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Alicja Piekarska

Die Fotografin Gundula Schulze Eldowy, page 1 - 10

Die Wirklichkeit der späten DDR-Jahre in Schwarz-Weiß

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4119-2, ISBN online: 978-3-8288-6973-8, https://doi.org/10.5771/9783828869738-1

Tectum, Baden-Baden
Bibliographic information
Alicja Piekarska Die Fotografin Gundula Schulze Eldowy Alicja Piekarska Die Fotografin Gundula Schulze Eldowy Die Wirklichkeit der späten DDR-Jahre in Schwarz-Weiß Tectum Verlag Alicja Piekarska Die Fotografin Gundula Schulze Eldowy. Die Wirklichkeit der späten DDR-Jahre in Schwarz-Weiß © Tectum – ein Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2018 Zugl. Diss. Humboldt-Universität zu Berlin 2016, Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät eISBN: 978-3-8288-6973-8 (Dieser Titel ist zugleich als gedrucktes Werk unter der ISBN 978-3-8288-4119-2 im Tectum Verlag erschienen.) Besuchen Sie uns im Internet www.tectum-verlag.de Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. Für Bernard, Kajetan und Mateusz Inhaltsverzeichnis Vorwort 11 Einleitung 13 1 Gegenstand der Betrachtung 13 2 Aufbau und Methodik der Arbeit 18 3 Forschungsüberblick 21 I Die Fotoszene im „realen Sozialismus“ der 70er und 80er Jahre 27 1 Tendenzen und Themen der dokumentarischen Fotografie 27 1.1 Genaue Beobachtung des Alltags 28 1.2 Künstlerische Bestandsaufnahme der soziokulturellen Situation 50 1.3 Empathische Erkundung des Gegenübers 69 1.4 Absurdität in der untergehenden DDR im Bild 81 2 Formale Experimente in der Fotografie 91 2.1 Wiederaufleben der Bildsprache der Neuen Sachlichkeit und des Neuen Sehens 91 2.1.1 Dominanz der Form über den Inhalt 91 2.1.2 Fotomontage 96 2.2 Fotografie in der Aktionskunst 100 2.3 Fotoübermalung 106 2.4 Bilder als spontane Reaktionen auf flüchtige Situationen 110 2.5 Gezielter Aufbau der Bildaussage: Inszenierte Fotografie 115 2.6 Fotoinstallation 121 II Die künstlerische Evolution in den fotografischen Werken von Gundula Schulze Eldowy 123 1 „Berlin hatte mich zur Fotografin gemacht“ 123 1.1 Die Schwarz-Weiß-Zyklen der DDR-Zeit 131 1.1.1 Berlin in einer Hundenacht (1977–1990) 134 1.1.2 Der Wind füllt sich mit Wasser (1979–1986) 137 1.1.3 Aktporträts (1983–1986) 140 1.1.4 Arbeit (1985–1987) 144 1.1.5 Straßenbild (1980–1987) 147 1.1.6 Tamerlan (1979–1987) 149 2 Die Farbzyklen aus der Zeit der individuellen Bedrohung und der DDR-Auflösung 151 2.1 Der große und der kleine Schritt (1982–1990) 153 2.2 Den Letzten beißen die Hunde (1980–1989) 157 III Künstlerische Verfahren in der Schwarz-Weiß-Fotografie 159 1 Flânerie in der Großstadt 159 2 Authentizität und Inszenierung in der Darstellung randständiger Menschen 169 3 Realismus als fotografisches Konzept im Dienst der Annäherung an die Wirklichkeit 180 IV Menschenbilder: Illusionsabbau im „realen Sozialismus“ 191 1 Jenseits der Normen: Bilder alter Menschen 191 2 Aktfotografie als Darstellung der „Einheit von Außen und Innen, Körper und Geist, Sexualität und Seele“ 214 3 Eine andere Art von Individualität 234 V „Vor dem Vergessen Bewahren“ als künstlerisches Programm 247 VI Ausblick: Die Farbzyklen ab 1990 255 1 Waldo’s Schatten (1990) 255 2 Halt die Ohren steif (1985–1996) 258 3 Spinning on my Heels (1990–1993) 261 4 Ägyptische Tagebücher (1993–2000) 263 5 Das flüssige Ohr (1996) 265 6 Das Blatt verliert den Baum (1997) 268 7 Das lebendige Bild (1997) 269 8 Das unfassbare Gesicht (2001–2009) 272 9 Eulenschrei des Verborgenen (2004–2009) 274 Zusammenfassung 277 Anhang 283 1 Portfolios 283 2 Literatur- und Quellenverzeichnis 286 2.1 Literatur 286 2.2 Filme 305 2.3 Quellen aus dem Internet 306 2.4 Sonstige Quellen 309 3 Abbildungsnachweis 310

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Zusammenfassung

Gundula Schulze Eldowy ist eine der markantesten und umstrittensten Fotografinnen der Spätphase der DDR. Ihre radikalen, sozialdokumentarischen Fotografien über Randexistenzen der Gesellschaft und über Arbeiter sowie vor allem ihre Aktporträts erregten in der DDR großes Aufsehen; ihre Ausstellungen gehörten dort zu den am besten besuchten. Diese Arbeit ist der erste Versuch einer Werkmonographie über Gundula Schulze Eldowy und über ihre Position innerhalb der ostdeutschen Kunstszene. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den sozialdokumentarischen Schwarz-Weiß-Zyklen der Berliner Zeit (1977–1990). Die Studie zur fotografischen Vorgehensweise von Schulze Eldowy zeigt sie zuerst als eine Beobachterin, die wie ein Flaneur in der Großstadt umherstreift und die ihr als kurios auffallenden Menschen sowie auf den ersten Blick banal erscheinende Alltagsobjekte aufnimmt. Des Weiteren zeigt die Untersuchung sie als eine empathische Fotografin, die aus dem Erleben sowie der sozialen Interaktion heraus schafft. Dank ihres fotografischen Blicks, der an Bildern amerikanischer Fotografen und vor allem den literarischen Werken der französischen Realisten geschult wurde, erscheinen Schulze Eldowys Inszenierungen gelebten Lebens als wichtigste ostdeutsche Bilddokumente, etliche gar als Ikonen, die ein präzises Zeitbild der späten DDR-Jahre ergeben.