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Teil V Hilfen für die Aus- und Weiterbildung in:

Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V., Andreas Dittmann, Robert Riemer, Arnold Teicht (Ed.)

Osteuropa - Konflikte verstehen, page 411 - 428

Praxis-Handbuch

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8288-4102-4, ISBN online: 978-3-8288-6971-4, https://doi.org/10.5771/9783828869714-411

Tectum, Baden-Baden
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411 Teil V Hilfen für die Aus- und Weiterbildung 413 Martin Grosch/Friedrich K. Jeschonnek V Hilfen für die Aus- und Weiterbildung V .1 Bedeutung Osteuropas für Deutschland . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 413 V .2 Zielsetzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 414 V .3 Anregungen für Gestaltungsmuster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 415 V .3 .1 Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 415 V .3 .2 Seminare . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 415 V .3 .3 Exkursionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 415 V .4 Themenauswahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 416 V .4 .1 Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 416 V .4 .2 Seminare . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 417 V .4 .3 Exkursionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 418 V .5 Organisatorische, methodische und didaktische Hinweise für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Veranstaltungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 419 V .5 .1 Grundsätzliches . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 419 V .5 .2 Vorbereitungen und Rahmenbedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 420 V .5 .3 Maßnahmen während der Veranstaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 421 V .5 .4 Nachbereitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 422 V .6 Institutionen und Kontaktstellen (Auswahl) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 422 V .6 .1 Internetadressen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 422 V .6 .2 Institute und Universitäten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 424 V .6 .3 Osteuropäische Vereinigungen: Russland und Ukra i ne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 425 V.1 Bedeutung Osteuropas für Deutschland In den vorangegangenen Abschnitten wurde die Entwicklung in Osteuropa seit Ende des Kalten Krieges unter Berücksichtigung von politischen, kulturellen, wirtschaftlichen, militärischen und historischen Aspekten beschrieben. Ergänzt wurde die Überblicksdarstellung der Region durch Beschreibung der Entwicklung bis heute und die sicherheitspolitische Relevanz jedes einzelnen Staates. Dabei wurde deutlich, dass trotz Bekenntnissen zum friedlichen Mit ei nan der in Osteuropa ernst zu nehmende Konfliktpotentiale bestehen. 414 Teil V: Hilfen für die Aus- und WeiTerbildung Deutschland unterstützt sowohl sicherheitspolitische und militärische Maßnahmen von der Krisenverhütung bis zu Vorkehrungen zur Bündnisverteidigung. In den nächsten Jahren werden diese Maßnahmen umgesetzt. Schwerpunkt ist dabei den Dialog zwischen Konfliktparteien, Ausgleiche und Abkommen zur Konfliktvermeidung und friedlichen Nebeneinander zu fördern. Für jeden Bürger bedeutet es, diese Politik nachzuvollziehen und sich von ihrer Zweckmä- ßigkeit zu überzeugen. Angehörige staatlicher Institutionen aller Art, vor allem Soldaten und Reservisten, müssen da rauf eingestellt sein, an NATO-Übungen in Osteuropa teilzunehmen bzw. dort zeitlich befristet stationiert zu werden. In einer Krise müssen Soldaten der Bundeswehr damit rechnen, im Rahmen von Bündnisverpflichtungen von NATO und bilateralen Verträgen mit Staaten in Osteuropa dort eingesetzt zu werden. Auch auf wirtschaftlicher Ebene ist Deutschland mit zahlreichen osteuropäischen Staaten mehr oder weniger eng verflochten, nicht nur hinsichtlich der Gaslieferungen aus Russland. Zahlreiche deutsche Unternehmen pflegen enge bilaterale Beziehungen zu osteuropäischen Partnern. Bedeutung und Konsequenzen wirtschaftlicher Sanktionen haben hier für die Betroffenen eine besondere Relevanz. Daher kommt der Auseinandersetzung mit Osteuropa als Ganzes und den einzelnen Staaten dieser Region ein hoher Stellenwert zu. Das Handbuch hilft, sich einen Überblick zu verschaffen und sich einen eigenen Informationsstand zu erarbeiten. Dieser Teil V soll sowohl den Einzelnen als auch Dienststellen der Bundeswehr und Kameradschaften des VdRBw (Zielgruppe) unterstützen, Weiterbildungen im Rahmen der freiwilligen Reservistenarbeit im Bereich Sicherheitspolitik zur Thematik „Osteuropa“ vorzubereiten, durchzuführen und auszuwerten. Mit einer Zusammenstellung über „sicherheitspolitische Denkansätze“ wird im Teil IV ein sicherheitspolitisch-militärstrategischer Essay angeboten. V.2 Zielsetzung Im Rahmen der sicherheitspolitischen Aus- und Weiterbildung soll die Zielgruppe mit Konfliktfeldern in und zwischen Staaten der Region beiderseits der NATO-Ostgrenze vertraut gemacht werden (siehe hierzu auch die Einführung und Teil I). Sie sollen die historischen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Dimensionen erfahren, um damit sowohl verbindende als auch konfliktträchtige Beziehungsmuster bzw. Polarisierungen erkennen und verstehen zu können. Es gilt, die Rolle osteuropäischer Staaten im globalen Kontext, in Bezug zur NATO, zur OSZE und zur Europäischen Union sowie in besonderem Maße zu Deutschland begreifen. Auf der Grundlage geopolitischer Fakten, aktueller Entwicklungen von Krisenpotentialen, Eskalations- bzw. Deeskalationsmöglichkeiten sind zu erfassen und die Bedeutung Osteuropas für die Sicherheit Europas und Deutschlands zu verstehen. 415 hilfEn für diE aus- und wEitErbildung V.3 Anregungen für Gestaltungsmuster Die Behandlung in der sicherheitspolitischen Verbandsarbeit kann in folgenden Formen erfolgen: • Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen. • Seminaren oder auch durch. • Exkursionen. V.3.1 Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen Eine Vortragsveranstaltung umfasst einen Zeitraum von ein bis drei Stunden, maximal einen halben Tag. Sie gliedert sich in — Begrüßung und Einführung in das Thema durch den Leitenden/Moderator. — Vortrag durch einen oder zwei Referenten. — Podiumsdiskussion von Fachleuten (optional). — Aussprache mit den Zuhörern. Anstelle eines Vortrages könnten auch Kurzvorträge von mehreren Fachleuten erfolgen, die anschließend über das Thema diskutieren. Zum Abschluss muss den Zuhörern Gelegenheit gegeben werden, Fragen zu stellen und sich aktiv in die Veranstaltung einzubringen. V.3.2 Seminare Ein Seminar kann an einem Tag, zwei Halbtagen oder auch mehrere Tage umfassen. Erfahrungsgemäß haben sich in der freiwilligen Reservistenarbeit Seminare von eintägiger oder zweitägiger Dauer (zwei halbe Tage) als zweckmäßig erwiesen und zeigten auch den erwarteten Zuspruch. Während eines Seminars können Vertreter unterschiedlicher Positionen zu Worte kommen, Podiumsdiskussionen (Panels) stattfinden, ggf. Filme gezeigt werden und auch Gruppenarbeit einbezogen werden. Verweise auf relevante Literatur sowie die Ausgabe von Arbeitsmaterialien zur weiteren Verwendung (z. B. Handreichungen, Karten, Statistiken, Graphiken etc.) runden eine derartige Veranstaltung ab. V.3.3 Exkursionen Die Behandlung von osteuropäischen Themen in Form von Exkursionen ist möglich, erfordert jedoch ausreichende Finanzmittel und besondere Vorbereitungen, welche den Rahmen der üblichen Reservistenarbeit sprengen. Nach einer Einführung in die Thematik in Vortragsform werden an relevanten Orten Besuche durchgeführt. Eine Exkursion kann von einem Tag bis zu einer Woche dauern. Eine Exkursion bietet sich nur an, wenn eine 416 Teil V: Hilfen für die Aus- und WeiTerbildung ausreichende Anzahl von Interessenten verbindlich ihre Teilnahme erklärt hat und bereit ist, entsprechende Kostenbeiträge zu zahlen und Ehrenamtliche bereit sind, eine Exkursion langfristig vorzubereiten. Es handelt sich hierbei sicher um die aufwändigste Art der Aus- und Weiterbildung. V.4 Themenauswahl Das Betrachtungsfeld „Osteuropa“ aus sicherheitspolitischer Perspektive ermöglicht die Ableitung einer Fülle von Themen. Daher ist die nachstehende Auswahl nur exemplarisch als Anregung zu verstehen: V.4.1 Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen Nr. Thema Bemerkung 01 Die Rolle …… in Europa – eine Landeskunde Hier …… kann jeder osteuropäische Staat eingesetzt werden . Vortragende könnten Botschaftsvertreter oder auch Fachleute mit jeweiliger Landeserfahrung sein 02 Sicherheitspolitik und aktuelle Entwicklung der …… Streitkräfte 03 Die wirtschaftliche Entwicklung in …… 04 Die Bedeutung des Baltikums für Europa Geopolitische Gesamtbetrachtung 05 Der Bürgerkrieg in der Ukra i ne Krisenregion und Abläufe 06 Die Rolle der NATO in Osteuropa Unter Berücksichtigung der Entscheidungen von Wales (2014) und Warschau (2016) 07 Osteuropapolitik der EU Europäische Perspektive 08 Osteuropapolitik Deutschlands Diplomatische, wirtschaftliche, kulturelle Beziehungen 09 OSZE in Europa Erfahrungen in den Krisen 2014/2015 10 Polnisch-deutsche Militärzusammenarbeit Dimensionen einer bilateralen Kooperation 11 Erfahrungen aus dem Air-Policing, Einsatz der Luftwaffe im Baltikum Vortrag Vertreter Luftwaffe, Kontingentführer, Einsatzerfahrungen in Osteuropa 12 Bei der Übung …… – Erfahrungen von einsatzgleichen Verwendungen in Osteuropa Vortrag von Bundeswehrangehörigem, welche an einer Übung in Osteuropa teilgenommen haben . 13 Dienst im Multinationalen Korps Nordost, Stettin Erfahrungen 14 Cyberwarfare: Bedrohung aus dem Osten Vortrag und/oder Podiumsdiskussion 15 Russische Militärdoktrin im Wandel Vortrag und/oder Podiumsdiskussion 16 Kriegsgräber-Pflege in Ost-Europa Erfahrungsbericht/Kriegserinnerungen 417 hilfEn für diE aus- und wEitErbildung Einige Vorträge mit historischem Schwerpunkt als Ergänzung: • Die deutsch-polnischen Beziehungen in ihrer Entwicklung bis heute. • Die russisch-polnischen Beziehungen – nachbarschaftliches Konfliktpotential. • Pro blematik von ethnischen Minderheiten in Russland (Tschetschenen usw.). • Der russisch-georgische Krieg 2008. • Der Zerfall der Sow jet uni on und seine Folgen. Die Themen lassen sich je nach verfügbaren Referenten und Interessenlage variieren und erweitern. Eine vertiefende Behandlung in der sicherheitspolitischen Arbeit kann dadurch erfolgen, dass mehrere Themen über den Verlauf eines Halbjahres oder Jahres unter einem Oberthema bzw. einer Leitfrage stehen. Jedes Thema kann in Vortragsform behandelt werden, einige Themen bieten sich als Expertendiskussion an. V.4.2 Seminare Seminare von ein- bis zweitägiger Dauer ermöglichen eine nachhaltige Behandlung der Thematik und ein methodisch-didaktisches Einbinden der Teilnehmer über den Status von Zuhörern und Fragestellern bei Vorträgen hi naus. Schon aufgrund der Vielschichtigkeit ist die Behandlung in Seminarform einem oder einer Anzahl von Einzelvorträgen vorzuziehen. Nachstehend wird ein Grundmuster eines Seminarablaufes vorgestellt. Thema: Krise in Osteuropa – Ursachen und Lösungsansätze (Musterablauf) 1. (Halb-) Tag – Beginn 13.00 Uhr Nr . Thema Methode Durchführung Dauer 01 Begrüßung und Zielsetzung des Seminars Vortrag Seminarleiter 15 02 Geopolitische Aspekte und Polarisierungen in Osteuropa (Entwicklung/Sachstände) Vortrag mit Aussprache Referent (Universität/ Auswärtiges Amt) 45 03 Kaffeepause Seminarleiter 30 04 Politik und Kräfte Russlands, dargestellt an wirtschaftlichen u . militärischen Potentialen Vortrag mit Aussprache Referent 90 05 Pause Seminarleiter 15 06 NATO-Aktivitäten in Osteuropa – Krisentreiber oder Krisenbewältigung? Vortrag mit Aussprache Referent (BMVg) oder Polit . Stiftung 90 418 Teil V: Hilfen für die Aus- und WeiTerbildung 07 Abendessen Seminarleiter 60 08 Podiumsdiskussion bestehend aus Teilnehmern Diskussion 60 09 Kameradschaftsabend Seminarleiter 2. (Halb-) Tag – Beginn 09.00 Uhr 10 Gruppenaufgaben – Krisen- und Kriegsgefahren in Osteuropa – Stabilisierungsoptionen in Osteuropa Gruppenarbeit, parallel Teilnehmer Je 2 Gruppen aus Teilnehmern 45 11 Kaffeepause Seminarleiter 30 12 Vortrag Gruppenergebnisse Gruppensprecher Seminarleiter 60 13 Perspektiven und Szenarien einer Konsolidierung und Stabilisierung Osteuropas Vortrag mit Aussprache Referent 90 14 Zusammenfassung und Verabschiedung Seminarleiter 15 Im Rahmen eines Seminars darf nicht nur eine Wissensvermittlung und Reflektion durch Aussprachen erfolgen, sondern die Teilnehmer sollen aktiv in Form von Gruppenarbeit eingebunden werden. Dabei besteht die Möglichkeit sich mit Konflikt hervorrufenden wie auch stabilisierenden Optionen auseinanderzusetzen. V.4.3 Exkursionen Auf der Basis vorangegangener Vorträge oder eines Seminars ist es – wo immer möglich – eine Exkursion durchzuführen. In Deutschland können hierzu Relikte der sow je tischen Besatzungszeit besucht werden, um anhand monumentaler und historischer Orte Verständnis aktueller gesellschaftlicher Strömung in Osteuropa mit Auswirkungen auf Deutschland zu erarbeiten. Beispiele für Exkursionen könnten sein: • Russisches Ehrenmal in Berlin-Treptow und am Brandenburger Tor. • Russisches Museum in Berlin-Karlshorst mit Führung. • Evtl. historische Exkursionen (zum Thema Zweiter Weltkrieg, Besuch von Ostpreu- ßen, z. B. Wolfsschanze oder Rastenburg, Schlesien: Eulengebirge mit dem NS-Projekt „Riese“…). • Veranstaltung mit einer osteuropäischen Vereinigung/Landsmannschaft. • Besuch des Multinationalen Korps Nordost in Stettin. 419 hilfEn für diE aus- und wEitErbildung • Mitwirkung an der Kriegsgräberpflege in Osteuropa in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. • Teilnahme an einem sicherheitspolitischen Seminar in Osteuropa, z. B. „Riga-Conference“. • Austausch/Besuch einer Reservistenorganisation im Baltikum. Exkursionen, die über die Landesgrenzen hi nausführen, sind aufwendig, müssen finanziell abgesichert werden und bedürfen einer Projektorganisation mit Freiwilligen, die bereit sind, die damit verbundenen ad mi nis tra tiven Aufgaben durchzuführen. V.5 Organisatorische, methodische und didaktische Hinweise für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Veranstaltungen Nachstehende Hinweise sollen die Vorbereitung, Durchführung und auch Nachbereitung eines Seminars zum Themenkomplex erleichtern. Sie sind hinsichtlich organisatorischer Aspekte allgemein gehalten. Sie sind auch für die Gestaltungsmuster Vortragsveranstaltungen, Podiumsdiskussionen und Seminare anwendbar. V.5.1 Grundsätzliches Grundlage für die Durchführung ist die jeweilige Zielsetzung und Absicht, die mit der jeweiligen Veranstaltung erreicht werden soll. Daraus ergibt sich die Festlegung des Themas, der Zielgruppe, der Gestaltungsform und der Verantwortlichkeiten (Projektleiter). Das Thema muss auf der jeweils verantwortlichen Ebene RK, Kreis-, Bezirks- oder Landesverband, ggf. auch Bundesorganisation zeitgerecht festgelegt, gebilligt und veröffentlicht werden. Hierzu ist es zweckmäßig, derartige Vorhaben in die Planung des Folgejahres aufzunehmen. Vorträge können auch mit kürzerer Vorlaufzeit in die laufende Arbeit eines Jahres eingebracht werden. Grundsätzlich einzubinden sind die Landesbeauftragten für sicherheitspolitische Arbeit. Auf der Basis des Themas und der Zielgruppe erfolgt die Festlegung der Gestaltungsform. Je nach Art und Dauer ergeben sich die Kosten und damit die Festlegung der Finanzierung. Dabei sind — Übernachtung/Verpflegung der Teilnehmer (falls erforderlich). — Reisekosten für Referenten. — Referentenhonorare oder Gastgeschenke. — Fahrkosten bzw. Reisekostenzuschuss für Teilnehmer. — Raum- bzw. Saalmieten. 420 Teil V: Hilfen für die Aus- und WeiTerbildung — Tagungs-/Seminartechnik. zu berücksichtigen. Bei finanziellen Engpässen sollte die jeweils nächsthöhere Verbandsebene wegen zusätzlicher Mittelzuweisungen angesprochen werden. Eine weitere Möglichkeit der Organisation besteht darin, durch einen Veranstaltungspartner wie z. B. die Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP, den Bundeswehrverband, die Clausewitz-Gesellschaft, die Deutsch-Atlantische Gesellschaft bzw. eine der politischen Stiftungen wie z. B. die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Hanns- Seidel-Stiftung oder die Friedrich-Naumann-Stiftung für eine Partnerschaft zu gewinnen und mit diesen die Kosten zu teilen. Es ist auch zu prüfen, ob das Vorhaben in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale bzw. einer Landeszentrale für politische Bildung durchgeführt werden kann. V.5.2 Vorbereitungen und Rahmenbedingungen Nachstehend wird als Anhalt eine Prüfliste mit Merkpunkten/Tätigkeiten angeboten. Sie hilft, alle möglichen bzw. erforderlichen organisatorischen Aspekte und zu schaffende Rahmenbedingungen im Auge zu behalten. Prüfpunkte: ☐ Festlegung des Themas/der Themen, Entwicklung Grobkonzept (z. B. siehe V.4.2). ☐ Billigung des Seminars. ☐ Eingabe des Themas in Vorhabenübersicht des VdRBw (VeRa). ☐ Festlegen des Seminarleiters, ggf. auch zusätzlich Moderatoren/Panelteilnehmer. ☐ Auswahl eines oder mehrerer Referenten. ☐ Kontaktaufnahme und Anfrage bei den ins Auge gefassten Referenten, dabei sind zu besprechen: • Zielsetzung des Seminars. • Zielsetzung und Thematik des Referats, das der Referent vortragen soll, • Zeitansatz. • Wesentliche Punkte und „rote Linie“. • Honorarvorstellungen. • Methodische Hinweise wie Einbeziehen von Teilnehmern, • Präsentationsform: Powerpoint ggf. mit Video-Clips, Overhead-Projektor etc. Die Kontaktaufnahme so früh wie möglich (Anhalt: 3–5 Monate vor dem Durchführungstermin). ☐ Wahl des Veranstaltungsortes. Dabei beachten, dass ggf. nicht nur ein Vortragsraum, sondern bei Seminaren mit Gruppenarbeit Arbeitsräume (im Beispiel IV.4.2. wären vier Arbeitsräume erforderlich). ☐ Formulierung des Programms mit genauen Zeitansätzen, beginnend beim Eintreffen der Teilnehmer. 421 hilfEn für diE aus- und wEitErbildung ☐ Erstellen einer Einladungsliste. Freigabe der Liste durch den Vorsitzenden der jeweils durchführenden Untergliederung (RK, LG). ☐ Anforderung von Dolmetschern für Konsekutiv oder Simultanübersetzung mit/ ohne technische Unterstützung. ☐ Einladung der potentiellen Teilnehmer mit Programm. Dabei ist grundsätzlich die Rückmeldung auf einer Antwortkarte oder per Email bis zu einem festgelegten Termin zu fordern. Bei Einladungen ganzer Gruppen ist die Zusendung einer Namensliste zu erbitten. ☐ Informieren der regionalen Presse. Dazu Erstellung eines „Waschzettels“ mit Kurzvorstellung der Untergliederung (RK, Landesverband) und Zielsetzung/ Ablauf/Datum der Veranstaltung. ☐ Beschaffung von Gastgeschenken für Referenten, soweit diese keine Honorarforderung stellten. ☐ Erstellung von Meldekopfunterlagen, in jedem Fall Teilnehmerliste für Veranstaltungen, ☐ Beschaffung von Grundsatzdokumenten und Informationsbroschüren zur Thematik und Erstellung von Informationsmappen für die Teilnehmer (meist nur bei Seminarform), ☐ Vorbereitung der Evaluation gemäß aktueller Vorgaben des VdRBw. V.5.3 Maßnahmen während der Veranstaltung ☐ Kennzeichnung des Leitenden und eines Moderators (Namensschilder). ☐ Einrichten eines Meldekopfes, ☐ Anwesenheitsliste auslegen oder umlaufen lassen, dafür Verantwortlichen einteilen, ☐ Begrüßung sollte u. a. einen organisatorischen Teil mit Hinweisen auf den Ablauf und andere Aspekte beinhalten, wie z. B. Unterbringung, Essenszeiten, Örtlichkeiten, Besprechungsräume, Büromaterial und Hilfsmittel, Transport, ☐ Aufbau der Technik zur Podiumsdiskussion, ☐ Einsatz von Dolmetscher-Technik bei fremdsprachigen Vorträgen, ☐ Zeitschilder: noch 5 Minuten, noch 1 Minute bereithalten und nutzen, ☐ Ausgeben von Frage- bzw. Evaluationsbögen über die Einschätzung des Seminars (während der letzten Kaffeepause durch alle Teilnehmer zu beantworten), ☐ Abrechnung mit den Vortragenden möglichst gleich vor Ort, soweit relevant, ☐ Seminar-Erinnerungsfoto, aussagekräftige Fotos während der Veranstaltung anfertigen. ☐ Abschluss und Vereinnahmung der Anwesenheitsliste. 422 Teil V: Hilfen für die Aus- und WeiTerbildung V.5.4 Nachbereitung ☐ Auswertung der Evaluations- bzw. Fragebögen, dazu auch Resonanz auf die Einladungen. ☐ Erstellung eines Kurzberichtes über Inhalt/Verlauf der Veranstaltung, ☐ Erstellung eines Beitrags für die Homepage der RK, Kreis-, Bezirks- und Landesgruppe. ☐ Erstellung eines Presseberichtes mit Fotos. ☐ Veranlassung über den Landespressereferenten, dass über die Veranstaltung in Loyal berichtet wird, dabei Beachtung der formalen Hinweise der Redaktion „Loyal“ für Beiträge. ☐ Übergabe der Unterlagen an den Organisationsleiter und Unterstützung bei der Eingabe in VeRa. ☐ Erstellung von Dankschrei ben für Referenten bzw. sonstige Unterstützer, ☐ Planung Folgevorhaben. V.6 Institutionen und Kontaktstellen (Auswahl) Adressen, Telefonnummern, Email-Adressen und Webseiten Hinweise sollen die Kontaktaufnahme mit relevanten Stellen, Institutionen und Vereinigungen mit Bedeutung für die thematische Bearbeitung erleichtern. Die Zusammenstellung dient als Einstiegshilfe. Verweis auf kostenfreie (!) Ansprechpartner: — Jugendoffiziere der Bundeswehr. — Landeskommandos, hier der Bereich Leiter der Informationsarbeit (LdI). Der LdI kann eigene Vorträge zu sicherheitspolitischen Themen anbieten. — Referenten der Führungsakademie der Bundeswehr, wobei hier i. d. R. Fahrtkosten, z. T. auch Honorarkosten anfallen (können). — Referenten des Zentrums Innere Führung der Bundeswehr, wobei hier i. d. R. Fahrtkosten, z. T. auch Honorarkosten anfallen (können). — Örtliche Bundestagsabgeordnete und Landtagsabgeordnete, die aus politischer Perspek ti ve Stellung nehmen können. V.6.1 Internetadressen Es gibt schwer überschaubare Behandlungen von Aspekten zu Osteuropa im Internet. Hierbei ist da rauf zu achten, wer der Internet-Betreiber ist. 423 hilfEn für diE aus- und wEitErbildung — www.zeitschrift-osteuropa.de/ Die von der die deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde herausgegebene Zeitschrift analysiert Politik, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft im Osten Europas. — www.deutsch-russisches-forum.de/ Hierzu das Anwendungsbeispiel Weißrussland (s. Teil III.1) Beim Aufruf der Internetquellen ist da rauf zu achten, aus welcher sicherheitspolitischer Perspektive und Positionierung der Auftritt gestaltet ist. http://de.sputniknews.com/militar/20130609/266272559/Russland-baut-weitere- Militärbasis-in-Weißrussland.html 15:12 09.06.2013, aktualisiert 16:12 05.10.2015 (abgerufen am 18.8.2016) http://www.politaia.org/sonstige…/russland-baut-weitere-militarbasis-inweisrussland/ (abgerufen am 17.8.2016) http://www.euractiv.de/section/mittelmeerraum-suden/news/wachsendespannungen-zwischen-belarus-und-polen-de/ (abgerufen am 12.8.2016) http://www.mil.by/en/military_policy/bel_nato/:(abgerufen am 17.8.2016) http://www.nato.int/cps/en/natohq/topics_49119.htm (abgerufen am 17.8.2016) http://www.laenderdaten.de/geographie/grenzen.aspx (abgerufen am 22.11.2016) http://countrymeters.info/de/Belarus (abgerufen am 22.11.2016) http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos/01-Nodes_ Uebersichtsseiten/Belarus_node.html (abgerufen am 22.11.2016) http://www.gutefrage.net/frage/in-wie-unterscheiden-sich-weissrussisch-undrussisch (abgerufen am 22.11.2016) Auswärtiges Amt (2016): http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/ Laenderinfos/Belarus/Wirtschaft_node.html (abgerufen am 22.11.2016) http://www.chf.de/benzolring/archiv/uw-1103a.html (abgerufen am 22.11.2016). https://de.sputniknews.com/wirtschaft/20131225267548124-Russland-wird- Weirussland-2014-Kredit-ber-zwei-Milliarden-Dollar/ (abgerufen am 22.11.2016). https://de.sputniknews.com/politik/20160216307896785-weissrussland-wappnet-sichgegen-bunte-revolutionen/ (abgerufen am 29.11.2016). https://de.sputniknews.com/militar/20160404308941906-weissrusslandmilitaerdoktrin-angenommen/ (abgerufen am 29.11.2016). https://de.sputniknews.com/zeitungen/20141016269805265-Russland-plant-groen- Luftwaffensttzpunkt-in-Weirussland/ (abgerufen am 29.11.2016). https://de.sputniknews.com/videos/20160408309045715-manoever-fallschirmjaegerrussland-weissrussland/ (abgerufen am 29.11.2016). http://wko.at/statistik/laenderprofile/lp-weissrussland.pdf (abgerufen am 29.11.2016). https://osteuropa.lpb-bw.de/aussenpolitik_belarus.html (abgerufen am 29.11.2016). 424 Teil V: Hilfen für die Aus- und WeiTerbildung https://de.statista.com/statistik/daten/studie/582097/umfrage/anteil-dermilitaerausgaben-am-bip-in-weissrussland/ (abgerufen am 29.11.2016). V.6.2 Institute und Universitäten Stiftungen der politischen Parteien: — Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU) — Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD) — Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FDP) — Hanns-Seidel-Stiftung (CSU) — Heinrich-Böll-Stiftung (Grüne) — Rosa-Luxemburg-Stiftung (Linke) Universitäten: — Institut für Ost- und Südosteuropaforschung-IOS Regensburg (www.ios-regensburg. de) — Herder-Institut Marburg — Dresdner Osteuropa Institut e.V. — Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften (http://www.ifa.de/typo3temp/fl_realurl_image/zentrum-fuer-historische-forschungberlin-der-polnischen-akademie-der-wissenschaften-pa.jpg) — GiZo (Gießener Zentrum für östliches Europa) (https://www.uni-giessen.de/cms/ faculties/research-centers/gizo-en/information-material/gizo2.gif) — Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Osteuropas an der Universität Leipzig (http://research.unileipzig.de/gwzo/templates/beez5/images/logo.png) — Forschungsstelle Osteuropa Bremen (www.forschungsstelle.uni-bremen.de/) Sonstige Institute bzw. Organisationen — „Osteuropa-Wirtschaft“: Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit — Osteuropa-Institut (www.oei.fu-berlin.de/) — Landeszentralen für politische Bildung — Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, — Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) — Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. (www.volksbund.de) — Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie 425 hilfEn für diE aus- und wEitErbildung — Evtl. diverse Wirtschaftsverbände → Sicherheitspolitik aus ökonomischer Perspektive, gerade zum Thema Sanktionspolitik gegenüber Russland (z. B. Brücke Osteuropa (http:// www.bruecke-osteuropa.de) V.6.3 Osteuropäische Vereinigungen — Dr. Aschot Manutscharjan Osteuropa-/Russlandexperte, zahlreiche Veröffentlichungen z. B. in „Y“-Magazin der Bundeswehr und „if “-Zeitschrift für Innere Führung — Bundesverband der Deutschen West-Ost-Gesellschaften e.V. Friedrichstr. 176–179, Zimmer 618, 10117 Berlin Tel: 030-20302226, Fax: 030-20302226 E-Mail: bdwo@wostok.de und E-Mail: info@bdwo.de Internet: http://www.bdwo.de Zusammenschluss von mehr als 70 Vereinigungen und Einzelpersonen, die sich für die Vertiefung der Beziehungen zu den Menschen in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sow jet uni on einsetzen: u. a. Kooperationspartner der Koordination von überregionalen Veranstaltungen und Projekten, Durchführung kultureller Veranstaltungen, Vorträgen, Fachtagungen und Symposien zu politischen, sozialen und wirtschaftlichen Themen; Verbreitung von Informationen, die ein differenziertes Bild des jeweiligen Partnerlandes zeichnen — Stiftung West-Östliche Begegnungen Friedrichstr. 176–179, 10117 Berlin Tel: 030-2044840, Fax: 030-20647646 E-Mail: info@stiftung-woeb.de, Internet: http://www.stiftung-woeb.de Förderung der Völkerverständigung und des Friedens durch Vertiefung und Ausweitung von gutnachbarlichen Beziehungen und Kontakten zwischen den Menschen der Bundesrepublik Deutschland und den Menschen, die in Russland, Belarus, Ukra i ne, Aserbaidschan, Armenien, Georgien, Moldawien, Tadschikistan, Turkmenistan, Kirgisistan und Kasachstan sowie in Litauen, Lettland und Estland leben. — Gesellschaft zur Förderung der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Lettland sowie den Staaten des Ostens e.V. Bremen/ Unterweser c/o Axel Reeh, Ehmk-Str. 52, 28355 Bremen, Tel: 0421-256246 — Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e.V. Schaperstr. 30, 10719 Berlin Tel: 030-21478412, Fax: 030-21478414 E-Mail: info@dgo-online.org, Internet: http://www.dgo-online.org Internet: http://www.osteuropa-netzwerk.de 426 Teil V: Hilfen für die Aus- und WeiTerbildung Zu Russland: — Petersburger Dialog c/o Deutsch-Russisches Forum e.V. Schillerstr. 59, 10627 Berlin Tel: 030-2639070, Fax: 030-26390710 E-Mail: sekretariat@petersburger-dialog.de, Internet: http://www.petersburger-dialog.de — Deutsch-Russische Gesellschaft in Hamburg e.V. An der Alster 40, 20099 Hamburg Tel: 040-2803619, 241394, Fax: 040-2802011 — Deutsch-Russische Freundschaftsgesellschaft Schleswig-Holstein e.V. An den Eichen 62, 24248 Mönkeberg Tel: 0431-23494 — Dialog e.V. Vereinigung Deutscher und Russischer Ökonomen Kompetenzzentrum Schillerstraße Schillerstr. 56–58, 10627 Berlin Tel: 030-20453548, Fax: 030-20058809 E-Mail: info@dialog-ev.org, Internet: http://www.dialog-ev.org — Deutsch-Russisches Forum e.V. Schillerstr. 59, 10627 Berlin Tel: 030-26390725, Fax: 030-26390720 E-Mail: kulturportal@deutsch-russisches-forum.de E-Mail: info@deutsch-russisches-forum.de Internet: http://www.kulturportal-russland.de Internet: http://www.russlandweb.de Internet: http://www.germanweb.ru Internet: http://www.deutsch-russisches-forum.de — Deutsch-Russisches Kulturinstitut e.V. c/o Dr. Wolfgang Schälike, Zittauer Str. 29, 01099 Dresden Tel: 0351-8014160 Zur Ukra i ne: — Deutsch-Ukrainische Gesellschaft e.V. Bukowina-Institut Dr. Ortfried Kotzian, Alter Postweg 97a, 86159 Augsburg, Tel: 0821-577067 — Bayerisch-Ukrainische Gesellschaft e.V. c/o Hugo Lidl, Hans-Zeitler-Str. 16, 83075 Bad Feilnbach Tel: 08066-46182393, Fax: 08066-296617 — Ukrainisch-Deutsche Gesellschaft für Kultur e.V. mit Sitz in Bayreuth 95463 Benk 427 hilfEn für diE aus- und wEitErbildung — Vereinigung zur Förderung der Deutsch-Ukrainischen Beziehungen Viktoria e.V. c/o V. Kuljasow, Senftenberger Ring 88, 13435 Berlin, Tel: 030-4025340, Fax: 030-4025340 — Deutsch-Ukrainische Gesellschaft e.V. Berlin Tel: 030-28496311, Fax: 030-28496320 (unterhält ein Ukra i ne-Center, ein Informationszentrum für an Kooperationen mit der Ukra i ne interessierten Unternehmen) — Deutsch-Ukrainische Gesellschaft e.V. Vater Archimandrit Petro, Dechant-Heimbach-Str. 55 53177 Bonn, Tel: 0228-951260, 9512613, Fax: 0228-317064 — Deutsch-Ukrainisches Informations- und Kulturzentrum e.V. Kaiserswerther Str. 55, 40477 Düsseldorf, Tel: 0211-2098217, Fax: 0211-2098217 E-Mail: prolisok@web.de, Internet: http://www.may-ukraine.de — Deutsch-Ukrainische Gesellschaft e.V. Otto Vollmer, Im Oberfeld 9, 79117 Freiburg, Tel: 0761-62928 — Deutsch-Ukrainische Gesellschaft e.V. Horst-Rudolf Übelacher, Postfach 1423, 86739 Garching Tel: 089-28893263, 3207281, Fax: 089-3261249 — Deutsch-Ukrainische Gesellschaft Rhein-Neckar e.V. Plöck 22, 69117 Heidelberg Tel: 06221-60780, Fax: 06221-607822 E-Mail: info@dug-rhein-neckar.de, Internet: http://www.dug-rhein-neckar.de — Deutsch-Ukrainische Gesellschaft e.V. Aliede Zegger, Markenweg 22 (Oostergetelo), 49846 Hoogstede Tel: 05944-95044 , Fax: 05944-95042 — Deutsch-Ukrainische Gesellschaft e.V., Kiel Fliederweg 6, 24161 Altenzolz E-Mail: info@dug-kiel.net, Internet: http://www.dug-kiel.net — Deutsch-Ukrainische Gesellschaft in der Berlin-Brandenburgische Auslandsgesellschaft e.V. Schulstr. 8b, 14482 Potsdam, Tel: 0331-2700240, Fax: 0331-2708690 E-Mail: info@bbag-ev.de, Internet: http://www.bbag-ev.de Zu Weißrussland: — Belarussisches Museum Leimen c/o Stadtverwaltung Leimen, Herr Nelius Postfach 1320, 69171 Leimen, Tel: 06224-704400, Fax: 06224-704450 — Dr. Igor Melnikau Weißrussischer Militärhistoriker. Zahlreiche Veröffentlichungen zum Zweiten Weltkrieg. E-Mail: iharmelnikau1980@gmail.com, Internet: www.istpravda.ru/bel, Tel.: +375 29 550 32 69, 223 034 Zaslauye, Minsk Region

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Zusammenfassung

Bei Auflösung der Sowjetunion glaubte die internationale Staatengemeinschaft, dass sich Osteuropa zu einer stabilen, demokratischen und friedlichen Region entwickeln könnte. Bald zeigte sich, dass konfliktträchtige Entwicklungen und ethnische Spannungen diesen Teil Europas über nun schon mehr als zwei Jahrzehnte bestimmen würden. Alte und neue Konfliktfelder beeinflussen die sicherheitspolitische Lage. Konflikte erschweren in einigen Ländern der Region gesamtstaatliche und gesellschaftliche Entwicklungen. In anderen haben sie Befürchtungen um Sicherheit und Stabilität ausgelöst. Dauerhafte friedliche Lösungen erscheinen nicht in Sicht. Mitglieder des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V. haben im Rahmen einer Arbeitsgruppe die unterschiedlichen Konfliktfelder Osteuropas untersucht. Dabei wurden alle Staaten beiderseits der neuen NATO-Ostgrenze aus geographischer, gesellschaftlicher, kultureller, wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Perspektive analysiert. Konfliktpotentiale, Bedrohungen und bestehende Konfliktfelder werden im Rahmen einer Ursachenforschung umfassend nähergebracht und perspektivisch erläutert. Das Praxis-Handbuch „Osteuropa – Konflikte verstehen“ ist Teil einer sicherheitspolitischen Buchreihe des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr. Es wendet sich an alle Bürger, die an der Entwicklung in dieser Region und an den damit verbundenen sicherheitspolitischen Fragestellungen interessiert sind.