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Alexander Mattisseck

Filme als Medien der psychologischen Beratung, page I - VIII

Eine tiefenpsychologische Fallstudie

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4135-2, ISBN online: 978-3-8288-6990-5, https://doi.org/10.5771/9783828869905-I

Series: Tectum - Masterarbeiten

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Alexander Mattisseck Filme als Medien der psychologischen Beratung Alexander Mattisseck Filme als Medien der psychologischen Beratung Eine tiefenpsychologische Fallstudie Tectum Verlag Alexander Mattisseck Filme als Medien der psychologischen Beratung. Eine tiefenpsychologische Fallstudie © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2018 E-PDF: 978-3-8288-6990-5 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Werk unter der ISBN 978-3-8288-4135-2 im Tectum Verlag erschienen.) Alle Rechte vorbehalten Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. Vorbemerkung Spielfilme schaffen es nicht nur, fantastische Welten und vielschichtige Handlungen zu inszenieren, sondern auch, Zuschauer in komplexe Gefühlsgeschichten von Trauer, Freude und Hoffnung einzubinden, welche sich an der Bilder- Geschichte des Spielfilmes entwickeln. Filme können bewegen und so stellt sich die Frage, ob diese nicht auch methodisch in einem psychologischen Beratungsprozess sinnvoll eingebunden werden können, ohne die Wucht und Magie zu verlieren. Wie können also Spielfilme im Rahmen der psychologischen Beratung eingesetzt werden? Folgend wird daher eine Fallstudie präsentiert, in welcher eine junge Frau als Klientin mit einem Psychologen sowie dem Film American Beauty (USA, 1999) auf eine Reise von zehn Einzelsitzungen geht. Es gilt darzulegen, inwieweit sich die Arbeit mit Spielfilmen in Beratungsprozessen ausgestaltet. Wer sich bereits mit dem Thema von Spielfilmen in Beratung oder Therapie auseinandergesetzt hat, wird wohl auch von Cinema Therapy gehört haben – im späteren Text wird darauf kurz genauer eingegangen, aber diese Studie bietet eine etwas andere Perspektive. Statt dem Konzept von Cinema Therapy zu folgen, wird hier ein tiefen- und kulturpsychologischer Ansatz präsentiert. Die folgende Fallstudie soll umfassend sein und keine vereinfachende Darstellung oder eine zu extreme Simplifizierung. Es wird daher ein theoretisches und methodisches Fundament geboten und es wird ein tiefenpsychologisches Beratungskonzept vorgestellt, in welches sich Filme als Medien der Beratung hervorragend eingliedern lassen. Der Fall V soll dabei als eine Art Prototyp für psychologisch-methodische Beratung mit Filmen verstanden werden. Es geht weniger um die Fallgeschichte an sich als um den prinzipiellen Einsatz von Filmen, wobei auch hier an dieser Stelle betont werden muss, dass der gesamte Beratungsprozess vorgestellt wird. Auch wenn es primär um die Filmarbeit geht, muss doch das Ganze in den Blick gerückt werden. Es wird daher ein Fall sehr genau dargelegt und an diesem wird nachfolgend auch der methodische Einsatz von Spielfilmen aufgeführt. Alexander Mattisseck Vorbemerkung VI Inhaltsverzeichnis Film und Alltag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1. 1 Filme in Beratungsprozessen .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1.1 4 Die morphologische Psychologie als Basis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2. 9 Filmwirkung und der Mythos Identifikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.1 10 Morphologische Filmpsychologie .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.2 11 Grundkomplexe .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2.3 13 Analytische Intensivberatung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3. 15 Entwicklungsgang.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3.1 17 Aufbau der Untersuchung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4. 21 Ins Bild rücken durch Film .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4.1 21 Fallauswahl und zeitlicher Rahmen .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4.2 23 Fallbeschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5. 25 Der Fall aus einer methodischen Perspektive . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6. 43 Leiden-Können und Nicht-Leiden-Können .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.1 45 Methodisch werden .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.2 47 VII Ins Bild rücken .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.3 52 Bewerkstelligen .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6.4 62 Zusammenfassung und Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7. 65 Einsatz von Filmen .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7.1 68 Ausblick .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7.2 70 Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73 Inhaltsverzeichnis VIII

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Zusammenfassung

Aus tiefen- und kulturpsychologischer Sicht lässt sich der Spielfilm als ein Medium begreifen, das Grundkomplexe des alltäglichen Lebens behandelt. Ein guter Film bindet das Publikum in eine gestalthafte Gefühlsgeschichte ein und versinnbildlicht Motive, die einen jeden Menschen im Leben bewegen, aber auch herausfordern. Wird dieser Logik gefolgt, erscheint es sinnvoll und vielversprechend, gerade dieses Medium in der tiefenpsychologischen Beratung einzusetzen. Egal ob in Einzel-, Gruppen-, Familien- oder Organisationsberatung – Filmen wohnt ein Potenzial inne, das sich theoretisch und methodisch gesichert einsetzen lässt. Diesem Buch geht es darum, eine ausführliche Falldarstellung aus einer Einzelberatung zu präsentieren, die prototypisch den Einsatz von Spielfilmen veranschaulicht. Zuvor findet sich auch eine theoretische und methodische Einbettung, die deutlich macht, dass der Einsatz von Spielfilmen keineswegs abwegig ist. Der Film als Kultur-medium kann auch bei Beratungsanliegen dabei helfen, persönlichen Problemen und Konflikten Gestalt zu verleihen, diese durchzuspielen, einer Bearbeitung zugänglich zu machen und final einen Ausweg aus den destruktiven Mustern zu versinnbildlichen. Der Spielfilm ist kein Wundermittel, aber ein Medium, das beim richtigen Einsatz dabei hilft, seelische Blockaden aufzulösen und neue Entwicklungen anzustoßen.