verdi, Giuseppe (1813-1901) 4.3.1850 - 2.6.1851 -17.11.1851 - 21.2.1855 - 7.11.1855 Vielborsky, Grafvon (Lebensdaten unbekannt) 1.12.1855 Vieuxtemps, Henri (1820-1881) Als Sechsjähriger erster öffentlicher Auftritt, 1827 erste Kunstreise, bis 1831 weitere Ausbildung bei Charles Auguste de Beriot in Brüssel, seit 1833 überwiegend auf Kon zertreisen in Europa und mehrfach in Nordamerika, 1833 in Wien, 1834 in London, 1835 Kompositionsunterricht bei Anton Reicha in Paris, 1846 bis 1851 Solist des Zaren und Violinprofessor in Petersburg, 1871 Violinprofessor in Brüssel, komponierte Kon zerte, Kammermusik, Stücke für Violine und Klavier oder Orchester sowie für Violine solo, Kadenzen zu Ludwig van Beethovens Violinkonzert 18.10.1837 (3) - 8.2.1844 - 13.2.1844 - 16.2.1844 - 16.2.1846 - 20.2.1846 - 4.2.1848 (s.a. Ch. Mayer) -17.11.1851 (2, s.a. Wolff) - 5.12.1853 - 7.2.1854 Vogt, Jean (1823-1888) Studium in Berlin und Breslau, konzertierte als Pianist, lebte seit 1850 bis 1855 als Organist und Klavierlehrer in Petersburg, danach in Dresden, 1865 Lehrer am Stern'schen Konservatorium in Berlin, 1871 in New York, schrieb konzertante Werke, das erfolgreiche Oratorium „Lazarus", Klaviermusik 20.4.1855 Volkslieder Italien 5.10.1836 Ungarn 5.10.1836 Frankreich 5.10.1836 Russland 5.10.1836, 6.12.1854 Spanien 5.10.1836 Norwegen 15.3.1850 - 7.2.1854 Schweden 11.2.1854 (s.a. Berg) - 4.3.1850 Vorisek, Jan Hugo, s. Worzischek Wagner, Richard (1813-1883) Vokalmusik „Das Liebesmahl der Apostel" 6.7.1843 Bearbeitung des „Stabat mater" von Palestrina 8.3.1848 Orchestermusik „Faust-Ouvertüre" 22.7.1844 -19.8.1844 Aus Opern „Rienzi" 4.2.1848 (Ouvertüre) -16.1.1851 („Chor der Friedensboten" in einer Bearbeitung) „Der fliegende Holländer" 7.11.1851 (Matrosenlied und -chor) „Lohengrin" 22.9.1848 (Finale 1. Akt) o.A. 12.8.1844 Walter, Johann (1496-1570) Nach der Schule Bassist in der Kursächsischen Hofkapelle, Zusammenarbeit und Freundschaft mit Martin Luther, nach Auflösung der Hofkapelle 1525 Aufbau der Torgauer Stadtkantorei und Lehrer an der Lateinschule, 1548 Berufung zum Kapellmeister der neu gegründeten Dresdner Hofkapelle, 1554 Pensionierung, schrieb Kirchenmusik, Instrumentalfugen, Dichtungen, Herausgeber von reformatorischen Gesangbüchern 22.9.1848 - 28.10.1848 358 'Wassermann, Heinrich Joseph (1791-1838) 1810 Violinschüler Louis Spohrs in Gotha, 1811 Mitglied der Meininger Hofkapelle, 1817 Musikdirektor der Musik-Gesellschaft Zürich, seit 1820 Erster Violinist und Solist in Donaueschingen, erfolgreiche Konzertreisen, Dirigent der Musikgesellschaft Genf, 1829 Dirigent in Basel, komponierte konzertante und kammermusikalische Werke 24.1.1834 - 7.2.1834 Weher, Anselm Bernhard (1764-1821) Schüler von Abbe Vogler und Ignaz Holzbauer in Mannheim, 1781 Theologie-, Philoso phie- und Jurastudien in Heidelberg, 1787 Musikdirektor der Großmannschen Thea tertruppe in Hannover als Dirigent von Opern, Singspielen und Konzerten, erfolgreich auch als Pianist, 1790 Skandinavienreise, 1792 Zweiter Musikdirektor am Königlichen Nationaltheater Berlin, 1803 in Paris, 1804 Hofkapellmeister in Berlin, schrieb Opern, Singspiele, Schauspielmusiken, Ballette, geistliche Werke, Lieder, Gesänge, Klaviermusik 18.4.1834 (2) Weher, Carl Maria von (1786-1826) Ouvertüren „Beherrscher der Geister" 1.5.1818 - 4.12.1818 -13.2.1839 Jubelouvertüre 20.9.1818 - 23.9.1818 - 30.3.1821 - 27.3.1829 - 1.2.1833 - 11.12.1837 - 1.11.1838 - 3.2.1842 - 22.9.1848 -14.3.1849 - 21.2.1853 „Der Freischütz" 18.12.1820 - 9.4.1821 -12.10.1821 „Euryanthe" 7.11.1834 - 30.4.1838 -13.2.1844 - 7.11.1851 -11.2.1854 „Oberon" 13.10.1826 - 1.4.1827 - 23.12.1838 - 23.12.1840 - 23.12.1843 - 11.1.1845 - 1.12.1845 - 30.6.1847 - 26.8.1851 o.A. 14.3.1828 - 7.11.1849 - 25.2.1850 Arien, Opernszenen etc. 16.11.1833 -1.11.1838 -16.4.1839 -13.2.1841 -11.12.1843 -11.12.1843 -11.2.1854 Kantaten „Kampf und Sieg" 27.8.1834 „Jubelkantate" 21.9.1818 - 22.12.1821 „Der erste Ton" 17.2.1834 Kirchenmusik „Sanctus" aus der Messe Es-Dur 22.9.1848 Lieder 4.3.1837 - 25.2.1839 - 9.4.1839 (s.a. Spohr) - 20.1.1842 (2) -12.1.1852 - 29.1.1857 Konzertante Werke Klavierkonzerte 9.4.1821 - 4.4.1823 Konzertstück für Klavier 30.11.1821 - 11.1.1838 - 16.11.1839 - 25.11.1839 - 21.2.1844 - 15.11.1844-15.8.1853 Klarinettenkonzerte 30.12.1823 (o.A.) - 3.12.1824 (o.A.) - 20.2.1837 (f-Moll) Concertino für Klarinette 9.2.1835 - 20.3.1846 Einzelsätze für Klarinette o.A. 25.11.1846 (Adagio) - 19.4.1847 (Adagio) - 5.4.1853 (Ada gio und Rondo) Fagottkonzert 17.12.1824 - 20.2.1837 (2. und 3. Satz) - 30.6.1847 - 29.8.1855 (2. und 3. Satz) Andante e Rondo Ungarese (für Fagott) 30.3.1821 - 3.3.1824 Concertino (Adagio und Rondo) für Harmonichord 8.4.1824 - 8.10.1846 359 Klaviermusik Sonate Nr. 3, d-Moll 15.8.1853 „Aufforderung zum Tanz" 27.2.1844 Kammermusik Grand Duo concertant 30.12.1823 - 21.3.1828 -18.10.1837 Weigl, Joseph (1766-1846) Studium bei Johann Georg Albrechtsberger und Antonio Salieri in Wien, seit 1785 Be schäftigung am Hoftheater (u.a. Einstudierung der Sänger für Wolfgang Amadeus Mo zarts Figaro und Don Giovanni), 1790 Kapellmeister-Substitut, 1792 Kapellmeister und Komponist des Hoftheaters (1802 Berufung auf Lebenszeit), 1807 und 1815 erfolgreich in Italien, mit dem Singspiel Die Schweizerfamilie hohe internationale Anerkennung, 1827 Vizekapellmeister der Hofburg-Kapelle, komponierte Opern, Singspiele, Schau spielmusiken, Ballette, Kirchenmusik, Oratorien, Kantaten, Orchester- und Kammer musik, Lieder 10.2.1834 (s.a. Paganini) Weiß, Julius (1814-?) Musiklehrer und 1852 Eigentümer einer Musikalienhandlung in Berlin, von Haus aus Geiger, veröffentlichte vor allem Studienliteratur für Violine und Klavier, Lieder 4.3.1840 Wieck, Clara (biographische Angaben siehe Interpreten) 30.1.1836-9.12.1836 Wieprecht, Friedrich Wilhelm (1802-1872) Generalmusikdirektor des Militärcorps des preußischen Staates, namhaft als Instrumentenbauer (u.a. Verbesserungen an Tuba und Kontrafagott), schrieb zahlrei che Arrangements 21.3.1828 -1.3.1833 -17.2.1834 Willmers, Rudolph Heinrich (1821-1878) Schüler von Johann Nepomuk Hummel in Weimar und Friedrich Schneider in Dessau, seit 1853 wohnhaft in Wien, 1864 bis 1866 Klavierlehrer am Stern'schen Konservato rium Berlin, schrieb Klavierwerke und Kammermusik mit Klavier 12.11.1838 (5) Winter, Peter von (1754-1825) 1773 feste Anstellung in Mannheim als Kontrabassist, dann als Geiger, 1778 nach Über siedelung der Hofkapelle nach München deren Orchesterdirektor, 1780 bis 1781 Stu dien bei Antonio Salieri in Wien, 1782 Debüt als Opernkomponist in München, 1787 als Vizekapellmeister Leiter der Hofmusik und der Italienischen Oper, in den neunziger Jahren erfolgreiche Opemaufführungen in Italien, 1798 Hofkapellmeister, 1811 Grün dung der Musikalischen Akademie, 1816 bis 1820 Kunstreisen, schrieb Opern, Sing spiele, Kirchenmusik, weltliche Kantaten, Orchesterwerke, Kammermusik, eine Ge sangsschule 30.4.1830 Wolf(f), Heinrich (1813-1898) Violinunterricht in London, dort erster öffentlicher Auftritt mit zehn Jahren, nach 1824 weitere Ausbildung in Frankfurt und Wien, seit 1830 Konzertreisen in Europa, 1842 bis 1878 Erster Konzertmeister am Stadttheater Frankfurt, von 1827 bis 1864 regelmäßig 360 Solist in den Konzerten der dortigen Museumsgesellschaft, komponierte Sinfonien, Ouvertüren, Violinkonzerte, Kammermusik, Violinstücke und -Etüden, Lieder 17.11.1851 (s.a. Vieuxtemps) Worzischek (s.a. Vorisek), Jan Hugo (1791-1825) Bereits als Siebenjähriger Organistendienste, 1806 auf einem Prager Gymnasium, 1811 Philosophie-Studium an der Prager Universität, daneben Musikausbildung, 1813 Fort führung des Musikunterrichts bei Johann Nepomuk Hummel und Ignaz Moscheies in Wien, 1818 Dirigent der Gesellschaft der Musikfreunde, 1822 Hofkriegsrat, 1822 Zwei ter, 1824 Hoforganist, schrieb Klaviermusik, Werke für Klavier und Orchester, Kam mermusik mit Klavier, Ouvertüren, eine Sinfonie, Lieder, Duette und Quartette, Kir chenmusik 12.5.1826 Würfel, Wenzel Wilhelm (biographische Angaben siehe Interpreten) 24.10.1823 (4) Zingarelli, Nicola Antonio (1752-1837) Studium in Neapel, 1772 Organist, seit 1785 Opernkompositionen für alle größeren italienischen Bühnen, seit 1803 neuer Schwerpunkt Kirchenmusik, 1794 Kapellmeister an S. Casa di Loreto, 1804 Kapellmeister am Petersdom Rom, 1813 im Direktorium des Real Collegio di Musica Neapel, 1816 Kapellmeister an der Kathedrale Neapel, kom ponierte Opern, Oratorien, biblische Dramen, Kirchenmusik, Sinfonien, ein Streich quartett, Sonaten, Solfeggien, Kanons, Fugen 20.9.1818 - 21.3.1854 Zöllner, Karl Friedrich (1800-1860) Seit 1814 Thomasschüler und Unterricht bei Johann Gottfried Schicht, 1819 Beginn ei nes Theologiestudiums, 1820 Gesangslehrer an der Leipziger Ratsfreischule, 1822 Gründung eines eigenen Musikinstituts für Chorgesang, seit 1830 fast ausschließlich wirksam für den Männergesang und seine Verbreitung, als Komponist, Dirigent und Organisator zentrale Gestalt des mitteldeutschen Männerchorwesens, schrieb Lieder für Männer- und gemischte Chöre, Sololieder 1.12.1845 1.3.2 Titel, für die kein Komponist genannt ist 24.1.1817 - 25.3.1817 - 30.10.1818 - 17.3.1820 - 16.3.1821 - 30.3.1821 - 9.4.1821 - 12.5.1821 - 12.10.1821 (2) - 23.11.1821 - 12.4.1822 (2) - 5.11.1824 - 17.12.1824 - 30.12.1824 - 3.10.1828 - 17.10.1828 - 23.1.1829 (4) - 28.1.1829 (6) - 5.2.1830 - 19.3.1830 (2) - 30.4.1830 - 6.12.1830 14.2.1832 - 12.4.1833 - 24.1.1834 - 28.1.1834 (2) - 10.2.1834 - 9.2.1835 - 18.10.1837 - 7.3.1838 - 19.12.1838 - 13.8.1839 - 25.10.1839 - 7.3.1840 (2) - 15.12.1840 - 23.12.1840 (4) 4.2.1841 - 27.2.1841 (2) - 17.3.1841 - 20.8.1841 - 21.11.1842 (3) - 16.12.1842 - 20.1.1844 (3) 13.2.1844 - 16.2.1844 - 13.4.1844 (3) - 20.5.1844 (3) - 7.1.1845 - 11.1.1845 (2) - 16.1.1845 15.2.1845 (3) - 19.4.1845 (2) - 30.4.1845 (2) - 14.5.1845 - 1.12.1845 - 20.3.1846 - 25.11.1846 18.12.1846 - 19.4.1847 - 21.5.1847 (4) - 18.10.1848 - 14.3.1849 (3) - 13.4.1849 - 7.11.1849 25.2.1850 - 4.3.1850 (2) - 15.3.1850 (2) - 30.5.1850 (3) - 17.11.1851 - 10.2.1852 - 27.1.1853 -28.2.1853 (2) - 21.3.1854 - 2.5.1854 -19.3.1855 (2) -1.12.1855 - 7.4.1856 361 1.3.3 Autoren, aus deren Dichtungen in den Konzerten deklamiert wurde Castelli, Ignaz Franz 14.12.1829 - 20.4.1855 Ebert, Egon 7.4.1856 Fridolin, ? 18.4.1834 Goethe, Johann Wolfgang von 25.3.1817 - 28.8.1849 Gubitz, W. 25.3.1817 -16.11.1833 Gutzkow, Carl 22.9.1848 Halm, Friedrich 25.2.1852 Haug, ? 25.3.1817 Hebel, Johann Peter 25.3.1817 Hell, Theodor 25.3.1817 -1.5.1818 - 23.11.1835 - 28.8.1849 Kind, Friedrich 25.3.1817 Kiesheim, Anton Freiherr von 2.6.1851 (4) - 7.11.1839 Miltitz, Carl Borromäus von 7.11.1839 Saphir, Moritz Gottlieb 14.12.1829 -19.4.1845 - 25.11.1846 Schiller, Friedrich 25.3.1817 -1.5.1818 - 5.12.1853 - 20.4.1855 o.A. 25.3.1817 - 11.12.1837 - 25.2.1839 - 10.12.1839 - 12.3.1840 - 3.2.1842 - 14.5.1845 - 28.10.1846 -19.4.1847 -14.3.1849 - 21.2.1853 - 21.3.1854 - 2.5.1854 - 6.12.1854 -16.1.1855 362 1.3.4. Die Interpreten Übersicht Unabhängig davon, wer die Konzerte veranstaltete: Es geht hier um einen generellen Überblick über alle nachweisbaren Künstler, mit denen zusammen die Königliche musi kalische Kapelle zwischen 1817 und 1858 musiziert hat. Deshalb sind die Zahlen vor allem der Solistinnen und Solisten bei weitem nicht nur, aber doch sehr unter dem Gesichtpunkt der vielen Musikalischen Akademien zu betrachten, für die das Orchester „zur Unterstüt zung" gebeten worden war. Wenn über die Dirigenten gesprochen wird, ist - wie andernorts schon bemerkt - zu bedenken, dass in vielen Ankündigungen und auf zahlreichen Programmzetteln deren Namen gar nicht genannt wurden. Es ist also davon auszugehen, dass die tatsächliche An zahl der Dirigate von Königlichen Kapellmeistern und Musikdirektoren weitaus höher lag, als nachfolgend angegeben werden konnte. Außerdem ist zu beachten, dass speziell im Hinblick auf die Musikalischen Akademien auch die Konzertmeister befugt waren, das Orchester zu leiten. Mit nahezu 120 registrierten Dirigaten steht Carl Gottlieb Reißiger ein sam an der Spitze. Dies spricht zweifellos sowohl für seinen Arbeitseifer und seine Popu larität als auch für seine Zuverlässigkeit, Erfahrung und Flexibilität gerade für solche viel seitigen Programme, wie sie etwa für Wohltätigkeitskonzerte oder Musikalische Akade mien üblich waren. Nicht von ungefähr wird man den „Routinier" - im besten Sinne des Wortes - häufiger als seine Kollegen um die Leitung dieser Programme angefragt haben. (Als Nebeneffekt erzielte er dadurch die hohen Aufführungszahlen eigener Kompositio nen.) Aber an Palmsonntagen, in Abonnements-, Wohltätigkeits- und vielen anderen Kon zerten dirigierte er ebenfalls. Weber schlägt mit insgesamt über 30, Morlacchi mit fast 25, Krebs mit etwas über, Wagner mit genau 20 Dirigaten zu Buche. Für die Musikdirektoren Rastrelli waren 10, den nur kurzzeitig engagierten Barbieri ein Abend feststellbar. Promi nente Gastdirigenten traten kaum in Erscheinung: Berlioz fünf-, Schumann vier-, Felicien David aus Paris drei-, Friedrich Schneider aus Dessau zwei-, Mendelssohn Bartholdy und F. Hiller je einmal. Außerdem arbeitete die Kapelle in Dresden wiederholt mit den Leitern der Dreyssigschen Singakademie Pfretzschner und Schneider und - als Bestandteil sehr großer Besetzungen - ebenfalls mit Kreuzkantor Otto zusammen. Sängerinnen und Sänger stellen den höchsten Anteil am solistischen Personal in kapelleigenen Konzerten und Musikalischen Akademien. Das Register weist allein über 120 Namen von Mitgliedern der Hofoper aus, die während der Jahre ihrer Dresdner Engage ments je nach dessen Dauer und ihrem Können häufiger oder seltener mit dem Orchester auf den Podien der Hoftheater und der Säle der Stadt aufgetreten sind. Es sei hier nur auf die Meistgenannten verwiesen: Der Bariton Zezi kam auf etwa 100 Auftritte. Seine italieni schen Kolleginnen und Kollegen erreichten teilweise ebenfalls hohe Zahlen: Die Altistin Schiasetti, die Sopranistin Palazzesi und der Tenor Pesadori jeweils um die 20, der Bassist Vestri nahezu 30. In dem Verzeichnis liest man auch die Namen des Bassisten Germano Sassaroli, des Kastraten Filippo Sassaroli oder des Tenors Buonfigli. Von deutschen Sänge rinnen und Sängern kamen die Sopranistin Schröder-Devrient auf beinahe 80, der Bariton Mitterwurzer auf über 60, die Sopranistin Schneider-Schubert und der Tenor Tichatschek auf etwa 50, die Sopranistin Veltheim, die Altistin Botgorschek und der Bariton Wächter 363 auf circa 40, der Tenor Babnigg und der Bassist Risse auf etwa 35, die Mezzosopranistin Krebs-Michalesi und die Tenöre Bielczizky und J. Weixlstorfer auf 20 bis 25 Auftritte. Diese hohen Zahlen sagen nicht nur etwas aus über die sängerischen Qualitäten, sondern auch über die Beliebtheit der Künstlerinnen und Künstler des Hoftheaterpersonals - sie sorgten als „die Stars" am Ort mit für die Anziehungskraft der Konzerte gleich welcher Art. Aus der langen Reihe prominenter Gäste aus Deutschland, Österreich, Schweden, Polen, Frankreich, England und Italien seien stellvertretend die Sopranistinnen Milder Hauptmann, Sandrini-Caravoglio, Catalani, Lind und Recio (die Berlioz mitgebracht hatte) sowie die Mezzosopranistin Ungher-Sabatier erwähnt. Bei den Geigern engagierten sich nahezu 20 Kammermusiker mit solistischen Aufga ben - natürlich die Konzertmeister Schubert (fast 50-), Rolla (etwa 25-), Lipinski (fast 20-) und Polledro (viermal), aber auch Violinisten wie L. F. L. Haase (16-) und Winterstein (zehnmal) oder ganz junge Kollegen wie Tröstler (der spätere Gründer des Dresdner Kon servatoriums) und Seelmann. Bemerkenswert ist, dass vier Musiker als Bratschensolisten aufgetreten sind, darunter F. Poland und Konzertmeister Rolla. Von den Virtuosen, die auf ihren Europatourneen aus Deutschland, Frankreich, Belgien, England, Italien, Russ land, Polen und Skandinavien nach Dresden kamen, seien Beriot, Paganini, Vieuxtemps, Prume, Lafont, Ernst und Bull hervorgehoben. Etwa 75 öffentliche Auftritte kamen auf das Konto der Cellisten der Königlichen musikalischen Kapelle, zwei Drittel davon entfielen allein auf den unermüdlich spielenden und komponierenden F. A. Kummer, der gleich falls international hochgeschätzte Dotzauer steuerte noch einmal zehn Solopositionen bei; auswärtige Gäste auf dem Cello bildeten die Ausnahme. Der Wiener Kontrabassist Hindle und die beiden Kapellkontrabassisten Tietz und Schmerbitz ließen sich ebenfalls in Kon zerten hören. Bei den Bläsern waren alle Instrumentengruppen der Königlichen musikalischen Ka pelle solistisch vertreten. Die Flötisten kamen auf über 70 Auftritte, vor allem dank der fast 40 von A. B. und 15 von M. Fürstenau. Die Klarinettisten waren mit fast 80 Sololeis tungen noch präsenter; allein der rege, außergewöhnliche Kotte stand etwa 60-mal im Blickpunkt. In die circa 25 Auftritte der Oboisten teilten sich sieben Kammermusiker. Die Fagottisten kamen mit 9 Kollegen immerhin auf etwa 30 solistische Beiträge. Staunenswert waren die Aktivitäten der Hornisten mit fast 60 Aufführungen, angeführt von A. W. Haase; auch ein Hornquartett hatte sich etabliert. Sogar Trompeter und Posaunisten stellten sich Publikum und Presse. Bläser aus Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Dänemark und Tschechien bereicherten das Spektrum. An der Harfe glänzten unter ande ren die Französinnen Bertrand (um ihr Konzert besuchen zu können, verlegte Friedrich Schlegel sogar eine Philosophie-Vorlesung! (siehe Anmerkung zum Konzert am 26.12.1828)) und Boucher-Gallyot, die Weimaranerin Pohl (die Liszt 1857 für sein Konzert mitgebracht hatte), die Dresdner Hofschauspielerin Dettmer und der Kapellkollege Richter. Beinahe 70 Pianisten sind im Register aufgeführt: zahlreiche, hier nicht im Einzelnen zu benennende lokale „Größen", viele aus dem übrigen Deutschland, aus Österreich, Frank reich, Polen, England und Tschechien. Aus der Residenz sind natürlich Hofkapellmeister Weber und vor und während der Zeit ihres Dresdner Wohnsitzes Clara Wieck-Schumann sowie ihre Stiefschwester Marie Wieck, auch der erst 15-jährige Debütant von Bülow und die regsamen Pechwell und Ch. Mayer zu erwähnen. Als Kuriosität - wenn auch ohne Orchester - sind sicher die beiden Aufführungen der „Semiramis"-Ouvertüre von 364 Rossini/Czerny für acht Klaviere und insgesamt 32 Hände einzuordnen - vermutlich ausschließlich von vorwiegend einheimischen Dilettant(inn)en vorgetragen. Liszt, F. Hiller, Kreutzer, Moscheies, Hummel, Thalberg, Kalkbrenner, Goldschmidt, Pixis, Henselt, Ries, Litolff und andere spielten mit der Kapelle; Chopin ist bei seinem Dresden-Auf enthalt 1829 öffentlich nicht in Erscheinung getreten. Am Rande vermerkt sei, dass etliche sehr junge Instrumentalisten - zum Beispiel Kin der von Kapellmitgliedern oder angereiste „Wunderkinder" - und behinderte, etwa blinde Künstler die Chance geboten bekamen, mit dem königlichen Orchester zu musizieren. Es tauchten auch eine Reihe von Spezialinstrumenten in den Programmen auf: zum Beispiel das Harmonichord. Ob zu Gitarre oder Mandrine Orchesterbegleitungen gefragt waren, bleibt offen. Großer Beliebtheit erfreuten sich zweifellos Deklamationen in Programmen, von denen manche sogar als „deklamatorisch-musikalisch" annonciert wurden; über 70-mal konnten sie registriert werden. Protagonisten waren in den meisten Fällen Schauspieler und Schau spielerinnen des Dresdner Hoftheaters. In vielen Konzerten wirkten Chöre mit. Der Chor des Königlichen Hoftheaters war seit seiner Gründung 1817 selbstverständlich fester Bestandteil der von der Kapelle oder der Generaldirektion veranstalteten Konzerte, sofern es die Programme erforderten; aber er wirkte auch, wenngleich selten, in anderen Veranstaltungen mit der Kapelle zusammen. Insgesamt nahezu 120-mal war das zu verzeichnen. Eine kontinuierliche Kooperation be stand mit der Dreyssigschen Singakademie (fast 40 Konzerte), zeitweise auch mit anderen Vereinigungen wie der Liedertafel, den Kapellknaben, dem Kreuzchor, dem Allgemeinen Dresdner Sängerverein, dem Orpheus, dem Verein für Chorgesang, Chören von Semina ren und Schulen sowie Kantoreien; bei Konzerten mit sehr großen Aufgeboten bis zu 300 Mitwirkenden wurden auch Chöre aus der Umgebung einbezogen. Die „Musikchöre" (in strumentale Musikkorps) der städtischen Musikdirektoren standen ebenso in den Beset zungslisten wie Mitglieder verschiedener Instrumentalformationen militärischer Prove nienz. Namen und biographische Angaben Abiger, Friedrich (Lebensdaten unbekannt) - Bass Nach Engagements in Rostock, Detmold und Würzburg seit 1850 Hofopernsänger in Dresden, nach 1857 in Köln, Frankfurt/M. und 1863 in Rotterdam 16.1.1851 - 7.11.1851 - 9.4.1854 - 14.4.1854 - 22.4.1854 - 25.4.1854 - 21.9.1854 - 7.11.1854 - 5.5.1855 - 25.2.1857 Ackermann, Johann (1836-1918) - Violine, KM Ausgebildet in seiner Vaterstadt Böhmisch-Leipa und in Prag, Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1856 bis 1897, gehörte Streichquartetten der Konzertmeister Karl Lipinski und Eduard Rappoldi an 29.1.1857 Adam, ? (Herr) (Lebensdaten unbekannt) - Klavier Angekündigt als Dresdner Klavierlehrer 20.2.1837 Andre, ? (Fräulein) (Lebensdaten unbekannt) - Gesang 17.5.1853 365 Anschütz, Auguste (1819-1895) - Deklamation Debüt als Schauspielerin 1831, 1836 in Leipzig, 1837 bis 1841 Hofschauspielerin in Dresden, danach bis zu ihrer Pensionierung am Burgtheater in Wien 25.2.1839 Anschütz, Clara (Lebensdaten unbekannt) - Sopran Mitglied der Dresdner Hofoper von 1856 bis 1857, danach am Stadttheater Stettin, 1889 als Schauspielerin in Landau nachweisbar 4.4.1840 - 25.2.1857 -10.4.1857 Aste, Francesco Maria dalle (1820-?) - Bass Ausbildung in seiner Geburtsstadt Roveredo und in Wien, Engagements u.a. in Wien, Salzburg, Innsbruck und Hamburg, 1849 bis zum Kontraktbruch 1852 Hofopernsänger in Dresden, danach Gast in Bologna, Lissabon und Paris, spätere Engagements in Darmstadt, Rotterdam, Breslau und Frankfurt/M., 1877 Eröffnung einer Gesangsschule in Bozen, seit 1886 Pädagoge in Berlin 26.11.1849 -13.2.1850 - 26.8.1850 - 7.11.1851 -12.1.1852 Auer(n)hammer-Czeka (Czega), Marianna (Lebensdaten unbekannt) - Gesang 1809 bis 1814 Sängerin am Wiener Kärtnertortheater, Gastspiele, für das Dresdner Konzert annonciert der DrA: „aus Prag", Gesangslehrerin, Komponistin unter dem Pseudonym Auenheim 28.12.1822 Babnigg, Anton (1793-1872) - Tenor Erste Verpflichtungen in Temesvar, Pest und an der Hofoper Wien, dann Regisseur und Direktor am Deutschen Theater in Pest, 1826 Gastspielreise in Österreich und Deutschland, von 1827 bis zur Pensionierung 1844 Mitglied der Hofoper und Hofkirchensänger in Dresden, danach lebte er zurückgezogen auf seinem ungarischen Landsitz 30.3.1828 - 18.4.1828 - 3.10.1828 - 18.11.1828 - 13.8.1829 - 4.12.1829 - 14.12.1829 - 22.10.1830 - 19.12.1830- 27.3.1831 - 15.4.1832 - 26.10.1832 - 1.2.1833 - 31.3.1833 - 28.1.1834 - 23.3.1834 - 3.4.1834 - 12.4.1835 - 29.9.1835 - 7.11.1835 - 26.2.1836 - 27.3.1836 - 10.8.1836 - 16.11.1836 - 13.12.1836 - 7.1.1837 - 19.3.1837 - 18.10.1837 - 23.12.1837 - 28.2.1838 - 27.8.1838 - 7.11.1838 - 25.10.1839 - 27.8.1840 Babnigg, Emma (1823-1904) - Sopran Ausbildung durch ihren Vater Anton Babnigg, 1843 bis 1846 im ersten Engagement als Koloratursopranistin an der Dresdner Hofoper, danach in Hamburg, 1849 gefeierte Konzertsängerin in London, weitere Verpflichtungen nach Breslau, Hannover, Frank furt/M. und Köln, Gastspiele in Spanien, nach dem Karriere-Ende 1857 Gesangspäda gogin in Wien 23.12.1843 - 8.2.1844 - 31.3.1844 - 3.4.1844 - 22.7.1844 - 19.8.1844 - 5.2.1845 - 16.3.1845 - 1.12.1845 -19.4.1847 Barbieri, Carlo Emmanuele di (1822-1868) - Dirigent Gesangsstudium und Kompositionsunterricht bei Saverio Mercadante in Neapel, Kapellmeister an mehreren italienischen Theatern, 1845 am Kärntnertortheater Wien, 1847 am Königstädter Theater in Berlin, 1849 Musikdirektor an der Dresdner Hofoper, 1851 in Hamburg und Bremen, 1854 in Rio de Janeiro, seit 1856 Musiklehrer in Wien, 1862 bis 1867 Kapellmeister in Pest, schrieb Opern, Vaudevilles, Pantomimen, Kirchenund Klaviermusik, deutsche und italienische Lieder 24.3.1850 366 Bärmann, Carl - Klarinette (biographische Angaben siehe Komponisten) 30.11.1832 Bärmann, Heinrich Joseph - Klarinette (biographische Angaben siehe Komponisten) 18.12.1820-30.11.1832 Barth, Christian Frederik (1787-1861) - Oboe Sohn des aus Sachsen stammenden, in Kopenhagen wirkenden Christian Samuel Barth, eines der bedeutendsten Oboisten des 19. Jahrhunderts, 1802 Anstellung in der Hofka pelle Kopenhagen, 1804 Stipendium für eine einjährige Studienreise, nach Rückkehr 1. Oboist, später Direktor der Harmoniemusik, Konzerte in Dänemark, Schweden, Nor wegen, Holland und Deutschland, komponierte vorwiegend für sein Instrument, u.a. brillante Konzerte und verschiedene Stücke, zudem Harmoniemusik, Orchesterwerke 25.2.1820 Bauer, Caroline (1807-1877) - Deklamation 1823 erstes Engagement in Karlsruhe, danach in Berlin und Petersburg, Dresdner Hof schauspielerin von 1835 bis 1844, Mitwirkung in der „Tasso"-Aufführung zur Eröff nung des Semperschen Hoftheaters 1841 23.11.1835 -11.3.1837 -17.3.1841 Bayer(-Bürk), Marie (1820-1910) - Deklamation 1835 Debüt in ihrer Geburtsstadt Prag, 1839 in Hannover, 1839 bis 1840 Gast in Dres den, 1841 bis 1893 Hofschauspielerin in Dresden, 1894 Ehrenmitglied des Hoftheaters, 1850 bis 1858 Gastspiele am Wiener Burgtheater 3.2.1842 - 25.2.1852 - 5.12.1853 - 20.4.1855 - 5.5.1855 Becker, Carl Johann Franz Joseph (1794-1848) - Deklamation In Napoleons Armee Teilnehmer an der Völkerschlacht bei Leipzig, nach dem Krieg bei verschiedenen Wandertheatern, von 1825 bis 1831 Hofschauspieler in Dresden, danach in Frankfurt und Darmstadt, dort auch Regisseur und 1848 Co-Direktor des Hoftheaters 14.12.1829 Becker, Karl (1820-1879) - Bariton Nach ersten Engagements in Wien und Hamburg seit 1851 Hofopernsänger in Dres den, von 1856 bis zu seinem Tode am Hoftheater in Darmstadt 14.12.1829 - 2.6.1851 - 21.3.1853 - 21.3.1854 - 2.5.1854 Beisteiner, Luise (auch: Pohl-Beisteiner, Elise, 1806-1866) - Mezzosopran Ausbildung in Wien u.a. bei Antonio Salieri, erste Anstellungen in der Kapelle des Fürsten Esterhazy und am Kärntnertortheater Wien, nach einer Verpflichtung in Preßburg Tourneen in Italien und Norddeutschland, seit 1829 an der Dresdner Hofoper, an schließend u.a. in Graz, Wien, Berlin, Budapest und Kassel 14.12.1829 - 22.1.1830 Belville-Oury, Anna Caroline de - Klavier Siehe Oury-Belville, Anna Caroline de Bender, Madame und Gebrüder Als „Gebrüder Bender" kommen in Frage: Johann Heinrich Baender (1785-?), 1800 Ein tritt in die kurhessische Garde als Fagottist, nach Kriegsverletzung Wechsel zu Po saune und Kontrabass, Mitglied der Rheinarmee, später Kontrafagottist in der Leib garde und Kontrabassist in der Hofkapelle Kassel - Sein Bruder Johann Conrad (Le bensdaten unbekannt), 1. Klarinettist der kurfürstlichen Garde und der Hofkapelle in 367 Kassel. Es gab zeitgleich noch ein Brüderpaar Jacob (1798-1844) und Valentin (1800-?) Bender, beide in Belgien tätig, Jacob als Klarinettist in der Militärmusik des niederlän dischen Hofes, später Gründer des Philharmonischen Vereins und 1833 Direktor der Gesellschaft „Harmonie" in Antwerpen; Valentin ebenfalls als Klarinettist Militärmu siker, 1826 Direktor der „Harmonie" in Antwerpen, 1836 Militärkapellmeister in Brüs sel, dann Direktor der Militärmusik des königlichen Hauses; Jacob und Valentin kom ponierten Werke für Klarinette und für Harmoniemusik 8.8.1820 Benedict, Julius - Klavier (biographische Angaben siehe Komponisten) 4.4.1823 - 30.12.1823 Benelli, Antonio Peregrino (1771-1830) - Tenor Studium in Bologna, Debüt in Neapel, wo er auch als Komponist hervortrat, 1798 Ver pflichtung nach London, ab 1802 Hofopern- und Hofkirchensänger in Dresden, 1814 Veröffentlichung einer Gesangsschule, 1820 Ruhestand, 1821 Verlust der Stimme, 1822 Gesangslehrer in Berlin, 1829 nach einem Streit mit Spontini Rückkehr nach Dresden, starb völlig verarmt in dem erzgebirgischen Ort Börnchen 19.9.1818-23.9.1818 Benelli, Carolina (1799-?) - Sopran Tochter oder auch Schwiegertochter von Antonio Benelli, 1818/1819 und 1829 bis 1830 Mitglied der Dresdner Hofoper 9.3.1819 Benelli, Luisa (Lebensdaten unbekannt) - Sopran Tochter von Antonio Benelli, 1830 Debüt an der Dresdner Hofoper 22.12.1829 Benincasa, Gioacchino (1783-1836) - Bass Entdeckung der Stimme des gelernten Schumachers durch Francesco Morlacchi, Debüt in Bologna, danach in Rom und anderen italienischen Städten, 1811 bis 1832 und 1833 bis zu seinem Tode Mitglied der Dresdner Hofoper, Morlacchi schrieb eigens für sein Begräbnis ein Requiem 1.5.1818 - 20.9.1818 - 23.9.1818 - 29.11.1822 - 10.10.1823 - 28.11.1823 - 15.12.1823 - 9.12.1825 - 29.12.1825 -11.5.1832 -17.2.1834 Berg, Franziska (1813-1893) - Deklamation Erstes Engagement 1829 in Würzburg, 1831 bis 1889 Hofschauspielerin in Dresden, Mitwirkung in der „Tasso"-Aufführung zur Eröffnung des Semperschen Hoftheaters 1841 28.1.1834 - 7.11.1837 -12.3.1840 -19.4.1847 - 22.9.1848 -10.2.1852 - 21.2.1853 - 21.3.1854 - 2.5.1854 -16.1.1855 - 7.4.1856 Bergmann, Johann Gottfried (1795-1831) - Tenor Mitglied des Kreuzchors und Ausbildung in Dresden, zunächst 1814 Kantor in Senftenberg, von 1816 bis zu seinem Tode Hofopernsänger in Dresden 25.3.1817 - 27.6.1817 -15.12.1817 -19.9.1818 - 23.9.1818 - 8.12.1820 - 30.3.1821 - 9.4.1821 - 12.10.1821 - 16.11.1821 - 22.12.1821 - 15.12.1823 - 3.3.1824 - 8.4.1824 - 6.6.1824 - 3.12.1824 -17.12.1824 - 28.6.1826 -13.10.1826 - 8.4.1827 - 24.3.1828 - 30.3.1828 - 4.4.1830 Beriot, Charles Auguste de - Violine (biographische Angaben siehe Komponisten) 1.8.1838 - 6.8.1838 Berkenbusch, F. (Lebensdaten unbekannt) - Flöte Angekündigt als blinder Schüler KM Anton Bernhard Fürstenaus, kam aus Einbeck 9.10.1829 368 Berlepsch, Elisabeth von (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 19.4.1845 - 30.4.1845 Berlioz, Hector - Dirigent 10.2.1843 -17.2.1843 - 22.4.1854 - 25.4.1854 - 29.4.1854 -1.5.1854 Bertrand, Aline (1798-1835) - Harfe Ausbildung in Paris, u.a. bei Nicolas-Charles Bochsa, nach dem Debüt 1815 in Paris Konzertreisen in Europa, auch Harfenlehrerin und Komponistin, in Dresden angekün digt als 1. Harfenistin des Königs von Frankreich 20.12.1828 - 26.12.1828 Berwald, Friederike, Julie (Julia) (1822-1877) -und Hedda - Gesang Töchter der finnischen Sopranistin Mathilda Charlotta Cohn und von Johann Fredrik Berwald (seit 1816 1. Konzertmeister und seit 1823 Hofkapellmeister in Stockholm), Ju lie von 1848 bis 1852 Sängerin am Hoftheater Stockholm 30.6.1847 Beyer, Christian Albert (1801-1859) - 'Viola, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1822 bis 1859 27.3.1829 - 6.12.1830 - 30.11.1832 -19.4.1833 -16.11.1833 - 4.2.1836 Biedenfeld-Bonaseglia, Eugenie von (1783-?) - Sopran Nach der Ausbildung in Italien Engagements in Wien, Breslau, Karlsruhe und Kassel, von 1816 bis 1818 Hofopemsängerin in Dresden, 1829 Gasttätigkeit in Breslau nachweisbar 15.12.1817-1.5.1818 Bielczi(t)zky, Wenzel (1818-1865) - Tenor Geboren in Prag, Beginn der Karriere in Agram und Laibach, 1840 bis 1847 Hofopemsänger in Dresden, 1847 am Theater an der Wien, 1848 bis 1850 Direktor des Theaters in Salzburg, danach dort Domsänger und Musikpädagoge 24.2.1841 - 3.2.1842 - 20.3.1842 - 1.6.1842 - 5.5.1843 - 6.7.1843 - 23.12.1843 - 13.2.1844 - 16.2.1844 - 21.2.1844 - 31.3.1844 - 4.6.1844 - 22.7.1844 - 19.8.1844 - 7.11.1844 - 5.2.1845 - 11.8.1845 -16.2.1846 - 25.2.1846 - 20.3.1846 - 8.10.1846 -17.2.1847 - 28.3.1847 Birovski, Wilhelm (Lebensdaten unbekannt) - Tenor Angekündigt als Sänger aus Warschau 31.10.1831 Blahetka, Marie Leopoldine (1811-1887) - Klavier Klavierschülerin von Carl Czerny, Ignaz Moscheies und Friedrich Kalkbrenner sowie Kompositionsstudien bei Simon Sechter in Wien, Konzertreisen als Pianistin und Physharmonika-Spielerin in Deutschland, Holland, Frankreich und England, ge schätzte Lehrerin, komponierte vornehmlich Klavierwerke, aber auch eine Oper und Kirchenmusik 12.5.1826 Blankmeister, Emil (Lebensdaten unbekannt) - Klavier Lt. Ankündigung Pianist und Klavierpädagoge in Dresden 4.2.1836 Blassmann, Adolph (Adolf) JosefMaria (1823-1891) - Klavier Stammt aus Dresden, Klavierschüler von Charles Mayer und Franz Liszt, Kapellmeis ter in Leipzig und Sondershausen, 1854 Mitbegründer des Dresdner Tonkünstler-Ver eins, seit 1866 Privatier in Dresden, komponierte Klavierwerke 7.4.1856 369 Blühet, C. G. H. (1785-1839) - Dirigent Seit 1814 Kantor und Organist in Görlitz, Herausgeber von Kompositionen bei Breitkopf & Härtel in Leipzig, 1825 Veröffentlichung eines Choralbuchs mit einigen eigenen Melodien 15.5.1823 Boccaccini, Giovanni (Lebensdaten unbekannt) - Tenor 1823 bis 1824 Hofopernsänger in Dresden, 1830 in Neapel nachweisbar 1.10.1823 -24.10.1823 Bohrer, Carl (Lebensdaten unbekannt) - Bariton 1855 bis 1861 Mitglied der Dresdner Hofoper 2.9.1856 -10.4.1857 Bonifigli, Antonio - Tenor Siehe B(u)onfigli, Antonio Börner-Sandrini, Maria - Sopran Siehe Sandrini-Börner, Maria Botgorschek, Caroline (1816-1875) - Alt Studium am Konservatorium Wien, 1835 Debüt am Kärntnertortheater Wien, durch Vermittlung von Wilhelmine Schröder-Devrient 1836 Gastspiel und Engagement bis 1840 an der Dresdner Hofoper, Vervollkommnung der Ausbildung bei Johann Aloys Miecksch in Dresden, 4.4.1840 offizielles Abschiedskonzert, berühmt wegen ihres enormen Stimmumfangs, triumphale Gastspielerfolge, gefeiert auch als Lied sängerin, 1840 Abgang von der Bühne und Heirat in Paris, lebte nach 1856 in Böhmen 25.4.1836 - 10.8.1836 - 1.11.1836 - 23.12.1836 - 4.3.1837 - 11.3.1837 - 19.3.1837 - 29.3.1837 - 1.4.1837 - 15.6.1837 - 2.10.1837 - 11.10.1837 - 7.11.1837 - 11.12.1837 - 23.12.1837 - 23.12.1837 - 19.2.1838 - 28.2.1838 - 8.4.1838 - 21.4.1838 - 30.4.1838 - 15.8.1838 - 1.11.1838 - 7.11.1838 - 12.11.1838 - 23.12.1838 - 13.2.1839 - 24.3.1839 - 16.4.1839 - 25.10.1839 - 25.11.1839 - 23.12.1839 - 13.2.1840 - 29.2.1840 - 4.3.1840 - 12.3.1840 - 4.4.1840 - 12.4.1840 Botgorschek, Franz (1812-?) - Bass Wird hier als Sänger von der Wiener Hofoper angekündigt, im Lexikon von Men del-Reissmann als Flötenvirtuose beschrieben: Ausbildung in Wien, Mitglied des Orchesters am Josephstädter Theater, dann des Hofopernorchesters, seit 1833 öf fentliche Konzerte, seit 1837 Tourneen in Deutschland und Holland, dann Erster Flötist der Hofkapelle in Den Haag, Bruder der Sängerin Caroline Botgorschek 15.6.1837- 11.10.1837 Boucher, Alexandre-Jean (1778-1861) - Violine Konzerte ab dem sechsten Lebensjahr, 1796 in Madrid, Quartettabende mit Luigi Boccherini, Anstellung als Soloviolinist und Hofkapellmeister durch den spanischen König Karl IV., nach etwa zehn Jahren Rückkehr nach Paris, reiche Konzerttätigkeit, gemeinsame Kunstreisen mit seiner Gattin Celeste Boucher-Gallyot in der Schweiz, in England, Schweden, Dänemark, Russland, Deutschland, Italien und nach Paris, dort auch Lehrtätigkeit, 1859 Beendigung der Virtuosenlaufbahn, schrieb Konzerte und Stücke für Violine 3.4.1821 370 Boucher-Gallyot, Celeste (um 1776-1841) - Harfe und Klavier Gattin des Geigers Alexandre-Jean Boucher, spielte achtjährig in Versailles vor Ludwig XVI., 1788 bis 1820 als Pianistin, Harfenistin und Lehrerin der Infantin am spanischen Hof, 1820 Professur am Pariser Conservatoire, Konzertreisen mit ihrem Gatten in Eu ropa, sensationell ihr gleichzeitiges Spiel auf Harfe und Klavier mit je einem Arm, 1828 Beendigung der Konzerttätigkeit 3.4.1821 Bredo(w), Susanne (Lebensdaten unbekannt) - Sopran Engagement 1849/1850 in Hamburg, 1850 bis 1855 an der Hofoper Dresden 7.11.1851 - 20.3.1853 - 29.8.1853 Brock, Ernst (1819-?) - Klavier Schüler Friedrich Kalkbrenners in Paris, Konzerte in vielen deutschen Städten, später Musiklehrer in Hamburg 1.5.1847 Brockhaus, Clara (Lebensdaten unbekannt) - Sopran Lt. DrA vom 22.4.1855 „ein liebenswürdiges Gesangstalent", vermutlich aus Dresden 14.4.1854 - 6.4.1855 - 20.4.1855 Bruns, ? (Lebensdaten unbekannt) - Gesang Annonciert als blinde Sängerin aus Bremen 18.12.1846 Buccolini, Vincenzo (Lebensdaten unbekannt) - Sopran (Kastrat) 1805 bis 1811 Hofopern- und Hofkirchensänger in Dresden 23.9.1818 Buddeus, Eduard (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 1838 als „vierzehnjähriger Dilettant", 1845 als Pianist des Herzogs von Sachsen-Lobenstein-Gotha annonciert 21.4.1838 -16.12.1842 -15.2.1845 -19.4.1845 - 30.4.1845 Bull, Oie Bornemann - Violine (biographische Angaben siehe Komponisten) 15.12.1840 Bülow, Hans Guido von (1830-1894) - Klavier Gebürtiger Dresdner, Ausbildung bei Friedrich Wieck (Klavier), Max Eberwein (Theorie) und Moritz Hauptmann (Kontrapunkt), mit der Uraufführung des „Rienzi" Beginn der Richard-Wagner-Verehrung, 1846 erste persönliche Begegnung mit ihm, 1846 Umzug der Familie nach Stuttgart, 1848 Jurastudium in Leipzig, seit 1852 in Berlin, dort in der Abendpost Beginn der schriftstellerischen Arbeit, nach der Weimarer Uraufführung des Lohengrin 1849 Entscheidung für die Musik, 1850 an den Theatern Zürich und St. Gallen, danach Vervollkommnung der Klavierausbildung bei Franz Liszt, 1851 Veröffentlichung erster Kompositionen, Mitarbeiter der Neuen Zeitschrift für Musik, seit 1853 Konzerte in Deutschland, Österreich und Frankreich, 1855 Klavierlehrer am Stern'schen Konservatorium und Konzertdirigent in Berlin, 1864 Leiter der Musikschule, 1867 Hofkapellmeister in München, seit 1872 Konzertreisen in England, Russland und Amerika, 1877 Hofkapellmeister in Hannover, 1880 in Meiningen, seit 1885 Reisen als Dirigent, Leiter der Konzerte des Berliner Philharmonischen Orchesters, Pianist und Lehrer, schrieb Klavier- und Orches terwerke, Lieder 19.4.1845 - 30.4.1845 371 Bunke, Agnes (?-1868) - Sopran Erste Engagements in Breslau und Bremen, 1850 bis 1858 Hofopernsängerin in Dresden 16.1.1851 - 12.1.1852 - 10.2.1852 - 31.8.1852 - 8.11.1852 - 22.4.1854 - 25.4.1854 - 1.4.1855 - 29.8.1855 -16.3.1856 -14.10.1856 - 25.2.1857 - 5.4.1857 B(u)onfigli, Antonio (1796-?) - Tenor Stammte aus Lucca, 1824 bis 1831 Mitglied der Dresdner Hofoper 25.2.1825 - 7.4.1826 - 28.6.1826 Bürde-Ney, Jenny (1824-1886) - Sopran Ausbildung bei der Mutter, einer Sängerin der Wiener Hofoper, zunächst Choristin an verschiedenen ungarischen Theatern, Solistendebüt in Temesvar, 1845 in Olmütz, 1847 in Prag, dann in Lemberg und an der Wiener Hofoper, von 1853 bis zu ihrem Abschied von der Bühne 1867 an der Hofoper Dresden, danach noch Mitwirkung in Kirchenkonzerten 29.8.1853 - 7.11.1853 - 21.9.1854 - 7.11.1854 - 27.1.1855 - 21.2.1855 - 7.11.1855 - 6.2.1856 - 7.11.1856 - 25.2.1857 -17.2.1858 Büry, Agnes (1831-1901) - Sopran Mitglied der Berliner Singakademie, seit 1847 Studium in Paris, 1850 in Prag, 1851 bis 1852 an der Dresdner Hofoper, danach umfangreiche Gasttätigkeit u.a. in Bremen, Hannover, Köln, London, Wien und Berlin, 1855 Engagement in Hannover, nach 1866 Gesangslehrerin in Berlin 2.6.1851 - 7.11.1851 -17.11.1851 Butze, Amalie (1827-?) - Klavier 1839 als 12-jährige Tochter des Pirnaer Organisten Butze angekündigt 25.10.1839 - 29.2.1840 - 7.3.1840 - 8.11.1841 Cantü, Giovanni (1799-1822) - Tenor Studium am Konservatorium Mailand, 1818 bis zu seinem frühen Tod Hofopernsänger in Dresden 4.6.1819 -13.10.1820 - 29.12.1820 -16.3.1821 Carl, Henriette Bertha (1805-1890) - Sopran Ausbildung in Berlin, Bühnendebüt 1826 an der dortigen Hofoper, weitere Studien in Italien mit Gastauftritten in Rom, Turin, Bologna und Mailand, 1830 bis 1832 in Mad rid, dann Gastspiele in Sevilla, London, Holland, Belgien und Russland, zwischen 1835 und 1850 häufig zu Gast in Budapest, 1843 in Konstantinopel, wandte sich schließlich mehr dem Konzertgesang zu und verbrachte ihren Lebensabend in Wien, in Dresden als „Königlich spanische Hof- und Kammersängerin" annonciert 5.10.1836 -13.10.1836 - 22.10.1836 Carus, Marianne (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 19.4.1845 - 30.4.1845 Catalani, Angelica (1780-1849) - Sopran Studium in Gubbio, 1795 Opemdebüt in Venedig, anschließend an allen großen italienischen Bühnen, 1801 in Lissabon, via Paris 1806 in London, 1814 bis 1817 Direk torin des Theatre Italien in Paris, im folgenden Jahrzehnt Gastspiele in Europa, 1827 Beendigung der Karriere, lebte dann in Paris und Florenz, wo sie eine Gesangsschule gründete 21.9.1818 372 Christ, Henriette (1790-1853) - Deklamation 1817 bis zur Pensionierung 1827 Schauspielerin am Dresdner Hoftheater, gelegentliche Mitwirkung auch im Singspiel 25.3.1817 Ciccarelli, Angela (1806-?) - Tenor Studium in Italien, seit 1829 in Dresden als Gesangslehrer und Komponist 3.5.1845 Colbrun, Richard (Lebensdaten unbekannt) - Bass Nach Engagement in Paris 1855 bis 1856 Hofopernsänger in Dresden 7.11.1855 - 26.1.1856 - 29.1.1857 Coniar, Catharina (von) (Lebensdaten unbekannt) - Gesang 6.12.1854-6.4.1855 Conradi, Franz Paul von (Lebensdaten unbekannt) - Violine Angekündigt als Königlich Bayerischer Kammermusiker und „blinder Schüler des Kgl. Bai. Concert-Directors Fränzel" 3.4.1818 Conradi, Johann (1815-1859) - Bass Nach Militärdiensten Beginn der musikalischen Laufbahn als Chorsänger in München und Colmar, mit einer Operngesellschaft nun auch als Solist Auftritte in Frankreich und Belgien, Engagements in Aachen, Bordeaux, Frankfurt/M., Schwerin und Hanno ver, von 1852 bis zu seinem Tode Hofopernsänger in Dresden 8.11.1852 - 27.1.1853 - 20.3.1853 - 17.5.1853 - 9.4.1854 - 14.4.1854 - 29.4.1854 - 1.5.1854 - 6.4.1855 - 5.5.1855 - 7.11.1856 - 29.1.1857 - 25.2.1857 - 5.4.1857 -10.4.1857 - 7.11.1857 - 2.9.1858 Corrodi, Louise (Lebensdaten unbekannt) - Sopran 1843 bis 1844 Hofopernsängerin in Dresden 23.12.1843 -16.2.1844 - 20.5.1844 Crescini, Adelina (Lebensdaten unbekannt) - Alt In Italien ausgebildet, wurde lt. Ankündigung 1836 nach erfolgreichen Gastspielen in Paris und Berlin als Konzertsängerin in Dresden erwartet Juli 1836 (?) - 7.1.1837 Curti, Anton (1819-1887) - Tenor Im ersten Engagement 1843 bis 1847 an der Dresdner Hofoper, nachfolgend Verpflichtungen in Königsberg, Danzig, Kassel, Stettin, Lübeck, Augsburg, seit 1867 als Gesangslehrer wieder in Dresden 6.7.1843 - 20.5.1844 -16.3.1845 - 5.4.1846 - 8.10.1846 Darnstädt, Fräulein (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 16.4.1830 David, Felicien-Cesar - Dirigent (biographische Angaben siehe Komponisten) 11.7.1845 -16.7.1845 - 22.1.1849 Dawison, Bogumil (1818-1872) - Deklamation 1837 Debüt in seiner Geburtsstadt Warschau, später in Wilna und Lemberg, Reisen nach Frankreich, Berlin und Wien, 1841 Rückkehr an das Deutsche Theater in Lemberg, 1846 Breslau, 1847 Hamburg, 1849 Burgtheater Wien, 1854 bis 1864 Hofschauspieler in Dresden, 1858 bis 1860 auch Regisseur, anschließend Gastspiele, 1866 Amerika, 1867 letzter Auftritt in New York, danach Rückkehr nach Dresden 6.12.1854-7.11.1857 373 Decavanti, Giuseppe (1779-1825) - Tenor 1811 bis 1825 Mitglied der Dresdner Hofoper, Sänger an der Katholischen Hofkirche 1.5.1818 Derska, Johann Joseph (1818-1847) - Tenor Ausbildung und Bühnendebüt in Prag, 1834 bis 1837 Hofopernsänger in Dresden, nach einer Gastspielreise 1836 durch Deutschland und Österreich Engagement 1837 in Kassel 7.8.1834 - 9.2.1835 - 22.10.1835 Dettmer, Carl Wilhelm (1808-1876) - Bass Nach Gesangsunterricht in Hannover 1832 Bühnendebüt in Braunschweig, Engage ments in Kassel und Frankfurt/M., 1842 bis 1849 sowie 1857/1858 wieder mit Gastver trag Hofopernsänger in Dresden, dazwischen 1849 erneut in Frankfurt/M. 1.6.1842 - 9.4.1843 - 5.5.1843 - 20.1.1844 - 6.2.1844 - 21.2.1844 - 7.11.1844 - 16.3.1845 - 16.2.1846 - 7.11.1846 - 4.3.1848 - 4.3.1849 -14.3.1849 Dettmer, Mimi (Lebensdaten unbekannt) - Harfe Dresdner Hofschauspielerin 1857 bis 1858, offenbar auch als Harfenistin ausgebildet 7.11.1857 Deubner, Hermine (Lebensdaten unbekannt) - Alt 1856 bis 1857 Hofopernsängerin in Dresden 10.4.1857 Devrient, Carl August (1798-1872) - Deklamation Zunächst Kaufmannslehre in Zwickau, 1817 Bühnendebüt in Braunschweig, 1821 bis 1834 Hofschauspieler in Dresden, 1823 Heirat mit der Sängerin Wilhelmine Schröder, 1828 Schei dung, 1834 bis 1835 Karlsruhe, 1839 Hannover, Bruder von Eduard und Emil Devrient 17.10.1828 -14.2.1832 -1.3.1833 -17.1.1834 - 3.2.1834 -17.2.1834 Devrient, Dorothea (Doris) (1805-1882) - Deklamation Ehefrau von Emil Devrient, 1831 bis 1842 Schauspielerin und Sängerin am Hoftheater Dresden 17.11.1834-11.12.1837 Devrient, Eduard (1801-1877) - Deklamation Schüler von Carl Friedrich Zelter, 1819 Beginn der Karriere als Sänger an der Berliner Hofoper, 1829 Sänger der Christus-Partie in Felix Mendelssohn Bartholdys Wiederauf führung von Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion, 1834 Wechsel zum Schauspiel, 1844 bis 1852 Hofschauspieler und Regisseur in Dresden, 1852 Direktor des Hofthea ters in Karlsruhe, namhafter Theaterreformer und -historiker, Bruder von Carl und Emil Devrient 18.4.1834 - 7.11.1844 -11.7.1845 -16.7.1845 -11.8.1845 - 28.10.1846 - 25.2.1850 - 7.11.1850 Devrient, Emil (1802-1872) - Deklamation 1821 Debüt als Sänger und Schauspieler in Braunschweig, 1822 Bremen, 1823 Gastspiel in Dresden als Kaspar im „Freischütz" unter Carl Maria von Webers Leitung, 1824 in Leipzig, danach in Magdeburg, 1831 bis 1868 Dresdner Hofschauspieler, engagiert mit seiner Ehefrau Doris geb. Böhler, 1852 Ehrenmitglied, 1857 Außerordentliches Ehrenmitglied des Hoftheaters, 1868 Ernennung zum Geheimen Hofrat durch den Herzog von Gotha, Bruder von Carl und Eduard Devrient 22.10.1830 - 27.1.1833 - 16.11.1833 - 31.1.1834 - 17.11.1834 - 25.1.1836 - 7.11.1839 - 24.2.1841 - 7.11.1842 374 Devrient, 'Wilhelmine Siehe Schröder-Devrient, Wilhelmine Dietze, Carl Gustav (1792-?) - Oboe, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1818 bis 1833 16.3.1821 - 5.2.1830 - 6.12.1830 - 2.4.1832 - 5.10.1832 - 7.12.1832 -19.4.1833 Döge, Auguste und Emilie (Lebensdaten unbekannt) - Flöte Beide werden angekündigt als „Töchter des im Felde erblindeten Flötenvirtuosen" Döge 7.3.1840 Dotzauer, Justus Johann Friedrich (1783-1860) - Violoncello, KM Mitglied der (Königlichen) musikalischen Kapelle von 1811 bis 1850, seit 1821 1. Cellist, Ausbildung in Komposition, Violine, Violoncello, Horn und Klavier in Hildburghau sen und Meiningen, erstes Engagement 1801 in der Meininger Hofkapelle, anschlie ßend im Gewandhausorchester Leipzig und Cellist des 1809 gegründeten Gewand haus-Quartetts, Vervollkommnung des Cellospiels bei Bernhard Romberg in Berlin, Lehrer am Dresdner Konservatorium, umfangreiche Konzerttätigkeit als einer der besten Cellisten der Zeit, Komponist zahlreicher Violoncello-Werke, Verfasser weit verbreiteter Unterrichtswerke 24.1.1817 -15.12.1817 - 3.4.1818 - 8.12.1820* - 9.4.1821 - 2.4.1824* - 23.4.1824 - 21.1.1825* - 27.3.1829 -19.4.1833 * mit seinen beiden, namentlich nicht bezeichneten Söhnen Dreyschock, Alexander (1818-1869) - Klavier Ausbildung als Pianist und Komponist in Prag, seit 1838 Konzerte in Europa, 1862 in Petersburg als Klavier-Professor und Direktor der Theatermusikschule in Petersburg, 1868 in Italien, schrieb je eine Oper, eine Ouvertüre, ein Quartett und Klavierwerke 11.12.1846 Drouet, Louis Philippe - Flöte (biographische Angaben siehe Komponisten) 19.4.1822 Duflot-Maillard, Hortense (1808-1858) - Mezzosopran Angekündigt als Sängerin an der Mailänder Scala 22.3.1841 Eberwein, Max Carl (1814-1875) - Klavier Sohn des Weimarer Kammermusikers und späteren herzoglichen Musikdirektors Carl Eberwein, Schüler Johann Nepomuk Hümmels, geschätzter Pianist mit Konzerten in mehreren europäischen Städten, Komponist von Klaviermusik, Liedern, Balladen, Be arbeitungen, Lehrer Hans von Bülows 21.11.1842 Eichhorn, Johann Gottfried Ernst (1822-1844) und Johann Carl Eduard (1823-1897) - Violine Söhne des Coburger Hofmusikers Johann Paul Eichhorn, seit 1834 als „Wunderkinder" bestaunte Violinvirtuosen, seit 1829 Tourneetätigkeit, beide angestellt in der Coburger Hofkapelle, Ernst als „Herzoglicher Kammervirtuos", Eduard als „Hofmusicus" 24.1.1834 - 3.2.1834 - 7.2.1834 -10.2.1834 Eichhorn, (Johann Paul?) (Lebensdaten unbekannt) - Basshorn Vermutlich Vater der Brüder Johann Gottfried Ernst und Johann Carl Eduard Eichhorn (siehe dort) 24.1.1834 375 Eicke, Carl Julius (1810-1866) - Bariton 1831 Hofopernsänger in Dresden, danach Engagements in Breslau, Köln, Berlin, Wiesbaden, Budapest, Düsseldorf, Riga, Bremen und Magdeburg, auch als Regisseur und Theaterdirektor tätig, kehrte 1836 kurz als Gast nach Dresden zurück, nach Been digung der Künstlerkarriere Hotelbesitzer in Leipzig 15.12.1840 Eilers, Albert (1830-1896) - Bass Nach Theologie- und Jurastudien Gesangsausbildung in Leipzig und Mailand, 1854 bis 1855 erstes Engagement an der Dresdner Hofoper, anschließend in Hamburg, Bremen, Prag, Coburg und Darmstadt, auf Einladung Richard Wagners Mitwirkung bei den ersten Bayreuther Festspielen 1876, auch als vielseitiger Komponist hervorgetreten 27.1.1855 -1.3.1855 -1.4.1855 - 5.5.1855 Eisert, Johann Anton (1810-1864) - Klavier Gebürtiger Dresdner, ausgebildet in Wien, trat bald als Organist in Erscheinung, Hoforganist in Dresden bis zu seinem Tode, komponierte Orgelwerke 16.11.1833 -10.4.1834 - 9.2.1835 -1.11.1836 - 4.3.1837 -18.10.1837 -19.2.1838 Eisner, Carl Christian (1802-1874) - Horn, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1836 bis 1871,1836 noch angekün digt als Kammermusiker der Kaiserlichen Hofkapelle in Petersburg 1.11.1836 - 29.3.1837 - 29.11.1837 - 15.12.1840 - 12.(oder 16.)12.1842 - 27.1.1853 - 5.4.1853 - 29.8.1853 -11.11.1853 - 29.1.1857 Ernst, Heinrich Wilhelm - Violine (biographische Angaben siehe Komponisten) 24.1.1840 - 30.1.1840 -16.1.1845 - 28.1.1845 Fasano, Tommaso (Lebensdaten unbekannt) - Klarinette Angekündigt als „am Star erblindeter" Virtuose aus Neapel 3.2.1842 Feron, Elisabeth (1800-1836) - Sopran 1818 Debüt an der Italienischen Oper in Paris, Kunstreisen in Europa, u.a. 1819 in Deutschland, 1824 in Italien, 1832 Engagement als Primadonna in Neapel, berühmt für ihre virtuosen Stimmqualitäten, manche für sie komponierte Partien galten allgemein als unsingbar 13.5.1819 Filipowicz, Madame (1794-?) - Violine Schülerin von Louis Spohr, erfolgreiche Konzertreisen in Europa, lebte in Warschau 5.10.1832 Finck, Charlotte (Lebensdaten unbekannt) - Klavier Lt. Ankündigung Dresden-Debüt der Leipziger Pianistin 13.2.1840 Fischer, Christian Wilhelmsen. (1789-1859)-Dirigent 1831 bis 1856 Chordirektor am Königlichen Hoftheater Dresden, 1833 bis 1848 und 1853 bis 1858 auch Spielleiter der Oper, inszenierte u.a. die Uraufführungen von Rienzi, Derfliegende Holländer und Tannhäuser 16.12.1848 - 31.8.1852 - 8.11.1852 - 9.2.1853 - 7.11.1853 Föppel, Carl Gustav (1825-1884) - Tenor und Bariton Von 1847 bis 1849 Hofopernsänger in Dresden, anschließend bis zu seinem Tode in Dessau 12.2.1848 -16.4.1848 376 Forkert, Johann Gotthelf (Lebensdaten unbekannt) - Klarinette, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1828 bis 1874, Schüler des Kapellklarinettisten Johann Gottlieb Kotte 27.3.1829 - 7.3.1836 - 20.2.1837 -10.12.1839 - 29.2.1840 - 27.8.1840 - 21.11.1842 - 21.2.1853 Förster, Sophie (1831-?) - Sopran Studium in Berlin, u.a. Schülerin von Jenny Lind, 1854 Konzertdebüt in Leipzig, Konzertsängerin auf vielen deutschen und holländischen Musikfesten, seit 1855 in Dresden wohnhaft, 1861 Operndebüt in Erfurt, danach bis 1862 am Meininger Hofthe ater, Gastspiele und Engagement in München, geschätzte Liedsängerin, 1866 Rückzug ins Privatleben 29.1.1856 - 26.2.1856 - 7.4.1856 Fournier, Antoinette (1809-1882) - Sopran und Deklamation Nach einem ersten Engagement in Mainz 1827 bis 1829 Hofschauspielerin in Dresden, danach in Berlin und von 1833 bis zu ihrer Pensionierung 1872 am Burgtheater Wien 22.1.1830 Franck, Eduard (1817-1893) - Klavier Schüler Felix Mendelssohn Bartholdys, 1846 als „Lehrer und Virtuos" in Berlin, 1851 in Köln Lehrer für Klavier und Theorie, Pianist der Gürzenich-Konzerte, Chordirigent, 1856 Musikdirektor, 1859 Direktor der Musikschule in Bern, 1867 bis 1878 Professor für Klavierspiel in Berlin 17.2.1847 Freiersleben, August von (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 30.12.1824 Freny, Rudolph (1825-1893) - Bariton Ausbildung und Beginn der musikalischen Laufbahn als Chorsänger in Wien, Engage ments u.a. in Budapest, Laibach, Lemberg, Olmütz und Prag, 1858 bis 1868 Hofopern sänger in Dresden, anschließend bis zum Ende seiner Karriere 1891 in Hamburg 2.9.1858 Freund, Fräulein (Lebensdaten unbekannt) - Sopran 17.5.1853-1.12.1855 Friebe, G. (Lebensdaten unbekannt) - Flöte Angekündigt als „Zögling der Breslauer Blindenanstalt" 28.1.1834 Friedrich, Madame (Lebensdaten unbekannt) - Gesang 29.12.1820 - 30.3.1828 Friedrich(s) geb. Holst, Madame (1808-?) - Harfe Erster Unterricht auf dem Klavier, Harfenstudium in Paris, 1828 Debüt in London, nach 1835 Konzertreisen in Deutschland, Russland, Italien und Holland, Harfenlehre rin in London 7.11.1835-3.12.1835 Funk (la Grua), Friederike (1796-?) - Sopran Geboren in Meißen bei Dresden, Ausbildung bei Johann Aloys Miecksch, 1816 bis 1827 Hofopernsängerin in Dresden, dazwischen 1817 Studienaufenthalt in Neapel, nach dem Dresdner Engagement in Darmstadt und an verschiedenen italienischen Bühnen, 377 während der 1830er Jahre Rückkehr nach Dresden als Gesangslehrerin, verbrachte ih ren Lebensabend (noch 1872 nachweisbar) in Paris 20.9.1818 - 23.9.1818 - 17.3.1820 - 13.10.1820 - 16.3.1821 - 9.4.1821 - 22.12.1821 - 29.11.1822 - 28.11.1823 - 23.4.1824 - 6.6.1824 - 30.12.1824 - 17.11.1825 - 29.12.1825 - 31.3.1826 - 28.6.1826 - 30.3.1827 -10.12.1839 Fürst, Elisabeth (Lebensdaten unbekannt) - Sopran 27.3.1831 Fürstenau, Anton Bernhard (1792-1852) - Flötist, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle als 1. Flötist von 1820 bis 1852, Ausbil dung bei seinem Vater Kaspar Fürstenau, 1804 in der Hofkapelle Oldenburg, 1817 in Frankfurt/M., Intensivierung der kompositorischen Studien, 1815 Bekanntschaft mit Carl Maria von Weber in Prag, der ihn dann nach Dresden holte und den er 1826 auf seiner letzten Reise nach London begleitete und betreute, eine der herausragenden Persönlichkeiten in der Dresdner Kapellgeschichte des 19. Jahrhunderts, Kustos der Königlichen Musikaliensammlung bis zu seinem Tode, zahlreiche Kompositionen, umfangreiche Konzerttätigkeit im In- und Ausland, Vater von Moritz Fürstenau, galt als einer der bedeutendsten Flötenvirtuosen seiner Zeit 17.3.1820 - 13.10.1820 - 30.3.1821 - 12.10.1821 - 11.10.1822 - 10.10.1823 - 15.10.1824 - 17.11.1825 - 29.12.1825 - 13.10.1826 - 17.12.1826 - 19.10.1827 - 11.4.1828 - 18.4.1828 - 17.10.1828 - 18.11.1828 - 26.12.1828 - 30.4.1830 - 24.9.1830 - 11.5.1832 - 26.10.1832 - 27.1.1833 - 18.10.1833 - 10.4.1834 - 17.11.1834 - 23.11.1835 - 7.3.1836 - 13.12.1836 - 7.1.1837 - 28.1.1837 - 11.3.1837 - 1.11.1838 - 23.12.1838 - 4.3.1840 - 27.11.1840 - 23.12.1840 - 4.2.1841 -17.3.1841 - 8.11.1841 - 7.11.1843 - 5.2.1845 -15.3.1850 Fürstenau, Moritz (1824-1889) - Flöte, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1842 (zunächst als Aspirant, ab 1844 als Kammermusiker) bis 1889, Schüler seines Vaters Anton Bernhard Fürstenau, Debüt als Achtjähriger, übernahm vom Vater die Positionen des 1. Flötisten und des Kustos der Königlichen Musikaliensammlung, Verfasser von Standardwerken zur Dresdner Theater-, Musik- und Kapellgeschichte, Entdecker der Gründungsurkunde der Kapelle von 1548, Mitbegründer und langjähriger Vorstand des Dresdner Tonkünstler-Vereins, Mitglied des Direktoriums der Sinfoniekonzerte der Königlichen musikalischen Kapelle, Lehrer am Konservatorium, eine der herausragendsten und prägendsten Gestalten der Dresdner Kapellgeschichte, viele Konzertreisen mit dem Vater, 21-jährig Studien bei Theobald Böhm in München, spielte als erster in Dresden die „Böhm-Flöte" 26.10.1832 - 18.10.1833 - 17.11.1834 - 23.11.1835 - 13.12.1836 - 1.11.1838 - 4.3.1840 - 23.12.1840 - 7.11.1843 - 5.2.1845 - 20.3.1846 - 28.10.1846 - 26.11.1849 - 25.2.1850 - 15.3.1850-17.11.1851 Galitzin (Golitzin), Juri Nikolajewitsch (1823-1872) - Dirigent Nach kurzer Beamtentätigkeit musiktheoretische Studien auf seinem Gut, Aufbau eines großen Bauernchors, 1858 Kompositionsausbildung in Leipzig und Dresden, danach in Amerika und England, 1862 in Paris, umfangreiche Konzerttätigkeit nach der Rückkehr nach Russland, Organisator, Chorleiter, Dirigent, Popularisierung russischer Musik im Ausland (1860 bis 1862 etwa 260 Chor- und Sinfoniekonzerte auf der britischen Insel), schrieb Messen, Lieder, Romanzen, Klavierstücke, Bearbeitungen russischer Volkslieder für Chorgesang 19.7.1858 378 Gallyot-Boucher, Celeste - Harfe und Klavier Siehe Boucher-Gallyot, Celeste Garcia-Viardot, Pauline - Sopran Siehe Viardot-Garcia, Pauline Gärtner, 7 (Lebensdaten unbekannt) - Oboe Nicht als Kapellmitglied nachweisbar, obwohl als Kammermusiker annonciert, möglicherweise gehörte er zeitweise einem der am Hofe tätigen Musikkorps bzw. der Gruppe „dazugezogener Musiker" an 24.1.1834 Gaudin, Fräulein (Lebensdaten unbekannt) - Gesang 24.1.1817 - 3.4.1818 - 4.6.1819 Gentili, Serafino (1775-1835) - Tenor Geboren in Venedig, zu Beginn der Karriere Erfolge in Neapel, 1809 in Paris, seit 1812 an der Mailänder Scala, 1822 bis 1824 Hofopernsänger in Dresden, danach Rückkehr nach Mailand 4.4.1823 Ghika, Olga Prinzessin (Lebensdaten unbekannt) Klavier 19.4.1845 - 30.4.1845 Ghus (Ghys), Joseph (1811-1848) - Violine Geboren in Gent, Schüler von Charles Philppe Lafont, seit 1832 Europatourneen, auch als Violinlehrer und Komponist tätig, in Dresden angekündigt als Geiger aus Paris 29.3.1837 Giulou, J. (Lebensdaten unbekannt) - Flöte Annonciert als Flötist der Königlichen Kapelle in Paris 11.1.1827-5.2.1827 Goldschmidt, Otto - Klavier (biographische Angaben siehe Komponisten) 7.2.1854 -11.2.1854 -1.3.1854 -16.1.1855 Goldschmidt-Lind, Jenny - Sopran Siehe Lind, Jenny Gottschalk, Karl (7-1882) - Posaune, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle als 2. Posaunist von 1842 bis 1871 22.3.1841 Großer, Henriette (1818-7) - Sopran Ausbildung und Beginn der sängerischen Laufbahn als Choristin in Berlin, 1836 in Königsberg, 1837 in Prag, 1851 bis 1852 Hofopernsängerin und Hofschauspielerin in Dresden, danach Gastspieltätigkeit 7.11.1851 - 4.4.1852 -17.8.1852 Grua, Emmy la (1831-7) - Koloratursopran Tochter von Friederike Funk-la Grua, Studium bei der Mutter und in Paris, 1851 bis 1852 Hofopernsängerin in Dresden, 1852 Engagement in Paris, nach 1854 erfolgreiche Karriere in Südamerika sowie Gastspiele in Petersburg, Berlin, München, Dresden, Wiesbaden, Hamburg, Barcelona, London, Neapel und Kairo, lebte seit den 1870er Jahren mit ihrer Mutter als Gesangslehrerin in Paris, letzte Erwähnung 1869 5.3.1851 - 26.8.1851 379 Grünberg, Gottlieb (1802-?) - Flöte Blinder Künstler aus Hannover, Konzertreisen in Deutschland und Dänemark, 1832 Erfinder des Instruments „Furiosa" 24.3.1828-3.1.1831 Gugel, Joseph (Josef) (1770-?) - Horn, und sein elfjähriger Sohn Zählte zusammen mit seinem Bruder Heinrich (geb. um 1780) zwischen 1796 und 1816 zu den bedeutendsten Waldhornisten Deutschlands, Ausbildung in Wien, der Vater schickte beide bereits als Knaben auf Konzertreisen, später Mitglieder der sächsischhildburghausenschen Hofkapelle (Heinrich seit 1837 tätig in Petersburg) 4.12.1818 Haake, Johann Heinrich Christian (Lebensdaten unbekannt) - Flöte 27.3.1829 Haase, August Wilhelm (1792-1862) - Horn, KM Mitglied der (Königlichen) musikalischen Kapelle als 1. Hornist von 1814 bis 1856, wie sein Bruder Ludwig Friedrich Leopold Haase Schüler seines Vaters, eines Anhalt- Dessauischen Kammermusikers 3.4.1818 - 29.11.1822 -17.11.1825 - 31.3.1826 - 30.3.1827 - 11.4.1828 - 2.5.1828 - 27.3.1829 - 9.10.1829 - 4.12.1829 - 27.1.1833 - 1.2.1833 - 18.4.1834 - 10.11.1834 - 13.2.1835 - 23.11.1835- 21.12,1835 - 13.10.1836 - 7.11.1837 - 19.2.1838 - 1.11.1838 - 23.12.1838 - 7.11.1839 - 4.2.1841 -17.3.1841 - 20.1.1842 - 28.10.1846 Haase, Julia (Lebensdaten unbekannt) - Sopran Tochter des Kammermusikers August Wilhelm Haase 17.3.1841 Haase, Julie (ca. 1795-1826) - Sopran, Deklamation Ehefrau des Kammermusikers August Wilhelm Haase, Debüt in Kinderrollen, Ausbil dung bei Johann Aloys Miecksch, seit 1815 Mitglied der Hofoper als Opernsoubrette, Publikumsliebling, sang vornehmlich im Deutschen Departement, erstes Dresdner Annchen im „Freischütz" 29.12.1820 -12.10.1821 - 4.4.1823 -15.12.1823 Haase, Ludwig Friedrich Leopold (1798-1869) - Horn und Violine, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle als Hornist von 1816 bis 1837, wie sein Bruder August Wilhelm Haase Schüler seines Vaters, eines Anhalt-Dessauischen Kammermusikers, ebenso Violinunterricht in Dessau, seit 1814 weitere Ausbildung auf der Violine in Dresden bei Franz Anton Morgenroth, Antonio Rolla und Giovanni Battista Polledro, zusammen mit seinem Bruder erfolgreiche Konzertreisen als Geiger und Hornist in Deutschland, 1831 Verleihung des Titels „Prädicierter Herzoglich Anhaltinisch-Dessauischer Concertmeister" wegen seiner künstlerischen Leistungen als virtu oser Geiger und seiner anhaltinischen Herkunft (Vorgang siehe SHStA, 10026 Geh. Ka binett, 15147/3, fol. 181-188), auch als Komponist hervorgetreten Horn: 3.4.1818 - 29.11.1822 -1.2.1833 (?) Violine: 28.11.1823 - 3.3.1824 - 27.3.1829 -16.10.1829 -19.3.1830 - 19.12.1830 - 28.1.1834 - 18.4.1834 - 7.11.1835 -18.4.1834 - 21.12.1835 Horn und Violine: 31.3.1826 - 30.3.1827 - 2.5.1828 - 4.12.1829 -1.2.1833 Hagedorn, Frau (Lebensdaten unbekannt) - Sopran Angekündigt als „Anhaltinisch-Dessauische Hofopernsängerin" 16.4.1839 380 Hanf, E. (Lebensdaten unbekannt) - Alt Laut HTT von 1820 bis 1828 Mitglied des Hoftheaterchors in Dresden, bei gleich bleibender Adresse merkwürdigerweise von 1820 bis 1822 als Sopranistin mit dem Namen Hamf, seit 1823 als Altistin unter dem Namen Hanf verzeichnet 8.4.1827 Ob eine Identität mit Frau Hauf(f), ebenfalls Mitglied des Hoftheaterchors, besteht, ist unklar 23.3.1834 Harder, Marie von (Lebensdaten unbekannt) - Klavier Vermutlich in Petersburg geboren und in Dresden aufgewachsen, Schülerin von Charles Mayer, Adolph Henselt und Frederic Chopin, von Dresden aus Konzerttätig keit in verschiedenen deutschen Städten und in Wien, in den 1850er Jahren Rückkehr nach Petersburg (der DrA vom 21.11.1853 annoncierte den Namen mit dem Zusatz „aus St. Petersburg") 18.12.1846 - 5.12.1853 - 6.12.1854 -19.3.1855 - 20.4.1855 -1.12.1855 Hartmann, G. (Lebensdaten unbekannt) - Dirigent Musikdirektor und Kantor in Meißen 29.3.1850 -14.4.1854 - 6.4.1855 -10.4.1857 Hartwig, 'Wilhelmine (1774-1849) - Deklamation Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin, nach Engagements in Königsberg, Schwerin, Bremen und Hannover 1796 mit der Secondaschen Theatergruppe in Leipzig, seit 1796 am Dresdner Hoftheater, spielte auch nach ihrer Pensionierung 1835 noch bis 1841 weiter, galt als eine der größten Schauspielerinnen ihrer Zeit 1.5.1818 Hauser, Franz (1794-1870) - Bariton Ausbildung und Operndebüt in Prag, 1821 in Kassel, 1825 bis 1826 Mitglied der Dresd ner Hofoper, danach in Stuttgart, Frankfurt, Leipzig, Berlin und Breslau, 1846 Direktor des Münchener Konservatoriums, nach 1865 Gesangslehrer in Karlsruhe und Freiburg, veröffentlichte eine seinerzeit weit verbreitete Gesangslehre 17.11.1825 -17.2.1826 - 28.6.1826 Hebold, ? (Lebensdaten unbekannt) - Flöte, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1828 bis 1832 1.4.1827 Heinefetter, Sabine (1809-1872) - Sopran Wie ihre vier Schwestern Opernsängerin, zunächst Reisen als Harfenistin und Sänge rin, 1824 Debüt in Frankfurt, danach Anstellung in Kassel (gefördert von Louis Spohr), Vervollkommnung der Ausbildung und Mitglied der Italienischen Oper in Paris, 1829 Erfolge in Wien, gefeiert in weiteren europäischen Städten, u.a. in Mailand, Berlin und Paris, 1835 für sechs Monate Hofopernsängerin in Dresden, 1843 Heirat in Marseille und Rückzug von der Bühne 23.11.1835-21.12.1835 Hellwig, Friedrich (Lebensdaten unbekannt) - Deklamation 25.3.1817-1.5.1818 Henselt, Adolph - Klavier (biographische Angaben siehe Komponisten) 28.1.1837 -11.1.1838 -15.8.1853 381 Hermstedt, Johann Simon (1778-1846) - Klarinette Zunächst Stadtpfeifer in Waldheim und Colditz, 1799 1. Klarinettist im Regiment „Prinz Clemens", das in Dresden stationiert war, 1. Klarinettist, Leiter des Hautboistencorps, Direktor der Hofmusik und 1824 bis 1839 Hofkapellmeister in Sonders hausen, als einer der besten Klarinettisten der Zeit Konzerte in ganz Deutschland, Louis Spohr komponierte für ihn Klarinettenkonzerte und Variationswerke, keine ei genen Kompositionen, aber Bearbeitungen 23.11.1821 Herr, Traugott (7-1862) - Fagott, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1850 bis 1862 30.6.1847 Heyne, Helma (Lebensdaten unbekannt) - Deklamation 14.3.1849 Hiebendahl, Rudolph Theodor (7-1890) - Oboe, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1837 bis 1883, zuvor im Musik korps der Königlich Sächsischen Artillerie, Mitbegründer des Dresdner Tonkünstler Vereins und Lehrer am Konservatorium, Förderer (auch finanziell) Richard Wagners 5.10.1836 - 7.3.1838 -11.3.1839 - 27.8.1840 - 28.10.1846 - 4.2.1848 -17.11.1851 Hiller, Ferdinand - Klavier und Dirigent (biographische Angaben siehe Komponisten) Klavier: 7.1.1845 -16.1.1845 -14.5.1845 Dirigent: 8.11.1847 Himmer, Franz (1828-1899) - Tenor Zunächst Medizinstudium, Gesangsausbildung und 1849 Operndebüt in Wien, 1849 bis 1852 Hofopernsänger in Dresden, anschließend in Braunschweig, Budapest, Ham burg und Darmstadt, seit 1863 große Erfolge in Nordamerika, 1870 Rückkehr nach Deutschland, Gastspiele, Gesangslehrer 13.2.1850 - 24.3.1850 - 26.8.1850 -16.1.1851 - 2.6.1851 - 7.11.1851 Hinckel, Clara (Lebensdaten unbekannt) - Alt Lt. Ankündigung aus Chemnitz, Schülerin von Maria Börner-Sandrini 14.10.1856 Hindle, Johann (1792-1862) - Kontrabass Gilt als letzter Vertreter der Wiener Kontrabass-Schule im 19. Jahrhundert, setzte die Solokonzertpraxis des 18. Jahrhunderts fort, Karriere vom Vorstadtmusiker zum Mit glied des Orchesters im Theater an der Wien und seit 1832 zum Aspirant, seit 1838 zum Mitglied des Hofopern-Orchesters, umfangreiche Konzerttätigkeit in vielen Ländern Europas, von ihnen sind weit über 100 Programme bei der Gesellschaft der Musik freunde Wien überliefert, Komponist und Verfasser einer Kontrabass- Schule (18.4.1828) -18.11.1828 Hock, Elisabeth (Lebensdaten unbekannt) - Mezzosopran Ende 1857 Debüt in Dresden, von 1858 bis 1859 Mitglied der Hofoper, spätere Engage ments in Bremen und Hannover 28.3.1858 Hoffmann, Sophie (1803-1852) - Sopran/Alt Ausbildung in Berlin, Debüt 1822 an der dortigen Hofoper und deren Mitglied bis zum offiziellen Karriere-Ende 1841, 1831 weitere Studien in Italien, 1832 in Venedig, 1838 in Mailand, nach 1841 einzelne Gastspiele in Oper und Konzert, Gesangslehrerin 16.10.1829 382 Hollmann, 'Wilhelm (?-1879) - Tenor 1854 als Chorsänger mit Soloverpflichtung an der Dresdner Hofoper, 1857 bis 1869 Sänger und Schauspieler des Hoftheaters 25.2.1857-7.11.1857 Hoppe, Eduard (1808-1893) - Tenor Ausbildung und 1827 erstes Engagement in Berlin, 1832 in Stettin, 1833 für ein Jahr an der Hofoper Dresden, von 1834 bis zur Pensionierung 1871 in München 24.1.1834 Howitz-Steinau, Clementine (1821-1914) - Sopran Nach dem Studium in Berlin erste Stationen der Karriere Stettin, Rostock, Königsberg und Hamburg, 1852 bis 1853 Hofopemsängerin in Dresden, 1853 bis zum Karriere Ende 1864 in Karlsruhe 21.2.1853 Hübler, Heinrich Carl August (1822-1893) - Horn, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1844 bis 1891, Schüler von August Wilhelm Haase, seit 1851 Erster Hornist, Komponist mehrerer Werke für Horn, dar unter ein Konzert für vier Hörner wohl nach Robert Schumanns Vorbild, Primarius des Hornquartetts 16.1.1851 - 2.6.1851 - 28.2.1853 - 2.9.1858 Hummel, Johann Nepomuk - Klavier (biographische Angaben siehe Komponisten) 3.4.1818 - 7.4.1826 - 3.4.1834 Jacobi, Fräulein (Lebensdaten unbekannt) - Gesang Gehörte offensichtlich zu jenen „kunstgeübten Dilettanten" Dresdens, die für die Aufführung von Schumanns „Paradies und die Peri" herangezogen wurden 5.1.1850-12.1.1850 Jauner-Krall, Emilie (1831-1914) - Sopran Unterricht und erstes Engagement am Kärtnertortheater Wien, Gastspiele in Hannover, Hamburg, Berlin und Wien, 1854 in Darmstadt, 1855 in England, von 1855 mit kurzen Unterbrechungen Hofopernsängerin in Dresden bis zum Jahr 1871, in dem sie ihrem seit 1858 als Schauspieler am Dresdner Hoftheater engagierten Gatten Franz Jauner nach Wien folgte und ihre Karriere beendete 2.9.1856 - 7.11.1856 - 29.1.1857 - 27.8.1857 Julius (eigentlich von Kleist), Friedrich (1776-1860) - Deklamation Bis 1794 im preußischen Militärdienst, nach Engagements in Breslau und Leipzig von 1817 bis zur Pensionierung 1833 Dresdner Hofschauspieler 25.3.1817-1.5.1818 Kalkbrenner, Friedrich Wilhelm Michael - Klavier (biographische Angaben siehe Komponisten) 24.5.1833 Kaufmann, Friedrich (1782-1866) - Akustiker, Erfinder und Spieler mechanischer Musikinstrumente In Dresden tätig, baute mit seinem Vater Johann Gottfried 1806 ein Belloneon, 1808 ei nen Trompetenautomaten, es folgten das Trompeten- und Paukenwerk, das Chorda laudion, 1809 das Harmonichord und 1839 das Symphonion (von seinem Sohn Fried rich Theodor zum Orchestrion weiterentwickelt), verlor 1843 während eines Seestur 383 mes auf der Überfahrt von England fast alle seine Instrumente, Carl Maria von Weber komponierte für ihn Adagio und Rondo für Harmonichord und Orchester (JV 115), das Kaufmann lange Zeit auf seinen Reisen als Paradestück präsentierte 8.4.1824 - 9.2.1835 -17.3.1841 - 8.10.1846 Keller, Karl Johann Gottfried (1786-?) - Bass Möglicherweise 1812/1813 Mitglied der Secondaschen Theater-Gesellschaft in Dresden, nach einem Engagement in Breslau von 1820 bis zu seiner Pensionierung 1841 Hofopernsänger in Dresden 22.12.1821 Kiesewalter, Agathe (Lebensdaten unbekannt) - Alt 1844 bis 1857 Choristin mit gelegentlichen Soloverpflichtungen am Dresdner Hoftheater 7.11.1849 -13.2.1850 - 29.3.1850 - 7.11.1850 -16.3.1856 Klengel, August Alexander - Klavier (biographische Angaben siehe Komponisten) 24.1.1817 Kiesheim, Anton Freiherr von (1812-1884) - Deklamation Österreichischer Dichter und Schauspieler, beliebt wegen seiner Dialekt-Vorträge, lt. Ankündigung aus Wien kommend 2.6.1851 Kloss, Carl - Klavier, Orgel und Referent (biographische Angaben siehe Komponisten) 25.4.1836 - 4.3.1837 - 28.7.1850 Koch, Emma (Lebensdaten unbekannt) - Gesang Annonciert als Sängerin aus Leipzig 17.5.1853-26.2.1856 Könneritz, Therese von (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 19.4.1845 - 30.4.1845 Kotte, Johann Gottlieb (1797-1857) - Klarinette (Kammermusiker) Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle als 1. Klarinettist von 1817 bis 1857, Schüler der beiden ersten Kapell-Klarinettisten Gottlob und Traugott Rothe, umfangreiche solistische Tätigkeit, bestimmte wesentlich das hohe Niveau des Bläserspiels im Orchester 30.12.1823 - 30.12.1824 - 17.11.1825 - 24.11.1826 - 21.3.1828 - 11.4.1828 - 2.5.1828 - 26.6.1828 - 27.3.1829 - 16.10.1829 - 19.3.1830 - 14.2.1832 - 11.5.1832 - 7.12.1832 - 27.1.1833 - 1.3.1833 - 19.4.1833 - 6.12.1833 - 17.2.1834 - 10.4.1834 - 9.2.1835 - 13.2.1835 - 7.11.1835 - 7.3.1836 - 13.10.1836 - 1.11.1836 - 11.3.1837 - 18.10.1837 - 11.12.1837 - 19.2.1838 - 28.2.1838 - 30.4.1838 - 1.11.1838 - 23.12.1838 - 9.4.1839 - 25.10.1839 - 29.2.1840- 4.4.1840 - 23.12.1840 - 4.2.1841 - 20.1.1842 - 7.11.1842 - 21.11.1842 - 11.12.1843 - 13.4.1844 - 20.5.1844 - 20.3.1846 - 28.10.1846 - 25.11.1846 - 18.12.1846 - 19.4.1847 - 4.2.1848 - 4.3.1848 - 25.11.1848 - 14.3.1849 - 13.4.1849 - 26.11.1849 - 9.2.1853 - 28.2.1853 -11.11.1853 - 5.12.1853 Kötzschke, Hermann (1826-1892) - Klarinette, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1850 bis 1890, Beginn der Ausbil dung in Leipzig, Fortsetzung bei Johann Gottlieb Kotte in Dresden 27.8.1857 Krägen (Kräger), Carl (1797-1879) - Klavier Hofpianist, Lehrer bei Hofe und geschätzter Klavierpädagoge in Dresden, als Pianist „den ersten Virtuosen zur Seite zu stellen" (NZfM), gut bekannt mit Robert Schumann, Ferdinand Hiller und Friedrich Wieck 1.5.1834 - 27.1.1831 -19.4.1845 - 30.4.1845 384 Krägen, E., Herr (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 19.4.1845 - 30.4.1845 Krall (-Jauner) Emilie - Sopran Siehe Jauner-Krall, Emilie Kraus-Wranitzky, Katharina (1794-1872) - Sopran Tochter des Wiener Komponisten und Geigers Anton Wranitzky, Engagement in Ham burg nachgewiesen, für die Dresdner Konzerte Ankündigung im DrA „aus Wien"; es liegt hier möglicherweise eine familiäre Verwechslung vor: Katharina war eine verehe lichte Seidler-Wranitzky, ihre Schwester Anna, ebenfalls Sängerin, eine verehelichte Kraus-Wranitzky, wer von beiden tatsächlich gesungen hat, bleibt offen 31.3.1833 -19.4.1833 Kraut, Herr (Lebensdaten unbekannt) - Klarinette Annonciert als ein Schüler Johann Gottlieb Kottes 6.12.1833 - 7.3.1836 Krebs, Carl August - Dirigent (biographische Angaben siehe Komponisten) 28.7.1850 - 5.3.1851 - 13.4.1851 - 25.2.1852 - 8.11.1852 - 27.1.1853 - 21.2.1853 - 20.3.1853 - 7.11.1853 - 11.11.1853 - 11.2.1854 - 9.4.1854 - 2.5.1854 - 21.9.1854 - 7.11.1854 - 27.1.1855 - 1.4.1855 - 5.5.1855 - 29.8.1855 - 29.1.1856 - 6.2.1856 - 2.9.1856 - 25.2.1857 - 5.4.1857 - 27.8.1857-28.3.1858 Krebs-Michalesi, Aloysia (1824-1904) - Mezzosopran Erste musikalische Ausbildung durch die Mutter in Prag, Operndebüt 1843 in Brünn, 1846 in Hamburg, 1849 bis zu ihrer Pensionierung 1870 Hofopernsängerin in Dresden, danach noch Auftritte in Kirchenkonzerten, seit 1850 verheiratet mit Carl August Krebs 29.3.1850 - 28.7.1850 - 7.11.1850 -16.1.1851 - 8.11.1852 - 27.1.1853 - 21.2.1853 - 7.11.1853 - 21.3.1854 - 9.4.1854 - 29.4.1854 - 1.5.1854 - 21.9.1854 - 7.11.1854 - 1.4.1855 - 5.5.1855 - 29.8.1855 - 7.11.1855 - 7.11.1856 - 29.1.1857 - 25.2.1857 - 5.4.1857 - 7.11.1857 - 30.1.1858 - 28.3.1858 Kressner, Emilie (Lebensdaten unbekannt) - Gesang In AZ für 2.11.1828 angekündigt als „vormalige Kaiserlich russische Kammersängerin" 2.11.1828-9.1.1829 Kressner, Otto Friedrich (Lebensdaten unbekannt) - Flöte, KM Schüler von Anton Bernhard Fürstenau, 1823 bis 1824 Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle, aus der er wegen unehrenhaften Verhaltens entlassen wurde 30.3.1821 -12.10.1821 - 24.10.1823 - 2.11.1828 - 9.1.1829 Kretzschmar, Carl Gottlob (1784-1863)-H orn, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1817 bis 1849 7.11.1837 - 4.3.1840 - 27.8.1840 Kretzschmar, Johann Gottlob (1809-1882) - Oboe, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1837 bis 1875, zuvor seit 1836 Oboist im Leipziger Gewandhausorchester 23.12.1836 - 27.8.1840 Kreutzer, Conradin (1780-1849) - Klavier Instrumental- und Theorieunterricht in der Benediktiner-Lateinschule Zwiefalten, 1799 Jurastudium in Freiburg, 1801 in der Schweiz, 1804 als Lehrer und Pianist in Wien, 1811 Opernerfolg in Stuttgart, 1812 dort Hofkapellmeister, 1817 in gleicher Position in 385 Donaueschingen, seit 1822 Kapellmeister an verschiedenen Wiener Theatern, 1840 städtischer Musikdirektor in Köln, zahlreiche Konzertreisen, schrieb Opern, Oratorien, Kirchenmusik, Lieder, Hymnen, (Männer-) Chöre 7.3.1818 - 7.3.1819 Krickeberg, Sofie Friederike (1770-1842) - Deklamation Debüt im Kindesalter als Zögling Ekhofs am Gothaer Hoftheater, Sängerin und Schau spielerin an verschiedenen deutschen Theatern, u.a. auch zeitweise in Dresden, 1816 bis 1842 in Berlin 25.3.1817 Kriete, Henriette - Sopran Siehe Wüst(-Kriete), Henriette Krogulski, JozefWladyslaw (1815-1842) - Klavier Zehnjährig erste Konzerte, Komponist, Kammermusikspieler und Chorleiter, 1838 Gründer einer Gesangsschule und Dirigent an der Piaristenkirche in Warschau, kom ponierte Konzerte, Ouvertüren, Kammer- und Klaviermusik 14.2.1826 Krüger, Hugo (1829-1871) - Tenor Gesangsausbildung bei Emma Babnigg, 1850 bis zu seinem Tod Mitglied der Berliner Hof oper, einzig mit Unterbrechung des Jahres 1857, in dem er der Dresdner Hofoper angehörte 27.8.1857 Kühne, Adolph (Lebensdaten unbekannt) - Violine, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1834 bis 1845 18.4.1834 - 21.4.1834 Kummer, Carl Gotthelf(1799-1865) - Oboe, Klavier, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1817 bis 1859 17.3.1820 -17.11.1825 -11.4.1828 - 27.1.1833 -1.11.1838 - 23.12.1838 - 4.2.1841 Kummer, Ernst (1824-1860) - Violoncello, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1841 bis 1860, Sohn und vermut lich auch Schüler des Cellisten Friedrich August Kummer 1.11.1840 - 4.2.1841 - 25.11.1848 - 21.3.1854 Kummer, Ferdinand Wilhelm (1802-1834) - Violoncello, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1820 bis 1834, Sohn des Oboisten Friedrich August Kummer 17.3.1820-25.2.1825 Kummer, Friedrich August (1770-1849) - Oboe, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1797 bis 1830, zuvor Mitglied der Meininger Hofkapelle, Vater von Ferdinand Wilhelm und Friedrich August Kummer 17.3.1820 Kummer, Friedrich August (1797-1879) - Violoncello, KM Mitglied der (Königlichen) musikalischen Kapelle von 1814 mangels freier Cellisten stelle zunächst als Oboist, seit 1817 bis 1864 als Cellist, 1852 Nachfolger seines Lehrers Justus Johann Friedrich Dotzauer auf der 1. Cello-Position, umfangreiche kompositori sche, solistische und kammermusikalische Tätigkeit, Lehrer am Konservatorium, etwa 400 Kompositionen, Ehrenmitglied des Dresdner Tonkünstler-Vereins, eine der profi liertesten Kapell-Persönlichkeiten im 19. Jahrhundert, Sohn des Oboisten Friedrich August Kummer 386 4.6.1819 - 17.3.1820 - 23.4.1824 - 17.11.1825 - 28.12.1827 - 20.12.1828 - 7.11.1829 - 24.9.1830 - 27.1.1831 - 15.3.1832 - 11.5.1832 - 17.1.1834 - 3.4.1834 - 10.4.1834 - 13.2.1835 - 25.1.1836 - 11.3.1837- 11.10.1837 - 19.2.1838 - 21.4.1838 - 1.11.1838 - 23.12.1838 - 25.2.1839 - 9.4.1839 - 25.10.1839 - 29.2.1840 - 7.3.1840 - 4.4.1840 - 1.11.1840 - 4.2.1841 - 8.11.1841 - 20.1.1842 - 21.11.1842- 11.12.1843 - 20.5.1844 - 4.6.1844 - 1.12.1845 - 25.11.1846 -18.12.1846 - 4.3.1848 -13.4.1849 - 7.11.1849 - 26.8.1851 - 5.4.1853 - 26.2.1856 - 2.9.1856 Kummer, Gotthelf (Gotthilf) Heinrich (1774-1857) - Fagott, KM Mitglied der (Königlichen) musikalischen Kapelle von 1809 bis 1841, zuvor bei den kurfürstlichen Leibgrenadieren, Reisen als Virtuose, zahlreiche Kompositionen, Vater von Heinrich Kummer 4.6.1819 - 17.3.1820 - 16.11.1821 - 14.11.1823 - 28.11.1823 - 25.2.1825 - 28.12.1827 - 22.12.1829 -19.2.1838 Kummer, Heinrich (1809-?) - Fagott und Klavier, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1827 bis 1832, 1851 als Kaiserlich russischer Kammermusiker erwähnt, Sohn von Gotthelf Heinrich Kummer Fagott: 17.3.1820 Klavier: 16.11.1821 -14.11.1823 - 28.11.1823 - 25.2.1825 - 2.11.1828 -17.11.1851 Fagott und Klavier: 28.12.1827 - 22.12.1829 Kunze, Carl Gottfried (Lebensdaten unbekannt) - Trompete, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1823 bis 1855 27.8.1840 Lacombe, Felice (Lebensdaten unbekannt) und Louis (1818-1884) - Klavier (biographische Anga ben zu Louis Lacombe siehe Komponisten) Im DrA wird Louis, obgleich 1818 geboren, 1834 als Dreizehnjähriger angekündigt und seine Schwester Felice als seine Schülerin annonciert 20.6.1834 - 30.4.1838 Laidlaw, Robena Ann (1817-1852) - Klavier Ausbildung in Sprachen, Zeichnen und Musik, 1834 Debüt in Berlin, Ernennung zur Kammervirtuosin der Herzogin von Cumberland, 1834 Studium bei Henri Herz, seit 1835 Tourneen in England, Deutschland, Italien, Konzerte in Wien, Warschau und Pe tersburg, seit 1840 wohnhaft und gefragte Lehrerin in London 15.6.1837 Langenschwarz, Herr (Lebensdaten unbekannt) - Improvisator 16.2.1831 Langer, Herr (Lebensdaten unbekannt) - Orgel Annonciert als Organist aus Leipzig 29.3.1850 Lauterbach, Friedrich Wilhelm (1804-?) - Klarinette, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1826 bis 1871, Sohn von Johann Gottlob Lauterbach 3.12.1824 -16.4.1830 - 7.3.1836 - 28.2.1838 -10.12.1839 - 27.8.1840 -10.2.1852 Lauterbach, Johann Gottlob (auch: Gottlieb) (1780-1861) - Klarinette, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1817 bis 1849, hatte sich zunächst 1816 nach Auflösung des Hofpfeiferensembles, dem er angehört hatte, um die Position des Stadtmusikus beworben, Vater von Friedrich Wilhelm Lauterbach 3.12.1824 -16.4.1830 387 Lebrun, Antonie (Antoinette) (1823-?) - Deklamation Tochter des Theaterschriftstellers Carl August Lebrun, 1839 Debüt in Hamburg, 1845 bis 1847 Hofschauspielerin in Dresden, Beendigung der Karriere wegen Heirat 19.4.1845 - 30.4.1845 -14.5.1845 - 25.11.1846 -1.5.1847 Lehmann, Clara (7-1861) - Sopran Von 1845 bis zu ihrem Tod Mitglied des Dresdner Hoftheaterchors mit Soloaufgaben 7.11.1849 Lempke (Lembke, auch Lemke oder Lemcke), Sophie (Lebensdaten unbekannt) - Sopran 1830 bis 1831 Hofopernsängerin in Dresden 16.4.1830-6.12.1830 Lewy, Carl - Klavier Sohn von Eduard Constantin Lewy 15.8.1838 Lewy, Eduard Constantin (1797-1846) - Horn 1812 Eintritt in den Militärdienst, 1822 Hornist der Wiener Hofkapelle und Solist des Hofopernorchesters, 1833 Professor am Konservatorium, Konzertreisen in Europa bestätigten seinen Ruf als hervorragender Virtuose 15.8.1838 Lewy, Joseph Rudolph (1802-1881) - Horn, KM Bruder von Eduard Constantin Lewy, Studium in Paris, 1824 in der Königlichen Ka pelle in Stuttgart, 1826 im Hofopernorchester Wien, seit Beginn der 1830er Jahre Kon zertreisen in Europa, 1837 Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle in Dresden, 1851 Pensionierung, Kompositionen für Horn 4.3.1840 -12.3.1840 - 27.8.1840 - 4.2.1848 - 4.3.1848 -13.4.1849 Lewy, Melanie (Lebensdaten unbekannt) - Harfe Tochter von Eduard Constantin Lewy 15.8.1838 Lewy, Richard (1829-7) - Horn Sohn von Eduard Constantin Lewy 15.8.1838 Lind, August (7-1862) - Violine, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1818 bis 1855 21.4.1834 Lind (Goldschmidt-Lind), Jenny (1820-1887) - Sopran Studium in der Geburtsstadt Stockholm und in Paris, 1838 Debüt in Stockholm, Sprachunterricht in Dresden, Engagements seit 1843 in Berlin, 1846 in Wien, 1847 in London, Gastspiele in Europa, 1849 Abschied von der Bühne, fortan ausschließlich Konzertsängerin, 1850 bis 1852 in den USA (dort Verehelichung mit Otto Gold schmidt), 1852 bis 1855 wohnhaft in Dresden, 1856 Übersiedelung nach London, päda gogische Tätigkeit, 1886 Meisterklasse am Royal College of Music, galt als beste Kolo ratursängerin der Zeit („schwedische Nachtigall"), bestattet in der Westminster Abbey 15.3.1850 - 7.2.1854 -11.2.1854 -1.3.1854 -16.1.1855 Lindemann, Julius Eduard (1822-1886) - Bariton Ausbildung in Leipzig, 1847 bis 1849 und 1855 bis 1856 Hofopernsänger in Dresden, weitere Engagements in Hamburg, München und Kassel, dort nach der 1883 erfolgten Pensionierung Gesangslehrer 8.11.1847 - 22.1.1848 - 12.2.1848 - 16.4.1848 - 23.4.1848 - 22.9.1848 - 7.11.1848 - 23.12.1848 - 5.2.1849 -14.3.1849 - 29.8.1855 388 Lipinski, Karl (Karol Jozef) (1790-1861) - Violine, Kztmstr. Als Konzertmeister Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1839 bis 1860 (ab 1840 auf Lebenszeit), außerdem Direktor der Kapelle in der Hofkirche, Hofgeiger des Königs und Veranstalter renommierter Quartett-Akademien, erster Unterricht beim Vater Feliks Lipinski, weitere Vervollkommnung in Theorie, Komposition, auf Violine und auch Violoncello autodidaktisch, 1810 bis 1836 bis auf die Unterbrechun gen durch Konzertreisen 1. Geiger und Kapellmeister in Lemberg, bis 1838 Erster Vio linist der Kaiserin von Russland, galt als einer der größten Geiger seiner Zeit und Ri vale Paganinis, mit dem er wiederholt gemeinsam auftrat, Lebensabend auf seinem polnischen Gut in Urlow, Kompositionen für Violine, darunter das einst sehr populäre „Militärkonzert" und weit verbreitete Capricci 7.11.1836 - 12.11.1836 - 3.1.1838 -11.3.1839 -13.8.1839 - 17.9.1839 - 4.3.1840 - 23.12.1840 - 17.2.1843 - 6.7.1843 - 7.11.1843 - 28.10.1846 - 7.11.1846 -12.3.1849 - 28.7.1850 - 28.10.1850 Listing, Eduard (7-1871) - Viola, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1841 bis 1871 22.3.1841 Liszt, Franz (1811-1886) - Pianist und Dirigent Pianist: 21.2.1844 - 27.2.1844 Dirigent: 7.11.1857 Litolff, Henry - Klavier (biographische Angaben siehe Komponisten) 15.11.1844 -19.4.1845 - 30.4.1845 -14.5.1845 Loqueissie, Pauline von (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 19.4.1845 - 30.4.1845 Lorenz, Friedrich (Lebensdaten unbekannt) - Fagott, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1823 bis 1834 17.12.1824 - 9.3.1827 -18.12.1828 - 27.3.1829 - 27.1.1833 -10.11.1834 -13.2.1835 Lorenz, Johann Wilhelm (1816-1890) - Horn, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1843 bis 1884, Lehrer am Konservatorium 30.6.1847 -16.1.1851 - 28.2.1853 Löwe, Herr (Lebensdaten unbekannt) - Flöte Angekündigt als Schüler von Anton Bernhard Fürstenau 30.4.1830 Lutzau, Herr von (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 19.4.1845 - 30.4.1845 Lwow (Lwoff), Alexej Fedorowitsch von - Violine (biographische Angaben siehe Komponisten). 4.6.1844 Machui, Heinrich von (Lebensdaten unbekannt) - Flöte Annonciert als „fast blind" 23.4.1824 Marioni, Demoiselle (Lebensdaten unbekannt) - Gesang Angekündigt als Sängerin aus Venedig 4.6.1819 Marpurg, Auguste (1822-1893) - Sopran Erste Engagements in Detmold und Königsberg, 1846 bis 1848 Hofopernsängerin in Dresden, danach in Rostock und Frankfurt/M. 4.2.1848 -16.4.1848 - 23.4.1848 - 22.9.1848 389 Marx, Pauline (1819-1881) - Sopran Ausbildung beim Vater (Großherzoglicher Badischer Musikdirektor) und in Paris, nach ersten Erfolgen als Konzertsängerin 1839 bis 1842 Mitglied der Dresdner Hofoper, da nach Engagements in Berlin und Darmstadt sowie Gastspiele an vielen deutschen Bühnen 16.11.1839 - 10.12.1839 - 23.12.1839 - 13.2.1840 - 29.2.1840 - 4.3.1840 - 12.3.1840 - 12.4.1840 - 27.8.1840 - 1.11.1840 - 4.2.1841 - 13.2.1841 - 24.2.1841 - 4.4.1841 - 1.6.1842 - 29.7.1842 Mayer, Charles (1799-1862) - Klavier In Petersburg Schüler von John Field, bereits 1812 Beendigung der Ausbildung, anschließend Konzertreisen in Polen, Deutschland, Holland und Frankreich, 1819 Nie derlassung in Petersburg als Virtuose und Lehrer (man spricht von 800 Schülern), 1845 triumphale Konzertreise in skandinavischen Ländern, Deutschland und Österreich, danach Niederlassung als hochgeschätzter Pädagoge in Dresden, komponierte über 350 Werke fast ausschließlich für Klavier, darunter viele Variationen, Tanz- und Cha rakterstücke 25.11.1846 - 4.2.1848 - 4.3.1848 - 25.11.1848 -13.4.1849 Mayer, Friedrich August (1790-1829) - Bass Aus einem Engagement in Kassel kommend, von 1819 bis zu seinem Tod Schauspieler und Sänger des Dresdner Hoftheaters 16.11.1821 - 6.6.1824 - 3.12.1824 - 25.2.1825 -13.10.1826 - 8.4.1827 -18.4.1828 - 3.10.1828 - 18.11.1828 Mazas, Jacques Ferreol - Violine (biographische Angaben siehe Komponisten) 15.9.1823 Mecchi, Herr (Lebensdaten unbekannt) - Violine 19.4.1833 Mendelssohn Bartholdy, Felix (1809-1847) - Dirigent 9.4.1843 Metzner, Adelheid (Lebensdaten unbekannt) - Sopran 1818 bis 1820 Mitglied der Dresdner Hofoper, danach in Hamburg und Kassel, verheiratet mit Joseph Emil Metzner 22.4.1825 Metzner, Joseph Emil (Lebensdaten unbekannt) - Bass Von 1816 bis 1820 Schauspieler und Sänger am Dresdner Hoftheater, erster Direktor des 1817 von Carl Maria von Weber gegründeten Dresdner Opernchors, verheiratet mit Adelheid Metzner 25.3.1817 Meyer, Luise (1831-1899) - Sopran Beginn der Karriere in Frankfurt/M, anschließend am Theater an der Josephstadt Wien, in Breslau und Kassel, 1853 bis 1854 Hofopernsängerin in Dresden, danach in Prag und an der Wiener Hofoper, nach Beendigung der Bühnenlaufbahn 1875 Gesangslehrerin in Wien und Berlin 9.2.1853 - 28.2.1853 - 20.3.1853 - 5.4.1853 - 29.8.1853 -11.11.1853 - 5.12.1853 Michalesi, Aloysia Siehe Krebs-Michalesi, Aloysia 390 Michalesi, Marie (Lebensdaten unbekannt) - Deklamation Dresdner Hofschauspielerin von 1852 bis 1856 21.3.1854-5.5.1855 Mie(c)ksch, Johann Aloys (1765-1845) - Tenor Seit 1777 Kapellknabe an der Dresdner Hofkirche, hier Studien in Gesang, Klavier, Or gel, Violine und Komposition, 1783 Assistent des Zeremoniensängers Stephan, 1786 Hofkirchensänger, 1799 Mitglied der Oper, an der er bis 1822 sang, ab 1801 auch Lehrer der Kapellknaben, 1820 bis 1831 Chordirektor, bis in seine letzte Lebenszeit Gesangs lehrer und Archivar der königlichen Privatbibliothek, komponierte u.a. Kantaten, Mes sen und ein Requiem, seit 1808 verheiratet mit Maria Camilla Mie(c)ksch, sein Bruder Alexius war 1798 bis 1814 als Hornist Mitglied der Dresdner Hofkapelle 25.3.1817 Mie(c)ksch, Maria Camilla (1789-1824) - Sopran 1807 bis zu ihrem Tod Mitglied der Dresdner Oper, als Nachfolgerin der Primadonna Francesca Paer engagiert, Ehefrau von Johann Aloys Mie(c)ksch 23.9.1818-22.12.1821 Milanollo, Theresa (1827-1904) und Maria (1832-1848) - Violine Italienische Virtuosinnen, die zwischen 1839 und 1846 mit großem Erfolg Europa bereisten. 6., 8., 13., 16.2.1844 Milder-Hauptmann, Pauline Anna (1785-1838) - Sopran Ausbildung in Wien u.a. bei Antonio Salieri, 1803 Debüt in Wien, 1805 Beethovens erste „Leonore", 1808 Primadonna am Kärtnertortheater in Wien, 1812 über Breslau zum Berliner Hoftheater, 1816 dort festes Mitglied des Ensembles, verließ Berlin 1829 nach einem Streit mit Gasparo Spontini, im gleichen Jahr Mitwirkung in Felix Men delssohn Bartholdys historischer Aufführung von Johann Sebastian Bachs Matthäus passion, Gastspiele in Dänemark, Schweden, Russland und erneut in Berlin, 1836 in Wien Abschied von der Bühne 14.8.1826 Mitländer-Rudersdorfi Frau (Lebensdaten unbekannt) - Gesang 14.4.1854 Mitterwurzer, Anton (1818-1876) - Bariton Erster Unterricht bei seinem Onkel Johann Baptist Gänsbacher, dem damaligen Kapell meister am Wiener Stephansdom, Violinstudium in Wien, daneben Gesangsausbil dung, erstes Engagement in Innsbruck, danach vorübergehend Mitglied einer österrei chischen Wanderbühne, von 1839 bis zu seiner Pensionierung 1870 eine der profilier testen, vielseitigsten Sängerpersönlichkeiten der Dresdner Hofoper, führend vor allem in Wagner-Partien 13.8.1839 - 16.11.1839 -12.4.1840 - 23.12.1840 - 4.2.1841 - 21.11.1842 - 5.5.1843 - 6.7.1843 - 23.12.1843 - 3.4.1844 - 20.5.1844 - 4.6.1844 - 22.7.1844 - 19.8.1844 - 16.3.1845 - 19.4.1845 - 14.5.1845 - 11.8.1845 - 1.12.1845 - 20.3.1846 - 5.4.1846 - 28.10.1846 - 7.11.1846 - 25.11.1846 -18.12.1846 - 28.3.1847 -19.4.1847 -1.5.1847 - 8.11.1847 -16.4.1848 - 2.5.1848 - 22.9.1848 - 18.10.1848 - 25.11.1848 - 23.12.1848 - 22.1.1849 - 5.2.1849 - 12.3.1849 - 14.3.1849 - 1.4.1849 - 29.8.1849 - 25.2.1850 - 24.3.1850 - 29.3.1850 - 26.8.1850 - 28.10.1850 - 26.8.1851 - 17.11.1851 -10.2.1852 - 21.2.1853 - 28.2.1853 - 20.3.1853 - 5.4.1853 - 7.11.1853 - 1.3.1854 - 22.4.1854 - 25.4.1854 - 27.1.1855 - 7.11.1855 - 6.2.1856 - 16.3.1856 - 14.10.1856 - 4./5.4.1857 - 7.11.1857 - 28.3.1858 391 Molique, 'Wilhelm Bernhard - Violine (biographische Angaben siehe Komponisten) 7.12.1832 Morgenroth, Franz Anton (1780-1847) - Violine, KM, Kztmstr. Mitglied der (Königlichen) musikalischen Kapelle von 1812 bis 1847, zunächst angestellt als Tuttist, 1828 Vizekonzertmeister, 1837 Konzertmeister, aktiv in verschiedenen Gremien der Kapelle, zum Beispiel als Orchestervorstand und im Ausschuss für die Palmsonntagskonzerte, komponierte Kirchenmusik, Kammermusik, Schauspielmusik, Lieder, Ouvertüren, Sinfonien, Konzerte, Klaviermusik 25.3.1817 Mor(r)iani, Napoleone (1806 oder 1808-1878) - Tenor Nach einem Jurastudium Ausbildung in Gesang, 1832 Debüt in einem Konzert der Mailänder Scala, 1833 Bühnendebüt in Pavia, 1833 bis 1834 Padua und Parma, 1834 bis 1835 Turin und Genua, 1836 Neapel und Bologna, 1838 Florenz und Venedig, 1839 bis 1840 Mailand, Triest und Verona, 1842 Kärntnertortheater Wien (für die Dresdner Kon zerte als „Gast von der Wiener Oper" annonciert), während der Konzerte 1841 gerade Gast im italienischen Fach an der Dresdner Hofoper 20.8.1841 - 31.8.1841 - 9.8.1843 Morlacchi, Francesco - Dirigent (biographische Angaben siehe Komponisten) 20.9.1818 - 23.9.1818 - 28.6.1826 - 29.12.1826 - 8.4.1827 - 12.4.1829 - 4.4.1830 - 27.3.1831 - 15.4.1832 - 11.5.1832 - 31.3.1833 - 19.4.1833 - 6.12.1833 - 23.3.1834 - 12.4.1835 - 23.11.1835 - 27.3.1836 - 7.1.1837 -19.3.1837 - 8.4.1838 - 24.3.1839 - 25.10.1839 -12.4.1840 Mortier de Fontaine, Henri Louis Stanislas (1816-1883) - Klavier und Dirigent Geboren und ausgebildet in Warschau, Studienkollege von Chopin, Debüt 1833 in Danzig, seit 1834 in Paris und Italien, 1850 nach Petersburg, Lehrtätigkeit und Veranstaltung historischer Konzerte, 1860 in München, Lebensabend in London, viele Konzertreisen in Europa, geschätzt besonders als Interpret der späten Beethoven Sonaten, Freund Franz Liszts und Taufpate von dessen Tochter Cosima Klavier: 11.1.1845 - 30.4.1845 -14.5.1845 Klavier und Dirigent: 19.4.1845 Mortier de Fontaine, Madame (Lebensdaten unbekannt) - Gesang Gattin des vorher Genannten, annonciert als Kammersängerin des Königs von Belgien 11.1.1845 -19.4.1845 - 30.4.1845 Moscheies, Ignaz (1794-1870) - Klavier Erster Unterricht in Prag, 1808 bis 1820 in Wien, Fortsetzung der Ausbildung bei Johann Georg Albrechtsberger und Antonio Salieri, in Wien geschätzt als Pianist und Lehrer, 1814 Klavierauszug von Fidelio, 1820 bis 1825 Konzertreisen in Europa, seit 1825 in London als Professor an der Royal Academy of Music, 1832 bis 1841 Mitdirektor und Dirigent der Royal Philharmonie Society, ab 1836 Veranstalter der „Classical Chamber Concerts" und der „Historischen Soireen für Klaviermusik", 1840 Rückzug aus dem öffentlichen Konzertleben, Bearbeiter und Herausgeber von Werken der Klassiker sowie Carl Maria von Webers und Muzio Clementis, 1846 auf Wunsch Felix Men delssohn Bartholdys Oberleiter der Klavierabteilung am Leipziger Konservatorium, schrieb Konzerte, konzertante Stücke, Orchesterwerke, virtuose Solostücke für Klavier, Kammermusik, Sonaten, Unterrichtswerke 7.10.1824 - 9.11.1826 - 7.1.1845 392 Moschke, Friedrich August (1798-1863) - Horn, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1842 bis 1863 27.8.1840 -16.1.1851 - 28.2.1853 Moschke, Gotthelf(Lebensdaten unbekannt) - Fagott, KM Mitglied der Königlichen Kapelle von 1828 bis 1867 20.2.1837 -1.11.1838 - 23.12.1838 - 4.2.1841 - 20.1.1842 Müller, J. G. (Lebensdaten unbekannt) - Dirigent Direktor des Dresdner Männerchors „Orpheus» 6.7.1843 -18.10.1848 Muschietti, Giovanni (Lebensdaten unbekannt) - Altist 1791 an der Berliner Hofoper, 1793 entlassen, danach in Frankreich und bis 1840 Hofkirchensänger in Dresden. 28.6.1826 -15.4.1832 Nabig (Nabich), Moritz (1815-?) - Bassposaune 1849 bis 1855 Großherzoglich-Weimarer Kammermusiker, danach in Paris, London und Leipzig, Virtuosenreisen in Europa 21.3.1854 Nanni, Ranieri (Lebensdaten unbekannt) - Oboe und Englischhorn Um 1810 in Florenz im Dienst des Großherzogs der Toscana, Konzertreisen in Europa als Oboist und Fagottist, in Dresden annonciert als Virtuose aus Pisa, auch als Kompo nist tätig 6.5.1818 Naumann, C. A. G. (Lebensdaten unbekannt) - Dirigent 18.10.1848 Nissen (verehelichte Saloman), Henriette (1819-1879) - Sopran Ausbildung in Paris, seit 1844 in Berlin, Petersburg, Italien, London, Stockholm, Paris, Leipzig und an vielen deutschen Bühnen, seit 1850 Konzertreisen mit ihrem Gatten, dem Geiger Siegfried Saloman, 1857 in Frankfurt, seit 1859 Lehrerin am Konservato rium Petersburg 4.3.1850 Novello, Clara Anastasia (1818-1908) - Sopran 1833 Beginn der Karriere als Konzertsängerin, seit 1836 Gastspiele in Europa, 1837 auf Einladung Felix Mendelssohn Bartholdys in Leipzig, 1838 u.a. in Wien, Berlin und Dresden, 1839 in Petersburg, 1841 Debüt in Parma, Opernkarriere in Italien, 1843 in London, 1850 in Rom, 1850 bis 1851 in Lissabon, 1851 bis 1860 Mitwirkung in vielen großen Oratorienaufführungen Großbritanniens, beendete 1860 ihre Karriere und ließ sich in Italien nieder 7.3.1838 Osten, Friedrich von der (1825-?) - Tenor Zunächst Postbeamter in Berlin, dann Gesangsausbildung in Berlin und Paris, 1851 Debüt an der Hofoper Berlin, 1852 Aufgabe der Opernkarriere zugunsten des Konzertund Liedgesangs, ausgedehnte Konzertreisen, Gesangslehrer in Berlin 30.1.1858 393 Otto, Julius (1804-1877) - Dirigent In Leipzig Studium der Theologie, Philosophie und Musik, Kompositionsunterricht in Dresden bei Christian Theodor Weinlig, 1827 Musiklehrer in Dresden, 1830 bis 1875 Kreuzkantor, Musikdirektor der beiden evangelischen Hauptkirchen in Dresden (Kreuz- und Frauenkirche), Direktor der Dresdner Liedertafel und weiterer Gesang vereine, komponierte Oratorien, Opern, Kirchenmusik, Klaviermusik, mehrere hundert Chöre, darunter populäre Männerchöre 18.10.1848 - 28.7.1850 Oury, Antonio James (1800-1883) - Violine Londoner Geiger, Virtuosenlaufbahn mit Konzerten in ganz Europa, meist gemeinsam mit seiner Frau, der Pianistin und Czerny-Schülerin Anna Caroline de Belville-Oury, später „Leader of the ballet at the King's Theatre" London, 1834 angekündigt als „Pro fessor der Königl. Akademie in London" und Erster Violinist der dortigen Italienischen Oper, geschätzter Kammermusikspieler, vor allem Violinkompositionen in der Paganini-Nachfolge 21.4.1834 Oury-de Belville, Anna Caroline (1808-1880) - Klavier Gattin von Antonio James Oury, Schülerin von Carl Czerny in Wien, dort 1819 Debüt als Pianistin, erfolgreiche Konzertreisen in Europa, im April 1834 angekündigt als „Pi anistin Ihrer Königl. Hoheit der Prinzessin Friederike von Preußen", seit 1839 ständige Wohnsitze in London und Brighton, 1866 Rückzug aus dem Konzertleben, in den 1820er und 1830er Jahren eine der populärsten Pianistinnen, komponierte Klavier werke 24.9.1830 - 21.4.1834 Paganini, Niccolö - Violine (biographische Angaben siehe Komponisten) 23.1.1829 - 28.1.1829 - 30.1.1829 - 6.2.1829 Palazzesi, Matilde (1802-1842) - Sopran Ausbildung in Pesaro, 1824 bis 1832 Hofopernsängerin in Dresden, danach erfolgreich an italienischen Theatern, u.a. in Mailand und Neapel, 1834 bis 1835 Deutschlandtour nee, 1841 bis 1842 in Barcelona 9.12.1825 - 10.3.1826 - 28.6.1826 - 9.11.1826 - 24.11.1826 - 5.2.1827 - 9.3.1827 -19.10.1827 - 11.4.1828 - 17.10.1828 - 18.11.1828 - 18.12.1828 - 26.12.1828 - 23.1.1829 - 24.4.1829 - 30.4.1830 - 27.3.1831 -15.3.1832 -15.4.1832 Palm-Spazzer, Antonia - Sopran Siehe Spazzer-Palm, Antonia Paravicini, Madame - Violine (biographische Angaben unbekannt) 14.3.1844 -16.2.1844 Pauli, August (1804-?) - Flöte, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1823 bis 1843 17.12.1824 -1.4.1827 - 27.8.1840 Pauli, Louis Ferdinand (1793-1841) - Deklamation Dresdner Hofschauspieler von 1819 bis zu seinem Tode, seit 1829 auch Regisseur für Schauspiel, Singspiel und Oper 13.2.1835 - 21.12.1835 -10.8.1836 - 7.11.1837 - 27.8.1840 394 Pechwell, Antonia (1799-1839) - Klavier Dresdner Pianistin, Klavierlehrerin und Komponistin, Klavierschülerin von Alexander Klengel, Theorieunterricht bei Justus Johann Friedrich Dotzauer, Konzertdebüt mit elf Jah ren, Repertoire von Bach bis zu modischen Bravourstücken, geschätzte Prima-vista-Spielerin, spielte 1829 in Dresden Frederic Chopin vor, heiratete 1831 den Dresdner Hofopemsänger Ranuzio Pesadori, auch als Komponistin tätig, veröffentlichte Unterrichtswerke 7.1.1820 - 29.12.1820 - 3.12.1824 - 31.3.1826 -11.1.1827 - 21.3.1828 - 7.11.1829 - 19.3.1830 - 23.4.1830 - 22.10.1830 - 3.1.1831 - (als verheiratete Pesadori) 15.3.1833 - 12.4.1833 - 6.12.1833 -18.4.1834 Perthaler, Caroline (1810-1873) - Klavier 1822 Schülerin von Carl Czerny in Wien, seit 1828 Konzertreisen, spielte mehrfach Johann Wolfgang von Goethe vor, seit 1831 in München, tätig auch als Klavierlehrerin und Komponistin 24.4.1829 Pesadori, Antonia - Klavier Siehe Pechwell, Antonia Pesadori, Ranuzio (1803-?) - Tenor Aus der Gegend um Mailand stammend, 1825 bis 1832 und 1833 bis 1835 Hofopernsän ger in Dresden, Ehemann der Dresdner Pianistin Antonia Pechwell 10.3.1826 - 24.11.1826 - 28.12.1827 - 2.11.1828 - 9.1.1829 - 24.4.1829 - 11.5.1832 - 15.3.1833 -12.4.1833 -16.11.1833 - 6.12.1833 -18.4.1834 - 20.6.1834 Peschel, Alexander (Lebensdaten unbekannt) - Fagott 26.12.1828 -19.12.1830 Peschel sen., Gottlieb (1788-?)-Fagott, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1818 bis 1841 30.3.1821 - 3.3.1824 -17.11.1825 Pescheljun. (Johann) Gottlieb (1802-1852) - Fagott, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1823 bis 1852 3.3.1824 -17.2.1826 -19.12.1830 - 3.12.1835 Peschel, Gustav (Lebensdaten unbekannt) - Oboe Angekündigt als „Pescheis zweiter Sohn" 3.3.1824 - 26.12.1828 -19.12.1830 Peschke, Carl Gottlob (1874-?) - Violine, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1808 bis 1852, Primarius eines vermut lich bereits seit 1811, seit 1814 namentlich ausgewiesenen, regelmäßig musizierenden Streichquartetts aus den weiteren Kapellmusikern Carl Traugott (oder Anton?) Schmiedel, Johann Gottlob Limburg und Justus Johann Friedrich Dotzauer, zeitweise Qrchestervorstand 29.12.1820 Pfretzschner, Christian Robert (1821-1885) Organist der Dresdner Kreuzkirche 30.1.1858 Pixis, Francilla (1816-?) - Alt/Sopran Adoptivtochter und Schülerin des Pianisten und Komponisten Johann Peter Pixis, Be ginn der Karriere als Konzertsängerin mit Debüt 1832 in Karlsruhe, 1833 Operndebüt in München, seit 1834 an deutschen und italienischen Bühnen, in Paris, Wien und Lon don, nach der Heirat 1845 Rückzug ins Privatleben, wegen des großen Stimmvolumens von as bis cis'” gerühmt 22.10.1835 395 Pixis, Johann Peter (1788-1874) - Klavier (biographische Angaben siehe Komponisten) 22.10.1835 Pleyel, Marie Felicite Denise (1811-1875) - Klavier Schülerin von Henri Herz, Friedrich Kalkbrenner und Ignaz Moscheies in Paris, ehemalige Verlobte von Hector Berlioz, Gattin des Pariser Klavierfabrikanten Joseph Stephane Camille Pleyel, gefeierte Pianistin in ganz Europa, 1842 Professorin, 1848 bis 1872 Leiterin einer Klavierklasse am Konservatorium in Brüssel 16.11.1839-25.11.1839 Podhorodinska, Antonia Comtesse (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 19.4.1845 - 30.4.1845 Pohl, Johanna Rosalie (1824-1870) - Harfe 1843 Harfenistin der Hofkapelle in Baden und Solodebüt, Konzertreisen in Deutsch land, 1852 Heirat des Musikschriftstellers Richard Pohl und Umzug nach Dresden, 1854 Mitglied der Hofkapelle Weimar unter Franz Liszt, spielte unter dessen Leitung die Harfe in Tannhäuser und Lohengrin und beriet Liszt für seine Kompositionen be züglich der Harfenpartien, befreundet mit Hector Berlioz, 1862 Kammervirtuosin, 1865 Mitglied der Hofkapelle Karlsruhe 7.11.1857 Pohl-Beisteiner, Luise Siehe Beisteiner, Luise Poland, Franz (1773-1843) - Viola, KM Mitglied der (Königlichen) musikalischen Kapelle von 1794 bis 1843, „Hof-Concertist", Carl Maria von Weber schrieb für ihn das Viola-Solo in der Annchen-Arie des Freischütz 9.3.1827 - 18.12.1828 - 2.4.1832 - 25.4.1834 - 13.2.1835 - 7.1.1837 - 19.2.1838 - 1.11.1838 - 23.12.1838 Poland, Franz (1813-?) - Violine, KM 1824 als elfjähriger Sohn des Bratschisten Franz Poland angekündigt, seit 1839 Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle 17.12.1824 - 9.3.1827 - 2.4.1832 - 7.11.1835 - 7.1.1837 - 25.11.1839 Poland, Johann (1818-?) - Violine, KM 1828 als zehnjähriger Sohn des Bratschisten Franz Poland angekündigt, seit 1838 Aspi rant, seit 1841 Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle, 1853 als „K.S. Concertist" annonciert 18.4.1828 - 18.11.1828 -18.12.1828 - 24.4.1829 - 3.1.1831 - 2.4.1832 - 31.1.1834 - 7.11.1835 - 7.1.1837 - 7.3.1838 - 11.3.1839 - 25.11.1839 - 17.3.1841 - 20.1.1842 - 3.2.1842 - 15.3.1850 - 21.2.1853-5.12.1853 Polledro, Giovanni Battista (1781-1853) - Violine, Dirigent. Kztmstr. Als Konzertmeister für die Italienische Oper Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1814 bis 1822, musikalische Ausbildung in Asti und Turin, danach Mit glied des Hoforchesters in Turin und Konzerttätigkeit in Italien, 1804 Erster Geiger an der Kirche St. Maria Maggiore in Bergamo, vor dem Dresdner Engagement fünf Jahre in fürstlichen Diensten in Moskau, Konzerte in Petersburg, Polen und Deutschland, von Dresden aus 1822 Berufung nach Turin als Reorganisator der dortigen Königlichen Kapelle, 1845 Pension, Komposition u.a. von Konzerten, Etüden Violine: 22.6.1817 -1.5.1818 - 20.9.1818 - 22.12.1821 Dirigent: 24.1.1817 396 Poser, Fräulein (Lebensdaten unbekannt) - Sopran 1845 bis 1854 Choristin mit Soloaufgaben im Dresdner Hoftheaterchor 7.11.1849 Pott, Friedrich August - Violine (biographische Angaben siehe Komponisten) 10.4.1834 Proksch, Wilhelmine (um 1818-nach 1844) - Sopran Ausbildung bei Luiggia Sandrini-Caravoglia in Prag, 1836 bis 1844 Hofopernsängerin in Dresden, danach in Berlin 23.12.1836 Prume, Frangois Hubert - Violine (biographische Angaben siehe Komponisten) 15.2.1845 -11.8.1845 Puccita, Vincencio - Dirigent und Komponist (biographische Angaben siehe Komponisten 13.5.1819 Quanter, Carl (1805-1876) - Deklamation Zunächst Studium der Mathematik und der Architektur, ab 1824 reisender Schauspieler, nach Gastspielen in Hannover und Kassel 1842 bis zur Pensionierung 1864 Hofschauspieler in Dresden 22.1.1848-5.5.1855 Queißer, Friedrich (7-1893) - Trompete, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1842 bis 1885 27.8.1840 - 21.2.1844 Queißer, Johann Gottlieb (Lebensdaten unbekannt) - Posaune, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle als 1. Posaunist von 1839 bis 1874, vor seinem Dresdner Engagement in Leipzig tätig 22.3.1841 Räder, Gustav (1811-1868) - Deklamation Debüt als Sänger in Altenburg, dann Sänger und Schauspieler an zahlreichen deut schen Theatern, 1832 als Bassist in Berlin, 1838 bis 1868 Hofschauspieler, Sänger und Regisseur in Dresden, beliebter Dresdner Lokalkomiker, Verfasser der populären Pos sen „Flick und Flock" und „Robert und Bertram" 14.3.1849 Rastrelli, Giuseppe - Dirigent (biographische Angaben siehe Komponisten) 7.11.1835 - 3.12.1835 - 1.11.1836 - 7.3.1838 - 15.12.1840 - 22.3.1841 - 4.4.1841 - 3.2.1842 - 20.3.1842 -16.4.1842 Recio, Marie (1812-1862) - Sopran Langjährige Lebensgefährtin, seit 1854 Ehefrau von Hector Berlioz, Auftritte als Interpretin Berlioz'scher Werke in Brüssel, Wien, Prag, Budapest, Petersburg, Moskau und mehreren deutschen Städten 10.2.1843 -17.2.1843 Reichardt, Alexander (1815-1885) - Tenor Debüt 1842 in Lemberg, nach Vervollkommnung der Ausbildung in Wien 1843 Mit glied der dortigen Hofoper, Gastspiele an deutschen Theatern, 1851 bis 1852 Hofopern sänger in Dresden, danach in Breslau, Hamburg und Coburg 17.11.1851 397 Reichardt, Frau - Gesang, evtl. Reichardt, Luise (1779-1826) - Sopran 30.3.1821 Reil, Fräulein (Lebensdaten unbekannt) - Gesang Angekündigt als Anhaltinisch-Dessauer Konzertsängerin 19.12.1830 Reinhold, Friedrich Traugott (1817-1843) - Tenor Im Alter von 13 Jahren Mitglied des Thomanerchors in Leipzig, zeitweise dessen Prä fekt, Jurastudium und daneben Chorist am Leipziger Theater, dann zunächst Chorsän ger am Dresdner Hoftheater, sensationelles Solodebüt 1841 durch ein Einspringen für Josef Tichatschek, Hofopernsänger bis zu seinem frühen Tod 29.7.1842 -17.8.1842 - 7.11.1842 Reißiger, Carl Gottlieb - Dirigent (biographische Angaben siehe Komponisten) 11.1.1827 - 30.3.1828 - 26.6.1828 - 3.10.1828 - 2.11.1828 - 4.4.1830 - 30.4.1830 - 22.10.1830 - 27.3.1831 - 15.4.1832 - 31.3.1833 -18.10.1833 - 28.1.1834 - 23.3.1824 - 21.4.1834 - 9.2.1835 - 12.4.1835 - 22.10.1835 - 30.1.1836 - 7.3.1836 - 27.3.1836 - 25.4.1836 - 7.11.1836 - 28.1.1837 - 20.2.1837 - 11.3.1837 - 19.3.1837 - 2.10.1837 - 11.10.1837 - 18.10.1837 - 29.11.1837 - 11.12.1837 - 3.1.1838 - 11.1.1838 - 8.4.1838 - 1.8.1838 - 27.8.1838 - 1.11.1838 - 7.11.1838 - 12.11.1838 - 19.12.1838 - 23.12.1838 - 24.3.1839 - 12.4.1840 - 16.10.1840 - 4.2.1841 - 17.3.1841 - 4.4.1841 - 20.1.1842 - 20.3.1842 - 16.4.1842 - 9.4.1843 - 5.5.1843 - 6.7.1843 - 9.8.1843 - 7.11.1843 - 11.12.1843 - 23.12.1843 - 31.3.1844 - 4.6.1844 -16.3.1845 -19.4.1845 - 11.8.1845 - 1.12.1845 - 30.3.1846 - 5.4.1846 - 8.10.1846 - 28.10.1846 - 25.11.1846 - 18.12.1846 - 28.3.1847 - 19.4.1847 - 4.3.1848 - 16.4.1848 - 22.9.1848 - 18.10.1848 - 28.10.1848 - 7.11.1848 - 18.11.1848 - 16.12.1848 - 23.12.1848 - 5.2.1849 - 21.2.1849 - 12.3.1849 -1.4.1849 - (5.5.1849) - 28.8.1849 - 29.8.1849 - 26.11.1849 -13.2.1850 - 24.3.1850 - 28.7.1850 - 7.11.1850 -16.1.1851 - 5.3.1851 -13.4.1851 - 26.8.1851 - 7.11.1851 -17.11.1851 - 10.2.1852 - 4.4.1852 - 9.2.1853 - 5.4.1853 - 17.5.1853 - 5.12.1853 - 7.2.1854 - 21.3.1854 - 9.4.1854 - 6.12.1854 - 16.1.1855 - 21.2.1855 - 1.3.1855 - 19.3.1855 - 20.4.1855 - 7.11.1855 - 1.12.1855 -16.3.1856 - 7.4.1856 - 7.11.1856 - 25.2.1857 -17.2.1858 - 28.3.1858 - 9.5.1858 Reißiger, Julie (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 19.4.1845 - 30.4.1845 Rettig (Rettich), Julie (1809-1866) - Deklamation Schülerin des Dresdner Dramaturgen Ludwig Tieck, 1825 bis 1830 Hofschauspielerin in Dresden, Gastspiele in Prag, Hamburg und Wien, Engagements in Wien von 1830 bis 1833 und ab 1835, seit 1857 wieder in Dresden 25.4.1834 -13.2.1835 Riccius, Heinrich Julius (1832-1863) - Violine, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1851 bis 1856, Ausgebildet am Leipziger Konservatorium, 1856 bis 1857 Konzertmeister und Konservatoriumslehrer in Köln, danach Violinlehrer in England, Bruder von Karl August Riccius 26.2.1856 Riccius, Karl August (1830-1893) - Violine, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1847 bis 1862, Schüler der Kapellgeiger Franz Schubert und Theodor Uhlig sowie von Friedrich Wieck und Mo ritz Hauptmann, 1859 auch Repetitor am Hoftheater, 1876 Musikdirektor, 1889 als Nachfolger Moritz Fürstenaus Kustos der Königlichen Musikaliensammlung, Bruder von Heinrich Julius Riccius 7.2.1854 398 Richter, Herr (Lebensdaten unbekannt) - Tenor Von 1844 bis 1852 Mitglied des Dresdner Hofopernchors mit Soloaufgaben 7.11.1849 Richter, Karl August (7-1858) - Harfe und Klavier, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1840 bis 1858, 1849 auch Korrepetitor der Oper 17.3.1841 - 4.3.1848 -16.1.1851 - 2.6.1851 - 5.4.1853 Ries, Ferdinand - Klavier, Dirigent (biographische Angaben siehe Komponisten) 4.1.1827 Riesch, Th. Graf(Lebensdatenunbekannt)-Klavier 19.4.1845 - 30.4.1845 Risse, Carl Gottlieb (1799-1871) - Bass Erste Ausbildung in Strehla und am Lehrerseminar Dresden-Friedrichstadt, zunächst Hilfslehrer und Organist in Delitzsch, 1820 Mitglied der Dreyssigschen Singakademie in Dresden und weitere Studien bei Johann Aloys Miecksch, 1823 bis 1828 Schauspieler und Sänger am Dresdner Hoftheater, nach einem kurzen Engagement in Augsburg 1829 bis zu seiner Pensionierung 1855 wieder in Dresden, 1847 Instructor des Kapellknabeninstituts, 1850 Archivar der Notenbibliothek der Hofkirche, nach 1857 Ge sangslehrer der Solisten der Hofoper, 1856 Lehrer am Dresdner Konservatorium 8.4.1827 - 13.8.1829 - 4.4.1830 - 1.3.1833 - 31.3.1833 - 28.1.1834 - 7.2.1834 - 23.3.1834 - 29.9.1835 - 30.1.1836 - 26.2.1836 - 7.3.1836 - 16.11.1836 - 13.12.1836 - 19.3.1837 - 18.10.1837 - 23.12.1837 - 27.8.1838 - 7.11.1838 - 13.8.1839 - 25.10.1839 - 12.4.1840 - 27.8.1840 - 23.12.1840 - 17.3.1841 - 4.4.1841 - 16.4.1842 - 17.8.1842 - 9.4.1843 - 6.7.1843 - 3.4.1844 - 20.5.1844 - 22.7.1844 -19.8.1844 - 5.4.1846 - 8.10.1846 -18.10.1848 - 29.8.1849 Rocke, Leopold (1818-1889) - Tenor Ausbildung in Leipzig, u.a. bei Albert Lortzing, nach Engagements an verschiedenen kleineren Bühnen 1842 in Leipzig, 1843 bis 1844 Hofopernsänger in Dresden, nachfolgend in Weimar, 1845 bis 1846 in Aachen und Düsseldorf, danach bis zu seiner Pensionierung 1878 in Mannheim 6.7.1843 - 23.12.1843 Rockel, Eduard (1816-1899) - Klavier Geschätzter Pianist und Klavierlehrer in London, Förderer Richard Wagners, Bruder von August Röckel (1843 bis 1848 Musikdirektor an der Dresdner Hofoper und beson ders politisch einflussreicher Vertrauter Richard Wagners) 20.1.1844 Rolla, Giuseppe Antonio (1798-1837) - Violine, Viola, Dirigent, Kztmstr. Schüler seines Vaters Alessandro Rolla in Parma, 1820 Engagement an der Accademia filarmonica Fortini in Pavia, dann am Liceo musicale, Teatro communale und an S. Petrino in Bologna, Konzertmeister der Königlichen musikalischen Kapelle von 1823 bis 1837, in Dresden neben seinem Wirken als Konzertmeister Solist und Komponist von Konzerten, virtuosen Violinstücken mit Orchester und Stücken für Violine solo, geschätzter Lehrer, konzertierte auch auf der Viola Violine: 19.12.1823 - 19.11.1824 - 9.12.1825 - 10.3.1826 - 17.12.1826 - 4.1.1827 - 11.1.1827 - 5.2.1827 - 11.4.1828 - 5.2.1830 - 6.12.1830 - 10.1.1831 - 31.10.1831 - 14.2.1832 - 30.11.1832 - 15.3.1833 -12.4.1833 - 6.12.1833 - 3.4.1834 -18.4.1834 - 21.4.1834 -12.1.1835 -13.2.1835 - 7.3.1836 Viola: 14.2.1832 - 26.10.1832 Dirigent: 7.11.1829 399 Romberg, Andreas Jacob (1767-1821) - Violine Siebenjährig Debüt mit seinem gleichaltrigen Vetter Bernhard (seither fälschlich als „Brüder Romberg" angekündigt), von Johann Gottlieb Neefe in Bonn gefördert, Reisen in Europa, beide 1790 Mitglieder der Bonner Hofkapelle und 1793 des Opernorchesters von Theaterdirektor F. L. Schröder in Hamburg, auf der Rückreise von Italienkonzer ten 1785 in Wien, Begegnungen mit Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven, 1797 wieder in Hamburg, dann getrennte Wege der Vettern: Andreas 1802 angesehener Di rigent und Komponist in Hamburg, seit 1815 als Nachfolger Louis Spohrs Hofkapell meister in Gotha, schrieb Kammermusik, Sinfonien, Konzerte, Violinstücke mit Or chester, Stücke für Violine allein, Opern, Kirchenmusik, Oratorien, Kantaten, Lieder, Oden, Chöre 9.3.1818 Romberg, Bernhard Heinrich (1767-1841) - Violoncello Nach Trennung von seinem Vetter Andreas Romberg (siehe dessen Biographie bis da hin) Lehrer am Pariser Conservatoire, 1802 in Berlin, dort seit 1805 Mitglied der Hof kapelle, 1806 Hofkapellmeister, seit 1819 reisender Virtuose in Europa mit Wohnsitz in Hamburg, seit 1826 in Berlin, komponierte Sinfonien, Opern, Ballette, Schauspielmusi ken, Konzerte, Stücke für Violoncello und Orchester, Kammer- und Klaviermusik, Opern, Motetten, veröffentlichte eine Violoncello-Schule 9.3.1819 - 22.10.1824 Romberg, Bernhardine (1803-1878) - Gesang Tochter von Bernhard Romberg, Konzertsängerin 22.10.1824 Romberg, Carl (1811-1897) - Violoncello Sohn und Schüler Bernhard Rombergs, 1830 bis 1842 im Orchester der Deutschen Oper in Petersburg, dann wegen Krankheit Rückzug ins Privatleben nach Hamburg 22.10.1824 Rosenfeld, Vincenz (1782-1857) - Tenor Zunächst am Wiener Hoftheater, 1826 bis 1835 Hofopemsänger in Dresden 18.4.1828 -18.11.1828 Rothe, Gottlob (1774-?) oder auch Johann Traugott (1768-1847) - Klarinette, KM Beide waren die ersten fest angestellten Klarinettisten in der Dresdner Kapelle, Gottlob von 1794 bis 1828, Johann Traugott von 1794 bis 1833 20.9.1818 Rubini, Giacomo (1793-?) - Tenor Zunächst an italienischen Theatern, u.a. in Mailand, 1826 bis 1832 Mitglied der Hofoper in Dresden 14.2.1826 - 12.5.1826 - 17.12.1826 - 29.12.1826 - 11.1.1827 - 21.3.1828 - 11.4.1828 - 20.12.1828 - 28.1.1829 - 7.11.1829 - 5.2.1830 - 4.4.1830 - 16.4.1830 - 23.4.1830 - 29.6.1830 - 2.7.1830 - 24.9.1830 - 6.12.1830 -15.3.1832 Rudolph, Eduard (7-1875) - Bariton, in späteren Lebensjahren auch Tenor Vor seiner Verpflichtung 1849 als Dresdner Hofopern- und Hofkirchensänger Engage ments in Bremen, Leipzig, Aachen, Köln und Frankfurt/M., blieb in Dresden bis zu sei ner Pensionierung 1869 7.11.1849 - 8./9.4.1854 -19.3.1855 - 6.4.1855 - 5.5.1855 -1.12.1855 -14.10.1856 - 7.11.1856 - 19.1.1857 - 25.2.1857 - 4./5.4.1857 - 27./28.3.1858 400 Rühlmann, Julius Adolf (1816-1877) - Posaune, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1841 bis 1877, Ausbildung in Dresden bei Stadtmusikus Zillmann und Kreuzkantor Julius Otto, 1837 Mitglied des Musikkorps der Dresdner Kommunalgarde, gehörte zum Vorstand des Witwen- und Waisenfonds der Kapelle und der Sinfoniekonzerte, Gründungsmitglied und zeitweise Vorsitzender des Dresdner Tonkünstler-Vereins, 1873 stellvertretender Instrumenteninspektor der Kapelle, seit 1856 Lehrer am Konservatorium für Klavier, Musiklehre und Musikgeschichte, Referent und Autor von musikhistorischen und musikwissen schaftlichen Beiträgen, u.a. in NZfM und AMZ, zum Beispiel über Instrumenten-Fragen (Streich- und Blasinstrumente, Klavier) und - angeregt durch die reichen Notenbe stände in der Königlichen Musikaliensammlung - über Vivaldi 22.3.1841 Salvadori, Celestino (1804—?) - Bass 1826 bis 1827 Hofopernsänger in Dresden, danach in Neapel, Triest, Florenz und Rom, Gastspiele an weiteren italienischen Bühnen 9.11.1826 Sandrini-Bömer, Maria (1808-1890) - Sopran Ausbildung bei der Mutter Luiggia Sandrini-Caravoglia, seit 1815 zunächst in Kinderrollen an der Dresdner Hofoper, 1824 Solistendebüt und 1826 bis 1829 Engage ment, dann in Dresden Gesangslehrerin, veröffentlichte 1870 die „Erinnerungen einer alten Dresdnerin" 1.4.1827 Sandrini-Caravoglia, Luiggia (1782-1869) - Sopran Seit dem 14. Lebensjahr auf der Bühne, zunächst in Bologna und Messina, dann bis 1802 in Prag, ab 1802 in Dresden, 1808 Primadonna, 1831 Pensionierung, danach Ge sangslehrerin in Prag, ebenso seit 1845 nach ihrer Rückkehr nach Dresden, Mutter von Maria Sandrini-Börner 27.6.1817 - 23.9.1818 -1.10.1823 -15.12.1823 - 29.12.1825 Sassaroli, Filippo (1775-nach 1828)-M ezzosopran (Kastrat) Bereits 1790 Operndebüt in Venedig, 1802 Verpflichtung als Kammer- und Kirchensän ger nach Dresden, später bis 1828 auch in der Oper tätig, 1830 pensioniert, Bruder von Germano Sassaroli 20.9.1818 - 23.9.1818 - 22.12.1821 - 28.6.1826 Sassaroli, Germano (1778-?) - Bass 1816 bis 1818 und 1825 bis 1832 Opernsänger in Dresden, Bruder von Filippo Sassaroli 23.9.1818 - 29.11.1822 - 28.11.1823 Schäfer, Edmund (Lebensdaten unbekannt) - Violine Siehe Schäfer, Nicolai 1.4.1837 Schäfer, Nicolai (Lebensdaten unbekannt) - Violine Sohn des Kaiserlich russischen Kammermusikers G. Schäfer und Bruder von Edmund Schäfer, nach den Ankündigungen Nicolai elf- und Edmund 16- bis 18-jährig, beide Schüler von KM Ludwig Friedrich Leopold Haase, Anreise aus Petersburg 4.3.1837-1.4.1837 401 Schebest, Agnes (1813-1869) - (Mezzo-)Sopran Bereits als Kind hohe Anerkennung in Kirchenkonzerten in Theresienstadt, seit 1825 Gesangsausbildung in Dresden bei Johann Aloys Miecksch, 1828 Verpflichtung in den Opernchor mit Soloaufgaben, blieb bis 1833 im Engagement, kehrte später mehrfach als Gast wieder nach hier zurück, 1833 in Pest, seit 1836 in Nürnberg und Gastspiele in mehreren europäischen Ländern, 1842 in Karlsruhe, nach Beendigung ihrer Karriere dort Gesangslehrerin 13.8.1829 - 4.4.1830 - 22.10.1830 - 3.1.1831 - 27.1.1831 - 15.4.1832 - 11.5.1832 - 27.1.1833 - I.3.1833 - 31.3.1833 Schiasetti, Adelaide (1800 - ?)-M ezzosopran Ausbildung am Mailänder Konservatorium, 1818 in München, 1824 in Paris, 1826 bis 1832 Hofopernsängerin in Dresden, anschließend zurück nach Italien, noch 1876 in Genua nachweisbar 13.10.1826 - 17.12.1826 - 29.12.1826 - 11.1.1827 - 5.2.1827 - 9.3.1827 - 14.3.1828 - 21.3.1828- 2.5.1828 - 20.12.1828 - 26.12.1828 - 23.1.1829 - 12.4.1829 - 7.11.1829 - 14.12.1829 - 5.2.1830 - 19.3.1830 - 23.4.1830 - 29.6.1830 - 2.7.1830 - 24.9.1830 - 15.3.1832 - II.5.1832 Schiele, Rudolf(?-1849) - Tenor Bis 1847 an der Wiener Hofoper, 1847 bis 1849 Hofopernsänger in Dresden 12.2.1848 -16.4.1848 -18.10.1848 -14.3.1849 Schlick, Johann Friedrich Wilhelm (1801-1874) - Violoncello, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1823 bis 1865, Ausbildung in sei ner Vaterstadt Gotha und zunächst Geiger in der dortigen Hofkapelle, in Dresden zeitweise Instrumenteninspektor, Instrumentenbauer 12.1.1835 - 7.3.1836 - 5.10.1836 -13.10.1836 -16.11.1839 -19.4.1847 - 25.11.1848 Schlippalius, Herr (Lebensdaten unbekannt) - Gesang 17.5.1853 Schlitterlau, Julius Ernst (1811-1863) - Horn, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1844 bis 1863 30.6.1847 -16.1.1851 - 28.2.1853 Schloss, Max (1816-1875) - Tenor Ausbildung zum Lehrer, 1838 im Theaterchor Frankfurt/M., erstes Soloengagement in Bremen, danach in Hamburg und Detmold, 1845 bis 1846 Hofopernsänger, erneut ab 1858 (auch als Regisseur) in Dresden, dazwischen in Breslau und Kassel, 1875 Ver pflichtung als Oberregisseur nach Hamburg 2.9.1858 Schmerbitz, Carl Gottfried (1803-?) - Posaune und Kontrabass, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1826 bis 1857 Posaune: 1.4.1827 - 23.12.1838 Kontrabass: 13.2.1835 -19.2.1838 -1.11.1838 - 23.12.1838 - 27.8.1840 - 20.1.1842 Schmidt, Elise (1828-1911)-Mezzosopran und Sopran Ausbildung bei Maschinka Schneider-Schubert in Dresden, 1848 bis 1853 Hofopernsängerin in Dresden, danach in Hannover, Frankfurt/M., Darmstadt, Ham burg, Würzburg, Königsberg, ab 1867 an weiteren Theatern, auch als Sängerin in Ope retten, Singspielen und Possen in Berlin 8.11.1847 -16.2.1848 -14.3.1849 - 5.5.1849 402 Schmidt, Franz (1766-1842) - Fagott, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1785 bis 1835 11.4.1828 Schmidt, Heinrich Maria (1809-1854) - Tenor Beginn der Karriere als Konzertsänger, dann Fortsetzung der Ausbildung in Wien, Operndebüt 1830 in Braunschweig, anschließend in Kassel, Breslau und Leipzig, 1847 bis 1850 Hofopernsänger und Regisseur in Dresden, danach Rückkehr nach Leipzig, bekannter Oratoriensänger, komponierte Lieder, Opern und Musik für Streicher 8.11.1847 - 8.3.1848 - 5.1.1850 -12.1.1850 Schmiedel, Caecilie (Cecilie, Cäcilie) (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 18.10.1833 - 24.1.1834 - 4.3.1837 - 9.4.1839 Schneider, Friedrich - Dirigent (biographische Angaben siehe Komponisten) 6.7.1843 - 7.11.1846 Schneider, Johann Gottlob (1789-1864) - Phisharmonika, Klavier, Orgel und Dirigent Ausbildung auf Orgel und Klavier, 1810 Beginn eines Jurastudiums in Leipzig, 1811 Universitätsorganist und Gesangslehrer in Leipzig, seit 1812 Organist in Görlitz, seit 1816 zahlreiche Konzertreisen, gefragter Orgelsachverständiger, seit 1825 Organist an der Sophienkirche (evangelische Hofkirche) in Dresden, 1830 bis 1857 Leiter der Dreys sigschen Singakademie, gefragter Lehrer, schrieb Orgelwerke, Bruder von Friedrich Schneider 15.5.1823 - 18.1.1834 - 23.11.1835 - 13.3.1839 - 14.3.1843 - 8.10.1846 - 28.7.1850 - 28.10.1850 -17.5.1853 Dirigent: 2.5.1848 -14.10.1856 Schneider(-Schubert), Maschinka (1815-1882) - Sopran Erste Ausbildung durch die Eltern, darauf Studium in Paris, 1831 Debüt in London, 1832 zu weiteren Studien in Mailand, 1832 bis zu ihrer Pensionierung 1860 Hofopern sängerin, zuletzt Schauspielerin in Dresden, danach gefragte Pädagogin, seit 1837 ver heiratet mit dem damaligen Vizekonzertmeister und späteren Konzertmeister der Dresdner Hofkapelle Franz Schubert 24.5.1833 - 18.10.1833 - 17.1.1834 - 31.1.1834 - 3.2.1834 - 7.2.1834 - 10.2.1834 - 17.2.1834 - 23.3.1834 - 3.4.1834 - 10.4.1834 -18.4.1834 - 21.4.1834 - 25.4.1834 - 27.8.1834 -10.11.1834 - 9.2.1835 -13.2.1835 - 12.4.1835 - 22.10.1835 - 29.12.1835 - 25.1.1836 - 30.1.1836 - 7.3.1836 - 27.3.1836 - 25.4.1836 - 28.1.1837 - 19.3.1837 - 29.3.1837 - 18.10.1837 - 29.11.1837 - 11.12.1837 - 11.1.1838 - 19.2.1838 - 28.2.1838 - 21.4.1838 - 19.12.1838 - 25.2.1839 - 25.10.1839 - 24.1.1840 - 4.4.1840 - 31.8.1841 - 27.9.1841 - 3.2.1842 - 10.2.1843 - 17.2.1843 - 20.1.1844 -15.2.1845 Scholl, Frau (Lebensdaten unbekannt) - Gesang 7.11.1844 Schreck, Franziska (Lebensdaten unbekannt) - Alt 1845 bis 1848 Sängerin und offenbar auch Schauspielerin am Dresdner Hoftheater 11.8.1845 - 8.10.1846 - 7.11.1846 - 20.3.1847 Schröder, Fräulein (Lebensdaten unbekannt) - Gesang Angekündigt als Anhaltinisch-Dessauer Konzertsängerin 19.12.1830 403 Schröder, Sophie (Sofie) (1781-1868) - Deklamation Am Beginn der Karriere zehn Jahre in Wanderbühnen, in Petersburg, Reval, Wien, Breslau (auch als Sängerin), 1801 Hamburg, 1813 Prag, dann Burgtheater Wien, 1830 München, 1836 bis zur Pensionierung 1839 wieder in Wien, Dresdner Auftritt offen sichtlich als Gast 10.12.1839 Schröder-Devrient, Wilhelmine (1804-1860) - Sopran Durch das Elternhaus (Vater Sänger, Mutter Schauspielerin) bereits als Kind mit der Bühne vertraut, ab 1815 Ausbildung als Tänzerin und Sängerin in Wien, Schauspielde büt 1819 am Wiener Burgtheater, 1821 Opernsängerin am Wiener Kärtnertortheater, verhalf als Leonore Beethovens Fidelio zum Durchbruch, 1822 erstes Gastspiel in Dres den, 1823 Verpflichtung als Hofopernsängerin nach Dresden, wo sie mit einigen Un terbrechungen bis 1847 blieb, anschließend Gastspielreisen, 1849 im Zuge der revoluti onären Ereignisse Flucht aus Dresden, seit 1850 lebte sie auf dem Gut ihres dritten Ehemanns Baron Heinrich von Bock in Livland, gelegentliche Rückkehr nach Deutschland, auch nach Dresden, eine der profiliertesten Sängerpersönlichkeiten der Dresdner Oper aus den Jahrzehnten zwischen Weber und Wagner und eine der größ ten deutschen Sängerinnen und Operndarstellerin der ersten Jahrhunderthälfte, 1858 nicht geglückter Versuch eines „Comeback" als Konzertsängerin, 1859 in Coburg, wo sie einem Krebsleiden erlag, aktive Teilnahme am Dresdner Maiaufstand 1849, 1823 bis 1828 verheiratet mit dem Schauspieler Carl August Devrient 10.10.1823 - 3.12.1824 - 12.5.1826 - 13.10.1826 - 8.4.1827 - 28.12.1827 - 24.3. 1828 - 30.3.1828 - 3.10.1828 - 27.3.1829 - 12.4.1829 - 9.10.1829 - 4.12.1829 - 4.4.1830 - 5.10.1832 - 26.10.832 - 30.11.1832 - 7.12.1832 - 27.1.1833 -1.2.1833 - 1.3.1833 -15.3.1833 -18.10.1833 - 6.12.1833 - 17.1.1834 - 28.1.1834 - 28.1.1834 - 31.1.1834 - 31.1.1834 - 3.2.1834 - 17.2.1834 - 10.11.1834 - 17.11.1834 - 12.1.1835 - 9.2.1835 - 13.2.1835 - 7.11.1836 - 9.12.1836 - 13.12.1836 - 28.1.1837 - 20.2.1837 - 4.3.1837 - 11.3.1837 - 19.3.1837 - 11.12.1837 - 19.2.1838 - 8.4.1838 - 21.4.1838 - 12.11.1838 - 25.2.1839 - 24.3.1839 - 9.4.1839 - 17.9.1839 - 25.10.1839- 7.11.1839 - 25.11.1839 - 7.3.1840 - 12.3.1840 - 4.4.1840 - 16.10.1840 - 23.12.1840 - 27.2.1841 - 22.3.1841 - 22.3.1841 - 27.9.1841 - 20.1.1842 - 17.8.1842 - 7.11.1842 - 21.11.1842 - 7.11.1843 - 20.5.1844 - 7.1.1845 - 11.1.1845 - 5.2.1845 - 1.5.1847 - 14.3.1849 Schröter, Franz (Lebensdaten unbekannt) - Trompeter, KM Kapellmitglied von 1834 bis 1858 27.8.1840 Schubert, Franz (1808-1878) - Violine, KM, Vizekztmstr., Kztmstr. und Dirigent Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1823 bis 1873, 1834 „Kgl. Concertist", 1837 Vizekonzertmeister, 1847 Konzertmeister, 1861 1. Konzertmeister, in Dres den Schüler der Kammermusiker Anton Rottmeyer und Ludwig Friedrich Leopold Haase, 1831 bis 1833 Studium bei Charles Lafont in Paris, dort befreundet mit Frederic Chopin, umfangreiche Konzerttätigkeit, zahlreiche Kompositionen, Sohn des Kam mermusikers und Kirchenkomponisten Franz Anton Schubert und Vater des Kam mermusikers (Geigers) Franz Schubert 404 29.11.1822 - 24.11.1826 - 28.12.1827 - 3.10.1828 - 20.12.1828 - 14.12.1829 - 5.2.1830 - 23.4.1830 - 29.6.1830 - 2.7.1830 - 24.9.1830 - 27.1.1831 - 15.3.1832 - 11.5.1832 - 25.4.1834 - 22.10.1835 - 25.1.1836 - 25.4.1836 - 11.3.1837 - 29.11.1837 - 11.12.1837 - 19.2.1838 - 21.4.1838 - 30.4.1838 - 1.11.1838 - 23.12.1838 - 25.2.1839 - 9.4.1839 - 25.10.1839 - 20.8.1841 - 20.1.1844 - 20.5.1844 - 14.5.1845 -20.2.1846 - 20.3.1846 - 2.5.1848 - 14.3.1849 - 26.11.1849 - 4.3.1850 - 16.1.1851 - 12.1.1852 - 10.2.1852 - 5.4.1853 - 11.2.1854 - 2.5.1854 - 6.12.1854 -16.1.1855 -19.3.1855 - 20.4.1855 -1.12.1855 - 29.1.1856 - 7.4.1856 Dirigent: 16.2.1846 - 20.2.1846 -13.4.1849 . 26.2.1856 Schubert, Franz Anton (1768-1827) - Dirigent, KM Als Kontrabassist Mitglied der (Königlichen) musikalischen Kapelle von 1786 bis 1813, 1808 Berufung zum Musikdirektor für die Unterstützung des Hofkapellmeisters Joseph Schuster und Kirchenkomponist, Vater von Kztmstr. Franz Schubert 23.9.1818 Schubert, Friedrich (Fritz) (7-1852) - Violoncello, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1833 bis 1852, jüngerer Bruder von Kztmstr. Franz Schubert 25.4.1834 -10.11.1834 - 3.12.1835 - 7.11.1837 -12.11.1838 -13.2.1840 Schubert(-Schneider), Maschinka - Sopran Siehe Schneider(-Schubert), Maschinka Schubert, Wilhelmine (Lebensdaten unbekannt) - Deklamation 25.3.1817 Schulhoff, Julius (1825-1898) - Klavier Ausbildung in Prag, während eines mehrjährigen Paris-Aufenthalts von Frederic Cho pin zum Konzertieren ermuntert, Reisen u.a. nach England, Spanien und Russland, danach als Lehrer und Komponist in Paris, seit 1870 in Dresden, später in Berlin, schrieb Klaviermusik 7.11.1842 Schumann, Clara Siehe Wieck-Schumann, Clara Schumann, Robert (1810-1856) - Dirigent 23.12.1843 - 29.8.1849 - 5.1.1850 -12.1.1850 Schurig, G. A. (Lebensdaten unbekannt) - Dirigent Kantor am Königlichen Schullehrer-Seminar in Dresden 13.8.1829 Schuster, Mathias (1804-1850) - Tenor Ausbildung u.a. in Wien, Operndebüt 1823 in Brünn, 1825 am Kärtnertortheater Wien, danach in Mannheim, wieder in Wien, dann in Berlin, 1831 bis zu seiner Pensionierung 1847 Hofopernsänger und Hofkirchensänger in Dresden 27.1.1833 - 1.3.1833 - 31.3.1833 - 28.1.1834 - 7.2.1834 - 10.4.1834 - 9.2.1835 - 12.4.1835 - 22.10.1835 - 7.11.1835 - 21.12.1835 - 29.12.1835 - 7.3.1836 - 25.4.1836 - 16.11.1836 - 13.12.1836 - 4.3.1837 - 29.3.1837 - 15.6.1837 - 18.10.1837 - 29.11.1837 - 19.2.1838 - 23.12.1838 - 25.2.1839 - 13.8.1839 - 7.11.1839 - 23.12.1839 - 12.4.1840 - 23.12.1840 - 24.2.1841 - 7.11.1842 Schwarz, Ferdinand August (1807-1842) - Trompete, KM Kapellmitglied von 1825 bis 1842 27.8.1840 405 Schwarzbach, Franziska (1825-1880) - Sopran Studium am Leipziger Konservatorium, 1846 erste Soloaufgabe in einem Gewandhaus konzert und Operndebüt in Leipzig, 1848 bis 1851 Hofopernsängerin in Dresden, an schließend in Prag, am Wiener Kärtnertortheater und in München 22.9.1848 - 7.11.1848 - 25.11.1848 - 23.12.1848 - 22.1.1849 - 5.2.1849 - 12.3.1849 - 14.3.1849 - 1.4.1849 - 22.6.1849 - 29.8.1849 - 26.11.1849 - 5.1.1850 - 12.1.1850 - 13.2.1850 - 24.3.1850 - 26.8.1850 - 7.11.1850 Seconda, Sophie (Lebensdaten unbekannt) - Sopran Nach einem Engagement in Braunschweig 1826 bis 1828 Hofopernsängerin in Dresden 31.3.1826 - 28.6.1826 -13.10.1826 Sedlatzek, Johann (1789-1866) - Flöte Gelernter Schneider aus Schlesien, nebenbei Ausbildung auf der Flöte, dann als Tanzmusiker in Olmütz, Brünn und Wien, nach 1810 Erster Flötist am Theater an der Wien, seit 1818 ausgedehnte Konzertreisen, Flötenlehrer in London, 1842 Rückkehr nach Wien, auch als Komponist tätig 12.5.1821 Seelmann, Friedrich (1828-1885) - Violine, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1844 bis 1885, erster Unterricht beim Vater, danach beim Konzertmeister des Dessauer Hoftheaters Barthels, in Dres den auch Vorspieler im Königlichen Schauspiel 26.8.1851 -1.3.1855 Servais, Adrien Frangois (1807-1866) - Violoncello Ausbildung in Brüssel, 1829 Lehrer, 1835 Professor an der dortigen Königlichen Musik schule, Cellist im Orchester des Theatre de la Monnaie, seit 1833 Konzertreisen in Eu ropa, seit 1848 Lehrer am Conservatoire Brüssel, in Dresden angekündigt als Erster Vi oloncellist des Königs von Belgien, komponierte Konzerte, Stücke für Violoncello, Duos und Übungsstücke 13.4.1844 Shaw, Mary (1814-1876) - Alt Studium 1828 bis 1831 an der Royal Academy of Music in London, seit 1834 als Konzertsängerin tätig, 1838 Gast im Gewandhaus Leipzig, 1839 Bühnendebüt in Novara, anschließend sofort an der Mailänder Scala, seit 1842 in London, 1847 aus ge sundheitlichen Gründen plötzliches Ende der Karriere 11.3.1839 Sieber, Ferdinand (1822-1895) - Gesang Aus Wien stammend, Schüler von Johann Alois Miecksch in Dresden, 1842 dort Debüt als Konzertsänger, 1845 bis 1848 am Hoftheater in Detmold, dann in Schwerin und Hannover, Studienreise nach Italien, danach in Würzburg, Petersburg und in Spanien, 1854 Gesangslehrer in Berlin und Kritiker u.a. für die NZfM und die Blätter für Musik Wien 13.4.1849 Siebert, Clara (Lebensdaten unbekannt) - Gesang Konzertsängerin, Stieftochter des Bassisten Franz Siebert, mit dem sie häufig in Konzerten auftrat 22.5.1822-22.9.1823 406 Siebert, Franz (1788-1858) - Bass Debüt 1815 in Frankfurt/M., danach in Prag, Leipzig und an der Wiener Hofoper, 1822 bis 1823 Hofopernsänger in Dresden, weitere Engagements in Karlsruhe, wieder an der Wiener Hofoper und in Mannheim, geschätzter Konzertsänger 22.5.1822-22.9.1823 Sivori, Camillo Ernesto (1815-1894) - Violine Ausbildung in Genua, 1824 vorübergehend Schüler von Niccolo Paganini, 1827 Reise nach Paris und London, Mitglied des Philharmonischen Orchesters in Genua, Konzerte in Italien, 1841 bis 1843 Europatournee, komponierte Konzerte, Stücke für Violine, Etüden, Kammer- und Klaviermusik, Lieder 31.8.1841 -27.9.1841 Spazzer-Gentiluomo, Louise (1818-?) - Sopran Ausbildung in Wien bei Giovanni Gentiluomo, den sie 1836 heiratete, 1838 erstes Engagement an der Wiener Hofoper, danach in Hannover, 1842 bis 1846 Hofopemsängerin in Dresden, 1847 Beendigung der Karriere, Schwester von Antonia Spazzer-Palm 11.12.1843 - 20.1.1844 - 27.2.1844 - 22.7.1844 -19.8.1844 -19.4.1845 Spazzer-Palm, Antonia (1823-?) - Sopran Ausbildung wie ihre Schwester Louise Spazzer-Gentiluomo bei Giovanni Gentiluomo in Wien, 1839 Operndebüt am Wiener Kärtnertortheater, nächste Engagements in Hannover, Breslau und Stuttgart, 1849 bis 1851 Hofopernsängerin in Dresden, nachfolgend in München und wieder in Stuttgart sowie Gastspiele an verschiedenen deutschen Bühnen, Beendigung der Karriere 1864 am Wiener Kärtnertortheater 21.2.1844 - 7.11.1849 - 25.2.1850 Stahl, Louise (Lebensdaten unbekannt) - Klavier Tochter eines Königlichen Jagdmusikus in Dresden 1.4.1827-22.1.1830 Stange, Frau (Lebensdaten unbekannt) - Alt 1836 bis 1843 Choristin mit Soloverpflichtungen an der Dresdner Hofoper 27.8.1838 - 16.4.1842 - 29.7.1842 -17.8.1842 - 7.11.1842 - 5.5.1843 - 23.12.1843 - 21.2.1844 - 22.7.1844 -19.8.1844 - 5.4.1846 Steeger, Mathilde (Lebensdaten unbekannt) - Sopran Nach einem Engagement in Hannover 1857 bis 1858 Hofopernsängerin in Dresden 7.11.1857 Stein, Friedrich Ludwig (1831-1912) - Fagott, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1854 bis 1893, erste Anstellung in Amsterdam, anschließend in Chemnitz, 1849 bis 1854 in Dresden Mitglied des Meyer'schen Musikcorps, seit 1864 auch Lehrer am Konservatorium 29.8.1855 Stelzig, Carl (1801-1866) - Bass Seit 1829 bis zu seinem Tod Chorist mit Soloaufgaben an der Dresdner Hofoper, ab 1830 außerdem Zeremoniensänger in der Katholischen Hofkirche 7.11.1849 Steudel, Christian Gotthelf(1787-1862) - Flöte, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1814 bis 1850, zuvor sieben Jahre Jagdpfeifer am sächsischen Hof 25.3.1817 - 3.4.1818 -13.10.1820 - 20.12.1828 407 Stoll, Franz (1807-gest. 1840er Jahre) - Gitarre Schüler von Mauro Giulani in Wien, Kunstreisen in Deutschland, Frankreich, Holland, Russland, Konzerte in Wien, verehrt als „Paganini der Gitarre", Kompositionen für sein Instrument 29.12.1835 Stradiol, Pauline Henriette von (1832-?) - Sopran Entdeckung und Ausbildung der Stimme durch den Komponisten Otto Nicolai, 1847 bis 1849 Hofopernsängerin in Dresden, weitere Engagements in Breslau, Prag, Stuttgart, Wiesbaden und Düsseldorf, nach 1863 Sängerin und Schauspielerin in Königsberg 22.1.1848 Suchanek (Suchanek), Franz (Lebensdaten unbekannt) - Fagott, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1838 bis 1859 29.11.1837 - 27.8.1840 - 20.3.1846 - 28.10.1846 - 4.2.1848 Szymanowska, Maria Agatha (1789-1831) - Klavier Ausbildung in Warschau, erste professionelle Pianistin in Polen, wichtige Prägung durch Johann Nepomuk Hummel und John Field, 1815 bis 1828 internationale Karriere mit Konzerten in fast allen europäischen Ländern, 1822 Ernennung zur Ersten Pianistin der Kaiserin von Russland mit festem Wohnsitz seit 1828 in Petersburg, komponierte Romanzen 1.10.1823 Taschenberg, Carl Gottlob (1767-?) - Violine, KM oder Taschenberg, Christian Ludwig (1777-?) - Oboe, KM Carl Gottlob: Mitglied der (Königlichen) musikalischen Kapelle von 1809 bis 1830, Christian Ludwig: Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1818 bis 1835, zuvor von 1805 bis 1807 Jagdpfeifer und von 1810 bis 1813 Hofpfeifer am Dresdner Hof 5.11.1824 Thalberg, Sigismund - Klavier (biographische Angaben siehe Komponisten) 29.6.1830 - 2.7.1830 -19.12.1838 - 23.12.1838 -13.2.1841 - 24.2.1841 - 27.2.1841 Thiele, Anna (1817-?) - Sopran Studium in Leipzig und bei Carl Gottlieb Risse in Dresden, 1841 bis zur Beendigung ihrer Karriere 1851 Hofopernsängerin in Dresden 17.8.1842 - 6.2.1844 - 13.2.1844 - 21.2.1844 - 31.3.1844 - 5.2.1845 - 19.4.1845 - 16.2.1846 - 25.11.1846 - 8.11.1847 -16.4.1848 Thrun, Hieronymus (Lebensdaten unbekannt) - Dirigent Bekannt als Liedkomponist 17.2.1847 Tibaldi, Carlo (1776-1833) - Tenor Stammte aus Bologna, von 1806 bis 1826 Opernsänger in Dresden, Vater von Constanze Tibaldi 3.4.1818 -1.5.1818 - 20.9.1818 - 23.9.1818 - 9.3.1919 -11.10.1822 Tibaldi, Constanze (1806-?)-M ezzosopran Tochter von Carlo Tibaldi, Ausbildung bei Antonio Benelli in Dresden, 1822 bis 1826 Hofopernsängerin in Dresden, 1827 als Nachfolgerin von Henriette Sontag Engagement an das Königstädtische Theater Berlin, danach in Paris und Bologna 11.10.1822 -15.12.1823 - 3.3.1824 -14.2.1826 408 Tichatsche(c)k, ]osef(]oseph) Aloys (1807-1886) - Tenor Erste Ausbildung in Gesang, Klavier- und Violinspiel in seinem böhmischen Heimatort, Altist im dortigen Kirchenchor und im Gymnasiumschor Braunau, nach dem Abbruch eines Medizinstudiums Gesangsunterricht und Mitglied des Hoftheaterchors in Wien, erster Auftritt 1830 im Kärtnertortheater, wo er auch Chorinspizient und Kleindarsteller war, weitere Studien in Graz, 1837 Gastspiel an der Dresdner Hofoper, 1838 bis zur Pensionierung 1861 Hofopernsänger, trat aber bis 1870 weiterhin regelmäßig auf, in seinem umfangreichen Repertoire bildeten die Wagner Partien einen Schwerpunkt, er prägte entscheidend das Profil der Dresdner Hofoper 8.4.1838 -15.8.1838 - 1.11.1838 -12.11.1838 - 23.12.1838 - 13.2.1839 - 24.3.1839 - 9.4.1839 - 16.4.1839 - 17.9.1839 - 25.10.1839 - 7.11.1839 - 24.1.1840 - 29.2.1840 - 4.3.1840 - 7.3.1840 - 12.3.1840 - 4.4.1840 - 27.8.1840 - 16.10.1840 - 23.12.1840 - 4.2.1841 - 17.3.1841 - 4.4.1841 - 8.11.1841 - 20.1.1842 - 16.4.1842 - 21.11.1842 - 10.2.1843 - 9.4.1843 - 11.12.1843 - 20.1.1844 - 27.2.1844 - 31.3.1844 -13.4.1844 - 20.5.1844 -11.1.1845 -16.1.1845 - 28.1.1845 - 11.7.1845 - 16.7.1845 - 1.12.1845 - 20.10.1846 - 7.11.1846 - (18.12.1846) - 4.2.1848 - 22.9.1848 - 23.12.1848 - 5.2.1849 - 28.7.1850 - 16.1.1851 - 7.11.1851 - 25.2.1852 - 4.4.1852 - 17.8.1852 -11.11.1853 - 5.12.1853 - 7.11.1857 Tietz, Carl (7-1862) - Kontrabass, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1828 bis 1862 27.3.1829 Töpler, J. (Lebensdaten unbekannt) - Violine Lt. HTT 1828 „zur Kapelle hinzugezogen", also eine Art Aushilfe in der Königlichen musikalischen Kapelle 25.2.1825 - 24.11.1826 - 24.3.1828 Toussaint, Ludwig (Louis) (7-1889) - Bass 1818 bis 1821 Hofopernsänger in Dresden 19.9.1818 - 23.9.1818 - 9.4.1821 Trautmann, E. Fräulein (Lebensdaten unbekannt) - Klavier Angekündigt als Pianistin aus Petersburg, lt. NZfM Schülerin von John Field 1.4.1837 Tröstler, Friedrich (1822-1877) - Violine, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1847 bis 1877 (ab 1844 Aspirant), mit dem 11. Lebensjahr ging er wöchentlich zweimal zu Fuß von Pegau nach Leipzig zum Unterricht bei Ferdinand David, 1840 Oboist im Musikkorps des damaligen Leib regiments, 1856 Gründer des ersten Dresdner Konservatoriums, 1860 einer „Lehran stalt der Tonkunst", 1867 Leiter der Zwischenaktmusiken im Hoftheater 17.11.1851-21.3.1854 Ung(h)er-Sabatier, Karoline (Carlotta) (1803-1877) - Mezzosopran Ausbildung u.a. bei Mozarts Schwägerin Aloysia Lange und in Mailand, 1821 Debüt an der Wiener Hofoper, sang in den Uraufführungen von Beethovens 9. Sinfonie und Missa solemnis, ab 1825 in Neapel, Mailand, Turin, Rom, Bologna und Genua, 1834 in Paris, danach wieder in Italien und 1839 an der Wiener Hofoper, Abschied von der Bühne 1843 in Dresden, berühmt durch ihre Interpretation von Rossini- und Donizetti- Partien, 1839 und während ihrer Konzertserie 1841 Gast im italienischen Fach an der Dresdner Hofoper 13.8.1839 - 20.8.1841 - 31.8.1841 - 8.11.1841 409 Unzelmann, Antonia Luise Christiane (1794-1838) - Sopran Seit 1807 am Hoftheater Weimar, 1821 bis 1824 Hofopernsängerin in Dresden, danach in Bamberg und wieder in Weimar 12.10.1821 -16.11.1821 Veltheim, Charlotte (1803-1873) - Sopran und Klavier Beginn der Karriere in der Theatergesellschaft ihres Vaters Friedrich Veltheim, die in verschiedenen deutschen und europäischen Städten gastierte, 1822 bis zur Pensionie rung 1837 Sängerin an der Hofoper in Dresden, wo sie darüber hinaus noch bis 1848 auftrat, auch gefragte Liedsängerin und ausgezeichnete Pianistin sowie Komponistin von Liedern und Variationen, im März 1824 als Frl. Feldheim angekündigt Sopran: 24.10.1823 - 3.3.1824 - 22.10.1824 - 17.12.1824 - 25.2.1825 - 9.12.1825 - 29.12.1825 - 10.3.1826 - 7.4.1826 - 28.6.1826 - 4.1.1827 - 8.4.1827 - 26.6.1828 - 28.1.1829 - 5.2.1830 - 4.4.1830 - 10.1.1831 - 31.10.1831 - 14.2.1832 - 2.4.1832 - 15.4.1832 12.4.1833 - 16.11.1833 - 7.2.1834 - 10.2.1834 - 23.3.1834 - 20.6.1834 - 20.6.1834 - 9.2.1835 - 29.9.1835 - 7.11.1835 - 3.12.1835 -18.2.1836 - 26.2.1836 - 7.3.1836 - 27.3.1836 - 20.3.1842 Klavier: 10.3.1826 -10.11.1834-4.3.1837 Sopran und Klavier: 15.12.1823 -14.1.1829 - 31.1.1834 -11.12.1837 Vestri, Gioacchino (Lebensdaten unbekannt) - Bass 1828 bis zu seiner Pensionierung 1849 Hofopernsänger in Dresden, darüber hinaus nachweislich noch 1871 - Hofkirchensänger 9.1.1829 -15.4.1832 - 11.5.1832 - 26.10.1832 - 3.4.1834 - 23.11.1835 - 3.12.1835 - 25.1.1836 - 4.2.1836 -1.4.1837 - 28.2.1828 - 1.8.1838 - 19.12.1838 - 23.12.1838 - 7.11.1839 -10.12.1839 - 4.3.1840 -15.12.1840 - 22.3.1841 - 31.8.1841 - 27.9.1841 - 3.2.1842 - 20.3.1842 -16.12.1842 - 13.2.1844 - 21.2.1844 - 4.6.1844 - 20.3.1846 - 4.2.1848 Viardot-Garcia, Pauline (1821-1910) - Sopran/Mezzosopran Klavierschülerin von Franz Liszt, Gesangsausbildung bei ihrem Bruder Emanuel Gar cia, 1838 Konzertdebüt, Bühnendebüt 1839 in London, große Erfolge am Pariser Theatre Italien, dessen Direktor ihr Ehemann Viardot war, Gastspiele in europäischen Musikzentren wie London, Madrid und Wien, darunter 1838 und 1847 in Dresden, 1843 bis 1844 in Petersburg, von 1848 an in London, nach 1855 wieder in Paris, zeitweise in Berlin, auch kompositorisch tätig und gefragte Pädagogin 1.8.1838 - 6.8.1838 - 21.5.1847 Vibrans, Mathilde (7-1852) - Sopran In ihrem ersten Engagement 1851 bis zum frühen Tod 1852 Hofopernsängerin in Dres den 25.2.1852 Vieuxtemps, Henri - Violine (biographische Angaben siehe Komponisten) 2.10.1837 -11.10.1837 -18.10.1837 -16.2.1846 - 20.2.1846 Vimercati, Peter (Lebensdaten unbekannt) - Mandrine Dirigent in Mailand, Mandrine ist eine andere Bezeichnung für Mandola, ein lautenähnliches Zupfinstrument 16.3.1821 Voll, Therese (Lebensdaten unbekannt) - Alt Seit 1840 Hofopernsängerin in Dresden 27.8.1840 -16.10.1840 - 4.4.1841 - 20.3.1842 -16.4.1842 -17.8.1842 -16.12.1842 410 Wächter, Johann Michael (1794-1853) - Bariton Neben dem Jurastudium Mitwirkung in Studenten- und Kirchenchören, Operndebüt 1819 in Graz, danach in Preßburg, am Theater an der Wien und am Königstädtischen Theater Berlin, 1827 bis zu seinem Tod Hofopernsänger und Hofkirchensänger in Dresden 30.3.1828 - 18.4.1828 - 26.6.1828 - 3.10.1828 - 18.11.1828 - 9.10.1829 - 27.1.1833 - 31.3.1833 - 28.1.1834 - 3.2.1834 - 7.2.1834 - 23.3.1834 - 27.8.1834 - 9.2.1835 - 22.10.1835 - 21.12.1835 - 29.12.1835 - 7.3.1836 - 27.3.1836 - 13.12.1836 - 11.10.1837 - 18.10.1837 - 19.2.1838 - 8.4.1838 - 24.3.1839 - 13.8.1839 - 25.10.1839 - 23.12.1839 - 12.4.1840 - 27.8.1840- 16.10.1840 - 23.12.1840 - 24.2.1841 - 17.3.1841 - 4.4.1841 - 8.11.1841 - 16.4.1842 - 7.11.1842 -17.2.1843 - 6.7.1843 -13.2.1844 -16.2.1844 - 31.3.1844 -17.2.1846 Wächter, Therese (1802-1879)-Mezzosopran 1820 an der Wiener Hofoper, 1825 am Königstädtischen Theater Berlin, 1827 bis zu ih rer Pensionierung 1864 Hofopernsängerin in Dresden 12.4.1833 -19.4.1833 - 25.2.1846 Wagner, Johanna (1826-1894) - Sopran Adoptivtochter von Richard Wagners Bruder Albert, erstes Engagement 1842 als Schauspielerin in Bemburg, seit 1844 für fünf Jahre Hofopernsängerin in Dresden, Eli sabeth in der Tannhäuser-Uraufführung 1845, studierte danach noch in Paris bei Emanuel Garcia, 1849 in Hamburg, seit 1850 an der Hofoper Berlin, dazwischen 1858 bis 1859 nochmals in Dresden, 1861 plötzlicher Verlust der Singstimme, nachfolgend ge feierte Tragödin, in der ersten Hälfte der 1880er Jahre in Bayreuth und 1882 bis 1884 Pädagogin in München, zuletzt wieder in Berlin 22.7.1844 -19.8.1844 -16.3.1845 - 8.10.1846 - 7.11.1846 - (18.12.1846) - 4.2.1848 - 4.3.1848 - 12.2.1848 -16.4.1848 - 22.9.1848 - 25.11.1846 - 23.12.1848 - 5.2.1849 Wagner, Richard (1813-1883) - Dirigent 6.7.1843 - 31.3.1844 - 22.7.1844 - 12.8.1844 - 19.8.1844 (?) - 7.11.1844 (?) - 5.2.1845 - 16.3.1845 - 16.2.1846 - 20.2.1846 - 5.4.1846 - 28.3.1847 - 30.6.1847 - 22.1.1848 - 4.2.1848 - 12.2.1848 - 8.3.1848 -16.4.1848 - 23.4.1848 - 22.9.1848 -1.4.1849 - (5.5.1849) Walker, Frau (Lebensdaten unbekannt) - Sopran Zuerst am Leipziger Theater, nach drei Gastspielen 1830 für ein Jahr 1831 Hofopernsängerin in Dresden 27.3.1831 Wallerstein, Anton (1813-1892) - Violine Zehnjährig erste öffentliche Auftritte in Dresden, 1826 als Schüler von Konzertmeister Antonio Rolla angekündigt, 1827 und 1828 erfolgreich in Leipzig und Berlin, die in verschiedenen Lexika erwähnte Anstellung als Kammermusiker der Dresdner Hofka pelle ist in den HTT nicht nachweisbar, nach 1832 in Hannover, Braunschweig und Hamburg, 1836 mit einer französischen Schauspielergesellschaft in Hannover und Ko penhagen, 1841 Beendigung der öffentlichen Laufbahn, lebte abwechselnd in Dresden, Wiesbaden und Frankfurt, Komponist und Herausgeber von Liedern, Tänzen, Violinkompositionen, einer Violinschule 17.11.1825 -17.12.1826 -16.4.1830 Walther, Emil (Lebensdaten unbekannt) - Deklamation 27.1.1853 - 7.2.1854 411 Weber, Bertha (?-1903) - Mezzosopran Beginn der musikalischen Laufbahn als Choristin an der Dresdner Hofoper, zugleich Studium bei Friederike Funk-la Grua, Maria Sandrini-Börner und Maschinka Schnei der-Schubert, Solodebüt 1854 und Engagement von 1855 bis zur Pensionierung 1885 als Hofopernsängerin 6.2.1856 - 27./28.3.1858 Weber, Carl Maria von (1786-1826) - Klavier und Dirigent Klavier und Dirigent: 9.4.1821 - 30.11.1821 Dirigent: 27.6.1817 - 3.4.1818 - 1.5.1818 - 20.9.1818 - 21.9.1818 - 23.9.1818 - 4.12.1818 - 9.3.1919 - 8.12.1820 - 18.12.1820 - 30.3.1821 - 3.4.1821 - 12.10.1821 - 26.10.1821 (?) - 16.11.1821 (?) - 30.11.1821 (?) - 22.12.1821 (?) - 1.2.1822 (?) - 28.12.1822 - 19.12.1823 - 30.12.1823 - 8.4.1824 - 6.6.1824 - 7.10.1824 - 15.10.1824 - 22.10.1824 - 19.11.1824 - 3.12.1824 -17.12.1824 o. A.: 9.3.1818 Wehner, Rudolf (Lebensdaten unbekannt) - Klavier NZfM, 2.11.1846, berichtet über das erste Konzert des jungen Dresdner Pianisten außer halb seiner Vaterstadt in Leipzig 12.1.1852 -10.2.1852 - 28.2.1853 Weiss, Friedrich (1822-1893) - Bass Thomaner sowie Jura- und Philologiestudent in Leipzig, 1849 bis 1853 erstes Engage ment für kleinere Partien an der Dresdner Hofoper, anschließend in Görlitz, Königs berg, Kassel, Brünn, Stralsund, und Rostock, 1857 bis 1883 zweites Dresdner Engage ment als Sänger und Schauspieler, wissenschaftliche Arbeiten, Dr. phil. 30.1.1858 Weixlstorfer, Carl (Lebensdaten unbekannt) - Tenor 1847 bis 1849 Hofopernsänger in Dresden 8.11.1847 - 22.1.1848 -12.2.1848 -16.4.1848 - 23.4.1848 - 2.5.1848 -18.10.1848 - 7.11.1848 - 12.3.1849 -14.3.1849 -1.4.1849 - 22.6.1849 - 29.8.1849 Weixlstorfer, Johann (?-nach 1870) - Tenor Bis 1852 in Hamburg, danach bis 1856 Hofopernsänger in Dresden, 1867 bis 1870 Ge sangslehrer am Dresdner Konservatorium 8.11.1852 - 27.1.1853 - 28.2.1853 - 20.3.1853 - 5.4.1853 - 29.8.1853 - 7.11.1853 - 1.3.1854 - 9.4.1854 - 14.4.1854 - 22.4.1854 - 25.4.1854 - 29.4.1854 - 1.5.1854 - 21.9.1854 - 7.11.1854 - 27.1.1855 -1.4.1855 - 20.4.1855 - 29.8.1853 - 6.2.1856 -16.3.1856 Werthmüller, Elise (Lebensdaten unbekannt)-Mezzosopran 1843 bis 1844 an der Dresdner Hofoper engagiert 9.4.1843 - 5.5.1843 Wieck, Marie (1832-1912) - Klavier und Sopran Als Tochter Friedrich Wiecks aus dessen zweiter Ehe Halbschwester Clara Wiecks, als Pianistin von ihrem Wohnsitz Dresden aus europäische Karriere, auch Klavier- und Gesangslehrerin, veröffentlichte Klavier- und Gesangsstudien ihres Vaters Klavier: 1.12.1845 - 2.5.1854 - 29.1.1856 - 26.2.1856 Klavier und Sopran: 1.3.1855 412 Wieck-Schumann, Clara (1819-1896) - Klavier Klavierschülerin ihres Vaters Friedrich Wieck, Kompositionsunterricht bei Christian Theodor Weinlig in Leipzig und Carl Gottlieb Reißiger, 1827 erster öffentlicher Auftritt, 1831 erste Konzertreise durch Deutschland und bis Paris, in den folgenden Jahrzehnten als bedeutendste Pianistin des Jahrhunderts Konzerte in vielen europäischen Ländern, 1840 Heirat Robert Schumanns, 1844 Übersiedelung von Leipzig nach Dresden, 1850 nach Düsseldorf, nach Schumanns Tod Wohnsitz in Berlin, dann bei Baden-Baden, 1878 bis 1892 Erste Klavierlehrerin am Hochschen Konservatorium in Frankfurt, schrieb Werke für Klavier mit und ohne Orchester, Kadenzen zu Konzerten Mozarts und Beethovens, Lieder, Bearbeitungen, betätigte sich auch als Herausgeberin 10.1.1831 - 27.1.1831 - 30.1.1836 -18.2.1836 - 9.12.1836 - 7.1.1845 -11.1.1845 Wilhelmi, Georg Wilhelm (1787-1852) - Tenor Nach Engagements in Kassel und Prag 1817 bis 1828 Hofopernsänger in Dresden, spä ter bis zu seinem Tod in Wien 25.3.1817 Willmann, Caroline (1796-1860) - Sopran Nach dem Studium in Kassel Engagements in Pest, am Theater an der Wien, in Breslau und am Kärtnertortheater Wien, 1820 bis 1823 Hofopernsängerin in Dresden, danach in Kassel und Berlin, seit 1830 Gesangslehrerin in Bayreuth und später in Wien 23.11.1821 Willmers, Rudolph (1821-1878) - Klavier Schüler von Johann Nepomuk Hummel, 1835 am Weimarer Hof, 1836 Kontrapunktstu dien bei Friedrich Schneider in Dessau, 1831 erste Konzertreise, 1833 fester Wohnsitz in Wien, 1864 Erster Klavierlehrer am Konservatorium in Berlin, 1866 Rückkehr nach Wien, komponierte Fantasien, Variationen, Potpourris, Etüden usw. für Klavier, Kam mermusik 12.11.1838 Winger, Eduard (1812-1886) - Deklamation Gelernter Buchbinder, Mitglied von Berliner Liebhaber-Theatern, 1831 in Braun schweig, nach zehn Wanderjahren 1843 Gastspiel in Dresden, 1844 bis zur Pensionie rung 1874 Hofschauspieler in Dresden, 1852 bis 1857 auch Regisseur, Verdienste um die Witwen- und Waisenkasse des Hoftheaters 5.5.1855 Winterstein, Simon (1806-1862) - Violine, KM Schüler von Louis Spohr, Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1826 bis 1845 18.4.1834 - 21.4.1834 - 12.1.1835 - 12.1.1835 - 23.11.1835 - 29.12.1835 - 11.1.1838 - 7.11.1839 - 20.1.1842 - 21.11.1842 Wohllebe, C. F. (Lebensdaten unbekannt) - Klarinette Angekündigt als blinder Schüler von KM Johann Gotthelf Forkert 20.2.1837-29.2.1840 Wölfel, Fräulein (Lebensdaten unbekannt) - Gesang 17.5.1853 Wörlitzer, Friedrich (Lebensdaten unbekannt) - Klavier Lt. AZ „der talentierte Knabe" 26.6.1828 413 Würfel, 'Wenzel 'Wilhelm (1790-1832) - Klavier Ausbildung in Prag, 24-jährig erste Konzertreise, 1815 Professor in Warschau, Orgellehrer Frederic Chopins, ab 1824 wieder Tourneen, 1826 4. Kapellmeister der Hofoper in Wien, komponierte Opern, Singspiele, Possen, Schauspielmusik, Kirchen musik, Orchesterstücke, Konzerte und Stücke für Klavier mit und ohne Orchester, Gesänge 24.10.1823 Wüst(-Kriete), Henriette (1816-1892) - Sopran Nach ihrem Operndebüt in Leipzig 1833 Engagement an die Dresdner Hofoper, wei tere Ausbildung bei Johann Aloys Mie(c)ksch, galt neben Wilhelmine Schröder-Dev rient als bedeutendste Sängerin am Dresdner Hause, obwohl 1858 pensioniert, trat sie noch bis 1866 auf 24.1.1834 - 7.2.1834 - 9.2.1835 - 12.4.1835 - 26.2.1836 - 7.3.1836 - 10.8.1836 - 19.3.1837 - 2.10.1837- 23.12.1836 - 28.2.1838 - 27.8.1838 - 7.11.1838 - 13.2.1839 - 13.8.1839 - 23.12.1840 - 24.2.1841 - 4.4.1841 - 8.11.1841 - 20.1.1842 - 20.3.1842 - 16.4.1842 - 17.8.1842 - 7.11.1842 - 9.4.1843 - 5.5.1843 - 11.12.1843 - 23.12.1843 - 6.2.1844 - 8.2.1844 - 21.2.1844 - 31.3.1844 - 13.4.1844 - 4.6.1844 - 20.5.1844 - 22.7.1844 - 19.8.1844 - 7.11.1844 - 11.8.1845 - 25.2.1846 - 20.3.1846 - 5.4.1846 - 8.10.1846 - 28.10.1846 - 7.11.1846 - 17.2.1847 - 28.3.1847 - 16.4.1848 - 23.4.1848 - 2.5.1848 -1.4.1849 Wustlich, Christian Gottlieb (Lebensdaten unbekannt) - Oboe, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1818 bis 1843; ein weiterer Oboist Wustlich (Vorname und Lebensdaten unbekannt) war Mitglied der Königlichen musi kalischen Kapelle von 1827 bis 1828 27.3.1829 Wysoki, Kasper Napoleon (1810-1850) - Klavier Studium am Warschauer Konservatorium und in Berlin, Abbruch einer erfolgreich be gonnenen Pianisten-Karriere aus gesundheitlichen Gründen und Konzentration auf die Komposition, schrieb Märsche, Tänze u.ä. für Orchester, Tänze, Rhapsodien u.ä. für Klavier, Lieder 16.4.1839 Zezi, Alfonso (1799-1859) - Bariton Ausgebildet am Konservatorium Mailand, von 1822 bis zu seiner Pensionierung 1844 Opern- und Kirchensänger am Dresdner Hof, auch als Komponist vorwiegend von Vokalwerken hervorgetreten 11.10.1822 - 1.10.1823 - 10.10.1823 - 23.4.1824 - 30.12.1824 - 22.4.1825 - 9.12.1825 -10.3.1826 - 28.6.1826 - 29.12.1826 - 4.1.1827 - 5.2.1827 - 9.3.1827 - 30.3.1827 - 19.10.1827 - 2.5.1828 - 3.10.1828 -18.12.1828 - 26.12.1828 - 28.1.1829 - 27.3.1829 -16.10.1829 - 14.12.1829 - 5.2.1830 - 19.3.1830 - 4.4.1830 - 16.4.1830 - 23.4.1830 - 30.4.1830 - 22.10.1830 - 27.3.1831 - 31.10.1831 - 14.2.1832 - 15.3.1832 - 2.4.1832 - 15.4.1832 - 11.5.1832 - 5.10.1832 - 26.10.1832 - 30.11.1832 - 1.3.1833 - 15.3.1833 - 31.3.1833 - 12.4.1833 - 19.4.1833 - 24.5.1833- 16.11.1833 - 6.12.1833 - 17.1.1834 - 31.1.1834 - 7.2.1834 - 10.2.1834 - 17.2.1834 - 23.3.1834 - 3.4.1834 - 10.4.1834 - 18.4.1834 - 21.4.1834 - 25.4.1834 - 10.11.1834 - 17.11.1834- 12.1.1835 - 9.2.1835 - 12.4.1835 - 22.10.1835 - 23.11.1835 - 25.1.1836 - 18.2.1836 - 26.2.1836 - 27.3.1836 - 25.4.1836 - 10.8.1836 - 5.10.1836 - 13.10.1836 - 1.11.1836 - 7.11.1836 - 16.11.1836 - 9.12.1836 - 4.3.1837 - 19.3.1837 - 29.3.1837 - 2.10.1837 - 7.11.1837 - 29.11.1837 - 19.2.1838 - 28.2.1838 - 7.3.1838 - 8.4.1838 - 30.4.1838 - 19.12.1838 - 23.12.1838 - 25.2.1839 - 7.11.1839 - 10.12.1839 - 4.3.1840 - 12.4.1840 - 16.10.1840 -1.11.1840 - 24.2.1841 - 22.3.1841 - 31.8.1841 414 Zeschau, Clitie von (Lebensdaten unbekannt) - Klavier 19.4.1845 - 30.4.1845 Zizold, A. H. (Lebensdaten unbekannt) - Flöte Herzoglich-Braunschweigischer Kammermusiker 10.10.1823 - 29.12.1825 Zizold, August (1825-1880) - Flöte, KM Mitglied der Königlichen musikalischen Kapelle von 1844 bis 1880 1.12.1845 - 1.5.1847 - 4.3.1850 - 15.3.1850 - 26.8.1850 - 12.1.1852 - 31.8.1852 - 28.2.1853 - 29.1.1856 Zucker, Emilie (Lebensdaten unbekannt) - Deklamation 25.3.1817 Ohne Namensnennung: Eine Sängerin: 17.2.1826 Ein Cellist: 1.10.1823 Ein Klarinettist (ein Schüler Kottes): 1.3.1833 Ein Flötist und ein Violoncellist: 4.3.1837 Ein Flötist: 25.2.1839 - 9.4.1839 Ein Hornist: 24.1.1840 -13.2.1841 Ein Hornquartett: 15.12.1823 Ein Pianist: 2.5.1828 Eine Harmonika: 25.3.1817 Chöre Allgemeiner Dresdner Sängerverein (auch als Männergesangverein angekündigt) Entstanden aus dem 1847 erfolgten Zusammenschluss der Dresdner Männergesangvereine Liedertafel, Orpheus, Liederkranz, Arion und Odeon 18.10.1848 Caecilienverein 23.12.1848 - 5.2.1849 -17.5.1853 (Dresdner) Liedertafel Männergesangverein, Dirigenten u.a. Carl Gottlieb Reißiger, Richard Wagner, Ferdi nand Hiller, Robert Schumann 6.7.1843 - 27.1.1853 -17.5.1853 - 2.5.1854 - 5.5.1855 Dresdner Männergesangverein Arion 6.7.1843 Dresdner Liederkranz 3.4.1844 -17.5.1853 Dreyssigsche Singakademie Gegründet 1807 von Hoforganist Friedrich Anton Dreyssig (1765-1815) mit etwa sie ben Mitgliedern, Entwicklung zu einem leistungsfähigen Chor, zunächst eher sporadi sche Zusammenarbeit mit der Hofkapelle, seit 1833 regelmäßige Mitwirkung in Palm sonntags- und anderen Konzerten, außerdem Unterstützung durch die Kapelle bei von ihr selbst veranstalteten Konzerten (u.a. Beethovens Missa solemnis, Bachs h-Moll-Messe) 415 19.9.1818 - 26.2.1826 - 24.5.1826 - 31.3.1833 - 23.3.1834 -12.4.1835 - 27.3.1836 - 19.3.1837 - 8.4.1838 - 13.3.1839 - 24.3.1839 - 12.4.1840 - 16.10.1840 - 4.4.1841 - 20.3.1842 - 16.4.1842 - 1.6.1842 - 14.3.1843 - 9.4.1843 - 6.7.1843 - 31.3.1844 - 16.3.1845 - 5.4.1846 - 8.10.1846 - 7.11.1846 - 28.3.1847 - 16.4.1848 - 2.5.1848 - 23.12.1848 - 5.2.1849 - 1.4.1849 - 29.8.1849 - 24.3.1850 - 28.10.1850 - 13.4.1851 - 4.4.1852 - 17.8.1852 - 20.3.1853 - 17.5.1853 - 9.4.1854 - 27.1.1855 -1.4.1855 -16.3.1856 -14.10.1856 - 5.4.1857 - 30.1.1858 - 28.3.1858 Friedrichstädter Seminar/Seminaristen 16.10.1840 - 7.11.1846 - 28.3.1847 - 8.11.1847 Kapellknaben Knabenchor der katholischen Hofkirche 22.1.1848 Kreuzchor Knabenchor der evangelischen Kreuzkirche 16.10.1840 -16.4.1842 - 7.11.1846 - 28.3.1847 - 8.11.1847 - 5.1.1850 -12.1.1852 28.7.1850 Siehe auch unter Musikdirektoren: Friedrich Wilhelm Agthe Militärsänger 22.1.1848 Orpheus 1834 von Carl Ferdinand Adam gegründeter Männergesangverein 6.7.1843 -1.12.1845 - 28.10.1846 -18.12.1846 - 23.12.1848 - 22.1.1849 - 5.2.1849 -17.5.1853 Sängerchor des Königlichen Hoftheaters (Theaterchor) Gegründet mit „Allerhöchster Genehmigung" des Königs Friedrich August I. im Jahre 1817 auf Anregung Carl Maria von Webers, der einen „ständigen Theaterchor" gefor dert hatte, um die gestiegenen Ansprüche erfüllen zu können, die sich durch die Ein richtung eines „Deutschen Departements" der Hofoper ergeben würden (bis dahin sangen bei Bedarf die Kruzianer in der Italienischen Oper). Wie die hier wiedergege benen Programme zeigen, fand der Chor neben der Oper ein reiches Betätigungsfeld in Konzerten der Kapelle. Im Laufe des 19. und vor allem 20. Jahrhunderts entwickelte sich das Ensemble, auch dank hervorragender Chordirektoren und -erzieher, zu einem der besten deutschen Opernchöre, der auch auf dem Podium und im Aufnahmestudio höchsten Maßstäben gerecht wurde. 1817je 17 Damen/Herren -1858 23 Damen/21 Herren 23.9.1818 - 4.6.1819 - 9.4.1821 - 26.10.1821 - 22.12.1821 -10.10.1823 - 6.6.1824 - 5.11.1824 - 28.6.1826 - 29.12.1826 - 8.4.1827 - 30.3.1828 - 7.10.1828 - 12.4.1829 - 4.4.1830 - 27.3.1831 - 14.2.1832 -15.4.1832 - (4.9.1832) - 31.3.1833 -17.2.1834 - 23.3.1834 - 27.8.1834 -12.4.1835 - 29.9.1835 - 26.2.1836 - 27.3.1836 - 25.4.1836 - 10.8.1836 - 23.12.1836 - 7.1.1837 - 4.3.1837 - 19.3.1837 - 23.12.1837 - 28.2.1838 - 8.4.1838 - 27.8.1838 - 7.11.1838 - 13.2.1839 - 24.3.1839 - 13.8.1839 - 16.7.1839 - 13.8.1839 - 23.12.1839 - 12.4.1840 - 27.8.1840 - 16.10.1840 - 23.12.1840 - 24.2.1841 - 4.4.1841 - 20.3.1842 - 16.4.1842 - 1.6.1842 - 29.7.1842 - 17.8.1842 - 7.11.1842 - 10.2.1843 - 17.2.1843 - 9.4.1843 - 5.5.1843 (?) - 9.8.1843 - 23.12.1843 - 21.2.1844 - 31.3.1844 - 4.6.1844 - 22.7.1844 - 12.8.1844 - 19.8.1844 - 7.11.1844 - 5.2.1845 - 16.3.1845 - 11.7.1845 - 11.8.1845 - 25.2.1846 - 5.4.1846 - 7.11.1846 - 17.2.1847 - 28.3.1847 - 8.11.1847 - 22.1.1848 -12.2.1848 - 8.3.1848 -16.4.1848 - 23.4.1848 - 22.9.1848 - 28.10.1848 - 7.11.1848 - 18.11.1848 - 16.12.1848 - 23.12.1848 - 5.2.1849 - 21.2.1849 - 1.4.1849 - 416 22.6.1849 - 7.11.1849 - 13.2.1850 - 24.3.1850 - 28.7.1850 - 26.8.1850 - 7.11.1850 - 5.3.1851 - 13.4.1851 - 7.11.1851 - 4.4.1852 - 17.8.1852 - 31.8.1852 - 8.11.1852 - 9.2.1853 - 20.3.1853 - 29.8.1853 - 7.11.1853 - 1.3.1854 - 9.4.1854 - 22.4.1854 - 25.4.1854 - 29.4.1854 - 1.5.1854 - 21.9.1854 - 7.11.1854 - 1.4.1855 - 5.5.1855 - 7.11.1855 - 6.2.1856 - 16.3.1856 - 2.9.1856 (Herren) - 7.11.1856 - 25.2.1857 - 5.4.1857 - 7.11.1857 -17.2.1858 - 28.3.1858 Vereinfür Chorgesang Nach Robert Schumanns Gründungsaufruf vom Dezember 1848 Konstituierung im Januar 1849, Schumann künstlerischer Leiter bis zu seinem Weggang nach Düsseldorf im Jahre 1850, 1873 Umbenennung des Vereins in Robert Schumannsche Singakademie 23.12.1848 - 5.2.1849 - 29.8.1849 - 5.1.1850 -12.1.1850 „Zöglinge der Blindenanstalt" 9.4.1821 -12.4.1822 Zahlreiche, namentlich unter den nachstehenden Daten genannte Chöre aus Dresden und Umgebung 6.7.1843 -17.5.1853 Sänger/Chöre der hiesigen Kantoren ohne nähere Angaben 29.12.1826 Chöre der protestantischen Kirchen, ohne nähere Angaben 2.4.1835 -17.5.1853 Chöre ohne namentliche Bezeichnung (oft Massenchöre) 27.6.1817 - 19.9.1818 - 26.8.1826 - 4.9.1832 - 23.11.1835 - 16.11.1836 - 27.11.1840 - 15.12.1840 - 20.3.1842 - 5.5.1843 - 8.10.1846 - 7.11.1846 - 29.8.1849 - 28.7.1850 -17.5.1853 - 22.4.1854 - 25.4.1854 - 29.4.1854 -1.5.1854 - 9.5.1858 - 9.7.1858 Dilettanten, nicht näher bezeichnet 8.11.1847 - 29.8.1849 - 5.1.1850 -12.1.1850 - 26.2.1856 Städtische Musikdirektoren, die mit ihren Formationen (,,Musikchöre"=Musikkorps) in Konzerten der Königlichen musikalischen Kapelle mitgewirkt haben Agthe, Friedrich Wilhelm (biographische Angaben siehe unter Komponisten) 29.12.1826 - 8.4.1827 - 30.3.1828 Hartung, Johann Wilhelm (1791-1863) Zunächst Musikdirektor und Oboist des Königlich Sächsischen 2. Linien-Infanterie- Regiments „Prinz Maximilian", 1843 Dresdner Stadtmusikdirektor als Nachfolger von Johann Gottlieb Zillmann, aktiv bis 1854, danach vertreten durch Musikdirektor Fried rich Laade 16.10.1840 - 31.3.1844 - 5.4.1846 - 28.3.1847 -16.4.1848 - 24.3.1850 Hünerfürst, Raban Hugo (1827-1867) Dirigent, Geiger und Komponist, 1851 bis 1858 Musikdirektor des zur Zivilkapelle um gestalteten Musikkorps der Kommunalgarde, danach bis 1867 Stadtmusikdirektor in Rostock und Direktor des dortigen Stadttheaters 16.3.1856 Kade, Otto (1819-1900) Musikschriftsteller, Herausgeber, 1853 bis 1860 Musikdirektor der Dreikönigskirche in der Dresdner Neustadt, Leiter des bereits früher einmal bestandenen, 1848 von ihm wieder ins Leben gerufenen Caecilienvereins 5.4.1857 417 Kunze, Heinrich Gustav (1808-1868) Zunächst vermutlich Geiger im Leipziger Gewandhausorchester, dann Mitglied des Leipziger Stadtmusikkorps, 1844 bis 1868 Hautboist I. Klasse und Musikdirektor des Musikkorps des Leib-Infanterie-Regiments in Dresden 5.4.1846 - 28.3.1847 -16.4.1848 - 24.3.1850 - 29.3.1850 Markert, Anton (Lebensdaten unbekannt) 1844 bis 1848 Musikdirektor des 2. Linien-Infanterie-Regiments, Zusammenarbeit mit Zillmann und Kunze 31.3.1844 - 5.4.1846 - 28.3.1847 -16.4.1848 Mende, Fr. (Lebensdaten unbekannt) Musikdirektor 29.12.1826 - 8.4.1827 - 30.3.1828 - 12.4.1829 - 4.4.1830 - 15.4.1832 - 31.3.1833 - 23.3.1834 - 12.4.1835 - 27.3.1836 - 19.3.1837 - 8.4.1838 - 24.3.1839 - 12.4.1840 - 4.4.1841 - 20.3.1842 - 9.4.1843 Meyer, Benjamin Heinrich Gottlob (1787-?) Kompositionsschüler von Thomaskantor Johann Gottfried Schicht in Leipzig, dort auch Stadtpfeifer, später Musikdirektor des Königl. Sächsischen Artillerie-Musikkorps, dann bis 1851 des Musikkorps der Kommunalgarde, 1841 Konzertreise nach Russland 24.3.1850 - 29.3.1850 Otto, Julius (biographische Angaben siehe Interpreten) 30.3.1828 - 12.4.1829 - 4.4.1830 - 27.3.1831 - 15.4.1832 - 31.3.1833 - 23.3.1834 - 12.4.1835 - 27.3.1836 - 19.3.1837 - 8.4.1838 - 24.3.1839 - 12.4.1840 - 4.4.1841 - 20.3.1842 - 9.4.1843 - 31.3.1844 - 16.3.1845 - 5.4.1846 - 28.3.1847 - 16.4.1848 - 1.4.1849 - 24.3.1850 - 9.4.1854 - 1.4.1855 - 5.4.1857 Rohm, Carl (1801-?) 1838 bis 1844 Hautboist I. Klasse und Musikdirektor des Leib-Infanterie-Regiments und Komponist, Zusammenarbeit mit Zillmann, spielte in seinen „Großen Konzerten" auch Werke von Mozart, Beethoven, Weber und Mendelssohn Bartholdy 9.4.1843 - 6.7.1843 - 31.3.1844 Schurig (Lebensdaten unbekannt) In den 1840er und 1850er Jahren in Dresden tätig 31.3.1844 - 16.3.1845 - 5.4.1846 - 28.3.1847 - 16.4.1848 - 1.4.1849 - 24.3.1850 - 13.4.1851 - 4.4.1852 -17.8.1852 - 20.3.1853 Schwarz(e), Ferdinand (Lebensdaten unbekannt) Kantor der Neustädter Kirche in Dresden 29.12.1826 - 8.4.1827 - 27.3.1831 -15.4.1832 - 31.3.1833 - 23.3.1834 -12.4.1835 - 27.3.1836 - 19.3.1837 - 8.4.1838 -12.4.1840 - 20.3.1842 Zillmann, Johann Gottlieb (1786-1846) Zunächst Militärmusiker, dann Dresdner Stadtmusikus von 1816 bis 1843, Komponist und ausgebildet auf mehreren Instrumenten 29.12.1826 - 8.4.1827 - 30.3.1828 - 12.4.1829 - 4.4.1830 - 27.3.1831 - 15.4.1832 - 31.3.1833 - 23.3.1834 - 12.4.1835 - 27.3.1836 -19.3.1837 - 8.4.1838 - 24.3.1839 -12.4.1840 -16.10.1840 - 4.4.1841 - 20.3.1842 - 9.4.1843 418 'Weitere mitwirkende Instrumentalformationen Musiker des Königlichen Artillerie-Musikkorps 15.4.1832 - 23.3.1834 -12.4.1835 Musiker des Musikkorps des Regiments Prinz Albert und der Kommunalgarde 1.4.1849 - (5.5.1849 entfallen) Musiker des Regiments Prinz Maximilian 16.10.1840 Musiker der Kommunalgarde 1.4.1849 419

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References

Zusammenfassung

Der Sächsischen Staatskapelle Dresden wird als Opern- wie als Konzertorchester hohe internationale Anerkennung gezollt. Während die 1548 gegründete kurfürstliche Hofkapelle schon seit dem 17. Jahrhundert der Bühne verpflichtet war, bildete sie als Königliche musikalische Kapelle ihre Qualitäten auf dem Konzertpodium in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kontinuierlich und in erstaunlichem Umfang aus – eine Entwicklung, die bisher weitgehend unerforscht geblieben ist. Die vorliegende Dokumentation gibt, vorwiegend anhand von Presse- und Archivmaterial, einen Überblick über Daten, Programme, Interpreten, Konzertformen, Säle, Veranstalter, interne und äußere Vorgänge, künstlerische Leistungen und Bedingungen, kritische Wertungen und Publikumsresonanz in den Jahren zwischen 1817 und 1858, als die Kapellmeister Morlacchi, Weber, Wagner und Reißiger an der Spitze des Orchesters standen. Eine vorangestellte Studie weist auf die Tradition der Kapelle und das institutionelle und künstlerische Gefüge hin, in dem sich ihre Konzertaktivitäten vollzogen.