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D. Alexander-Ritter-Werkverzeichnis (ARWV) in:

Michael Hofmeister

Alexander Ritter, page 677 - 748

Leben und Werk eines Komponisten zwischen Wagner und Strauss

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4138-3, ISBN online: 978-3-8288-7004-8, https://doi.org/10.5771/9783828870048-677

Series: Frankfurter Wagner-Kontexte, vol. 1

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
677 D. Alexander-Ritter-Werkverzeichnis (ARWV) 679 Systematisch-thematisches Verzeichnis der Werke und Schriften Alexander Ritters (ARWV) Inhalt: Erläuterungen und Verzeichnis der Abkürzungen I. Opern II. Chorwerke 1. Chor mit Orchester 2. Chor mit Klavier 3. Chor a cappella II. Solistische Vokalmusik 1. Lieder mit Klavier 2. Für Orchester instrumentierte Lieder 3. Geistliche Gesänge 4. Melodramen IV. Orchesterwerke V. Kammermusik VI. Bearbeitungen fremder Werke VII. Schriften Erläuterungen und Verzeichnis der Abkürzungen: a) Allgemein: A = Autograph; Anm. = Anmerkung; Arr. = Arrangement; Bes. = Besetzung; E = Entstehung; T = Textautor; UA = Uraufführung; V = Verlag, teilweise mit Angabe einer Verlagsnummer in [ ]; W = Widmung; Dir. = Dirigent; KA = Klavierauszug; Ms. = Manuskript, nicht autograph; op. = opus; opp. = opera; Part. = Partitur. b) Angaben zu den Autographen und bestandsführenden Bibliotheken: BSB = Bayerische Staatsbibliothek, München; GSA = Klassik Stiftung Weimar, Goethe- und Schillerarchiv, Weimar ; LOC = Library of Congress, Washington; RSA = Richard Strauss Archiv, Garmisch; RWG = Richard-Wagner-Gedenkstätte, Bayreuth; SSB = Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz. Ziffern in ( ) bei Signaturangaben der BSB nummerieren mehrteilige Signaturen, Seitenzahlen in [ ] verweisen auf von der BSB durchgeführte Bleistift-Nummerierung, Seitenzahlenangaben ohne Klammern sind original im Autograph. 680 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis c) Angabe der Besetzung: A. = Alt; B. = Bass; Bar. = Bariton; Bk. = Becken; Bkl. = Bassklarinette; Bpos. = Bassposaune; Btrp. = Basstrompete; E.Hr. = Englischhorn; Fg. = Fagott; Fl. = Flöte; Harm. = Harmonium; Hf. = Harfe; Hlzbl. = Holzbläser; Hr. = Horn; Kb. = Kontrabass; Kfg. = Kontrafagott; Kl. = Klarinette; Klav. = Klavier; Ob. = Oboe; Orch. = Orchester; Org. = Orgel; Picc. = Piccolo; Pk. = Pauke; Pos. = Posaune; S. = Sopran; Str. = Streicher; T. = Tenor; Tb. = Tuba; Tr. = Trommel; Trp. = Trompete; Trgl. = Triangel; Vl. = Violine; Va. = Viola; Vc. = Violoncello. Besetzungsstärke Bläser: (Fl., Ob., Kl., Fg.), (Hr., Trp., Pos., Tb.). Also: (3,2,2,2), (4,0,3,0) = (3 Fl., 2 Ob., 2 Kl., 2 Fg.), (4 Hr., 3 Pos.). d) Literatur-Siglen: Rö = Rösch, Friedrich: Alexander Ritter. Ein Mahnruf als Gedenkblatt. In: Musikalisches Wochenblatt, XXIX. Jg., 1897/98, S. 3–5, 19–20, 34–36, 65–67, 81–83, 95–96, 111–112, 126– 127, 142–143, 158–159, 174–176, 189–191 und 234–236; Hau = Hausegger, Siegmund von: Alexander Ritter. Ein Bild seines Charakters und Schaffens, Berlin 1907 (=Die Musik, hrsg. von Richard Strauss, Bd. 26/27); TrV = Trenner, Franz: Richard Strauss Werkverzeichnis, Wien 21999 (mit nachfolgender Werknummer). I. OPERN ARWV I.1. Der faule Hans, Oper in einem Akt T: Alexander Ritter, „nach einer poetischen Erzählung Felix Dahns“ [=Dahn, Felix: „Der faule Hanns“. In: Vaterland, der Gedichte 4. Sammlung 5. Abt. In: Werke Bd. 5, Leipzig 1892] Bes.: Soli, Chor (SATB), (Picc., 2, 2, 2, 2), (4,3,3,1), 2 Hf., Pk., Bk., Trgl., Militär-Tr., Str. Auf der Bühne: 1 Tb., 2 Hr., 2 Paar Bk., 1 Bk. mit Paukenschlägeln UA: 15.10.1885, Hoftheater München (Dir.: Hermann Levi) V: • Textbuch: Breitkopf & Härtel, Leipzig 1885, Neuauflage bei Kistner, Leipzig 1886. • Part.: Kistner, Leipzig 1886. Als Manuskript (Kopist), nur die Ouvertüre ist gestochen. • KA: (Ouvertüre: Arr. von Richard Strauss; Rest von A. Ritter) Kistner, Leipzig 1886. W: „Dem großen Meister Franz Liszt in innigster Verehrung gewidmet“ A: • Verbleib unbekannt. • Es existiert ein Fragment einer offenbar nachträglichen Erweiterung oder Überleitung (BSB; st.th. 1095-12) [vgl. I.1.Appendix]. Es handelt sich um 11 Takte der Partie des Hans als KA, wohl als Teil des dann gestrichenen Schlussmonologs; eine genaue Identifizierung ist allerdings nicht möglich, da die angegebenen Anschluss-Textstellen in der Druckfassung ebenfalls nicht vorkommen. • Auch das A. des Richard Strauss’schen Klavierauszugs der Ouvertüre ist verschollen. 681 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis E: 1876–78, Würzburg [Rö, S. 235]. Particell vor dem 1.1.1878 fertiggestellt [Ritter an Glasenapp, 17.3.1878 (RWG)]. Instrumentation beendet um den 23.4.1878 [Ritter an Glasenapp, 9.7.1878 (RWG)]. Die Ouvertüre entstand erst 1879 auf Anraten Bülows. Offenbar skizzierte Ritter drei komplett unterschiedliche Versionen, führte aber nur die vorliegende aus [Ritter an Bülow, 19.9.1879 (SBB)]. Anm.: • Ritter zählt Der faule Hans als op. 11, verzichtet aber auf die Nennung der Opuszahl. • Richard Strauss arrangierte im Januar/Februar 1886 den Klavierauszug zur Ouvertüre [Strauss an seine Schwester, 16.1. und 3.2.1886 (RSA)] [vgl. TrV 140]. • Für die Uraufführung in München musste Ritter zahlreiche Striche vornehmen, um die Sänger zu entlasten und die Handlung zu straffen. Die Kürzungen (die teils auch in die Druckfassung übernommen wurden) erfolgten auf Anregung Hermann Levis und gegen Ritters heftigen Widerstand [Ritter an Levi, z. B. 23.9.1885 (LOC)]. Zahlreiche Striche sind im historischen Aufführungsmaterial des Münchner Hoftheaters nachvollziehbar (z. B. Part.: BSB; st.th. 1095-15). Da in einer gedruckten Partitur verzeichnet, sind diese zusätzlichen Striche wohl erst bei der Wiederaufnahme 1887 eingezeichnet worden, könnten aber dennoch auf die UA zurückgehen. Das gedruckte Material enthält außerdem handschriftliche Korrekturen, die möglicherweise ebenfalls Ritter stammen. Personen der Handlung: Die Königin von Brabant Sopran Ein Schmied Bass Graf Hartung Bass Zwei Riesen Tenor u. Bass dessen sieben Söhne: Erste Magd Hoher Sopran Paulus Bass Zweite Magd Mezzosopran Rudolf Tenor Dritte Magd Alt Kurt Bass Vierte Magd Hoher Sopran Philipp Bass Fünfte Magd Mezzosopran Erich Tenor Sechste Magd Alt Ralf, der Sänger Tenor Der Thurmwart Bass Hans, genannt „der faule” Tenor Ein Bote Bass Harald Hildetand, dän. König Bass Knappen, Gesinde, Mägde Ouvertüre: 682 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis 1.Szene: Takt 22: ARMV I.1.Appendix: Fragment des Schlussmonologs des Hans A: BSB; st.th.1095-12 Anm.: Es handelt sich um 11 Takte zur Überbrückung eines Strichs innerhalb des verscholle nen Schlussmonologs in Klavierauszug-Notation. Ritter gibt die Anschlussstellen an: „Nach den ersten 8 Takten des F-Dur-Satzes, also nach den Worten: »Wonach ihr in Eifer getrachtet« und „von hier zu dem Takt: »doch wen es beßeres treibt zu gewinnen«“. Beide Nahtstellen liegen jedoch innerhalb eines letztlich großräumiger gestrichenen Abschnitts (vgl. ARWV I.1. Anm.) und sind daher nicht nachvollziehbar. Dieser kürzere Strich wurde zunächst für eine geplante Hamburger Aufführung eingerichtet [Ritter an Levi, 23.9.1885 (LOC)]. ARWV I.2. Wem die Krone?, Oper in einem Akt T: Alexander Ritter [Nach dem Gedicht „Der König“ von Karl Ferdinand Dräxler-Manfred. In: Album österreichischer Dichter, Wien 1850, S. 392–394. Ritter gibt diese Quelle nicht an]. Bes.: Soli, Chor (SATB), (Picc.,2,2,2,2), (4,3,3,1), 2 Hf., Pk., Bk., Trgl., Militär-Tr., Str. Auf der Bühne: 6 Trp., 2 Militär-Tr. UA: 8.6.1890, Großherzogliches Hoftheater Weimar (Dir.: Richard Strauss) V: Aibl, München 1891 Ausgaben: Part., KA (vom Komponisten), Festmarsch für Klav. zu 2 und 4 Händen, Polonaise, für Klav. zu 2 und 4 Händen. Ouvertüre allein als Part. und KA W: „Seinem geliebten und hochverehrten Freunde Richard Strauss“ 683 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis A: • Part.: Im Besitz der Universal Edition, Wien. Als Depositum aufbewahrt in der Musikabteilung der Wienbibliothek, Wien. • Festmarsch: BSB; Mus.ms. 22416 (Partitur), Mus.ms. 22868 (49 Stimmen) • Polonaise: BSB; Mus.ms. 22411 (Partitur), Mus.ms. 22869 (48 Stimmen), BSB; 4 Mus.pr. 63236 (Auszug aus dem Partitur-Druck der Oper, in dem mit autographen Bleistift-Eintragungen Sprünge und Änderungen der Konzertversion eingezeichnet sind; enthält auch allgemeine Korrekturen mit roter Tinte). E: 1888–90, München. Abschluss-Datierungen im Part.-A: „d. 22 Mai 1890“ am Schluss der Ouvertüre und „d. 4ten Mai 90“ am Schluss der Oper. Anm.: • Ritter zählt Wem die Krone? als op. 15, verzichtet aber auf die Nennung der Opuszahl. • Der Festmarsch am Beginn der 5. Szene geht möglicherweise auf die Festmusik von 1866 zurück [Rö, S. 235], vgl. ARWV IV.11. Personen der Handlung: Frau Ute, Königin Alt ihre drei Söhne: Conrad Bariton Ludwig Bass Heinrich Tenor Richildis, der Königin Nichte und Mündel Sopran Volk, Hofgesinde, Edelherrn und -frauen Ouvertüre: 1. Szene: 684 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Takt 15: ARWV I.3. Fragment zu einer Oper „Olaf “ T: Alexander Ritter (?), nach Karl Ritter (?) A: BSB; Mus.ms. 22420, o. Seitenzahl. Einzelstimme Anm.: • Es handelt sich lediglich um 1 Einzelblatt aus einer Gesangsstimme mit dem Vermerk „Aus Olaf“. Es enthält Stichnoten einer Partie „König“ und einer Instrumentalstimme, dann 12 Takte einer Basspartie (vermutlich des Olaf ). • Ritter trug sich mehrere Jahre mit dem Plan einer „Olaf“-Oper nach einem Text seines Bruders Karl, den er 1867 in Paris kennengelernt [Hau S. 56] und 1868 zu vertonen begonnen hatte. Später fanden offenbar mehrere schon komponierte Teile Eingang in andere Werke [Hau, S. 105 f.]. • Auch das Orchesterwerk Olaf’s Hochzeitsreigen (ARWV VI.1.) könnte ein später anderweitig realisierter Teil des Opernplanes gewesen sein [Hau, S. 119 f.]. • Es handelt sich hier um das einzige bekannte Fragment eines unvollendeten Werkes Alexander Ritters. Es ist erstaunlich, dass bereits zu diesem frühen Zeitpunkt vorliegende Einzelstimme erstellt wurde, die offensichtlich zum praktischen Gebrauch für einen Sänger gedacht ist. 685 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis II. CHORWERKE II.1. Chorwerke mit Orchester bzw. Instrumentalbegleitung ARWV II.1.1. Hymne an das Licht „für Chor, Soli und grosses Orchester“ T: Karl Ritter (?) Bes.: Soli (SATB), Chor (SATB), (3/Picc., 2, 2, 2), (4, 3, 3, 1), 2 Hf., Pk., Bk., Trgl., Str., Org. V: Ungedruckt A: BSB; Mus.ms. 22433 (1) Part., (2) KA E: ca. 1883/85, Meiningen [Hau, S. 80 f.] Anm.: • Bleistiftvermerk am Ende des Partitur-A: „Dauer 20 bis 22 Minuten“. • Die Autographe erwähnen keinen Textautor. • Fassung von Nr. III für Singstimme und Klav. (transponiert nach B-Dur) siehe ARWV III.1.18. • Die Schlussfuge Nr. V entspricht in ihren Grundzügen der Fuge im älteren Cantica Sacra (ARWV II.3.1.). Neben der Textierung und einigen Stimmführungsänderungen besteht der hauptsächliche Unterschied in einer Erweiterung des Schlusses um 14 Takte. • Das eintaktige „glockige“ Bassmodel der Sätze II und IV verwendet Ritter auch in der wohl zeitgleich entstandenen Kaiser-Hymne (ARWV II.2.5.). I) Introduktion mit Chor: Takt 67: 686 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis II) Solo-Quartett und Chor: III) Sopran-Solo mit Chor: IV) Soli und Chor: V) Schlussfuge: 687 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis ARWV II.1.2. Deutsches Siegeslied für 4-stimmigen Männerchor und Orchester T: Felix Dahn [In: Gesammelte Werke, 2. Serie Bd. 7, Gedichte II, S. 566 f.] Bes.: TTBB, (Picc.,2,2,2,2), (4,6,3,1), Pk., Militär-Tr., Bk., Trgl., Str. V: Ungedruckt A: BSB; Mus.ms. 22414 E: vollendet „Würzburg 20[.] Aug. [18]70“ (vgl. A) Anm.: Das Dahn'sche Gedicht entstand am 4.8.1870, wurde von Ritter also ganz aktuell vertont. Ob es in einer Zeitung erschienen war, oder wie Ritter an den Text geraten war, konnte nicht ermittelt werden. ARWV II.1.3. Im Eichwald für 4-stimmigen Frauenchor und Orchester T: Alexandra von Schleinitz Bes.: SSAA, (2,2,2,2), (2,2,3,0), Pk., Trgl., Str. V: Ungedruckt A: BSB; Mus.ms. 22417 (1) Partitur, (2) KA E: Vollendet „d. 12. Sept. [18]70“ Anm.: Es ist eine Aufführung [UA?] in Würzburg bei einer „II. Kammermusik-Soirée“ belegt, (Datum nicht bekannt, ca. 1871) [Dettelbacher, Erinnerung, S. 123]. Es muss sich um eine Fassung für Chor und Klavier gehandelt haben (möglicherweise mit dem erhaltenen KA identisch). 688 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Takt 6: ARWV II.1.4. Zum 13. Februar für 8-stimmigen gemischten Chor und Orchester T: Alexander Ritter (?) Bes.: (2,2,2,?), (4,3,3,1), 2 Hf., Pk., Str. UA: 19.4.1887, Odeon München (Dir.: Heinrich Porges) V: Ungedruckt A: BSB; Mus.ms. 22426: (1) Part., (2) KA, (3) 8 Chorstimmen (autograph?) BSB; Mus.ms. 22427: 41 Orchesterstimmen (Ms.) BSB; Mus.ms.app.II 2139: 107 Chorstimmen (Lichtpausen nach Ms.) E: Autograph datiert den 2.2.[18]87 Anm.: • neu textierte, orchestrierte und modifizierte Fassung von Den Gefallenen (siehe ARWV II.2.2.) anlässlich des Todestages Richard Wagners [13.2.1883]. • Ritter notiert in der Part. ein Motiv als „Motto: Was ist deutsch?“, siehe Anm. zu ARWV II.2.2. • Ein Exemplar einer Va.-Stimme trägt den Vermerk: „Musikalische Gedenkfeier Wagner 18. April 1887.“ 689 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Takt 15: ARWV II.1.5. Macte Imperator! – Heil dem Kaiser! „Ausgabe A für [5-stimmigen] gemischten Chor mit Begleitung von Blasinstrumenten“ T: Felix Dahn [in: Gesammelte Werke, 2. Serie, Bd. 7, Gedichte II, S. 581–585] Bes.: SATTB, (0,0,0,0), (0,4,3,1), Pk., Militär-Tr. A: BSB, Mus.ms. 22421 (1) Anm.: • Fassung für gem. Chor mit Klavier (ad libitum) siehe ARWV II.2.6. • Fassung für Männerchor mit Klavier (ad libitum) siehe ARWV II.2.7. • Fassung für gem. Chor a cappella siehe ARWV II.4.3. • Fassung für Männerchor a cappella siehe ARWV II.4.4. • Fassung für Singstimme mit Klavier siehe ARWV III.1.19. 690 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis ARWV II.1.6. Tu solus sanctus, „Religiöser Gesang“ Fassung für Sopran-Solo, 3-stimmigen Frauenchor, Klavier, Harmonium und Violine Bes.: S.-Solo, Chor (SSA), Vl. Harm., Klav. Anm.: ursprüngliche Fassung für S.-Solo, Vl., Harm. und Klav. siehe ARWV III.3.2.2. II.2. Chorwerke mit Klavier ARWV II.2.1. An die Gleichgesinnten für 4-stimmigen Männerchor (und Klavier?) T: Richard Avenarius Bes.: TTBB, Klav. V: Ungedruckt A: BSB; Mus.ms. 22412 (1) Chor mit KA, (2) 16 Chorstimmen Anm.: Die Klavierstimme ist als „Clavierauszug“ bezeichnet. Instrumentationsangaben fehlen, sodass nicht von einem Orchesterauszug ausgegangen werden muss, sondern von einem Probenauszug für den Chorsatz, dessen Noten identisch sind. Ob die Ausführung demnach a cappella gedacht ist, oder das Klav. unterstützend mitspielt, ist nicht ganz klar. ARWV II.2.2. Den Gefallenen für 4-stimmigen Frauenchor und Klavier T: Karl Zettel [In: Dichtungen, Eichstätt/Stuttgart 1874, S. 193] Bes.: SSAA, Klav. V: Ungedruckt A: BSB; Mus.ms. 22428 691 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis E: A datiert „d. 11t. Sept. [18]70“ [Würzburg] Anm.: • Im Klaviersatz finden sich Instrumentierungsangaben. Möglicherweise existierte von Anfang an eine Orchesterfassung, deren KA Mus.ms. 22428 darstellt, oder diese Eintragun gen sind erst zur Zeit der Umarbeitung 1887 eingefügt worden (s. u.). • Aus diesem Werk ging Zum 13. Februar hervor (siehe ARWV II.1.4.). Es erhielt dafür einen Orchestersatz und einen neuen Text und wurde in einigen Details modifiziert • Ritter benutzt ein Motiv aus vier Tönen, das er am Ende des Autographs als „Motto“ bezeichnet und durch die Unterlegung der Worte „Was ist deutsch?“ programmatisch semantisiert. Interessant dabei ist, dass Richard Wagners gleichnamiger Aufsatz zwar schon 1865 begonnen, aber erst 1878 vollendet und veröffentlicht wurde. Der Titel stand wohl um 1869 fest und muss Ritter ebenso mitgeteilt worden sein, wie der Inhalt. • Aufführung [UA?] in Würzburg ca. 1871 [Dettelbacher, Erinnerung, S. 123]. Takt 15: Am Ende des Autographs ist folgendes „Motto“ notiert: ARWV II.2.3. Chor der Nonnen aus dem Trauerspiel „Beatrice“ [sic] Fassung für 4-stimmigen Frauenchor mit Klavier T: Karl Ritter: „Gesang der Nonnen“ aus dem 5. Akt des Trauerspiels „Bondelmonte“ [!], Leipzig 1881, S. 138 f. Bes.: SSAA, Klav. V: Ungedruckt A: BSB; Mus.ms. 22415 (1) Partitur [nicht enthalten in: Mus.ms. 22415 (2)] 692 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Anm.: • Ritter lag das Stück seines Bruders sicher schon vor Drucklegung vor. Offenbar trug es zunächst den Titel „Beatrice“. Dass die Vertonung als theaterpraktisch verwendbar gedacht war, ist eher unwahrscheinlich. Eine Aufführung des Stücks ist nicht bekannt. • Die vierstimmige Fassung mit Klavier ist im Autograph zusammen mit Ewige Sehnsucht (siehe ARWV II.2.4.) überliefert. Da der vierstimmige Satz wohl eine Erweiterung der dreistimmigen Version ist, scheint eine Umarbeitung als Pendant zu Ewige Sehnsucht, das ebenfalls vierstimmig ist, möglicherweise anlässlich einer Aufführung, wahrscheinlich. • Fassung für dreistimmigen Frauenchor a cappella siehe ARWV II.4.5. ARWV II.2.4. Ewige Sehnsucht für 4-stimmigen Frauenchor mit Klavier T: Richard Pohl [In: Gedichte, Weimar 1859, S. 77] Bes.: SSAA, Klav. V: Ungedruckt A: BSB; Mus.ms. 22415 (1) Partitur, (2) 4 Chorstimmen E: Wahrscheinlich 1864, Würzburg. „Unsre Musikabende waren jetzt wieder ein paar mal recht interessant, durch Quartettsingen von vier Damen, Frau Förster an der Spitze. Sie sangen Quartette von Schubert, Liszt u. meiner Wenigkeit[,] der ich schnell eines dazu componierte“. [Ritter an Julie Kummer, [14.4.1864] (SBB)] Anm.: In der autographen Partitur schließt an Ewige Sehnsucht eine Fassung in gleicher Besetzung von Chor der Nonnen (siehe ARWV II.2.3.) an – möglicherweise anlässlich einer gemeinsamen Aufführung. 693 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Takt 8: ARWV II.2.5. Kaiser-Hymne für ein- (bis drei-)stimmigen Chor (?) und Orchester (?) T: Karl Weiser [ungedruckt] Bes.: s. Anm. V: „Autograph Druck“, Meiningen 1884 W: „Zum 22ten März 1884“ [Geburtstag Kaiser Wilhelms I.] A: Verbleib unbekannt. Bei dem „Autograph Druck“ dürfte es sich nicht um eine Reproduktion der Handschrift Ritters handeln, sondern um die eines Kopisten. E: ca. 1883, Meiningen Anm.: • Nur als Ausgabe für Gesang und Klav. vorhanden. Die Gesangslinie teilt sich lediglich an einer Stelle zu einem dreistimmigen Akkord. Dennoch ist von chorischer Ausführung auszugehen. • Im Klaviersatz finden sich die Angaben „Glocken“ und „Orchester mit Harfen und Glocken“, wobei unklar ist, ob es jemals zu einer konkreten orchestrierten Fassung kam. • Das eintaktige „glockige“ Bassmodel verwendet Ritter auch in der wohl zeitgleich entstandenen Hymne an das Licht (ARWV II.1.1.), Sätze II und IV. 694 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis ARWV II.2.6. Macte Imperator! – Heil dem Kaiser! „Ausgabe B für gemischten Chor allein (ad lib. Klavierbegleitung)“ Bes.: SATB (Klav. ad lib.) T: Felix Dahn [in: Gesammelte Werke, 2. Serie, Bd. 7, Gedichte II, S. 581–585] A: BSB, Mus.ms. 22421 (2) Anm.: • Fassung mit Bläserbegleitung siehe ARWV II.1.5. • Fassung für Männerchor mit Klavier (ad libitum) siehe ARWV II.2.7. • Fassung für gem. Chor a cappella siehe ARWV II.4.3. • Fassung für Männerchor a cappella siehe ARWV II.4.4. • Fassung für Singstimme mit Klavier siehe ARWV III.1.19. ARWV II.2.7. Macte Imperator! – Heil dem Kaiser! „Ausgabe C für Männerchor allein (ad lib. Klavierbegleitung)“ Bes.: TTBB (Klav. ad lib.) T: Felix Dahn [in: Gesammelte Werke, 2. Serie, Bd. 7, Gedichte II, S. 581–585] A: BSB, Mus.ms. 22421 (3) Anm.: • Fassung mit Bläserbegleitung siehe ARWV II.1.5. • Fassung für gem. Chor mit Klavier (ad libitum) siehe ARWV II.2.6. • Fassung für gem. Chor a cappella siehe ARWV II.4.3. • Fassung für Männerchor a cappella siehe ARWV II.4.4. • Fassung für Singstimme mit Klavier siehe ARWV III.1.19. 695 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis II.3. Chorwerke mit Orgel ARWV II.3.1. Cantica Sacra für 4-stimmigen gemischten Chor und Orgel T: „Quare tristis es, anima mea, et quare conturbas me?“ [Aus dem Confiteor] Bes.: SATB, Org. V: Ungedruckt A: BSB; Mus.ms. 22440 E: Würzburger Jahre (?) Anm.: • Die Fuge (ab Takt 28) diente als Vorlage für die Schlussfuge (Nr. V) in Hymne an das Licht (ARWV II.1.1.). • Auf den „alten Stil” der geistlichen Komposition anspielend, betitelte Ritter das Autograph scherzhaft: „Cantica Sacra / quatuor vocibus imparibus cantanda / cum Organo. / Auctore / Alessandro Raimondi / cop[iert] v[on] A. Ritter.” Takt 9: 696 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis II.4. Chorwerke a cappella ARWV II.4.1. „O Frauenschönheit“ für 8-stimmigen gemischten Chor a cappella T: Nikolaus Lenau (aus: Faust) Bes.: SSAATTBB UA: Belegte Aufführung im Mai 1891 durch Heinrich Porges in München [NZfM, 1891, S. 214] V: Ungedruckt A: • BSB; Mus.ms. 22422 (1) Partitur, (2) Partitur [Ms.]; • Stadtbibliothek München; M 892 [Ms.] ARWV II.4.2. „Wohl bin ich nur ein Ton“ für 8-stimmigen gemischten Chor a cappella T: Nikolaus Lenau [Schluss der Dichtung „Der Steyrertanz“. In: Gedichte, drittes Buch, Gestalten. Vgl. Lenau, Nikolaus: Gedichte. Zweiter Band, Stuttgart/Augsburg 1858, S. 54] Bes.: SSAATTBB UA: (Ur?)-Aufführung im Mai 1891 durch Heinrich Porges in München V: Schott, Mainz 1892 A: BSB; Mus.ms. 22425 [Ms.(?)] Anm.: Es handelt sich um eine Adaption des Schlussduetts op. 4/11 (ARWV III.1.2.) für Chor. In einer längeren Anmerkung gibt Ritter Hinweise zur Besetzungsstärke und Dynamik der einzelnen Stimmgruppen. 697 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis ARWV II.4.3. Macte Imperator! / Heil dem Kaiser! „Ausgabe B für gemischten Chor allein (ad lib. Klavierbegleitung)“ T: Felix Dahn Bes.: SATB, Klav. ad lib. V: Ungedruckt A: BSB; Mus.ms. 22421 (2) Anm.: • Fassung mit Bläserbegleitung siehe ARWV II.1.5. • Fassung für gem. Chor mit Klavier (ad libitum) siehe ARWV II.2.6. • Fassung für Männerchor a cappella siehe ARWV II.4.4. • Fassung für Singstimme mit Klavier siehe ARWV III.1.19. ARWV II.4.4. Macte Imperator! / Heil dem Kaiser! „Ausgabe C für Männerchor allein (ad lib. Klavierbegleitung)“ T: Felix Dahn Bes.: TTBB, Klav. ad lib. V: Ungedruckt A: BSB; Mus.ms. 22421 (3) Anm.: • Fassung mit Bläserbegleitung siehe ARWV II.1.5. • Fassung für gem. Chor mit Klavier (ad libitum) siehe ARWV II.2.6. • Fassung für gem. Chor a cappella siehe ARWV II.4.3. • Fassung für Singstimme mit Klavier siehe ARWV III.1.19. 698 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis ARWV II.4.5. Chor der Nonnen „aus dem Trauerspiel »Beatrice« von Karl Ritter“ Fassung für 3-stimmigen Frauenchor a cappella T: Karl Ritter, siehe Anm. ARWV II.2.3. Bes.: SSA V: Ungedruckt A: BSB; Mus.ms. 22413 (1) Partiturreinschrift [Ms.?], (2) Partitur mit Korrekturen, (3) 3 Stimmen Anm.: Fassung für 4-stimmigen Frauenchor mit Klavier siehe ARWV II.2.3. 699 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis III. SOLISTISCHE VOKALWERKE III.1. Lieder für Singstimme(n) mit Klavier ARWV III.1.1. Schlichte Weisen op. 2 Fünf Gedichte von Felix Dahn T: Felix Dahn V: C. F. W. Siegels Verlag, Leipzig 1872 W: „Frau Rosa von Milde Großherzogl. Kammersängerin verehrungsvoll gewidmet“ A: Verbleib unbekannt E: 1871, Würzburg [Hau, S. 56] 1) „Du mein edles Blümlein“ 2) „Allem, was da Lust auf Erden bringet“ 3) „Bei dir muss ich mich aller Kunst“ 700 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis 4) „Wer da sieht die Augen dein“ Anm.: Einzelveröffentlichung auch als Beilage der Zeitschrift Der Kunstwart, 12. Jg., 1898/99. 5) „O Gott, wie sollt’ ich singen“ ARWV III.1.2. Liebesnächte op. 4 „Ein Cyklus ein- und zweistimmiger Gesänge für Sopran und Bariton mit Pianofortebegleitung“ V: B. Schott & Söhne, Mainz 1875 W: „Dem innigst geliebten Meister Richard Wagner in Treue und Ehrfurcht gewidmet“ A: Verbleib unbekannt E: 1872–74 Anm.: Es existiert eine Orchesterfassung von Josef Stránský (um 1910, Verbleib unbekannt). „Vorspiel“ 701 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis 1) „Sind endlich wir allein“ („C. R.“ = Karl Ritter) 2) „Weil auf mir du dunkles Auge“ (Nikolaus Lenau) 3) „Aus deinen Augen blitzend klar strahlt Licht“ (Adolf Stern) 4) „Wie sehr ich dein soll ich dir sagen?“ (Nikolaus Lenau) Anm.: laut Rösch Ritters erste Komposition und bereits Anfang September 1854 vollendet (Rö, S. 159). Hausegger datiert es in die Schweriner Zeit um 1860/63 (Hau, S. 37). 702 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis 5) „Liesse doch ein hold Geschick“ (Nikolaus Lenau) 6) „Als wir uns noch nicht verstanden“ (Adolf von Leutrum-Ertingen, ergänzt von Alexander Ritter) Takt 25: 7) „Es ist, als hätte der Himmel“ (Joseph von Eichendorff) 703 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Takt 5: 8) „Nun hält Frau Minne Liebeswacht“ („A. R.“ = Alexander Ritter) Takt 11: Anm.: Von diesem Lied fertigte Richard Strauss eine Orchesterfassung an (TrV 164). A: Privatbesitz [Familie von Hausegger] (Kopie in RSA und BSB [Mus.Mss. App. 387]) E: Februar 1891 [Brief an den Vater, 14.2.1891 (RSA)] Das A. datiert „18. Januar 1898“, wohl anlässlich der Schenkung an die Töchter Ritters. W: „Den lieben Ritters. Das Sträusschen“ 704 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis 9) „Zünde nur die Opferflamme“ (Friedrich Rückert) 10) „Nicht mit Armen dich umschlingen“ (Friedrich Rückert) „Zwischenspiel“: Takt 16: 705 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis 11) „Wohl bin ich nur ein Ton“ (Nikolaus Lenau) Anm.: Fassung für 8-stimmigen gemischten Chor siehe ARWV II.4.2. ARWV III.1.3. Sechs Gesänge op. 5 V: F. Ries, Berlin 1881 W: „Seiner lieben Tochter Else [Ritter] zu Eigen“ A: Verbleib unbekannt E: 5): „unter den frühesten Liedern“; 2): 1860er; 6): 1870er (?) ; 1), 3) und 4): 1880er Jahre [Hau] 1) Ich möcht’ ein Lied dir weih’n (Peter Cornelius) 2) Neid der Sehnsucht (Nikolaus Lenau) 706 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis 3) Nie zurück (Nikolaus Lenau) 4) Gebet (Friedrich Hebbel) Anm.: Orchesterfassung siehe ARWV III.2.1. 5) Zweierlei Vögel (Nikolaus Lenau) 6) Möwe (Richard Pohl) 707 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis ARWV III.1.4. Drei Lieder op. 6 V: Robert Forberg, Leipzig, 1881 W: „An Harry“ [Mohr?] A: Verbleib unbekannt E: 1880er Jahre [Hau] 1) Liebes-Jubel (Richard Pohl) 2) Meine Rose (Nikolaus Lenau) 3) Die Wundervolle (Felix Dahn) 708 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis ARWV III.1.5. Drei Lieder op. 7 V: Robert Forberg, Leipzig ca. 1886 W: „Zum 4ten Mai“ A: Verbleib unbekannt. Autograph von Nr. 3 als Faksimile in: Autographen-Album in Liedern Moderner Meister, Leipzig 1907 (Forberg) E: 1880er Jahre [Hau] 1) Ich weil’ in tiefer Einsamkeit (Peter Cornelius) Anm.: Orchesterfassung siehe ARWV III.2.2. 2) Das Flüchtige (Felix Dahn) 3) In Lust und Schmerzen (Peter Cornelius) Anm.: Orchesterfassung siehe ARWV III.2.4. 709 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis ARWV III.1.6. Belsazar op. 8 „für tiefe Singstimme mit Pianoforte“ T: Heinrich Heine V: Hofmusikalienhandlung Alexander Ritter, Würzburg 1884 W: „Herrn Dr. Carl Bischoff freundschaftlich gewidmet“ A: Verbleib unbekannt E: um 1858, Dresden (?). „Erste Vokalkomposition“ [Hau, S. 35 und S. 113 f.] ARWV III.1.7. Drei kleine Lieder op. 9 V: Robert Forberg, Leipzig W: „Der fernen Freundin zu Eigen“ [=Franziska Ritter] A: Verbleib unbekannt E: 1) und 3) 1860er Jahre. Letzteres eines der ersten Lieder überhaupt [Hau] 2) 1880er Jahre [Hau] Anm.: 1884 hat Ritter dem Verlag Breitkopf & Härtel „kleine Lieder“ angeboten. 1) Welke Rose (Nikolaus Lenau) 710 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis 2) Fragen (Richard Leander) 3) Gute Nacht (Betty Paoli) ARWV III.1.8. Drei Lieder op. 10 V: Leichssenring, Hamburg 1885 W: „An Harry Mohr“ A: Verbleib unbekannt E: 1): 1860er Jahre; 2): 1880er Jahre; 3): 2. Hälfte 1880er Jahre [Hau] 1) März (Adolf Stern) 711 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis 2) Sternen-Ewig (Felix Dahn) UA: Weimar 28.10.1889, Heinrich Zeller (Tenor) und Richard Strauss Anm.: Orchesterfassung siehe ARWV III.2.3. 3) „Keine gleicht von allen Schönen“ (Lord Byron, Übersetzung: Otto Gildemeister) ARWV III.1.9. Drei Gedichte op. 12 V: Kistner, Leipzig W: – A: Verbleib unbekannt E: 1) und 2): unter den frühen Liedern, 1860er Jahre?; 3): (späte?) 1880er Jahre [Hau] 1) Der Kranich (Nikolaus Lenau) 712 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis 2) Erklärung (Heinrich Heine) Anm.: laut Hausegger Ritters erstes Lied, entstanden in Schwerin, d. h. um 1861 [Hau, S. 37]; an anderer Stelle gibt er aber widersprüchliche Angaben [Hau, S. 114]. 3) Im Alter (Friedrich Rückert) ARWV II.1.10. Fünf Gedichte op. 16 (Peter Cornelius) V: Aibl, München W: „Dem Meistersinger Fritz Plank in herzlicher Verehrung und Freundschaft gewidmet“ A: Verbleib unbekannt E: 1) und 3): 1880er Jahre; 2), 4) und 5): 1890er Jahre [Hau] 1) Verschlung’ne Wurzeln (Peter Cornelius) 713 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis 2) Nimm’s mit! (Peter Cornelius) 3) Treue (Peter Cornelius) 4) Mit einem Strauss (Peter Cornelius) 5) Buntes Treiben – wirre Welt! (Peter Cornelius) Anm.: Unter dem Titel steht in Klammern die Widmung „in memoriam aractri“ [Bedeutung ungeklärt]. 714 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis ARWV III.1.11. Zwei Gedichte op. 17 (Nikolaus Lenau) V: Aibl, München W: „An Sonja von Schéhafzoff“ A: Verbleib unbekannt E: 1890er, in den „letzten Jahren“ [Hau] 1) Heimathklang (Nikolaus Lenau) 2) Mahnung (Nikolaus Lenau) ARWV III.1.12. Primula veris I. und II. op. 19 T: Nikolaus Lenau V: Aibl, München 1892 W: „Fräulein Marie Wassilowna Ritter verehrungsvoll und freundschaftlich gewidmet“ A: Verbleib unbekannt E: 1890er, in den „letzten Jahren“ [Hau] 715 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis I) II) ARWV III.1.13. Fünf Lieder op. 20 V: Fritzsch, Leipzig, [E.W.F. 627] W: „An Rosa von Milde, großherzogl. Sächs. Kammersängerin. Als erneutes Zeichen innigster Verehrung“ A: Verbleib unbekannt E: 4): Leipzig, 1863; 1), 2), 3) und 5): 1890er, in den „letzten Jahren“ [Hau] 1) An die Mutter (Jakob Emil Rothenbach) Anm.: Die beiden Lieder 1) und 2) hatte Ritter zunächst dem Steingräber-Verlag als op. 19 angeboten, der sie der Rothenbach-Texte wegen ablehnte [Steingräber an Richard Strauss, 7.3.1894 (RSA)]. 716 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis 2) Odem der Liebe (Jakob Emil Rothenbach) 3) Im Haselstrauch (Carl Stieler) 4) Trostlied (Anton Müller[?], s. Anm.) Anm.: Nr. 4 „Trostlied“ erschien schon 1876 als Einzeldruck im gleichen Verlag (E. W. Fritzsch, Leipzig) mit der Widmung „Der Fernen zum 28ten März“ [Franziska Ritters Geburtstag]. Nach Franziskas Tod am 20.6.1895 entschied sich Ritter für die Aufnahme dieses eng mit seiner Frau verknüpften älteren Liedes in sein neuestes Opus. Verlegerisch machte das Sinn, da der Separatdruck wohl vergriffen war und das Lied zunächst ohne Opusnummer erschienen war. Der Textautor von „Trostlied“ ist unklar und die Angaben darüber verwirrend: Die Ausgabe von 1876 nennt am Ende des Lieds als Dichter „C. Altmann“. Für die Ausgabe von 1896 wurde offensichtlich die alte Platte wiederverwendet und in den Neusatz eingefügt. Das Layout blieb unverändert und weicht somit von den anderen vier Liedern des Heftes deutlich ab. Es gibt jedoch wenige Ergänzungen: es findet sich nun eine Angabe der Opuszahl („op. 20, Nr. 4“), ein zuvor fehlendes Auflösungszeichen in Takt 33 (c statt ces) wurde eingefügt, und es gibt eine Angabe des Textdichters zu Beginn des Liedes, die nunmehr „C. Althaus“ lautet. Gleichzeitig erscheint am Ende des Liedes aber nach wie vor das „C. Altmann“ der alten Platte. Auf dem Titelblatt der Ausgabe jedoch wird als Dichternamen „L. Althaus“ angegeben. Dem nicht genug: keine dieser drei Namensversionen ist verifizierbar. Bei einer Vertonung des wortgleichen Textes unter dem Titel „Trost“ von Max Reger für Chor und Klavier (op. 6/1) firmiert als Dichter ein völlig anderer Name: Anton Müller (1792–1843). Ritter verwendet in diesem Lied die Choralmelodie „Ein feste Burg ist unser Gott“ im Klaviersatz (T. 49 ff.) und macht sie auch kenntlich. 717 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis 5) „Ich hör’ meine alten Lieder“ (Betty Paoli) Anm.: Einzelveröffentlichung auch als Beilage der Zeitschrift Der Kunstwart, 17. Jg., 1903/04. ARWV III.1.14. Fünf Lieder op. 21 V: Fritzsch, Leipzig, November 1896 [E.W.F. 628] W: „Frau Gisa Göllerich geb. Freiin Vogt von Leitersberg verehrungsvoll gewidmet“ A: Verbleib unbekannt, autographe Skizzen siehe 2) und 4) E: 1890er, in den „letzten Jahren“; 5) Ritters letztes Lied [Hau] 1) Im Sturm (Carl Stieler) 2) Zum Abschied (Carl Stieler) Anm.: von diesem Lied liegt eine autographe Skizze vor (BSB; Mus.ms. 22420, S. 3 und 6). 718 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis 3) Sehnsucht nach Vergessen (Nikolaus Lenau) 4) Blick in den Strom (Nikolaus Lenau) Anm.: Von diesem Lied liegt eine autographe Skizze vor (BSB; Mus.ms. 22420, S. 4 und 5), die aus den letzten Lebensjahren Ritters stammt. Die durchgehenden Sechzehntel-Wechselnoten sind ein Motiv, das Ritter im Tonstück für Viola alta (siehe ARWV V.5.), das ebenfalls in d-moll steht, auf exakt gleiche Weise verwendet. Das Murmeln des „Stroms“ ist in dem Motiv derart plausibel ausgedrückt, dass aber eine genuine Konzeption für das Lied wahrscheinlich scheint. 5) Todesmusik (Franz von Schober/Alexander Ritter) 719 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Anm.: Ritter benutzt nur einen Teil der 1. Strophe des Originalgedichts Schobers. Diesen 8 Zeilen fügt er eine eigene freie Weiterdichtung doppelter Länge hinzu. Einzelveröffentlichung auch als Beilage der Zeitschrift Der Kunstwart, 23. Jg., 1909/10. Es ist wahrscheinlich, dass es sich um die letzte Komposition Ritters handelt. Dass sie allerdings „wenige Stunden vor seinem Tode“ entstanden sei, wie Teibler schreibt, gehört in den Bereich der Legendenbildung [Teibler, Alexander Ritter, S. 1746]. ARWV III.1.15. „Noch eine Nachtigall?“ (Nikolaus Lenau) V: Ungedruckt. Überliefert nur als Faksimile des Autographs in Hau [als Einlage zwischen S. 96 und 97, wiederabgedruckt auch in: Kravitt, The Lied, S. 161] A: Verbleib unbekannt E: 1860er Jahre [Hau] Anm.: „Noch eine Nachtigall?“ ist der Titel auf Ritters Autograph. Der Originaltitel des Gedichts bei Lenau lautet „Der Kranke im Garten“, von Hausegger wird das Lied „Frühlingston“ genannt. ARWV III.1.16. Kaiser-Hymne T: Karl Weiser V: „Autograph Druck“, Meiningen 1884 A: Verbleib unbekannt Anm.: wahrscheinlich eher chorisch gedacht. Siehe ARWV II.2.5. 720 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis ARWV III.1.17. Schmählied (?) T: Unbekannt A: BSB; Mus.ms. 22420 Anm.: möglicherweise handelt es sich um ein Fragment aus der geplanten Oper „Olaf“. ARWV III.1.18. „Preise ich dich, heiliges Licht“ T: Karl Ritter A: BSB; Mus.ms. 22420, Seiten 7–9 Anm.: von C-Dur nach B-Dur transponierte Fassung der Nr. III der Hymne an das Licht (ARWV II.1.1.) für Gesang solo mit Klavier. ARWV III.1.19. Macte Imperator! / Heil dem Kaiser! „Ausgabe D für Singstimme und Klavier“ T: Felix Dahn V: Ungedruckt Anm.: • Fassung mit Bläserbegleitung siehe ARWV II.1.5. • Fassung für gem. Chor mit Klavier (ad libitum) siehe ARWV II.2.6. • Fassung für gem. Chor a cappella siehe ARWV II.4.3. • Fassung für Männerchor a cappella siehe ARWV II.4.4. 721 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis III.2. Lieder für Singstimme mit Orchester Anm.: Alle Liedbearbeitungen für Orchester gehen auf ein geplantes Konzert 1896 zurück: „Vater hatte die drei Lieder für Orchester, die ich sang, erst kurz vorher im Gedenken an den geplanten Abend für mich instrumentiert, d.h. ohne sie vollenden zu können“ [Hertha Ritter an Josef Hofmiller, 13.3.1897 (Deutsches Literaturarchiv Marbach; A:Hofmiller 87.97.62/5)]. Das Konzert wurde am 29.1.1897 nachgeholt, mit teils posthum fertig instrumentierten Liedern. ARWV III.2.1. Orchesterfassung von op. 5/4 „Gebet“ Bes.: (2, 2, 2, 2), (4, 2), Pk., Str. UA: 29.1.1897, München (?) V: Ungedruckt A: BSB; Mus.ms. 22419, (1) Partitur [S. 4–20], (2) 33 Stimmen (Ms. und Lichtpause nach Ms.) ARWV III.2.2. Orchesterfassung von op. 7/1 „Ich weil in tiefer Einsamkeit“ Bes.: (2, 2, 2, 2), (4, 2), Pk., Vl. Solo, Str. UA: 29.1.1897, München V: Ungedruckt A: BSB; Mus.ms. 22419, (2) 35 Stimmen (Ms.). Keine Partitur in (1) vorhanden. Anm.: Orchestrierung Ritters von Hermann Bischoff vollendet [Hertha Ritter an Bischoff 6.1.1897 (RSI)]. Es sind nur Stimmen überliefert. ARWV III.2.3. Orchesterfassung von op. 10/2, Sternen-Ewig Bes.: (2, 2, 2, 2), (4, 2), Pk., Str. UA: 29.1.1897, München (?) V: Ungedruckt A: BSB; Mus.ms. 22419, (1) Partitur [S. 23–30], (2) 33 Stimmen (Ms. und Lichtpause nach Ms.) 722 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis [ARWV III.2.4. Orchesterfassung von op. 7/3, In Lust und Schmerzen] UA: 29.1.1897, München A: Verschollen Anm.: von Richard Strauss für Hertha Ritter vollendete Instrumentierung Ritters. [Hertha Ritter an Josef Hofmiller, 13.3.1897: „Strauss hat mir In Lust und Schmerzen vollendet“ (Deutsches Literaturarchiv Marbach; A:Hofmiller, 87.97.62/5)]. Diese verschollene Orchester-Fassung Strauss‘ war bis dato unbeachtet und fehlt im TrV. III.3. Geistliche Gesänge ARWV III.3.1. Benedictus op. 18 für Singstimme und Orgel T: Ordinarium Missae V: Aibl, München, 1891 W: Großherzogl. Sächs. Hofopernsänger Heinrich Zeller A: Verbleib unbekannt ARWV III.3.2. „Tu solus sanctus“ „Religiöser Gesang für eine Frauenstimme mit Begleitung von Violine, Harmonium u. Pianoforte“ T: „Tu solus sanctus qui facis mirabilia“ Bes: S., Vl., Harm., Klav. V: ungedruckt; Faksimile eines Ms. (Abschrift?) in: Hau, S. 144–157 A: BSB; Mus.ms. 22424 (2) Partitur (4) 3 Stimmen (ohne Klavierstimme) Anm.: siehe ARWV III.3.2.2. 723 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Takt 27: ARWV III.3.3. „Tu solus sanctus“ Fassung „für Sopran-Solo, [3-stimmigen] Frauenchor, Clavier, Harmonium und Violine“ T: siehe ARWV III.3.2.1. Bes: S.-Solo, Chor (SSA), Vl., Harm., Klav. V: BSB; Mus.ms. 22424 (1) Partitur (3) 6 Stimmen (ohne Solo-Sopran) A: Verbleib unbekannt Anm.: • Die Fassung ohne Frauenchor ARWV III.3.2.1. ist die ältere und wohl in den 1870er Jahren in Würzburg entstanden. Die Fassung mit Frauenchor enthält einige wenige Abweichungen in der rhythmischen Gestalt, den Details der Dynamik, außerdem Registrierungsangaben für das Harmonium, sowie einige zusätzliche Takte, mit denen die Schlusswendungen verbreitert werden. Das A. weist auf eine Umarbeitung in der Münchner Zeit hin. • In BSB; Mus.ms. 22424 (5) sind zwei zusätzliche Einzelstimmen überliefert. Eine Solo-Sopran-Stimme in der Hand Hertha Ritters (?), die die frühere Fassung wiedergibt, aber auch die Unterschiede zur späteren Fassung als nachträgliche Eintragungen enthält. Außerdem gibt es eine Violin-Stimme der späten Fassung, die auf „März 08“ datiert und mit „C. J. Lippits“ unterzeichnet ist. Offenbar fand 1908 eine Aufführung bzw. Einstudierung des Werkes statt. 724 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis III.4. Melodramen ARWV III.4.1. Graf Walther und die Waldfrau op. 24 T: Felix Dahn V: Max Brockhaus, Leipzig W: „Zum 28. März“ [Geburtstag Franziska Ritters] A: BSB; Mus.ms. 22432 E: Würzburg, 1870er Jahre [Hau] Anm.: • posthum herausgegeben. • es existiert eine Orchesterfassung von Siegmund v. Hausegger (V: Brockhaus, Leipzig). [ARWV III.4.2. Die Geisterstunde] T: Caroline v. Pawloff E: Weimar, ca. 1854/56? [Rö, S. 175]; Ritters früheste Komposition? [Hau, S. 32] Anm.: • verschollen. • mehrere Aufführungen nachweisbar. Rösch und Hausegger war das Werk noch aus dem Nachlass bekannt. 725 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis IV. ORCHESTERWERKE ARWV IV.1. Olaf ’s Hochzeitsreigen op. 22 „Symphonischer Walzer für grosses Orchester“ Bes.: (3/Picc, 2, E.Hr., 2, Bkl., 2, Kfg.), (3, 3, Btrp., 3, 1), 2 Hf., 4 Pk., Mil.-Tr., Bk., Trgl., Tamtam, Str. UA: 29.5.1893, München (Dir.: Alexander Ritter) V: Aibl, München 1896 (Partitur und KA 4-hd. (arr. Hermann Bischoff)) W: – A: BSB Mus.ms. 22437 (1) Partitur (2) KA 4-hd. (Ms. Hermann Bischoff?) E: vollendet laut A. am „7.7.[18]92“ [Rö, S. 236: 1891/92; Hau, S. 119 (fälschlich): 1891] Anm.: • Programm von Alexander Ritter. • evtl. war der Hochzeitsreigen Teil der Fragment gebliebenen Musik zu einer Oper „Olaf“ [Hau, S. 119 f.] (vgl. ARWV I.3.). „Introduction“: Takt 24: 726 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis ARWV IV.2. Sursum Corda! op. 23 „Eine Sturm- und Drangphantasie für grosses Orchester“ Bes.: (3/Picc., 2, E.Hr., 2, Bkl., 2, Kfg.), (4, 3, 3, 1), Pk., Bk., Str. UA: 6.3.1896, München (Dir.: Richard Strauss) V: Aibl, München 1896 (Partitur und KA 4-hd. (Arr.: Ludwig Thuille)) A: • Partitur verschollen. Vormals im Besitz von Richard Strauss [vgl. u.a. Karl Gottfried Ritter an Richard Strauss, 30.9.1896 und Richard Strauss an Willi Schuh, 16.4.1949] • KA für 2 Klaviere: BSB; Mus.ms. 22438 (1) und (2) E: München, 1894(?), wahrscheinlich unter Verwendung früherer Kompositionen Anm.: Teile des Werkes gehen wohl bis auf Anfang der 1860er Jahre zurück und entstammen möglicherweise einem verschollenen 2. Violinkonzert [ARWV IV.8.]. Mehrere Umarbei tungen folgten, als Zwischenstadium gilt eine Phantasie und Fuge [ARWV IV.14.] [Hau, S. 59 f.]. In einem Brief Bülows an Ritter (29.10.1860) ist von einer „großen Fugen-Episode“ des Violinkonzerts die Rede – eine solche findet sich tat säch lich in Sursum Corda! ebenfalls. ARWV IV.3. Erotische Legende „für grosses Orchester“ Bes.: (3/Picc., 2, 2, 2), (4, 3, 3, 1), 2 Hf., Pk., Bk., Mil.-Tr., Str. UA: UA als Seraphische Fantasie: Weimar, 23.11.1891 (Dir.: Richard Strauss); UA der endgültigen Partitur: München, 19.11.1897 (Dir.: Max Erdmannsdörfer) V: Ungedruckt A: BSB; Mus.ms. 22431 (1) Partitur, (2) und (3) KA für 2 Klaviere E: München 1890/91. Autographe ohne Datierung Anm.: • entstanden angeblich unter Verwendung einer Ouvertüre zum Schauspiel „Pietra“ von ca. 1860/62 (ARWV IV.12.) [Rö, S. 234]. • wahrscheinlich identisch mit Seraphische Fantasie. Anlässlich der UA 1891 lieferte Ritter auf Drängen von Richard Strauss diesen vorläufigen Titel sowie ein „Motto“, das aus 11 Zeilen aus Goethes Faust II, besteht [Ritter an Strauss, 14.11.1891 (RSA)]. • Die autographen Klavierauszüge weisen einen weiteren Titel auf: „Chanésie“. Dieser wurde von Ritter durchgestrichen und durch den endgültigen Titel ersetzt. • Der endgültigen Partitur vorangestellt ist ein umfangreiches, von Ritter verfasstes Programm (Mus.ms. 22431 (1)). 727 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis ARWV IV.4. Fünf Orchesterstücke „Fünf religiöse Charakterstücke“ für Orchester Bes.: (3,2,2,2), (4,0,3,0), 2 Hf., Pk., Str. UA: wahrscheinlich nie aufgeführt V: Ungedruckt A: BSB; Mus.ms. 22418 (1) Partitur, (2) 48 Stimmen (Ms. und Lithographie nach Ms.) E: A. datiert „München 16ten Oct. [18]94“ Anm.: • Orchesterfassung der Fünf Charakterstücke für Violine und Orgel op. 3 (ARWV V.2.). • Das A. trägt keinen Titel. Der Titel „Fünf religiöse Charakterstücke“ entstammt einem Brief Ritters an Wüllner (5.9.1894). 1) In der Christmette 2) Weihnachtslied 3) Zu einer ersten Communion 728 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis 4) Maienandacht 5) Am Allerseelentage (Heloïse am Grabe Abälard’s) ARWV IV.5. Charfreitag und Frohnleichnam „Zwei Orchesterstücke“ für großes Orchester Bes.: Charfreitag: (3/Picc., 2, E.Hr., 2, Bkl., 2, Kfg.), (4, 2, Btrp., 3, 1), Pk. Bk., Str. Frohnleichnam: (3/Picc., 2, E.Hr., 2, Bkl., 2, Kfg.), (4, 3, Btrp., 3, 1), 2 Hf., Pk., Bk., Trgl., Str. UA: 1894, München (Dir.: A. Ritter) V: Ungedruckt A: BSB; Mus.ms. 22429 (Partitur) BSB; Mus.ms. 22430 (41 Stimmen) (Ms. und Lithographie nach Ms.) E: Laut A. vollendet in „München d. 20ten Juni [18]93“ (Charfreitag) und „München d. 6ten Juli [18]93“ (Frohnleichnam). Charfreitag: 729 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Frohnleichnam: ARWV IV.6. Kaiser Rudolfs Ritt zum Grabe „Symphonische Trauermusik“ für großes Orchester Bes.: (3/Picc., 2, E.Hr., 2, Bkl., 2, Kfg.), (4, 3, Btrp., 3, 1), 2 Hf., Pk., Mil.-Tr., gr.Tr., Bk., Tamtam, Str. UA: 29.1.1897, München (Dir.: Hermann Zumpe) V: Ries & Erler, Berlin 1935 A: BSB; Mus.ms. 22434 (2 Partituren: (1) A und (2) Ms.), BSB; Mus.ms. 22435 (Skizzen), BSB; Mus. ms. 22436 (KA für 2 Klaviere, Ms.) E: 28.3.–5.9.1895, München (laut Ritters Notizen zu Beginn der Skizze und am Ende der fertigen Partitur. Das Datum des Beginns ist der Geburtstag Franziska Ritters). Anm.: • vorangestelltes Programm von Alexander Ritter • Es existieren vier Seiten einer Skizze in Particellform (BSB; Mus.ms. 22435), die zusammen mit nur wenigen Seiten Skizzen zu Liedern (BSB; Mus.ms. 22420) die einzigen überlieferten Zeugnisse zu Ritters Arbeitsprozess darstellen. • Die Partitur BSB; Mus.ms. 22434 (2) enthält zahlreiche Eintragungen in roter Tinte von der Hand Richard Strauss’. Diese Änderungen, meist Uminstrumentierungen, fan den auch Eingang in die Druckfassung. Die Partitur Mus.ms. 22434 (1) stellt dem gegenüber also eine Urfassung dar. • Ritter benutzt zwei Motive, die er mit dem lateinischen Text „Libera me, Domine, de morte aeterna“ aus der Requiem-Liturgie unterlegt. Das erste ist hymnenartig-frei (C-Dur) und wird dem „Kaiser“ zugeordnet, worauf als Antwort der „Priester“ das original-gregorianische Responsorium aus der der Absolutio pro Defunctis in Ritters Rhythmisierung anschließt (quasi c-dorisch). Der Text steht in der Partitur nur beim ersten Auftreten unter den Motiven: T. 24 („Der Kaiser“, Hörner) und T. 26 („Die Priester“, Bkl., 3. Trp. und Va.). • das A. (2) gibt an: „Dauer 14 Minuten“. 730 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis [ARWV IV.7. Konzert für Violine und Orchester Nr. 1] E: ca. 1859, Dresden(?) UA: 15.11.1859, Zwickau (Dir.: Emanuel Klitzsch) [NZfM, Bd. 51, Nr. 25, 16.12.1859, S. 218]. Anm.: • verschollen. • Hans von Bülow erwähnt das Werk in einem Brief an Ritter vom 29.10.1860. Demnach bestand eine „traditionelle dreitheilige Anlage“, wobei Bülow den „ersten Satz“ als „modulatorisch etwas haltlos“, „das feine Adagio“ als „einen wohlthätigen Ruhepunkt“ und die folgende „Polonaise“ als „brüsk“ bezeichnet. Auch von einer wiederkehrenden „Grundidee“ ist die Rede [Bülow, Briefe VI-3, S. 358], [vgl. Rö, S. 234]. [ARWV IV.8. Konzert für Violine und Orchester Nr. 2] E: um 1860, Dresden (?) Anm.: • verschollen. • Hans von Bülow gibt in einem Brief an Ritter vom 29.10.1860 einige Hinweise auf das Werk. Er spricht u.a. von einer „großen Fugen-Episode“, einer langen Einleitung ohne die Solovioline und bemängelt den „völligen Mangel einer Haupttonart“. • angeblich Grundlage ständiger Umarbeitung – über die Phantasie und Fuge (ARWV IV.14) bis hin zu Sursum Corda! (ARWV IV.2.) [Hau, S. 59 f. und Rö, S. 234]. [ARWV IV.9. Märchenfantasie für Violine und Orchester] Bes.: Vl. solo, Orchester (?) E: um 1856, Weimar/Dresden Anm.: verschollen. Ein Fragment von 54 Takten Klavierauszug ist im im Album der Prinzessin von Sayn-Wittgenstein überliefert [GSA; 60 / Z 170, S. 42 und 43]. 731 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis [ARWV IV.10. Elsele-Polka] Bes.: Vl. solo, Orch. (?) E: 1873 (?), Chemnitz (?) Anm.: verschollen. Erwähnt nur in einer Konzertankündigung [Chemnitzer Tageblatt, 9.2.1873, S. 8]. [ARWV IV.11. Festmusik] für großes Orchester UA: 6.10.1868, Würzburg E: 1866 (?) Anm.: • verschollen. • angeblich umgearbeitet zum „Festmarsch“ in Wem die Krone? (ARWV I.2.) [Rö, S. 235]. [ARWV IV.12. Ouvertüre zum Schauspiel „Pietra“] E: 1860/62 (?), Schwerin (?) Anm.: • verschollen. • Rösch gibt als Entstehungszeit der Ouvertüre 1860/62 an, Hausegger die Zeit Ritters in Schwerin [Hau, S. 37]. Das Schauspiel „Pietra“ von S. H. Mosenthal wurde allerdings erst 1864 in Berlin und 1865 in Leipzig gedruckt. • angeblich Vorlage für die Erotische Legende (ARWV IV.3.) [Rö, S. 234]. [ARWV IV.13 Orchesterphantasie] (UA): 18.4.1870, Würzburg E: 1863 Anm.: • verschollen. • möglicherweise existierten zwei unterschiedliche Stücke unter dieser Bezeichnung. [ARWV IV.14. Phantasie und Fuge] UA: 18.4.1870, Würzburg Anm.: • verschollen. • erwähnt u.a. 1886 in Briefen an Hermann Levi (LOC). • evtl. entwickelt aus dem 2. Violinkonzert (ARWV IV.8.) und gleichzeitig Frühfassung von Sursum corda! (IV.2.). 732 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis [ARWV IV.15. Deutscher Marsch für Orchester] E: ca. 1870/71 [Hau, S. 55] Anm.: verschollen. 733 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis V. KAMMERMUSIK ARWV V.1. Streichquartett op. 1 V: E.W. Fritzsch, Leipzig 1872 W: „Herrn August Kömpel, grossherzoglich sächs. Hofconcertmeister“ A: Partitur verschollen (?); Unvollständiger KA zu 4 Händen: BSB; Mus.ms. 22423 (Teil des 1. Satzes bis Takt 124 (Secondo) bzw. Takt 150 (Primo)) und BSB; Mus.N. 111, Nr. 1.6 (Schluss des 1. Satzes und 2. Satz). E: 1865/66, Würzburg [Rö, S. 235; Hau, S. 54] Anm.: Wahrscheinlich hatte Ritter bereits in Schwerin um 1860 ein Streichquartett geschrieben [Rö, S. 234; Hau, S. 37]. I) II) 734 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis III) IV) ARWV V.2. Fünf Charakterstücke für Violine und Orgel op. 3 Bes.: Vl., Org. V: J. Schuberth & Co., Leipzig ca. 1873. In: Gottschalg, Alexander Wilhelm („unter Revision und mit Beiträgen von Franz Liszt“): Repertorium für Orgel, Harmonium oder Pedalflügel, Heft XX W: „Sn. königlichen Hoheit, dem regierenden Großherzoge Carl Alexander von Sachsen-Weimar- Eisenach, dem huldvollen Beschützer deutscher Kunst und Wissenschaft, in größter Unterthänigkeit gewidmet“ A: Verbleib unbekannt E: 1867, Würzburg [Hau, S. 55]; evtl. früher, siehe Anm. Anm.: • Orchesterfassung siehe ARWV IV.4. • Bei Konzerten im Merseburger Dom wurde bereits am 13.5.1856 ein „Solo für Violine mit Orgelbegleitung“ von Ritter durch Edmund Singer und Hans von Bronsart aufgeführt. 735 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis I) In der Christmette Anm.: Das Liszt-Museum in Budapest verwahrt ein Druckexemplar aus Liszts Nachlass-Bibliothek [Ms.mus. L. 15/II, Heft 20]. Dort finden sich in Nr. I einige von Liszt mit blauem Holzstift eigenhändig eingetragene Änderungen. Möglicherweise stellen sie eine Klavierfassung dar, vielleicht handelt es sich auch um nachtägliche Verbesserungs-vorschläge Liszts. Zu welchem Anlass diese Eintragungen entstanden sind, und ob Alexander Ritter von ihnen Kenntnis hatte, ist nicht bekannt. Eigentlich lässt die Gottschalg-Ausgabe ja eine „Revision“ durch Liszt noch vor der Drucklegung erwarten. II) Weihnachtslied III) Zu einer ersten Communion Anm.: Der Satz ist überschrieben mit: „Motto: Mir ist als ob ich die Hände / aufs Haupt dir legen sollt / betend dass Gott dich erhalte / so rein und schön und hold (Heinrich Heine)“. 736 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis IV) Maienandacht V) Am Allerseelentage ARWV V.3. Drei Fantasiestücke für Klavier, Harmonium und Violine oder Violoncello op. 14 V: Carl Simon, Berlin 1888 W: Dr. Wilhelm Langhans A: Verbleib unbekannt Anm.: • Es existiert eine Bearbeitung von August Reinhard als Duo-Ausgabe für Harmonium und Klavier (V: Carl Simon, Berlin 1912). • Ritter übersprang die Opuszahl 13, möglicherweise aus Aberglauben. 737 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis 1) Abendlied 2) Nachtstück 3) Morgenlied 738 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis ARWV V.4. Sonate für Violine und Klavier V: ungedruckt A: BSB; Mus.N. 111, Nr. 1.7 (Partitur und Vl.-Stimme) E: 1858/60 [Rö, S. 234] Anm.: Auf dem Deckblatt der Partitur lautet der Titel „Sonate für Clavier und Violine”, auf der Einzelstimme „Sonate für Violine mit Begleitung des Pianoforte”. I) II) III) Anm.: In der autographen Solostimme ist die langsame Einleitung des III. Satzes mit Adagio, in der Partitur mit Tempo rubato überschrieben. 739 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis IV) ARWV V.5. Tonstück für Viola alta und Pianoforte „nachgelassenes Werk, herausgegeben und bezeichnet von Hermann Ritter“ V: Aibl, München 1901 A: Verbleib unbekannt Anm.: Zu diesem Werk gibt es keinerlei Quellen. Wenn es von Anfang an für Viola alta gedacht war, müsste es tatsächlich für Hermann Ritter, den Erfinder dieses Instrumentes, ent standen sein. Das ließe auf eine relativ frühe Entstehung in Würzburger Tagen schlie ßen, als Alexander Ritter dort direkten Kontakt mit seinem nicht verwandten Namens genossen pflegte. Hermann Ritter könnte so in den Besitz des Autographs gekommen sein und die Herausgabe nach des Komponisten Tod ohne Umstände betrieben haben. Interessant ist allerdings eine thematische Gemeinsamkeit des Tonstücks mit einem der letzten Lieder Alexander Ritters, „Blick in den Strom“ nach Lenau, op. 21/4 (siehe ARWV III.1.14. Nr. 4). Beide Werke stehen in d-moll, die durchgehenden Sechzehntel-Wech selnoten des Andante-Teils sind identisch, auch harmonisch gibt es Entsprechungen. Vorhandene Skizzen belegen eine Entstehung des Liedes in den letzten Lebensjahren Ritters. Er könnte dabei auf älteres Material aus dem unveröffentlichten Tonstück zu rückgegriffen haben. Allerdings passt das murmelnde Motiv derart gut zu „Blick in den Strom“, dass es scheinbar nur genuin für das Lied erfunden worden sein kann. Das hieße, das Tonstück wäre zeitgleich mit dem Lied oder sogar noch später entstanden. Alexander Ritters Enkelin heiratete – allerdings erst 1911 – den Sohn Hermann Ritters. Über diese Beziehung könnte das nachgelassene Stück in seine Hände gekommen sein. Die Besetzung mit Viola alta in seiner Ausgabe wird dann kaum original sein. 740 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis [ARWV V.6. Quintett d-moll] für Klavier, zwei Violinen, Viola und Violoncello E: Unklar (in Würzburg ?) [Hau, S. 55] Anm.: Hausegger zählt das Quintett zu den unveröffentlichten Werken und kann die „trotzig düstere Stimmung des ersten Satzes“ sowie die „träumerische Improvisation des Adagios“ beschreiben. Es scheint also, dass ihm das Werk 1907 noch vorgelegen hat – was die Frage aufwirft, warum es nicht mit dem Rest des Nachlasses überliefert worden ist [Hau, S. 55 und S. 59]. [ARWV V.7. Paraphrase über zwei russische Melodien] für Violine und Klavier E: ca. 1858 Anm.: • verschollen • kurz hintereinander führte Ritter in Dresden im Winter 1858/59 zwei Werke auf, die höchstwahrscheinlich identisch sind. In der Presse wurden die Titel „Paraphrase über 2 russische Nationalmelodien“ [NZfM 50; Nr. 4, 21.1.1859, S. 45] und „Transkription russischer Melodien“ [NZfM Bd. 50, Nr. 13, 25.3.1859, S. 148.] genannt. [ARWV V.8. Solostück(e) für Violine (und Klavier?)] Anm.: Mehrere Titel werden genannt, die möglicherweise identische Werke meinen: „Fantasiestücke für Violine (solo?): Adagio und Introduktion und Fuge“; UA(?): 4.1.1866, Würzburg [Würzburger Journal] „Phantasiestück für Violine“ (solo?): E: Sommer 1863, Leipzig [Rö, S. 235]; Anm.: laut Rösch die Vorlage für den „Monolog des Hans“ (Der faule Hans, 4. Szene, ARWV I.1.). „Solostück für Violine“: NZfM Bd. 58, Nr. 22, 29.5.1863, S. 187 („trug ein Solostück eigener Komposition für Violine vor“). 741 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis VI. BEARBEITUNGEN FREMDER WERKE ARWV VI.1. Beethoven, Ludwig van: Adagio aus der IX. Symphonie Bes.: Vl., Harm., Klav. V: Ries & Erler, Berlin ca. 1883/85 [2138] A: Verbleib unbekannt ARWV VI.2. Liszt, Franz: Die Ideale Bes.: „Arrangement für Klavier, 2 Violinen, Viola und Violoncello“ A.: BSB; Mus.ms. 22439, S. 37–88, zusammengebunden mit VI.3. und VI.4. E: Das Autograph ist am Ende datiert, allerdings wurde das Papier für die Bindung beschnitten, sodass nur die Ortsangabe „Dresden“ zu lesen ist. Liszts Ideale entstanden 1857 und wurden 1858 veröffentlicht. Dies lässt auf eine Entstehung der Bearbeitung 1859–1861 schließen, zu der Zeit als Ritter wieder in Dresden lebte. ARWV VI.3. Liszt, Franz: Orpheus Bes.: „Arrangement für Klavier, 2 Violinen, Viola und Violoncello“ A.: BSB; Mus.ms. 22439, S. 89–104, zusammengebunden mit VI.2. und VI.4. E: wohl zeitgleich mit VI.2. und VI.4. entstanden, vgl. Anm. ARWV VI.2. ARWV VI.4. Liszt, Franz: Les Préludes Bes.: „Arrangement für Klavier, 2 Violinen, Viola und Violoncello“ A: BSB; Mus. ms. 22439, S. 1–36, zusammengebunden mit VI.2. und VI.3. E: wohl zeitgleich mit VI.2. und VI.3. entstanden, vgl. Anm. ARWV VI.2. ARWV VI.5. Wagner, Richard: Das Liebesmahl der Apostel Chor der Jünger „Gegrüßt seid, Brüder“ Bes.: „in freier Übertragung für Pianoforte, Harmonium und Violine“ V: Breitkopf & Härtel [K.M. 1284] [16697] 742 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis ARWV VI.6. Wagner, Richard: Tannhäuser „Melodien aus Tannhäuser als kleine Vortragsstücke für Violine mit Klavier“ (1) Gesang der Venus [2544] (2) Lied des Hirten [2545] (3) Adagio des zweiten Finale „Ich fleh’ für ihn, ich flehe für sein Leben“ [3954] (4) Auftritt der Sänger und Lied Wolframs [3955] (5) Pilgerchor. „Beglückt darf nun dich“ [4375] (6) Septett. „War’s Zauber, war es reine Macht“ [4376] Bes.: Klav., Vl. V: Adolph Fürstner, Berlin 1891(?) ARWV VI.7. Wagner, Richard: Lohengrin „10 Melodien aus Lohengrin, als kleine Vortragsstücke für Violine und Pianoforte“ (1) Der heilige Gral (2) Aus Elsas Traum (3) Chor: „Wie fasst uns selig süsses Grauen“ (4) „Es giebt ein Glück, das ohne Reu’“ (5) Elsas Brautzug zum Münster (6) Brautlied (7) „Fühl’ ich zu dir so süss mein Herz entbrennen“ (8) „Atmest du nicht mit mir die süssen Düfte?“ (9) „An meine Brust, du süsse Reine!“ (10) Lohengrins Abschied Bes.: Klav., Vl. V: Breitkopf & Härtel 1883 [V.A. 1027] ARWV VI.8. Wagner, Richard: Lohengrin Nr. 3 Gebet Bes.: Klav., Harm., Vl. V: Breitkopf & Härtel [K.M. 1287] 743 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis ARWV VI.9. Wagner, Richard: Lohengrin Festlicher Zug zum Münster: „Gesegnet soll sie schreiten“ Bes.: Klav., Harm., Vl. V: Breitkopf & Härtel 1884 [K.M. 1286] ARWV VI.10. Wagner, Richard: Lohengrin Vorspiel Bes.: Klav., Harm., Vl. V: Breitkopf & Härtel 1884 [K.M. 1285] ARWV VI.11. Wagner, Richard: Tristan und Isolde „3 Paraphrasen aus Tristan und Isolde“ (1) Brangänens Gesang [K.M. 1289] (2) „Lausch, Geliebter!“ [K.M. 1290] (3) „Sink hernieder, Nacht der Liebe“ [K.M. 1291] Bes.: Klav., Harm., Vl. V: Breitkopf & Härtel 1887 ARWV VI.12. Wagner, Richard: Tristan und Isolde Isoldens Liebes-Tod Bes.: Klav., Harm., Vl. V: Breitkopf & Härtel [K.M. 1288] ARWV VI.13. Wagner, Richard: Tristan und Isolde Isoldens Liebes-Tod Bes.: Klav., Vl. V: Breitkopf & Härtel [Viol 16465] 744 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis ARWV VI.14. Wagner, Richard: Tristan und Isolde Vorspiel Bes.: Klav., Vl. V: Breitkopf & Härtel [Viol 16464] ARWV VI.15. Wagner, Richard: Die Meistersinger „3 Paraphrasen aus »Die Meistersinger«“ Bes.: Klav., Harm., Vl. V: Schott, Mainz ca. 1874/75 ARWV VI.16. Wagner, Richard: Die Meistersinger Vorspiel zum ersten Akt Bes.: Klav., 2 Vl., Va., Vc. V: Schott, Mainz ca. 1874/75 ARWV VI.17. Wagner, Richard: Die Meistersinger Vorspiel zum ersten Akt Bes.: Klav., Vl. V: Schott, Mainz ca. 1874/75 ARWV VI.18. Wagner, Richard: Die Meistersinger Einleitung zum dritten Akt Bes.: Klav., 2 Vl., Va., Vc. V: Schott, Mainz ca. 1874/75 745 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis ARWV VI.19. Wagner, Richard: Die Meistersinger Einleitung zum dritten Akt Bes.: Klav., Vl. V: Schott, Mainz ca. 1874/75 ARWV VI.20. Wagner, Richard: Die Meistersinger „6 kleine Stücke aus »Die Meistersinger«” Bes.: 2 Vl., Va., Vc. V: Schott, Mainz ca. 1874/75 ARWV VI.21. Fünf Stücke (1) Haydn, Joseph: Andante aus der Symphonie Nr. 2 in D Dur (2) Haydn, Joseph: Adagio aus dem Streichquartett op. 77 Nr. 1 (3) Schubert, Franz: Litaney auf das Fest „Aller Seelen“ (4) Schubert, Franz: Du bist die Ruh [op. 59/3] (5) Schubert, Franz: Nacht und Träume [op. 43/2] Bes.: Klav., Harm., Vl. V: Forberg, Leipzig 1875 [ARWV VI.22. Bülow, Hans von: Marche héroique d’après des motifs populaires hongrois] Bes.: Orch. (?) Anm.: verschollen. Ohne Titel erwähnt in einem Brief Bülows an Ritter von Anfang August 1854. Auf die Identität des Werkes weisen Begriffe wie „Militärmusik“, „Rakoczy“-Thema und „Hunyadi“-Thema hin, die Bülow in dem Brief benutzt [Bülow, Schriften II-2, S. 218]. [ARWV VI.23. Liszt, Franz: Ungarische Rhapsodie Nr. 2] Bes.: Vl. solo, Orch. Anm.: verschollen. Erwähnt in zwei Briefen Franz Liszts [14.7.1855 an Carolyne zu Sayn-Wittgenstein und 2.9.1859 an Emanuel Klitzsch]. 746 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis VII. SCHRIFTEN Chronologisches Verzeichnis der Artikel und Schriften Alexander Ritters: „Aus Stettin“ (Korrespondent unter dem Pseudonym „S....a“) NZfM, Bd. 47 NZfM, Bd. 48 1857 1858 Nr. 20 (13.11.), S. 216 f. Nr. 14 (02.04.), S. 152 f. Nr. 15 (09.04.), S. 164 f. Nr. 16 (16.04.), S. 176 f. Eine Vorlesung über Program-Musik von C. Koßmaly, beleuchtet von Alexander Ritter Druck, Stettin 1858 entspricht NZfM, s.o. Nr. 14, 15 u. 16 + 4 Seiten Vorwort „Tannhäuser“ in Dresden NZfM, Bd. 49 1858 Nr. 1 (01.07.), S. 8 f. Die Gebrüder Müller in Dresden NZfM. Bd. 51 1859 Nr. 20 (11.11.), S. 172 f. „Aus Schwerin“ NZfM, Bd. 54 1861 Nr. 1 (01.01.), S. 5 f. Verfall und Reform. Eine Schilderung deutscher Theater-Zustände Druck, Würzburg 1864 Franz Liszt in Amsterdam NZfM, Bd. 62 1866 Nr. 22 (25.05.), S. 181 f. „Correspondenz. Würzburg“ [?] (ohne Namen oder Pseudonym) NZfM, Bd. 62 1866 Nr. 16 (13.04.), S. 133 Nr. 23 (01.06.), S. 194 f. Recension: Franz Ries, Quartett op.5 Neue Berliner Musikzeitung 1869 23. Jg., Nr. 19 (12.05.), S. 153 f. Einiges über Concertmeisterthum Musikalisches Wochenblatt 1871 2. Jg., Nr. 19 (05.05.), S. 291–295 Ein Epilog. [zum Abschied Bülows aus Meiningen] AMZ 1886 XIII. Jg., Nr. 15 (09.04.), S. 159 Wilhelm Langhans‘ Geschichte der Musik Münchner Neueste Nachrichten 1888 41. Jg. Nr. 160 (07.04.), S. 1+ Nr. 161 (08.04.), S. 1 Musikbrief aus München Allgemeine Musik-Zeitung 1889 XVI. Jg., Nr. 21 (24.05.) Rückblick auf die Festspiele des Jahres 1889 Bayreuther Taschenbuch mit Kalendarium für das Jahr 1890 (1889) 6. Jg., Berlin 1889, S. 146–150. Drei Kapitel: von Franz Liszt, von der „heiligen Elisabeth“ in Karlsruhe, und von unserm ethischen Defekt Bayreuther Blätter 1890 13. Jg., S. 380–388 Vom – Spanisch-Schönen. AMZ 1891 Nr. 18 (06.03.), S. 128 f. 747 Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Alexander-Ritter-Werkverzeichnis Was lehrt uns das Festspieljahr 1891? Bayreuther Blätter 1892 15. Jg., S. 1–20 Als Separatdruck: Tannhäuser-Nachklänge, Berlin 1892 Eine Erinnerung an Joseph Tichatschek Bayreuther Blätter 1892 15. Jg.. S. 121 f. Tendenz oder Sentenz? I (zieht Kommentar gleichen Titels II+III von Wolzogen und Chamberlain nach sich) Bayreuther Blätter 1895 18. Jg., S. 354–356 Anonyme „Zusendung“ zu Felix Dahns „Erinnerungen“ (mit einem Nachwort Hans von Wolzogens) Bayreuther Blätter 1895 18. Jg., S. 94

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References

Zusammenfassung

Autor Michael Hofmeister befasst sich in seiner Dissertation mit einem Wegbegleiter Richard Wagners. Seit Dresdner Kindertagen von ihm geprägt, heiratete Alexander Ritter (1833–1896) Wagners Nichte Franziska und baute sich u. a. mit Franz Liszt, Hans von Bülow und Peter Cornelius ein Wagner-nahes Netzwerk auf. Später war er es, der den jungen Richard Strauss zu Wagner hinführte. Hofmeisters Buch schließt eine Lücke, die die Wagner- und Strauss-Forschung seit Langem beklagt. Erstmals wertet er alle greifbaren Quellen aus und bringt den Lesern die Persönlichkeit Alexander Ritters nahe. Gleichzeitig nimmt er ihn als eigenständigen Komponisten ernst und gewährt tiefe Einblicke in sein heute völlig vergessenes Werk.